Phönix-Tagebuch

Hallo an alle Freunde, Mitglieder und Gönner der Tierhilfe Phönix e.V. sowie an alle, die an unserer Tierschutzarbeit interessiert sind.

Wir haben jeden Tag so viele unterschiedliche Dinge für den Verein zu tun und es passiert so viel, dass wir euch hier alle etwas an unserer Arbeit teilhaben lassen.

Hier könnt ihr mitverfolgen, was bei uns so los ist.

Jeden Monat versenken wir die alten Tagesberichte im Archiv. Dort könnt ihr, wenn ihr wollt, nochmal nachlesen, was so passiert ist.
 


 

20.02.2018

Mit etwas Glück haben wir vielleicht eine größere Spende Hundefutter in Aussicht! Noch ist es nicht in trockenen Tüchern, aber wenn wir das Futter bekommen, werden wir viel Geld brauchen, um es nach Spanien zu verschicken. Für die Protectora und natürlich ganz besonders für die kleinen Vereine und privaten Sammelstellen für Hunde und Katzen wäre es ein unglaubliches Glück, endlich mal wieder Hilfe von uns zu bekommen. Im letzten Jahr mussten wir so viele Bitten ablehnen, weil wir einfach nichts hatten. Jetzt könnten wir vielleicht Futter bekommen, haben aber das Problem, die Fracht wohl nicht finanzieren zu können. Ich werde jetzt versuchen, einen Transport mit Andy auf die Beine zu stellen, zuerst müsste das Futter allerdings in sein Lager und alleine diese Kosten machen mir schon große Sorgen. Hätte ich geahnt, dass wir vielleicht selbst einen Transport organisieren, dann hätte ich das Geld für den Transport der Latex-Handschuhe gespart und die vier Paletten mit auf den Futter-Truck gepackt. Hinterher ist man immer schlauer. Jetzt habe ich noch drei Tage Zeit, um alles zu organisieren und dann werden wir uns um die Finanzierung kümmern. Auf jeden Fall ist das schon einmal ein Silberstreif am Horizont!

Für die nächsten Tage ist bitterkaltes Wetter angesagt. Valentin's Pflegemutter hat uns schon einmal ein Foto von dem Kleinen beim Spazierengehen geschickt. So schön warm eingemummelt kann er sich ganz bestimmt nicht erkälten!

Valentin_IMG-20180220-WA0015_mN

Die OP hat er wirklich gut verkraftet und eingelebt hat er sich mittlerweile auch. Die Pflegemutter sagte, dass er sich so benehmen würde, als ob er schon immer bei ihr gewesen sei. Noch etwas mehr als 2 Wochen, dann ist der lästige Kragen ab und der Wicht kann wieder ganz unbeschwert durch die Gegend hüpfen. Wir hoffen, dass ihm wenigstens etwas an Sehkraft auf dem operierten Auge geblieben ist und das Äugelchen nicht irgendwann doch noch ganz entfernt werden muss. Im Augenblick sieht es auf jeden Fall sehr gut aus.

Valentin_IMG-20180220-WA0014

Von Marco haben wir heute ein Video bekommen, ihm geht es ebenfalls wieder gut und er durfte jetzt zu Katja und Moni auf die Pflegestelle. Hier hat er Zeit, sich von den ganzen Stress im Tierheim zu erholen und am 02. März hat er dann schon sein Ticket nach Deutschland!

 

19.02.2018

Ein kleiner Stein hat unsere Frontscheibe ruiniert. Ein großer Riss ist nicht mehr zu tolerieren und so musste sie heute ausgetauscht werde. Das kostet letztendlich immer viel Zeit auch wenn der Reparaturservice von 3-4 Stunden spricht. Um 8 Uhr haben wir den Bus gebracht, leider konnte der Wagen erstmal gar nicht in die Werkstatt, weil ein riesiger Kran im Weg stand, dann hieß es das Auto könne erst gegen vier Uhr abgeholt werden. Der Kran stand um 16 Uhr noch immer im weg und so mussten wir nochmal eine Stunde länger warten. Kaum waren wir weg, bemerkten wir, dass die Papiere nicht im Auto lagen - also wieder zurück - dann war der Laden geschlossen. So verplempert man Stunden mit eigentlich sinnlosem Warten und durch die Gegend fahren. Die 4 Zeit hätten wir sicherlich besser nutzen können.

Zur Zeit versuche ich täglich Tombolapreise aufzutreiben. Das ist gar nicht so einfach und so haben sich von ca. 100 Firmen, die ich bis jetzt angeschrieben habe, gerade mal 10 % zurückgemeldet und die haben abgesagt. Das ist schon sehr ernüchternd. Wenn nicht gestern doch noch eine Zusage gekommen wäre, wäre ich schon fast bereit gewesen es aufzugeben. Es ist aber wohl immer so, dass man sich durchkämpfen muss und es niemand dem Tierschutz leicht macht, also bleiben wir dran und hoffen, dass sich doch noch Firmen finden werden, die uns und die Tiere unterstützen.

Wer beim Tierschutz-Shop nicht nur einen Blick auf unsere Wunschliste geworfen, sondern noch etwas weiter nach unten gescrollt hat, hat die Liste der Spender gesehen. Ab ca. 30.11.17 hatten wir um Spenden für die Protectora in Villena gebeten. Es dauerte genau einen Monat, um drei Paletten Futter zusammenzubekommen. Dass so schnell so viel Futter gespendet werden würde, konnten wir kaum glauben. Mittlerweile ist das Futter schon längst in Spanien angekommen und hilft dort die ärgste Not zu lindern.

Seit 01. Januar sammeln wir nun, um die nächsten Futterpaletten voll zu kriegen. 3 - 4 mal pro Woche spendet jemand Futter, manchmal anonym, aber oft sehe ich auch die Namen der Spender. Fast alle Spender kennen wir persönlich und so möchte ich mich nochmal ganz herzlich bei allen bedanken, die uns unterstützen und ganz besonders bei denen, die immer wieder einmal spenden und deren Namen schon mehrfach aufgetaucht sind.

Wie ich in den letzten Monaten feststellen musste, ist es fast unmöglich geworden, noch Futterspenden von großen Herstellern zu ergattern. Ganz offensichtlich sind wir nun zu 100 % auf unsere Mitglieder und tierlieben Leser angewiesen. Ständig für die Ärmsten der Armen zu betteln, fällt mir nicht schwer. Ich schäme mich nicht, jeden um Hilfe zu bitten, ich weiß aber, dass die Menschen sich irgendwann belästigt fühlen und sich zurückziehen. Ich befürchte, dass wir bald immer weniger Hilfe geben können und es den Tieren in Spanien und auf den Azoren noch schlechter gehen wird als jetzt. Da die Flut der Hunde nicht abreißt und auch aus den Ostblockländern immer mehr Hunde zu uns kommen, werden wir in den nächsten Monaten überlegen müssen, ob wir unseren Verein nicht komplett umstrukturieren sollten. Wenn wir weiterhin Arbeit an der Basis leisten wollen, müssen wir mehr Spender haben, die Geld für Futter, Kastrationen, Fahrten des Spenden-Trucks, Aufbauarbeiten in Spanien und auf den Azoren usw. mittragen können. Das bedeutet allerdings, dass unser Verein massiv wachsen müsste und damit natürlich auch unser Einzugsgebiet. Um einen größeren Bekanntheitsgrad zu erreichen, müssten wir viel mehr Werbung machen und auch das würde viel Geld verschlingen. Ein solcher Schritt muss gut überlegt werden, denn wenn es letztendlich alle überfordert, hat es nur Geld gekostet, das besser den Tieren zu Gute gekommen wäre. Unsere nächste Vorstandssitzung wird uns, so hoffe ich jedenfalls, der Lösung des Problems näher bringen. Im Augenblick merken wir, dass der Arbeitsaufwand ständig mehr wird und wir immer mehr auf Hilfe von außen angewiesen sind. Ob wir das noch lange so weitermachen können, bezweifle ich stark.

 

18.02.2018

Wie schon angekündigt, haben wir heute das alte Hunde-Mädchen geholt und mit Schrecken gesehen, wie groß die Umfangsvermehrung an ihrem Gesäuge tatsächlich ist. Dass man einem Tier nicht hilft und mitansieht, wie sich ein Tumor in dieser Größe entwickelt, wird mir ein ewiges Rätsel bleiben. Zu argumentieren, dass man ja nicht wisse, ob nach einer Entfernung eines solchen Tumors dieser nicht nochmal nachwachsen würde, ist für mich der blanke Hohn. Mit diesem Geschwätz kann man sich aus allem rausreden, deshalb habe ich mir wieder einmal auf die Zunge gebissen, wir haben den Hund geschnappt und das arme Mädchen zu unseren Tierschutzkollegen nach Wörrstadt gebracht. Karin und Christian waren so lieb, uns mit Lobi weiterzuhelfen. Wir hätten es finanziell einfach nicht geschafft, wollten aber das alte Hundchen nicht länger bei der ehemaligen Familie lassen. Lobi ist genau wie Valentin nicht geimpft, sie hat keinen Pass und natürlich auch keinen Chip. Das Tierheim in Wörrstadt hat mit der für das Gesäuge anstehenden OP nun genauso wie wir für Valentins Auge massive Kosten aufzuwenden. Darüber machen sich Menschen, die Hunde in einen solchen Zustand kommen lassen, aber grundsätzlich nie Gedanken. Ausbaden müssen es immer die Tiere und bezahlen werden es die Menschen, die Mitleid mit so einem armen Geschöpf haben.

Lobi_IMAG0280_mN  Lobi_IMAG0292

Am Ende des Tages gab es noch eine gute Nachricht. Wir haben eine neue Pflegestelle! Und wenn der Amtsveterinär sich mit seiner Kontrolle ein wenig beeilt, dann kann Harpo vielleicht schon Anfang März ausreisen!

Mariangeles hat uns heute ein Bild einer kleinen Hundedame aus der Tötung von Murcia geschickt. Das Mädchen ist nur noch ein Schatten ihrer selbst und braucht ganz dringend eine liebe Seele, die sie wieder aufpäppelt und ihr den Glauben an die Menscheit wiedergibt. Wir würden Telma sehr gerne übernehmen und suchen deshalb ganz dringend eine Pflegestelle für sie! Interessenten - auch gerne für ein endgültiges Zuhause - können sich jederzeit bei uns melden!

Telma_IMG-20180214-WA0068_mN

Ich habe heute mal nachgerechnet, wieviel Futter im Tierschutz-Shop für unsere spanischen Schützlinge schon zusammengekommen ist. Es sind fast 700 kg!! Das heißt, wir haben schon fast die Hälfte des Futters zusammen, das benötigt wird, um wieder eine Versendung auszulösen. Bis Ende März müsste das eigentlich zu schaffen sein - bitte helft alle mit - jedes Kilo Futter zählt!

Tierschutz-Shop-Wunschliste-Banner-Hund4

 

17.02.2018

Gestern hat eine liebe Tierfreundin gespostet, dass es doch ganz einfach sein könnte, die Kosten für das Futter der Protectora und natürlich auch die OP-Kosten für Valentin zusammenzubekommen. Sie schlug vor, dass jeder unserer Follower einfach 1 € für Valentin und einen für die Protectora spenden sollte. Das würde keinem weh tun und allen wäre geholfen. Leider wird das für uns in Deutschland erstmal ein schöner Traum bleiben. Tatsächlich arbeiten wir in Spanien aber schon seit längerer Zeit nach genau diesem Prinzip. Mikrospenden werden monatlich abgebucht und kommen dem Tierschutz zu Gute. Es sind kleinste Spenden, die in der Menge eine enorme Wirkung haben. In Spanien nennt man das Teaming und es funktioniert wunderbar. Hier hoffen wir immer noch auf Spender, die uns helfen, Valentins Auge, die Kastration, den Chip, die Impfungen usw. zu finanzieren. Gleichzeitig bitten wir darum, die Hunde in der Protectora nicht zu vergessen und Futter über ZooPlus oder den Tierschutz-Shop zu spenden. Ich kann schon verstehen, dass es jedem irgendwann auf den Wecker geht, ständig um Hilfe gebeten zu werden. Leider haben wir aber zur Zeit keine andere Möglichkeit das Geld zusammenzubekommen. Unsere ersten Märkte sind erst in 2 Monaten und über die Mitgliedsbeiträge kommt nicht so viel in die Kasse, dass wir Geld übrig hätten.

Heute haben wir uns dann wie versprochen auch noch um den zweiten Hund der ehemaligen Besitzer von Valentin gekümmert. Es ist ein ca. 11 Jahre altes Bulldoggen-Mix-Mädchen - weder kastriert noch geimpft - dafür aber mit einer riesigen Umfangsvermehrung an einer Zitze. Leider können wir so eine Aufgabe zusätzlich zu den für Valentin anfallenden Kosten finanziell nicht stemmen und müssen uns dafür Hilfe suchen. Die ersten Gespräche laufen aber schon und mit etwas Glück wird ein befreundeter Tierschutzverein das alte Mädchen übernehmen. Wichtig ist jetzt erstmal, dass sie so schnell wie möglich aus dem jetzigen Zuhause ausziehen kann. Der Rest wird sich finden.

Morgen sind wir dann auch nochmal zu einer Familie unterwegs, die vielleicht einen Pflegehund für uns aufnehmen wird und wir hoffen, dass wir bald etwas Unterstützung bekommen werden. Jede Pflegestelle rettet Leben und wenn wir neue Mitstreiter hätten, dann könnten wir vielleicht auch noch Harpo aus der Protectora übernehmen. Für Anfang März haben wir die Plätze für unsere Glückspilze schon gebucht. Fünf, vielleicht sogar sechs Hunde könnten reisen. Für Marco, Troscy, Whitney und Groucho sind die Plätze also schon reserviert. Es wäre toll, wenn Harpo auch eine Chance bekäme...

Harpo_IMG_9548_mN  Harpo_IMG_9544

Harpo_IMG_9558

 

16.02.2018

Die Nachuntersuchung für Valentins Äugelchen liegt nun hinter uns, alles sieht gut aus und Frau Dr. Weber scheint sehr zufrieden zu sein. In 10 Tagen können wir die Fäden der Kastration ziehen lassen und in drei Wochen wird Valentin seinen Trichter wieder los. Dann sollte auch das Äugelchen verheilt sein. In der nächsten Zeit werden wir sein Gangbild genau beobachten, der Wicht ist sehr leicht und es ist möglich, dass er mit seiner Art zu gehen klar kommt. Seine Knie sind nicht in Ordnung und so hat er sich angewöhnt, ganz einseitig zu laufen. Ein Hinterbein ist stark bemuskelt und eins leider kaum. Irgendwie sieht sein Gang merkwürdig schief aus und noch sind wir uns nicht im Klaren, ob das so bleiben kann oder ihm im Laufe der Zeit Probleme mit der Wirbelsäule verursachen wird. Wir warten jetzt erstmal die Heilung seines Auges ab und werden ihn dann nochmal wegen der Knie untersuchen lassen. Bisher haben sich zwei Spender an den Operationkosten für Valentin beteiligt, dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken! Wir hoffen, dass noch weitere Spenden zusammenkommen, denn Valentins tierärztliche Versorgung ist recht aufwändig. Wir denken, dass wir mit der Augen-OP, den noch anstehenden Nachuntersuchungen und Medikamenten, der Kastration, dem Chip und den noch kommenden Impfungen mit mehr als 900 € rechnen können. Es wäre wirklich sehr lieb, wenn ihr uns vielleicht noch etwas unter die Arme greifen könntet. Auch kleine Beträge helfen uns im Augenblick wirklich weiter!

Auch wenn der Winter uns zur Zeit wieder fest im Griff hat, unser Frühlingsfest ist das, was wir im Augenblick schon mit aller Kraft vorbereiten. Leider haben uns zwei Aussteller abgesagt. Ich finde das zwar unfair, aber was soll ich machen. Wenn man meint, an anderer Stelle mehr Gewinn machen zu können und man vielleicht von seinem Marktstand lebt, dann muss man unter Umständen so handeln. Für uns ist das mehr als ärgerlich, wir müssen jetzt wieder Ersatz suchen. Zum Glück wird stake-out.de mit Brustgeschirren, Halsbändern, Leinen und Liegeflächen ganz bestimmt wieder bei uns sein. Wir würden uns freuen, wenn noch ein Barf- und ein Trockenfutter-Stand dazu käme. Außerdem suchen wir seit heute auch wieder jemanden, der mit einem Schmuckstand zu uns kommen will. Fest zugesagt hat auch Eva-Maria Boitz aus Armsheim. Sie wird einen Stand zum Thema Physiotherapie beim Hund aufbauen und vielleicht sogar eine kleine Vorführung vorbereiten. Natürlich gibt es noch viele andere Stände und selbstverständlich auch wieder unsere altbekannte Tombola. Seit Wochen sammeln wir schon wieder Preise und wie in jedem Jahr wird es wieder 1000 tolle Dinge zu gewinnen geben. Wer noch einen Hundefutterladen kennt, der uns etwas spenden möchte, sollte jetzt nachfragen. Wir freuen uns über jeden Preis und jede Hilfe!

Da ich euch ja schon von der im Augenblick besonders schlimmen Situation in den spanischen Protectoras und Perreras berichtet habe, möchte ich nochmal für Pflegestellen werben. Um Hunde aus den Tötungen retten zu können, brauchen wir eure Hilfe. Ohne Pflegstellen können wir keine Hunde nach Deutschland holen, wir haben keine Zwingeranlagen und sind auf die Hilfe von privaten Hundehaltern angewiesen. Wir alle haben Hunde aus dem Tierschutz und würden alles dafür tun, dass unsere Lieblinge nie wieder in einem Zwinger oder gar in einer Tötungsstation sitzen müssten. Es ist doch ganz einfach sich vorzustellen, dass das auch für andere Hundchen ein ganz schreckliches Los ist. Bitte helft uns, diesen Hunden ein lebenswertes Dasein zu schenken. Helft uns, sie aus den Zwingern der Tötungen herauszuholen und gebt ihnen eine Zuhause, bis wir sie vermitteln können. Die Nasen haben es alle verdient und sie sind die dankbarsten Geschöpfe überhaupt. Bitte lasst nicht zu, dass, gerade jetzt nach der Jagdsaison, in Spanien tausende unschuldige Hunde grausam um ihr Leben gebracht werden. Bietet einem Hundchen eine Pflegestelle an und helft uns damit, sein Leben zu retten. Zur Zeit suchen wir dringend Pflegestellen für zwei Bodegueros sowie für Troscy und Whitney.

IMG-20180111-WA0024_mN  Harpo_IMG_9548_mN

Troscy_IMG-20180123-WA0109_mN  Whitney_IMG-20180205-WA0026_mN

Da die Tierheime in Spanien im Augenblick brechend voll sind, wird dort auch erheblich mehr Futter als sonst benötigt. Wir haben zur Zeit leider keine andere Möglichkeit Futter nach Spanien zu schaffen, als über den Tierschutz-Shop und das direkte Versenden des Futters über ZooPlus (beide erreichbar über die Banner hier auf der rechten Seite). Beide Varianten sind kostengünstig, bei ZooPlus kommt das gespendete Futter meistens schon innerhalb einer Woche in Spanien an. Der Versand ins Ausland kostet ca. 6 €. Der Tierschutz-Shop sammelt das gespendete Futter und löst die Versendung bei ca. 1600 kg aus. Man kann Futter ab ca. 2 € spenden, der Obolus für den Versand wird anteilig mit 2 € berechnet.

Ich kann nur immer wieder um eine Futterspende bitten. Seit bei den großen Futterhändlern so gut wie nichts mehr zu bekommen ist, sind wir ganz und gar auf die Hilfe von tierlieben Menschen angewiesen. Wenn zu wenig Futter im Tierheim ist, dann müssen die Hunde und Katzen hungern. Ihr alle habt die Bilder unserer letzten Glückspilze gesehen, die Hunde aus der Protectora waren viel zu dünn und man konnte alle Rippchen zählen.

Ich möchte deshalb nochmal die Anschrift der Protectora Villena veröffentlichen. Wer über ZooPlus Futter verschicken möchte, braucht die Lieferadresse. Beim Tierschutzshop haben wir sie hinterlegt und das gespendete Futter geht automatisch dort hin.

Sociedad Protectora de Animales y Plantas de Villena
PARAJE DE LA SOLANA, 84 (junto al cementerio)
Apartado de correos 373
03400 VILLENA (Alicante)

 

15.02.2018

Wir möchten uns ganz herzlich bei allen bedanken, die uns helfen, den kleinen Valentin zu finanzieren. Alleine könnten wir die Tierarztkosten nicht stemmen. Der Wicht hat seine Augen-OP erstmal gut überstanden. Frau Dr. Weber konnte sein Äugelchen erhalten, ob er damit allerdings noch viel sehen wird, wissen wir nicht. Trotzdem sind wir natürlich froh, dass das Auge erstmal drin bleiben konnte. Gleichzeitig wurde Valentin kastriert und natürlich hat er jetzt auch einen Chip. In den nächsten Tagen bekommt der Wicht eine Intensivpflege, er braucht regelmäßig Schmerzmittel und Antibiotika, sein Äugelchen wird getropft und - ganz wichtig - seine Pflegemutter kümmert sich liebevoll um ihn. Das kleine Wesen scheint so etwas gar nicht zu kennen und zuckt noch oft genug zurück, wenn man ihn streicheln will. Er wird jetzt lernen, dass ihm niemand mehr etwas tut und er in Sicherheit ist. Chihuahuas werden oft sehr alt und so kann es sein, dass er die Hälfte seines Lebens noch vor sich hat. Ich hoffe, dass es Zeit genug ist, sich von dem zu erholen, was er bisher erleben musste. Heute Abend ist er, nachdem er anständig gegessen und getrunken hatte, selig und warm eingemummelt eingeschlafen. Morgen geht es zur Nachkontrolle nochmal in die Praxis und fürs Wochenende ist Wellness angesagt! :) Das hat er sich verdient! (Den Trichter, den er zur Sicherheit seines frisch operierten Äugelchens tragen muss, akzeptiert er glücklicherweise problemlos)

Valentin_IMG-20180215-WA0015_mN

Unser kleiner, superlieber Bodeguero Pancho hat das Herz seiner Pflegeeltern im Sturm erobert. Seit heute steht fest, dass wir kein neues Zuhause mehr für ihn suchen müssen und er sein Leben dort verbringen wird. Wir freuen uns sehr darüber und wissen, dass er das große Los gezogen hat!

Pancho_DSC01586_mN  Pancho_DSC01632

Mittlerweile haben wir auch wieder Neuigkeiten von Marco! Es geht ihm wieder gut, er konnte kastriert werden und soll nun zur Erholung zu Katja und Moni. Sein Transport nach Deutschland ist für Anfang März geplant. Drücken wir mal die Daumen, dass alles klappt!

 

14.02.2018

Heute am Valentinstag haben wir alle an unsere Liebsten gedacht, ihnen eine Freude gemacht, Blümchen verschenkt oder wie bei uns - einen Hund geschenkt bekommen.... Seit Edy's Tod suchten wir wieder eine ganz arme Socke, der wir noch eine schöne Zeit schenken können. Es sollte ein Hundchen sein, dass bisher nicht viel Glück hatte, vielleicht krank ist oder wegen des Alters keine Vermittlungschancen mehr hat. Wir haben uns in spanischen Tierheimen umgesehen und dann unglaublicherweise das arme Mäuschen in Deutschland gefunden.

Wir kamen gerade von einem sonnigen Spaziergang mit unseren Hunden zurück, als mein Telefon klingelte. Frau Dr. Weber bat uns zu kommen, man habe einen Hund, der abgegeben werden sollte. Natürlich sind wir sofort nach Alzey gefahren und fanden dort einen winzigen Chihuahua-Buben mit einem geschwollenen, blutigen Auge vor. Die Eigentümer wollten die Operationskosten für die Augenentfernung nicht mehr tragen, der Hund sei fast 9 Jahre alt und der Mann sagte, dass er sich sowieso nichts aus Hunden machen würde und der Hund von seiner Frau mit in die Ehe gebracht worden sei.

Valentin_IMAG0259  Valentin_IMAG0261

Dass der Wicht in den letzten Jahren nicht entwurmt oder geimpft wurde, brauchen wir nicht zu erwähnen, dass sein Penis und die Vorhaut geschwollen und entzündet waren, war gar nicht aufgefallen und der alte Impfpass konnte natürlich auch nicht mehr gefunden werden. Die "Sache mit dem Auge" habe man erstmal gar nicht bemerkt, eine Behandlung oder OP sei aber einfach zu teuer und da man Sozialhilfe beziehen würde, wäre das einfach nicht drin. Es fällt mir schwer, so etwas kommentarlos hinzunehmen, hauptsächlich wenn die Leute mit einem wirklich guten Van angefahren kommen und die Frau eine original Prada-Jacke trägt. Wir erklärten, dass bei der Abgabe eines kranken Hundes hohe Kosten auf unseren kleinen Tierschutzverein zukommen würden und wir erwarteten, dass man sich an den Kosten beteiligte. Die Brieftasche wurde gezückt und Uwe bekam einen Hunderter in die Hand gedrückt. Gleichzeitig wurde uns ein Schreiben des Sozialamtes vorgelegt, ganz offensichtlich hat das nette Paar eine neue Wohnung in Aussicht. So fragte man gleich mal nach unserer Telefonnummer, denn zuhause warte nämlich noch ein weiterer Hund, der dann zum Umzugsdatum ebenfalls an uns übergeben werden soll. Manchmal fällt es mir schwer, mit meiner Meinung hinterm Berg zu halten, heute gelang mir das allerdings recht gut. Ich fragte nach der Größe und dem Alter des zweiten Hundes. Schnell wurden schicke teure Handys gezückt und die erfolglose Suche nach einem Foto begann.... Nun, wir wissen jetzt, dass es sich um einen Boxer-Malteser-Mix handelt und so wie uns erzählt wurde, kann man sich über die Eltern des Hundes ganz sicher sein, immerhin war die Paarung der Hunde wohl auf einem Familienfest unter allgemeiner Belustigung der Gäste vonstatten gegangen. Auch hierzu habe ich keinen Kommentar abgegeben, sondern die Zähne fest zusammengebissen. Das Hundchen soll ca. 6 Jahre alt sein und wird uns in den nächsten Wochen übergeben werden. Der Mann sagte, dass er nicht wisse, was er mit dem Hund machen solle, man müsste ihn sonst im Tierheim abgeben, aussetzen wollte man ihn nicht. Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie klang das in meinen Ohren wie eine Drohung.

Der winzige Chi-Junge, für den wir sofort einen Abgabevertrag gemacht haben und der jetzt der Tierhilfe Phönix gehört, blieb jedenfalls erstmal in der Praxis in Alzey. Frau Dr. Weber wollte ihn heute direkt operieren und wir hoffen, dass wir ihn morgen schon wieder abholen können. Es wäre ein Wunder, wenn sein Äugelchen zu retten wäre. Der arme Kerl muss über einen langen Zeitraum schreckliche Schmerzen gehabt haben. Vielleicht ist es möglich gewesen, gleichzeitig seinen Penis und die Vorhaut zu behandeln, einen Chip zu setzen und nach den Zähnen zu sehen. Morgen wissen wir mehr.

Dass nun massiv Kosten auf uns zukommen werden, ist klar. Wir sind froh und dankbar, dass Edy's Paten sich alle bereit erklärt haben, ihre Patenschaft auch auf den nächsten Dauerpflegi zu übertragen. So werden wir die zukünftig für den Winzling anfallenden Kosten decken können. Wir hoffen, dass unsere Mitglieder uns vielleicht noch einen kleinen Zuschuß zu den OP-Kosten spenden werden, der Bub muss ja auch noch kastriert und geimpft werden. Da ein solches Hundchen bei uns ein neues Leben anfängt, bekommt es natürlich auch einen neuen Namen. Unser neuer Glückpilz heißt ab heute Valentin - aber das habt ihr euch bestimmt schon gedacht! Ganz herzlichen Dank an unsere liebe Pflegestelle, die sich spontan bereit erklärt hat, Valentin erstmal aufzunehmen und ihn jetzt während der Nachsorge liebevoll und kompetent betreuen wird.

Wer etwas für Valentin's OPs spenden möchte, kann das gerne tun, wir sind für jede Hilfe dankbar!

Kontoinhaber: Tierhilfe Phönix e.V.
Volksbank Alzey-Worms eG
IBAN: DE82550912000022275100
BIC: GENODE61AZY

 

13.02.2018

Das, worauf wir alle gehofft haben, ist jetzt passiert. Conny und ihr Mann haben nun auch das zweite Chihuahua-Mädchen übernommen. Die beiden Winzlinge sind tatsächlich nicht zu trennen und so ist es die logische Konsequenz gewesen, dass Sery und Lasy zusammen in einem Zuhause leben. Wir freuen uns sehr darüber, dass Conny und Karlfried das genauso gesehen haben und wir bedanken uns ganz herzlich bei Susanne und Hans-Dieter, die diese Entscheidung ebenfalls mitgetragen haben. Manchmal passieren ganz unvorhersehbar tolle Dinge - wir alle sind sehr dankbar und glücklich darüber!

Lasy+Sery_IMG-20180212-WA0006

Da im Augenblick einige Bodegueros im Tierheim und auf der Auffangstation von Librada leben, haben wir uns entschieden, Groucho als Glückspilz auszusuchen. Bodegueros sind tolle Hunde, die ausschließlich in Andalusien gezüchtet werden. Wir haben schon einige dieser außergewöhnlichen Familienhunde vermittelt und wissen, dass die neuen Halter sehr froh sind, einen so liebes, anhängliches und mit jedem anderen Hund verträgliches Familienmitglied bekommen zu haben. Groucho ist schon reisefertig und wird Anfang März zu uns kommen.

Groucho_IMG_9530_mN  Groucho_IMG_9520

Wir würden gerne noch weitere Hunde aus der Tötung von Murcia übernehmen, doch leider haben wir nicht genug Pflegestellen.

Wer gerne mit uns zusammen im Tierschutz aktiv werden möchte, der kann sich jederzeit bei uns melden. Helfer werden immer gesucht und freundlich aufgenommen!

 

12.02.2018

Das Wetter ist kalt und klar und so wie es aussieht, bekommen wir jetzt doch noch einen Winter. Die Narren genießen den Sonnenschein während der Umzüge und wir sind mit unseren Hunden draußen unterwegs. Selbst der kleine Gulliver hat Spaß an langen Spaziergängen und solange die Temperaturen tagsüber im Plus-Bereich sind, will er nicht einmal ein Jäckchen. Pheusys ehemals braunes Bäuchlein ist mittlerweile ganz weiß geworden. Er ist am Bauch komplett nackig und friert, ohne Jäckchen kann er nicht spazierengehen. Die beiden Podencas wollen bei diesem Wetter das Wohnzimmer - sprich den Grundofen - nicht verlassen, sie tragen selbst im Haus zur Zeit ihre Mäntelchen.

Offensichtlich haben die Hunde, genauso wie wir, ein ganz unterschiedliches Kälteempfinden. Die im Internet immer wieder stattfinden Diskussionen für und wider Hundemäntel finden wir deshalb ziemlich sinnlos. Wir sehen doch selbst, ob unsere Hunde bibbern und können dann ganz individuell entscheiden, wer ein Mäntelchen braucht. Dass Hunde - so wie wir auch - frieren, dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Es ist mir unerklärlich, wieso mancher Hundbesitzer immer noch glaubt, dass 'die Natur' das schon regelt. Vielleicht sollte man diesen Menschen einfach mal ihre Jacken, Schals, Schuhe und Mützen wegnehmen, ob sie dann auch noch glauben, dass die Natur das schon regelt, bezweifle ich stark. Viele unserer spanischen Hunde und natürlich auch die Hunde von den Azoren entwickeln kein oder ein für unsere Breitengraden nicht ausreichendes Winterfell, daher müssen sie wärmende Jacken tragen, wenn sie bei kalten Temperaturen draußen unterwegs sind. Es ist also keine Frage des modischen Accessoires, sondern eine Notwendigkeit. Wer seinem frierenden Hund kein wärmendes Mäntelchen spendiert, ist entweder ignorant oder herzlos.

Seit langer Zeit plädieren wir in Armsheim für einen Hundeplatz. Wir haben mit den Gemeindevertretern und dem Verbandsgemeindebürgermeister gesprochen, haben alle Grundbesitzer gefragt, ob sie uns einen Acker zur Verfügung stellen und wirklich alles versucht, um die Hunde aus der Gemarkung zu kriegen. Da sich immer wieder Jäger, Bauern und Anwohner über streunende Hunde und Hundekot beschweren, haben wir gehofft, dass die Notwendigkeit eines eingezäunten Hundeplatzes nicht die Frage sein dürfte. Tatsächlich stoßen wir auf erheblichen Widerstand. Mittlerweile wurden wenigstens Halterungen für Kotbeutel am Feldrand aufgestellt - allerdings sind sie leider leer und scheinen auch nicht nachgefüllt zu werden. Die ersten Meter eines Feldspaziergangs sind, ehrlich gesagt, oft ein Laufen durch 'Tretmienen'. Der gesamte Feldrand und manchmal auch die Wege sind mit Kot übersät. Ich weiß nicht, ob die Gemeinde einfach nur vergessen hat, dass Kotbeutel Verbrauchsmaterialen sind und diese bald nachfüllen wird, oder ob die Leute auch mit zur Verfügung stehenden Tüten den Kot ihrer Hunde einfach liegenlassen. Wir denken, dass es für die Hundebesitzer eine Selbstverständlichkeit sein sollte, die Hinterlassenschaften ihrer Tiere zu entfernen und in der Mülltonne zu entsorgen. Es wäre also sehr sinnvoll, wenn auf den Wander- und Spazierwegen nicht nur Bänke, sondern auch Mülleimer stehen würden. Wer schleppt den gefüllten Kotbeutel schon gerne mehrere Kilometer durch die Gemarkung?

Wir ärgern uns privat über Hundebesitzer, die ihre Tiere auf unsere Pferdekoppel lassen. Ständig müssen wir Hundekot auf unseren Weiden beseitigen. Das Gras ist Futter für unsere Pferde und dort, wo ein Hund seinen Kot abgesetzt hat, fressen die Pferde nicht mehr. Es dürfte jedem klar sein, dass es nicht erlaubt ist, Hunde auf fremde Grundstücke zu lassen. Dass es mittlerweile selbstverständlich geworden ist, die Hunde auf unsere Koppel koten zu lassen, finde ich eine Unverschämtheit. Dass man uns nun aber den Kot irgendwelcher Hunde noch oben auf unserer Einzäumung plaziert, lässt den Schluss zu, dass man uns sogar noch für die Verschmutzungen durch Hundekot verantwortlich macht. Tatsächlich fehlen mir die Worte für dieses unfassbare Verhalten.

Kot_IMAG0253

 

11.02.2018

Wir freuen uns riesig, dass das kleine Chi-Mädelchen, welches bei einem schlimmen Autounfall in Spanien sein Äugelchen verloren hat, heute vermittelt wurde. Die Maus heißt jetzt Nikita und wohnt in Planig - ihr habt es bestimmt schon erraten - Connie ist zum Pflegestellenversager geworden! Liebe Connie, du befindest dich in guter Gesellschaft und wir sind sehr glücklich darüber, dass die kleine Nase bei dir bleiben darf!

Lasy_IMG-20180210-WA0032

Auch für Sam gab es heute Besuch, seine Interessenten kennen wir gut, denn sie haben schon 2015 zwei Hundchen von uns übernommen. Nun haben sie sich in Sam verguckt und so wird der liebe Junge in den nächsten Tagen nach Boppard umziehen. Wir freuen uns sehr über diese Entscheidung.

Sam_IMG-20180206-WA0000_mN

Die Pflegefamilie, die den hübschen Bodeguero Pancho aufgenommen hat, hat den Bub mittlerweile reserviert. So wie es aussieht, könnte auch das eine Punktlandung gewesen sein. Wir drücken dem Bubchen jedenfalls mal ganz feste die Daumen!

Pancho_IMG-20180211-WA0010

Wir bitten alle Jecken und Narren und Fassenachter, ihre Hunde nicht zu den Umzügen und Sitzungen mitzunehmen. Hunde haben nämlich ein weitaus besseres Gehör als wir Menschen. Dementsprechend reagieren sie auf den Lärm oft mit Angst und Stress. Bei Faschingsumzügen sind die Narren zudem noch verkleidet, sie springen, hüpfen und schreien herum, was die Tiere zudem ängstigt und verunsichert. Manche Hunde reagieren sogar aggressiv auf die ungewohnten Reize. Abgesehen davon, dass unsere Lieblinge in großen Menschenansammlungen leicht mal einen Tritt abbekommen, besteht die Gefahr, dass sich die Hunde durch herumliegende Scherben verletzen oder Süßigkeiten aufnehmen. Ob es eine gute Idee ist, seinen Vierbeiner zu verkleiden, bezweifeln wir stark, immerhin wird nicht nur die Bewegungsfreiheit eingeschränkt, sondern auch die Kommunikation mit Artgenossen verhindert.

Helau_dawoud-598822_960_720

 

10.02.2018

Unsere Hundchen sind alle heil angekommen und mittlerweile auch schon bei ihren Pflegestellen.. So wie wir das auf den Fotos vom Einladen schon sehen konnten, sind Rocky II und Pancho sehr mager. Die beiden Hundchen müssen ganz dringend zunehmen. Die Pflegefamilien werden sich darum kümmern und die Hungerhaken schnell wieder auf das Normalgewicht auffüttern. Trotzdem ist es erschreckend, die Tiere in diesem Zustand zu sehen. Alle Rippchen sind sichtbar und jeder Muskel zeichnet sich unter der Haut ab. In Spanien ist es ebenfalls kalt und ohne ein Gramm Fett am Körper haben die mageren Körperchen der Kälte nichts entgegenzusetzen. Die kleinen Chihuahuas waren auf Pflegestellen untergebracht und sind in einem guten Zustand. Sindy, die ihr Ticket noch im letzten Augenblick ergattern konnte, kam zwar aus der Tötung, hat allerdings mehr auf den Rippen als die Hunde aus der Protectora.

Sindy_DSC01683_mN

RockyII_DSC01668_mN

Pancho_DSC01724_mN

Sery_IMAG0256_1_mN

Lasy_DSC01661_mN

Ich hoffe, dass unsere drei Futterpaletten für die Protectora nicht der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein sind. Im Augenblick schwemmt das Ende der Jagdzeit enorm viele Hunde in die Tierheime und Perreras. Dass das Futter jetzt noch knapper wird, ist nachvollziehbar. Wir wissen, dass noch eine Handvoll anderer Tierschutzvereine die Protectora in Villena unterstützen, allerdings hatten wir uns in den letzten Jahren immer um das Futter gekümmert und pro Jahr mindestens 2 - 3 LKW Ladungen mit jeweils 33 Paletten nach Spanien gefahren. Seit letztem Jahr ist von den großen Herstellerfirmen einfach nichts mehr zu bekommen und wir versuchen, wenigstens ab und zu mal einige wenige Paletten nach Spanien zu schicken. Tatsächlich sind unsere Futterlieferungen auf ca. 10 % dessen eingebrochen, was wir in den letzten Jahren spenden konnten. Es ist schrecklich mitanzusehen, welche Konsequenzen aus dem Futtermangel erwachsen. Die Tiere hungern nicht nur, sie werden auch krank und produzieren so Tierarztkosten, die ebenfalls nicht mehr bezahlt werden können. Die kleineren Vereine, privaten Tierschützer und die vielen Helfer, die zum Beispiel Futterplätze für wildlebende Katzen versorgten, waren die ersten, die nichts mehr bekamen. Ihre Initiative ist damit zum Teil komplett auf Null reduziert worden. Niemand kann es sich auf Dauer leisten, die Kosten für 30 oder mehr Tiere aus der eigenen Tasche zu bezahlen. Mit unseren Donation-Trucks haben wir viele Jahre ein großes Gebiet im Süden Spaniens mit lebenswichtigen Sach- und Futterspenden abgedeckt. Dort geht es den Tieren nun schlecht und die Tierschützer bitten uns händeringend um Futter. Leider haben wir nichts mehr, was wir verteilen könnten und so sterben zuerst die Tiere, die nicht durch Vereine unterstützt werden, die privaten Initiativen lösen sich auf und die Tötungen füllen sich immer mehr. Die Städte und Landkreise argumentieren, dass sie mit Tötungen die Seuchengefahr eindämmen müssen, da es zu viele streunende und ggf. kranke Tiere gibt und so wird alles, was wir in den letzten Jahren erreicht haben, mit einem Schlag zunichte gemacht. Ich kann nicht für die Schließung von Tötungen plädieren, wenn Hunde und Katzen sich unkontrolliert vermehren und die Bevölkerung keine Unterstützung zur Eigeninitiative bekommt. Solange wir für Futter gesorgt haben, war Geld für Kastrationen da und die ehrenamtlichen Helfer haben Erfolge durch Ihr Engagement gesehen. Jetzt herrscht vielerorts Niedergeschlagenheit und Resignation.

Ich hoffe, dass wir über Zooplus und den Tierschutz-Shop wenigstens ab und zu noch einmal etwas Futter in die Protectora schaffen können, zu mehr sind wir im Augenblick nicht mehr in der Lage. Der Anblick von hungernden Tieren macht mich unendlich traurig und gleichzeitig enorm wütend. In Deutschland wird Tierfutter aus Überproduktionen, Futter, welches dicht am MHD ist oder auch einfach nur Verpackungsschäden hat, vernichtet. Wir könnten damit Leben retten. Wie immer bleibt uns nur, um jedes Kilogramm Futter bei tierlieben Menschen zu betteln, wir schämen uns nicht dafür und wissen, dass wir manch einem damit auf den Wecker gehen. Wer aber einmal verhungernde Tiere gesehen hat, der wird uns verstehen.

Tierschutz-Shop-Spendenplattform-Banner-Hund

 

09.02.2018

Jetzt sind die ersten Bilder unserer Glückspilze angekommen. Nun wissen wir endlich, wer zu uns reisen wird und stellen erstaunt fest, dass die beiden kleinen Chihuahua-Damen mit an Bord sind.

Transport_0902_IMG-20180209-WA0034

Ganz offensichtlich hat es sich die spanische Pflegestelle nochmal überlegt und entschieden, die Wichte doch nach Deutschland zu schicken. Wir freuen uns natürlich darüber und werden versuchen, hier ein tolles Zuhause für alle unsere Glückspilze zu finden.

Morgen früh werden wir unsere Hunde abholen und dann haben sie es geschafft. Sindy kommt aus der Tötung von Murcia und die anderen sind alle aus der Protectora in Villena. Da wir in den letzten Wochen einige unserer Schützlinge vermittelt haben, konnten wir jetzt wieder einen neuen Glückspilz aussuchen. Es ist Whitney und auch sie stammt aus der Tötung.

IMG-20180205-WA0026_mN

Für Anfang März haben wir also bis jetzt Troscy, Whitney und Marco auf der Liste. Marco geht es mittlerweile wieder sehr gut, sein vermeintliches Magengeschwür hat sich als Magenschleimhautentzündung entpuppt. Das Futter im Tierheim und der Stress waren für die zarte Seele wohl zu viel. Jetzt ist er glücklicherweise wieder auf dem Damm und wird in der nächsten Woche kastriert. Danach kann er sich bei Katja und Moni erholen und geht von dort aus direkt nach Deutschland in seine neue Familie. Wir sind froh, dass sich alles zum Guten gewendet hat und wir uns keine Sorgen mehr um Marco zu machen brauchen.

Dass wir seit letzter Woche wirklich tolles Futter in der Protectora haben, beruhigt uns ebenfalls sehr. Die drei Paletten, die über den Tierschutz-Shop verschickt wurden, waren voll mit Qualitätsfutter, Futterzusätzen und sogar Spezialfutter für Senioren und Welpen. Ich freue mich jedesmal, wenn ich sehe, dass wieder jemand Futter über diese Plattform gespendet hat, die Hunde und Katzen der Protectora haben damit gesicherte Futterrationen und müssen nicht hungern. Leider haben wir auf den Fotos von Rocky II und Pancho gesehen, dass die Nasen aus der Protectora sogar noch erheblich dünner sind als die Hunde aus der Tötung! Ich kann nur hoffen, dass wir dieses Problem bald besser in den Griff bekommen werden. Mittlerweile haben wir schon wieder fast 600 kg Futter gesammelt, bei ca. 1600 kg wird die Versendung des Futters ausgelöst. Mal sehen, was in den nächsten Wochen noch zusammenkommt.

Tierschutz-Shop-Spendenplattform-Banner-Hund2

 

08.02.2018

Es fällt mir schwer mich zu konzentrieren und an Schlaf ist auch nicht zu denken. Mein Kopf dröhnt und ich erwarte ständig, Bahia irgendwo im Haus zu sehen. Ihr Jäckchen, ihre Decke, die Kudde, ihre Medikamente und ihre Schüssel - ständig erinnert mich alles an sie und ich stelle fest, dass sie irgendwie noch da ist. Ich kann ihre Sachen nicht wegräumen und habe ein Gefühl, als ob mir jemand meinen Hund weggenommen hätte. Es wird noch einige Zeit dauern, mich mit dem Gedanken anzufreunden, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben und ich befürchte, es wird noch viel mehr Zeit ins Land gehen, bis ich, ohne in Tränen auszubrechen, von ihr sprechen kann. Auch wenn wir diese schrecklichen Abschiede schon oft erlebt haben, man kann sich nicht darauf vorbereiten und man kann sich nicht vor dem Schmerz schützen. Er trifft immer mitten ins Herz und legt für eine Zeit alles lahm. Genauso fühlen wir uns im Augenblick - irgendwie taub.

Die anderen Hunde sollen unter unserem Gemütszustand natürlich nicht leiden und so waren sie heute auf der Wiese, haben gespielt und sich genüsslich in Marderkacke gewälzt... ganz offensichtlich eine Art Parfüm für Hunde! Jeder wollte etwas davon abhaben und so musste ein großer Teil der Rasselbande hinterher in die Dusche. Was diese 'Geruchsverirrungen' angeht, scheinen unsere Hunde alle nicht lernfähig zu sein!

Nicht nur unsere Stinktiere haben uns heute auf Trab gehalten. Zusätzlich haben wir den ganzen Tag noch versucht, für Sindy eine Transportbox zu ergattern. Die Absage kam dann gegen Nachmittag. Wir können nichts tun, wenn die Boxen ausgebucht sind. Es ist traurig, aber nicht zu ändern. Kurz vor Mitternacht kam dann plötzlich doch noch eine Zusage. Ob es zeitlich noch möglich sein wird, Sindy beim Amtsveterinär anzumelden oder ob sie vielleicht sogar schon angemeldet ist, konnten wir bisher nicht herausbekommen. Für unsere arme Pflegestelle bleibt es also spannend. Ich denke, sie wird erst sicher sein, dass Sindy auf dem Transport ist, wenn sie bei uns in Deutschland aussteigt.

Auch für unsere beiden geplanten Chihuahuas könnte sich noch etwas ändern. Eben habe ich nochmal meine E-Mails gelesen und erfahren, dass die spanische Pflegestelle sich unsterblich in die Wichtelchen verliebt hat. Sie weint bittere Tränen, weil sie die beiden Würstchen morgen hergeben soll. Das ist natürlich nicht Sinn der Sache. Wir möchten den Hunden, die in Spanien keine Chance haben, ein neues Zuhause geben. Sollten die beiden Chihuahuas in Spanien glücklich werden, so freuen wir uns darüber und holen sie ganz bestimmt nicht nach Deutschland. Was nun letztendlich in Spanien entschieden wird, liegt nicht mehr in unserer Hand. Wir hoffen, dass die Hunde, die am Samstag bei uns ankommen werden, eine gute Fahrt haben und hier ein tolles Zuhause finden - lassen wir uns mal überraschen, wer die Tickets bekommt!

 

07.02.2018

Wenn ein Hund stirbt, dann wünscht man sich wahrscheinlich immer, dass es ein natürlicher Tod ist, dass er einfach einschläft und man sich und ihm die Fahrt zum Tierarzt, das Setzen der Spritze und den Tod auf dem Behandlungstisch ersparen kann. Manchmal kommen die Ärzte auch nach Hause, aber oft überrascht die Endgültigkeit der Diagnose uns auch und so muss eine Entscheidung zum Wohl des Tieres sofort in der Praxis getroffen werden. Natürlich haben wir gewusst, dass Bahia nicht mehr viel Zeit bleiben würde, trotzdem haben wir gehofft, sie wieder mitnehmen zu dürfen. Leider stellte Frau Dr. Weber bei der Untersuchung fest, dass Bahias Tumor gewachsen ist und ihr ganz offensichtlich auch Schmerzen bereitet. Das alte Mädchen ist schon immer sehr tapfer gewesen. Dass wir nicht mitansehen, wie sie permanent leidet, ist selbstverständlich und deshalb haben wir entschieden, Bahia gehen zu lassen. Ich weiß nicht, ob sie jetzt wieder bei ihrer Freundin Banja ist und ob sie über grüne Wiesen rennen. Die Vorstellung ist tröstlich, aber sie trocknet unsere Tränen nicht. Bahia hatte ein extrem langes Leben, sie war der Chef in unserem Rudel und ganz bestimmt einer der außergewöhnlichsten Hunde, die wir je hatten. Es sind so viele Begebenheiten, die schon fast vergessen waren und die uns jetzt plötzlich wieder einfallen. Noch sind wir nicht in der Lage, Glück und ein Lächeln in unseren Erinnerungen zu finden, aber wir wissen, dass auch diese Zeit irgendwann kommen wird. Bis dahin trauern wir schmerzlich um unsere wunderbare Podenca Bahia.

Bahias_erster_Tag_30_mN

Natürlich steht auch jetzt die Zeit nicht still und deshalb versuchen wir weiterhin, Hunde aus der Tötung zu retten und tolle Menschen für sie zu finden. Vor ca. 2 Tagen fragte mich eine Dame nach Sindy - wir hatten ihr Bild vor einiger Zeit in einem Pflegestellengesuch veröffentlicht. Wenn ich aus Spanien nichts mehr von den Hunden höre, dann frage ich gewöhnlich auch nicht mehr nach. Ich habe im Laufe der Jahre lernen müssen, dass wir nicht jeden Hund retten können und dass es nicht sinnvoll ist, sich ständigen psychischen Verletzungen auszusetzen. Trotzdem hat mich das Hundchen nicht losgelassen und so habe ich doch mal ganz vorsichtig nachgefragt. Sindy ist am Leben, es geht ihr gut, sie ist sogar reisefertig und vielleicht können wir sie schon am Wochenende nach Deutschland holen. Ganz offensichtlich hat man nur vergessen, uns das mitzuteilen. Auf jeden Fall sind wir überglücklich - schade nur, dass ich mich nicht mehr erinnern kann, wer die nette Dame war, die nach Sindy gefragt hatte.

Nachdem wir in der letzten Woche so hart um Transportplätze gerungen hatten, musste ein Verein nun 9 schon gebuchte Hunde stornieren und es sind Plätze frei geworden. Ob Sindy einen freien Platz bekommen kann, wissen wir morgen. Wir drücken auf jeden Fall mal ganz feste die Daumen für unseren Glückspilz!

Sindy_IMG-20171122-WA0055_mN

 

06.02.2018

Im Augenblick geht es unserer alten Bahia sehr schlecht. Wir wissen nicht, ob sich ihr Zustand nochmal verbessern kann und hoffen, dass sie uns nicht verlassen will. Morgen haben wir nochmal einen Besprechungstermin in der Tierarztpraxis und werden dann entscheiden, wie es weitergehen wird. Natürlich haben wir Angst davor, nicht alles versucht oder vielleicht auch schon zu lange gewartet zu haben, deshalb können wir diese Entscheidung nicht mehr alleine treffen und hoffen, dass man uns dort bei unserer Entscheidungsfindung helfen wird. Bahia gehört zu unserer Familie und es ist im Augenblick noch undenkbar, dass sie nicht mehr bei uns sein wird. Trotzdem wissen wir natürlich schon länger, dass der Krebs nicht halt vor ihr gemacht hat und auch nur die wenigsten Hunde überhaupt das achtzehnte Lebensjahr erreichen. Dass sie uns irgendwann verlassen wird ist klar, aber wer will schon an den Zeitpunkt denken, an dem es dann so weit ist. Wenn die Hunde jung sind, denkt man sowieso nicht an den Abschied und wenn sie älter werden, schiebt man es vor sich her - weil es ja natürlich noch Zeit hat und man sich irgendwann einmal damit befassen kann. Dann sind sie alt und man denkt, sie erholen sich schon wieder. Wir sind jetzt an einem Punkt, an dem wir kaum noch hoffen können und uns wohl mit der Tatsache abfinden müssen, dass es nicht einmal mehr um Tage geht. Ich habe das Gefühl, dass meine Angst die Uhr antreibt und die Stunden plötzlich schneller vergehen. Die Zeit rinnt uns durch die Finger und wir können weder sie noch Bahia festhalten.

 

05.02.2018

Jetzt hat es auch Kira geschafft! Die hübsche Labbi-Mix-Maus wird bald in ihr neues Zuhause mit Katze umziehen. Wir freuen uns sehr darüber, dass Kira so relaxed auf die Samtpfote der Familie reagiert hat und natürlich auch, dass die Pflegestelle, die mit Kira den ersten Hund von uns hatte, ihr schon so viel beibringen konnte. Die hübsche Nase hat natürlich mit ihrem Aussehen, aber auch mit ihrem tadellosen Benehmen gepunktet. Ganz herzlichen Dank an Cindy und Danny, die Kira in den letzten Wochen begleitet haben!

Heute ist endlich das von euch gespendete und in der Protectora Villena heiß ersehnte Hundefutter vom Tierschutz-Shop angekommen. Die Freude war riesengroß und ich soll euch von den spanischen Tierschützern ganz herzlich Danke sagen. Die drei Paletten kamen genau zur richtigen Zeit, die Protectora ist überfüllt und das Futterlager war leer. Jetzt können sich alle Hunde und Katzen die Bäuche vollschlagen. Auch von uns - nochmal ganz herzlichen Dank an alle Spender!

Tierschutzshop_Ankunft_IMG-20180205-WA0008  Tierschutzshop_Ankunft_IMG-20180205-WA0009 

Tierschutzshop_Ankunft_IMG-20180205-WA0010

Fast gleichzeitig mit dem Futter kamen übrigens auch die Paletten mit den Latex-Handschuhen an. Ich denke, dass die Protectora diese riesige Lieferung bestimmt mit anderen Tierheimen teilen wird. Die Handschuhe sind überall Mangelware und müssen teuer zugekauft werden.

Tierschutzshop_Ankunft_IMG-20180206-WA0002

Auf jeden Fall war es heute mal ein toller Tag für die ganzen Mitarbeiter der Protectora. Ohne Hilfe von ehrenamtlichen Mitarbeitern, tierlieben Spendern im In- und Ausland und Tierschutzorganisationen, die die überzähligen Hunde in ihren Heimatländern vermitteln, gäbe es die Protectora Villena in der heutigen Form nicht mehr. Wir alle haben in den letzten Jahren mit aller Kraft darum gekämpft, dass dort keine Tiere getötet werden mussten, dass es eine Erweiterung der Anlage gab und mittlerweile sogar eine Quarantänestation mit einer fest angestellten Tierärztin vorhanden ist. Wir alle können sehr stolz auf das Erreichte sein, sind uns aber auch durchaus bewusst, dass wir oft noch am Abgrund jonglieren und die Probleme, die ständig von außen herangetragen werden, nicht immer lösbar sind. So stellen die vielen Jagd- und Windhunde, die zur Zeit die Tierheime und Tötungen überrollen, durchaus ein zum Teil unlösbares Problem dar. Die enormen Tierarzt- und Futterkosten übersteigen die Möglichkeiten der Tierschützer und so müssen wir, wie seit Jahren immer wieder, zusehen, wie Hunde sinnlos sterben, weil Menschen gewissenlos handeln, brutal Töten und Verstümmeln und schlichtweg zu wenig Platz, Geld und Abnehmer für die Hunde da sind.

Eure Spenden helfen immer wieder Tiere zu retten, sie zu füttern, tierärztlich zu versorgen und letztendlich natürlich auch, sie zu liebevollen Menschen zu vermitteln. Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir seit Anfang des Jahres so viele wunderbare neue Zuhause für unsere Hundchen finden konnten. Jeder Hund, der Spanien verlassen kann, macht Platz für einen, der wieder eine Chance bekommt. Wir hoffen, dass wir auch weiterhin Hunde aus der Tötung von Murcia und natürlich auch von den Azoren aufnehmen können. Diese Tiere würden ohne eure Hilfe getötet werden. Deshalb werde ich auch nicht nachlassen, immer wieder um Pflegestellen zu bitten. Ich weiß, dass ich damit manchmal dem Einen oder Anderen auf die Nerven gehe, aber jeder Pflegeplatz rettet mindestens ein Hundeleben. Ohne Pflegefamilien müssen wir hilflos mitansehen, wie gesunde junge Hunde grausam um ihr Leben gebracht werden. Deshalb müsst ihr einfach damit Leben, dass ich ständig um Hilfe bitte - ich kann nicht anders!

 

04.02.2018

Es gab schon die ersten Rückmeldungen unserer Glückspilze. Alle haben sich schon gut eingelebt und nicht nur die Hunde scheinen sehr zufrieden zu sein. :)

Pumuki_IMG-20180203-WA0000_mN  Simba_IMG-20180203-WA0030_mN

Kelly_IMG-20180203-WA0018_mN  Rocky_IMG-20180204-WA0000_mN

Wir sind sehr glücklich, dass wieder einmal alles so gut geklappt hat und unsere Hundchen aus der Tötung von Murcia nun ein neues Leben geschenkt bekommen haben. Wir haben Mariangeles gebeten, uns bei nächster Gelegenheit wieder Hunde aus der gleichen Anlage auszusuchen. Wir möchten auch weiterhin dort helfen und Hunde, die sonst keine Chance mehr hätten, zu uns nach Deutschland holen. Wie so oft, bitte ich auch heute wieder um Pflegestellen - ohne Hilfe können auch wir nicht besonders viel ausrichten. Bitte helft uns, die Ärmsten der Armen zu retten und gebt ihnen einen Pflegeplatz bis zur endgültigen Vermittlung. Infos über Pflegestellen findet ihr hier oder ruft uns einfach an.

Ganz herzlich bedanken möchte ich mich bei den Spendern, die in den letzten Tagen wieder Futter über die Plattform Tierschutz-Shop für die Hunde und Katzen in Villena bestellt haben. Gerade jetzt wird das Futter ganz dringend benötigt. Die 3 Paletten, die wir an Weihnachten gesammelt haben, werden in den nächsten Tagen eintreffen und bis wieder Futter nach Spanien versendet werden kann, könnten Monate vergehen. Der Tierschutz-Shop löst die Versendung des gespendeten Futters immer dann aus, wenn ca. 1600 kg zusammengekommen sind. Bisher haben wir erst ca. 500 kg auf der Liste. Es wäre sehr nett von euch, wenn ihr ab und zu mal eine Kleinigkeit für die Hunde und Katzen der Protectora spenden könntet, über den Tierschutz-Shop sind auch Kleinspenden von 3-4 € möglich. Dann hätten wir für Notfälle keine so langen Vorlaufzeiten und könnten schneller reagieren.

Tierschutz-Shop-Prämien-Banner2-gif

Im Augenblick bereiten wir uns schon auf den nächsten Transport der Glückspilze aus der Protectora Villena vor. Wir hoffen, dass nichts mehr dazwischen kommt, denn in den letzten Tagen hat es in Spanien geschneit und bevor eine Fahrt mit einem Tiertransporter gefährlich wird, wird sie natürlich lieber abgesagt. Noch scheint alles machbar zu sein und mit etwas Glück steigen die Temperaturen auf der geplanten Fahrtstrecke bis zum Wochenende auch wieder etwas an. Dann erwarten wir die beiden winzigen Chihuahuas, Pancho und den Chihuahua-Mix Rocky II.

Für Edgar gab es heute ein Happy End. Die kleine Frohnatur wird in den nächsten Tagen nach Wintersheim umziehen. Wir freuen uns sehr für den Wicht, der in Spanien - mit nicht einmal einem Jahr - schon keine Chance mehr auf Vermittlung hatte.

 

03.02.2018

Unsere Glückspilze sind heute morgen gegen 9 Uhr angekommen. Wie immer haben Bernd und Anke Hasel von Bernd4Dogz sie gut versorgt und in tadellosem Zustand bei uns abgeliefert. Wir sind sehr glücklich darüber, ein so zuverlässiges und tierliebes Ehepaar gefunden zu haben, die mit ihren Transporten sicherstellen, dass unsere Schätze so bei uns ankommen, wie wir uns das vorstellen. Ganz herzlichen Dank dafür!

Zum Glück regnete es nicht und so konnten sich die 6 Neuankömmlinge auf unserer Wiese erstmal die Beine vertreten. Die Pflegestellen und auch die Adoptanten waren alle ganz pünktlich bei uns und hatten, genauso wie wir, viel Spaß daran, die Hundchen zu beobachten, die jetzt glücklich über die Wiese flitzten - manche davon waren gestern noch in der Tötung von Murcia...

Gerade für Kelly, die noch ganz junge Bretona, haben wir uns besonders gefreut. Sie hatte als Jagdhund eigentlich keine Chance mehr, die Tötung zu verlassen. Dass sie hier in Deutschland eine Familie gefunden hat, die sie direkt adoptierte, hat ihr das Leben gerettet. Kelly hat sofort begriffen, dass heute ihr neues Leben angefangen hat und ist mit ihrer neuen Familie glücklich und zufrieden nach Bad Soden-Salmünster gefahren. Ich hoffe, dass wir sie mit ihren Menschen vielleicht an unserem Frühlingsfest wiedersehen werden.

DSC01272_mN

Simba ist ebenfalls gleich adoptiert worden, der Junge kam auch aus der Tötung und wird heute schon bei neuen Hundefreunden und seiner eigenen Familie in einem weichen Bettchen einschlafen. Auch er hat jetzt sein Glück gefunden!

DSC01254_mN

Pumuki dürfte ein Brüderchen von Choco sein, den wir schon vor ca. einem Monat nach Deutschland geholt haben und der mittlerweile ebenfalls vermittelt ist. Pumuki kann genauso unschuldig gucken wie Choco, die beiden Nasen sind einfach unwiderstehlich. Ich bin mir ganz sicher, dass auch Pumuki ganz schnell vermittelt sein wird. Er ist ein richtiges Engelchen.

Pumuki_DSC01438_mN  Pumuki_DSC01344

Von Rocky konnten wir leider keine Bilder machen, die Pflegefamilie hat uns aber schoin die ersten Fotos geschickt. Rocky ist erst ca. 10 Monate alt, er ist ein ganz unbedarftes und absolut nettes Kerlchen. Es wird uns ein ewiges Rätsel bleiben, wie man ein so süßes Schnäuzelchen in der Tötung abgeben kann.

Rocky_IMG-20180203-WA0011_mN  Rocky_IMG-20180203-WA0010

Leo ist ca. 1 Jahr alt und ein wirklich lustiger Hüpfer, leider versteht er sich auf der Pflegestelle nicht mit der dort lebenden Hündin. So wie es aussieht, werden wir einen anderen Platz für ihn suchen müssen. Das ist schade und kommt zum Glück nur ganz selten vor, aber so wie bei uns Menschen, muss auch bei den Hunden die Chemie stimmen. Wenn sich die Hunde nicht leiden können, dann hat es keinen Sinn. Die Nasen sollen bei den Pflegestellen zur Ruhe kommen und nicht in ständigem Stress leben.

Leo_DSC01229_mN  Leo_DSC01326

Mit Sam waren wir heute direkt in der Tierarztpraxis Dr. Weber/Thissen. Wir bedanken uns bei Herrn Thissen nochmals ganz herzlich dafür, dass wir unseren Unglückswurm gleich vorstellen durften. Sam hatte nämlich plötzlich recht viel Blut am Hinterteil und da unsere Pflegestellen natürlich keine blutenden Hunde von uns bekommen, mussten wir erstmal wissen, was mit Sam passiert war. Zum Glück gab es schnell Entwarnung. Dem Bub war ein kleines Blutgefäß am Darmausgang gerissen, nichts Schlimmes also, aber durch das Blut schon recht spektakulär. In 2 Tagen wird die Sache vergessen sein, trotzdem - wir waren erstmal ganz schön erschrocken. Da wir beim Tierarzt waren, als die Fotos von den Hunden gemacht wurden, können wir euch jetzt auch nur ein Bild von Sam auf dem Behndlungstisch zeigen. Sam ist eine Schönheit, ein 7 kg schwerer, dreifarbiger Glückshund - supernett und verspielt. Er wird bestimmt schnell eine liebe Familie finden.

Sam_IMG-20180203-WA0003_2_mN

 

02.02.2018

Heute hatte der kleine Edgar Besuch. Die Interessenten waren schockverliebt und so werden wir in den nächsten Tagen in Wintersheim ein Vorgespräch führen. Wir würden uns sehr freuen, wenn der Wicht ein Zuhause gefunden hätte. Auch für Kira gab es einen Anruf und morgen werden die Interessenten die kleine Labbi-Mix-Dame besuchen.

Was wir nicht mehr zu hoffen gewagt hatten, ist dann heute doch noch passiert - wir haben für die beiden Chihuahuas, den Bodeguero Pancho und für den kleinen Chi-Mix Buben Rocky II vier Boxen für nächstes Wochenende buchen können. Leider wird unsere Freude darüber dadurch getrübt, dass Marco nicht reisen kann. Der arme Wicht leidet sehr unter dem Aufenthalt im Tierheim und hat deshalb ein Magengeschwür entwickelt. Wir haben daher entschieden, ihn erstmal in Spanien zu lassen. Natürlich kann er nicht im Tierheim bleiben und deshalb werden sich Katja und Moni jetzt um den Jungen kümmern. Er braucht nun dringend eine anständige medizinische Versorgung und ein liebevolles Umfeld, beides wird er bei unserer Pflegestelle bekommen und wir sind deshalb sehr zuversichtlich, dass es ihm bald besser gehen wird. Katja und ihre Mutter haben schon einige unserer Hunde aufgepäppelt und haben viel Erfahrung und Einfühlungsvermögen. Wir sind sehr dankbar, dass wir sie immer ansprechen können, wenn ein Hundchen ganz spezielle Hilfe braucht.

Seit heute sind unsere Glückspilze aus der Tötung von Murcia auf dem Weg zu uns. Wie immer sind wir, die Pflegestellen und natürlich auch die Adoptanten sehr aufgeregt. Morgen früh erwarten wir Anke + Bernd mit ihrer wertvollen Fracht. Wir hoffen, dass es nicht regnen wird und die Nasen sich nach der langen Fahrt dann erstmal genüsslich auf unserer Wiese werden austoben können.

 

01.02.2018

Die süße Nube ist heute bei ihrer Pflegefamilie ausgezogen und lebt nun in Duchroth bei einem netten Ehepaar. Zum Haushalt gehört ein Border-Collie-Mix, mit dem Nube in Zukuft spielen kann. Wir freuen uns sehr, dass die Kleine ein tolles Zuhause gefunden hat und hoffen, dass auch unser hübscher Edgar bald seine endgültige Familie findet. Morgen bekommt er Besuch und dann wissen wir mehr. Mittlerweile gibt es auch Interessenten für Popeye. Ob sich unser großer Junge mit Katzen verträgt, wissen wir nicht. In Spanien war das problemlos und auch seine Schwester lebte auf der Pflegestelle mit Katzen zusammen. Wollen wir mal hoffen, dass Popeye das genauso gelassen sieht wie Giay.

Ich möchte mich ganz herzlich bei dem Spender bedanken, der gestern unseren armen Hunden in Spanien über den Tierschutz-Shop anonym Futter gespendet hat. Das war sehr nett!

Heute endet in Spanien die offizielle Jagdsaison. Mehrere zehntausend Jagdhunde werden damit wortwörtlich 'auf einen Schlag wertlos'. Viele werden ausgesetzt, erschlagen, es werden ihnen die Beine gebrochen, um sie für andere wertlos zu machen, die Galgos werden oft genug noch an den Bäumen erhängt. Es gibt viele Arten sich der Tiere zu entledigen, die man nun nicht mehr benötigt und die nur noch sinnlose Fresser wären. Man behält eine Hündin, die dann wieder frischen Nachschub produziert und entsorgt die anderen mitleidlos. Für die Tierschützer in Spanien beginnt jetzt die schlimmste Zeit, schlagartig werden sich die Zwinger der Auffangstationen, Tierheime und Tötungen füllen. Es werden verletzte Hunde abgegeben und natürlich auch von den Straßen eingesammelt, für die meisten wird es keine Hilfe mehr geben, einige werden in Spanien vermittelt werden können und manche dieser armen Geschöpfe können vielleicht auch im Ausland auf ein würdevolles Leben hoffen - der größte Teil wird irgendwo unbeachtet ganz erbärmlich sterben oder in den Tötungen ums Leben gebracht werden.

Galgo_640x427

Die spanischen Tierheime brauchen jetzt unsere ganze Unterstützung. Sie benötigen jeden Cent, um die anfallenden Tierarztrechnungen zu begleichen, sie brauchen Futter, um alle Mäulchen zu stopfen und die Mägen zu füllen. Futter ist auch in Spanien teuer und so sind die Tierheime dringend auf Hilfe angewiesen. Sie schaffen es nicht alleine. Bitte helft der Protectora in Villena mit einer Futterspende über den Tierschutz-Shop oder schickt Futter für ca. 6 € Porto über ZooPlus an folgende Anschrift:

Sociedad Protectora de Animales y Plantas de Villena
PARAJE DE LA SOLANA, 84 (junto al cementerio)
Apartado de correos 373
03400 VILLENA (Alicante)

Falls sich jemand von euch für einen Jagdhund oder einen Podenco/Galgo interessiert - sprecht uns bitte an. Die Hunde brauchen ganz dringend Hilfe!

!!!DRINGEND PFLEGESTELLEN GESUCHT!!!

 

31.01.2018

Unsere Mitstreiterin Alexandra hat uns heute eine gut gefüllte Spendendose von der Gaststätte Frangel in Alzey-Schafhausen mitgebracht. Noch hat die Bank das ganze Kleingeld nicht ausgezählt, aber es könnten fast 100 € zusammengekommen sein. Ein ganz herzliches Dankeschön an alle Spender und natürlich auch an Herrn Frangel, der uns erlaubte, die Dose bei ihm aufzustellen.

Es hat sich ja schon die ganze Zeit abgezeichnet, dass wir den Transport am 09.02.18 nicht fahren werden - jetzt ist es Gewissheit. Wir haben wirklich alles versucht, aber es war einfach keine Box mehr zu kriegen. Ich werde mich nun bemühen, eine Transportmöglichkeit für Mitte oder Ende Februar zu bekommen. Es ist nicht zu ändern und liegt daran, dass viele Transporteure im Augenblick Hunde aus Ost-Europa fahren, dort gibt es eine Hochwasser-Katastrophe und es ist ganz selbstverständlich, dass diesen Tieren zuerst geholfen werden muss. Sobald wir einen neuen Reisetermin für unsere Hunde aus Villena haben, veröffentlichen wir diesen natürlich!

In den nächsten Tagen müsste unser Futter vom Tierschutz-Shop in Spanien eintreffen! Ich denke, dass Fotos gemacht werden und wir diese dann im Tagebuch veröffentlichen können. Das Gleiche gilt natürlich auch für die Riesenladung Latex-Handschuhe,die immerhin einen Wert von über 6000 € haben. Wir bedanken uns nochmal ganz herzlich bei der Franz Mensch GmbH in Buchloe dafür!

Wir möchten nochmal auf den Tierschutz-Shop aufmerksam machen. Hier ist es möglich, auch kleine Futtermengen für ca. 2-3 € zu spenden, es muss ja nicht immer ein ganzer Sack für ca. 16 € sein. Wir wären froh, wenn diese Plattform von unseren Mitgliedern, Freunden und Gönnern angenommen würde und so vielleicht sogar mehrfach im Jahr Futter an ein bedürftiges Tierheim gespendet werden könnte. Im Augenblick unterstützen wir die Protectora in Villena, ich denke, dass die meisten unserer Mitglieder ihren 'Spanier' von dort haben. Die Situation in Spaniens Tierheimen ist nicht schön und ich möchte euch auch gar keine Bilder davon zeigen. Das Internet ist voll davon und wir haben alle schon genug Kopfkino. Ich weiß aber, dass sich diese widrigen Umstände mit vollem Bauch besser ertragen lassen. Hunger ist schlimm, macht agressiv und ist für viele schlimme Verletzungen der Tiere mitverantwortlich. Wenn ihr eure Lieblinge füttert, denkt einfach mal daran, dass auch sie mal hungrig in einem Zwinger gesessen haben...

Tierschutz-Shop-Wunschliste-Banner-Hund3-gif

 

30.01.2018

Ganz offensichtlich hat unsere Beschreibung der süßen Nube das Interesse eines netten Ehepaars aus der Nähe von Bad Kreuznach geweckt. Sie besuchten sie heute gleich und waren begeistert von dem kleinen Kerlchen. So schnell wie möglich werden wir jetzt das Vorgespräch führen und hoffen, dass Nube mit dem schon bei der Familie wohnenden Border-Collie-Mix gut zurecht kommen wird. Es wäre wunderbar, wenn auch Nube jetzt ihr endgültiges Zuhause gefunden hätte.

Der Transport unserer Hunde aus der Protectora in Villena gestaltet sich mehr als schwierig. Ich habe wirklich alles versucht, aber leider keine einzige Box buchen können. Nun bleibt uns nur eine Hoffnung, nämlich dass auf einem Transport ein Hund einer anderen Organisation ausfällt und wir die Box übernehmen dürfen. Bis zum 09.02.18 sind es noch einige Tage, wenn in den nächsten drei Tagen jemand seine Box absagt, könnten wir am 09.02.18 vielleicht wenigstens die schon vermittelten Hundchen reisen lassen. Der Transport für nächstes Wochenende steht auf jeden Fall und wir freuen uns auf die neuen Glückspilze aus der Tötung von Murcia. Für uns ist so ein Transport immer etwas ganz besonderes. Die Hunde, die aus Murcia kommen, sind dem Tod von der Schippe gesprungen. Sie sind superlieb und dankbar für ihre zweite Chance. Bisher haben alle schnell ein wunderbares Zuhause gefunden.

Wir möchten nochmal darum bitten, Pflegeplätze für unsere Hundchen zur Verfügung zu stellen. Ohne Pflegestellen können wir keine Hunde mehr retten. Wir nutzen ganz bewusst keine Zwingeranlagen und möchten unseren Hunden eine solche "Aufbewahrung" ersparen. Sie sollen bis zur endgültigen Vermittlung bei tierlieben Familien wohnen. Dort können sie sich von ihren Strapazen erholen und endlich zur Ruhe kommen. Dass wir ständig neue Pflegestellen suchen, liegt daran, dass die Pflegefamilien oftmals den Pflegi behalten. Natürlich freuen wir uns darüber, bedeutet es doch, dass das Hundchen nicht nochmal in einen anderen Haushalt wechseln muss. Auf der anderen Seite fehlt uns bei jeder solchen Vermittlung hinterher wieder eine Pflegestelle. Da unsere Hunde so lieb und toll sind, sind wir also ständig auf der Suche nach neuen Pflegestellen....

Ganz besonders am Herzen liegen uns die Hunde-Oldies. Wir hoffen immer noch darauf, dass sich Menschen finden, die bereit sind, einen alten Hund das letzte Stück des Weges zu begleiten. Das können ein paar Monate oder aber auch mehrere Jahre sein. Wir möchten, dass diese armen alten und verlassenen Tiere wenigstens noch einmal erfahren, was es bedeutet, umsorgt und geliebt zu werden. Wir möchten ihnen, wenn es so weit ist, dabei helfen, in Würde ihre letzte Reise anzutreten. Wir wären sehr glücklich darüber, wenn sich tierliebe Menschen fänden, die uns bei dieser Aufgabe unterstützen würden. Natürlich würden alle anfallenden Kosten von der Tierhilfe Phönix getragen.

 

29.01.2018

Wir hatten es nicht anders erwartet und das Vorgespräch hat es dann nochmal bestätigt - für Kika haben wir eine tolle Familie gefunden und so wird die Kleine im Februar nach Limburgerhof umziehen. Wenn Hundchen vermittelt werden, dann dürfen natürlich andere nachrücken, diesesmal haben wir uns für den zwei Jahre alten Troscy entschieden. Für ihn suchen wir jetzt eine liebevolle Pflegestelle, mit etwas Glück kann er die Tötung bald verlassen und schon in 3 Wochen bei uns in Deutschland sein.

Troscy_IMG-20180123-WA0109_mN

Nachdem in den letzten Wochen viele unserer Schützlinge ein neues Zuhause gefunden haben, fällt auf, dass Nube und Edgar recht wenig Anfragen hatten. Manchmal werden tolle Hunde einfach übersehen und bei den beiden scheint das tatsächlich der Fall zu sein. Nube ist mit 4,5 kg eine eher kleine Hundedame, allerdings sollte man nicht denken, dass sie zurückhaltend oder gar zerbrechlich ist. Nube lebt in einem Rudel mit kleinen und großen Hunden zusammen, besonders gerne spielt sie mit Irie und die ist 60 cm groß. Die Pflegemutter hält manchmal wirklich die Luft an, aber Nube weiß genau, was sie macht. Sie flitzt wie ein Hase durch die Beine der größeren Hunde und ergibt sich auf dem Rücken liegend, um im selben Augenblick schon wieder durch den Garten zu stürmen - Irie im Schlepptau! Nube ist wirklich großartig, sie ist ein kleines selbstbewusstes Persönchen mit dem Charme eines Engelchens. Wir können sie uns in einer Familie mit vernünftigen Kindern und gerne auch einem Zweithund gut vorstellen. Samtpfoten sind ebenfalls kein Problem!

Irie_IMG-20171125-WA0027_mN

IMG_2607a_Größenänderung  Nube_IMG-20180109-WA0017

Der kleine Edgar wird von seiner Pflegefamilie 'Pepsi' gerufen. Wir finden den Namen toll, beschreibt er doch das aufgeweckte Hundchen bei weitem besser, als es 'Edgar' je gekonnt hätte. Pepsi ist eine Frohnatur, interessiert an allem, nett zu jedem und dazu noch unendlich treu und lernbegierig. Wir haben seit vielen Jahren immer mal wieder Bodegueros in der Vermittlung. Uwe und ich finden diese Hunde großartig und bisher hat jeder, der eine solche Nase von uns bekommen hat, das genauso gesehen. Wir sind froh, dass Bodegueros nur in Andalusien gezüchtet werden und die Hunde hier noch recht unbekannt sind. Einer Rasse, die zum Modehund avanciert, hat das noch nie gut getan. Leider sieht der Bodeguero entfernt dem Jack Russell Terrier ähnlich und so haben viele Interessenten ihm erstmal gar keine Beachtung geschenkt. Der Bodeguero hat allerdings außer der Färbung nichts mit dem Jacky gemein. Die Hunde, die wir bisher vermittelt haben, sind allesamt zwar aufmerksam, aber nicht nervös. Sie sind absolut verträglich mit anderen Hunden, lieben Kinder, lassen sich auch mit Katzen vergesellschaften, sind leicht erziehbar und werden von Reitern sogar gerne freilaufend am Pferd geführt. Ich glaube, dass viele Jack Russell Terrier als Familienhunde einfach unterfordert sind, denn sie sind als Jagdhunde gezüchtet worden, die einfach eine gewisse Agressivität mitbringen müssen, um sich mutig dem Fuchs oder Dachs entgegenzustellen. Der Bodeguero wurde gegen Ratten und Mäuse eingesetzt und verbringt in Spanien auch heute noch oft genug die Nacht im Keller und den Tag bei der Familie. Bodegueros sind ganz tolle Familienhunde, sie spielen mit den Kindern und sich absolut zuverlässig. Es gibt die Bodegueros in verschiedenen Schlägen, ein ganz seltener Vertreter ist der Bodeguero Murciano - wie es der Name schon vermuten lässt, wird er in Murcia gezüchtet. Es ist etwas kleiner und nicht überwiegend weiß, sondern schwarz gefärbt. 'Murcianos' gehören zu den Hunden mit der längsten Lebenserwartung überhaupt, 18 Jahre und mehr sind keine Seltenheit. Die älteste Hündin wurde 23 Jahre alt. Wer sich also für unseren Edgar/Pepsi entscheidet wird einen tollen Hund bekommen, der ihm lange Jahre ein absolut treuer Freund sein wird.

Edgar_IMG_9235_mN  Edgar_IMG_9249

Edgar_IMG_4124  Edgar_IMG_4139

Heute haben wir vom Tierschutz-Shop die Bilder unserer drei Futterpaletten bekommen, die mittlerweile auf dem Weg nach Spanien sind. Erst wenn man die Fotos sieht, weiß man, wieviel Futter während unserer Weihnachtsaktion zusammengekommen ist. Alles ist hochwertiges Futter bekannter Marken und es sind zusätzlich noch Ergänzungsfuttermittel und sogar Hundekörbchen gespendet worden. Ich kann nur hoffen, dass beim Tierschutz-Shop auch weiterhin Spenden für unseren Verein eingehen werden. Das Futter kommt grundsätzlich den notleidenden Tieren in Spanien zugute. Nochmals ganz herzlichen Dank für eure Spenden! Sie retten Leben!

125282 Tierhilfe Phönix (1)  125282 Tierhilfe Phönix (2)  125282 Tierhilfe Phönix (3)

 

28.01.2018

Kika konnte heute ein ganz nettes hundeerfahrenes Ehepaar von sich überzeugen. Noch steht das Vorgespräch aus, aber eigentlich dürfte nichts mehr dazwischen kommen. Die Kleinen wird dann nach Limburgerhof umziehen und in einem herrlichen Gebiet mit vielen Feldern und Seen wohnen. Für die kleine aktive Maus genau das Richtige!

Angelo hat sich heute beim Spaziergang eine Kralle am Vorderlauf abgerissen, zuerst schien ihn das gar nicht besonders zu interessieren, aber nachdem ich es ihm provisorisch eingebunden hatte, wollte er dann doch lieber nach Hause. Die Blutung war wirklich heftig und nachdem ich die Wunde gesäubert hatte, konnte ich sehen, dass er mit der Kralle auch noch ein Stück der umliegenden Haut verloren hatte. Jetzt hat er einen dicken Verband am Fuß und morgen früh sind wir gleich in der Tierarztpraxis, um sein Antibiotikum abzuholen. Angelo findet es nicht besonders lustig, wenn jemand an seinem Fuß herumfummelt, er zappelt so sehr, dass selbst Uwe ihn kaum noch festhalten kann - mal sehen, wie das morgen unter Praxisbedingungen abläuft. Zum Glück ist er immer friedlich und würde nie nach jemandem schnappen.

Mickey und Gulliver hatten nach Angelos Missgeschick noch einen Extra-Spaziergang, die beiden sind so brav, dass man sie ohne Leine laufen lassen kann. Mickey interessiert sich mal für einen Vogel, das war es dann aber auch schon. Er ist immer in unserer Nähe und versichert sich ständig, dass wir noch da sind. Gulliver würde sich ebenfalls niemals weiter als einige Meter von mir entfernen, er ist absolut fixiert und der bravste Hund, den wir jemals hatten. Heute hat er einen Spaziergang von fast vier Kilometern geschafft, für einen Wicht mit nicht einmal 4 Kilo und so kurzen Beinchen ist das schon anständig.

Christine hat neue Bilder von Irie geschickt. Die beiden üben jede Woche auf dem Trainigsgelände in Gensingen und Irie macht große Fortschritte - natürlich wird auch gespielt und geflitzt!

Irie_IMG_2694_mN  Irie_IMG_2741

Irie_IMG_2692  Irie_IMG_2794

Irie_IMG_2792

 

27.01.2018

Tofu hat ein neues Zuhause gefunden und lebt jetzt bei einem sehr lieben Ehepaar in Nieder-Wiesen. Er hat es wunderbar getroffen, denn er hat nicht nur eine neue Familie gefunden, sondern gleich noch eine süße Dackel-Dame mit dazu bekommen. Die beiden verstehen sich prächtig und wir sind sicher, dass Tofu jetzt ein glücklicher Hund ist - die Tötung in Spanien wird er ganz schnell vergessen. Für Choco war es ebenfalls ein Glückstag, er hat zwei nette Damen von sich überzeugen können und wird in den nächsten Tagen bei ihnen in Seligenstadt einziehen - damit ist er dann ein Hesse!

Die vielen Kilometer auf unserem Tacho kommen nicht von ungefähr und so war Uwe heute wirklich den ganzen Tag unterwegs und mit Vorgesprächen für die anstehenden Vermittlungen beschäftigt. Besonders froh sind wir darüber, dass wir nun endlich auch mal wieder eine neue Pflegestelle gefunden haben. Noch muss der Amtsveterinär seinen Segen dazu geben, aber wir sind sicher, dass das kein Problem sein dürfte. Trotzdem fehlen uns noch mindestens 3 - 4 weitere Pflegeplätze und deshalb sind wir auch noch weiterhin auf der Suche nach netten, tierlieben Menschen, die einem unserer Hundchen ein Zuhause auf Zeit geben wollen.

Außerdem hoffe ich noch immer auf einen Dauerpflegeplatz für einen Hundeopi oder ein altes Hundemädchen. Wir möchten einem Hundchen, das keine Chancen mehr auf eine Vermittlung hat, ein warmes sicheres Plätzchen geben. Die Kosten werden über Kleinspenden und Patenschaften abgedeckt, so dass für die Pflegestelle keinerlei Kosten anfallen. Wir haben so viele Hunde in Spanien, die noch nie ein sicheres und liebevolles Zuhause hatten, wir möchten ihnen einen würdigen Lebensabend schenken und hoffen dafür auf Dauerpflegeplätze, gerne auch bei älteren Menschen, die sich kein junges Hundchen mehr anschaffen wollen oder auch Bedenken wegen der finanziellen Belastung durch ein älteres Tier haben. Unser lieber Edy hatte bei seiner Pflegemutter eine so gute Zeit, dass wir das Projekt einfach nicht aufgeben möchten. Das Hundchen ist in Deutschland nochmal richtig aufgeblüht und konnte hier einen schmerzfreien und sicheren Lebensabend in einer Familie, die ihn liebte, verbringen. Wir hoffen, dass wir bald einem anderen alten Hundchen helfen können, leider fehlt uns bisher die Pflegestelle. Wer also Interesse daran hat, einem Alterchen noch eine Chance zu geben, sollte sich schnell bei uns melden!

Dass einige unserer Hundehalter umziehen, ist normal, dass manche aber für immer das Land verlassen, ist recht selten. Vor einiger Zeit haben wir so schon zwei Damen verabschiedet, die mit 'unseren' Hunden nach Südafrika ausgewandert sind, eine nette Pfarrersfamilie hat das Hundchen nach Amerika mitgenommen und im Sommer ist nun auch Sabine mit ihrem Mann nach Ungarn ausgewandert. Die beiden fehlen uns sehr und es ist nicht schön, dass wir zumindest die Hunde nie mehr sehen werden. Zum Glück werden wir mit schönen Fotos versorgt und sind sicher, dass es der ganzen Familie sehr gut geht. Vielleicht haben wir ja mal Zeit für einen Kurzurlaub...

Ungarn_P1010585  Ungarn_P1010423

Ungarn_P1010591  Ungarn_P1010429

 

26.01.2018

Wenn das Vorgespräch für Tofu positiv verläuft, dann hat der Bub ein neues Zuhause und Rocky II aus Villena darf auf die Pflegestelle in Alzey nachrücken. Morgen treffen wir uns gleich mit mehreren Interessenten. Wir haben die Hoffnung, auch bald mal wieder eine neue Pflegestelle zu bekommen. Im Augenblick wird es wirklich eng, wir freuen uns immer, wenn ein Hundchen ein gutes Zuhause bekommt, aber wenn alle Pflegestellen ihre Nasen behalten, dann haben wir keine Pflegeplätze mehr für die Notfälle aus Spanien und von den Azoren.

Ich gebe mir alle Mühe, noch einen Transport für Anfang Februar zu bekommen. So wie es aussieht, sind alle Boxen schon vergeben. Um nicht ganz leer auszugehen, werden wir dann wohl für Ende Februar buchen müssen. Für die Hunde wäre das wirklich schlimm, sie sind reisefertig und warten auf ihre Körbchen in Deutschland. Im Augenblick scheinen alle Tierschutzvereine recht gut zu vermitteln, es ist tatsächlich auf keinem Transport mehr ein Platz frei. Außerdem wäre uns mit einer Box auch nicht wirklich geholfen, wir brauchen wenigstens 6 Plätze. Manchmal ist es wirklich schwierig, entweder es fehlen Pflegestellen oder aber die Hunde werden nicht rechtzeitig reisefertig, jetzt sind halt mal keine Transportplätze vorhanden. Glatt läuft es nie und stressig ist es immer.

Heute waren wir mal wieder bei Dr. Thissen/Weber in Alzey. Ein Pflegehündchen hat Durchfall und unsere Bahia macht uns wieder Sorgen. Ihr Fressverhalten ist mehr als merkwürdig und da nun auch noch ein Äugelchen tränt, könnte es sein, dass sie Zahnprobleme hat. Noch hat sie mit über 18 Jahren noch nicht einen einzigen Zahn verloren, allerdings wissen wir nicht, ob sie eine Zahnreinigung mit Vollnarkose überleben würde. Die Entscheidung ist schwierig und deshalb tun wir uns schwer. Wir wollen sie nicht wegen einer Zahnbehandlung verlieren, können aber auch nicht zulassen, dass sie Schmerzen hat. Da ihre Zähne trotz Zahnreinigung vor ca. 2 Jahren schlimm aussehen, werden wir ihr jetzt ein Antibiotikum geben. Wenn sie daraufhin besser futtert, gehen wir das Risiko ein und lassen die Zähne nochmal sanieren. Bringt das Antibiotikum nichts, dann wissen wir, dass es nicht an den Zähnen liegt und werden den Heckmeck mit dem Fressen dem Alter zuschreiben. Schwierige Situation!

 

25.01.2018

Jetzt hat es Pancho auch geschafft, Simone und ihr Mann sind zu 'Pflegestellenversagern' geworden! Herzlich willkommen im Club, ihr beiden! Da Daky nun auch vermittelt ist, darf Sam bei der Pflegemutter nachrücken - allerdings weiß ich nicht, ob Bernd noch einen Transportplatz frei hat. Das wird sich dann am Wochenende entscheiden.

Wir haben noch nie so viele Hunde im Januar vermittelt wie zur Zeit, normal ist es im Januar und Februar sehr still in der Vermittlung. In diesem Jahr ist alles anders. Ob es am Wetter liegt, kann ich nicht beurteilen - auf jeden Fall freuen wir uns sehr, dass so viele Nasen jetzt ein tolles Zuhause gefunden haben und hoffen, dass sich auch im Februar wieder viele Interessenten für unsere wunderbaren Hunde finden werden. Da unsere Pflegestellen langsam dahinschmelzen - die Hunde sind so klasse, dass sie auf den Pflegestellen bleiben - suchen wir ganz dringend Unterstützung! Wir würden uns wirklich freuen, wenn sich tierliebe Menschen mit Hundeerfahrung bei uns melden würden. Eine Pflegestelle rettet das Leben eines Hundes. Gerade jetzt brauchen wir besonders viel Hilfe, wir holen nicht nur die Hunde aus der Tötung von Murcia, sondern beginnen jetzt auch wieder mit unserer Hilfe auf den Azoren. Gerade auf Pico sind wir der einzige Hoffnungsschimmer für die Hunde. Wer dort nicht ausreisen kann, stirbt. Bitte helft uns, den Hunden ein Leben in Deutschland zu schenken!

 

24.01.2018

Die Bestätigung für die Futterpaletten ist angekommen. Es sind 1697,92 kg Futter von euch gespendet worden! Damit werden nicht 2, sondern 3 (!) Paletten Futter noch in dieser Woche nach Spanien verschickt werden und wahrscheinlich am Mittwoch oder Donnerstag nächster Woche ankommen. Auch für die 4 Paletten Latex-Handschuhe konnte ich heute einen vernünftigen Frachtpreis bekommen. Sie werden am 31.01.18 abgeholt und sind dann wohl nach spätestens 5 Tagen in Spanien. Wir freuen uns sehr, dass das jetzt alles so gut geklappt hat, die hungrigen Nasen endlich ihre Bäuchlein vollschlagen können und die Freiwilligen im Tierheim ihre dringend benötigten Handschuhe bekommen werden. Danke an alle, die diese großartige Hilfe mit Futter-, Sach- und Geldspenden ermöglicht haben!

Auch für Daky gibt es gute Nachrichten. In der letzten Woche sah es noch so aus, als ob sich seine Interessenten für den älteren Hund der Familie entscheiden würden. Nun steht fest, dass das Alterchen seinen Platz behalten kann und Daky eine neue Familie bekommt. Wir freuen uns sehr darüber!

Auch für Simba hat sich eine ganz nette Familie gefunden. Er wird Anfang Februar in ein Haus mit Garten umziehen und dann sogar noch 2 Hundefreunde mit dazu bekommen.

Für Sam konnten wir leider noch keinen Pflegeplatz finden. Ich bin sicher, dass das an dem wirklich schlechten Foto liegt. Sam ist ein ganz toller Hund und ich hoffe, dass sich auch für ihn noch jemanden interessiert. Wir haben ihn ebenfalls übernommen, denn ich hätte ihn nicht in der Tötung lassen können...

Sam_IMG-20180105-WA0151_mN

Dass Kira bisher noch keine endgültige Familie gefunden hat, können wir nicht so recht verstehen. Die Labbi-Mix-Dame ist nicht nur bildschön, sondern hat auch ein tolles Wesen. Nur um alle Fragen nach einem Listenhund im Keim zu ersticken - Kira ist kein Listenhund-Mix! Sie ist eine ganz hell cremefarbene, fast weiße Hundedame mit schwarzem Pigment. Ihre Nase ist lackwarz und sie ist eine echte Schönheit. Wir würden sie gerne an Menschen vermitteln, die mit ihr arbeiten möchten. Sie ist jetzt erst ausgewachsen und gerade ein Jahr alt geworden, bestimmt hätte sie viel Spaß am Hundesport. Agility, Mantrailing, Dogdancing oder vielleicht könnte sie sogar als Rettungshund arbeiten. Kira mag andere Hunde und würde für ihre Familie durch's Feuer gehen. Sie ist ein außergewöhnlich begabter Hund, der irgendwie immer übersehen wird. Hier mal ein Video von Kira beim Spielen mit ihrer Pflegestellen-Freundin!

Wie ihr ja wisst, verbringen wir viel Zeit im Auto und manchmal sehen wir etwas, was uns anhalten lässt. Heute waren es Gänse. Wir konnten leider nur einen Bruchteil der Tiere fotografieren und ich bin mir auch nicht sicher, ob das Wildgänse sind, die aus Sibirien kommen und bei uns überwintern. Eigentlich sind sie eher am Niederrhein anzutreffen- dort trifft man bis Februar schon mal bis zu 8000 Gänse auf einer Wiese an. Die Bauern haben an so etwas wohl weniger Spaß als wir - uns hat es viel Spaß gemacht, diese herrlichen Vögel beobachten zu können. In der letzten Woche haben wir an der gleichen Stelle mehr als 40 Schwäne gesehen - leider waren sie für die Handykamera zu weit weg.

Gänse_IMAG0202

 

23.01.2018

Wenn alles so klappt, wie es soll, dann haben wir endlich eine Spedition gefunden, die uns die vier Paletten Latex-Handschuhe nach Spanien bringt. Es ist unglaublich, wieviel Zeit für solche Aktionen draufgeht. Ich bin jedesmal froh, wenn wir einen Haken dran machen können und die Sachen auf dem Weg sind. Beim Tierschutz-Shop habe ich auch angerufen und nachgefragt, wo denn die zwei gespendeten Futterpaletten bleiben, immerhin sind die drei Wochen, die mir als Lieferzeit zugesagt wurden, nun rum. Leider hat man offensichtlich Probleme, das gespendete Futter auf die Reise zu bringen, denn es sind einfach zu wenig Frachtkapazitäten da und so steht unser Futter noch immer im Lager und wartet auf einen LKW nach Spanien. Das ist unschön, aber nicht zu ändern. Wir haben jetzt selbst gesehen, wie schwierig es ist, eine Fracht zu einem vernünftigen Preis nach Spanien zu senden. Der Tierschutz-Shop sucht Frachtkontingente für 500 Tierschutzvereine und so bleibt uns nur die Hoffnung, dass wir bald an der Reihe sind.

Auf jeden Fall möchte ich euch den Tierschutz-Shop nochmal wärmstens ans Herz legen. Wir haben im Augenblick keine andere Möglichkeit, Futter nach Spanien zu bringen, als mit ZooPlus und dem Tierschutz-Shop. Selbst bei Zooplus dauert die Auslieferung mittlerweile ungewöhnlich lang. Obwohl wir viele Speditionen kennen und vielleicht bei manchen sogar einen Stein im Brett haben, es ist im Augenblick einfach nicht möglich, schnelle Hilfe zu leisten. Es gibt nicht genug LKW-Fahrer und die Speditionen sind seit Monaten ausgebucht. Ich hoffe, dass unsere Hunde letztendlich nicht unter so etwas leiden müssen.

!!!Eben rief die nette Mitarbeiterin des Tierschutz-Shops an - unsere Paletten gehen am Freitag auf die Reise!!!

Jetzt fällt mir ein Stein vom Herzen! Danke an alle, die gespendet haben und an die Mitarbeiter des Tierschutz-Shops. Ich weiß, dass sie sich genauso für die Tiere einsetzen wie wir und jetzt wirklich alles getan haben, um unseren Hunden/Katzen in Spanien zu helfen!

 

22.01.2018

Noch immer haben wir keine Lösung für unsere Latex-Handschuhe gefunden. Mittlerweile sind es 4 Paletten, die verschickt werden müssen und obwohl ich ständig bei unterschiedlichen Speditionen nachfrage, bekomme ich keinen vernünftigen Preis, der einen Transport rechtfertigen würde. Wenn der Transport an die 1000 € herankommt, dann ist das einfach zu teuer. Die Spedition, mit der wir bisher zusammenarbeiten konnten, will 3 Paletten zu einem guten Preis verschicken, die vierte Palette wäre aber prozentual um 150 € zu teuer. Wieso das so ist, konnte mir niemand erklären und so bekam ich zum Schluss die Auskunft, dass man ja auch etwas verdienen möchte. Ich finde so etwas sehr merkwürdig... drei Paletten werden günstig verschickt und an der vierten will man dann Geld verdienen? Mir erscheint das nicht besonders seriös und deshalb suchen wir nun weiter. Ich bin sicher, dass es möglich ist, die 4 Paletten für ca. 600-700 € zu verschicken. Alles andere halte ich für zu teuer. Es war schon immer eine elende Handelei, bis wir einen guten Preis für einen kompletten LKW mit Spenden erzielen konnten. Wir hatten 33 Paletten für ca. 2500 -2800 € nach Spanien verschickt. Dass jetzt 4 Paletten knappe 1000 € kosten sollen, kann ich nicht akzeptieren.

Nach unserem gestrigen Tagebucheintrag hatten wir sehr viele Zuschriften zu dem Thema 'juckende Hundepfoten'. Es gab ganz viele Tipps und auch neue Ideen, um dem Problem auf den Grund zu gehen. Ich wusste tatsächlich nicht, wie viele Hundehalter dieses Problem haben und war mehr als erstaunt über die gewaltige Resonanz. Es beruhigt mich allerdings nicht zu sehen, dass unsere Hunde nicht die einzigen sind, die sich mit den juckenden Füßen plagen - jetzt mache ich mir tatsächlich noch mehr Sorgen als vorher. Ich kann ganz sicher sagen, dass meine Hunde keinen Pilzbefall an den Füßen haben, die Sohlen und auch die Krallen sind in keinster Weise verändert. Das Jucken tritt nur auf, wenn die Hunde im Feld unterwegs waren, in unserem Garten scheint der Auslöser nicht vorhanden zu sein. Ebenfalls tritt das Jucken nicht nach Spaziergängen auf dem Bürgersteig auf. Laufen wir im Feld, versuchen die betreffenden Hunde sich die Füße aufzukauen und rennen anfallsartig durch die Wohnung. Es ist nicht zu übersehen, dass sie total verzweifelt sind und sich einfach nicht mehr zu helfen wissen. Wir haben es schon mit kortisonhaltigen Salben versucht, die Füße in kaltes Wasser gestellt und auch vor den Spaziergängen die Füße schon eingerieben, geölt usw. Nichts hat das Jucken verhindert. Wer einmal erlebt hat, wie sehr sich ein solcher Hund quält, der weiß, dass man dann lieber nicht mehr ins Feld geht, als ihm das nochmal zuzumuten. Einer unserer Hunde hat 12 Stunden lang unter diesem enormen Juckreiz gelitten. Er ist wie ein Irrer durch die Wohnung geflitzt, hechelnd und völlig außer sich hat er versucht, sich die Füße anzuknabbern, zum Teil hatte er die ganze Pfote im Maul gehabt, er hat seine Ballen auf dem Boden gewetzt, war völlig erschöpft und konnte nicht einmal mehr Futter aufnehmen.

Um die Sache etwas mehr einzukreisen, werden wir mit dem empfindlichsten Hund nun in den Wald fahren und dort einen langen Spaziergang machen. Wenn das Jucken dann nicht auftritt, bin ich mir ziemlich sicher, dass nicht mein Hund der Auslöser für den Juckreiz ist. Falls ihr schon mehr wisst als wir, informiert uns bitte! Ich wüsste auch gerne, ob es eine Behörde gibt, die die Bodenwerte überprüft... wobei ich nicht einmal sagen kann, nach was wir genau suchen...

 

21.01.2018

Langsam scheint sich bei uns eine Seenplatte zu entwickeln. Der Boden quillt vor Nässe über und auf den Feldern steht überall überschüssiges Wasser.

See_IMG_20180121_160537

Spaziergänge werden zu Rutschpartien und ohne wasserfeste Boots sollte man erst gar nicht aus dem Haus gehen. Unsere Windhunde finden dieses Wetter indiskutabel. Niemals würden sie durch ein Pfütze laufen oder sich im Matsch beschmutzen. Gulliver sieht das genauso, den anderen ist es völlig egal und sie scheinen sogar Spaß daran zu haben, durch das Wasser zu sausen.

Trotzdem ist es für manche unserer Hunde ein sehr getrübtes Vergnügen, denn nach ca. 2-3 Stunden fangen ihre Füße zu jucken an. Das ist zum Teil so schlimm, dass wir schon beim Tierarzt waren. Der Juckreiz steigert sich - trotz sofortigem Abwaschen der Beine nach dem Spaziergang - so heftig, dass die Hunde versuchen die Füße blutig zu beißen. Sie treten aus wie Pferde, wetzen die Sohlen über den Fußboden, rennen durch die Wohnung und versuchen irgendwie dem Juckreiz zu entkommen. Mittlerweile haben wir dieses Phänomen bei vier unserer Hunde erlebt und wir haben keine Idee, was es sein könnte. Ich habe versucht, im Internet zu recherchieren und bemerkt, dass offensichtlich auch andere Hundebesitzer so etwas schon erlebt haben. Die Füße werden heiß und es wäre wohl fatal, in diesem Zustand noch Salbe aufzutragen, da sich darunter die Hitze noch mehr stauen und die Füße noch mehr jucken würden. Wir haben versucht, zwischen den Spaziergängen Vaseline auf die Ballen aufzutragen und erst mit den so vorbehandelten Hunden ins Feld zu gehen. Auch das hat nichts genutzt. Tatsächlich betrifft es nicht alle unsere Hunde, aber vier leiden stark unter diesem unerklärlichen Jucken. Wir sind nun dazu übergegangen, mit dem Hund, den es am schlimmsten betrifft, nur noch auf dem Bürgersteig zu laufen, dann bleiben diese Symptome aus. Ansonsten hält der Juckreiz bis zu 12 Stunden an! Wir haben mittlerweile bei Tierärzten nachgefragt und auch dort weiß man nicht weiter. Ganz offensichtlich befindet sich etwas im Boden, was wie ein Kontaktgift wirkt. Gerade aber weil es so heftig geregnet hat, kann ich mir das nicht erklären. Der Regen würde normalerweise doch alles verdünnen und wegschwemmen...

Wir stehen vor einem Rätsel. Falls ihr so etwas schon einmal hattet oder jemand weiß, wie man die Hunde schützen kann - bitte melden. Wir werden bis zur Lösung des Problems unsere Hunde an Schuhe gewöhnen.

 

20.01.2018

Seit einigen Tagen singen unsere Gartenvögel wieder, die Tauben gurren und beginnen mit dem Nestbau und heute kamen urplötzlich unsere Distelfinken/Stieglitze aus dem Winterquartier zurück. Seit Wochen beobachten wir 6 Stieglitze an unseren Futterstellen vor dem Küchenfenster. Heute morgen waren es dann 24 Vögelchen mehr. Ich hoffe, dass die kleinen gefiederten Bällchen sich mit dem Wetter nicht geirrt haben, denn es könnte durchaus nochmal klirrend kalt werden. Wer dann brütet, hat schlechte Chancen. Im Normalfall beginnt die Brutzeit erst Ende März, bis die Jungen schlüpfen gehen dann nochmal 14 Tage ins Land. Nachdem wir aber jetzt auch schon Elstern beim Nestbau gesehen haben, hoffen wir mal, dass die Vögel wissen, was sie tun und der Winter vielleicht doch schon vorbei ist. Die Winterlinge blühen seit Tagen in unserem Garten und die ersten Krokusse sind ebenfalls schon da, die Tulpen gucken schon 10 cm aus dem Boden und die Osterglocken blühen bald. Wir freuen uns auf den Frühling!

Viele von euch lesen dieses Tagebuch auch auf Facebook. Ich habe dort gestern ein Video einer Tierarztpraxis geteilt. In dem Video wird erklärt, wieso weder Tennisbälle noch Geweihstücke geeignete Kauartikel für Hunde sind. Ich hoffe, dass es sich mittlerweile bis in den letzten Winkel herumgesprochen hat, dass Geweihstangen die Zähne unserer Hunde ruinieren. Die Brüche sind oftmals auf den ersten Blick gar nicht zu sehen, machen den Hunden allerdings heftigste Schmerzen und bedeuten, dass ein Zahn gezogen werden muss. Die Tennisbälle - ob schon auf dem Tennisplatz genutzt oder nicht - sind ebenfalls als Spielzeug ungeeignet. Der Belag scheuert die Eckzähne ab und dabei ist es egal, ob die Bälle im Tierbedarfsladen angeschafft werden oder vom Sportgeschäft stammen. Der Belag ist der Gleiche.

 

Ich möchte also nochmal eindrücklich vor diesen Dingen warnen. Zähne sind nicht nur für uns wichtig, sondern auch für unsere Hunde. Es geht hier nicht nur um Ästhetik und Hygiene. Tatsächlich beginnt nämlich auch der Verdauungsprozess unserer Hunde schon im Maul. Für die Aufnahme der Nahrung, das Zerkauen und Einspeicheln ist ein funktionierendes Gebiss und eine gesunde Maulhöhle wichtig. Im Fang eines gesunden Hundes wimmelt es von Keimen - hauptsächlich Bakterien und Protozoen - sie besiedeln Maulschleimhaut und Zähne und man nennt sie die 'Maulflora'. Sie reguliert sich durch Speichelfluss, Bewegungen der Zunge und der Backenschleimhaut, Abrieb durch Kauen und Nagen und durch körpereigene Abwehrmechanismen selbst. Versagt dieser Mechanismus, dann vermehren sich diese Keime massenhaft, bilden Bakterienrasen und Beläge am Zahn. Dieser Plaque besteht aus Nahrungsresten, Speichelinhaltsstoffen, abgeschilferten Zellen, Keimen usw. Am Zahnfleischrand beginnend überziehen diese Beläge bald den ganzen Zahn und nehmen an Dicke zu. Mineralsalze aus dem Speichel lagern sich ein und so bildet im Laufe der Zeit zunächst der eigentlich weiche Zahnbelag, dann durch Verkalkung der knochenharte Zahnstein. In der Folge kommt es zu Zahnfleischentzündungen, denn der Zahnstein schiebt sich zwischen den Zahn und das Zahnfleisch. Es kommt zum Zahnfleischschwund und dieser ermöglicht dann das direkte Eindringen von Bakterien in das Zahnfach. Die Zähne werden locker und der Zahnausfall ist das Ergebnis. Parodontale Erkrankungen können im Kieferknochen Entzündungen hervorrufen und so Herz, Leber und Nieren schädigen.

Wer nun denkt, dass eine hundgerechte Ernährung unsere Lieblinge grundsätzlich vor Zahnschäden schützt, liegt völlig falsch. Genauso wie bei uns Menschen sind Zahnanlagen auch bei Hunden erblich. Es werden z. B. Zahnfehler vererbt - bei Rassehunden bedingt das manchmal sogar den Zuchtausschluss - und es wird die Qualität der Zähne vererbt. Es ist also absolut notwendig, die Zähne unserer Hunde wenigstens einmal im Jahr vom Tierarzt überprüfen zu lassen. Damit diese Untersuchung weder für den Tierarzt noch für den Hund unangenehm wird, empfiehlt es sich, schon beim jungen Hund das Berühren der Lefzen und der Zähne zu üben.

Zähne sind das härteste, was der Körper herzustellen vermag, sie können trotzdem brechen oder feinste Haarrisse bekommen. Starke Krafteinwirkung in Folge eines Bisses auf harte Gegenstände (Steine, Knochen, Geweihstangen usw.) oder auch ein Schlag auf den Kiefer (Unfall, Sturz) können Zähne brechen und splittern lassen. Dabei wird fast immer der Wurzelkanal eröffnet, dieser verläuft im Zahninneren und ist mit Blutgefäßen und Nerven versorgt. Starke Schmerzen, Kaubeschwerden und Futterverweigerung sind die Folge solcher Verletzungen. Der geschädigte Zahn ist empfindlich gegen Wärme und Kälte und es können über den Wurzelkanal Schmutzpartikel und Keime in das Zahnbett eindringen.

Natürlich gibt es mittlerweile auch beim Hund die Möglichkeit, geschädigte Zähne zu erhalten. Man kann Wurzelfüllungen und Kronen anfertigen, es gibt Spangen und viele andere Dinge mehr, die wir auch von der Zahnbehandlung beim Menschen kennen. Doch am besten und einfachsten ist es allerdings, die Zähne regelmäßig zu kontrollieren und dafür zu sorgen, dass sie nicht unnötig geschädigt werden. Solltet ihr Fragen zum Thema Zahngesundheit beim Hund haben, so wird euch euer Tierarzt sicherlich gerne beraten. Es empfiehlt sich, hier einen Veterinär auszusuchen, der eine Zusatzausbildung für Zahnheilkunde hat.

 

19.01.2018

Regelmäßig treffen wir uns mit unseren Mitgliedern und interessierten Tierschützern zu einem Stammtisch. Heute waren wir wieder in Armsheim in der Wiesbachtalstube zu Gast. Wie immer wurden wir freundlich und gut bewirtet - die Portionen sind riesig, die Herren der Schöpfung sind glücklich und für uns Frauen empfiehlt es sich wirklich, den Kinderteller zu bestellen! In einer lustigen Runde hatten wir ausreichend Zeit, die nächsten Aktivitäten der Tierhilfe Phönix zu besprechen und die Dinge, die im letzten Jahr passiert sind, revue passieren zu lassen. Es war ein toller, informativer Abend mit ganz lieben Menschen, für den wir uns ganz herzlich bei allen Anwesenden bedanken möchten!

Für unseren Festplatz haben wir jetzt ein zweiflügeliges Tor bestellt. Ich hoffe, dass es in den nächsten Tagen ankommen wird und wir vielleicht sogar noch jemanden finden, der uns hilft es einzubauen. Das Wetter ist warm genug, um Ruck-Zuck-Beton zu verarbeiten und so könnten wir mit etwas Hilfe schon bald unser heißersehntes Tor benutzen. Wer uns beim Einbau helfen möchte, ist herzlich eingeladen.

Der Transport der Latex-Handschuhe nach Spanien gestaltet sich sehr schwierig. Mittlerweile wissen wir, dass es 4 Paletten sind und dass der Transport für uns einfach zu teuer werden wird. Da die Handschuhe aber in jedem Tierheim Mangelware sind und zudem ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor, haben wir Andy gefragt, ob er nicht 2 Paletten Handschuhe für die von ihm betreuten Tierheime übernehmen möchte. Wenn wir die Frachtkosten teilen, ist uns allen geholfen und 2 Paletten Handschuhe sind mehr als 100.000 Paar (!) und damit immer noch genug - die reichen bestimmt wieder für 2-3 Jahre. Wir bemühen uns jetzt, eine Spedition zu finden, die uns einen vernünftigen Preis macht. Vielleicht können wir noch etwas Futter oder andere Hilfsgüter mitschicken und dann teilen wir uns die Kosten. Bestimmt ist das die beste Lösung.

Für Sam und Simba aus der Tötung von Murcia haben wir leider bisher keine Pflegestellen gefunden, wir werden sie natürlich weiter inserieren und hoffen, dass sie noch ein Plätzchen ergattern. Außerdem hat Rocky II, ein kleiner Chi-Mix-Junge aus der Protectora Villena, ebenfalls noch kein Körbchen angeboten bekommen. Eigentlich dachten wir, dass der süße Fratz sofort jemanden von sich überzeugen könnte, doch ganz offensichtlich haben wir uns da geirrt - oder ist er vielleicht nur übersehen worden?

Rocky_IMG_1021_mN

Gleichzeitig möchten wir für Dauerpflegeplätze werben. Die armen und in Spanien nicht mehr vermittelbaren alten Hunde sollen nochmal eine gute Zeit in einer liebevollen Umgebung verleben dürfen. Wir finden es schrecklich, diese Hunde, die zum Teil noch nicht einen schönen Tag in ihrem Leben hatten, in einer so trostlosen Umgebung wie einem spanischen Tierheim sich selbst zu überlassen. Wir hoffen, dass wir liebevolle Familien, gerne auch ältere Menschen, finden werden, die sich eines Dauerpflegehundes annehmen. Die Kosten dafür würde die Tierhilfe Phönix übernehmen. Wer einem alten, behinderten oder chronisch kranken Hund noch einige schöne Monate oder vielleicht sogar Jahre schenken möchte, der kann sich jederzeit bei uns melden. Wir würden uns sehr darüber freuen, einem Hund einen friedvollen Lebensabend schenken zu dürfen.

Da ich mehrfach nach den Spenden des Tierschutz-Shops gefragt wurde, hier nochmal die Auskunft, die wir bekommen haben. Die Spenden werden innerhalb von ca. 3 Wochen verschickt. In unserem Fall würde das bedeuten, dass sie in der nächsten Woche ankommen müssten. Ich möchte euch ganz lieb bitten, auch weiterhin bei dieser Plattform für unseren Verein Futter zu spenden. Sobald wieder ca. 1600 kg erreicht sind, wird die Versendung an die Protectora Villena ausgelöst. Es wäre wirklich toll, wenn die Hunde und Katzen so regelmäßig mit Futter versorgt werden könnten und wir uns nicht mehr um die Transporte nach Spanien kümmern müssten. So ein Hilfstransport mit einem großen Truck kostet ca. 2500 €, ganz davon abgesehen, dass wir Monate um Spenden betteln und dann zusätzlich die Einlagerung bis zum Transport bezahlen müssen. Wir finden die Möglichkeit, Spenden schnell und preisgünstig mit ZooPlus nach Spanien zu schicken genauso toll wie die Futterspenden über den Tierschutz-Shop. Wenn ihr die Tiere in der Protectora Villena mit Futter unterstützen wollt, dann nutzt:

zooplus_de_Hunde_200x300  Tierschutz-Shop-Prämien-Banner2-gif

Noch ein kleiner Tipp am Rande: Wer zum Beispiel einen Urlaub über das Internet bucht oder seine Einkäufe so tätigt, kann dabei ebenfalls für die Tierhilfe Phönix spenden. Bitte meldet euch bei GOODING.de an und klickt vor jedem Kauf im Internet auf PRÄMIEN-EINKAUF AKTIVIEREN. Wenn ihr uns ausgewählt habt, dann bekommen wir eine kleine Provision. Wenn viele mitmachen, läppert sich das übers Jahr zu einer ansehnlichen Summe, die wir dann wieder in Futter umwandeln! Ganz lieben Dank für eure Hilfe!

urlaub-buchen-tiere-600x600

 

18.01.2018

Giay hat ein schönes neues Zuhause bei netten, hundeerfahrenen Menschen im Schwarzwald gefunden. Wir freuen uns sehr für das liebe Mädchen und bedanken uns nochmal ganz herzlich bei Mirja und Holger, für die Giay der erste Pflegehund war. Ihr habt das wirklich toll gemacht! Da das neue Zuhause nicht allzu weit von der ehemaligen Pflegestelle entfernt ist, sind wir sehr glücklich darüber, dass sich die beiden Familien gerne leiden mögen und auch in Zukunft Kontakt halten werden. So wird Feliz seine Freundin ab und zu noch mal sehen und wir sind sicher, dass wir von Mirja und Holger Bilder der Hunde bekommen werden. Nun können wir nur hoffen, dass auch Popeye bald ein neues Zuhause finden wird. So wie es aussieht, hat es ein schwarzer großer Hund nicht leicht...

Mit etwas Glück haben wir vielleicht eine neue Pflegestellen-Kollegin gefunden. Wir werden morgen telefonieren und uns dann mal treffen. Drücken wir mal die Daumen.

Für unsere gespendeten Latex-Handschuhe haben wir nun eine Spedition gefunden, die die drei Paletten nach Spanien bringen würde. Allerdings sind 600 € viel Geld. Wir wissen, dass die Sachen dringend gebraucht werden, wollen aber in der nächsten Woche nochmal nachfragen, ob wir nicht eine preisgünstigere Variante finden. Falls euch etwas einfällt oder ihr jemanden kennt, der uns das billiger transportiert - bitte melden!

 

17.01.2018

Ich habe wirklich alles versucht, um für Sam und Simba noch einen Pflegeplatz zu ergattern, leider hat sich keiner mehr bei uns gemeldet, der einen der beiden Jungs aufnehmen wollte. Simba ist sogar katzenverträglich, Sam scheint Katzen unheimlich zu finden und bellt sie an. Beide sind ganz tolle Hunde und mit 10 und 13 kg auch nicht unhandlich. Ich bin nicht in der Lage, diese beiden Hunde in der Tötung zurückzulassen und so werden wir nun eine Lösung für die beiden in Spanien suchen.

Sam_IMG-20180105-WA0151_mN  Simba_IMG-20180117-WA0007_mN

Die Hunde aus der Protectora Villena sind alle noch nicht reisefertig, das bedeutet, dass wir sie frühestens zum 09. Februar einbuchen könnten. Noch habe ich keinen Transporteur beauftragt, ich hoffe allerdings, dass wir bis dahin auch noch zwei Pflegestellen für Sam und Simba bei uns gefunden haben. Ich werde die beiden nicht aufgeben, es sind tolle Hunde und sie können in Deutschland tolle Familienmitglieder sein. Es gibt keinen vernünftigen Grund, sie zu töten!

Heute hatten die neuen Halter von Lluvia ihr Vorgespräch, die Kleine haben wir gerne nach Bremm an der Mosel vermittelt. Sie hat dort eine ganz liebe Familie und darf in einem wunderschönen, von den neuen Haltern selbstgebauten Blockhaus leben. Wir freuen uns sehr für die Kleine.

Daky hatte leider wieder einmal Pech, der süße Wicht ist von einem ganz netten Paar aus Mainz ausgesucht worden. Wir waren uns sicher, dass er dort sein endgültiges Zuhause finden würde. Leider hat sich nun die Mutter des neuen Halters gemeldet und verlauten lassen, dass sie ihren 8 Jahre alten Hund nicht mehr versorgen kann. Damit war Daky aus dem Rennen. Manchmal ist es wirklich wie verhext, Daky ist so ein fröhlicher, hübscher und braver Junge, wieso wir für ihn bisher noch niemanden gefunden haben, ist ein Rätsel.

Yako_IMG-20170728-WA0011__mN

Mickey war mit seiner Ohrentzündung nun bestimmt zum letztenmal in der Tierarztpraxis. Alles ist gut abgeheilt und er fühlt sich wieder wohl. Unsere Hunde  - bis auf Angelo - sind immer so brav und halten, obwohl es bestimmt oft unangenehm ist, ganz still. Sie lassen sich klaglos untersuchen, man kann ihnen in die Ohren sehen, Fieber messen und natürlich auch Blut abnehmen. Bert hat vor einem Monat sogar 300 ml Blut gespendet. Dass Angelo bei den Hunden eine unrühmliche Ausnahme ist, hatte ich ja schon mehrfach beschrieben - aber habt ihr so etwas schon einmal bei einem Menschen gesehen???

 

16.01.2018

Wir hatten immer noch gehofft, dass sich wenigstens noch eine Pflegestelle finden würden, nun ist es leider anders gekommen. Wir sind traurig und wissen nicht, wie wir damit umgehen sollen. Uwe und ich haben zur Zeit vier Pflegehunde bei uns, mehr genehmigt uns der Amtsveterinär leider nicht. Es hat sich niemand mehr gefunden, der bereit gewesen wäre, noch einen Pflegi aufzunehmen und so ist nun wohl nichts mehr zu ändern. Sam, Simba und der kleine schwarze Wicht können die Tötung nicht verlassen. Der kleine Chi-Mix Rocky aus der Protectora Villena sucht übrigens auch noch ganz dringend eine Pflegestelle.

Sam_IMG-20180105-WA0151_mN  Simba_IMG-20171207-WA0053_mN

IMG-20180109-WA0048  Rocky_IMG_1021_mN

Lluvia hat dafür aber wohl ein neues Zuhause gefunden. In den nächsten Tagen werden wir das Vorgespräch führen und dann wird die Kleine wahrscheinlich an die Mosel umziehen. Für die Bretona aus der Tötung haben wir ebenfalls ein tolles neues Zuhause gefunden. Das Vorgespräch war heute und sobald die hübsche Nase in Deutschland ist, wird sie in Bad Soden wohnen.

Für Giay kann es heute ein Happy End geben! Ihre Interessenten haben sie nochmal besucht und wollen sie gerne übernehmen. Wahrscheinlich darf sie schon morgen im Schwarzwald ihr neues Zuhause beziehen.

Für Luna ist es auch nur noch etwas mehr als eine Woche, bis sie abgeholt wird. Das neue Frauchen hatte noch eine kleine Reise gebucht und danach wird sie Luna zu sich nehmen.

Wie wir heute erfahren haben, ist der Ehemann einer unserer Pflegestellen schwer erkrankt. Simone, wir wünschen dir und deiner Familie viel Kraft und hoffen, dass dein Mann ganz schnell wieder gesund wird.

 

15.01.2018

Der Januar ist zur Hälfte um und irgendwie sieht es nicht nach Winter aus. Der ständige Regen macht uns langsam mürbe, unser Garten ist ein quatschendes Etwas und wenn wir mit den Hunden spazierengehen, springen wir über Pfützen, gehen 'Teichen', die sich urplötzlich auf den Feldern bilden, aus dem Weg und müssen die Hunde jedesmal nach dem Laufen in die Dusche stellen, um den Schlamm auszuwaschen. Für unsere Pferde haben wir die meisten Koppeln geschlossen, denn sie würden die durchweichten Grasflächen, die sie im Sommer zum Weiden brauchen, sonst in eine matschige Pampe verwandeln. Leider haben sie keine Hemmungen, sich auch auf der einzigen noch offenen 'Matschkoppel' zu wälzen. Tja, die Geschmäcker sind verschieden... In unserem Garten sind die Osterglocken kurz vor der Blüte und die Vögel pfeifen, als ob sie brüten wollten. Vielleicht bleibt es ja so und es gibt keinen strengen Frost mehr. So richtig daran glauben kann ich allerdings nicht.

Osterglocken_IMAG0170

Unser kleiner Gulliver leidet noch immer an den Nachwehen der Silvesterknallerei. Seine Dickdarmentzündung kriegen wir nicht so richtig in den Griff. So lange er Kortison gespritzt bekommt, ist alles im grünen Bereich - lässt die Wirkung nach einer Woche nach, stellt er das Essen ein und hat sofort wieder einen grummeligen Bauch und Durchfall. Nachdem wir heute wieder mit Mickey in unserer 'Lieblings-Tierarztpraxis' waren - seine Ohrentzündung klingt langsam ab - werden wir morgen früh wieder mit Gulliver auf der Matte stehen. Zum Glück hat Bahia sich in den letzten Wochen wieder etwas gefangen, sie ist zwar sehr dünn, aber sie futtert wieder. Dass sie nichts mehr auf die Rippen bekommt, ist wohl dem Alter geschuldet, immerhin ist sie jetzt schon über 18 Jahre, trotzdem hat sie noch Lebensqualität und wenn ihr die Jungspunde auf den Wecker gehen, dann kann sie sich noch sehr effektiv zur Wehr setzen!

Wir haben heute die ersten Plätze für den Transport unserer neuen Glückspilze gebucht. So wie es aussieht, haben wir die beiden kleinen Chihuahua-Damen ebenfalls unterbringen können und nachdem Karin umgezogen ist, steht auch sie wieder mit einer Pflegestelle in Bingen für uns bereit - sie wird Leo ein Plätzchen geben! Trotzdem suchen wir noch für sechs (!) weitere Hunde dringend Pflegeplätze. Pumuki, Rocky II, Sam, Simba, der schwarze Mix-Rüde und ein Bodeguero-Bub müssen noch um ihr neues Leben bangen. Ich hoffe, dass sich noch tierliebe Menschen finden werden, die ihnen ein warmes, sicheres Pflegeplätzchen geben werden.

 

14.01.2018

Wir haben heute eine neue Pflegestelle besucht und hoffen, dass der Amtsveterinär schnell sein OK geben wird. Dann dürfte nämlich einer der beiden Bodegueros zu uns ausreisen. Mit etwas Glück übernimmt eine unserer 'alten' Pflegestellen ebenfalls noch einen Hund, dann könnten wir schon 2 Hunden das Leben retten. Wenn dann vielleicht die Bretona noch zu uns kommen könnte.... Wir wollen uns nicht zu früh freuen, aber vielleicht können sogar drei Hunde ausreisen. Marco bekommt morgen seine offizielle Freigabe und darf, sobald er reisefertig ist, ebenfalls die Protectora verlassen, denn für ihn gibt es in Deutschland schon ein neues Zuhause! Die kleinen ca. 5 Jahre alten Chihuahua-Damen machen mir große Sorgen. Sie sollen nicht getrennt werden und so ist es wirklich schwierig, eine Pflegestelle oder sogar ein neues Zuhause für sie zu finden. Der kleine schwarz-weiße Chi-Mix-Rüde hat ebenfalls noch keine Anfrage und die Leute, die sich für Rocky, den kleinen schwarzen Mix interessiert haben, haben nun einen anderen Hund. Für den dreifarbigen Sam suchen wir ebenfalls noch ganz dringend eine Pflegestelle, er ist ca. 10 kg schwer und sieht auf den Bildern richtig groß aus - das ist er allerdings nicht!

Sam_IMG-20180105-WA0151_mN

Da wir uns wirklich abmühen, für alle Hunde der Tötung Pflegestellen zu finden, haben wir uns entschlossen, auch Simba in unsere Bemühungen mit einzubeziehen. Er sitzt im gleichen Zwinger wie die anderen Hunde und er sollte natürlich die gleichen Chancen haben!

Simba_IMG-20171207-WA0053_mN

Simba ist ein eher kleiner Hund, ich hoffe, dass wir von ihm noch bessere Bilder und vielleicht auch das ungefähre Alter geschickt bekommen. Reisefertig ist nun auch noch Pumuki. Er ist der letzte Hund derer, die eigentlich schon vor Weihnachten eingeplant waren. Für ihn brauchen wir auch noch einen netten Pflegeplatz!

Pumuki_IMG-20180112-WA0014_mN

Die Interessenten für Giay haben sich heute nicht gemeldet. Mal sehen, wie sie sich entscheiden werden.

Wir brauchen wirklich Hilfe, es sind so viele Hundenasen, die dringend aus der Tötung geholt werden müssen und wir haben einfach zu wenig Pflegestellen. Bitte meldet euch bei uns, wir beraten euch gerne!

 

13.01.2018

Die Zeit läuft und ich kann nur um Hilfe bitten. Wenn sich nur eine Dame meldet, dann müssen wir das so akzeptieren. Ich hatte wirklich gehofft, dass wir wenigstens einen der Bodegueros übernehmen können und es vielleicht sogar Interessenten für die kleinen Hunde geben würde. Es ist anders gekommen und ich denke, dass sich in den nächsten Tagen daran auch nichts mehr ändern wird. Vielleicht haben wir eine Interessentin für die Bretona, aber auch das steht noch nicht fest. Auf jeden Fall werden wir den kleinen schwarzen Rocky übernehmen und vielleicht haben wir auch jemanden für Marco. Der Kleine war als Fundtier ins Tierheim gekommen und am Dienstag sind seine 21 Tage Wartezeit vorbei. Bisher hat sich sein Besitzer nicht mehr gemeldet und so wird er jetzt für uns reisefertig gemacht. In der Tötung warten noch Pumuki und Sam, die wir schon zugesagt haben und für die wir natürlich auch noch Pflegestellen brauchen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn unsere Pflegestellen Verstärkung bekämen. Ehrlich gesagt kann ich nicht verstehen, wieso sich kaum jemand für diese Tierschutzarbeit interessiert. Es ist ein großartiges Gefühl, einem Hund aus der Tötung das Leben zu schenken und glaubt mir, die Tiere wissen ganz genau, was ihr für sie gemacht habt. Sie sind unendlich dankbar und zeigen euch das jeden Tag. Es macht so viel Spaß mitanzusehen, wie sie sich entwickeln und wieder Freude am Leben bekommen. Einen solchen Hund in seine endgültige Familie zu entlassen, ist einfach ein tolles Gefühl. Ein- bis zweimal im Jahr haben alle Pflegestellen auf unseren Festen die Möglichkeit, ihre 'Ehemaligen' wiederzusehen. Es stellt sich ein ganz tiefes Glücksgefühl ein, wenn man die Begegnungen beobachtet. Die Hunde wissen auch noch nach Jahren, wem sie ihr Leben verdanken. Ich kann mir kaum etwas Schöneres vorstellen. Bitte werdet Pflegestelle, ihr rettet damit Leben!

Heute hatte Giay Besuch und so, wie die Pflegemutter berichtete, waren die Leute von Giay begeistert. Vielleicht melden sie sich ja morgen nochmal. Für Popeye gibt es leider keine Interessenten, der Bub kommt langsam über seine Flegelphase hinweg und entwickelt sich zu einem prächtigen Rüden. Popeye sollte jetzt wirklich eine neue Familie finden, er ist ein großartiger Hund und hat es verdient, die Nummer 1 zu sein.

Popeye_IMAG0128_mN  Popeye_IMAG0083

Beim Tierschutz-Shop sind im Augenblick ca. 400 kg Hundefutter auf unserem Zähler, das heißt, die erste Palette ist schon halb voll. Das ist wirklich großartig und ich bin froh darüber, dass diese Plattform von Tierfreunden genutzt wird. Ich hoffe, dass in den nächsten Wochen vielleicht nochmal so viel Futter zusammenkommt und wir schon bald wieder 2 Paletten Hunde- und Katzenfutter zu den hungrigen Mäulchen nach Spanien schicken können.

Wir nutzen im Augenblick wirklich alle Plattformen, bei denen Spenden für unsere Tiere herausspringen. GOODING ist eine davon. Kunden, die online ein Produkt kaufen wollen, gehen auf die Seite von gooding.de und werden von dort auf die Seite des Onlineshops, bei dem sie kaufen möchten, weitergeleitet. Kommt es zum Kauf, zahlen die teilnehmenden Händler einen vereinbarten Prozentsatz an gooding.de. Von den Provisionen fließen dann die Gelder an die sozialen Einrichtungen, die die Plattform nutzen. Bitte meldet euch dort an und klickt vor jedem Kauf im Internet auf PRÄMIEN-EINKAUF AKTIVIEREN. Wenn wir uns ausgewählt habt, dann bekommen wir eine kleine Provision. Wenn viele mitmachen läppert sich das übers Jahr zu einer ansehnlichen Summe, die wir dann wieder in Futter umwandeln!

online-einkaufen-tierschutzverein-unterstuetzen-gross

Das Gleiche gilt übrigens auch für unseren Phönix-Shop, dort gibt es viele tolle Dinge für unsere Vierbeiner und natürlich auch für Herrchen und Frauchen. Die eingenommemen Gelder gehen zu 100 % in den Tierschutz. (Da der Computer leider für jedes Teil Porto berechnet, überarbeiten wir die Rechnungen nochmal - also nicht wundern. Wir verschicken immer zu den günstigsten Konditionen!)

logo_Shop_farbig_605x605

Für unser Frühlingsfest am 26.05.18 suchen wir noch Aussteller. Wer Lust hat, bei uns sein Verkaufszelt aufzuschlagen, kann sich noch bei mir melden: 0160-95576278 (Edith Lied)

 

12.01.2018

Unser gestriger Hilferuf hat nichts bewirkt, nicht eine Pflegestelle hat sich bei uns gemeldet und so tickt die Uhr für die Hunde unerbittlich. Ich weiß durchaus, dass wir nicht alle Hunde retten können - aber nicht wenigstens einen? Das macht mich unendlich traurig und zerreißt mir das Herz. Irgendwo muss es doch ein Plätzchen für einen Hund geben, der ganz verzweifelt in der Tötung um sein Leben bettelt. Bitte nehmt ein Hundchen bis zur endgültigen Vermittlung auf, wir tragen alle Kosten und helfen, wo wir können. Ihr rettet das Leben eines Hundes, bitte schaut nicht weg!

Ich hatte heute einen netten Anruf für Nube. Ihre Interessentin ist ganz aus der Nähe der Pflegestelle und so wird man sich morgen erstmal treffen, um zu sehen, ob der Hund der Dame sich mit unserer Nube verträgt. Nube mag jeden Hund und wir sind sicher, dass es da keine Probleme geben wird.

Den Interessenten für Tofu mussten wir leider absagen, als wir bemerkten, dass die Angaben über die Arbeitszeit der Familie nicht stimmten. So etwas ist sinnlos und unnötig - es verschwendet nur unsere Zeit. Es sollte jedem klar sein, dass falsche Angaben im Interessenten-Bogen eine Vermittlung erst gar nicht zustandekommen lassen oder einen schon bestehenden Vertrag ungültig machen. Man schadet also nur dem Tier und wer sich das vorher nicht klar macht, hat nicht verstanden, wieso Tierschutzorganisationen solche Fragebögen überhaupt verschicken und nach Arbeitszeiten fragen.

Anfragen, die sich nur auf Ratenzahlungen beschränken, beantworte ich zukünftig nicht mehr. "Okay wie ist es mit raten zahlen" ist mir dann doch etwas zu wenig.... Meine Antwort wurde postwendend mit "...steck dir den Hund sonst wo hin." quittiert.

Ich weiß, dass es nicht leicht ist, einen Hund gut zu vermitteln, aber wir machen das schon lange genug, um zu wissen, dass es besser ist, einen Hund länger auf einer Pflegestelle zu behalten, als ihn an eine Stelle zu vermitteln, die uns nicht überzeugt hat. Wer also am Telefon meint, uns mitteilen zu müssen, dass wir doch selbst schuld daran sind, dass Hunde in Spanien getötet werden, weil wir hier zu pingelig vermitteln würden, der irrt sich gewaltig! Wir töten die Hunde in Spanien nicht, das sind die Spanier selbst und wir sind auch nicht verantwortlich dafür, dass Hunde dort sinnlos vermehrt werden. Wir sind diejenigen, die sich der Hunde annehmen, in ihrem Ursprungsland für Kastrationen und gegen Tötungen kämpfen, Mitleid mit ihnen haben und ihnen ein gutes neues Zuhause geben wollen. Wenn wir sie unbesehen an jeden Menschen vermitteln würden, wären wir keine Tierschutzorganisation, sondern Hundehändler!

Gerade weil wir gewissenhaft und mit viel Herzblut arbeiten, tut es uns weh, wenn unschuldige Hunde einen sinnlosen und grausamen Tod sterben. Wir hoffen so sehr, noch viele mitfühlende und tierliebende Menschen zu finden, die unsere Arbeit unterstützen. Vielleicht ist ja auch mal wieder jemand dabei, der noch ein Hundchen aufnehmen kann - wenn schon nicht endgültig, dann vielleicht wenigstens bis zur Vermittlung. Bitte helft uns, dass nicht alle sterben müssen. Ruft uns an, und helft uns Leben zu retten.

Jede Pflegestelle rettet Leben!

Seht sie euch doch einfach in meinem gestrigen Eintrag nochmal an!

 

11.01.2018

Wir haben die ersten Bilder für 2018 aus der Protectora Villena und aus der Tötung von Murcia bekommen. Von manchen Hunden fehlen uns noch die Angaben über die Größe und das Gewicht, manche haben nicht einmal Namen. Ganz dringend suchen wir für diese Hundchen jetzt die passenden Pflegestellen. Wer eine Pflegestelle hat, darf, sobald er geimpft, getestet und kastriert ist, ausreisen. Bitte seht euch die Kerlchen an, wer gerne ein solches Hundchen aufnehmen möchte, muss sich schnell bei uns melden!

Hunde aus der Tötung von Murcia:

Bretona, das Mädchen ist völlig verzweifelt und drückt sein Gesichtchen durch die Gitter. Sie versucht alles, um ihrem Schicksal zu entgehen:

IMG_20180112_125245  IMG_20180112_153512

Etwa 1 Jahr alter schwarzer kleiner Mix. Süßer kleiner Rüde, lieb und verschmust:

IMG_20180112_130115  IMG-20180109-WA0048

3 schon reisefertige Hunde: Simba, rotblond, 13 kg - Leo, schwarz-weiß, 10 kg - Sam, tricolor, 10 kg. Diese Hunde wurden schon 2017 zugesagt, haben aber noch keine Pflegestelle finden können.

Simba_IMG-20171207-WA0053_mN  Sam_IMG-20180105-WA0151_mN

Leo_IMG-20171211-WA0071_mN

 

Hunde aus der Protectora Villena:

2 Chihuahua-Mädchen, beide ca. 5 Jahre. Die beiden sind schon ihr ganzes kleines Leben lang zusammen, deshalb wäre es schön, wenn wir sie zusammen vermitteln könnten:

IMG-20180112-WA0010  IMG-20180111-WA0026  IMG-20180112-WA0008

Chihuahua-Mix, schwarz-weiß:

IMG-20180111-WA0022  IMG-20180111-WA0025

2 ganz liebe Bodeguero-Buben, 2-3 Jahre alt:

IMG-20180111-WA0024  IMG-20180111-WA0023

Bitte helft den Hunden mit einer Pflegestelle! Nur so haben sie die Möglichkeit, ein schönes Leben in Deutschland zu führen.

 

10.01.2018

Luna hatte heute ihren Glückstag. Die neue Halterin kam aus Frankenthal mit ihrem 11 Jahre alten weißen Schäferhund nach Armsheim auf unsere Wiese. Dort konnten sich die beiden Hunde in Ruhe kennenlernen. Luna war furchtbar aufgeregt, doch schnell hatten die beiden sich miteinander bekannt gemacht. Luna ist ein wirklich netter Hund, noch ist sie etwas vorsichtig, aber wir sind sicher, dass sie ihre anfängliche Zurückhaltung bald ablegen wird. Die neue Halterin ist eine sehr hundeerfahrene Frau, die Luna ganz lieb aufnehmen wird. Wir sind sicher, dass Luna ein tolles neues Zuhause bekommt. Ende des Monats wird sie in ein Haus mit Garten umziehen und dann einen großen weißen Schäferhund als Kumpel haben. Wir freuen uns sehr für Luna!

Luna_IMG-20180111-WA0006  Luna_IMAG0156

Tofu hat ebenfalls Interessenten und wir hoffen, dass es auch für ihn ein Happy End geben wird.

Natürlich haben wir uns auch wieder um Spenden für die Protectora in Villena bemüht. Außer dem Futter, das natürlich ständig gebraucht wird, bitten uns die Mitarbeiter auch ab und zu um Verbrauchsmaterial. Bisher konnten wir auch das immer irgendwo auftreiben. Heute haben wir zwei Paletten Latex-Handschuhe gespendet bekommen. Das ist ganz phantastisch und freut uns sehr. Wir gehen davon aus, dass die Protectora diese große Menge mit anderen Tierheimen aus der Nähe teilen wird. Sobald wir das genaue Gewicht der Sendung kennen, werden wir eine Spedition beauftragen, die die Paletten nach Spanien bringt. Jetzt fehlen uns noch Desinfektionstücher, mal sehen, ob wir die auch noch auftreiben können.

Ganz wichtig ist natürlich immer, dass ausreichend Futter in der Protectora vorhanden ist. Deshalb bemühen wir uns auch weiterhin, über den Tierschutz-Shop und ZooPlus Futter zu sammeln. Ich hoffe, dass viele tierliebe Menschen diese Möglichkeit zur Futterspende nutzen und wir in einigen Wochen vielleicht wieder zwei Paletten nach Spanien schicken können.

Wunschliste-Banner3-gif

Um so viele Gelder wie möglich für den Tierschutz zu bekommen, nehmen wir auch an GOODING teil. Das Prinzip Spendeneinkauf funktioniert ganz einfach. Kunden, die online ein Produkt kaufen wollen, gehen auf die Seite von gooding.de und werden von dort auf die Seite des Onlineshops, bei dem sie kaufen möchten, weitergeleitet. Kommt es zum Kauf, zahlen die teilnehmenden Händler einen vereinbarten Prozentsatz an gooding.de. Von den Provisionen fließen dann die Gelder an die sozialen Einrichtungen, die die Plattform nutzen. Das Modell ist natürlich gerade für uns interessant, denn wir haben, ganz im Gegensatz zu großen Vereinen, keine Gelder für professionelle Spendenarbeit - z. B. Werbekampagnen und Straßen-Promotion zur Verfügung. Bisher haben wir insgesamt in den letzten Jahren schon über 800 € bekommen. Auch dieses Geld wird ganz dringend gebraucht und hilft uns, mit unserer Tierschutzarbeit weiterzumachen. Deshalb meldet euch bitte bei GOODING an - euch kostet es nichts und uns bringt es eine kleine Spende.

online-einkaufen-tierschutzverein-unterstuetzen-gross

 

09.01.2018

Der Computer funktioniert wieder und nun komme ich endlich dazu, von den letzten beiden Tagen zu berichten. Wir haben zwei Interessenten für unsere Hunde, Daky und Luna könnten mit etwas Glück ein endgültiges Zuhause bekommen. Morgen hat sich der Besuch für Luna angekündigt und da es schon einen Hund in der Interessenten-Familie gibt, müssen wir erstmal probieren, ob der ältere Rüde mit Luna überhaupt klar kommt. Ob der Funke bei den Interessenten überspringt, das werden wir dann sehen.

Die neuen Halter von Buddy sind total begeistert von dem lieben Jungen, sie machen kräftig Werbung für uns und helfen sogar bei der Suche nach einen Interessenten für seinen Bruder Pancho. Mickey - der Dritte im Bunde - kann im Augenblick nicht vermittelt werden, da er leider seit drei Tagen eine unnütze Ohrentzündung hat. Bis diese komplett ausgeheilt ist, muss er auf jeden Fall noch bei uns bleiben. Mickey hat sich in den letzten Wochen ganz prima entwickelt, aus dem dürren Hundchen ist ein mittlerweile 11 kg schwerer Junge geworden. Er hat richtige Muskelpakete bekommen und ist genauso lieb und freundlich wie seine beiden Brüder. Wir haben ihn schon sehr ins Herz geschlossen und wissen, dass bei uns bittere Tränen fließen werden, wenn Mickey sein endgültiges Zuhause finden wird. Er ist ein echter Prachtbursche!

Mickey_IMAG0060_mN  Mickey_IMAG0112

Unsere vier neuen Glückspilze, die am Samstag bei uns ankamen, sind alle wohlauf und wir hören nur Gutes von ihnen. Tofu, der auf die Pflegestelle von Buddy nachgerückt ist, könnte glatt der vierte Bruder unseres Dreigestirns sein. Sein Wesen entspricht dem der Drillinge und auch äußerlich sieht er ihnen recht ähnlich. Sein Fell ist allerdings rot. Tofu ist stubenrein und ebenfalls absolut katzenverträglich. Die Pflegemutter erzählte, dass er ein kleiner 'Nimmersatt' sei. Für ein Leckerchen tut er alles. Tofu kann aber auch ruhig noch etwas zunehmen, denn der Aufenthalt in der Tötung hat alle seine Rippchen sichtbar werden lassen.

Der jüngste und aktivste von allen ist Edgar. Er ist neugierig, lustig und super verspielt. Es ist mir völlig unklar, wieso ein solcher Hund, der jetzt erst ein Jahr alt wird, fast 7 Monate in einem spanischen Tierheim gesessen hat und niemand dem Welpen ein Zuhause geben wollte. Edgar ist supersüß, er liebt Menschen, ist freundlich mit jedem anderen Hund und ist absolut glücklich, wenn sich jemand mit ihm beschäftigt. Der Kleine versucht alles richtig zu machen, schon jetzt ist er fast stubenrein und hört ganz klasse.

Choco ist ebenfalls ein ganz toller Junge, er ist stubenrein und geht ganz prima an der Leine. Manchmal ist er von den vielen neuen Eindrücken noch etwas überwältigt, aber ganz sicher gefällt ihm sein neues Leben viel besser als das, was er in Spanien erlebt hat. Wir hoffen, dass der süße Fratz bald ein neues Zuhause gefunden haben wird und freuen uns, dass wir ihn aus der Tötung von Murcia retten konnten.

Von Lluvia bekommen wir viele Videos und Bilder geschickt. Die Kleine hat wohl zum ersten Mal in ihrem Leben eine tierliebe Familie, die sich um sie kümmert. Sie freut sich über jede liebevolle Zuwendung und genießt es, mit ihren beiden Hundefreunden spazieren zu gehen. Stolz liegt sie in ihrem ersten eigenen Körbchen und man sieht ihr an, sie weiß, dass sie endgültig der Tötung entronnen ist und es geschafft hat!

Für uns ist es immer wieder eine große Freude, Hunde aus der Tötung übernehmen zu können. Diese Nasen sind dem Tod nochmal von der Schippe gesprungen und haben eine zweite Chance bekommen. Auch wenn viele Menschen es sich nicht vorstellen können, diese Hunde haben nichts an sich, was eine Tötung rechtfertigen würde. Sie sind einfach nur überzählig und werden getötet, weil es zu viele Hunde in Spanien gibt. Manche sind einfach nur verloren gegangen und von der Polizei nicht in einer Protectora (einem der Tierheime, die nicht töten), sondern in einer Perrera abgegeben worden. Wenn der Hund nicht schnell genug gefunden wird, ist seine Zeit nach 21 Tagen abgelaufen. Da es in Spanien viel zu viele Hunde gibt, hat ein ausgebüchster und in einer Tötung abgegebener Hund kaum noch eine Chance wieder abgeholt zu werden. In Spanien ist die Beziehung zu einem Tier oft anders, als wir das aus Deutschland kennen. Wer bei uns sein Haustier verliert, wird in der Regel alles daran setzen, es so schnell wie möglich wieder zu bekommen (natürlich gibt es auch bei uns unrühmliche Ausnahmen). In Spanien ist es die Ausnahme, dass jemand sein Tier sucht. Ein Hund, der weggelaufen ist oder sich, aus welchen Gründen auch immer, verirrt hat, wird maximal ersetzt, aber in den seltesten Fällen gesucht. Hunde, die in der Tötung gelandet sind, gelten als Ungeziefer und werden von Firmen, die sich um die Beseitigung von Schädlingen kümmern, getötet. Diese Firmen bekommen Geld für die Tötung von Hunden und Katzen. Dass wir die Chance haben, einen kleinen Teil dieser armen Tiere retten zu können, ist Menschen zu verdanken, die es geschafft haben, das Vertrauen der Betreiber solcher Anlagen zu erlangen. Unsere spanische Freundin darf einmal in der Woche kurz in die Anlage, um Hunde auszuwählen, die, wenn sie gesund sind, zu ausländischen Tierschutzvereinen reisen dürfen. Sie hat noch nie darüber gesprochen, was mit den Tieren passiert, die keine Interessenten haben und wir werden sie auch nie danach fragen...

Bitte, helft diesen Hunden mit einer Pflegestelle - ihr rettet ihr Leben!

 

08.01.2018

Leider hatten wir den ganzen Tag Schwierigkeiten mit unserem Computer, zum Glück kann Uwe solche Probleme immer irgendwann lösen, trotzdem ist es ärgerlich und bremst uns aus. Da noch immer nicht alles funktioniert, gibt es erst morgen wieder einen neuen Tagebucheintrag.

 

07.01.18

Unser Wochenende war ruhig, zur Zeit gibt es kaum Interessenten für unsere Hunde. Allerdings haben wir das auch nicht anders erwartet. Wir vergleichen die Vermittlungszahlen schon seit mehreren Jahren, im Januar und Februar werden bei uns die wenigsten Hunde vermittelt, ganz offensichtlich wollen die Interessenten mit ihren neuen Hunden in den Frühling starten und warten bis die ersten Sonnenstrahlen sich den Weg durch das elende Grau gebahnt haben. In den Tötungen hoffen die Tiere auf Rettung, doch leider können wir keine Hunde aufnehmen, wenn wir keine vermitteln. Diesem Dilemma könnten wir nur mit neuen Pflegestellen entgegenwirken.

Wir inserieren jede Woche und hoffen immer wieder, dass sich tierliebe Menschen melden, die einem Hundchen ein Zuhause auf Zeit geben wollen. Manchmal gibt es Interessenten, aber oft sind deren Erwartungen nicht mit unseren Vorstellungen und auch mit der Realität vereinbar. Gestern schrieb uns eine Dame an, die nur Hunde aufnehmen möchte, die stubenrein sind. Ich kann schon verstehen, dass es schöner ist, einem schon stubenreinen Hund ein Plätzchen anzubieten, aber bitte wie sollen wir im Tierheim oder in der Tötung herausfinden, ob der Hund sauber ist oder nicht? Solche Überlegungen scheinen manchen Interessenten fremd zu sein. Wenn wir versuchen, die Wünsche der Interessenten und die Realität in Einklang zu bringen, werden wir oftmals beschimpft und bekommen gesagt, dass wir die angebotene Hilfe nicht zu schätzen wüssten und man sich nicht wundern würde, dass wir zu wenige Pflegeplätze hätten. Man könne doch nicht erwarten, dass man Hunde aufnähme, die vielleicht nicht stubenrein wären und nicht mindestens 6-8 Stunden alleine blieben - immerhin müsste man ja irgendwie sein Geld verdienen... Für uns sind solche Gespräche nichts neues. Tierschutz ist kein Ponyhof und man kann nicht erwarten, dass aus den Tötungen und Tierheimen Spaniens und Portugals geleckt saubere Hunde ohne Vorleben kommen. Natürlich hat man manchmal Glück und die Hundchen erinnern sich, dass sie früher im Haus gelebt haben. Diese Tiere sind nach kürzester Zeit stubenrein, bei anderen muss man hinterher sein und vielleicht auch mal den Putzlappen schwingen. Aber mal ehrlich, was sind das für winzige Problemchen, wenn man als Pflegestelle ein Leben retten kann. Leider habe ich der betreffenden Dame in diesem Tenor geantwortet. Außerdem suchen wir Menschen, die überwiegend daheim und nicht voll berufstätig sind.

Nun sprechen sich solche vermeintlich 'schlechte Erfahrungen' mit dem Tierschutz natürlich rum und gerade das macht mich dann wirklich traurig. Die Leute selbst oder auch ihre Lebensumstände sind ungeeignet, sie empfinden sich aber als Retter der Welt und verstehen nicht, dass unsere Ansprüche nicht mit deren Erwartungen in Einklang zu bringen sind. Im Zeitalter von Facebook wird der eigene Ärger dann schnell mal in den Äther gepostet und oft genug ist dieser Blödsinn für uns nicht einmal mehr kommentierbar. Wir erwarten von unseren Pflegestellen nicht, dass sie in Spanien in den Tierheimen mithelfen, wir schicken niemanden in verdreckte Löcher, um Hunde oder Katzen zu retten, keines unserer Mitglieder musste bisher ein verletztes, blutendes oder vor Schmerz schreiendes Tier in die Klinik fahren. Solche Dinge muten wir niemandem zu, das machen wir selbst. Aber dass eine Pflegestelle mal eine Pfütze wegputzen muss, davon sollte sie ausgehen. Damen, die Angst haben sich die Nägel abzubrechen oder den Pulli zu beschmutzen, die sind im aktiven Tierschutz an der falschen Stelle. Mir ist es wirklich lieber, mit handfesten Männern und Frauen zusammenzuarbeiten als mit Modepüppchen, die mir dann noch sagen, dass sie nur einen maximal 30 cm großen weißen, langhaarigen, stubenreinen, gut riechenden Rassehund aufnehmen wollen. O-Ton: "Wenn Sie so etwas mal im Angebot haben, dann dürfen Sie sich jetzt meine Nummer notieren."

Wir suchen dringend Pflegestellen, Menschen die das Herz am richtigen Fleck haben und im Umkreis von ca. 40 km um Alzey wohnen. Hundeerfahrung wird vorausgesetzt und natürlich auch das Wissen, dass man Hunde, die frisch aus der Tötung kommen, nicht den ganzen Tag alleine lassen kann.

Bitte meldet euch bei uns - eure Hilfe rettet Leben!

Infos zu den Modalitäten gibt es hier.

 

06.01.2018

Unsere Glückspilze sind heil angekommen. Ein ganz dickes Lob geht an unseren Transporteur Bernd Hasel und seine nette Frau Anke. Beide bemühen sich immer sehr, es den Hunden so angenehm wie möglich zu machen. Alle Boxen sind blitzblank und sauber, der Wagen müffelt nicht im Geringsten, alle Hunde bekommen regelmäßig Wasser und die Ankunftszeiten werden immer ganz genau mitgeteilt. Wir sind sehr glücklich darüber, dass unsere Hunde so komfortabel reisen können und die Betreuung unserer Tiere während der Fahrt in so fachkundigen Händen liegt. Bernd und Anke, ihr macht das wirklich toll - DANKE!!!

Wir haben unsere Schützlinge schon am Vormittag gebracht bekommen, was den Vorteil hatte, dass es bei uns noch nicht regnete und wir so mit allen Pflegestellen noch mindestens eine Stunde Zeit auf unserer Wiese verbringen und die Hunde toben konnten. Edgar ist ein wirklich lustiges Hundchen, er kam aus seiner Box und schon flitzte er über die Wiese, alles wurde genau erkundet und untersucht. Der Wicht ist wohl ein kleiner Ratonero Murciano und so haben wir jetzt einen ganz braven, lustigen Rattenfänger aus Spanien übernommen. Wieso Edgar so gut hört und sogar schon 'Sitz' für ein Leckerchen macht, wissen wir nicht, denn er war, so weit wir wissen, seit er ein Welpe ist, im Tierheim. Ganz offensichtlich will er alles richtig machen und es scheint ihm zu gelingen. Wir sind jedenfalls begeistert von dem kleinen Mann und die Pflegemütter Renate und Gabi werden bestimmt viel Freude mit dem Wicht haben!

Edgar_DSC01152_mN_mN

Tofu hat sehr viel Ähnlichkeit mit Buddy, Pancho und Mickey. Sein Fell ist etwas anders, aber sein Körperbau ist ähnlich und mit seiner ruhigen, gelassenen Art könnte er tatsächlich ein Bruder unserer Drillinge sein. Wir freuen uns, dass Tofu jetzt bei uns ist, er ist ein ruhender Pol und wirklich super lieb und verträglich - auch mit Katzen!

Tofu_DSC01168_mN

Tofu_IMG-20180106-WA0025  Tofu_IMG-20180106-WA0028

Lluvia war bei ihrer Ankunft erstmal etwas schüchtern, sie ist bildschön und ganz zart. Wir hatten direkt das Gefühl, sie verwöhnen zu müssen. Ihre Pflegestelle wird das für uns übernehmen. Lluvia hat sich sofort dem Pflegevater an den Hals geworfen und heute abend hatten wir schon ein Video, auf dem sie mit den beiden Hunden der Familie zu sehen war. Alles klappt problemlos. Sie ist bei Thomas und Patty super aufgehoben.

Lluvia_DSC00985_mN

Lluvia_IMG-20180106-WA0009

Choco ist der letzte unserer vier Glückspilze, er ist ein ganz außergewöhnlicher Hund, der uns sofort mit seinem Aussehen bezauberte. Wir finden ihn unglaublich goldig, er sieht immer etwas besorgt aus - was er aber absolut nicht ist. Er hat Spaß am Leben und ist heute ständig auf der Wiese unterwegs gewesen, er spielte mit allen Hunden und wir haben es genossen, wenn wir ihn mal betütteln konnten. Sein Blick ist einfach unvergleichlich und ich denke, dass er ganz bestimmt nicht lange bei Britta auf der Pflegestelle bleiben wird.

Tico_DSC01044_mN

Tico_DSC00976  Tico_DSC01127

Wir sind überglücklich, dass alle Hundchen gut angekommen sind. Alle machen einen glücklichen Eindruck und scheinen zu wissen, dass ihr trauriges Leben in Spanien endgültig vorbei ist!

 

05.01.2018

Buddy ist nun der erste Glückspilz, der in diesem Jahr ein neues Zuhause gefunden hat. Wir freuen uns sehr darüber und hoffen, dass seine lieben Brüder genauso viel Glück haben werden und ebenfalls ganz schnell eine liebevolle Familie finden.

Nachdem beim Tierschutz-Shop nun die ersten beiden Futter-Paletten auf die Reise gegangen sind, habe ich heute nochmal das Tierschutz- und unser PayPal-Konto durchgesehen und alle Beträge, die noch eingegangen sind und für Futter gedacht waren, in Futter umgesetzt. Die zweiten 50 € von Simone Bähr waren genauso dabei, wie die Spenden von Fam. Lewandowski-Fischer, Frau La Londe, Fam. Thiel, Melissa Wagner, Fam. Menzel, Fam. Kern, Andrea Woerbach, Fam. Kastenholz, Frau Borris und Kati Feuerstein. Ich möchte mich bei allen Spendern ganz herzlich bedanken! In den letzten zwei Tagen konnte ich für 651,71€ Futter bestellen! Ich hoffe, dass wir die nächsten beiden Paletten schnell voll kriegen und die Hunde und Katzen in der Protectora Villena nie wieder hungern müssen. Die anderen Spenden sind entweder für die Hundehütten oder die ersten beiden Paletten Futter verwendet worden. Ich bin immer noch ganz gerührt von der diesjährigen Spendenbereitschaft. So viel Unterstützung für die Hunde und Katzen in Spanien hatten wir noch nie! Ihr seid einfach großartig! DANKESCHÖN!!!

Morgen erwarten wir wieder neue Glückspilze, die Pflegestellen und wir sind schon ganz aufgeregt. Wir haben noch Hunde in Spanien, die auf den nächsten Transport im Februar warten und haben diesesmal Hunde dabei, die in der letzten Minute einen Platz auf dem Transport ergattert haben. Ich hoffe, dass die, die warten müssen, die nächsten vier Wochen gut überstehen und die, die jetzt schon auf der Reise sind, morgen früh gut bei uns ankommen. Wir freuen uns sehr auf sie!

 

04.01.2018

Für den lieben Buddy gibt es Interessenten aus Mainz-Ebersheim. Morgen haben wir das Vorgespräch und vielleicht kann der Wicht dann schon umziehen. Buddy ist der erste der drei hübschen Brüder, der jetzt wohl ein endgültiges Zuhause gefunden hat. Die Bübchen sind außergewöhnlich lieb, natürlich stubenrein und Buddy ist sogar katzenverträglich. Alle gehen brav an der Leine und mögen andere Hunde, es gibt wirklich nicht Negatives über die Drillinge zu berichten. Wer einen der Brüder bekommt, hat das große Los gezogen.

Bei der Suche nach einem Nachfolger für unseren leider verstorbenen Edy bin ich in Spanien auf so viele arme und eigentlich unvermittelbare Hunde gestoßen, dass ich wirklich erschrocken bin. Die alten Omis und Opis werden nicht beachtet und auch nicht extra vorgestellt. Sie sind abgeschrieben und haben eigentlich keine Chance mehr vermittelt zu werden. Diese Kerlchen sind einfach nur alt und oft über ganz viele Jahre vernachlässigt worden. Ihnen tun, genau wie alten Menschen, auch die Knochen weh, sie haben altersbedingte Gebrechen und sind natürlich nicht mehr so flott auf den Beinen. Das feuchtkalte Wetter in einem spanischen Zwinger tut ihnen nicht gut. Sie leiden still und sterben unbeachtet. Wie wir bei Edy gesehen haben, ist es durchaus möglich, solchen Hunden viel Leid zu nehmen. Wir haben die Möglichkeit, sie mit Medikamenten so gut einzustellen, dass sie wieder Spaß am Leben haben und ihre letzten Monate oder Jahre in Würde, gut versorgt und geliebt in warmen, weichen Körbchen verbringen können. Wir möchten in diesem Jahr mehreren Hunden, die in Spanien chancenlos sind, mit einer Dauerpflegestelle helfen. Bisher haben wir nur die Möglichkeit, einen Dauerpflegi aufzunehmen und suchen deshalb jetzt zuerst einmal Menschen, die bereit sind, ein Alterchen gegen volle Kostenübernahme liebevoll und kompetent zu pflegen. Wir hoffen darauf, dass sich gerne auch ältere Menschen bei uns melden, die vielleicht mit einem jungen Hund überfordert wären oder Tierfreunde, die sich in der Verantwortung sehen, nicht nur den Jungen und Schönen zu helfen, sondern gerne auch ein Alterchen verwöhnen würden. Diese Hunde haben oft ein schreckliches Leben hinter sich und können das Glück, gepflegt und umsorgt zu werden, kaum fassen. Wir würden gerne mit den Interessenten zusammen einen passenden Hund aussuchen und diesen dann mit Patenschaften finanziell absichern. Wer sich für unsere Idee begeistern kann, kann sich jederzeit bei uns melden. Wir werden in den nächsten Wochen eine Liste mit Hunden zusammenstellen, die dringend eine Dauerpflegestelle suchen und hoffen, dass wir bis dahin schon Interessenten für unser neues Projekt finden können.

Wer sich unsere Wunschliste beim Tierschutz-Shop noch einmal angesehen hat, hat festgestellt, dass alles wieder auf Anfang gestellt wurde. Das heißt, unsere Futterspende ist mittlerweile fertig zusammengestellt worden und wartet auf die Versendung. Wir fangen jetzt wieder neu an, die nächsten beiden Paletten zu füllen. Ich möchte euch alle bitten mitzuhelfen, denn Futter ist das, was in spanischen Tierheimen immer am dringensten benötigt wird. Spätestens im Frühjahr/Sommer wird wieder dringend Futter gebraucht werden. In einem großen Tierheim werden täglich zwischen 100 und 150 kg Trockenfutter verfüttert, das heißt, dass unsere Futterspende nicht mehr als maximal einen Monat reichen wird. Natürlich sind wir nicht die einzigen, die Futter spenden, aber ganz sicher ist die Futterknappheit mit das größte Problem in einem südländischen Tierheim. Solange wir in der Lage waren, mehrere Male im Jahr komplette LKW-Ladungen mit Futter nach Spanien zu schicken, hatten wir dieses Problem ganz gut im Griff, mittlerweile sind diese Großspenden von den Futterherstellern nicht mehr zu kriegen und so sind der Tierschutz-Shop und ZooPlus eine tolle Alternative. Da beim Tierschutz-Shop auch Kleinspenden von ca. 2-3 € möglich sind, hoffe ich, dass sich in den nächsten Wochen auch Tierfreunde, die lieber kleinere Spenden machen wollen, an unserer Aktion beteiligen und wir alle zusammen wieder genug Futter zusammenbekommen, dass wir spätestens zum Sommer hin nochmal 2 Paletten zu den Tieren nach Spanien schicken können. Jedes Kilo Futter zählt und rettet Leben!

Wunschliste-Banner3-gif

Ganz herzlichen Dank an unseren Transporteur Bernd Hasel und seine Frau Anke von Bernd4Dogz. Sie haben heute eine große Menge Futter für die Hunde aus der Tötung von Murcia bei Mariangeles abgegeben. Das Futter wird dort wirklich dringend gebraucht. Vielen, vielen Dank!

Futter_Bernd4Dogz

 

03.01.2018

Nachdem wir heute beim Tierschutz-Shop nachgefragt haben, kam die schriftliche Bestätigung, dass "die Spenden jetzt gepackt und in Kürze zur Adresse aus der Wunschliste gebracht werden". Das heißt, die Protectora in Villena wird in den nächsten 2-3 Wochen fast 2 Tonnen (!) von euch gespendetes Futter erhalten. Die beiden Paletten kamen in nur ca. 6 Wochen zusammen. Ich finde das mehr als erstaunlich und kann mich nur immer wieder für euer großes Tierschutz-Herz bedanken!

Mit unseren für das Wochenende geplanten Hunden lief es nicht so, wie wir uns das gewünscht hätten. Eine Nase wurde nicht rechtzeitig fertig und so hatten wir einen freien Transportplatz. Diesen wollten wir dann für einen Dauerpflegehund nutzen. Nachdem ich ihn zugesagt hatte, kam die Information, dass Dimas schon zu einer anderen Organisation reist. Uns freut es natürlich sehr, dass der alte Opi jetzt ein schönes Zuhause gefunden hat, allerdings konnten wir so schnell keinen weiteren Hund für unseren Transport auswählen. Dann kam aus Villena die Nachricht, dass der kleine Edgar reisefertig ist. Nun wird er am Wochenende zu uns kommen, damit hatte zwar keiner gerechnet, aber für Edgar ist es ein Glücksfall.

Edgar_IMG_9270_mN  Edgar_IMG_9235_mN

Gleichzeitig bekamen wir die Mitteilung, dass ein süßer weißer Wuschel, etwa 3-4 Jahre alt, in der Protectora abgegeben wurde. Wir würden ihn gerne übernehmen, allerdings besteht noch 21 Tage lang die Möglichkeit, dass sich sein Besitzer meldet. So etwas ist zwar sehr selten, aber möglich. Wir drücken dem Kleinen jetzt mal die Daumen, dass ihn jemand vermisst. Wenn dem nicht so ist, dann kommt er zu uns.

Marco_IMG-20180102-WA0002_mN

Ganz herzlich bedanken möchten wir uns noch für eine Spende der Familie Bähr aus Gau-Odernheim. Sie hatten ein Weihnachtsfenster gestaltet und den Erlös der Tierhilfe Phönix gespendet. Wir haben das Geld nun in Tierfutter umgesetzt und gestern im Tierschutz-Shop für über 50 € Futter und ein Hundekörbchen bestellt. Danke für die Spende und die wirklich nette Idee!

 

02.01.2018

Maria von der Protectora Villena hat sich ganz herzlich für das Futter bedankt, das schon vor einigen Tagen über ZooPlus von Familie Rohden gespendet wurde. Ganz herzlichen Dank auch von uns für diese großzügige Spende. Gleichzeitig bekamen wir nochmals Bilder von den neuen Hundehütten. Der Tierschutzverein Carlos & Co hat zu unseren großen, jetzt noch kleine Hütten gespendet und so können wir wohl davon ausgehen, dass die schlimmste Not erstmal gebannt ist. Hier ein Video vom Aufbau der Hütten (es wurde noch vor Weihnachten aufgenommen).

Hundehuette_IMG-20171230-WA0008  Hundehuette_IMG-20171230-WA0004

Das Futter, das in den letzten Wochen über den Tierschutz-Shop gespendet wurde, soll in den nächsten Tagen abgeschickt werden. Wir werden morgen versuchen, genaueres darüber zu erfahren. Dass natürlich auch weiterhin Futter über diese Plattform gespendet werden kann, ist selbstverständlich. Unserem Aufruf 'Futter statt Böller' sind einige Tierfreunde gefolgt und so sind wir schon wieder dabei, die nächste Palette mit Futter für die Protectora zu befüllen.

Tierschutz-Shop-Spendenplattform-Banner-Hund

Unserem kleinen Gulliver geht es besser, die Medikamente wirken, er futtert wieder und ist auch sonst zum Glück ganz munter. Das Geknalle hat endlich aufgehört und so haben sich auch unsere Tiere wieder beruhigt. Uwe ist an Silvester immer bei unseren Pferden, sie haben sich zwar aufgeregt und rannten auf der Koppel rum, da aber der Boden zum Glück weich und nicht gefroren ist, war das recht ungefährlich. Wir hatten schon Jahre, in denen wir gefrorene Trittmarken auf dem Paddock hatten und wirklich während des Feuerwerks die Luft angehalten haben. In diesem Jahr ist es erstaunlich warm und statt Schnee haben wir Osterglocken, die jeden Tag mehr die Köpfe aus dem Boden recken.

Von Murcia haben wir heute erfahren, dass einer unserer Schützlinge nicht rechtzeitig reisefertig werden wird. Seine Blutuntersuchungen sollen erst morgen gemacht werden und so bekommen wir die Ergebnisse nicht mehr schnell genug. Das ist sehr schade und wir werden deshalb versuchen, einen eventuell schon reisefertigen Hund aus Villena mitzunehmen. Mal sehen, ob das noch klappt, immerhin ist es ein umfangreicher Papierkram, der im Vorfeld erledigt sein muss und unsere Helfer in Spanien sind zum Teil berufstätig und können nicht immer zu den Öffnungszeiten der Ämter parat stehen. Wir alle versuchen unser Bestes und hoffen, dass es noch klappt.

 

01.01.2018

Der erste Tag des neuen Jahres ist rum und ab morgen wird alles wieder in normalen Bahnen laufen. Silvester war für unsere Hunde eine anstrengende Sache. Sie kamen durch die vereinzelten Böller, die schon mittags gezündet wurden, nicht mehr zur Ruhe und hatten Stress, der sich erst am nächsten Tag richtig legte. Für unseren Chihuahua Gulliver war das wohl ganz besonders schlimm, wir mussten mit ihm zum Tierarzt, weil er eine ganz offensichtlich durch Stress ausgelöste Dickdarmentzündung hat. Wir hoffen, dass sich der kleine Kerl schnell wieder erholt und dass die Knallerei bald vorbei ist. Dass Gulliver noch zu den Glücklichen gehört, wissen die Menschen, die ihre Tiere immer noch suchen und nicht wissen, ob sie überhaupt noch am Leben sind. Das Internet ist voll mit Suchmeldungen von vermissten Tieren und leider gibt es mittlerweile auch Totfunde zu verzeichnen. Schrecklich, wenn das neue Jahr so beginnt!

Für uns steht jetzt unser erster Transport für 2018 an. Mit etwas Glück können 4 Hundchen aus Spanien ausreisen. Leider fehlt uns noch ein Bluttest, sollte der nicht rechtzeitig vorliegen, kann der betreffende Hund Spanien nicht verlassen und müsste weitere vier Wochen auf den nächsten Transport warten. Zwischen den Jahren und in den ersten Tagen des neuen Jahres haben einige spanische Tierarztpraxen geschlossen, daher ist es manchmal nicht möglich, rechtzeitig alle Tests und offiziellen Papiere zusammen zu bekommen. Ich weiß aber, dass sich die Tierschützer in Spanien alle Mühe geben, die anstehenden Probleme zu lösen. Hoffen wir mal, dass alles klappt.

 

 

Hier geht’s zum Tagebuch-Archiv!

 

 

 

 

 

 

     

Banner_2_1160x180_150dpi_02
DSC00379_180x180

aktualisiert am 20.02.2018

logo_Shop_farbig_jetzt_online_180x180

 

 

Tierhilfe Phönix e.V. auf Facebook!
Tierhilfe Phönix e.V. auf YouTube!

Beim Einkauf über den folgenden Link erhalten wir eine kleine Provision:

zooplus.de

Besucherzähler: Prepaidsurfstick

Praemie Tierschutz-Shop