Phönix-Tagebuch
- Oktober 2025 -
29.10.2025
Update zu Paul: Die Besitzer von Paul haben mich gebeten, euch allen einen herzlichen Dank für die lieben Worte und guten Wünsche auszurichten. Ganz offensichtlich haben sie Paul geholfen. Paul durfte mittlerweile die Klinik verlassen, seine Blutwerte haben sich verbessert und nun hoffen alle, dass der Kleine daheim wieder zu Fressen anfängt. Mittlerweile hat er sogar einen kleinen Spaziergang gemacht und die Besitzer haben das Gefühl, dass der kleine Kerl kämpft und gesund werden will.
Natürlich werden noch einige Termine in der Klinik folgen und bestimmt gibt es immer mal wieder ein kleines Problem, aber im Augenblick ist er mit Antibiotika und Schmerzmitteln gut abgedeckt und alle hoffen, dass der kleine Sonnenschein bald wieder so fröhlich sein wird wie früher. So ein Trauma steckt natürlich den Besitzern genauso wie Paul in den Knochen und ganz sicher wird es auch noch ein juristisches Nachspiel geben. Jetzt liegt der Fokus aber erstmal nur bei Paul und natürlich drücken wir ihm auch weiterhin ganz feste die Daumen.

Im Augenblick beginnen wir mit den Vorbereitungen für die beim Fressnapf laufenden Weihnachtsaktionen. Es werden Fotos von allen Tierheimhunden und -Katzen gemacht und diese werden dann später noch beschriftet. Wir möchten unsere Tiere vorstellen und hoffen, dass jedes ein Weihnachtsgeschenk bekommen wird. Dass in der kalten Jahreszeit grundsätzlich Spenden fehlen, wissen wir alle, deshalb sind wir unglaublich dankbar, dass der Fressnapf auch in diesem Jahr seine Weihnachtsaktion mit uns zusammen macht. Mit etwas Glück können wir dann schon Anfang 2026 wieder Futter in die Protectora schicken. Zur Zeit leert sich unser Lager nämlich extrem schnell. Ihr habt bestimmt die Überschwemmungen, die am 29. Oktober 2024 begannen und mit 236 toten Menschen und ungezählten ertrunkenen Tieren endete, noch gut in Erinnerung.
Tatsächlich gibt es auch in diesem Jahr wieder heftige Unwetter, die leider wieder sintflutartig ausfallen und nochmal Andalusien/die Provinz Huelva, Valencia, Aragon/Saragossa, und die Balearen getroffen haben. Wer dem elenden Herbstwetter in Deutschland entfliehen wollte, der erlebte in Spanien unter Umständen eine böse Überraschung. Der sogenannte "Kaltlufttropfen" - also ein abgeschnürtes Tiefdruckgebiet in höheren Luftschichten, das aus kalter Luft besteht - zieht wieder einmal übers Mittelmeer. Aufgrund des großen Temperaturunterschiedes zwischen dem Wasser (23 °C) und der kalten Höhenluft auf 5500 m (-14 °C) bildeten sich kräftige Gewitter. Zum Glück waren bisher noch keine Toten zu beklagen, trotzdem sieht es in manchen Gebieten schon wieder ähnlich aus wie 2024. In den Medien wird kaum noch darüber berichtet und so nimmt auch niemand Anteil am Leid der Tiere. Wir versuchen mit Futter zu unterstützen und so unseren spanischen Kollegen wieder Mut zu machen. Diese Katastrophen sind in diesem Ausmaß sicher menschengemacht und wohl eine Folge des Klimawandels. Für Spanien bedeutet das wahrscheinlich, sich in Zukunft jährlich mit diesen Katastrophen auseinandersetzen zu müssen. Für uns ist das unvorstellbar. Man kann doch nicht einfach alles stehen und liegen lassen und wegziehen...
Wir versuchen uns also darauf einzustellen, dass im Herbst noch mehr Futter gebraucht wird als üblich. Jetzt müssen tatsächlich auch weiter entfernte Tierheime unterstützt werden und wir merken, dass wir an unsere Grenzen stoßen. VETO ist in dieser Situation ein großartiger Partner und wir hoffen, dass die dringend benötigte Hilfe zukünftig auch über VETO geleistet werden kann. Alleine kann man mit solchen Katastrophen nicht fertig werden, hier werden alle Tierschützer mit anpacken müssen. In der heutigen Welt geht es wohl nicht mehr nur darum, dass den Opfern des menschengemachten Klimawandels geholfen werden muss - das ist längst klar - es geht darum, die Hilfe optimal zu kanalisieren. VETO hat das sehr früh erkannt und die richtigen Türen geöffnet. Wir hoffen, dass wir auch in Zukunft auf die Hilfe dieser Organisation zählen dürfen.
27.10.2025

Wissenswertes über die Vogelgrippe: Die Vogelgrippe ist seit vielen Jahrzehnten weltweit bekannt. Die ersten größeren Ausbrüche wurden bereits im 20. Jahrhundert dokumentiert. Seit einigen Jahren ist sie in Europa und speziell in Deutschland ganzjährig bei Wildvögeln nachweisbar, während sie früher vorrangig in der kalten Jahreszeit auftrat. Aktuell sind soziale Wildvogelarten wie Kraniche, Schwäne und Gänse betroffen.
In Rheinland-Pfalz gibt es derzeit keinen Ausbruch in Haus- oder Nutzgeflügelbeständen, wohl aber vermehrt Nachweise bei Wildvögeln wie Kranichen und Schwänen. Die Behörden sind sehr wachsam, um einen Eintrag in Ställe und Tierheime zu verhindern. Sie suchen deshalb aktiv nach verdächtigen Vogelkadavern.
Ganz wichtig ist es im Augenblick, jeden Kontakt zu toten oder offensichtlich kranken Vögeln zu vermeiden. Im Zweifel gilt immer: Vögel nicht berühren, keine Haustiere in die Nähe lassen und die Funde umgehend dem Veterinäramt oder den Ordnungsbehörden melden. Das Einsammeln toter Vögel erfolgt ausschließlich durch geschultes Fachpersonal.
Für Tierheime gelten zur Zeit strengste Aufnahmeregelungen, das heißt, dass die Aufnahme von Kranken oder verdächtigen Wildvögeln ausgeschlossen ist, um eine Weiterverbreitung des Virus zu verhindern. Das Veterinäramt untersucht im Augenblick stichprobenartig Wildvögel. Bei einem Ausbruch der Vogelgrippe in Geflügelbeständen erfolgt die Keulung aller Tiere und die Sperrung der Betriebe. Die Vogelgrippe kann sich, je nach Witterung und Vogelzug, viele Monate halten. Früher trat sie nur saisonal auf, heute ist sie in Europa ganzjährig präsent - eine Entspannung der Situation tritt oft erst mit wärmeren Temperaturen und weniger Wildvogelansammlungen auf.
Die Gefahr der Übertragung auf den Menschen besteht prinzipiell nur bei hoher Viruslast und intensivem Kontakt. Trotzdem ist Vorsicht geboten, insbesondere für Geflügelhalter und beruflich exponierte Personen. Für Volierenvögel und Privatgeflügel besteht hingegen ein hohes Risiko bei Kontakt zu Wildvögeln. Hier gelten strenge Stallpflicht und Isolierung! Der Kontakt zu Wildvögeln muss unbedingt vermieden werden. Sobald ein Infektionsverdacht vorliegt, wird auch hier der ganze Bestand getötet!
Wir nehmen zur Zeit keine Vögel auf, denn auch für offenbar gesunde Vögel gilt eine besonders strikte Einzelfallprüfung durch die Fachbehörden. Tierheime tragen in dieser Situation eine besondere Verantwortung und deshalb entscheidet das Veterinäramt nach Prüfung des Gesundheitsstatus und Infektionsrisikos, ob eine Aufnahme überhaupt möglich ist.
Grundsätzlich bedeutet das, dass in der aktuellen Lage allergrößte Vorsicht geboten ist. Deshalb findet zur Zeit keine Aufnahme von Vögeln bei uns statt! Wir unterliegen der Meldepflicht und das bedeutet, dass die Meldung - auch von Verdachtsfällen - zwingend gesetzlich vorgeschrieben ist. Jeder Vogel, der vielleicht ein Verdachtsfall sein könnte, würde getötet werden!
24.10.2025
Hättet ihr es gewusst? Das Sammeln von Federn ist in Deutschland überraschendeweise verboten und das gilt ganz unabhängig davon, wie glitzernd, schillernd, kunterbunt oder unscheinbar die Feder ist. Die Rechtslage ist hier ganz klar und eindeutig. Federn von heimischen Vögeln sind gesetzlich geschützt und dürfen grundsätzlich nicht mitgenommen werden. Der Grund dafür steckt im Bundesnaturschutzgesetz, genauer in § 44. Da heißt es, dass man Tiere der besonders geschützten Arten und "ohne Weiteres erkennbare Teile von Tieren" nicht besitzen oder sammeln darf - dazu gehören eben auch Federn, ganz gleich, ob von Amseln oder Elstern. Wer sie sich trotzdem einsteckt, begeht theoretisch eine Ordnungswidrigkeit, die mit empfindlichen Strafen geahndet werden kann. Diese Regelung greift sogar bei Teilen, die scheinbar herrenlos sind - also gefundene Federn, Eier, Knochen oder Ähnliches.
Jetzt fragt man sich natürlich, woher ein solches Verbot kommt. Tatsächlich ist es keine moderne Laune, sondern hat seine Wurzeln im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Ausschlaggebend waren tatsächliich die Hüte vergangener Epochen. Dieser Kopfschmuck rief einen regelrechten Boom nach exotischen Federn hervor. Schon damals waren Federn ein Modeaccessoire, für das enorme Preise gezahlt wurden. Es gab eine regelrechte Hutfedern-Industrie, die dazu führte, dass viele Vogelarten gefährdet warten oder sogar ausstarben. Die Sammelleidenschaft und der Schwarzmarkt für Federn ist heute noch vorhanden und weit verbreitet. Einzelne Federn können wahre Kostbarkeiten sein, sie werden als Statussymbol gehandelt, mit dem sich schon einmal mehrere hundert Euro für eine einzelne Feder verdienen lassen.
Der Schutz per Gesetz entstand also, um das Überleben der Wildvögel und Exoten zu sichern. Wer Vögel für den Handel mit Federn jagt öder tötet, dem schiebt das Gesetz einen Riegel vor.
Tatsächlich steht bei diesem Gesetz der Tierschutz und der Artenschutz im Fokus. Federn sind überlebenswichtig für die Vögel, insbesondere in der Mauser, in der sie etappenweise ihr Federkleid verlieren und manchmal sogar flugunfähig sind. In dieser Zeit brauchen die Tiere sehr viel Ruhe. Der Schutz der Vögel geht also weit über das Gebot hinaus, einfach nichts mitzunehmen. Die Regelungen sind Teile größerer internationaler Artenschutzmaßnahmen, die das Überleben der heimischen Vogelpopulation sichern sollen, gerade weil viele Arten heute stark bedroht sind!
Kein Grund zur Traurigkeit für alle Feder-Fans! Haustierfedern, etwa aus dem Hühnerstall, von Hausenten oder Haustauben sind von dieser Regelung natürlich ausgenommen. Auch das digitale Sammeln ist erlaubt. Wer also eine schöne Feder findet, kann sie fotografieren und sie auch gerne im Internet bestimmen lassen. Kritisch wird es allerdings, wenn jemand gewerblich Federn sammelt, mit Federn handelt oder sogar Federn von geschützten Arten anbietet.
Das Gesetz hat mehr als nur den Schutzgedanken im Gepäck. Es ist natürlich schlichtweg unmöglich, bei einer gefundenen Feder nachzuweisen, ob sie wirklich legal "ins Gras gefallen ist". Würde man nun das Sammeln erlauben, könnten Schwarzmarkt-Sammler immer behaupten, dass sie die Trophäe nur gefunden hätten. Die Vögel wären dadurch massiv gefährdet!
Bestimmt finden einige von euch dieses Verbot übertrieben. Viele Menschen sind überrascht, wenn sie erfahren, wie streng das Gesetz ausgelegt wird. Eine Feder sieht harmlos aus, aber die Regelung ist darauf ausgelegt, wirklich jeden Missbrauch zu verhindern und dabei dürfen keine komplizierten Nachweisketten entstehen.
Wer sich also fragt, warum der Waldspaziergang keinen Schatz für daheim bereithält, der weiß jetzt, dass es die Rücksicht auf unsere gefiederten Nachbarn ist, die uns die Federn bewundern lässt, aber eben auch nur erlaubt, dass wir ein Foto davon machen.
So bleiben die Federn, wo sie hingehören und die Vögel fliegen entspannter in den nächsten Frühling!

22.10.2025
Vorgestern haben wir über den kleinen Paul berichtet, der in Hofheim in der Klinik um sein Leben kämpft. Seine Verletzungen sind so schwer, dass er gestern noch eine Bluttransfusion bekam und bis heute nichts fressen kann und künstlich ernährt werden muss. Wir alle hoffen und drücken ganz feste die Daumen, dass das 14 Jahre alte Bübchen das überlebt. Was dieser Vorfall für die Besitzer bedeutet, können wir uns nur allzugut vorstellen und dass niemand in so eine Situation kommen will, ist nachvollziehbar.
Als Reaktion auf unseren Bericht haben einige Tierbesitzer in den Kommentaren darüber geschrieben, dass ihnen Ähnliches widerfahren ist. Bei manchen ging es glimpflich aus, bei anderen ist der Hund oder Hund und Mensch verletzt worden. Ein Hund (er war auch noch durch uns vermittelt worden) ist tatsächlich totgebissen worden. So etwas ist kaum vorstellbar und man muss nicht dabeigewesen sein, um das Grauen nachvollziehen zu können.
Die Besitzer der verletzten/getöteten Hunde reagieren unterschiedlich. Manche haben sich anwaltliche Hilfe gesucht, andere haben auf das Ordnungsamt vertraut. Was bei allen Betroffenen - ob Beißvorfall oder Belästigung durch andere Hunde - gleich ist, alle gehen jetzt "bewaffnet" spazieren. Die Angst vor einer weiteren Attacke ist riesengroß und so haben die Leute nun Reitgerten, Sprays, Spazierstöcke usw. dabei. Sicher fühlt man sich trotzdem nicht.
Was ich gestern besonders interessant fand ist, dass sich telefonisch jemand meldete, der in Wahlheim (dort ereignete sich der Beißvorfall mit Paul) ebenfalls von einem großen dunklen Hund erzählte, der ihn angesprungen habe. Der Hund sei bekannt dafür, den Leuten beim Hochstehen regelrecht in die Augen zu starren, er zeige ein aggressives Verhalten und man gehe dort nur noch "mit Gerte bewaffnet" spazieren. Es handelt sich offenbar um einen Jagdhund, der entweder frei laufen darf oder immer wieder ausbüchst.
Uns würde jetzt interessieren, ob auch andere Passanten/Hundebesitzer ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Wir sind dankbar für jeden Hinweis. Tatsächlich hat sich der Halter des für den schlimmen Beißvorfall verantwortlichen Hundes bis heute nicht beim Herrchen/Frauchen von Paul gemeldet!
Hinweise können auch telefonisch entgegen genommen werden unter
0160-95576278 Tierhilfe Phönix e.V.
21.10.2025
Hallo ihr Lieben - WICHTIGE INFO!!!!
VETO wird die Vereinswunschlisten deaktivieren. Ab dem 01. Januar 2026 wird die Spendenvergabe auf "Gemeinschafts- und Kampagnenwunschlisten" umgestellt. Das heißt, dass die bisher bestehenden individuellen Vereinswunschlisten deaktiviert werden. Wir haben also alle Verlinkungen auf diese Wunschlisten entfernt. Natürlich könnt ihr der Tierhilfe Phönix e.V. auch weiterhin Gutes tun. Entweder ihr spendet über VETO für spezielle Kampagnen oder ihr nutzt einfach unser PayPal-Konto:
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oder unser Vereinskonto:
Tierhilfe Phönix e.V.
IBAN: DE82550912000022275100
oder überweist direkt auf das Konto der Protectora Villena (für Spanien dürfen wir natürlich keine Spendenquittung ausstellen)
Kontoinhaber: Sociedad Protectora de Animales y Plantas de Villena
IBAN: ES 42 3082 2525 4227 2000 5491
BIC: CCRIES2A
Danke an alle Unterstützer, die seit vielen Jahren dafür Sorge tragen, dass kein Tier verhungern muss!
20.10.2025
Heute morgen rief mich ein netter Herr an, der mir eine ganz furchtbare Geschichte erzählte. Ich bin immer noch geschockt und habe ihn gefragt, ob ich das, was er mir erzählt hat, veröffentlichen darf. Er war einverstanden und sendete mir sogar die Anzeige, die er bei der Polizei erstattet hatte, in Kopie zu. Es geht um einen Vorfall am 17.10.2025 um ca. 12:30 Uhr in Wahlheim.
Der Mann war mit seinem kleinen alten Terrier spazieren, als er auf der Höhe der Weinstube 'Zur Sandmühle' ein wütendes Bellen vernahm. Sein Hund wollte keinen Meter weitergehen und hatte sichtlich Angst. Der Mann sah einen an einen Pfahl angebundenen großen Hund, der bellte, hochsprang und sich offenbar zu befreien versuchte. Ca. 40 Meter entfernt waren 2 Personen, ob sie zu dem Hund gehörten, war nicht klar. Der kleine Hund wollte erstmal nicht weitergehen und so blieb der Mann kurz stehen, eine Frau rief daraufhin, dass er weitergehen sollte. Sie kannte den Namen des Herrn und sprach ihn auch damit an. Der Mann ging langsam mit seinem Hundchen weiter und und war schon außer Sichtweite, hörte aber immer noch das wütende Gebell des großen Hundes. Die Dame, die ihn vorher schon angesprochen hatte, kümmerte sich nicht um den Hund, der sich nicht beruhigen wollte, sondern kam zu ihm und verlangte im Befehlston "Gehen Sie weiter!".
Plötzlich tauchte der wütende Hund aus dem Nichts auf und stürzte sich auf den kleinen Terrier, der sich sofort winselnd auf den Rücken drehte. Die Frau schien das nicht zu interessieren, sie versuchte nicht einmal, das Tier verbal von seinem Tun abzuhalten, vielmehr sprach sie den Herrn, der mit allen Kräften seinen Hund aus den Fängen des Jagdhundes zu retten versuchte, an, er solle IHREN Hund nicht verletzen. Als der Mann seinen kleinen alten Terrier endlich aus dem Fängen des großen Jagdhundes retten konnte, verweigerte die Frau die Herausgabe ihrer Personalien. Mittlerweile dürfte feststehen, um wen es sich handelt. Es wurde eine Anzeige bei der Polizei erstattet und natürlich wird das Ordnungsamt über den Vorfall informiert.
Der arme kleine Hund wurde so schwer verletzt, dass es nicht klar ist, ob er überleben wird. Er wurde in Alzey erstversorgt, um ihn überhaupt transportfähig machen zu können, jetzt ist er stationär in der Tierklinik in Hofheim. Dort wurde er notoperiert. Seine Bauchspeicheldrüse wurde verletzt und seine Chancen stehen schlecht, nicht zuletzt, weil er schon 14 Jahre alt ist.
Nur damit niemand auf die Idee kommt, diesen Vorfall herunterzuspielen: Es handelte sich nicht um ein kleines Geplänkel zwischen den Hunden! Der kleine Kerl wurde so schwer verletzt, dass es völlig unverständlich ist, dass die Dame nicht eingegriffen und ihren Hund nicht umgehend zurückgerissen hat. Dem Wicht wurde die komplette Lendenmuskulatur von der Niere bis zur Blase aufgerissen. Er hat einen Bauchdeckenabriss mit vorgefallenem Omentum (Teil des Bauchfells), teilweise Risse im Mesenterium (doppelte Lage des Bauchfells, die den Darm an der hinteren Bauchwand befestigt und dort hält), ein Teil der Bauchspeicheldrüse wurde abgerissen, multiple Wunden an der rechten und linken Bauchseite, Hämatome...
So etwas darf einfach nicht passieren. Hunde, die eine Gefahr für andere darstellen, müssen mit einem Maulkorb gesichert werden! Was wäre wohl passiert, wenn ein Kind das Hundchen an der Leine gehabt hätte oder jemand den Angriff abzuwehren versucht hätte, indem der das Kerlchen hochgenommen hätte...? Dass ein solcher Vorfall passiert ist, ist schlimm genug, sich dann aber seiner Verantwortung nicht zu stellen, sondern sich einfach zu verdrücken und ein schwer verletztes Tier mit einem traumatisierten Besitzer zurückzulassen, ist unfassbar.
Ich hoffe nicht, dass euch jemals so etwas passiert oder ihr auch nur annähernd in eine solche Situation kommt. Im Falle eines Falles: Versucht Ruhe zu bewahren. Das Austauschen der Personalien ist selbstverständlich, wer sich einfach so aus dem Staub macht, macht sich strafbar! Es gibt zum Glück Handys, mit denen man zur Not Autos, Autonummern, Verursacher usw. fotografieren kann. Hier braucht man keine Angst vor dem Datenschutz zu haben! Bitte Zeugen anhalten und nach Namen und Adressen fragen, um Hilfe bitten, ggf. Polizei informieren. Wenn Menschen verletzt wurden, bitte sofort einen Transport zum Arzt organisieren oder einen Rettungswagen anfordern. Bei verletzten Tieren gilt es, das verletzte Tier umgehend zu sichern und einen weiteren Angriff zu vermeiden. Erste Hilfe: Blutungen stillen, Verbände anlegen (wer nichts dabei hat, kann auch mal ein Shirt zweckentfremden), beruhigend auf des Tier einwirken, transportfähige Tiere umgehend zum Tierarzt/zur Klinik bringen. Immer jemanden fragen, ob er vielleicht fahren kann. Oft ist man selbst nach einem solchen Vorfall dazu gar nicht mehr in der Lage. Außerdem kann man sich so während des Transports besser um das Tier kümmern.
Wir empfehlen grundsätzlich eine psychische Nachsorge. Man muss sich wieder sicher fühlen und auch seinen Hund professionell unterstützen lassen. Ein schwer verletztes Tier muss einen Angriff genauso verarbeiten wie der Besitzer. Nur so kann man verantwortungsvoll und effektiv gesundheitliche, rechtliche und emotionale Folgen gut bewältigen.
Wir drücken dem kleinen Paul ganz feste die Daumen und hoffen, dass er diesen Angriff gut übersteht!


19.10.2025
Unser Markt in Siefersheim liegt hinter uns und wir sind müde, geschafft und absolut zufrieden.
Wir hatten sehr viele Besucher, die auch zum Teil schon seit Jahren bei uns einkaufen. Die Leckerchen waren schnell verkauft und auch die anderen selbstgemachten Sachen fanden ihre Abnehmer. Liegeflächen für Katzen und Hunde, Leinen + Halsbänder, Jäckchen + Pullis, Körbchen, Outdoor-Decken, Täschchen, Leckerli-Beutel, selbstgestrickte Socken, Spielzeuge usw. gefielen vielen Besuchern und so konnten wir uns über nette Gespräche genauso freuen wie über einige Verkäufe. Die Erlöse kommen natürlich zu 100 % den armen Tieren, die die Tierhilfe Phönix e.V. in Deutschland und Spanien betreut, zugute.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Organisatoren des wunderschönen Markts in Siefersheim, er ist in jedem Jahr unser Highlight! Ein ganz herzliches Dankeschön geht natürlich auch an unsere fleißigen Helfer, die ihr Wochenende mit Packen, Ein- und Ausräumen der Waren, Transport vom Lager ins Auto und zurück, Auf- und Abbauen des Standes und natürlich auch Verkauf, Beratung und Infos über den Tierschutz usw. verbracht haben. Und natürlich bedanken wir uns ganz herzlich bei allen, die unseren Stand schön fanden, etwas bei uns gekauft haben oder eine Spende für den Tierschutz dagelassen haben.
Ihr alle habt unseren Markttag rund gemacht, wir hatten viel Spaß und kommen im nächsten Jahr gerne wieder!
Danke an alle fleißigen Helfer, Organisatoren, Verkäufer/Käufer und Besucher des Siefersheimer Herbstmarktes!




17.10.2025
Wieder einmal haben wir vom Fressnapf in Rüsselsheim eine große Ladung Futterspenden bekommen. Vielen Dank, liebes Fressnapf-Team und vielen Dank, liebe Fressnapf-Kunden, dass ihr immer an unsere Schützlinge in Spanien denkt! Ihr seid klasse!

14.10.2025
Der Fressnapf in Alzey ruft immer wieder zu tollen Aktionen auf. Heute hat die Tierhilfe Phönix aus einer bis zum Ende des Jahres laufenden Spendenaktion supertolle Snacks/Leckerchen bekommen. Diese Leckerchen haben die Kunden des Fressnapf in Alzey gespendet!
Damit ihr mal sehen könnt, wieviel da für unsere armen Nasen zusammengekommen ist, haben wir das mal fotografiert. Es ist ein ganzer Berg voller Leckerchen und dafür bedanken wir uns, auch im Namen der Protectora Villena in Spanien, ganz herzlich bei allen tierlieben Spendern und dem Fressnapf mit dem gesamten supernetten Team.

Unter dem Motto "Damit unsere Lieblinge in Not nicht immer nur das Nötigste bekommen" wurde zu einer großen Spendenaktion für Snacks aufgerufen. Die Aktion geht noch bis Ende des Jahres und wir freuen uns riesig, wenn ihr auch für unsere spanischen Schützlinge für "leckere Momente" spenden würdet. Wir sind total glücklich, wenn wir es schaffen, die Näpfe der armen Seelchen voll zu bekommen, doch an Leckerchen hat tatsächlich noch nie jemand gedacht...
Ganz lieben Dank an all die großartigen Spender und natürlich auch an das liebe Team vom Fressnapf in Alzey. Das ist eine ganz tolle Aktion!

13.10.2025
Mickey geht es leider noch immer nicht wirklich besser. Mit Schmerzmitteln futtert er ein wenig. Natürlich keine normalen Portionen, aber doch so viel, dass wir keine Infusionen brauchen. Das Blutbild, so haben wir gehofft, würde uns Aufschluss über seine Erkrankung geben. Weit gefehlt. Nachdem wir am Freitag schon das Blut genommen hatten, war am Montag immer noch kein Blutbild da. Nachfragen ergaben, dass man das Blutbild an die Tierarztpraxis geschickt habe. Die Praxis hatte aber nichts bekommen. Am Mittwoch ergab eine weitere Nachfrage, dass man der Tierarztpraxis doch kein Blutergebnis von Mickey zugesendet hatte. Das ginge nicht so einfach, man müsse den Datenschutz beachten (die Tierhilfe ist selbst direkter Kunde des Labors). An uns hatte man es aber auch nicht geschickt, wir hatten auch nichts im Spam-Ordner. Also baten wir darum, das Ergebnis auf meine private Email zu senden. Irgendwie fragte nun keiner mehr nach Datenschutz... Wir hatten endlich das Ergebnis in der Hand und stellten fest, dass Mickeys Blutbild nicht besonders aussagekräftig ist. Es müssen schnellstens weitere Untersuchungen gemacht werden. Wir hoffen, dass kein Tumor dahinter steckt.
Mir schlägt das alles aufs Gemüt und tatsächlich habe ich jetzt auch Bauchweh und fühle mich echt schlecht. Ganz offensichtlich ist doch was dran, wenn die Leute erzählen, dass man "spiegelt". Diesesmal ist es nicht der Hund, der Frauchens Gemütslage widerspiegelt, sondern Frauchen, das sich um den Hund sorgt... ![]()
11.10.2025
Nachdem unser letzter geplanter Markt in Schöneberg buchstäblich ins Wasser gefallen ist, haben wir die übriggebliebenen Leckerchen übers Internet verkauft. Jetzt bereiten wir den nächsten Markt in Siefersheim asm kommenden Sonntag vor und hoffen, dass ihr uns dort besuchen werdet. Bisher sind die Wetteraussichten mehr als gut und so stehen wir wieder in der Küche und backen jede Menge Hunde-Leckerchen.
In den letzten Tagen hatten wir leider große Probleme mit unserem tapferen Mickey. Der Bub hat Bauchweh, Durchfall und manchmal ist es ihm so schlecht, dass im regelrecht das Wasser aus dem Mund tropft. Ein Tierarztbesuch war notwendig, aber bisher recht unergiebig. Es wurde Blut abgenommen und jetzt warten wir auf das Blutbild. Es ist ausgesprochen beunruhigend, dass kein Medikament anschlägt und Mickey keinerlei Besserung zeigt. Er liegt in der Ecke und starrt die Wand an, nichts kann ihn aufmuntern und wir haben das Gefühl, dass es diesesmal etwas schlimmeres als nur "Magen verdorben" sein könnte. Hoffen wir mal, dass alles wieder ins Lot kommt und Mickey bald wieder fit ist.
Natürlich möchte ich euch mit dem Tagebuch immer etwas in die Protectora Villena oder auch in ein anderes von uns unterstütztes Tierheim mitnehmen. Wir hatten schon veröffentlicht, dass wir zur Zeit einige andere Tierheime mit Futter unterstützen. Die Not ist wirklich groß und manche Protectora weiß einfach nicht mehr weiter. Futter ist das, was die größten Löcher ins Budget reißt und natürlich lässt sich das Füttern nicht aufschieben. Wenn nichts mehr im Lager ist und die Hunde und Katzen leere Näpfe haben, dann ist die Katastrophe da. Um solche Situationen im Vorfeld schon abzufangen, haben wir (dank euch!) ein Lager, an dem sich auch andere Protectoras, kleinere Vereine und natürlich auch private Helfer (speziell für freilebende Katzen) bedienen dürfen.
In welchem Zustand Hunde sein können, die wir in der Protectora Villena aufnehmen, möchte ich euch gerne am Beispiel von Blanca zeigen (Video 1, Video 2). Dieses arme Mädchen ist so stark abgemagert gefunden worden, dass es nicht mehr in der Lage ist zu stehen. Sie ist jetzt unter Dauerbetreuung und hängt natürlich am Tropf. Wir hoffen sehr, dass sie es schafft und vielleicht sogar ein neues Zuhause findet. Wenn unser Lager jetzt leer wäre, hätten wir Blanca nicht aufnehmen können. Ihr seht also, wie wichtig eure Spenden sind. Ohne eure Hilfe hätten Hunde und Katzen wie Blanca keine Chance.
07.10.2025
Nachdem ich schon mehrfach über die schwierige Situation der Wind- und Jagdhunde in Spanien berichtet habe, ist es kaum vorstellbar, dass sich die aktuelle gesetzliche Lage noch verschlechtern kann. Tatsächlich ist es jetzt so, dass die Tiere nicht nur aus dem Tierschutzgesetz ausgeklammert sind, sondern auch noch als "Nutztiere" gekennzeichnet wurden.
Rechtlich gesehen sind Podencos und Galgos seit der Verabschiedung des neuen spanischen Tierschutzgesetzes 2023 Jagd- und Gebrauchshunde, ihr Schutzstatus wurde damit erheblich herabgesetzt. Jetzt unterstehen sie dem Landwirtschaftsministerium und sind rechtlich keine Haustiere mehr, sondern "Nutzgegenstände der Landwirtschaft" - vergleichbar mit Werkzeugen oder Produktionsmitteln der Jagd. Während für normale Haustiere Schutzgesetze gelten (z.B. Verbot von Misshandlung, Verpflichtung zur medizinischen Versorgung, Haftpflichtversicherung), erhalten Jagdhunde keinerlei gesetzlichen Schutz. Die Einstufung als "Nutztier" macht die Situation noch schlimmer als das bloße Ausklammern aus dem Tierschutzgesetz.
Es gibt keine Strafen für Misshandlung, Vernachlässigung oder Tötung von Windhunden, wenn diese im Kontext der Jagd oder als "Nutztiere" gehalten werden. Schlechte Haltung, Kettenhaltung, fehlende Pflege und brutalstes Trainung können nicht mehr angezeigt werden und bleiben damit straffrei! Nach dem Ende der Jagdsaison werden die Hunde massenhaft getötet, ausgesetzt oder in Tötungen gebracht, ohne dass sich Behörden um das Wohl der Tiere kümmern.
Tatsächlich waren in manchen Regionen die alten, regionalen Tierschutzgesetze noch fortschrittlicher. Sie wurden durch das neue Gesetz überholt, wodurch der sogar teilweise bestehende Schutz der Jagdhunde verloren ging.
Für das Landwirtschaftsministerium sind Jagdhunde Wirtschaftsfaktoren, für deren Einsatz und "Verbrauch" keine emotionalen und rechtlichen Schutzrechte gelten. Das stärkt die Jagdlobby und erschwert es, für Initiativen für den Schutz der Hunde zu kämpfen. Im Prinzip bedeutet das jetzt, dass die Tiere nur noch Mittel zum Zweck sind und keine fühlenden Wesen mit eigenen Rechten. Die Situation der Wind- und Jagdhunde war noch nie so schlecht wie jetzt. Man hat ihnen nicht nur den dringend notwendigen Schutz verwehrt, sondern sie noch zusätzlich abgestuft, damit sind sie rechtmäßig schutzlos. Das öffnet nur Tür und Tor für Misshandlung, Ausbeutung und Tötung, ohne Aussicht auf rechtliche Konsequenzen oder Verbesserungen für die geschundenen Tiere.
Für viele Tierschützer ist es ganz selbstverständlich, dass die Anerkennung von Grundrechten für Tiere, wie das Recht auf Leben, Freiheit und Unversehrtheit zu unserer Arbeit gehören sollten. Davon sind wir in Spanien allerdings meilenweit entfernt. Vielleicht können wir aber in absehbarer Zukunft wenigstens erreichen, dass die Wind- und Jagdhunde wieder vollwertig unter den Schutz des nationalen Tierschutzgesetzes gestellt werden. Sie müssen dieselben Schutzrechte genießen wie andere Haustiere auch und Misshandlungen müssen dann rechtlich wieder verfolgt werden. Erstrebenswert wären außerdem EU-weite einheitliche Mindeststandards für die Hundehaltung, verpflichtende Registrierung und Rückverfolgbarkeit aller Hunde. So kann der Schutz der Tiere verbessert werden. Die Strafen für Tierquälerei müssen erhöht werden, es muss systematische Kontrollen der Haltungsbedingungen geben, Verstöße müssen konsequent sanktioniert werden. Unsere Forderungen zielen auch darauf ab, Wind- und Jagdhunde als fühlende Lebewesen mit Rechten zu behandeln und die bestehende Schutzlücke umgehend zu schließen.
Wir fordern innerhalb der EU, also auch in Deutschland, konkrete Änderungen, um den Schutz aller Tiere umfassend zu verbessern:
- Grundsätzliches Verbot der Anbindehaltung von Tieren. Diese Praxis ist Tierquälerei!
- Reduzierung nicht-kurativer Eingriffe an Tieren, die Schmerzen verursachen, z.B. Hornabnahme oder das Kupieren des Schwanzes bei Rindern, Ziegen und Schafen. Diese sollen - wenn unbedingt notwendig - künftig dann nur noch unter Betäubung möglich sein1
- Einführung von Videoüberwachungen in Schlachthöfen zum Nachweis von Verstößen gegen den Tierschutz
- Verbot von sogenannten Qualzuchten, also Zuchten, die zu Leiden bei Tieren führen
- Verbot des Haltens und Zurschaustellens bestimmter Tiere an wechselnden Orten, wie in Zirkussen üblich.
- Erhöhung der Straf- und Bußgelder bei Verstößen gegen das Tierschutzgesetz, inklusive Freiheitsstrafen bis zu 5 Jahren für schwere Fälle (z.B. das Töten eines Tieres ohne vernünftigen Grund)
- Bundesweite Kastrationspflicht für freilebende Katzen
- Strengere Regeln für Tiertransporte
- Verbot von tierqälerischen Transporten in Drittstaaten
- Verpflichtung zur Identitätsmitteilung und Dokumentation im Online-Handel mit Heimtieren, um illegalen Handel und Missbrauch besser kontrollieren zu können
- Bessere Möglichkeiten für Verbandsklagen zur Durchsetzung des Tierschutzes
Diese Änderungen zielen darauf ab, bestehende Schutzlücken zu schließen, den Schutz von Tieren spürbar zu verbessern sowie Verstöße besser verfolgen zu können. Diese Regelungen sind EU-weit anzupassen, sie betreffen alle Tiere, also auch die Jagd- und Windhunde, sofern sie wieder unter das Tierschutzgesetz fallen...
Es ist für mich nicht nachvollziehbar wie Menschen auf den Mond fliegen können, aber nicht in der Lage sind, ihre Mitgeschöpfe mit Respekt zu behandeln. Wie kann eine hoch entwickelte Gesellschaft so wenig Achtung vor ihren Mitgeschöpfen haben und damit so unmenschlich sein?

06.10.2025
Heute durften wir wieder einmal Spenden vom Fressnapf in Rüsselsheim abholen. Wir werden seit Jahren regelmäßig von den netten Mitarbeitern und auch von den Kunden mit Spenden bedacht. Diesesmal haben wir dringend benötigtes Hundefutter bekommen. Wir können uns gar nicht genug bei den netten Menschen bedanken, die uns regelmäßig unterstützen und ein ganz großes Herz für den Tierschutz haben!

03.10.2025
Morgen ist Welttierschutztag! Warum unser Einsatz so wichtig ist.
Am 04. Oktober begehen Menschen weltweit den Welttierschutztag. Es ist nicht einfach nur ein Symboltag, sondern eine Erinnerung daran, dass Tiere Mitgeschöpfe sind und Schutz, Respekt und Fürsorge verdienen. Für die Tierhilfe Phönix bedeutet dieser Tag, innezuhalten und uns bewusst zu machen, warum wir tun, was wir tun: Wir wollen Tieren eine Stimme geben, die selbst keine haben. Wir arbeiten in Deutschland, aber auch in Spanien, dort unterstützen wir die Protectoras, die sich oft mit einfachsten Mitteln, aber mit viel Herzblut um herrenlose Tiere kümmern. Wir bringen regelmäßig Futter, Sachspenden und auch finanzielle Hilfe dorthin. Ohne diese Unterstützung könnten unzählige Hunde und Katzen nicht versorgt werden. Gleichzeitig ermöglichen wir die Vermittlung von Hunden, die in Spanien keine Chance haben, nach Deutschland. Hier wird diesen Tieren ein lebenswertes, ruhiges und sicheres Zuhause gesucht. Dieses Geschenk ermöglichen unsere Pflegestellen und natürlich die neuen Halter unserer Goldstücke.
Der Galgomarsch hat euch die Schattenseite der spanischen Jagdsaison vor Augen geführt. Besonders im Herbst wird die Not der spanischen Wind- und Jagdhunde spürbar größer. Diese armen Seelen werden wie Werkzeuge benutzt und, wenn sie nicht mehr "nützlich" sind, oft aussortiert und ihrem Schicksal überlassen. Viele landen verletzt, abgemagert und misshandelt in den Straßen oder werden in den Tierheimen abgegeben. Diese Realität ist für uns alle schwer zu ertragen - und sie ist mit ein Grund, warum wir nicht nachlassen dürfen.
Der Welttierschutztag ist ein Aufrauf an uns alle, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Tierschutz beginnt im Kleinen - bei der Entscheidung, ein Tier aus dem Tierschutz aufzunehmen, bei einer Futterspende, bei ehrenamtlichem Engagement oder auch der Weitergabe von Informationen. Jeder Beitrag, egal wie groß oder klein er zu sein scheint, zählt und hilft mit, Leid zu lindern und Hoffnung zu schenken.
Dank eurer Unterstützung konnten wir schon viele Leben retten, vielen Hunden eine zweite Chance geben und die Arbeit in der Protectora erleichtern. Wir wissen aber auch, dass es noch viel zu tun gibt. Deshalb bitten wir gerade am Welttierschutztag darum, mit uns zusammen ein Zeichen zu setzen - für Mitgefühl, für Verantwortung und für den unerschütterlichen Glauben daran, dass jedes Tier ein lebenswertes Leben verdient!