Phönix-Tagebuch
- November 2025 -

30.11.2025

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Mit dem ersten Advent beginnt für viele Menschen die wohl stillste und zugleich emotionalste Zeit des Jahres. Die erste Kerze des Adventskranzes steht für Hoffnung, Wärme und Zusammenhalt. Das sind Werte, die auch im Tierschutz eine ganz besondere Bedeutung haben.

Während draußen die Lichterketten leuchten und die Familien es sich zu Hause gemütlich machen, verbringen viele Tiere den Advent im Tierheim oder auf Pflegestellen. Für unsere Schützlinge wünschen wir uns nichts sehnlicher, als dass auch sie Geborgenheit, Sicherheit und ein liebevolles Zuhause erleben dürfen. An diesem ersten Advent möchten wir allen danken, die unseren Verein unterstützen - durch Adoptionen, Patenschaften, Spenden, ehrenamtliche Hilfe oder einfach dadurch, dass sie unsere Arbeit in ihrem Umfeld sichtbar machen. Ohne eure Unterstützung könnten wir vielen Tieren keine Chance auf ein neues Leben geben.

Wir haben aus der Wünsche-Aktion des Fressnapf in Rüsselsheim noch einmal wahnsinnig viele Futterspenden erhalten. Diese sind schon verpackt und auf Paletten gestapelt. Sie warten jetzt auf den Transport nach Spanien. Ganz sicher werden diese Spenden noch vor Weihnachten die Protectora Villena erreichen und den Tieren dort ihr Leben erleichtern. Wir haben uns sehr über weiche Liegekissen und Decken gefreut, es war jede Menge dringend benötigtes Futter dabei und natürlich Spielzeug und Sachen zum Knabbern. Wir bedanken uns ganz herzlich für die tollen Sachen, die den Hunden und Katzen der Protectora das Leben erleichtern werden.

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Eure Hilfe rettet Leben und das ist nicht nur ein Spruch, sondern die bittere Wahrheit. Wenn nicht genug Futter vorhanden ist, können keine neuen Tiere aufgenommen werden und das ist fast immer ein Todesurteil für die armen Nasen. Deshalb hoffen wir auch weiterhin auf neue Pflegestellen und auch auf die Adoption einer armen Seele. Wer im Augenblick kein Tier aufnehmen kann, kann trotzdem viel bewirken. Vielleicht teilt ihr dann einfach unsere Beiträge. Jede noch so kleine Hilfe zählt und entzündet ein weiteres Licht der Hoffnung für unsere Tiere.

Wir wünschen allen Tierfreunden einen friedlichen, besinnlichen ersten Advent. Das Licht der ersten Kerze soll nicht nur euer Wohnzimmer erhellen, sondern auch den Tieren die Wege, die in ihr Glück führen, beleuchten. Wir geben die Hoffnung nicht auf!

Am 15.12.25 kommt Sahara zu uns. Sie hat Glück gehabt und wird ein schönes Leben in Deutschland führen dürfen, sie hat schon eine liebevolle Pflegestelle gefunden. Für diesen tollen Hund suchen wir noch tolle Menschen, die ihr Leben, also mindestens die nächsten 15 Jahre mit ihr teilen wollen.

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Liebe Adventsgrüße von uns allen!

 

29.11.2025

Es gibt manchmal Tage, die sind wirklich nicht schön und irgendwie hat man die Hoffnung, dass es nicht noch schlimmer wird und dann geht es trotzdem schrecklich weiter. Wir haben in dieser Woche fünf unserer Ehemaligen verloren und sind mehr als traurig. Fast alle Hundchen waren alt und hatten ein tolles und erfülltes Leben, aber es ist auch ein Mädchen dabei, das nur 9 Jahre bei seiner Familie sein durfte und dann einem Knochenkrebs erlag. Der Verlust eines Tieres ist furchtbar traurig, das wissen alle, die schon einmal durch diesen Schmerz gegangen sind. Für uns sind alle Hunde, die wir je vermittelt haben, immer präsent, wir kennen jeden und haben uns grundsätzlich mit der Vermittlung viel Mühe gegeben. Nach allem, was die Hundchen schon erlebt hatten, sollten sie in Deutschland das bestmögliche Zuhause bekommen, sie sollten geliebt werden und als Familienmitglieder einen festen Platz im Herzen der neuen Herrchen/Frauchen finden. Die meisten Halter haben über Jahre den Kontakt zu uns gehalten, uns Bilder geschickt, uns besucht oder telefoniert und geschrieben. Jeder dieser Hunde ist uns ans Herz gewachsen und wenn einer geht, sind wir auch selbst so betroffen, dass wir kaum Worte finden.

Auch wir kennen den Schmerz, den so ein Verlust mit sich bringt, nur allzu gut und wissen, dass man manchmal nicht einmal mehr im Haus bleiben kann, weil man dort ständig an das geliebte Tier erinnert wird. Letzendlich kann man dem Schmerz aber nicht entgehen, denn man kann nichts hinter sich zurücklassen, was in einem wohnt. Die Hunde sind Teil von unserem Leben und sie sind in unseren Herzen. Wenn sie gehen, hinterlassen sie eine große Leere - eine Lücke, die sich nicht so schnell wieder schließt. So schrecklich der Verlust auch ist, es wird mit der Zeit leichter und irgendwann kann man sogar mit einem Lächeln wieder an den verlorenen Freund denken. Man kann sich wieder Bilder und Videos ansehen ohne "Rotz und Wasser" zu heulen und man kann vielleicht auch einem anderen armen Seelchen wieder einen Platz im Herzen anbieten.

Ich hoffe für alle unsere Hunde die in Spanien noch immer auf einen Menschen warten, der sie endlich rettet, dass sie an so tolle Besitzer kommen werden, wie wir sie für unsere Goldstücke gefunden haben. Jeder, der von uns einen Hund bekommen hat, ist ein ganz besonderer Mensch, den wir schätzen und mögen. Wir haben unsere Hunde immer nur in die Hände von empathischen, liebevollen und freundlichen Menschen gegeben, wir haben Familien ausgesucht, bei denen wir wussten, dass unsere Hunde geliebt würden. Jetzt sehen wir diese tollen Menschen am Boden zerstört und endlos traurig durch den Verlust ihrer Tiere. Es ist schrecklich zu wissen, dass wir eure Schätzchen nicht mehr zurückholen können, aber es ist unglaublich schön zu wissen, wie wertvoll sie euch waren.

Wir trauern mit euch um jedes Näschen, dass seine irdische Zeit hinter sich gelassen hat.

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27.11.2025

Wir sind ganz von den Socken, denn wir durften schon wieder Spenden vom Fressnapf in Alzey abholen. Die Weihnachtsaktion ist ein durchschlagender Erfolg und der Wünschebaum, der mit Bildern von Hunden und Katzen sowie deren Bitten um Hilfe geschmückt wurde, findet rege Beachtung. Wir durften jetzt wieder ein ganzes Auto voll mit Futterspenden, Spielzeug, Decken und Kauartikeln mitnehmen. Bei uns daheim wird alles in Kartons verpackt und anschließend auf eine Palette gestapelt. Sobald die Palette voll ist, lassen wir sie abholen und sie geht auf die Reise nach Spanien. Ich habe schon oft von der Abholung von Spendenpaletten bei uns berichtet, auch die Ankunft in der Protectora Villena wird natürlich immer dokumentiert.

Die diesjährige Weihnachtsaktion beschert den Tieren des Shelters nicht nur das dringend benötigte Futter, nein, diesesmal ist jede Menge Spielzeug dabei, wir haben Knabberzeug verpacken dürfen und es waren sogar richtige Leckereien dabei. Zusätzlich gab es Liegeflächen, weiche Körbchen und Decken. Wir und unsere Kollegen in Spanien sind absolut geflasht und können kaum glauben, wie toll die Kunden vom Fressnapf in Alzey gespendet haben.

Bis jetzt sind schon so viele tolle Sachen zusammengekommen, dass wir in der nächsten Woche eine Lieferung an die Protectora Villena veranlassen können. Natürlich halten wir euch auf dem Laufenden und berichten über die Abholung und auch über die Ankunft eurer Spenden in Spanien.

Wir sind unendlich dankbar für eure großartige Hilfe. Alle Spenden kommen zu 100 % in Spanien an und helfen dort Leben zu retten. Danke, danke, danke, ihr seid einfach toll!

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24.11.2025

Da wir in der letzten Zeit öfter mal gefragt wurden, was mit den Tieren passiert, wenn man selbst vor ihnen stirbt, möchte ich auch dieses Thema mal in unserem Tagebuch behandeln.

Wenn ein Tierhalter verstirbt, zählen Hund und Katze zum Nachlass und werden wie eine "Sache" nach § 90a BGB behandelt. Auch wenn sie rechtlich keine Sachen sind - das Erbrecht in Deutschland regelt das so. Tiere können nicht selbst erben oder als Erben eingesetzt werden, aber sie können im Rahmen des Erbes abgesichert werden, indem klare Verfügungen für ihre zukünftige Versorgung getroffen werden.

1. Nach § 90a BGB sind Tiere zwar keine Sachen, werden aber im Erbrecht wie solche behandelt und gehen an die Erben über.

2. Entscheidend ist §1922 ff. BGB, der bestimmt, dass nur juristische Personen erben dürfen - Tiere sind davon ausgeschlossen.

3. Ohne Testament entscheidet die gesetzliche Erbfolge, wem das Tier zusteht und wer sich darum kümmert. Gelingt in einer Erbengemeinschaft keine Einigung, kann notfalls ein Gericht über das weitere Schicksal von Tieren entscheiden.

Natürlich gibt es Vorsorgevollmachten, mit denen der Tierhalter schon zu Lebzeiten festlegen kann, wer sich bei Krankheit, Unfall oder Tod um das Tier kümmern soll. Gerade für den Fall einer plötzlich eintretenden Handlungsunfähigkeit ist eine solche Vollmacht empfehlenswert.
In einem Testament kann ausdrücklich geregelt werden, wer das Tier übernehmen soll und wie dessen Versorgung finanziell abgesichert wird. Zum Beispiel kann das Vermächtnis für die Pflegeperson auch an bestimmte Auflagen wie regelmäßige Tierarztbesuche gebunden werden.

Da Tiere in Deutschland nicht erben können, kann man einer vertrauten Person oder auch einer Institution (Tierschutzverein) etwas vererben. Natürlich unter der Auflage, das Tier zu versorgen oder es im Sinne des Tierschutzes zu vermitteln.

Finanzielle Mittel können durch Vermächtnisse oder Stiftungen zur Versorgung des Tieres bereitgestellt werden. Bei hohen Vermögen ist auch die Gründung einer Stiftung zugunsten des Tierschutzes eine Überlegung wert. Aus den Erträgen der Stifung wird dann das Tier versorgt.

1. Testamentarisch eine Person des Vertrauens als Erben und Tierpfleger bestimmen sowie die Verwendung von Finanzmitteln für das Tier klar regeln

2. Eine Vorsorgevollmacht aufsetzen, damit im Ernstfall (Krankheit, Unfall..) sofort ein für das Tier vertrauter Mensch handeln kann.

3. Mit Tierschutzvereinen bereits im Vorfeld Kontakt aufnehmen, um eventuelle Notfalllösungen oder Übergabeoptionen zu besprechen.

4. Weitere Möglichkeiten sind Auflagen an die Erben oder die Einrichtung eines Testamentsvollstreckers, der kontrolliert, ob das Tier wie gewünscht versorgt wird.

Für uns alle ist es wichtig, unsere Lieblinge gut absichern zu können. Wir wollen, dass Liebe, Fürsorge und die Lebensqualität für das Tier auch nach dem eigenen Tod garantiert sind. Unsere Tiere gehören zur Familie und verantwortungsvolle Vorsorge kann sicherstellen, dass sie nie im Stich gelassen werden.

Wer dazu konkrete Fragen hat, kann sich gerne vertrauensvoll an einen Anwalt wenden.

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22.11.2025

Unsere 4 Spendenpaletten, die wir in der letzten Woche auf die Reise in die Protectora Villena geschickt haben, sind angekommen. Die spanischen Kollegen haben Bilder geschickt und gebeten, dass wir uns in ihrem Namen ganz herzlich bei euch bedanken. Ihr könnt euch die Freude, die solche Lieferungen auslösen, kaum vorstellen. Es ist nicht nur das Wissen, dass nun genug Futter da ist, um alle hungrigen Mäulchen zu stopfen, es ist die Erleichterung, wenn die Sorgen um die tägliche Versorgung der Tiere abfallen und man sich mal nicht auf die tägliche Jagd nach Futter begeben muss. In deutschen Tierheimen kennt man normalerweise solche Probleme nicht, hier unterstützen nicht nur der Futterhandel und die Industrie, sondern auch viele Privatleute. In Spanien ist das eine Seltenheit.

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Gerade jetzt in den kalten Monaten sind alle für jede Hilfe dankbar. Die jetzt beim Fressnapf angelaufene Weinachts-Wünsche-Aktion kommt da genau rechtzeitig, um die ärgste Not zu lindern. Mittlerweile durften wir in Rüsselsheim schon zum zweitenmal Spenden von Tierfreunden abholen. Die Wünschetüten enthalten Futterdosen, Leckerchen, Kauknochen, Spielzeug usw. und dazu werden Futtersäcke, Körbchen, Decken und Liegeschalen gespendet. Wir sind begeistert von der Hilfsbereitschaft, die uns und unsere Arbeit trägt.

Wir können uns gar nicht genug bedanken und hoffen, dass wir bis Weihnachten noch einige dringend benötigte Dinge zusammenbekommen. Schon jetzt ist die Aktion vom Fressnapf ein voller Erfolg! Wir zeigen euch mal, was wir für unsere spanischen Schützlinge im Tierheim und auf den Pflegestellen gespendet bekommen haben. Die erste Palette dürfte bald voll sein. Ist das nicht toll?

Ihr seid die Besten! Die Allerbesten! herz2herz2herz2herz2

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21.11.2025

Wer uns kennt, der weiß, dass wir viele Pflanzen haben. Im Sommer stehen sie draußen und nun sind sie alle in den Gewächshäusern und bei uns im Haus verteilt. Im Augenblick blühen einige Orchideen und eine davon ist eine richtige Schönheit.

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Wir werden immer mal wieder gefragt, wieso bei uns Lampen in den Fenstern stehen - das sind die Pflanzenlampen, die wir für die Orchideen und Alocasien brauchen. Sie verlängern die jetzt zu kurzen Tageslichtphasen für unsere Pflanzen auf bis zu 18 Stunden. Uwe sagt immer, dass wir gar keinen Weihnachtsbaum brauchen... das stimmt wohl wirklich. Wir haben auch keinen.

Trotzdem sind wir natürlich schon jetzt mit den Weihnachtsgeschenken und auch unseren Monatskalendern beschäftigt. Die Bilder für die Kalender sind fertig und werden in der nächsten Woche eingeklebt. Jedes Exemplar wird ein Unikat sein. Leider haben wir sehr wenig Resonanz auf unsere Anfrage bekommen und so wurden keine Kalender gedruckt. 100 Stück waren eigentlich geplant und hätten unsere Vereinskasse etwas aufgebessert. Jetzt bleibt es so, wie es in den letzten Jahren war. Wir verschenken einige der schönen Kalender an diejenigen, die uns in den letzten Monaten geholfen haben, die Märkte mit uns gestaltet und fleißig genäht, gebacken und gebastelt haben. Die Pflegestellen werden "ihre" Glückspilze in den Kalendern wiederfinden und natürlich gehen auch einige Exemplare nach Spanien zu unseren Kollegen, die dann das ganze Jahr 2026 an die Hundchen erinnert werden, die es schon geschafft haben.

Vielleicht schaffen wir es im nächsten Jahr, einen Kalender drucken zu lassen. Hundert Exemplare könnten fast 1000 Euro in die Vereinskasse spülen. Wir fanden das eine tolle Idee, aber vielleicht braucht sie etwas Zeit, um sich zu etablieren.

 

20.11.2025

Die Weihnachtswünsche-Aktion vom Fressnapf ist angelaufen und tatsächlich duften wir schon eine große Menge an Wünsche-Tüten im Fressnapf Rüsselsheim abholen. Wir sind völlig platt über die schiere Menge der Spenden. Damit hätten wir niemals gerechnet. Uwe und ich haben die ganzen Tüten aufgemacht und nach Katzen- und Hundefutter sortiert. Alles ist mittlerweile in Kartons verpackt , beschriftet und schon auf eine Palette gesetzt worden. Wir hatten außer den Wünschetüten auch noch tolle Spielzeuge, Futtersäcke und weiche Deckchen dabei, außerdem ein ganz tolles Kuschelkörbchen. Für all diese großartigen Spenden bedanken wir uns auch im Namen unserer Kollegen ganz herzlich! Sobald eine Palette mit Spenden voll ist, werden wir den Versand nach Spanien veranlassen. Gerade jetzt, in der kalten Jahreszeit, ist jede Hilfe wichtig und wir wissen wie sehr sich die Tiere über die gespendeten Dinge freuen!

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Gestern hat mich Familie Bähr aus Gau-Odernheim angerufen und mitgeteilt, dass sie eine nagelneue Waschmaschine für die Protectora spenden werden. Wir sind wahnsinnig glücklich darüber und natürlich geht auch sie umgehend auf den Transport nach Villena.

Aus Villena wird es Mitte Dezember ebenfalls einen Transport - allerdings zu uns - geben. Sahara, eine süße Hündin aus der Protectora wird dann geimpft und kastriert sein und die Reise ins Glück antreten. Hier wird sie sehnsüchtig erwartet und wir hoffen, dass sie bald ein wunderschönes neues Zuhause finden wird.

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18.11.2025

Wir hatten schon Angst vor dem Tierarzttermin mit unseren drei "Augenpatienten". Frau Dr. Weber aus Alzey ist eine tolle Augenspezialistin und an ihr lag es ganz sicher nicht, aber Augenerkrankungen enden oft mit Blindheit und mit drei Hunden im Schlepptau fühlt man sich dann gar nicht gut. Zuerst war der kleine Gulliver dran, er war eigentlich zur Nachkontrolle in der Praxis, weil er im Sommer einen Ulcus im Auge hatte und fast sein Äugelchen verloren hätte. Man sieht die Stelle immer noch und der verbliebene "Kraterrand" machte uns Sorgen. Tatsächlich ist dort aber alles gut abgeheilt und das andere Auge ist das Problem. Dort hat Gulliver sich nämlich verletzt und nach Anfärben des Äugelchens sah man die Verletzung mehr als deutlich. Gulli ist ein tapferer kleiner Hund, aber seine Gehbehinderung und seine Nähe zum Boden, zu Geäst und herbstlichen Blättern machen Augenverletzungen einfach wahrscheinlicher als bei einem Hund, dessen Augen 50 cm über dem Boden sind. Frau Dr. Weber hat uns Medikamente für den Wicht gegeben und genau erklärt, was wir nun tun müssen.

Dann kam Pheusy dran, er hatte fast zeitgleich mit Gulliver eine Linsenluxation und ist seit dieser Zeit auf einem Auge blind. Dass das zweite Auge auch Probleme machen könnte, wissen wir aus Erfahrung. Allzuoft haben die Hunde mit Linsenluxationen nach einigen Monaten das gleiche Problem auf der anderen Seite. Leider scheint Pheusy zu den Pechvögeln zu gehören. Seine Linse "flattert" schon und wird in den nächsten Monaten wohl auch ganz abreißen. Damit wäre Pheusy dann völlig blind.

Sira war die letzte, die untersucht werden sollte. Bei ihr hatten wir in den letzten Monaten ein Vestibularsyndrom und kurz darauf einen Schlaganfall. Seit dieser Zeit ist Sira sehr unsicher und musste auch viele Dinge ganz neu erlernen. Mittlerweile geht es schon wieder ganz gut, aber Treppen und auch das Sofa, auf dem sie früher immer gerne gelegen hat, sind jetzt irgendwie nicht mehr ihre Freunde. Wir helfen ihr natürlich, wo sie Hilfe braucht, aber wir lassen sie auch durchaus ausprobieren. Sira kann seit einiger Zeit die Treppen in den Hof wieder gehen. Sie ist sehr vorsichtig und versucht nicht mehr, alle Stufen mit einem großen Luftsprung zu überwinden. Dass sie die Treppen runterläuft, aber nicht hoch, hat uns sehr verwundert. Jetzt wissen wir, warum sie das macht. Sira ist komplett erblindet, sie sieht nichts mehr. Wenn sie im Haus ist, merkt sie, wenn die Terrassentür auf ist und geht einfach runter. Steht sie aber unten, kann sie nicht feststellen, ob die Tür oben auf oder zu ist. Würde sie jetzt, bei geschlossener Tür nach oben laufen, würde sie sich den Kopf an der Scheibe verletzen und sehr wahrscheinlich die ganze Treppe herunterpurzeln. Also bellt sie unten vor der Treppe, wir gehen zu ihr und stellen uns hinter sie, dann geht sie hoch. Da wir ja rausgegangen sind, ist die Tür logischerweise offen. Ohne unsere Hilfe geht Sira die Treppe nicht hoch! So ein schlaues Mädelchen, sie macht das so gut, dass wir zwar gemerkt haben, dass sie weniger sieht, aber niemand hätte gedacht, dass sie absolut blind ist. Ihre Welt ist jetzt dunkel.

Wir werden es so beibehalten wie bisher, Sira muss alle Möglichkeiten haben. Sie kennt sich bei uns super aus und bewegt sich im Garten völlig selbstverständlich. Wir werden ihr helfen, wenn sie Hilfe braucht und ansonsten gut auf sie aufpassen. Sira ist zu selbständig, als dass sie eine ständige Assistenz gut finden würde. Sie ist tapfer und ein großartiges Mädchen, wir hoffen, dass sie noch viele Jahre bei uns ist.

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16.11.2025

Ich weiß, dass nicht jeder sich für meine regelmäßigen Artikel über Erkrankungen und ihre Diagnosen/Behandlungen interessiert, trotzdem möchte ich sie gerne beibehalten. Vielleicht kommt der eine oder andere doch einmal in die Lage, es nachlesen zu wollen, auch um das "Fachchinesisch" eines Tierarztes zu verstehen.

Heute geht es um die Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) beim Hund und um ein neues Verfahren, korrekte Diagnosen zu erstellen. Viele Studien belegen, dass ca. 70 % der mit L-Tyroxin therapierten Hunde gar keine Hypothyreose haben! So etwas ist erschreckend und bedarf der Erklärung.

Die Schilddrüsenfunktion wird durch ein komplexes Zusammenspiel der Hypothalamus-Hypophysen-Schilddrüsen-Achse reguliert. Das hört sich erstmal sehr kompliziert an, ist aber eigentlich ganz einfach. TRH (Thyrotropin-Releasing-Hormon) aus dem Hypothalamus stimuliert die TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon)-Sekretion in der Hypophyse, die regt wiederum die Schilddrüse zur Synthese und Sekretion der Schilddrüsenhormone - vorrangig Tyroxin T4 an. T4 liegt im Serum zu 99 % proteingebunden vor (= Gesamt-T4), nur die freie Fraktion (fT4) wird in die Zellen aufgenommen. Dort wird fT4 in das Hormon T3 umgewandelt.

Typischerweise wird eine Hypothyreose beim Hund durch einen Befund mit T4-Konzentrationen unterhalb des Referenzbereiches und gleichzeitig erhöhtem TSH diagnostiziert. Nun gibt es aber Krankheiten, die tatsächlich den Anschein erwecken, dass eine strukturelle oder funktionelle Schilddrüsenveränderung vorliegt, obwohl das gar nicht so ist. Es gibt auch Rassen, z.B. Greyhound oder Basenji, für die die "veränderten Werte" völlig normal sind.

Jetzt gibt es eine neue Methode, genaue und belastbare Ergebnisse zu bekommen. Das hochpräzise Analyseverfahren erlaubt eine direkte und spezifische Quantifizierung von T3, T4 und rT3 ohne Interferenzen durch Autoantikörper oder Medikamente. Im Rahmen einer Dissertation wurde diese neue Methode nun bei Laboklin etabliert. Diese Untersuchung ist besonders sinnvoll, wenn eine niedrige Konzentration für T4 oder fT4 vorliegt, aber keine erhöhten TSH-Konzentrationen vorhanden sind. Es ist nun endlich möglich, präzisere Ergebnisse zu bekommen und Zweifelsfälle eindeutig zuordnen zu können.

Wer weiß, dass ca. 70 % der bisher mit L-Tyroxin behandelten Hunde wahrscheinlich keine korrekte Diagnose haben, der wird sich, wenn es seinen Hund betrifft, vielleicht etwas mehr in die Materie einarbeiten wollen und meinen Tip dankbar aufnehmen. Euer Tierarzt wird euch sicher ausführlich beraten. Fragt ihn einfach nach rT3-Messungen sowie LC-MS/MS-basierten Analysen.

Man muss nicht alles wissen und sofort verstehen - aber man muss wissen, wo man nachschlagen oder nachfragen kann! emoji_wink

 

14.11.2025

Leider sind zwei unserer Hunde im Augenblick nicht besonders fit. Angelo hat wieder Schmerzen in seinen Beinen und Ronny hustet. Was Angelo fehlt, wissen wir und auch, dass wir wohl nichts mehr machen können, außer ihm Kortison zu geben. Er bekommt alles, was an Ergänzungsfuttermitteln möglich ist und natürlich hoffen wir darauf, dass ihm noch irgendetwas hilft, aber nach drei Monaten sind wir schon arg desillusioniert. Ronny hat einen merkwürdigen Husten, den wir weder auslösen noch zuordnen können. Ganz offensichtlich ist es kein Zwingerhusten, er hat aber auch eine ganz freie Lunge, der Hals ist nicht gerötet und sein Herz ist kräftig und gesund. Wir werden es also abwarten und ggf. ein Blutbild machen. Unsere Hunde sind bis auf Christian schon recht alt und es dürfte normal sein, dass immer einer irgendetwas hat. Hoffen wir mal, dass sie alle uns noch lange erhalten bleiben.

Den nächsten Termin haben wir allerdings schon wieder am Mittwoch. Sira, Gulliver und Pheusy sind bei Frau Dr. Weber in der Augensprechstunde angemeldet. Sira ist nach ihrem Schlaganfall wohl erblindet und Gulliver hat nach dem Verheilen des Ulcus im Auge nun einen "Kraterrand", den wir gerne mal ansehen lassen würden. Pheusy ist auf einem Auge erblindet, dort ist die Linse abgerissen und er braucht deshalb täglich Augentropfen. Auch das andere Auge ist nicht mehr besonders gut. Alle unsere Augen-Hunde haben jetzt zusammen einen Termin und wir hoffen, dass man unseren Schätzchen wenigstens etwas helfen kann. Dass ein Tierarzt Blinde nicht zu Sehenden machen kann, ist uns klar, vielleicht können wir aber wenigstens versuchen, durch regelmäßige Kontrollen weitere Schmerzen zu verhindern. Wenn z. B. bei Pheusy der Augendruck ansteigen würde (das passiert bei Linsenluxationen öfter), müssten wir sofort Abhilfe schaffen. Pheusy und Gulli sind beide nicht mehr OP-fähig und so können wir nur hoffen, dass es nicht schlimmer wird als es sowieso schon ist.

 

12.11.2025

So, es ist geschafft! Heute sind 4 hoch bepackte Paletten auf den Weg nach Spanien gegangen. Mit etwas Glück sind sie Anfang nächster Woche schon in der Protectora Villena. Die Hunde und Katzen werden sich über die tollen Spenden ganz sicher riesig freuen, denn ihr habt in den letzten 8 Wochen viel Futter vorbeigebracht und natürlich auch Mäntelchen und Decken für den Winter. Oben auf die Paletten hat Uwe weiche Körbchen für die spanischen Pflegestellen und Liegeschalen für die Protectora gepackt. Wir sind ganz stolz, dass vor Weihnachten nochmal 4 Paletten die ärgste Not in den uns angeschlossenen Sheltern lindern werden. Ihr könnt es euch bestimmt vorstellen, wenn die Paletten ankommen, ist das wie Weihnachten und Ostern an einem Tag!

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Da wir glücklicherweise noch an den Weihnachtsaktionen des Fressnapf teilnehmen durften, denken wir, dass wir um Weihnachten herum vielleicht nochmal Futter, Liegeflächen und Spielzeuge nach Spanien schicken können. Es ist jetzt noch nicht vorherzusagen, wieviel für die Hunde und Katzen im Tierheim zusammenkommen wird, aber ganz sicher wird es zur kältesten Zeit des Jahres eintreffen. Wir wissen, dass diese Spenden ganz dringend gebraucht werden und hoffen, dass noch einige warme Decken mit dabei sein werden. Der Fressnapf in Alzey hat ja erlaubt, dass wir im Rahmen der Aktion auch nach sauberen gebrauchten Decken fragen dürfen. Es wäre toll, wenn die tierlieben Kunden des Fressnapf nochmal überall nachfragen könnten, ob noch Decken übrig sind. Ganz wichtig: Wir nehmen gerne Decken, aber keine Federbetten - man kann sich denken, wie die Zwinger aussehen, wenn die Hunde damit Spaß hatten... Was wir auch nicht nehmen, sind Sitz/Stuhlauflagen. Der Schaumstoff würde zwar gut wärmen, aber eben auch nur so lange, bis die Auflagen zerlegt sind... Wer schon einmal Zwinger mit einem Hochdruckreiniger ausgespritzt hat, der weiß, dass man den geschredderten Schaumstoff mit den Händen aufklauben muss. Deshalb bitte nur Decken, die man in Spanien auch waschen und trocknen kann. Wie ihr euch sicher erinnern könnt, haben wir vor einiger Zeit 12 Waschmaschinen gekauft und nach Spanien gefahren... die Protectoras sind also noch gut gerüstet!

Danke für eure Unterstützung!

 

08.11.2025

Unsere Pflegestellen und fleißigen Helfer wissen, dass wir in jedem Jahr einen Kalender für das neue Jahr erstellen und diesen mit Bildern der Vereinshunde/Vermittlungshunde, aber auch manchmal mit den schon vermittelten Hunden unserer Helfer füllen. Die Kalender waren immer sehr individuell und auf jede Pflegestelle/jeden Helfer passend zugeschnitten. So etwas macht wahnsinnig viel Arbeit und ist nur dann möglich, wenn man viele Hunde vermittelt. Wir haben jedoch in den letzten Jahren unsere Vereinsarbeit vom Schwerpunkt auf den Vermittlungen hin zur Futterversorgung der Tierheime geändert. Damit sind die Vermittlungszahlen stark gesunken und es wird keine Jahreskalender mehr geben - jedenfalls nicht mehr in der üblichen Form.

Ich habe mir deshalb gedacht, dass wir vielleicht Kalender drucken lassen könnten, die "etwas anders" sind und ganz tolle KI-generierte Bilder mit unseren Hunden als "Models" beinhalten. Ich habe deshalb mal einige Bilder gemacht und bei unseren Bekannten und Freunden die Reaktionen getestet. Alle fanden die Idee großartig und wollten unbedingt einen solchen Kalender haben. Da der Druck relativ teuer ist und wir ja auch den Versand und die Verpackung noch berechnen müssen, können wir dieses Projekt nur angehen, wenn genügend Interesse besteht. So ein Kalender würde etwa 15 Euro kosten und müsste dafür in einer Auflage von mindestens 100 Stück bestellt werden.

Wenn ihr Interesse an einem Kalender der besonderen Art habt, dann meldet euch bitte bei uns. Wir können dann den Bedarf abschätzen und ggf. die Kalender bestellen.

Damit ihr sehen könnt wie ich mir das gedacht habe, hier mal zwei Probebilder. Bitte sagt mal, was ihr davon haltet.

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06.11.2025

Seit Tagen sind wir mit der Fressnapf-Weihnachtsaktion beschäftigt. Wir dürfen Wunschkarten mit Bildern unserer im Tierheim befindlichen Hunde und Katzen versehen und Weihnachtswünsche äußern. Das ist natürlich eine großartige Aktion, bei der unsere zur Vermittlung stehenden Tiere enorm profitieren und sich über tolle Weihnachtsgeschenke freuen dürfen. Gerade in der spendenarmen Zeit ist es für uns wahnsinnig wichtig, Hilfe zu bekommen. Der Fressnapf hat diese Aktion ins Leben gerufen und wir sind wirklich dankbar, dass wir teilnehmen dürfen.

Wie immer, wenn Dinge besonders wichtig und gut geplant sind, geht etwas schief. Wir haben alle unsere Tiere als Fotos vorliegen und so ist es eigentlich kein Problem, die Bilder mit den Namen der Tiere zu versehen und im passenden Format bei einem Fotolabor zu bestellen. Leider nutzt die beste Vorarbeit nichts, wenn ein Labor die Bilder einfach nicht liefert. "Die Anforderungen, die wir an unsere Bilder stellen, wurden nicht eingehalten... dahalb bitten wir die Verzögerung zu entschuldigen..." Die Verzögerung kostete uns letztendlich den letzten Nerv, denn auch wir haben Abgabetermine und würden nachts gerne schlafen. Was soll ich sagen, die Bilder kamen auf den letzten Drücker und wir haben den ganzen Tag und bis lange in die Nacht hinein Bilder auf Karten geklebt, beschriftet und mit Schleifen versehen, um sie am letzten Tag gerade noch rechtzeitig abgeben zu können. Hier bedanke ich mich ganz herzlich bei Bettina, die sofort zur Stelle war und fleißig mitgeholfen hat. Ohne ihre Hilfe wären wir an diesem Tag sicher nicht ins Bett gekommen.

Jetzt ist alles erledigt und abgegeben, der Alltag hat uns wieder und damit sind wir bei unserem nächsten Projekt. Wir haben jetzt 5 große Paletten, voll mit Spenden. Zwei davon kamen diese Woche bei uns an und sollen nach Spanien weitergeleitet werden. Sie sind allerdings so schlecht gepackt und schief, dass sie unmöglich wieder aufgeladen werden können, ohne dabei jemanden unter sich zu begraben. Wer leichte Kartons unten auf eine Palette packt, um dann schwere Dinge draufzustellen, der sollte wissen, dass das nicht gutgeht. Nun denn, jetzt haben wir die Arbeit an der Backe und für den armen Uwe heißt das, zwei komplette Paletten wieder abzupacken und neu aufzusetzen.

Da wir immer zu wenig Geld haben und das Versenden der Paletten nicht umsonst ist, müssen aus den 5 Paletten jetzt auch noch 4 werden. Das bedeutet, alles super optimal zu stapeln, ggf. neu zu verpacken und auf jeden Fall so akribisch aufzusetzen, dass der Fahrer die Paletten gefahrlos aufladen und auch heil nach Spanien transportieren kann.

Heute hat uns Birgit auf den letzten Drücker nochmal tolle Decken und Körbchen gebracht, die wir ja in der kalten Jahreszeit in Spanien dringend gebrauchen können. Die gehen also auf jeden Fall auch noch mit. Uwes Problem wird immer größer und manchmal wundere ich mich wirklich, wie er das immer macht. Bis jetzt hat es immer irgendwie geklappt, wir machen zwar jedesmal drei Kreuze und sind froh, wenn alles vom Hof ist und in Spanien gut ankommt. Probleme gab es bei den Dingen, die Uwe verpackt hat, allerdings noch nie. Hoffen wir mal, dass es auch diesesmal klappt. Ich zeige euch Bilder, wenn alles zur Abholung bereit steht!

 

03.11.2025

Uwe hat am Wochenende die Spenden zusammengestellt und anständig verpackt auf Paletten gestapelt. Es sind 2 Paletten geworden, da aber in den nächsten Tagen noch weitere Spenden ankommen werden, wollen wir bis zum Ende der Woche warten und erst dann alles nach Spanien versenden. Wir denken, dass es wahrscheinlich die letzten Paletten für dieses Jahr sein werden. Es werden dann im Januar die Spendenpaletten aus den Weihnachtsaktionen folgen und ab März nehmen wir dann wieder Spenden an. In der kalten Jahreszeit brauchen wir unsere Garagen für unsere Gartengeräte, Rasenmäher, Bänke usw. Wer also noch etwas nach Spanien verschickt haben möchte, der müsste sich dann bald bei uns melden und die Spenden vorbeibringen. Wir möchten nochmal darauf hinweisen, das wir nur saubere Sachen annehmen. Unsere Hunde in Spanien sind keine Tiere zweiter oder dritter Klasse und sie verdienen genauso saubere Dinge wie unsere eigenen Hunde und Katzen. Wer meint, dass er bei uns seinen ungewaschenen, stinkenden Müll vorbeibringen kann, der ist auf dem Holzweg. So etwas gehört in die Tonne und hat im Tierschutz nichts verloren. Wir fassen alle Spenden an - bis auf die der Fam. Diehl, die nämlich schon alles perfekt gewaschen, anständig verpackt und beschriftet in deutsch und spanisch vorbeibringt! Herz

Niemand will sich bei einer solchen Arbeit ekeln und die eigene Mülltonne mit dem Abfall von anderen befüllen. Körbchen, die einen stinkenden Haarteppich haben, Handtücher und Bettwäsche, die nach der Benutzung einfach ungewaschen in Säcke gestopft und an den Tierschutz weitergereicht werden, angerissene Leinen und durchgekaute Brustgeschirre, Spielzeuge, die weit über die normale Nutzungsdauer hinaus sind und Futter, das wer weiß wie lange schon abgelaufen ist, brauchen wir nicht und möchten wir auch nicht.

Ich muss allerdings sagen, dass unsere Spender fast alle ganz tolle Dinge vorbeibringen und auch darauf achten, dass alles sauber und ordentlich ist. Trotzdem haben wir immer mal wieder etwas im Hänger stehen, das uns verzweifeln lässt. Uns ist es unverständlich, dass jemand ein Hundekörbchen spendet, das so stinkt, dass wir kaum glauben können, das es aus einer Wohnung stammt. Wie sehr muss der Hund gestunken haben, der sich darin wohlfühlen sollte?

Also nochmal unser Aufruf: Wir sammeln gerne nützliche Dinge und Futter für unsere Hunde in Spanien, wir freuen uns auch ggf. über eine Kaffeemaschine oder einen Wasserkocher fürs Büro in Villena. Wer aber die Dinge, die er eigentlich wegwerfen sollte, bei uns entsorgen will, der ist respektlos und an der falschen Adresse. Auf völlig verkalkte Wasserkocher/Kaffeemaschinen verzichten wir gerne.

Es ist schade, dass wir das immer mal wieder erklären müssen aber die Entsorgung von Müll kostet viel Geld und vor allem Zeit. Das sind Kosten, die wir nicht aus den Spenden, die wir für die armen Tiere bekommen bezahlen wollen.

Aber keine Angst, wer gewaschene Körbchen und saubere Decken, Futter in geschlossenen, ungeöffneten Säcken und saubere intakte Halsbänder/Leinen bringt, der bekommt ein ganz herzliches Dankeschön. Ohne eure tollen Spenden wären unsere Hilfstransporte gar nicht möglich.

Und für alle diejenigen, die sich fragen, ob wir die gespendete Bettwäsche nicht vielleicht doch selbst verwenden :) (die Frage wurde tatsächlich schon gestellt): Bei jedem gibt es, oft sogar in unmittelbarer Nähe, einen Altkleidercontainer. Auch dort kann man seine Sachen reinwerfen, vielleicht finden die "Schätze" dann noch einen neuen Besitzer - ich weiß es nicht. Wir kaufen unsere Bettwäsche jedenfalls im Handel, so wie andere Menschen auch! Wir haben auch eigens für unsere Hunde bei Stake-Out angefertigte Brustgeschirre und Leinen, selbst die Winterjäckchen haben wir dort gekauft. Futter kochen wir für unsere Opas selbst und die Hunde, die noch Trockenfutter bekommen, werden über eine Firma in Bingen versorgt.

Für alle, die es nicht wissen: Wir müssen für die Steuer sogar ganz genau zwischen privat gekauftem Futter und Futter für den Verein trennen. Schade, dass man das immer mal wieder erwähnen muss. Nur noch zum Abschluss, den neuen Tierschutz-Bus haben wir privat gekauft und stellen ihn dem Verein zur Verfügung, nicht ein Cent kam für unsere Fahrzeuge aus dem Tierschutz. Unseren PKW haben wir auch privat bezahlt, nein, er stammt nicht aus Spendengeldern. Letztere werden übrigens auf das Tierschutzkonto eingezahlt und wir stellen Spendenquittungen aus! Gelder aus Spendendosen (wir haben schon lange keine mehr aufgestellt, weil sie geklaut werden) werden in den Geldzählautomaten der Bank gekippt und durch die Bank gutgeschrieben. Den gesamten Geldverkehr kontrolliert das Finanzamt, bei dem wir natürlich jährlich eine Steuererklärung abgeben.

Ich hoffe, dass wir zukünftig keine solch dummen Verdächtigungen diesbezüglich mehr hören müssen. Sollte uns allerdings bekannt werden, wer diesen bösartigen Blödsinn - natürlich immer hinter vorgehaltener Hand - verbreitet, erstatten wir umgehend Anzeige. Für die Tierhilfe Phönix e.V. und auch für uns privat ist der Spaß an genau diesem Punkt vorbei.

 

01.11.2025

Halloween ist vorbei, die Kinder haben sich ihre Süßigkeiten bei uns abgeholt und die gruselig verkleideten Spaßvögel sind auch wieder daheim. Damit kann heute Allerheiligen gefeiert werden. Halloween bedeutet übersetzt übrigens "Abend vor Allerheiligen" ("All Hallow's Eve"). Tatsächlich ist der Hintergrund von Halloween allerdings das alte keltische Fest Samhain (gesprochen Sau-in). Es markierte das Ende des Sommers und den Beginn des Winters. Die Kelten glaubten, dass an diesem Tag die Grenzen zwischen der Welt der Toten und der Lebenden verschwimmt und Geister zurückkehren können. Man entzündete Feuer und verkleidete sich, um die Geister abzuschrecken. Die Iren brachten die Tradition im 19. Jahrhundert nach Nordamerika und von dort verbreitete es sich als weltliches Fest des Verkleidens und Süßigkeitenverteilens.

Für unsere Hunde ist das ständige Klingeln an der Haustür stressig, ansonsten bekommen sie von dem ganzen Trubel wenig mit. Bei uns gibt es keine Dekoration, die für sie gefährlich sein könnte und natürlich auch keine für sie erreichbaren Süßigkeiten.

Leider gibt es mittlerweile auch für Hunde Halloween-Kostüme. Bestimmt sieht vieles davon lustig aus, aber wir können nur dringend davon abraten, Tiere zu verkleiden. Sie verlieren dadurch oftmals ihre Körpersprache, ihre Kommunikationsmittel - Ohren, Schwanz, Haltung, Augen - werden ggf. durch das Kostüm verdeckt. So etwas kann massiven Stress verursachen und zu schlimmen Missverständnissen führen. Davor haben wir seit Jahren gewarnt und denken, dass unsere Leser das mittlerweile verinnerlicht haben.

Wer seinem Vierbeiner etwas Gutes tun will, kann allerdings leckere Halloween-Kekse backen. Da wir immer noch Anfragen für unsere Hunde-Leckerchen haben, möchte ich euch mal ein Rezept für eure Hundchen verraten. Passend zu Halloween mit Kürbis:

250 g Reismehl mit 60 g Dinkelmehl und ca. 120 g gekochtem Kürbis und 120 g geriebenen Karotten mischen. Dazu 60 g ungesüßtes Apfelmus und einen Löffel ungesüßte Erdnussbutter. Alles vermischen, bis ein Teig entsteht - ggf. noch Mehl oder etwas Wasser beigeben. Teig ausrollen, Figuren ausstechen oder mit dem Messer Vierecke ausschneiden und bei 180 °C backen. Das schmeckt auch noch nach Halloween!

Vielleicht habt ihr es schon gelesen, uns sind zwei wohl noch recht junge Wellensittiche gebracht worden. Die Kerlchen hatten Glück, dass es noch keine Nachtfröste gibt, leider geht es dem einen Welli gar nicht gut. Er hat seinen Fuß verloren und kann nicht auf dem Stängelchen sitzen. Trotzdem zeigt die Erfahrung, dass die Vögelchen, wenn kein großer Blutverlust vorliegt, so etwas wegstecken können. Der Welli wird das also mit etwas Glück überleben. Das Tierchen futtert und trinkt und das ist jetzt erstmal das Wichtigste. Wir gehen davon aus, dass sich keine Besitzer melden werden, denn die Vögelchen sind ca. 6 Wochen alt und können noch nicht einmal fliegen... Weggeflogen können sie also nicht sein und aus der Tasche sind sie sicher auch nicht gefallen. Normalerweise sitzen die Vögelchen mit 6 Wochen noch im Nest und kuscheln mit den Geschwistern.

Wellensittiche

Im Augenblick bekommen wir ständig Meldungen, dass grüne Papageien unterwegs seien. Im Sommer ist das vielleicht nicht so aufgefallen, weil mehr Blätter an den Bäumen waren, jetzt sieht man die Farbtupfer im Geäst und macht sich Sorgen um die Papageien. Tatsächlich handelt es sich fast immer um Halsbandsittiche und auch um Alexandersittiche. In den letzten Jahren haben sich die Vögel im Rheim-Main-Gebiet gut vermehrt. Wiesbaden ist wohl die Hochburg der als invasive Art eingestuften Vögel. Sie scheinen aber weder die bestehenden Wildvogelpopulationen zu stören noch großen Fressschaden anzurichten. Es wird also nichts gegen sie unternommen und sie gelten jetzt als sich selbst erhaltende Population.

Halsbandsittiche sind etwas kleiner als Alexandersittiche. Wichtig ist die Unterscheidung aber nur für Fachleute. Diese haben jetzt festgestellt, dass die Alexandersittiche die etwas kleineren Halsbandsittiche vertreiben und somit zur weiteren Ausbreitung beitragen.

Ganz im Gegensatz zu diesen beiden Arten sind Wellensittiche nicht in der Lage, unsere Winter zu überstehen! Wer also glaubt, seinen Welli einfach aussetzen zu können, der tötet ihn!

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zum Oktober 2025