Phönix-Tagebuch
- Dezember 2025 -
31.12.2025

Wir wünschen euch allen ein wunderschönes neues Jahr mit einem stressfreien Start, viel Gesundheit und Glück, Liebe und Zuversicht und natürlich hoffen wir, dass alle eure Wünsche in Erfüllung gehen!
Das Jahr ist fast zu Ende und wir möchten uns von Herzen bei unseren Mitgliedern, Unterstützern, Freunden und Spendern bedanken. Ihr habt mit euren Sach- und Geldspenden, eurer Zeit und Anteilnahme unzähligen Tieren geholfen.
Noch wissen unsere spanischen Kollegen nicht, dass wir schon Anfang des neuen Jahres weitere Paletten mit Futter, Spielzeug, Decken, Körbchen und Leckerchen auf den Weg bringen werden...
Es sind nochmal Spenden aus der Wünschebaum-Aktion! Ein ganz besonderes Dankeschön gilt hier den Kunden vom Fressnapf, die so großzügig für unsere Schützlinge gespendet haben sowie den Filialen in Alzey und Rüsselsheim, die die Aktion für uns erst möglich gemacht haben. In den letzten Wochen durften wir schon wahnsinnig viel Futter, Decken, Liegeflächen, Körbchen, Leckerchen und Spielzeug nach Spanien schicken und das, was an Futter noch kommt, wird auch im Januar noch viele Bäuchlein satt machen. Mit den letzten Spenden, die wir noch vor Weihnachten in Rüsselsheim und heute in Alzey abholen durften, endet die Wünschebaum-Aktion. Unsere Schützlinge werden damit noch einige Wochen über die Runden kommen.


Ein tolles Geschenk für alle, die noch kein Glück bei der Vermittlung hatten und die noch im Zwinger in Spanien die kalten Monate überstehen müssen. Mit eurer Hilfe konnten wir nicht nur viel Näpfe füllen, sondern den Tieren auch ein Stück Sicherheit und Geborgenheit schenken.
Ganz herzlichen Dank für eure tollen Spenden und dass ihr uns helft, Leben zu retten!
Aus gegebenem Anlass möchten wir heute an ein Thema erinnern, das uns jedes Jahr rund um Silvester beschäftigt. Es ist natürlich das Böllern. Für viele Tiere bedeutet der Lärm nicht 'Feiern', sondern puren Stress und wahnsinnige Angst. Wildtiere flüchten in Panik, Hauskatzen, Hunde, Pferde/Esel, Geflügel, Schweine und Kühe zittern, verstecken sich oder versuchen panisch zu entkommen. Studien zeigen, dass nur ein kleiner Teil der Bevölkerung an der privaten Böllerei festhalten möchte - trotzdem wird sie immer noch in großem Umfang praktiziert. Zu dem lauten Geknalle kommen gefährliche Verletzungen. In jedem Jahr kommt es zu schweren Augen- und Handverletzungen, manchmal auch verursacht durch illegales Explosivmaterial, dessen Sprengkraft einfach unterschätzt wurde.
Wir wünschen uns für Mensch und Tier einen rücksichtsvollen Jahreswechsel, bei dem möglichst auf lautes Böllern verzichtet wird. Man könnte alternativ Lichterketten, Kerzen, LED- oder Drohnenshows nutzen. Das eingesparte Geld wäre gut bei einem gemeinnützigen Verein angelegt. Das wäre weitaus sinnvoller, als eine Kiste voll mit Böllern in die Luft zu jagen. So könnten alle - Menschen, Haus- und Wildtiere - den Jahresanfang friedlich beginnen.
Wir wünschen euch allen einen guten und möglichst stressfreien Start in ein tierfreundliches Jahr 2026!
Eure Tierhilfe Phönix e.V.
24.12.2025
Frohe Weihnachten für euch alle!
Wir wünschen euch ein ruhiges und glückliches Weihnachtsfest. Wir hoffen, dass ihr euch alle gut versteht und mit euren Lieben eine schöne Zeit verbringt. Für unsere Tiere sorgen wir natürlich genauso gut wie für uns selbst und so werden viele garantiert ein "Weihnachtsbuffet" bekommen und natürlich ganz besonders viele Streicheleinheiten.
Die meisten von euch sind über die Feiertage daheim und können hoffentlich mal richtig ausspannen. Gönnt euch und euren Vierbeinern schöne Spaziergänge, nehmt euch die Zeit und kümmert euch um eure Familien und um eure Tiere. Schöpft Kraft für das neue Jahr - es steht schon vor der Tür!
Wir bedanken uns bei allen Tierfreunden, die uns unterstützen. Wir sind froh, dass ihr an unserer Seite steht und wir fühlen uns mit euch auch über unsere Tiere eng verbunden.
Eure Spenden, die in den letzten Wochen für die Tiere in der Protectora Villena beim Fressnapf unter den Weihnachtsbaum gelegt wurde, sind zum Teil schon im Tierheim angekommen.
Unsere spanischen Kollegen bedanken sich genauso wie wir für eure großartige Hilfe!
Ihr seid einfach die Besten!


21.12.2025

In der Aufregung der letzten Tage habe ich vergessen euch mitzuteilen, dass wir am Freitag letzter Woche nochmal 4 Paletten mit Spenden nach Spanien zur Protectora Villena senden konnten. Wahrscheinlich kommt diese Lieferung zwischen den Jahren an, es wird also ein etwas verspätetes Weihnachtsgeschenk werden. Ich bin sicher, dass die Freude über das viele Futter und die tollen Spielsachen, Leckerchen, Decken, Kauartikel usw. auch nach Weihnachten noch genauso groß sein wird. All diese tollen Geschenke sind keine Alltäglichkeiten, sondern etwas ganz besonderes, über dass sich alle Tierheimmitarbeiter genauso wie die Tiere riesig freuen. Jedes Beutelchen Futter hilft mit, das Überleben der Tiere zu sichern und mit euren Spenden werden unsere Hunde und Katzen in der Protectora Villena ganz sicher den Winter überstehen. Wie ihr wisst, haben wir unser Lager für alle, die in Not sind, geöffnet. Wir versorgen im Umkreis von Alicante viele andere Tierschutzvereine und Tierhilfen mit lebenswichtigem Futter. Genauso unterstützen wir die Organisationen, die sich um freilebende Katzen kümmern. Ohne eure Hilfe wäre das alles undenkbar und viele Tiere würden den Winter nicht überstehen. Wir bedanken uns auch im Namen unserer Kollegen für dieses großartige Weihnachtsgeschenk!

Es ist der 4. Advent und wir feiern in drei Tagen Weihnachten. Wir verabschieden uns heute für einige Tage in die Weihnachtsferien und sind ab dem 03.01.26 wieder wie gewohnt für euch da. Natürlich sind wir für Notfälle trotzdem erreichbar. Uwe und ich brauchen aber mal einige Tage, um uns etwas zu regenerieren, auch der Tod von Gulliver hat uns arg mitgenommen und wir möchten einfach mal Zeit nur für uns und unsere Tiere. Ich denke ihr versteht das und seit nicht böse, wenn wir nichts von uns hören lassen.
Wir wünschen euch ein schönes und stressfreies Weihnachtsfest - ohne Bauchschmerzen und Kater am nächsten Tag. :) Wir hoffen, dass ihr es euch mit euren Lieben gut gehen lasst und am 31.12.25 gut in das nächste Jahr rutscht. Was wir von Böllern halten, haben wir schon oft mitgeteilt und deshalb hoffen wir, dass ihr mit euren Tieren alles gut übersteht. Kommt gut ins neue Jahr und bleibt uns auch weiterhin gewogen!
Eure Tierhilfe Phönix e.V.
Edith und Uwe
p.s. Das Herrchen von Paul - das war der kleine Hund, der so böse zusammengebissen worden ist - hat uns wissen lassen, dass Paul endgültig über den Berg ist. Er futtert wieder alleine und kann auch wieder problemlos spazierengehen. Die Eigentümer bedanken sich bei euch für die Ihnen entgegengebrachte Anteilnahme und dass ihr Paul mit guten Wünschen eingedeckt habt. Es hat geholfen! Trotzdem bleibt ein Wermutstropfen, denn die gigantische Tierarztrechnung wurde zwar von der Versicherung des Verursachers bezahlt, aber für den Jagdhund gab es keine Konsequenzen. Er hat bis heute keinen Maulkorbzwang auferlegt bekommen. Wäre es ein sog. Listenhund gewesen, wäre die Sache wohl anders verlaufen... Im Übrigen hat sich die vorsorglich von einer Dame verbreitete Geschichte, der Beißvorfall habe sich nicht auf einem Wirtschaftsweg, sondern auf dem Grundstück der Hundebesitzer ereignet, als unwahr herausgestellt. Freuen wir uns für Paul und wünschen wir ihm und seinem Besitzern eine gesunde, gute und ruhige Zeit.

20.12.2025
Wie ich schon einmal geschrieben hatte, leidet unser kleiner Gulliver unter degenerativer Myelopathie. Es handelt sich um eine fortschreitende, genetisch bedingte Erkrankung des Rückenmarks, die zu langsam zunehmender Schwäche und Lähmung der Hinterbeine führt. Die Nervenfasern im Rückenmark sterben ab und damit werden die Leitungsbahnen zwischen Gehirn und Beinen gestört. Anfänglich sieht man nur kleine Unsicherheiten im Gangbild, die Hunde stolpern, stellen die Hinterbeinchen überkreuz. Dann folgt der Muskelschwund und die eingeschränkte Koordination. All diese Stadien hat Gulliver schon erlebt und trotzdem prima gemeistert. Der kleine Chihuahua hat sein Gewicht auf die Vorderbeinchen verlagert und seine Hinterbeine schwungvoll in Bewegung gesetzt. Er wurde vorne immer breiter und hinten immer schmaler, konnte aber bis jetzt damit prima umgehen. Tatsächlich war er gestern noch über eine Stunde auf der Hundewiese und ist die ganze Zeit tapfer herumgewackelt.
Abends dann ist er draußen zusammengebrochen. Wir wussten, dass sein Rückenmark ein seidener Faden war. Dieser Faden ist gestern gerissen. Gulliver hat die Kontrolle über seine beiden Hinterbeine verloren und konnte nicht mehr gehen. Gleichzeitig erlosch die Kontrolle über die Blase, sodass er sie nicht mehr entleeren konnte. Zum Glück ist diese Erkrankung nicht mit Schmerzen verbunden und so haben wir Gulliver nochmal gefüttert und dann auf seinen Schlafplatz gelegt. Wir haben die Nacht mit ihm verbracht und heute morgen sind wir in die Praxis Thissen in Alzey gefahren und haben uns von ihm verabschiedet.
Gulliver war ein tapferer Kämpfer. Jeder, der ihn kennengelernt hat, wusste, dass ein Löwe in seiner Brust schlummerte. Er kam fast verhungert und extrem ängstlich zu uns und es gingen einige Jahre ins Land, bevor er sich im Beisein von Menschen unbeschwert bewegen konnte. Anfassen durften jedoch nur wir ihn. Leider wurde er, wie so viele Chihuahuas, von allen möglichen Krankheiten geplagt. Am schlimmsten setzten ihm seine über die ersten Jahre immer wiederkehrenden Dickdarmentzündungen zu. Zu dem wirklich schlimmen Morbus Crohn gesellte sich dann ein Cushing-Syndrom mit massivem Haarausfall und zum Schluss sogar noch ein Augen-Ulcus. Gulliver war ein gut bekannter Patient in den Tierarztpraxen. Trotzdem wurde er über 15 Jahre alt.
Wir sind dankbar für die Zeit, die wir mit diesem so besonderen Hund hatten. Gulliver war immer nur lieb, niemals zornig oder aggressiv. Er war dankbar für jede liebevolle Zuwendung und nahm sein Leben so, wie es kam. Er hat immer das Beste daraus gemacht.
Wir sind furchtbar traurig und vermissen unseren kleinen Kämpfer sehr. Wir hoffen, dass Pheusy ihm nicht allzu bald folgen wird.

19.12.2025
Als Sahara zu uns kam, hatten wir drei Interessenten für das tolle Mädchen. Es ist wie so oft, einer meldet sich nicht mehr, einer hat schon einen anderen Hund gefunden - das freut uns übrigens sehr, denn es ist auch wieder ein Hund aus dem Tierschutz! - und einer kommt und ist begeistert, obwohl das Mädchen arg zerfleddert aussah und auch ganz schön miefte. Also durfte Sahara direkt zum Frisör und dass wir so schnell einen Termin bekommen haben, haben wir Simone zu verdanken. Sie hat einen tollen Hundesalon und ebenfalls eine Hundenase von uns. Jetzt sieht Klara, wie sie jetzt heißt, super gepflegt aus und natürlich müffelt sie nicht mehr nach Tierheim. Ganz lieben Dank an Simone für die Beautybehandlung!

Wir haben die Zeit genutzt und mittlerweile das Vorgespräch gemacht, Klara wird direkt umziehen. Ganz besonders freuen wir uns darüber, dass sie nun mit Bolle ihre Zeit verbringen darf - den Bub hatten wir vor fast drei Jahren vermittelt und natürlich haben wir bis heute regelmäßigen Kontakt zu seinen supernetten Haltern. Bolle und Klara passen wunderbar zusammen und werden eine gute Zeit haben.

Wir freuen uns sehr und wünschen den neuen Haltern und der süßen Klara alles erdenklich Gute! Ein besonderer Dank geht an Renate und Gabi, die, glaube ich, jetzt ihren 39sten Pflegi hatten! Die beiden sind wirklich großartig!
16.12.2025
Jetzt haben wir auch vom Fressnapf in Alzey Spenden aus der Wünsche-Aktion und aus der Aktion "Spenden statt Böllern" bekommen. Die Mitarbeiter vom Fressnapf lassen sich immer etwas neues für die Tiere, die noch in den Tierheimen auf ihr neues Zuhause warten, einfallen. "Spenden statt Böllern" ist eine supertolle Idee, denn auch uns ist das Geknalle an Silvester schon immer ein Dorn im Auge. Wir haben uns seit Jahren dafür stark gemacht, das private Böllern abzuschaffen. Wenn wir das Neue Jahr feiern, bedeutet das den Tod vieler Tiere. Wildtiere genauso wie Haustiere. In jedem Jahr betrauern wir alleine ca. 500.000 Wildtiere (Schätzung Deutscher Tierschutzbund) die z.B. an Herzversagen durch Panik verenden. Das Herz eines Eichhörnchens schlägt etwa 300 Mal/min, bei Panik schägt es 500 Mal, die Tiere erleiden dadurch oftmals einen Herzinfarkt. Dazu kommen die im Dezember neugeborenen Eichhörnchen und der noch im September/Oktober geborene Wurf der 10 - 12 Wochen alten und noch im Nest sitzenden Jungen, die dann ebenfalls versterben. Die Sterberate liegt wegen der Böller bei 80 %!!! So das neue Jahr zu begrüßen, ist schrecklich und für uns nicht nachvollziehbar. Tatsächlich erlaubt unser Sprengstoffgesetz im § 23 das Feuerwerk nur am 31.12., leider wird aber schon ab 27.12 geböllert und das bedeutet für die Tiere 5 Nächte Terror - nicht nur die Silvesternacht tötet die Tiere.... Die Leichen findet man dann im Frühjahr beim Baumschnitt.

Nicht nur Wildtiere leiden unter dem Feuerwerk an Silvester, auch für unsere Haustiere bedeutet das Böllern Angst und nicht selten auch den qualvollen Tod. Raketen und Böller, die in Wohngebieten explodieren, sind ein Horrorszenario für alle Tierbesitzer. Viele Tiere reagieren panisch, verkriechen sich oder werden komplett apathisch. Ein Schock, der durch diesen puren Stress entstanden ist, kann zum Tod des Tieres führen. Es wird geschätzt, dass jedes Jahr tausende Haustiere an Silvester entlaufen, viele überleben nicht. Sie werden überfahren, verletzen sich schwer oder werden einfach tot aufgefunden. Auch Rinder, Schweine oder Pferde sind betroffen, die kann man nicht einmal so ins Auto packen und vor dem Lärm flüchten.
Dass jetzt so viele tierliebe Menschen die tolle Aktion beim Fressnapf unterstützen, ist für uns eine großartige Sache. Diese Spenden kommen den Tieren zugute, die noch kein Zuhause finden konnten. Sie bekommen einen gut gefüllten Napf und müssen keinen Hunger leiden, sie bekommen Spielzeuge, Leckerchen und in den Tüten sind sogar kleine weiche Decken drin. Das ist in den kalten Monaten ganz besonders wichtig, die Tiere frieren ohne Mäntelchen oft ganz erbärmlich. In Spanien sind die Winter nicht überall warm und dort, wo unser Tierheim ist, gibt es so wie bei uns auch Schnee. Beheizte Zwinger gibt es natürlich nicht und deshalb sind Mäntelchen, Decken und ausreichend Futter überlebswichtig.
Euer Mitgefühl rettet also Wildtiere, Haustiere und die Tiere in den Tierheimen. Ihr kauft keine Böller und verhindert damit einen Teil des Leides, das an Silvester die Wildtiere ereilt. Ihr schützt eure Haustiere - viele Tierbesitzer suchen über Silvester Schutz am Flughafen oder sind auf Campingplätzen, wo keine Böller erlaubt sind. Andere fahren stundenlang über die Autobahn, um irgendwie dem Geknalle zu entrinnen - es ist wirklich traurig, dass man unsere Stimmen im Bundestag einfach nicht hört!
Eure Spenden helfen den Tieren, die in den Tierheimen sind und noch keinen Menschen für sich finden konnten. Wir können euch gar nicht genug für euer Mitgefühl und eure Hilfe danken!

15.12.2025
Weihnachten steht vor der Tür und die Weihnachts-Wünsche-Aktion vom Fressnapf endet damit bald. Wir durften nochmal ein ganzes Auto voll mit lebenswichtigem Futter in Rüsselsheim abholen, Spielzeuge, Körbchen, Leckerchen, Decken und vieles mehr waren ebenfalls mit dabei.
Dass die Spendenbereitschaft so groß ist, damit hatten wir nicht gerechnet, hauptsächlich weil wir in Rüsselsheim ganz sicher nicht so bekannt sind wie in Alzey. Ganz offensichtlich sind die tierlieben Menschen sich aber bewusst, dass auch die Tiere im Ausland, in unserem Fall ist es Spanien, Hilfe brauchen. Deutsche Tierheime werden fast immer ausreichend mit Spenden versorgt, manchmal durften wir sogar Spenden, die nicht benötigt wurden, von Tierheimen in unserem Umkreis abholen. Für uns ist es egal, was es ist, bei uns zählt das Überleben. Wir lehnen kein Futter ab, weil es unseren Tieren vielleicht nicht so gut schmeckt, wir sind glücklich und dankbar für jeden Krümel Futter. Alles hilft, die Tiere am Leben zu halten und wenn nichts mehr da ist, füttern wir Hotelabfälle, Nudeln und Brot.
Ihr könnt euch also vorstellen, wie glücklich wir sind, wenn Tierfreunde uns hochwertiges Futter spenden, wenn wir Spielzeuge für die Tiere bekommen, die garantiert noch nie ein Spielzeug hatten. Decken für den auch in Spanien kalten Winter sind hochwillkommen und natürlich nehmen wir auch gerne gebrauchte Decken, die frisch gewaschen sind und Liegeflächen, die vielleicht einmal euren Hunden gehört haben. Die Grundvoraussetzung ist nur, dass alles gewaschen und ordentlich ist. Wir freuen uns über jede Hilfe und wer etwas für uns abgeben möchte, kann gerne im Fressnapf nachfragen, ob man es dort für uns aufhebt.
Wir werden in der nächsten Woche nochmal Spendenpaletten nach Villena in unser Tierheim schicken. Bis jetzt sind 4 Paletten geplant. Wir denken, dass die Lieferung wahrscheinlich nicht mehr vor Weihnachten ankommt, aber zwischen den Jahren freuen sich die Tiere genauso über all die großartigen Spenden.
Wir bedanken uns ganz herzlich für eure Hilfe und wollen euch mal zeigen, was wir heute alles mitnehmen durften. Ihr seid einfach großartig!

14.12.2025
Wir wünschen euch allen einen wunderschönen dritten Advent!

13.12.2025
Heute kam "Sahara" bei uns an. Wie immer war der Transport völlig unproblematisch und das kleine Mädchen kam munter und gut gelaunt aus dem Transporter. Wir sind immer wieder erstaunt, wie gut die Hunde eine doch recht lange Fahrt in einer für sie ungewohnten Transportbox überstehen. Wir buchen allerdings auch immer sehr komfortable Fahrten mit extra Betreuung für die Tiere. Noch nie kam ein Hundchen gestresst oder verzweifelt an, auch Sahara war völlig relaxt und flitzte sofort mit unseren Hunden ganz munter durch den Garten. Leider müffelt sie stark nach Tierheim und muss demnächst mal unter die Dusche. Das wird dann entweder der Hundefrisör oder die Pflegestelle übernehmen. Sahara ist jetzt bei Renate und Gabi in Polch, Interessenten können sie ab nächster Woche dort besuchen. Wir wollen ihr allerdings erstmal ein paar Tage Zeit lassen, um sich etwas zu akklimatisieren. Außerdem müssen wir das Mädchen erstmal kennenlernen, um zu wissen, zu wem es am besten passen wird.
Tatsächlich haben wir aus Spanien schon ein weiteres Foto eines anderen kleinen Hündchens bekommen. Die Nase ist ein Stück kleiner als Sahara und leider sehr schüchtern. Wir hoffen, dass ihr Mittelmeertest in Ordnung ist und sie im neuen Jahr zu uns ausreisen darf. Für sie suchen wir eine Pflegestelle, die sich gerne um ein noch sehr zurückhaltendes Hündchen kümmern möchte. Es sollte jemand sein, der einiges an Erfahrung mitbringt und die Geduld hat, ein Hundchen aus seinem Schneckenhaus herauszuholen. Die Kleine ist kein Angsthund, hat allerdings wohl schlimme Dinge erlebt und deshalb muss ihre Seele erstmal wieder heilen. So etwas geht nicht von heute auf morgen und es besteht auch die Gefahr, dass man dann selbst zum "Pflegestellenversager" wird...
Wer sich einer solchen Aufgabe gewachsen sieht, kann sich gerne bei uns melden. Wer noch nicht als Pflegestelle für uns tätig war, für den müssen wir erst die Genehmigung vom Veterinäramt bekommen. Das dauert erfahrungsgemäß etwas, deshalb wäre es sinnvoll, sich so schnell wie möglich bei uns anzumelden. Pflegestellen müssen sich im Umkreis von ca. 50 km um Alzey befinden. Wir betreuen unsere Pflegestellen und stehen grundsätzlich immer mit Rat und Tat zur Seite. Es ist wegen der Fahrzeit leider nicht möglich, Pflegestellen in größerer Entfernung vernünftig zu betreuen. Vermittlungen sind im Umkreis von 100 km möglich.


12.12.2025
In der Weihnachtszeit erreichen uns immer mal wieder Pakete mit Spenden. Oft sind es dringend benötigte Wintermäntelchen, Spielzeuge oder Leckerchen. Das ist wirklich großartig und wir freuen uns sehr über jedes Paket. Heute kam ein Päckchen von Fam. Bochtler an. Frau Bochtler strickt seit vielen Jahren großartige bunte Socken für unsere Märkte. Wer einmal Strümpfe von ihr hatte, kauft sicher für Freunde/Freundinnen nochmal welche. Es sind einfach herrliche Geschenke, die von Menschen, die bei jedem Wetter draußen sind, besonders geliebt werden. Wer noch ein schönes und nützliches Mitbringsel für einen netten Naturliebhaber sucht, kann bei uns jederzeit nachfragen. Wir haben jetzt wieder bunte Wintersocken im Angebot!

10.12.2025
"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die die Augen unsichtbar!" (Saint-Exupéry)
Ganz offensichtlich sehen Tierfreunde mit ihren Herzen, anders kann ich mir nicht erklären, dass wir schon wieder Futterspenden, Decken, Spielzeug und Liegeflächen aus Alzey abholen durften. Die Not unserer Tiere, die in Spanien auf ein neues, schönes Zuhause hoffen, ist über den Wünschebaum des Fressnapf sichtbar geworden und die netten Menschen, die dort für ihre Tiere einkaufen, haben das Leid der Tiere mit ihren Herzen wahrgenommen und für die, die es nicht so gut getroffen haben wie die eigenen Tiere, großzügig gespendet.


Die Spendenaktion geht noch bis Weihnachten und schon jetzt ist absehbar, dass garantiert mehr als 2 Spendenpaletten zusammenkommen werden. Wir sind jedesmal völlig platt, wenn unser Auto wieder randvoll bei uns in der Einfahrt steht und wir die ganzen Spenden bestaunen und verpacken. Mittlerweile ist die erste Spendenlieferung in Spanien angekommen und natürlich sind alle superglücklich, dass wir hier in Deutschland an die Tiere in den Protectoras denken. In diesem Jahr wird bei uns und den uns angeschlossenen Tierheimen wohl keiner verhungern. Das haben wir euch zu verdanken und deshalb sind wir fest davon überzeugt, dass ihr die Allerbesten seid!
Danke an alle tierlieben Spender, danke an alle, die mithelfen und dafür sorgen, dass alle Mägelchen voll werden und keiner Hunger leiden muss! Danke für die tollen weichen Decken und Liegeflächen, die gerade für die kranken und alten Hunde so wichtig sind und danke für all das supertolle Spielzeug. Für die meisten Hunde ist das etwas, was sie noch nie gesehen haben. Danke für alles!
Die 3 Paletten mit von euch gespendeten Sachen, die wir letzte Woche auf den Weg geschickt haben, sind in Villena angekommen! Hier ein Bild vom Entladen.

09.12.2025
Manchmal kann man kaum glauben, was man sieht. Heute stand ich vor der geöffneten Heckklappe unseres Tierschutzbusses und war so glücklich und dankbar, dass ich euch das unbedingt mal weitergeben muss. Das ganze Auto war voll mit Tüten, die die Kunden vom Fressnapf in Rüsselsheim gespendet haben. Hunde- und Katzenfuttersäcke, Decken, Spielzeug, Leckerchen... es ist alles Mögliche dabei und es sind alles Dinge, die ganz dringend gebraucht werden. In der letzten Woche hatten wir Spenden vom Fressnapf in Alzey und jetzt von den Kollegen in Rüsselsheim. Die Weihnachts-Wünsche-Aktion des Fressnapf ist ein echtes Highlight für unsere Schützlinge. Wir sind schwer beeindruckt von der Welle der Tierliebe und Hilfsbereitschaft. Wir können euch allen gar nicht genug danken und möchten euch gerne mal zeigen, wieviel gespendet wurde. Außerdem habe ich mal ein paar Briefchen, die an unsere Tiere gerichtet sind, fotografiert. Die Spender schreiben uns manchmal Nachrichten und Wünsche auf die Karten, die am Weihnachtsbaum in den Geschäften hängen. Diese Nachrichten sind oft so liebevoll und berührend, dass wir sie an den Geschenken dran lassen. So sehen auch unsere Kollegen in Spanien, wie sehr sich die Tierfreunde hier den Tieren in den Protectoras verbunden fühlen. Wir finden das großartig und können uns gar nicht genug bei den Spendern und den Mitarbeitern des Fressnapf bedanken.
Wir hoffen, dass wir vor Weihachten nochmal 2 Paletten mit dringend benötigten Hilfsgütern versenden können. Ihr alle sorgt für ein fröhliches Weihnachten bei den Ärmsten der Armen! Ganz lieben Dank an euch alle!






07.12.2025

Wieviel Mitgefühl passt noch zwischen Ekel und Verantwortung?
Heute hatte ich wieder einen Anruf, der mich wütend und traurig zugleich gemacht hat. Eine Frau meldete sich, weil sie zwei Stunden zuvor einen kleinen, hilflosen Vogel vor ihrer Haustüre liegen sah. Sie ging daran vorbei. Allerdings lebte er immer noch, als sie zwei Stunden später wieder nach Hause kam. Dann fiel ihr ein, dass ja der Tierschutzverein kommen könnte, um ihn zu holen. Sie selbst könne nichts mit dem Vogel machen, sie wollte ihn nicht anfassen. Ein Auto, ein Freund, alles da - nur keine Bereitschaft zu helfen.
Wenn Mitgefühl aufhört!
Solche Anrufe sind keine Einzelfälle. Jedes Mal bleibt die gleiche Frage im Raum stehen: Wann genau haben wir verlernt, Mitgefühl auch in Taten umzusetzen? Niemand erwartet, dass jemand ohne Erfahrung medizinisch eingreift. Aber einen Vogel hochzuheben, ihn in einen Karton zu legen, warm und ruhig zu stellen - das kann jeder Mensch mit Herz!
Ich gebe zu, ich war in diesem Moment ungehalten, ich war wütend, aber ganz ehrlich: Manchmal braucht es klare Worte, damit die Botschaft ankommt. Denn Ekel darf niemals größer sein als Empathie. Zwei Stunden lang nichts zu tun und dann einen Verein anzurufen, damit "jemand anderes" das Problem löst - das ist kein Hilferuf, das ist Wegsehen mit Ansage, das ist unmenschlich!
Verantwortung heißt: Handeln!
Tierschutz ist keine Dienstleistung auf Abruf, etwas, was man bestellt, wenn es einem passt. Er beginnt genau dort, wo wir hinschauen, statt wegzusehen. Er fängt an, wenn wir handeln, auch wenn es unbequem ist. Niemand verlangt Heldentaten - nur Menschlichkeit.
Vielleicht ist das der wahre Prüfstein: Nicht das, was wir sagen oder posten, sondern was wir tun, wenn direkt vor unserer Tür ein Lebewesen unsere Hilfe braucht.
Ein kleiner Appell
Ich wünsche mir, dass mehr Menschen den Mut finden, Verantwortung zu übernehmen - im Großen wie im Kleinen. Wenn die Menschen einfach mal ihr Herz befragen würden, bevor sie zum Telefon greifen, wäre schon viel gewonnen. Manchmal reicht ein Karton, ein Tuch, ein wenig Wärme. Und manchmal erinnert uns ein kleiner Vogel daran, was echtes Mitgefühl bedeutet.
Ich für meinen Teil bin jedenfalls nicht länger bereit, mir solche Anrufe kommentarlos anzuhören. Wer so gnadenlos handelt, muss auch eine heftige Reaktion aushalten können. "Sie glauben doch nicht, dass ich wegen einem Vogel 30 km ins Mainzer Tierheim fahre!", so der Freund der Dame.
So etwas macht mich wirklich sprachlos. Dieser Satz steht stellvertretend für eine weit verbreitete Einstellung: Die Abwertung von Leben, sobald der Aufwand zu groß erscheint. Mitgefühl als Maßband des eigenen Komforts. Plötzlich wird Hilfe verhandelbar, je nachdem, ob sie in den Zeitplan passt. 30 Kilometer - das ist eine halbe Stunde Fahrt. Eine halbe Stunde, die über Leben und Tod entscheiden kann. Wie verarmt muss Mitgefühl sein, wenn es am Sprit scheitert? Letztendlich geht es um die Frage, was uns Leben wert ist, wenn es "nichts mit uns zu tun" hat. Wer bei einem verletzten Tier schon über Aufwand, Zeit und Benzinkosten spricht, hat vergessen, was Mitgefühl überhaupt ist.
Offenbar zeigte unsere "Ansprache" Wirkung. Zehn Minuten später wurde der Vogel eingepackt und in die Tierarztpraxis vor Ort gebracht. Ich hoffe, der kleine Vogel überlebt dieses tierische und menschliche Drama!

Wir haben seit Wochen die Wildkamera im Einsatz und beobachten, dass ein Igelchen zwar jede Nacht an der Futterschüssel ist, aber offensichtlich nicht in den Winterschlaf gehen will. Auf den Bildern der Kamera ist sein Gewicht schlecht einzuschätzen und so haben wir gehofft, dass wir ihn vielleicht doch einmal erwischen, um ihn wiegen zu können.
Zum Glück hat Uwe den Stachelritter dann heute am Gewächshaus gesehen. Tagsüber sollten Igel eigentlich nicht unterwegs sein. Wir denken, dass er nicht ganz gesund ist, auf jeden Fall ist er zu leicht. Mit weniger als 500 Gramm wird er den Winter nicht überleben und deshalb haben wir ihn zu einer Pflegestelle der Wildtierhilfe Rhein-Nahe gebracht. Dort hat man Erfahrung mit solchen Igelchen und kann ihnen besser helfen als wir das hier können.

Ich hoffe wirklich, dass wir immer nur diesen einen Igel auf der Kamera gesehen haben und nicht noch einer hier herumgeistert. Wir haben ja eigentlich immer Futter draußen stehen, auch im strengsten Winter. Die Katzen der Nachbarn bedienen sich regelmäßig, aber manchmal sind eben auch Igel dabei, die entweder zu schwach sind oder einfach mal während einer Warmphase im Winter aufgewacht sind und dringend Futter brauchen. Ich hoffe, dass "unser" Igelchen es schafft und sich im nächsten Jahr vielleicht sogar vermehrt. Wir haben so wenige Igel, jeder neue Stachelritter ist ein Gewinn für die doch sehr kleine Population.
06.12.2025
Am Nikolaustag erinnern wir uns gerne an das Teilen, Schenken und an die kleinen Gesten der Freundlichkeit. Für unseren Tierschutzverein ist dieser Tag eine passende Gelegenheit, auf die vielen Tiere aufmerksam zu machen, die zur Zeit in den Tierheimen und Pflegestellen auf ein neue Familie warten. Gerade im Winter ist die Versorgung unserer Schützlinge besonders wichtig. Kälte, Dunkelheit und steigende Versorgungskosten stellen Tierheime jedes Jahr vor große Herausvorderungen. Futterspenden, wärmende Decken oder auch finanzielle Unterstützung helfen uns enorm weiter. Wir sind sehr glücklich über die tolle Weihnachtsaktion vom Fressnapf und freuen uns über jeden Karton, den wir mit euren Spenden füllen dürfen.
Jeder kann so einen wichtigen Beitrag leisten, denn diese Geschenke kommen direkt bei den Tieren an und sie verändern ihr Leben.
Wir möchten euch heute am Nikolaustag unser Geschenk an die Protectora Villena zeigen. Gemeinsam haben wir etwas tolles möglich gemacht. Der alte Bus des Tierheims hatte den Geist aufgegeben und ohne Fahrzeug geht es einfach nicht. Wir haben uns also mit einem weiteren Verein zusammengetan und das neue/gebrauchte Auto der Protectora Villena finanziert. Dieses Fahrzeug ist für die tägliche Tierschutzarbeit unverzichtbar- es ermöglicht zum Beispiel schnelle Tiertransporte, schnelle Hilfe bei Notfällen und den Transport von Futter- und Sachspenden zu den Pflegestellen usw. Die Entscheidung für die Anschaffung fiel uns nicht leicht. Doch der alte Bus war nach vielen Jahren im Einsatz einfach nicht mehr zu gebrauchen. Um auch weiterhin einsatzfähig zu bleiben und den Ärmsten helfen zu können, war diese Entscheidung im Sinne der Tiere notwenig. Wir sind sehr glücklich, dass das mit euren Spenden möglich wurde und sagen nochmal ganz herzlich DANKE.
Wir wollen euch das Video von dem "Neuen" natürlich gerne zeigen und hoffen, dass er euch genauso gut gefällt wie uns. Jetzt kann die Arbeit in der Protectora wie gewohnt weitergehen und die Tiere in Not können sicher und schnell versorgt werden.
Euer Engagement gibt uns Kraft und Hoffnung. Zusammen können wir Großes bewegen - für die Tiere, die auf uns zählen. Danke, dass ihr an unserer Seite steht!

04.12.2025
Teil 2 - Vermittlungen mal von anderer Warte aus betrachtet.
Nicht nur wir vermitteln ab und zu mal einen spanischen Hund. Es gibt sogar Vereine, die nichts anderes tun - und das leider auch noch richtig gut finden. Ich habe schon oft genug über die Wichtigkeit der Arbeit in Spanien berichtet und wer uns kennt weiß, dass wir alle möglichen Aktionen fördern, um die Arbeit unserer spanischen Kollegen zu unterstützen. Sie müssen in die Lage versetzt werden, schnellstens, auch ohne unsere Hilfe, ihre Tiere finanzieren und vermitteln zu können. Kastrationen sind deshalb für uns selbstverständlich, große Mittelmeertests mit Elektrophorese ebenfalls. Wir helfen, wo wir können, und ab und zu holen wir auch mal einen Hund nach Deutschland. Wir alle wissen, dass die Tierheime hier aus allen Nähten platzen und wir gerade genug mit dem Tierschutz in Deutschland zu tun haben. Wir glauben, dass es nicht unbedingt notwenig ist, Hunde, die sich in Spanien ebenfalls vermitteln lassen, nach Deutschland einzuführen. Natürlich wissen wir um das Leid der Wind- und Jagdhunde und gerade deshalb sehen wir uns die Vermittlungen in diesem Bereich gerne mal an. Wenn wir einen Hund nach Deutschland bringen, dann gehören tolle Transporte mit zertifizierten Fahrzeugen und Transporteuren, die nur mit TRACES fahren, natürlich auch dazu. Genauso auch gesunde Hunde und qualifizierte Pflegestellen, die von uns und vom Veterinäramt überprüft wurden und wissen, was sie tun.
Schwarze Schafe gibt es leider überall. Wir sehen es auch als die Aufgabe der seriös arbeitenden Vereine an, Praktiken anzuprangern, die unserer Meinung nach nicht in Ordnung sind und den Auslandstierschutz schnell in einem schlechten Licht erscheinen lassen.
Auslandstierschutz bedeutet nicht, Tiere nach Deutschland einzuführen - das ist erstmal nur Hundehandel. Zum Tierschutz gehört weitaus mehr. Es ist niemals zielführend, Hunde/Katzen unkastriert nach Deutschland zu bringen. Diese Tiere vermehren sich dann ggf. hier und machen eine vernünftige Tierschutzarbeit, die ja immer auch darauf basiert, das Leid der Tiere durch Reduktion (in diesem Fall Kastration) der Individuen zu bekämpfen. Die Tötung der Tiere lehnen wir ab, insofern sind die spanischen Perreras für uns ein Grund, unsere Bemühungen noch zu intensivieren.
Unsere Hilfe kann allerdings nicht nur darin bestehen, Hunde aus dem Ausland nach Deutschland einzuführen. Damit verschiebt man die Problematik nur. Kastrationen verhindern sinnloses Leid und deshalb ist es für einen seriös arbeitenden Verein immer wichtig, Kastrationen zu unterstützen und auch nur kastrierte Tiere einzuführen. Eine Einfuhr von Welpen unter 5 - 6 Monaten ist auch wegen der geltenden Impfbestimmungen bei der Einfuhr von Hunden/Katzen nicht möglich. Welpen und Junghunde/-katzen können normalerweise in jedem Land gut vermittelt werden, sie müssen nicht unbedingt nach Deutschland verbracht werden.
Ein Tierschutzverein, der sich entschließt, Hunde und Katzen nach Deutschland zu bringen, sollte also Kastrationen im Ursprungsland der Tiere finanzieren und dafür Sorge tragen, dass dort die Population reduziert wird. Es ist kontraproduktiv, immer nur Tiere nach Deutschland zu importieren, ohne Hilfe zur Selbsthilfe im Ursprungsland zu leisten. Wir erwarten von einem seriösen Verein, diese Arbeit auch nachzuweisen.
Wer Hunde und Katzen nach Deutschland bringt, muss wissen, dass auch unsere Tierheime aus allen Nähten platzen und niemand noch zusätzlich Herdenschutzhunde, Listenhunde oder auch kranke Tiere braucht, die oft genug dann doch wieder in einem deutschen Tierheim landen. Das hört sich vielleicht hart an, ist aber eine Realität.
Wer sich als Verein dann doch für den Import entscheidet, der sollte einen anständigen Transporteur wählen. Die Umgehung von Vorschriften durch Tarnung der Transporte als privaten Reiseverkehr ist natürlich illegal und zieht, wenn es entdeckt wird, massive Strafen nach sich. Das müssen natürlich auch alle Flugpaten wissen, die den privaten Reiseverkehr innerhalb der EU nutzen, um für andere Tiere zu transportieren. Wer dabei erwischt wird, dem drohen hohe Geldstrafen und Kosten für Rücktransporte oder Quarantäne, in jedem Fall wird das Tier erstmal eingezogen.
Natürlich gibt es auch legale Möglichkeiten, Tiere einzuführen. Dabei spielen TRACES und die Veterinärämter eine wichtige Rolle. Um das Einschleppen von Krankheiten zu unterbinden, müssen eine Reihe von tierseuchenrechtlichen Anforderungen erfüllt werden.
Tiere die legal nach Deutschland eingereist sind, kommen normalerweise nicht direkt zu den neuen Haltern, sondern befinden sich erstmal auf sogenannten Pflegestellen. Wir empfehlen niemandem, Hunde/Katzen wie aus dem Katalog zu bestellen und dann zu hoffen, dass sie sich problemlos in eine Familie einfügen. Manche Tiere haben noch nie eine Wohnung von innen gesehen und kennen den engen Kontakt zum Menschen nicht. Es ist also immer sinnvoll, sich das Tier erstmal auf einer Pflegestelle anzusehen und sich über die Eigenschaften des Tieres zu informieren. Nicht jedes Tier passt in jede Familie. Es gibt unterschiedliche Charaktere und Temperamente und auch wer einen Zweithund sucht, sollte bei einer Adoption eines weiteren Tieres immer mit Ruhe und Verstand agieren. Natürlich gewöhnen sich Tiere auch mal aneinander, aber eine wirklich gute Verbindung basiert auf einer guten Beobachtungsgabe. Ein ängstliches Tier passt nicht zu einem weiteren Schisser und ein auf einen Menschen fixierter Hund will vielleicht gar keinen tierischen Partner haben. Ein Draufgänger kann einen besonnenes Tier schlichtweg dominieren und zur Verzweiflung bringen, ein schüchternes Mädchen braucht nicht unbedingt einen wilden Rüden, der es trotz Kastration ständig besteigt...
Eine Vermittlung von Tieren ist nicht einfach und erfordert wirklich viel Sachverstand und Wissen. Wer am Telefon erzählt, dass Hunde (Katzen) sich schon aneinander gewöhnen und man der Sache Zeit geben muss, der will seine Tiere oft nur einfach an den Mann oder die Frau bringen. Schutzgebühren werden normalerweise bei Rückgabe des Tieres nicht zurückgezahlt und so kann eine dreifachvermittlung für einen unseriösen Verein recht lukrativ sein. Das Wohl des Tieres steht dabei allerdings nicht im Vordergrund.
Pflegestellen, die für solche Vereine tätig sind, erleben manchmal erst bei der Vermittlung, dass die vorher gegebenen Versprechen plötzlich nichts mehr wert sind. Hunde/Katzen werden vom Verein nicht ausreichend beworben, manchmal wird sogar erwartet, dass das Tier von der Pflegestelle selbst inseriert wird - was nicht erlaubt ist und der Pflegestelle große Probleme bringen kann (nicht nur vom Finanzamt, sondern auch vom Veterinäramt). Manchmal werden Termine mit Interessenten gemacht, die völlig ungeeignet sind und es wird von den Pflegestellen verlangt, die Tiere wie warme Semmeln anzupreisen. Wer nicht die Linie des Vereins vertritt, wird damit bedroht, den Pflegehund weggenommen zu bekommen. Wer vielleicht schon Monate ein ängstliches Tier an das Leben in unserer Gesellschaft zu gewöhnen versucht hat und sich plötzlich einer Familie gegenüber sieht, die mit 4 Kindern antanzt und der Hund von jedem sofort betatscht werden soll, der versucht "seinen" Hund zu retten und informiert den Verein darüber, dass das so nicht geht. Tja, dann droht man die Reißleine zu ziehen und den Hund anderweitig unterzubringen. Was passiert, ist vorhersehbar und sicher auch von Anfang an so geplant: Die Pflegestelle übernimmt das Tier und der Verein kassiert die komplette Vermittlungsgebühr. Kosten für Verpflegung des Hundes, Decken, Körbchen, Leinen, Halsbänder, Mäntelchen, manchmal auch Tierarztkosten sind nicht aufrechnungsfähig. So manche Pflegestelle kann nicht fassen, was passiert, kann aber aus Gewissensgründen auch nicht anders entscheiden.
Tatsächlich weiß ich leider genau, von was ich hier rede, denn vor einigen Tagen ist in meinem Beisein einer Pflegestelle eines anderen Vereins genau so etwas passiert. Ich hatte mich sowieso schon gewundert, dass der Hund fast gar nicht inseriert wurde, dass die Pflegestelle zurechtgewiesen wurde, als sie per Sprachnachricht über den Hund berichtete. Man wollte Textnachrichten und war nicht gewillt, die Sprachnachricht anzuhören. Dass der sehr ängstliche Hund als Podenco-Mix beschrieben wurde, war wohl der mangelnden Erfahrung der Vereinsmitglieder zuzuschreiben, handelte es sich doch um einen Sloughi-Azawakh. Aber auch das interessierte niemanden. Dass Sloughi völlig andere Hunde sind als Podencos, ist klar. Sie haben andere Eigenschaften und genau über die sollte man, wenn man einen solchen Hund vermitteln möchte, wenigstens Bescheid wissen.
Ich wollte mich eigentlich nicht einmischen, stellte aber der wirklich supernetten und wahnsinnig engagierten Pflegestelle sowie ihren eigenen Windhunden gerne unsere riesige eingezäunte Wiese zur Verfügung. Der Hund machte im Laufe der Monate große Fortschritte, war aber noch meilenweit von einer möglichen Vermittlung entfernt. Man konnte das Mädchen nicht anfassen, ohne dass sie erstarrte. Noch war sie nicht bereit für eine neue Familie, ließ aber zu, von der Pflegestelle angeleint und gestreichelt zu werden. Ich denke, dass sich die Pflegestelle von den Beschreibungen des Vereins her einen anderen Hund vorgestellt hatte, trotzdem nahm sie die schwierige Aufgabe an und arbeitet mit viel Sach- und Fachverstand mit der Hündin.
Meiner Meinung nach wird dieser Hund immer scheu bleiben. Bestimmt wird sich der Zustand noch verbessern, aber das braucht viel Zeit und auch Nerven. Eine Vermittlung wäre in diesem Zustand für uns niemals in Frage gekommen. Trotzdem wurde nach 6 Monaten eine Familie auf den Hund aufmerksam und man vereinbarte einen Termin auf unserer Wiese. Die Familie hatte früher schon einen Podenco und jetzt war seit einigen Wochen ein Greyhound an ihrer Seite. Das erste, was die Frau bemerkte war, dass es sich ganz sicher nicht um einen Podenco oder Podenco-Mix handelte. Auf dem Freilauf stellten wir dann schnell fest, dass der Rüde der Familie nicht an einem Kumpel interessiert war. Für ihn gab es nur Frauchen und tatsächlich begrenzte er den Hund der Pflegestelle massiv. Jeder, der etwas von Hunden versteht, erkennt schnell, dass es nicht vernünftig ist, einen solchen Hund zu jetztigen Zeitpunkt zu vergesellschaften. Die Hündin der Pflegestelle wollte nichts mit ihm zu tun haben, sie wollte auch nicht von fremden Menschen berührt werden und so stellte die Interessentin schnell fest, dass ein zweiter Hund für sie eigentlich nicht in Frage kommen würde. Ihr Greyhound ist zum jetzigen Zeitpunkt ein Einzelhund und ob sich das ändern wird, wissen wir alle nicht. Die Pflegehündin wäre weder von ihrer Art noch von der Rasse her passend gewesen und die Familie hatte nach eigenem Bekunden eigentlich dem Rüden einen Gefallen tun wollen, um jetzt zu sehen, dass er das gar nicht wollte. Der Mann hatte viele Jahre einen Podenco, der sich nichts aus ihm machte und wollte ganz sicher nicht nochmal einen Hund, der Menschen zur Zeit noch sehr vorsichtig beäugt.
Es war ein wirklich schöner und informativer Mittag für uns alle, wir mochten die Interessenten wirklich gerne und hätten uns unter anderen Bedingungen kein besseres Zuhause für einen passenden Hund denken können. Es passte einfach nicht und so verabschiedeten wir uns und waren froh, so nette Menschen kennengelernt zu haben. Weiterer Kontakt nicht ausgeschlossen! So. Die Pflegestelle berichtet dem Verein, dass es leider nicht gepasst hatte und wurde daraufhin fertig gemacht. Man stellte fest, dass man nicht erwarten könnte, dass die Hunde sich gleich mögen und meinte, das käme später schon noch... Außerdem sagte man, dass man noch nie eine so wenig informative Pflegestelle gehabt hätte, die Zusammenarbeit habe keinen SPASS gemacht, man selbst habe schon über 80 Pflegehunde gehabt und wisse, von was man reden würde usw... Jetzt ziehe man die Reißleine und würde den Hund zu einer anderen Pflegestelle geben. Die Interessentin hatte sich tatsächlich sogar nochmal bei dem Verein gemeldet und die Pflegestelle gelobt, ihre Einschätzung bestätigt und gesagt, dass sie auch wegen ihres Mannes keinen so ängstlichen Hund übernehmen würden. Dass der Verein wohl einiges anders als andere sieht, war uns schon klar, dass man dann aber zu der Interessentin sagen musste, dass man wohl zukünftig wohl nicht nur Katzentests sondern wohl auch Männertests machen müsse, finde ich frech und unverschämt (bei einem Katzentest wird die Reaktion eines Hundes auf die Anwesenheit von Katzen getestet).
Ob so ein Verein seine Berechtigung verdient hat, bezweifle ich. Die völlig entsetzte Pflegestelle hat den Hund, um ihn vor dem Verein zu schützen, nun für fast 600 Euro übernommen. Sie wollte etwas Gutes im Tierschutz bewirken und hatte ihre Hilfe zur Verfügung gestellt. Sie fühlt sich heute betrogen und veräppelt. Es bleibt der Verdacht, dass eigentlich nur Pflegestellen gesucht werden und darauf spekuliert wird, dass man, unter Druck gesetzt, den Hund dann behält. Die Pflegestellen werden übrigens nicht beim Veterinäramt angemeldet und auch noch nicht einmal vom Verein selbst überprüft. Wer sich als Pflegestelle meldet, bekommt einen Pflegestellen-Vertrag, den er unterschreibt und dann bekommt man den Hund. Die Pflegestelle wurde nie besucht und auch bei einer Vermittlung wird keine Vorkontrolle gemacht. Nachkontrollen sind natürlich ebenfalls nicht vorgesehen. Dafür hat man wohl keine Zeit... So etwas ist für mich kein Tierschutz, sondern eine bodenlose Frechheit. Hier wird das Leben eines Hundes so gering geschätzt, dass ich eher von einem gewerblichen Hundehandel ausgehen würde. Schade, dass solche Vereine offensichtlich nicht überprüft werden. Eine Gemeinnützigkeit würde ich hier nicht erkennen können und einen verantwortungsbewussten Umgang sehe ich auch nicht. Für mich ist so etwas kein Tierschutz, sondern das befriedigen des eigenen Egos unter Zuhilfenahme von hilflosen Tieren...
Dass es dann selbst noch bei der Übernahme des Hundes durch die Pflegestelle zu Problemen kam, war leicht vorherzusehen. Man verlangte die Bezahlung des Hundes im Voraus. Was bedeutet, dass man zwar fast 600 Euro an einen "Verein" bezahlt, aber keinen Vertrag in der Hand hat. Wer das unseriös findet und die Zahlung verweigert, bekommt direkt gesagt, dass dann am Wochenende das "Fellnasentaxi" vor der Tür steht und den Hund wegholt. Wenn keine andere Pflegestelle zur Verfügung steht, wird der Hund in einer Pension untergebracht, die Kosten dafür trägt die Pflegestelle... Tierliebe Menschen, die einen Pflegehund genommen haben, um etwas im Tierschutz zu bewegen, sind spätestens jetzt so eingeschüchtert, dass sie das Geld bezahlen und den Hund behalten - auch wenn das eigentlich nie so geplant war.
Auch so kann man einen Verein führen. Man sucht einfach irgendwelche Pflegestellen, holt Hunde aus dem Ausland und droht nach 6 Monaten damit, den Hund wegzunehmen. Jeder würde dann versuchen, das Tier vor dem Verein zu "retten". Mir erscheint das ein sehr erfolgreiches Vermittlungsprogramm zu sein. Wer hinterher das Veterinäramt informiert oder irgendwelche Probleme macht, stellt spätestens dann fest, dass der Verein sich vertraglich das Recht gesichert hat, die eigenen Daten an Dritte weiterzugeben. So wird dann die Pflegestelle gleich wieder brav, denn wer will denn schon auf irgendwelchen roten oder schwarzen Listen landen und persona non grata sein. Dazu kommt dann, dass der Vertrag, den man vom Verein bekommen hat, nicht einmal unterschrieben ist und nur der Erhalt des Geldes quittiert wurde...
Wir haben uns die Bewertungen dieses Vereins mal angesehen, sie sind alle positiv - kein Wunder, die negativen Bewertungen wurden gelöscht, darunter auch die der mir bekannten Pflegestelle....
Bitte schreibt uns über eure Erfahrungen, wir sind sicher, dass es viel zu viele solcher Vereine gibt, und wir würden gerne etwas dagegen unternehmen.
Ohne Kontrolle des Veterinäramtes entscheidenden die Vereine, zu welcher "Art" Pflegestelle ein Hund kommt... Wer sich nur auf Telefonate verlässt und nicht kontrolliert, dem sollte bewusst sein, dass auch Vermittlungen böse in die Hose gehen können.
Diese Bilder sind KI-generiert, genauso können die Bilder vom neuen Zuhause in 30 sec. erstellt werden. Wir können unsere Hunde nur schützen, indem wir Pflegestellen und Endstellen vorkontrollieren!


02.12.2025
Alle Tierfreunde, die Hunde von uns bekommen haben, wissen, dass wir alles Erdenkliche tun, um perfekt passende Zuhause für unsere Schützlinge zu finden. Manchmal sind die Hundchen auch durchaus länger auf einer Pflegestelle, was daran liegt, dass wir gewisse Voraussetzungen an die Adoptanten stellen.
Vor einigen Tagen habe ich den Versuch einer Adoption eines Hundes durch einen anderen Verein beobachten dürfen. Ich bin immer noch schwer schockiert, wie wenig man das Wohl des Tieres hier beachtete und wie sorglos mit dem Glück einer Familie und des neuen Hausgenossen gespielt wurde. Ich weiß, dass wir so etwas noch nie gemacht haben und auch niemals tun werden. Bei uns geht es nicht darum, Hunde an irgendjemanden zu vermitteln, sondern die passenden Menschen für unsere Glückspilze zu finden. Bei uns heißt es nicht: "Die gewöhnen sich schon irgendwann aneinander." Bei uns werden Tiere beobachtet und "gelesen", wir versuchen glückliche Verbindungen zu stiften und nicht nur Wohngemeinschaften. Ich kann nicht verstehen, wie man sich als Tierschutzverein damit zufrieden geben kann, Hunde einfach an den Mann/die Frau zu bringen, ohne sich auch nur die geringsten Gedanken über den Charakter des Hundes oder der neuen Halter zu machen. Vermittlungen werden Pflegestellen überlassen, die man weder kennt noch jemals persönlich gesehen hat. Hunde werden falsch beschrieben, zum Teil ist man sich nicht einmal über die Rasse im Klaren. Verträge werden hin und her geschickt, es werden Unterschriften eingefordert, ohne den Vertrag überhaupt erklärt zu haben. Tatsächlich wird sogar zuerst die Zahlung des "Kaufpreises" verlangt, bevor man überhaupt den Vertrag zurücksendet. Das alles ist für uns nicht nachvollziehbar.
Wir haben schon vor vielen Jahren davor gewarnt, Pflegestellen über's Internet zu rekrutieren und ohne weitere Kontrolle mit Hunden/Katzen zu besetzen. Da wir unsere Hunde grundsätzlich selbst am Transport abholen, sind wir dort "Gestalten" begegnet, denen wir niemals ein Tier anvertraut hätten. Immer wieder erzählte man uns, dass man im Internet auf Anzeigen mit Pflegestellengesuchen geantwortet habe und dann kurz darauf der erste Hund am Transporten abgeholt werden konnte. Ob diese Menschen geeignet sind, ein Tier bei sich unterzubringen, interessierte niemanden. Am Telefon kann man viel erzählen, ob das alles stimmt, kann keiner nachprüfen. Wie schlimm die Situation sein kann, haben uns Adoptanten immer wieder geschildert. Zustände, die so katastrophal waren, dass die Interessenten den Hund lieber mitgenommen hatten als noch länger in der Obhut solcher "Pflegestellen" zu lassen. Mir ist es völlig unklar, wie ein Tierschutzverein hier noch von verantwortungsvollem Umgang mit Tieren sprechen kann. Wir finden so etwas unglaublich schlimm und unserer Meinung nach müsste das Veterinäramt da eingreifen. Warum das nicht passiert, weiß ich nicht. Wir haben bisher immer nur gesagt bekommen, dass dazu einfach die Zeit fehlen würde. Tierschutz, dem es an elementaren Grundfesten fehlt, sollte nicht auch noch als gemeinnützig begünstigt werden. So etwas gehört verboten und nicht gefördert!
Nun haben wir es tatsächlich mal aus nächster Nähe gesehen. Eine gute Bekannte, die seit Jahren Hunde hat, wollte etwas Gutes tun und antwortete auf eine Anzeige, bei der Pflegestellen gesucht wurden. Der Verein war aus Köln und sie wohnte in unserer Nähe - die Entfernung: knappe 200 km. Natürlich kam niemand vorbei, um sich die Wohnverhältnisse anzusehen, Bilder hin und her zu schicken ist natürlich wenig beweiskräftig, sie können KI-generiert oder sonstwo aufgenommen worden sein. Alles verlief ganz unbürokratisch und so kam innerhalb kürzester Zeit ein Hundchen, das nachweislich einen Tag vor der Ausreise kastriert worden war. Dass man frisch kastrierte Hündinnen nicht unbedingt auf eine Reise von Spanien nach Deutschland schicken sollte, ist jedem klar. Auch dass ein spanischer Amtsveterinär so einen Transport abgenommen haben soll, kann ich mir nicht vorstellen.
Der Hund musste von der Pflegestelle selbst abgeholt werden. Da man ja etwas Gutes tun möchte, werden natürlich keine Rechnungen für Sprit, Futter, Leinen, Brustgeschirr usw. gestellt. Der Verein hat einen "Dummen" gefunden, der alle Kosten übernimmt, sich im besten Fall liebevoll um das Tier kümmert und weil der Hund fast gar nicht beworben wird, sitzt man dann nach 6 Monaten noch immer darauf.
Dann plötzlich zieht der Verein die Daumenschrauben an. Man wird schwierig und behandelt die Pflegestelle wie Dreck, manchmal helfen auch Drohungen, den Hund auf eine andere Pflegestelle zu bringen und schon ist der Hund an die Pflegestelle, die das Tier mittlerweile ins Herz geschlossen hat und ganz bestimmt nicht will, dass es herumgereicht wird, vermittelt. Natürlich ist das zwar sehr unschön vom vermittelnden Verein, aber ehrlich gesagt der bestmögliche Fall für das Tier. Was ist aber, wenn der Hund an Menschen geraten ist, die das Tier misshandeln? Was ist, wenn der Hund an Menschen kam, die vieleicht gar keine Ahnung von Hunden haben? Was ist, wenn Erkrankungen nicht bemerkt werden, wenn das Tier durch die Pflegestelle misshandelt wird? Niemand wird es bemerken, denn keiner dieser Vereine sieht die Notwendigkeit der Kontrolle. Hier werden Tiere wie Sachen behandelt und letztendlich verschachert. So etwas ist mit dem Wort Tierschutz nicht in Einklang zu bringen und sollte angezeigt werden... tja, wenn die Veterinärämter nicht so viel zu tun hätten, die Vogelgrippe nicht wäre und die Schweinepest und und und...
Die Hunde und Katzen solcher gemeinnützigen Vereine bleiben oft auf der Strecke. Dafür hätte man sie nicht aus Spanien hierher karren müssen. Dass solche Vereine sogar noch um Spenden bitten und auch mit solchen bedacht werden, ist für mich der Höhepunkt.
Ich möchte euch alle bitten, von euren Erfahrungen zu berichten und wenn ihr so etwas erlebt habt, umgehend das Veterinäramt zu informieren. Lasst nicht locker und lasst euch nicht abwimmeln - auch das ist Tierschutz! Solchen Vereinen gehört das Handwerk gelegt!
Solltet ihr ähnliche Erfahrungen haben - bitte schildert sie uns!
Teil 2 folgt morgen!
01.12.2025

Jetzt durften wir aus der Wünschebaum-Aktion des Fressnapf Alzey auch nochmal Spenden für unsere Schützlinge abholen. Ihr glaubt nicht, wieviele nette Tierfreunde Futter, Leckerchen, Decken, Körbchen, Katzenstreu, Welpenmilch usw. für unsere Hundchen und die Samtpfoten dagelassen haben. Es ist wirklich viel und so konnten wir heute 3 Paletten mit lebensrettenden Dingen auf die Reise nach Villena/Spanien schicken. Nächste Woche wird alles ankommen und die kleinen Bäuchlein der Tiere werden nicht mehr knurren, sondern kugelrund sein. Wir sind so glücklich über diese tollen Spenden und können uns gar nicht genug bei dem netten Team des Fressnapf in Alzey sowie den supernetten Spendern bedanken. Wir finden euch alle großartig!
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