Phönix-Tagebuch
- März 2026 -
31.03.2026
Was für ein unglaublicher Moment! Der VETO-Lkw mit der riesigen Futterladung an Bord ist in Spanien angekommen!
Dank eurer Unterstützung konnten 23,5 Tonnen Futter in der Protectora Villena entladen werden. 23,5 Tonnen Hoffnung. 23,5 Tonnen Leben!
Wir alle sind überglücklich und möchten euch heute die ersten Fotos von der Ankunft des Trucks zeigen. Natürlich wurde das viele Futter, das in den nächsten Wochen so viele Tiere satt machen wird, sofort ins Lager gebracht. Die erste Palette ist schon angebrochen worden und die Schüsseln der Hunde wurden sofort gefüllt. Ihr könnt euch nicht vorstellen, welche Freude in der Protectora herrscht. Eure Futterspenden helfen den Hunden zu überleben und endlich einmal satt zu werden.
Diese Spenden sind für uns allerdings viel mehr als "nur" Futter. Sie sind die direkte Rettung für "Die stillen Opfer der Jagd" - für Galgos, Podencos und viele andere Jagdhunde, die nach dem Ende der Saison oft in erschütterndem Zustand gefunden werden. Ausgehungert, geschwächt, teilweise schwer verletzt und ohne jede Perspektive.
Genau hier beginnt unsere Arbeit - und genau hier macht ihr den Unterschied.
Mit diesem Futter können wir die Tiere nicht nur versorgen, sondern ihnen überhaupt erst die Chance geben, wieder zu Kräften zu kommen. Erst wenn sie stabil sind, können sie medizinisch versorgt, aufgepäppelt und schließlich in ein neues Leben vermittelt werden - vielleicht sogar nach Deutschland, in ein sicheres, ruhiges Zuhause voller Ruhe, Liebe und Geborgenheit.
Für uns ist heute der schönste Tag im Jahr, alle Tiere werden satt und unsere Kollegen sind die große Sorge der Futterbeschaffung ersteinmal los. Es ist ein herrliches Gefühl, das ganze Futter im Lager stehen zu haben und zu wissen, dass in der nächsten Zeit genug für alle Tiere da ist. Keiner wird hungern und keiner muss sich Gedanken um den nächsten Tag, die nächste Woche oder den nächsten Monat machen. Endlich einmal ist genug für alle da. Wir wissen, dass in den nächsten Tagen natürlich auch andere, kleinere Organisationen bei uns Futter abholen werden. Wir wissen, dass auch sie auf uns angewiesen sind und helfen natürlich, wenn es bei unseren Kollegen nicht reicht, gerne aus. Es geht darum, so vielen Tieren wie möglich eine Chance auf ein neues Leben zu geben. Futter ist der wichtigste Baustein unserer Hilfe.
Für uns bedeutet diese Lieferung eine enorme Entlastung, die größte Sorge ist von unseren Schultern genommen worden. Die Mittel, die wir sonst für Futter aufbringen müssen, können wir nun in dringend notwendige Projekte stecken: Medizinische Versorgung, Kastrationen, Rettung weiterer Tiere.
Ihr merkt, diese Lieferung motiviert uns alle. Wir wissen, dass wir nicht alleine sind und dass ihr alle an unserer Seite steht. Was kann es schöneres geben?! All das wäre ohne euch nicht möglich gewesen.
Ein riesiges, von Herzen kommendes DANKE an jeden einzelnen Spender - und ebenso an VETO, die diese Hilfe möglich gemacht haben. Ihr habt Leben gerettet. Wirklich! Ohne euch gäbe es für viele keine zweite Chance.
Danke, dass ihr hinschaut, dass ihr helft. Danke, dass ihr Teil dieser Rettung seid!



#vetotierschutz
29.03.2026
Die Woche ist anstrengend gewesen, aber jetzt ist alles geschafft. Wir freuen uns auf das nächste Wochenende, denn wenn alles gut geht, kommt dann unser kleiner Jhayko. Tatsächlich wissen wir bis heute nicht, ob das unser letzter Hund aus der Protectora Villena gewesen sein wird. Ich hatte ja schon geschrieben, dass alle Tierschutzvereine, die Tiere aus dem Ausland einführen dürfen, nun Probleme mit der neuen Transportverordnung haben. Es gibt eine Petition auf openpetition.eu, die im Januar 2026 gestartet ist und ca. 26.000 Unterschriften vorzuweisen hat. Sie fordert eine Ausnahme von der Fahrtenschreiberpflicht für Streunerhunde- und Katzen-Transporte. Immerhin ist die neue Regelung für Schlachttransporte gedacht und würde Haustiere, die in ein neues Leben gebracht werden, benachteiligen. Auch PETA kritisiert Missstände. Aber die EU-Reform stockt, nationale Regelungen helfen lokal, aber eben nicht bei Importen. Die Petition zielt auf das EU-Parlament ab und könnte Druck erzeugen, noch ist aber nichts beschlossen und, ehrlich gesagt, sind 26.000 Unterschriften wohl auch zu wenig, um jemanden zum Umdenken zu bewegen.
Dazu kommt noch der bekannt gewordene Tollwutfall in Rheinland-Pfalz. Hier handelte es sich um einen Tierschutztransport aus Russland, bei dem wohl einiges im Argen lag. Uns haben die Amtsveterinäre schon vor Jahren gesagt, dass man die Importe von Hunden und Katzen aus dem Ausland nicht gerne sehen und sie am liebsten verbieten würde. Es gäbe in Deutschland genug Hunde und Katzen und man würde ggf. sogar noch Krankheiten aus dem Ausland einschleppen, mit denen sich dann die Veterinärämter herumzuschlagen haben würden. Jetzt ist natürlich, zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, genau das passiert, wovor immer gewarmt wurde und das erschwert die Argumentation der Tierschützer ganz enorm. Es kann also sein, dass der kleine Jhayko erstmal der letzte Hund sein wird, den wir aus der Protectora Villena holen können.
Allerdings muss man dazu auch sagen, dass es für uns kein besonders schlimmer Einschnitt sein wird. Wir haben schon vor Jahren unseren Schwerpunkt anders ausgerichtet und immer weniger Hunde nach Deutschland geholt. Seit der Corona-Pandemie haben wir sowieso schon zu viele Hunde in Deutschland und uns schien es sinnvoller zu sein, die von uns unterstützten Tierheime zu fördern, statt immer weiter Hunde nach Deutschland einzuführen. Ihr habt mitbekommen, dass die Protectora Villena heute eine feste Größe ist und sich mittlerweile schon viel besser finanzieren kann als noch vor 15 Jahren. Wir unterstützen natürlich noch mit Futter und anderen Hilfsgütern, aber unsere Hilfe zielte immer darauf ab, dass sich das Tierheim irgendwann ganz alleine tragen kann und in die Lage kommt, anderen kleineren Organisationen zu helfen. Wir sind auf einem guten Weg und auch wenn wir manchmal noch mit Rückschlägen umgehen müssen, ist die Richtung, in die es sich bewegt, klar und deutlich zu sehen. Das Lager der Protectora steht heute vielen anderen Organisationen offen und nach so vielen Jahren sehen wir die Erfolge unserer Arbeit.
Futter ist immer noch die wichtigste Größe in der Finanzierung eines Tierheims und genau da unterstützen wir nach wie vor. Wenn man bedenkt, was eine Futterlieferung wie z.B. die von VETO, die durch eure Spenden erst möglich wurde und die jetzt auf dem Weg nach Villena ist, wert ist, dann versteht man, dass das genau der Hebel ist, mit dem man Arbeiten kann. Ohne diese Kosten selbst tragen zu müssen, kann ein Tierheim wachsen und sich effektiv um die ihm anvertrauten Tiere kümmern. Es können die Tierarztkosten dann fast immer alleine gestemmt werden und man hat Ressourcen frei, die sonst den Großteil des Budgets binden. Futter macht typischerweise 50 - 60 % der monatlichen Ausgaben aus. Bei nur 100 Hunden (Welpenfutter, Welpenmilch, Spezialfutter für alte und kranke Tiere/Nierendiät/Diabetikerfutter/purinarmes Futter für Leishmaniose-Hunde usw.) können das 5.000 bis 10.000 € monatlich sein, die nur für tierärztliche Behandlungen, Impfungen, Kastrationen oder Renovierungen verfügbar werden. Der Futtertransport, den wir jetzt von VETO im Rahmen der Spendenaktion "Die stillen Opfer der Jagd" erwarten, hat einen Wert von ca. 35.000 bis 40.000 Euro!
Wenn man sich das mal klarmacht, versteht man, wie großartig diese Hilfe ist und welche Möglichkeiten das für die Tierheime eröffnet. Mit den freiwerdenden Mitteln konnte beispielsweise in Villena eine kleine Tierarztpraxis aufgebaut werden. Auch andere Vorhaben wie Arbeiten an der Infrastruktur, z.B. Zwingererweiterungen und -Umbauten oder Autokäufe für Transporte werden machbar.
Wir werden das Futter natürlich für alle unsere Hunde einsetzen. Der Vorsprung, den wir dadurch gewinnen, werden wir für die Wind- und Jagdhunde nutzen. Mit dieser großen Futterspende werden wir diese Hunde sichtbar machen und uns mit aller Kraft dafür einsetzen, dass das spanische Tierschutzgesetz zu ihren Gunsten abgeändert und verbessert wird. Wir hoffen, dass wir die Galgos und Podencos mehr in den Fokus rücken und ihr Leid den Menschen verständlicher machen können. Umso mehr Menschen sich hinter unsere Forderungen stellen, desto eher wird das Leid dieser Tiere beendet werden können. Auch wenn es vielleicht noch ein längerer, steiniger Weg sein wird, wir geben nicht auf und mit der Hilfe von VETO sehen wir gute Chancen, unser Anliegen durchzusetzen. Eure Spenden machen unsere Arbeit möglich und sie geben den Hunden, die in ihrem Leben noch keinen schönen Tag erlebt haben, endlich eine Perspektive. Wir hoffen, dass uns ganz viele Menschen auf diesem Weg begleiten werden und wir lassen nicht nach, auf das Schicksal dieser armen Hunde aufmerksam zu machen. Danke für eure Unterstützung, für eure Spenden und euer Engagement für die Tiere!
27.03.2026
In den letzten Tagen waren wir super beschäftigt und haben unseren Rasen, die Blumenbeete, das Gewächshaus und den Hof wieder auf Vordermann gebracht. Nach dem Winter ist einiges zu tun und gerade unser Hof hatte den Hochdruckreiniger wirklich nötig. Jetzt sieht alles wieder toll aus, bei unserem Auto sind die Winterreifen gegen Sommerreifen gewechselt worden und in der Nacht vom 28. auf den 29. März wird von Winter- auf Sommerzeit umgestellt. Das heißt, die Uhren werden um 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt. Die Nacht ist somit eine Stunde kürzer! Wir lassen den Winter hinter uns und freuen uns auf wärmere Tage mit viel Sonne.
Für unsere Hunde heißt das längere und hellere Abende - was mehr Outdoor-Zeit ermöglicht. Beim Fahrradfahren mit Mickey sehe ich nun Hunde, die ich den ganzen Winter über nicht gesehen habe. Die Besitzer haben jetzt einige helle Stunden mehr zur Verfügung und nutzen sie, um mit ihrem Vierbeiner lange Touren zu machen. Viele Hunde hängen dabei massiv in den Seilen. Tatsächlich müssen sich auch Hunde langsam an die erhöhte Aktivität gewöhnen. Die meisten warem im Winter viel drinnen oder wurden angeleint ausgeführt. Jetzt kommt das Fahrrad wieder aus dem Keller und das Hundchen darf mit. Bitte gewöhnt euren Hund langsam an an längere Ausfahrten, auch bei Hunden gibt es Überlastungen in Form von Muskelverletzungen, Brüchen, Herz-Kreislauf-Problemen usw. Bei brachycephalen (zuchtbedingt kurzköpfige) Rassen sollte man es bei Spaziergängen belassen, eine Fahrradtour macht den Hunden keinen Spaß, wenn sie ständig gegen das Ersticken ankämpfen müssen.
Was ich mir von allen Hundehaltern wünsche: Freilaufende Hunde müssen abrufbar sein. Es darf niemand gefährdet werden - weder andere Hunde, Menschen noch Wildtiere!
Die Tiere müssen auf Signale der Halter reagieren. Stürmisches Begrüßen oder Anspringen von Spaziergängern ist nichts, was zu dem normalen Umgangsformen gehört. Tatsächlich gibt es Menschen, die Angst vor Hunden haben... :( Natürlich wird man darauf Rücksicht nehmen und seinen Hund immer unter Kontrolle haben oder eben anleinen. "Der tut nix" ist keine Entschuldigung! Es gilt in bebauten Gebieten, Parks und während der Brut- und Setzzeit (März - Juli) die Leinenpflicht. Gerne kann man auf Hundewiesen ausweichen oder den Hund an der Schleppleine führen. Wildernde Hunde sind eine Katastrophe für Wildtiere. Wenn Hunde Wildtiere hetzen, erleiden diese oft schwerste Verletzungen oder sterben durch Stress. Viele Tiere verenden später unbemerkt an inneren Verletzungen. Trächtige Tiere erleiden Fehlgeburten, gehetzte Tiere fliehen panisch und lassen ihre Jungtiere ohne Schutz zurück. Rehe sind tatsächlich die häufigsten Opfer, aber auch Hasen, Füchse, Fasanen, Enten oder Eichhörnchen fallen wildernden Hunden zum Opfer. Wildschweine sind weitaus seltener Opfer solcher Angriffe, der Hund, der ein Wildschwein jagt, muss damit rechnen, selbst zu Opfer zu werden. Jäger dürfen in fast allen Bundesländern hetzende Hunde erschießen, wenn diese ohne Aufsicht sind und erkennbar Wild nachstellen (Fährte aufnehmen, hetzten oder reißen).
Die Regelung zum Abschuss wildernder Hunde basieren auf § 23 Bundesjagdgesetz, das den Schutz der Wildtiere vorschreibt. Tatsächlich setzen die Bundesländer das Bundesjagdgesetz aber ganz unterschiedlich um. In NRW ist der Abschuss eines wildernden Hundes möglich, wenn er sich außerhalb der Einwirkung des Hundeführers befindet. Im Saarland hingegen ist ein Abschuss generell verboten.
Lasst es bitte erst gar nicht dazu kommen, dass euer Hund einem Wildtier nachsetzt. Wir alle lieben doch Tiere und das kann ja nicht auf eine Art oder Rasse beschränkt sein, oder?

25.03.2026
Bald ist Ostern und viele Kinder wünschen sich, vielleicht auch angeregt durch die TV-Werbung, einen Hasen. Hasen sind natürlich Wildtiere (wie der Feldhase), das sind keine Haustiere! Hasen sind scheu, brauchen weite Flächen und dürfen auch nicht gefangen werden. Die Tiere, die gemeint sind, sind Kaninchen, es sind die Nachfahren unserer Wildkaninchen und damit domestizierte Tiere, die als Haustiere gehalten werden.
Kaninchen stellen allerdings einige Anforderungen an ihre Haltung. So benötigt jedes Tier mindestens 2 qm Bodenfläche, idealerweise mit Auslauf von ca. 10 qm. Wer zwei Kaninchen halten möchte, muss die Quadratmerzahl verdoppeln! Käfige unter 1,5 m x 1 m x 0,8 m sind Tierquälerei!

Eine Einzelhaltung von Kaninchen ist aus Tierschutzsicht nicht möglich. Die Tiere sind Rudeltiere und leiden ganz furchtbar, wenn sie alleine gehalten werden. Das bedeutet, dass man bei einem Pärchen ein Tier kastrieren lassen muss. Wer das nicht tut, erlebt innerhalb kürzester Zeit, was es bedeutet, wenn man landläufig vom "Vermehren wie die Karnickel" spricht! Von einer Haltung von Kaninchen und Meerschweinchen in einem Käfig wird dringend abgeraten. Die Tiere haben unterschiedliche Bedürfnisse und eine Geminschaftshaltung bedeutet massiven Stress, Verletzungen und ein erhöhtes Infektionsrisiko.
Kaninchen sind eigentlich, entgegen der Meinung vieler Erwachsener, nicht besonders gut für Kinder geeignet. Es sind Tiere, die schnell gestresst sind und dann auch mal beißen oder kratzen. Das Herumtragen und Kuscheln von Kleintieren wie Kaninchen ist eine schlimme Unart, Eltern sollten das unterbinden. Kinder sehen die kleinen Kerlchen oft als Spielzeug und verletzen sie unabsichtlich. Wer Kaninchen hält, muss ihnen Rückzugsorte einrichten und den Kindern erklären, dass sie, bis sie etwa 8 Jahre alt sind, gerne beim Füttern zusehen dürfen. Ab 8 - 10 Jahren können sie vielleicht schon selbst die Fütterung unter der Aufsicht der Eltern übernehmen. Ansonsten bleibt es beim Beobachten der hübschen Tierchen. Wer einen verantwortungsvollen Umgang mit Kaninchen pflegt, wird sie weder hochheben, um sie zu herumzutragen noch sie von Kindern zwangsbeschmusen lassen. Es sind keine Plüschtiere! Die Reinigung des Geheges ist keine Kindersache und auch die Fellpflege, das Schneiden der Nägel und die Zahnkontrolle gehören nicht in Kinderhände.
Wahrscheinlich werden jetzt viele von euch den Kopf schütteln und sagen, dass sie selbst Kaninchen hatten und diese sich problemlos streicheln ließen. Tatsächlich gibt es Kaninchen, die besser für eine Haltung im Haus geeignet sind als andere, aber vielleicht hat man das früher auch einfach nicht so eng gesehen. Heute weiß man bei weitem mehr über die kleinen Felltierchen. Und heute sieht man sie eher in der Hand schon größerer Kinder oder eben erwachsener Menschen. Ich habe in der Zeit, in der ich noch in der Tierarztpraxis gearbeitet habe, so viele schlimme "Unfälle" mit Kaninchen gesehen, dass ich fest davon überzeugt bin, dass die Tiere nicht in Kinderhände gehören! Erwachsene müssen Kindern den richtigen Umgang mit Kleintieren beibringen und sollten die Kinder immer beaufsichtigen, wenn sie sich mit den Tieren beschäftigen.
23.03.2026
Ihr habt wahrscheinlich schon gehört, dass die Tierschutzvereine über die Novellierung des Tierschutzgesetzes klagen. Um was es aber genau geht, weiß kaum jemand. Deshalb hier mal eine kleine Erklärung.
Das neue Tierschutzgesetz (Novelle des TierSchG) bringt einige Änderungen, die größtenteils schon seit 1. Januar 2026 gelten:
Verbot der Anbindehaltung:
Das Anbinden von Tieren (z.B. Rinder) wird grundsätzlich verboten, Ausnahmen nur bei tierärztlicher Notwendigkeit oder speziellen Landwirtschaftsfällen (das sind dann die weit gefassten Ausnahmen).
Bekämpfung von Qualzucht:
Erweiterung des Verbots durch eine Liste erheblicher Symptome wie Blindheit, Taubheit oder Atemnot. Betroffene Tiere dürfen nicht mehr online gehandelt oder ausgestellt werden.
Pflichten für den Online-Handel:
Plattformen müssen Anbieterdaten speichern, Hunde und Katzen, die kommerziell gehandelt werden, müssen gekennzeichnet und registriert sein. Für private Anbieter gilt das leider nicht!
Nicht-kurative Eingriffe:
Verbot des Schwänzekupierens bei Lämmern und Ferkeln, Ausbrennen von Kälberhörnern nur mit Betäubung (hier sollte der Unterschied zwischen nicht-kurativ = Anpassung an Haltung und Hygiene und kurativ = Heilen oder Krankheitsbekämpfung beachtet werden! In der Landwirtschaft werden nicht-kurative Eingriffe weiterhin flächendeckend praktiziert, die Ausnahmen werden sehr großzügig ausgelegt. Zur Zeit werden ca. 90 % der männlichen Ferkelchen kastriert, sie müssen alle betäubt werden)
Verschärfte Strafen:
Bei Tierquälerei bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe (bisher 3 Jahre), Versuch strafbar, Bußgelder bis 50.000 Euro
Weitere Maßnahmen:
Videoüberwachung in Schlachthöfen (Dieser Gesetzentwurf ist leider noch nicht umgesetzt, das Inkrafttreten ist vorgesehen für frühestens 2027), Sachkundenachweis für Betäuben/Töten von Fischen/Krebsen (hier laufen die Prüfungen, z.B. Lehrgänge bis März 2026, die Umsetzung erfolgt schrittweise).
Der Tierschutzgesetzentwurf (Novelle des TierSchG) erhielt Unterstützung von Tierschutzorganisationen, stieß aber auch auf Kritik aus Landwirtschaft und Politik. Bauern und Viehzüchter kritisierten das Anbindeverbot und die Videoüberwachung als bürokratisch und wirtschaftlich belastend! Die Pharmaindustrie und Forschung kritisierten die strengeren Tierversuchsregeln, die letztendlich die Innovationen behindern könnten...
Wir vermissen in der Novelle einige Dinge, die uns wirklich wichtig waren. Das Verbot für Wildtiere bei reisenden Zirkussen wurde überhaupt nicht angesprochen, es fehlt die Kastrationpflicht für Freigängerkatzen, um Katzenleid und Überpopulation zu stoppen. Außerdem bleibt saisonale Anbindung bei Kleinbetrieben bis zu 50 Tieren noch 10 Jahre erlaubt. Das verlängert die Tierquälerei nochmal um eine Dekade!

Dazu kommen große Lücken, die bei den zu verbietenden Eingriffen einfach nicht geschlossen wurden. So ist das Schwänzekupieren bei Lämmern erlaubt (wenn unerlässlich zum Schutz anderer Tiere z. B. bei Fliegenbefall - unter 7 Tage ohne Betäubung) und bei Ferkeln unter 4 Tagen bei Verletzungen durch Schwanzbeißen sowie das Schnabelkürzen bei Hühnern und Puten bei Picken-Problemen und fachlich begründet! Nur in der Öko-Haltung ist es grundsätzlich verboten. Damit bleibt es bei massiven Schmerzen und dem erheblichen Stress für die armen Tiere. Für Lämmer und Ziegen gilt ebenfalls: Eine betäubungslose Kastration bis zum Alter von 4 Wochen ist erlaubt. Sie darf sogar durch den Tierhalter durchgeführt werden. Bei Kälbern ist eine betäubungslose Kastration bis zum Alter von 4 Wochen ebenfalls erlaubt (TierSchG §5 Abs. 3 Nr. 1).

Uns ist es nicht klar, wieso man immer noch davon ausgeht, dass Babies und Jungtiere keine Schmerzen empfinden. Sollten sich Rinder, Schafe, Ziegen usw. da tatsächlich von Menschen unterscheiden? Ich erinnere mich noch daran, dass früher (Menschen-) Babies ohne Narkose operiert wurden, heute würde kein Mensch mehr auf eine solch grauenhafte Idee kommen. Wie kann es sein, dass man Tieren die Leidensfähigkeit einfach abspricht? Wer einmal gesehen hat, wie betäubungslose Ferkel-Kastrationen vonstatten gehen, der weiß, dass Ferkel ihr Leid nicht nur herausschreien, sondern auch versuchen sich zu befreien. Sie beißen sogar mit ihren noch zahnlosen Kiefern so feste es geht in die Arme und Hände derer, die sie festhalten und so schrecklich quälen. Einer meiner Chefs hat früher immer gesagt, dass Ferkel grundsätzlich schreien, wenn man sie hochnimmt und dass das nichts mit der Kastration zu tun hat. Das ist allerdings völliger Blödsinn und es hat meine Meinung über ihn in den Keller rauschen lassen.
Wir verstehen auch nicht, wieso es keine Chip-Pflicht für Heimtiere gibt oder warum ein komplettes Haltungsverbot für Wildtiere in Zirkussen (z.B. Großkatzen, Elefanten, Zebras, Kamele, Seelöwen, Reptilien, Kängurus, Antilopen usw.) nicht durchgesetzt wurde.
Leider gibt es auf Bundesebene kein Verbandsklagerecht. Vereine können nur Anzeigen stellen oder Behörden drängen, direkte Klagen gegen Vollzugsdefizite sind nicht möglich! Auf Länderebene können zur Zeit in 8 Bundesländern Verbände behördliche Entscheidungen anfechten und Akteneinsicht verlangen - in den letzten Jahren wurden nur 3 Klagen eingereicht. Daran erkennt man schon den Stellenwert des Tierschutzes. Tierleid bei Haltung, Transport oder Zucht wird auch mit der neuen Novelle von 2026 nicht verhindert. Hier wurde einiges verpasst, vielleicht war auch die Lobby mancher Interessenverbände einfach zu stark. Die Tierschützer sind mit ihren Vorschlägen und Forderungen wieder einmal auf der Strecke geblieben.
Bitte sagt mal, wie so etwas bei euch ankommt. Schreibt mal in die Kommentare, was ihr dazu denkt.
21.03.2026
Ein Blick ins Internet und schon findet man unzählige Bitten um Unterstützung. Gerade bei manchen Tierschutzvereinen scheint das Posten von schrecklichen Bildern an der Tagesordnung zu sein, um Gelder zu generieren. Leider scheinen uns die Angaben oft nicht nachvollziehbar und manchmal bekommt man gar den Eindruck, dass die ganze Sache so nicht stimmen kann und es einfach nur darum geht, die Leser zu betrügen. Wir reagieren auf solche Dinge immer recht streitbar und versuchen die Leser zu sensibilisieren. Wir prüfen solche "Tierschutzvereine" dann auf Herz und Nieren und finden dann oft weitere Ungereimtheiten, die wir ggf. zur Anzeige bringen.
Dass wir dabei angegriffen werden, ist völlig normal und schockt uns nicht. Wer getroffen reagiert, hat wohl etwas zu verbergen. Deshalb interessiert uns so etwas nicht. Wir arbeiten gesetzeskonform und transparent. Alles, was wir tun, ist nachprüfbar.
Schwierig finde ich es, wenn Tiere gepostet werden, die offensichtlich schwer krank sind und dann behauptet wird, dass Tierärzte die Behandlung verweigern, weil das Geld dafür noch nicht zusammengekommen ist. Die geschockten Leser spenden dann sofort und beschimpfen die Tierärzte, Kliniken usw. als herzlos, geldgeil und profitsüchtig. Beim Nachfragen erfährt man dann, dass schon über 5000 Euro für das Tier investiert wurden und dass dieser Betrag in Raten gezahlt wurde. Wenn man um einen Nachweis bittet, bekommt man einen Kostenvoranschlag ("Proforma Rechnung"). Das geht natürlich nicht. Auch geht es nicht, dass man immer wieder fragen muss, wieviel Geld denn noch fehlt, man spendet und spendet und weiß nicht, wie hoch der Fehlbetrag eigentlich ist. Antworten gibt es dazu nicht. Dafür wird kräftig nachgelegt und gesagt, dass das arme Tier jetzt so krank geworden sei, dass es nicht einmal das Maul zum Essen öffnen kann. Natürlich erhebt sich ein Aufschrei und es fließen weitere Spenden.
So etwas ist meiner Meinung nach unseriös und sollte gar nicht bespendet werden. Wer Geld will, MUSS transparent handeln. Das heißt, genau zu sagen, wie die Diagnose lautet und was bisher getan wurde. Auch Zahlungen, die eingegangen sind, müssen offengelegt werden. Proforma Rechnungen sind Kostenvoranschläge, die man als Nachweis für Zahlungen nicht vorlegen kann! Aussagen wie z.B. dass pro Tag generell zwischen 500 - 700 Euro an Tierarztkosten anfallen, MÜSSEN belegt werden. Offensichtlich scheint keiner zusammengerechnet zu haben, welche Summen da zusammenkommen. Das sind Rechnungen, die für große Tierheime mit 300 Tieren in Spanien anfallen. Monatlich wären das 15000 € bis 21000 €, im Jahr 180.000 € bis 260.000 €. Für einen klitzekleinen Katzenverein ist das vielleicht doch etwas hoch gegriffen. :)
Wer auf solche Machenschaften hereinfällt, ist vielleicht zu gutherzig. Bitte prüft alles bevor ihr euer sauer verdientes Geld verschenkt. Tierfreunde sind ganz leichte Opfer für Betrüger, ihr weiches Herz kann man offenbar ganz leicht brechen und sie mit schlimmen Bildern dazu bewegen, ihr letztes Hemd herzugeben. Bitte passt gut auf euch auf und fragt besser dreimal nach, bevor ihr euch abzocken lasst. Wer unssicher ist, kann uns auch gerne fragen, wir prüfen gerne nach, ob es eine seriöse Sache ist oder nicht. Für uns ist es unerheblich, welcher Verein bespendet wird und wenn man Tieren helfen kann, ist das völlig ok - nur betrügen darf man nicht. Passt gut auf euch auf und ruft uns an, wenn ihr Fragen habt.

20.03.2026
Wir hatten noch zwei Hundehütten, die nicht vollständig bespendet waren und haben deshalb um Mithilfe gebeten.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Petra Bloy für 25 Euro/ein Anteil und bei Michael Holschuh, der 50 Euro und damit 2 Anteile gespendet hat. Zusätzlich bekamen wir 100 Euro von Ursula Geil, die damit eine komplette Hütte gespendet hat. Zu dieser Spende möchte ich eine kleine Ergänzung machen, denn Frau Geil teilte mir mit, dass sie 50 Euro selbst eingebracht hat, aber die anderen 50 Euro im Namen eines sehr netten, aber leider vor einigen Wochen verstorbenen Herrn gespendet hat. Da der Herr so freundlich und lieb mit dem Hund der Spenderin umgegangen ist, sollte diese Spende ihm zu Ehren an die Hunde gehen, die so dringend Hilfe brauchen. Ich finde diese Idee so großartig, dass ich euch davon erzählen wollte.
Nun fehlt noch ein Anteil, um die letzten beiden Hundehütten endlich nach Spanien schicken zu können. Deshalb schließen wir uns der Spende von Ursula an und geben die letzten 25 Euro ebenfalls im Angedenken an den netten älteren Herren dazu.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Spendern, die dazu beigetragen haben, dass auch in diesem Jahr die Hütten ersetzt werden konnten, die das letzte Jahr nicht überlebten.
Ohne die Hütten haben die Hunde kaum eine Rückzugsmöglichkeit, im Winter werden sie mit warmen Decken ausgelegt und schützen die Tiere vor Kälte. Wir bemühen uns in jedem Jahr, wieder einige neue Hütten anzuschaffen, da die Hunde die Kunststoffteile doch anständig bearbeiten und bei einem Preis von 100 Euro pro Hütte die Lebensdauer einfach nicht so lang ist. Ich habe mich deshalb auch schon mal nach langlebigeren Hütten umgesehen. Leider sind die für uns nicht zu finanzieren. Früher haben wir die Hütten selbst gebaut, isoliert, gestrichen, mit einem Bitumendach versehen und auf eine Palette montiert nach Spanien verschickt. Der spanische Amtsveterinär hat das dann irgendwann bemängelt, weil die Hütten aus Holz nicht gut desinfiziert werden konnten. Seit dieser Zeit behelfen wir uns mit Kunststoffhütten, die zwar gut zu reinigen sind, aber bei weitem nicht so effektiv und auch nicht so haltbar sind.
Ich zeige euch hier mal eine Hütte, die alle Anforderungen erfüllt - der Preis ist unglaublich hoch und für uns nicht zu finanzieren. Wir benötigen davon mindestens 30 Hütten in unterschiedlichen Größen - eher mehr... Das ist der Grund, weshalb wir in jedem Jahr einige günstige, aber leider zerbissene Hütten nachkaufen. Immer noch billiger als das...
17.03.2026
Wir haben uns entschlossen, nochmal ein kleines Hundebübchen aus Spanien zu uns zu holen. Der kleine JHAYKO wird Anfang April seine große Reise antreten und dann bei Renate und Gabi zur Pflege sein. Wir hoffen sehr, dass sich schnell eine neue, liebe Familie für ihn findet. Der Wicht ist freundlich und lebhaft, an allem interessiert und wir finden ihn richtig knuffig.
Wir wissen, dass es in Deutschland viel zu viele Hunde in den Tierheimen gibt und haben uns deshalb entschlossen, nur noch sehr wenige Hunde aus Spanien zu holen. Jhaiko ist einer der Hunde, die in der Protectora übersehen werden und bevor er im Sommer vielleicht noch von einer Sandfliege gestochen wird, holen wir ihn jetzt lieber zu uns. Wer uns kennt, weiß, dass wir nicht leichtfertig vermitteln und uns mit den Hunden viel Mühe geben. Wir sind sicher, dass Jhaiko hier ein schönes Zuhause finden wird und bei lieben Menschen ein neues Leben beginnen darf.


Pezzy ist mittlerweile seit 3 Wochen bei uns und das, was wir uns erhofft hatten, ist eingetreten. Christian hat einen Spielkameraden gefunden und die beiden Kleinen sind den ganzen Tag miteinander beschäftigt. Pezzy ist jetzt fast stubenrein und lernt gerade, einige Minuten alleine zu bleiben. Die anderen Hunde hatten von Anfang an keine Probleme mit ihm. Mittlerweile hat der alte Ronnie schon mit ihm gespielt und Mickey erlaubt ihm, sich an ihn zu kuscheln.

Angelo versucht sich als Rudelchef darzustellen, was allerdings, seit Christian da ist, recht albern wirkt. Wenn es um das Stellen von "Einbrechern" geht, sind Christian's 3 kg völlig ausreichend. Er sagt dem Rudel, wo es lang geht und Angelo befolgt alles ganz brav. Wenn es ums Essen geht, sieht es anders aus, denn Angelo ist da der unangefochtene Chef und keiner wird sich jemals trauen, ihm auch nur einem Krümel streitig zu machen. Wenn man sich ein Rudel so ansieht, stellt man schnell fest, dass nicht unbedingt nur ein Hund das Sagen hat, sondern jeder seine eigenen Stärken und Schwächen hat, die in die Rudelführung eingehen. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Christian das Zepter was "Melden und Anzeigen" angeht, übernommen hat. Streitigkeiten klärt Angelo schon im Vorfeld und Mickey behauptet seine Stellung im Rudel durch Pöbeln. Er stellt die Kleinen gerne mal in den Senkel, um zu demonstrieren, dass er keinesfalls außerhalb des Rudels steht. Die Wichte tragen das mit Fassung, sie werden nicht gebissen oder irgendwie berührt, sondern einfach mal angeblafft. Damit stellt er fest, wo sein Platz im Rudel ist und das akzeptieren alle ohne Nachfrage.
Wer mehrere Hunde hat, muss seine Hunde genau kennen, wenn ein neuer Hundekumpel dazu kommt. Hier das falsche Tier auszuwählen bedeutet unter Umständen die bestehenden Strukturen auszuhebeln und ein Riesenproblem zu kreieren. Mit Pezzy gab es bisher noch keine Probleme, er hat sich erstmal problemlos eingefügt. Natürlich hoffen wir, dass das so bleibt, aber wir wissen auch, dass es noch etwas dauern wird, bis Pezzy seinen ganzen Charakter offenbart. Trotzdem sind wir guten Mutes und wir denken, es passt!
15.03.2026
Ich möchte nochmal an unsere Hundehütten-Aktion erinnern. Es sind noch 2 Hütten übrig, die noch ihre Spender suchen. Die Hütten kosten ca. 100 Euro und wir haben sie in Anteile von 25 Euro aufgeteilt. Wer sich noch daran beteiligen möchte, dass die Hundchen im Winter ein warmes Haus haben und so auch vor dem Wetter geschützt sind, der hat jetzt noch seine Chance. Sobald die letzten beiden Hütten bespendet wurden, senden wir alle gesammelten Spenden mit den Hütten nach Spanien.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Spendern die bisher dafür gesorgt haben, dass die Hunde einen sicheren Rückzugsort haben, der zudem noch vor Kälte und Witterung schützt. Da unsere Hunde im Haus mit uns zusammen leben, kann man sich kaum vorstellen, wie lange eine kalte Nacht im Freien sein kann. Auch nass zu sein ist sicher nicht prickelnd und deshalb hoffen wir, dass auch die letzten beiden Hütten noch Spender finden.
Hier unser Spendenkonto:
IBAN: DE82 5509 1200 0022 2751 00 (kompakt: DE82550912000022275100)
BIC: GENODE61AZY (Volksbank Alzey-Worms)
...oder:
14.03.2026
Heute standen mal keine Termine an und so habe ich mich für einige Stunden ausgeklinkt und bin nach Frankfurt in den Palmengarten gefahren. Zur Zeit kann man dort Schmetterlinge erleben, die wir sonst wohl nur im Urlaub sehen können. Das Schmetterlingshaus ist extrem warm und ich habe ganz schön geschwitzt. Draußen war es kalt und bei den Schmetterlingen ist es so warm, dass ich zweimal rausgehen musste, um mich etwas abzukühlen. Ich war eindeutig falsch angezogen. Trotzdem war es eine wunderbare Erfahrung. Schmetterlinge, die auf mir gelandet sind und um meinen Kopf herumflatterten, sind nichts für Menschen, die Angst vor den zum Teil handgroßen Tierchen haben, ich fand es herrlich.
Natürlich habe ich versucht, einige Bilder mit dem Handy zu machen und es ist gar nicht so leicht, das Geflattere einzufangen. Überall stehen Schalen mit Leckereien für die Falter und auch in den Bäumen sind Obststücke aufgehängt, auf denen sich die Tierchen niederlassen und ihre Rüsselchen ausfahren. Beim Trinken sind die Flügel aber geschlossen und man wartet dann geduldig, bis sie sie vielleicht mal aufklappen. Dann entfaltet sich ein Farbfeuerwerk der ganz besonderen Art. Schillernd blau, rot, orange und sogar durchsichtige Schmetterlinge gibt es. Es war so schön, dass ich gerne nochmal hinfahren würde, um nur das Schmetterlingshaus zu besuchen. Heute allerdings war ich auch in anderen Gewächshäusern und habe mit die tollsten Pflanzen und Blüten angeschaut. Uwe hatte schon befürchtet, dass es eine Orchideenausstellung geben würde - und, welch ein Zufall :), es gab eine Austellung mit Verkauf! Jeder der mich kennt weiß, dass ich Orchideen liebe und bestimmt auch genug zuhause habe. Aber eine mehr kann ja nicht schaden und so habe ich mir eine wunderschöne Maxillaria gekauft, die jetzt Teil meiner Sammlung ist.
Vielleicht empfiehlt es sich, unter der Woche in den Palmengarten zu fahren, Samstag Vormittag hatte ich keine Probleme, einen Parkplatz zu bekommen. Als ich weggefahren bin, war allerdings alles voll und dann hätte ich ins Parkhaus des Palmengartens gemusst, was bei unserem Auto immer ein Problem ist. Andererseits, dichter kann man nicht parken. Das Parkhaus ist direkt neben dem Eingang. Pro Stunde 1 Euro meine ich mich zu erinnern.



13.03.2026
Eure Spenden sind in der Protectora Villena angekommen und natürlich wurden die Hundehütten sofort aufgebaut und von den Hundchen bezogen.

Beim nächsten Transport werden nochmal 10 schon gespendete Hütten mit nach Villena gehen. Damit sind noch 2 Hundehütten übrig, die bisher mit 3 Anteilen (S. Kramer) bespendet wurden. Jede Hütte kostet ca. 100 Euro, wir haben den Kaufpreis in 4 Anteile zu je 25 Euro aufgeteilt und hoffen, dass auch noch die letzten 5 Anteile Spender finden.
Wenn ihr euch an der Aktion beteiligen möchtet und mit dafür sogen wollt, dass die Hundchen einen trockenen und im Winter warmen Unterschlupf haben, dann überweist bitte eine Spende. Die Spender werden natürlich hier veröffentlicht - auf Wunsch auch anonymisiert.
IBAN: DE82 5509 1200 0022 2751 00 (kompakt: DE82550912000022275100)
BIC: GENODE61AZY (Volksbank Alzey-Worms)
Wir hatten letzte Woche mit Gerd und Vanessa gesprochen und beschlossen, den Markt den die beiden so gerne mögen, wieder zu buchen. Natürlich sind wir auch in Siefersheim wieder dabei. Das heißt, wir werden am 21. September in Schöneberg auf dem Markt im Walderlebniszentrum vertreten sein und am 18. Oktober beim Herbstmarkt in Siefersheim ebenfalls unseren Stand aufbauen. Für beide Märkte suchen wir noch Helfer, die 3 - 4 Stunden oder gerne auch länger aushelfen. Ebenfalls gesucht werden Helfer, die einen Tag vorher mithelfen, die Sachen aus dem Lager zu verpacken und in den Tierschutz-Bus zu verladen. Wir sind eine nette Truppe und freuen uns über jeden Helfer/Helferin.
09.03.2026
Ganz herzlichen Dank an Vanessa und Gerd. Gestern hatten wir lieben Besuch von den beiden. Vanessa ist eine begnadete Kuchenbäckerin und hat uns mit einem tollen Eierlikörkuchen überrascht und dazu haben die zwei noch jede Menge Spenden für die Kollegen in der Protectora Villena/Spanien mitgebracht. Ganz herzlichen Dank dafür!
Heute durfte Uwe dann in Rüsselsheim beim Fressnapf wieder einmal Futterspenden abholen. Wir freuen uns jedesmal riesig über das tolle Hunde- und Katzenfutter, was natürlich in der Protectora dringend benötigt wird. Manchmal ist aber auch Vogel- oder Igelfutter usw. dabei - das bleibt natürlich bei uns. Es wird hier dringend gebraucht und verfüttert.
Solltet ihr in den letzten Jahren Igel bei euch im Garten gehabt haben, könnt ihr jetzt schon mit den ersten Stachlern rechnen. Die Tiere, die früh aus dem Winterschlaf kommen, sind oft unterernährt und krank. Parasiten machen ihnen zu schaffen und manchmal muss man sie einpacken und zum Check z. B. nach Mainz ins Kleintierhaus des Tierheims bringen oder sich bei anderen igelkundigen Stellen schlau machen. Bitte denkt daran, dass Medikamente/Behandlungen teuer sind und lasst den Kollegen immer eine Spende da! Tierärzte, so ist leider unsere Erfahrung - wissen oft recht wenig mit Igeln anzufangen und manche besprühen die Tiere immer noch mit Frontline. Das ist gut, um Flöhe abzutöten, aber leider stirbt der Igel ebenfalls daran... Igelchen brauchen oft eine Behandlung gegen Lungenwürmer und andere Parasiten, da sind Spezialisten gefragt und nicht jeder Tierarzt hat Erfahrung mit Igeln.
Wer also einen frühen Igel herumirren sieht, sollte ihn direkt einpacken und zu einem Spezialisten bringen, meistens kann man das Kerlchen nach der Behandlung auch wieder mitnehmen und weiter im Garten füttern. Igel fressen übrigens kein Obst - es sei denn, es sind Maden/Würmer darin. Auf ihrem Speiseplan stehen Käfer, Larven, Spinnen, Schnecken, Regenwürmer, Raupen, Ohrwürmer usw., gebratenes Rührei oder hartgekochtes Ei, hochwertige Katzenfutterdosen (ohne Geleeanteil), gekochtes Rinderhackfleisch (natürlich ungewürzt) und spezielles Igelfutter werden aber auch gerne gefressen! Was Igel nicht fressen dürfen: Milch: verursacht schwere Durchfälle. Obst, Gemüse, Nüsse, Brot: kann nicht verdaut werden. Gewürze oder rohe Speisereste gehören niemals in die Igelschale!
Wasserschalen in den Garten zu stellen, ist immer sinnvoll. Igel und auch Vögel trinken daran. Wichtig ist es, immer einen Stein in die Schale zu legen, damit kein Kleintier/Insekt ertrinkt! Bitte denkt daran, die Schalen immer sauber zu halten, nur so können Krankheiten vermieden werden.
Übrigens: Igel sind dämmerungs- und nachtaktiv und ein Igel, der tagsüber gesehen wird, braucht meistens dringend Hilfe!

Bestimmt habt ihr schon mitbekommen, dass die VETO-Aktion "Die stillen Opfer der Jagd", an der wir teilnehmen durften, jetzt beendet ist. Eure Hilfe ermöglicht es, dass 10 Tierschutzvereine die geretteten Galgos/Podencos/Jagdhunde versorgen können. Sobald VETO das Futter auf die Reise schickt, werden hunderte geretteter Hunde mit hochwertigem Futter versorgt, verletzte Tiere können medizinische Versorgung erhalten und für zukünftige Rettungseinsätze entstehen neue Möglichkeiten. Für fast alle dieser Hunde bedeutet diese Hilfe eine zweite Chance.
So wichtig diese Hilfe ist, sie lindert vor allem die akute Not. Langfristig wird die Situation nur durch Aufklärung, politischen Druck und bessere Infrastruktur vor Ort verbessert. Deshalb möchten wir euch nochmal bitten, die Petition zu unterschreiben.
Es werden 100.000 Stimmen benötigt und bisher wurden ca. 92.000 Unterschriften gesammelt!
Bitte werde auch du Teil dieser wichtigen Bewegung und hilf mit, Ausbeutung zu stoppen, Bewusstsein zu schaffen, neue Gesetze zu fordern. Wir fordern Konsequenzen für die Misshandlungen von Hunden. Und wir fordern gesetzliche Regelungen, die Jagdhunde vor Ausbeutung und Tierquälerei schützen!
Deine Stimme macht den Unterschied!
04.03.2026
Jetzt befinden wir uns im Endspurt. Die VETO-Spendenaktion "Die stillen Opfer der Jagd" läuft nur noch wenige Stunden. Homie Petfood unterstützt die Spender, indem sie alle Spenden ab 40 Euro bis Donnerstag Nacht um 23:59 Uhr verdoppeln. Damit schaffen wir es sicherlich, die anvisierten 10 LKW Futter für 10 Tierschutzvereine zusammen zu bekommen. VETO wird das Futter dann schnellstmöglich nach Spanien bringen und dort wird es Leben retten.
Wir sind glücklich, dass wir Teil dieser Aktion sein durften, denn in der Protectora Villena werden ständig Podencos, Galgos und Jagdhunde abgegeben, sie alle sind in schlechtem Zustand. Viele müssen sofort operiert werden, sind unterernährt, haben Hautkrankheiten, Ungezieferbefall, Würmer und alle sind völlig erschöpft. Maria hat mir heute erzählt, dass man gestern wieder zwei Podencos aus schrecklichen Lebensumständen befreien konnte. Die beiden sind jetzt im Tierheim und wir hoffen, dass sie bald ein schönes neues Zuhause finden werden.
Zum Ende der Jagdsaison kommen ständig neue Jagd- und Windhunde in die Protectora. Dort versucht man alle Hunde aufzunehmen, sie gut zu versorgen und neue Familien für sie zu finden. Futter ist erstmal das Wichtigste überhaupt. Die Tiere sollen zur Ruhe kommen, satt werden, ein warmes Plätzchen haben und merken, dass ihr Albtraum vorbei ist.
Wir hoffen, dass ihr uns auch weiterhin unterstützt und sagen schon einmal ganz herzlich DANKE für all eure Hilfe. Eure Spenden retten Leben!
03.03.2026
Vielleicht erinnert ihr euch noch an meinen Beitrag vom Januar. Darin ging es um die Haltung von zwei Dogo Argentino. Der Besitzer hatte sich furchtbar darüber aufgeregt, dass das Tierheim die notwendige OP des Rüden zwar kreditieren, aber dann auch mit einer Kastration verbinden wollte. Dem Besitzer der Hunde fehlte nicht nur das Geld für die OP, er beschimpfte das Tierheim, dass ihm ja netterweise die Hand reichen wollte, öffentlich und überzog die Kollegen mit einer Flut von ungerechtfertigten Kommentaren. Es meldeten sich zu diesem Thema und zu den Eskapaden des Herrn einige Anrufer bei uns.
Nicht erst seit diesem Tag erhärtete sich der Verdacht, dass seine Aussagen mit Vorsicht zu genießen sind. Nachdem das Tierheim aus der Sache raus war, trat der Herr selbstbewusst auf und teilte im Internet mit, dass er eine Praxis gefunden hätte, die die dringende OP durchführen würde - alles, auch die Finanzierung, kein Problem! Leider waren auch diese Aussagen nicht tragfähig und der Hund wurde dort nicht operiert. Danach postete er einen Besuch in einer Klinik und ließ sich bei laufender Videoaufzeichnung (die er sehr emotional untermalte) die OP erklären usw. Auch nach diesem Besuch sagte er, dass der Hund in wenigen Tagen dort operiert werde. Die Finanzierung sei gesichert usw.
Leider scheint auch diese Aussage vorschnell gewesen zu sein, denn bis heute ist der Hund nicht operiert worden. Das Tier hat seit Wochen starke Schmerzen und humpelt durch die Gegend. Das Veterinäramt ist natürlich seit längerem über die Situation informiert, doch es scheint nichts zu passieren. Tatsächlich wissen wir, dass die Hundehaltung in dem von dem Besitzer bewohnten Zimmer nicht erlaubt ist und was uns an dieser Sache besonders beunruhigt ist, dass der Besitzer der Hunde nicht nur den Behörden wohlbekannt ist, sondern wir von seinen Bekannten darüber informiert wurden, dass er weder mit Möbeln noch mit Menschen oder seinen Hunden zimperlich umgeht. Seine Wohnverhältnisse sind keinesfalls dazu geeignet, zwei große Dogos zu halten. Auch scheint die Ernährung der Tiere nicht gesichert zu sein, da sich bei uns Personen gemeldet haben, die er um Futter angebettelt hatte. Seine Aussagen, dass der kranke Rüde die ebenfalls in seinem Besitz befindliche Hündin decken werde, also bald mit Welpen zu rechnen ist, setzt allem die Krone auf.
Wir würden uns freuen, wenn das Veterinäramt endlich tätig würde und das schmerzhaft humpelnde Tier seine OP bekommen würde. Jemand, der nicht in der Lage ist, so eine OP zu bezahlen, der nicht einmal für das Futter der Tiere aufkommen kann und die Tiere in seinem Zimmer gar nicht halten darf, sollte keine Tiere haben.
Für uns scheint die Unterkunft des Herrn kein geeigneter Ort für Hunde. Ein enges Zimmer erfüllt die Vorgaben der Hundehalteverordnung in keinster Weise, zumal die Haltung ja auch von den Behörden untersagt wurde! Ein Hund benötigt ausreichende Unterbringung, Versorgung mit Futter, Pflege und tierärztliche Versorgung. Bei Verletzungen des Hundes, z.B. einem kaputten Knie, muss der Halter natürlich unverzüglich handeln, um Leiden zu vermeiden.
Was auch zu bedenken ist, wäre ggf. ein polizeiliches Führungszeugnis des Halters und einen Sachkundenachweis. Dieser wird nicht nur bei Listenhunden gefordert, sondern kann ggf. auch bei Personen verlangt werden, die vielleicht Vorstrafen haben, polizeibekannt sind, drogen- oder alkoholabhängig sind und problematisch sein können.
Das Tierschutzgesetz (§ 1 TierSchG) verpflichtet Halter, Tiere vor Schmerzen, Leiden und unnötigem Leid zu schützen. Einem verletzten Hund mit starken Schmerzen eine notwendige OP vorzuenthalten, verstößt dagegen. Dass eine Zucht bei unzureichender Versorgung der Hunde tierschutzwidrig ist (§ 11 TierSchG) versteht sich von selbst. Auch Welpen können in einer solchen Umgebung nicht gehalten werden. Wir sehen hier eine mangelnde Eignung des Halters und das Veterinäramt könnte den Hund zwangsweise wegnehmen (§ 17 Abs. 3 TierSchG) und unterbringen. Eine Unterbringungsmöglichkeit ist gegeben. Wieso es das nicht tut, verstehen wir nicht. Wie immer bleibt nur die Dienstaufsichtsbeschwerde, wir können auch das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz mit der Prüfung beauftragen. Letztendlich bleibt die Klage nach § 75 VwGO vor dem Verwaltungsgericht in Mainz, wenn nach Antrag bzw. Widerspruch bei den Behörden 3 Monate vergangen sind.
Tatsächlich haben die Veterinärämter eine sogenannte Garantenstellung § 13 StGB. Das bedeutet, dass sie als staatliche Behörden rechtlich verpflichtet sind, für die Einhaltung des Tierschutzrechts einzustehen und aktiv gegen Verstöße vorgehen müssen. Sie sind quasi Wächter der Tiere und müssen bei Kenntnis von Tierleid eingreifen, um Schmerzen zu verhindern. Sie haften strafrechtlich, wenn sie untätig bleiben und dadurch Tierquälerei weiterbesteht! Das umfasst Pflichten wie Kontrollen, Wegnahmen oder Strafanzeigen - Untätigkeit kann als Unterlassungsdelikt gelten.

02.03.2026
"Tollwut: Der Kreis warnt vor Tieradoption aus dem Ausland!" So warnt das Veterinäramt Mainz-Bingen über die VRM-Wochenblätter eindringlich davor, unbedacht Tiere aus dem Ausland zu adoptieren.
Tatsächlich schließen wir uns dieser Warnung an. Wer den Artikel liest, erfährt, dass in Deutschland seit 2008 kein terrestrischer Tollwuterreger mehr nachgewiesen werden konnte. Die Krankheit tritt jedoch in vielen anderen Ländern weiterhin auf.
Auslöser der Warnung ist ein aktueller Tollwutfall in Rheinland-Pfalz: Ein aus Russland importierter Hund starb und es wurden Tollwuterreger nachgewiesen. Das zeigte, dass trotz vorhandener Papiere und scheinbar gültigem Impfschutz Tollwuterkrankungen eingeschleppt werden können. Das liegt an illegalen Importen und an unzuverlässigen, ggf. auch gefälschten Unterlagen.
Seriöse Tierschutzvereine weisen mit Recht solche illegalen Praktiken weit von sich. Wir wissen alle genau über die Einfuhrbestimmungen Bescheid und auch, dass es unverantwortlich wäre, Tiere mit manipulierten Papieren nach Deutschland zu schaffen. Ein solches Verhalten kann massive Strafen nach sich ziehen und die Arbeit eines Tierschutzvereins für immer beenden.
Was ist aber mit Anbietern, die im Internet ohne ordentliche Zulassung agieren? Für den potentiellen Hundekäufer ist es manchmal nicht leicht herauszufinden, ob es sich um einen Verein handelt oder ob es einfach ein Anbieter ist, der sich Verein nennt. Manche haben sogar "Pflegestellen" in Deutschland, andere lassen die gekauften Hunde aber auch direkt am Transporter abholen.
Wie soll man als unbedarfter Interessent wissen, an wen man da geraten ist? Die Anzeigen weisen oft darauf hin, dass den Tieren im Ursprungsland nicht viel Zeit bleibt, dass der Winter ins Land zieht und die Tiere erfrieren, dass Tötungen anstehen und gerade der ausgesuchte Hund der nächste sein könnte. Es wird das Herz des Tierfreunds angesprochen und oft ist das Mitleid dann die treibende Kraft, einfach nicht mehr so genau hinzusehen oder auch zu denken, dass ja alles nicht so "heiß gegessen wie gekocht" wird. An Tollwut hat bisher sicher keiner mehr gedacht, sie galt bei uns ja eigentlich als ausgerottet...
Wir können uns mit unserer Bitte dem Veterinäramt nur anschließen - beim Hunde-/Katzenkauf muss genau hingesehen werden. Gerade Angebote im Internet können leicht seriös wirken, stammen aber von Anbietern ohne ordentliche Zulassung oder deutsche Adresse. Was vielleicht auch hilfreich sein kann, ist nach Rücknahmegarantien zu fragen. Wichtig ist ebenfalls eine nachvollziebare Herkunft mit vollständigen Gesundheitsnachweisen. Wir sagen immer wieder, dass Vermittlungen über deutsche Tierheime oder Organisationen mit gültiger Zulassung und Erlaubnis nach § 11 TierSchG die beste Möglichkeit sind, ein Tier zu adoptieren. Man kann das Tier vorher kennenlernen, mit ihm spazierengehen, es auch gerne mehrfach besuchen und bei Pflegestellen auch sehen, wie es sich in der Familie benimmt. Ohne vorherigen Kontakt mit dem Tier sollte man keine Adoption in Betracht ziehen. Wir haben ständig Anfragen von Hundehaltern, die mit genau solchen Hundekäufen reingefallen sind. Der süße flauschige Welpe ist nun ein ausgewachsener Herdenschutzhund, der jetzt nicht ins Auto passt oder in der Wohnung bleiben will. Rücknahme ausgeschlossen! Der "Verein" ist nicht mehr existent oder ist irgendwo im Ausland, im "Vertrag" wird eine Rücknahme ausgeschlossen oder so schwer gemacht, dass man nicht weiß, wie das gehen soll. Tatsächlich sind aber deutsche Tierschutzvereine nicht verpflichtet, Hunde aus dem Hundehandel aufzunehmen. Es ist also wirklich sinnvoll, sich vorher zu informieren, wie die Rücknahmebedingungen sind! Ein integerer Verein wird in seinen Verträgen schon darauf hinweisen, dass die Tiere ggf. wieder vom Verein aufgenommen werden. Vermittler, die so etwas weit von sich weisen, würde ich dem Veterinäramt melden. Jemand, der Hunde aus dem Ausland vermittelt, muss auch die Möglichkeit bieten, diese Tiere wieder zurückzunehmen. Wer in einem solchen Fall damit droht, das Tier wieder ins Ursprungsland zu senden, ist nicht seriös und sollte die Erlaubnis entzogen bekommen.
Leider ist die Prüfung der Pflegestellen in Deutschland bisher relativ lasch geregelt worden. Auch hier sollten einheitliche Regeln gelten. Es ist tatsächlich möglich, Hunde/Katzen aus dem Ausland bei völlig ungeeigneten Personen zu "Parken" und diese dann als Pflegestellen auszugeben. Wir könnten Seiten füllen, um euch zu beschreiben, was wir da schon alles gesehen haben, angefangen von schwer alkoholisierten Menschen, die in Bruchbuden hausen bis hin zu "Möchtegern-Tierschützern", an deren dreckigen Stühlen Uwe festgeklebt ist - kein Spaß! Wir waren in Häusern, die wir als unbewohnbar einstufen würden und wir haben Hunde gesehen, die es in Deutschland sicherlich schlechter hatten als im Ausland. So etwas sollte es nicht geben, hier sind die Veterinärämter gefragt, denn Pflegestellen sollten grundsätzlich vom Veterinäramt abgenommen und geprüft werden.
Andererseits liegt so etwas auch in der Hand des Verbrauchers. Wer aus solch einer Umgebung ein Tier kauft, hat sich vielleicht vom Mitleid lenken lassen, trotzdem sollte man solche Verhältnisse dem Veterinäramt melden. Pflegestellena, für die man sich schämen muss, sind kein Aushängeschild für den Verein! Worauf man auch noch achten sollte ist, ob der Verein nur Hunde/Katzen aus dem Ausland holt oder aber auch im Ausland aktiv ist. Wer nur Hunde/Katzen im Ausland kauft, um sie hier weiterzuverticken, betreibt keinen Tierschutz, sondern einen gewerblichen Hundehandel! So etwas solle man niemals unterstützen.
Die Anschaffung eines Tieres heißt immer verantwortungsvoll zu handeln. Wer Tiere aus unseriösen Quellen übernimmt, trägt große Risiken. Wie wir jetzt gesehen haben, kann eine solche Adoption nicht nur das Leben des Tieres kosten - im schlimmsten Fall kann sich auch ein Mensch infizieren und dann nicht mehr zu retten sein.
Augen aus beim Hunde-/Katzenkauf!
