Phönix-Tagebuch
- April 2026 -
30.04.2026
Manche Hunde hinterlassen Pfotenabdrücke, die nie verblassen. Henry, unser kleines Goldlöckchen ist einer von ihnen. Vor vielen Jahren kam er aus Spanien zu uns, ein kleiner Hund mit großem Herzen und diesem ganz besonderen Blick. Ein Eckzähnchen vom Unterkiefer war immer zu sehen und seine schwarzen Knopfäugelchen verrieten sofort: Hier ist ein kleines Kerlchen, der einfach dazugehören möchte. Genau das hat er geschafft, er hat seinen Platz gefunden - nicht nur in seiner Familie, sondern in ganz vielen Herzen. Henne war mehr als nur ein Begleiter. Er war ein "Dog with a Job" und begleitete sein Frauchen und zwei weitere kleine Nasen seines Rudels täglich zur Arbeit. Ein treuer Kollege, ein verlässlicher Freund und ein fester Teil des Rudels, das ihn genauso liebte wie er sie. Wenn die Sommer zu heiß wurden, wusste er genau, wo es angenehm war - bei uns im Garten. Gemeinsam mit seinen kleinen Gefährten - einen Chihuahua-Mix-Mädchen und einem Yorkshire-Buben war Henne ein Teil unseres Rudels, eine Gemeinschaft, die sich verstand und ohne Probleme zu einem großen Rudel zusammenschloss. Unsere Hunde mochten Henne und er hatte hier seinen Platz, als ob er nie woanders gewesen wäre. Henne war immer das nette Goldlöckchen und so werden wir ihn in Erinnerung behalten. Sanft, freundlich, mit einem Charme, der alles heller machte.
Heute ist Henry im Alter von 16 Jahren gestorben. Sein Körper war müde geworden, aber sein Leben war reich - voller Fürsorge, voller Wärme, voller kleiner und großer Momente, die ihn zu dem gemacht haben, was er war: Ein geliebtes Familienmitglied.
Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, die ihn ganz schrecklich vermisst. Gleichzeitig sind wir dankbar, dass wir ein Stück des Weges mit ihm gehen durften.
Mach's gut, kleiner Henne. Lauf voraus. Wir tragen dich sicher in unseren Herzen.

29.04.2026
Im Tierschutz zählt jeder Euro - und natürlich der gute Wille! Umso bitterer ist es, wenn genau dieses Vertrauen ausgenutzt wird. Immer weder engagieren sich Menschen ehrenamtlich, nähen Hundemäntel oder spenden Ausrüstung für Organisationen im Ausland. Eine großartige Sache, die zeigt, wie viel Herz doch im Tierschutz steckt. Auch wir haben uns an eine soche Gruppe gewandt, weil wir dringend Mäntelchen für unsere Hunde in der Protectora Villena brauchen. Die Idee: Fertige Stücke gegen Erstattung der Portokosten zu übernehmen - fair, unkompliziert und ganz im Sinne der Tiere. Soweit - so üblich. Was dann kam, war allerdings alles andere als das.
Eine Dame hatte gleich mehrere Mäntelchen anzubieten und wir schickten das verlangte Porto zu. Statt des erwarteten Pakets kam jedoch die erste Überraschung. Für fast 11 Euro Porto erreichte uns ein nicht ganz 2 kg leichtes kleines Päckchen. Das Porto war deutlich teurer als das was ein solcher Versand üblicherweise kostet.
Doch die eigentliche Überraschung kam erst mit dem Öffnen des Päckchens. Keines der Mäntelchen war brauchbar. Die Halsausschnitte waren so eng, dass sie kaum einem Hund über den Kopf passten - nicht einmal einem schlanken Windhund. Teilweise bestand die Gefahr der Strangulation! Auch die Verschlüsse waren zu kurz und damit unbrauchbar. Es handelte sich nicht um kleine passungenauigkeiten, sondern um grundlegende Messfehler!
Wir haben das freundlich kommuniziert - nicht, um jemanden anzugreifen, sondern um auf ein Problem hinzuweisen. Schließlich geht es hier um Tiere und nicht um Deko! Die Reaktion darauf war ernüchternd. Statt Einsicht oder Lösungsbereitschaft kam eine pampige, abweisende Antwort: Wir könnten die Mäntel ja einfach wieder in der Gruppe einstellen und gegen Portoerstattung weitergeben. Ein Vorschlag, der völlig an der Realität vorbeigeht - denn unpassende Mäntelchen werden ja nicht passend, nur weil sie den Besitzer wechseln. Noch problematischer: Konstruktive Vorschläge wurde nicht nur abgeblockt, sondern auch öffentlich unterdrückt. Der Beitrag wurde gelöscht - von der Administratorin selbst, die auch gleichzeitig Verursacherin war. Zurückbleiben sollte wohl der Eindruck, wir hätten uns über eine gut gemeinte Spende beschwert und die Näherin grundlos angegriffen, statt auf einen Missstand hinzuweisen. Am Ende blieb uns nur die Option, die Mäntel wieder zurückzusenden - auf unsere Kosten. Eine Erstattung des Portos blieb aus. Damit entsteht nicht nur Frust, sondern auch ein, wenn auch geringer, finanzieller Schaden für einen Verein, der ohnehin auf Spenden angewiesen ist.
Genau hier liegt das eigentliche Problem. Tierschutz lebt vom Vertrauen, Ehrlichkeit und Verantwortung. Wer Material zur Verfügung stellt, sollte sicherstellen, dass es auch verwendbar ist. Wer Fehler macht, sollte auch bereit sein, dafür geradezustehen - gerade in einem Bereich, wo Ressourcen knapp sind und Engagement ehrenamtlich erfolgt. Es geht nicht um ein paar Euro. Es geht um Respekt gegenüber Menschen, die helfen wollen - und vor allem gegenüber den Tieren, für die diese Hilfe gedacht ist. Hier wurde nicht gespendet - hier wurde Müll für viel Porto verschickt und das auf Kosten eines Vereins, der jeden Euro braucht.
Solche Erfahrungen sind selten, aber sie hinterlassen einen bitteren Nachgeschmack. Umso wichtiger ist es, darüber zu sperechen. Denn echter Tierschutz bedeutet nicht, nur Gutes zu tun - sondern es auch gut zu machen! So etwas ist kein Tierschutz-Engagement - es ist gemein.

25.04.2026
Endlich gibt es mal gute Nachrichten von unserem Mickey. Der Bub futtert wieder und auch sein Schwänzchen trägt er wieder über der Rückenlinie. Ganz offensichtlich ist das Schlimmste vorbei und Mickey ist auf dem Weg der Besserung. Uns fällt ein riesen Stein vom Herz.
Dafür hat mich vor 4 Tagen ein Bandscheibenvorfall erwischt und massiv lahmgelegt. Es scheint so zu sein, dass immer etwas sein muss und nie Ruhe einkehrt. Mittlerweile kann ich allerdings schon wieder etwas besser gehen und schlucke brav mein Kortison. Vor 2 Jahren hatte mich die gleiche Bandscheibe schon einmal lahmgelegt - da wollte ich nach Schottland und habe sogar während meines Urlaubs Kortison genommen, um einigermaßen Laufen zu können. Jetzt scheint es nicht ganz so schlimm zu sein und wir hoffen, dass ich bald wieder fit bin. So etwas ist superärgerlich, allerdings muss man aber auch ehrlich sein und feststellen, dass alles altert und man selbst davon nicht ausgenommen ist. Ob das jetzt beruhigend ist oder nicht, liegt immer ganz daran, wie man sich gerade fühlt. Geht es gut, dann schätzt man seine Erfahrung und den Weitblick, den man im Laufe der Jahre erworben hat, geht es schlecht, dann schiebt man es aufs Alter. Im Augenblick finde ich es lästig und unerwünscht, ich wäre jetzt lieber wieder 25 und quietschfidel!
Natürlich hält uns so ein Malheur nicht wirklich auf und wir finden immer irgend etwas, was man machen kann, auch wenn man mehr oder weniger in der Horizontalen ist.
Heute möchte ich mal etwas über Würmer beim Hund schreiben. Wurmbefall ist ein häufiges Problem, das verschiedene Wurmarten betrifft. Die wichtigsten Unterschiede liegen in Art, Symptomen und Übertragung, wobei natürlich immer eine frühzeitige Behandlung entscheidend ist.
Spulwürmer (z.B. Toxocara Canis): Die häufigste Art bei Hunden, bis zu 20 cm lang, verursacht oft Durchfall und Erbrechen. Bei Welpen kennt man den aufgeblähten Bauch, erwachsene Hunde zeigen allerdings selten Symptome.
Hakenwürmer: Klein (bis 1,5 cm) führen zu blutigem Durchfall, Abmagerung und Blutverlust durch Anheften im Darm
Bandwürmer: Flache, segmentierte Würmer, übertragen durch Flöhe oder rohes Fleisch. Sichtbar als weiße "Reiskörner" im Fell oder Kot. Diese Würmer kriechen selbstständig aus dem Darm aus.
Weitere (z.B. Peitschenwürmer, Lungenwürmer) sind seltener, verursachen chronischen Husten oder Durchfall.

Häufige Symptome bei Wurmerkrankungen:
Juckreiz am After (ständiges "Schlittenfahren"), stumpfes Fell, Gewichtsverlust, Erbrechen, Durchfall. Welpen leiden auch unter Wachstumsstörungen, während adulte Hunde oft ohme Symptome bleiben, aber durchaus ansteckend sind.
Nun gibt es die Fraktion derer, die alle 3 oder 6 Monate turnusmäßig Entwurmen oder aber diejenigen, die eine Kotprobe beim Tierarzt abgeben und testen lassen, ob der Hund Würmer hat. Egal, für welche Methode man sich entscheidet, die Wurmkur tötet adulte Würmer ab - nicht aber die Eier. Das heißt, im schlimmsten Fall hat der Hund nach 3 Wochen wieder Würmer, die, wenn man nicht blitzschnell reagiert, auch wieder Eier hinterlassen. Es werden regelmäßige Entwurmungen empfohlen, der Kot der Tiere gehört richtig entsorgt, eine Flohprophylaxe und Hygiene ist enorm wichtig.
Immer wieder lese ich davon, dass man zum Entwurmen auch Knoblauch oder Thymian geben kann. Das ersetzt leider keine Entwurmung vom Tierarzt und kann sogar tödlich enden. Natürliche Mittel KÖNNEN den Darm von Hunden unterstützen, ersetzen aber keine tierärztliche Entwurmung bei einem bestätigten Befall.
Häufig werden auch Kürbiskerne erwähnt: Sie enthalten Cucurbitacin, das Würmer lähmt und ausscheidet. Man benötigt ca. 1/4 Teel. pro 5 kg Körpergewicht täglich!
Kokosöl/Flöckchen: Laurinsäure wirkt antimikrobiell und abschreckend. 1 Teel. pro 10 kg Gewicht ins Futter mischen.
Karotten: Ballaststoffe, die den Darm mechanisch reinigen, gerieben oder als Raspeln füttern.
Kräuter wie Ingwer, Thymian: Sie stärken die Darmabwehr und reduzieren die Eiproduktion. Dosiert wird ca. 0,5 - 1 g pro 10 kg Körpergewicht Thymian (frisch oder getrocknet). Das darf man allerdings nicht täglich geben, denn eine Überdosierung kann Erbrechen verursachen und Magen-Darm-Reizungen hervorrufen. Bitte niemals ätherisches Thymianöl verwenden - es ist giftig!
Bitte niemals Wermut verwenden, Wermut und auch Knoblauch sind giftig! Knoblauch enthält Thiosulfate und Allin, die rote Blutkörperchen schädigen, was zur Blutarmut, Schwäche, Erbrechen, Durchfall, blassem Zahnfleisch und blutigem Urin führen kann. Symptome treten oft erst mit Verzögerung von bis zu 5 Tagen auf. So zu entwurmen kann für den Hund tödlich sein! Zwiebeln, Schnittlauch, Bärlauch und Lauch sind übrigens auch giftig für unsere Hunde - genauso wie Knoblauch!
Wermut (Artemisia) ist für Hunde in hohen Dosen sehr giftig! Der Inhaltsstoff Thujon kann Krämpfe, Zittern, Erbrechen und neurologische Störungen verursachen. Es gibt keine Studien, die sichere Dosierungen angeben!
Apfelessig: Er verändert das Darmmilieu. 1 Teel. ins Trinkwasser (verdünnt) soll eine Entwurmung veranlassen. Tatsächlich gibt es nicht einen Versuch, der das bestätigen konnte. Zudem soll er, äußerlich angewendet, auch gegen Flöhe und Zecken helfen. Auch hier gibt es keine bestätigten Studien. Man weiß allerdings, dass ein empfindlicher Magen mit Apfelessig massiv gereizt werden kann und bei Überdosierung drohen Zahnschäden oder aber auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.
Anwendung und Dosierung:
Oft empfehlen Hundebesitzer, viele dieser Mittel 1 - 2 Wochen lang kurmäßig zu geben, dann aber nur prophylaktisch. Man solle immer mit Futter mischen und bei kranken Hunden und Welpchen vorsichtig dosieren. Tatsächlich kann eine falsche Dosierung einen jungen oder empfindlichen Hund schon massiv schädigen - wenn nicht sogar umbringen. Nicht jeder Hund verträgt unsere ALTERNATIVEN METHODEN und auch die erwünschte Wirksamkeit ist weitaus geringer als bei Medikamenten.
Ganz wichtiger Hinweis: Kombiniert mit Kotuntersuchungen eignen sich natürliche Ansätze maximal zur Vorbeugung. Bei Symptomen wie Durchfall sofort zum Tierarzt!
Bitte meidet Knoblauch und ätherische Öle wegen deren Toxizität!
Ihr merkt, man kann seinem Hund mit all diesen alternativen Mittelchen erheblich schaden - man kann sein Tier sogar damit umbringen. Ich würde ein solches Risiko niemals eingehen und bevorzuge die tierärztliche Methode. Wer es aber unbedingt versuchen will, sollte immer bedenken, dass man grundsätzlich mit minimalen Dosen testet, ob etwas vertragen wird. Bei Unsicherheiten konsultiert man immer der Tierarzt!
Wir verlassen uns auf tierärztlich zugelassene Entwurmungsmittel wie Tabletten oder Spot-ons, die auf Gewicht und Parasitentyp abgestimmt sind. Lasst einfach vorher einen Kottest machen und besprecht euch mit dem Tierarzt. Anekdoten aus dem Internet sind keine Wahrheiten und man muss wirklich nicht allen Blödsinn nachmachen oder glauben!
Es gibt keine wissenschaftlich bewährten natürlichen Hausmittel, die Würmer bei Hunden effektiv bekämpfen können. Häufig genannte Optionen wie Kürbiskerne, Kokosöl oder Karotten können die Darmgesundheit unterstützen und parasitenfeindlich wirken. Es fehlt aber tatsächlich an Belegen einer klinischen Wirksamkeit für eine echte Entwurmung.
Wichtig zu wissen! Einige Arten von Hundewürmern sind auch für den Menschen ansteckend. Das betrifft besonders den Spulwurm, den Hakenwurm und bestimmte Bandwürmer z.B. den Fuchsbandwurm. Eine Infektion mit dem Echinococcus ist selten, aber äußerst schwerwiegend. Niemand will solche Zysten in Leber und Lunge haben.
Für alle, die schon einmal gehört haben, dass der Bandwurm einen Zwischenwirt benötigt, hier nochmal eine kleine Auffrischung. Endwirte, wie z.B. Füchse, Hunde oder auch selten Katzen scheiden infektiöse Eier mit dem Kot aus, die über kontaminierte Erde, Hände, Fellkontakte, Beeren oder Wasser aufgenommen werden. Der Mensch (als Fehlwirt) schluckt die Eier, im Darm schlüpfen Larven, die über das Blut in Leber oder Lunge wandern und tumorartige Zysten bilden - keine adulten Würmer!
Der Mensch ist ein zufälliger Zwischenwirt! Typisch sind Zwischenwirte wie Schafe oder Nagetiere. Sie fressen die Eier, entwickeln Larvenzysten in Organen und dann fressen die Endwirte diese infizierten Organe und schließen den Kreis. Der Mensch ist ein zufälliger Zwischenwirt, bei dem die Infektion (alveoläre Echinocokkose) oft jahrelang symptomfrei wachsen kann.
Normale Bandwürmer bei Hunden (Dipylidium- oder Taenia-Bandwürmer) nutzen Flöhe oder Nager als Zwischenwirte. Hier ist die Übertragung auf den Menschen selten. Der Echinococcus ist allerdings hoch zoonotisch und wirklich gefährlich!
Schreibt doch mal, wie ihr das mit den Entwurmungen haltet und welche Erfahrungen ihr habt.
23.04.2026
Es war einmal ein kleiner, einsamer Hund irgendwo auf einer der staubigen Straßen Spaniens. Ein echter Straßenprofi. Er wusste genau, wo es die besten Essensreste gab, wie man die Menschen charmant ignorierte und sich am besten selbst um alles kümmert. Niemand kannte seinen Namen, denn lange Zeit hatte ihn niemand mehr gerufen und so hatte auch er seinen Namen vergessen. Er lebte von dem, was er fand, suchte Schutz, wo es ging und lernte früh, dass die Welt nicht immer freundlich ist. Eines Tages aber änderte sich alles - ganz leise und völlig unspektakulär. Jemand sah ihn und nahm ihn mit. Er kam ins Tierheim, bekam einen Napf, ein Körbchen und zum ersten Mal seit langer Zeit so etwas wie Sicherheit. Konnte es sein, dass es Menschen gab, die ihn tatsächlich mochten, konnte das ein neuer Anfang sein?
Irgendwo viele, viele Kilometer entfernt wartete bereits sein neues Leben. Doch davon wusste Jhayko noch nichts. Erstmal wurde er untersucht, geschniegelt und gebürstet, bekam ein Halsband und ein Geschirr und wurde stundenlang in einem Auto über Straßen gefahren, die er nicht kannte. Beim Aussteigen merkte er sofort, dass alles anders war. Die Menschen nahmen ihn auf den Arm und flüsterten liebevoll mit ihm, man streichelte sein Köpfchen und brachte ihn in einen grünen Garten mit vielen anderen netten Hunden. Er sah sich alles genau an und war der Meinung, dass das wohl die Regenbogenbrücke sein müsste oder er - so hoffte er - vielleicht auch nur träumte. In seinem Traum kam eine Pflegefamilie und brachte ihm alles bei, was ein Hundchen aus Spanien so wissen muss, um in Deutschland sein Glück zu finden. Langsam merkte er, dass er weder tot war noch schlief, sondern einfach ein neues Leben geschenkt bekommen hatte.
Heute steht der selbe kleine Hund auf einem Boot, der Wind streicht durch sein Fell, die Sonne spiegelt sich in seinen Augen. Neben ihm Menschen, die ihn lieben, die seinen Namen kennen und ihn Mitglied in ihrer Crew nennen. Aus dem unsichtbaren Straßenhund ist ein Prinzchen geworden, geliebt, beschützt und angekommen.

Seine Geschichte zeigt, wie wenig es manchmal braucht, um alles zu verändern. Ein Blick, eine Entscheidung, ein bisschen Mut, um einem Tier eine Chance zu geben. Und plötzlich wird aus einem Niemand jemand, der dazugehört und fester Teil einer Familie ist.
Wir wünschen allen Hunden, die noch nicht wissen, zu wem sie gehören, eine nette Familie, die nur auf sie gewartet hat!
25.04.2026
Endlich gibt es mal gute Nachrichten von unserem Mickey. Der Bub futtert wieder und auch sein Schwänzchen trägt er wieder über der Rückenlinie. Ganz offensichtlich ist das Schlimmste vorbei und Mickey ist auf dem Weg der Besserung. Uns fällt ein riesen Stein vom Herz.
Dafür hat mich vor 4 Tagen ein Bandscheibenvorfall erwischt und massiv lahmgelegt. Es scheint so zu sein, dass immer etwas sein muss und nie Ruhe einkehrt. Mittlerweile kann ich allerdings schon wieder etwas besser gehen und schlucke brav mein Kortison. Vor 2 Jahren hatte mich die gleiche Bandscheibe schon einmal lahmgelegt - da wollte ich nach Schottland und habe sogar während meines Urlaubs Kortison genommen, um einigermaßen Laufen zu können. Jetzt scheint es nicht ganz so schlimm zu sein und wir hoffen, dass ich bald wieder fit bin. So etwas ist superärgerlich, allerdings muss man aber auch ehrlich sein und feststellen, dass alles altert und man selbst davon nicht ausgenommen ist. Ob das jetzt beruhigend ist oder nicht, liegt immer ganz daran, wie man sich gerade fühlt. Geht es gut, dann schätzt man seine Erfahrung und den Weitblick, den man im Laufe der Jahre erworben hat, geht es schlecht, dann schiebt man es aufs Alter. Im Augenblick finde ich es lästig und unerwünscht, ich wäre jetzt lieber wieder 25 und quietschfidel!
Natürlich hält uns so ein Malheur nicht wirklich auf und wir finden immer irgend etwas, was man machen kann, auch wenn man mehr oder weniger in der Horizontalen ist.
Heute möchte ich mal etwas über Würmer beim Hund schreiben. Wurmbefall ist ein häufiges Problem, das verschiedene Wurmarten betrifft. Die wichtigsten Unterschiede liegen in Art, Symptomen und Übertragung, wobei natürlich immer eine frühzeitige Behandlung entscheidend ist.
Spulwürmer (z.B. Toxocara Canis): Die häufigste Art bei Hunden, bis zu 20 cm lang, verursacht oft Durchfall und Erbrechen. Bei Welpen kennt man den aufgeblähten Bauch, erwachsene Hunde zeigen allerdings selten Symptome.
Hakenwürmer: Klein (bis 1,5 cm) führen zu blutigem Durchfall, Abmagerung und Blutverlust durch Anheften im Darm
Bandwürmer: Flache, segmentierte Würmer, übertragen durch Flöhe oder rohes Fleisch. Sichtbar als weiße "Reiskörner" im Fell oder Kot. Diese Würmer kriechen selbstständig aus dem Darm aus.
Weitere (z.B. Peitschenwürmer, Lungenwürmer) sind seltener, verursachen chronischen Husten oder Durchfall.

Häufige Symptome bei Wurmerkrankungen:
Juckreiz am After (ständiges "Schlittenfahren"), stumpfes Fell, Gewichtsverlust, Erbrechen, Durchfall. Welpen leiden auch unter Wachstumsstörungen, während adulte Hunde oft ohme Symptome bleiben, aber durchaus ansteckend sind.
Nun gibt es die Fraktion derer, die alle 3 oder 6 Monate turnusmäßig Entwurmen oder aber diejenigen, die eine Kotprobe beim Tierarzt abgeben und testen lassen, ob der Hund Würmer hat. Egal, für welche Methode man sich entscheidet, die Wurmkur tötet adulte Würmer ab - nicht aber die Eier. Das heißt, im schlimmsten Fall hat der Hund nach 3 Wochen wieder Würmer, die, wenn man nicht blitzschnell reagiert, auch wieder Eier hinterlassen. Es werden regelmäßige Entwurmungen empfohlen, der Kot der Tiere gehört richtig entsorgt, eine Flohprophylaxe und Hygiene ist enorm wichtig.
Immer wieder lese ich davon, dass man zum Entwurmen auch Knoblauch oder Thymian geben kann. Das ersetzt leider keine Entwurmung vom Tierarzt und kann sogar tödlich enden. Natürliche Mittel KÖNNEN den Darm von Hunden unterstützen, ersetzen aber keine tierärztliche Entwurmung bei einem bestätigten Befall.
Häufig werden auch Kürbiskerne erwähnt: Sie enthalten Cucurbitacin, das Würmer lähmt und ausscheidet. Man benötigt ca. 1/4 Teel. pro 5 kg Körpergewicht täglich!
Kokosöl/Flöckchen: Laurinsäure wirkt antimikrobiell und abschreckend. 1 Teel. pro 10 kg Gewicht ins Futter mischen.
Karotten: Ballaststoffe, die den Darm mechanisch reinigen, gerieben oder als Raspeln füttern.
Kräuter wie Ingwer, Thymian: Sie stärken die Darmabwehr und reduzieren die Eiproduktion. Dosiert wird ca. 0,5 - 1 g pro 10 kg Körpergewicht Thymian (frisch oder getrocknet). Das darf man allerdings nicht täglich geben, denn eine Überdosierung kann Erbrechen verursachen und Magen-Darm-Reizungen hervorrufen. Bitte niemals ätherisches Thymianöl verwenden - es ist giftig!
Bitte niemals Wermut verwenden, Wermut und auch Knoblauch sind giftig! Knoblauch enthält Thiosulfate und Allin, die rote Blutkörperchen schädigen, was zur Blutarmut, Schwäche, Erbrechen, Durchfall, blassem Zahnfleisch und blutigem Urin führen kann. Symptome treten oft erst mit Verzögerung von bis zu 5 Tagen auf. So zu entwurmen kann für den Hund tödlich sein! Zwiebeln, Schnittlauch, Bärlauch und Lauch sind übrigens auch giftig für unsere Hunde - genauso wie Knoblauch!
Wermut (Artemisia) ist für Hunde in hohen Dosen sehr giftig! Der Inhaltsstoff Thujon kann Krämpfe, Zittern, Erbrechen und neurologische Störungen verursachen. Es gibt keine Studien, die sichere Dosierungen angeben!
Apfelessig: Er verändert das Darmmilieu. 1 Teel. ins Trinkwasser (verdünnt) soll eine Entwurmung veranlassen. Tatsächlich gibt es nicht einen Versuch, der das bestätigen konnte. Zudem soll er, äußerlich angewendet, auch gegen Flöhe und Zecken helfen. Auch hier gibt es keine bestätigten Studien. Man weiß allerdings, dass ein empfindlicher Magen mit Apfelessig massiv gereizt werden kann und bei Überdosierung drohen Zahnschäden oder aber auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.
Anwendung und Dosierung:
Oft empfehlen Hundebesitzer, viele dieser Mittel 1 - 2 Wochen lang kurmäßig zu geben, dann aber nur prophylaktisch. Man solle immer mit Futter mischen und bei kranken Hunden und Welpchen vorsichtig dosieren. Tatsächlich kann eine falsche Dosierung einen jungen oder empfindlichen Hund schon massiv schädigen - wenn nicht sogar umbringen. Nicht jeder Hund verträgt unsere ALTERNATIVEN METHODEN und auch die erwünschte Wirksamkeit ist weitaus geringer als bei Medikamenten.
Ganz wichtiger Hinweis: Kombiniert mit Kotuntersuchungen eignen sich natürliche Ansätze maximal zur Vorbeugung. Bei Symptomen wie Durchfall sofort zum Tierarzt!
Bitte meidet Knoblauch und ätherische Öle wegen deren Toxizität!
Ihr merkt, man kann seinem Hund mit all diesen alternativen Mittelchen erheblich schaden - man kann sein Tier sogar damit umbringen. Ich würde ein solches Risiko niemals eingehen und bevorzuge die tierärztliche Methode. Wer es aber unbedingt versuchen will, sollte immer bedenken, dass man grundsätzlich mit minimalen Dosen testet, ob etwas vertragen wird. Bei Unsicherheiten konsultiert man immer der Tierarzt!
Wir verlassen uns auf tierärztlich zugelassene Entwurmungsmittel wie Tabletten oder Spot-ons, die auf Gewicht und Parasitentyp abgestimmt sind. Lasst einfach vorher einen Kottest machen und besprecht euch mit dem Tierarzt. Anekdoten aus dem Internet sind keine Wahrheiten und man muss wirklich nicht allen Blödsinn nachmachen oder glauben!
Es gibt keine wissenschaftlich bewährten natürlichen Hausmittel, die Würmer bei Hunden effektiv bekämpfen können. Häufig genannte Optionen wie Kürbiskerne, Kokosöl oder Karotten können die Darmgesundheit unterstützen und parasitenfeindlich wirken. Es fehlt aber tatsächlich an Belegen einer klinischen Wirksamkeit für eine echte Entwurmung.
Wichtig zu wissen! Einige Arten von Hundewürmern sind auch für den Menschen ansteckend. Das betrifft besonders den Spulwurm, den Hakenwurm und bestimmte Bandwürmer z.B. den Fuchsbandwurm. Eine Infektion mit dem Echinococcus ist selten, aber äußerst schwerwiegend. Niemand will solche Zysten in Leber und Lunge haben.
Für alle, die schon einmal gehört haben, dass der Bandwurm einen Zwischenwirt benötigt, hier nochmal eine kleine Auffrischung. Endwirte, wie z.B. Füchse, Hunde oder auch selten Katzen scheiden infektiöse Eier mit dem Kot aus, die über kontaminierte Erde, Hände, Fellkontakte, Beeren oder Wasser aufgenommen werden. Der Mensch (als Fehlwirt) schluckt die Eier, im Darm schlüpfen Larven, die über das Blut in Leber oder Lunge wandern und tumorartige Zysten bilden - keine adulten Würmer!
Der Mensch ist ein zufälliger Zwischenwirt! Typisch sind Zwischenwirte wie Schafe oder Nagetiere. Sie fressen die Eier, entwickeln Larvenzysten in Organen und dann fressen die Endwirte diese infizierten Organe und schließen den Kreis. Der Mensch ist ein zufälliger Zwischenwirt, bei dem die Infektion (alveoläre Echinocokkose) oft jahrelang symptomfrei wachsen kann.
Normale Bandwürmer bei Hunden (Dipylidium- oder Taenia-Bandwürmer) nutzen Flöhe oder Nager als Zwischenwirte. Hier ist die Übertragung auf den Menschen selten. Der Echinococcus ist allerdings hoch zoonotisch und wirklich gefährlich!
Schreibt doch mal, wie ihr das mit den Entwurmungen haltet und welche Erfahrungen ihr habt.
21.04.2026
Das Vorgespräch für Jhayko lief wunderbar und so ist der Bub schon heute umgezogen. Er lebt dann in der Nähe von Kusel auf einem ehemaligen Bauernhof mit viel Platz und tollen Spazierwegen. Zur Familie gehören noch zwei größere Kinder, die unbedingt mit ihm in die Hundeschule gehen wollen. Jhayko hat das große Los gezogen und wir sind sicher, dass er dort sehr glücklich sein wird.

Mickey hatte mittlerweile seinen Tierarzttermin. Leider konnte uns auch der Chef nicht viel weiterhelfen. Er gab Mickey wieder eine Spritze und war einigermaßen sicher, dass er danach Hunger hätte und futtern würde. Leider klappte das nur bedingt. Mickey hat ein kleines Händchen voll gegessen und sich dann angeekelt weggedreht. Er ist mit nichts zu locken. So wie es aussieht, ist es ihm übel und dann kann ich verstehen, wieso er nicht essen möchte. Wieso ihm allerdings übel ist, das wissen wir nicht. Sein Blutbild ist völlig ok. Wir warten jetzt zwei weitere Tage ab und wenn er nicht von selbst an die Schüssel geht, müssen wir wohl in eine Klinik fahren oder auch eine Magenspiegelung machen. Irgendeinen Grund muss es ja geben, niemand verschmäht das tollste Essen, wenn er gesund und munter ist. Mittlerweile machen wir uns große Sorgen und hoffen, dass Mickey bald wieder so ist, wie wir ihn eigentlich kennen. Er ist ein fröhlicher Hund, immer am Wedeln und mit Spaß an allem. Jetzt ist er ein Schatten seiner selbst. Ein trauriger Anblick.
Am Wochenende bekamen wir die Information, dass ein kleiner Hund an Halsband und Leine durch die Luft katapultiert wurde. Kinder hätten das ca. 2 - 3 kg schwere Chihuahua-Mädchen nicht nur an der Leine geschleudert, sondern das Hundchen auch geworfen und andere schlimme Dinge mit ihm gemacht... Wir sind sofort zu der angegebenen Alzeyer Adresse gefahren und trafen dort mehrere bulgarische Familien an. Das Hündchen wurde uns gezeigt und unaufgefordert auch der Impfpass. Leider ist der Hund wohl schon als Welpe illegal eingeführt worden. Er wurde zwar in den letzten Tagen geimpft, aber trotzdem ist die illegale Einfuhr nicht hinnehmbar und ein Grund, einen solchen Hund zu beschlagnahmen (wir hatten in Rheinland-Pfalz erst einen Tollwut-Fall!).
Eine andere Chance sehen wir für das kleine Hundemädchen nicht. Ich glaube nicht, dass man die vielen dort ansässigen Kinder dazu bewegen kann, lieb und vorsichtig mit dem zerbrechlichen Tierchen umzugehen. Das Hündchen ist ein Spielzeug und eine Kontrolle durch die Eltern gibt es wohl nicht. Für die illegale Einfuhr von Hunden werden hohe Strafen fällig, doch dass diese Menschen die Strafen nicht bezahlen können, ist zu erwarten, deshalb aber komplett auf eine Strafe zu verzichten, würde bedeuten mit zweierlei Maß zu messen. Deutsche müssen bezahlen, wenn sie eine Strafe bekommen, bei Menschen, die unsere Sprache nicht sprechen, bildungsfern und hier bei uns auffällig sind, drückt man oft genug beide Augen zu. Wir haben den Sachverhalt dem Ordnungsamt, dem Veterinäramt und dem Bürgermeister von Alzey gemeldet und hoffen, dass sich jemand zuständig fühlt und die Sache nicht im Sand verläuft. Leider haben wir das schon öfter erlebt... Letztendlich ist ein kleines, zartes Hundemädchen die Leidtragende, wenn Behörden nicht proaktiv agieren. Was nutzt es dann, hinterher einen Strafantrag zu stellen? Wir haben deshalb bei der Polizei Anzeige erstattet, immerhin haben wir ein Video von der Tat vorliegen. Ich kann das Video allerdings hier nicht veröffentlichen, denn wir haben es nicht selbst gemacht, es ist uns zugespielt worden.
19.04.2026
Die Interessenten haben Jhayko besucht und finden ihn toll. Wenn das Vorgespräch gut läuft, wird der kleine Bub bald in sein neues Zuhause umziehen. Er lebt dann auf einem ehemaligen Bauenhof mit ganz viel Platz und wunderschönen Auslaufflächen. Wir drücken dem Bub mal ganz feste die Daumen, Uwe hat am Montag das Vorgespräch.
Maria aus Spanien hat uns Bilder von zwei weiteren Glückspilzen geschickt. Es sind hübsche Hundchen, die auch gerne nach Deutschland ausreisen würden. Wir warten mal ab, wie die Mittelmeertests ausfallen und auch ob die beiden noch kastriert werden müssen. Tatsächlich hatten wir einige Anfragen für Jhayko und denken, dass auch diese beiden Hunde hier gute Chancen haben könnten.
Noch immer suchen wir händeringend nach Pflegeplätzen, auch für Windhunde. Wir haben so viele Galgos und Podencos in der Protectora, dass wir wirklich dankbar wären, wenn wenigstens zwei oder drei ausreisen dürften. Die Hunde sind unproblematisch und lieb. Sie sind im Haus ruhig und mit einem warmen Plätzchen zufrieden, draußen bleiben sie aber an der Leine. In einem eingezäunten Gelände dürfen sie natürlich gerne frei rennen. Deshalb ist es auch wichtig, dass die Pflegestellen einen umzäunten Garten oder Hof haben. Diese Hunde sind in der Protectora zwar in Zwingern untergebracht, aber man versucht, sie innerhalb des Geländes frei laufen zu lassen. Die Protectora Villena hat glücklicherweise ein angegliedertes kleines Tierheim, welches über eine Freilauffläche verfügt. Dort werden fast alle Windhunde untergebracht. Trotzdem wäre es schön, wenn die Hundchen endlich das Tierheim verlassen könnten, um eine eigene liebevolle Familie zu haben. Wir hoffen, dass wir vielleicht doch noch eine Pflegestelle für Windhunde finden können, bisher haben sich immer nur Windhundliebhaber gemeldet, die die Hunde direkt übernommen haben. So etwas ist zwar auch möglich, aber auch eine Pflegestelle wäre wirklich toll.
Wer Interesse daran hat, einen Hund - vielleicht auch einen Windhund - zur Pflege aufzunehmen, kann sich direkt bei uns melden und auch vorab schon einmal hier nachlesen, welche Voraussetzungen man mitbringen sollte.
17.04.2026
Mickey geht es immer noch nicht gut. Er bekommt jeden Tag Spritzen und wir versuchen seinen Magen/Darm zu schonen. Trotzdem mag er nichts essen, wir haben Hühnchen gekocht und es mit Reis, Gemüse oder auch mit Nudeln versucht, leider ohne Erfolg. Mickey will nichts essen und langsam sieht man, dass er abnimmt. Sein Gesicht ist davon gezeichnet, dass er Bauchweh hat, sein Rücken ist aufgewölbt und sein Schwänzchen hängt herunter. Es ist ein trauriger Anblick und dass keine Behandlung richtig anschlägt, macht es noch schlimmer. Mittlerweile haben wir sein Blutbild vorliegen, aber wider Erwarten hat es keinen Aufschluss über seine Probleme gegeben. Tatsächlich hat er ein gutes Blutbild und die kleinen Verschiebungen sind sicher der jetzigen Situation geschuldet und nicht ursächlich. Es bleibt uns nicht mehr, als einfach zu hoffen, dass die Medikamente anschlagen. Die Helicobacter-Behandlung haben wir abgebrochen. In Mickeys Zustand ist es nicht möglich, eine solche Therapie, die ja rein über den Magen geht, weiterzuführen. Wir hoffen, dass wir morgen vielleicht einen kleinen Erfolg verbuchen können und Mickey wieder essen mag.
16.04.2026
Mickey war nun beim Tierarzt in Weiterstadt. Dort war die erste der beiden Bandscheiben-OPs vor 7 Jahren gemacht worden. Wir wollten Mickey Dr. Anders Behrend vorstellen, um abzuklären, wieso er auf einem Hinterbeinchen gehinkt hat und auch sein Rücken extrem verspannt ist. Dr. Behrend meinte allerdings, dass er keinen weiteren Bandscheibenvorfall vermuten würde, vielmehr sollte Mickey massiert und ggf. von einem Osteopathen untersucht werden. Wir haben Mickey wegen Helicobacter zur Zeit unter Antibiose. Leider übergibt er sich noch immer und hat eindeutig Bauchweh. Da er kein großer Autofahrer ist, hatten wir ihm für die Fahrt nach Weiterstadt Cerenia gegen Übelkeit gegeben. Damit wurde ihm wenigstens nicht zusätzlich schlecht. Leider hat er heute in der Nacht wieder gebrochen und morgens wollte er absolut nichts essen. Ich bin mit dem zitternden und sabbernden Hund also nach Alzey zum Tierarzt gefahren. Jetzt haben wir Blut abgenommen und wollen uns das Organprofil mal ansehen. Es kann durchaus möglich sein, dass Mickey zusätzlich ein Bauchspeicheldrüsen-Problem hat und vielleicht deshalb den Rücken so verspannt. Wir wissen es nicht und tasten uns langsam vor. Dem armen Kerl geht es wirklich schlecht und die ganzen Tabletten, die er gegen den Helicobacter nehmen muss, tun seinem Magen nicht gut. Omeprazol scheint ihm auch nicht wirklich zu helfen und wir sind tatsächlich ziemlich in Sorge.
Wir haben wegen der ganzen Tierarztbesuche das Versenden der beiden Spendenpaletten zurückgestellt. Wer also noch etwas für die Protectora Villena abgeben möchte, der kann das noch bis zum Wochenende tun. Wir werden die Paletten dann in der nächsten Woche abholen lassen.
15.04.2026
Unser kleiner Jhayko bekommt noch in dieser Woche Besuch von Interessenten. Wir hoffen, dass der Kleine Glück hat, die Leute ihn toll finden und ihm ein wunderschönes Zuhause geben können. Wenn es nicht klappen sollte, bleibt er noch ein wenig auf der Pflegestelle. Unsere Hundchen müssen nicht schnell vermittelt werden, vielmehr möchten wir, dass sie ein sicheres Zuhause finden und nicht noch einmal ihre Familie verlieren. Fast alle Hunde, die bei uns in der Vermittlung waren, hatten früher ein Zuhause, sie haben es verloren und kamen in Spanien in die Protectora Villena. So etwas ist immer eine Chance, aber ganz sicher auch eine gewaltige Umstellung. Die Hunde sitzen nun in Zwingern, es ist laut und sie wissen nicht, was mit ihnen geschieht. Manche warten jahrelang auf eine Familie und natürlich gibt es auch Hunde, die ihr ganzes Leben im Tierheim verbringen.

Wir holen unsere Glückspilze von dort nach Deutschland und hier lernen sie auf unseren Pflegestellen das, was sie für ein Leben in einer Familie wissen sollten. Die neue Familie ist dann schon mindestens der vierte Platz, auf dem sie sind (erster Besitzer, Tierheim, Pflegestelle in Deutschland, endgültige Familie). So etwas darf man nie vergessen! Man muss den Hunden Zeit lassen anzukommen und alles, was sie hinter sich gelassen haben, zu verarbeiten. Das geht nicht in 4 Wochen, manche Hunde brauchen länger und wenn man später auf die Anfangszeit zurückblickt, dann gibt es viele Hundebesitzer, die mir erzählen, dass die Hunde zwar von Anfang an glücklich und zufrieden waren, aber die schlechten Träume, ein ängstliches Ducken oder gewisse Unsicherheiten erst nach 10 - 12 Monaten verschwunden sind. Unsere Tiere brauchen Zeit und die müssen wir ihnen zugestehen.
Jhayko ist ein Sonnenschein und scheint völlig unkompliziert zu sein, trotzdem hat auch er ein Leben in Spanien gehabt und wir wissen darüber so gut wie nichts. Wir wollen weder uns noch die neue Familie mit Geschichten aus Spanien belasten. Eine vernünftige Vermittlung hat nichts mit Mitleid zu tun. Für unsere Hunde beginnt bei der neuen Familie auch ein neues Leben. Wenn die Tiere bedauert oder in Watte gepackt werden, nutzt das gar nichts. Deshalb fragen wir in Spanien nur dann nach, wenn große Narben oder massive Auffälligkeiten zu beobachten sind. Machen die Hunde einen guten Eindruck, dann interessiert uns die Vorgeschichte nicht. Es mag Vereine geben, die zu jedem Hund eine total grausame Geschichte "erzählen" können, bei uns ist das nicht so. Unsere Hunde sind manchmal einfach weggelaufen und nicht mehr gesucht worden. Andere wurden abgegeben, weil kein Interesse mehr an den Tieren bestand und manche haben wir aus Tötungen übernommen - sie wurden vielleicht von der Seprona (Tierschutzpolizei) dort abgegeben oder auch von den Besitzern. Manchmal sind die Leute einfach zu alt und gehen ins Altenheim, andere bekommen Kinder und haben keine Zeit/Geld mehr für einen Hund.
Natürlich gibt es auch die Welpen, die ursprünglich verschenkt wurden und jetzt ausgewachsen nicht mehr so süß sind... Es ist ähnlich wie in Deutschen Tierheimen - nur, dass es in Spanien viel mehr Hunde gibt und der Umgang mit Tieren einfach "ursprünglicher" ist als bei uns. Zudem gibt es bei uns keine Tötungen und Menschen, die ihre Hunde misshandeln, werden schnell angezeigt. In Spanien gibt es zwar ein wirklich tolles Tierschutzgesetz, aber es nimmt einige Tiere aus. Windhunde und Jagdhunde sind Nutztiere und werden durch das Tierschutzgesetz genauso wenig geschützt wie die Stiere. Wir hoffen, dass wir es z.B. mit Demos und Unterschriftenaktionen schaffen werden, eine Nachbesserung des spanischen Tierschutzgesetzes zu veranlassen. Alle Tierschutzvereine, die in Spanien aktiv sind, setzen sich dafür ein. Drücken wir den Tieren einfach mal die Daumen.
13.04.2026
Wie versprochen kam gestern nochmal ein schönes Video aus der Protectora Villena.
Die riesige Futterspende, die uns über VETO erreichte, hat alle ganz doll motiviert. Das Volumen war enorm, aber das kennen wir von VETO ja schon. Bei vergleichbaren Aktionen wie "Hilfe für Galgos in Not" in 2025 kamen hunderte Tonnen Futter in LKW-Ladungen bei spanischen Tierheimen an, das sind tausende Tagesrationen für Galgos und natürlich auch für andere Hunde.
Die Bilder, die uns aus Spanien erreichten, zeigen eindrucksvoll das gigantische Spendenvolumen: Palettenweise Hundefutter, das mit dem LKW angeliefert wurde und unser Refugio und dazu noch viele kleinere Organisationen nun für mehrere Monate versorgen wird. Solche Lieferungen bringen nicht nur Futter, sondern machen auch medizinische Versorgung möglich, traumatisierte und unterernährte Hunde können aufgepäppelt werden und natürlich sind sie eine tolle Motivation für alle, die jeden Tag bereit stehen, um den Ärmsten der Armen zu helfen. Futter macht den Unterschied zwischen Leben und Tod. Die ständige Suche nach Nass- und Trockenfutter fällt nun erstmal weg, diese großartige Spende entlastet die Mitarbeiter, sie können sich jetzt voll auf die Pflege der Tiere, die Aufklärung in Schulen und Kindergärten, den Internetauftritt sowie auf die politische Arbeit und natürlich auch um die Vermittlungen kümmern. Wir alle kämpfen gegen den Galgo-/Podenco-/Jagdhunde-Missbrauch, die schrecklichen Stierkämpfe und natürlich auch dafür, dass es Änderungen im spanischen Tierschutzgesetz geben muss. Insgesamt retten solche Spenden nicht nur akut, sondern verbessern langfristig das Los der Hunde und Katzen durch bessere Versorgung und Prävention.
Ein ganz herzliches Dankeschön an alle Spender, die das möglich gemacht haben. Eure Unterstützung rettet Leben! Gemeinsam machen wir den Unterschied für die hungrigen Hunde in Spanien!
11.04.2026
Ganz herzlichen Dank für die tolle Osterüberraschung vom Fressnapf in Rüsselsheim! Was für eine tolle Überraschung! Wir dürfen uns über eine große Osterspende vom Fressnapf in Rüsselsheim freuen. Im Rahmen der Osteraktion konnten die Kunden Leckerchen für Hunde und Katzen sowie Spielzeuge für Katzen kaufen - und all diese liebevoll ausgewählten Spenden wurden nun an die Tierhilfe Phönix übergeben.
Dank dieser wunderbaren Aktion stehen bei uns jetzt viele gut gefüllte Tüten mit schönen Katzenspielzeugen und leckeren Snacks für Katz und Hund bereit, die unseren Schützlingen ganz bestimmt eine riesige Freude bereiten.
Ein herzliches Dankeschön geht an alle Kunden, die mitgemacht haben und ebenso an das gesamte Team vom Fressnapf Rüsselsheim, das diese Aktion mit viel Engagement ermöglicht hat. Ihr zeigt mit solchen Aktionen, wie schön Gemeinschaft und Tierliebe sein können! Wir sagen von Herzen: Danke für eure Unterstützung - mit jeder Spende helft ihr mit, dass unsere Arbeit ein Erfolg wird und ihr schenkt unseren Tieren ein großes Stück Freude!

10.04.2026
Jetzt hatte ich gerade darüber berichtet, dass es Mickey trotz seiner wirklich schlimmen und schon mehrfach operierten Wirbelsäule seit vielen Jahren gut geht. Ich habe ihn immer am Fahrrad mitgenommen und so hat er immer richtig gute Muskulatur. Wie uns gesagt wurde, ist das das richtige Training, um die Wirbelsäule stabil zu halten. Mickey hatte Spaß, durfte natürlich das Tempo immer selbst bestimmen und ist, wenn er nicht mehr wollte, einfach in seine "Kutsche" (Anhänger) umgestiegen.
Wir haben vor einigen Wochen mit den ersten Sonnenstrahlen wieder mit dem Radfahren begonnen und mussten dann aber leider aussetzen, weil Mickey einen Helicobacter hatte und seit der Zeit unter Antibiose steht. Er hat zur Zeit natürlich keinesfalls die Muskulatur, die er im letzten Jahr hatte und ich bemerkte auch, dass sein Rücken nicht mehr so beweglich ist wie sonst. Er wollte auch nicht mehr auf das Sofa hüpfen und wenn man ihn kraulte, zuckten plötzlich die seitlichen Rückenmuskeln, so daß er regelrecht Schlagseite bekam. Gestern lahmte er dann auf dem rechten Hinterbein und konnte die Treppe nicht mehr hoch gehen. Spätestens da schrillten die Alarmglocken und deshalb haben wir am Mittwoch einen Termin in der Klinik in Weiterstadt.
Mickey hat ein Riesenproblem mit seinem Rücken und wir hoffen, dass uns nicht wieder eine OP ins Haus steht. Die letzten beiden OPs (ca. 13.000 €) sind uns noch allen in bleibender Erinnerung. Mickey hat lange gebraucht, um sich davon zu erholen und er hatte starke Schmerzen. Wir können nur hoffen, dass uns so etwas nicht nochmal ins Haus steht. Der Bub ist mittlerweile 12 Jahre alt und die letzte OP liegt 7 Jahre zurück. Dass wir bis jetzt wahnsinniges Glück hatten, ist uns bewusst. Drückt unserem Mickey mal ganz feste die Daumen, dass er nicht wieder einen Bandscheibenvorfall hat und unters Messer muss.

06.04.2026
Wie versprochen zeigen wir euch jetzt die Bilder von der Ankunft des VETO-LKW in der Protectora Villena. Eure Futterspenden sind auf einem riesigen 40-Tonner direkt in das Lager des Shelters gefahren worden. Über 23 Tonnen hochwertiges Futter steht jetzt für die hungrigen Mäulchen zur Verfügung. Wir alle sind überglücklich und können uns nur immer wieder für die großartige Unterstützung bedanken. VETO hat es mit seinen Aktionen geschafft, die Probleme der Tierheime deutlich aufzuzeigen. Gleichzeitig gab es ganz enorme Hilfestellung, um die Situation der Tiere nachhaltig zu verbessern. Die Protectora Villena mit all ihren Tieren hat davon profitiert. Der Wert einer so gigantischen Futterladung ist nicht zu unterschätzen, denn die Tierheime haben alle ganz erhebliche finanzielle Probleme, den größten Posten - und das ist grundsätzlich das Futter - zu stemmen. Wird das Futter gespendet und sogar noch bis ins Lager gebracht, sind alle Mitarbeiter diese riesige Sorge erstmal los. Das Gefühl nicht mehr jeden Tag auf der Suche nach Futter sein zu müssen, ist einfach toll. Der Stress wird weniger und natürlich haben die Kollegen jetzt auch mehr Zeit, um sich um andere wichtige Dinge zu kümmern. Das eingesparte Geld kann nun für andere offene Rechnungen verwendet werden und auch Renovierungen werden nicht mehr ständig verschoben. Ein Tierheim wächst mit jeder Spende, mit dieser großen Futterlieferung allerdings hat sich die größte Sorge aller Mitarbeiter erstmal in Luft aufgelöst. Alle sind glücklich und sind sofort ins Lager gelaufen, um sich den Schatz anzusehen.
Ihr habt mit eurer Spende tatsächlich Leben gerettet und dafür sind wir unendlich dankbar.
Wir können uns gar nicht genug bei allen Spendern bedanken. Ihr habt nicht nur das Leben der Mitarbeiter leichter gemacht, ihr habt sie motiviert und gezeigt, dass ihre Arbeit wertvoll und unterstützenswert ist. Was eine solche Futterspende für die Tiere bedeutet, können euch die Bilder, die direkt nach der Ankunft des LKW gemacht wurden, besser zeigen als tausend Worte.
Die Tiere können sich satt futtern, die Näpfe sind voll und nun können die Wunden an Körper und Seele heilen. Aus tiefstem Herzen sagen wir DANKE für Unterstützung!




05.04.2026
Unser kleiner Jhayko ist, so wie wir erwartet haben, völlig cool und relaxt bei uns angekommen. Das Bübchen hatte keinerlei Probleme mit unseren Hunden und das, obwohl sich Christian (der einzige deutsche Hund, den wir haben) immer schrecklich aufführt. Christian scheint wirklich zu denken, dass er der Chef ist und so müssen wir ihm leider jedesmal begreiflich machen, dass er ein Wicht mit gerade mal 3 kg ist. Zum Glück bleibt Christian ansprechbar und beruhigt sich dann recht schnell. Jhayko hat das Gezeter jedenfalls nicht besonders beeindruckt. Er ist in den Garten geflitzt und hat erstmal eine Runde gespielt. Dafür, dass alles neu und fremd ist, finden sich alle unsere Spanier immer schnell zurecht. Der Rasen lädt zum Spielen ein, die anderen Hunde sind keine Gefahr und es gibt sogar Essen im Überfluss. Die Menschen umsorgen den Neuankömmling und überall stehen weiche Körbchen, die man benutzen darf. Wahrscheinlich wissen die Hundchen ganz schnell, dass das ein neuer Anfang ist und das alte Leben jetzt hinter ihnen liegt.
Renate und Gabi haben ihren 40sten (!!!) Pflegehund bei uns abgeholt und nun suchen wir ein tolles Zuhause für ihn. Es gibt Menschen, die im Hintergrund Großes leisten - leise, geduldig und mit unendlich viel Herz. ![]()
Heute möchte ich einfach mal Danke sagen. Danke an eine ganz besondere Pflegestelle, die über die Jahre hinweg unglaubliche 40 Hunde bei sich aufgenommen, begleitet und auf ihr neues Leben vorbereitet hat. 40 Seelen, die durch euch eine Chance bekommen haben, anzukommen.
Was oft nach außen gar nicht sichtbar ist: Diese Arbeit bedeutet nicht nur Freude, sondern auch Verantwortung, Zeit, Nerven und ganz viel Hingabe - und das alles ehrenamtlich. Jeder einzelne Hund bringt seine eigene Geschichte mit, seine Ängste und Hoffnungen. Genau hier beginnt die so wichtige Aufgabe einer guten Pflegestelle. Ihr seid die Brücke zwischen einem Tierheim in Spanien und den neuen Zuhause. Zwischen Unsicherheit und Vertrauen. Zwischen Vergangenheit und Zukunft. Bei euch lernen die Hunde, was es heißt, Teil einer Familie zu sein. Sie lernen Alltag, Nähe, Regeln und vor allem - wieder zu vertrauen.
Ohne Pflegestellen wie euch wäre Tierschutz in dieser Form gar nicht möglich. Ihr macht den entscheidenden Unterschied. Von Herzen Danke für euren Einsatz, eure Geduld und eure Liebe. Ihr verändert Leben - jeden einzelnen Tag!
An alle, die das hier lesen: Diese Arbeit vedient gesehen zu werden. Pflegestellen sind unverzichtbarer Teil des Tierschutzes. Vielleicht denkt der eine oder andere selbst darüber nach, ein Teil davon zu werden. Es lohnt sich - für die Hunde und fürs Herz!
Ganz herzlichen Dank an unsere dienstälteste Pflegestelle: Gabi und Renate aus Polch! Ihr seid einfach großartig!



03.04.2026
Wir wünschen euch allen frohe Ostern und hoffen, dass ihr und eure vierbeinigen Freunde eine tolle Zeit haben werdet!
Ostern steht für den Neubeginn und für ein neues Leben - das genau dürfen wir ganz oft bei unserer Arbeit erleben. Tiere, die aus schwierigen oder gar ausweglosen Situationen zu uns oder in die Protectora gebracht werden, bekommen eine zweite Chance. Mit viel Geduld, Fürsorge und Liebe können sie wieder Vertrauen fassen und irgendwann in ihr neues Zuhause ziehen.
Heute ist Jhayko auf den Weg zu uns gestartet. Er hat die Protectora Villena verlassen und wird morgen schon auf seiner Pflegestelle bei Renate und Gabi sein. Auch er beginnt jetzt ein neues Leben, bekommt eine zweite Chance auf ein gutes Leben bei netten Menschen. Wir sind schon ganz neugierig auf den kleinen Jungen und hoffen, dass er gut und entspannt bei uns ankommen wird.
Gerade an Feiertagen wie diesen möchten wir nochmal daran erinnern, dass Tiere keine Geschenke sind. Ein Tier bedeutet Verantwortung - oft für viele Jahre. Bitte entscheidet euch immer bewusst und gut informiert für ein tierisches Familienmitglied. Kinder finden alle Tiere süß, Verantwortung können sie allerdings noch keine übernehmen. Die Erwachsenen sind grundsätzlich in der Pflicht, auch wenn die Kinder gerne mal kleine Aufgaben übernehmen, sie können auf gar keinen Fall die komplette Verantwortung für ein Tier tragen.
Gerade nach Ostern füllen sich die Tierheime mit Kaninchen und Meerschweinchen. Die erste Begeisterung ist verflogen und die Tiere werden zur Last. So lernen Kinder ganz sicher nicht Verantwortung zu übernehmen. Eltern, die die Tiere ins Tierheim geben, signalisieren den Kindern, dass ein Tier zu haben keine verantwortungsvolle Aufgabe ist, sondern dass man ein Tier problemlos kaufen und abgeben kann. Natürlich ist die Abgabe im Tierheim zur Not der richtige Weg - Aussetzen ist hingegen nicht nur strafbar, sondern auch lebensgefährlich für das Tier - allerdings ist es immer besser, vorher zu überlegen, ob man die Arbeit, die ein Tier macht, auch leisten kann, ob man vielleicht allergisch auf Hautschuppen oder Haar reagiert (ihr glaubt ja gar nicht, wieviele Leute ihre Tiere wegen plötzlich auftretender Allergien abgeben...) oder ob man ggf. eine Urlaubsvertretung für das Tier hat und - ganz wichtig! - ob man anfallende Tierarztkosten tragen kann. Wir haben jede Woche Anfragen nach Kostenübernahmen für OPs bei Hunden, Katzen und Kleintieren. Wer sich heute ein Tier anschafft, der sollte wirklich gut über eine Krankenversicherung nachdenken. Die Hoffnung, dass ein junges Tier eigentlich nicht krank werden sollte, ist trügerisch. Viele von euch werden sich noch an die OP-Kosten für unseren Mickey erinnern, da waren innerhalb von 6 Wochen über weit 10.000 Euro fällig. So etwas kann nicht jeder so einfach wegstecken, unser Verein konnte das auch nicht und war auf die Hilfe von Vielen angewiesen. Da solche Notfälle mittlerweile an der Tagesordnung sind, auch weil sich die Tierarztkosten enorm verteuert haben, sollte man sein Tier besser versichern (bei Mickey war das damals nicht möglich, denn er hatte seinen 1. Bandscheibenvorfall direkt nach der Ankunft in Deutschland).
Wir machen uns bei der Vermittlung unserer Goldstücke immer sehr viel Mühe und beraten im Vorfeld ausführlich. Aber auch wir können den Menschen nur vor den Kopf gucken. Wir hoffen, dass wir für Jhayko tolle tierliebe Menschen finden werden und der kleine Junge auf Anhieb sein endgültiges Zuhause findet.
Mickey ist damals natürlich bei uns geblieben, er hatte gleich 2 Bandscheibenvorfälle hintereinander und seine Wirbelsäule sah so schlimm aus, dass uns der Tierarzt darauf vorbereitete, dass wir wohl Dauergäste würden. Mickey trainiert regelmäßig am Fahrrad, mittlerweile ist er schon 12 Jahre alt. Allerdings ist er in Augenblick tatsächlich krank, er hat einen Helicobacter und muss Antibiotika nehmen. Also erstmal keine Ausfahrten mehr mit dem Fahrrad...
Macht euch eine schöne Zeit und genießt die Osterfeiertage! Am Wochenende soll es richtig warm werden!
Wir wünschen euch und euren Liebsten wunderschöne, entspannte Ostertage und danken euch von Herzen für eure Unterstützung! Mit etwas Glück gehen die nächsten 2 Paletten vollbepackt mit Spenden nächste Woche auf die Reise in die Protectora Villena.
