Phönix-Tagebuch

Hallo an alle Freunde, Mitglieder und Gönner der Tierhilfe Phönix e.V. sowie an alle, die an unserer Tierschutzarbeit interessiert sind.

Wir haben jeden Tag so viele unterschiedliche Dinge für den Verein zu tun und es passiert so viel, dass wir euch hier alle etwas an unserer Arbeit teilhaben lassen.

Hier könnt ihr mitverfolgen, was bei uns so los ist.

Jeden Monat versenken wir die alten Tagesberichte im Archiv. Dort könnt ihr, wenn ihr wollt, nochmal nachlesen, was so passiert ist.
 


 

21.05.2024

Wie ich schon geschrieben habe, sind Edith und Silke zur Zeit auf einer dreiwöchigen Auto-Rundreise in Schottland. Deshalb gibt es heute mal ein paar Eindrücke für euch. Ich glaube, dass die beiden wettermäßig viel besser dran sind als wir hier. Schottland ist normalerweise eher dafür bekannt, dass es alle fünf Minuten regnet. Tatsächlich haben die beiden immer mal wieder einen trockenen, sonnigen Tag dazwischen.

Allerdings wurde die Urlaubsfreude heute morgen schlagartig getrübt. Ein LKW-Gespann hat in einer Kurve das Auto von Silke und Edith mal kurz "mitgenommen". Die Straßen dort sind sehr schmal, bei Gegenverkehr hält einer an der Seite an, wenn kein Ausweich vorhanden ist, und lässt den anderen durch. Das hat Edith wohl probiert und der LKW-Fahrer dachte wohl, der Platz reicht. Er hat sich geirrt. Das Auto ist hinten total kaputt, fährt aber Gott sei Dank noch. Der schöne Nissan X-Trail hatte gerade einmal 1000 km drauf und jetzt ist er schon zusammengehuft, schade. Irgendwie haben die zwei die Sache dann relativ schnell gedeichselt und heute Abend habe ich schon wieder die ersten Burgen-Fotos geschickt bekommen. Scheint also alles gut zu sein.

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17.05.2024

Immer wieder berichten wir darüber, dass uns regelmäßig Anrufe erreichen wegen auf dem Boden sitzender Eulen, die angeblich dringend gerettet werden müssen. So auch heute wieder. In Alzey saß eine junge Waldohreule verloren auf dem Rasen herum und musste natürlich herumgeschleppt, wieder hingesetzt und ständig aus möglichst kurzer Entfernung beobachtet werden.

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Das ist alles verständlich, zumal die kleine Eule mit ihrem flaumigen Gefieder und ihren riesigen Augen wirklich herzzereißend putzig aussieht. Auch, dass man zu der Annahme gelangt, das Tierchen sei in Not, ist durchaus nachvollziehbar. Natürlich ist das Sitzen auf dem Boden eine große Gefahr für die Kleinen, denn sie können Opfer von Raubtieren, fiesen Krähen und natürlich Menschen werden, die meinen, den Vogel (mit Hilfe des Internets) großpäppeln zu müssen. Was stets misslingt, wenn derjenige kein Wissen und keine Erfahrung hat.

Auch Eulen werden, wie so viele andere Vogelarten auch, im Lauf ihrer Kindheit zu Ästlingen. Wobei sie nicht nur auf Ästen sitzen, sondern oft auch auf dem Boden herumlaufen (kleine Waldohreulen schaffen sich durchaus auch wieder am Baumstamm hoch). Das ist eine normale Entwicklungsphase, in der sie auch von den Eltern noch gefüttert werden. Nach etwa einer Woche lernen die jungen Eulen das Fliegen und sind damit wieder in Sicherheit.

Auch sollte es mittlerweile bekannt sein, dass vor allem junge Amseln, die ihre Ästlingszeit ebenfalls zu großen Teilen auf dem Boden verbringen, regelmäßig aufgesammelt und im besten Fall bei einer Wildvogelauffangstelle abgegeben werden, im schlechtesten Fall jedoch versucht der Finder das hilflose Tierchen selbst aufzupäppeln.

Das Beste, was man tun kann, ist das Tier in Ruhe zu lassen, es sei denn, es ist augenscheinlich verletzt oder in so großer Gefahr, durch was auch immer, dass es nicht wird überleben können. Aber bevor man ein Tier mitnimmt, obwohl man sich nicht sicher ist, ob das überhaupt sinnvoll ist, sollte man wenigstens versuchen, sich im Internet (das heutzutage jedermann mit sich in der Hosentasche herumträgt) schlau zu machen.

 

15.05.2024

Edith ist heute morgen mit ihrer Freundin von Frankfurt aus nach Schottland geflogen. Nach einer Zwischenlandung in Heathrow sind sie jetzt in Inverness mit dem Leihwagen unterwegs. Die ersten drei Tage werden die beiden die Gegend dort erkunden und dann weiter in Richtung Highlands fahren. Das Wetter ist laut Vorhersage bewölkt, aber immerhin zwischen 16 und 19 °C. Für schottische Verhältnisse ist das doch toll. Edith sagt immer, dass man in Schottland locker mal fünf Regenbogen am Tag sehen kann, denn das Wetter ändert sich in einer Tour. Tagelangen Sonnenschein hat man dort selten. Wenn die Schotten von einem Sommer erzählen, meinen sie oft nur einen Mittwoch :). Hier schon mal ein Eindruck von der ersten Unterkunft in Inverness, von der Terrasse aus fotografiert:

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Für mich heißt es jetzt, den Laden alleine zu schmeißen. Die Paletten mit den Spenden dürften in den nächsten Tagen abgeholt werden und neue Spenden sind noch keine eingegangen. Edith's unzählige Tomaten sind soweit eingesetzt, aber trotzdem sind viele übrig geblieben, die ich jetzt gerne abgeben möchte. Also, sollte jemandem noch seltene Tomaten fehlen: Wir haben jede Menge alte Sorten in pink, gelb, gestreift, grün, spitz, rund und tropfenförmig und was weiß ich noch hier herumstehen. Wir könnten ganz Armsheim damit pflastern. Bei Interesse: 0160-95576278

Ich bin nicht der große Schreiber, aber ich werde versuchen, euch in den nächsten Wochen immer auf dem Laufenden zu halten. Da ich jetzt doppelt so viel Arbeit habe wie sonst, müsst ihr es mir nachsehen, wenn ich nicht ständig auf der Homepage oder bei Facebook präsent bin. Telefonisch bin ich wahrscheinlich immer erreichbar und abends werde ich auch noch die Mails checken. An der Telefonnummer der Tierhilfe Phönix e.V. (s.o.) hat sich nichts geändert, Edith hat in Schottland eine andere Nummer.

 

13.05.2024

Wir machen uns große Sorgen um die fünf Steinkäuze, die in der Bruthöhle unterm Dach. Bei diesen heißen Temperaturen schwitzen sie schrecklich. Die Kleinen machen gerade die Augen auf und statt die Welt zu entdecken, liegen sie manchmal wie tot im Nest. Sie sind erschöpft von der Hitze, haben mit offenen Schnäbelchen nach Luft gejapst und wissen sich nicht zu helfen. Es ist schrecklich mitanzusehen. Im Augenblick haben wir täglich Anrufe von Tierfreunden, die aus dem Nest gefallene Küken abgeben möchten. Es ist einfach zu heiß und die Kleinen springen aus den Nestern - fast immer in den sicheren Tod. Die Eulen werden in einigen Tagen groß genug sein, um ebenfalls in der Lage zu sein, die Höhlenöffnung zu sehen und vielleicht auch hinauszuspringen. Wir können nur hoffen, dass wir sie dann finden und aufpäppeln können. Ich habe mir selten schlechtes Wetter gewünscht, jetzt tue ich es.

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Die Besitzerin des 'Eulenhauses' war natürlich nicht untätig und hat anhand der Kamera den Zeitpunkt abgepasst, an dem die Eulenmutter ausgeflogen ist, sie hat ein nasses kaltes Handtuch über die Bruthöhle gelegt und so die Temperatur auf unter 36°C gesenkt, was den Kleinen wahrscheinlich das Leben gerettet hat. Zudem hat sie mit ihrer Familie einen kleinen Ventilator gebastelt, den sie in der Nähe der Nisthöhle aufstellen wird. Ob das den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeutet, können wir nur hoffen. Sobald sich die Eulen gestört fühlen, besteht die Möglichkeit, dass sie das Nest aufgeben. Es ist also wichtig, Vorsicht walten zu lassen.

Mein Urlaub ist nur noch wenige Stunden entfernt und ich möchte mich ganz herzlich bei allen bedanken, die mir eine tolle Zeit in Schottland gewünscht haben. Die Koffer haben wir gepackt und alles, was noch zu erledigen war, habe ich gemacht. Uwe hat sogar noch meine großen Pflanzen aus der Gärtnerei heimgeholt, die Tomaten stehen auf dem Balkon und warten darauf, von ihren neuen Besitzern abgeholt zu werden. Wer also Spaß daran hat, seltene alte Sorten in seinem Garten zu kultivieren, der kann sich gerne Pflanzen bei Uwe abholen. Noch sind mehr als 100 große Pflanzen zu haben. Einfach anrufen und Termin absprechen!

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10.05.2024

Nach 20 Jahren ist nun der schwarze Tierschutzbus verkauft und der silberne aus der Reparatur zurück. Er wird nun in den nächsten Tagen seine neue Beklebung bekommen und dann als unser neues Arbeitstier fungieren. Ich hoffe, dass er die nächsten Jahre gut übersteht und uns genauso lange erhalten bleibt wie der schwarze Bus. Als Privatwagen haben wir uns in der letzten Woche einen SUV gekauft, keinen Stromer, sondern einen Diesel. Ich hoffe, wir haben die richtige Entscheidung getroffen und werden damit genauso glücklich, wie wir es all die Jahre mit unseren Bussen waren.

Ab nächsten Mittwoch bin ich für drei Wochen in Schottland. Den Urlaub habe ich mir seit Jahren gewünscht und jetzt möchte ich nur noch, dass das Wetter einigermaßen mitspielt und wir nicht von den fiesen kleinen Midges aufgefressen werden :)

Uwe wird daheim die Stellung halten und sich um alles kümmern. Ich werde immer mal wieder Bilder schicken und berichten, was sich in Schottland so tut. Außerdem werde ich versuchen, mich etwas zu erholen. Bis jetzt hatte ich noch keine Kur und so hoffe ich, dass mir die Highlands gut tun werden und ich völlig relaxed nach Hause komme.

Wir haben diesesmal natürlich wieder einen Leihwagen gebucht. Da wir aber gewarnt wurden, einfach so ins Blaue zu fahren und davon auszugehen, dass man eine freie Unterkunft findet, haben wir jetzt unsere Übernachtungen im Vorfeld gebucht. Unsere Reiseroute steht also fest und wir müssen nicht jeden Abend nach einem Bett Ausschau halten. In Schottland hat sich nach dem Brexit wohl einiges geändert und viele der Bed & Breakfast-Pensionen sollen geschlossen worden sein. Zudem seien in den wenigen verbleibenen Unterkünften viele Ukrainer untergebracht worden. Mal sehen, ob das tatsächlich so ist.

In Irland war es tatsächlich genau so, ich bin also mal gespannt was uns erwartet. Die Preise sind auf jeden Fall enorm gestiegen und ich bin ganz sicher, dass selbst ein Urlaub in Afrika nicht teurer gewesen wäre als unser Schottland Trip. Statt Wasserbüffel, Löwen und Giraffen werden wir wahrscheinlich Highland-Kühe zu sehen bekommen, mit etwas Glück vielleicht auch Nessie, ganz sicher aber Männer in Schottenröcken! Ich werde auf jeden Fall berichten...

Von Nisha hören wir nur tolle Sachen. Die freundliche Galga ist jetzt bei Annette und Peter zuhause und genießt das neue Leben sichtlich. Sie hat ein superschickes blaues Brustgechirr mit Leuchtstreifen bekommen und natürlich auch ein Regenmäntelchen usw. Sie wird verwöhnt und hat nun endlich das Leben, das sie so lange entbehren musste. Von Maria haben wir erfahren, dass Nisha durch viele Hände gegangen ist, zum Schluss haben Sinti/Roma, die in Spanien Gypsies genannt werden, sie in der Protectora abgegeben.

Das Schicksal der spanischen Galgos und Podencos ist hart, manche landen nicht bei Jägern, sondern werden für Rennen gezüchtet. Sie werden von Hand zu Hand gereicht und solange sie gewinnen, haben sie einen gewissen Wert, mit dem geschachert wird. Sind sie 3 - 4 Jahre alt und nicht mehr ganz so schnell, sind sie wertlos und werden oft direkt neben den Rennbahnen erschlagen. Dass Nisha in der Protectora gelandet ist, ist ein Glücksfall und dass der von uns eigentlich ausgesuchte Hund nicht reisefertig war und sie eingesprungen ist, scheint Fügung gewesen zu sein. Für Annette und Peter ist Nisha auf jeden Fall der ideale Galgo, die Maus lässt sich sogar von den Katzen ablecken...

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08.05.2024

Manchmal bekommen wir Pakete mit Spenden zugeschickt. Wir freuen uns darüber sehr und möchten uns dafür natürlich ganz herzlich bedanken. Diesesmal war Alexandra D. so nett, uns mit vielen nützlichen Dingen zu versorgen. Toll, wenn liebe Menschen an die Tiere denken und uns, weil sie zu weit weg wohnen, einfach ein Päckchen oder Paket schicken. Wir leiten alles an die Pflegestellen oder an unser Tierheim in Spanien weiter.

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Auch in der nächsten Woche werden wohl wieder 2 Paletten mit dringend benötigten Spenden nach Spanien reisen. Uwe hat schon angefangen, die Sachen zu sortieren und in Kartons zu verpacken. Diesesmal sind die Spenden von Sylvia mit dabei und damit gehen auch viele Futtersäcke, Desinfektionsmittel, Boxen usw. in die Protectora Villena.

Wir sammeln natürlich auch über die Sommermonate weiter, allerdings wissen wir aus Erfahrung, dass der Sommer die spendenärmste Zeit ist. Alle sind im Urlaub und mit den Gedanken natürlich ganz wo anders. Wir bereiten uns trotzdem jetzt schon auf den Herbst und Winter vor. Wenn dann nicht genug Futter im Lager der Protectora wäre, würde es schlecht für die Tiere aussehen.

Aus diesem Grund haben wir uns für einige Märkte angemeldet, denn es muss Geld in die Kasse, damit wir die Transporte nach Spanien finanzieren können. Angemeldet haben wir uns beim Soonwaldmarkt am 15. September, in Wendelsheim am 30. Juni sowie in Siefersheim zum Herbstmarkt am 20. Oktober. Für alle Märkte suchen wir noch fleißige Helfer, die uns beim Packen, im Stand und natürlich auch beim Wiedereinlagern behilflich sind.

Wie immer werden Hundekekse gebacken und selbstgemachte Sachen verkauft. Wir haben unterschiedlichste Dinge für Frauchen/Herrchen und Hund/Katze im Angebot. Wer noch etwas beisteuern will, ist herzlich dazu eingeladen. In den letzten Jahren hatten wir selbstgenähte Körbchen, Liegeflächen, gestrickte Socken, handgesiedete Seifen, Hundeleckerchen, Futterbeutel, Spielzeug usw. im Angebot. In diesem Jahr sind wir wieder auf der Suche nach neuen Ideen und natürlich auch nach fleißigen Helfern, die uns wieder Seife sieden oder unseren Stand mit anderen tollen Sachen bereichern. Wer mithelfen will, einfach bei uns melden.

Übrigens - niemand muss den ganzen Tag im Stand stehen - wer vielleicht nur 2 Stunden Zeit hat, ist genauso herzlich eingeladen mit dabei zu sein. Wir planen den Tag so, dass immer wenigsten 2 bis 3 Helfer im Zelt sind und man genügend Zeit hat, auch mal selbst die anderen Stände auf dem Markt zu erkunden.

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Natürlich haben wir auch wieder Neuigkeiten von den Steinkäuzen, die Kamera hält uns immer auf dem Laufenden und so haben wir gestern erstaunt festgestellt, das aus dem letzten Ei tatsächlich noch ein Küken geschlüpft ist. Es hatte 4 Tage Verspätung und ist erheblich kleiner als seine Geschwister, wird aber genauso liebevoll gefüttert wie die anderen. Damit haben wir eine recht große Kinderschar in der Bruthöhle und Eltern, die jetzt 5 hungrige Mäuler stopfen müssen.

Wir würden die kleinen Eulen gerne beringen lassen und deshalb habe ich Maik vom NABU gebeten, für uns mal nachzufragen, wer das machen kann. Über das Beringen könnten wir wichtige Informationen bekommen und vielleicht auch sehen, ob die Jungtiere abwandern oder standorttreu sind. Die Beringung macht es möglich, Auskunft über das Alter der Vögel zu geben und natürlich kann man so auch Bruterfolge dokumentieren.

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06.05.2024

Es ist die Zeit der Jungtiere und das bedeutet, dass wir ständig unterwegs sind. Mal ist es eine kleine Eule, mal eine Krähe und dann ist es auch mal ein Igel, der in den letzten Zügen am Straßenrand liegt. Dieser arme Kerl war in schrecklichem Zustand. Als wir ankamen, atmete er nur noch schwach und wir konnten sehen, dass Fliegen schon ihre Eier auf ihm abgelegt hatten. Aufgeben wollten wir ihn nicht, oftmals haben auch Totgesagte schon überlebt. Also haben wir rumtelefoniert und natürlich waren alle Päppelstellen voll oder nicht zu erreichen. Letztendlich sind wir nach Obrigheim gefahren. Doch es war zu spät, in der Sauerstoffbox tat das Igelchen seinen letzten Atemzug.

Er ist tatsächlich verhungert. Für unsere Stachelritter wird es immer schwerer zu überleben. Die Mähroboter verstümmeln die nachtaktiven Kerlchen, sie zerfetzen ihre Gesichter und schneiden ihre Beinchen in Stücke. Mir ist nicht klar, wieso man diese Mähroboter nachts laufen lassen muss. Mittlerweile soll es auch eine neue Generation dieser Dinger geben, die tatsächlich anhalten, statt drüberzufahren. Trotzdem habe ich letztens einen Test gesehen, bei dem selbst ein kleiner Ball von diesen Dingern geschreddert wurde. Es scheint da wohl massive Qualitätsunterschiede zu geben.

Genau diese Unterschiede sind es, die einen Igel entweder verschonen oder schwerst verletzen. Ein blutiges Igelchen hat sofort Mücken auf sich sitzen, die Eier ablegen und das Tier von bei lebendigem Leib auffressen.

Das zweite Problem dieser Tiere ist die mangelnde Nahrung. Igel ernähren sich nicht vegetarisch und essen damit kein Obst oder Gemüse. Sie sind auf Käfer, Larven, Motten, Regenwürmer, Schnecken, Spinnen, Tausendfüßler, Ohrwürmer usw. angewiesen. Das heißt, Igel sind keine Waldtiere, sie bewegen sich im Feld und in unseren Gärten.Wenn alles mit Insektiziden, Pestiziden und Kunstdünger gespritzt und behandelt ist, finden sie nichts zu essen und verhungern elendliglich.

Diese Mittel vergiften und töten die Nahrung der Igel! Der Igel wurde vom NABU als Tier des Jahres 2024 ausgerufen, er zählt mittlerweile zu den besonders geschützten Arten.

Wer im Garten Igelchen beobachten will, der sollte daran denken, dass Haufen aus Ästen in den Augen eines Igels ideale Schlafplätze- und Aufzuchtsplätze sind. Solche Haufen abzubrennen, bedeutet unter Umständen, Igel und andere Kleintiere in den Flammen sterben zu lassen.

Wer ein Schwimmbad hat, sollte dieses nachts abdecken, ein Holzbrett mit Sprossen oder ein mit Steinen beschwerte Schilfmatte können als Ausstiegshilfen dienen. Igel durchstreifen größere Gebiete und ein einzelner Garten ist als Lebensraum nicht ausreichend. Das heißt, Gartenzäune bauchen Durchlässe für die Stachler. Baugruben, Schächte, Kellerabgänge und Lichtschächte sind gefährliche Fallen für Igel, aus denen sie nicht mehr herauskommen, ein kleiner Zaun oder eine Abdeckung genügen hier als Schutz. So etwas rettet nicht nur Igeln, sondern auch Amphibien das Leben.

Ultraschallgeräte, die im Handel gegen unerwünschten Katzenbesuch angeboten werden, sind auch für Igelohren schrecklich. So etwas hat in einer igelfreundlichen Umgebung nichts zu suchen.

Oft werden wir gefragt, ob man die Igelchen zufüttern und ihnen damit das Leben erleichtern kann. Da Igel im Herbst ein Mindestgewicht von ca. 500 g zum Überwintern benötigen, bitten wir, die kleinen Kerlchen aufzufüttern, damit sie nicht mangels Fettreserven den Winterschlaf nicht überleben. Milch darf keinesfalls gegeben werden! Ungewürztes Rührei, gekochte Eier, angebratenes und ebenfalls ungewürztes Hackfleisch und Katzenfutter ohne Gelatine/Soße mit hohem Proteinwert helfen den Igeln, genügend Gewicht aufzubauen.

Auch, wenn es manchmal beschrieben wird: Haferflocken oder anderes Getreide gehören nicht auf den Speiseplan von Igeln. Die Stachler haben einen sehr kurzen Darm und können Getreide nicht verdauen/verwerten. Ein Igel kann tatsächlich an solch einer Fehlfütterung sterben! Ebenfalls sind Nüsse, Bananen, Äpfel, Milch und Rosinen kein Futter für Igelchen. Einen jungen Igel muss man täglich etwa mit 150 - 200 g auffüttern, ein erwachsenes Tier benötigt wenigstens 200 g pro Tag.

Wir überwachen die Fütterung immer mit einer Wildkamera, so sehen wir genau, wer sich bei uns so bedient... Oft sind es die Katzen der Nachbarschaft, die den Igeln alles wegfressen, hier empfiehlt es sich genau hinzusehen!

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04.05.2024

Nun ist die wunderschöne schwarze Galga endlich bei uns angekommen. Nisha wird sie ab heute heißen, was soviel bedeutet wie "Wunder vollbringende Schönheit der Nacht". Tja, da haben sich die neuen Halter mal richtig Gedanken gemacht, wir kannten diesen Namen nicht, finden ihn aber toll.

Nisha hat den Transport super überstanden und ist ganz entspannt und fast die ganze Zeit schlafend mit uns nach Hause gefahren. Unsere Hunde haben sie begrüßt und sie hat erstmal den ganzen Garten erkundet.

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Leider hat sie extrem nach Zwinger gemieft und wir haben uns deshalb entschlossen, sie kurzerhand in unsere Dusche zu stecken und abzuschrubben. Ganz offensichtlich kannte sie dieses Prozedere, sie ist relaxed in die Dusche gestiegen und hat sich ohne zu murren abseifen lassen. Das anschließende Abrubbeln hat sie sichtlich genossen. In der Sonne ist sie blitzschnell getrocknet und als Annette und Peter mit Lana und Tara kamen, duftete die schwarze Schönheit wie ein Blümchen und glänzte wie eine Speckschwarte. Wir haben dann mit den Hunden noch Zeit auf unserer Wiese verbracht und gemütlich Kaffe getrunken und den leckeren selbstgemachten Kuchen von Annette und Peter verdrückt. Die Hunde sind über die Wiese geflitzt und haben sich dann ins Auto gekuschelt. Es sah aus, als ob sie sich schon ewig kennen würden. Galgos sind wirklich superverträglich und leben gerne in großen Rudeln zusammen, hier war es also wie erwartet eine glückliche Zusammenführung von netten Langnasen.

Auch bei dieser Vermittlung hatten wir zuvor einen "Katzentest" im Tierheim gemacht. Auch wenn die Hunde da immer ganz unbeteiligt aussehen und kein Interesse zeigen, heißt das nicht, dass es mit anderen Katzen im neuen Zuhause auch wirklich funktioniert. Ich halte da immer die Luft an und bin mehr als glücklich, wenn die Katzen brav sind und die Hunde sich nicht für sie interessieren. Auch jetzt ist alles gut gegangen und die Fotos von Annette zeigen ganz entspannte Katzen, die mit den Hunden auf dem Sofa lümmeln. Einfach großartig!

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Gegen Nachmittag hatten wir dann noch einen Anruf on der Polizei. Ein Reh hatte sich in einen Alzeyer Garten verirrt. Leider können wir in einer solchen Situation nichts machen, denn der Jagdpächter muss entscheiden, was geschehen soll und so meinte er, dass man das Tor aufmachen sollte und dem Tier die Chance geben muss, wieder zurück zu finden. Diese Entscheidung rettete dem Reh das Leben.

Der zweite Anruf kam ebenfalls von der Polizei. Diesesmal war es eine verletzte Krähe, die an der Shell Station aus dem Nest gefallen war und mittlerweile aus vielen offenen Stellen blutete. Wir haben das arme Vögelchen eingefangen und in eine Pflegestation in der Nähe gebracht. Sobald das arme Kerlchen wieder gesund ist, fahren wir sie zum NABU nach Haßloch, Maik wird sie dann wieder auswildern.

Ich habe noch eine Bitte an alle Tierfreunde. Es ist ungewöhnlich, eine junge Eule am Boden sitzen zu sehen und sicher kann man auf die Idee kommen, dass das Tier hilflos ist und gerettet werden muss. Oftmals nimmt man dann aber fütternden Euleneltern ihre Jungen weg. Manch kleine Eule macht sich schon, bevor sie fliegen kann, aus dem Nest davon und erkundet die Gegend rundum den Nestbaum. Das ist zum Beispiel bei Waldohreulen ganz normal, die Jungen können mit ihren kräftigen Krallen und Schnäbeln ganz locker wieder auf den Baum krabbeln. Bitte nehmt sie nur dann auf, wenn sie verletzt sind. Gesunde Jungtiere sind unternehmungslustig, das kann gefährlich sein und auch mal schief gehen, aber das ist die Natur. Nicht natürlich ist es, den Eltern ihre Kinder wegzunehmen. Wenn ihr unsicher seid, ruft uns an, aber agiert nicht vorschnell und unüberlegt.

Zur Zeit haben wir jeden Tag Anrufe wegen jungen Eulen, die wirklich nicht gerettet werden müssen. Die Krähe, die wir an der Tankstelle mitgenommen haben, hätte dringend Hilfe gebraucht, sie wurde uns zwar morgens gemeldet, aber nicht wie versprochen dem Tierarzt vorgestellt, sondern einfach sitzengelassen. Das hat nichts mit Tierschutz zu tun. Dieses Tier wäre fast gestorben, weil zwei Damen sich wohl zu fein waren, die Krähe zum Tierarzt um die Ecke zu bringen. Um bei uns am Telefon die besorgen Tierfreunde zu mimen, hat es noch gereicht, doch mal selbst aktiv zu werden, war dann doch zuviel verlangt. Wenn die beiden wenigstens gesagt hätten, dass sie das Tier nicht anfassen wollen, aber das haben sie dann auch nicht hinbekommen und ich Trottel habe mich noch bei den Damen für die Hilfe und Eigeninitiative bedankt...

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03.05.2024

Nun durften wir die zweite Ladung Spenden bei Sylvia abholen. Wieder war es ein ganzer Bus voll, diesesmal hatten wir jede Menge Transportboxen, Einmalhandschuhe, Decken, Desinfektionsmittel, Leinen und Brustgeschirre mit an Bord. Solche Spenden sind natürlich großartig und werden in Spanien mit großer Freude entgegengenommen. Ganz herzlichen Dank nochmal an Sylvia und den Verein 'Spendenkette' der uns so lieb mit vielen nützlichen Sachen bedacht hat.

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Wahrscheinlich habt ihr schon darauf gewartet, dass es Neuigkeiten aus der Bruthöhle der Eulen gibt. Tatsächlich haben wir den Schlupf von mittlerweile 4 kleinen Eulen zu vermelden. Obwohl die Eier im Abstand von ca. 2 Tagen gelegt wurden, sind die Jungen relativ zeitgleich ausgeschlüpft. Bei einem Ei, denken wir, wird sich nichts mehr tun, aber 4 Jungtiere wäre schon ein Riesenerfolg. Ob sie alle durchkommen, ist natürlich eine andere Sache, wir werden auf jeden Fall alles ganz genau beobachten und ggf. Hilfestellung leisten. Bis jetzt konnten wir beobachten, dass alle 2 Stunden gefüttert wird und die Jungen schnell an Gewicht und Größe zugenommen haben. Die beiden Euleneltern sind fleißige Jäger und die Mama kümmert sich rührend um ihre Kinderchen.

Die relativ schlechte Bildqualität ist darauf zurückzuführen, dass sich die Eulenmama vor der Kamera das Gefieder gesäubert hat und jetzt die Kamera leider etwas dreckig ist... Die Kamera jetzt zu reinigen, kommt natürlich nicht in Frage.

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01.05.2024

Das tolle Wetter hat uns ins Freie gelockt. Gartenarbeit, Tomatenpflanzen umsetzen, Blumenkörbe und Pflanzkästen bestücken, das Gewächshaus umräumen und natürlich das Tomatenbeet umgraben. Mickey wollte natürlich mit mir Radfahren und die anderen wollten ebenfalls spazierengehen. So ein herrlicher Sonnentag ist schnell mit allen möglichen Dingen vollgestopft und letztendlich viel zu kurz. Das Treppenhaus sollte gestrichen und die Wäsche muss auch gemacht werden. Ich denke, dass es allen so geht, abends ist man fix und fertig und steht immer noch vor so viel Arbeit, dass man locker noch eine Woche am Stück durcharbeiten könnte, um nur halbwegs fertig zu werden. Gerade wenn die ersten Sonnenstrahlen auf meine Fenster scheinen, weiß ich, dass da auch noch Arbeit auf mich wartet und natürlich muss die Wiese gemulcht werden und der Hof sieht auch nicht mehr so toll aus. Kärchern macht eigentlich Spaß, aber das, was da noch ansteht, dauert sicher 3 Tage, wenn nicht länger... Irgendwie hat man den Eindruck, dass das früher einfacher ging und bei weitem nicht so anstrengend war. Wahrscheinlich bildet man sich das ein - es kann doch nicht das Alter sein, was uns ausbremst? Nein, natürlich nicht...!

Bei meiner Radtour mit Mickey habe ich mir jedenfalls die Leiste so arg gezerrt, dass ich kaum noch laufen kann. Jetzt ist meine ganze Planung dahin und ich hinke langsam durch die Gegend.

Vielleicht schafft Uwe es am Freitag, nochmal Futterspenden bei Sylvia abzuholen. In Spanien wird jedes Kilo Futter dankbar begrüßt, die vielen Hunde und Katzen fressen schneller, als ich die Spenden zusammenkriegen kann. Es sind so unglaublich viele Tiere, viel mehr als in den letzten Jahren. Eigentlich muss die vom Gesetzgeber allen Tierheimen verordnete Kastration der Tiere irgendwann mal zu einem Schrumpfen der Anzahl der Tiere führen. Bis jetzt sehen wir noch nichts davon.

Die Corona-Pandemie hat uns ein riesiges Problem hinterlassen. Die Tiere, die in dieser Zeit gezüchtet wurden, dürften eine Lebenserwartung von 10 - 15 Jahren haben. Die Menschen, die sich während Corona ein Tier angeschafft haben, haben es entweder schon wieder in einem Tierheim abgegeben oder aber sie werden sich in den nächsten Jahren garantiert kein weiteres Tier anschaffen. Das irre Züchten von Hunden und Katzen während der Pandemie wird uns noch länger als ein Jahrzehnt begleiten. Alle Arbeit und Planung war mit Corona dahin und wir haben wieder ganz von vorne angefangen.

Die Tiere können nichts dafür, sie sind wie immer die Leidtragenden. Wir merken, dass der 'Markt' voll ist, denn noch nie haben wir Hunde über viele Wochen inseriert und nicht eine vernünftige Zuschrift bekommen. Wir holen im Jahr nicht einmal 10 Hunde nach Deutschland und selbst das scheint schon zu viel zu sein. Viele Vereine, deren einziges Ziel die Vermittlung von Hunden war, reduzieren jetzt die Abgabepreise. Der Markt ist umkämpft und es wird auch gerne mal auf Probe vermittelt. Das heißt, man kann den Hund mal zwei Wochen ausprobieren und wenn es nicht klappt, gibt man ihn einfach wieder zurück. Was das für eine geschundene Seele bedeutet mag ich mir gar nicht vorstellen.

Sicher kann jede Vermittlung daneben gehen aber das ist dann ein Supergau und kann sicher nicht die Regel sein - geschweige von Anfang an einkalkuliert sein. Es wäre schön, wenn Vereine, deren einziges Ziel die Vermittlung von Tieren ist, endlich verschwinden würden. Vielleicht löst sich das Problem ja auch von selbst, wenn kein Geld mehr zu verdienen ist und nur noch Arbeit und Beschwerden anfallen. Ich kenne nur eine Handvoll Vereine, die Hunde vor der Ausreise komplett durchtesten (kein Schnelltest), die grundsätzlich kastrieren, die ihre Hunde auch nach Jahren noch zurücknehmen, die immer ansprechbar sind und die bei Problemen helfen, die nicht nur eine Tollwut-Impfung machen, sondern komplett impfen, die Vorkontrollen ernst nehmen, die transparent arbeiten und auch noch nach Jahren parat stehen, wenn Fragen kommen oder Hilfe benötigt wird usw.... Vermittlungen, die nicht achtsam durchgeführt werden - egal an wen - haben nichts mit Tierschutz zu tun.

Ich finde es auch nicht ok, Herdenschutzhunde an Hundeanfänger abzugeben oder Tiere einfach nicht mehr zurückzunehmen, sondern auf die örtlichen Tierheime zu verweisen. Es gibt so viel Dinge, die im Augenblick schrecklich schief laufen. Darüber könnte ich mich den ganzen Tag aufregen. Alles, was diese 'Tierschützer' falsch machen, wird auf dem Rücken der Tiere augetragen.

Gleiches gilt übrigens auch für selbsternannte Züchter, die jetzt schon Mini-Huskies, blaue Dilute-Labradore oder Merle-Dackel usw. anbieten. Muss man denn alles tun, was irgendwie machbar ist? Macht Geld wirklich so skrupellos? Man sollte auch von den Käufern dieser Tiere mehr Verstand erwarten. "Ach, der war so süß, da konnte ich nicht anders!" kann ich echt nicht mehr hören. Ich will jedesmal antworten "Ach, jetzt ist wieder ein Hundchen in einer Perrera gestorben, aber wenn dein Egoismus es nicht zugelassen hat, dich etwas zurückzunehmen und vielleicht mal nachzudenken, dann weiß ich wenigstens, dass ich mit dir nichts mehr zu tun haben will"... Mal ehrlich, wie oft hätte man das schon sagen können und hat sich auf die Zunge gebissen?

 

30.04.2024

Die letzten Tage waren arg turbulent. Clarina war reisefertig und sollte am Freitag mit dem Transport in Villena starten. Leider hatte der Tierarzt dann doch noch schlechte Nachrichten für uns und wir mussten einen anderen Hund vorziehen. So etwas ist traurig für das Tier und natürlich auch für die neuen Halter, die sich seit Wochen auf den neuen Freund gefreut haben und jetzt erstmal ihre Emotionen sortieren müssen. Wir haben aus den vielen Galgos, die jedes spanische Tierheim nach der Jagdsaison hat, eine schwarze Galga ausgesucht. Sie ist ca. 4 Jahre alt und wie alle Galgos absolut freundlich. Sie wird nun Clarinas Platz auf dem Transport einnehmen und hat damit das große Los gezogen. Wir trösten uns damit, dass wenigsten ein Galgo reisen darf, wenn auch nicht der, der ursprünglich geplant war. Natürlich sind wir jetzt sehr aufgeregt und hoffen, dass bis zum Freitag nicht wieder etwas dazwischen kommt.

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Unser alter Bus ist 20 Jahre alt und damit in einem Alter, in dem oft Reparaturen anfallen. Leider können wir das nicht mehr finanzieren und müssen uns von unserem 'Arbeitstier' trennen. Ich werde ihn in den nächsten Tagen inserieren und hoffe, dass er noch etwas Zeit bei einem neuen Besitzer bekommt. Zum Verschrotten ist er noch zu gut und TÜV hat ja er auch noch. Warten wir mal ab, was passiert. Gleichzeitig werden wir unseren silbernen Bus neu folieren lassen und ihn dann als Tierschutz-Bus nutzen.

Wir hoffen, dass wir die Entscheidung nicht bereuen und einen Privatwagen finden, der für uns optimal ist. Ich hätte gerne einen SUV, damit ist das Ein- und Austeigen für mich einfacher als bei einem niedrigen PKW. Wir brauchen eine Anhängerkupplung und natürlich will ich keinen Stromer haben. Für unsere Bedürfnisse sind E-Autos nicht geeignet. Wir haben uns schon etwas umgesehen und hoffen, bald etwas passendes zu finden. Ich muss leider gestehen, dass Uwe und ich ganz unterschiedliche Vorstellungen haben. Ich hätte gerne einen Sportwagen mit furchtbar viel PS, Uwe rümpft dazu die Nase und sagt, dass er in so eine prollige Kiste niemals einsteigen würde. Da Sportwgen meistens nicht nur sehr teuer, sondern auch niedrig sind, wird es wohl ein Traum bleiben. Elegant einzusteigen ist mir sowieso nicht möglich und unelegant aus dem Auto rauszufallen gebe ich mir dann auch nicht. :)

Einen Bus will ich aber auch nicht mehr haben, etwas Komfort wäre toll und vielleicht eine Heizung, die im Winter wirklich warm macht, eine Freisprecheinrichtung und eine Klimaautomatik, schön wäre auch etwas bequemer zu sitzen und ein Automatikgetriebe wäre auch super... und das alles zu einem annehmbaren Preis. Wir werden sehen, was uns so über den Weg läuft.

Jetzt muss der schwarze Bus erstmal anständig geputzt werden und für den silbernen müssen wir jemanden finden, der die Folierung machen kann.

Es ist nur ein Auto, aber nach 20 Jahren hängt man dann doch irgendwie dran...

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28.04.2024

So prompt hätten wir nicht mit einer großen Futterspende gerechnet. Heute hat Sylvia von der 'Spendenkette für den Tierschutz' bei uns angerufen und Uwe gebeten, mit dem Bus Futter, Brustgeschirre und Leinen, Körbchen, Decken, Desinfektionsmittel und Transportboxen für Villena abzuholen. Tatsächlich müssen wir zweimal fahren, eine Ladung hat Uwe heute sofort abgeholt und es ist nochmal genauso viel dort. Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Kollegen der 'Spendenkette'! Sylvia hat schon früher öfter mal an uns gedacht, heute allerdings war es eine wirklich riesige Menge. Es macht Spaß, mit so motivierten Kollegen zusammen zu arbeiten und ich hoffe, wir können uns bald mal revanchieren.

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Da wir in den letzten Tagen mehrfach nach der Krähe gefragt wurden, die wir bei Herrn K. in Gundersheim mitgenommen hatten, hier der Bericht der Wildvogelhilfe. Das arme Tier war komplett fehlernährt und hatte einen massiven Milbenbefall sowie Federlinge, die bereits das Gefieder massiv geschädigt hatten. Eine Bänderruptur, ein falsch verwachsener Bruch mit Fehlstellung des Beins, die Schwanzfedern waren nicht mehr vorhanden, Ballenentzündung, beim Oberschnabel fehlte der vordere Teil, zudem massenhaft Kokzidien und Wurmbefall, lange hätte das Tier diese 'Betreuung' nicht mehr überlebt.

Es ist einfach schrecklich, wenn Menschen, die keine Expertise haben, sich um Tiere 'kümmern'. So etwas geht immer zu Lasten der Tiere. Das zum Thema 'Wildtierhilfe Löwenherz'. Ich hoffe, daß es jetzt auch der Letzte begriffen hat - hier wurde keinem Tier geholfen, hier kamen Tiere ums Leben. Die letzten beiden Opfer waren die Wildschweine, die offenbar von einem Jäger erschossen wurden. Wir alle hoffen, dass Herr K. nach Verbüßen seiner Haftstrafe nicht wieder in unserem Gebiet wohnhaft sein wird und alles von vorne beginnt.

 

26.0.2024

Jetzt haben wir die Bilder von der Ankunft der drei Spendenpaletten bekommen und zeigen euch wie versprochen die Fotos. Ganz lieben Dank an alle, die Sach- und Futterspenden bei uns abgegeben haben. Die Spenden gehen immer sofort per Spedition nach Spanien. Ohne eure Hilfe wären wir nicht in der Lage, so viele Tiere am Leben zu halten. Wir sammeln zur Zeit wieder Futter für unsere Schützlinge in der Protectora Villena und hoffen, das wir überall auf offene Ohren und freigiebige Menschen stoßen. Der Sommer kommt garantiert und ist die spendenärmste Zeit, denn die meisten Menschen sind im Urlaub. Wir versuchen deshalb, schon jetzt genügend Futter zu sammeln, dass wir wenigstens bis September auf der sicheren Seite sind. Da so viele Tierheime von der Protectora abhängig sind und so viele Tiere wie nie abgegeben werden, machen wir uns große Sogen um unsere Schützlinge. Wir können nur immer wieder bitten, uns zu unterstützen. Eure Spenden kommen zu 100 % an, es wird nicht ein Cent für andere Dinge abgezweigt! Wir arbeiten alle ehrenamtlich und haben keine Kosten für Löhne oder Administration usw.

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Bei dem tollen Wetter habe ich mir das Rad geschnappt und bin mit Mickey wieder unterwegs gewesen. Mickey ist der Hund, der am meisten mit mir unterwegs ist. Ich weiß nicht, ob sich noch jemand daran erinnert, dass Mickey, als er zu uns kam, schwer krank war. Er war längere Zeit nicht in der Lage aufzustehen, hatten einen bösen Virusinfekt, der ihn fast das Leben kostete und war danach wieder mehrfach in der Klinik, weil er operiert werden musste. Ein Bandscheibenvorfall nach dem Anderen machten Mickey das Leben zur Hölle. Die Fäden der ersten OP waren gerade mal 5 Tage drin, als er schon den nächsten Vorfall hatte und nochmal operiert werden musste. Wir hatten damals wenig Hoffnung, dass Mickey das alles gut überstehen würde. Die Ärzte sagten uns vorher, das der Bub ein ständiger Gast in der Orthopädie bleiben würde. Seine Wirbelsäule ist sein Schwachpunkt und da mindestens einer seiner Vorfahren ein Dackel war, ist sein Körper eher lang als hoch. Man riet uns, Mickey (sollte er sich wieder erholen) gut zu trainieren. Die Muskulatur der Wirbelsäule stützt seinen langen Rücken. Ohne Muskeln sind die nächsten Bandscheibenvorfälle vorprogrammiert. Deshalb haben wir Mickey ans Fahrrad und natürlich auch an den Anhänger gewöhnt. Er findet es großartig, mit 'Kutsche' unterwegs zu sein. Ich fahre natürlich sehr langsam, so daß Mickey locker nebenher trabt und sobald er schwächelt, fährt er Kutsche. So haben wir es bisher geschafft, dass Mickey kerngesund geblieben ist. Sein Blutbild ist perfekt und seine Muskulatur ist überdurchschnittlich. Der Tierarzt war bisher bei jeder Untersuchung von Mickey begeistert. Im Sommer gehen wir dann wieder an den See, Mickey, Angelo und Ronny sind begnadete Schwimmer und freuen sich wie verrückt über das kühle Nass. Schwimmen ist für Mickey nie ein Problem gewesen, er hat riesige Füße und schwimmt wie ein Nutria. :)

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24.04.2024

Die drei Paletten Futter und Hilfsgüter, die wir in der letzten Woche nach Spanien geschickt haben, sind angekommen. Die Bilder sind im Dunkeln aufgenommen worden und man kann deshalb nicht viel erkennen. Sobald bessere Fotos vorliegen, zeigen wir sie euch natürlich. Wir versuchen so transparent wie möglich zu arbeiten und dazu gehört natürlich auch, die Nachweise über den Transport der Spenden öffentlich zu machen. Blöd, wenn dann die Fotos nicht gut geworden sind und wir neue anfordern müssen. Die Kollegen dachten, dass es nur unser Nachweis für die Ankunft der Spenden wäre, tatächlich wollen wir aber, dass die Spender sehen, dass alles wirklich in der Protectora angekommen ist. Nun denn, die Bilder folgen in den nächsten Tagen.

Für die hübsche Galga, die wir mit Annette ausgesucht haben, gehen die Reisevorbereitungen nun langsam los. Die Impfungen sind gemacht, entwurmt ist sie ebenfalls, der Mittelmertest liegt vor und wir haben den Transport gebucht. Anfang Mai wird die Hübsche dann nach Deutschland kommen und Annettes und Peters Rudel vervollständigen. Eine arme Seele weniger in der Protetora. Wir hoffen sehr, dass noch weitere Galgos und Podencos den Weg in deutsche Herzen und Häuser finden. Die Hunde haben es wirklich verdient. Sie alle hatten ein schreckliches Leben und wünschen sich nichts sehnlicher als Liebe, eine Hand, die sie streichelt und nicht schlägt.

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23.04.2024

In den letzten Wochen hatten wir sehr viele Anrufe wegen verletzter Vögel. Normalerweise sind es meistens Täubchen, jetzt waren es Greifvögel. Heute wurden wir über einen Mäusebussard in Armsheim informiert. Der arme Kerl konnte nicht mehr richtig vom Boden abheben. Natürlich begab er sich nicht freiwillig in unser Fangnetz und so hatten wir einige Zeit Spaß im Acker, Schlamm, in Pfützen und natürlich auch im pitschnassen und zum Teil angefrorenen hohen Gras. Letztendlich haben wir ihn erwischt und das war allerhöchste Zeit. Beim Befühlen seiner Brust griffen wir regelrecht ins Leere. Einen so verhungerten Vogel hatten wir noch nie. Der arme Kerl hatte eine Kopfverletzung und eine Schwinge war etwas in Mitleidenschaft gezogen. Wir denken, er hat eine gute Chance und haben ihn deshalb direkt nach Bad Dürkheim zum NABU gefahren. Maik hat ihn sich angesehen und hofft ebenfalls, das er ihn durch bekommt.

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Bei dieser Gelegenheit konnten wir auch gleich mal nach der Rabenkrähe fragen, die wir vom Grundstück des Herrn K. aus Gundersheim retten konnten. Das arme Tier wird überleben, aber ob es jemals ausgewildert werden kann, ist fraglich. Wenn man keine Ahnung hat, sollte man keine Tiere aufnehmen. Das möchte man Herrn K. gerne persönlich sagen, geht aber nicht, denn er sitzt erstmal für längere Zeit in Haft und wir hoffen, dass er danach keine Tiere mehr aufnehmen darf.

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22.04.2024

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Katja B., sie hat uns 2 große Pakete mit Brustgeschirren, Jäckchen und Stoffen geschickt. Heute gebe ich die Stoffe direkt an unsere liebe Alexandra weiter, sie wird für unsere spanischen Hundchen Mäntelchen daraus anfertigen. Im Sommer werden die zwar noch nicht gebraucht, aber der nächste Winter kommt bestimmt und dann sind wir vorbereitet. Die Brustgeschirre und die mitgesendeten Jäckchen gehen mit dem nächsten Transport in die Protetora.

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Leider hat in der letzten Woche niemand Futter gespendet. Ich befürchte, dass in der Urlaubszeit wieder so gut wie gar nichts bei uns eingeht. In diesem Jahr haben wir zwar aus der VETO-Aktion Futter bekommen, aber bis zum Herbst sind die Lager ganz sicher wieder leer. Es ist einfach nie genug Futter, da kann man machen, was man will. Wir versuchen wirklich alles, aber auch wenn wir mehr Futter bekommen als im Jahr zuvor - es reicht trotzdem nicht.

Manchmal frage ich mich wirklich, woher die ganzen Tiere kommen. Wir kastrieren jeden Hund und trotzdem kommen aus allen Ecken Babies. Dass sich viel Unsinn noch in den Köpfen hält, ist schlimm. NEIN, nicht jede Hündin MUSS einmal Babies gehabt haben. In einem Hunde-/Wolfsrudel wird nur die Leithündin Welpen haben. Die anderen versorgen die Welpchen mit, aber sie haben keine Jungen! Es gibt keinen vernünftigen Grund, Hündinnen decken zu lassen, schon gar nicht, wenn die Tierheime voll mit wunderbaren Hunden sind.

So viele dieser zu viel geborenen Tiere erreichen nicht einmal das Alter von 6 Monaten. Das ist fürchterlich und die Bilder, die wir von ausgesetzten, getöteten oder schwer verletzten Welpchen im Kopf haben, sind es auch.

Ich hoffe, dass wir irgendwann einmal sagen können, es werden weniger Hunde/Katzen und wir uns nicht mehr mit dem schrecklichen Sterben der Tiere auseinandersetzen müssen. Wir haben in den letzten Monaten viel über die Windhunde und die Jagdhunde Spaniens berichtet. Sie sind nicht einmal im Tierschutzgesetz berücksichtigt worden. Solange sich das nicht ändert, haben diese Hunde gar keine Chance und sind tatsächlich zu 100 % auf uns angewiesen.

Den vielen Katzen geht es nicht besser. Die, die kein Zuhause haben müssen sehen, wie sie klar kommen. Es gibt keine Zahlen darüber, wieviele in jedem Jahr einsam sterben. Zahlen gibt es von den Tierheimen - wir wissen, wieviele Hunde in jedem Jahr in die Tierheime strömen und natürlich wissen wir auch, wieviele im Land selbst vermittelt werden, ins Ausland oder in die Tötung gehen.

Nach Corona gab es in Deutschland enorme Zuwächse an Hunden, alleine 2020 sind ca. 600.000 Hunde und 1.000.000 Katzen zusätzlich angeschafft worden. Diese Tiere stammten zum großen Teil von Züchtern und Vermehrern. Sie werden natürlich nicht alle bei ihren Besitzern bleiben und viele werden in deutschen Tierheimen auf eine neue Familie hoffen müssen, die sich dann vielleicht besser vorher überlegen wird, wie das Leben mit einem Tier ablaufen soll.

In den vergangenen 15 Jahren ist die Anzahl der in Deutschland angemeldeten Hunde von 6,5 auf über 10 Millionen angestiegen. Die Futtermittelhersteller freut es, sie haben wahnsinnige Zuwächse, für uns ist es eine doppelte Katastrophe. Wir können unsere Hunde nicht mehr vermitteln, der 'Markt' ist überfüllt, das bedeutet, man bekommt an jeder Ecke einen Hund, oft sogar geschenkt oder für wenig Geld. Futterhersteller haben die Preise angehoben und geben weniger Futter an die Tierheime ab. Wer Futter zukaufen muss, hat mit den Preiserhöhungen zu kämpfen und wer dazu nicht einmal Hunde vermittelt, hat keine Einnahmen, um die Hunde zu ernähren, die nicht vermittelt werden können.

Ein schlimmer Kreislauf, der sich natürlich auch in Spanien zeigt. Die Hunde, die vor Corona vermittelt wurden, hatten noch Glück, nach Corona sitzen die Tierheime in Spanien jetzt noch voller als sonst. Was mit den Hunden passiert, die normalerweise ins Ausland vermittelt worden wären, kann man sich denken. Die Perreras sind nämlich ebenfalls voll und wer dort wartet, wartet nicht mehr auf eine Familie, sondern auf den Tod.

ir versuchen mit allen Mitteln, Futter für die Hunde der Protectoras zu besorgen. Wir haben zu viele Tiere und vermitteln zu wenige. Das Ergebnis sind zu hohe Kosten, die irgendwo eingespart werden müssen. Futter zu haben, bedeutet tatsächlich Leben zu retten. Bitte denkt immer daran, dass jedes Kilo zählt. Wir haben einige Mitglieder und wenn jeder im Jahr nur einen Sack Futter (40 €) spenden würde, dann hätten wir einige Paletten Futter mehr, die in Spanien die Tiere am Leben halten könnten. Bitte vergesst die armen Nasen in Spanien nicht und lasst uns auch im Sommer nicht hängen. Die Tiere haben immer Hunger, nicht nur an Weihnachten!

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20.04.2024

Zu meinem Post vom 18.04.24 gibt es einen Nachtrag. Am 19.04.24 wurde der Impfpass bei der Katzenhalterin vorbeigebracht. Jetzt ist er vom Tierarzt unterschrieben! Eine weitere Nachfrage im Tierheim und beim Tierarzt ergab, dass die Katze seit 04.04.24 im Tierheim war, also keine 3 Wochen, sondern nur 11 Tage. Damit wird es immer obskurer. Wie in dieser kurzen Zeit so hohe Kosten anfallen konnten, das wird das Tierheim erklären müssen. Die RCP-T Impfung wurde am 10.04.24 gemacht, die Katze war nachweislich schon am 15.04.24 in der Vermittlung. Ob ein Test auf FIV und FeLV Ag gemacht wurde, bevor das Kätzchen geimpft worden ist, wurde mit "Ja, es wurde ein Schnelltest gemacht", beantwortet. Damit war dann die Quarantäne wohl unnötig? Wir sind über so viel Blauäugigkeit sehr verwundert. Nun denn, damit werden sich die Tierärztekammer und das Veterinäramt beschäftigen müssen. Für uns ist es jedenfalls sehr erstaunlich, dass so ein Tierheim eine Sachkunde hat und man uns belehren will...

Das kalte Wetter bremst uns richtig aus. Mein Gewächshaus muss wieder beheizt werden und die Tomatenpflanzen wollen bei diesem Sonnenmangel auch nicht mehr weiterwachsen. Trotzdem werden wir, wie in jedem Jahr, mehr als genug seltene Tomatenpflänzchen haben und ganz sicher wieder jede Menge, vielleicht auch gegen eine kleine Spende für den Tierschutz, hergeben. Also, wer Interesse an augefallenen alten Sorten hat, einfach mal nachfragen. Wir haben bestimmt weit über 30 verschiedene Tomatensorten.

Unsere Hunde sind von dem Regen auch nicht gerade begeistert. Mickey würde gerne wieder mit mir Fahrradfahren, aber ich habe bei diesem Wetter auch einfach keine Lust und so bleibt für alle nur unsere Hundewiese oder kurze Spaziergänge. Gulliver ist jetzt schon 14 Jahre alt und kann wegen seinem lahmen Beinchen nicht mehr gut laufen, Pheusy hat ganz schlimme Gleichgewichtsstörungen und soll nicht viel laufen, Sira wird taub und darf deshalb nicht mehr frei laufen (jetzt ginge es wegen der Brut- und Setzzeit sowieso nicht) Angelo bekommt man an der Leine einfach nicht müde und so flitzt er zur Zeit lieber über unser eingezäuntes Gelände. Auf 5500 qm gibt es immer etwas Neues zu entdecken und wenn er dann nach 2 Stunden wieder daheim ist, ist er wenigstens mal richtig geschafft und schläft.

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Ich finde es schade, dass es zur Zeit so kalt ist, wir hatten so tolle Sonnentage und dachten, die kalte Zeit läge hinter uns und beinahe hätte ich schon meine großen Zimmerpflanzen auf dem Balkon gestellt. Das wäre schief gegangen.

Im Augenblick zähle ich die Tage bis zu meinem Urlaub. In diesem Jahr geht es wieder nach Schottland und ich hoffe, dass das Wetter bis dahin sonniger und wärmer ist! Auf diesen Urlaub habe ich mich lange gefreut und die Auszeit wird mir gut tun. Endlich wieder Männer in Röcken - Uwe lässt sich davon nicht begeistern... Ich habe es wirklich versucht! :)

 

18.04.2024

Wir kennen uns mit Vermittlungen, Abgabetieren, Fundtieren, Rücknahmen und den dazugehörigen Gesetzen und Verordnungen eigentlich recht gut aus. Die gesetzlichen Vorgaben muss man als Tierheim oder Tierhilfe einfach beherrschen, das sind Grundlagen, die man täglich braucht und die nachvollziehbar und erklärbar sein müssen. Scheinbar gibt es aber auch ein Tierheim, das alles etwas anders handhabt als wir das kennen und auch als es der Gesetzgeber vorsieht.

Jeder, der im Tierschutz arbeitet, kennt es, dass eine Katze zum Abgabetier wird, die letztendlich doch einen anderen Besitzer hat. Katzen streunen oft von einem zum anderen. Samtpfoten, die Freigänger sind, suchen sich ihr Zuhause selbst aus und wenn man Glück hat, kann man sie in der Nähe beobachten, vielleicht sogar eine Vereinbarung mit dem neuen Dosenöffner treffen, den Impfpass für Notfälle nachreichen und darum bitten, dass man selbst als Eigentümer wahrgenommen wird.

So ist es auch einer Dame ergangen, die 2009 ein Kätzchen mitbrachte, dass sich in ihrer ruhigen Straße irgendwann einen anderen Dosenöffner suchte. Die Menschen kannten sich gut und man vereinbarte, dass das Tierchen gerne dort betüttelt werden darf, man aber natürlich noch Eigentümer des Tieres bleibt. Nun war die neue Katzenmutter schwer erkrankt und ist letztendlich verstorben. Die jetzige Dame des Hauses mag die Katze nicht und so informiert man die Eigentümer, dass das Tier nicht mehr erwünscht ist. Die Eigentümerin sagt ok, dann hört auf, die Katze ins Haus zu lassen und füttert sie nicht mehr, dann kommt sie sicher wieder zu mir zurück. Eigentlich alles ganz einfach, denn man wohnt in der gleichen Straße. Das scheint aber dem  Mann der verstorbenen ehemaligen Katzenliebhaberin kein gangbarer Weg zu sein.

Er schnappt sich die Katze, bringt sie kurzerhand ins Tierheim und füllt den Impfpass sogar auf seinen Namen aus. Die Katze ist tätowiert und grundimmunisiert, sie wird im Tierheim aufgenommen und es werden dafür 260 € (!) veranschlagt, die der Mann auch bezahlt. Aus der 15 Jahre alten Katze wird ein Abgabetier, das auch sofort auf der Seite des Tierheims inseriert wird.

Nach ca. zwei bis drei Wochen bemerkt die Eigentümerin, dass die Katze nicht mehr da ist. Sie fragt nach und bekommt gesagt, dass man sie ins Tierheim gebracht habe. Der Schreck ist groß und so versucht die Eigentümerin sofort, die Katze aus dem Tierheim wieder zurückzubekommen. Sie hat nie einen Vertrag über die Abgabe des Tieres unterschrieben und die Katze auch nicht verschenkt und hat auch ihren Eigentumsanspruch gegenüber dem Herrn, der das Tier nun im TH abgegeben hat, angemeldet. Das wird dem Tierheim nun alles erklärt, doch das Tierheim weigert sich, die Katze wieder herauszugeben. Man beharrt darauf, das das Tier wegen Allergie abgegeben worden wäre und damit sei die Sache erledigt.

Natürlich war sie das nicht, denn die Eigentümerin brachte nun den Herrn dazu zuzugeben, dass er wohl nicht so ganz die Wahrheit gesagt hatte. Er musste eingestehen, dass das Tier ihm gar nicht gehörte und bestätigte damit die Angaben der Eigentümerin. Spätestens jetzt ist das Tierheim über die rechtlichen Verhältnisse vollkommen im Klaren und muss das Tier umgehend zurückgeben. Kosten entstehen der Eigentümerin natürlich nicht. Was allerdings passiert, ist, dass das Tierheim nun 150 € Pensionskosten verlangt, die die Eigentümerin weder bezahlen will noch muss. Man beharrt auf dem Geld und gibt die Katze an die Eigentümerin nicht heraus. Hier haben wir nun eine Fundunterschlagung nach § 246 StGB, dazu kommt noch eine Nötigung, also § 240 StGB, da man ja die Herausgabe des Tieres an eine unrechtmäßige Bezahlung knüpft.

Die Eigentümerin fragt also um des lieben Friedens willen (nicht, weil sie die Forderung akzeptiert) bei dem Herrn nach, der die Katze unrechtmäßig abgegeben hat und dieser erklärt sich bereit, die 150 € zu übernehmen. Spätestens jetzt sollte das Tierheim ganz schnell die Katze herausrücken und hoffen, dass man keine Anzeige gegen das Tierheim erstattet. Aber nein, jetzt bekommt die rechtmäßige Eigentümerin des Tieres gesagt, dass sie zuerst kontrolliert werden muss, weil sie ja mehrere kleine Hunde habe und die Katze diese vielleicht nicht mögen könnte.

Natürlich ist so etwas eine absolut unzulässige Forderung, denn wer das Eigentum nachgewiesen hat, kann sein Tier mitnehmen, völlig egal ob er Hunde, Pferde oder Wildschweine hält. So ein Verhalten ist nicht nur eines Tierheims unwürdig, sondern ebenfalls eine Nötigung.

Die Geschichte geht aber noch weiter, denn nachdem die Eigentümerin nun mit dem Anwalt droht, wird ihr gesagt, dass ihr Verhalten nun zur Folge hat, dass sie die Katze gar nicht mehr bekommt. Hier haben wir nun einen angedrohten Diebstahl!

Es wird aber noch bunter. Jetzt hat die Eigentümerin die Nase voll und sagt "Ok, dann her mit den 150 €, die der Nachbar bezahlt hatte, hier ist es mir nun zu bunt, wir sehen uns vor Gericht wieder." Sie will gehen und hört nun, dass man vielleicht doch nochmal nachfragen will... Also wartet sie auf die nächste Dummheit und sie kommt prompt. Denn jetzt verlangt man, dass sie einen Abgabevertrag unterschreiben soll. Man versucht, es ihr mit allen Mitteln schmackhaft zu machen, säuselt, droht und wedelt mit einem Vertrag, der ihr Eigentum ad absurdum führen würde. Natürlich unterschreibt sie nicht und ist sprachlos über so viel Unverschämtheit.

Letztendlich gibt sich das Tierheim geschlagen. Es hat 410 € kassiert und hat zu guter Letzt die Katze drei Wochen aufbewahrt, gechipt und geimpft. Mit diesen Kosten hat die Eigentümerin natürlich nichts zu tun, sie wären auch sowieso viel zu hoch. Das Geld hat der abgebende Herr bezahlt, ich denke, er wird es zum großen Teil zurückfordern können. Trotzdem ist selbst zum guten Schluss dem Tierheim noch etwas eingefallen, mit dem man die Eigentümerin ärgern könnte. Man kann das eingenommene Geld nicht verbuchen, das geht einfach trotz tollem modernem Computer nicht und so überlegt man erst, ob man vielleicht aus den 150 € eine Spende macht..., kommt dann aber glücklicherweise zu dem Schluss, dass der Computer doch das passende Formular hergibt - sonst hätten wir hier auch noch eine weitere Straftat auf dem Konto des Tierheims gehabt...

Also bleibt nur noch festzustellen, dass die Impf-Eintrag im Impfpass gar nicht unterschrieben ist. Mit recht fragt sich die Eigentümerin nun, wer denn da eigentlich ihre Katze geimpft hat? Ein Impfpass muss sofort von dem impfenden Tierarzt unterschrieben werden. Ansonsten hätten wir hier einen Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz § 22 IfSG...

Nun denn, ich hab nun einige Tage gewartet, in der Hoffnung, dass der jetzt nachgetragene Impfpass endlich in der Post ist. Die Eigentümerin der Katze befürchtete nämlich, dass sie den Impfpass sonst nie wiedersehen würde. Nach dem, was sie erlebt hat, kann ich das nachvollziehen. Deshalb hat sie heute auch nochmal nachgefragt, denn ihre Katze ist nach dem Aufenthalt im Tierheim nämlich krank und sie braucht den Impfpass dringend. Die Katze niest und schnupft und man kann nur hoffen, das sie keinen Katzenschnupfen hat. Man hat nämlich ein vor vielen Jahren lediglich grundimmunisiertes Tier nicht in die Quarantäne gesetzt, sondern sofort mit anderen Katzen vergesellschaftet.

Nun ist die Katze krank. Sollte es ein Katzenschnupfen sein, hätte sie einen Virus, der auch andere Katzen der Familie angesteckt haben könnte. So etwas erwartet man in einem Tierheim eigentlich nicht. Hier sollte Fachpersonal dafür sorgen, dass gesunde Tiere sich nicht infizieren und ggf. von kranken angesteckt werden.

Die Katzenbesitzerin erfuhr heute auf Nachfrage nach dem Impfpass, auf den sie schon den vierten Tag wartet, jedenfalls sehr interessante Dinge. Man teilte ihr mit, dass die Impfung nicht vom Tierarzt gemacht wurde, denn man habe da jemanden, der das machen würde... Der Tierarzt unterschreibt dann, wenn er vorbeikommt. Dass so etwa nicht rechtens ist, steht ganz deutlich im Infektionsschutzgesetz. "Die zur Durchführung von Schutzimpfungen berechtigte Person, hat jede Schutzimpfung unverzüglich in einen Impfausweis oder, falls der Impfausweis nicht vorgelegt wird, in einer Impfbescheinigung zu dokumentieren." Gut, das die Katzenbesitzerin von uns Hunde übernommen hat und natürlich auf unsere Erfahrung und Hilfe bauen kann.

Ich bin jetzt mal gespannt, ob wieder ein böser Kommentar dieses Tierheims bei uns erscheint oder ob man sich jetzt vielleicht nicht doch schamhaft zur Seite dreht und sich entschuldigt. Immerhin geht es hier nicht mehr um Kleinigkeiten. Impfungen von jemandem machen zu lassen, der kein Tierarzt ist, wäre nur möglich, wenn der Tierarzt die Person unterwiesen hat und anwesend ist. Man muss sich nur mal vorstellen, dass eine Impfung durchaus zu einem lebensgefährlichen Schock führen kann und das Tier dann ohne kompetente Hilfe wahrscheinlich versterben würde. Deshalb ist so etwas keinesfalls auf die leichte Schulter zu nehmen und kann den Tierarzt die Zulassung kosten.

Und das zu viel abkassierte Geld sollte man vielleicht auch wieder zurückzahlen. Eine Schulung der Mitarbeiter wäre sinnvoll und der Tierarzt sollte sich mal überlegen, wie er zukünftig verfahren will. Wir werden diesen gesamten Vorgang natürlich melden.

Für die Menschen, die den Brandbrief, den dieses Tierheim unterschrieben hat, kennen, sei mal kurz nachgerechnet. Die Einnahmen für diese Katze lagen zuerst bei 260 €, dazu wäre natürlich noch die Abgabegebühr bei Vermittlung des Tieres gekommen. Abziehen darf man die Impfung und den Chip. Ich finde da bleibt einiges übrig. Bei unseren Vermittlungen bleiben oft nicht einmal 5 € übrig und wir müssen alle Gelder mühsam erwirtschaften oder aus Mitgliedsbeiträgen bezahlen.

Dazu spenden wir grundsätzlich an andere Vereine, z. B. Rüsselheim oder auch an die Schweinefreunde usw., wir schicken Unmengen an Futter und andere nützliche Dinge per Spedition nach Spanien usw. Wir bekommen übrigens keine Zuschüsse vom Land oder den Gemeinden, haben auch kein Auto gesponsert bekommen... Wir machen dafür aber Feste, nehmen an Märkten teil, haben einen Shop usw. Einen Brandbrief haben wir noch nie unterschrieben und trotzdem fahren wir für jeden Vogel meilenweit durch die Gegend. Natürlich ist es bei uns auch manchmal eng, aber deshalb haben wir noch nie Hilfe verweigert. In 40 Jahren Tierschutz haben wir noch nie 260 € für die Übernahme einer alten Katze verlangt, wir finden so etwas mehr als unschön.

Die meisten Menschen würden so einen Preis sowieso nicht bezahlen und die Katze lieber sich selbst überlassen. Ich bezweifle, dass so ein Übernahmepreis dem Tierschutz dienlich ist.

Auch deshalb muss man die zuständigen Behörden über diesen Vorgang informieren. Von einem Tierheim hätte ich so etwas nicht erwartet, tatsächlich deckt es sich aber mit den Geschichten, die wir immer wieder berichtet bekommen.

 

17.04.2024

Heute war es dann so weit - die drei Paletten voll mit Futter und Spenden unserer Mitglieder sind abgeholt worden. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die das möglich gemacht haben!

Ich habe mit Maria in Spanien geschrieben und sie freut sich natürlich riesig über alles, was wir ihr schicken. Das Tierheim ist wahnsinnig voll und obwohl wir erst Futter von VETO bekommen haben, sieht man dort die Lagerbestände schon wieder zusammenschrumpfen. Es ist immer das gleiche Phänomen. Wenn viel da ist, wird viel verteilt. Alle sollen etwas davon haben und so viele Tiere wie möglich sollen überleben. Erst wenn die Lagerbestände massiv geschrumpft sind, denkt man daran, dass auch die Protetora Villena einiges an Futter benötigt. Es ist wirklich toll zu sehen, wie man mit anderen Tierheimen, die nichts haben, umgeht, es ist aber auch erschreckend zu sehen, wie groß die Not in der Region ist. Wir versuchen natürlich immer, das Lager im Auge zu behalten, aber leider gibt es einfach nicht genügend große Futterhersteller, die bereit sind Tierheime zu versorgen. Wir sind grundsätzlich auf eure Hilfe angewiesen. Bitte denkt immer mal wieder an die Tiere, die es nicht so gut getroffen haben wie eure Schätzchen. Wir freuen uns über jede Hilfe!

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15.04.2024

Der heutige Sturm hat viele Vögel das Leben gekostet. Wir sind nach Saulheim gerufen worden, weil dort die Straße am Netto voll mit aus dem Nest gefallenen Jungtieren war. Ein Vögelchen hat das Drama überlebt und ist von einem mitleidigen Mann aufgenommen worden. Ich hoffe, dass das Kerlchen gut über die Nacht kommt und morgen im Tierheim Mainz einen Platz findet. Wir sind bis 22:30 Uhr durch die Gegend gefahren, haben aber nur tote Jungvögel gefunden. Der Sturm hat sie aus den in den hohen Bäumen verankerten Nestern gefegt. Sie sind tief gefallen und hatten noch nicht genug Federn, um sich abzufangen. Wer nicht sofort tot war, wurde bei 5 °C schnell unterkühlt und war ohne Hilfe schnell gestorben. Die armen Kräheneltern haben wie verrückt geschrien, doch sie konnten ihre Kinder nicht wieder zum Leben erwecken. Wie manche Menschen so etwas gut finden können und auch noch mit dem Auto über die Jungtiere fahren müssen, verstehen wir nicht. Auch das blöde Grinsen und die dummen Bemerkungen über "das ist halt Natur" oder "es gibt sowieso zuviel Krähen" widern uns an.

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14.04.2024

Das Wochenende war wirklich anstrengend. Wir bekamen von der Polizei einen Anruf, dass in der Gemarkung Wörrstadt ein Bussard verletzt in den Wingerten sitzen würde. Die Finderin wäre vor Ort. Da wir schon aus Erfahrung wissen, dass kein Tierheim an so etwas interessiert ist und niemand dem armen Vogel helfen wird, ist Uwe also losgefahren ihn abzuholen. Leider war bei seiner Ankunft der Greif plötzlich verschwunden. Da er nicht weggeflogen sein konnte, war also Suchen angesagt. Uwe und die nette Finderin wollten schon aufgeben, als der Bussard plötzlich hundert Meter weiter auf dem Weg saß. Das Einfangen war nicht einfach und so machte auch ich mich auf den Weg und fuhr mit unserem Wagen in Richtung Wörrstadt. Kurz vor meiner Ankunft hatte Uwe den Vogel gefangen und wir beide fuhren wieder gen Armsheim.

Bei genauer Untersuchung des Tieres stellten wir fest, dass der rechte Flügel beschädigt war. Der Knochen des Schultergelenks war unversehrt, aber die Schwinge war in der Mitte abgeknickt. So etwas kann wieder verheilen, allerdings benötigten wir jetzt keinen Tierarzt zum Einschläfern, sondern jemanden mit Greifvogelerfahrung. Damit waren die Notdienste raus, wir versuchten also eine Auffangstation zu erreichen. Davon gibt es wenige, aber eigentlich ist ja nicht die Anzahl wichtig, sondern die Erreichbarkeit. Wir haben über vier Stunden herumtelefoniert, um dann gegen Abend endlich einen Nachricht vom NABU zu bekommen. Es war niemand erreichbar, aber am Sonntag Abend könne man den Vogel ggf. nach Bad Dürkheim bringen. Wir haben alles versucht, sogar Falkner angerufen, die sicherlich tiefgekühlte Mäuse gehabt hätten, um das Tier wenigstens mal zu füttern. Wir wussten von der Finderin ja, dass der Bussard mindestens 3 Tage ohne Futter und Flüssigkeit war. Eine Falknerin hatte ich sogar am Telefon, sie arbeitet bei einem Tierarzt, der auf Vögel spezialisiert ist. Aber auch sie konnte den Vogel nicht aufnehmen, weil ihre Station überfüllt sei, auch die Mitnahme des Vogels am Montag zu ihrer Arbeitsstelle schien unmöglich - das Auto sei schon voll. Nun denn, wir suchten also weiter und entschieden dann, den Vogel in die Kleintierklinik Frankenthal zu fahren. Dort traf Uwe dann auf wirklich nette Mitarbeiter, die sich sofort um den Mäusebussard kümmerten und auch ein Röntgenbild seiner Schwinge anfertigten. Mit etwas Glück wird der Greif wieder in die Natur entlassen werden können. Uwe hat ihn am Sonntag gegen 20 Uhr nach Bad Dürkheim zum NABU gebracht und dort wird er jetzt aufgepäppelt und versorgt.

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Es ist wirklich schade, dass die Auffangstationen am Wochenende fast nicht zu erreichen sind. Wir wissen ja, dass natürlich jeder auch mal einen freien Tag haben möchte, aber man kann nicht mit einer verantwortlichen Person eine ganze Station abdecken, das geht einfach nicht. Maik, der beim NABU als Falkner die Station in Bad Dürkheim leitet, hat manchmal auch einen freien Tag und dann ist niemand im Umkreis von 100 km mehr erreichbar. So etwas ist unmöglich und nicht tragbar. Wir können nicht verstehen, dass nicht wenigstens noch ein Mitarbeiter angestellt wird. Der NABU bekommt doch sicher genug Spenden, um seine Greifvogelstation wenigstens mit einem Vollzeitmitarbeiter oder zwei Fachkräften mit Halbtagsstellen besetzen zu können.

Gleiches gilt übrigens für alle Wildparks und Aufnahmestationen für Wildtiere, Greifvögel, Eulen usw. Am Wochenende ist eigentlich niemand erreichbar und für eine Privatperson, die sich normalerweise ans Tierheim wendet und dort natürlich abgewiesen wird, ist spätestens an dieser Stelle Schluss. Niemand versucht über Stunden eine Stelle für einen Bussard zu finden und ganz bestimmt fährt auch niemand das Tier erst nach Frankenthal in die Klinik und dann später noch nach Bad Dürkheim in die Station des NABU. Alleine mit dem Einfangen ist sowieso schon fast jeder überfordert, weil er weder die passenden Gerätschaften, meistens nicht einmal die Handschuhe dafür hat. Die Polizei freut sich dann immer, die Anrufer an uns weiterleiten zu können. Die Tierhilfe Phönix ist 24/7 dienstbereit und nimmt alles auf, so denkt man sich das dann. Lange können wir das allerdings auch nicht mehr machen, uns fehlen dafür die finanziellen Mittel, unser Auto kostet Sprit, Steuer, Versicherung und da es schon 20 Jahre alt ist, fallen auch immer mal Reparaturen an. Wenn wir keine neuen Mitglieder bekommen oder vielleicht auch mal eine Spende, wird das zukünftig nicht mehr so gehen. Bisher haben wir den Wagen privat bezahlt, die Reparaturen usw. natürlich auch. Der Tierschutz frisst seine Kinder, so sagt man - auch vor uns wird er nicht Halt machen...

Bevor ich es vergesse, der Bussard ist natürlich ordnungsgemäß bei der Unteren Naturschutzbehörde in Alzey angemeldet worden, auch dass er jetzt beim NABU in Bad Dürkheim ist. Nur falls jemand auf die Idee kommen könnte, wir hätten uns ein Tier unrechtmäßig angeeignet... :) Natürlich ist er auch in unserem Eingangsbuch vermerkt.

 

13.04.2024

Wir durften gestern nochmal Spenden beim Fressnapf in Rüsselsheim abholen, ganz lieben Dank dafür an die Mitarbeiter und die Marktleitung, die immer an unsere armen spanischen Tiere denken!

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Mit dem Futter, das wir von der Karin von Grumme-Douglas Stiftung bekommen haben, sind nun wieder drei Paletten fertig gepackt und können in den nächsten Tagen auf die Reise nach Spanien gehen. Manchmal kommt aber auch etwas aus Spanien nach Deutschland :) und so erwarten wir eine weitere Galga aus der Protectora Villena. Wir freuen uns riesig, dass wir eine weitere Windhündin vermitteln können. Clarina ist eine wunderschöne gelbe Galga, die der braven Lana (die vor einigen Wochen nach Deutschland kam) und der älteren Tara von Annette und Peter zukünftig Gesellschaft leisten wird. Sie wurde negativ auf Mittelmeerkrankheiten getestet, ist schon geimpft und wird in der nächsten Woche kastriert. Wenn die Abnahme durch den Amtsveterinär problemlos vonstatten geht, steht auch schon der Reisetermin fest. Wir freuen uns sehr, eine weitere arme Seele in ein wunderschönes neues Zuhause zu schicken.

Leider haben unsere beiden Vermittlungshunde Harry und Leo im Augenblick gar kein Glück, es gibt keine Anfragen für sie und das, obwohl beide ganz großartige Hunde sind. Gut Ding will Weile haben, sagt man, trotzdem wäre es toll, wenn wenigstens Harry endlich ein Plätzchen finden würde. Er gewöhnt sich immer mehr an die Pflegestelle und natürlich macht es das nicht einfacher, ihn nochmal umzusetzen.

Das herrliche Wetter lädt regelrecht zu Aktivitäten im Freien ein und so bin ich heute mit Mickey wieder unterwegs gewesen. Wir sind beide nicht mehr die Jüngsten und nach meiner letzten OP kann ich leider noch nicht so, wie ich will. Ich versuche es also ganz gemächlich anzugehen und das scheint auch in Mickeys Sinn zu sein. Wir waren heute in Wallertheim an der Fischtreppe, dort ist es wirklich sehr schön und ganz ruhig. Wir haben uns ausgeruht und sind dann weiter zur Wingertsschaukel gefahren. Der Ausblick ist herrlich, das Wetter war großartig und da ich gegen Mittag unterwegs war, waren wir ganz alleine. Ich habe mich nach meinen Krankenhausaufenthalten so sehr auf den Frühling gefreut, jetzt ist es endlich so weit und eins habe ich mir fest vorgenommen: In diesem Jahr lass ich die Seele baumeln!

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12.04.2024

Bestimmt erinnert ihr euch noch, dass wir letztes Wochenende einen kleinen Spitz zu Gast hatten, der in Flonheim ausgebüchst und bei uns abgegeben worden war. Wir haben wie immer alle Stellen informiert und natürlich auch bei der Polizei und bei TASSO nachgefragt. Da sein Chip nicht registriert war, blieb der Kleine das ganze Wochenende bei uns und obwohl wir auf unseren Facebook-Post sogar eine Reaktion hatten und wussten, dass er wohl in die Bahnhofstraße in Flonheim gehörte, konnten wir den Besitzer erst am Montag morgen anhand der Steuermarke finden und den süßen Spitz wieder zurückgeben.

Nun hat mich ein sehr fleißiger Herr der VG Alzey-Land angeschrieben und mir mitgeteilt, dass ich mich ggf. einer Fundunterschlagung schuldig gemacht hätte. Dass es albern ist, anhand einer Fundanzeige beim Steueramt (der gleichen Behörde) mit anschließender Rückvermittlung des Tieres so etwas auch nur annähernd in Betracht zu ziehen, kann man sich eigentlich denken. Für diesen Quatsch seitenweise Schriftverkehr zu führen, ist meiner Meinung nach verschwendetes Steuergeld.

Man bemängelt, dass wir am Wochenende keine Email ans Fundbüro geschickt (weil da ja auch die Mitarbeiter am Wochenende arbeiten...), sondern am Montag in der Früh beim der Abteilung Steuern und Abgaben nach der Hundemarke gefragt haben. Dort konnte man direkt den Besitzer des Hundchens ermitteln. Der Herr hatte den Hund noch nicht bei TASSO registriert und auch das Tierheim und die Polizei waren von ihm nicht informiert worden.

Für eine Fundunterschlagung muss man den Willen haben die Sache nicht mehr zurückzugeben. Wir haben uns direkt gekümmert und alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das Tierchen seinem Besitzer wieder zurückzugeben. Wir haben Sach- und Fachkunde und können ein Hundchen aufbewahren und es ist auch nicht so, dass ein gefundener Hund zwingend ins Tierheim muss. Wenn der Finder alles tut, um den Besitzer ausfindig zu machen und die Polizei, Tierheim usw. informiert, dann kann das Tier auch beim Finder bleiben. Wir haben alles getan und haben zudem noch die Sachkunde, um das Tier gut versorgen zu können - wir sind nämlich eine Tierhilfe.

Wer aber schon einmal versucht hat, am Wochenende ein Tier im Tierheim abzugeben oder Hilfe von dort zu bekommen, der weiß, wieso selbst die Polizei seit Jahren lieber uns kontaktiert. Wir fahren nachts raus, fangen Vögel ein, fahren Tiere zum Tierarzt, helfen bei Geburten usw. und das alles kostenlos!

Dass man uns nun einen solchen Brief schickt, finde ich, gelinde gesagt, erstaunlich.

Nur, um das nochmal ganz klar zu sagen: Bei dem von dem Herrn erwähnte § 246 StGB geht es um rechtswidrige Zueignung und nicht um die Aufnahme eines Tieres in einer Einrichtung mit Fach- und Sachkunde. Seit über 30 Jahren sind wir in Armsheim Tag und Nacht Anlaufstelle für verletzte und entlaufene Haus- und Wildtiere. Wir führen ein Eingangsbuch, in dem jedes Tier aufgelistet ist. Wir behalten die Tiere nicht, sondern bemühen uns, sie gesund in die Natur zu entlassen oder dem Eigentümer zurückzugeben.

Nichts daran ist strafrechtlich relevant. Uns nun zu unterstellen, dass nach dem Dafürhalten des Herrn der Behörde, der Verdacht naheliegt, dass wir uns mit der Unterschlagung einer Fundsache strafbar gemacht haben könnten, ist meiner Meinung nach absurd. Das habe ich natürlich auch sofort schriftlich mitgeteilt.

Die Antwort auf mein Schreiben liegt mittlerweile auch vor und nun wird erklärt, dass wir es zwar gut gemeint hätten, aber "gut gemeint" sei eben nicht "gut gemacht". Der einzig richtige Weg sei gewesen, wenn wir die Ordnungsbehörden spätestens am Montag über den Fund informiert hätten, weiter schreibt der Herr "...da sie sogar über die Nummer der Hundemarke verfügten, hätten wir über unser Steueramt den Halter ausfindig gemacht und diesen entsprechend informiert." Tja, nun frage ich mich wirklich, was ich so Schreckliches getan habe. Uwe hat am Montag um 8 Uhr beim Steueramt angerufen und die netten Damen haben den Halter ausfindig gemacht, der sich dann bei uns gemeldet hat. Wo ist der Fehler? Ich hätte am Wochenende das Fundbüro per Email informieren können, dann hätte man am Montag um 7 Uhr schon reagiert, das schreibt der Herr der VG Alzey-Land... Ach so, Fundunterschlagung wegen Meldung des Fundes erst um 8 Uhr statt um 7 Uhr? Ein Blick auf die Öffnungszeiten der VG verrät ganz schnell, dass das Fundamt sogar erst um 8 Uhr öffnet... Was bleibt also übrig von dem ganzen vermeintlichen Anschuldigungen? Nichts.

Ich möchte den Herrn eigentlich nur mal selbst bitten, am Wochenende jemandem vom Tierheim zu erreichen. Viele Bürger haben das schon vor langer Zeit aufgegeben und rufen uns an, ebenso die Polizei... Komisch, oder?

Besonders schön finde ich im - so hoffe ich jedenfalls - letzten Brief des beflissenen Herrn der VG Alzey-Land folgenden Absatz: "Scheinbar sind Sie der irrigen Auffassung, ich wäre der Meinung, Sie hätten sich durch Ihr Tun im aktuellen Fall strafbar gemacht. Dem ist nicht so. Wenn Sie mein Schreiben vom 08.04.24 aufmerksam gelesen hätten, stellte ich die Vermutung auf, dass der Verdacht einer Straftat vorliegen könnte. Dies ist, jedenfalls nach meiner Denkweise, ein himmelweiter Unterschied."

Jetzt stelle ich mir wirklich die Frage - Was wollte der Mann eigentlich von uns?

 

11.04.2024

Heute mal wieder ein Thema, bei dem es sich um Parasiten dreht. Bestimmt habt ihr schon vom Fuchsbandwurm gehört und seid gewarnt worden, im Wald keine Beeren in Bodennähe zu pflücken. Der Grund ist der Kleine Fuchsbandwurm (Echinococcus multiocularis). Dieser kommt ausschließlich in der nördlichen Hemisphäre vor, die Hauptgebiete in Europa sind Österreich, Schweiz, Zentral- und Ostfrankreich und Süddeutschland. Dagegen ist der kleine Hundebandwurm (Echinococcus sensu lato) weltweit verbreitet, von ihm gibt es fünf verschiedene Typen, die in Genotypen unterteilt werden.

Hunde stellen leider ein Infektionsrisiko für uns Menschen dar. Sie sind Endwirte von E. multiocularis und E. granulosus s.l.

Die Echinokokken haben einen Entwicklungszyklus mit einem erforderlichen Wirtswechsel. Die geschlechtsreifen adulten Bandwürmer parasitieren im Dünndarm von Fleischfressern, sie sind wenige Millimeter lang und bestehen aus Kopf (Solex) und 2 - 6 Gliedern (Proglottiden). Die eihaltigen Glieder lösen sich ab und zerfallen oft schon im Darm und entlassen dabei die infektiösen Eier in den Kot. Die Eier enthalten sogenannte Onkosphären (1. Larvenstadium) die vom Zwischenwirt oft oral aufgenommen werden. Im Zwischenwirt wandern die geschlüpften Onkosphären durch die Darmwand in die Organe (z.B. Leber) und entwickeln sich dort zum 2. Larvenstadium (Metacestode), sie haben dann die Form einer Zyste. Sobald die Metacestode ihre Kopfanlagen (Protoscolices) entwickelt hat, ist sie fruchtbar. Wenn nun der Endwirt ein infiziertes Organ aufnimmt, stülpt sich im Dünndarm des Wirtes der Kopf des Parasiten heraus und heftet sich an die Darmwand an. Daraus entwickelt sich der erwachsene Bandwurm. Oft merkt der Endwirt davon recht wenig, allerdings stellt der Endwirt für uns Menschen ein erhebliches Risiko dar. Sollte also euer Haustier positiv getestet sein, muss es umgehend behandelt werden. Die Einhaltung stikter Hygienemaßnahmen ist erforderlich.

Natürlich kann ein Mensch auch zum Fehlwirt für Metacestoden des E. granulosus sensu lato werden. Die oral aufgenommenen Echinokokkus-Eier sind hochgradig krankheitsauslösend. Im Fehlwirt bildet sich eine Zyste, die mehrere Dezimeter erreichen kann, es entwickeln sich Brutkapseln, in denen sich Protoscolices bilden. Probleme entstehen durch den Druck auf umliegende Organe.

Eine außerordentlich schlimme Erkrankung ruft der Kleine Fuchsbandwurm im Fehl- oder Zwischenwirt hervor. Die alveoläre Echinokokkose verläuft oft tödlich. Hier bildet die Metacestose keine geschlossene Zyste, sondern wächst infiltrativ mulitvesikuär, tumorähnlich in das umliegende Gewebe ein. Meist betrifft es die Leber, die dann mit Sprossen des Keimepithels das Gewebe durchsetzt. Dann bilden sich dort viele Protoscolies aus. Oft wird die Erkrankung erst nach vielen Jahren entdeckt.

Es gilt also wirklich vorsichtig zu sein und unsere Hunde bei einem Wurmbefall dem Tierarzt vorzustellen. Möglich sind parasitologische Untersuchungen von Kotproben, genauso ist ein Nachweis von Echinokokken-Antikörpern mittels ELISA-Test denkbar oder ein PCR-Nachweis in Faeces, Zystenmaterial oder Gewebe.

Endwirte von E. multiocularis sind Füchse, Marderhunde, Waschbären, Wolf, Hund, Katze. Zwischenwirte sind Kleinsäuger (z.B. Nagetiere). Fehlwirte sind der Mensch, Primaten, Hund, Schweine usw.

Endwirte des E. granulosus s.l. sind Hund, Wolf, Kojote und Katzen. Zwischenwirte sind Schafe, Schweine, Kamele, Pferde usw. Fehlwirte sind Menschen und verschiedene Säugetiere.

Also passt auf euch und eure Tiere gut auf, esst kein rohes oder nicht ausreichend durchgebratens Fleisch und lasst die leckeren Beeren im unteren Bereich lieber hängen. Wenn man sich erst infiziert hat, ist es nicht unbedingt einfach, diese Parasiten wieder loszuwerden. Für unsere eigenen Hunde gilt schon immer, dass regelmäßig entwurmt wird. Da man immer nur die adulten Würmer erwischt, ist es manchmal sogar notwendig, die Wurmkur nach 14 Tagen zu wiederholen. Dazu berät euch aber euer Tierarzt. Hunde die öfter mal eine Maus fangen, sind besonders gefährdet...

 

09.04.2024

Wer unser Tagebuch regelmäßig liest, der hat sicher schon darauf gewartet, wieder eine Nachricht aus der Bruthöhle der Steinkäuze zu erhalten. Mittlerweile sind tatsächlich vier Eier von der tapferen Eule gelegt worden und dass das nicht so ganz einfach ist und schmerzfrei vonstatten geht, davon konnten wir uns live überzeugen. Ob noch weitere Eier dazukommen, werden wir in den nächsten Tagen sehen.

Die Kamera gibt uns einen sehr intimen Einblick in das Leben der Eulen und wie wir beobachten konnten, ist manches für uns grausam und schrecklich anzusehen. Der Spatz, der der Eulendame ins Nest geflattert ist, wurde verspeist und seine Federn zieren jetzt das Nest. Mäuse werden zum Teil genau vor der Kamera gelagert, um dann irgendwann verspeist zu werden. Ich kann nur sagen, dass eine Eule ein fleißiger Mäusejäger ist und jeder, der eine Eule im Garten hat, glücklich sein kann.

Da ich gestern einen Anruf von einem vorsichtigen Gartenbesitzer bekam, sei hier nochmal ganz klar gesagt: Eine Waldohreule ist mit einem Gewicht von ca. 250 g nicht in der Lage, einen Hund zu erbeuten. Bei einem Uhu sieht das vielleicht anders aus. Hunde zählen aber ganz sicher nicht zu den Beutetieren des Uhus und da er nachts jagt, besteht eigentlich auch keine Gefahr. Es gibt allerdings einen Bericht darüber, dass in Solingen ein Uhu einen Hund angegriffen haben soll. Ob das stimmt, kann ich nicht beurteilen, auf jeden Fall wäre ein Uhu mit einem Gewicht von bis zu knapp 3 kg und einer Größe von 60 - 70 cm wahrscheinlich dazu in der Lage.

Ich selbst habe noch nie einen freilebenden Uhu gesehen und ich glaube, so wird es fast jedem gehen. Uhus sind wirklich superselten und brüten nicht in unseren Gärten. Sollte ein Uhu tagsüber einen Hund attackieren, ist es sicher so, dass er sein Brutrevier verteidigen will. Um es klar zu sagen, Hunde gehören nicht auf den Speiseplan von Eulen! Wer also eine Eule im Garten beherbergt, braucht keine Angst um seinen Hund zu haben. Kaninchen und Meerschweinchen allerdings würde ich im Käfig lassen... 

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08.04.2024

Unser kleiner Fundhund ist wieder daheim. Wir freuen uns, dass das liebe Kerlchen ein gutes Zuhause hat und haben den Besitzer nochmal gebeten, Max bei TASSO registrieren zu lassen.

Wären alle Hunde, die gechipt sind, auch registriert, hätten wir nicht immer wieder die gleichen Probleme. So müssen die Tiere überall gemeldet werden und manchmal erreicht man bei den Behörden leider niemanden, dann können wir erst zu den regulären Bürozeiten erfahren, welchem Hundehalter z.B. die betreffende Hundemarke ausgehändigt wurde.

Über TASSO haben wir innerhalb von wenigen Minuten Kontakt zu den Besitzern und können das Fundtier sofort zurückgeben. Für alle Beteiligten ist das sicher der einfachste Weg. Die Eintragung bei TASSO ist übrigens kostenfrei!

Für Mickey war gestern Friseurtermin. Über die Wintermonate ist unser Bub komplett zugewachsen, er sieht dann völlig anders aus als im Sommer. Jetzt ist die alte Putzwolle runter und Mickey hat einen schönen Sommerschnitt. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Justine Best aus Worms, die mit ihrem Salon in Pfiffligheim (ehem. Hundesalon Sylvia), Landgrafenstr. 12 zukünftig die Hunde der Tierhilfe Phönix in Form bringen wird.

Es war uns wichtig, dass beim Haarschnitt der Hunde die Tasthaare im Gesicht nicht entfernt werden. Immer wieder hatten wir das bei anderen Groomern erbeten und hinterher waren die Haare dann doch komplett ab. Justine kennt die Funktion dieser Haare genau und so gab es endlich mal keine Probleme. Mickey sieht wunderbar aus und ist absolut liebevoll behandelt worden. Wir waren die ganze Zeit bei ihm, konnten zusehen und ihm Sicherheit geben. Für Mickey war der Gang zum Groomer kein stressiges Ereignis, er hat es genossen, dass Justine an ihm herumwerkelte. Wir freuen uns, eine so nette und kompetente Hundefrisörin gefunden zu haben.

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Auch der kleine Yorkie 'Pinsel', den wir vor einigen Jahren vermittelt haben, bekam eine pflegeleichte Sommerfrisur. Er ist jetzt so flauschig wie ein Plüschtier. Wir finden es sinnvoller, den Hunden eine sommertaugliche Frisur zu verpassen als eine für die Rasse angepasste Standardschur. Yorkshire Terrier mit langem Haar sind auf Ausstellungen zu bewundern, die Haarpracht ist allerdings nicht besonders alltagstauglich und so darf Pinsel jetzt auch gerne mal im Dreck herumspringen, ohne hinterher direkt Stunden in der Badewanne und auf dem Frisiertisch zu verbringen. Bei Mickey und Pinsel gilt jetzt: Einmal schütteln und ausbürsten und schon sind sie wieder schick!

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06.04.2024

Wir hatten euch von den kleinen Steinkäuzen berichtet, die sich in einer Nisthöhle eingerichtet und ein Ei gelegt haben. Mittlerweile hat das Gelege 2 Eier, die stolz bebrütet werden. Wir sind wirklich gespannt, ob noch weitere Eier dazukommen werden, denn ein solches Gelege kann auch mal 5 oder sogar 7 Eier haben. Wir halten euch auf dem Laufenden!

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Das warme Wetter holte auch die letzten Couch Potatos ins Freie und so wurden auch die Hundchen oft genug ohne Leine ausgeführt. Wir kennen das schon und haben eigentlich darauf gewartet. Zwei Hunde haben ihre Besitzer verloren und wurden orientierungslos von netten Menschen aufgelesen. Einer ist recht zeitnah gesucht und gefunden worden, der zweite ist noch immer bei uns. Die Meldung bei der Polizei und auch bei TASSO war nicht erfolgreich, auf den Post bei Facebook hat sich auch keiner gemeldet. Ich könnte kein Auge zu tun, wenn mein Hund nicht daheim und an meiner Seite wäre. Diesen süßen kleinen Spitz vermisst bisher wohl keiner.

Der potente Bub hat einen bulgarischen Chip, leider ist er bei keiner Suchmaschine eingetragen. Spätestens am Montag werden wir wissen, wem er gehört, denn das Kerlchen trägt nämlich eine Hundemarke mit Aufschrift der VG Alzey-Land. Ich bin mal gespannt, wer der Besitzer ist. Wie immer in solchen Fällen werden wir ausdücklich darauf hinweisen, dass der Chip vom Besitzer selbst bei TASSO zur Eintragung gemeldet werden muss. Ich kann mir das Setzen eines Chips sparen, wenn ich ihn nicht registrieren lasse! Auch Züchtern empfehlen wir grundsätzlich, ihre Würfe registrieren zu lassen. Die neuen Besitzer können die Hunde umschreiben lassen und wer es vergisst, hat dann wenigstens noch die Sicherheit, dass der Züchter informiert wird.

!!! Vorsicht - nichts für schwache Nerven !!!

In der Bruthöhle der Eulen hat sich ein ganz schlimmes Drama abgespielt. Normalerweise bekommt man so etwas gar nicht mit, hier ist aber eine Kamera ständiger Beobachter und wir sehen Dinge, die wir so noch nie gesehen haben. Die Bruthöhle der Eulen scheint auch für einen kleinen Vogel interessant gewesen zu sein, doch er merkte zu spät, dass sie besetzt ist. Die kleine Eule hat ihn direkt getötet und wahrscheinlich auch gleich verspeist. Für uns ein schlimmer Anblick, in der Natur ein Glücksfall für den Steinkauz. Fressen und gefressen werden, das ist die grausame Realität in der Natur... Wer so etwas nicht sehen kann - bitte das Video nicht starten!

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05.04.2024

Es kommt selten vor, dass wir zweimal hintereinander Futter beim Fressnapf holen dürfen. Heute allerdings konnten wir nochmal ganz viele Säcke Trockenfutter für die armen Nasen in Spanien einladen. Ganz herzlichen Dank dafür an das nette Team des Fressnapf in Rüsselsheim!

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Da es mittlerweile Zeit geworden ist, auf unsere Igel zu schauen, haben wir die Wildkamera wieder aktiviert. Einen Stachelritter konnten wir nach dem Winterschlaf schon wieder begrüßen.

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Zwei weitere waren noch nicht an der Futterschüssel. Ich denke, dass wir sie in den nächsten Tagen ebenfalls sehen werden. Leider bekommen wir zur Zeit viele Hilferufe von tierlieben Menschen, die einen Igel gefunden haben, der sich in schlechtem Zustand befindet. Nicht jedes Tier kommt gesund aus dem Winterschlaf zurück und deshalb suchen wir zur Zeit kompetente Igelpflegestellen. Igel sind ganz spezielle Gäste, die gewisse Anforderungen stellen. Man muss sich mit dem Thema beschäftigt haben, um hier sinnvolle Hilfe leisten zu können. Wir würden uns freuen, einige neue Adressen von fachkundigen Tierfreunden zu bekommen. Im Augenblick haben wir viel zu wenige Pflegestellen für Igel!

Da wir eine Liste mit Anlaufstellen für Vögel, Hasen, Eichhörnchen, Biche, Igel usw. erstellen wollen, bitten wir um Mitteilung, wer fachlich kompetent ist und verletzte Tiere aufnehmen kann. Es kann nicht sein, dass wir gerade an den Wochenenden niemanden finden, der Hilfestellung geben kann. Die Stellen, die im Internet genannt werden, sind an den Wochenenden fast nie erreichbar. Es läuft ein Band und man bekommt mitgeteilt, dass man sich die Website ansehen und ansonsten den Tierarzt bemühen soll. So etwas funktioniert leider nicht, unser Notdienst ist manchmal 70 km weit entfernt und fast keiner, der ein Tier in einem desolaten und hilfsbedürftigen Zustand gefunden hat, fährt damit noch stundenlang durch die Gegend. Da lässt man es lieber liegen...

Unsere Notdienstregelung entspricht in keinster Weise den Bedürfnissen. Wir haben das schon mehrfach bei der Tierärztekammer vorgetragen, geändert hat sich nicht wirklich etwas. Tatsächlich muss es so sein, dass man innerhalb von 10 - 15 min einen Notdienst erreichen kann, davon sind wir meilenweit entfernt. Ein Tier mit einem allergischen Geschehen, mit massivem Blutverlust oder einem anderen lebensbedrohlichen Notfall kann nicht rechtzeitig zum Tierarzt gebracht werden und wird infolgedessen wahrscheinlich versterben.

So etwas darf in Deutschland eigentlich nicht mehr vorkommen. Wir haben die Rechte der Tiere seit 2002 als Staatsziel im deutschen Grundgesetz verankert. Das Staatsziel ist also ganz klar definiert und bedeutet, den Tierschutz als wesentliches Verfassungsgut zu verwirklichen. Der Artikel 20a des Grundgesetzes besagt genau das. Den Tieren muss "im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und durch die Rechtsprechung" das gleiche Recht zugesprochen werden wie den Menschen. Das bedeutet natürlich auch, dass der Staat dafür Sorge tragen muss, dass unsere Tiere den gleichen Schutz gewährt bekommen wie wir selbst. Notdienste gehören also zu den von der Verfassung garantierten Rechten!

Das vernünftig umzusetzen, ist die Aufgabe des Staates und damit unserer Behörden. Das weiß die Tierärztekammer auch ganz genau, leider lassen sich offenbar die Tierärzte nicht zum Notdienst verpflichten. Zu teuer, zu wenig Personal, wirtschaftlich unrentabel usw. Das alles dürfen keine Kriterien sein, wenn es um die Umsetzung eines Staatsziels geht. Nach über 20 Jahren (die Änderung des Grundgesetzes ist von 2002) scheint sich die Situation für unsere Tiere sogar noch verschlechtert zu haben. Wir empfinden das als untragbar.

 

04.04.2024

Seit einiger Zeit sind wir behilflich, wenn es um Nistplätze für Eulen, Fledermäuse & Co. geht. Vielleicht erinnern sich noch einige Leser daran, dass wir bei einem geplanten Neubau die dortige Eulenpopulation vor einem übereifrigen Bauherren und einer etwas uninformierten Behörde geschützt haben. Letztendlich wurden die von einer Anliegerin und uns geforderten Nisthöhlen gesetzt. Mittlerweile hat die Hausbesitzerin eine weitere Nisthöhle anbringen können und alle Höhlen mit Kameras ausgestattet. Das, was wir uns gewünscht haben, ist tatsächlich eingetreten. Ein kleines Steinkauzpaar hat eine Höhle bezogen und tatsächlich genau vor der Kamera ein Ei abglegt. Steinkäuze sind eine gefährdete Eulenart, ihr Lebensraum sind offene Landschaften wie Felder, Weiden, Wiesen und Gärten mit Gehölzen. Leider werden die kleinen Eulen immer weniger, ihr Lebensraum schwindet und oft können sie sich ohne die Hilfe der Menschen nicht mehr ausreichend vermehren. Gebäudenischen werden verschlossen, Ställe werden weniger und Baumhöhlen gibt es auch fast keine mehr. Da sie die Nähe zum Menschen nicht unbedingt fürchten, können wir den kleinen Eulen, die nicht mehr als ungefähr 200 g wiegen, leicht Bruthöhlen in unseren Häusern oder Obstbäumen und Kopfweiden anbieten. Die Tierchen sind standorttreu und können ohne weiteres 15 - 18 Jahre alt werden.

Durch die an den Bruthöhlen angebrachten Kameras haben wir nun die Gelegenheit, ein Eulenpaar von der Eiablage bis hoffentlich zum Flüggewerden des Nachwuchses zu beobachten. Das Brüten ist ganz allein Sache des Weibchens. Es legt 3 - 5 reinweiße Eier und brütet diese etwa 4 Wochen lang aus. Die Nahrung des Steinkauzes besteht aus Feld- und Wühlmäusen, kleinen Reptilien, Amphibien und Insekten, es werden aber auch Regenwümer verspeist. Die Steinkäuze brüten nur einmal im Jahr und wir hoffen wirklich sehr, dass diese Brut wenigstens 1 oder 2 erwachsene Steinkäuze hervorbringt.

Wir werden euch an dieser Stelle immer mal wieder einen Einblick in die aktuellen Kameraaufzeichnungen geben. Viel Spaß beim Ansehen und nochmal vielen Dank an die nette Dame, die uns die Aufnahmen zur Verfügung stellt. Verständlicherweise werden wir den Standort der Höhlen nicht bekanntgeben.

Der Steinkauz hat ein Ei gelegt_preview

 

01.04.2024 - 2

Ganz herzlich bedanken möchten wir uns mal wieder bei der netten Fressnapf-Filiale in Rüsselsheim. Heute durften wir wieder einige Säcke mit Trockenfutter und Katzenfutterdosen in Empfang nehmen. Wir freuen uns immer riesig über solche Spenden, denn seit Corona sind Futterspenden eine Seltenheit geworden. Da wir ganz dringend auf jedes Kilogramm Futter für Hunde und Katzen angewiesen sind, ist ein Markt, der uns unterstützt, echt großartig!

emoji_smiley Danke, Danke, Danke!

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01.04.2024 - 1

Irgendwie holt uns das Thema immer wieder ein. Jahrelang haben wir gegen Herrn K. und das Veterinäramt gekämpft. Jetzt gibt es nichts mehr, um was sich zu kämpfen lohnt. Die beiden Wildschweine sind erschossen worden und als Lebensmittel geendet. Noch in der letzten Woche hieß es, dass der "Eigentümer einer privaten Tierhaltung überraschend" das Haltungsgelände verlassen hätte und das Veterinäramt schnell reagiert und die verblieben Tiere in artgerechte Unterkünfte vermitteln konnte. Die Wildschweine warteten noch auf den Umzug in die neue Bleibe. Tja, jetzt wissen wir, was damit gemeint war. Die Besitzer der Wildschweine hätten entschieden, dass diese jagdrechtlich erlegt werden sollten und nach erfolgter Trichinenschau wurden diese als Wildfleisch verwertet.

Wir haben jahrelang darum gekämpft, dass diese armen Schweine anständige Gehege bekommen, dass sie nicht im Matsch und eigenen Kot leben müssen, dass eine artgerechte Haltung vom Veterinäramt durchgesetzt wird usw. Es ist nie etwas passiert. Wir haben dem Veterinäramt mitgeteilt, dass wir jemanden haben, der die Tiere übernehmn kann. Alle Genehmigungen waren vorhanden, es wäre kein Problem gewesen, den Tieren wenigstens eine Chance zu geben. Jetzt sind sie tot. Bis zuletzt hieß es, dass Herr K. die Verfügungsgewalt über die Tiere habe, er sei der Eigentümer. Jetzt haben "die Besitzer" entschieden und wir fragen uns, wer das wohl war?

Hätte man nicht wenigstens versuchen können, die Wildschweine an den Betreiber der Wildtierauffangstation zu geben, der sich schon vor mehr als 6 Monaten deshalb beim Veterinäramt gemeldet hatte? Ich habe heute nochmal mit dem Herrn telefoniert und er sagte mir, dass sich das Veterinäramt nicht bei ihm gemeldet hätte. Warum wollte man dort nicht anrufen, das Wildtier- und Artenschutzzentrum hat alle Genehmigungen incl. einer riesigen Auffangstation. Wir wissen, dass sich der Amtsveterinär bei anderen Parks erkundigte und dort Absagen bekam. War das der Grund für das Erschießen der Tiere?

Nachdem man uns im Veterinäramt ständig abgewimmelt hatte und selbst Schreiben an den Landrat, das Ministerium sowie an die ADD (Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion) keinen Erfolg hatten, stehen wir jetzt vor einem vom Veterinäramt gelösten Problem. Unser Lösungsvorschlag wäre ein anderer gewesen, schon gar nachdem uns das Amt mehrfach versicherte, dass man die Tiere am Leben halten wollte. Schießen hätte man sie auch vor 3 Jahren schon gekonnt, dann wäre dem Keiler eine sinnlose Kastration erspart geblieben und die Sau hätte nicht jahrelang auf weniger als 40 qm dahinvegetieren müssen.

Den Menschen, die die Tiere aufessen werden, wünsche ich übrigens guten Appetit. Das Gehege der Schweine ist nie vom Kot und Urin der Tiere befreit worden, die armen Wutzen haben Jahre im eigenen Mist gestanden. Die Ernährung war alles andere als artgerecht, da Herr K. nur Hundefutter und Haferflocken mit Abfällen aus dem Lebensmittelhandel füttern konnte. Frühere Helfer haben sogar beobachtet, dass den Schweinen Ratten (die es auf dem Gelände zuhauf gibt) beigefüttert wurden, auch Igel verschwanden in den Mägen der Schweine.

Mich ekelt so etwas nicht nur, ich halte es für bedenklich, solches Fleisch zu verzehren. Aber sollte da etwas passieren, wäre der Jäger verantwortlich zu machen und nicht das Veterinäramt. Ich weiß, wie sehr Herr K. um seinen Fridolin gekämpft hat und ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass diese nun endgültige Lösung in seinem Sinn gewesen ist. Wer sind also die Besitzer, die das Töten der Tiere veranlasst haben? Wurden die Tiere doch beschlagnahmt? Dann wäre das Veterinäramt der Besitzer. Die Leute, denen das Gelände gehört, schließe ich mal aus, auch wenn das Veterinäramt verlauten ließ, dass sie Besitzer geworden wären, als der Pächter in Haft kam, alleine weil ihnen das Grundstück gehören würde. Ich halte das für Unsinn. Was meint ihr dazu?

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01.04.2024

Die Osterfeiertage haben viel von euch genutzt, um mal ein paar Tage auszuspannen. Manche hatten Glück mit dem Wetter, andere nicht. Ich kann mich noch an ein Ostern im Schnee erinnern, das ist urlange her und wird im Zuge des Klimawandels sicher nicht mehr vorkommen, aber jetzt hatten wir auf Sonne und 20 °C gehofft und sind mit Regen und doch recht kühlen Temperaturen überrascht worden. Alles besser als Schnee, finde ich. Trotzdem, die ersten Frühligsblüher sind eingetopft und die Hanging Baskets sehen schon nach warmen Teperaturen aus. Es ist tatsächlich eine Frage der Zeit, lange wird es nicht mehr dauern, dann steht alles in Blüte und auch meine vorgezogenen Pflanzen dürfen aus dem Gewächshaus raus. Die Tomaten sind schon recht groß und auch die Blümchen machen Fortschritte.

Unsere Hunde sind schon voll im Haarwechsel und Mickey wird in den nächsten Tagen abgeschoren. Er ist so zugewachsen, dass die Leute ihn gar nicht mehr erkennen. Im Winter sieht er aus wie ein hellblonder Wuschelhund und im Sommer hat er eine kurze dunkelgraue Decke. Vor einigen Tagen fragt mich jemand, wo denn der Hund sei, mit dem ich im Sommer immer unterwegs gewesen wäre, währenddessen streichelte er Mickey ausgiebig und konnte nicht glauben, dass das der gleiche Hund sein sollte.

Mickey

Gulliver hat zu Ostern ein Bad bekommen. Der kleine Wicht hat kaum noch Haare und wird von Pheusy und Ronnie ständig abgeschleckt, er ist total mit Spucke eingekleistert und ab und zu muss das mal abgewaschen werden... Uwe hat ihn nach dem Bad gefilmt, er wird immer in ein Handtuch eingemummelt und dann darf er sich trockenschrubben. Hätte er nicht diesen schlimmen Haarverlust, könnte man ihn für einen gesunden kleinen Chi halten. Bald wird er schon 14 Jahre alt und nach der Cushing-Diagnose hat ihm niemand ein so langes Leben zugetraut. Es geht ihm gut. Er hat zwar jetzt auch noch ein lahmes Hinterbeinchen, aber es behindert ihn nicht besonders. Gulliver kam fast verhungert mit nur 900 g zu uns, jetzt wiegt er 3,4 kg und freut sich seines Lebens. Aus dem verschreckten und superscheuen Tierchen ist ein selbstbewusster Chihuahua geworden, der tatsächlich seinen Stand im Rudel hat und auch verteidigt! Uns macht das sehr glücklich und natürlich interessiert es uns nicht, dass er fast zahnlos ist und sehr wenig Haare hat. Er ist ein Unikat, so wie jedes Hundchen, das wir nach Deutschland geholt haben. Alle sind einzigartig und toll!

 

30.03.2024

Lana und Tara haben uns mit ihren Haltern Annette und Peter besucht. Leider ging es mir an diesem Tag gar nicht gut und ich musste daheim bleiben. Uwe war allerdings mit all unsern Hunden und dem lieben Besuch auf der Hundewiese. Es gab von Peter selbstgebackenen Kuchen und alle hatten viel Spaß, hauptsächlich die Hunde, die sich total gut verstehen und mal ohne Leine herumtoben können. Bei der Gelegenheit haben sich Annette und Peter für eine weitere Galga interessiert. Wir haben ja leider viel zu viel dieser wunderbaren Hunde und so sind erstmal zwei Hundedamen in die nähere Auswahl gekommen. Auch hier müssen einige Parameter stimmen, denn Annette und Peter haben auch Katzen, für Lana und Tara das selbstverständlichste der Welt, aber auch wenn Windhunde eigentlich Katzen lieben, so bedeutet das nicht, dass alle so gestrickt sind. Wir müssen also in Spanien Katzentests machen.

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Auch Harry hat übrigens den Katzentest gemacht und mit Bravour bestanden. In Deutschland allerings kam er an eine Katze, die nicht besonders souverän war und wegrannte, in Spanien musste er durch ein Katzengehege, in dem ihm alle Katzen sehr deutlich zeigten, welcher Übermacht er da ausgesetzt war. Ein Katzentest ist keine Garantie, nur ein Hinweis, deshalb ist es nicht so einfach, einen Hund zu finden, der wirklich gut passt. Die neue Galga soll ja auch mit den beiden anderen harmonieren.

Tara ist schon sehr alt und Lana noch recht jung. Die Galgas, die wir im Auge haben, sind ca. 1 Jahr alt. Die nächsten Tage werden es entscheiden. Wir wollen es nicht mehr so lange anstehen lassen, denn bald sind die Sandfliegen wieder unterwegs und die Wahrscheinlichkeit einer Leishmanioseinfektion steigt immer mehr an. Wir würden uns freuen, noch mehr Windhunde in ein tolles Zuhause zu vermitteln, denn jedes Tierheim in Spanien ist seit dem Ende der Jagdsaison rappelvoll mit Podencos und Galgos. Vielleicht hat ja jemand Interesse, Pflegestelle für einen solchen Hund zu werden. Bitte einfach bei uns melden!

 

29.03.2024 - 2

Vielleicht haben es einige von euch schon bemerkt, dass Harry wieder bei uns ist. Der Bub hat sich leider nicht mit der Katze des Hauses verstanden. Manchmal ist die beste Stelle, die man sich nur wünschen kann, eben schon besetzt. Diesesmal war es eine Samtpfote, die ihren Platz natürlich behalten wollte, aber nicht mit Harry teilen konnte. Sie hat gejammert und gedroht, nicht mehr nach Hause zu kommen, Harry meinte, dass sie dann doch gleich verschwinden soll und hat ihr das auch recht deutlich gemacht. Nun, jetzt ist er wieder bei seiner Pflegestelle und sieht die Exkursion als Urlaub an. Wir finden es sehr schade, aber die Katze hat einfach ältere Rechte und so steht Harry wieder zur Vermittlung.

Harry ist ein sehr besonderer Hund - ein Basenji ist anders als die Hunde, die man hier so kennt. Er ist sehr menschbezogen und extrem sauber, der Bub spielt auch anders als andere Hunde und scheint außergewöhnlich schlau zu sein. Man kann ihn gut abrufen und hat mit ihm einen sehr treuen Kumpel, der sich allerdings stark von Terriern, Dackeln und Pudeln unterscheidet. Der Basenji ist lernfreudig und unternehmungslustig, allerdings verträgt er keine Härte oder autoritäre Erziehung, er zieht sich dann zurück, wird scheu und zeigt Ungehorsam. Hier ähnelt er den Windhunden sehr, allerdings ist der Basenji gut abrufbar. Auch Harry ist ein sehr anhänglicher Hund, der seinem Besitzer zu Füßen liegt. Fremde interessieren ihn nicht besonders. Man sagt dem Basenji nach, dass er nicht bellen kann, doch so ganz stimmt das nicht. Das Bellen ist selten, sehr einsilbig und nicht melodisch. Ein Basenji bellt sehr wenig, darin sind sie den Wölfen ähnlich. Sie gehören zu den Hunden, die oft für Allergiker geeignet sind. Es wird angenommen, dass der Basenji vom altägyptischen Tesem abstammt, wäre damit also eine der ältesten Hunderassen überhaupt.

Wir wünschen uns für Harry besondere Menschen. Sie müssen konsequent sein, aber nicht unbeherrscht, laut oder autoritär. Ein Garten wäre großartig, Kinder, die vielleicht schon etwas älter sind, wären toll, Katzen gehen gar nicht. Menschen, die schon Erfahrungen mit Hunden gesammelt haben, sind für Harry bestimmt besser als Hundeanfänger. Schlaue Hunde neigen dazu, Schwächen auszunutzen und eigene Regeln aufzustellen - einem Anfänger kann so etwas zum Verhängnis werden! Hunde findet Harry toll, er spielt gerne und natürlich ist hier auch die Sympathie ausschlaggebend. Tatsächlich hat Harry aber keine Probleme mit anderen Hunden. Der Bub ist kastriert, gechipt, geimpft und auf Mittelmeerkrankheiten getestet. Er ist kerngesund, beherrscht die Grundregeln, ist stubenrein und ein rundum fröhlicher Geselle. Harry ist jetzt ein gutes Jahr alt. Wir vermitteln im Umkreis von 50 km um Polch und Alzey. Grundsätzlich gibt es bei uns Vorgespräche und natürlich einen Schutzvertrag.

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29.03.2024

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28.03.2024

Hallo ihr Lieben!

Die VETO Aktion ist nun vorbei und was soll ich euch sagen - sie war ein wahnsinniger Erfolg! Es sind tatsächlich 104.000 € für die armen Galgos, Podencos und Jagdhunde zusammengekommen. Dieser enorme Spendenbetrag wird jetzt durch die 12 teilnehmenden Vereine geteilt, damit bekommen wir über 8000 € für die Protectora Villena! Natürlich ist das eine zweckgebundene Spende und sie ist nur für die medizinischen Behandlungen der betreffenden Hunde gedacht. Wir werden also jede Behandlung genau mit VETO abrechnen, damit alle sichergehen können, dass die Spenden nicht irgendwo versickern. Das ist selbstverständlich die richtige Vorgehensweise, denn ihr habt für diese Hunde gespendet und nicht für irgendetwas anderes. VETO ist da sehr transparent und wird natürlich die Auszahlungen an die Vereine überprüfen. Für uns ist das kein Problem und wir sind mehr als glücklich für diese enorme Hilfe. Danke, dass ihr uns helft, den Tieren zu helfen. Ohne euch wären solche Erfolge für den Tierschutz gar nicht möglich!

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25.03.2024

Wie versprochen möchten wir euch hier die Bilder und Videos der Ankunft des Spenden-Trucks zeigen. Alle Helfer waren zur Stelle und natürlich sind die Hunde sofort in den Genuss einer Riesenportion Futter gekommen. Ihr könnt es auf den Bildern/Videos selbst sehen, alle sind wahnsinnig glücklich - Mensch und Hund!

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Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Spendern und wissen, dass wir mit dem Futter die armen Tiere gut versorgen können. Wie wir die anfallenden Rechnungen für die verletzten Tiere bezahlen sollen, steht erstmal auf einem anderen Blatt. Wir hoffen, dass bei der VETO-Aktion auch Geldspenden für die Protectora dabei sind. Was allerdings passiert, wenn wir im nächsten Jahr vor den gleichen Problemen stehen, das wissen wir nicht. Tatsächlich hilft uns nur eine Gesetzesänderung in Spanien und dafür machen wir uns alle stark. Bitte bleibt an unserer Seite und vergesst die armen Tiere nicht. Wir bleiben natürlich am Ball und halten euch auf dem Laufenden!

Es gibt auch Neuigkeiten die Tiere des Herrn K. betreffend. Das Pferdchen und das Geflügel sind abgeholt worden. Wie wir mitgeteilt bekommen haben, sollen die Wildschweine am Dienstag ihre Reise in ein neues Domizil antreten. Ob und wie die Blutproben, die für eine Umsiedlung der Tiere notwendig sind, genommen wurden, ist uns nicht gesagt worden. Wir werden am Dienstag sehen, ob die Wildschweine tatsächlich reisen. Auch hier werden wir weiterhin dran bleiben.

 

23.03.2024

Nachdem unser lieber Harry nun eine Woche im neuen Zuhause verbracht hat, ist es Zeit darüber zu berichten, wie er sich einleben konnte. So wie wir es erwartet haben, ist Harry superlieb mit den Kindern. Er findet Kinder klasse und geht sehr vorsichtig und absolut freundlich mit ihnen um. Die Katze scheint eine Diva zu sein und beansprucht ihren Platz. Harry findet Katzen durchaus ok und ist interessiert. Sie bleibt vorerst Diva und wir denken, dass es noch etwas Zeit brauchen wird, bis es zu einer Annäherung kommt. Harry ist freundlich und offen, für ihn ist das Kätzchen kein Problem.

Die Familie ist sehr glücklich mit dem neuen Familienmitglied und wir sind sicher, dass wir die richtigen Menschen für Harry gefunden haben. Leicht war die Vermittlung sicherlich nicht, denn der Mann ist nämlich auf manches Hundehaar allergisch und da die Hautarzttermine zum Teil für Monate belegt sind, konnten wir keinen Allergietest machen. Wir haben uns mit einem vom Hund getragenen Schal beholfen. Bei dem ersten Besuch der Familie haben wir Harry von den anderen Hunden der Pflegestelle getrennt und zu einem Spaziergang mit der neuen Familie eingeladen. Wir mussten sichergehen, dass nicht ein anderer Hund der Pflegestelle eine Allergie auslösen würde. Während des Spaziergangs trug dann der arme Mann den Hundeschal. Keine allergische Reaktion! Das allerings ist nur der erste Schritt, niemand weiß, ob es nicht einige Tage dauert, bis sich Symptome bilden. Also ging der Schal mit den Hundehaltern in spe nach Hause und wurde dort auch fleißig getragen. Eine gewisse Unsicherheit bleibt in den ersten Tagen immer, aber wir haben alles gemacht, was möglich war und so durfte Harry umziehen. Bis jetzt ist keine Allergie aufgetreten.

Harry gehört mit zu den Hunderassen die für Allergiker empfohlen werden und tatsächlich war unsere Entscheidung richtig. Alle sind glücklich mit Harry und Harry ist es mit seinem neuen Zuhause! Damit ist er nach seinem schwarzen Bruder Tomy, der ja blitzschnell das Herz eines Tierarztes gestohlen hatte, nun der zweite der Basenji-Mix-Brüder, der ein neues Zuhause gefunden hat.

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Hier noch ein Update zu den Tieren des Herrn K. Das Pferdchen wurde mittlerweile wohl abgeholt. Soweit wir wissen, sind die Schafe und die Wildschweine noch an Ort und Stelle. Man hatte mehr als genügend Zeit, um sich nach geeigneten Unterbringungsmöglichkeiten umzusehen, jetzt ist es recht spät dafür. Die armen Tiere leben seit Jahren in einer regelrechten Gülle. Man kann den Matsch nicht vom Kot der Tiere trennen und so dürfte der Boden absolut kontaminiert sein. Es ist eine richtige 'Sauerei' und das ist nicht lustig gemeint. Die beiden Wildschweine müssen in ihrem eigenen Mist leben und stehen bis zum Bauch im Dreck.

Der Platz ist natürlich für ein Wildschwein nicht ausreichend und so, wie wir es schon seit Jahren sagen, gibt es ein Wildtiergutachten, in dem nachzulesen ist, welchen Platzbedarf ein Wildschwein hat (ca. 2000 qm). 30 oder vielleicht 40 qm sind ein Witz!

Die arme Sau hat offensichtlich schwere Verhaltensstörungen entwickelt und der Keiler, dem etwa 85 qm zur Verfügung stehen, ist durch falsche Ernährung und mangelnde Bewegung fett geworden. Den ganzen Tag im Matsch zu stehen ist für kein Tier eine Freude - auch nicht für ein Wildschwein. Wir alle fragen uns, welche Rolle eine 'Aufsichtsbehörde' in diesem Fall gespielt hatte und können nicht sehen, dass sie ihrer Aufgabe nachgekommen ist.

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22.03.2024

Wir haben lange darauf gehofft - jetzt ist er angekommen, der Truck mit 33 Paletten hochwertigen Futters. Jeder Sack heißt Leben und Hoffnung für unsere Hunde und das ist es genau, was die Tiere und die Mitarbeiter der Protectora jetzt brauchen. Die Situation der Wind- und Jagdhunde ist sowieso schon katastrophal und die Tiere, die ankommen, sind fast immer in einem schlimmen Zustand. Es fehlt an Futter, die Hunde sind verletzt und schwer traumatisiert. Wir haben jetzt erstmal eine große Sorge weniger und möchten uns für das von euch über VETO gespendete Futter ganz herzlich bedanken.

VETO hat, nachdem Mitarbeiter das furchtbare Leid der Hunde in Spanien selbst gesehen hatten, schnellentschlossen an die Futteraktion noch eine Spendenaktion drangehängt. Hier sind mittlerweile über 70.000 € zusammengekommen! Das ist ein unglaublicher Betrag, der verteilt auf die Tierheime mithelfen wird, das Leid etwas zu lindern. Es müssen Tierarztrechnungen beglichen und es muss Verbandsmaterial bezahlt werden. Wir brauchen viele helfende Hände, um den täglichen Neuzugängen gerecht zu werden. Wenn wir uns jetzt erstmal keine Sorgen um das Futter machen müssen, ist das schon eine enorme Erleichterung. Ohne eure Hilfe hätten die Hunde keine Chance, wir können gar nicht genug DANKE sagen.

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Der 22.03. ist wie in jedem Jahr der 'Tag des Podencos'. Kein Tag zum Feiern, wenn man um die Bedingungen weiß, unter denen die Podencos in Spanien leben müssen. Podencos sind äußerst sensible Hunde, die in den richtigen Händen zu Traumhunden werden. Wer allerdings ungeeignet für einen solchen Hund ist, wird ihn eher als Albtraum empfinden. Ohne genügend Achtsamkeit und Geduld kann man keinen Windhund bei sich aufnehmen, denn diese Hunde sind wahnsinnig sensibel und brauchen weder Strenge noch ständige Erziehung oder gar Härte. Sie schließen sich ihrem Menschen aus Liebe und Zuneigung an, doch wer von ihnen nicht akzeptiert wird, wird nicht weiter beachtet. Sie können sehr kreativ werden, wenn sie unglücklich sind und es gibt Menschen, die sich eine solche Rasse wirklich nicht anschaffen sollten.

Die Tiere, die wir bisher aus Spanien geholt haben, waren alle durch ihre Vorbesitzer traumatisiert. Wir haben viel Zeit und Geduld investiert, um ihnen Sicherheit und Zuversicht zu geben. Alle diese Hunde haben es uns mit unglaublicher Liebe gedankt. Sie sind zu wunderbaren und selbstbewussten Podencos geworden, die unser Zusammenleben mit mehreren Hunden im Rudel immer bereichert haben. Wie sehr sie unser Rudel stabilisiert haben, haben wir erst gemerkt, nachdem sie nicht mehr bei uns waren. Wir würden uns immer wieder für einen solchen Hund entscheiden - gerne auch für zwei! :)

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21.03.2024

Leider müssen wir uns erstmal aus der Causa K. zurückziehen. Ich habe heute den Amtsveterinär darüber informiert, dass das Pferd Probleme mit den Zähnen hat. Sie müssten dringend geraspelt werden, es kann nur schwer Heu fressen. Jeder, der Pferde hat, weiß, dass wenn ein Pferd schon nicht mehr frisst, der Zahnbefund meistens katstrophal ausfällt. Der Veterinär fand das "kurios", er sei zu dem selbem Schluss gekommen. Wie "lustig", wieso hat er dann nicht sofort einen Tierarzt geholt? Sollen hier Kosten für die Verwaltung auf dem Buckel der Tiere eingespart werden? Auf meine Bitte, einen Tierarzt zu schicken, der dem Tier wieder zu einem nutzbaren Gebiss verhelfen könnte, wurde abgelehnt. Er, der Amtsveterinär, habe "wichtigere Dinge zu tun".

Auch die Wildschweine interessierten ihn nicht. Uns ist es nicht möglich gewesen, die Wildschweine zu tränken, ohne uns selbst in Gefahr zu begeben. Die Tiere waren gestern so ausgetrocknet, dass sie sich auf das mit einem Eimer und Strick über den Zaun abgeseilte Wasser stürzten. Sie hatten wohl mehrere Tage nichts oder nicht ausreichend zu trinken bekommen. Bei beiden Tieren fehlt eine Tränke oder wenigstens ein betonierter oder festgesetzter Wassertrog. Auch das interessierte den Amtsveterinär nicht. Nochmal: Er habe andere und wichtigere Dinge zu tun. Es ginge jetzt erstmal darum, wer der Halter der Tiere sei. Damit beendete er das Telefonat.

Unter solchen Bedingungen ist es uns nicht möglich, Tiere adäquat zu versorgen. Zudem hat der Eigentümer des Grundstücks uns heute mitgeteilt, dass die Herrschaften, die vom inhaftierten Herrn K. höchstselbst benannt wurden, die Tiere pflegen werden. Die Haltung der Tiere war schon bei Herrn K. eine Katastrophe, jetzt werden die Tiere von Amts wegen von Menschen versorgt, die offenbar nicht einmal eine Sachkunde oder eigene Pferde/Schafe haben und dazu auch noch die schreckliche Situation vor Ort jahrelang kommentarlos geduldet haben? Ich hoffe sehr, dass das ein Missverständnis ist und der Eigentümer des Grundstücks hier etwas falsch verstanden hat.

Wir haben uns beim Betreten des Grundstücks gewundert, was die Tiere so zu fressen hatten. Schafen kann man mal einen Apfel als Leckerchen anbieten, eigentlich sollten sie aber Raufutter bekommen und ggf. kann man etwas Silage beifüttern. Es sind schon einige Rattenlöcher im Pferch und deshalb sollten man nicht Unmengen von Pellets, die letztendlich gar nicht gefressen werden können, in den Napf füllen, denn man will ja auch nicht noch mehr Ratten anfüttern. Kraftfutter in diesen Mengen ist kontraproduktiv, es kann zu einer Speiseöhrenverstopfung führen und wird es liegengelassen, kommen Schädlinge. Beides vermeidet man normalerweise. Einen Leckstein für Schafe vermissten wir ebenfalls...

Dass überall scharfe und für Tiere gefährliche Gegenstände herumstehen/-liegen, scheint auch niemanden zu kümmern. Messer, Öl, Zündkerzen, Batterien, Gift, leere Dosen, scharfkantige Deckel, Metallschrott usw...

Eine Tierhaltung, die nun nicht besser ist als vorher, können wir nicht unterstützen oder gar mittragen. Wir ziehen uns dann besser zurück und versuchen auf anderem Weg, Lösungen zu finden. Es bleibt nur die Hoffnung, dass irgendjemand endlich mal ein Machtwort spricht und das keine Neverending Story wird.

 

20.03.2024

Auch heute waren wir wieder auf dem ehemaligen Grundstück des Herrn K. Die Eigentümerin bat uns, sie zu begleiten und wir nutzten die Gelegenheit, die offenbar gestohlenen Sachen auf dem Grundstück zu fotografieren und die Polizei zu informieren. Mir war am Dienstag schon ein Holzspalter aufgefallen, der, so dachte ich, sicherlich irgendwo vermisst wird. Auf dem Firmenschild konnte ich noch eine Telefonnummer ausmachen und siehe da, der Holzspalter wurde seit Dezember gesucht und die Firma hatte sogar schon Anzeige erstattet. Heute konnte der Besitzer im Beisein der Polizei das tolle Teil wieder in Empfang nehmen. Wie sein Mitarbeiter sagte, hatte man damit wohl nicht mehr gerechnet.

Auch der Zaun, der um die Wildschweingehege herum aufgebaut ist, ist nicht bezahlt worden. Hier haben wir schon vor längerer Zeit Kontakt mit der Firma aufgenommen, die den Zaun natürlich schnellstens wieder zurückhaben wollte. Das Problem waren bisher die Wildschweine, denn ohne den Zaun wären sie eine echte Gefahr, also musste der Besitzer warten. Sobald die Wildschweine weg sein werden, kann auch der Zaun zurückgegeben werden. Alle auf dem Grundstück befindlichen Stromaggregate und Maschinen wurden heute von uns fotografiert, die Bilder der Typenschilder gehen jetzt an die Polizei. Vielleicht können weitere Besitzer ausfindig gemacht werden.

Wir hatten so lange vor den Machenschaften dieses Mannes gewarnt und können kaum glauben, dass es immer noch Menschen gibt, die ihm nachtrauern. Gestern meldete sich eine Dame bei mir, die so gerne seine neue Adresse von mir gehabt hätte, tatsächlich glaubte sie, dass sein Handy kaputt sei und sie ihn deshalb nicht erreichen konnte. Sie war noch am Donnerstag bei ihm gewesen und hatte wohl gar nicht gesehen, wie schlimm es überall aussah. Offenbar lag ihr Fokus auf anderen Dingen...

Wir sehen auf dem Grundstück so viel Müll und auch für Mensch und Tier durchaus gefährliche Dinge, dass wir kaum glauben können, dass andere das ausblenden konnten. Dass das Pferd die falsche Fütterung so lange überlebt hat und auch die herumliegenden Scherben, Messer, Nägel, scharfkantigen Dosendekel und natürlich das überall in Dosen ohne Deckel und in Kanistern herumstehende Öl und Gift unterschiedlicher Art, nicht seinen Tod bedeuteten, halten wir für ein Wunder.

Dass man die Wildsau in einem viel zu kleinen Gehege gehalten hat, hatte allerdings Auswirkungen. Das arme Tier zeigt eine stereotype Verhaltensstörung. Zum Glück konnten wir heute beiden Schweinen Wasser geben, sie waren so durstig, dass sie sich regelrecht darauf gestürzt haben. Bei den Schweinen konnten wir keine Ohrmarken finden, es kann sein, dass sie abgefallen sind, aber darüber wird der Amtsveterinär wahrscheinlich mehr wissen.

Was mit den Schafen los ist, wissen wir nicht, sie fressen das bisher angebotene Pelletfutter nicht. Heute hat dann jemand etwas Heu gebracht und wir hoffen, dass wir das Pferd und vielleicht auch die Schafe daran gewöhnen können. Wir wissen nicht, wie sie bisher ernährt wurden, denn Brot, Obst, Küchenabfälle usw. dürfen Schafe nicht fressen. Das Pferd wurde nachweislich nur mit Salat, Äpfeln, Karotten und trockenem Brot ernährt. Heute futterte es Heu. Leider hat das arme Tier nicht einmal einen anständigen Unterstand/Schlafplatz.

Wir hoffen, dass der Amtsveterinär alle auf dem Grundstück befindlichen Tiere wie versprochen innerhalb kürzester Zeit unterbringen wird. Ein solches Leben, wie sie es bisher geführt haben, hat kein Tier verdient. Schade, dass wir das zukünftige Leben dieser Tiere nun wieder in die Hand derjenigen legen müssen, die in den letzten Jahren diese Haltung nicht beanstandet haben. Uns wurde auf Nachfragen beim Veterinäramt jedenfalls immer versichert, dass alles in bester Ordnung sei, engmaschig überwacht würde und Herr K. alle Auflagen erfülle. So wie es aussieht, hat man uns entweder nicht die Wahrheit gesagt oder aber man hat diese Katastrophe nicht gesehen. Ehrlich gesagt, kann ich es mir nicht erklären, wie so eine Tierhaltung unter den Augen des Veterinäramtes überhaupt möglich ist.

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19.03.2024

Heute haben wir endlich die kleine Waldohreule wieder ausgewildert. Alles lief wie erwartet und so flog die Eulendame in den nächsten Baum und hoffte, dass wir schnell verschwinden und ihr Jagdrevier wieder ganz alleine ihr gehören würde. Wir haben uns das wunderschöne Tier noch einen Augenblick angesehen und sind dann glücklich und zufrieden wieder abgezogen. Ganz herzlichen Dank an die netten Falkner, die sich wirklich wahnsinnig viel Mühe mit dem Tierchen gemacht haben und genauso glücklich über die gelungene Auswilderung waren wie wir.

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Leider gibt es nicht an jedem Tag nur gute Nachrichten und so haben wir heute etwas gesehen, was uns mehr als sprachlos gemacht hat. Wir hatten schon darüber berichtet, dass Herr K. mittlerweile von der Polizei in Gewahrsam genommen wurde und jetzt seine Haft angetreten hat. Leider sind seine Tiere auf dem von ihm bewohnten Grundstück zurückgeblieben.

Wir haben uns das heute mal genauer angesehen und einige Fotos gemacht, die wir euch nicht vorenthalten wollen. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich so etwas noch nie gesehen habe und eigentlich auch kaum glauben kann, dass mir der Amtsveterinär auf telefonische Nachfrage versicherte, dass er gestern noch dort gewesen sei und alles ok wäre. Wir hatten in den letzten Jahren mehrfach um die Hilfe des Veterinäramtes gebeten. Erst waren es die Wildschweine, die unserer Meinung nach nicht artgerecht untergebracht waren, dann gab es eine Durchsuchung von einem Sondereinsatzkommando, das die Greifvögel beschlagnahmte, auch hier konnten wir nicht glauben, dass so eine tierquälerische Haltung so lange unter den Augen des Veterinäramtes möglich war. Wir waren ständig an der Sache dran und erstatteten Anzeigen, doch es änderte sich unserer Meinung nach sehr wenig. Vielmehr teilten uns das Veterinäramt, der Landrat und das Ministerium immer wieder mit, dass alles in bester Ordnung sei und es keine Beanstandungen gäbe. Alle Vorgaben würden eingehalten und man wolle den Herrn K. in die Lage versetzen, alles richtig zu machen. Es gäbe keine Beschwerden von Amts wegen... Nun, heute haben wir dann gesehen, was der Amtsveterinär mit "Es ist alles in Ordnung, ich war gestern erst da!" meinte.

Tatsächlich möchte ich mich gar nicht weiter dazu äußern, sondern euch einen kleinen Einblick in das geben, was wir heute gesehen haben. Das Pferd hat weder Heu noch Stroh, sein winziges Lager besteht aus Thujaästen, die übrigens für Pferde tödlich sind und ich kann nur hoffen, dass das Pferdchen nicht mal vor Hunger daran knabbert. Einen richtigen Unterstand suchten wir vergeblich. Die beiden Wildschweine haben nicht einen Zentimeter trockene Erde unter den Klauen, sie haben auch kein Wasser. Die Schafe leben in einem von Ratten untergrabenen Gehege und haben ebenfalls kein Rauhfutter. Die Enten sind in Dreck und Unrat unterwegs, überall türmt sich Müll, offene Dosen, scharfkantige Deckel, Glas und leider auch Gift. Wir haben Arsen gefunden sowie Benzin/Öl, das in den Boden gesickert war. Der Brunnen ist mit Unrat völlig kontaminiert und müsste dringend vom Wasserwirtschaftsamt versiegelt werden. Darum hatten wir schon vor zwei Jahren gebeten. Bis heute ist nichts geschehen.

Dass mir der Amtsveterinär am Telefon sagte, dass die Tiere jetzt, nach der Verhaftung des Pächters, automatisch in der Haltung des Eigentümers des Grundstücks stehen würden, halte ich für einen schlechten Witz. Ich bat darum, dass der Amtsveterinär dies dem mir gegenüberstehenden Eigentümer doch mal selbst sagt, dies wollte er aber nicht. Wenn es also nach unserem Veterinäramt geht, ist nach der Verhaftung des Herrn K. sein Tierbestand in die Halterschaft des Grundstückseigentümers übergegangen. Gleichzeitig verweist der Amtsvet. darauf, dass fremde Menschen, die zum Umfeld des inhaftierten Herrn K. gehören, zweimal täglich das Grundstück betreten und die Tiere füttern würden. Er scheint dabei völlig außer Acht zu lassen, dass er weder der Eigentümer des Grundstücks ist noch das Hausrecht hat. Hier entscheidet ein Amtsveterinär darüber, wer ein fremdes Grundstück, für das der 'Pächter' seit längerem keinen Pachtvertrag mehr hat, geschweige denn den Pachtzins bezahlte, betreten darf und versetzt Menschen, die offenbar keine Ahnung von den Tieren haben, in die Lage, diese zu unterhalten/füttern usw.?

Ich kann so etwas kaum glauben. Hier werden Kompetenzen überschritten und Dinge nicht gesehen, die ein Blinder sieht. Für meinen Geschmack hätte hier ein Amtsveterinär längst einschreiten und die Tiere enteignen müssen. Wer eine solche Tierhaltung "völlig ok" findet, der sollte mal seine Augen untersuchen lassen.

Wir haben heute eine völlig entkräftete und schwer verletzte Krähe mitgenommen. Sie hatte weder Futter noch Wasser und war so schwach, dass sie sich kaum auf den Füßen halten konnte, ihr Schnabel war abgebrochen und alle Federn abgestoßen. Der am Boden stehende 'Käfig' war eher ein Drecksloch und für überhaupt kein Tier mehr geeignet. Wir wissen nicht, ob der Vogel, der jetzt in kompetenten Händen ist, überleben wird.

Die Warzenenten, die ursprünglich vom Tierheim Ludwigshafen vermittelt wurden (eine Abgabe, die mir ein ewiges Rätsel bleiben wird), werden von diesem nicht mehr zurückgenommen. Ich hatte mehrere Telefonate mit einer Dame des Tierheims, die auf meine Anfrage nur brüllte und sich unterirdisch benahm. Nun denn, ich bin es gewöhnt, dass Tierheime ihre vermittelten Tiere grundsätzlich zurücknehmen und da ist es egal, ob es Enten oder Hunde und Katzen sind. Wenn das in Ludwigshafen anders ist, dann verstehe ich auch die Vermittlung der Enten an Herrn K. Hätte man hier im Vorfeld kontrolliert, wären die Tiere wahrscheinlich nie abgegeben worden, das will ich zur Ehrenrettung des Tierheims jedenfalls mal annehmen. Nicht vorzukontrollieren und auch keine Tiere zurückzunehmen, sollte nicht die Arbeitsweise eines Tierheims sein. Aber das ist meine private Meinung... Letztendlich wird nun der Amtsveterinär ein Lösung für die Tiere finden müssen oder aber der Besitzer des Grundstücks.

Hier einige Bilder der Tierhaltung und des Lebensumfelds der Tiere, welche in den letzten zwei Jahren keinen Grund zur Beanstandung durch den Amtsveterinär gaben.

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Wir konnten die Katze heute Abend fangen. Sie muss jetzt erst mal zur Ruhe kommen und morgen werden wir nach einem Chip und/oder einer Tätowierung schauen.

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18.03.2024

Wir sind mehr als glücklich darüber, dass die VETO's 'Rettungsmission Galgo' so viele tierliebe Menschen mobilisiert. Bisher sind für die Versorgung der armen, traumatisierten und zum Teil schwer verletzten Tiere schon über 30.000 € bei VETO eingegangen. Es motiviert uns unglaublich, dass plötzlich das Leid dieser Hunde öffentlich wird und so viele Menschen an der untragbaren Situation dieser armen Tiere etwas ändern wollen.

Wir denken, dass mit der Hilfe so vieler Tierfreunde die spanische Regierung nicht länger untätig bleiben kann und auch die ganzen Unterschriftensammlungen ihren Sinn nicht verfehlen werden. Letztendlich geht es wie immer nur um Wählerstimmen und umso deutlicher sich die Bevölkerung gegen etwas ausspricht, desto eher wird eine Regierung dem Volkswillen nachgeben. Ich bin sicher, dass es letztendlich nur eine Frage von wenigen Jahren sein wird. Trotzdem werden in dieser Zeit viele Tiere unsagbares Leid erleben und deshalb werden wir nicht aufhören zu kämpfen. Es ist gut zu wissen, dass uns so viele Tierfreunde unterstützen. Ganz herzlichen Dank dafür!

In den letzten Tagen sind wir mehrfach nach der kleinen Waldohreule gefragt worden, über die die Radiosender und Zeitungen berichtet hatten. Sie hatte ein Kollisionstrauma/Aufpralltrauma und ist leider noch nicht wieder voll flugfähig. Wir haben den Termin zum Auswildern vor drei Tagen nochmal verschoben und natürlich wurde die Eule einem Spezialisten vorgestellt. Wir hoffen, dass sie in der großen Freiflug-Voliere der Falknerin wieder völlig gesund wird. Einen Vogel auszuwildern, der noch nicht hundertprozentig fit ist, macht keinen Sinn. Wir halten euch auf dem Laufenden.

In Armsheim im Auerweg ist eine gestromte Katze aufgefallen. Sie sitzt dort vor einem Haus und jammert nach Futter. Wir werden heute eine Falle aufstellen und versuchen, das sehr scheue Tier einzufangen. Sollte jemand seine Katze vermissen, kann er uns gerne anrufen. Sobald die Katze in der Falle ist, können wir ggf. den Chip auslesen und auch sehen, ob sie tätowiert ist. Wir werden dann ein Foto von dem Tier veröffentlichen.

So und zum Schluss noch eine kurze Meldung. Wir wurden heute darüber informiert, dass es am Freitag eine Verhaftung in Gundersheim gegeben hat. Herr K., der schon vor einigen Monaten zu 1,5 Jahren Gefängnis verurteilt worden ist, musste jetzt wohl seine Strafe antreten. Wir hoffen, dass mit der Vollstreckung des Haftbefehls dieses Kapitel erstmal abgeschlossen sein wird.

 

17.03.2024

Die VETO-Kampagne ist abgeschlossen und es ist eine ganz erstaunliche Anzahl an Spenden-Trucks zusammengekommen. 18 LKW voll mit tollem Futter für die teilnehmenden Vereine, das ist großartig! Alle freuen sich wie verrückt über die Hilfe, aber trotzdem bleiben natürlich riesige Probleme, die alleine über Futter nicht zu lösen sind. Alle Tierheime, die Galgos, Podencos und Jagdhunde aufgenommen haben, sind mittlereile überfüllt und wir alle wissen nicht, wie die anfallenden Kosten gestemmt werden sollen. Die Hunde sind oft schwer verletzt abgegeben oder aufgefunden worden und die Tierarztkosten sind so hoch, dass sie nicht beglichen werden können. Die Tiere deshalb unbehandelt zu lassen, ist undenkbar. Deshalb wird Geld benötigt, um die Kosten, die in Kliniken angefallen sind, zu begleichen.

VETO hat Mitarbeiter direkt in die spanischen Tierheime geschickt, um sich die Situation vor Ort anzusehen. Es war für alle ein großer Schock, so viele kranke und verletzte Tiere zu sehen. Die Flut der Hunde reißt bis heute nicht ab und keiner weiß mehr, wie das alles bezahlt werden soll. Zum Einen sind zum Teil so viele Windhunde in den Tierheimen, dass die Anlagen aus allen Nähten platzen und zum Anderen sind diese Hunde in Spanien eigentlich kaum vermittelbar. Alle Protectoras sind darauf angewiesen, dass Hunde ins Ausland abgegeben werden können. Einfach ist das nicht, denn Windhunde sind bei uns auch nicht leicht zu vermitteln. Sie haben spezielle Bedürfnisse, die nicht jeder befriedigen kann oder will. Jede Rasse hat ihre Anhänger und Galgos und Podencos sind bei uns zudem noch recht unbekannt.

Wir brauchen dringend erfahrene Pflegestellen, die Zeit und Geduld für die zum Teil schwer gebeutelten Tiere aufbringen können. Es werden Menschen gesucht, die überwiegend daheim sind, vielleicht sogar einen eingezäunten Garten haben. Hundeerfahrung wird natürlich vorausgesetzt und selbstverständlich können wir nicht garantieren, dass die Tiere in vier Wochen vermittelt sind. Die Kosten für tierärztliche Versorgung, Futter, Leine, Brustgeschirr und Körbchen usw. übernehmen wir natürlich, Liebe, Zeit und Verständnis müssen von der Pflegestelle eingebracht werden.

Wir haben Hunde jeden Alters, gesunde und verletzte Tiere, amputierte und traumatisierte und für alle wünschen wir uns ein passendes Zuhause, in dem sie geliebt und akzepiert werden. Zu allererst geht es aber darum, sie aus dem Tierheim herauszuholen und ihnen Ruhe und Sicherheit zu geben. Windhunde leiden noch mehr als andere Hunde in den kleinen Zwingern der Tierheime, in denen ihre Bewegungsfreude auf ein Minimum reduziert wird. Die wenigen Mitarbeiter und Volontäre der Protectoras können es nicht leisten, die Hunde auch noch auszuführen und so sitzen die Windhunde oft viele Jahre in kleinen Anlagen fest.

Sie resignieren, das Leid dieser Tiere ist schwer mitanzusehen und so hat sich VETO entschlossen, an die Futteraktion nun noch eine Spendenaktion dranzuhängen. Es wird um Geldspenden gebeten, um wenigstens die enormen Tierarztkosten für die Versorgung der Galgos und Podencos tragen zu können. Wir können nur bitten, diese Aktion zu unterstützen und hoffen, vielleicht auf diesem Weg auch noch eine Pflegestelle für einen Windhund zu finden.

Es sind liebe und ruhige Hunde, die einfach Zeit brauchen, um ihre erlittenen Qualen zu vergessen. Sie sind nicht aggressiv, verstehen sich fast immer mit Katzen (wir können das im Tierheim testen) und mögen andere Hunde. Galgos und Podencos leben normalerweise in großen Rudeln und sind sehr tolerant. Es sind keine Kläffer und ganz sicher sind sie eher ruhig und zurückhaltend, als wild und aufgedreht. Wir hatten über Jahrzehnte Windhunde und nie hat einer gebellt, wenn es an der Tür geklingelt hat. Wir kannten es auch nicht, dass unsere Tiere bei Hundebegegnungen im Feld unruhig wurden oder gar in den Leinen gehangen hätten. Unser Besuch hat oft gar nicht gewusst, wieviel Hunde im Haus waren, weil sich unsere Podencos/Galgos/Barsois/Irish Wolfhound/Deerhound/Sloughis/Whippets/ Windspiele nicht einmal vom Sofa erhoben hatten, wenn jemand ins Haus kam.

Ihr seht, wir hatten viele verschiedene Windhunde und allen war diese innere Ruhe gemein. Natürlich lieben sie es zu rennen und sich auszupowern aber dafür gibt es fast überall Freiläufe. Lange Spaziergänge lieben sie genauso und auch eine Schleppleine gibt schon etwas mehr Freiheit als eine kurze Leine. Unsere Podencos wollten oft gar nicht rennen, sondern eher im Feld nach Mäusen schnuffeln. 'Spazierenstehen' haben wir dazu gesagt und hinterher gemerkt, dass diese Sinnesauslastung die Hunde genauso müde gemacht hat, wie auf dem Freilauf zu flitzen.

Solltet ihr die Zeit, den Platz und Liebe haben, euch um einen Windhund zu kümmern, bitte meldet euch bei uns. Wir sind dankbar für jede Pflegestelle. Wer schon bei uns als Pflegestelle registriert ist, kann direkt einen Hund übernehmen, wer neu dazu kommt, muss noch beim Veterinäramt angemeldet werden und das kann durchaus mal 3 - 4 Wochen dauern. Jede Pflegestelle rettet ein Leben und ein freier Platz in einer Protectora kann neu besetzt werden. Das bedeutet oft, dass ein Hund weniger in der Tötung landet. Im Augenblick sind die Tierheime brechend voll und die Flut der Windhunde, die jeden Tag gefunden oder abgeliefert wird, reißt nicht ab.

Bitte helft uns mit einer Pflegstelle oder mit einer Geldspende, um diesen armen, geschundenen und so liebenswerten Hunden ein lebenswertes Dasein schenken zu können. Wir zählen auf euch und freuen uns über jede Hilfe!

Ihr könnt über VETO Geld spenden, das nur zur Begleichung der Tierarztrechnungen der an der Galgo-Aktion beteiligten Vereine verwendet wird:

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Ihr könnt natürlich auch weiterhin Futter über unsere Wunschliste spenden:

www.veto-tierschutz.de/?wid=631032

Ihr könnt direkt an die Tierhilfe Phönix e.V. spenden (oder PayPal) (es wird eine Spendenquittung ausgestellt).

Oder ihr spendet direkt an die Protectora Villena/Spanien (dann wird kein Spendenquittung ausgestellt).

Wer sich für eine Pflegestelle interessiert, der kann sich gerne bei uns melden und vorab auch schon einmal unsere schriftliche Info lesen.

Bei Fragen stehen wir euch natürlich jederzeit zur Verfügung. Pflegestellen mit Pflegehund können uns natürlich rund um die Uhr erreichen. Bitte denkt daran, dass unsere Pflegestellen maximal 50 - 60 km von uns entfernt sein dürfen. Wenn Hilfe benötigt wird, möchten wir schnell vor Ort sein können. Wer weiter entfernt wohnt, dem geben wir gerne die Anschrift eines anderen Vereins, der Windhund-Pflegestellen sucht.

Jede Hilfe zählt!

Eure Tierhilfe Phönix e.V.
Edith und Uwe mit dem ganzen Team

 

16.03.2024

Harry hat es geschafft. Der hübsche Basenji-Mix hat eine Familie gefunden, die ihm ein liebe0volles Zuhause gibt. Wir freuen uns riesig für den braven Jungen und hoffen, dass er ein langes, glückliches Leben führen wird. Renate und Gabi haben jetzt schon weit über 30 Pflegehunde von der Tierhilfe Phönix in ihr neues Leben begleitet. Sie haben die Hunde liebevoll und konsequent vorbereitet, ihnen alles gezeigt und mitgegeben, was sie für ihr zukünftiges Leben brauchen. Wir können gar nicht genug DANKE sagen für so viel Liebe und Zuwendung, denn die Hundchen haben alle einen perfekten Start in ihr neues Leben gehabt.

Heute hat Gabi Geburtstag und wir möchten ihr von ganzem Herzen alles Gute wünschen! Es war eigentlich nicht anders zu erwarten - Gabi hat ihren Geburtstag dazu genutzt, um Harry mit Renate zusammen sein neues Zuhause zu zeigen. Ich kann mich gar nicht genug bei den beiden Damen bedanken - auch so sieht echte Tierliebe aus. Immer denken sie zuerst an die Hunde und an deren Wohlergehen! "Der Geburtstag wird nicht der letzte sein und wir sind ja schon erwachsen!", das habe ich zu hören bekommen, als ich gratuliert habe und sie gerade auf der Autobahn statt am Feiern waren.

Tja, wir sind glücklich, solche Pflegstellen zu haben und wir hoffen, dass vielleicht noch neue dazukommen. Immerhin suchen auch noch ungezählte Windhunde ganz dringend einen Pflegeplatz und ein neues Zuhause bei tierlieben Menschen.

 

14.03.2024

Langsam wird es wieder Zeit, einen Termin für Mickey zu machen, denn seine über den Winter gewachsene Haarpracht muss einer Kurzhaarfrisur weichen. Leider habe ich in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, dass Mickey einfach die Tasthaare abrasiert bekam. Ich habe vor dem Schneiden immer extra darauf hingewiesen, dass die 'Vibrissen' (oder auch 'Sinushaare' oder 'Pilitactiles') nicht abgeschnitten werden dürfen. Diese Haare sitzen an verschiedenen Stellen, mancher Hund hat sie am Kinn, andere haben sie an der Ober- und Unterlippe, an der Kehle, an den Wangen oder am oberen Augenlid.

Tasthaare verfügen über besondere Sinneszellen, so kann der Hund feinste Berührungen wahrnehmen. Ganz anders als bei der Körperbehaarung sind die Follikel dieser Tasthaare mit Blutkammern durchsetzt. Man nennt die Kammern 'kavernöser Sinus' oder 'Ringsinus'. Die Schnurrhaare von unseren Hunden haben dazu noch eine eigene Muskulatur und die Hunde können sie bewusst bewegen. Diese Haare dürfen keinesfalls abgeschnitten werden, denn die Hunde nutzen sie in Kombination mit dem Geruchs- und Sehsinn, um ihre Umgebung besser wahrzunehmen. Bei blinden Hunden oder Tieren, die schlecht sehen, helfen sie, die Orientierung im Raum zu behalten.

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Ich bin bisher davon ausgegangen, dass man sich nicht einfach Hundefrisör nennen kann, wenn man nicht wenigstens eine Schulung hatte. Mir ist nicht klar, wieso die Tasthaare, die beim Hund ein Teil eines komplexen Systems der Sinneswahrnehmungen sind, oft einfach abrasiert werden. Tatsächlich wertet das Tierschutzgesetz das Entfernen von Tasthaaren als vorübergehende Amputation. Somit ist das Abschneiden der Vibrissen tierschutzwidrig. Für mich ist es wichtig, dass ein Hundefrisör das weiß und ohne, dass ich lang und breit Erklärungen abgeben muss, erst gar nicht auf die Idee kommt, die Tasthaare abzurasieren. Ich habe etwas rumtelefoniert und dann in Worms eine Dame gefunden, die mir garantierte, dass sie Mickey am Kopf nicht mit dem Rasierer bearbeitet, sondern ganz vorsichtig seine Äugelchen freischneidet, ohne seine Sinneshaare abzusäbeln. Hoffen wir mal, dass es klappt. Sein Termin ist erst in drei Wochen, aber ich werde euch darüber berichten und Fotos zeigen.

Bevor jetzt noch eine Diskussion über die Hundeschur entsteht, möchte ich auch dazu etwas erläutern. Mickey ist kein junger Hund mehr und ihm ist es im Sommer viel zu warm. Ich kämme seine Unterwolle natürlich aus, aber er hat ja auch noch Deckhaar und so ist eine gute Luftzufuhr an die Haut einfach nicht möglich. Wer jetzt sagt, dass die Natur das schon ganz richtig gemacht hat und eine Schur nicht nötig sei, der verkennt, dass die Hunde seit vielen tausend Jahren so gezüchtet werden, wie wir sie haben möchten. Das Erscheinungsbild und die Fellstuktur hat also ganz sicher nichts mehr mit natürlicher Anpassung zu tun, sondern ist das Ergebnis züchterischer Phantasie.

Gehen wir also mal mit vernünftigen Argumenten an die Sache heran. Das Haarkleid unserer Hunde besteht aus Keratin. Die Wärmeleitfähigkeit von Keratin ist sehr schlecht, das heißt, dass über das Haar eigentlich kaum Körperwärme abgegeben werden kann. Der zweite Satz der Thermodynamik besagt, dass Wärme nur vom warmen Körper zum kühleren fließen kann. Das bedeutet, dass ggf. kühlere Luft die Haut des Hundes durch das Haarkleid gar nicht erreichen kann. Eine Abkühlung durch kühlere Luft ist also bei einem dicken Haarkleid nicht ohne weiteres möglich. Es bleibt also bei älteren Hunden, die mit der Hitze nicht mehr so gut umgehen können, oft nur die Schur, um ihnen Erleichterung zu verschaffen.

Dass das Hundehaar nach einer Schur kaputt sein könnte, gehört in das Reich der Märchen. Es gibt keinerlei wissenschaftliche Belege darüber, dass das Haar nicht wieder gesund nachwächst. Bestimmt kann es vorkommen, dass die Unterwolle schneller wächst als das Deckhaar. Das sieht vielleicht zeitweilig merkwürdig aus, wird aber innerhalb kürzester Zeit wieder ausgeglichen. Das Deckhaar wächst manchmal etwas langsamer, dafür aber länger. Also keine Sorge, das Scheren eines Hundes schadet ihm nicht! Natürlich darf das Fell nicht so kurz geschnitten werden, dass er einen Sonnenbrand bekommt... aber das dürfte ja wohl jedem klar sein.

 

13.03.2024

Nachdem die kleine Waldohreule bei der Zeitung und den Online Printmedien für viel Aufmerksamkeit gesorgt hat, kam auch noch der SWR mit einem Radiointerview dazu. Wieso man gerade an dieser Eule solches Interesse hatte, kann ich nicht sagen. Es ist ja nicht das erstemal, dass wir eine Eule aufgesammelt haben, offenbar lesen die Redakteure der Zeitungen die Polizeiberichte und suchen auch dort nach einer Story. Wir waren jedenfalls sehr erstaunt, dass das Telefon zwei Tage lang klingelte und sich so viele 'Medien-Menschen' nach dem Tierchen erkundigten. Für diejenigen, die Interesse haben, sich das Radiointerview nochmal anzuhören, hier der Link.

Für unseren superlieben Harry haben wir tolle Interessenten gefunden. Der Bub hat bei Renate und Gabi einiges an Erziehung genossen und ist jetzt bereit, in ein endgültiges Zuhause umzuziehen. Wir hoffen, dass er sich mit der Katze gut verträgt und drücken für Samstag, dem Tag des Vorgesprächs und ersten Besuchs im neuen Zuhause, mal ganz feste die Daumen. Sollte alles problemlos verlaufen, wird Harry wohl in der nächsten Woche seine Pflegestelle verlassen und in sein neues Heim einziehen. Wir drücken den lieben Jungen ganz feste die Daumen!

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Heute haben wir das erste Taubenschwänzchen für 2024 gesehen. Ich freue mich in jedem Jahr über die ersten Tierchen, die tatsächlich zu den Wanderfaltern gehören und im Frühjahr aus dem Mittelmeerraum zu uns kommen. Man kann diese kleinen Schmetterlinge fast schon mit einem Kolibri verwechseln, die Flügel schwirren blitzschnell und sie trinken genüsslich an den Pflanzen. Natürlich ist das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) ein Schwärmer, der wegen seines gefleckten Hinterteils an einen Vogelschwanz erinnert und daher auch seinen Namen hat. Das Taubenschwänzchen kann eine Flügelspannweite von 5 cm haben, in östlichen Verbreitungsgebieten sogar 7 cm! Es kann vorwärts und rückwärts fliegen und steht beim Nektartrinken sogar in der Luft. Der Rüssel ist bis zu 3 cm lang und das Tierchen erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 80 km/h! Der kleine Wanderfalter kommt normalerweise erst im Mai und Juni über die Alpen nach Deutschland. Aber auch hier scheint der Klimawandel einige Tiere dazu verleitet zu haben, das ganze Jahr bei uns zu bleiben. Taubenschwänzchen gibt es europaweit, aber sie kommen sogar in Russland vor, in Vietman, auf Island und in Indien.

Das fleißige Tierchen schafft es, in fünf Minuten mehr als 100 Blüten zu besuchen. Sein Energiebedarf ist groß. Wer so ein hübsches Tierchen mal bei sich beobachten möchte, der sollte einen Sommerflieder haben oder sich Petunien und Flockenblumen anschaffen. Wir haben sie aber auch schon an Winden, Primeln, Fuchsien, Veilchen und Seifenkraut beobachtet.

Für manchen ist es viellicht verwunderlich, aber der kleine Schmetterling, den wir gerne tagsüber beobachten, gehört zu der Guppe der Nachtfalter.

Wer die Eiablage der Taubenschwänzchen fördern will, der sollte an einem sonnigen Platz Futterpflanzen für die Raupen anbieten. Dazu gehören Labkräuter, die Färberröte, die Sternmiere und Spornblumen.

Wem das Tierchen unheimlich vorkommt und wer Angst hat, gestochen oder gebissen zu werden, der kann sich beruhigt zurücklehnen. Das Taubenschwänzchen ist weder in der Lage zu stechen noch kann es beißen. Es ist einfach nur hübsch anzusehen und ein wichtiger früher Bestäuber in unserer Natur! Die Raupen sind übrigens ebenfalls sehr hübsch, sie sind hellgün und haben einen weißen Längsstreifen. Auffällig ist das für alle Schwärmerarten typische Analhorn. Es ist blau mit oranger Spitze.

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10.03.2024

Für uns war die Nacht etwas kürzer als sonst. Die Polizei rief uns gegen halb zwei an und bat darum, einen 'Uhu' von der Straße zu holen. Das arme Tier saß ganz orientierungslos auf der Fahrbahn und zeigte keinerlei Reaktion, als Uwe es in die Transportkiste setzte. Es war allerdings kein Uhu, dafür aber eine Waldohreule, die offenbar mit einem Auto kollidiert war. Die Tiere sind jetzt mit der Paarung und der Eiablage beschäftigt und manchmal haben sie sich dabei völlig verausgabt, sind geschwächt und passen einfach nicht mehr so gut auf.

Die Kleine Eule war übrigens kein 'Oskar', wie die Polizisten vermutet hatten, sondern eher eine 'Adele'. Die kleine Dame war etwas mager und erschöpft, wir haben deshalb eine Falknerin um Hilfe gebeten und 'Adele' für einige Tage zum Auffüttern in ihre Obhut gegeben. Wir denken, dass das Waldohreulen-Mädchen in 4 - 5 Tagen wieder soweit hergestellt sein wird, dass wir sie wieder auswildern können. Wahrscheinlich wird sie dann, mit ihrem Terzel wiedervereint, Eier legen und mit etwas Glück haben wir dann bald eine neue Generation dieser hübschen Eulen in Wörrstadt.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den netten Polizisten, die die Stellung gehalten haben, bis wir vor Ort waren. Ohne ihre Hilfe wäre die Waldohreule sicherlich heute morgen nicht mehr am Leben gewesen.

https://www.inrlp.de/rlp/rheinhessen/woerrstadt-rheinland-pfalz-eule-auf-landstrasse-414-gefunden-was-wird-aus-der-fund-eule-art-5842279

https://www.bild.de/regional/rheinland-pfalz/regional/rheinland-pfalz-polizei-rettet-unfall-eule-87461322.bild.html

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07.03.2024

Die VETO-Spendenaktion für Galgos, Podencos und Jagdhunde läuft noch einige Stunden und ist dann beendet. Es sind direkt auf unsere Wunschliste nochmal Spenden von Ursula Geil und Otto Schneider eingegangen, dafür bedanken wir uns ganz herzlich! Jede Spende rettet Leben und jeder der Spender weiß, dass er damit den Tieren der Protetora Villena extrem geholfen hat. Wer direkt über VETO gespendet hat, der hat dafür gesorgt, dass das so gesammelte Futter unter den teilnehmenden Vereinen aufgeteilt wird. Liebe Spender, wenn es euch nicht gäbe, würden wir grundsätzlich mit dem Rücken an der Wand stehen. Jetzt haben wir wahrscheinlich für einige Wochen genug Futter, um alle Herzchen satt zu bekommen. Das erleichtert allen Mitarbeitern den Tag und verhindert schlaflose Nächte! Wir danken allen, die sich an der Aktion von VETO beteiligt haben, von Herzen. Natürlich bleibt unsere Wunschliste auch über die Aktion hinaus offen und jeder kann dort für die Protectora Futter spenden. Sobald 2 - 3 Paletten gefüllt sind, bringt VETO das Futter kostenfrei nach Spanien.

Jetzt ein ganz anderes Thema. Nachdem ich letztens über Babesien geschrieben habe, kamen jetzt Fragen zu Lungenwürmern auf. Lungenwürmer kommen bei Hunden und Katzen vor, sie leben als adulte (erwachsen/geschlechtsreif) Würmer in der Lunge der Wirte. In erster Linie sind es Parasiten aus der Überfamilie der Metastrongyloidae. Es gibt daneben auch Würmer der Familie Trichuidae, die ebenfalls in den Atemwegen parasitieren.

Angiostrongylus vasorum, Crenosoma vulpis, Oslerus osleri und Filaroides hirthi bevölkern viele wildlebende Caniden (Hunde) und natürlich auch unsere Haushunde. Katzen und wildlebende Feliden (Katzen) werden hingegen von Aelurostrongylus abstrusus und Tronglosrongylus brevior heimgesucht.

Einige der Würmer haben einen indirekten Lebenszyklus und benötigen Zwischenwirte, dazu gehören Cr. vulpis, Ael. abstrusus, T. brevior und A. vasorum. Die drei ersten Lungenwürmer haben gemein, dass die ausgewachsenen Würmer in der Trachea (Luftröhre), den Bronchien (Strukturen in der Lunge, die die Luft in die Alveolen transportieren), Bronchiolen (sie enden in den Lungenbläschen, an denen der Gasaustausch stattfindet) oder Alveolen (Lungenbläschen) sitzen. Die Weibchen geben von dort aus ihre Eier in die Atemwege ab. Daraus schlüpft das erste Larvenstadium. Diese werden hochgehustet, dann geschluckt und letztendlich mit dem Kot ausgeschieden. Wer denkt, dass damit die Sache vom Tisch ist, irrt sich gewaltig, denn jetzt wird es erst richtig interessant. Diese Larven infizieren nun verschiedene Nackt- und Gehäuseschnecken. Dort entwickeln sich die Larven bis zum infektiösen 3. Larvenstadium. Diese Zwischenwirte sind für die Entwicklung wichtig. Letztendlich infiziert sich der Endwirt durch Aufnahme eines Transportwirtes, das kann ein Vogel, ein Kleinsäuger, ein Reptil oder auch ein kleines Amphibium sein.

Einen kleinen Unterschied macht A. vasorum (französischer Herzwurm genannt). Der adulte Wurm parasitiert nämlich in den Pulmonalarterien (Lungenschlagadern), manchmal auch im rechten Herzen. Die Weibchen produzieren Eier, die in die Kapillaren der Lunge eingeschwemmt werden. Dort schlüpfen dann die Larven und wandern in die Alveolen. Alles andere läuft dann wie schon oben beschrieben ab.

Es gibt aber auch Würmer, die einen direkten Lebenszyklus haben, das heißt, sie benötigen keinen Zwischenwirt. Dazu zählen O. osleri, F. hirthi und man vermutet auch, dass C. aerophila zu diesen Lungenwürmern zählt.

Diese Würmer verursachen in der Tracheal- und Bonchialschleimhaut winzige Wurmknötchen. Die daraus entlassenen Eier enthalten bereits infektiöse Larven, die sich im Lumen (Hohlraum von Hohlorganen und röhrenförmigen Körpern, z.B. Blutgefäße, Magen, Darm, Harnblase usw.) der Trachea festsetzen. Die erwachsenen Würmer von F. hirthi leben im Lungenparenchym (Gewebe, das für die speziellen Aufgaben der Lunge verantwortlich ist) und setzen die infektiösen Larven in die Atemwege frei. Auch hier wird hochgehustet und abgeschluckt, dann im Kot abgesetzt. Die Infektion erfolgt fäkal-oral, also durch Aufnahme von Kot. Das bedeutet, dass Hunde, die so infiziert wurden, natürlich auch andere Hunde genauso infizieren können. Hat man also einen sicher positiven Hund, so wird man seine Kontakthunde immer mitbehandeln müssen!

Jetzt gibt es noch die adulten Stadien von C. erophila. Sie leben in der Submukosa (dünne Bindegewebsschicht, die unterhalb der Schleimhaut liegt) von Trachea, Bronchien und Bronchioli. Auch hier werden wieder Eier abgelegt, hochgehustet, abgeschluckt und mit dem Kot abgesetzt. Der Unterschied ist nun allerdings, dass diese Eier erst nach 30 - 45 Tagen infektiös werden. Jetzt kommen Regenwürmer ins Spiel, sie sind Zwischenwirte...

Alle Lungenwürmer, die hier aufgezählt wurden, haben auch den Haushund und die Hauskatze im Visier. Entweder werden sie oral-fäkal aufgenommen oder es wird ein Transport- oder Zwischenwirt aufgenommen. Nach oraler Aufnahme wandern die Larven in die Darmwand ein und gelangen so entweder über die Lymphwege oder die Blutbahnen in die Lunge, wo sie geschlechtsreif werden.

Man kann sich denken, dass infektiöse Hunde oder Katzen oft husten, Nasenausfluss haben, Tachypnoe (schnelle Atmung) und Dispnoe (Atemnot oder Kurzatmigkeit) haben. Manchmal merkt man aber auch nicht viel und wundert sich über einen Zufallsbefund. Bei uns sind Lungenwurmerkrankungen leider nicht mehr allzu selten, im Ausland kommen sie häufiger vor.

Grundsätzlich ist es gar nicht so einfach, die Lungenwürmer nachzuweisen, denn für eine Diagnose braucht man den Parasiten. In der Zeit, die zwischen der Ansteckung und diagnostizierbaren Eiern liegt, ist es nicht möglich, einen Nachweis zu führen. Am einfachsten ist der Nachweis von Eiern/Larven im Kot, doch das gelingt leider oft nicht im ersten Anlauf. Man benötigt oft Sammelkotproben und auch hier kann man Pech haben und nicht sofort ein positives Ergebnis bekommen. Bei einem klinischen Verdacht sind Wiederholungsuntersuchungen sinnvoll! Nur ein positives Ergebnis bestätigt den Verdacht!

Lungenwürmer können für Hunde und Katzen tödlich sein und auch die Behandlung ist kein Kinderspiel. Wer also einen Hund oder eine Katze mit kardiopulmonalen Erkrankungen (Gruppe von Krankheiten, die vom Lungengefäßbett ausgehen oder sich auf dem Boden von Herz- Blutgefäß-Veränderungen entwickeln) hat, der sollte grundsätzlich immer auch an Lungenwürmer denken.

Die durch Lungenwürmer hervorgerufenen Infektionen sind nicht auf den Menschen übertragbar. Menschen können sich alledings mit einem Lungenegel infizieren, wenn sie Zysten mit unreifen Saugwürmern verschlucken. So etwas passiert in Asien durch roh gegessene oder nicht ausreichend gegarte Süßwasserkrebse.

Lungenwürmer sind ein wirklich kompliziertes Thema und ich hoffe, dass es niemand überfordert hat. Wenn der Hund oder die Katze daran erkranken, ist es wichtig, es schon einmal gehört zu haben! Lungenwürmer sind eine wirklich schwere Erkrankung unserer Hunde und Katzen, sie können zum Tod führen und lassen sich nicht mit Standard-Wurmkuren behandeln. In den letzten Jahren gibt es eine steigende Anzahl von Erkrankungen in Deutschland. Gehäuft tritt der Lungenwurm in Dänemark, der Schweiz, Großbritannien, Irland, Italien, Bulgarien, Kroatien, Österreich, Norwegen, Spanien, Ungarn, Weißrussland und Frankreich auf. Mittlerweile weisen wir ihn auch in Deutschland nach und sollten die Bedeutung und Verbreitung nicht unterschätzen.

 

04.03.2024

Aus Spanien haben wir die ersten 'Tragefotos' der gespendeten Mäntelchen bekommen. Es werden noch andere folgen, aber auch auf diesen Bildern kann man schon sehen, dass unsere Spenderinnen/Näherinnen echtes Talent haben. Die Mäntelchen sind großartig geworden und alle freuen sich darüber - am meisten natürlich die Hundchen. Nochmal ganz herzlichen Dank an die fleißigen Näherinnen!

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Die VETO-Aktion ist nun fast vorbei und wir können jetzt schon sagen, dass sie ein voller Erfolg war. Auch auf unserer Wunschliste sind ebenfalls einige Spenden zusammengekommen und so bedanken wir uns zuletzt ganz herzlich bei Katharina Nitze für ihre Futterspende. Da seit Tagen die Spenden eigentlich nur noch gelegentlich eingehen, denken wir, dass nichts mehr dazukommen wird. So dürften bei der Aktion auf unserer Wunschliste ca. 700 kg eingegangen sein. Das sind nicht ganz zwei Paletten mit Hunde- und Katzenfutter, für die wir uns ganz herzlich bedanken und die mit dem Futter aus der großen VETO-Aktion direkt nach Spanien geliefert werden. Sobald wir die genauen Zahlen wissen, teilen wir sie euch sofort mit.

Unser Mickey hat immer noch Probleme mit seiner Hinterpfote, die Kralle ist gebrochen und er möchte gerne den ganzen Tag daran herumschlabbern. Wir halten die Pfote unter Verband und machen zudem noch Bäder mit Rivanol (sein Fuß ist komplett gelb!). Wahrscheinlich haben wir und er natürlich auch, noch einige Tage 'Spaß' mit dieser Kralle, dafür geht es Angelo aber wunderbar. Das Antibiotikum wirkt und er hinkt nicht mehr - was ein Glück! Angelo ist der wehleidigste Hund der Welt!!!

Ab Donnerstag werde ich wieder selbst in der Küche 'herumwurschteln'. Seit ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde, haben sich Silke und Alexandra mit dem Kochen für Uwe und mich abgewechselt. Ich finde das so nett, dass ich gar nicht weiß, wie ich mich bedanken soll. Ich finde so etwas absolut nicht selbstverständlich und bin noch immer ganz beeindruckt von soviel Hilfsbereitschaft und natürlich auch von den Kochkünsten der Ladies. Ich kann mich nur ganz herzlich bei den beiden bedanken! Mittlerweile fühle ich mich langsam besser und hoffe, dass ich wieder so fit werde wie ich es vorher war. Die Hunde wollen wieder mit mir Fahrradfahren und ich möchte wieder Spazierengehen, ohne wie ein Fisch auf dem Trockenen zu japsen. Die beiden OPs haben mir ganz schön zugesetzt und natürlich merkt man das, wenn ein Stück Lunge fehlt. Trotzdem bin ich ganz zuversichtlich, dass ich in einigen Wochen auch wieder problemlos Treppen gehen kann.

Zum Glück hat Uwe alles, was ich normalerweise mache, zu seinen Aufgaben noch draufgepackt. Wir hängen nur ganz wenig hintendran und haben sogar alle anfallenden Tierschutzarbeiten gut machen können. Vieles kann am Computer erledigt werden und Telefonieren kann ich mittlerweile auch wieder problemlos. Irgendwie konnten wir mit der Hilfe unserer Freunde alles gut meistern. Ich bin froh, dass diese schwere Zeit hinter uns liegt und hoffe, dass uns jetzt etwas Ruhe vergönnt wird. Offenbar steht mir noch eine Kur zu, ob und wann ich da einen Termin genannt bekomme, weiß ich noch nicht. Wir werden sehen, was sich da noch tut.

Von Lana bekommen wir ständig tolle Bilder und Videos. Wir sind sehr glücklich über diese so gelungene Vermittlung. Lana hat sich großartig eingelebt und die Halter haben sie sogar in Nonnweiler bei Marco Webers/Stake-Out komplett 'eingekleidet'. Sie hat extra angefertigte Brustgeschirre bekommen, mit Leuchtstreifen, extra Griff und Öse. Die Telefonnummer ihrer Halter ist eingestickt worden und natürlich prangt der Name LANA ganz dick obendrauf. Wir hatten Marco empfohlen, früher war er immer Gast auf unseren Festen und die meisten unserer Mitglieder dürften ihn noch persönlich kennen. In seinem Laden wird der Hund ausgemessen und bekommt sein Geschirr direkt angepasst, es wird sofort genäht und man kann es nach etwa einer dreiviertel Stunde mitnehmen. Jeder Hund ist anders und gerade bei den Windhunden passt nichts 'von der Stange'. Wir sind immer wieder begeistert, mit welchem Vergnügen die Mitarbeiter und natürlich auch Marco selbst die Hunde/Kunden behandeln. Für uns ist es grundsätzlich eine Freude, dort die Sachen selbst abzuholen, außerdem finde ich immer noch etwas, was ich unbedingt brauche und immer schon mal kaufen wollte... emoji_grin. Uwe sagt dazu 'Frauenfalle', ich denke, dass jeder Mann weiß, was damit gemeint ist!

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02.03.2024

Wir freuen uns immer, wenn wir unsere Ehemaligen mal wiedersehen. Heute hatte Uwe mal das Glück, die schon ältere Tara mit ihrer neuen Freundin Lana auf unserer Hundewiese begrüßen zu dürfen. Annette und Peter hatten einen Kuchen mit dabei und Uwe hat für Kaffee gesorgt, so konnten die drei einen wunderschönen Nachmittag in der ersten Frühlingssonne genießen. Die Hunde, unser Angelo war natürlich mit dabei, hatten viel Spaß und es sind schöne Fotos entstanden.

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Ich probiere gerade ein neues Medikament aus und leider wird mir davon speiübel, so dass ich daheim auf dem Sofa liegen musste. Ich hoffe, dass ich mich bald an die Tabletten gewöhnt haben werde, im Augenblick ist mir drei Stunden nach der Einnahme schlecht und das hält einige Stunden an. Da ich die Tabletten zweimal am Tag nehmen muss, ist meine produktive Zeit sehr gering. Mal sehen, wie lange das anhält, es ist sehr unangenehm und nervig.

Angelo kann jetzt wieder besser laufen. Ich hatte ihm nach seiner Verletzung am Bein schon vor einigen Tagen die Klammern gezogen. Trotzdem hinkte er weiter und sein Beinchen blieb geschwollen. Ein weiterer Tierarztbesuch war nötig, leider waren in seiner Wunde Bakterien, die nun mit einem Antibiotikum behandelt werden. Wenn es was umsonst gibt, schreien Angelo und Mickey eigentlich immer "hier!" und so ist es auch nicht verwunderlich, dass auch Mickey einen Fuß unter Verband hat. Bei ihm hat sich eine Kralle entzündet und um der Sache erstmal etwas Ruhe zu geben, haben wir seine Kralle mit Salbe behandelt und ihm einem schönen Verband verpasst. Ich denke, auch Mickey wird am Montag nochmal zu Roman Thissen in die Praxis müssen. Es scheint, als ob bei uns immer etwas los sein müsste.

Ich freue mich allerdings für Uwe, wenigstens er hatte heute mal etwas Urlaub vom Alltag. Ich hoffe, dass mit diesem wunderbaren Sonnentag der Frühling eingeläutet ist. Ich würde allzu gern mal wieder in der Sonne spazieren gehen. Ich fühle mich seit meiner OP jeden Tag etwas besser und denke nicht, dass ich drei Monate brauche, bis ich wieder fit bin. Schön wäre es, wenn jetzt auch die Übelkeit noch verschwinden würde.

Da die VETO-Aktion 'Hilfe für Galgos in Not' nur noch wenige Tage läuft, hoffen wir, dass noch einige Spenden eingehen werden. Bisher sind 15 LKW voll mit Futter von lieben Tierfreunden gesammelt worden. Das heißt, dass wir ganz sicher einen Truck mit dem für unsere Schützlinge so wertvollen Futter bekommen werden.

Auf unserer Wunschliste sind Spenden von Birgit Wiegand, Antja Kortmann und einem anonymen Spender eingegangen. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken. Diese Spenden gehen direkt an die Protectora Villena und werden nicht mit anderen Teilnehmern der VETO-Aktion geteilt.

Bitte denkt daran, dass die VETO-Aktion nur noch bis zum 07.03.2024 läuft. Alles, was bis zu diesem Datum gespendet wird, geht umgehend auf die Reise. Mit etwas Glück wird das erste Futter schon vor dem 20.03.24 in Spanien sein. Wir können es kaum abwarten und hoffen, dass es noch einen Spenden-Endspurt geben wird. Wir brauchen jedes Kilogramm Futter und bitten euch wirklich inständig zu spenden. Futter zu spenden, bedeutet Leben zu schenken!

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aktualisiert am 21.05.2024

 

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