Phönix-Tagebuch

Hallo an alle Freunde, Mitglieder und Gönner der Tierhilfe Phönix e.V. sowie an alle, die an unserer Tierschutzarbeit interessiert sind.

Wir haben jeden Tag so viele unterschiedliche Dinge für den Verein zu tun und es passiert so viel, dass wir euch hier alle etwas an unserer Arbeit teilhaben lassen.

Hier könnt ihr mitverfolgen, was bei uns so los ist.

Jeden Monat versenken wir die alten Tagesberichte im Archiv. Dort könnt ihr, wenn ihr wollt, nochmal nachlesen, was so passiert ist.
 


 

21.01.2021

Gulliver und Ron haben ihren Zahnarzttermin hinter sich gebracht. Für beide war es kein leichter Gang, denn sie gruseln sich vor der Tierarztpraxis und legen sofort den Rückwärtsgang ein, wenn sie die Eingangstür auch nur sehen. Wir versuchen es den Hunden immer so leicht wie möglich zu machen, aber wenn sie am ganzen Körper schlottern, dann hilft auch kein gutes Wort oder Streicheln mehr.

Gulli haben wir den Vortritt gelassen, er bekam die erste Narkose und durfte dann im Tiefschlaf die Reinigung seiner 5 Zähne erleben. Natürlich ging das recht flott und Ronnie war dann sofort danach dran. Der Bub kann sich wehren und anständig strampeln, Roman Thissen nimmt so etwas aber lächelnd zur Kenntnis und arbeitet ruhig weiter. Die Braunüle war schnell gelegt und Ronnie wurde ebenfalls in den Tiefschlaf befördert.

Das Aufwachen war dann für beide Hundchen tatsächlich sehr komfortabel. Gulliver bekam ich eingepackt wie ein Baby in den Arm gelegt und Ron durfte auf einer weichen Matratze mit einer Warmluftdecke in Ruhe ausschlafen. Mittlerweile sind beide Hunde wieder komplett wach und haben sogar schon wieder etwas gefuttert. Sie duften wie Blümchen aus dem Mäulchen und der schlechte Geruch ist Geschichte.

Es ist jedesmal ein Drama, aber letztendlich muss es sein und ein gepflegter, gut versorgter Hund hat einfach keine faulen Zähne. Dass ein verrottetes Gebiss krank macht, das wissen wir alle und deshalb kann ich nur immer wieder darauf hinweisen, dass es einfach zur Hundehaltung dazugehört, auch die Zahngesundheit der Hunde zu überprüfen. Gulliver und Ron sind wieder glücklich und wir schmusen jetzt wieder mit gesund riechenden Vierbeinern.

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19.01.2020

Wir hatten um Unterstützung für einen kleinen Hund gebeten, der leider nur mit einer einzigen Futtermarke klar kommt. Der Bub benötigt ein Dosenfutter, das zur Zeit fast nicht mehr zu bekommen ist. Wir haben deshalb über Facebook einen Aufruf gepostet und darum gebeten, uns zu helfen. Tatsächlich erreichten uns viele Hilfsangebote, Menschen, die für uns die Intenetseiten durchforsteten und tatsächlich Händler fanden, die genau dieses Futter noch vorrätig hatten. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken, wir konnten mittlerweile einige Dosen bestellen und denken, dass es den nächsten Tagen ausgeliefert werden wird.

Ganz herzlich bedanken möchte ich mich auch bei den Tierfreunden, die nicht lange gefackelt haben, sondern uns einfach Futter zukommen ließen. Wir haben diese Futterspenden gerne angenommen und sind euch wirklich sehr dankbar.

Das Tierheim Idar-Oberstein hat sich ebenfalls mit uns in Verbindung gesetzt und uns die Restbestände aus den Geschäften der Umgebung zusammengekauft. Auch dieses Futter wurde uns gespendet.

Wir möchten euch allen ganz herzlich für diese großartige Aktion danken. Wir haben tatsächlich gar nicht damit gerechnet, dass für den Wicht nun Futter für 2 Monate zusammengekommen ist. Wir hoffen, dass dann der Lieferengpass beseitigt und das Futter wieder überall vorrätig sein wird. Eine großartige Aktion, für die wir uns nur immer wieder bedanken können!!! Es ist einfach großartig, wenn Tierfreunde zusammenhalten und an einem Strang ziehen! Ihr seid einfach die Besten!

 

18.01.2022

Bestimmt wisst ihr, dass in diesem Jahr Änderungen sowohl im gewerblichen als auch im privaten Bereich der Hundehaltung in Kraft getreten sind. Ich habe euch mal die Stellungnahme von Madeleine Martin, der hessischen Landestierschutzbeauftragten, kopiert. Sie informiert die Hundebesitzer folgendermaßen:

(Quelle: Homepage der Landestierschutzbeauftragten Hessen: https://tierschutz.hessen.de)

"Ab jetzt gelten strengere Anforderungen an die Hundehaltung - auch im privaten Bereich! (...) “So muss ein Hund, der im Zwinger leben muss, nun zweimal pro Tag Auslauf von mindestens einer Stunde haben. Eine Anbindehaltung von Hunden, gleich welcher Art, ist nun genauso verboten wie die Anwendung von Stachelhalsbändern.", so Martin heute in Wiesbaden.

"Auch dürfen nun Hunde, denen tierschutzwidrig - gleich ob im In- oder im Ausland - Rute und Ohren kupiert wurden, nicht mehr auf Ausstellungen gezeigt werden. Gleiches gilt für Hunde mit Qualzuchtmerkmalen. Darunter zählt man viele Exemplare der Französischen und Englischen Bulldoggen mit extrem kurzen Köpfen, Nackthunde ohne Fell oder auch Hunde mit Hüftveränderungen, der sogenannten Hüftdysplasie. Sie leiden unter dem züchterisch gewollten Aussehen, das alleine dem Ego der Züchter entspringt. Solche Hunde dürfen in Zukunft nun endlich nicht mehr auf Sportveranstaltungen, Messen oder Ausstellungen gezeigt werden." erklärt Martin.

Folgende Regelungen umfassen u.s. die neuen Verordnungs- und/oder Gesetzestexte im Bereich Hundehaltung und Hundezucht:

  • Bei Zwingerhaltung muss dem Hund ausreichend Auslauf im Freien - grundsätzlich zweimal pro Tag mit einer Gesamtdauer von einer Stunde außerhalb eines Zwingers – gewährt werden.
  • Mehrmals täglicher Umgang mit einer Betreuungsperson ist sicher zu stellen. Damit ist die Haltung in Schuppen, Zwingern, Schrottplätzen, Kleingärten etc., bei denen der Halter oder die Halterin nur zum Füttern vorbeikommt, eindeutig rechtswidrig.
  • Prinzipiell ist es weiterhin erlaubt, Hunde alleine zu halten. Jedoch wurde festgelegt, dass dem Hund regelmäßiger Kontakt zu anderen Hunden zu ermöglichen ist.
  • Hunde dürfen grundsätzlich nicht in Anbindehaltung gehalten werden.
  • Hunde mit Qualzuchtmerkmalen oder tierschutzwidrigen Amputationen unterliegen dem Ausstellungsverbot bei allen Veranstaltungen, bei denen eine Beurteilung, Prüfung oder ein Vergleich von Hunden stattfindet. Somit sollen Anreize für derartige Züchtungen genommen werden.
  • Die Anwendung von Stachelhalsbändern und jeglicher schmerzhafter Mittel sind bei Ausbildung, Erziehung und Training verboten.
  • Ein Züchter bzw. eine Betreuungsperson in der gewerbsmäßigen Hundezucht darf nicht mehr als drei Würfe gleichzeitig betreuen.
  • Der Züchter muss mindestens vier Stunden täglich mit den Welpen verbringen.
  • Auch Herdenschutzhunden muss ein regelmäßiger Kontakt zu Menschen ermöglicht werden. Ist der Hund während seiner Tätigkeit oder seiner Ausbildung im Freien untergebracht, muss der Halter bzw. die Halterin sicherstellen, dass das Tier ausreichend vor widriger Witterung geschützt ist. Zu Stromzäunen, die der Abwehr von Beutegreifern dienen, muss der Herdenschutzhund mindestens sechs Meter Abstand halten können. Lassen das die örtlichen Gegebenheiten nicht zu, genügen ausnahmsweise vier Meter."

Wir freuen uns darüber, dass diese Änderungen zum Schutz der Tiere verfügt wurden und hoffen, dass die Amtsveterinäre diese auch umsetzen werden.

 

15.01.2021

Wir bekommen immer wieder Bilder von unseren Ehemaligen geschickt und freuen uns natürlich besonders, wenn wir die Wichte schon länger nicht gesehen haben. Unser kleiner Pixel wohnt in Köln und deshalb bleiben uns nur die Fotos, um den Zwerg mal wiederzusehen. Pixel hat offensichtlich alles unter Kontrolle, mit seinem großen Freund ist er ein Herz und eine Seele. Wir freuen uns, dass bei Christiane Platz für mehrere Hundchen war und hoffen, dass alle ein so tolles Zuhause zu schätzen wissen. :)

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Unsere Bande scheint manchmal zu vergessen, wer die Hundesteuer für sie bezahlt. Da wird sich im Dreck gewälzt (vorzugsweise in Marderkacke), der Garten wird umgepflügt und die dreckigen Pfoten müssen natürlich aufs Sofa geschmiert werden. Dass Hundebesitzer öfter den Putzlappen schwingen, ist wohl normal. Trotzdem habe ich langsam die Nase von dem blöden Wetter voll. Der Januar ist zur Hälfte rum und mich juckt es schon in den Fingern. Die ersten Samen werden vorgezogen, das Obstgehölz wird geschnitten und meine Amaryllis gibt uns schon einen Vorgeschmack auf das was bald kommen wird.

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Ich habe die Blumen und den Geruch vom Sommer so sehr vermisst, ich bin einfach kein Winter-Mensch. Mir ist es immer kalt und so richtig wohl fühle ich mich erst bei 20 - 25 °C. Unseren Hunden scheint es da zum Teil genauso zu gehen. Pheusy will bei kalten Temperaturen gar nicht mehr raus und Gulli rennt raus, erledigt sein Geschäft und rast sofort wieder rein. Der kleine Kerl ist allerdings durch seine Cushing-Erkrankung auch fast nackig, er liegt am liebsten in seiner Höhle und die steht auf unserem Kachelofen.

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Angelo scheint das Wetter egal zu sein. Wenn irgendetwas los ist, muss er an vorderster Front dabei sein, eine Jacke findet er nur hinderlich und so gehen wir mal davon aus, dass er nicht friert. Dass auch Hunde ein ganz unterschiedliches Wärmeempfinden haben, wissen wir, seit wir unsere Barsoi eingeschneit im Hof gefunden haben. Es ist schon viele Jahre her, aber wenn ich daran denke, wird es mir immer noch heiß und kalt gleichzeitig. Wir hatten 3 russische Windhunde und diese Bande schlief in unserem alten Haus immer im Flur. Einer der Hunde konnte die Tür aufmachen, aber natürlich sind wir nicht auf die Idee gekommen, dass ein Hund sein schönes warmes Körbchen im dicksten Winter mit einem Platz im Schnee tauschen würde. Als ich morgens in meinen eiskalten Flur kam und die offene Tür sah, bin ich mächtig erschrocken. Die Hunde waren nicht zu sehen und es hatte gute 30 cm geschneit. Keine Spuren im Hof, keine Hunde zu sehen und das Tor war zu. Mir blieb das Herz fast stehen vor Angst und nachdem ich völlig erschrocken nach meinen Hunden gebrüllt hatte, erhoben sich drei Schneehügel, schüttelten die weiße Pracht ab und tollten gut gelaunt und fröhlich durch den Hof. Die Hunde waren weder kalt noch später krank, sie liebten den Schnee und fanden es großartig, darin zu schlafen und sich einschneien zu lassen.

Jetzt haben wir spanische Hunde und da den meisten die Unterwolle fehlt, tragen sie Jäckchen und liegen am Kachelofen. Ich denke, ihr werdet das kennen. Schickt mir doch mal Bilder von euren Vierbeinern mit Winterkleidung. Ich bin sicher, dass dass ihr ganz tolle Fotos habt!

 

12.01.2022

Ganz herzlich bedanken möchten wir uns bei dem netten Herrn aus Spiesheim, der uns nach Aufgabe seines Hobbies all seine Terrarien samt Zubehör gespendet hat. Ihr wisst ja, dass wir vor einiger zeit schon ein Chamäleon aufgenommen haben und natürlich versuchen wir auch andere Exoten, die uns abgegeben werden, bei besonders geschulten Pflegestellen, die auch spezielle Genehmigungen des Veterinäramts oder auch der unteren Landesbehörde haben, unterzubringen. Nicht immer haben wir Plätze frei, aber wenn, dann werden natürlich Terrarien und manchmal auch große Volieren und Käfige gebraucht. Solche Anschaffungen sind teuer und für uns kaum zu bezahlen, umso mehr haben wir uns über die wirklich großzügige Spende von gleich mehreren hochwertigen Terrarien mit Zubehör gefreut! Ganz herzlichen Dank dafür!

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11.01.2022

Bei uns stehen die Impfungen all unserer Hunde an. Da die ganze Meute nur einen Impftermin hat, hoffen wir, dass auch diesesmal der Tierarzt zu uns nach Hause kommen wird und wir nicht mit allen in die Praxis fahren müssen. Während der Corona-Pandemie gestalten sich solche Besuche schwierig und schon wenn wir nur mit 2 Hunden angetanzt sind, durfte immer nur einer von uns mit in die Behandlung und der andere musste draußen warten. Mit all unseren Tieren wird es deshalb wohl recht problematisch werden, die Corona-Bestimmungen einzuhalten und wir hoffen, dass ein Tierarzt uns daheim besuchen wird.

In der nächsten Woche bekommen dann Gulliver und Ron die Zähne saniert. Für den kleinen Chihuahua wird das eine große Sache werden, Roman Thissen hatte vor Jahren bei der ersten Zahnsanierung schon 13 klitzekleine Beißerchen gezogen und so hoffen wir jetzt, dass wenigstens noch so viele Zähnchen übrig bleiben, das Gulli zukünftig sein Fresschen nicht runterlutschen muss.:) Bei Ron dürfte es mit einer Reinigung der Zähne getan sein, er hat etwas Zahnbelag und einen Zahn der, seit wir den Bub haben, einen Schmelzdefekt aufweist. Ich hoffe nicht, dass er diesen Zahn jetzt verliert, aber wenn dem so wäre, wäre es sicherlich nicht schlimm. Wir versuchen immer die Zahngesundheit unserer Hunde aufrecht zu halten. Wir wissen, wie wichtig das ist und wie schlimm sich schlechte Zähne gerade auch auf das Herz auswirken können. Seit wir die tolle Ultraschallbürste zum Reinigen der Zähne nutzen ist es nicht mehr notwendig, die ganze Meute ständig unter Narkose zu setzen, um die Beisserchen zu sanieren. Lupine und Mickey haben blitzblanke Zähne und auch bei Angelo wird es in nächster Zeit nicht nötig sein, die Zähne säubern zu lassen. Leider kann man aber selbst mit der kleinsten Bürste nicht in Gullivers Mäulchen herumhantieren und so moddern die winzigen Zähnchen von Gulliver leider vor sich hin. Ron mag die Bürste überhaupt nicht leiden und selbst vorsichtigstes Training konnte ihn bisher nicht überzeugen. Bevor ich den armen Kerl mit dem Putzen quäle, lasse ich es dann lieber ganz. Er hat jetzt mit ca. 10 Jahren die erste Zahnreinigung.

Pheusy macht uns mit seinem operierten Beinchen leider wieder etwas Sorgen. Ganz plötzlich fing er an, das operierte Hinterbein zu entlasten. Beim Laufen sieht alles normal aus aber wenn er steht, hebt er das Bein an. Die Physiotherapeutin kommt seit längerem wöchentlich zu uns und behandelt Pheusy jetzt wieder verstärkt. Wir hoffen, dass er sich nur etwas versprungen hat und bald wieder alles ok sein wird.

 

09.01.2022

Heute haben wir eine ca. 8 Jahre alte Hundedame aufgenommen, deren Halter ein kleines Kind haben, welches an einer Hundehaarallergie leidet. So etwas ist schlimm und da das Kind Atemnot hat, musste das Mädchen leider ihre Familie verlassen. Die hübsche Hundedame ist jetzt auf einer unserer Pflegestellen und wird dort erstmal ihre Läufigkeit abwarten müssen, bevor an eine Vermittlung zu denken sein wird. Wir haben wie immer natürlich sofort ein Blutbild machen lassen und bekamen die erfreuliche Nachricht, dass das Mädel kerngesund ist. Vielleicht haben wir sogar schon Interessenten für die nette Hundedame, das wird sich allerdings erst in der nächsten Woche klären. Wie immer drücken wir mal ganz feste die Daumen.

Da wir uns nicht nur um Hunde kümmern, versuchen wir im Augenblick für eine alte Gans (23), deren Partner mit immerhin stolzen 21 Jahren verstorben ist, einen neuen Gefährten zu finden. Gänse müssen vergesellschaftet werden und sollen nicht alleine leben müssen. Unsere Nachfragen bei anderen Tierschutzvereinen waren bisher leider nicht von Erfolg gekrönt. Kaum jemand hält Gänse und wenn, dann werden oft sehr junge Tiere angeboten. Einen jungen Ganter zu einer alten Gans zu setzen wäre sicher nicht so gut, die alte Lady wäre von seinen Avancen sicherlich nicht besonders angetan...:) Also sind wir noch auf der Suche nach einem älteren Ganter oder auch einer älteren Gans. Wir haben unsere Fühler ausgestreckt und sind sicher, dass wir bald das passende Tierchen finden können. Es wird auf jeden Fall ein herrliches Leben haben und niemals auf dem Teller landen!

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07.01.2022

Auch wenn es weit weg ist, so kann ein Blick über den Tellerrand nicht schaden. Am 18.11.21 meldeten fast alle großen Zeitungen des Iran (früher Persien), dass ein Gesetzentwurf vorsieht, dass das Gassigehen und das Halten von Hunden zukünftig verboten sein soll. Zuwiderhandlungen werden dann zu hohen Geldstrafen führen, Fahrzeuge, in denen Hunde transportiert werden, sollen für drei Monate eingezogen/beschlagnahmt werden. Außderdem dürfen Wohnungen dann nicht mehr an Hunde- und Katzenbesitzer vermietet werden. Diese Tiere gelten im Islam als unrein.

Früher war man dort stolz auf die wunderschönen persischen Windhunde, es wurden sogar Briefmarken mit dem Saluki bedruckt. Die Tiere standen für Schnelligkeit, Treue, Eleganz und Mut. Die Herrscher schmückten sich mit diesen beeindruckenden Tieren. Die Zeiten haben sich geändert und eine Religion stempelt jetzt unschuldige Tiere zu unreinen Objekten, die ausgerottet gehören. Wie das mit der göttlichen Schöpfung zu vereinbaren ist, weiß ich nicht, ich bin aber auch kein Islam-Gelehrter.

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Ganz im Gegensatz zu dem im Islam üblichen Verhältnis zu Hunden wird in Nepal Ende des Jahres immer ein großes Fest für Hunde ausgerichtet. Alle Hunde, auch Streuner werden geehrt, bekommen Blumengirlanden umgehängt, werden mit Leckereien verwöhnt, gebadet und gesalbt. In der Hindu-Religion ist ein Hund ein heiliges Tier, das eine besondere Verbindung mit einem Menschen haben soll, um uns auf dem Weg in den Himmel zu begleiten. Die Hunde werden als Boten des Gottes Yama geehrt und es gilt als Sünde, einen Hund respektlos zu behandeln. Ob das immer so gehandhabt wird, weiß ich nicht, denn in den letzten Jahren gab es einige Initiativen mit dem Inhalt, sich doch bitte besser um die Straßenhunde zu kümmern. In den Städten sind Streuner allerdings kein großes Problem, die Tiere scheinen sich auch außerhalb der Festzeiten auf keinen Fall in akuter Gefahr zu befinden. Der Hinduismus geht wohl eindeutig freundlicher mit den Hunden um als der Islam.

 

05.01.2022

Das neue Jahr hat gleich mit viel Arbeit begonnen. Wie immer bekommen wir Anfragen zur Übernahme von offensichtlich unüberlegt angeschafften Hunden. Wenn es große Herdenschutzhunde sind, dann sind wir tatsächlich nicht in der Lage, solche Tiere aufzunehmen oder zu vermitteln. Wir haben weder die Klientel dafür noch die passenden Pflegestellen. Trotzdem bemühen wir uns natürlich um eine fachgerechte Hilfestellung. Wir wünschen uns für diese Hunde ebenfalls ein adäquates Zuhause - was leider gar nicht so einfach ist.

Schlimm finde ich es, dass bei dem Bub, um den wir uns nun schon seit einigen Tagen bemühen, offensichtlich auch bei den speziell auf Herdenschutzhunde ausgerichteten Vereinen niemand gibt, der an einer  Übernahme interessiert ist. Wahrscheinlich hatte selbst der 'Züchter' schon dieses Problem, denn er gab ihn als Husky-Labrador-Mix ab. Jetzt ist der große Kerl fast 2 Jahre alt und es ist nicht mehr zu übersehen, dass er ein Herdenschutzhund ist. Bis jetzt hat er schon zweimal sein Herrchen/Frauchen verloren und soll nun erneut auf einer anderen Stelle ein neues Zuhause finden.

Dass diese Hunde immer wieder unterschätzt werden, haben wir schon so oft erklärt und ich habe mittlerweile wirklich keine Lust mehr, es nochmal zu sagen. Ein 'Herder' ist eben kein normaler Haushund und wer wenig oder gar keine Hundeerfahrung hat, der sollte die Finger von solchen Hunden lassen. Der jetzige Halter ist nicht einmal in der Lage, mit dem Tier normal spazieren zu gehen. Der Hund hat so an der Leine gezogen, dass Herrchen jetzt eine Kapselverletzung in der Schulter hat, zudem ist er wohl mit dem Fuß unglücklich in ein Loch getreten und hat sich den Knöchel gebrochen. Das sind natürlich schlechte Voraussetzungen, um einen Hund, der im Augenblick fast schon 50 kg wiegt und garantiert noch zulegt, auszuführen.

Dass das so nicht weitergehen kann, ist nachvollziehbar, die Frage ist nur, was mit dem kleinen Kälbchen passieren soll. Die vom Halter bei Ebay geschaltete Verkaufsanzeige hatte glücklicherweise keinen Erfolg, ich  bin sicher, dass das auch der falsche Weg wäre und so keine vernünftige Lösung herbeizuführen ist. Der Bub soll ja auf gar keinen Fall ein Wanderpokal werden. Wir hoffen inständig, dass sich in den nächsten Tagen eine Lösung für ihn auftut. Leider ist er nicht der einzige Hund der Familie und wir befürchten, dass spätestens im Februar/März die bisher unkastrierte Hundedame läufig werden wird und dem Werben des Herdenschutzhundes erliegt. Welpen aus einer solchen Verbindung wären sicherlich keine gute Idee...

Natürlich gibt es aber auch gute Nachrichten. Unser Igel hatte bisher den Winterschlaf noch nicht angetreten und wir haben uns wirklich große Sorgen um ihn gemacht. Jetzt konnten wir ihn wieder beim nächtlichen Fressen filmen. Der Stachelritter dürfte ein durchaus ausreichendes Gewicht haben, um den Winterschlaf dann irgendwann antreten zu können. Ob die Temperaturen allerdings noch so weit absinken, dass er sich tatsächlich in die Winterruhe begibt, wage ich schon fast zu bezweifeln. Wir haben gehört, dass in den letzten Tagen Kraniche über unser Haus gezogen sind, sie scheinen schon wieder zurück zu sein. Eigentlich fast unglaublich, vielleicht war es das schon mit dem Winter?

 

03.01.2022

Corona ist leider noch immer in aller Munde. Dass diese Pandemie für uns als Tierschutzverein verheerende Folgen hatte, habe ich schon mehrfach erwähnt. Aber wie es immer so ist, es gibt natürlich auch Gewinner einer solchen Katastrophe. In den letzten zwei Jahren füllte sich das Internet mit vielen Welpen und Junghunden, oft aus Bulgarien oder Rumänien, mit unkastrierten Tieren, die ohne besondere Kontrollen und ohne dass jemand jemals vorgehabt hätte, auch nur einen Hund je wieder zurückzunehmen, von irgendwelchen 'Pseudo-Vereinen' verkauft wurden.

Ich nenne so etwas übelsten gewerblichen Hundehandel und verurteile dieses Tun aufs schärfste. Tatsächlich hat sich in den letzten Monaten auf den großen Internetplattformen einiges verändert. Das Internet ist jetzt voll mit Gruselgeschichten und ablaufenden Tötungsterminen, Tiere mit schlimmsten Verletzungen werden vorgeführt, Bilder, die bei jedem Mitleid hervorrufen, werden zuhauf gepostet, um Spenden zu generieren. Es hat offensichtlich noch nicht gereicht, das Land mit Hunden zu fluten, jetzt wird der Markt des Mitleids von den gleichen Vereinen nochmals abgeschöpft und es werden Spenden für die armen Tiere gesammelt die, weil achtlos vermittelt, jetzt schlecht behandelt, unterversorgt und misshandelt wieder auf die Straße geworfen wurden. Möchtegern-Tierschützer verzetteln sich in sinnlosen Streitereien über das Mindestalter noch zu kastrierender Tiere, ohne einen tiermedizinischen Hintergrund zu haben. Da wird gebettelt, doch bitte einen 7 Monate alten kleinbleibenden 'Welpen' nicht zu kastrieren. "Tut dem Tier das jetzt nicht an", ohne zu bedenken, dass solche Entscheidungen von Tierärzten getroffen werden und ohne zu bemerken, dass es doch eigentlich gar nicht um die Kastration dieses Tieres geht. Vielmehr sollte man doch einmal fragen, woher der Hund kommt und wer ihn geholt hat, vielleicht auch, wieso ihn derjenige nicht zurücknimmt. Vermeintliche Tierschützer beruhigen und beschwichtigen, sie moderieren das Drumherum und führen sich auf, als ob sie die Welt retten könnten. Vergessen ist, dass sie diese armen Hunde erst einige Wochen zuvor nach Deutschland gekarrt und an völlig ungeeignete Menschen verschachert haben.

Eine Kastration ist in Deutschland grundsätzlich bei einem gesunden Tier erstmal gar nicht erlaubt. Da ist das Tierschutzgesetz eindeutig. Dass Tierschutzhunde kastriert werden sollten, steht auf einem anderen Blatt und wenn man bedenkt, wieviel Hunde in den letzten Corona-Monaten nach Deutschland eingeführt wurden, dann sollte man tatsächlich hoffen, dass sie alle schon vor der Einfuhr kastriert waren. Wir wussten, dass die massenhafte Einfuhr von Hunden nicht lange gut gehen würde und viele der Tiere nach Corona wohl nochmal ihr Zuhause verlieren würden.

Nun sind wir genau dort angekommen und was passiert? An Unverschämtheit kaum noch zu übertreffen, wird jetzt genau von den Leuten, die schon einmal ihr Geschäft mit den Welpen gemacht haben, um Spenden für Kastrationen, Impfungen, Futter usw. gebettelt und argumentiert, dass der Tierschutz, wie ja jeder weiß, kein Geld hat und Betteln mit zum 'Geschäft' gehört. Man fragt sich, was denn eigentlich mit den Einnahmen aus den Verkäufen der Hunde passiert ist. Im Ursprungsland der Hunde wurde das eingenommene Geld jedenfalls offensichtlich nicht investiert, die Zustände scheinen dort mittlerweile noch schlimmer als zuvor. Oft wird sogar für den deutschen Bedarf sogar noch gezielt vermehrt.

Ich sehe das mit großer Besorgnis. So wie jede Firma auch, muss der Tierschutz mit seinen Geldern haushalten. Wir sind von unseren Mitgliedern aufgefordert, mit dem uns zur Verfügung stehenden Geld sinnvoll zu arbeiten. Ist es sinnvoll, unkastrierte Welpen nach Deutschland einzuführen und mit dem Gewinn immer mehr Hunde zu holen, die dann aber nicht zurückgenommen werden können und für die man letztendlich die deutschen Tierheime einspringen lässt? Ab und zu mal einen dieser Hunde dann werbeträchtig wieder zurückzunehmen (am besten natürlich einen von einem anderen Verein), um dann wieder um Spenden für Kastration usw. zu bitten, halte ich für unverschämt. Das alles hat nichts mehr mit vernünftigem Tierschutz zu tun. Wer Deutschland mit Hunden flutet und dann, um der Flut Herr zu werden, um Spenden bittet, der hat den Tierschutzgedanken nicht verstanden. Tierschutz ist mehr, als nur am Computer zu sitzen und schlimme Geschichten am Fließband zu produzieren, Fotos mit gequälten Tieren zu veröffentlichen und um Gelder zu betteln.

Tierschutz heißt für uns, schlechte Lebensbedingungen langfristig zu ändern und Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Natürlich sind auch wir selbst gefragt, es werden Ideen gesucht, um Gelder über Märkte, Online-Shops, Feste, Ausstellungen usw. zu erwirtschaften - aber es wird auch selbst Einsatz und Leistung gebracht. Tierschutz, so wie wir ihn betreiben, verlangt persönlichen Einsatz und Verantwortungsbewusstsein. Einen Verein zu führen, ist nichts anderes, als ein Unternehmen zu leiten. Jeder, der einem Verein vorsteht und davon ausgeht, dass er das ohne Arbeit, dafür aber mit Schauermärchen und Mitleid tun kann, wird scheitern. Irgendwann werden auch die mitleidigsten Spender fragen, wohin denn all ihr Geld gegangen ist und was damit erreicht wurde. Wenn sich einfach nichts an der Ausgangssituation ändert, dann kann man davon ausgehen, dass man sein Geld falsch investiert hat.

Also seht genau hin und fragt nach, was außer 'Hunde retten' noch auf dem Programm solcher Vereine steht. Lasst euch nicht von schlimmen Bildern blenden und verschenkt euer Geld nicht an Menschen, die damit nichts sinnvolles auf die Beine stellen.

Das, was falsch verstandener Tierschutz während Corona den seriös arbeitenden Vereinen beschert hat, kann ich euch kurz mal schildern. Wir bekommen jeden Tag Anrufe von Menschen, die Hunde von Vereinen übernommen haben, die sich jetzt wegducken, wenn sie die Hunde zurücknehmen sollen. Wir sollen nun diese Tiere aufnehmen, die fast immer unkastriert sind, oft haben sie nur eine Tollwut-Impfung bekommen und sonst nichts, sie sind zum Teil bis hinter die Ohren verwurmt, gehören Rassen an, die hier als problematisch gelten, sind nicht erzogen, nicht oder schlecht sozialisiert, traumatisiert (leider oft auch durch völlig ungeeignete Halter), haben Ungeziefer, unbehandelte Krankheiten, Gendefekte, sind nicht einmal stubenrein usw. Wie wir das finanzieren sollen, ist unklar, wir haben weder die Vermittlungsgebühr bekommen noch sind wir verpflichtet, Tiere aus dem gewerblichen Hundehandel aufzunehmen.

Was passiert jetzt mit diesen Tieren? Sie sind wieder einmal die Leidtragenden. Einige können wir vielleicht übernehmen, aber oft haben wir nicht genug Pflegestellen, manchmal leider auch einfach nicht den Platz, einen Owtscharka oder Kangal unterzubringen oder nicht das Geld, die kostspieligen Behandlungen zu bezahlen. Für uns stellen diese Hunde ein fast unlösbares Problem dar. Wir haben sie nicht ins Land geholt und sollen sie jetzt aufnehmen und auch noch die Kosten dafür tragen. Ursprünglich haben wir den Tieren in Spanien helfen wollen, jetzt sollen wir die Fehler von anderen Tierschutzvereinen ausbügeln? So etwas geht schon alleine deshalb nicht, weil es sich für einen normal arbeitenden Verein gar nicht finanzieren lässt. Es kann auch nicht angehen, dass manche Vereine nur süße kleine Hundchen holen und diese teuer verkaufen aber darüberhinaus keinerlei Sorge für die Tiere übernehmen und sich einfach aus der Verantwortung stehlen. Andere sollen dann das Geld erarbeiten, um die Fehler dieser Vereine auszubügeln? Das können wir nicht und wir wollen es auch nicht.

So wie wir die Hundezucht im Ausland niemals unterstützen, werden wir auch die unkontrollierte Einfuhr von Hunden nicht gut heißen. Verantwortungsvoller Tierschutz funktioniert anders und mit solchen unseriösen Praktiken machen wir uns nicht gemein. Wer denkt, dass er uns hier in die Pflicht nehmen kann, irrt gewaltig. Wir mühen uns seit vielen Jahren, unseren Verein selbst zu finanzieren und bitten nur im Notfall um Spenden für nachvollziehbare Projekte. Wenn Geld fehlt, muss es im Normalfall eben auch erwirtschaftet werden. Das ist nicht einfach und oft braucht es außer vieler Hände Arbeit auch etwas Fantasie, aber so ist das eben und deshalb heißt es ja auch TierschutzARBEIT. Wir haben das immer ernstgenommen und auch für uns angenommen.

Wir werden versuchen, auch weiterhin sinnvolle und nachhaltige Tierschutzarbeit zu leisten, sollte es aber tatsächlich so sein, dass Corona das Bild des Tierschutzes so nachhaltig verändert hat, dass uns Mitglieder abspringen, weil wir nicht mit schrecklichen Bildern und Berichten über irgendwelche Gräuel hausieren gehen wollen, dann werden wir unsere Arbeit eben einstellen. Wir arbeiten ehrenamtlich und investieren seit Jahren all unsere Zeit in den Tierschutz. Sollte der Tierschutz in Zukunft ein anderes Gesicht bekommen und unsere Arbeit nicht mehr unterstützt werden, dann hören wir eben auf.

40 Jahre Tierschutz haben uns eines gelehrt: Wir können die Welt nicht retten und wenn es uns nicht mehr gibt, wird die Welt auch nicht untergehen. Wir haben vielen Tieren helfen können und einiges bewegt, darüber freuen wir uns uns sind auch stolz auf das, was wir erreicht haben. Sollten die Vereine, die wir nie unterstützen würden, zukünftig den Tierschutz ausmachen, können wir uns mit dem, was wir in über vier Jahrzehnten erreicht haben, zufrieden geben. Wir werden nicht gegen Windmühlen kämpfen.

 

02.01.2022

Das neue Jahr hat sehr unerfreulich für uns begonnen. Wie immer war Uwe bei unseren Pferden und ich habe die Stellung bei den Hunden gehalten. Angesichts des Böllerverkaufsverbots hatten wir gehofft, dass Silvester in diesem Jahr etwas ruhiger vonstatten gehen würde. Leider war es so schlimm wie noch nie. Unsere Koppel wurde von 2 Seiten aus 'beschossen' und für unsere alte Stute war das einfach zuviel. Das Böllerverkaufsverbot hatte zur Folge, dass sich viele Menschen ihre Knallkörper im Ausland besorgt haben und so wohl überwiegend Polenböller gezündet wurden. Der Lärm war ohrenbetäubend und unser armes Pferd ist vor Angst mehrfach bewusstlos geworden. Wenn ein 600-kg-Pferd einfach auf die Seite fällt und dann die Beine in die Luft streckt, bekommt man es wirklich mit der Angst zu tun. Wenn so etwas dann aber gleich mehrfach passiert, das Tier sich immer wieder aufrappelt und bei den nächsten Granaten wieder in die Knie geht, dann wird man panisch. Leider half selbst mein Bitten, das Knallen zu unterlassen, weil unser Pferd zusammengebrochen auf der Koppel liegen und um sein Leben kämpfen würde, gar nichts. Man lachte mich aus und meinte, dass andere auch Böllern und man selbst ja nichts dafür könne und dementsprechend nicht verantwortlich sei. Niemand interessierte sich für unser Pferd. Mir ist ein solches Verhalten völlig fremd und ich bin immer noch schockiert darüber. Dass unser Stutchen überlebt hat, ist für uns wie ein Wunder, mit dem wir in dieser Nacht nicht mehr gerechnet hatten. Trotzdem sitzt uns der Schrecken noch in den Knochen und wir sehen einige unserer Nachbarn jetzt mit anderen Augen.

Ich habe mir die Böller, die gezündet wurden, am nächsten Morgen mal angesehen. Es sind regelrechte Granaten und Feuerwerksrohrbatterien, auf denen Warnhinweise stehen, die jedem klarmachen müssten, dass so etwas nichts mit einem kleinen privaten Feuerwerk zu tun hat. Wer so etwas in Nähe einer Pferdekoppel zündet, hat meiner Meinung nach nicht mehr alle Latten am Zaun. "Vermeiden Sie Hindernisse in Schussrichtung. Stabilisierungen erforderlich! Nicht in der Nähe von Gebäuden, Bäumen oder Ähnlichem verwenden. Die Batterie muss gesichert werden, bitte entfernen sie sich sofort nach dem Zünden mindestens 8 m von dem Feuerwerkskörper. Sollte nicht alles zünden, warten sie mindestens 15 min, bis sie sich wieder nähern..." Und so weiter. Wer das gelesen hat, der muss einfach wissen, dass man so etwas nicht in der Nähe einer Pferdekoppel zünden darf.

Einen solchen Jahresanfang hatten wir uns nicht gewünscht, weder für unsere Pferde noch für die Hunde, die wegen des bewusstlosen Pferdes in diesem Jahr nun auch alleine waren und vor Angst fast vergingen. Als ich endlich wieder daheim war, zitterte Pheusy am ganzen Körper, Mickey hatte sich verkrochen und selbst die Hunde, die normal keine Angst hatten, waren völlig neben der Spur.

Ich bin immer noch wahnsinnig wütend über so viel Ignoranz und Dummheit. Jeder hier weiß, dass wir einen Tierschutzverein haben und bei uns schutzbedürftige Tiere leben. Die meisten Leute haben doch auch selbst Tiere daheim. Wie kann man nur so unbedacht und gefühllos sein. Ich hoffe, dass dieser gefährliche Brauch bald verboten sein wird, er passt einfach nicht mehr in unsere Zeit.

 

31.12.2021

Wir wünschen euch allen einen guten Rutsch und alles Gute für das neue Jahr!

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26.12.2021

Wir hoffen, ihr habt die Weihnachtsfeiern alle gut überstanden, nicht zu viel gegessen, ausreichend geschlafen und natürlich viel Zeit für die vierbeinigen Lieblinge gehabt.

Der Jahreswechsel steht nun vor der Tür und so wie beim letzten Silvester ist es auch in diesem Jahr nicht erlaubt zu böllern. Der Grund ist leider nicht der Tier- oder Umweltschutz, denn noch schlagen wir uns mit der Pandemie herum und deshalb geht es eigentlich um ein Versammlungsverbot. Trotzdem, ohne die Böller werden unsere Vierbeiner sicher stressfreier ins neue Jahr kommen. Wir wollen jetzt einfach mal feste daran glauben, dass nicht doch noch einige besonders 'schlaue' Zeitgenossen den Weg nach Polen gefunden haben und sich dort mit Raketen & Co. versorgt haben.

Unsere Hunde sind mittlerweile schon alt, trotzdem haben sie sich bis jetzt nicht an Raketen am Himmel und die lauten Knaller gewöhnen können. Uwe und ich konnten Silvester noch nie zusammen verbringen. Immer muss einer bei den Hunden sein und der andere steht für mindestens eine Stunde bei den Pferden auf der Koppel. Tatsächlich sind uns schon Raketen ins Heu geflogen und natürlich liegen auf den Koppeln die leeren Pulverkapseln herum. Die Pferde sollen sie nicht anknabbern oder überhaupt ins Maul nehmen. Die Hunde werden von mir beschäftigt, die Rollläden sind unten, trotzdem sind sie in jedem Jahr verschreckt und haben noch lange Angst, in den Garten zu gehen, weil immer irgendwelche Trottel übrig gebliebene Böller auch noch Tage später zünden. Verständnis habe ich dafür nicht.

Zum Glück haben wir es wenigstens geschafft, das schreckliche Neujahrs-Schießen, dass immer am 1. Januar gegen Mittag hinter unserem Haus abgehalten wurde, loszuwerden. Man kann es kaum glauben, aber länger als ein Jahrzehnt haben wir uns gegen das Schießen mit Kanonen und Haubitzen direkt hinter unserem Haus wehren müssen. Der Beton des Feldweges ist dadurch sogar gerissen und die Donnerschläge hat man bis weit ins Land gehört. Jedes Jahr haben unsere Tassen und Gläser in den Schränken gewackelt. Wir mussten mit unseren Hunden wegfahren und die Zeit außer Haus verbringen, weil unsere Tiere nach dem Abschuss der Kanonen und Mörser völlig verstört waren. Für uns und viele andere war dieses Nachspielen eines ewig zurückliegenden Beschusses von Armsheim einfach nicht mehr auszuhalten. Wir sind heilfroh, dass wir das nicht mehr mitmachen müssen und endlich auch den ersten Tag des neuen Jahres daheim verbringen können. Vielleicht gehört das sinnlose Böllern an Silvester auch irgendwann der Vergangenheit an. Man könnte das viele Geld, das dafür verpulvert wird, sicher sinnvoller einsetzen und hätte zudem auch weniger Verletzte, die in der Neujahrsnacht die Notambulanzen bevölkern. Dass die Wild- und Haustiere uns den Verzicht auf Böller und Raketen danken würden, ist sicher unstrittig.

Wir wünschen euch allen ein friedvolles neues Jahr, bleibt oder werdet gesund, habt Spaß an euren Vierbeinern und denkt an die, die es nicht so gut getroffen haben.

Wir denken an euch und wünschen euch ein wirklich gutes 2022!

Dackel

 

24.12.2021

Wir wünschen euch allen Frohe Weihnachten!

Auch die Protectora Villena schickt einen tierischen Weihnachtsgruß.

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18.12.2021

Unsere Mitgliederversammlung liegt nun auch hinter uns. Es ist ein beruhigendes Gefühl, am Jahresende alles erledigt und vernünftig abgeschlossen zu haben. Unser Jahresrückblick ist sehr positiv gewesen, immerhin haben wir trotz der Pandemie gut und fleißig gearbeitet. Es wurden wahnsinnig viele Paletten mit Futter in die Protectora geschickt und natürlich hatten wir auch viele Spenden, die wir als Einzelpaletten nach Spanien senden konnten. Vielen Hunden und Katzen konnte so das Leben erleichtert und einige auch vor dem Tod gerettet werden.

Natürlich konnten wir auch Geldspenden überweisen, alleine von VETO waren es in diesem Jahr über 2200 €, die zusammen mit dem von der Tierhilfe Phönix überwiesenen Guthaben für den Aufbau einer kleinen Klinik verwendet werden. Unsere Hilfe hat die Protectora Villena in den letzten Jahren immer unabhängiger werden lassen und wir hoffen, dass unsere Hilfe in 2 - 3 Jahren nicht mehr nötig sein wird. Sobald das Tierheim sich über die Klinik selbst finanziert, müssen wir keine Angst mehr davor haben, dass die Stadt die Protectora in eine Perrera umwandelt.

Unabhängigkeit, das war immer unser Ziel und nun ist es in greifbare Nähe gerückt. Wir hoffen jetzt, dass uns die Pandemie nicht wieder zurückwirft. Was das nächste Jahr uns bringen wird, weiß keiner und so bleibt uns nur, hoffnungsvoll in die Zukunft zu sehen.

Wie in jedem Jahr hoffen wir, dass über Weihnachten noch einige Spenden über VETO eingehen. Wir haben eine Auswahl der dringend benötigten Sachen auf unserer Wunschliste zusammengestellt. Es wäre toll, wenn wir spätestens im Frühjahr wieder 3 Paletten über VETO nach Spanien verschicken könnten. Futter wird immer gebraucht und ist die Grundlage aller Hilfe. Bitte denkt gerade in den kalten Tagen auch mal an die Tiere, die es nicht so toll und kuschelig warm haben wie unsere Lieblinge. Eine Futterspende, und sei sie noch so klein, hilft uns dabei Leben zu retten.

Wir wünschen euch noch eine schöne Vorweihnachtszeit!

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16.12.2021

Wir haben vor, über Weihnachten und Neujahr einige Tage Pause einzulegen. Natürlich werden wir telefonisch erreichbar sein und bei Notfällen springen wir wie immer sofort los, allerdings werden wir versuchen, uns über die Feiertage etwas zu sammeln und Kraft für das nächste Jahr zu schöpfen. In den letzten Wochen war einiges los und wir sind tatsächlich müde und brauchen einfach mal ein paar Tage für uns. Wir möchten euch allen ein frohes Weihnachtsfest und friedliche Festtage wünschen. In diesem Jahr haben wir darauf verzichtet, Postkarten zu versenden und hoffen, dass unsere lieben Wünsche euch auch so erreichen werden. Ganz herzlich möchte ich mich bei allen bedanken, die uns mit Briefen, Karten und Paketen ihre Zuneigung und Verbundenheit gezeigt haben, ihr seid einfach toll! Dankeschön an jeden einzelnen von euch, fühlt euch ganz lieb gedrückt!

 

14.12.2021

Pheusy macht riesige Fortschritte und die Physiotherapie, die wir bei Martina Eckhardt gebucht haben, zeigt tolle Erfolge. Wir sind wirklich dankbar, dass Martina, die einige von euch schon auf unserem Herbstfest kennenlernen konnten, sich unserer Hunde angenommen hat. Pheusy hatte schon vor der Knie-OP eine Fehlstellung. Das war nicht verwunderlich, denn immerhin lahmte er auf dem schmerzhaften Beinchen und überlastete die gesunde Seite. Seine Wirbelsäule war schief und manchmal hatte er schlimme Neuralgien. Nach der OP ging es nicht nur darum, sein krankes Knie wieder langsam in den Bewegungsablauf zu integrieren, sondern auch die Schmerzen, die durch die lange Fehlhaltung entstanden sind, zu behandeln und zu lösen. Dass Martina da wirklich gefordert war, kann man sich vorstellen. Seit einigen Tagen nun sehen wir, dass Pheusy wieder mit beiden Hinterbeinen gallopiert und auch die Treppen steigt er problemlos hoch. Da mittlerweile fast drei Monate seit der OP vergangen sind, darf er auch wieder frei laufen. Seine Hinterschenkelchen sind noch nicht gleich stark, aber wir sind auf dem richtigen Weg und freuen uns, dass bisher alles so gut gelaufen ist.

Gulliver geht es dank Martinas Hilfe auch wieder gut, seine Halswirbel machen ihm Probleme und wir sind wirklich dankbar, dass seine Therapien so gut anschlagen. Der Wicht hüpft wieder schmerzfrei durch die Gegend. Was will man mehr! Ein ganz herzliches Dankeschön an Martina Eckhardt!

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12.12.2021

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und wir überlegen, wie unser 2022 aussehen könnte. Irgendwie sind uns die besonders motivierten Mitglieder abhanden gekommen, wir sind alle nicht mehr die Jüngsten und bei manchen knacken die Knochen recht laut. Trotzdem bin ich verwundert, dass sich einige unserer fleißigen Bienen gar nicht mehr melden und zum Teil auch am Herbstfest nicht anwesend waren. Man kann ja mal ausfallen, aber sich grundsätzlich nicht mehr zu melden, das sind verschiedene Dinge. Corona hat uns oft einen Strich durch unsere Planungen gemacht und sicherlich ist es für einen Verein besser, wenn sich die Mitglieder regelmäßig treffen und man sich über alles mögliche austauschen kann.

Wenn die Räder still stehen, weil eine Pandemie das ganze Land lähmt, dann können natürlich auch wir keine Ausnahme sein und Feste veranstalten, Märkte besuchen oder Stammtische organisieren. Uwe und ich haben in dieser Zeit einfach weitergearbeitet, wir haben uns nicht zurückgelehnt und Däumchen gedreht, sondern versucht, den Verein am Leben zu erhalten. Unser Tagebuch war immer noch zu lesen und unsere Tierschutzarbeit ging natürlich weiter. Es wurden Hilfspakete für Spanien geschnürt und natürlich wurde auch palettenweise Futter verschickt. Wir haben Wildtieren geholfen und Weidetiere unterstützt. Auch Kälber und Schweine von anderen Vereinen - z. B. 'Rüsselheim', wurden bespendet und können nun ein sicheres Leben auf geschützten Höfen führen.

Letztendlich wurden natürlich auch diverse Projekte in Spanien angestoßen, die wahrscheinlich dann in den nächsten 2 Jahren endgültig realisiert werden können. So ist unsere Klinik mit einer weiteren Tierärztin endlich in greifbare Nähe gerückt.

Unser vereinseigenes größtes Vorhaben, unser Hundeplatz mit Clubhaus, liegt leider immer noch auf Eis. Während der Corona-Zeit hat sich dafür von behördlicher Seite niemand interessiert und nachdem der Bürgermeister in Armsheim gewechselt hatte, scheint auch von da keine Hilfe mehr zu kommen. Natürlich bleiben wir mit der VG im Gespräch und hoffen auch weiterhin darauf, dass uns eine Freifläche zugewiesen wird, die wir wenigstens einzäunen können.

Ob Corona uns auch in 2022 wieder massiv behindern wird, kann noch niemand sagen. Natürlich hat es unsere Spendentätigkeit in Spanien beeinträchtigt, aber dafür funktioniert die Zusammenarbeit mit VETO reibungslos und hat unseren spanischen Schützlingen in diesem Jahr das Überleben gesichert. Unsere Spendenmenge, das heißt, die Paletten mit Futter und Hilfsgütern, die wir über den Zeitraum von einem Jahr nach Spanien schicken, verändert sich immer ein wenig. Trotzdem liegen wir immer zwischen 100 und 140 Tonnen!!! Diese Mengen sind natürlich ernorm und für einen so kleinen Verein wie die Tierhilfe Phönix e.V. eine wahnsinnige Leistung. Ob das allerdings im nächsten jahr noch so aufrechterhalten werden kann, steht in den Sternen. Die Firmen werden immer knauseriger und viele geben ihre Überproduktionen an Stiftungen ab, die nichts anderes tun, als Futter zu verwalten und zu verteilen. Wir betreuen spanische Vereine und fallen damit fast überall aus den Programmen raus. Deutsche Tierheime sollen bespendet und das Futter soll nicht über Landesgrenzen gefahren werden. Dass uns mittlerweile deutsche Tierheime bitten, das abgelaufene und nie benötigte Futter abzuholen - weil man die Entsorgung nicht zahlen möchte - scheint nicht gesehen zu werden. Deutsche Tierheime haben seltenst Futterprobleme, ihnen fehlt Geld. So ist es möglich, dass wir durch die Neuorganisation der Futterhersteller zukünftig Probleme bekommen werden. Deshalb war es dringend nötig, unsere Arbeit umzustellen und so haben wir mehr Hilfe in die Protectoras in Spanien gesteckt und weniger Hunde aus den Protectoras geholt.

Tatsächlich gab es während der letzten beiden Jahre so viele Auslandshunde wie noch nie zuvor. Da es nie unser Ziel war, Deutschland mit Hunden zu fluten, haben wir das durch die Futterlieferungen eingesparte Geld in Zwingeranlagen, Auffangstationen, Operationen, Kliniken usw. investiert, um die Tierheime selbstständiger zu machen. Ende 2021 sehen wir nun die ersten Erfolge unser Arbeit in Spanien. Leider hat die deutlich verringerte Vermittlungsarbeit uns viele Leser und auch Helfer gekostet. Man sollte nicht unterschätzen, wie viele Menschen auf Bilder anspringen. Das Internet ist überfüllt mit Hunden und Katzen, die offensichtlich alle dringend gerettet werden müssen. Viele 'Geschichten' scheinen mir dabei mehr als unrealistisch und oft auch massiv dramatisiert. Manche Vereine scheinen sich auf reißerische Geschichten spezialisiert zu haben und haben durchaus große Fangemeinden. Wir haben so nie gearbeitet und werden das auch nicht tun. Dass uns seriöse Tierschutzarbeit letztendlich Mitglieder kostet, ist zwar erstaunlich, bedeutet aber nicht, dass wir zukünftig anders arbeiten werden.

Es ist nicht zielführend, ganz Deutschland mit Hunden zu überschwemmen und jedem Menschen, ob geeignet oder nicht, einen Hund zu vemitteln. Es ist auch unserer Meinung nach nicht sinnvoll, jeden Hund aufzulesen und aus seinem normalen Lebensumfeld zu reißen. Herdenschutzhunde sind zum Beispiel nicht gerade einfach zu halten, ihre Bedürfnisse können hier oft nicht ausreichend befriedigt werden und so werden die kleinen süßen Fellbündel oft zu riesigen Problemen. Ganz klar gesagt werden muss, dass deutsche Tierheime nicht zuständig sind, wenn der Auslandstierschutz versagt! Dass 'Vereine' Unmengen an Junghunden und Welpen nach Deutschland einführen, ohne sich hinterher auch nur einen Deut um die neuen Halter und die vermittelten Tiere zu kümmern, schockiert uns immer wieder. Wir erleben es fast täglich, dass Hunde nicht wieder zurückgenommen werden, obwohl die Besitzer völlig überfordert und die Tiere längst auffällig geworden sind. Schnell wird dann im Internet eine traurige Geschichte gepostet, eine oft völlig ungeeignete und vom Veterinäramt nicht geprüfte Pflegestelle gesucht und der Hund zum Wanderpokal gemacht.

Wir sind erschrocken darüber, wieviele 'Tierschutz-Vereine' sich völlig anders definieren als wir und ungezählte Welpen und Junghunde einführen, ohne ausreichende Kompetenz, Erfahrung, Pflegestellen oder gar Platz zu haben. Wenn man sich dazu im Internet einmal kritisch äußert, wird man von der passenden Community direkt in der Luft zerrissen. Man sei völlig ahnungslos und schere sich nicht um das Leid der Tiere, wolle andere Vereine schlecht machen usw. Den ursprünglichen Tierschutzgedanken haben solche Menschen längst vergessen oder nie verstanden. Es geht um Hilfe zur Selbsthilfe und nicht darum, so viele niedliche Hundchen wie möglich zu verticken. Ich habe schon vor Jahren darauf aufmerksam gemacht, dass der gewerbliche Tierhandel zum Teil dieselben Wege nutzt wie es auch Prostitution, Geldwäsche, Drogenhandel usw. tun. Leider gibt es auch in unserer Nähe einen Tierschutzverein, der die gleiche Vereinsanschrift wie ein Bordell führt. Schlimm ist der, der Böses dabei denkt?

Auslandstierschutz ist heute zu einem nicht unerhelblichen Teil Augenwischerei geworden. Es werden zum Teil schreckliche Schicksale erfunden und Gelder bei arglosen Spendern abgezogen, die sicher nicht bei den armen Tieren landen. Weinerliche Schauermärchen treffen leider bei einem großen Teil der Bevölkerung den Nerv und so sind in den letzten Jahren jede Menge merkwürdiger Vereine wie giftige Pilze aus dem Boden geschossen. Ich bin sicher, dass alle Spender oft wirklich nur Gutes tun wollen und einfach durch die schlimmen Stories und Bilder geblendet werden, trotzdem ist bei vielen dieser Pseudo-Tierschützer das gespendete Geld sicher nicht an der richtigen Stelle angekommen. Solche Vereine anzuprangern heißt, ein erforgreiches Geschäftsmodell zu torpedieren und die Menschen, die dafür Geld gespendet haben, als Trottel abzustempeln. Natürlich schlägt einem dann der blanke Hass - von beiden Seiten - entgegen. Mittlerweile ist das Internet voll mit solchen 'Tierschützern'. Es ist für den normalen Menschen, der kein fundiertes Hintergrundwissen hat, nicht mehr möglich, zwischen seriösem Tierschutz und gewerblichem Tierhandel der schlimmsten Sorte zu unterscheiden. Deshalb kann man gerade vor Weihnachten nur darum bitten, für alteingesessene Tierschutzvereine zu spenden, am besten nur den Menschen Geld anzuvertrauen, die man persönlich kennt und deren Arbeit man beurteilen kann. Ich wollte jedenfalls nicht das Luxusleben eines Bordellbesitzers mit meiner gutgemeinten Spende finanzieren und auch nicht ungewollt jemandes 'Beihilfe vom Staat' sein.

Nur um das noch einmal klarzustellen, es geht mir nicht darum, seriöse Tierschützer zu diffamieren und es geht auch nicht darum, den Auslandstierschutz zu verdammen, man sollte allerdings wirklich mal genauer hinsehen und sich nicht vor jeden Karren spannen lassen. Vereine, die euer Mitleid NUR dafür nutzen, an eure Geldbörse zu kommen oder noch mehr Hunde zu vermitteln, solltet ihr einfach ausblenden. Wer seriös Tierschutz betreibt, hat so etwas nicht nötig und überzeugt lieber mit Bildern seiner Arbeit und seiner Erfolge! Hier ist Transparenz gefordert - wer aber nur Schauermärchen bieten kann, dem sollte man kein Geld anvertrauen!

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Dritten Advent!

 

10.12.2021

Es fällt mir schwer, die Füße still zu halten und Arbeiten, die nicht so anstrengend sind, kann ich erledigen. Also haben Uwe und ich 70 Gläser Gelee gekocht. Der Erlös geht natürlich an die Protectora Villena nach Spanien. Wer mal probieren will, wie unsere Kreationen schmecken, der wendet sich einfach an uns oder an unsere liebe Gabi. Natürlich versenden wir die Gläser auch.

Bitte denkt daran, dass wir tolle Sachen im Tierhilfe-Phönix-Shop anbieten. Der Erlös geht zu 100 % in den Tierschutz. Mit jedem Kauf spendet ihr also etwas für die armen Tiere, die jetzt noch kein warmes Zuhause gefunden haben!

 

08.12.2021

Mein Untersuchungs-Marathon sollte jetzt eigentlich vorbei sein, leider sind die Ergebnisse nicht so, wie wir gehofft hatten. Jetzt erwartet mich etwas, was wir noch nicht abschätzen können. Wundert euch deshalb nicht, wenn ihr manchmal nichts von mir hört, es geht mir nicht so gut und ich bin nicht in der Lage, jeden Tag am Rechner zu sitzen. Drückt mir einfach die Daumen, mehr kann man wohl jetzt nicht machen.

 

06.12.2021

Im Augenblick erreichen uns oft Notrufe für Wildtiere, mal ist es ein Igel mit Untergewicht und dann wieder ein nicht flugfähiger Greifvogel am Straßenrand. Selten jedoch rufen Menschen an, die selbst Verantwortung übernehmen wollen und noch seltener geben sie uns einen Obulus für die anfallenden Kosten dazu. Meistens werden wir nur zu einem verletzten Tier gerufen, ohne die Anrufer je selbst zu sehen. Ganz offensichtlich hat man Angst, in Regress genommen zu werden oder vielleicht auch selbst mitanfassen zu müssen. Oft kommen wir allerdings auch zu spät, weil gar niemand Interesse an einem Wildtier hatte und man einfach weggesehen und weitergegangen oder -gefahren ist.

Der letzte Anruf, der uns für einen Greifvogel erreichte, war ein typisches Beispiel für Unbedarftheit. "Holen sie auch Tiere ab?", das war die Frage, mit der sich ein LKW-Fahrer bei mir meldete. Es stellte sich heraus, dass er auf der Autobahn einen "Adler auf die Frontscheibe bekommen" hatte. Er hielt sogar an und sah das Tier erstmal bewegungsunfähig am Boden liegen. Der 'Adler' schien sich etwas zu berappeln und so verbrachte der Mann es unter die Leitplanke und fuhr davon. Immerhin informierte er uns, leider aber konnte er nicht mehr genau sagen, wo der Unfall eigentlich passiert war und so fuhren wir ein immerhin 5 - 6 km langes Stück Autobahn auf dem Randstreifen langsam ab, um den Greifvogel zu finden. Was letztendlich mit dem Tier passiert ist, konnten wir leider nicht feststellen. Der Vogel war nicht auffindbar. Vielleicht hatten wir ihn übersehen, weil er ins Gebüsch gerobbt war, vielleicht konnte er aber auch aus eigener Kraft wieder weiterfliegen. Wir werden es nicht erfahren. So etwas lässt uns immer sehr unglücklich zurück. Wir hätten den Vogel gerne in eine Auffangstation gebracht und natürlich verlangen wir dafür auch kein Geld!

In diesem Fall haben wir leider nur die Hoffnung, dass der 'Adler' überlebt hat. Trotzdem bleibt mir die Antwort des LKW-Fahrers auf meine Frage, wieso er denn den Vogel nicht einfach ins Auto gepackt hat und er so bis zu unserem Eintreffen sicher verwahrt worden wäre, im Ohr. "Ich habe da nicht so die Aktien drin". Was wahrscheinlich heißen sollte, dass er so ein Tier weder anfassen noch im Auto haben wollte. Tatsächlich haben bestimmt viele Menschen große Bedenken gebissen, gekratzt oder sonstwie verletzt zu werden.

Manchmal ist hier einfach die Phantasie gefragt. Eine Decke ist schon hilfreich, vielleicht auch ein Einkaufskorb oder eine Jacke usw... Wer sich nicht traut, ein Tier zu sichern, der sollte wenigstens so lange bei ihm bleiben, bis wir vor Ort sind. Einen Vogel unter die Leitplanke zu schieben ist sicherlich nicht die beste Idee gewesen. Trotzdem haben wir uns bedankt, dass der Mann wenigstens angerufen hat, denn auch das ist nicht selbstverständlich.

Wir wünschen euch einen fröhliches Nikolausabend mit all euren Lieben!

 

05.12.2021

Wir wünschen euch allen einen wunderschönen 2. Advent!

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04.12.2021

Die Zeit verfliegt und morgen ist schon der 2. Advent. Uwe und ich versuchen, all die anfallenden Arbeiten zu schaffen, leider hinken wir immer etwas hinterher. Das Gewächshaus ist noch nicht winterfest und auch der Garten ist noch nicht ganz fertig. Für den Verein sind zum Jahresende auch noch einige Dinge zu erledigen und natürlich bin ich im Dezember auch wieder in meinem Untersuchungs-Marathon. Bis jetzt war alles soweit ok, es stehen noch einige Untersuchungen an, aber wir sind ganz zuversichtlich.

Da ja immer etwas passieren muss, was man nicht gebrauchen kann, versuchen wir seit Tagen, unserem armen Pheusy etwas Erleichterung zu verschaffen. Er hat wieder einmal eine sehr schmerzhafte Nervenentzündung im Rücken. Kortison hilft natürlich, aber leider eben nicht sofort. Er bekommt Physiotherapie und viel Wärme, trotzdem kann er nur mit Schmerzen laufen. Es ist schlimm mitanzusehen, erst hatte er die Schmerzen in seinem operierten Beinchen, jetzt läuft er jeden Tag besser, verändert damit aber auch seine Haltung. Die Nervenentzündung war also eigentlich absehbar. Er leidet sprichwörtlich wie ein Hund und ist zu nichts zu motivieren. Hoffen wir mal, dass es in der nächsten Woche besser ist. So ein armer Junge!

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02.11.2021

Wir haben in den Monaten immer mal wieder tolle Spenden aus Rüsselsheim bekommen. Wir können uns gar nicht oft genug dafür bedanken. Die netten Mitarbeiter des Fressnapf denken immer wieder an uns und sammeln alles, was wir für unsere Schützlinge gut gebrauchen können. Diesesmal waren superschöne Transportboxen dabei, die dringend gebraucht werden, außerdem haben wir außer allen möglichen Sorten Nass- und Trockenfutter auch Igelfutter bekommen. Dass unser Stachelritter noch immer draußen unterwegs ist, macht mir schon etwas Sorgen. Normal haben die Kerlchen jetzt schon ihr Gewicht erreicht und ziehen sich in den Winterschlaf zurück. Natürlich überwachen wir den Burschen und sehen uns sein Treiben immer mal wieder an. Er ist nicht untergewichtig und ist absolut munter, wieso er noch nicht schlafen will, wissen wir nicht. Sollte er in der nächsten Woche immer noch unterwegs sein, fange ich ihn nochmal ein und sehe ihn mir genauer an. Hier mal ein ganz aktuelles Video von dem Burschen (lasst euch von dem Datum im Video nicht irritieren. Uwe hatte die Kamera zurückgesetzt und das Datum nicht wieder eingestellt).

 

30.11.2021

Es war wohl schon absehbar - nachdem wir im Fernsehen die steigenden Coronazahlen gesehen hatten, jetzt haben wir es jetzt schriftlich. Der geplante Weihnachtsmarkt ist abgesagt und damit unsere letzte Einnahmequelle für 2021. Langsam wird die Luft sehr dünn für uns. Wir hatten gehofft, dass viele Dinge aus unserem Tierhilfe-Phönix-Shop noch vor Weihnachten den Besitzer wechseln würden. Leider ist es sehr ruhig und die schönen Sachen, die hier auf ein neues Zuhause bei netten Menschen warten, liegen einsam in den Regalen. Bitte seht euch die Sachen im Shop doch einfach mal an. Die Erlöse gehen zu 100 % an die armen Nasen. Einfacher kann Spenden doch nicht sein. Ihr kauft etwas Tolles für euch, euren Vierbeiner oder eure Lieben und schon geht das Geld auf das Konto des Tierschutzes. Versucht es doch einfach mal - bevor ihr einem Supermarkt das Geld gebt, kauft etwas beim Phönix-Shop und sorgt dafür, dass mit diesem Geld Futter für die ärmsten der Armen gekauft wird! Der Winter steht auch in Spanien vor der Tür und Futter wird immer gebraucht!

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28.11.2021

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Wir wünschen euch allen einen fröhlichen 1. Advent!

Luke wurde mittlerweile geimpft und entwickelt sich sehr gut. Er ist wahnsinnig kinderlieb und geht mit Marions Enkelchen mehr als vorsichtig um. Wir freuen uns, dass der arme Hund nun endlich mal ankommen kann und seine Bedürfnisse wahrgenommen werden. Manchmal braucht man gar nicht in anderen Ländern nach hilfsbedürftigen Tieren zu suchen, es gibt sie leider auch hier.

Trotzdem stehen wir natürlich jederzeit an der Seite unserer spanischen Kollegen, zum Glück kommen sie mit den Vermittlungen im Augenblick recht gut klar. Es haben sich Vereine gefunden, die auch mal einen Listenhund übernehmen. Wir dürfen diese Hunde nicht nach Deutschland einführen und so war es immer ein großes Problem, auch diesen Hunden gerecht zu werden und sie nicht einfach nur wegzusperren. In Holland ist die Einfuhr von Listenhunden erlaubt und jetzt finden nun auch die Tiere, die wir einfach nicht aufnehmen dürfen, endlich ein Zuhause.

Bleibt das Problem der Windhunde. Wer einmal einen solchen Hund hatte, der weiß, wie liebevoll, sensibel und verletzlich diese Seelchen sind. Dass gerade diesen Tieren so schreckliche Dinge angetan werden, lässt uns oft sprachlos zurück. Wir würden hier so gerne helfen und Galgos, Podencos und Co. hier vermitteln, finden aber kaum Menschen, die sich von diesen Tieren bezaubern lassen. Windhunde sind passionierte Jagdhunde und sie sind sehr bewegungsfreudig. Alleine das schreckt die meisten Menschen schon ab. Wir hatten damit nie Probleme, allerdings sollten Couch-Potatoes sich vielleicht wirklich eine andere Rasse aussuchen. Wer allerdings gerne spazieren geht und vielleicht sogar einen Freilauf in der Nähe hat oder einen großen Garten sein Eigen nennt, der kann problemlos einen Windhund halten. In der Wohnung sind diese Hunde absolut ruhig und lieb. Wir waren oft bei Windhundbesitzern zu Gast, deren Hunde wir erstmal gar nicht zu Gesicht bekommen haben. Nach und nach kamen sie von überall her, um sich den Besuch mal anzusehen, verschwanden dann aber auch wieder, um sich irgendwo zusammenzurollen und eine ruhige Kugel zu schieben.

Wenn ich da an unseren Angelo denke, wünsche ich mir unsere Windigen zurück :). Angelo und natürlich auch die anderen wollen unseren Besuch am liebsten für sich alleine. Sie sind ein 'Überfallkommando' und schleppen erstmal jedes Spielzeug an, das sie haben. Dann wird der Besuch davon überzeugt, dass man seit Jahren nicht gestreichelt wurde und wahrscheinlich auch noch nie ein Leckerchen abgekriegt hat... Windhunde sind da tatsächlich vornehmer. Leider haben wir mit Arca unseren letzten Windhund gehen lassen müssen.

Diese herrlichen Tiere haben mich seit 1976 begleitet und ich vermisse sie sehr. Wäre ich kerngesund und fit, ich hätte sofort wieder zwei Windhunde. Mir bricht es das Herz, wenn ich diese extrem empfindsamen Tiere in Spanien leiden sehe. Sie werden benutzt, geschunden, gequält und auf grausamste Weise getötet. Wenn die Menschen hier ihr Wesen besser kennen würden, sie würden sich um die Freundschaft mit einem solchen Hund reißen. Leider sind die Vorurteile zu groß und so lernen die meisten dieser Tiere in ihren Ursprungsländern nur Qual und Grausamkeit kennen. Der Tod ist oft eine Erlösung für sie.

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26.11.2021

Für den am 18. Dezember geplanten Weihnachtsmarkt in Dautenheim suchen wir noch einige helfende Hände. Vielleicht findet sich auch noch jemand, der Hundekekse backen möchte, die wir dann auf dem Markt anbieten können? Bis jetzt sieht es tatsächlich so aus, als ob der Markt stattfinde und, wir würden uns sehr darüber freuen wenn mal wieder etwas Geld in die Tierhilfe-Kasse käme. Durch Corona sind unsere Einnahmequellen enorm zusammengeschrumpft und nur mit den Mitgliedsbeiträgen und dem Erlös des Herbstfestes kommen wir nicht über die Runden. Alleine der Transport von Spenden nach Spanien kostet Geld und natürlich möchten wir auch gerade an Weihnachten wieder an der Seite unserer spanischen Kollegen stehen. Wir hoffen deshalb, dass unsere Mitglieder, Freunde und Gönner vielleicht etwas über VETO spenden werden. Bei VETO zahlen wir keine Frachtkosten und das Futter wird dort zu ganz normalen Preisen angeboten. Wir haben eine Wunschliste und wer etwas spenden möchte, kann das dort gerne tun! Jeder Euro rettet Leben. Bitte denkt daran, dass es supergut wäre, wenn noch vor Weihnachten ca. 3 Paletten an Futter zusammenkommen würden. Sobald diese Menge erreicht ist, wird der kostenlose Transport sofort ausgelöst und das Futter macht sich auf den Weg zur Protectora Villena! Wieviel gependet wurde, kann man auf der Seite unserer Wunschliste sehen. Ich werde euch aber über die Spendenmenge gerne auch im Tagebuch auf dem laufenden halten!

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24.11.2021

Wir haben einen weiteren Hund übernommen, der zur Zeit bei unserer neuen Pflegestelle in Bechtolsheim auf ein neues Zuhause wartet. Luke ist sein Name und er ist ein bildhübscher rot-weißer Mix. Der Bub ist leider weder entwurmt, gechipt noch geimpft gewesen und deshalb wird es auch noch ein wenig dauern, bis wir ihn tatsächlich in die Vermittlung nehmen können. Manchmal sind die Menschen einfach mit der täglichen Arbeit und den persönlichen Anforderungen so belastet, dass sie einem Hund nicht mehr gerecht werden können. Es ist gut, dass Luke nun bei uns ist, die Pflegestelle wird sich liebevoll um ihn kümmern und ihm alles das beibringen, was er mit 4 Jahren noch nicht gelernt hat. Der hübsche Kerl ist superschlau und wird sicher bald ein perfekter Begleiter werden. Er war bei seiner Anfunft komplett unterfordert, seine Krallen waren sehr lang und als ich ihn im Hof von der Leine gelassen habe, ist er wie irre herumgerannt. Ganz offensichtlich wurde sein Bewegungsdrang unterschätzt. Marion wird sich liebevoll um ihn kümmern und ihm beibringen, was er bis zu seiner Vermittlung einfach gelernt haben muss. Zur Zeit hüpft er noch völlig unkontrolliert an der Leine herum und hat wohl keine Vorstellung davon, was passiert, wenn Marion den Raum verlässt. Er ist unsicher und es wird einige Zeit vergehen, bis dieser tolle Hund wieder in sich ruht. Bis dahin ist er bei Marion gut aufgehoben.

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22.11.2021

Unser Auto ist wieder bei uns. Tatsächlich hat ein weiteres Nachfragen ergeben, dass offensichtlich die Lichtmaschine kaputt war. Das war kein großes Problem und hat sich schnell regeln lassen, immerhin gibt es dafür Austauschmaschinen und so furchtbar teuer ist das ja nicht. Jetzt bleibt noch die Diagnose der Werkstatt und unser Gefühl, dass es auch etwas anderes sein könnte. Wie immer stirbt die Hoffnung zuletzt. Wir werden unseren alten Tierschutz-Bus also in eine andere Werkstatt bringen und dort nochmal nachsehen lassen. Unser privater Wagen hat mittlerweile neue Bremsen bekommen und ist wieder fahrbereit. Es ist also kein Zeitdruck mehr da und wir können nochmal genau überlegen, was wir tun wollen.

Auf jeden Fall soll uns die ganze Sache nicht nochmal auf dem falschen Fuß erwischen. Wir haben uns um das Folieren des anderen Busses gekümmert und in den nächsten Tagen wird Maß genommen. Sollte der Tierschutz-Bus wirklich nicht mehr zu retten sein, werden wir ihn durch unseren Privatwagen ersetzen und uns dann eben ein anderes Auto zulegen. Der Tierschutz-Bus ist stolze 17 Jahre unser Begleiter gewesen, er hat schon viele Kilometer auf der Achse und besonders pfleglich sind die Hunde nie mit ihm umgegangen. Irgendwann hatte einer beim Fahren die Rückbank zerlegt und Uwe musste den Schaden mit Panzer-Tape reparieren :), ein anderer hat die Gurte durchgefressen und natürlich gab es auch Hunde, denen es beim Autofahren übel geworden ist... dieses Auto war zwar immer regelmäßig in der Werkstatt und hat alle Inspektionen gemacht bekommen, aber zum Weiterverkauf taugt es tatsächlich nicht mehr. Auch wenn es komisch klingt, wir haben eine Beziehung zu unserem 'Schwarzen' und es täte mir leid, wenn seine Zeit gekommen wäre und in der Schrottpresse mag ich ihn mir wirklich nicht vorstellen. Mal sehen was die andere Werkstatt so meint!

Für unser kleines schwarzes Katzenkind ist nun die Zeit des Umzugs gekommen. Die neue Familie wartet schon sehnsüchtig auf die Kleine und da sie jetzt getestet und geimpft ist, wird sie umziehen. Die Kastration kann erst in einigen Wochen gemacht werden, die Zeit bis dahin wird sie schon im neuen Zuhause verbringen. Wir freuen uns sehr, dass alles so gut geklappt hat, wir für die Kleine eine so tolle Pflegestelle gefunden haben und das neue Zuhause einfach perfekt ist. Aus dem Unglückswurm ist eine Glückskatze geworden!

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20.11.2021

Die Hände in den Schoß zu legen und zu jammern ist nicht unsere Sache. Also haben wir uns erkundigt, wer unseren silbernen Bus mit dem Tierschutz-Logo folieren kann. So etwas ist natürlich auch immer mit Kosten verbunden, aber ohne Tierschutz-Bus geht es nicht weiter und so werden wir jetzt unseren privaten Wagen umfunktionieren. Bis uns etwas besseres eingefallen ist oder wir im Lotto gewonnen haben, muss es jetzt eben mal so gehen. Wer jemanden kennt, der einen tollen Bus verkaufen möchte und ihn nicht unbedingt vergoldet haben will, der sollte uns bitte informieren. Wir sind für jeden Tipp dankbar!

Da bis jetzt noch keine Absage für den von uns geplanten Weihnachtsmarkt am 18. Dezember in Alzey-Dautenheim kam, suchen wir noch nette Helfer für den Stand! Der Markt wird wohl den 2G-Bestimmungen folgen. Ihr solltet also geimpft oder genesen sein!

 

18.11.2021

Das Vorgespräch für unser kleines Katzen-Kind ist supergut verlaufen und so haben wir jetzt eine wunderbare Familie für die Kleine gefunden. Sobald sie geimpft ist, darf sie umziehen. Wir freuen uns sehr und hoffen, dass ihr etwas holpriger Start ins Katzenleben bald vergessen ist und sie nur noch die schönen Seiten des Lebens zu Gesicht bekommt.

Heute gab es für unseren Tierschutz-Bus die denkbar schlechtesten Nachrichten. Die Kosten der Reparatur überteigen den Wert des Wagens. Fast 2000 € für ein altes Auto aufzubringen, das vielleicht im nächsten Jahr nicht mehr über den TÜV kommt, daran ist nicht zu denken. Nun ist das passiert, was wir seit Wochen befürchtet haben. Die Werkstatt hat uns empfohlen, den Wagen an einen Händler zu geben, der uns noch ein paar Euros dafür geben wird und das Auto dann einfach zu vergessen. Nun ist guter Rat teuer. Natürlich könnten wir erstmal unseren privaten Bus umfunktionieren, neu folieren lassen und für den Verein nutzen. Allerdings haben wir dann keinen Privatwagen mehr und ohne den geht es einfach nicht. Wer weiß, wie bei uns die Vorbereitungen für die Märkte und Feste vonstatten gehen, der weiß, dass es nicht ohne einen zweiten Bus geht. Im Augenblick haben wir keine Lösung für das Problem und stehen irgendwie unter Schock.

 

16.11.2021

Die Corona Pandemie lässt uns nicht aus ihren Fängen. Eigentlich hatten wir vor, mit unserem Tierhilfe-Phönix-Stand wenigstens einen Weihnachtsmarkt zu besuchen. Ob das mit den täglich steigenden Zahlen überhaupt noch möglich sein wird, wissen wir nicht. Wir behalten die Sache mal im Auge, werden uns aber nicht darauf verlassen, dass am Ende des Jahres nochmal Einnahmen in die Vereinskasse fließen werden. Um nicht ganz untätig zusehen zu müssen, wie die Weihnachtszeit an uns vorbei geht, haben wir auf den unterschiedlichsten Internet-Plattformen auf unseren Phönix-Shop hingewiesen. Ich möchte euch nochmal alle ganz herzlich bitten, unsere Posts zu teilen. Wir haben relativ wenig Resonanz, an den Preisen und den Artikeln kann es nicht liegen. Gerade jetzt müssten unsere selbstgestricken Socken der absolute Renner sein und auch die tollen Weihnachtshalsbänder und die passenden Leinen sollten sich gut verkaufen. Leider tut sich relativ wenig und deshalb hier nochmal der Hinweis auf den Shop!

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Alle über den Shop verkauften Sachen sind gespendet worden und die Einnahmen gehen zu 100 % an die notleidenden Tiere! Was kann es Schöneres geben, als seinen Freunden oder Bekannten - natürlich auch sich selbst - etwas Tolles aus dem Shop zu kaufen und dabei zu wissen, dass das Geld komplett für die Tiere verwendet wird, die es nicht so gut getroffen haben wie unsere?! Also lasst euch nicht aufhalten und schaut euch mal im Shop um, ich bin ganz sicher, dass für jeden etwas dabei sein wird!

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14.11.2021

Unser Autoproblem entwickelt sich ganz offensichtlich zur Never Ending Story. Mir wurde jetzt gesagt, dass wir in den nächsten Tagen damit rechnen können, dass ein Reparaturplan erstellt und die Kosten zusammengerechnet werden. Nach so vielen Wochen des Wartens hoffen wir, jetzt endlich mal etwas Verlässliches gesagt zu bekommen. Ohne den zweiten Bus sind wir relativ hilflos und ein neues Auto können wir uns nicht leisten. Wie es weitergehen wird, steht also noch in den Sternen. In den letzten Jahren ging es immer darum, wie teuer die anfallenden Reparaturen letztendlich sein würden, für den Verein war das immer zu viel. Uwe und ich hatten dem Verein den Wagen vor vielen Jahren zur Verfügung gestellt, deshalb war es auch selbstverständlich, dass wir die Kosten für ihn getragen haben. Jetzt scheint es aber darum zu gehen, ob das Auto nicht vielleicht sogar verschrottet werden muss. Der Bus ist über 15 Jahre alt und hat uns immer gute Dienste geleistet, einen neuen Wagen anzuschaffen, ist aber einfach nicht drin. Wir sitzen auf heißen Kohlen und rechnen ehrlich gesagt mit dem Schlimmsten.

Natürlich gibt es aber auch schöne neue Nachrichten. Unser kleines Katzenkind entwickelt sich prächtig und hat sogar schon ganz nette Interessenten gefunden. Wie bei den Hunden auch, haben wir bei der Vermittlung einige Kriterien, die einfach erfüllt sein müssen. Auch Katzen werden von uns grundsätzlich kastriert, sie werden vor den Impfungen getestet und bekommen einen Chip. Wir wünschen uns, dass unsere kleine Katzen-Dame ein wunderschönes Zuhause bekommt und wenn möglich mit anderen Samtpfoten zusammenleben darf. In den nächsten Tagen hat Uwe das Vorgespräch mit den neuen Haltern. Mal sehen, ob die kleine Katze dort ein schönes Leben erwartet.

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12.11.2021

So, jetzt ist auch die heißersehnte Futterlieferung von VETO angekommen! So etwas ist immer wie ein riesiges Fest. Alle sind total aus dem Häuschen und freuen sich wie verrückt. Der Truck mit 33 Futterpaletten an Bord wurde schnell abgeladen und alles ist verstaut und - wie könnte es anders sein - die Verteilung an andere Tierheime hat schon begonnen.

Das Futter ist lebenswichtig und jetzt geht es darum, dass auch die anderen Tierschützer, die an unserer 'Lebensader' hängen, versorgt werden. Große und kleine Tierheime, private Organisationen bis hin zu den Damen, die die wildlebenden Katzen an Futterplätzen versorgen, alle holen sich ihren Teil der Ladung ab und alle sorgen dafür, dass das Futter so schnell wie möglich zu den Tieren kommt, die ohne unsere Versorgung diesen Winter nicht überleben würden. Wir alle sind glücklich und extrem dankbar, dass wir mit eurer Hilfe und der Unterstützung von VETO so viele Leben retten können. Ein Danke ist einfach zu wenig, fühlt euch bitte alle ganz lieb gedrückt. Eure Hilfe ist so wichtig, denn ohne eure Futterspenden könnten wir keine Tiere retten. Seht euch die Fotos an, die unsere Kollegen vor Ort für euch gemacht haben. Ihr seid einfach die Besten! DANKE, DANKE, DANKE!!!!

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10.11.2021

Unsere ersten beiden Spendenpaletten sind in Spanien angekommen. Die Protectora und alle Helfer möchten sich ganz herzlich bei euch bedanken. Das Futter wurde dringend gebraucht und die ganzen anderen Hilfsgüter sind ebenfalls blitzschnell verteilt worden. Nochmal ganz herzlichen Dank an alle Spender! Eure Hilfe kommt zu 100 % in der Protectora an!

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08.11.2021

Im Augenblick häuft sich bei uns die Arbeit massiv an und auch privat sollten wir uns jetzt um Dinge kümmern, die wir vor dem Winter noch unbedingt erledigen müssen. Am ärgerlichsten ist es, dass uns unser Tierschutz-Bus nun schon seit Wochen den Dienst verweigert. Mit nur einem Auto bleibt vieles liegen und wir hoffen, dass es eine Möglichkeit geben wird, das mittlerweile über 15 Jahre alte Auto der Tierhilfe Phönix wieder auf Vordermann zu bringen. Bisher war die Werkstatt nicht einmal in der Lage festzustellen, was dem Auto überhaupt fehlt. Seit dem Herbstfest ist der Wagen kaputt und jetzt bekamen wir mitgeteilt, dass man erstmal ein spezielles Diagnosegerät anschaffen musste, um überhaupt genau feststellen zu können, was defekt ist. Ich hätte es einfacher gefunden, den Wagen auf einen Transporter zu laden und in eine Werkstatt zu fahren, die ein solches Gerät hat, als wochenlang herumzueiern.

Aber nun ist es auch egal, ich hoffe, wir erfahren in der kommenden Woche endlich, ob es sich rentiert, das Auto zu reparieren oder ob wir ihn verschrotten können. Ohne Auto ist es für uns auf jeden Fall nicht weiter zu bewerkstelligen, wir müssen arbeiten und Geld verdienen und gleichzeitig sollen wir 24 Stunden für den Tierschutz erreichbar sein. Mit nur einem Auto geht das nicht. Wir sind im Augenblick arg frustriert und wissen nicht, wie es weitergehen soll.

 

06.11.2021

Es hat etwas gedauert, aber jetzt ist ein komplett mit Futter gefüllter LKW auf dem Weg in die Protectora Villena. VETO hat es möglich gemacht, dass die dringend benötigten Spenden seit dem 04. November 'on the road' sind. Dafür ein ganz herzliches Dankeschön an VETO und natürlich an alle Tierfreunde, die über unsere Wunschliste Futter gespendet haben!

Diese Wunschliste wird natürlich weiter bestehen bleiben und wir hoffen, dass vielleicht gerade um die Weihnachtszeit hin noch einige Spenden eingehen werden. Vielleicht können wir im Frühling dann schon die nächsten Paletten nach Spanien schicken. Ohne Futter geht es nun leider einmal nicht und wir hoffen, dass wir das bis zur nächsten Lieferung irgendwie über die Runden kommen werden.

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33 hoch gefüllte Paletten mit Futter, das ist schon mal eine ganze Menge und sicher werden die Tiere der Protectora sowie der umliegenden Tierheime einige Wochen davon zehren können. Wie lange, das kann man natürlich nie sagen, denn tatsächlich ist ein LKW voll mit Futter zwar ein Riesenspende, aber wenn die Tiere große Not leiden, dann kommen täglich Anfragen und tatsächlich hatten wir es schon, dass ein Truck von unterschiedlichen Organisationen abgeladen wurde und nichts, aber auch gar nichts im Lager landete. Alles war innerhalb eines Tages verteilt und für das Lager war nichts mehr übrig. Die Not ist groß, hoffen wir mal, dass das Futter wenigstens bis Weihnachten ausreicht und die Nasen in den kalten Monaten nicht auch noch hungern müssen. Einen Winter ohne Hunger, das wäre wunderbar!

Ab heute beginnen wir natürlich wieder Futter zu sammeln und da wir im Winter kaum Lagermöglichkeiten bei uns daheim haben, bitten wir darum, das Futter, wenn möglich, über VETO zu spenden.

Hier die Bilder, die beim Verladen des Trucks von VETO gemacht wurden. Sieht großartig aus! Natürlich zeigen wir euch in den nächsten Tagen die Bilder von der Anknunft des Trucks und auch vom Abladen im Tierheim in Villena.

Wir freuen uns riesig über diese großartige Spende! Ihr seid die Besten!

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04.11.2021

Endlich haben wir es geschafft, einen Transport für mittlerweile 2 hochvolle Spendenpaletten nach Spanien zu bekommen. Wir sind der Spedition mehr als dankbar, denn alle Kontingente sind ausgeschöpft und selbst VETO konnte unser Futter bisher nicht nach Spanien befördern. Umso wichtiger sind die beiden Paletten, die zusätzlich zu dem Geld, das wir überwiesen haben, jetzt erstmal die größte Not lindern werden. Es ist sehr hochwertiges Futter von Wolfsblut, was nun nach Spanien unterwegs ist. Es wird den Nasen schmecken, da bin ich sicher. Zusätzlich konnten wir noch ein 'Iglu', Decken und andere wichtige Hilfsgüter auf die Paletten packen. Am Ende waren sie mit über 2,30 m Höhe wirklich maximal beladen. Nochmal ein ganz herzliches DANKESCHÖN an alle Spender, natürlich auch an die Firma, die uns die tollen Futtersäcke überlassen hat!

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Von unserem kleinen Katzenkind gibt es mittlerweile tolle Bilder. Es scheint ein Mädchen zu sein, die tierärztliche Bestätigung steht allerdings noch aus. Das kleine Kerlchen ist jetzt zum erstenmal entwurmt worden, es futtert kräftig und entwickelt sich prächtig. Wie immer, wenn wir ein Katzenkind aufnehmen, wird das Kerlchen geimpft, entwurmt, gechipt und kastriert abgegeben. Das ist nicht billig und deshalb schon jetzt die Info an alle Interessenten: Die Katze wird nicht verschenkt! Wie es sich gehört, gibt es bei uns natürlich auch einen Schutzvertrag für Katzen.

Wir würden uns freuen, wenn sich die Interessenten schon jetzt melden würden, so könnten sie das kleine Kitten in der Zeit bis zur Abgabe schon begleiten und nach der Impfung auch besuchen.

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02.11.2012

Ein Anruf von einem ganz verzweifelt klingenden Alzeyer Paar hat uns gestern an Allerheiligen einen wirklich tollen Einsatz beschert. Man berichtete uns, dass seit 3 Uhr in der Nacht ein Katze ganz erbärmlich schreien würde. Lokalisieren konnte man das Maunzen leider nicht, der Schall fing sich in den Gebäuden und so vermutete man zuerst das Haus der Alzeyer Tafel als Herkunftsort. Am Feiertag erreicht man natürlich erstmal niemanden, trotzdem hatten wir nach einiger Zeit Glück und konnten eine Mitarbeiterin finden, die uns auch gerne die Tür aufgeschlossen hätte. Allerdings vermuteten wir dann, dass das Kätzchen wohl doch im Haus des Altstadtvereins eingeschlossen sein müsste. Es dauerte einige Zeit, bis wir bemerkten, dass das arme Tierchen in einem im Hof abgestellten VW gefangen war. Da es immer mal wieder über längere Zeit ganz still war, war die Lokalisation wirklich nicht einfach. Dann war es allerdings klar, das Kerlchen muss im Motorraum sitzen! Der Wagen war schon bewegt worden und der Motor war warm. Ob das Tier verletzt sein würde, konnten wir nicht abschätzen.

Wir hofften, dass wir das Auto nicht würden auseinander nehmen müssen, versuchten aber schon einmal, eine Hebebühne ausfindig zu machen. Leider waren alle Leute nicht daheim und die Geschäfte geschlossen. Manchmal muss man aber auch einfach mal Glück haben und so zeigte sich plötzlich ein winziges schwarzes Köpfchen ganz tief unten im Motorraum. Das neugierige und nicht dumme Kätzchen nutzte seine Chance und streckte sein Köpfchen zwischen Kabeln und der Batterie nach oben. Ich kann gar nicht mehr genau sagen, wie ich es erwischt habe, aber plötzlich hatte ich das magere Hälschen zwischen Zeige- und Mittelfinger. Jeder, der Katzen kennt, der weiß, dass wenn der Kopf irgendwo durchpasst, der Körper hinterherrutscht. So war es dann auch bei dem ca. 6-7 Wochen alten Kitten. Endlich befreit, steckte es unter meiner warmen Jacke und leckte mir dankbar die Finger ab. Schon 20 Minuten später war das winzige Geschöpf auf einer unserer Pflegestellen und wurde liebevoll mit Katzenmilch und Nassfutter versorgt. Ganz herzlichen Dank an Carmen, die, ohne lang zu überlegen, eingesprungen ist.

Noch haben wir nicht genau nachgesehen, ob es ein Kater oder eine Kätzin ist. Wir dachten aber, dass wir seinen Namen vielleicht den Umständen seiner Rettung anpassen sollten. So wird das Kerlchen dann wahrscheinlich GOLFo oder FLOGy heißen.

Hier ein Bild des Motorraum links, der Pfeil zeigt auf das kleine Katzenköpfchen! Was für ein Glückspilz!

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31.10.2021

Unsere Pferde sind uralt und der Winter steht vor der Tür. Wir sehen bei uns, dass uns die Kälte immer mehr in die Knochen fährt und bei unseren Pferden ist es sicher nicht anders. Da beide schon immer im Offenstall gelebt haben, werden wir sie jetzt nicht aus ihrer altbekannten Umgebung reißen, aber wir haben ihnen mit Hilfe unserer Freundin Silke einen kleinen Windschutz an den Stall gebaut. Das Teil ist abnehmbar und wird nur in der kalten Jahreszeit die dick eingestreute Stallseite vor Wind und Wetter schützen. Hier können wir jetzt fast einen ganzen Rundballen Stroh ausstreuen und den beiden alten Pferden die Möglichkeit geben, warm und weich zu liegen.

Als wir die beiden von der Koppel geholt haben, um ihnen die tolle Neuerung zu zeigen, wurde einmal kurz geschnaubt und das war es dann auch schon. Freude sieht bei Pferden anscheinend anders aus... :) Auf jeden Fall waren WIR glücklich, dass die alten 'Gäule' im Winter einen muckeligen Rückzugsort haben. Die beiden werden es spätestens im Januar/Februar zu schätzen wissen! Ein ganz herzliches Dankeschön nochmal an Silke, die mit ihrem Bohrschrauber ganze Arbeit geleistet hat!

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29.10.2021

Ich hatte vor einger Zeit schon einmal davon berichtet, dass es in Spanien in jedem Jahr Ausschreibungen gibt, bei denen von der Stadt der günstigste Anbieter gesucht wird, der sich um die streunenden, verletzen oder auch halterlosen Tiere kümmert. In Deutschland käme niemand auf die Idee, dass den Zuschlag auch ein Betreiber einer Tötung bekommen könnte, in Spanien leben die Mitarbeiter der Protectora immer wieder genau mit dieser Angst. Die Stadt kommt ihren vertraglich zugesicherten Zahlungen nicht nach und man versucht überall Gelder einzusparen. Da liegt der Gedanke nahe, sich kein teures Tierheim mehr zu leisten, sondern dieses einfach in eine Perrera umzuwandeln. Die Angst sitzt allen im Genick, allerdings haben wir es mit unseren Futterlieferungen in den letzten Jahren geschafft, die Protectora relativ unabhängig zu machen. Das so für Futter eingesparte Geld wurde für Neuanschaffungen, den Ausbau der Anlage und auch für eine Tierärztin verwendet. Mikrospenden waren zusätzlich eine tolle Idee und auch wenn das in Deutschland nicht so populär ist, in Spanien gibt es viele Menschen, die sich monatlich mit ganz kleinen Beträgen, dafür aber ganz regelmäßig an den doch sehr hohen Kosten der Protectora beteiligen.

Auch wenn es immer mal wieder schlimme Tiefschläge gab - wir alle hatten den Blick immer nach vorne gerichtet. Jetzt haben wir 2200 € von VETO nach Spanien weitergeleitet und denken, dass wir vielleicht sogar noch etwas obendrauf legen können, um den lang gehegten Wunsch aller endlich wahr werden zu lassen. Wir wünschen uns ein Gelände, auf dem alte und therapiebedürftige Tiere in Ruhe und mit ausreichend Betreuung leben können. Eine weitere Tierärztin soll das Team verstärken und am Ende soll es eine kleine Klinik auf dem Gelände der Protectora geben. Wäre das erreicht, wäre die Protectora Villena nicht mehr in Gefahr. Sie wäre ein Anlaufpunkt für andere kleinere Tierheime und könnte mit den erwirtschafteten Geldern viele Dinge selbst finanzieren. Die Abhängigkeit von der Stadt könnte in den Hintergrund treten und man müsste nicht mehr befürchten, irgendwann einfach wegrationalisiert zu werden.

Wir haben immer dafür plädiert, die hart umkämpften Strukturen zu erhalten und kein Tierheim zu verlieren, keine Pflegestelle aufgeben zu müssen, nicht einmal eine Futterstelle ohne Betreuung zu lassen. Es sieht so aus, also ob sich nun nach so vielen Jahren unser Ziel endlich in greifbarer Nähe befindet.

Sobald das erreicht sein wird, werden Uwe und ich uns aus der aktiven Tierschutzarbeit zurückziehen. Ich habe jetzt fast 45 Jahre Tierschutzarbeit hinter mir, mit Uwe zusammen sind es auch schon bald 30 Jahre. Sicherlich werden wir immer Aufgaben im Tierschutz übernehmen, aber da wir leider keine Nachfolger gefunden haben, wird die Tierhilfe Phönix e.V. nicht ewig existieren. Wir sind mittlerweile einfach nicht mehr gesund und fit genug, um uns um alles kümmern zu können und unsere Tiere wollen ja auch anständig versorgt werden. Unsere Pferde sind so alt wie Methusalem und die Hunde sind auch fast alle schon Oldies.

Es fällt immer schwer, etwas loszulassen, schon gar, wenn man es aufgebaut hat und so viel Herzblut daran hängt, es ist aber auch wundervoll, wenn man weiß, dass man das vor vielen Jahren gesteckte Ziel erreicht hat.

Bestimmt vergeht noch einige Zeit, bis wir in ganz sicherem Fahrwasser sind, aber so wie es aussieht, haben wir den letzten Abzweig nicht verpasst und nun könnte es endlich etwas ruhiger werden...

 

27.10.2021

Unser kleiner Pflegi hatte heute eine ganz begeisterte Interessentin und so kam es wie es kommen musste, er ist vermittelt. Auch wenn man schon viele Pflegehundchen hatte, man trennt sich nie leicht. Die Kerlchen wachsen uns ans Herz, wir lieben sie einfach. Pinsel wird ein tolles neues Zuhause bekommen und wir sehen ihn sicher regelmäßig wieder. Der kleine Wicht wird zu unserer Freundin gehen. Die beiden Hundchen, die bei ihr leben, sind ebenfalls von der Tierhilfe Phönix und so kennen sich die Nasen schon seit einigen Wochen. Wir haben Pinselchen bei seinem Ausflug ins neue Zuhause natürlich begleitet und ganz beruhigt festgestellt, dass er dort sofort mit dem Bällchen gespielt hat und das neue Körbchen gleich von ihm bezogen wurde. Also, alles gut! Pinsel hat es geschafft, er hat jetzt ein Haus mit Garten, tierische Freunde und ein liebes Frauchen - was will man mehr?!

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25.10.2021

Von unserem Herbstfest kennen die Besucher natürlich unseren Tierhilfe-Phönix-Stand. Dort werden normalerweise auch auf Märkten und Stadtfesten (wegen Corona ist das leider ausgefallen) usw. die von unseren Mitgliedern selbstgemachten Dinge zu Gunsten der Tiere angeboten. Die Auswahl ist groß und geht von den selbstgestrickten Socken bis zum Hundekörbchen. Eigentlich sollte für jeden etwas dabei sein.

Mit großen Schritten bewegt sich der Herbst nun auf die Winterzeit zu und viele Hundebesitzer suchen noch Geschenke für Nikolaus oder Weihnachten. Auch kleine Mitbringsel erhalten die Freundschaft - so sagt man jedenfalls - und deshalb möchte ich euch bitten, seht euch einfach mal im Phönix-Shop um. Dort findet ihr viele schöne selbstgemachte Sachen, die jedem Hundebesitzer das Herz aufgehen lassen. Die Erlöse gehen übrigens zu 100 % an die Tierhilfe Phönix e.V. Wenn ihr etwas kauft, ist es also eine Spende für den Tierschutz. Ist doch toll, oder?

Zum Beispiel diese tollen Schlüsselanhänger ab 3,50 €:

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23.10.2021

Von VETO haben wir heute einen Scheck über 2200 € bekommen! Das ist großartig und wir bedanken uns ganz herzlich dafür! VETO zahlt einen Teil der von euch für Futter gespendeten Gelder an die Vereine als Geldspritze aus, denn man weiß, dass oft Geld für wichtige Operationen, Umbaumaßnahmen, Renovierungen, Neuanschaffungen usw. fehlt und unterstützt deshalb auch finanziell. Für uns kommt das Geld genau rechtzeitig, jetzt können wir den Scheck einfach nach Spanien weiterreichen. Wir freuen uns sehr darüber und sagen bei allen Spendern nochmal ganz herzlich DANKESCHÖN!!!

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21.10.2021

Pinsel war ganz lieb und brav und so habe ich die Fäden an der mittlerweile sauber verheilten Kastrationswunde gezogen. Nun steht einer Vermittlung nichts mehr im Weg und wir hoffen, für den Wicht eine ganz tolle Familie zu finden, die ihn sein restliches Leben begleiten und umsorgen wird. Wie wir jetzt wissen, ist Pinselchen gerade mal 2 Jahre alt, er hat in dieser kurzen Zeit schon viel erlebt und hat jetzt ein ruhiges und wunderschönes Zuhause verdient.

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Unser Transportproblem hat sich bisher nicht lösen lassen, noch immer haben wir keinen Termin für unsere Fracht nach Spanien bekommen. Tatsächlich geht es VETO nicht anders als uns und so werden wir jetzt erstmal eine Geldspende nach Spanien senden, um das dort so dringend benötigte Futter kaufen zu können.

 

19.10.2021

Wir hatten in Spanien einen weiteren Hilfstransport angekündigt, aber leider hat sich die Lieferung verzögert. Es ist im Augenblick mehr als problematisch, eine Fracht zu buchen und auf den Weg zu bringen. Es scheint keine freien Stellplätze mehr zu geben und einen ganzen LKW zu buchen, ist fast aussichtslos. Nun sitzen unsere Kollegen ohne Futter in der Protectora, wir haben es hier und kriegen es nicht nach Spanien. So wie es aussieht, wird sich diese Situation noch zuspitzen und ganz sicher nicht entspannen. Im Augenblick wissen wir nicht so recht, wie wir das Problem lösen sollen und hoffen, dass VETO uns die noch nicht versendeten Futterspenden, die wir noch aus der letzten Spendenaktion als Guthaben aufgelistet haben, in den nächsten Tagen versenden wird. Ansonsten wird es eng und wir müssten Futter in Spanien kaufen und direkt an die Protectora liefern lassen. Hoffen wir mal, dass VETO eine Lösung für uns parat hat.

Pinsel, unser kleiner Pflegi, entwickelt sich prima. Wir können seine Fortschritte täglich beobachten und freuen uns sehr, dass es ihm mittlerweile wieder so gut geht. Seine Kastrationswunde ist sauber abgeheilt und die Fäden können bald gezogen werden. Pheusy und Gulliver bekommen wöchentlich Physiotherapie und auch hier sehen wir ständige Verbesserungen im Bewegungsablauf beider Hundchen. Pheusy beginnt sein Bein wieder zu benutzen, zwar sehr vorsichtig und auch nur manchmal - aber wir freuen uns tatsächlich über jede noch so kleine Verbesserung. Gulliver scheint mit der Medikamentengabe gut klar zu kommen, er bewegt sich fast wieder normal. Wenn man bedenkt, dass wir vor noch nicht allzulanger Zeit nicht einmal wussten, ob er überleben wird, dann ist das jetzt ein ganz enormer Erfolg.

Da wir ein 'Altenheim' haben, ist es allerdings normal, dass ständig Tierarztbesuche notwendig sind. Die nächste, die es trifft, ist wohl Lupine. Sie hatte vor ca. 3 Jahren einen bösartigen Tumor am Auge und nun scheint mir ihr Auge angeschwollen zu sein. Natürlich machen wir uns Sorgen um unser kleines Mädchen, schon gar, nachdem wir jahrelang gesagt haben, dass sie ca. 8 Jahre alt ist. Beim Nachsehen im Impfpass stellten wir dann fest, dass Lupine schon 14 Jahre alt ist. Der Schreck ist uns böse in die Knochen gefahren und von jetzt auf gleich ist uns klar geworden, dass sie den Zenit schon lange überschritten hat. Sie ist eine Omi und keine gestandene Lady mehr. Wir hoffen, dass Lupine noch lange bei uns sein wird und diese Schwellung nichts Schlimmes zu bedeuten hat.

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17.10.2021

Der SPIEGEL hat in der letzten Ausgabe einen Artikel über Tiere als Ökosünder veröffentlicht. Es ist ein recht ungewöhnlicher Beitrag, denn plötzlich werden Tiere zu Klimakillern gemacht und es wird der CO2-Pfotenabdruck pro Tier und Jahr berechnet.

Fleischfresser schaden der Umwelt und so wird nun von Forschern ergründet, ob unsere Haustiere vielleicht auch vegan leben können. In Deutschland gibt es 16 Millionen Katzen, 11 Millionen Hunde, 5 Millionen Kleintiere usw.

Es geht darum festzustellen, ob es möglich ist, das Futter auf Fleischbasis durch Pastinaken, Bananen, Chicoree, Erbsen usw. zu ersetzen und ob es vielleicht auch sinnvoll ist, Fleisch durch Insekten auszutauschen. Veganes und Vegetarisches liegt auf jeden Fall mal im Trend.

2020 wurde eine Studie zum ökologischen Pfotenabdruck von der technischen Universität Berlin veröffentlicht. Demnach wird uns pro Mensch eine Gesamtmenge von etwa 1,5 Tonnen CO2-Äquivalenten vom Weltklimarat zugestanden, um das 1,5-°C-Ziel erreichen zu können. Ein großer Teil dieser Menge wird schon durch das Leben eines Durchschnittshundes aufgebraucht. Dabei ist das Futter auf Fleischbasis für ca. 90 % des CO2-Pfotenabdrucks verantwortlich. Man kommt zu dem Schluss, dass einen Hund zu halten genauso klimaschädlich ist wie jährlich fast 3000 km mit dem Auto zu fahren. Pferde kommen bei dieser Berechnung noch schlechter weg, sie sind jährlich so klimaschädlich wie eine 9000-km-Autofahrt. In diese Berechnung fließen natürlich auch die Fahrten zum Pferdestall, zum Reitplatz, zum Tierarzt usw. mit ein.

Ganz besonders eindringliche Zahlen lieferte 2017 die University of California in Los Angeles. Wären die über 160 Millionen Hunde und Katzen Amerikas eine Nation, so würden sie den fünftgrößten Fleischverbraucher der Erde stellen.

Es wird dazu geraten, Vögel, Mäuse, Hamster usw. als Heimtiere zu halten. Sie sind weitaus klimaschonender, da sie sich von Körnern und/oder Saaten ernähren. Kanadische Forscher raten auch zu Ratten, denn die vertilgen die Reste unseres Essens.

Nun, es sind Studien und viele von uns werden darüber lachen. Ich bin mir noch nicht so ganz sicher, wie ich zu solchen Untersuchungen stehe. Tatsächlich werden Schuldige gesucht. Noch werden unsere Haustiere nicht sanktioniert, aber wird das so bleiben? Wird es zukünftigen Generationen gestattet sein Hunde, Katzen und Pferde als Haustiere zu halten? Wird es Beschränkungen geben oder werden die Tiere vielleicht hoch besteuert werden? Niemand gibt Studien in Auftrag, die keinen Nutzen haben und da wir ja alle bald klimaneutral agieren sollen, würde es keinen Sinn machen, uns Tiere zu erlauben? Georg Orwell hätte seinen Spaß an solchen Ideen gehabt. Sind wir vielleicht die letzte Generation, die sich Tiere ohne wenn und aber anschaffen darf?

Auf jeden Fall ist es laut dieser Studien möglich, Hunde mit Insektenfutter zu ernähren, auch eine Vegane oder vegetarische Ernährung sei möglich. Katzen sind allerdings reine Fleischfresser, sie können mit Gemüse gar nichts anfangen. Also tun wir was für die Umwelt: Schaffen wir uns einen möglichst kleinen Hund an. Der würde dann zwar während seines Lebens immer noch ca. 1500-2000 Liter Urin und fast eine Tonne Kot ausscheiden und zur massiven Überdüngung der Umwelt beitragen, aber mit Insektenfutter können wir die ganze Sache schon schaukeln. Hohe Hundesteuern und Beschränkungen von Staats wegen auf einen Hund pro 100 Einwohner wären doch sicher machbar. Schon brauchen wir keinen Tierschutz mehr, die Umwelt atmet mal tief durch und die Menschen sind glücklich?

Es gibt doch bestimmt auch Studien darüber, wie wichtig Hund und Katz für die Psyche und unsere Körper sind, oder? Für uns sind unsere Tiere vollwertige Familienmitglieder, sie geben Lebensfreude, trösten und reduzieren Stress. Ich bin sicher kein Ökosünder, aber wenn mir jemand erzählen will, dass mein Tiere der Umwelt schaden, dann frage ich mich wirklich, ob das der richtige Ansatz ist. Ich habe mal gehört, dass die Bundeswehr der größte Umweltsünder aller Zeiten ist, davon schreibt irgendwie keiner. Ich meine mich zu erinnern, dass ein Eurofighter pro Flugstunde 3500 kg Treibstoff verbraucht, das wären umgerechnet 11.000 kg ausgestoßenes Kohlendioxid! Das Luftgeschwader eines deutschen Horstes (Luftgeschwader 74) verbrauchte im Jahr 2013 10.200 Tonnen oder anders gesagt 12,8 Millionen Liter - also 32.000 Tonnen Kohlendioxidausstoss. Waffen bringen Tod und Leiden - sie schaden der Umwelt und dem Klima. Mich würde interessieren, wieviel das Militär weltweit zum Klimawandel beiträgt. Es gibt gewiss noch mehr solcher Beispiele. Ich halte es jedenfalls für abstrus, unsere Haustiere als Klimakiller zu stigmatisieren. Was meint ihr dazu?

 

15.10.2021

Die Woche neigt sich dem Ende zu und wir sind völlig kaputt. Es ist im Augenblick so viel zu tun, dass wir kaum eine ruhige Minute haben. Bitte wundert euch nicht, wenn meine Tagebucheinträge mehr als unregelmäßig erscheinen, aber ich habe so wenig Zeit, dass ich kaum zum Schreiben komme. Die Tiere sind einfach im Augenblick wichtiger und Pheusy macht uns immer noch Sorgen. Man kann ihn nicht aus den Augen lassen und zu allen Aktivitäten muss er dementsprechend mit. Er findet das nicht besonders prickelnd, aber es geht einfach nicht anders. Wir gehen kein Risiko ein und bevor er nicht wieder alle vier Beinchen benutzt, bleibt er unter strenger Aufsicht. Pinsel darf nicht an seine Fäden und deshalb ist auch er jetzt immer mit unterwegs. Wir versuchen ihm den Halskragen zu ersparen, aber das bedeutet eben, ihn ständig im Blick zu halten. Die 10 Tage werden rumgehen, dann wird es einfacher sein und sicher haben wir dann auch mal wieder etwas mehr Zeit.

Der Herbst ist für Gartenfreunde immer sehr anstrengend. Alle Blumen müssen überwintert werden, manche fahren wir in die Gärtnerei, andere müssen in die Garage oder in den Keller. Die vielen Buntnesseln, die wir vor der Haustür hatten, sind mittlerweile auf dem Wertstoffhof gelandet und die Ableger für das nächste Jahr stehen im Wintergarten unter Pflanzlicht. Der Hof wird gekärchert und der Balkon geschrubbt... es scheint kein Ende zu nehmen. In jedem Jahr wundern wir uns über die enorme 'Biomasse', die wir über die Sommermonate gegossen und gepflegt haben. Trotzdem, es fällt mir schwer, den Sommer gehen zu lassen. Ich liebe den Duft von Pflanzen und vermisse schon jetzt das Singen der Vögel. Dem Winter kann ich wenig abgewinnen. Es ist immer dasselbe - da muss ich wohl durch! :)

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13.10.2021

Seit Pinsel bei uns ist, sind wir ständig unterwegs. Dass der Kleine beim Frisör war, hatte ich euch ja schon erzählt. Jetzt ist er auch geimpft und kastriert worden, natürlich wurden bei dieser Gelegenheit auch die kleinen Zähnchen gesäubert. Manchmal wundern selbst wir uns noch, was so eine Zahnreinigung alles bewirkt. Jetzt futtert der Wicht ganz plötzlich sogar Trockenfutter. Nicht, dass seine Zähne schlimm gewesen wären oder gezogen wurden, nein, sie hatten nur schlimmen Belag/Zahnstein. Wir freuen uns auf jeden Fall, denn dem kleinen Pinsel geht es jeden Tag besser und langsam benimmt er sich wie ein normaler Hund. Unser Rudel hat ihm gut getan und speziell Ronnie hat eine ganz enge Beziehung zu Pinsel aufgebaut. Es macht Spaß, den beiden zuzusehen!

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Wie in jedem Jahr haben wir auch jetzt wieder Quitten für den Verein gepflückt. Ganz lieben Dank nochmal am Silke, die fleißig mitgeholfen hat. Die knallharten Früchte haben wir dann in die Mosterei gebracht und aus dem Saft über 120 Gläser Gelee gekocht. Wer Interesse hat, kann sich gerne melden. Der Gelee wird zu Gunsten der Tierhilfe Phönix abgegeben!

 

11.10.2021

Das Voting für den Spenden-Marathon ist entschieden und leider sind wir mit nur ca. 140 für uns abgegebenen Stimmen nicht mit dabei. Es bleibt noch die Hoffnung, dass Veto uns aus dem Topf der 20 Vereine zieht, die über das Losverfahren Glück haben und am Spendenmarathon teilnehmen dürfen. Wenn nicht, geht die Welt auch nicht unter und wir machen weiter wie bisher.

In den letzten Tagen hatten wir wahnsinnig viel Arbeit und Pinsel, der kleine neue Pflegehund, hat uns auf Trab gehalten. Der Wicht war mittlerweile beim Frisör, geimpft und gechipt ist er auch. Dass er mal stubenrein war, hatte er leider völlig vergessen, nun lernt er es neu. Sein Verhalten im Rudel wird täglich sicherer. Als er zu uns kam, war er ein kleiner, verschreckter Wicht, der aber gleichzeitig sexuell hyperaktiv war. So etwas ist eine dumme Mixtur und wird in einem Rudel nicht gerne gesehen. Zum Glück heilt ein Rudel viele Wunden und so ist er jetzt akzeptiert und hat einen großen Teil seiner Marotten abgelegt. Er genießt es nun auch wieder gestreichelt zu werden und schläft gerne auf unserem Bauch ein. Wir freuen uns sehr darüber, dass er sich so gut entwickelt und denken, dass er bald wieder ein normaler Hund sein wird.

Natürlich gibt es auch wieder neue Nachrichten von Bruno. Viele von euch haben den kleinen Pflegi auf unserem Herbstfest gesehen und fanden ihn extrem süß. Er hatte gerade die Zähne gemacht bekommen und sollte dann in die Vermittlung. Das hat sich jetzt erledigt, denn Bruno hat Delia zur Pflegestellenversagerin gemacht. Delia, ganz herzlich willkommen im Club! Wir freuen uns sehr für die Beiden!

 

07.10.2021

Für unser Abstimmungsergebnis sieht es wirklich nicht gerade rosig aus. Bis heute haben wir nicht einmal 90 Stimmen für die Tierhilfe Phönix e.V. verzeichnen können. Tja, ich weiß nicht so recht, woran das liegen mag, hoffe aber mal, dass noch nicht alle abgestimmt haben und da noch was kommt... 300 Stimmen hätten wir eigentlich locker bekommen müssen - was hat euch denn abgehalten, für uns zu voten? VETO sorgt dafür, dass die ausgesuchten Vereine genügend Futter für den Winter bekommen, so etwas ist ein Riesengeschenk für die hungrigen Tiere der Protectoras. Es wird ja nichts Schwieriges oder Gefährliches erwartet, nur einfach auf einen Button drücken, das kann doch eigentlich jeder. Vielleicht kann man noch seinen Ehepartner oder die Kinder, Freunde, Nachbarn usw. ebenfalls über den Zweck der Aktion unterrichten und sie auch zum Abstimmen motivieren? Bei nur 100 Mitgliedern könnten so innerhalb von einem Tag schon leicht 300 Klicks zusammenkommen. Ich bin wirklich traurig, dass Uwe und ich uns ständig ein Bein für die armen Nasen ausreißen und diese großartige Chance, Futter für unsere Schützlinge zu bekommen, so wenig Beachtung gefunden hat. Nun, jetzt ist es wie es ist, es bleibt uns noch die Hoffnung auf mehr Stimmen, die Aktion läuft ja noch bis zum 11. Oktober.

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05.10.2021

Unser Tag war heute sehr turbulent. Es ist ein kleiner Pflegehund bei uns abgegeben worden, dessen Eigentümer leider plötzlich verstorben ist. Das Kerlchen ist sehr nervös und braucht das Rudel, um erstmal wieder Hund zu sein und Hund zu lernen. Er hat offensichtlich sehr lange keinen Kontakt mehr zu Artgenossen gehabt und weiß jetzt nicht so recht, wie er sich verhalten soll. Der Wicht eckt bei allen Hunden an und lernt gerade, wie man sich als Hund verhalten sollte. Seine Unruhe verhindert, dass er in Ruhe fressen kann und leider ist er auch kaum ansprechbar. Wir mussten ihn zuerst einmal duschen, denn sein Gestank war atemberaubend, die vielen Filze haben wir auch entfernt und natürlich bei der Gelegenheit auch die Ohren sauber gemacht. Die Krallen waren rund und so mussten auch die sofort gekürzt werden. Jetzt kann der Bub, den wir 'Pinsel' genannt haben, wenigstens wieder anständig laufen. Für Montag haben wir einen Termin bei unserer Lieblings-Hundefrisöse in Seibersbach. Frau Hunschock wird ihm eine anständige Frisur verpassen und ich hoffe, dass er sich dann nicht mehr ständig in sein Fell pinkelt emoji_grin. Vielleicht ist er ja auch bis dahin stubenrein... emoji_laughing

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Da wir heute erfahren haben, dass es im Nachbardorf auch noch eine ältere Katze gibt, die unbedingt eingefangen werden muss und wohl ab Samstag einen Pflegeplatz braucht, hoffen wir, dass wir noch jemanden finden, der den Stubentiger erstmal aufnehmen kann. Die Situation ist schwierig und leider müssen wir sofort handeln, unsere Hunde finden Katzen allerdings nicht so prickelnd und deshalb brauchen wir dringend Hilfe! Es handelt sich um einen kastrierten Kater, der eigentlich immer Wohnungskatze war nun aber Freigänger wurde. Ich denke, er wäre gerne wieder im Haus und würde ein warmes Körbchen dankend annehmen. Er ist nicht ganz kurzhaarig und soll ein Mix aus einer Norwegischen Waldkatze und einer EKH sein. Anfallende Kosten werden natürlich von uns getragen.

 

04.10.2021

Ihr wisst ja, dass wir uns bei VETO zum Spendenmarathon angemeldet haben. Von den letzten Jahren kennt ihr sicher das Prozedere noch sehr gut. VETO gibt allen teilnehmenden Tierschutzorganisationen die Chance, über das Voting, das heißt mit der Anzahl der für einen Verein abgegebenen Stimmen oder über ein Auswahlverfahren von VETO selbst mit zu den glücklichen Gewinnern zu gehören. 50 Tierschutzvereine werden letztendlich teilnehmen dürfen und das bedeutet für die Tiere jede Menge Futter und für die Kollegen eine große Sorge weniger!

Ganz klar, dass wir mit dabei sein wollen und jeden gebeten haben, seine Stimme für uns abzugeben. Das geht per Handy oder auch am Computer, Tablet oder Laptop. Wichtig ist nur der eine kleine Klick! Das schafft ihr doch!

Bisher haben wir noch keine 100 Stimmen bekommen und die Aktion läuft nur noch wenige Tage. Ich hoffe, dass ihr vielleicht nochmal die Trommel für uns rührt und eure Freunde, Bekannte, Nachbarn, Schulkollegen, Kommilitonen, Freundeslisten usw. aktiviert und motiviert für uns zu Voten. Ihr kennt doch alle unser leidiges Problem. Ohne Futter verhungern die Tiere und so ein kleiner kostenloser Klick kann ihnen das Leben retten. Also, es ist ganz easy - los gehts!

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02.10.2021

Hallo ihr Lieben, ihr habt nun einige Tage nichts von mir gehört, was daran lag, dass unser kleiner Gulliver krank war und Pheusy seine OP hatte. Beide Nasen konnte man nicht aus den Augen lassen und so habe ich eine Woche auf dem Sofa verbracht und nach den Wichtelmännchen gesehen. Gulli hat die Ultraschall-Behandlung, die Physiotherapie und das Magnetfeld gut getan und er kann wieder recht gut laufen. Keilwirbel sind etwas, was wir nicht beheben können und wenn sie ihm Schmerzen machen, dann können wir nur hoffen, dass alle unsere Versuche, ihm zu helfen, von Erfolg gekrönt sind, denn Kortison, was ihm wahrscheinlich sofort Erleichterung verschaffen würde, darf der Kleine auf gar keinen Fall bekommen. Sein Cushing-Syndrom lässt ihn sein Fell verlieren und macht ihm sowieso schon riesige Probleme, die Gabe von Kortison wäre in diesem Fall absolut verboten.

Von Pheusy haben wir nun endlich das Ergebnis für die Beprobung seines Kehldeckels bekommen. Wir haben uns wegen eines Mastzellentumors, der ihn vor Jahren schon einen Teil seines Ohres gekostet hat, große Sorgen gemacht. Seine Prognosen waren sehr schlecht und wir hätten uns nicht darüber gewundert, wenn die Beprobung schlecht ausgegangen wäre - ist sie aber nicht! Pheusy hat wohl irgendwann einmal eine Entzündung verschleppt, wahrscheinlich war das lange, bevor wir ihn bekommen haben und deshalb ist dein Kehldeckel etwas deformiert und auch farblich verändert. Es ist nichts Schlimmes und das beruhigt uns jetzt wirklich sehr.

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Trotz all dem Stress, den wir in der letzten Woche hatten, haben wir uns natürlich bei VETO zum Spendenmarathon angemeldet. Ihr kennt das ja schon aus den letzten Jahren. VETO gibt allen Tierschutzorganisationen die Chance, entweder über das Voting, das heißt mit der Anzahl der für einen Verein abgegebenen Stimmen oder über ein Auswahlverfahren von VETO selbst, mit zu den glücklichen Gewinnern zu gehören. Für die 50 Tierschutzvereine, die teilnehmen dürfen, bedeutet das Futter für ihre Schützlinge und einen sorglosen Winter!

Natürlich haben wir uns sofort angemeldet und hoffen, dass ihr uns kräftig unterstützt. Jeder hat eine Stimme und kann für seinen Lieblingsverein voten. Wir sind sicher, dass ihr uns wieder helfen werdet, Futter für all unsere Schützlinge zu gewinnen. Bitte teilt unseren Abstimmungs-Link und bezieht all eure Freunde, Verwandten, Bekannten oder auch eure Freundes-Listen bei Facebook usw. mit ein. Jede Stimme bringt uns dem Ziel etwas näher und wie immer wollen wir natürlich auf jeden Fall mit dabei sein. Die Abstimmung läuft nur wenige Tage, deshalb ist es wichtig, direkt aktiv zu werden und keine Zeit zu verschwenden! Bis jetzt nehmen schon fast 140 Vereine teil und es werden sicher noch mehr. Es sind große Vereine mit dabei, die jetzt schon uneinholbar an der Spitze stehen, es sind aber auch viele kleine Organisationen darunter und da wir normalerweise bei solchen Aktionen immer fleißig und motiviert waren, denke ich, dass wir eine wirklich gute Chance haben, unter die ersten 30 Vereine zu kommen. Wenn nicht, dann haben wir immer noch die Möglichkeit, als einer von 20 Vereinen von VETO ausgewählt zu werden. Bitte seid so lieb und helft uns!

Hier der Link zum Voting (auf das Banner klicken):

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    Ein herzliches Dankeschön an all unser Freunde, Mitglieder und Unterstützer!!!

    Edith, Uwe und das ganze Team der Tierhilfe Phönix e.V

 

25.09.2021

Heute erreichte uns der Anruf, dass wir wieder Spenden vom Fressnapf abholen dürfen. Über solche Anrufe freuen wir uns immer riesig, denn nicht nur die netten Mitarbeiter des Fressnapf sammeln für uns, sondern auch die Kunden bringen Spenden für unsere spanischen Hunde/Katzen vorbei. Leider können wir diesesmal die Sachen nicht selbst abholen, unser Tierschutz-Bus hat die Flügel gestrichen. Ob es der endgültige Abschied von unserem alten Auto sein wird, wissen wir noch nicht genau, aber es hört sich nach der Antriebswelle an. Dann wäre es wohl nicht mehr rentabel, den Bus reparieren zu lassen. Florian hat sich bereit erklärt, die Spenden am Montag auf seinen Pickup zu laden und zu uns zu fahren. Wir sagen jetzt schon mal danke dafür. In der kommenden Woche werden wir dann die nächste Spendenpalette für die Protectora packen und losschicken. Am Ende der Woche wird dann die Werkstatt den alten Tierschutz-Bus nachsehen und uns sagen, ob wir noch etwas tun können.

An unserem Herbstfest sind wieder einmal Dinge, die uns nicht gehören, bei uns liegengeblieben. Es sind Salatschüsseln, Bestecke und auch Kuchen-Boxen. Wenn ihr etwas vermisst, fragt einfach mal bei uns nach!

Wir möchten euch alle bitten, uns am Montag ganz feste die Daumen zu drücken. Unser kleiner Pheusy wird operiert. Er reagiert sehr stark auf Narkosen und leider ist er uns schon zweimal während einer OP fast gestorben. Seine Atmung hatte plötzlich ausgesetzt und auch sein kleines Herz wollte nicht mehr schlagen. Beide Male konnten wir ihn mit viel Glück zu uns zurückholen. Wir hoffen, dass die OP am Montag nicht sein Todesurteil ist und haben im Vorfeld alle Untersuchungen gemacht, um das Risiko zu minimieren. Wir haben uns schon viel zu lange um die absolut notwendige OP herumgedrückt. Wir müssen das Risiko also eingehen und können nur hoffen, dass unser kleiner Schatz es schafft. Bitte drückt uns und natürlich ihm ganz feste die Daumen!

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23.09.2021

Uwe hatte heute Geburtstag und natürlich haben wir das anständig gefeiert. Ich habe zwar keinen dicken Kopf, aber müde und geschafft bin ich trotzdem. Wir geben uns morgen mal eine Auszeit und melden uns wieder wenn wir mal richtig ausgeschlafen haben!

Hier trotzdem nochmal einige tolle Bilder, die Anja am Herbstfest gemacht hat. Sie hatte sie schon einmal in einem Album auf Facebook eingestellt. Da wir aber immer wieder danach gefragt wurden, stellen wir sie hier nochmal ein. Viel Spaß damit!

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21.09.2021

Nach dem Fest ist vor dem Fest und das bedeutet alles schön ordentlich aufzuräumen, man will die Sachen ja auch nochmal wiederfinden. Wieso das so viel Zeit einnimmt, wird mir ein ewiges Rätsel bleiben, aber tatsächlich werden wir wohl noch mehrere Tage damit beschäftigt sein. Überall steht etwas herum, was jetzt nicht mehr benötigt wird und meine Küche ist ein Schlachtfeld. Ich hasse das und renne den ganzen Tag im Haus herum, um alles abzuwischen und sauber zu verstauen. Es wird ein Ende haben und spätestens am 23.09. muss ich fertig sein, denn da hat Uwe Geburtstag.

Leider haben wir schlechte Nachrichten aus Spanien bekommen. Paloma, die wir für den nächsten Transport eingeplant hatten, hatte mehrere Tumore, die mittlerweile operiert wurden. Leider waren sie nicht gutartig. Die Kleine hat so kaum Vermittlungschancen und wir wissen jetzt nicht, was wir tun sollen. Wir haben überlegt, eine Dauerpflegestelle für sie zu suchen, allerdings ist es gar nicht so leicht, so einen Platz zu finden, leider sind unsere alten Dauerpflegeplätze mittlerweile alle mit neuen Hundchen besetzt worden und wir haben niemanden mehr für die kleine Paloma. Falls also jemand dem kleinen Mädchen eine Chance auf ein schönes Leben in Deutschland geben möchte: Jetzt wäre der ideale Zeitpunkt, sich bei uns zu melden.

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Für Spanien werden wir in den nächsten Tagen wieder eine Palette mit Futter packen, wir haben noch einige Säcke Hundefutter zusätzlich gespendet bekommen und es sind auch noch Decken und Handtücher da, die jetzt die Reise antreten können. Ich hoffe, dass wir dann im November nochmal einen ganzen LKW voll mit Futter nach Spanien schicken können. Der Winter steht dann schon vor der Tür und natürlich hatten wir versprochen, auch in diesem Jahr für die Futterversorgung der Protectora Villena aufzukommen.

 

19.09.2021

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Das Herbstfest der Tierhilfe Phönix liegt nun hinter uns und alle Probleme und Mühen sind Vergangenheit. Wir hatten ein wunderbares Fest mit wahnsinnig lieben Gästen, ihren tollen Vierbeinern und natürlich ganz vielen supermotivierten Helfern. Ganz wichtig ist zu erwähnen, dass viele Helfer erstmalig mit dabei waren und auch ein Generationenwechsel zu beobachten ist. Unsere vielen jungen Tierschützer haben kräftig mit angefasst und müssen hier einfach mal ganz ausdrücklich gelobt werden. Die alten Hasen haben gut durchgehalten, allerdings muss ich sagen, dass ich einige abends habe von Platz hinken sehen. Ich war auch dabei :). Man sollte es nicht unterschätzen, wie anstrengend es ist, den ganzen Tag in einem Stand zu stehen und unser Tag hatte zudem mehr als sehr früh angefangen... Am Aufbau der Zelte waren im Vorfeld schon viele Ehrenamtliche beschäftigt, die Freitags nach der Arbeit vor Ort waren und die schweren Zelte, den Grill, die Bänke usw. nicht nur geholt, sondern auch aufgebaut haben. Das ist ein echter Knochenjob, zudem weiß man, dass am nächsten Tag, nach langen Stunden auf dem Fest, das selbe nochmal beim Abbau bevorsteht. Ich glaube, ich war nicht die Einzige, die sich gefragt hat, ob sie das noch schafft.

Dann kommt der Morgen des Festes und alle stehen frisch und motiviert im Dämmerlicht auf ihrem Posten. Es ist ein herrliches Gefühl, den Festplatz langsam Gestalt annehmen zu sehen. Pünktlich mit der letzten Deko kamen dann auch schon die ersten Gäste. Das Wetter hatte einen herrlichen Spätsommertag für uns bereitgehalten und keine Wolke konnte unsere Laune trüben. Der Umgang mit den Corona-Hygienemaßnahmen war im Vorfeld sehr stressig, am Festtag aber lief alles wie am Schnürchen.

Ganz herzlich bedanken wir uns bei Firma Schnell aus Gensingen, denn dort durften wir uns den Kühlanhänger für die Getränke, die Salate und das Grillgut ausleihen. Die Bänke hat uns zum wiederholten Mal der Brauchtumsverein in Schafhausen geliehen und die Kühlschränke kamen ebenfalls mal wieder von Firma Grumbach aus Bad Kreuznach. Dafür ganz lieben Dank! Ohne diese Unterstützung hätten wir kein so tolles Herbstfest feiern können.

Wie immer waren unsere Gäste gut gelaunt und brachten ihre lieben Hunde mit, die Marktstände wurden gut besucht und das Essen schmeckte jedem, die Getränke waren gekühlt und ausreichend vorhanden, die Hunde haben sich vertragen und sind glücklich über den Platz getobt. Für Besucher, die so etwas noch nie gesehen hatten, war es ein ungewohntes Bild, dass alle Vierbeiner ohne Leine laufen durften. Unsere Hunde sind gut sozialisiert und haben keine Probleme mit anderen. Dass auch alle hündischen Benimmregeln eingehalten wurden, garantierte letztendlich aber auch noch Fraukes Klaus. Der Mops war den ganzen Tag unterwegs, um als 'Platzwart' nach dem Rechten zu sehen! Wir haben gemeinschaftlich beschlossen, dass der süße Kerl beim nächsten Fest ein Jäckchen mit Aufschrift ORDNER tragen wird...:)

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Wir alle haben uns sehr gefreut, unsere Gäste an einen so herrlichen Tag begrüßen zu dürfen. Unsere 'Ehemaligen' haben uns viel Freude bereitet und manch einer Pflegestelle die Tränen in die Augen getrieben. Es ist einfach ein tolles Gefühl, die Hunde wiederzusehen, denen man den Start in ihr neues Leben ermöglicht hat. Aus den ungeliebten spanischen 'Straßenkötern' sind durchweg tolle Familienhunde geworden, die ihre Menschen bereichert haben und glücklich machen. Tatsächlich hatten wir sogar einige 'Dogs with Jobs' dabei. Es ist wunderbar zu hören, dass manch ein Hundeschnäuzchen jetzt als Therapiehund im Altenheim oder auch im Krankenhaus eingesetzt wird. Hier arbeiten unsere Hunde mit Menschen. Sie geben so viel Liebe und Zuneigung und das, obwohl viele von ihnen in ihrem Ursprungsland schon in der Tötung gelandet waren. Wir finden die Arbeit dieser Vierbeiner großartig und hoffen, dass zukünftig noch viel mehr Hunde in diesem Bereich eingesetzt werden können.

Wir danken unseren Gästen für die netten Gespräche, die freundliche Unterstützung und das zahlreiche Erscheinen. Wir wussten nicht, ob wir mit vielen Besuchern rechnen sollten, immerhin ist Corona noch ein großes Thema und diejenigen, die mittlerweile geimpft sind, haben zum Teil die Zeit genutzt und sich in den Urlaub verabschiedet. Im Vorfeld haben wir mit vielen Kollegen gesprochen, die unser Herbstfest für ein großes Risiko hielten. Keiner wusste so recht, wie die Inzidenzen aussehen würden und ob es überhaupt erlaubt sein würde, mit mehreren Menschen an einem Tisch zu sitzen. Nachdem wir allerdings über ein Jahr zuhause gesessen hatten und weder Märkte noch Feste besuchen oder auch ausrichten durften, sind wir das Risiko eingegangen und haben es nicht bereut!

Unsere Tombola war wie immer ein Highlight, es wurden tatsächlich 1000 Lose verkauft und über die Preise haben sich die Gewinner riesig gefreut. Hundekörbchen, Decken, Leinen, Hundespielzeug, Brustgeschirre, Gutscheine, Futter usw. ging an die glücklichen Hundebesitzer und manch einer brauchte Hilfe, um die ganzen Gewinne ans Auto zu schleppen. Gabi strahlte übers ganze Gesicht, als die letzten Preise abgeholt waren. Sie hatte alles nummeriert und liebevoll verpackt, das Lager verwaltet und den Aufbau des Standes organisiert und gestemmt. Sie hatte während des Festes den größten Zulauf und freute sich wie Bolle, dass alles so toll geklappt hatte und die Tombola wieder einmal ein voller Erfolg war.

Unsere Damen und Herren am Grill, an den Getränken und Salaten hatten zeitweise mit der Sonne zu kämpfen und waren sicher dankbar, als der erste Schatten aufkam. Mit Maske in der Hitze zu Grillen und Salate auszugeben, ist sicher sehr, sehr anstrengend. Trotzdem hatten alle viel Spaß und waren supermotiviert. Alle haben gesagt, dass sie im nächsten Jahr wieder mit dabei sein werden! Unseren Helfern gebührt ein ganz herzliches Dankeschön, egal ob sie Kuchen gebacken, Salate geschnippelt, Getränke/Bons ausgegeben oder für den Tierhilfe-Phönix-Stand genäht und Leckerchen eingepackt oder bei Auf- und Abbau geholfen haben. Ohne euch würde es keine Tierschutz-Feste und keine Tierhilfe Phönix geben, ihr seid einfach großartig!!!

Unter unseren Gästen waren viele Freunde, Unterstützer oder auch Mitglieder der Tierhilfe Phönix. Sie haben einen oder mehrere Hunde von uns vermittelt bekommen und sind uns treu geblieben. Ohne euch wären so viele Hunde nicht mehr am Leben, sie hätten auch nie gewusst, was Liebe und Zuneigung bedeutet, sie wären namenlos gestorben. Ihr habt tolle Familienmitglieder aus ihnen gemacht und gebt ihnen ein Leben an eurer Seite. Ein ganz großes Dankeschön dafür, macht einfach so weiter, dann wird unsere Welt irgendwann vielleicht keinen Tierschutz mehr benötigen. Wäre das nicht herrlich? Wir haben während unseres Festes erleben dürfen, was es bedeutet, wenn alle glücklich sind und die Hundchen Spaß am Leben haben. Dieses Gefühl möchte ich mir bewahren, es wird mich über die nächsten Monate tragen und vielleicht sehen wir uns dann zum Frühlingsfest der Tierhilfe Phönix e.V. wieder.

Danke, dass ihr alle einen herrlichen Tag mit uns geteilt habt!

Edith, Uwe und das ganze Team der Tierhilfe Phönix e.V.

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17.08.2021

So, jetzt ist es geschafft. Der Platz ist für euch vorbereitet und wir erwarten euch morgen am Samstag um 10 Uhr auf der Wiese am Dörrenböhl. Bitte fahrt den Weg bis zu unserer Pferdekoppel ganz durch. Der Parkplatz ist direkt auf der Weide. Bitte parkt nicht am Friedhof, das wird nach 2 Std. teuer! Außerdem müsstet ihr zu Fuß durch den Feldweg auf den Festplatz laufen und tatsächlich sind dort gigantische Pfützen die ohne Gummistiefel nicht zu bewältigen sind! Also einfach der Beschilderung folgen und das Auto auf dem Parkplatz abstellen.

Wir freuen uns riesig auf euch! Bis morgen!

Das ganze Team der Tierhilfe Phönix e.V.

 

11.09.2021

Heute haben wir uns getroffen, um die Wiese auf Vordermann zu bringen. Ganz fertig geworden sind wir leider nicht, denn es hat dann so stark geregnet, dass wir die Aktion abbrechen mussten. Nun ist einiges liegengeblieben und muss in den nächsten Tagen erledigt werden. Alle sind fleißig am Werkeln und so wie ich von Gabi gehört habe, sind die 1000 Tombolapreise schon fast zusammen. Ich würde euch so gerne sagen, was wir alles für euch besorgt haben, will aber auch die Überraschung nicht verderben. Wer schon öfters auf unseren Festen war, der weiß, dass die Tombola immer sehr stark besucht ist. Unsere Preise sind einfach toll und das, was uns von den Spendern zur Verfügung gestellt wurde ist kein 'Füllmaterial'. In diesem Jahr haben wir z. B. Liegeflächen und Körbchen der Firma Hunter dabei, man kann außer regionalen Produkten (Weine der ansässigen Weingüter, leckere Gelees usw.) auch große Säcke Futter der Firma Wolfsblut gewinnen. Ich will hier nicht alles verraten, bin aber ganz sicher, dass für Herrchen und Hund gut gesorgt wurde!

Zur Anfahrt:

Wir müssen darauf hinweisen, dass die Strecke zwischen Rommersheim  und Armsheim gesperrt ist. Wer also auf der A63 aus Richtung Mainz kommend die Abfahrt Wörrstadt nimmt, der muss über Wörrstadt - Sulzheim - Wallertheim nach Armsheim finden. Einfacher ist es, statt Wörrstadt die nächste Autobahnabfahrt Biebelnheim zu nehmen. Dann über Bornheim - Flonheim nach Armsheim fahren. Das ist der schnellste Weg und mit Navi kein Problem.

In Armsheim ist die Anfahrt zu unserem Festplatz ausgeschildert. Von beiden Seiten kommt man auf der Hauptstraße rein und biegt dann "An der Oberpforte" ab, dort hängt auch der erste Wegweiser. Der sieht so aus:

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Der Parkplatz ist auf unserer Pferdeweide und markiert. Es sind genügend Parkflächen für alle vorhanden. Wer am Friedhof parken will, muss dies mit Parkscheibe tun (2 h), sonst riskiert er einen 'Knollen'!

Bitte denkt daran, dass ihr euch vor Besuch des Festes ggf. auf Covid-19 testen lasst. Wenn ihr schon durchgeimpft seid oder nicht länger als 6 Monate genesen, dann entfällt das natürlich. Am Eingang zum Festgelände sitzen nette Damen, die die Impfpässe/Apps/Tests kontrollieren.

Wenn möglich, bringt bitte einen Kugelschreiber mit, denn am Eingang bekommt ihr einen Zettel, auf dem Ihr eure Kontaktdaten und den Zeitpunkt eures Eintreffens eintragen müsst. So wie im Restaurant tragt ihr euren Aufenthalt am Tisch ebenfalls ein. Es können mehrere 'Tisch-Zeiten' erfasst werden. Beim Verlassen des Festes tragt ihr die Uhrzeit ein und gebt den Zettel am Ausgang wieder ab.

Mit Corona ist alles etwas komplizierter geworden, ich bin aber ganz sicher, dass wir das hinbekommen und an der frischen Luft und mit dem nötigen Abstand kein erhöhtes Risiko für euch besteht. Wir werden alle, so wie in jedem Jahr, viel Spaß haben und mit den Hunden und anderen Gleichgesinnten einen herrlichen Tag verbringen!

 

09.09.2021

Das Herbstfest hat Besitz von uns genommen, die Vorbereitungen nehmen mittlerweile den ganzen Tag ein und wir sind mit nicht mehr vielen anderen Dingen beschäftigt. Das Hygienekonzept ist fertig und die Mitarbeiter sind geschult, Uwe hat den Festplatz gemulcht und am Wochenende werden wir alle nochmal den Zaun von Unkraut und Schösslingen befreien. Die Getränke stehen in unserer Garage und die Lose und Bons sind da. Die Zeit verrinnt nun wie im Flug und wir haben wie immer Angst, nicht alles rechtzeitig fertig zu bekommen. Der Wetterbericht wird täglich mehrfach beäugt und wir alle hoffen, dass wir mit dem 18. September einen sonnigen Tag erwischt haben. Ganz große Sorgen hat uns das Plakatieren gemacht. Es gibt fast keine Geschäfte mehr, die bereit sind, unser wirklich wunderschönes Plakat auszuhängen. So etwas ist wirklich ärgerlich und obwohl wir uns den Mund fusselig gebabbelt haben, es hängen viel zu wenige Plakate. Dafür sieht man an jeder Ecke Wahlplakate - schade, dass wir da nichts drüberkleben dürfen... :) Wir hoffen trotzdem auf regen Zuspruch und bitten euch Freunde und Bekannte mitzubringen. Wir scheinen weit und breit die Einzigen zu sein, die sich in dieser komplizierten Zeit ein Fest zugetraut haben und jetzt muss es einfach gut besucht sein!

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07.09.2021

Manchmal sollte man seinem Bauchgefühl einfach trauen. Den kleinen Igel haben wir heute neben der Futterschale auf der Seite liegend gefunden. Zum Glück lag er im Schatten, aber am Tag hat er eben nichts in unserem Vorgarten verloren. Die Mücken hatten schon Eier auf ihm abgelegt und so haben wir das nur 260 g schwere Kerlchen sofort mit einer alten Zahnbürste von den Eipaketen befreit, ihm vorsichtig etwas Zuckerwasser eingeflößt und ihn auf eine mit ca. 38 °C aufgeheizte Wärmflasche gelegt. Igel, die schon auf der Seite liegen und sich nur noch schleppend einrollen, brauchen dringend Wärme und ihr Bauch muss unbedingt nach Fliegeneiern oder Maden abgesucht werden. Es ist gar nicht so einfach, einen Igel dazu zu bewegen, den Bauch zu zeigen. Doch mit etwas Geduld und vielen Streicheleinheiten klappt das dann aber meistens problemlos. Hat man erstmal die Hinterbeinchen zu fassen bekommen, kann man ihn vorsichtig aufziehen und sich den Bauch und die Schenkelchen ansehen. Es wäre fatal, dort Fliegeneier oder Maden zu übersehen.

Leider haben wir in unserer Gegend offensichtlich keine Igel-Experten mehr und leider scheinen auch die Tierärzte mit den Stacheltieren oft völlig überfordert zu sein. Ich habe fast 2 Stunden herumtelefoniert, um eine fachkompetente Igelstation zu finden und bin, nachdem man mir bei einer 'igelkundigen Praxis' direkt sagte, dass der Igel in Narkose gelegt werden müsse, um ihn auf Fliegeneier zu kontrollieren, lieber nach Offenbach gefahren, als ihn dort umbringen zu lassen. Ich habe wirklich selten von absurderen Praktiken gehört wie in dieser Praxis. Nicht nur, dass man ein schon auf der Seite liegendes Tier nicht in Narkose legt, nein, man wollte ihn mir nach dem Absuchen ohne Behandlung wieder mitgeben. Er sollte dann soweit ok sein, dass er überwintern könne! Mit 260 g (!) wird ein Mini-Igel den Winter wohl kaum überleben, aber soweit wäre es nach der geplanten Narkose sowieso nicht mehr gekommen. Ich fände es einfacher zuzugeben, dass man von Igeln keine Ahnung hat, als die Tierchen mit falschen Behandlungsmethoden umzubringen. Ich habe mit meiner Meinung tatsächlich auch nicht hinterm Berg gehalten und mich ins Auto gesetzt und den Burschen nach Hessen verfrachtet.

In den kompetenten Händen der Wildtierhilfe Schäfer e.V., auf dem Gelände des Waldzoo Offenbach, wurde das Stacheltier genauestens abgesucht und von restlichen Fliegeneiern befreit. Nachdem der Bauch sichtbar war, konnte man sehen, dass der kleine Bursche ein Mädchen ist und mit einer Infusion unter das Stachelkleid bekam man die kleine Dame auch wieder fit. Es werden Untersuchungen auf Parasiten folgen. Man kann diese dort vor Ort machen und ich war sehr zuversichtlich, dass dieser Igel überleben wird. Was man bei der Wildtierhilfe von Vollnarkosen bei geschwächten Igeln hält, schreibe ich hier besser nicht.

Während der Igel-Behandlung hatte ich zeitweilig einen rosa Haubenkakadu auf dem Kopf sitzen, ein wirklich unvergessliches Erlebnis! Das Tierchen ist eine Handaufzucht und extrem süß. Es war auf jeden Fall der erste Papagei, den meine Frisur begeisterte, er sortierte meine Haare wie ein professioneller Friseur.

Mit Gulliver war ich heute dann bei einer Physiotherapeutin in Bodenheim. Er hatte tatsächlich eine Halswirbelblockade und nachdem sich die Therapeutin ganz besonders liebevoll und vorsichtig um ihn bemüht hatte, konnte die Blockade auch gelöst werden. Unserem ängstlichen Gulli geht es wieder besser und wir sind mehr als dankbar für die schnelle Hilfe.

Ich war heute übrigens auch beim Osteopath und auch meine Halswirbelsäule ist wieder ok, der Schwindel ist fast weg und die Kopfschmerzen auch. Was will man mehr?!

 

05.09.2021

Unser armer kleiner Gulliver hat sich eine Blockade der Halswirbel zugezogen. Er kann sich nicht mehr schütteln und nur noch mit Schmerzen den Kopf drehen. Morgen werden wir direkt zum Tierarzt gehen und ihn zur Behandlung vorstellen, außerdem bemühen wir uns um einen Termin bei einem Physiotherapeuten. Es geht kein Tag ins Land ohne irgendwelche Probleme. Leider habe ich mir ebenfalls die Halswirbel verschoben, mir ist es schwindelig und ich habe mich auch schon auf den Hintern gesetzt. Manchmal ist es gut und dann dreht sich plötzlich wieder alles. Vielleicht brauche ich auch mal einen Termin beim Osteopathen...

In unserem Vorgarten ist heute ein kleiner Igel aufgetaucht. Er hat direkt neben mir gefressen und sich gar nicht ängstlich gezeigt. Ich wollte ihn nicht verschrecken, habe mich im Nachhinein aber dann doch gewundert, dass er so angstfrei war. Vielleicht war er schon einmal in der Obhut des Menschen oder es geht ihm nicht gut. Ich ärgere mich über mich selbst, ich hätte ihn einfach mal schnappen und im Licht genauer ansehen sollen. Wenn mir so etwas durch den Kopf geht, dann merke ich, dass ich zu oft mit kranken Tieren zu tun habe. Ständig vermutet man irgendein Wehwehchen und man ist immer bereit, sich eines Problems anzunehmen. Helfersyndrom nennt man das. Ich erwische mich immer wieder dabei, dass ich Hunde streichle und gleichzeitig mit dem Finger die Lefze anhebe. Ein schneller Blick auf die Zähne und in die Schleimhäute kann ja nicht schaden... :) Normal ist das sicher nicht.

Wahrscheinlich ist das Igelchen kerngesund und ich mache mir unnötige Sorgen. Trotzdem, wer tagsüber einen Igel sieht, muss einfach wissen, dass das nicht normal ist. Igel sind nachtaktiv und tagsüber eigentlich nicht unterwegs. Falls jemand von euch eine tolle Igelstation in unserer Nähe kennt, wäre ich dankbar für eine Info! Seit unser lieber Herr Zinnecker verstorben ist, haben wir keinen Igelfachmann mehr an unserer Seite.

 

03.09.2021

Heute hatten wir Besuch von unserer lieben Freundin Sabine. Sie hat natürlich Hunde von uns und kommt einmal im Jahr vorbei, um uns von ihrem neuen Leben in Ungarn zu berichten. Wir freuen uns immer riesig, sie und/oder ihren Mann mal wiederzusehen. Leider schaffen sie es nicht zu unserem Herbstfest nach Deutschland, aber sie haben schon einmal Lose vorbestellt und uns die fürs Fest benötigten Brötchen gespendet. Dafür sagen wir ganz lieben Dank!

Abends gieße ich immer noch meine Blumen vor dem Haus und im Wintergarten. Wer schon einmal bei uns war, der weiß, dass wir viele verschiedene Bäume, Büsche und natürlich auch Blumen haben. Bei uns summt und brummt es in der warmen Jahreszeit den ganzen Tag. In der letzten Woche bemerkte ich einen riesigen Falter, den ich noch nie gesehen hatte. Man hörte ihn flattern und er war fast so groß wie ein kleiner Vogel. Gesehen hatte ich so etwas noch nie und da ich das Handy nicht dabei hatte, konnte ich ihn weder fotografieren noch bestimmen. Ich nahm an, dass er unsere Engelstrompeten besucht, dachte dann aber, dass er mit seiner Flügelspannweite sicher gar nicht in die Blüte passt. Heute abend war ich dann im Wintergarten und hörte ihn an der Scheibe. Sein Körper ist fingerdick und er ist wirklich riesig. Ich habe sofort das Licht ausgemacht und tatsächlich setzte er sich auf die Fensterbank und Uwe konnte ihn fotografieren. Er ist - was der Jahreszeit zuzuschreiben sein wird - schon etwas lädiert aber noch voll aktiv und jetzt wissen wir auch wie er heißt. Es ist das Blaue Ordensband (Catocala fraxini).

Normalerweise hält sich dieser Falter in Laubwaldrändern, Ufergebieten, waldigen Tälern, Auenwäldern, Alleen, und ganz selten auch in Gärten auf. Die Raupe lebt nicht an Eschen, wie der Name 'fraxini' [fraxinus = die Esche] vermuten lässt. Man findet die Raupe neben Pappeln möglicherweise auch an Birke, Eiche oder Erle.

Das Blaue Ordensband gehört zu den absoluten Seltenheiten. Die systematische Zerstörung der Flussauen ist hierfür sicherlich ebenso ursächlich wie die allerorts angebauten Hybridpappeln, die besonders klebrigen Saft absondern, der für die Falter mit den fragilen Flügeln gefährlich werden kann. Diese Schönheiten ernähren sich von ausfließenden Baumsäften und Blattlausablagerungen. Catocala fraxini lebt relativ lange. Das gibt dem Weibchen Zeit, die Eier mehr oder weniger einzeln in einem sehr großen Gebiet abzulegen. Laut Roter Liste und Artenverzeichnis der Schmetterlinge (Lepidoptera) - Eulenfalter (Noctuidae) - in Nordrhein-Westfalen (2011) gilt das Blaue Ordensband als hochgradig gefährdet. Es wurde deshalb in die Kategorie 1 = "vom Aussterben bedroht" eingestuft. Als "noch vorkommend" werden die Regionen Weserbergland und Sauer- u. Siegerland angegeben.

Das Blaue Ordensband erreicht eine Flügelspannweite von ca. 10 cm, die Weibchen sind ca. 2 cm größer. Damit dürfte es sich um den größten Eulenfalter Europas handeln. Wir haben uns so gefreut ein solches Exemplar bei uns in Armsheim zu sehen und hoffen jetzt, dass der Falter hier auch Eier abgelegt hat und wir seine Nachkommen vielleicht im nächsten Jahr noch einmal bewundern dürfen.

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01.09.2021

Wir sind fleißig dabei unser Herbstfest vorzubereiten. So viele Dinge sind zu erledigen und dazu kommen die langsam steigenden 7-Tage-Inzidenzen. Keiner weiß etwas Genaues und alle vertrösten uns mit Bestimmungen, die sich noch ändern und irgendwann dann auch für uns einzusehen sein werden. Es ist sehr unschön, so in den Luft zu hängen und das macht es uns nicht leichter.

Bis jetzt haben wir die Bänke, den Kühlanhänger, die Kühlschränke und einen Teil der Getränke zusammen. Die Toilette ist auch gebucht und viele Dinge haben wir ja auch selbst, die müssen wir nur aus dem Lager bei unserer lieben Gabi abholen. Die Tombolapreise sind fast vollständig, immerhin hat Gabi sich vorgenommen, 1000 Preise schön zu verpacken und zu benummern! Drücken wir mal die Daumen, dass sie das hinbekommt. Zur Zeit ist das Wetter wunderbar warm und wir hoffen, dass wir auch in diesem Jahr Glück haben werden. Noch stehen wir auf dem Standpunkt, dass der Wettergott aus Armsheim sein muss, hoffen wir mal, dass wir uns da nicht irren! :)

Für unsere Vegetarier werden wir auch in diesem Jahr wieder einen Veggie-Burger anbieten. Bei unserem letzten Fest war er der Renner. Uwe und Flo haben in den letzten Tagen alle auf dem Markt verfügbaren Veggie-Patties getestet, sie waren alle lecker und die beiden haben noch immer nicht genug von Hamburgern. Auf jeden Fall hat Flo auf dem neuen Vereinsgrill geübt und flambiert nun nichts mehr! :)

Wir verteilen alle ganz fleißig Plakate. Wenn ihr mithelfen wollt, ruft einfach an, dann schicke ich euch Flyer und Plakate zu!

 

 

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aktualisiert am 23.01.2022

 

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