Phönix-Tagebuch

Hallo an alle Freunde, Mitglieder und Gönner der Tierhilfe Phönix e.V. sowie an alle, die an unserer Tierschutzarbeit interessiert sind.

Wir haben jeden Tag so viele unterschiedliche Dinge für den Verein zu tun und es passiert so viel, dass wir euch hier alle etwas an unserer Arbeit teilhaben lassen.

Hier könnt ihr mitverfolgen, was bei uns so los ist.

Jeden Monat versenken wir die alten Tagesberichte im Archiv. Dort könnt ihr, wenn ihr wollt, nochmal nachlesen, was so passiert ist.
 


 

15.11.2018

Bisher sind beim Tierschutz-Shop ca. 400 kg an Futterspenden für die Hunde und Katzen der Protectora in Spanien eingegangen. Wie ich gestern schon geschrieben hatte, haben wir spätestens im Frühjahr wieder ein Futterproblem und müssen deshalb schon jetzt anfangen Futter zu sammeln. Da das über den Tierschutz-Shop ganz einfach funktioniert, bitten wir euch - falls ihr etwas Weihnachtsgeld übrig haben solltet - dort Futter zu kaufen. Sobald 3 Paletten, das sind ca. 1800 kg, zusammengekommen sind, wird das Futter, ganz ohne unser Zutun und kostenfrei vom Tierschutz-Shop an das Tierheim geliefert, das wir im Vorfeld für die Futterspende vorgesehen haben. Auf Wunsch bekommt jeder Spender natürlich eine Quittung fürs Finanzamt ausgestellt. Bisher haben wir mit dem Tierschutz-Shop nur gute Erfahrungen gemacht und so hoffen wir, dass ihr unsere Tierschutzarbeit vielleicht mit einer Spende über den Shop unterstützt.

Ganz dringend suchen wir hundeerfahrene liebe Herzensmenschen, die sich als Pflegestelle um Hunde kümmern, die schlechte Vermittlungschancen haben. Das können ältere oder gehandycapte Tiere sein, aber auch Hunde, die regelmäßig Medikamente benötigen oder noch nicht gelernt haben alleine zu bleiben. Alle anfallenden Kosten werden auf Wunsch von uns getragen!

Gleichzeitig suchen wir auch Dauerpflegestellen, das heißt Menschen, die bereit sind, z. B. eine/n Hundeopi/-omi auf Dauer aufzunehmen oder einem Hund ein Zuhause zu geben, der zum Beispiel auf Grund einer chronischen Krankheit keine Chance mehr auf Vermittlung hat. Auch hier werden wir auf Wunsch alle Kosten übernehmen. Solltet ihr im Umkreis von 50 km um Mainz, Bad Kreuznach, Alzey, Worms leben - bitte meldet euch unter 0160-95576278!

Für unseren Stammtisch, der am 17. November um 18 Uhr im Horrweiler Hecht in Horrweiler stattfinden wird, haben wir bisher nur die Anmeldung der Mitglieder und Freunde der Tierhilfe Phönix e.V. bekommen, die seit langem zum 'harten Kern' gehören. Wir alle würden uns freuen, auch mal öfter ein neues Gesicht zu sehen. Wir fragen uns wirklich, wo all die Leute sind, die uns z. B. auf Märkten oder Messen begegnen und die an unserer Arbeit so viel Interesse gezeigt haben. Unser Stammtisch ist eine lockere Zusammenkunft von Gleichgesinnten, wir sind eine nette Truppe, die ein Ziel eint - der Tierschutz! Wer sich dafür interessiert, ist ganz herzlich zu unserem Stammtisch eingeladen. Wir freuen uns über regen Zuspruch!

 

14.11.2018

Nachdem jetzt das letzte Futter gut in Spanien angekommen ist, löst sich bei uns die Anspannung der letzten Wochen etwas. Die drei Futtertransporte standen leider unter keinem guten Stern. Wir wollten zum Zeitpunkt, als das ganze Elend begann, niemanden beunruhigen und schon gar nicht noch zusäzlich Staub aufwirbeln, indem wir darüber berichten. Letztendlich ist dann so ziemlich alles schief gegangen, was nur schief gehen konnte.

Futtergroßspenden sind mehr als ein Glücksfall und deshalb ist es ganz besonders wichtig, dass alle Vorgaben und Anforderungen absolut erfüllt werden. Geht etwas daneben, dann hat es meist fatale Folgen und man hat wahrscheinlich die letzte Spende bekommen. Da wir selbst keinen LKW haben, teilen wir uns solche großen Frachten entweder mit Andy, der sie dann mit seinem LKW nach Spanien bringt oder wir beauftragen eine Spedition. Es wird die Anzahl und Höhe der Paletten genannt, die Uhrzeit der Abholung und natürlich muss man die Lieferanschrift mit allen möglichen Kontaktdaten angeben, es ist eine Menge Papierkram. Wir haben das schon viele Male gemacht und achten immer ganz genau darauf, dass alles klappt und nichts daneben geht. Es geht hier um viel Geld, die Fracht ist enorm teuer und die Ware ist für uns sowieso unbezahlbar. Ohne diese Futterspenden, die wir manchmal glücklicherweise von der Industrie bekommen haben, könnten die Hunde/Katzen in Spanien nicht überleben. Selbst unter den größten Anstrengungen sind wir nicht in der Lage, auch nur 20 Paletten pro Jahr nach Spanien zu schicken. In diesem Jahr hatten wir Glück und waren beim Tiershutz-Shop einmal das Tierheim des Monats. Bei über 500 Vereinen, die dort angeschlossen sind, kann man sich denken, dass das so schnell nicht nochmal passieren wird. Sollten im nächsten Jahr die großen Futtertransporte ausfallen, hätte das fatale Folgen für die Tierheime. Die Tiere könnten nicht mehr ausreichend ernährt werden und dringende Anschaffungen werden hintenangestellt. All das, was wir in den letzten Jahren möglich gemacht haben, wird nicht mehr aufrecht zu erhalten sein - es wäre eine Katastrophe riesigen Ausmaßes.

Nun denn, unser Transport lief erstmal reibungslos, der erste LKW kam gut an und es gab keine Probleme. Der zweite LKW sollte nicht 33 Paletten laden, sondern 66 niedrig gepackte Paletten, das heißt, sie sollten übereinander gestapelt werden. Das ist kein Problem, eine Planen-LKW ist hoch genug und genauso hatte ich das auch angemeldet. Einen Tag nach der Abholung der Ware bekam ich dann einen aufgebrachten Anruf, wieso wir nur 33 Paletten geladen hätten? Die restliche Ware würde jetzt rumstehen und das hätte enormen Ärger verursacht. Da wir davon ja gar nichts wussten und dachten, dass das Futter schon auf dem Weg nach Spanien sei, waren wir mehr als überrascht und erkundigten uns bei der Spedition. Auch dort wusste man erstmal nicht, was los war. Nachdem sich dann alle über Tage gegenseitig die Schuld zugeschoben hatten, stellte sich heraus, dass die Spedition einen zu niedrigen, nicht funktionstüchtigen Kühl-LKW geschickt hatte. Dieser ist viel niedriger als ein Planen-LKW und natürlich passen die Paletten dort nicht alle rein. Statt das aber sofort bei der Spedition zu reklamieren, hatte man nur die Hälfte aufgeladen, den LKW verplombt und losgeschickt. Nun sollte wir einen weiteren LKW bezahlen, um die restlichen 33 Paletten abzuholen. Der Futterlieferant war mehr als ungehalten, immerhin hatte man das Futter gespendet und nun gab es Ärger auf dem Lager, niemand wusste wohin mit den Paletten und natürlich entanden weitere Lagerkosten usw. Wir waren also massiv unter Druck. Auf der anderen Seite weigerte sich die Spedition ihren Fehler einzugestehen und wollte nochmal 2500 € für den LKW, der die stehengebliebenen Paletten nach Spanien bringen sollte. Da wir keinen Fehler gemacht hatten, bestanden wir auf einer kostenfreien Ersatzlieferung. Nach endlosen Telefonaten, Argumenten, wütenden Mitarbeitern usw. wurde das Futter dann geholt und ohne Berechnung nach Spanien gebracht. Dem betreffenden Sachbearbeiter ist es unmöglich gewesen, seinen Fehler einzugestehen, er hat uns nun mitgeteilt, dass wir nie wieder mit dieser Spedition transportieren dürfen - wir wurden als Kunden gesperrt. Der Futterlieferant war ebenfalls not amused und so werden wir wohl auch dort wohl kein Futter mehr bekommen.

Für diesen ganzen Ärger konnten wir absolut nichts und nun ist das Schlimmste passiert, was denkbar war - für die Tiere in Spanien ist das der Super-Gau. Wir haben uns bis jetzt noch nicht von dem Schock erholt und hoffen, dass sich irgendwo anders ein Türchen auftun wird, ansonsten haben wir ab 2019 ein riesiges Problem.

Ich kann euch deshalb nur ganz lieb bitten, die Spenden beim Tierschutz-Shop nicht einzustellen. Wir werden im nächsten Jahr jeden Krümel Futter ganz dringend brauchen. Nur um das Problem nochmal zu verdeutlichen, in diesem Jahr haben wir ca. 160 Paletten Futter und Hilfsgüter nach Spanien gefahren, im nächsten Jahr werden es mit dem Futter von Andy maximal 20 sein. Tierschutz ist kein Ponyhof... und manchmal möchte ich mich irgendwo verstecken - kein Telefon, keine Probleme mehr und einfach nur Ruhe...

 

13.11.2018

Wir freuen uns, dass unser hübscher Aston Interessenten hat, die ihn gerne übernehmen möchten. Das Vorgespräch wird spätestens in der nächsten Woche stattfinden, dann wissen wir mehr. Leider hat für unsere anderen Goldstücke noch niemand angerufen und gerade bei Pitin wird es nun eng. Der Bub soll jetzt sein Zuhause verlassen und wir brauchen dringend eine Pflegestelle für ihn. Wir suchen einen hundeerfahrenen Menschen, der Pitin liebevoll und mit Sachverstand beibringen kann, dass die Welt nicht untergeht, wenn er mal alleine zuhause sein muss. Bisher scheint er immer unruhig zu werden und zu jammern. Wer sich mit dieser Problematik beschäftigt hat, weiß, dass es mittlerweile wirklich ganz unterschiedliche Ansätze dazu gibt. Sicher ist die Angst verlassen zu werden nichts, was man von heute auf morgen beheben kann, aber ein ewiges Problem ist es auch nicht. Wir suchen jemanden, der Liebe und Zeit in Pitin investieren möchte. Wir garantieren, dass Pitin diese Liebe tausendfach zurückgeben wird.

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Auch bei der Suche nach einer neuen Pflegestelle für Irie sind wir bisher noch kein Stück weiter gekommen. Irie ist eine wirklich tolle Hündin, sie geht wunderbar an der Leine, fährt schön im Auto mit und ist wirklich eine nette, freundliche und verkuschelte Hundedame. Da sie sehr schlank ist, gehen wir davon aus, dass irgendwann mal ein Podenco in ihrer Ahnenreihe vorhanden war. Genau das scheint allerdings ihr Problem zu sein, irgendwie vermutet wohl jeder einen enormen Jagdtrieb und/oder einen absoluten Dickkopf hinter Iries Schädel - dem ist allerdings nicht so. Irie ist ein ganz normaler Hund, sie ist elegant, sensibel und Fremden gegenüber eher zurückhaltend, das hat sie wohl vom Windhund geerbt, ansonsten ist sie lustig und freundlich, verschmust und eben ein ganz normaler Hund. Irie braucht ganz dringend ein endgültiges Zuhause.

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Wir nutzen im Augenblick wirklich alle Plattformen, bei denen Spenden für unsere Tiere herausspringen. GOODING ist eine davon. Kunden, die online ein Produkt kaufen wollen, gehen auf die Seite von gooding.de und werden von dort auf die Seite des Onlineshops, bei dem sie kaufen möchten, weitergeleitet. Kommt es zum Kauf, zahlen die teilnehmenden Händler einen vereinbarten Prozentsatz an Gooding. Von den Provisionen fließen dann die Gelder an die sozialen Einrichtungen, die die Plattform nutzen. Bitte meldet euch dort an und klickt vor jedem Kauf im Internet auf PRÄMIEN-EINKAUF AKTIVIEREN. Wenn wir uns ausgewählt habt, dann bekommen wir eine kleine Provision. Wenn viele mitmachen, läppert sich das übers Jahr zu einer ansehnlichen Summe, die wir dann wieder in Futter umwandeln!

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Noch ein kleiner Tipp am Rande: Wer zum Beispiel einen Urlaub über das Internet bucht, kann das natürlich ebenfalls über Gooding tun und die Tiere damit unterstützen!

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12.11.2018

Nachdem ich heute eine halal-geschlachtete Wiesenhof-Ente gesehen habe, ist mir klar geworden, dass wir uns zukünftig wohl mit diesen Begrifflichkeiten auseinandersetzen müssen. Die Begriffe Halal, Schächten und Schlachten werden oft durcheinandergebracht und auch falsch interpretiert. Um uns ein Urteil bilden zu können, sollten wir wissen, über was wir eigentlich sprechen. Da viele Menschen verständlicherweise sehr emotional reagieren, wenn es um die Schlachtung von Tieren geht, müssen Begriffe, die in unserer deutschen Kultur nicht bekannt waren, wenigstens richtig verstanden werden.

Das Schächten ist eine im Islam, Judentum und auch im neuen Testament vorkommende rituelle Schlachtung. Hierbei muss sichergestellt werden, dass das Tier durch einen Kehlschnitt vollständig ausblutet, bevor sein Fleisch verarbeitet wird. Das Schächten eines Tieres kann betäubungslos oder mit Betäubung erfolgen. Manche Gläubige vertreten die Meinung, dass es nur beim betäubungslosen Schächten zum vollständigen Ausbluten des Tieres kommt, was meiner Meinung nach Unsinn ist.

In Deutschland ist das betäubungslose Töten von Tieren grundsätzlich nicht erlaubt. Es können allerdings für das betäubungslose Schächten Ausnahmeregelungen beantragt werden. Das heißt, in einem kontrollierten Schlachthof und unter veterinärmedizinischer Aufsicht kann das Schächten mit Ausnahmegenehmigung stattfinden. Das so produzierte Fleisch darf dann an Personengruppen abgegeben werden, die aus religiösen Gründen nur geschächtetes Fleisch essen. Da die Einfuhr von betäubungslos geschächtetem Fleisch erlaubt ist, werden viele Tiere ins Ausland überführt und dort betäubungslos geschächtet, um sie dann ganz legal wieder nach Deutschland einzuführen.

Den Begriff halal (arabisch) oder helal (türkisch) kennen wir mittlerweile zum Beispiel von  Aufdrucken auf folierten Hähnchen oder Enten. Er bedeutet so viel wie 'erlaubt' und bezieht sich nicht nur auf die Art der Schächtung, sondern auch auf Rituale und Vorgehensweisen bei der Schächtung sowie auf die Person, die die Schächtung vollzieht. Der Begriff ist nicht geschützt und gibt es keine klare Definition oder Richtlinie.

Wer "Deutsche Hähnchen" aus dem Schlachthof der Anhaltinischen Geflügelspezialitäten GmbH - besser bekannt als "Wiesenhof" - kauft, kann auf dem Etikett einen Stempel mit der Aufschrift "Halal/Helal" finden. Damit wird garantiert, dass die Verarbeitung dieses Tieres mit den Vorschriften des Islam konform geht. Das Produkt ist für Muslime zum Verzehr geeignet. Wie weit der Islam - immerhin die zweitgrößte Religion - schon in unserer deutschen Gesellschaft angekommen ist, erklärt Michael Schönewolf (Geschäftsführer des Wiesenhof-Schlachthofes in Möckern) so: "Schon vor etwa zehn Jahren kamen die ersten internationalen Großkunden auf uns zu und verlangten, dass wir halal-konforme Produkte anbieten".

Fastfoodketten im europäischen Ausland und in Übersee wollen ihre Produkte natürlich auch an Muslime verkaufen und für diese gelten eben besondere Regeln. Es gibt erlaubte (halal) und verbotene (haram) Lebensmittel, denn der Islam verlangt, dass Muslime sich an bestimmte Speise-, Trink- und Schlachtvorschriften halten. Für die Hersteller der betreffenden Geflügelspezialitäten bedeutet das, dass die Schlachtlinie nach Mekka ausgerichtet ist und die Schlachtungen durch muslimische Schlachter mit einem speziellen Schnitt durchgeführt werden. Die Tiere sind dabei betäubt.

Es gibt Richtlinien für einen halal-konformen Schlachtvorgang. Es muss bei jedem einzelnen Tier der Name Allahs erwähnt werden, allerdings ist es nach Aussagen diverser islamischer Zertifizierungsstellen im Rahmen der Massentierproduktion ausreichend, beim Starten der maschinellen Halal-Schlachtung von Geflügel den Namen Allahs anzurufen.

"Der Startschalter der maschinellen Halal-Schlachtung darf bei jedem Neustart, auch nach kurzen Pausen, nur von den muslimischen Mitarbeitern getätigt werden", heißt es in den Vorschriften des Europäischen Zertifizierungsinstitutes (EHZ). "Dabei muss der Name Allahs vom zuständigen muslimischen Mitarbeiter wiederholt werden. Die Tiere, die der maschinellen Halal-Schlachtung entkommen sind, müssen per Hand von Muslimen nachgeschlachtet werden. Hierbei muss für jedes Tier Allah angerufen werden."

In Möckern werden täglich 160.000 Hähnchen 'verarbeitet', die geschlachteten Hühner werden auch in die Arabischen Emirate, nach Saudi Arabien oder in den Oman exportiert.

Der Unterschied zwischen dem betäubungslosen SCHÄCHTEN und dem uns bekannten SCHLACHTEN ist, dass das Schlachten eines Tieres in Deutschland nach dem Tierschutzgesetz betäubt erfolgen muss. Betäubt wird z. T. mit Stromschlägen oder auch Gas, getötet wird auch mit Bolzenschussgeräten. Leider wissen wir mittlerweile, dass es viele 'Fehlbetäubungen' gibt, über den Prozentsatz wird immer wieder gestritten. Beim Töten im Akkord sind Fehlbetäubungen an der Tagesordnung.

Für Tierschützer ist es schon schwer zu ertragen, dass Tiere getötet werden, dass sie dabei auch noch grundsätzlich massive Angst und Schmerzen durchleiden müssen, ist indiskutabel und unwürdig. Es ist für uns nicht nachvollziehbar, wieso trotz deutschem Tierschutzgesetz ständig Ausnahmegenehmigungen erteilt werden, die dieses mit Füßen treten. Letztendlich werden hier Tiere mit Aufsicht von Tierärzten unter schrecklichen Todesqualen umgebracht. Wir können auch nicht verstehen, dass das deutsche Tierschutzgesetz mit dem Export von Tieren zur rituellen Schlachtung und dem Import dieser Produkte straflos umgangen werden kann. Wir hoffen, dass immer mehr Menschen verstehen, dass es jede Menge Alternativen zu tierischen Produkten gibt und jeder Verzicht auf Fleisch mithilft, Tieren Angst, Panik und schreckliches Leid zu ersparen.

 

11.11.2018

Wer Hühnerfleisch isst, hat sich sicher schon mit dem schrecklichen Kükenschreddern befasst. Die gerade geschlüpften Küken werden in männliche und weibliche Tiere getrennt und da man für die Hähne keine Verwendung hat und sie zur Mast untauglich sind, schreddert oder vergast man sie kurzerhand. Dass diese Praxis niemals dem Tierschutzgesetz entsprechen kann, dürfte jedem fühlenden Lebewesen völlig klar sein. Trotzdem handelt es sich um eine seit vielen Jahren gängige Praxis, die erst in den letzten Jahren bekannt wurde und zu Unmut in der Bevölkerung geführt hat. Die Stimmen, die die Abschaffung des grausamen Tötens forderten, wurden lauter und so wurde von Ex-Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt für Ende 2017 der Ausstieg aus der unbeschreiblichen Küken-Schredder-Praxis angekündigt. Obwohl Hessen und Niedersachsen das Schreddern sogar rechtskräftig untersagten, werden aber trotzdem weiterhin männliche Küken auf brutalste Art und Weise getötet. Die jetztige Bundesandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) sagte bei ihrer Antrittsrede noch, dass Tiere Mitgeschöpfe seien, keine Wegwerfware, Lücken im Tierschutz wolle sie schließen. Nun, den Zeitpunkt nannte sie nicht...

Jetzt haben wir Ende 2018 und vielleicht gibt es tatsächlich mittlerweile einen kleinen Lichtblick für die männlichen Küken. Mit der In-Ovo-Methode ist laut der Bundeslandwirtschaftsministerin jetzt ein "Durchbruch" gelungen, der das Ende des Kükentötens bedeuten könnte. Es geht um das sogenannte Seleggt-Verfahren, dabei handelt es sich um eine endokrinologische (also hormonbasierte) Geschlechtsbestimmung der Embryonen im Ei. Verfahren dieser Art werden auch In-Ovo-Methoden genannt - was "Im Ei" bedeutet. Zwischen dem achten und zehnten Bruttag wird eine minimale Menge embryonalen Harns entnommen, dafür wird das Ei weder verletzt noch berührt. Durch einen Laser wird ein winziges Loch in die Schale gebrannt und die entnommene Flüssigkeit auf ein bestimmtes Hormon untersucht, welches nur bei weiblichen Küken auftritt. Eier mit männlichen Embryonen werden aussortiert und zu Futtermittel verarbeitet. Vielleicht wird es möglich sein, diese Technik bis Ende 2019 in allen Großbrütereien einzusetzen. Dann könnte das Schreddern und Vergasen der männlichen Eintagsküken unter Umständen wirklich bald der Vergangenheit angehören.

Leider hat der Zentralverband der deutschen Geflügelwirtschaft schon Zweifel an der Praxistauglichkeit des Verfahrens angemeldet. Um vernünftig arbeiten zu können, müssten bis zu 100.000 Eier pro Tag geprüft und sortiert werden. Das Seleggt-Verfahren läge mit 3.500 Eiern pro Stunde weit hinter diesen Anforderungen zurück. Außerdem müssten die Anschaffungskosten moderater veranschlagt werden. Wahrscheinlich haben wir uns wieder einmal zu früh gefreut.

Ich finde es sehr schade, dass der Vorschlag, sogenannte "Zweitnutzungshühner" (Tiere, die als Legehennen und Masthähne genutzt werden können) zu züchten, auf taube Ohren gestoßen ist. Die Tiere würden langsamer wachsen und dadurch mehr Kosten verursachen...

Solange es immer nur um möglichst niedrige Produktionskosten geht, wird sich der Tierschutz grundsätzlich hinter den Interessen der Produzenten einreihen müssen. Das ist schade und bedenklich. Solange die Konsumenten allerdings immer nur auf der Suche nach Supersonderpreisen sind und weiterhin Fleisch und Eier regelrecht verramscht werden, haben die Verbraucher ihre Macht verschenkt. Irgendwie ist es extrem dumm, sich über Kükenschreddern zu beschweren und dann billige Eier zu verlangen. Gleiches gilt für Fleisch, Milch, Wolle, usw...

So wie die meisten Verbraucher sich im Augenblick benehmen, fällt es auch mir schwer, sie ernst zu nehmen. Sobald irgendwo Billigfleisch angeboten wird, wird der Einkaufswagen vollgepackt - bei Facebook wird gleichzeitig über tote und gequälte Tiere gejammert und über die bösen Produzenten gehetzt. Ich kann mit dieser Doppelmoral wenig anfangen und lasse mich deshalb auch auf keine Diskussionen mehr ein. Jeder von uns weiß, was richtig und was falsch ist und wem es noch nicht ganz klar ist, der braucht sich nur einen Kükenschredder-Film oder Szenen aus einem Schlachthaus usw. anzusehen. Diskussionen dürften dann sowieso nicht mehr nötig sein.

Vielleicht sollten wir einfach mal ganz bewusst daran denken, dass zum Beispiel für jedes Hühnchen ein Hähnchen grausamst geschreddert wurde - vielleicht dämpft das unsere enorme Lust auf Fleisch und wir finden wieder zu einem normalen Konsum zurück. Den Quatsch, dass Fleisch ein Stück Lebenskraft ist - glaubt doch im Zeitalter von Antibiotika, Pestiziden, Herbiziden und genverändertem Futter sowieso keiner mehr!

 

10.11.2018

Bestimmt haben einige von euch schon von der Diskussionen über die Kastration von männlichen Ferkelchen gehört. Da wir immer wieder feststellen, dass selbst von Politikern darüber doch zum Teil recht ungenau und weit von der fachlichen Realität entfernt berichtet wird, möchte ich nochmal erklären, um was es eigentlich geht.

Um den sogenannten Ebergeruch/-geschmack am Fleisch für den Verbraucher zu vermeiden, werden in Deutschland in jedem Jahr 20 Millionen männliche Ferkelchen innerhalb der ersten sieben Lebenstage ohne Betäubung kastriert (etwa 5% des Jungeberfleisches ist geruchs- und geschmacksverändert). Bisher sind wir davon ausgegangen, dass diese grausame und natürlich extrem schmerzhafte Prozedur ab 2019 nur noch unter Narkose durchgeführt werden darf. Immerhin schreibt das Tierschutzgesetz im Paragraph 5 vor, dass ein schmerzhafter Eingriff bei einem Wirbeltier nicht ohne Betäubung durchgeführt werden darf. Es lässt allerdings die Ausnahme zu, dass Ferkel bis zu ihrem siebten Lebenstag ohne Betäubung kastriert werden dürfen (Tierschutzgesetz, Paragraph 5, vierter Abschnitt "Eingriff an Tieren")
Das Tierschutzgesetz wurde 2013 geändert und nach einer Übergangsfrist von 5 Jahren sollte die betäubungslose Kastration nur noch bis 31.12.2018 erlaubt sein. Am 1. Oktober 2018 hat die Koalition beschlossen, mittels einer Fraktionsinitiative im Bundestag die Betäubungspflicht für Ferkel um zwei Jahre hinauszuzögern. Verständlich ist das nicht, immerhin hat die Bundesrepublik den Tierschutz als Staatsziel in ihr Grundgesetz aufgenommen. Nun heißt es, die Übergangszeit sei zu kurz gewesen, die Schweinezüchter hätten sich nicht rechtzeitig anpassen können. Man versucht nun die Kastration unter Lokalanästhesie durchzudrücken. Für viele Tierschützer stellt dieses Verfahren keine Alternative zur betäubungslosen Kastration dar. Studien haben nachgewiesen, dass die Betäubung unzureichend ist und der Kastartionsschmerz nicht komplett ausgeschaltet wird. Damit hätten wir mit der neuen Methode ebenfalls wieder einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.

Mir ist es völlig unverständlich, wieso man sich bei einer Übergangszeit von immerhin 5 Jahren nicht besser auf tierschutzgerechte Alternativen vorbereiten konnte. So weit mir bekannt ist, gibt es drei Methoden, die bereits praxistauglich sind:

1. Impfung gegen Ebergeruch (Immunokastration)
2. Ebermast
3. Kastration unter Vollnarkose

Bei der Impfung wird die Hormonproduktion der Eber unterdrückt, damit verschwindet der Ebergeruch/-geschmack. Sie ist mittlerweile schon millionenfach erprobt und in Australien und Belgien Standard. Seit 2009 ist der Impfstoff EU-weit zugelassen und Erfahrungen in deutschen Betrieben zeigen, dass die Impfung in der Praxis gut anzuwenden und effektiv ist. Es gibt keine Rückstände im Fleisch, sie ist für den Konsum absolut unbedenklich. Es gibt keine Wartezeit für essbares Gewebe.

Die Ebermast wäre sicherlich die tierschonendste Alternative, würde allerdings etwas höhere Ansprüche an die Haltung stellen, da Eber einfach mehr Platz brauchen und Rangordnungskämpfe vermieden werden sollten .

Einige Betriebe (z. B. NEULAND) kastrieren bereits seit 2008 alle männlichen Ferkel mit der Inhalationsnarkose (Isofluran + begleitender Schmerzmittelgabe). Diese Art der Narkose hat sich schon in der Kleintier- und Pferdechirurgie als auch beim Menschen bestens bewährt. Seit 2010 werden männliche Ferkel in der Schweiz flächendeckend mit extra für diesen Zweck entwickelten transportablen Narkosegeräten betäubt und dann schmerzfrei kastriert. Die nach der Kastration auftretenden Schmerzen werden durch die Injektion eines Schmerzmittels abgedämpft. Die Einleitung der Narkose - bis zur Kastration - dauert ca. 80 Sekunden und 3 - 4 Minuten nach der Kastration sind die Ferkel wieder komplett wach.

Als weitere Variante stand die Vollnarkose zur Diskussion. Hierbei wird eine Mischung aus einem Beruhigungs- und einem Narkosemittel (Azaperon und Ketamin) gespritzt. Die Injektion erfolgt oft in den Muskel, obwohl sich die Narkosetiefe dann schlechter steuern lässt als bei der anspruchvolleren intravenösen Injektion. Die Narkose ist wirkungsvoll, allerdings dauert es oft mehrere Stunden, bis die Ferkelchen wieder wach sind. Es bedarf also der Trennung von der Mutter - sie könnte die kleinen in der Narkose liegenden Ferkelchen erdrücken - außerdem muss die Gefahr der Auskühlung reduziert und mit einem Wärmemanagement kompensiert werden. Da der postoperative Schmerz noch einige Tage anhalten kann, muss auch bei dieser Kastrationsmethode ein Schmerzmedikament gespritzt werden. Die Nachteile der Injektionsnarkose sind erheblich und deshalb ist meiner Meinung nach die Inhalationsnarkose die tierschutzkonformere Methode.

Die örtliche Betäubung - Lokalanästhesie - bedeutet die Einspritzung von Lokalanästhetika in das Hodengewebe. Es handelt sich nicht um eine Vollnarkose und der Schmerz der Kastration wird damit nicht ausgeschaltet. Damit wird die Forderung des Tierschutzgesetzes nach einer "wirksamen Schmerzausschaltung" nicht erfüllt und deshalb ist es keine tierschutzgerechte Methode, die ganz klar abgelehnt werden muss.

Wir verstehen nach Würdigung aller zur Verfügung stehenden Methoden nicht, wieso die Ferkelchen nun nochmal weitere zwei Jahre leiden sollen.

Aus Sicht des Tierschutzes sind die Jungebermast, die Impfung gegen Ebergeruch sowie die Inhalationsnarkose mit Isofluran tierschutzgerechte Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration und sie stehen auch sofort für die Umsetzung in der Praxis zur Verfügung.
Auf chirurgische Eingriffe sollte mittelfristig allerdings ganz verzichtet werden. Es sollte vielmehr an der Akzeptanz der Impfungen und der Jungebermast gearbeitet werden. Für uns gibt es keinen Grund, die Ferkelchen ohne Betäubung zu kastrieren und ihnen damit schreckliches Leid zuzufügen. Gleichzeitig hoffen wir, dass der Verbraucher und der Handel ihrer ethischen Pflicht nachkommen und Produkte von unbetäubt kastrierten Ferkeln gar nicht mehr kaufen bzw. aus dem Sortiment nehmen.

Es gibt schrecklich viele Videos von Ferkelkastrationen im Internet - wir werden solche Bilder und Videos nicht veröffentlichen. Wer starke Nerven hat, kann sich das dort allerdings jederzeit ansehen.

 

09.11.2018

Am 17. November haben wir wieder einen Stammtisch, zu dem wir alle Interessierten ganz herzlich einladen möchten. Da wir die Plätze reservieren müssen, ist es sinnvoll, sich kurz bei uns anzumelden. Wir treffen uns um 18 Uhr in der Gaststätte "Horrweiler Hecht' in Horrweiler. Hunde dürfen mitgebracht werden, sollten aber, wenn möglich, lieber einen ruhigen Abend im Kuschelkörbchen daheim verbringen. (20 Hunde in einer Gaststätte sind immer ein Problem :)). Wer niemand zum Aufpassen hat, kann die Nase natürlich mitbringen.

Wir möchten gerne das letzte Jahr revue passieren lassen und konstruktiv besprechen, gleichzeitig soll die Planung für 2019 auf den Weg gebracht werden. Wer sich bei uns engagieren möchte, gute Ideen hat und sich in einer gut gelaunten und motivierten Runde wohlfühlt, ist ganz herzlich eingeladen!

Da wir noch immer ganz dringend Pflegestellen suchen, wäre auch dieser Rahmen durchaus geeignet, um sich mit unseren Pflegestellen auszutauschen und sich über unsere Arbeit zu informieren.

 

08.11.2018

Jetzt ist der letzte der drei Spenden-Trucks angekommen und in der Protectora war die Freude riesig. So viel Futter gab es noch nie zu verteilen und so werden am Wochenende die kleineren Vereine kommen, um sich die Autos vollzuladen und natürlich bekommt auch Raquel von Ibi mehrere Paletten Futter, um ihre Tiere über den Winter zu bringen. Hier zahlt sich die jahrelange Zusammenarbeit mit Andy aus, in diesem Jahr werden wir für ihn in Ibi einspringen und im nächsten Jahr wird er uns Futter für die Protectora Villena mitnehmen. Wir haben in den letzten Jahren oft gemeinsame Transporte gefahren und damit natürlich Kosten eingespart, manchmal durften wir auch Andys Lager nutzen, was viele Dinge massiv vereinfacht hat. Eine solche Zusammenarbeit ist selten und wir hoffen, dass die Tiere noch lange davon profitieren werden.

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Wir haben so schöne Fotos von Sally (Telma) und Zika bekommen, ich will sie euch nicht vorenthalten. Sally durfte den Urlaub mit ihrer Familie verbringen und ihre Halter meinten dazu "Dass die Hunde mit in Urlaub dürfen und an allem teilhaben, das war bei unseren beiden Vorgängern genauso - das macht den Urlaub erst komplett _smiley."

So sehen wir das auch und freuen uns, dass Sally ein tolles Zuhause bekommen hat und sich so wohl fühlt. Ihr Frauchen hat mir geschrieben, dass Sally durch ihre kleine Statur immer ein paar Streicheleinheiten mehr abzustauben kann, die Leute halten sie für einen Welpen und verwöhnen sie ganz besonders! Sie ist ein Glückspilz!

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Zika ist mittlerweile ebenfalls in ihrer neuen Familie 'angekommen', Herr K. und seine Tochter stehen in regem Kontakt mit uns, Dania und Jess. Wir alle sind sehr froh, dass alles wunderbar klappt und sich Zika als völlig unproblematischer und absolut lieber Hund zeigt. Der andere Hund der Familie hat nun endlich einen Spielkameraden gefunden und so sind alle glücklich und zufrieden.

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Leider funktionieren nicht alle Vermittlungen so reibungslos und manchmal werden die Hunde, denen wir ein schönes neues Leben verschaffen wollten, wieder an uns zurückgegeben. Die Gründe hierfür sind oft privater Natur, manchmal passen die Vorstellungen des Wunschhundes auch nicht zu dem vermittelten Tier und manchmal sehen wir, dass ein Hund einfach nicht glücklich wird. Dann muss er seine alte Familie verlassen und wir versuchen eine passendere Familie für ihn zu finden. Pitin ist ein Hund, der seine Familie heiß und innig liebt und nicht von ihr getrennt sein möchte. Er kann nicht verstehen, dass er manchmal ohne sie sein soll. Bis heute konnte er nicht genügend Selbstbewusstsein entwickeln, um auch einmal etwas länger alleine zu bleiben. Da seine Familie ein Weingut mit Übernachtungsmöglichkeiten hat, wird befürchtet, dass er die Gäste stört. Tatsächlich ist es aber auch für Pitin nicht schön Angst zu haben und daran zu leiden, dass er alleine bleiben muss. Wer sich das Kerlchen ansieht, bemerkt sofort, dass er nicht glücklich ist und deshalb suchen wir ganz dringend jemanden, der entweder ganz für Pitin da ist oder genug Erfahrung hat, um ihm zu zeigen, dass alleine zu bleiben kein Hexenwerk ist. Der kleine Junge ist vier Jahre alt und hat ca. 45 cm Schulterhöhe. Er ist ein netter Hund, der Kinder mag und gerne spazieren geht. Es wäre wunderbar für ihn, wenn er eine neue Familie finden könnte, die ihm hilft, seine Angst in den Griff zu kriegen.

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Wir würden uns sehr darüber freuen, wenn sich herzensgute, tierliebe und hundeerfahrene Menschen finden würden, die in die Seelen unserer Hunde sehen können. Wir brauchen auch manchmal ein wenig Hilfe, um wieder aufrecht zu gehen, unseren Hunden geht das nicht anders. Liebe und Zeit schaffen Vertrauen - das ist es, was wir jedem neuen Herrchen/Frauchen und jedem unserer Hunde wünschen. Wer sich etwas zusammen mit seinem vierbenigen Gefährten erarbeitet hat, ist stolz darauf und weiß es zu schätzen.

 

07.11.2018

Nicht jeder ist davon überzeugt, dass Hundemäntel durchaus Sinn machen und deshalb möchte ich all die Zweifler bitten, sich einfach mal in ihren Hund hineinzuversetzen. Ein Hund, der bei kalten Temperaturen zusammengezogen, langsam und mit eingezogenem Schwanz spazierengeht, friert wahrscheinlich. Es ist unverständlich, wieso man dieses arme Tier 'abhärten' will, man selbst aber mit einem dicken Mantel, Handschuhen und einem Schal unterwegs ist. Manchen Hunden macht auch das kälteste Wetter nichts aus, Husky, Malamuten, Eurasier, Barsoi usw. kommen prima mit kalten Temperaturen klar und benötigen fast nie ein Mäntelchen. Hunde aus südlichen Ländern entwickeln oft keine Unterwolle und frieren im Winter ganz erbärmlich. Die Besitzer sind also selbst gefordert, mal genau hinzusehen und festzustellen, ob der beste Freund friert und bibbert oder ob ihm die Kälte nicht stört.

Wer einen Hundemantel anschafft, sollte darauf achten, dass dieser auch die Brust und Bauchregion wärmt, viele Mäntelchen haben einen sogenannten Brust- und Bauch-Latz, der über dem Rücken mit einem Klettverschluss befestigt wird. Es sollte auf ein hautverträgliches und leichtes Material geachtet werden. Wolle, Baumwolle und daraus Selbstgestricktes ist nicht wasserabweisend und daher nicht geeignet. Der Mantel darf weder zu weit noch zu eng sitzen, sonst wärmt er nicht.

In der kalten Jahreszeit sollte auf jeden Fall darauf geschaut werden, dass unser Hund nicht auf kalten Böden liegt oder der Zugluft ausgesetzt ist, nasse Hunde müssen abgetrocknet werden. Blasenentzündungen oder eine Schwächung des Immunsystems können sonst die Folge sein, ebenfalls können Infektion der Atemwege begünstigt werden und Viren oder Bakterien haben dann leichteres Spiel. Bitte denkt daran, dass man alte und kranke Tiere besonders im Auge behalten muss, ihre Abwehrkräfte sind oft geschwächt und sie brauchen ganz besondere Fürsorge.

Bei Eis und Schnee wird wahrscheinlich Streusalz zum Einsatz kommen. Die Ballen unserer Hunde sind empfindlich und deshalb kann es zum Beispiel in der Stadt sinnvoll sein, seinem Hund Booties anzuziehen. Wichtig ist eine regelmäßige Kontrolle der Ballen. Wir cremen unseren Hunde die Füße mit einer Fettcreme ein, um rissigen Ballen vorzubeugen, zusätzlich werden die Haare zwischen den Zehen abgeschnitten - dort bilden sich sonst Eis- oder Schneekugeln, die den Hunden das Laufen massiv erschweren und schmerzhaft sind. Nach einem Spaziergang kann es sinnvoll sein, dem Hund die Füße in lauwarmem Wasser abzuwaschen, damit ggf. vorhandenes Salz entfernt wird und genauso wie bei uns cremen wir die Füße der Hunde natürlich nur in sauberem Zustand ein. Vaseline und Melkfett sind hierfür bestens geeignet.

Wir wissen, dass es viel Spaß macht, den Hunden beim Spaziergang einen Schneeball zu werfen, trotzdem ist das nicht bei allen Hunden sinnvoll. Durch die Aufnahme von Schnee können Bauchkrämpfe, Magen-Darm-Entzündungen, blutiger Durchfall oder Erbrechen verursacht werden. Schneeballwerfen sollte man sich also genau überlegen, denn es regt zum Schneefressen an und nicht jeder Hund verträgt das. Im Winter haben auch unsere Hunde oft einen erhöhten Energiebedarf. Wer seinen Hund oft und lange draußen bewegt, wird ihm etwas mehr füttern und vielleicht auch energiereicheres Futter verwenden. Bei Hunden, die wenig Auslauf bekommen, wird das aber wohl keine Rolle spielen.

Da auch unsere Hunde in der dunklen Jahreszeit schlechter gesehen werden, sollten Mensch und Tier gut sichtbare Reflektoren tragen, so werden wir alle von Autofahrern besser erkannt.

Mit all den Tipps gut versorgt kann der Herbst und Winter jetzt kommen!

 

06.11.2018

Der dritte Spenden-LKW hat heute Abend das Lager verlassen und ist jetzt schon auf dem Weg nach Spanien. Ich denke, er wird noch vor Ende der Woche in der Protectora ankommen. Diesesmal wird auch wieder Futter für die Protectora Ibi dabei sein. Raquel hatte schon von dem letzten Transport Futter bekommen. Normalerweise versorgt Andy die Tiere in Ibi, in diesem Jahr wird er aber keinen Transport mehr fahren, deshalb werden wir versuchen, auch Raquels Protectora zu unterstützen. Zehn Paletten Futter werden sie über die nächsten 2 Monate bringen und im Frühjahr werden wir wohl wieder einen Transport mit Andy zusammen organisieren können. Irgendwie ist es schon fast unheimlich, wie schnell das Futter an die bedürftigen Organisationen verteilt wird, es dauert nur einige Tage und schon sind 100 Paletten aufgeteilt, verstaut und zum Teil wohl auch schon verfüttert. Wieviel Futter die Region tatsächlich gebrauchen könnte, ist gar nicht abzuschätzen. Sobald wir Bilder von Katja und vom Verteilen der Spenden haben, werden wir sie hier posten.

Langsam bewegen wir uns auf den Winter zu und ich möchte euch alle nochmal darum bitten, die Wildvögel zu füttern. Wir sind schon seit einigen Jahren dazu übergegangen, ganzjährig zuzufüttern, um Defizite in den natürlichen Futterquellen auszugleichen. Früher gab es die weitverbreitete Meinung, dass man am Winterende die Fütterung einstellen solle, heute weiß man, dass das ganzjährige Füttern ein ergänzender Beitrag zum Erhalt unserer Vogelvielfalt leistet. Unsere Landschaft ist durch intensive Landwirtschaft geprägt und viele Vögel finden auch im Sommerhalbjahr immer weniger Nahrung. Wildkräuter werden fast überall intensiv mit Herbiziden bekämpft, Wiesenpflanzen bilden aufgrund frühzeitiger Mahd nur noch selten Samen aus. Insekten werden durch Pestizid-Einsatz immer seltener. Selbst in unseren Hausgärten suchen die Vögel oft vergeblich nach Nahrung, auch hier hat sich mancher 'Ziergärtner' mit jeder Menge Gift eine nahezu tote Umwelt geschaffen. Mit der Ganzjahresfütterung kann man den Vögeln tatsächlich massiv unter die 'Flügelchen greifen'. Die Vögel können ihre Jungen besser aufziehen, früher brüten und haben einen besseren Bruterfolg.

Mittlerweile sind die Zugvögel schon weggeflogen. Unsere heimischen Arten werden den Winter mit uns verbringen und natürlich freuen wir uns an den kleinen Piepmätzchen. Wir finden es immer toll, den kleinen Federbällchen zuzusehen, bei uns hängen im Vorgarten Fettstangen, Äpfel und natürlich jede Menge Futterspender mit Kernen und Körnern. Manchmal sind morgens über 30 Vögel an den Futterstellen und wir hoffen, dass sie sich kugelrund fressen und den Winter gut überstehen.

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05.11.2018

Endlich sind unser Bus und der Hänger wieder da, sie waren in der Werkstatt und haben jetzt die TÜV -Plakette bekommen. Beim Bus wurden zusätzlich neue Reifen aufgezogen und der Hänger hat endlich neue Auflaufkeile gekriegt - irgendwie werden die wohl immer wieder gerne von anderen Leuten mitgenommen, auf jeden Fall verschwinden sie immer ganz plötzlich... Jetzt muss der Tierschutzbus noch einmal für einen Ölwechsel in die Werkstatt und dann dürften die Autos fit für den Winter sein. Im Garten und bei den Pferden wartet noch viel Arbeit auf uns, ständig kommt etwas Unvorhergesehenes und bringt unsere Planung komplett durcheinander.

Morgen geht der dritte und letzte Spenden-LKW auf die Reise und vielleicht haben wir dann endlich etwas Zeit, um uns um unsere Sachen zu kümmern. Leider gab es um den Transport einige Probleme, die nicht so gelöst werden konnten, wie wir das erhofft hatten. Jetzt ist es, wie es ist und ändern können wir sowieso nichts daran. Wir sind nicht einmal in der Position, auch nur ganz vorsichtig nachzuhaken, immerhin geht es um hunderte Tiere, die mit ihrem Leben an diesen Spenden hängen. Also versuchen wir einfach nur, eine Eskalation zu vermeiden und bedanken uns für alles, was wir bekommen. Ich sage mir immer wieder, dass es niemals um mich geht und es völlig egal ist, ob ich traurig, wütend oder beleidigt bin - es geht immer nur um die Hunde und Katzen, deren Überleben wir sichern wollen. Dann rückt man das Krönchen gerade und macht einfach weiter. Es ist tatsächlich so, dass alle unsere Probleme vor dem Hintergrund, dass Tiere verhungern könnten, klein aussehen. Seit vielen Jahren haben wir mit aller Kraft dafür gekämpft, dass immer genug Futter für alle zur Verfügung steht. Andere Vereine fahren 10 Säcke Futter nach Spanien und werden dafür in den Himmel gelobt, wir haben in diesem Jahr über 100 Tonnen Futter per LKW zu den Tieren bringen lassen. Nur um die Menge mal verständlich zu machen - das sind fast 7000 Hundefuttersäcke mit 15 kg Inhalt. Dass da nicht der große Jubel ausgebrochen ist, haben wir zwar nicht verstanden, aber wahrscheinlich liegt das an der Art und Weise, wie wir darüber berichten. Andere bewerben solche Aktionen, was natürlich wieder neue Mitglieder, Spender und Gönner bringt. Wahrscheinlich haben wir da eine Chance vergeben, das sollten wir in Zukunft besser machen. Sobald das Futter in der Protectora angekommen ist, werden wir natürlich wieder darüber berichten und Fotos posten.

Mit dem letzten Spendentransport neigt sich unser Tierschutzjahr dem Ende zu. Vor uns liegen keine Märkte mehr und es werden auch keine Hunde mehr kommen. Jetzt kommt die Zeit, 2018 revue passieren zu lassen und mit der Planung für das neue Jahr zu beginnen. Ganz oben auf unserer Liste steht ab jetzt das Frühlingsfest 2019, wir werden auf unserem nächsten Treffen einen Termin festlegen und schon jetzt damit beginnen, die Preise für die Tombola zusammen zu bekommen. Es werden wie in jedem Jahr mindestens 1000 Preise sein und da liegt noch einiges an Arbeit vor uns. Falls ihr jemanden kennt, der mit der Spende von Preisen zum Gelingen unseres Festes beitragen kann, dann solltet ihr ihn schon jetzt ansprechen! Aus unserer Erfahrung heraus wissen wir, dass wir spätestens im Februar immer die gleiche Antwort bekommen - das Kontingent für dieses Jahr ist schon vergeben!

In den letzten Tagen haben wir die Mitteilungen bekommen, dass zwei unserer Ehemaligen gestorben sind. Wir sind unendlich traurig darüber und hoffen, dass die Halter den Schmerz bald verwinden können. Wir alle kennen das Gefühl, ein Familienmitglied verloren zu haben und können nur sagen, dass der Schmerz mit der Zeit langsam nachlässt. Man muss da einfach durch- so schlimm sich das auch anhört. Lotta und Monty sind uns voraus gegangen, ich bin sicher, dass sie bei ihren Familien glücklich waren und ein tolles Leben hatten.

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04.11.2018

Das Wochenende ist diesesmal ganz ohne eine Vermittlung oder auch nur eine enstzunehmende Anfrage zu Ende gegangen. Ganz offensichtlich haben wir nicht die Hunde, die die Interessenten sich wünschen. Ich muss gestehen, dass unsere Hunde Ecken und Kanten haben, manche mögen keine Katzen, andere brauchen etwas Hilfe, um sich zurecht zu finden, es gibt Hunde, die Tabletten nehmen müssen und welche, die vom neuen Halter etwas Erfahrung erwarten. Sie sind eben nicht von der Stange und haben alle ganz eigene Erfahrungen gemacht und daraus zum Teil auch ihre Schlüsse gezogen. Wer sich im Tierschutz nach einem neuen Freund umsieht, der weiß, dass diese Hunde alle eine Vorgeschichte haben. Sie sehnen sich nach Liebe und Streicheleinheiten, sie möchten genauso wie wir auch ein anständiges Leben ohne Not und Angst führen und natürlich haben sie es verdient, dass sich Menschen um sie kümmern und die Verantwortung für sie übernehmen. Ich habe es mir abgewöhnt, Anfragen, die den 'Leistungsstand' der zu vermittelnden Hunde betreffen, überhaupt noch zu beantworten. Wir suchen tierliebe Menschen, die die persönliche Note eines jeden Hundes zu schätzen wissen, die auf die Tiere eingehen und wissen, dass jeder dieser Hunde eine wunderbare Seele hat. Alle unsere Hunde brauchen Menschen, die ihnen helfen und denen es nicht zu viel ist, vielleicht auch einen holprigen Weg mit ihnen gemeinsam zu gehen. Für uns ist es schrecklich zusehen zu müssen, dass manche unserer Hunde oft so lange auf IHREN Menschen warten müssen.

Wir hoffen immer, dass sich auch mal Hundefreunde bei uns melden, die nicht sofort mit Kopfschütteln reagieren, wenn ich von Trosky erzähle. Der Bub ist ein Traumhund, er hat nicht einmal den geringsten Jagdtrieb, er hört super und ist nur lieb - aber er ist positiv auf Leishmaniose getestet und obwohl er damit ganz problemlos uralt werden kann, scheint jeder in Panik zu verfallen, wenn ich ihn nur erwähne. Warum er keinen Menschen für sich begeistern kann, erschließt sich uns nicht.

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Auch Irie ist nun schon Monate bei uns, sie ist ein Podenco-Mix und schon alleine die Feststellung, dass irgendwann ein Windhund in ihrer Ahnenreihe vertreten war, verschreckt alle Interessenten. Bei genauerem Nachfragen bekommen wir dann erzählt, dass man den Jagdtrieb eines Windhundes nicht kontrollieren könne und man den Hund nicht vom Jäger erschossen haben wolle. Irie ist ganz bestimmt kein Reh-mordendes Ungeheuer, im Wald gehört sie so wie jeder andere Hund auch einfach angeleint. Irie hat sogar schon eine Hundeschule besucht und sich gar nicht dumm dabei angestellt, sie geht wunderbar an der Leine und ist ein wirklich liebes Hundemädchen. Wir haben seit über 40 Jahren Windhunde und lieben die ausgeglichene Art dieser Langnasen. Es hat wohl keinen Sinn, die Leute von ihren Fehleinschätzungen abbringen zu wollen, sie wissen es sowieso besser und wären für Irie kein Gewinn.

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Dass Leo noch auf der Pflegestelle ist, kann ich auch nicht verstehen. Er ist ein Terrier-Mix und braucht ein liebevoll-konsequentes Zuhause. Der Bub ist nicht einmal zwei Jahre alt und bisher gab es noch niemand, der sich für ihn interessiert hätte. Wer ihn live sieht, ist begeistert von dem Jungen, anhand der Bilder scheint ihn allerdings niemand besuchen zu wollen.

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Wir fragen uns jeden Tag, wo wohl all die tierlieben Menschen sind, die Hunde- und Sachverstand haben und mit der richtigen Mischung aus Liebe und Konsequenz ihre Hunde erziehen... leider finden sie im Augenblick nicht zu uns und dass, obwohl wir einfach wunderbare Hunde haben.

 

03.11.2018

Wie immer sorgt Katja in Spanien dafür, dass die Futterspenden sinnvoll verteilt werden. Die riesige Menge - immerhin fährt am Dienstag der 3. LKW innerhalb weniger Tage nach Spanien - sorgt für großen Jubel unter den dortigen Tierschützern. Hier ein Auszug aus Katjas Brief:
"WOW noch ein 3 .Spendentruck, das ist ja unglaublich. Diese riesige Menge Futter sorgt für sehr viele satte und damit zufriedene Tiere, die den Winter gut überstehen können und natürlich auch ganz viele glückliche und erleichterte Menschen, denen dadurch eine so riesige Last von den Schultern genommen wird.

"Ich hatte ja Dank eurer Futterspenden immer eine wirklich sehr schöne "Aufgabe", nämlich das Futter zu denen zu bringen, die es so nötig brauchen und dadurch sehe ich direkt die große Freude, die ihr mit euren Futterspenden bei den vielen Helfern und damit natürlich auch zu den Tieren bringt. Sehr häufig sind die Helfer auch gerade in den kleineren Rescuecentern erst einmal sprachlos und können gar nicht glauben, wenn der Kofferraum aufgeht und der Inhalt komplett für ihre Tiere ist. Als ich zum Beispiel vom letzten Spendentransport (Tierschutzshop) 120 Dosen Katzenfutter zum Verein Gatitos en Apuros gebracht habe (ein Verein, der sich um viele Katzenkolonien kümmert, kranke und ausgesetzte Katzen in Pflegestellen unterbringt und natürlich auch medizinisch versorgt), haben die Helferinnen einige Dosen ausgeladen und konnten es nicht fassen, dass alle Dosen eine Spende der Tierhilfe Phönix für sie sind, immer wieder die Frage ... Wirklich alle sind für unsere Katzen ? ... Es ist wirklich toll, wenn man die Freude über die Spenden von Euch in den Gesichtern sieht. Oft lerne ich natürlich auch einige der Tiere kennen und kann die Arbeit in den verschiedenen Rescuecentern beobachten. Es ist so toll zu sehen, mit wieviel Liebe die Helfer sich um die vielen Tiere kümmern und ihr möglichstes versuchen ihnen das Vertrauen in die Menschen wieder zu geben, ihre Verletzungen behandeln und ihnen das Leben - wenn auch in einem Tierheim - so angenehm wie möglich zu machen versuchen.

In die Protectora Jumilla (Region Murcia), die auch Futter vom Spendentransport (Tierschutzshop) bekam, hat mich eine Freundin begleitet. Wir hatten das Glück die Arbeit mit den dortigen Angsthunden und den sogenannten "Kampfhunden" zu beobachten bzw. daran teilzuhaben. Dieses Programm wird durch Spenden finanziert und 1x wöchentlich kommt ein Trainer und eine Helferin, um mit den Hunden zu arbeiten und den Helfern der Protectora den richtigen Umgang mit diesen Hunden zu vermitteln. Gerade der Umgang mit Angsthunden ist häufig sehr speziell und gerade in Spanien doch eher noch unbekannt. Wir, die Helfer der Protectora und die Hunde hatten Dank euch und der Futterspende einen rundherum tollen Nachmittag mit einem "Kampfhund", der mich in Grund und Boden geschmust hat, Angsthunden, denen geholfen wird und die dadurch hoffentlich auch bald eine eigene Familie finden sowie vielen anderen Hunden, die gestreichelt, gefüttert und mit denen gespielt wurde..."

Wir haben uns über Katjas Brief sehr gefreut. Sie beschreibt die Situation in Spanien sehr treffend und kann gut beurteilen, wo unsere Hilfe gebraucht wird. Ganz sicher kommt unsere Hilfe dort an, wo sie dringend gebraucht wird und macht allen das Leben etwas leichter - das ist toll und gibt uns wieder Kraft weiterzumachen. Ganz besonders gefreut haben wir uns über das dicke Lob für unsere Arbeit. Katja hat recht, wir fragen uns manchmal auch, wie wir das alles machen... im Augenblick bleibt kaum Zeit für andere Dinge.

 

02.11.2018

Es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten, einen Tierschutzverein zu unterstützen. Viele unterschreiben einfach eine Mitgliedschaft und überweisen einmal im Jahr einen Obolus für die Tiere, andere nutzen zusätzlich noch Plattformen, die sich auf das Sammeln von Spenden spezialisiert haben, zum Beispiel den Tierschutz-Shop, der Tierfutterspenden für die Vereine sammelt und dann sogar kostenfrei an die vom Verein vorgegebenen Tierheime zustellt - leider gilt das zwar in unserem Fall für Spanien, aber nicht für die Azoren. Die sind für alle Zulieferer einfach zu weit ab und werden von niemandem beliefert. Über ZooPlus (zu erreichen über das Banner rechts auf dieser Seite) kann man selbst seine Futterspende zusammenstellen und für einen wirklich keinen Portobeitrag von ca. 7 Euro auch an das Wunschtierheim im Ausland schicken lassen, aber auch hier bleiben die Azoren außen vor. Ganz anders gehen Plattformen wie zum Beispiel GOODING vor (zu erreichen über das Banner links auf dieser Seite).  Man kann einem Verein eine Spende zukommen lassen oder man unterstützt ihn durch einen gewöhnlichen Online-Einkauf mit einer Prämie. Diese Prämie wird von den teilnehmenden Shops gezahlt, wenn ein über Gooding vermittelter Einkauf stattfindet. Dabei ist das Angebot für Vereine und Nutzer komplett kostenlos! Um mit einem Prämien-Einkauf zu spenden, muss man sich einmal auf der Homepage gooding.de registrieren. Dann entscheidet man sich für einen Verein, den man unterstützen möchte, wählt den Shop aus und kauft dort ganz normal ein. Der Einkauf kostet dadurch keinen Cent mehr. Spätestens nach 3 Tagen erhält der bespendete Verein dann eine Prämienmeldung vom jeweiligen Shop und das Geld wird gutgeschrieben. Man muss einfach nur bei jedem Kauf daran denken, GOODING zu aktivieren und den Verein eingeben, den man begünstigen möchte, mehr ist nicht nötig.

Ganz besonders haben wir uns über Spenden anlässlich von Geburts- oder Ehrentagen gefreut. Es ist einfach eine tolle Idee, wenn auf Geschenke verzichtet und lieber an einen gemeinnützigen Verein gespendet wird. Dass an Weihnachten auch manchmal etwas für die Tiere, die es nicht so dolle getroffen haben, überwiesen wird, ist für Vereine, die dringend auf Spenden angewiesen sind, eine tolle Sache.

Bitte denkt daran, dass es den wenigsten Tieren so gut geht wie euren Lieblingen, dass viele weder genug zu essen haben noch die nötige Zuwendung bekommen. Tierschutzvereine auf der ganzen Welt geben alles, um die zum Teil schrecklichen Zustände zu ändern oder abzumildern. Helft, wenn ihr könnt und wenn ihr nichts spenden möchtet, dann nutzt wenigstens Gooding, um etwas Gutes zu tun - es kostet euch nichts, nur ein paar Klicks!

 

01.11.2018

Es passiert immer wieder und auch wenn ich in den letzten Jahren ständig darauf hingewiesen habe und überall dafür Werbung gemacht wird, scheint es nicht besser zu werden. Fast jeder Fundhund, der bei uns landet, hat zwar mittlerweile einen Chip, aber trotzdem können wir die Hundehalter nicht ermitteln, weil die Tiere einfach nicht registriert sind. Der letzte kleine Malteser, der bei uns 'zu Besuch' war, war ebenfalls gechipt und als sich endlich seine Halter bei uns meldeten, machte ich darauf aufmerksam, dass er nicht registriert sei. "Doch natürlich - er hat doch einen Chip!" war die Antwort! Das eine hat aber leider nichts mit dem anderen zu tun. Tierärzte, die die Chips setzen, registrieren die Tiere nicht und auch die Züchter tragen die neuen Eigentümer nicht bei einem Haustierregister ein. Das muss man schon selbst tun. Wer das vergisst, wird sein Tier nach Auffindung nicht umgehend zurück bekommen, sondern oft viele Stunden in Angst und Schrecken verbringen. Auch für den Hund oder die Katze ist es nicht schön, so lange sinnlos von ihrer Familie getrennt zu sein. Oft kommen die Tiere erst einmal ins Tierheim. Für einen Hund, der immer bei seier Familie war, dürfte das ein nicht zu verachtender Schock sein. Man kann seinem Tier das ersparen, indem man es einfach registrieren lasst. Die Eintragung ist kostenlos und kann schriftlich per Brief oder auch online erfolgen. Wir lassen alle unsere eigenen Tiere bei TASSO registrieren und geben auch jedem neuen Hundehalter die passenden Formulare mit. Es gibt aber auch die Möglichkeit, die Chip-Nummern über der Deutschen Tierschutzbund (FindeFix) registrieren zu lassen, die IFTA bietet zusätzlich auch noch aktives Tracking über das Handy an und bei PETMAXX kann man internationale Abfragen starten. Das heißt, man kann in ausländischen Registern nach einem Transponder fahnden. Manchmal ist das ganz interessant, so hat sich schon mancher deutsche Zuchthund in einem polnischen Register wiedergefunden. Wir selbst haben schon einen spanischen Hund als ein Tier, das ursprünglich in Tschechien gezüchtet wurde, identifizieren können. Die Wege der Hundehändler und des Tierschutzes kreuzen sich manchmal... :(

 

31.10.2018

Jetzt hat es Lolon geschafft! Der hübsche Bodeguero-Bub hat ein neues Zuhause gefunden. Es werden noch zwei Wochen ins Land gehen, bis die neue Familie Urlaub hat, dann wird Lolon umziehen und damit ein Hesse werden. Wir freuen uns für den lieben Jungen und wünschen ihm ein ganz tolles Leben bei seiner neuen Familie!

Nachdem ich euch gestern schon vier Hundchen, die noch in der Vermittlung sind, vorgestellt hatte, möchte ich euch heute von Aston, Lucia und Pitin berichten. Lucia ist erst 10 Monate alt und mit ihren 44 cm dürfte sie ausgewachsen sein. Sie wiegt nur 9,5 kg, ich denke aber, da werden in den nächsten Monaten noch 1-2 kg dazu kommen. Die Kleine Nase ist eine absolut verspielte und freundliche Hündin, sie geht schön an der Leine, ist supersozial, spielt gerne mit anderen Hunden, mag Menschen, fährt problemlos im Auto mit und kennt jetzt sogar schon ein paar Grundkommandos. Lucia ist ein schlaues Mädchen, sie will lernen und möchte alles richtig machen. Schon jetzt versucht sie, das Verhältnis der Hunde untereinander zu regeln, denn sie ist eine kleine Führungspersönlichkeit, die mit 10 Monaten zwar noch etwas Anleitung braucht, aber durchaus schon weiß, wo es lang geht. Eine tolle kleine Hundedame!

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Pitin ist mit ca. 15 kg eindeutig zu schwer, für seine 45 cm wären 12-13 kg völlig ausreichend. Der kleine Kerl ist ein total kinderlieber und absolut geduldiger, etwa vierjähriger Junge. Er ist treu und anhänglich, im Haus ist er lieb und ruhig, draußen möchte er gerne spielen und geht freudig spazieren. Leider kann Pitin offensichtlich nicht alleine bleiben. Im Augenblick ist er noch bei seiner Familie, er wird diese aber in absehbarer Zeit verlassen müssen. Der fröhliche kleine Hund lebt auf einem Weingut und sieht von der Wohnung aus seine Menschen im Hof arbeiten. Er möchte gerne bei ihnen sein und tut das zum Teil auch lautstark kund. Da es leider auch Feriengäste gibt und Pitin darauf keine Rücksicht nimmt, müssen wir jetzt für ihn ein neues Zuhause suchen. Pitin liebt seine Menschen voll und ganz, er möchte immer bei ihnen sein und gerade diese Liebe wird ihm nun zum Verhängnis. Wir suchen für den kleinen Jungen ein neues Zuhause, jemand, der sich so mit ihm beschäftigt, dass er lernen kann alleine zu bleiben. Pitin sollte zu Menschen, die genügend Zeit für ihn haben und ihm gleichzeitig auch Sicherheit geben. Bestimmt wird der kleine Junge dann auch lernen, ab und zu einmal ohne seine Familie auszukommen - im Augenblick fällt ihm das sehr schwer. Pitin ist geimpft, kastriert und gesund. Vielleicht sollte er 2 kg abnehmen... Auf den neuesten Fotos sieht er traurig aus, ich hoffe, dass wir bald ein neues Zuhause oder eine Pflegestelle finden werden, die ihm helfen kann.

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Der einjährige Aston ist ein reinrassiger, sehr zierlicher Bodeguero-Rüde. 9 Kilos bringt er auf die Waage und 41 cm ist seine Schulterhöhe. Er ist wie alle unsere Hunde kastriert, gechipt, entwurmt und geimpft. Wir haben in den letzten Jahren schon viele Bodis vermittelt und alle hatten ein tolles Wesen. Aston ist ebenfalls super verträglich mit anderen Hunden und liebt Menschen - egal ob klein oder groß. Obwohl Bodis oft mit Jack-Russel-Terriern verwechselt werden, sie haben nichts mit ihnen zu tun. Ein Bodeguero ist ein ausgeglichener, schlauer, verschmuster und lernwilliger Hund, er möchte immer mit dabei sein und macht es seinem Besitzer leicht, ihn auch wirklich überall mit hin zu nehmen. Er ist kein Kläffer und schon gar nicht aggressiv oder schwer zu erziehen. Bodegueros werden nur in Andalusien gezüchtet und sind hier noch recht unbekannt. Wer allerdings einmal einen Bodi hatte, wird sich immer wieder für diese Rasse entscheiden! Wir selbst sind absolute Fans des Bodeguero Andaluz und nehmen sie jederzeit gerne bei uns auf!

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Nachdem nun der zweite Spenden-Truck in Spanien angekommen ist, werden wir am Dienstag den für 2018 voraussichtlich letzten LKW auf die Reise schicken. Damit ist dann die schon fast unglaubliche Menge von etwa 100 Paletten Futter nach Villena gegangen. Vielen herzlichen Dank an alle, die mitgeholfen haben, diese gigantische Spende möglich zu machen!

 

30.10.2018

Heute ist der zweite Spenden-Truck in der Protectora Villena angekommen! Die Freude war natürlich groß und die Verteilung der riesigen Futterspende ist eine Aufgabe, die bestimmt noch die ganze nächste Woche in Anspruch nehmen wird. Auf jeden Fall wird in diesem Winter für alle Hunde und Katzen genügend Futter da sein. Ein solcher Spenden-Truck rettet das Leben von unglaublich vielen Tieren, gleichzeitig können die spanischen Tierschützer durch die eingesparten Futterkosten andere wichtige Rechnungen bezahlen. Wer einmal bei der Entladung eines LKWs mit Futter dabei war, weiß, dass jedesmal Tränen vor Glück vergossen werden. Das größte Problem unserer spanischen Kollegen ist schon immer die Beschaffung von Futter und ich kenne dort keinen Tierschutzverein, bei dem sich nicht die Rechnungen der Futterhändler stapeln. Oft genug wird einfach nichts mehr geliefert, weil uralte Rechnungen noch offen sind. Wir können uns nicht vorstellen, wie es sein muss, zwischen der Beschaffung von Futter und der Durchführung von wichtigen OPs entscheiden zu müssen, in Spanien gehört so etwas zum täglichen Brot. Wir freuen uns sehr, dass wir mit dieser wirklich riesigen Futterspende vielen Tierschützern eine große Sorge von der Seele nehmen und gleichzeitig ganz vielen Tieren das Leben retten konnten!

Am vergangenen Wochenende hatten wir einige Anfragen für unsere tollen Bodegueros, leider wohnten die Interessenten einfach viel zu weit weg oder meldeten sich dann später nicht mehr. So etwas ist schade, kommt aber ständig vor. Erst sind die Leute Feuer und Flamme und dann haben sie es sich anders überlegt. Wir sind froh, dass sich meistens schon vor dem Interessentengespräch die Spreu vom Weizen trennt, jeder sinnlos gefahrene Kilometer kostet uns Geld und Zeit - beides ist Mangelware!

Nachdem nun auch die hübsche Sindy vermittelt ist, hat sich unsere Vermittlungsseite sichtbar geleert. Wie schon angekündigt, wollen wir in diesem Jahr keine neuen Hunde mehr aufnehmen. Wir haben mit Irie noch eine Windhund-Mix-Dame, die seit längerem ein Zuhause sucht,  in der Vermittlung. Wieso sich bisher für diese tolle Hündin niemand gemeldet hat, wissen wir nicht. Irie ist geht wunderbar an der Leine, spielt gerne mit anderen Hunden, mag Kinder, kann problemlos im Auto mitfahren, ist stubenrein, hört gut und ist eine wirkliche Schmusebacke.

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Außerdem wartet Trosky ebenfalls ganz verzweifelt auf ein neues Zuhause. Der Bub ist positiv auf Leishmaniose getestet worden und deshalb auch schon vorbehandelt. Er ist toll eingestellt und bekommt morgens und abends eine Tablette, die Kosten dafür belaufen sich auf ca. 6 € im Monat. Trosky ist ein absoluter Traumhund, er hat keinen Jagdtrieb und weicht seiner Pflegestelle im Feld nicht vom Fuß, er spielt schrecklich gerne, mag Kinder, kommt mit jedem anderen Hund klar und ist ein echter Sonnenschein. Wir hoffen, dass Trosky Menschen finden wird, die ihn so nehmen, wie er ist. Er ist ein wirklich außergewöhnlich braver Hund, der jede Familie bereichern würde.

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Auch Leo sucht nun schon einige Zeit sein passendes Zuhause, er ist mittlerweile 2 Jahre alt und aus der Pubertät raus. Er hat bei seiner Pflegefamilie wirklich viel gelernt, ist stubenrein, hört gut, beherrscht die Grundkommandos, fährt gerne im Auto mit und ist ein absolut manierlicher und wirklich hübscher Bub. Katzen findet er immer noch nicht toll, aber so etwas muss man bei einem Terrier-Mix wohl einfach akzeptieren. Leo will mit jedem anderen Hund spielen, noch fehlt ihm die Souveränität, mit hoch erhobenem Schwanz einfach an den anderen vorbeizugehen und so hampelt er bei der Sichtung von potenziellen Spielkameraden oft noch ziemlich albern an der Leine herum. Auch das wird sich noch legen und wer schon einmal einen Terrier hatte, weiß dass auch Rom nicht an einem Tag erbaut wurde.

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Über Zappe habe ich ja schon mehrfach berichtet. Mittlerweile ist der hübsche Bodeguero von seiner Familie abgegeben und von Cindy und ihrem Rudel aufgenommen worden. Dass Zappe viele Erfahrungen nicht machen konnte, weil er in Spanien mit einer Kette an einem Baum angebunden waren, wissen wir. Trotzdem hat Zappe große Fortschritte gemacht, bei Cindy bewegt er sich recht normal und fühlt sich sogar so wohl, dass er mit den Kindern und auch mit den anderen Hunden kuschelt. Natürlich wird hier auch niemand versuchen, mit ihm in öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren oder ihn in Frankfurts Innenstadt mitzunehmen. Für Zappe suchen wir ein ruhiges, sicheres Zuhause, keine städtische Umgebung. Im Feld geht er wunderbar an der Leine und zeigt keinerlei Ängste, am Hauptbahnhof in einen Zug einzusteigen, wäre allerdings nichts für ihn. Zappe ist kein Angsthund, ihm fehlen einfach nur Erfahrungen und all das, was ein Welpchen spielend lernt, ist für Zappe jetzt eine Überlegung wert. Er braucht einfach etwas mehr Zeit und Menschen, die ihm diese Zeit geben und sich an seinen Erfolgen freuen.

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Es wäre einfach wunderbar, wenn wir auch für die Hunde ein Zuhause finden könnten, die eine 'persönliche Note' haben. Welpen, am besten kleinbleibend, dreifarbig, nicht haarend und mit lockigem, halblangen Fell kann jeder vermitteln. Bei diesen Hunden handelt es sich selten um Notfälle - wir möchten den Hunden helfen, die vielleicht eine zweite Chance brauchen, die Schlimmes erlebt haben, alt sind oder ein Handycap - welcher Art auch immer - haben. Denn diese Hunde suchen ganz verzweifelt nach einem schönen Zuhause und sie haben es verdient, dass man sich um sie kümmert, sie liebt und ihnen ein weiches, warmes Körbchen gibt. Tierschutz heißt nicht unbedingt, bildhübsche Welpchen zu verticken, sondern schutzbedürftigen Tieren Hilfe und Hoffnung zu geben. Es wäre schön, wenn wir dabei Unterstützung finden könnten und vielleicht sogar jemand sich für unsere Nasen interessiert. Es sind Lebewesen, nicht alles ist perfekt und manches muss auch noch zusammen erarbeitet werden - aber es sind auch Individuen und keine Plastikhunde aus der Fabrik!

 

29.10.2018

Seit zwei Tagen arbeitet Uwe an unserem Computer, wir haben eine neue Festplatte bekommen und noch funktioniert nicht alles so, wie wir das gerne hätten. Für mich war der Computer heute jedenfalls ein Totalausfall und deshalb konnte ich das Tagebuch nicht rechtzeitig schreiben und natürlich auch nicht posten. Ab morgen läuft wahrscheinlich wieder alles ganz normal und wir werden dann endlich wieder genug Plattenspeicher zur Verfügung haben.

Heute hat sich für unsere hübsche Sindy, ganz ohne dass sie es gemerkt hat, die Welt verändert. Britta ist mit ihrer Familie zum 'Pflegestellenversager' geworden und Sindy wird für immer bei ihnen bleiben. Wir freuen uns sehr darüber und sagen nur - Herzlich willkommen im Club! :)

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28.10.2018

Wie an jedem Wochenende haben wir auch heute unsere Hunde wieder inseriert, manchmal bekommt man viele Anrufe und manchmal interessiert sich keiner für unsere Nasen. Im Augenblick haben wir mit Aston, Lolón und Zappe drei Bodeguero-Buben in der Vermittlung. Auch Irie, Leo und Sindy suchen schon länger ein neues Zuhause und seit einer Woche sind nun noch Zappe und Pitin dazugekommen. Es gab einige Anrufer, bei denen wir in den nächsten Tagen herausfinden müssen, ob sie für die Hunde geeignet sind, es wirklich ernst meinen, genügend Zeit und Platz vorhanden ist, die passende Einstellung zugrunde liegt und natürlich ob die Hunde die Interessenten mögen. Auch wenn man es kaum glauben kann, wir haben es schon oft erlebt, dass sich Interessenten wirklich abgemüht haben und die Hunde ihnen einfach die kalte Schulter gezeigt haben.

Wer einen Hund von uns hat, weiß, dass wir uns mit der Vermittlung immer ganz besonders viel Mühe geben. Es muss einfach passen und zwar für beide Seiten. Da wir auch Vorkontrollen für andere Tierschutzvereine machen, kennen wir deren Fragebögen, die fast immer zuhilfe genommen werden, um herauszufinden, ob ein Bewerber geeignet ist oder nicht. Wir arbeiten so nicht, sondern nehmen uns ganz viel Zeit und versuchen die Interessenten kennenzulernen. Niemand wird die Frage, ob gegen ihn oder Familienangehörige schon Verfahren wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz anhängig waren, ehrlich beantworten, wenn er ein Tierquäler ist und ganz bestimmt sind auch Fragen nach dem für das Tier verfügbaren Freiraum nicht unbedingt zielführend.

Tatsächlich ist es möglich, dass sich jeder im Internet in eine Liste eintragen kann, in der er sich als Kontrolleur für Vermittlungen anbietet. Vereine greifen oft genug auf solche Listen zurück, wenn sie Vorkontrollen nicht selbst machen können. Man sucht einfach eine passenede PLZ heraus und schickt den betreffenden Leuten den Fragebogen und die Adresse des Interessenten zu. Ich bin immer etwas erschrocken, wenn ich solche Fragenkataloge sehe und weiß, dass viele Vereine tatsächlich ihnen völlig unbekannte/unbedarfte Menschen heranziehen, die sich selbst als Fachleute in Hundeangelegenheiten sehen und doch keinerlei Erfahrung in der Vermittlung von Tieren haben, um eine Vorkontrolle zu machen. Diese Pseudo-Vermittler arbeiten dann einen solchen, sowieso schon fragwürdigen Informationsbogen ab und entscheiden damit gegebenenfalls über das Schicksal eines Hundes oder einer Katze.

Wir wissen, dass man selbst bei aller Gründlichkeit und auch nach 40 Jahren Erfahrung niemand in den Kopf sehen kann, umso wichtiger ist es daher, so viel Sorgfalt wie nur irgendwie möglich walten zu lassen. Jede unserer falschen Einschätzungen wird einen Hund unglücklich machen, im besten Fall bekommen wir ihn wieder zurück, im schlimmsten Fall bezahlt er es vielleicht mit seinem Leben. Ich frage mich, ob da ein Fragenkatalog und wildfremde Menschen, deren Qualifikation niemand aus der Ferne beurteilen kann, wirklich die richtigen Mittel sind, um eine gewissenhafte Vermittlung zu ermöglichen.

In den letzten Monaten häuften sich bei uns Anrufe von Interessenten, die uns die abenteuerlichsten Geschichten von sogenannten 'Vorkontrollen' erzählten. Eine Familie erzählte uns, dass jemand bei ihnen gewesen sei, der, ohne zu fragen, alle Räume betreten habe, die Schränke geöffnet und die Schubladen herausgezogen hätte. Eine andere Dame erzählte uns, dass man privateste Fragen beantworten sollte, die nicht einmal annähernd etwas mit der Vermittung eines Tieres zu tun hatten. In keinem der vielen uns geschilderten Fälle wurden Datenschutzrichtlinien eingehalten. Wir sind immer wieder erstaunt, dass Menschen sich so etwas überhaupt gefallen lassen. Bei mir würde keiner einfach die Schränke öffnen oder ungefragt in unser Schlafzimmer marschieren. Nur um das einfach mal zu klären, so etwas ist unglaublich übergriffig und gehört ganz bestimmt nicht zu einer sogenannten Vorkontrolle dazu. Sollten Sie sich für einen Hund interessieren und bei dem Vorgespräch so etwas erleben, werfen sie die Leute einfach raus und berichten sie dem Verein davon. Wer seriös arbeitet, duldet so etwas nicht. Es gibt keinen Grund, Angst vor einem Vorgespräch zu haben und ein vernünftiger Verein wird sich auch nicht dafür interessieren, ob sie die Fenster frisch geputzt haben oder nicht - hier geht es um ganz andere Dinge. Ich bin immer ganz erschrocken, wenn ganz normale Familien plötzlich im Sonntagsstaat vor uns sitzen und uns am besten noch ihre Kontoauszüge zeigen möchten. Dass wir natürlich wissen wollen, mit wem wir es zu tun haben, ist selbstverständlich, aber die Inquisition sind wir ganz sicher nicht!

 

27.10.2018

Wir wissen, dass die Meinungen, was freilaufende Katzen angeht, gespalten sind. Viele Menschen wollen den Katzen ihre natürliche Art zu leben erhalten und halten sich 'Freigänger', andere können den Gedanken, dass ihre Katze vielleicht unter ein Auto gerät, nicht ertragen und halten 'Wohnungskatzen'. Für uns ist es immer schlimm, wenn wir zu einem Kätzchen gerufen werden, das es nicht mehr rechtzeitig über die Straße geschafft hat. Heute war es eine noch recht junge Katzendame, die auf der B420 zwischen Wallertheim und Gau-Weinheim mit einem Auto kollidierte. Sie konnte sich zwar noch ins angrenzende Feld schleppen, war aber nicht mehr Herr über ihre Hinterbeine. Wir haben das Kätzchen sofort in die Tierarztpraxis nach Alzey gebracht und die Polizei informiert. In der Praxis wurde eine Röntgenaufnahme angefertigt und wir mussten leider feststellen, dass die Wirbelsäule und das Becken des kleinen Unfallopfers mehrfach gebrochen waren. Das arme Kerlchen hatte keine Chance mehr gesund zu werden und wurde eingeschläfert. Wir hoffen, auf diesem Weg den Besitzer erreichen zu können, denn leider war die Kätzin nicht gechipt oder tätowiert.

Es ist immer sehr traurig, so etwas erleben zu müssen, schlimm finde ich es allerdings auch, dass jemand ein Tier anfährt und es dann einfach liegen lässt. So etwas zeugt von mangelnder Empathie und von nicht vorhandenem Verantwortungsbewusstsein, ob ein solcher Mensch erwachsen genug ist, einen Führerschein zu besitzen, darf bezweifelt werden.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei Sandra und Frau Ohnesorg aus Wallertheim bedanken, sie hatten gehört, dass ein Kätzchen angefahren worden sei und haben sich sofort auf den Weg gemacht, um die Böschungen und angrenzenden Felder abzusuchen. Sie haben uns informiert und hatten bei unserem Eintreffen das arme Tierchen schon gefunden. Ebenso bedanken wir uns wieder einmal bei der Praxis Dr. Weber + Thissen in Alzey für die schnelle Hilfe trotz Wochenende und später Stunde! Leider haben wir in unserem näheren Umkreis keine Praxis mehr, die permanenten Notdienst am Wochenende anbietet. Wenn das Ehepaar Thissen und Weber nicht wäre, wüssten wir bei dringenden Notfällen nicht wohin... Ganz lieben Dank dafür, dass ihr euch eure Wochenenden für die Tiere um die Ohren schlagt! Wir wissen, dass das nicht selbstverständlich ist.

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26.10.2018

Der Herbst hat bei uns Einzug gehalten und mit ihm kam eine ganze Menge an Gartenarbeit auf uns zu. Der Rasen will von Blättern befreit werden und natürlich gehört er jetzt auch nochmal gemäht. Überall muss noch etwas für den kommenden Winter verstaut oder verpackt werden, unsere Zitrusbäume mussten in die Gärtnerei und wir haben bei der Gelegenheit festgestellt, dass der TÜV von unserem Hänger abgelaufen ist. Nun denn, wir können uns nicht an zwei Orten gleichzeitig bewegen, deshalb braucht alles etwas Zeit und die meisten Dinge lassen sich eben nicht in wenigen Minuten erledigen. Wir haben auch noch Pferde und so war die Huforthopädin bei uns, die beiden bekamen zum letzten Mal für dieses Jahr die Mähnen und die Schweife geschnitten und unser Wallach hat die Gelegenheit genutzt, um in einer unbeobachteten Minute unseren Türgriff anzufressen.... Heu und Stroh haben wir mittlerweile geliefert bekommen und auch das Holz für den Kachelofen ist verstaut. Die Pflanzen mussten in die Gärtnerei gebracht und im Haus verteilt werden. Trotzdem wird es wohl noch etwas dauern, bis wir wieder etwas Luft haben, noch muss der Platz auf dem wir unser Frühlingsfest feiern gemulcht werden und auch die Koppeln sind noch nicht fertig. Bitte wundert euch also nicht, wenn ihr unsere Tagebucheinträge erst spät lesen könnt, wir könnten im Augenblick bestimmt noch 3 Leute in Vollzeit bei uns beschäftigen - leider sind wir nur zu zweit und wissen nicht, wo uns der Kopf steht.

 

25.10.2018

Heute ist unser zweiter prall gefüllter Spenden-Truck auf die Reise nach Spanien gegangen. Wir hoffen, dass das ganze Futter am Dienstag heil im Tierheim ankommt und dort dann die Hunde und Katzen der Protectora und vieler anderer Vereine gut über den Winter bringen wird. So viel Futter wie in diesem Jahr haben wir noch nie nach Spanien gefahren. Es ist ein wirklich gutes Gefühl, dass die Tiere jetzt genug im Schüsselchen haben werden und keines hungern muss.

Auch wenn es sich jetzt anhört, als ob die Protectora ein Jahr lang von unseren Transporten zehren könnte - so ist das natürlich nicht. Das Futter wird in Villena nicht gehortet. Es wird an viele bedürftige Tierheime und Organisationen verteilt werden und deshalb sammeln wir natürlich über den Tierschutz-Shop jetzt schon wieder für das nächste Jahr. Ich hoffe, dass wir im Frühjahr wieder einen LKW losschicken können. Deshalb kann ich nur immer wieder bitten, beim Tierschutz-Shop eine Futterspende für unsere spanischen Tierheime zu machen. Das Futter wird gesammelt, bis wenigstens 3 Paletten zusammen gekommen sind und wird dann kostenlos nach Spanien verschickt. In diesem Fall müssen wir nicht einmal für die Fracht aufkommen, alles läuft ganz wie von selbst. Es wäre also eine wunderbare Idee, vielleicht von seinem Weihnachtsgeld ein wenig Futter zu spenden. Es kommt zu 100 % bei den Tieren an und ihr bekommt, wenn ihr das ankreuzt, sogar ganz automatisch eine Spendenquittung zugeschickt. Also jetzt schon an nächstes Frühjahr denken und Futter spenden!

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Wir suchen für Irie ein neues Zuhause. Die hübsche, fast 2 Jahre alte Podenco-Mix-Dame geht wunderbar an der Leine, verträgt sich mit anderen Hunden und ist natürlich schon kastriert, gechipt und geimpft. Irie macht gerne lange Spaziergänge und soll in ein Haus mit Garten vermittelt werden. Kinder sind kein Hinderungsgrund, allerdings hat Irie nicht wirklich Interesse an Kleinkindern. Sie möchte gerne etwas unternehmen und deshalb können die Kinder gerne auch schon größer sein. Katzen sind für Irie zwar kein rotes Tuch, aber sie müssen nicht unbedingt ihr neues Zuhause mit ihr teilen und sie fände es schon schöner, mit einem Hundekumpel zusammen zu leben oder auch Einzelhund zu sein. Irie ist natürlich stubenrein, ist ein toller Mitfahrer im Auto und kann nach einer Eingewöhnungsphase auch mal alleine bleiben. Wir selbst haben seit 40 Jahren Windhunde und empfinden das ausgeglichene Wesen dieser Tiere als sehr angenehm. In der Wohnung sind Windhunde ausgesprochen ruhig und gelassen, draußen sind sie elegante Begleiter, die sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lassen. Um sie in der Gemarkung ableinen zu können, brauchen sie eine konsequente Erziehung, so wie jeder andere Hund auch.

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24.10.2018

Heute ist unser erster Spenden-LKW in der Protectora Villena angekommen. Es war sogar schon ein kleiner Tierschutzverein (ca. 90 Hunde) da und hat sich seine Winterration an Trockenfutter abgeholt. Wir freuen uns sehr, dass wir hier so viel Hilfe geben können. Für die Vereine ist Futter der teuerste Posten und wir haben es schon oft erlebt, dass das Futter mit Brot, Reis und Nudeln gestreckt wurde. Manchmal sind die Portionen so klein gewesen, dass die Hunde über Wochen nicht satt wurden und massiv an Gewicht verloren. Zusätzlich liefen Rechnungen von Tierärzten auf, die Futterhändler weigerten sich, neues Futter zu liefern, wenn die alten Rechnungen noch nicht bezahlt waren... es war einfach schrecklich. Wie immer waren die Tiere die Leidtragenden. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da waren die Hunde so abgemagert, dass wir keine Genehmigung mehr bekamen, sie auszufliegen. Der größte Posten ist grundsätzlich immer das Futter und ohne Geld kann man kein Futter kaufen und keine Tiere am Leben halten. Ganze Tierheime standen vor dem Aus, weil sie einfach nicht mehr in der Lage waren, die Hunde und Katzen zu ernähren. Zum Glück ist das schon viele Jahre her, wir haben uns damals zum Ziel gesetzt, dass so etwas nie wieder passieren darf. Seit dieser Zeit bringen wir Jahr für Jahr mehrere LKWs voll mit Futter in die Südspitze Spaniens. Für einen so kleinen Verein wie die Tierhilfe Phönix ist das ein Kraftakt, der oft nur gelingt, weil wir auch große Firmen haben, die uns Futterspenden zukommen lassen. Die Frachtkosten sind trotzdem enorm und um im Jahr gleich mehrere Trucks fahren zu lassen, müssen wir wirklich viele Märkte machen, unsere Frühlings- und Herbstfeste abhalten und dazu noch jede Menge Spenden sammeln. Seit fast zwei Jahren nutzen wir zusätzlich noch den Tierschutz-Shop als Plattform, hier kann von jedermann Futter gespendet werden, das dann, sobald eine gewisse Anzahl an Paletten erreicht ist, automatisch kostenlos zu dem bedürftigen Tierheim gefahren wird.

Unsere Hilfe hat in den letzten Jahren eine große Entlastung der Tierheime und auch der kleineren Tierschutz-Organisationen gebracht. Man konnte zum Teil endlich die alten Futterrechnungen begleichen und hatte manchmal sogar noch Geld für wichtige Modernisierungen übrig. Die Tierarztrechnungen stapelten sich nicht mehr und die ständige Angst, dass die Tiere nicht genug zu essen haben würden, war nicht mehr ein täglicher Begleiter. Sicher haben wir auch in den letzten Jahren Engpässe gehabt, es hat nicht immer alles problemlos geklappt aber ganz sicher ist die Situation dort, wo wir uns engagiert haben, heute nicht mehr mit der von vor 10 Jahren vergleichbar. Dazu haben wir mit unseren Futterlieferungen ganz wesentlich beigetragen.

Trotzdem gibt es natürlich nie genug Futter und es in keinster Weise so, dass wir unsere Hilfe jetzt einstellen könnten. Noch immer hungern in Spanien Tiere und noch immer gibt es viel zu wenig Hilfe. Alleine schon der Umstand, dass es an allen Ecken noch Tötungen gibt, muss einem klarmachen, dass wir noch lange nicht dort angekommen sind, wo wir hin wollen. In den letzten Jahren haben wir vielen Tierheimen geholfen, sich selbst wieder auf einen guten Weg zu bringen, wir konnten sogar die Tötung in Cieza schließen lassen. Wir haben in Deutschland einen großen Teil des alten Heilbronner Tierheims abgebaut und nach Spanien verfrachtet und an allen Ecken geholfen, gebaut und gewerkelt. Die Futterlieferungen waren bei weitem nicht alles, was wir gemacht haben...

Wir möchten jetzt unsere spanischen Tierfreunde auf gar keinen Fall alleine lassen, aber wir würden gerne auch auf den Azoren helfen. Hier fangen wir bei Null an. Dania hat jetzt ein Grundstück erworben, auf dem in den nächsten Jahren ein Tierheim entstehen soll. Wir werden mit all unserer Erfahrung, die 40 Jahre Tierschutzarbeit hinterlassen hat, dort mithelfen, ein tragfähiges Konzept zum Schutz der Tiere zu entwickeln. Tierschutzarbeit ist auf den Azoren ein Fremdwort, es gibt keine Tierheime, wie wir sie kennen, es wird regelmäßig getötet und eine Tiervermittlung findet nur marginal statt. Das wollen wir ändern. Die Bedingungen sind anders als in Spanien, Futter oder Materiallieferungen können wir leider nicht so einfach mit einem LKW losschicken, immerhin liegen die Azoren mitten im Atlantik. Aber auch hier werden sich Lösungen finden lassen. Die ersten Hundehütten haben wir schon anliefern lassen und tatsächlich konnte uns hier die Protectora in Villena behilflich sein. Im letzten Jahr hatten wir Hundehütten für Spanien bestellt und die Mitarbeiter der Protectora konnten nun den spanischen Hersteller dazu bringen, die gleichen Hütten auch nach Portugal zu liefern. Ganz langsam geht es voran, aber wir sehen schon jetzt, dass die ersten gesteckten Ziele verwirklicht wurden. Es wird noch viele Jahre dauern, bis wir auf den Azoren spanische Verhältnisse haben, aber für uns ist das kein Grund die Flügel zu strecken, sondern kräftig mitanzupacken. Wir hoffen, dass wir auch dafür auf eure Unterstützung zählen können, denn ohne die Hilfe von Mitgliedern, Spendern und ehrenamtlichen Helfern geht gar nichts!

Unsere spanischen Tierfreunde werden natürlich auch weiterhin mit uns rechnen können, wir glauben aber, dass wir uns aus den Vermittlungen größtenteils zurückziehen sollten. Es gibt mittlerweile so viele Vereine, die sich auf die Vermittlung von spanischen Hunden und Katzen verlegt haben, dass wir wohl nur noch helfen müssen, wenn es sich um Einzelfälle handelt. Futterlieferungen werden wir natürlich auch weiterhin nach Spanien schicken. Nachdem heute der erste Truck in Villena angekommen ist, wird in der nächsten Woche der zweite LKW ankommen, dieser verlässt morgen das Lager in Deutschland. Auch davon werden wir berichten und natürlich ebenfalls Fotos veröffentlichen. Danke, dass ihr alle diese großartige Hilfe möglich gemacht habt!

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23.10.2018

Wir haben alles versucht und ich weiß, dass viele Menschen ihre Stimme für uns abgegeben haben, dafür bedanken wir uns ganz herzlich bei euch. Ich weiß nicht, wie es die anderen geschafft haben, an unserer Motivation kann es jedenfalls nicht gelegen haben. Wir haben bisher nicht einmal 400 Stimmen zusammenbekommen, die führenden Vereine haben schon ca. 2000 Menschen von sich überzeugt. Irgendwann muss man den Tatsachen ins Auge sehen und begreifen, dass das nichts mehr wird. Nun denn, wir haben es versucht und sehen nun ein, dass wir als Verein wohl einfach zu klein sind und zu wenige Mitglieder haben, um in der Oberliga mitmischen zu können. Wir wissen, dass das Futter nicht verloren ist und dass nur eben andere Tiere davon profitieren. Wir freuen uns für diejenigen, die ihre Tiere gut über den Winter bringen werden und hoffen, dass weder Hunde noch Katzen in diesem Winter verhungern müssen.

Dass es toll gewesen wäre, einen LKW voll Futter zu gewinnen, steht außer Frage, aber natürlich verlassen wir uns auf so etwas nicht. Wir haben unseren ersten Futter-LKW am Montag auf die Reise nach Spanien geschickt, er wird wahrscheinlich morgen das Tierheim in Villena erreichen. Damit ist die von uns betreute Protectora Villena auf jeden Fall schon einmal mit ausreichend Futter versorgt, die umliegenden Tierheime und kleinen Organisationen - bis hin zu Tierfreunden, die Futterstellen für Katzen unterhalten, werden in der nächsten Woche einen weiteren LKW mit Futter abladen können. Ich hoffe, dass diese riesige Futterlieferung den Tieren in der Südspitze Spaniens das Leben erleichtern wird und keines in den Wintermonaten Hunger leiden muss. Natürlich hätten wir uns über einen weiteren LKW wahnsinnig gefreut, Futter kann man in Spanien immer gebrauchen und nie genug haben, aber leider sind wir als Verein einfach zu klein, um solche eine Challenge zu gewinnen. Gut, dass wir das ganze Jahr über so fleißig für den Tierschutz gearbeitet haben. Jetzt hatten wir das Geld, um die LKW-Transporte bezahlen können, das Futter wurde natürlich gespendet. Dafür bedanke ich mich ganz herzlich bei all unseren Mitgliedern, ehrenamtlichen Helfern, Freunden, Gönnern und Besuchern unserer Feste und Märkte. Ihr alle habt dazu beigetragen, dass wir die beiden Futter-Trucks nach Spanien schicken konnten und so viele Tiere jetzt den Winter sicher überstehen werden!

Dass wir beim Spenden-Marathon nicht gewinnen konnten, ist zwar schade, aber wir freuen uns für die 15 Vereine, die am Donnerstag zu den Gewinnern gehören werden und wissen, dass die Mitarbeiter der Tierschutzplattform nochmal 15 kleine Vereinen auswählen, die ebenfalls die Chance bekommen werden, einen LKW voll mit Futter zu ihren Tieren zu bringen. Das ist eine wirklich großartige Sache und wir werden auch in Zukunft dafür Werbung machen!

 

22.10.2018

Es gibt ganz unterschiedliche Möglichkeiten, den Hunden und Katzen in Spanien oder auf den Azoren zu helfen. Wie ihr ja wisst, gibt es den Phönix-Shop, über den wir gespendete und/oder selbstgemachte Dinge für unsere Schützlinge verkaufen, der Erlös kommt zu 100 % den Tieren zu Gute. Wir richten in jedem Jahr ein Frühlingsfest und fast immer auch noch ein Herbstfest aus, alle Einnahmen daraus gehen natürlich ebenfalls in den Tierschutz und kommen komplett bei den Tieren an. Dann fahren wir noch Märkte ab und stellen unsere Sachen dort aus usw. Ihr seht, wir sind sehr engagiert und machen als kleiner Verein wirklich viel mehr als manch ein großer. Das alles ist sehr arbeitsintensiv und braucht viele Helfer.

Es gibt aber manchmal auch die Möglichkeit, ohne besonders viel Aufwand für den Einzelnen Geld für den Verein zu gewinnen - denkt mal an die Abstimmungsaktion der IngDiBa - oder jetzt der Spenden-Marathon für Tiere, bei dem es tatsächlich um einen LKW voll Futter für die Tierheimhunde- und Katzen geht. Hier ist nicht die eigene Arbeitsleistung gefragt, sondern nur eine kleine Abstimmung, das heißt, einmal Knopfdrücken - allerdings von vielen.

Es geht also darum, die eigenen Mitglieder, Gönner, Freunde, Verwandte, Bekannte usw. zu motivieren, ihre Stimme für den eigenen Verein abzugeben. Sicherlich haben große Vereine mit vielen Mitgliedern hier bessere Chancen als kleine Organisationen mit nur 50 oder sogar vielleicht noch weniger Mitgliedern. Trotzdem geht es hier um Motivation und so müsste es eigentlich auch einem kleinen Verein möglich sein, mit vielen engagierten Personen einen 'Blumentopf' zu gewinnen. Da es hier um einen riesigen Blumentopf geht, nämlich einen ganzen LKW voll mit Futter (der Gegenwert liegt bei ca. 30.000 €), haben wir alle Hebel in Bewegung gesetzt und gehofft, dass natürlich alle für uns abstimmen werden - leider konnten wir bisher nur ca. 300 Stimmen bekommen. Um auch nur in die Nähe eines Gewinns zu kommen, müssten wir jetzt schon mindestens 1000 Stimmen haben. Für uns ist das sehr traurig, wir haben wirklich alles mobilisiert, was uns eingefallen ist und waren uns eigentlich sicher, dass wir eine Chance haben - jetzt sieht es nicht unbedingt rosig aus und unsere Chancen schwinden immer mehr. Natürlich geben wir nicht auf, immerhin geht es um unglaublich viel Futter und um Tiere, die es ganz dringend brauchen. Bis Donnerstag um 18 Uhr werden wir kämpfen und so lange ist auch noch nichts verloren. Bitte helft uns mit eurer Stimme - jede Stimme zählt!

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21.10.2018

Unser letzter Markt des Jahres liegt nun hinter uns, wir sind alle glücklich und zufrieden, dass der Siefersheimer Herbstmarkt so ein toller Jahresabschluss für uns war. Wir waren zum erstenmal dort und waren begeistert über die vielen Besucher, alle waren gut gelaunt, bestaunten die vielen bunten und schön dekorierten Stände, versorgten sich mit allen möglichen Sachen und auch unsere ehrenamtlichen Helfer konnten viele gute Gespräche führen und über unsere Tierschutzarbeit berichten, das Interesse war wirklich groß. Dazu kam das tolle Wetter mit strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen - besser hätte es nicht sein können!

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Da Uwe und ich noch immer krank sind, haben unsere Helfer diesesmal alles ganz alleine organisiert, sie haben unseren Bus geholt, beladen und auch wieder gebracht, sie haben die ganzen Sachen zum Markt hingefahren, aufgebaut und alles, was übrig geblieben ist, wieder eingeräumt. Uwe konnte nur wenig mithelfen und ich bin ganz daheim geblieben. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die auch schon bei den Vorbereitungen so fleißig mitgeholfen haben, bei allen, die am Markttag im Stand waren und natürlich auch bei allen Besuchern und Käufern unserer schönen, selbstgemachten Dinge, die zum Gelingen des Tages beigetragen haben!

Nicht ganz so glücklich sind wir mit unserem bisherigen Abschneiden beim Spenden-Marathon. Trotz intensivster Werbung schaffen wir es einfach nicht, die so dringend benötigten Stimmen zusammen zu bekommen. Um unter die ersten 15 Vereine zu kommen, die garantiert Futterspenden erhalten - und hier geht es um eine LKW-Ladung voll mit Futter für Hunde und Katzen - müssten wir noch ca. 600 - 800 Stimmen bekommen. Die Zeit läuft am Donnerstag ab und wir haben gerade mal 250 Stimmen, das ist natürlich zu wenig und ich weiß wirklich nicht, woran das liegt. Wir haben ca. 2000 Follower und wenn jeder abstimmen würde, hätten wir die Sache schon gewonnen. Ganz offensichtlich ist das Interesse nicht so groß wie ich dachte und so dümpeln wir unter ferner liefen herum. Eine LKW-Ladung voll mit Futter bedeutet einen Gegenwert von fast 30.000 €, deshalb mühen wir uns so ab und wollen nichts unversucht lassen, um unter die ersten 15 Vereine zu kommen. So etwas ist eine einmalige Chance, die dürfen wir uns nicht entgehen lassen. Es wäre furchtbar schade, wenn diese Möglichkeit den Tieren zu helfen einfach ungenutzt verstreichen würde. Deshalb hier nochmal unsere Bitte: Stimmt für uns ab! Jede Stimme zählt!

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20.10.2018

Morgen sind wir mit unserem Stand zum ersten Mal auf dem Herbstmarkt in Siefersheim vertreten. Wir hoffen auf gutes Wetter und ganz viele Besucher. Dieser Markt wird in diesem Jahr wohl unsere letzte Veranstaltung für das Jahr 2018 sein, für Weihnachtsmärkte haben wir uns nicht angemeldet. Wir freuen uns, wenn ihr uns in Siefersheim besucht, unsere Mitglieder, Gönner und Freunde haben gebastelt, gestrickt, gekocht, gesägt und gebacken - wir sind sicher, dass an unserem Stand für jeden Hund und jedes Herrchen/Frauchen etwas dabei ist. Lasst euch überraschen und macht euch einen tollen Tag auf dem Herbstmarkt in Siefersheim!

Beim Spenden-Marathon hat die Tierhilfe Phönix bisher leider nur recht wenige Stimmen bekommen. Mich wundert das sehr, denn bei über 2000 Followern dürfte es eigentlich kein Problem sein, schnell viele Stimmen zu generieren. Es wäre wirklich schade, wenn eine so tolle Chance, ganz leicht an viel Futter für unsere Schützlinge zu kommen, einfach so verstreichen würde. Leider können wir nur immer wieder zur Abstimmung aufrufen, den Knopf drücken müssen die Tierfreunde schon selbst!

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19.10.2018

Uwe hat es jetzt richtig erwischt, er hat nun auch Fieber und liegt im Bett. Bei mir ist langsam wieder Land in Sicht, allerdings macht mir die gebrochene Rippe böse Probleme. Im Prinzip ist mit uns beiden nichts anzufangen und deshalb haben Gabi und Andy heute mal das Heft in die Hand genommen und den Bus bei uns abgeholt und selbst gepackt. Fix und fertig steht er jetzt wieder vor unserer Tür und wir sind den beiden echt wahnsinnig dankbar, denn in unserem Zustand hätten wir das nicht geschafft. Den Siefersheimer Markt allerdings ausfallen zu lassen, kommt gar nicht in Frage - auch wenn eine Hiobsbotschaft die andere jagt. Wir haben erfahren, dass Gerd im Krankenhaus liegt und natürlich fällt auch Vanessa dann aus. Wenn jemand noch Lust hat bei uns am Stand mitzuhelfen, wir wären echt froh darüber!

Lieber Gerd, wir wünschen dir, dass du ganz schnell wieder auf den Beinen bist! Gute Besserung von uns allen!!!

Trotz all dem Trubel geht unsere Tierschutzarbeit natürlich immer irgendwie weiter. Vom Tierschutz-Shop sind wir informiert worden, dass es wieder einen großen Tierschutz-Marathon geben wird. Man kann bis zum 25. Oktober um 18 Uhr für einen Verein abstimmen und sollte er unter den ersten 15 sein, dann gehört er auf jeden Fall zu den Gewinnern und darf beim großen Spenden-Marathon mitmachen. Außerdem werden nochmal 15 Vereine vom Tierschutz-Shop ausgewählt. Mit der Hilfe von Tierfreunden, Sponsoren und Presse werden für ihre Tiere Futterspenden gesammelt. Es geht um wirklich viel Futter, im letzten Jahr war dieser Spenden-Marathon ein gigantischer Erfolg für die teilnehmenden Tierschutzvereine. Es wurden 30 LKWs mit Futter gespendet und zu den bedürftigen Tieren gefahren, für die Vereine war das alles kostenlos! Das Motto war ganz einfach - es sollte im Winter kein Tier mehr im Zwinger verhungern! Die Resonanz war so großartig, dass der Tierschutz-Shop die Aktion in diesem Jahr wiederholt. Wir möchten natürlich schrecklich gerne mit dabei sein. Das ist allerdings von den Stimmen, die wir für unseren Verein sammeln können, abhängig - nur die ersten 15 Vereine gehören ganz sicher zu den Glücklichen.

Wir zählen auf euch! Bitte stimmt für uns ab und da jeder nur eine Stimme abgeben kann, hoffe ich, dass ihr Werbung für uns macht und Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen, ganze Schulklassen und Seniorenheime wink usw. für uns abstimmen werden. Bis jetzt liegen wir noch etwas zurück - ich weiß aber, dass ihr das ändern könnt! Bitte helft uns und damit den Tieren!

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18.10.2018

Auch in diesem Jahr veranstaltet der Tierschutz-Shop wieder den Spendenmarathon. Wenn wir dabei sein wollen, müsst ihr für uns abstimmen - Bitte macht mit! Hier könnt ihr euch informieren und über das Banner kommt ihr direkt zur Abstimmung für unseren Verein:

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17.10.2018

Die kleine Sacha von den Azoren hat es geschafft und sich ganz schnell ein neues Zuhause ganz in unserer Nähe ausgesucht. Sie lebt jetzt in Flonheim und so hoffen wir, dass wir sie öfters zu Gesicht bekommen werden. Wir wünschen der kleinen Nase ein wirklich schönes Leben und dass sie die Azoren ganz schnell vergessen wird. Hier ist vielleicht das Wetter zwar nicht so toll, aber dafür gibt es hier Menschen, die unsere Azorianer von Herzen lieben!

Von Mateus, der übrigens auch von den Azoren zu uns kam, haben wir ganz tolle Bilder bekommen. Der Bub lebt jetzt schon seit August in seiner neuen Familie und scheint sehr zufrieden mit unserer Wahl zu sein. Seine Menschen haben uns geschrieben, dass er sich sehr gut eingelebt und auch schon einige neue Hundefreunde kennengelernt hat. Ein Satz hat uns ganz besonders gefreut.. "Wir haben den kleinen sehr in unser Herz geschlossen und geben ihn nie mehr her!" So soll es sein!

Mateus_18102018 - Kopi (2)_mN  Mateus_18102018 Kopie  Mateus_18102018

 

16.10.2018

Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich eine üble Grippe habe. Dass man sich wegen eines schlimmen Hustens allerdings die Rippen brechen kann, war mir neu. Nun denn, jetzt ist es passiert und ich kann mich nicht so bewegen, wie ich es gerne täte. In 6 Wochen wird alles verheilt sein, aber im Augenblick habe ich massive Bewegungsschwierigkeiten und Schmerzen noch obendrauf. Den Husten versuche ich mit einem Hustenstiller im Griff zu halten und gegen die Schmerzen gibt es tolle Tropfen. Beides zusammen bedeutet eine sehr eingeschränkte Handlungsfähigkeit. Selbst am Computer kann ich nicht länger als zehn Minuten sitzen und so ergebe ich mich im Augenblick in mein Schicksal. Ich liege die meiste Zeit des Tages im Bett. Trotzdem konnte ich die beiden LKW-Transporte nach Spanien schon bestätigen lassen, die Trucks werden am 22. und 25. Oktober beladen und dann zur Ptotectora nach Villena starten. Sie werden damit noch im Oktober ankommen.

Von Paul haben wir heute ein ganz süßes Bild bekommen, Familie Rohden erzählte dazu:

"Vor kurzem waren wir in Bayern und in einer Galerie sah ich das Bild, allerdings mit Katze!!
 Hab gleich nachgefragt ob es das Bild auch mit einem Hund gibt, gab es aber leider nicht.
 Daraufhin hat der Galerist gleich mal Bilder von Paul gemacht und das Bild umgemalt. Nun sitzt unser Paul auf den Büchern und liest.

Lesen bildet!"

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15.10.2018

Es ist eigentlich kaum noch nachzuvollziehen, aber tatsächlich haben wir wegen der Nichtbezahlung einer Rechnung, die ursprünglich für die Euthanasie eines Wildvogels war, der uns von Bauarbeitern übergeben wurde, massiven Ärger mit einer Kleintierklinik. Wir haben den Vogel, der schon Maden im Kopf hatte, in die Klinik gebracht und dort wurde er sofort eingeschläfert. Dass wir dafür eine Rechnung bekommen sollten, konnten wir kaum fassen, immerhin handelte es sich um ein Wildtier, das uns nicht gehörte und an dem wir sogar niemals hätten ein Eigentum erwerben können. Es kam anders, die Rechnung, die uns erreichte, belief sich auf knapp 50 €. Da die Klinik den mir noch gut bekannten Eigentümer gewechselt hatte, versuchte ich mit den neuen Besitzern Kontakt aufzunehmen und das Problem aus der Welt zu schaffen. Leider rief nie jemand zurück. Auch die Klink war nicht mehr besonders kommunikativ. Ich versuchte immer wieder, jemanden, der sich mit der Rechnungslegung befasst, zu erreichen, bat ungezählte Male um Rückruf und konnte dann irgendwann mit einer Dame sprechen, die mir anbot, die Rechnung zu reduzieren. Sie schickte daraufhin eine korrigierte Rechnung über 12 €. Am 11.07.18 rief ich wieder an und erklärte, dass auch die neue Rechnung das Problem nicht aus der Welt schaffen würde. Es müsste tatsächlich geklärt werden, wer die Kosten für einen Wildvogel zu tragen habe - unser Verein würde sich dazu nicht im Stande sehen. Immerhin würde das für uns bedeuten, dass wir entweder für alle Kosten, die durch Wildtiere, die uns gebracht würden, entstehen, aufkommen müssten oder dass wir zur Kostenvermeidung diese Tiere nicht mehr zum Tierarzt bringen dürften, das heißt die Aufnahme grundsätzlich verweigern müssten. Die zu Rate gezogene Kreisverwaltung in Wörrstadt wollte mich deshalb zurückrufen, die Ärztekammer brachte nur ein "Wer bringt, der zahlt!" hervor und die Vorsitzende des Tierschutzbeirates konnte zwar sehr gut nachvollziehen, dass wir in diesem Fall alle ganz dringend eine Lösung brauchen, schlug aber nur vor, dass eigentlich Gutachter mit der Beurteilung der Gesetzeslage zu beauftragen seien und dann ein für jeden verständliches Regelwerk erstellt werden müsse. Nun denn, letztendlich ist die ganze Sache bis heute nicht geklärt worden. Die 12-€-Rechnung wurde wieder als Bestandteil einer weiteren Teilrechnung zum ursprünglichen Betrag aufaddiert - es kamen sogar noch 5 € Mahnkosten obendrauf und als ich heute wieder auf einen Kontoauszug der Tierklinik reagierte und darauf aufmerksam machte, dass wir so nicht weiterkommen, wurde mir gesagt, dass die ganze Sache sowieso schon beim Inkassobüro wäre und das, obwohl man eine Zahlungsfrist bis zum 25.10.18 gegeben hatte. Nun denn, ich habe viele Jahre als Tierarzthelferin gearbeitet und ich denke, dass die ca. 3 Cent für das Mittel zur Euthanasie des Greifvogels niemanden arm gemacht hätten, aber darum scheint es hier nicht zu gehen. Übrigens - wir halten seit Jahren die Telefonnummer einer Klinik bereit, um am Wochenende Notfällen direkt helfen zu können. Auch an diesem Wochenende haben wir wieder zwei Patienten dort hin geschickt...

Anderes Thema. Wir haben heute die Firma Dachser beauftragt, zwei 40-Tonner-LKWs mit Futterspenden in die Protectora Villena zu schicken. Von dort aus werden wir die Verteilung der Spenden auf weitere Tierschutzorganisationen in der Südspitze von Spanien veranlassen. Es handelt sich um die bisher größte Futterlieferung, die wir jemals nach Spanien geschickt haben. Wir sind wahnsinnig glücklich darüber, dass in diesem Winter kein Tier in den von uns betreuten Tierheimen Hunger leiden wird! Ganz herzlichen Dank an alle, die es uns ermöglicht haben, die Kosten für die beiden LKWs zu stemmen!

 

14.10.2018

Langsam bereiten sich alle unsere Helfer schon auf den Markt in Siefersheim vor. Es wird gebacken, genäht, gestrickt und gebastelt. Wir haben viel zu bieten und das werden wir am Sonntag den 21. Oktober auf dem Herbstmarkt in Siefersheim auch zeigen. Nachdem der Markt in Gau-Odernheim so gut besucht war, hoffen wir auch für Siefersheim auf sonniges Wetter und viele nette Besucher.

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Heute haben wir von Fam. Rohden ein ganz tolles Paket bekommen, der Inhalt waren ganz viele selbstgemachte kleine Weihnachtsbäumchen. Wir sind total begeistert von dieser tollen Idee und können uns gar nicht genug bedanken. In 2 Monaten ist Weihnachten, das kann man trotz des tollen Wetters nicht wegdiskutieren.

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Meine Grippe hat sich leider noch immer nicht verflüchtigt, viel schlimmer ist allerdings, dass ich befürchte Uwe angesteckt zu haben. Im Augenblick liegen wir beide flach, hoffen wir mal, dass wir bis zum Wochenende wieder auf den Beinen sind!

 

13.10.2018

Ein gemeiner kleiner Virus hat mich kalt erwischt. Husten, Schnupfen, Halsschmerzen und Fieber sind nun die Folge. Trotzdem bin ich sicher, dass ich das überleben werde und in spätestens einer Woche wieder gesund bin! :) Ganz lieben Dank für all die netten Genesungswünsche!

Uwe hält nun seit drei Wochen hier die Stellung und er macht das großartig. Noch in diesem Monat werden wir einen weiteren großen Hilfstransport nach Spanien schicken können. Die Planung und die ganzen Vorarbeiten hat Uwe schon erledigt und so blieb mir nur noch, eine Spedition zu suchen, die einen kompletten LKW mit Futter in das Tierheim nach Villena bringen wird. So ein Transport ist natürlich sehr teuer, aber dank eurer Spenden und Mitgliedsbeiträge sind wir in der glücklichen Lage, die Futterversorgung der vielen Tierschutzvereine, Tierhilfen und auch der kleineren privaten Organisationen in der Südspitze Spaniens nicht abreißen zu lassen. Alle unsere Spender, Mitglieder und Gönner leisten hier eine großartige Hilfe. Futter ist das mit Abstand amdringendsten benötigte Gut und ohne eure finazielle Unterstützung könnten wir gespendetes Futter niemals nach Spanien bringen. Wir bedanken uns ganz herzlich dafür, dass ihr diese so wichtige Tierschutzarbeit möglich macht!

Heute sind unsere vorerst letzten Hundchen aus Spanien angekommen. Lucia und Aston sind absolut goldig, wir hoffen, dass auch diese beiden bald ein endgültiges Zuhause bei netten Menschen finden werden.

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Snow hat sein neues Zuhause schon bezogen und wir haben ganz süße Bilder von dem kleinen weißen Wuschel bekommen.

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Im Augenblick warten noch Irie, Leo, Sindy, Sacha, Lucia, Lolón, Aston und Zappe auf ein neues liebevolles Zuhause bei tierlieben Menschen.

 

12.10.2018

Edith liegt flach. Eine Grippe hat sie erwischt, mit allem drum und dran. Morgen kommen unsere beiden Spanier Lucia und Aston und dann wird es hier auch wieder Neuigkeiten zu lesen geben...

 

11.10.2018

In den letzten Tagen haben wir ganz tolle Bilder und Videos von Zikas neuer Famile bekommen. Uns wurde vor der Ausreise von Zika gesagt, dass diese sehr vorsichtig und zurückgenommen sei. Wir hören bei solchen Beschreibungen immer sehr genau hin und haben natürlich den neuen Halter darüber informiert. Er hatte mit seiner Tochter auf Pico Urlaub gemacht und dort war die Hundedame den beiden auch aufgefallen. Zwischen den Urlaubseindrücken und der Realität kann eine große Diskrepanz liegen und so wollten wir natürlich wissen, ob ein schüchterner Hund ein Problem für die Familie sein würde. Unsere Sorgen resultieren aus schlechten Erfahrungen und es wäre nicht das erste Mal gewesen, dass es sich jemand anders überlegt und wir dann plötzlich einen Hund haben, für den wir blitzschnell eine Pflegestelle finden müssen. Bei Zika haben wir uns ganz umsonst Sorgen gemacht, der neue Halter war auf alles vorbereitet und steht felsenfest zu seiner Entscheidung. Zika hat sich auf ihre Weise bedankt, aus dem schüchternen Mädchen ist blitzschnell eine ganz aufgeweckte Nase geworden, die ihr Leben in vollen Zügen genießt:

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Wie schnell sich ein Hundchen den veränderten Bedingungen anpassen kann, hat uns schon immer verblüfft. Wir hatten Hunde, die als völlig verängstigte Wesen den Transporter bestiegen haben und nachdem sie bei uns angekommen waren und im Garten mit unseren Hunden spielen durften, ganz plötzlich völlig gelöst und entspannt durch die Gegend hüpften. Für uns sind solche Momente immer sehr emotional, denn sie zeigen uns, dass unsere Arbeit wichtig und richtig ist. Am Samstag erwarten wir Aston und Lucia, ich hoffe, dass auch diese beiden Nasen bald eine eigene Familie haben werden und das Leben, das sie in Spanien geführt haben, bald vergessen können.

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10.10.2018

Bert hat seine Zahnsanierung sehr gut überstanden. Sie ist jetzt mindestens 14-15 Jahre alt und natürlich macht man sich da mehr Sorgen als bei einem jungen Hund. So wie wir es gehofft hatten, kam sie aber nach der Behandlung ganz schnell wieder aus der Narkose hoch und konnte daheim schon wieder problemlos laufen. Die Zubildung an ihrem Brustkorb wurde gleich mit untersucht, es ist ein Lipom und damit nichts, worüber wir uns Gedanken machen müssten. Also alles gut!

Heute wird der Welthundetag gefeiert. Wo die die Ursprünge dieses 'Feiertags' liegen, ist unbekannt, aber natürlich ist so etwas bei den 'kuriosen Feiertagen' auch nicht so wichtig. Es ist schön, wenn man einen Tag hat, an dem der beste Freund des Menschen gefeiert wird, denn immerhin gibt es alleine in Deutschland 10 Millionen Haushalte, in denen einen Hund als Mitbewohner lebt. Kurzum, in Deutschland ist man auf 'den Hund gekommen'. Wem allerdings der Welthundetag noch nicht genug ist, der kann am 31. Juli den Tag des Mischlingshundes feiern. Am jeweils zweiten Sonntag im September steht der 'Umarme-deinen-Hund-Tag' im Kalender und der 23. März ist der 'Tag des Hundewelpen'. Am 22. Februar wird der 'Gassi-Gehen-Tag' gefeiert und der 23. Februar ist der 'Internationale Tag des Hundekuchens'... Man findet eigentlich ständig einen Tag, an dem man seinen Hund feiern und ihm Gutes tun kann - und das ist auch gut so!

 

09.10.2018

Seit 19 Uhr sind Lisa und ich wieder in Deutschland. Unser Urlaub ist vorbei und der Alltag hatte mich gleich wieder. Um 21 Uhr war ich schon mit der Polizei verabredet, weil ein unachtsamer LKW-Fahrer eines unserer Tore kaputtgefahren und sich ohne einen Mucks davongemacht hatte. Zum Glück gab es Zeugen und so dürfte die Ermittlung des Fahrers kaum ein Problem sein. Morgen hat unser Bert dann seinen Termin zur Zahnreinigung und die Zubildung an seinem Brustkorb soll ebenfalls untersucht werden. Man merkt, der Urlaub ist Geschichte!

Hier ist alles noch etwas ungewohnt und wenn man zwei Wochen lang links gefahren ist, erscheint einem das Fahren auf der rechten Seite mehr als merkwürdig. Trotzdem bin ich natürlich froh, dass ich endlich wieder in unserem Bus fahren kann. Der Leihwagen, den wir zwei Wochen lang hatten, war zwar fast neu, aber doch recht anfällig. Manchmal gingen die Türen nicht auf und er wollte auch oft einfach nicht anspringen. Wir sind letztendlich dazu übergegangen, ihn tagsüber einfach nicht mehr auszumachen, dann konnte man wenigstens sicher sein, dass man wieder rein kam und auch weiterfahren konnte.

Lisa und ich haben wohl knapp 3000 Bilder gemacht und sind über 1500 Meilen gefahren. Wir waren auf den Inseln Lewis/Harris, haben Iona besucht und auf Mull und Skye die herrlichen Berge bewundert. Die Lowlands haben wir ebenfalls gesehen, den Whisky-Trail sind wir abgefahren und natürlich haben wir eine der vielen Destillen besucht. Auch wenn das Wetter nicht immer so perfekt war, so war es doch ein typisches schottisches und auch das gehört eben zu einem Schottlandurlaub dazu. Wie schon einmal hat mich das Land mit seinen Bewohnern stark beeindruckt. Die Natur ist unbeschreiblich schön, die in den Bergen lebenden Tiere sind glücklich und kennen keinen Stress oder dunkle Ställe, nirgendwo haben wir Abfall an den Straßenrändern gesehen, keiner fährt wie ein Irrer und die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Highlander ist legendär. Ich habe mein restliches schottisches Geld nicht wieder umgetauscht, denn garantiert werde ich es bald wieder brauchen! :)

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07.10.2018

Manchmal liest man ja Sachen auf Facebook, da fällt mir die Klappe runter. Ein aufmerksamer Autofahrer sieht eine angefahrene Katze am Straßenrand liegen, fährt weiter und macht sich Sorgen um das arme Tier. Ist es tot oder vielleicht nur schwer verletzt? Auf dem Rückweg sieht er die Katze immer noch da liegen. Er fährt lieber weiter. Macht sich aber offenbar noch mehr Sorgen. Kein Problem, es gibt ja Facebook. Da kann man dann in der entsprechend geneigten Gruppe sein Anliegen posten. Seine Nachricht endet mit "ich vermute nichts gutes", garniert mit *sehr stark weinender Smiley*. Was soll das? Ich kommentiere es nicht weiter, jeder kennt die Diskussionen um die Leute, die wegsehen, selbst nicht eingreifen und wenn's dann mal drauf ankommt, den Schwanz einziehen.

 

06.10.2018

Unsere fleißige Frau Bochtler hat wieder jede Menge Socken und ein paar Kissen gestrickt. Am 21. Oktober sind wir mit unserem Info- und Verkaufsstand auf dem Herbstmarkt in Siefersheim vertreten, dort werden wir die Sachen anbieten. Vielen Dank dafür!

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Die Welt ist ja groß und die vielen verschiedenen Menschen gehen bisweilen skurrilen Beschäftigungen nach. Edith und Lisa, die zur Zeit in Schottland weilen, sind gestern über die Weltmeisterschaft im Porridge-Kochen gestolpert. Ja, wirklich. Seit 24 Jahren wird die World Porridge Making Championships™ in Carrbridge ausgetragen. Und wer meint, es nähmen nur schrullige Schotten und Iren daran teil - nein, Kombattanten aus aller Herren Länder (sogar aus Australien) kommen und kämpfen um den Titel des Kochs mit dem besten Porridge-Rezept. Zu gewinnen gibt es den Golden Spurtle (eine Art Porridgekochlöffel). Haferbrei. Unglaublich, was da alles so gezaubert wird. Porridge mit Früchten, Porridge-Risotto, Porridge mit Spinat, Muscheln, Whisky (offenbar eine irische Frühstückstradition), Thymian, Parmesan... "the possibilities are endless!". Seht es euch an, man kriegt tatsächlich Appetit auf Haferbrei.

 

03.10.2018

So, heute gibt's mal einen kleinen Zwischenbericht von Edith und Lisa aus Schottland. Die beiden melden sich nur selten, höchstens einmal am Tag und das ist ein gutes Zeichen, denn es zeigt, dass Edith auch mal losgelassen hat. Die wenigen Bilder, die ich bis jetzt bekommen habe, zeigen glückliche Gesichter, selbstzufriedene Kühe und ein etwas wechselhaftes, aber annehmbares Wetter. Unsere größte Angst, dass es zwei Wochen lang stürmen und regnen würde, hat sich also auch verflüchtigt.

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Heute kam die Nachricht von einem platten Reifen und das, als die beiden auf die einzige Fähre an diesem Tag auf die Insel Harris warteten. Nachdem der Notreifen aufgeschraubt war, knallte beim Auffahren auf die Fähre ein Auto in das Heck von Edith's Leihwagen. Er gehörte zu einer Gruppe von Deutschen, die mit ihren Geländewagen eine Tour durch Schottland machen. Die Herren haben sich als äußert versiert im Umgang mit Reifenproblemen gezeigt, denn nachdem die Fähre auf Harris angekommen war, haben sie das Loch im Reifen kurzerhand mit einem Stopfen repariert. So konnte das Notrad wieder entfernt werden und die beiden konnten mit dem geflickten Reifen bis zum nächsten Reifenservice fahren. Und einen solchen muss man in dieser Einöde erstmal finden. Da ich Zuhausegebliebener, anders als die beiden Urlauberinnen, ja über ein funktionierendes Internet verfüge, konnte ich nach einer kurzen Recherche und ein paar Telefonaten mit Werkstätten auch den Reifenservice von Donnie Martin finden, wo die beiden dann ihren neuen Reifen aufziehen lassen konnten. Und das lange nach Donnie's Feierabend. Die Schotten sind ja ein wirklich nettes Völkchen. Denn auch die wegen der späten Tageszeit heikle Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit war dank der tatkräftigen Hilfe der Einheimischen kein Problem mehr. Ende gut, alles gut...

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02.10.2018

Heute sind die drei Azorianer Sacha, Toffy und Zika angekommen. Zika wurde von ihrem neuen Besitzer gleich an der Animal Lounge des Flughafens abgeholt und in ihr neues Zuhause nach Köln gebracht. Dort wartet schon ein Hundekumpel auf sie, der mit seiner Familie dafür sorgen wird, dass die etwas ängstliche Maus wieder Vertrauen gewinnt und in ihr neues Leben starten kann.

Sacha und Toffy sind schnell aufgetaut und haben sich bei uns im Garten erstmal voll ausgetobt. Beide benehmen sich anderen Hunden gegenüber vorbildlich.

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Die anhängliche, quirlige kleine Sacha ist eine Frohnatur und hat jeden Menschen, dem sie heute begegnet ist, um den Finger gewickelt. Leider musste die arme noch mal zum Tierarzt, weil ihre Kastrationsnarbe aufgrund eines störenden Unterfadens nicht richtig verheilen konnte. Zwei kleine Klammern und ein wenig Salbe haben das Problem aber schnell erledigt.

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Toffy ist mit Menschen noch etwas zurückhaltender, aber einmal auf den Arm genommen, wird sie sofort ruhig und genießt es, gestreichelt zu werden. Als besondere Note hat sie ein helles Auge, es ist aber nicht so stark ausgeprägt.

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01.10.2018

Ihr erinnert euch bestimmt noch an den kleinen Lucky. Wir hatten ihn Ende April aus einem verwahrlosten Haushalt übernommen. Der Halter war verstorben und der 15 Jahre alte Opi musste dringend unterkommen. In Sinsheim hatten wir dann mit Eli eine liebevolle Pflegestelle gefunden, wo Lucky zusammen mit drei anderen kleinen Hunden seinen letzten Lebensabschnitt verbringen durfte. Jetzt, nach fünf Monaten, ist Lucky verstorben. Er hatte einige Krebstumore und musste eingeschläfert werden. Dank Eli durfte er noch eine friedliche und schöne Zeit mit seinen Kumpels verbringen. Sie hat sich rührend um den kleinen Kerl gekümmert und ihn mit seinen kleinen Macken akzeptiert und geliebt (er war schon recht senil und daher manchmal etwas 'wunderlich'). Danke dafür, Eli!

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aktualisiert am 16.11.2018

 

 

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