Phönix-Tagebuch

Hallo an alle Freunde, Mitglieder und Gönner der Tierhilfe Phönix e.V. sowie an alle, die an unserer Tierschutzarbeit interessiert sind.

Wir haben jeden Tag so viele unterschiedliche Dinge für den Verein zu tun und es passiert so viel, dass wir euch hier alle etwas an unserer Arbeit teilhaben lassen.

Hier könnt ihr mitverfolgen, was bei uns so los ist.

Jeden Monat versenken wir die alten Tagesberichte im Archiv. Dort könnt ihr, wenn ihr wollt, nochmal nachlesen, was so passiert ist.
 


 

26.10.2020

Immer wieder bekommen wir tolle Fotos von unseren 'Ehemaligen'. Es ist so schön zu sehen, wie gut sich die Nasen entwickeln und wie sehr sie geliebt werden. Unsere Hunde leben alle im Haus und führen das Leben, das wir uns für sie gewünscht haben. Vom spanischen 'Köter' zum gut gepflegten Familienmitglied, das ist eine wirklich gravierende Veränderung im Leben eines Hundes. So manch einer hat manchmal noch Rückfälle in sein altes Leben emoji_laughing. Unser Angelo ist in der Lage, die mit Klammern gesicherten Küchenmülleimer schneller aufzumachen als ich und dass etwas vom Tisch auf den Boden fällt, ist bei ihm eigentlich nicht möglich. Andere finden sich schneller in ihr neues Leben und so, wie ich gehört habe, gibt es unter unseren 'Ehemaligen' sogar Spezialisten, die ihrer Familie eine gewisse Erziehung haben angedeien lassen. Frauchen/Herrchen, die ihrem Hund hinterherlaufen und darum bitten, dass das teure, extra gekochte Futter vom Schätzchen gegessen wird, bringen mich immer noch zum Lachen. Ich werde den glücklichen Haltern nicht verraten, das ihre Engelchen einmal dankbar darüber waren, wenn sie überhaupt etwas zu essen bekamen emoji_wink

Verschiedene modische Halsbänder und Leinen-Sets gehören natürlich zur Ausstattung eines deutschen Hundes. Ein Wintermäntelchen ist bei kurzhaarigen, älteren, ganz jungen und besonders verforenen Nasen ebenfalls ein Muss. Einen tollen Liegeplatz, diverse Kuscheldecken und einen Berg Spielzeug stellt jeder hundeverrückte Mensch seinem Hausgenossen zur Verfügung und natürlich wird das Fell gepflegt, auf die Krallen und Ballen geachtet usw. Ein Hundeleben ist heute nicht mehr das, was man noch vor 30 Jahren in Deutschland darunter verstand. Heute zählt ein gutes Zusammenleben mit dem vierbeinigen Freund und niemand käme noch auf den Gedanken, seinem Hundchen bei einem Malheur die Nase in selbiges zu drücken. Zum Glück hat sich im Verständnis gegenüber unseren Hunden einiges geändert und anstelle von Strafen hat die positive Verstärkung den Platz eingenommen.

All das, was für unsere Hunde heute selbstverständlich ist, das wünsche ich ihren spanischen Kollegen von ganzem Herzen. Viele haben nicht genug Futter und leben von Resten, die sie auf der Straße finden. Sie werden getreten, gejagt und nur die wenigsten landen in einer Protectora. Sie haben nicht das große Glück gehabt, eine Familie zu finden, die sie aufnimmt und verwöhnt. Stattdessen sind sie die Opfer einer wirtschaftlich angeschlagenen Gesellschaft, die sich zum großen Teil nur um sich selbst kümmert und für die Schwachen kein Auge und noch weniger Mitleid hat.

Immer, wenn ich euch darum bitte, etwas für die armen Hunde in Spanien zu spenden, dann weiß ich auch um die Bilder, die ihr mir von euren Goldstücken geschickt habt, von tollen, kerngesunden und super gepflegten Hunden, die inmitten von Decken im Körbchen oder auf dem Sofa lümmeln. Ich kenne aber eure Hunde auch noch als die, die sie davor waren - arme, dreckige Kreaturen, die mit tieftraurigem Blick an den Gitterstäben standen und einfach auch kein anderes Leben erwarteten, weil sie nichts anderes kannten. Bitte denkt immer daran, liebt sie aus vollem Herzen bis zu ihrem letzten Tag und vergesst die anderen nicht, die nicht so viel Glück hatten und nicht einmal um die Zuneigung wissen, die ihnen wahrscheinlich sowieso nie jemand geben wird.

Zu den wunderschönen Bildern von allen Hunden, die ganz fest in meinem Herzen sind, kamen jetzt noch weitere dazu, die ich euch nicht vorenthalten will. Sind sie nicht herrlich?

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Spenden über VETO gehen direkt an die von uns unterstützten Protectoras in Spanien:

VETO - Europas Stimme fuer Tierschutz

 

24.10.2020

Tatsächlich haben wir heute die angekündigte Futterspende geliefert bekommen und sofort damit begonnen, 2 Paletten für Spanien zu packen. Mit etwas Glück können die in den letzten Wochen bei uns abgegebenen Spenden mit dem nun gelieferten Futter schon Ende der nächsten Woche nach Spanien gebracht werden. Die Frachtzusage erwarten wir in den nächsten Tagen und dann kann es eigentlich losgehen! Drückt mal ganz feste die Daumen, das Futter und die Sachspenden werden dringend gebraucht und sehnlichst erwartet.

In den letzten Monaten hatten wir immer wieder Probleme mit Katzenfutter, das in Alzey von einem großen Markt verkauft wird. Es ist eine Eigenmarke und wir wissen nicht, von wem es tatsächlich produziert wird. Trotz vielfacher Beschwerden - in dem Futter befanden sich größere Knochenstücke, die gerade den Kitten gefährlich werden können - wurde seitens des Marktes sowie des Herstellers nichts unternommen. Erst nachdem wir damit gedroht hatten, diese Missstände öffentlich zu machen, wurde das Futter aus den Regalen verbannt. Die Firma, die sich dann endlich mit uns auseinandersetzte, ließ verlauten, dass man "leider" trotz eigener Beprobung keine Knochenstücke finden konnte. Nachdem monatelang in jeder Schale Patee Knochensplitter gefunden wurden und selbst die Mitarbeiter des Marktes bei wahllos geöffneten Schalen immer fündig waren, haben wir dies mit großer Verwunderung vernommen. Man hat der Tierhilfe Phönix ganze 25 € als Wiedergutmachung geschenkt! Statt sich als Hersteller von Futter großzügig zu zeigen und einen geplagten Tierschutzverein zu sponsern, hat man knickerig und unsensibel reagiert. Nachfragen diesbezüglich wurden nicht mehr beantwortet und telefonisch ist niemand mehr zu erreichen. Ich halte so eine Reaktion für unwürdig und erbärmlich. Unser Katzenfutter, welches wir für Streunerkatzen, Igel und Kitten zur Verfügung gestellt haben, werden wir zukünftig an anderer Stelle kaufen.

 

23.10.2020

30 Tierschutzorganisationen wurden von VETO (ex-Tierschutz-Shop) ausgewählt. Sie hatten enorm viele Stimmen und werden ganz sicher an der tollen Futter-Aktion teilnehmen. Wir sind mit 241 Stimmen leider nicht mal in die Nähe dieser großen und mitgliederstarken Vereine gekommen. Trotzdem ist es für unseren kleinen Verein ein beachtliches Ergebnis, auf das wir stolz sein können. Wir bedanken uns ganz herzlich für eure Stimmen und eure Unterstützung. Bis zum Start der Futter-Aktion am 05. November werden nun nochmal 20 weitere Vereine direkt von VETO ausgewählt. Wir geben also die Hoffnung nicht auf, vielleicht haben wir ja Glück und gehören doch noch zu den Ausgewählten. Für unsere Hunde und Katzen in Spanien ist es lebenswichtig, ausreichend Futter zu haben. Der Kalorienbedarf steigt mit den kalten Temperaturen und natürlich haben gerade die Alten, Kranken und ganz jungen Hunde die schlechtesten Überlebenschancen.

Wir bemühen uns seit vielen Jahren, Futter für die in der Region Alicante ansässigen Protectoras zu sammeln und es gelingt uns immer schlechter. Durch Corona leiden alle Tierschutzorganisationen, denn viele Menschen in Spanien haben ihre Jobs verloren und kümmern sich erstmal um ihre Familien. Die Tiere werden ausgesetzt und kommen im besten Fall in eine Protectora. Von dort aus sollten sie eine Chance auf eine Vermittlung haben. Leider ist es uns durch Corona fast nicht mehr möglich, Hunde nach Deutschland zu holen. Wir selbst können nicht fliegen, um Hunde auszusuchen und auch die Transportunternehmen, die die Hunde sonst nach Deutschland gefahren haben, stehen im Augenblick nur noch ab und zu zur Verfügung. Die Protectoras sind massiv überfüllt und die Tiere, die normalerweise aufgenommen werden können, finden nun keinen Platz mehr und enden nun direkt in den Tötungen. Für Tierschützer ist diese Situation unerträglich und wir versuchen wirklich alles, um an Futter zu kommen und dafür zu sorgen, dass die Tiere, die einen Platz in einer Protectora gefunden haben, nun nicht verhungern.

Der Winter stellt uns jetzt vor eine weitere schwierige Aufgabe. Das so dringend benötigte Futter können wir nicht bezahlen, durch Corona haben wir keine Feste ausrichten können, es wurden keine Märkte beschickt und unser Phönix-Shop wird dank Wirecard zum Monatsende nicht mehr existieren. Wir sind, was Futter anbelangt, tatsächlich zu 100 % auf Spenden angewiesen. Nachdem ich alle größeren Futterhersteller angeschrieben haben, haben wir nun die Zusage für einige Säcke Futter bekommen. Wir hoffen, dass wir in den nächsten Tagen wieder eine oder vielleicht sogar 2 Paletten mit Hilfsgütern nach Spanien schicken können. Wir wissen, dass es natürlich nie genügend Futter sein wird, aber jedes Kilogramm rettet Leben und deshalb geben wir nicht auf!

Wenn ihr euch auch weiterhin an der Hilfe für die Tierheime in Spanien beteiligen möchtet, so könnt ihr Futterspenden und warme Decken, Körbchen (keine Weidenkörbe, die können im Tierheim nicht genügend desinfiziert werden und werden deshalb nur an private PS abgegeben), Boxen usw. gerne noch bis zum Anfang Dezember bei uns daheim abgeben oder aber direkt über VETO auf unserer Wunschliste spenden. VETO sammelt die Spenden, bis mindestens 3 Paletten zusammengekommen sind und transportiert diese für uns kostenfrei nach Spanien. Alles, was bei uns in Armsheim abgegeben wird, versenden wir mit einer Spedition nach Villena. Unser dortiges Lager steht allen bedürftigen Tierschutzorganisationen sowie auch privaten Tierschützern, die zum Teil Hunde auf eigene Kosten betreuen, Katzen an Futterstellen versorgen oder auch einfach durch Corona oder die Flutkatastrophe in 2019 in Not geraten sind, zur Verfügung. Wenn wir Futter haben, wird es auch verteilt!

Wenn ihr über VETO für die armen hungrigen Nasen in Spanien spenden möchtet, dann klickt bitte hier.

 

22.10.2020

Nachdem Fynn (Lucas) ein neues Zuhause gefunden hat, haben wir uns entschieden, wieder zwei kleine Nasen aufzunehmen. Maria von der Protectora Villena hat uns Bilder von Enri und Marujo geschickt und wir haben natürlich zugesagt. Beide Hundchen brauchen ganz dringend Hilfe und sollen im November nach Deutschland reisen. Für die süße Enri haben wir schon eine Pflegestelle gefunden. Marujo sucht noch einen Platz, auf dem er ankommen darf.

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Leider haben wir schon vor Corona recht wenige Pflegestellen gehabt. Viele haben ihre Pflegehunde übernommen, sind damit 'Pflegestellenversager' :) geworden und als Pflegestelle danach ausgefallen. Leider konnten wir über einige Monate wegen Corona gar keine Hunde nach Deutschland bringen, in dieser Zeit haben manche Pflegestellen Hunde anderer Organisationen aufgenommen. Wer weiß, wie schwierig es für uns ist, eine Pflegestelle zugelassen zu bekommen und wieviel Bürokratie und Zeitaufwand hinter einer solchen Genehmigung steckt, der weiß auch, dass unser Amtsveterinär immer nur eine sehr geringe Anzahl an Pflegehunden genehmigt. Meistens darf zu den eigenen Hunden nur ein weiter Pflegi aufgenommen werden. Ist dieser Platz durch den Hund einer anderen Organisation belegt, dann ist er für uns nicht mehr nutzbar. Mittlerweile haben wir einen akuten Notstand und obwohl wir ab und zu Hunde aus Spanien nach Deutschland holen könnten, müssen die Tiere in Spanien bleiben, weil uns Pflegestellen fehlen.

Wir finden es superschade, dass außerdem viele geeignete Familien im Vorfeld oft schlechte Erfahrungen mit anderen Vereinen gemacht haben und deshalb kein Interesse mehr daran haben, Pflegestelle zu sein. Jede Pflegestelle hilft Leben zu retten und wer selbst einen Hund aus dem Ausland hat, der weiß, wie nötig die Tiere einen verständnisvollen Menschen haben. Wir sind ein Verein, der gesetzeskonform arbeitet, unsere Pflegestellen werden nicht geschröpft und nicht genötigt, Kosten zu übernehmen. Jeder, der schon einmal mit uns gearbeitet hat, weiß, dass wir ggf. anfallende Tierarztkosten natürlich genauso wie Futterkosten usw. übernehmen. Vielleicht mag es sich der Eine oder Andere doch nochmal überlegen und versucht es mal mit der Tierhilfe Phönix. Wir suchen erfahrene Hundehalter im Umkreis von max. 50 km um Alzey. Sie sollten ausreichend Zeit für einen Pflegling haben und natürlich auch den Platz, um einen Hund unterbringen zu können. Fragen beantworten wir natürlich gerne und wer sich vielleicht erstmal etwas in dieses Thema einlesen will, der kann das hier auf unserer Homepage unter Pflegestellen gerne tun.

 

20.10.2020

Das Ende der Abstimmung Spendenmarathon 2020 kommt immer näher und wir haben bisher leider nicht einmal 200 Stimmen erreicht. Vielleicht hat sich manch einer gedacht, dass doch sicher genug andere abstimmen werden und es gar nicht notwendig ist, die eigene Stimme abzugeben. Das ist ein absoluter Trugschluss, denn tatsächlich geht es um jede Stimme! Deine Stimme kann die entscheidende sein, die uns die Chance gibt, mitmachen zu dürfen! Bitte stimmt alle für uns ab und vielleicht könnt ihr ja auch noch eure Kinder, Geschwister, Freunde und Bekannte motivieren, unseren Verein zu unterstützen! Für die Tiere wäre unsere Teilnahme ein absoluter Hauptgewinn, denn sie hätten in den kalten Wintermonaten die Näpfe voll. Bitte, es ist nur ein Button, den ihr drücken müsst. Helft den armen Nasen und stimmt für uns ab! Die Abstimmung ist noch bis zum 22.10.20 um 16 Uhr möglich!

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Für unseren 'kleinen' Lukas kam heute der alles entscheidende Anruf! Ich denke, wir haben es alle geahnt, jetzt ist es allerdings amtlich: Renate und Gabi sind wieder einmal 'Pflegestellenversager' geworden! Lukas, der jetzt Fynn gerufen wird, hat die beiden um die dicken Pfoten gewickelt und sich in ihr Herz geschlichen. Damit haben wir zwar erstmal eine wunderbare Pflegestelle verloren, gleichzeitig aber einen tollen Platz für Fynn gefunden. Wir freuen uns sehr und hoffen, dass Gabi und Renate in einigen Monaten wieder Pflegis aufnehmen werden. Jetzt brauchen die beiden ihre ganze Aufmerksamkeit für den hübschen Jungen. Wir wünschen euch ganz viel Spaß mit dem 'Kleinen Kälbchen' und sind gespannt, wie groß und schwer er tatsächlich werden wird. emoji__smile

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17.10.2020

Die Abstimmung bei VETO hat uns bis jetzt fast 100 Stimmen eingebracht. Natürlich spielen wir als kleiner Verein nicht in der ersten Liga, aber VETO wählt nicht nur Vereine aus, die wahnsinnig viele Stimmen bekommen haben, sondern gibt auch den Kleinen, die sich redlich bemühen, eine Chance. Deshalb hoffen wir, dass ihr weiterhin fleißig für uns trommelt und die Posts kräftig teilt. Jede Stimme zählt und zeigt, dass wir wahnsinnig gerne mitmachen möchten. Immerhin steht für jeden Verein ein ganzer LKW mit Futter auf dem Spiel und das bedeutet für die hungrigen Tiere: Volle Bäuchlein! Wer den Winter überlebt, hat weiterhin die Chance, ein tolles Zuhause zu finden. Bitte stimmt für uns ab und mobilisiert eure Familie, Freunde, Bekannte, vielleicht sogar eine ganze Schulklasse, eure Freunde an der Uni, Facebook-Gruppen usw... Jede Stimme zählt! Bitte gebt den Tieren eure Stimme, es kostet nur eine Sekunde und mehr als einen Button muss man nicht drücken!

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Für Pocahontas ist die Zeit des Wartens bald vorbei! Für die hübsche, kleine Podenco-Mix-Dame hat sich eine wunderbare Familie gefunden. Das Vorgespräch ist gut verlaufen und so hoffen wir, dass Pocahontas Ende des Monats schon in Deutschland sein kann. Drückt ihr mal alle ganz feste die Daumen, dass jetzt nichts mehr schief geht. Die Familie wartet schon ganz sehnsüchtig auf die liebe Hundedame und Pocci weiß noch nicht einmal etwas von ihrem Glück.

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15.10.2020

Wir hoffen, dass alle fleißig für uns abstimmen! Bis jetzt haben wir 57 Stimmen ergattert, da geht natürlich noch was, oder? Es gibt große Vereine, die jetzt schon über 500 Stimmen haben, aber darum alleine geht es nicht. VETO will nicht nur die Großen unterstützen, sondern schaut auch, wer sich besonders bemüht und deshalb haben wir die ganz große Hoffnung, dass wir vielleicht auch zu den Glücklichen gehören, die am Ende der Aktion einen ganzen LKW voll mit Futter für den Tierschutz bekommen. Bitte trommelt für uns und lasst unsere Abstimmungszahlen in die Höhe schnellen!

Von unseren Neuankömmlingen gibt es mittlerweile schon die ersten Rückmeldungen. Klara ist ein ganz liebes Mädchen, sie ist verspielt und fröhlich, die Pflegestelle hat ganz viel Spaß mit ihr. Da sie völlig problemlos und einfach nur lieb ist, nehmen wir sie direkt in die Vermittlung. Mal sehen, wie lange es dauert, bis sie ein neues Zuhause hat.

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Für Musa, die jetzt Donna heißt, ist die Vermittlung schon Geschichte. Sie hat sich in ihrem neuen Zuhause bestens eingelebt und trainiert jetzt an der Stubenreinheit. Donna ist vom 'Straßenköter' zur Prinzessin mutiert, sie trägt jetzt modische Mäntelchen mit Schottenkaro und ist gut mit Windhundhalsbändern versorgt worden. Das 'Bambi' wird von der Nachbarschaft bestaunt und durfte sogar schon auf den Freilauf.

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So kann es gehen - eben noch ein Niemand im spanischen Tierheim und einen Tag später ein mit viel Liebe umsorgtes Familienmitglied. Genauso wünschen wir uns das für alle unsere Hundchen. Für die armen Seelchen, die von so einem großen Glück nur träumen können, hätten wir wenigstens gerne ausreichend Futter. Deshalb seid bitte so lieb und stimmt bei VETO für uns ab! Es ist ganz einfach, kostet euch nichts und würde vielen Tieren einen Winter ohne Hunger bescheren!

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13.10.2020

Hallo ihr Lieben,

wir sind bei VETO zum Voting zugelassen worden, das bedeutet, dass auch wir jetzt die Chance haben, zu den 30 Organisationen dazuzugehören, die die meisten Stimmen bekommen. Diese nehmen automatisch am Spenden-Marathon für Tiere teil. 20 weitere, besonders engagierte Vereine werden von VETO ausgewählt, damit auch die kleineren eine Chance haben.

Wir fangen also sofort an, für den Spenden-Marathon zu trommeln und Stimmen zu sammeln, denn jede Stimme zählt! Es wäre ein Traum, beim Spenden-Marathon dabei zu sein:

- Bis zu 1 Lkw mit Futter für jede Organisation
- Gefüllte Futterlager
- Transport und Logistik inklusive
- Finanzielle Hilfe
- Mediale Aufmerksamkeit
- Bestes Futter
- Bewusstsein schaffen für wichtige Tierschutzarbeit

Bitte helft uns und stimmt fleißig für uns ab - jede Stimme zählt... auch die eurer Arbeitskollegen, Familie, Freunde usw. Bitte trommelt fleißig für uns! Es wäre so toll, wenn wir wieder Futter für die armen Hunde und Katzen in Spanien bekommen könnten. Der Winter wird hart und Corona hat die Arbeit der Tierschützer noch erheblich schwerer gemacht. Wir alle wollen, dass die Tiere überleben und deshalb bitten wir euch von ganzem Herzen für uns abzustimmen und unsere Posts zu teilen!

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11.10.2020

Auch in diesem Jahr werden wir versuchen, an Europas größter Futterspendenaktion für Straßen- und Tierheimtiere teilzunehmen. Was früher der Tierschutz-Shop war, heißt jetzt VETO und startet die größte Futterspendenaktion des Jahres: den Spenden-Marathon für Tiere.

Im letzten Jahr Jahr haben zehntausende Spender*innen zum Erfolg der Aktion beigetragen: Es wurden 1.012.499 Kilogramm Futter für Straßen- und Tierheimtiere gesammelt!!! Mit dieser Hilfe konnten die Hunde und Katzen den Winter überstehen. Die Tierschutzvereine haben zusätzlich finanzielle Unterstützung erhalten. VETO ist mittlerweile eine bekannte Größe und so wurde das Thema Tierschutz von ihnen auch in der Öffentlichkeit gestärkt.

In diesem Jahr soll an den Erfolg des letzten Jahres angeknüpft werden. Es sollen noch mehr Straßen- und Tierheimtiere in Europa den Winter überleben und deshalb gibt es nun den vierten Spenden-Marathon für Tiere, bei dem 1,25 Millionen Kilogramm Futter für die Schützlinge von 50 Tierschutzorganisationen gesammelt werden sollen.

Am Dienstag startet das Voting! Ob wir einer der glücklichen Tierschutzvereine sein werden, die an der Aktion teilnehmen dürfen, entscheidet sich dann. Deine Stimme kann für unsere Tierschutzorganisation die Entscheidende sein und uns zur Teilnahme am Spenden-Marathon verhelfen. Wir bitten euch deshalb alle, eure Stimme für die Tierhilfe Phönix abzugeben!

Wir melden uns am Dienstag nochmal mit genauen Hinweisen, wie die Abstimmung vonstatten geht! Bitte denkt daran, dass wir kein großer Verein sind und deshalb auf jede, wirklich jede einzelne Stimme angewiesen sind. Bitte informiert eure Familie, eure Freunde und Bekannten, Kinder, Schule usw. Wir sind voll motiviert und möchten unbedingt zu den Glücklichen gehören, die mitmachen dürfen. Jedes Gramm Futter wird dringend gebraucht und mit eurer Stimme helft ihr den Tieren das Überleben zu sichern. Bitte lasst sie nicht im Stich und helft uns mit eurer Stimme für die Tierhilfe Phönix e.V. Am kommenden Dienstag, 13. Oktober um 16 Uhr, geht es los und alle können mitentscheiden – auch du!

 

10.10.2020

Beide Glückspilze sind gut gelaunt angekommen! Die Sorgen sind wie weggeblasen und wir sind happy! Klara ist so süß und quirlig, dass wir es mit Bildern nicht beschreiben können und Musa ist, wie es bei einer kleinen Podenca zu erwarten war, eher vorsichtig und vornehm zurückhaltend :). Beide Hundchen machen einen wahnsinnig guten Eindruck, sie haben sofort gefuttert und Klein-Klara hat direkt ihre Kreise gedreht und auch gleich Spielpartner gefunden. Mittlerweile ist Klara, die ca. 6 Monate alt sein dürfte, bei ihrer Pflegefamilie in Nauheim (in der Nähe von Rüsselsheim) angekommen. Musa heißt ab heute Donna, sie lebt jetzt bei ihrer endgültigen Familie und ihrem neuen Hundefreund Charlie in Wiesbaden. In ihrem Pass steht, dass sie ca. 3 Jahre alt sein soll, doch unserer Meinung nach ist sie nicht älter als 8 Monate. Wir freuen uns sehr für beide Nasen, sie haben es geschafft und werden jetzt ein glückliches Hundeleben vor sich haben. Wir hoffen, dass wir bald ein endgültiges Zuhause für Klara finden werden und dass vielleicht auch bald wieder ein Windhündchen die Protectora verlassen darf!

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08.10.2020

Unsere beiden Glückspilze Musa und Klara sind reisefertig geimpft und kastriert, der Amtsveterinär hat sein ok gegeben und so werden die beiden morgen endlich ihre große Fahrt nach Deutschland antreten. Wir sind natürlich wie immer aufgeregt und hoffen, dass alles problemlos läuft. Das Transportunternehmen ist schon mehrfach für uns unterwegs gewesen und immer kamen die Hundchen frisch und gut versorgt bei uns an. Es wird am Samstag nicht anders sein, trotzdem sind wir erst ganz beruhigt, wenn die beiden bei uns im Garten spielen.

In den letzten zwei Wochen sind leider kaum Spenden für die Tiere der Protectora Villena bei uns eingegangen, wir hätten gerne nochmal eine Palette mit Hilfsgütern verschickt, da aber so etwas nicht billig ist, muss die Palette auch wirklich voll sein. Im Augenblick haben wir etwa 50 % dessen, was drauf passt, zusammen. Vielleicht habt ihr ja noch etwas übrig, was ihr gerne nach Spanien schicken möchtet? Jetzt wäre ein idealer Zeitpunkt dafür!

 

06.10.2020

Ihr habt sicher alle von dem Skandal um Wirecard gehört. Unser Shop war urspünglich mal kostenlos, leider konnte man dann immer weniger Funktionen nutzen, also haben wir unser gebuchtes Paket erweitert, dann kostete der Shop richtig Geld - was für uns eine wirklich bittere Pille war. Der Shop sollte ja eigentlich als Unterstützung der Tierhilfe Phönix dienen und Geld für den Tierschutz erwirtschaften. Da es keine preisgünstigere Alternative gab, haben wir in den sauren Apfel gebissen. Dann war der Shop wochenlang nicht mehr erreichbar, weil die dahinterliegende Technik erneuert wurde und Uwe den Shop komplett neu bauen musste. Bei der wenigen Zeit, die uns für solche Projekte zur Verfügung steht, war das ein anstrengendes Unterfangen. Kaum war der neu gestaltete Shop wieder im Netz, kochte der Wirecard-Skandal hoch. Der Shop wurde zur Verfügung gestellt über SUPR by Wirecard und wird nun eingestellt. Wie lange er noch erreichbar ist, wissen wir nicht. Wir denken, dass es keine Woche mehr sein wird. Deshalb möchten wir alle bitten, euch nochmal im Shop umzusehen, vielleicht findet ihr noch etwas was euch gefällt.

Wir haben im Shop wunderschöne Liegekissen für unsere Lieblinge, Spielzeug, Körbchen, gesiedete und besonders hautverträgliche Seifen, Outdoor-Decken und natürlich ist auch für uns Hundehalter etwas dabei. Unsere Mitglieder nadeln auch für den Tierschutz und so haben wir tolle selbstgestrickte Socken für lange Spaziergänge in den kälteren Monaten des Jahres und seit einiger Zeit sogar kleine Babysöckchen für den menschlichen Nachwuchs unserer Hundehalter. Bitte nehmt euch mal die Zeit und stöbert im Phönix-Shop herum. Jeder Kauf ist eine Spende, die zu 100 % bei den Tieren ankommt!

 

04.10.2020

Endlich hatten wir unser lang angekündigtes Foto-Shooting. Das Wetter war zwar trübe, aber der Regen kam erst nach dem letzten Foto. Alles hat wunderbar geklappt und so, wie uns die Fotografin erklärte, ist es gar nicht unbedingt gut, wenn die Sonne während eines Shootings die ganze Zeit am Himmel lacht. Wir hatten auf jeden Fall keine störenden Lichtspiegelungen, bei uns sind alle Bilder fantastisch gut geworden.

Jessika Junker ist eine wirklich tolle Fotografin, sie weiß, was sie tut, macht genaue Ansagen, hat wahnsinnig viel Erfahrung, kennt sich mit Hunden bestens aus und dementsprechend sind die Bilder auch schnell im Kasten gewesen. Wir alle waren absolut begeistert und konnten es wirklich nicht verstehen, dass nur 5 Anmeldungen eingegangen sind. Wahrscheinlich werden wir so einen Event in 2021 nochmal wiederholen. Vielleicht kommen ja mehr Anmeldungen zusammen, wenn wir euch in der nächsten Woche einige der tollen Bilder zeigen werden.

Für uns war es ein echtes Highlight, ein paar unserer 'Ehemaligen' mal wiederzusehen und auch die wahnsinnigen Fortschritte mancher Hunde und natürlich auch der Herrchen/Frauchen beobachten zu können. Es waren Hunde dabei, die wir nicht als Anfängerhunde vermittelt haben und von denen ich nicht erwartet hätte, dass sie so große Fortschritte machen. Kira, die sich anfänglich als richtiger Rüpel zeigte und die die Geduld ihrer Familie arg strapazierte, ist heute ein super gut erzogener Hund. Hier hat sich die Hundeschule und das ständige 'Dranbleiben' wirklich ausgezahlt. Daki ist heute sogar ein Therapie-Hund und hat alle möglichen Prüfungen bestanden. Selbst die kleine Fine (ex Mozzarella), die erst wenige Wochen vermittelt ist, hat schon unglaubliche Fortschritte gemacht.

Ein ganz besonderer Schlingel ist natürlich der wuschelige Gismo, der uns auch während des Shootings immer wieder zum Lachen brachte. Auch wenn er daheim bis aufs Fensterbrett springen kann, für ein Foto war ihm der Aufwand über einen ca. 20 cm hohen, quergelegten Baumstamm zu hüpfen, sichtlich zu viel. Andy mühte sich redlich, aber Gismo zeigte für all seine Überzeugungsarbeit keinerlei Verständnis und trödelte mit seinem wirklich unvergleichlichen Blick an dem Hindernis vorbei. Hunde in der Flugphase zu fotografieren bedeutet, die Hunde rennend, eben mit einer doch recht hohen Geschwindigkeit abzulichten. Gismo, der durchaus in der Lage ist, mal einen oder auch 2 Gänge zuzulegen, präsentierte uns einen Jog, der keine Serienbildeinstellung nötig gemacht hätte... obwohl und vielleicht sogar weil er einfach keine Notwendigkeit sah, sich an einem Feiertag auch noch anzustrengen, sind die Bilder von ihm herrlich geworden. Gismo ist einfach unvergleichlich!

Das, was ich auf der Kamera schon vorab sehen durfte, lässt auf tolle, einzigartige Bilder von allen Hunden hoffen. Natürlich sind wir deshalb schon ganz aufgeregt und hoffen, dass Jessica bald die Zeit findet, die Bilder zu bearbeiten und zuzusenden. Ich möchte mich nochmal ganz herzlich bei allen Teilnehmern bedanken, die bei diesem Charity-Shooting die Tierhilfe Phönix mit jeweils 30 € bespendet haben! Diese Idee stammt übrigens von Jessika Junkers, die damit den Tierschutz unterstützt und damit selbst auf einen Teil ihrer Einnahmen verzichtet.

Ich habe mich gefreut, euch und die Nasen mal wiederzusehen. Die Fortschritte aller Hunde waren grandios und so wie eine Halterin sagte, lernt nicht nur das Hundekind, sondern auch der Halter dazu. Alle können superstolz auf ihre Vierbeiner und auf sich selbst sein - wir sind es auf jeden Fall!

Danke an Jessika Junker auch dafür, dass sie sogar extra zu einer Teilnehmerin nachhause gefahren ist, weil deren Hund solche Angst vor den Schussapparaten, die zur Weinlesezeit bei uns in den Wingerten abgefeuert werden, hatte, dass sie unmöglich hätte auf unseren Platz kommen können. So etwas ist sicherlich nicht üblich und ich weiß, dass sie Moni damit eine wirklich ganz große Freude gemacht hat!

Wir und die Hunde hatten einen tollen Tag und ich hoffe, dass wir so ein Shooting in 2021 mit ganz vielen Hundehaltern wiederholen können!

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03.09.2020

Der Herbst bringt unglaublich viel Arbeit mit sich. Der Garten will auf den Winter vorbereitet werden und natürlich steht die Ernte an. Wir hatten ein tolles Tomatenjahr und haben aus unseren bunten Tomaten_Schätzchen viel Saat für 2021 genommen. Mittlerweile hat es sich ja rumgesprochen, dass Tomaten nicht unbedingt rot sein müssen. Wir hatten grün-rot gestreifte, gelbe in rund und länglich, mit und ohne rote oder auch grüne Marmorierung, den Formen und Farben sind da kaum Grenzen gesetzt. Reisetomaten, von denen man Teile abbrechen und den Rest aufbewahren kann, sind bei uns gewachsen, Ochsenherzen mit bis zu 500 g pro Tomate und eine ganz Dicke in rot und grün, von der wir nicht einmal den Namen kennen, brachte sogar über 700 g auf die Waage!

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Jetzt ist alles aufgefuttert, gekocht, eingefroren und in Gläser abgefüllt. In diesem Jahr haben wir sogar Quitten- und Apfelsaft keltern lassen, es gibt Apfelmarmelade, natürlich auch Apfelmus und Apfel- und Pflaumenkuchen, der schon gebacken auf seine Wiederbelebung aus der Kühltruhe wartet. Ganz fertig sind wir noch nicht, aber das Ende ist absehbar und so haben wir bald wieder Zeit, uns voll und ganz den üblichen Tierschutzaufgaben zu widmen.

In den letzten Tagen gab es leider wieder einige Tauben, die von Brautpaaren, die sich um den Tierschutz wohl wenig Gedanken gemacht haben, aufgelassen wurden. Zu unserem großen Leidwesen haben die Tiere wirklich nur Show-Funktion, eine reelle Überlebenschance haben sie nicht. Aber auch andere Tauben hatten in dieser Woche nicht besonders viel Glück. Eine flog geradewegs gegen ein Schaufenster in Wörrstadt, sie wurde von einer netten Mitarbeiterin eingesammelt und wartet nun auf einem unserer Pflegeplätze auf die Wiederauswilderung. Es ist eine Jungtaube, die leider zwar gut futtert, aber noch nicht fliegen will. Die anderen uns gemeldeten Hochzeits-Tauben waren von Greifvögeln geschlagen worden und nicht mehr zu retten. Ein Dummerchen ist trotz aufgeklebter Greifvogelbilder gegen unser Küchenfenster geprallt. Sie ist allerdings unbeschadet geblieben und mittlerweile wieder im Vogelhaus im Vorgarten gesichtet worden!

Ganz aufgebracht berichtete uns eine Armsheimer Anwohnerin von einer Nachbarin, die es offensichtlich nicht mag, dass Vögel gefüttert werden. Sie beschimpfte die Tierschützerin massiv und drohte ihr sogar mit der Polizei, sollte sie das Füttern der Vögel nicht umgehend unterlassen. So etwas ist natürlich albern, man muss wirklich auch mal die Kirche im Dorf lassen. Wer sich über "Vogelscheiße" auf seinem Grundstück aufregen will und dafür das Füttern der Vögel in Nachbars Garten als Ursache ausgemacht hat, der sollte vielleicht in ein Hochhaus und nicht gerade aufs Land ziehen. Solche Immissionen muss man einfach hinnehmen, so wie die Blätter, die vom Baum fallen, die Sonnenstrahlen oder auch den Duft von Blumen. Ich hätte es bis dato nicht für möglich gehalten, dass man sich über so etwas aufregen und sogar mit der Polizei drohen kann. Wir hatten bisher immer nur Spaß an den Vögelchen!

 

30.09.2020

Aus Spanien kam die gute Nachricht, dass am 10. Oktober wohl zwei unserer Hundchen ausreisen dürfen. Für Musa bedeutet das, dass sie zu ihrer neuen Familie nach Hessen ziehen wird und für die kleine Bodeguera Klara ist eine Pflegestelle frei. Außerdem gibt es Interessenten für eine weitere Podenca. Das freut uns natürlich ganz besonders, denn gerade die Windhunde oder Windhund-Mixe haben es in Spanien besonders schwer. Zudem ist es auch nicht gerade einfach, in Deutschland neue Halter zu finden, die entweder schon Windhund-Erfahrung mitbringen oder bereit sind, sich auf einen ganz speziellen Typ Hund einzulassen. Wer es allerdings bisher gewagt hat, der wurde zu 100 % infiziert! Wir lieben unsere 'Windigen' ganz besonders, sie sind etwas anders als andere Hunde und manch einer vergleicht sie eher mit Katzen. Wir sind einfach von ihrem liebenswerten Wesen bezaubert worden und daran hat sich auch nach 40 Jahren nichts geändert!

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28.09.2020

Eure Spenden, die wir in der letzen Woche auf einer Palette nach Spanien geschickt hatten, sind angekommen. Maria hat ein Foto geschickt und sich bei allen Spendern ganz herzlich bedankt!

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Seit letzter Woche sammeln wir schon wieder, um die nächste Palette voll zu bekommen! Wer vor dem Winter noch warme Decken, Futter, Liegeflächen usw. in die Protectora schicken möchte, der kann jetzt alles bei uns abgeben.

Nachdem wir am Sonntag wieder sogenannte 'Hochzeitstauben' einfangen mussten, möchten wir nochmal an alle zukünftigen Brautpaare appellieren. Bitte macht diesen Unsinn nicht zu einem Brauch, der sinnlos Leben kostet. Die vier von uns eingefangenen Pfautauben sind nicht beringt gewesen, es soll kein Züchter festgestellt werden können und sie sollen auch gar nicht wieder nach Hause finden. Sie wurden nur dafür gezüchtet, um bei Hochzeiten aufgelassen zu werden und dann entweder erbärmlich zu verhungern oder aber von Greifvögeln getötet zu werden. Diese Tiere werden Opfer einer Spaßgesellschaft, die nach schönen Bildern giert, sich aber keine Gedanken über die Tiere macht. Eine Taube ist das Symbol des Friedens - sie sinnlos dem Tod zu überantworten, kann kein gutes Omen für ein Brautpaar sein. Wir können nur immer wieder inständig darum bitten, keine dieser unschuldigen Geschöpfe sinnlos zu töten. Es kann doch keinen Spaß machen zu wissen, dass man die Tiere dem sicheren Tod überantwortet, wenn man sie fliegen lässt.

Brieftauben fliegen zurück in den Heimatschlag, auch weil ihr Partner dort auf sie wartet und sie tatsächlich dafür gezüchtet wurden. Weiße Pfautauben, welche leider immer wieder von einigen 'Hochzeitstaubenanbietern' 'verwendet' werden, haben nicht die Fähigkeit, nach Hause in ihren Schlag zurück zu fliegen. Pfautauben wurden wegen ihrer Schönheit gezüchtet, sie finden nicht zurück. Diese armen Geschöpfe werden von verantwortungslosen, geldgierigen Individuen für 1-8 € pro Stück bei Ebay angeboten. Tod durch Verhungern, Greifvögel oder Marder inclusive! Wer gerne ein Paar dieser wunderschönen Täubchen bei sich halten möchte, einfach nur weil sie sanft, hübsch und liebenswert sind, der kann sich gerne bei uns melden. Sie werden nicht zum Verzehr, zum Auflassen bei Festen oder anderen Perversitäten abgegeben. Sie sind einfach nur liebenswerte Haustiere mit einer Lebenserwartung von ca. 20 Jahren.

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26.09.2020

Wir möchten uns ganz herzlich bei den fleißigen Helfern unseres Arbeitseinsatzes bedanken! Durch das Ausfallen des Frühlings- und leider auch des Herbstfestes wegen Corona wurde der Festplatz nicht mehr ausreichend gepflegt. Nun haben sich unsere Mitglieder heute damit beschäftigt, die vielen Baumschösslinge und das Unkraut, welches den Zaun überwuchern wollte, zu entfernen. Bei dem wirklich klammen Wetter mit zeitweisem Nieselregen war das keine schöne Aufgabe. Umsomehr möchten wir uns für die Hilfe bedanken. Wir haben, wie immer bei solchen Einsätzen, von Vanessa Kuchen gebacken bekommen. Ihre Kreationen sind echt lecker und auch der Guinness-Kuchen hat wieder super geschmeckt. Wer anständig gearbeitet hat, muss auch handfest verpflegt werden, das ist klar. Also haben wir nach der Arbeit bei uns daheim gegrillt. Der Regen hat uns nicht mehr geärgert, denn wir saßen unter der überachten Pergola und der Grill stand im Trockenen. Auch hier hatte Vanessa für Salate gesorgt, der Rest wurde vom Verein beigesteuert. Ein schöner Tag mit unseren Mitgliedern und natürlich allen Hunden klang so glücklich aus.

 

24.09.2020

Hier noch die Infos für diejenigen, die sich für das Foto-Shooting bei Jessica Junker angemeldet haben.

Treffpunkt ist: Armsheim, Bahnhofstr. 39 auf dem Parkplatz gegenüber.

Von dort aus fahren wir ca. 200 m zu unserer Weide, diese ist komplett eingezäunt und die Hunde können frei laufen. Wir treffen uns am Samstag, den 03.10. um 9 Uhr. Sollte es regnen, verschieben wir erstmal auf den nächsten Tag. Wenn beide Tage verregnet sind, können wir das Shooting auch noch auf ein anderes Oktober-Wochenende abandern. Wir rechnen damit, dass das Fotografieren bis ca. 14 Uhr (+/- 1 h) dauern wird, wir haben also genügend Zeit.

Bei Fragen einfach anrufen: 0160-95576278

 

22.09.2020

Wir freuen uns immer wieder, wenn wir anderen Tierschützern mit Spenden unter die Arme greifen können. Diesesmal ging Futter aus der Tiershutz-Shop-Spendenaktion an die kleine Organisition von Alan in Albacete, die sich hauptsächlich um Podencos kümmert. Alan' s Frau Irene ist am 17. August, genau an ihrem Geburtstag, mit 63 Jahren verstorben. Für Alan, der sich nun alleine um Hope for Podencos kümmern muss, war die Spende ein großer Segen. Unsere Gedanken sind bei Alan und seinen Podencos.

Ein ganz herzliches Dankeschön an alle Spender!

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19.09.2020

Endlich ist er da! Lucas kam ganz früh am Morgen an, war allerdings nicht im geringsten verschlafen. Unser Garten hatte es ihm direkt angetan und so wurde alles erkundet und genauestens untersucht. Lucas ist ein absolut unbefangener und noch super verspielter kleiner Hund. Angelo, Ronnie und Lupine haben direkt angefangen ihn zu erziehen und der Wicht hat blitzschnell kapiert, wie der Hase in unserem Rudel läuft. Viele Dinge kennt er allerdings noch gar nicht und so dachte er, dass er zum Essen wohl in die Futtertonnee springen muss... Nun denn, jetzt ist er bei Renate und Gabi in Polch und wird dort lernen, was es bedeutet, in einer Familie zu leben. Unsere Pflegestellen haben viel Erfahrung, bei Renate und Gabi waren bisher über 20 Pflegehunde! Die beiden sind liebevoll und konsequent und deshalb sind wir absolut sicher, dass 'Klein Lucas' bald ein wohlerzogener Junghund sein wird. Ob die beiden ihn dann allerdings nochmal abgeben, weiß ich nicht... Es werden noch Wetten angenommen! :)

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18.09.2020

Der kleine Lucas ist auf die Reise gegangen und wird morgen bei uns sein. Wir warten alle schon ganz ungeduldig auf den kleinen Schatz!

 

16.09.2020

Unsere Idee, ein Foto-Shooting in Armsheim auf der Wiese, auf der wir normalerweise unsere Feste feiern, zu veranstalten, ist gut angekommen. Es sind nur noch ganz wenige Plätze frei. Nutzt die Chance, wunderschöne Bilder, fotografiert von einem Profi, zu bekommen. Jessica macht das wirklich unglaublich gut und ist weithin für ihre tollen Bilder bekannt. Wir können leider nur noch 3 Plätze anbieten.

Für das Ende der Woche ist die Ankunft von Lucas geplant. Wir hoffen, dass alles glatt läuft und der kleine Wicht am Samstag schon bei seiner Pflegestelle sein kann.

 

14.09.2020

So wie es aussieht, haben wir einen Transport für Lucas gefunden. Der Bub kann mit etwas Glück schon Ende der Woche nach Deutschland reisen. Als nächstes wäre dann Musa an der Reihe, auch bei ihr haben wir vielleicht schon einen Transport gefunden, allerdings wissen wir noch nicht genau, wann sie kastriert und reisefertig sein wird. Wir hoffen, dass alles schnell geht und wir den geplanten Termin einhalten können. Für morgen haben wir die Abholung der Europaletten in Mainz vorgesehen und gleichzeitig hoffen wir, dass wir einige der neuen Paletten noch in diesem Jahr gefüllt mit Spenden nach Villena schicken können. Wir gehen jetzt in den Endspurt für 2020, wer also noch vor dem Winter etwas an die vielen armen Tiere in der Protectora Villena spenden möchte, der kann das jetzt tun. Wir freuen uns über jede Sachspende und jeden Sack und jede Dose Futter!

 

12.09.2020

Gestern ist wieder eine große Palette voll mit Futter und Hilfsgütern auf die Reise in die Protectora nach Spanien gegangen! Eure Spenden werden spätestens Ende nächster Woche ankommen und natürlich zeigen wir euch dann auch wieder Fotos von der Ankunft. Seit heute packen wir schon wieder Spenden auf eine weitere Palette, wir müssen unsere Garage leer bekommen, denn im Winter ist das der Platz, an dem unsere Oleander und die Gartenutensilien stehen. Auch unser Dachboden wird in den nächsten Tagen etwas leerer werden. In den Jahren hat sich dort einiges angesammelt, was in Spanien dringender gebraucht wird als hier. Wir haben noch Flugboxen und auch Plastikkörbe, die in den Protectoras Mangelware sind, außerdem sind noch 2 Autoboxen da, die perfekt in das Fahrzeug des Tierheims passen. Wenn jetzt noch Decken und Futter gespendet würden, dann wäre die nächste Palette bald wieder voll. Von Silke bekommen wir in den nächsten Tagen noch einige dringend benötigte Euro-Paletten - wenn noch weitere Spenden eingehen, machen wir dann damit bis zum Winter weiter...

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Ich hatte euch ja von der kleinen Podenca berichtet, die wir gerne übernehmen wollten. Nun ist der Mittelmeertest endlich gemacht worden, sie ist gesund und darf nach der Kastration ausreisen. Ich weiß, dass jemand schon ganz sehnsüchtig auf Musa wartet und die hübsche Maus bald einen neuen Freund namens Charlie haben wird!

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Ab jetzt könnt ihr mal ganz feste die Daumen für Klara drücken! Wir haben uns gestern für sie entschieden und hoffen, dass der Tierarzt in den nächsten Tagen sein OK gibt.

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11.09.2020

Hallo ihr Lieben!

Das Ende des Sommers naht und wir haben uns für den Herbst etwas Tolles für euch ausgedacht. In Zusammenarbeit mit der Fotografin Jessica Junker möchten wir eine Fotoaktion auf unserer eingezäunten Wiese in Armsheim anbieten. Dafür haben wir Samstag, den 03. Oktober oder Sonntag, den 04. Oktober freigehalten. Sollte es am Samstag regnen, könnten wir auf den Sonntag ausweichen.

Die Idee ist, jedem Hundehalter ein Outdoor-Shooting anzubieten, Jessica wird die Hunde in Aktion (z.B. Springen über ein Hindernis), beim Laufen mit Spielzeug, als Portrait oder Hand/Pfote- oder Mensch/Hund-Foto ablichten.

Jeder Hundehalter bekommt 5 professionell bearbeitete Fotos in Vollauflösung + Webauflösung (mit Logo) von seinem Vierbeiner, gerne auch Mensch/Hund, für 89 EUR. Fotos können in einer geschützten Online Galerie ausgewählt werden. Es können auch im nachhinein weitere Fotos für je 12 EUR dazugekauft werden. Gerne darf die Webseite von Jessica geteilt werden: www.fotografie-jessica.de

Wir haben uns ihre Bilder angesehen, sie sind wunderschön und wir bereuen es sehr, dass wir erst jetzt, nachdem unser Bertchen gestorben ist, auf die Idee kamen, unsere Hunde von einem Profi ablichten zu lassen. Die Bilder unserer Hunde begleiten uns ein Leben lang und deshalb denken wir, ihr werdet die Chance nutzen.

Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Hundebesitzer begrenzt, minimal sollten 5 Teilnehmer dabei sein. Jessica kommt aus Koblenz und der weite Weg rentiert sich einfach nicht, wenn nur ein Hundchen abgelichtet werden soll. Bitte meldet euch schnell bei mir an und fragt ruhig mal rum, ob noch jemand Interesse hat.

Anmeldungen an: kontakt@tierhilfe-phoenix.de oder einfach anrufen. Bitte beide Tage, also den 03. und 04. Oktober freihalten!

 

10.09.2020

Nachdem Uwe viele Wochen darauf verwendet hatte, einen neuen Anbieter für unseren Phönix-Shop zu finden,  haben wir letztendlich einen Vertrag mit SUPR geschlossen und Uwe hat den ganzen Shop neu aufgesetzt. Das hat viele Wochen Zeit gebraucht und problemlos war das auch nicht. Seit Mitte Mai ist der Shop nun im Netz. Jetzt haben wir folgendes Schreiben bekommen:

"(...) wir teilen Ihnen hiermit mit, dass am 25.08.2020 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Wirecard Technologies GmbH eröffnet wurde und im Zuge dessen eine Abwicklung des Produkts "SUPR by Wirecard" stattfinden muss. (...) Eine jederzeitige Abschaltung bleibt vorbehalten und wird vor dem 31. Oktober 2020 erfolgen. Bitte kümmern Sie sich umgehend um eine Alternativlösung."

Das ist mehr als ärgerlich und auch zeitlich echt nicht mehr zu stemmen. Wir wissen nicht, wie es jetzt weitergehen soll. Der Shop war unsere Alternative zu den wegen Corona nicht mehr stattfindenden Märkten, er war eine Einnahmequelle, die wir gerade jetzt so dringend gebraucht haben. Nun fällt auch sie weg und wir sind mehr als ratlos. Wir scheinen wirklich eine Pechsträhne zu haben.

 

09.09.2020

Beim Durchfahren des Kreisels in Gau-Bickelheim waren die Demonstranten vor der Firma Sutter nicht zu übersehen. Ich habe natürlich angehalten und mich mit den sehr engagierten Leuten unterhalten. Meiner Meinung nach war es allerhöchste Zeit für diesen Streik und ich kann nur hoffen, dass die Forderungen der Belegschaft auf offene Ohren stoßen.

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Die Firma Sutter ist wahrscheinlich allen Tierschützern ein Dorn im Auge. Der Wert, den Fleisch haben sollte - immerhin werden dafür fühlende Wesen brutal getötet und auch ganz sicher nicht nett und liebevoll aufgezogen und transportiert - wird hier ins Absurde gerechnet. Die Preise, die über solche Betriebe für Fleisch ausgehandelt werden, werden meiner Meinung nach auf dem Rücken der Tiere und der Belegschaft gemacht. Die Stimme der Tiere sind alle die, die den Fleischkonsum entweder ganz oder aber in diesen Massen verurteilen, die Stimmen der Belegschaft habe ich mir heute mal ganz genau angehört und verstehe, dass es diesen Großbetrieben ganz offensichtlich nicht darum geht, Mensch und Tier anständig zu behandeln, sondern einfach nur den größten Gewinn zu machen.

Ob Tönnies, Vion, Westfleisch oder Müller, überall wird Fleisch verkauft, dessen Preis sich nur über schlimmste Haltungsbedingungen der Tiere und natürlich auch inakzeptable Arbeitsbedingungen bei der Belegschaft erklären lässt. In der deutschen Fleischindustrie arbeiten seit den 90er Jahren etwa 90.000 Beschäftigte, die Menge der geschlachteten Tiere hat sich allerdings enorm erhöht und seit der Jahrtausendwende hat sich der Umsatz der Branche tatsächlich verdoppelt! Sechs große Unternehmen beherrschen den Markt, Deutschland ist der drittgrößte Schweinefleischproduzent nach den USA und China. Um billiges Fleisch exportieren zu können, werden billige Arbeitskräfte nach Deutschland geholt. Bei den großen Fleischunternehmern sind mehr als zwei Drittel der Beschäftigten über Subunternehmen mit Werkverträgen als Dienstleister tätig. Oft sind es mobile Beschäftigte, die aus Mittel- und Osteuropa hier unter menschenunwürdigen Bedingungen ausgenutzt werden. In den Schlachthöfen, Zerlege- und Fleischverarbeitungsbetrieben arbeiten meist mehrere hundert oder tausend Menschen. Eine Minderheit ist dort direkt angestellt, die Mehrheit hat Arbeitsverträge bei Fremdfirmen, die über Werkverträge eingebunden sind. Seit den 90er Jahren gingen massiv Arbeitsplätze verloren, zeitgleich wurden aber tausende Arbeitskräfte in Mittel-und Osteuropa angeworben.

Im September 2015 unterzeichneten die sechs größten Konzerne dann eine Selbstverpflichtungserklärung für attraktivere Arbeitsbedingungen. Nun wurden tausende Beschäftigte in deutsche sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse übernommen. Leider bedeutete das kein Ende der Missstände, denn Subunternehmen unterlaufen weiterhin den Mindestlohn. Es werden weniger Stunden abgerechnet als gearbeitet wurden, Arbeitskleidung und Werkzeug werden illegalerweise vom Lohn abgezogen und Umkleide- und Wegezeiten nicht vergütet. Wer selbst kündigt, rennt seinem letzten Lohn oft vergeblich hinterher und wartet ebenfalls sinnloserweise auf ein Zeugnis oder seine Papiere. Es herrschen skandalöse Zustände in den deutschen Fleischindustriebetrieben und der DGB kämpft seit Jahren gegen diese Zustände an.

Das SARS-Cov2-Virus hat 2020 tausende Beschäftigte infiziert, seit dieser Zeit schenkt man diesem unerträglichen System auch in den Medien endlich ein wenig Aufmerksamkeit. Die Arbeiter aus Mittel-und Osteuropa werden hier unter prekären Bedingungen beschäftigt, sie werden in viel zu engen Zimmern oft in Stockbetten untergebracht. Beengte Wohnverhältnisse begünstigen, genauso wie die Zustände an den Arbeitsplätzen, die Corona-Infektionen. Wenn die Fleischunternehmer hier darauf hinweisen, dass die Wohnungssuche privat erfolgt und sie deshalb damit nichts zu schaffen haben, so ist das mehr als zynisch. Es gibt natürlich langjährige Geschäftsbeziehungen zwischen Auftraggebern, Subunternehmern und Vermietern. Bei uns im Umkreis werden überall Arbeiter der Firma Sutter 'eingemietet'. In Armsheim wohnten wohl zeitweise über 20 Mitarbeiter in einem Haus, 3 davon waren nach einem Heimaturlaub in Rumänien mit Corona infiziert. Je enger der Kontakt, umso größer die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung. Bei solchen beengten Wohnbedingungen dürfte die Weitergabe des Virus kein Problem sein. Auch die Hygienestandards an den Arbeitsplätzen können mit dem Hinweis auf Hygienevorschriften nur erschwert kontrolliert werden und sind daher wahrscheinlich wohl eher oberflächlich. Die vorhandenen Hygienezertifikate sagen über die realen Bedingungen manchmal eher wenig aus, wir erinnern uns an die Meldungen von verschimmelter Wust, Ratten in Fleischlagern usw. Damit sich endlich etwas ändert, muss öffentlicher Druck erzeugt werden, die Fleischindustrie muss in die Pflicht genommen werden - auch was den Umgang mit den Tieren angeht. Es darf keine Sonderregelungen oder Ausweichmöglichkeiten mehr geben. Wir brauchen Gesetze und Verordnungen, die kontrolliert werden und natürlich brauchen wir Sanktionen für die Betriebe, die sich nicht an Regeln halten.

Was wir auch ganz dringend brauchen, ist ein Ministerium, das sich nicht mit einer Gassi-Pflicht für Hunde beschäftigt, sondern die Haltungsbedingungen der sogenannten 'Nutztiere' erheblich verbessert. Kastenstände für Schweine sind ethisch einfach nicht mehr vertretbar, frisch geborene Kälbchen den Müttern zu entreißen ist grausam, Ferkelchen ohne Betäubung zu kastrieren ist geradezu unfassbar, kerngesunde Küken zu schreddern lässt mich am Verstand derer zweifeln, die so etwas tun, in Auftrag geben oder gesetzlich zulassen. Die Liste der massiven Verstöße gegen bestehende Gesetze könnte ich ohne Probleme zu einem mehrseitigen Dossier zusammenfassen. Wer unbedingt am hemmungslosen Fleischkonsum festhalten will, den werde ich trotzdem nicht überzeugen vegetarisch zu leben, vielleicht aber machen ihn die schrecklichen Bilder von misshandelten und z. T. lebend gebrühten Schweinen, grausam geschächteten Lämmern oder Kühen, gestopften Gänsen, gerupften Angorahasen oder einfach nur der angstvolle und gequälte Blick eines verdurstenden Kälbchens auf dem weiten Weg in einen ausländischen Schachthof etwas sensibler für seinen 'Fleischgenuss'. Weniger Fleisch zu konsumieren wäre ein Anfang, es würde vielen Tieren das Leben retten. Keine Milch mehr zu trinken wäre ein weiterer und tatsächlich ganz einfacher Schritt. Es gibt jede Menge Milch aus Kokosnüssen, Hafer, Soja, Mandeln usw., die weitaus gesünder und auch für unseren CO2-Fußabdruck verträglicher ist. Wenn wir es dann auch noch schaffen könnten, unsere Mitmenschen menschenwürdig zu behandeln, dann wäre unsere Welt doch wirklich um einiges lebenswerter. Nichts hält uns auf - 'Geiz ist geil' war gestern- heute zählen wieder altbewährte Weisheiten. "Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg' auch keinem andren zu!"

 

08.09.2020

In den letzten Tagen hatten wir viel Arbeit und leider stand auch unser treuer Bus wieder einmal in der Werkstatt. Immer wenn man ganz dringend ein zweites Auto benötigt, ist es kaputt! Wahrscheinlich haben wir gerade mal wieder einen 'Lauf', denn außer dem Auto hat auch unsere Waschmaschine schon wieder die Flügel gestreckt. Uwe war so froh, dass er sie zuerst reparieren konnte und jetzt streikt sie wohl endgültig. Das gute Stück hat weit mehr als ein Jahrzehnt auf dem Buckel und hatte bei uns auch immer reichlich zu tun, jetzt will sie nicht mehr und wir haben wenig Hoffnung, dass sie noch zu retten sein wird. Trotzdem, die Hoffnung stirbt zuletzt und deshalb haben Uwe und Flo das Riesenteil heute zusammen verladen und morgen bringe ich sie zu einem Waschmaschinen-Reparaturdienst. Unsere Maschine ist ein Modell, das es schon lange nicht mehr gibt, sie ist mehr als doppelt so groß wie eine normale Maschine und man kann locker sogar Pferdedecken mit ihr waschen. Wenn sie tatsächlich endgültig hin sein sollte, müssten wir uns wohl eine Industriemaschine anschaffen - ich möchte gar nicht daran denken, bei den Preisen. Zu allem Unglück hat Uwe sich auch noch auf sein Handy gesetzt, das ehemals plane Telefon ist nun leicht u-förmig gebogen und es ist eigentlich schon fast ein Wunder, dass es sogar noch funktioniert. Wir sind mal gespannt, ob sich da eine Reparatur noch rentiert oder ob wir ein neues anschaffen müssen. Ich hoffe, dass unser 'Lauf' damit dann beendet sein wird, so eine Pechsträhne geht nämlich echt ins Geld.

Trotz all dem Ärger arbeiten wir natürlich auch weiterhin für den Tierschutz, ob kranke Igel, entlaufende Hunde, Fundkatzen und telefonische Anfragen nach Vermittlungshunden, wir sind eigentlich immer erreichbar und versuchen zu helfen, wo Hilfe benötigt wird. Leider können wir die vielen Anfragen nach jungen Hunden nicht bedienen, wir haben einfach keine. Durch Corona sind bei weitem weniger Hunde nach Deutschland eingeführt worden als bisher üblich und nun sind offensichtlich zu wenige Hunde in den Vermittlungen. Manche Interessenten haben mir davon erzählt, dass sie schon etliche Tierheime abgeklappert hätten und einfach kein Hund zu kriegen sei. Ein Blick auf die üblichen Plattformen bestätigte dann meinen Verdacht, überall werden Deckrüden angeboten und die Züchter vermehren wieder verstärkt für den deutschen Markt. Die Nachfrage will bedient werden und so sehe ich schon jetzt die zukünftigen Weihnachtsgeschenke vor meinem geistigen Auge vorbeiziehen. Wie gerne würde ich jetzt einige Hunde mehr aus Spanien holen, Anfragen haben wir mehr als genug, leider haben wir durch Corona noch immer große Probleme, unsere Hunde nach Deutschland zu transportieren. Aus Murcia haben wir nun einen fast 4 Monate alten, ganz süßen Jungen übernommen. Ich hoffe, dass Lucas bald bei uns sein wird. Ich denke, er wird schnell eine neue Familie finden. Mit etwas Glück können wir in den nächsten Tagen weitere Hunde übernehmen. Drückt alle mal die Daumen, dass wir ein anständiges Transportunternehmen finden, dass uns unsere Goldstücke dann auch schnell nach Deutschland bringen kann.

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06.09.2020

Es sieht so aus, als ob wir in der nächsten Woche wieder eine Palette mit Futter und diversen Hilfsgütern nach Spanien schicken könnten. Die Maximalhöhe von 2,40 m ist fast erreicht und es passen höchstens noch 5 Kartons auf die letzte Reihe, dann wird alles foliert und die Palette auf die Reise geschickt. Wer also noch etwas mitgeben möchte, sollte die Sachen in den nächsten Tagen vorbeibringen.

 

04.09.2020

Wie versprochen möchte ich euch die Bilder, die bei der Ankunft des Spenden-LKW von den spanischen Kollegen der Protectora Villena gemacht wurden zeigen. Natürlich haben alle dieses für so viele Tiere lebenswichtige Ereignis in Bildern festgehalten, Maria hat uns die Dateien nun zugeschickt und hier sind sie:

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Ihr habt wirklich fleißig gespendet und so ist ein kompletter Truck mit Hundehütten, Feucht- und Trockenfutter für Hunde und Katzen, Katzenstreu, Ergänzungs- und Spezialfuttermittel, Verbandsmaterial, Mittel gegen Endo- und Ektoparasiten sowie Sleeper in unterschiedlichen Größen zusammengekommen. Alleine die Futtermenge ist riesig und wird innerhalb kürzester Zeit in einem großen Umkreis die ärgste Not der Tiere lindern. Wir können uns gar nicht oft genung bei allen Spendern bedanken. Unsere Wunschliste, die extra für diese Aktion beim Tierschutz-Shop angelegt worden war, wurde am 27. Juli geschlossen. Seit 28. Juli sammeln wir nun schon wieder für Weihnachten. Es bleiben uns noch etwa 4 Monate Zeit, um wieder Futter für die harten Wintermonate zusammenzubekommen. Wir hoffen, dass ihr uns und die armen spanischen Tiere auch weiterhin unterstützt. Auch wenn der Tierschutz-Shop in Zukunft unter dem Namen VETO firmieren wird, es wird sich für uns nichts ändern. Die Futterspenden, die über unsere Wunschliste eingehen, kommen zu 100 % bei den Tieren an. Wir verschicken natürlich auch weiterhin noch Einzelpaletten mit Futter und Hilfsgütern, die bei uns daheim abgegeben werden, müssen aber wie in jedem Jahr darauf aufmerksam machen, dass wir ab November bis März unsere Garage nicht zum Spendensammeln und Packen zur Verfügung stellen können. In dieser Zeit brauchen unsere Pflanzen den Platz.

 

02.09.2020

Wir hatten uns entschieden, nochmal einige Hunde aus der Protectora Villena nach Deutschland zu holen. Ganz so einfach wie vor Corona ist das natürlich nicht mehr, aber trotzdem wollen wir helfen, wenn unsere Hilfe gebraucht wird. Ganz besonders wichtig ist es, die Windhunde aus den Zwingern herauszubekommen, denn sie leiden ganz extrem unter dem Eingesperrtsein, ihr Laufbedürfnis ist am größten und sie werden tatsächlich am schlechtesten vermittelt. Wer einmal einen Windhund hatte, weiß, wie sensibel und verletzlich ihre Seelen sind. Diese Hunde haben in Spanien keine Lobby und werden leider noch immer an Bäumen aufgehängt, in Brunnen geworfen oder einfach dem Hungertod überlassen. Die Jäger erachten sie nach der Jagdsaison als völlig wertlos und wer seine überzähligen Tiere nicht tötet, lässt sie oft einfach laufen. Die durch Autos oder die Jäger selbst schwer verletzten Tiere landen, wenn sie Glück haben, in einem Tierheim, oft aber in den Perreras, wo sie getötet werden. Wir haben uns nun entschieden, wieder einmal eine Podenca aus der Protectora zu übernehmen. Wie immer machen alle unsere Hunde einen Mittelmeertest, noch steht das Ergebnis aus und es gilt dem Hundchen ganz feste die Daumen zu drücken. Außer der kleinen Podenca werden wir noch drei oder vier weitere Hunde aufnehmen. Bisher konnten wir schon einige Fotos sichten, leider waren es Bilder von sehr großen Hunden, für die wir keine Pflegestellen haben. Heute oder morgen werden wir weitere Bilder bekommen, wir sind sicher, dass dann etwas für uns dabei sein wird. Da natürlich alle Tests dann noch ausstehen, die Kastrationen ebenfalls noch gemacht werden müssen und meistens auch der Impfstatus nicht bekannt ist, wird es mindestens 3 - 4 Wochen dauern, bis die Neuen bei uns ankommen werden.

 

31.08.2020

Der riesige Truck mit euren Futterspenden ist endlich in der Protectora angekommen. Die Freude war unglaublich und so haben die Kollegen den LKW klatschend empfangen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie groß die Erleichterung über das so dringend benötigte Futter war. Nun endlich werden wieder alle Mäulchen satt und die Angst, dass Tiere nicht genug zu Essen haben, ist erstmal wie weggeblasen. Wir freuen uns natürlich mit unseren Kollegen und sagen nochmal ganz herzlich DANKE an alle, die die Spendenaktion des Tierschutz-Shops unterstützt haben. Hier könnt ihr sehen, dass eure Spenden wirklich zu 100 % ankommen!!

 

29.08.2020

Ganz heimlich, still und leise ist die Zeit vergangen und plötzlich hatte ich 60 Jahre auf dem Zähler. Ich möchte mich ganz herzlich bei allen bedanken, die an mich gedacht, mich angerufen haben oder zu einem Besuch vorbei kamen. Ich habe tolle Dinge geschenkt bekommen, mich über liebe Wünsche, Überraschungen und Blumen gefreut. Mein Geburtstag war ausgefüllt mit Zuneigung, Herzlichkeit und Lachen. Ich war so glücklich wie schon lange nicht mehr! Danke dafür!

Ganz liebe Grüße Edith

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27.08.2020

In der letzten Woche sind einige Spenden für Spanien bei uns abgegeben worden, ganz herzlichen Dank dafür. Uwe hat nun alles, was neu dazu kam, auf die Palette gepackt und siehe da, sie ist halb voll geworden. Obendrauf kam dann noch eine ganz dicke Spende, die, von mehreren Tierfreunden gesammelt und auch noch von einem Tierfutter-Shop unterstützt, dem lieben Florian ins Auto gepackt wurde. Hier geht unser herzlichen Dank auch an Isabell und den Fressnapf Rüsselsheim plus der lieben dortigen Kundschaft, deren wirklich tolle Spenden wir nun auch nach Spanien senden dürfen.

Isabell hat schon ganz oft an die Tierhilfe Phönix gedacht und auch in ihrem Umfeld für die Tiere gesammelt. Immer kamen viele große Kartons, gefüllt mit Futter, Decken, Näpfen, Spielzeug, Körbchen usw. zusammen. Alles Dinge, die in Spanien heißbegehrt sind und mit leuchteneden Augen in Empfang genommen wurden. Wir sind jedesmal glücklich, wenn wieder eine gut gefüllte Palette auf die Reise gehen kann. Noch ist Platz für einige Kisten, aber vielleicht können wir schon in 1-2 Wochen wieder eine Spedition mit der Abholung der wertvollen Fracht beauftragen. Auf jeden Fall hat uns die tolle Aktion des 'Fressnapf' Rüsselsheim sehr bewegt, vielen lieben Dank nochmal an alle die sich daran beteiligt haben!

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26.08.2020

Vor einigen Tagen hatte ich euch darüber berichtet, dass wir eine Spende an einen anderen Tierschutzverein vergeben konnten. So etwas kommt selten vor und deshalb hat 'Rüsselheim' sich auch riesig über die Zuwendung gefreut und uns einen ganz lieben Brief geschrieben, den ich euch natürlich weiterleiten will. Zudem haben wir ganz herrliche Bilder der unterstützten und geretteten Tiere bekommen. Ich bin sicher, ihr freut euch genauso daran wie wir!

"Rüsselheim e.V. bedankt sich mit allen Bestandstieren für die großherzige Spende und moralische Unterstützung bei Tierhilfe Phönix e.V.! Wir werden damit die fehlenden Versorgungskosten der Galloways in Rendsburg decken, da über 100 Rinder, die alle bis auf die Ohrmarkennummern alle sehr ähnlich und fast alle auch noch rabenschwarz sind, sehr schwer zu bepaten sind.

Daher vielen, vielen lieben Dank für ein Stück weitere Absicherung!

Doris Rauh
Rüsselheim e.V."

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24.08.2020

Heute bekamen wir die Nachricht, dass unser Spendentruck morgen das Lager des Tierschutz-Shops verlassen wird. Er ist bis zum Dach voll mit Futter das seit Wochen sehnsüchtigst erwartet wird. Es sind diesesmal mehr als 20 Tonnen zusammengekommen!!! Wir sind wirklich mal gespannt wie lange es dauert, bis sich alle ihren Teil abgeholt haben und ihre wertvolle Fracht in den Näpfen landet. Ich schätze mal, dass die meisten Tierschutzvereine schon an der Protectora Villena warten werden, um direkt aufladen zu können. Wenn wir in den letzten Jahren Transporte gefahren hatten, dauerte es manchmal nur eine Stunde und der LKW war bis auf den letzten Krümel leergefegt. Ihr könnt euch das Lachen und die vielen Glücks-Tränen, die Umarmungen und das fleißige Wuseln beim Entladen wahrscheinlich kaum vorstellen. Es ist ein großartiges Gefühl, so viele engagierte Tierschützer so happy zu sehen. Normal müssen sie um alles betteln und sehen oft genug zu, wie ihre Hunde und Katzen hungern. Sich dann einfach Futter von einem Spendentruck abholen zu können, ist wie Weihnachten und Ostern an einem Tag. Ihr macht es möglich, dass so viele Tiere überleben, die ohne euer gespendetes Futter jämmerlich zu Grunde gehen würden. Wir alle, und damit meine ich natürlich auch alle unsere spanischen Kollegen, können uns gar nicht oft genug bei euch bedanken. Fühlt euch alle ganz lieb umarmt und gedrückt! Sobald die ersten Bilder und Videos vorliegen, werden wir sie natürlich veröffentlichen!

 

22.08.2020

Die Woche war von Arztbesuchen und Untersuchungen geprägt. Uwe und ich waren ständig unterwegs und bekamen laufend aktuelle Befunde. Wir sind sehr glücklich, dass soweit erstmal alles ok ist, wundern uns aber sehr, dass mein OP-Termin einfach nicht zustande kommt. Offensichtlich ist die zweite Corona-Welle angerollt und da Krankenbetten auf der Intensivstation vorgehalten werden müssen, wird mein OP-Termin ständig weiter in Richtung Weihnachten verschoben. Das ist wirklich problematisch und wir werden uns deshalb in den nächsten Woche um einen Termin in einer Klinik in Hessen bemühen. Vielleicht sieht es da anders aus.

Pheusy hat uns bei dem ganzen Ärzte-Marathon dann heute auch noch einen fürchterlichen Schrecken eingejagt. Am Hoftor musste er sich mit Angelo und Mickey darüber auseinandersetzen, wer dort eigentlich das Sagen hat. Sein Selbstverständnis ist dabei arg ins Wanken gekommen, denn Angelo ließ keinerlei Zweifel aufkommen, dass er die Tür ganz alleine für sich beansprucht und das auch mit allen Mitteln durchsetzt. Pheusy hat nun einen anständigen Riss auf dem Kopf und der Gegenbiss lag dummerweise auf Höhe seiner Kaumuskulatur. Ohne Klammern war der Schaden nicht zu beheben und so schmeckt ihm sein Essen nun nicht mehr so richtig, das Kauen tut weh und an Gähnen ist überhaupt nicht mehr zu denken.

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Mickey, der sich am Streit von Pheusy und Angelo natürlich tatkräftig beteiligen musste, hat zum Glück nichts abbekommen, trotzdem haben wir jetzt einen Eindruck der neuen Rangordnung. Seit Bert nicht mehr da ist, hat sich einiges geändert und wird sich wohl auch so manifestieren. Wer Hunde im Rudel hält, der weiß, dass selbst kleine Veränderungen oft eine große Wirkung haben. Den Verlust eines bis zum Schluss im Rudel sehr aktiven Hundes bringt natürlich immer einen Umbruch in der Hundegemeinschaft mit sich. Mickey möchte gerne im Rang aufsteigen und Angelo stört das nicht, solange es nicht um sein Essen geht und das, was er gerade haben will... da im Prinzip alles ihm gehört, ist die Sache aber nicht so einfach, wie sie klingt. Ein ständiges sich-beim-Chef-Versichern liegt Mickey gar nicht und so hoffen wir, dass er klug genug ist, seinen lädierten Rücken nicht überzustrapazieren! Pheusy, so habe ich gehofft, sollte es jetzt eigentlich begriffen haben. Es ist ausgesprochen dumm, jedem, der durch die Tür geht, in die Haxen zu kneifen. Tatsächlich macht er das auch bei uns, leider habe ich vorhin gesehen, dass ihn selbst sein geklammertes Köpfchen, nicht davon abhält es - wenn auch noch sehr verhalten - bei Angelo weiter zu versuchen. Vielleicht ist den Jungs auch einfach die Hitze etwas zu Kopf gestiegen, in den nächsten Tagen soll die schreckliche Hitzewelle ja endlich vorbei sein und wir hoffen, dass dann wieder Normalität einkehrt.

Wir wollten euch heute außer geklammerten Wunden natürlich auch nochmal etwas Schönes zeigen. Eine Freundin hat mir im letzten Jahr zwei tolle Hibiskus-Pflanzen geschenkt. Wir haben zur Zeit Blüten, die die Größe von Dessert-Tellern erreichen. Sieht das nicht herrlich aus? Ganz herzlichen Dank dafür, liebe Sabine!

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20.08.2020

Mozart hat eine neue Familie gefunden! Wir drücken dem Wicht ganz feste die Daumen für ein absolut glückliches Leben. Mozart und seine Geschwister haben noch keinerlei schlechte Erfahrungen gemacht. Hoffen wir, dass es so bleibt und alle drei ein völlig unbeschwertes Leben mit ihren Familien führen dürfen.

Da die Protectora in Villena bis zum Anschlag voll ist, werden wir nochmal 2 - 3 Hunde aufnehmen. Tatsächlich haben wir täglich Nachfragen von Mitgliedern, die gerne einen Zweit- oder sogar Dritthund aufnehmen möchten. Auch mit wenig Pflegestellen ist es möglich, einige gut geplante Hunde nach Deutschland zu holen und so haben wir nun nach 2 Labbi-Mixen gefragt und natürlich wieder nach 2 Hundchen zwischen 5 und 15 kg. Ich bin sicher, es ist etwas für uns dabei. Wir freuen uns schon auf die Auswahl unserer spanischen Kollegen und auf die Hundchen, die bald in Deutschland ein glückliches Leben führen dürfen!

 

18.08.2020

Noch nie hatten wir so viele Anfragen für einen Hund wie für den kleinen Mozart. Es hat einfach keinen Sinn, den Interessenten noch Hoffnung zu machen, wenn schon mindestens 100 Menschen an uns geschrieben haben und sicher sind, dass sie das perfekte Zuhause für Mozart bieten können. Wir müssen uns erstmal durch die Anfragen durchwühlen und entscheiden, wen wir besuchen werden und wer sich Mozart ansehen sollte. Zu den schriftlichen Anfragen kommen natürlich auch noch Telefonanrufe. Kann ich bei schriftlichen Anfragen oft schon sehen, dass ich gar nicht erst antworten muss - "gebe dir 50 €", "Arbeite 10 Std. täglich und suche Kumpel für meinen Ersthund, der die Wohnung zerstört", "hatte noch keinen Hund, kann ich den dann im Urlaub wieder bei Ihnen abgeben", "ich schreibe für meine Eltern, sie sind beide über 80 Jahre alt und suchen einen Welpen"... so habe ich bei Telefonanrufen keine Chance. Gestern musste ich mich mit einer Frau auseinandersetzen, die es für selbstverständlich hält, dass wir einen Hund kostenlos an ihre Freundin abgeben, weil die einen Autounfall hatte, bei dem ihr Hund verstorben ist. Dass sie sich im Augenblick kein Tier leisten kann, weil sie Abschleppkosten für das kaputte Auto hat, sich ein neues anschaffen muss und der Abschlepper auch bezahlt werden will, setzt doch geradezu logischerweise voraus, dass ein Tierschutzverein ihr einen Hund kostenfrei abgeben muss!

Dass ich über einen solchen Anruf nicht gerade glücklich bin, kann man sich denken. Es ist die reine Zeitverschwendung hier zu argumentieren, denn es kommt, wie es kommen muss, man regt sich auf, das Gegenüber wird sauer und letztendlich kommt/kam der Satz - "bei eBay werden genug Hunde verschenkt, da kriege ich sicherlich einen umsonst"! Hänge ich gleich ein, heißt es, dass ich frech bin, höre ich mir das an und unterhalte mich noch mit solchen Menschen, werde ich letztendlich beschimpft. An der Situation kann ich nichts ändern und tatsächlich hat die Frau sogar recht, denn sie wird einen Hund im Internet finden. Manchmal ist es einfach ernüchternd. Wären da nicht so viele nette Anrufer, die wirklich freundlich sind und sicherlich einen tollen Platz für ein Tier anbieten können, hätte ich es mir schon abgewöhnt, ans Telefon zu gehen.

Manchmal tut es mir wirklich leid, dass wir nicht mehr Hunde aus Spanien holen können. Die Realität ist allerdings, dass wir fast keine Pflegestellen mehr haben und ohne die ist es nicht möglich, Hunde nach Deutschland zu bringen. Wenn man keine Zwingerhaltung will und kein Tierheim im üblichen Sinn betreibt, ist man bei der Aufnahme von Hunden auf kompetente Helfer angewiesen. In den letzten Jahren haben viele unserer Pflegestellen ihre Pflegis behalten. Als 'Pflegestellenversager' :) kann man natürlich auch nicht unbegrenzt Tiere aufnehmen und so haben sich unsere Reihen gelichtet. Neue Pflegestellen sind kaum noch dazugekommen und seit Corona sind dann auch die verschwunden, die vielleicht bei einem anderen Verein einen Hund aufnehmen konnten, während wir, was die Vermittlung betrifft, zur Untätigkeit verdammt waren. Ganz offensichtlich ist es so, dass wir mit dem neuen Konzept des Vereins Mitglieder, Helfer und auch Leser unserer Posts verloren haben. Unsere Seite wird nicht mehr so oft besucht und der Bekanntheitsgrad des Vereins sinkt. Dass wir immer noch wichtige Tierschutzarbeit leisten und alleine im letzten Jahr über 140 Tonnen Futter und Hilfsgüter nach Spanien gefahren haben, wird leider nicht gebührend wahrgenommen.

Wer den ganzen Tag postet, dass für irgendeinen Hund die Uhr abläuft und dazu noch schreckliche Bilder zeigt, bekommt viele Spenden und natürlich auch die Aufmerksamkeit der Masse. So haben wir noch nie gearbeitet und das werden wir auch nicht einführen, trotzdem ärgert es mich masslos, dass solche 'Vereine' Gelder und Spenden zur Verfügung haben, die bei uns dringend gebraucht werden. Tatsächlich habe ich mir in den letzten 4 Wochen mal die Mühe gemacht, bei einem dieser 'Geschäftsmodelle' - ich kann hier das Wort 'Tierschutzverein' einfach nicht mehr benutzen - hinter die Kulissen zu sehen. Vielleicht ist es ein Einzelfall, was ich nicht glaube. Ich bin jedenfalls auf etwas gestoßen, was mir tatsächlich große Sorgen bereitet.

Es wurden über einen mehrere Jahre andauernden Zeitraum immer wieder fürchterliche Bilder von abartigen Tierquälereien mit der Bitte um Spenden für die Tiere veröffentlicht. Die Posts bei Facebook sowie Screenshots von PayPal-Überweisungen belegen, dass täglich wohl mehrere hundert Euro gespendet wurden/werden. Überprüft man dann das Spendenkonto, stellt man fest, dass es einer Dame gehört, die sich selbst als 'Verein mit Gnadenhof' beschreibt. Leider gibt es weder den Gnadenhof noch den Verein. Darauf angesprochen, meinte sie nur, dass sie das mal vorgehabt hätte, es allerdings nie zu einer Vereinsgründung kam und auch kein Gnadenhof existiert. Genauso bestätigte mir das auch das Veterinäramt. Hier sammelt also eine Privatperson Spenden in enormer Höhe. Stellt sich die Frage, was sie damit macht. Nach ihren Aussagen überweise sie das Geld an eine andere Frau, die sie niemals zu Gesicht bekommen habe, mit der sie aber seit Jahren telefoniere. Von dort erhalte sie Rechnungen aus Rumänien, für die sie dann die Spendengelder freigebe. Ihrer Meinung nach ist das absolut legal, Steuern würden natürlich keine anfallen und sie würde absolut korrekt abrechnen. Natürlich war die Dame nie in Rumänien und glaubt unbesehen alles, was man ihr erzählt.

Die 'Tierschützerin', die die Rechnungen 'besorgt', spricht rumänisch, nach eigener Aussage lebt sie in Deutschland und muss auch gar nicht nach Rumänien, um dort Tierschutz zu betreiben. Sie mache das alles telefonisch. Bilder und Videos habe sie von anderen Vereinen oder Privatpersonen, sie mache auf die Tierquälereien aufmerksam und finanziere mit dem gespendeten Geld einen Gnadenhof mit ca. 250 Hunden in Rumänien. Monatlich erhalte sie von der Dame, die ihr Privatkonto für Spenden bereitstellt, etwa 1200 - 1300 € für die Versorgung der Tiere plus die Bezahlung der 'Rechnungen'. Auf Nachfrage kann man in Rumänien natürlich weder die Tiere besuchen noch die Tötung, aus der Tiere stammen sollen, ansehen. Das Dorf ist so klein, dass es kein Ortsschild hat, deshalb kann man nicht sagen, wo es ist und GPS-Daten gibt es leider nicht. Würde man die Tötung besuchen, könne man die leidenden Tiere sehen, Futter könne man aber keines spenden, denn die Pfleger würden das lieber "verticken" und die Hunde hätten deshalb sowieso nichts davon. Der einzige Kontakt ist also die Dame selbst. Sie organisiert mit einem Fahrer (der das Dorf ohne Ortsschild findet) die Tierrettungen vom Telefon aus. Im Allgemeinen wird sie als 'der Engel der Tiere' bezeichnet, darauf legt sie Wert!

Nun denn, hoffen wir mal, dass das alles so stimmt. Wer Böses denkt, der könnte glatt auf die Idee kommen, dass eine rumänischstämmige Dame eine echt gute Geschäftsidee hatte. Sie besorgt sich (und das weiß ich jetzt sicher) von einem Tierschutzverein, der Hilfe in Rumänien leistet, Bilder und Videos. Sie tut so, als ob sie selbst vor Ort sei und lässt diese Bilder von 'Anhängern' veröffentlichen. Mit weinerlichen und haarsträubenden Geschichten hält sie die Mitstreiter bei der Stange. Diese haben alle schon gespendet und schwören Stein und Bein, dass sie natürlich keine Trottel sind, die auf eine gewitzte Betrügerei hereingefallen sind, sondern vielmehr sinnvolle Tierschutzarbeit in Rumänien leisten. So ein 'Geschäftsmodell' kann prima funktinieren und monatlich viele tausend Euro in die Tasche einer Rentnerin aus Deutschland spülen, die dafür nicht einmal einen Fuß vor die Türe setzen muss. Man kann sogar den Tierschutzverein kontaktieren, von dem die Bilder und Videos stammen und bekommt dort gesagt, dass man die Dame namentlich kenne, sie würde ab und zu Geld spenden und mithelfen, das Elend in Rumänien sichtbar zu machen. Die Hunde, die von dem betreffenden Verein aus Rumänien nach Deutschland geholt werden, sind das Alibi für die Dame, die das Geld einstreicht und ab und zu ein wenig für den rumänischen Tierschutz spendet. So wäre es denkbar, oder?

Wer jetzt denkt, dass sich die ADD, die Spendensammlungen überprüfen kann, dafür interessiert, der hat sich geirrt. Da das alles in geschlossenen Gruppen bei Facebook passiert, geht es behördliche Prüfer nichts an. Das Veterinäramt interessiert sich nur für illegale Einfuhren von Hunden und die gibt es ja in diesem Fall nicht. Bleibt nur ein Steuervergehen, das Finanzamt sieht sich allerdings nicht in der Lage, hier eine lange Recherche zu betreiben und erwartet die Beweisführung von dem, der das 'Vergehen' anzeigt. Ich bin nicht die Polizei und natürlich habe ich nicht die Möglichkeiten einer staatlichen Behörde. Also bleibt alles, wie es ist. Ich frage mich, wieso ich allen mit meinen Spendenaufrufen auf den Wecker gehen soll, um mit seriöser Arbeit noch keine 5 Säcke Hundefutter im Monat gespendet zu bekommen. Würden wir so arbeiten, wie ich es eben beschrieben habe, könnten wir uns vor Spendern kaum retten, wären die Engel der Tiere und dazu noch ohne Arbeit reich. Irgendwie ernüchternd!

 

16.08.2020

Lucero hat ein neues Zuhause gefunden! Wir freuen uns sehr darüber, dass er nun Teil einer Familie sein wird, die schon viele Tiere aus dem Tierschutz aufgenommen und gerettet hat. Wir sind sicher, dass dieses Zuhause für Lucero ein Glückstreffer ist und er dort ein absolut glückliches und zufriedenes Leben führen darf.

Für Mozart suchen wir noch seine passende Famile, der kleine Wicht ist ja mit seiner Mutter Koral und seinen Geschwisters Peludito und Mozzarella bei einer Pflegefamilie in Spanien aufgewachsen. Wir haben die ganze kleine Familie nach Deutschland geholt. Die Mama und die Geschwisterchen sind schon vermittelt, nur für Mozart suchen wir jetzt noch eine liebevolle Familie. Der Kleine ist komplett anstfrei und total verspielt. So wie wir das sehen, hat er seine Pflegefamilie schon komplett um die Pfote gewickelt. Wer sich für den Wicht interessiert, kann ihn im Raum Mayen/Koblenz besuchen. Natürlich ist er wie alle unsere Hunde kastriert, geimpft, entwurmt, gechipt und hat einen EU-Pass.

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14.08.2020

Wir hatten uns Regen gewünscht, aber ganz offensichtlich vergessen, über die Menge zu sprechen! Nun stand unser Keller unter Wasser und wir haben anständig nasse Füße bekommen. Unser Bedarf ist also erstmal gedeckt.

Mit Gulliver waren wir während des Unwetters wieder in Wiesbaden beim Allergologen. Der Kleine verliert immer noch Haare und nun gibt es eine Verdachtsdiagnose. Er hat wahrscheinlich ein Cushing-Syndrom, das heißt, er leidet an einer Hormonerkrankung, bei der durch eine Funktionsstörung der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) oder der Nebenniere zu viel Cortisol produziert wird. Zu 80 % sind (nicht zwingend bösartige) Tumore an den Nebennieren und/oder der Hypophyse die Ursache. Beim Menschen hilft in vielen Fällen ein chirurgischer Eingriff, beim Hund ist das problematisch. Niemand wird versuchen, einem winzigen Chihuahua einen Tumor im Gehirn zu entfernen und auch an der Nebenniere operiert man nur, wenn der Tumor wirklich günstig liegt und eindeutig zu sehen ist. Üblicher sind Medikamente, die das Nebennierengewebe ganz oder teilweise zerstören und somit die Cortisolbildung unterdrücken. Da Cortisol in gewissen Maßen ein lebenswichtiger Bestandteil des Körpers ist, benötigt das Tier dann eine lebenslange Cortisonzufuhr, die so niedrig dosiert ist, dass kein erneutes Cushing-Syndrom entsteht. Wir werden Ende des Monats mit Gulliver einen aufwändigen Bluttest machen, der uns dann hoffentlich eine tragfeste Diagnose ermöglicht. Wir hoffen, dass sich der Verdacht nicht bestätigt, allerdings schließen wir schon seit Monaten andere Ursachen systematisch aus und ehrlich gesagt, es bleibt nicht mehr viel übrig.

Lucero hat Interessenten, die sich den Wicht schon angesehen haben und hellauf begeistert von ihm sind. Uwe wird zeitnah das Vorgespräch führen. Dann wissen wir, ob der kleine Junge bald in sein neues Zuhause umziehen darf. Wir drücken ihm ganz feste die Daumen!

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12.08.2020

Der kurze Schauer hat gestern keine Abkühlung gebracht, in meinem Schlafzimmer waren es 29,8 °C und an Schlaf war nicht zu denken. Unsere Hunde hatten sich auf 2 Stockwerke verteilt, was ihnen aber offensichtlich auch keine Verbesserung brachte, das Erdgeschoss war nämlich genauso überhitzt wie der 1. Stock, und so hechelte Lupine zuerst an meinem Ohr und dann an Uwe's, der das Sofa mit Ventilator dem Bett vorgezogen hatte. Langsam fängt es an, sehr quälend zu werden. Ich bin nicht in der Lage, in der Sonne herumzulaufen und kann weder nachts noch tagsüber schlafen. Wir haben keinen Pool und ehrlich gesagt, wüsste ich keinen Platz, der etwas Abkühlung bringen würde - bis auf den Keller. Nachdem unsere Waschmaschine den Geist aufgegeben hatte, war Uwe dort zu finden. Ich glaube, dass er sich besonders viel Zeit mit der Reparatur gelassen hat :), immerhin ist es dort schön kühl gewesen. Die Waschmaschine läuft wieder und wir hoffen alle weiter auf Regen und eine Abkühlung.

Da ich gestern vergessen hatte, ein Bild von der Ankunft der Spendenpalette zu posten, hole ich das heute nach.

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Vielleicht erkennt ja mancher Spender die Sachen wieder, die er für die Tiere in Spanien bei uns abgegeben hat. Nachdem eine Dame uns vor einiger Zeit mal fragte, ob wir auch wirklich alle Spenden an die Tiere weitergeben und nicht vielleicht ihre Bettwäsche dann doch auf unseren Betten landet, möchten wir grundsätzlich alle Spendenpaletten gut fotografieren und auch deren Ankunft dokumentieren. Jeder, der uns kennt, weiß, wie lächerlich solche Verdächtigungen sind, sie sind allerdings ausgesprochen verletzend. Wer sich nicht leichten Herzens von seiner alten Bettwäsche trennen kann, sollte es vielleicht ganz lassen. Man kann sie allerdings auch in einen Kleidercontainer werfen, da werden dann wahrscheinlich Lumpen daraus hergestellt. In den letzten Tagen haben Spender wieder Kartons in unseren Anhänger in der Hofeinfahrt gestellt. Ich weiß nicht, wer es war, aber ich möchte mich dafür bedanken. Es sind die ersten Pakete auf der nächsten Spendenpalette. Ich kann nur hoffen, dass in den nächsten 2 - 3 Wochen wieder etwas zusammenkommt, die Fragen nach Futter kommen in immer kürzeren Abständen und werden auch immer dringlicher. Nachdem unsere Waschmaschinen-Kauf-Aktion vor einigen Wochen so ins Schwarze getroffen hatte, möchten wir uns nochmal nach weiteren günstigen neuen Maschinen umsehen. Natürlich nehmen wir auch gut gebrauchte Waschmaschinen und Trockner. Was allerdings kurz davor ist, seinen Geist aufzugeben, schicken wir nicht nach Spanien. Dafür sind die Transportkosten einfach zu hoch. Nach der großen Flut vom letzten Jahr wird tatsächlich alles gebraucht, wer noch Elektrogeräte loswerden möchte, sollte uns auf jeden Fall mal anrufen. Es werden von der Kaffeemaschine bis zum Mikro auch Kleingeräte gesucht!

So, jetzt hoffen wir mal, dass das Rumpeln am Himmel vielleicht doch noch einen Schauer bringt und es etwas abkühlt, ansonsten schnappe ich mir mal die Kühlmatte der Hunde...

 

11.08.2020

Die große, bis obenhin vollgepackte Palette mit eueren Spenden für die Tiere der Protectora Villena ist angekommen. Jedesmal, wenn so eine tolle Spende mit dem LKW anrollt, sind alle ganz aufgeregt, diesesmal haben sich die Kollegen des Tierheims ganz besonders über das so dringend benötigte Futter, tolle Körbchen, Leinen, Halsbänder, Decken und eine Matratze gefreut. Normalerweise versenden wir keine Matratzen, das war eine Ausnahme! Die Hunde im Tierheim zerpflücken grundsätzlich den Schaumstoff und dann liegen die mit Urin und Kot verunreinigten Teile im Zwinger herum und es macht keinen Spaß, so etwas zu beseitigen. Diesesmal hatte die Matratze einen Spezialbezug und geht zu einer Pflegestelle außerhalb des Tierheims. Dies nur zur Erklärung für all die, die uns schonmal Schaumstoff spenden wollten.

Leider sind die Spenden vom Tierschutz-Shop noch nicht angekommen und ich hoffe, dass es nicht mehr lange dauern wird. Das Futter in der Protectora wird knapp und auch die umliegenden Organisationen brauchen dringend Hilfe. Nachdem Deutschland in den letzten Tagen in der Hitze gedarbt hat, können wir uns vielleicht nun besser vorstellen, wie es sich bei über 40 °C in der Protectora anfühlt. Die Tiere leiden wirklich sehr und wir befürchten, dass sie bald auch hungern werden. Eure Palette mit Futter hilft den Tieren über die nächsten Tage, dafür danken wir euch ganz herzlich! Wir hoffen, dass der Tierschutz-Shop bald das heißersehnte und so dringend benötigte Futter schicken wird.

Von Rose haben wir heute gute Nachrichten. Die kleine Maus musste ihr altes Zuhause verlassen, weil Edgar, den wir schon vor zwei Jahren an die Familie vermittelt hatten, massiv unter Rose litt. Nachdem Rose ausgezogen war, ist Edgar wieder aufgeblüht. Er verliert keine Haare mehr und verhält sich wieder wie früher. Ganz offensichtlich ist er ein Einzelhund und wir haben ihm mit einer Vergesellschaftung einen schlechten Dienst erwiesen. Rose hat jedenfalls heute ein neues und hoffentlich endgültiges Zuhause gefunden. Sie ist noch Einzelhund :), ist aber nie allein. Die absolut hundeerfahrene Familie weiß um Rose' Vorgeschichte und hat ihre Entscheidung nicht leichtfertig getroffen. Wir sind sicher, dass Rose nun ihre endgültige Familie gefunden hat!

Von Lucero haben wir bisher nur positive Rückmeldungen bekommen. Die Pflegestelle hat ihn zur Not noch an der Hausleine, aber er nähert sich schon von selbst und scheint wieder Vertrauen zu fassen. Sein Appetit ist auf jeden Fall enorm, der kleine Wicht ist nicht wählerisch und das, was wir bisher von den kleinen spanischen Hundchen gewöhnt waren, trifft auf ihn nicht zu. Er isst Hundefutter und muss nicht aus der Hand mit Essen vom Tisch gefüttert werden. Lucero ist ein toller kleiner Hund. Wir wissen, dass es nicht einfach ist, für solche Zwerge ein passendes Zuhause zu finden, trotzdem sind wir zuversichtlich. Bisher hat es noch jedesmal geklappt und so wird auch Lucero ein tolles neues Zuhause finden.

Für Mozart haben wir bisher leider nur völlig ungeeignete Interessenten gehabt. Der Bub ist noch ein Junghund und natürlich ist er verspielt und aktiv. Eine Familie wäre toll für ihn, ein Garten, eine Hundeschule und Spaziergänge mit Hundekumpels. Wir vermitteln nicht an Menschen, die den ganzen Tag arbeiten und den Hund 8 - 10 Stunden alleine lassen. Wir wollen Mozart auch nicht an Leute abgeben, die uns am Telefon über ihr Alter belügen oder schon 5 oder 6 Rassehunde haben und "jetzt mal was aus dem Tierschutz! wollen... Vielleicht bin ich ja etwas empfindlich, aber solche Anrufe brauche ich wirklich nicht. Da wir tolle Pflegestellen haben und nicht vom Tierschutz leben, können wir es uns tatsächlich leisten, so lange nach den RICHTIGEN für Mozart zu suchen, bis es eben passt! Das nur zur Erklärung für die Dame, die meinte, dass wir mit unserer Vermittlungsphilosophie ganz sicher immer arme Leute bleiben werden.

Nun denn, hätten wir Geld mit Tieren verdienen wollen, hätten wir vielleicht einen Schlachtbetrieb gründen müssen... Gerade weil wir in den letzten Wochen so oft über die schrecklichen Qualen der Schlachttiere und die an Grausamkeit kaum noch zu überbietenden Tiertransporte von sogenannten 'Nutztieren' (was für ein schreckliches Wort) lesen mussten, haben wir heute wieder einmal an den Verein Rüsselheim e.V. gespendet. Wir hoffen, dass eine alte Milchkuh oder ein 'wertloses' Bullenkläbchen mit unserer Spende gerettet werden können. Vielleicht nennt man es dann zukünftig 'Phönix', das wäre doch ein schöner Name für ein Tier, das gestern noch auf dem Speiseplan stand oder elendiglich auf dem Misthaufen zum Sterben zurückgelassen worden wäre, weil es als männliches Tier in der Milchwirtschaft keinen Ertrag bringt.

Wie wir ja schon mehrfach berichtet haben, unterstützen wir unsere 'Großtierkollegen' ab und zu mit einer Spende. Wir sind immer sehr dankbar, wenn wir wegen ehemaliger Zwergschweine, die dann am Ende doch 100 kg auf die Waage gebracht haben, angefragt werden und einen Ansprechpartner wissen. Sicherlich kann Rüsselheim nicht jedes Tier retten, aber sie versuchen genauso wie wir ihr Bestes. Solltet ihr vielleicht auch etwas an Rüsselheim e.V. spenden wollen, oder vielleicht auch eine Patenschaft übernehmen können, dann meldet euch hier:

Rüsselheim e.V.

Patenschaften sind bereits ab 5 € monatlich möglich und retten LEBEN.
Auch Einmalspenden zur Überbrückung der fehlenden Patenschaften helfen uns sehr.

Patenschaften:
https://www.ruesselheim.com/patenschaft

Spenden:

Kreissparkasse Augsburg
IBAN DE95 7205 0101 0030 2078 64
BIC BYLADEM1AUG

Paypal: ruesselheim@freenet.de

https://www.ruesselheim.com/spenden

 

09.08.2020

Es ist schwierig zur normalen Tagesordnung überzugehen, wenn ein Körbchen leer bleibt und man seine Gedanken einfach nicht von dem toten Hund lösen kann. Bertchen fehlt uns sehr und auch wenn wir wussten, dass sie nicht ewig leben wird, ist ihr Tod und auch die Dinge, die darauf folgten, eine schmerzende Wunde, die wohl nur langsam heilen wird. Wir waren von den vielen Zuschriften all derer, die Bert gekannt haben, überrascht und möchten uns ganz herzlich für eure Anteilnahme bedanken. Es wird kein anderer Hund die nun entstandene Lücke füllen können und so werden wir unsere Liebe und Kraft nun auf den Rest der Bande verteilen.

Gestern sind nochmal zwei liebe kleine Hundchen aus Spanien bei uns angekommen. Mozart, das letzte Kind von Koral, und der wirklich winzige Lucero. Der arme kleine Junge ist sehr verschüchtert und ich habe ihn ganz lange auf dem Arm herumgetragen, bis er sich wenigstens etwas sicherer fühlte. Hunde, die ihn in Ruhe lassen, machen ihm keine Probleme, es sind die Menschen. Wir wissen nicht, was er Schlimmes erlebt hat, es hat ihn auf jeden Fall sehr vorsichtig gemacht. Renate und Gabi haben den Wicht nun zu ihren Kleinen gepackt und wir hoffen, dass er sich dort einiges abgucken kann. Eigentlich hätte Lucero zu Heike gesollt, sie hat jedoch diesesmal leider umsonst auf ihren Pflegi gewartet. Manchmal muss man einfach vor Ort entscheiden, denn Heikes eigene, ganz liebe, aber auch sehr aktive Hundedame hätte den winzigen, verschüchterten Jungen sicherlich überfordert. Natürlich werden wir auch für Heikes Mädchen einen passenden Kumpel finden. Wir haben unsere Fühler schon ausgestreckt!

Wir wollen euch einige Fotos von den Süßen zeigen. Solche Fotos bekommen wir auch aus der Protectora. Da wir immer nach Dringlichkeit aussuchen, haben wir nicht gefragt, wie groß Lucero eigentlich ist. Wie sehr man sich verschätzen kann, seht ihr jetzt!

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07.08.2020

Es ist so gekommen wie wir es schon vermutet hatten. Bert ging es heute morgen nicht besser und so haben wir ihn zum Tierarzt gebracht und sein Blut untersuchen lassen. Der Zucker war im Keller und deshalb bekam unser Bertchen erstmal eine Infusion. Leider verbesserte sich ihr Zustand nicht und nach zwei Stunden mussten wir einsehen, dass sie sich schon im Sterbeprozess befand. Wir haben ihr auf die andere Seite geholfen und uns nach so vielen gemeinsamen Jahren tieftraurig von ihr verabschiedet. Bert blieb wie alle unsere eingeschläferten Hunde in der Tierarztpraxis und sollte eingeäschert werden. Ca. eine Stunde vor Praxisschluss wurden wir dann darüber unterrichtet, dass wir unseren toten Bert bitte wieder abholen sollten, der Bestatter weigerte sich nämlich, UNSEREN Hund zur Einäscherung zu bringen und die Kühltruhe sei kaputt, man könne den Hund deshalb nicht dort behalten. Was wie ein makaberer Witz klingt, ist uns heute tatsächlich so passiert. Innerhalb einer Stunde einen neuen Bestatter zu finden, der dann auch noch rechtzeitig vor Praxisende (Wochenende) das tote Tier abholt, ist fast unmöglich. Sich mit so etwas zu befassen, ist mit einer stark angeschlagenen Gemütsverfassung noch schwieriger. Wir wissen nicht, was wir davon halten sollen und hätten so etwas auch nicht für möglich erachtet. Leider lernt man immer noch dazu.

Wir wünschen Bert eine gute Reise, sein Leben war glücklich und schön. Die Spielchen, die man mit ihrer toten Hülle veranstalten möchte, kümmern sie nicht mehr und auch wir haben uns von dem Gedanken frei gemacht, dass man uns damit verletzen kann. Run free, lieber Bert!

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05.08.2020

Die Hitze macht uns allen zu schaffen. Leider hat es jetzt wieder einmal unser altes Bertchen erwischt. Sie kann kaum noch laufen und hat schlimmsten Durchfall, Futter verweigert sie total und mittlerweile braucht sie auch hochdosierte Schmerzmittel. Wir haben uns fest vorgenommen, sie gehen zu lassen, wenn sie keine Lebensqualität mehr hat. Noch sind wir uns nicht sicher, aber es könnte sich jetzt in diese Richtung entwickeln. Wir hatten bei Bert in den letzten Monaten schon öfters mal daran gedacht, sie hatte so gar keine Lust mehr auf irgendwas, hatte Schmerzen in den Knochen und dann ist sie am nächsten Tag aufgestanden, als ob nie etwas gewesen wäre. Natürlich wird man immer in der Hoffnung leben, dass das ewig so weiter geht, die Realität ist eine andere. Bert ist uralt und krank war sie noch nie, sie hatte ein tolles Leben. Wir hoffen, dass sie noch etwas bei uns bleibt.

Der Rest der Bande springt abends auf der Pferdeweide herum, die Kriebelmücken interessieren sie nicht und so haben sie Spaß und können sich mal so richtig austoben. Während der Hitze liegen sie natürlich alle nur in den Ecken rum. Wir beneiden all die Hundehalter, die einen See in der Nachbarschaft haben. Kein gefährliches Gewässer, an dem man Angst um seine Nasen haben muss, einfach einen schönen schattigen See, an dem sich Hundefreunde treffen und die Tiere sich beim Spielen abkühlen können. Meine Freundin schreibt mir immer aus Meck-Pom und natürlich kann man sie um die dortige Natur wirklich beneiden. Die Kehrseite ist allerdings, dass dort nicht jeder einen gut bezahlten Job bekommt. Wer sich, vielleicht als Rentner oder Selbständiger, so etwas leisten kann, der hat das große Los gezogen. Die Häuser sind billig, die Grundstücke riesig, ein See neben dem anderen und das Meer ist auch nicht weit weg. Klingt für mich wie Urlaub! Hätte ich ein Wohnmobil, ich wäre schon weg!

Tatsächlich hängen wir hier fest und warten auf meinen OP-Termin. Die Krankenhäuser sind leer und obwohl wir nur einen oder zwei Corona-Erkrankte in unserem Kreis haben, werden gleich in mehreren Krankenhäusern Betten für Corona-Patienten vorgehalten. Meine OP muss warten, wie lange, hat mir keiner gesagt und da es eine dringende OP ist, die schon vor Monaten für Anfang August geplant war, verstehe ich es auch nicht so ganz. Eine Nachfrage im Krankenhaus war auch sehr unergiebig, man konnte mir nicht einmal sagen, wer der zuständige Ansprechpartner ist, ich sollte mich an meinen Arzt wenden - leider kommt der auch nicht weiter und vertröstet mich von Woche zu Woche. Private Planungen sind nicht möglich und die Angst sitzt mir im Nacken. Ich verstehe das System nicht, kranke Menschen werden nicht operiert, weil die Betten für Corona-Patienten, die vielleicht irgendwann mal kommen könnten, benötigt werden? Kurzarbeit im Krankenhaus, während nicht versorgte Patienten sterben? Das scheint mir falsch zu sein und erklären kann es mir auch keiner.

Die Corona-Krise verlangt uns einiges ab und langsam werde ich sehr nervös. Unseren Hunden geht es auch nicht besser, wir bekommen auch keine Termine mehr für unsere hündischen Notfälle. In der letzten Woche wurde tatsächlich eine Patientenbesitzerin telefonisch abgewiesen, obwohl sie schilderte, dass das alte Tier stocksteif war und Schmerzen hatte. Es bestand der Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall und man meinte, dass ein Termin in 3 Tagen auch noch ok sei. Heute wurde mir berichtet, dass eine Tierärztin bei einem Verdacht auf Räude kein Hautgeschabsel gemacht hätte, da sie dafür den absolut netten und gut erzogenen Hund in Narkose hätte legen müssen! So ein Blödsinn...

Einen jungen und gesunden Hund für eine Zahnbehandlung zuerst in Narkose zu legen und dann so nebeinbei zu erwähnen, dass der Hund an der Narkose auch sterben kann, halte ich persönlich auch für eine nicht zumutbare Art von 'Beratung'. Da ich in den letzten Wochen ständig wegen solcher Dinge angerufen werde und sie mir auch selbst passieren, bin ich sehr verunsichert. Ganz sicher müssen wir Sicherheitsmaßnahmen einhalten und natürlich können wir nicht alle dicht an dicht im Wartezimmer sitzen, einen Patienten allerdings in der prallen Sonne ewig lange auf ein Rezept oder auf eine Auskunft warten zu lassen, halte ich für unverschämt. Kranke Menschen oder Tiere sind auf Hilfe angewiesen, Corona hat daran nichts geändert. Dass die Qualität der Behandlung darunter leidet, kann ich nicht nachvollziehen, dass Helferinnen unfreundlich und pampig werden, verstehe ich ebenfalls nicht. Gerade jetzt ist Solidarität gefragt. Sich profilieren zu müssen, bloß weil man an der Terminvergabe sitzt, lässt auf einen schlechten Charakter schließen, nicht auf Kompetenz. Wir werden zukünftig solche Ärzte meiden - für uns und unsere Tiere!

 

03.08.2020

Die Palette war so voll, dass sie gerade so in den LKW gepasst hat, jetzt ist sie unterwegs und wird sicherlich noch vor Ende der Woche in Spanien eintreffen. Ganz herzlichen Dank an all die Spender, die mitgeholfen haben, dass hungrige Mäulchen satt werden!

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Die neue Palette liegt schon bereit und wir hoffen, dass sie im August noch voll wird. Die Situation in Spanien ist nicht besser geworden und das, was wir befürchtet hatten, ist genauso eingetreten. Die Touristen bleiben bis auf die Partygänger aus und die Tierheime sind überfüllt. Den Spaniern fehlt das Geld, viele sind arbeitslos und entledigen sich zuerst einmal der Haustiere.

Am Samstag erwarten wir Mozart und Lucero, Mozart wird eine private Pflegestelle in Spanien frei machen und Lucero darf endlich das Tierheim verlassen. Wir freuen uns für die Wichte, sie sind dann in Sicherheit.

Von Rose haben wir keine schönen Nachrichten bekommen, die kleine 'Motte' kam wieder zu uns zurück und hofft nun auf ein Zuhause, in dem sie entweder als Einzelhund oder mit einem 'spielerfahrenen' Zweithund leben darf. Tatsächlich ist niemand an der blöden Situation schuld, Motte ist sehr verspielt und hat Edgar, der eher ein ruhiges Wesen hat, abgenervt. Zum Schluss war der arme Junge so nervös, dass ihm Haare ausgegangen sind. Das muss nicht sein und deshalb haben wir mit den Haltern entschieden, dass Motte wieder zu ihrer ehemaligen Pflegestelle zurückgeht. Das lief alles ganz unproblematisch ab, Motte hat die Vermittlung wohl als Urlaub gesehen und sich wieder nahtlos eingefügt. Mit Leo hat sie einen Spielgefährten, dem das Toben Spaß macht. Die beiden sind glücklich miteinander und der arme Edgar ist sichtlich erleichtert. Für Motte suchen wir also wieder ein neues Zuhause, entweder als Einzelhund bei Menschen, die sie auslasten oder als Zweithund bei einem Spielgefährten, der sich nicht von ihr unterbuttern lässt und sich getraut, auch mal NEIN zu sagen. Motte ist ein toller, ganz lieber und verträglicher Hund, sie mag alles und ist neugierig und verspielt. Sie ist kein Nervenbündel, dass den ganzen Tag Action braucht, sie aber 10 Stunden in ein Büro zu packen oder zu denken, dass sie mit 2 kleinen Spaziergängen am Tag glücklich ist, ist abwegig. Wir fänden es toll, wenn sie wieder einen Kumpel bekäme. Dieser sollte dann aber ein gestandener Hund sein, der nicht nur nach Motties Pfeife tanzt. Auch Herrchen/Frauchen sollten sich nicht um die Pfote wickeln lassen, denn Motte ist supersüß, hübsch und kuschelig, sie ist aber auch schlau und weiß, wie man seine Dosenöffner dazu bringt, ihr ein Krönchen aufzusetzen! :)

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aktualisiert am 27.10.2020

 

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