Phönix-Tagebuch

Hallo an alle Freunde, Mitglieder und Gönner der Tierhilfe Phönix e.V. sowie an alle, die an unserer Tierschutzarbeit interessiert sind.

Wir haben jeden Tag so viele unterschiedliche Dinge für den Verein zu tun und es passiert so viel, dass wir euch hier alle etwas an unserer Arbeit teilhaben lassen.

Hier könnt ihr mitverfolgen, was bei uns so los ist.

Jeden Monat versenken wir die alten Tagesberichte im Archiv. Dort könnt ihr, wenn ihr wollt, nochmal nachlesen, was so passiert ist.
 


 

26.09.2022

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In diesem Jahr darf die Tierhilfe Phönix e.V. bei der VETO-Futterhilfe mitmachen. Es wird ein ganzer Truck voll mit Futter für die notleidenden Tiere in der Protectora Villena und dem angrenzenden Umland mit vielen kleinen Tierheimen, Tierauffangstationen und natürlich auch registrierten Futterplätzen usw. gesammelt. Wir möchten euch bitten, euch daran zu beteiligen. Nur mit der Hilfe tierlieber Menschen können wir es schaffen, genügend Futter für die kalten Wintermonate zu sammeln. Unser Netzwerk versorgt auch die vielen kleinen Organisationen, die die Tiere im Umland von Villena/Alicante am Leben erhalten. Ohne große Spendenaktionen schaffen wir es nicht mehr, alle bedürftigen Tiere zu versorgen. VETO hilft uns dabei, die Not der Tiere aufzuzeigen und gibt uns gleichzeitig die Möglichkeit, sie zu bekämpfen. Mit euren Spenden können die Tiere den Winter überstehen und vielleicht sogar ein neues Leben in Deutschland beginnen. Ich weiß, dass viele von euch Hunde oder Katzen aus Spanien übernommen haben. Ihr wisst, wie groß die Not der Tiere ist. Bitte helft auch weiterhin mit, die schlimmste Not zu lindern. Mit einer Futterspende könnt ihr Leben retten!

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24.09.2022

In unserem Garten befinden sich außer unseren Tieren natürlich noch unzählige andere Mitbewohner. Einige sind klein und wir sehen sie wahrscheinlich nie, andere sind bunt und auffällig, manchmal haben wir sie schon für euch fotografiert, wieder andere sind nur nachts oder in den späten Abendstunden unterwegs und wir können sie nur mit unserer Nachtsichkamera festhalten. Dass in unserem Sommerflieder ein altes Taubennest ist, wussten wir schon lange, dass es aber von einem Tierchen bewohnt wird, war uns neu. Die Hunde haben gebellt und waren sehr aufgeregt, Ron hüpfte sogar vom Gemüsehochbeet auf die Wassertonne, um dichter an das Nest heranzukommen. Wenn so etwas wichtiges zu sehen ist, sind natürlich alle Hunde alarmiert und ich sehe mir das gerne auch mal an. Unter dem Baum stehend sah ich nur, dass das Nest eindeutig bewohnt war, bei genauerem Hinsehen bemerkte ich ein kleines Gesichtchen, was auf mich herabblickte. Kleine durchscheinende Öhrchen und ein pelziges Frätzchen. Offensichtlich hatte sich ein Babykätzchen auf unseren Busch gerettet und es sich im ehemaligen Taubennest gemütlich gemacht. Uwe holte also sofort die Leiter, um den kleinen Gast sicher auf den Boden zu bringen. Nach Besteigen der Leiter zückte er sein Handy machte ein Bild und und sagte nur "Wir sollten ganz schnell die Hunde einsperren und ich verschwinde hier auch besser". Tja, auf dem Foto konnten wir dann sehen, dass es sich nicht um ein kleines Kätzchen, sondern um einen ausgewachsenen Marder handelte. Er war sicher nicht in einer verzweifelten Lage, sondern sicherte mit einem Blick aus dem alten Taubennest sein Terrain. Die Hunde konnten nicht zu ihm hinauf, er war aber in der Lage, ganz locker und seelenruhig über den Busch den Zaun und das Nachbargrundstück mit vielen Hühnern und Tauben zu erreichen... Tja, auch das ist einer der Bewohner unseres Gartens. Wir werden ihn nicht verscheuchen, hoffen aber, dass er sich bald ein neues Revier suchen wird.

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22.09.2022

Wir haben für eine liebe Freundin, die drei kleine süße Hundchen von uns übernommen hat, ein passendes Geburtstagsgeschenk gesucht. So einfach war das gar nicht und so haben wir mal vorsichtig nachgefragt, ob es vielleicht eine Wunschliste gibt. Die gab es tatsächlich und so wurde uns verraten, dass sie sich eine Fahrradklingel für ihr neues Bike wünschen würde. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wieviele unterschiedliche Klingeln es gibt. Leider gefiel mir keine davon. Als ich schon aufgeben wollte, sah ich, dass eine Frau aus Kiel Klingeln bemalt hatte. Es gab Wale, Leuchttürme, Vögelchen usw. Ich rief sie also an und fragte mal ganz vorsichtig nach, ob sie vielleicht auch nach einem Foto drei kleine Hundchen auf die Klingel malen könnte. Das Ergebnis seht ihr hier:

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Ich finde diese Fahrradklingel ganz wunderschön und Silke liebt sie ebenfalls! Vielleicht sucht ihr ja auch noch nach einem ausgefallenen Geschenk für einen lieben Menschen? Ich habe Anna aus Kiel gefragt und sie hat uns erlaubt, für sie ein wenig Werbung zu machen. Seht euch ihre Sachen doch einfach mal an. Sie sind alle wunderschön!

www.annas-atelier-kiel.de/geschenkideen

 

20.09.2022

Zwei anstrengende Tage liegen hinter uns, aber jetzt sind wir mit allen Sachen des Shops und allem, was wir für die Feste brauchen, umgezogen. Es war etwas Fahrerei und Uwe hat viel geschleppt, aber der Raum ist toll und wir sind sehr froh, dass alles so reibungslos geklappt hat.

Außerdem ist etwas passiert mit was wir gar nicht mehr gerechnet hatten. Unser Tierschutzbus ist nach einer größeren Reparatur nun doch für 2 Jahre über den TÜV gekommen! Wir sind wahnsinnig glücklich darüber, in 2 Jahren sehen wir dann weiter.

Hier jetzt noch etwas für Insider. Der Herr, der Leute anruft und fleißig Märchen über uns erzählt, ist in die Falle getappt. Als er versuchte, uns 'unseren' Raum, der sich vermeintlich in Rheindürkheim befinden sollte, beim 'Vermieter' madig zu machen, waren wir schon längst fleißig am Ausräumen und stellten die ersten Regale in unserem tatsächlichen neuen Raum wieder auf. Es scheint ihm nicht bewusst zu sein, dass er sich mit seinen Erzählungen strafbar gemacht hat. Bei seinem Register dürften allerdings 2 oder 3 Anzeigen mehr den Kohl auch nicht mehr fett machen. :)

Offenbar lesen einige unserer Mitglieder bei ihm mit, sie unterrichten mich natürlich immer, wenn er wieder einmal etwas Nettes über eine "Frau aus A.... bei Alzey" geschrieben hat, die Arme wird als "Drecksvotze" (mit 'V' :-)) tituliert - wobei sich immer Rechtschreibfehler einschleichen - der Krebs soll sie holen usw. Manchmal schreibt er sogar schon fast den Namen, traut sich aber dann wohl doch nicht und kürzt mit E...h ab. Seine winzige Klientel kommentiert solche geistigen Ausfälle dann mit einem Daumen hoch oder irgendwelchen Kommentaren. Wir grinsen und schütteln den Kopf über dieses Gossen-Niveau. Ganz unten. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Was kümmert es die Eiche, wenn sich die Wildsau an ihr schubbert... so sagt man bei uns!

 

18.09.2022

Aus einer kleinen Sache kann manchmal ein großes Problem erwachsen. Die Katze ist irgendwie entwischt und man versucht sie wieder einzufangen. Glücklicherweise verschwindet sie in Nachbar's Garage und könnte dort eingefangen werden, wäre nicht plötzlich der Nachbar vor Ort und würde die Katzenbesitzerin am Arm aus der Garage zerren. Sie hätte dort nichts verloren usw., ein Wort gibt das andere und so werden wir und die Polizei gerufen. Deeskalation ist das Wort der Stunde und natürlich sind wir und die Polizei darin geübt. "Nur die Leute vom Tierschutz dürfen in die Garage"... ok, also versuchen wir die verschreckte Katze einzufangen. Die überlegt nicht lange und will sich in den Unterboden eines BMW verkrümeln. Also sofortiger Abbruch der Aktion und nach Hause fahren, um die Katzenfalle zu holen. Es regnet in Strömen und so warten wir klitschnass vor der Garage, dass sie endlich aufgemacht wird und die Falle gestellt werden kann. Die Polizei ist natürlich längst abgerückt und wir sind auf uns alleine gestellt.

Wieso die Menschen so wenig nett miteinander umgehen, wissen wir nicht und warum man uns mit dummen Sprüchen kommen muss, verstehen wir ebenfalls nicht. "Mir ist es egal, was sie mit dem Vieh machen, wegen mir können sie es an die Wand nageln!" So etwas ist nicht besonders nett oder gar hilfreich und auch ein lachendes "Ziehen sie sie doch am Schwanz unter dem Auto raus..." ist dumm. Dass man offenbar keine Tiere mag, ist längst bei uns angekommen, dass es zudem auch Vergnügen macht, eine völlig aufgelöste Nachbarin zu haben, die vor lauter Sorge und Tränen im Gesicht schon lange fassungslos und völlig hilflos im Regen steht, scheint ebenfalls eine gewisse Befriedigung zu verschaffen. Wir sind mittendrin und müssen versuchen, eine Lösung zu finden, die für das Tier sinnvoll ist. So etwas ist anstrengend und dazu absolut unnötig. Unser Samstag war ruiniert und alle unsere Pläne über den Haufen geworfen.

Man fragt sich: wieso konnte der Garagenbesitzer die Frau nicht einfach nach der Katze sehen lassen, wieso musste die Polizei anrücken? Die Sache hat natürlich ein gutes Ende gefunden, die Katze ist wieder daheim und die dankbare Besitzerin hat sich bei uns mit einer Spende und einer Flasche Sekt bedankt. Ende gut - alles gut? Für uns und für die Katze sicher, doch ob sich die Nachbarn weiterhin bekriegen ist ungewiss - noch steht die Drohung einer Anzeige wegen Hausfriedensbruchs im Raum...

 

16.09.2022

Unser lieber kleiner Tomás (die Pflegestelle hat ihn Felix getauft) wird nun zu seiner neuen Familie umziehen. Wir freuen uns sehr für den kleinen Jungen und hoffen, dass er ein wunderbares Leben führen darf. Wir haben jedenfalls alles erdenkliche dafür getan und eine wirklich tolle Familie für ihn gefunden.

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Nun liegt es nicht mehr in unserer Hand. Es ist immer schwer, die Hunde gehen zu lassen und es wird nur leichter, wenn man sicher ist, dass die neue Familie perfekt zu passen scheint. Ganz genau weiß man es natürlich nie. Mit Vorkontrollen und langen Gesprächen versucht man herauszufinden, ob wirklich alles optimal ist, trotzdem kann man den Menschen nur vor den Kopf und nicht hinein sehen. Wir haben extrem wenige 'Rückläufer' und dürfen uns keinesfalls beschweren. Die gründliche Vorarbeit trägt Früchte und es ist mehr als selten, dass wir einen unserer Schützlinge wieder zurückbekommen. Trotzdem ist es vor ca. 6 Wochen passiert und seit dieser Zeit lebt Sira nun wieder bei uns. Sie ist schon 11 Jahre alt und hat natürlich kaum noch Chancen auf eine neue Familie, also ist sie bei uns geblieben. Die Impfungen hatte man in den letzten Jahren vergessen und auch die Zähne waren nicht gemacht, wir haben sie zuerst einmal gebadet und dann die langen Krallen geschnitten... So etwas ist traurig und für uns unverständlich. Dass ich so etwas nie erwartet hätte, brauche ich sicher nicht zu betonen - umso entsetzter waren wir. Was genau passiert ist, wissen wir nicht, aber es hat keinen Sinn nachzufragen, die Situation würde es nicht ändern.

Es ist eine verzwickte Sache, natürlich wollen wir Hunden eine zweite oder auch dritte Chance geben. Wenn es nicht geklappt hat, obwohl man sich wahnsinnig viel Mühe gemacht hat, dann ist man nicht nur fürchterlich frustriert, sondern weiß auch, dass man eigentlich nicht in der Lage ist, die Verantwortung für all diese Lebewesen zu tragen. Wir haben so viele Hunde vermittelt, was machen wir, wenn gleich mehrere zurückgegeben werden? Wir können doch nicht alle bei uns aufnehmen und behalten, aber wer sucht schon nach einen 10 oder 12 Jahre alten Hund? Die wichtigste aller Fragen ist allerdings - wie fühlt sich das für das Tier an? Natürlich haben wir vor vielen Jahren im besten Glauben vermittelt, aber manchmal ändern sich die Verhältnisse, die Menschen verlieren das Interesse, haben nicht mehr die finanziellen Mittel oder trennen sich, sterben oder es passiert sonst etwas Unvorhergesehenes. Wir können nicht jede Situation erahnen und natürlich können wir auch nicht alles wieder geraderücken. Dieses alte Mädchen ist nun schon so lange bei uns und erst jetzt, nach über 6 Wochen, taut sie langsam auf. Das Rudel muss versuchen, die alten Wunden zu heilen. Wir wissen nicht, was eigentlich passiert ist, wir spüren nur, dass es ihr wohl nicht so ergangen ist, wie wir uns das für sie gewünscht hätten.

Im Laufe der Jahre lernt man einiges dazu und so haben wir auch gelernt, dass es nicht besonders zielführend ist, unzählige Hunde nach Deutschland zu holen, um sie hier zu vermitteln. In den letzten Jahren sind unsere Vermittlungsquoten stark zurückgegangen, dafür ist unsere Hilfe in Spanien massiv gestiegen. Wir haben uns umstrukturiert und dadurch leider auch Mitglieder verloren. Nicht jeden Tag neue kleine Hundchen auf der Homepage zu haben, wirkt sich massiv auf die Anzahl der Klicks und Leser aus. Wir haben natürlich trotzdem weitergemacht und uns nicht beirren lassen. Was Corona allerdings mit uns gemacht hat, war unvorhersehbar und jetzt kommt noch eine nicht leicht zu schulternde Wirtschaftskrise dazu. Jeder will überleben und es wird an allen Ecken gespart, für den Tierschutz ist immer weniger Geld da und auch wir merken das täglich. Ob wir in Zukunft noch so weiterbestehen können, ist fraglich. Ohne Unterstützung schaffen wir es sicher nicht und natürlich werden wir ja auch nicht jünger. Der Verein hat massive Nachwuchsprobleme und obwohl wir jahrelang versucht haben, Aufgaben zu delegieren, hat das noch nie besonders gut geklappt. Die meiste Arbeit hängt letztendlich an uns und ehrlich gesagt, so viel Kraft und Energie wie vor 40 Jahren haben wir heute nicht mehr. Wir werden sehen, wie sich das in den nächsten Wochen entwickelt, ewig kann es so nicht weiter gehen.

 

14.09.2022

Noch immer sind wir auf der Suche nach einem passenden Raum, in dem wir unsere ganzen Sachen von unseren Festen sowie den Warenbestand des Phönix-Shops lagern können. Der Raum muss mausfrei und sauber sein und beides zusammen scheint es im Augenblick nicht zu geben. In den nächsten Tagen wollen wir uns nochmal etwas in Rheindürkheim ansehen. Das wäre zwar recht weit von uns weg, aber besser als gar nichts. Da unser alter Raum schnellstmöglich vermietet werden soll, haben wir nur noch wenige Tage Zeit etwas zu finden und es gestaltet sich bei weitem schwerer, als wir gedacht haben.

Unsere Pferdchen machen uns zur Zeit ebenfalls große Sorgen. Shantar geht es, nachdem er an Silvester gestürzt ist, immer schlechter. Er hat massiv an Gewicht verloren und zu dem ehemals diagnostizierten Beckenbruch kommt jetzt noch dazu, dass der Bub sich dabei offenbar auch eine Verletzung der Halswirbelsäule zugezogen hat. Er ist wohl gestiegen und unglücklich nach hinten umgefallen. Jetzt ist es sinnlos, sich darüber noch Gedanken zu machen, der Schaden ist da und wir können nichts mehr tun. Was Böller an Silvester anrichten können, sehen wir jetzt. Diese Pferde hatten bei uns ein wunderbares und friedliches Leben, jetzt hat die Dummheit einiger Weniger ihnen Schmerzen und Leid verursacht. Das Verbot von Böllern hat am letzten Jahreswechsel dazu geführt, dass sich viele Menschen im Ausland mit riesigen Batterien an Spengkörpern versorgt haben. Der letzte Silvester war der schlimmste, den wir je erlebt haben. Unsere Pferde waren irre vor Angst und unser altes Stutchen brach mehrfach auf der Koppel zusammen, sie hatte Krampfanfälle.

Die so bei beiden Pferden entstandenen Verletzungen lassen sich nicht mehr reparieren und obwohl wir gehofft hatten, dass es in den Sommermonaten auf der Weide bestimmt besser werden würde und vielleicht auch ausheilen könnte, müssen wir nun einsehen, dass alle unsere Hoffnungen umsonst waren. Wir werden morgen die Tierärztin nochmal anrufen und eine endgültige Entscheidung treffen. Es bricht uns das Herz, aber der nächste Winter ist im Anmarsch und Shantar kann einfach nicht mehr richtig gehen. Wenn er stürzt, kommt er nicht mehr vom Boden hoch. Seine Mutter hat seit Silvester immer wieder epileptische Anfälle und da wir nicht permanent auf der Koppel sein können, bekommen wir nicht mit, ob sie vielleicht gerade in den Elektrozaun gefallen ist oder hilflos und schwer verletzt irgendwo liegt. Wir möchten die ganze Situation nochmal mit einem Tierarzt besprechen und ausloten, ob es vielleicht doch noch eine kleine Chance gibt. Wenn nicht, werden wir jetzt eine Entscheidung treffen müssen. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, vor dem wir so viele Jahre Angst gehabt haben. Ich denke, dass wir nun unsere beiden Pferde gleichzeitig verlieren werden.

 

12.09.2022

Wir möchten uns ganz herzlich für die vielen Futterspenden bedanken, die wir uns wieder einmal beim Fressnapf abholen durften. Nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch die Kunden sammeln seit langer Zeit für die Tiere in Not und so kommt immer mal wieder eine wirklich große Menge von dringend gebrauchten Dingen zusammen, die wir abholen dürfen. Wir freuen uns sehr über die tolle Hilfe und sagen wieder einmal ganz herzlich DANKE an die Belegschaft und die Kunden für jede Menge Futter sowie Spielzeug, Decken, Körbchen usw. Ohne Spenden können wir den Tieren in Not nicht helfen, ohne euch geht es einfach nicht!

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10.09.2022

Heute waren wir in Darmstadt-Griesheim auf der dortigen Windhundrennbahn zu Besuch. Es ist viele Jahre her, dass wir mit unseren Windhunden dort im Training waren und so haben wir uns sehr auf den Besuch einer Informationsveranstaltung gefreut. Das Wetter war leider nicht berauschend, aber wer es gewöhnt ist, mit seinem Hund bei Wind und Wetter unterwegs zu sein, dem haben die wenigen Regentropfen sowieso nichts ausgemacht. Es war etwas kühler, als wir uns das vorgestellt hatten und zum erstenmal haben wir wieder eine Jacke gebraucht. Für die Hunde war die Temperatur allerdings angenehm und wen der manchmal aufkommende Regen störte, der zog seinem Hundchen ein Mäntelchen über oder ging einfach mit ihm ins Clubhaus. Für leckeres Essen und auch für warme und kalte Getränke war gesorgt und natürlich gab es viele Stände, die den speziellen Bedarf der Windhunde deckten. Es gab Mäntelchen und Rennmaulkörbe, extra beite Windhundhalsbänder, Schmuck für die Besitzer und natürlich jede Menge netter Gespräche. So ein Treffen außerhalb des Renngeschehens ist für Tierfreunde eine willkommene Möglichkeit, Windhunde zu sehen, sich über die Tiere zu informieren und sie auf einem Freilauf auch mal in Aktion zu erleben. Die normalen Trainingszeiten auf der Bahn sind dafür weniger geeignet, weil die Hunde und Halter dann oft sehr beschäftigt sind und nur wenig Zeit für ein Schwätzchen bleibt.

Wir haben uns auf jeden Fall gefreut, wahnsinnig viele Galgos und Podencos aus dem Tierschutz zu sehen. Vor 30 Jahren waren Podencos eine absolute Seltenheit und auch Galgos sah man nicht oft. Heute waren sie sicherlich die größte Gruppe und die Windhunde, für die die Bahnen eigentlich einmal gebaut wurden, waren in der absoluten Unterzahl. Wir konnten trotzdem 4 herrliche Barsois (Russische Windhunde) sehen - einer davon stammte aus der Windhundhilfe und damit aus dem Tierschutz, wir sahen vereinzelt auch Greyhounds, die für Laien oft von den Galgos kaum zu unterscheiden sind. Ein gigantischer Irish Wolfhound brachte sogar Uwe ganz aus der Fassung. Dieser Hund war erheblich größer als eine Dogge und so sanft, dass man sich kaum von ihm trennen mochte. Natürlich haben wir auch Hunde der Tierhilfe Phönix getroffen, denn Donna und Eliza waren ebenfalls mit von der Partie. Wir haben die Besitzer der Tiere um Erlaubnis gebeten, die Bilder zu veröffentlichen und hoffen, dass ihr Spaß daran habt.

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08.09.2022

Unser mittlerweile antiquierter Tierschutz-Bus ist jenseits von Gut und Böse. So wie es aussieht, werden wir uns von ihm endgültig verabschieden müssen. Eine Reparatur wird sehr teuer und seinen Wert wohl bei weitem übersteigen. Wie wir nun an einen anderen Bus kommen sollen, wissen wir noch nicht. Fest steht allerdings, dass wir die im Augenblick aufgerufenen Preise nicht zahlen können. Selbst ein guter gebrauchter Bus ist so teuer, dass ich heute beim lesen der Angebote blass geworden bin. Es werden Preise für 6 Jahre alte Busse aufgerufen, die fast dem damaligen Neupreis unseres zweiten, mittlerweile 12 Jahre alten privaten Bus entsprechen. So etwas ist unrealistisch und wirtschaftlich nicht mehr interessant. Wir fragen uns, wie das nun weitergehen soll. Mit nur noch einem privaten Bus können wir zwar einen Teil unserer Tierschutzarbeit abdecken, aber wenn das Auto für unseren Gelderwerb genutzt wird, kann es nicht gleichzeitig für den Tierschutz unterwegs sein. Notfälle könnten nicht mehr angenommen und auch viele Transporte könnten nicht mehr übernommen werden. Das wäre mehr als schlimm und würde unsere Arbeit enorm beschneiden. Im Augenblick sind wir ratlos.

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06.09.2022

In den letzten Monaten haben wir euch oft von Vögeln berichtet, manchmal waren es Wildvögelchen und ab und zu auch gezüchtete Exoten. Als Tierschutzverein betreuen wir natürlich nicht nur Hunde, sondern kümmern uns auch um andere Tiere. Zur Zeit haben wir Ziegen und Schafe im Visir und hoffen, dass wir in Zusammenarbeit mit der Verwaltung auch hier eine tragfähige Lösung finden werden. Wir finden es bedauerlich, dass manche Behörden oft nicht ausreichend informiert sind und tatsächlich bei Tierschutzvergehen erwarten, dass sich der ortsansässige Verein meldet. Hinweise von anderer Stelle werden offenbar nicht beachtet und den Personen, die tierschutzrelevante Vorälle melden, wird fälschlicherweise mitgeteilt, sie müssten sich an den "zuständigen" Tierschutzverein vor Ort wenden. Das ist natürlich kompletter Blödsinn. Jeder, der ein Tierschutzvergehen bemerkt, kann dieses anzeigen. Es bedarf keines ortsansässigen Tierschutzvereins und natürlich sollte die Ordnungsbehörde umgehend reagieren und die Angelegenheit auch an das Veterinäramt weitergeben. Gar nichts zu machen, ist ein Dienstvergehen und natürlich werden wir so etwas nicht gutheißen und/oder unkommentiert lassen. Leider ist es uns in der letzten Zeit öfter passiert, dass Behörden untätig geblieben sind, obwohl wir Dinge gemeldet hatten, die durchaus nachzuverfolgen sind. Bei einer Nachfrage wurde mir gesagt, dass man ja nicht als untätig dastehen wolle, aber letztendlich doch alles "auf den großen Haufen" käme... So etwas geht natürlich gar nicht und deshalb habe ich mir angewöhnt, alle Vorgänge nach spätestens 2 Wochen nochmal auf Vorlage zu legen. Was viele Bürger nicht wissen, ist, dass wir natürlich ein Recht darauf haben zu erfahren, was die Behörden unternehmen oder unternommen haben. Die Aussage, dass keine Informationen gegeben werden dürfen, ist falsch. Richtig ist, dass wir seit 2008 das Informationsfreiheitsgesetz haben: "..Zweck dieses Gesetzes ist es, den Zugang zu amtlichen Informationen zu gewähren und die Voraussetzungen festzulegen, unter denen derartige Informationen zugänglich gemacht werden sollen. Es soll die Transparenz der Verwaltung vergrößern, die Möglichkeiten der Kontrolle staatlichen Handelns durch die Bürgerinnen und Bürger verbessern und damit die demokratische Meinungs- und Willensbildung in der Gesellschaft fördern." (Quelle: https://www.humanistische-union.de/thema/landesgesetz-ueber-die-freiheit-des-zugangs-zu-informationen-landesinformationsfreiheitsgesetz-lif/)

Seit 2016 wurden zwei rheinland-pfälzische Landesgesetze zusammengefügt, nämlich das Landesinformationsfreiheitsgesetz und das Landesumweltinformationsgesetz. Die Aufgaben des Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz (LfDI) wurden entsprechend ausgeweitet: Er berät nun auch zum Zugang zu Umweltinformationen. "Die Zusammenführung dieser beiden Gesetze macht es nicht nur den Behörden leichter, über Anträge zu entscheiden, sondern gewährt auch Bürgerinnen und Bürgern einen besseren Durchblick, welche Rechte auf Zugang zu welchen Informationen ihnen zustehen."
(Quelle: https://www.datenschutz.rlp.de/de/themenfelder-themen/landestransparenzgesetz/)

Gerne könnt ihr das alles mal nachlesen, es ist wirklich interessant, denn es ändert für den Bürger viel. Ihr könnt nun Auskunft verlangen und sie muss euch innerhalb von 4 Wochen gewährt werden! Natürlich gibt es auch Ausnahmen und es dürfte jedem klar sein, dass private Daten nicht abgefragt werden können, auch Banken sind natürlich außen vor. Dieses Gesetz erleichtert uns unsere Arbeit sehr, denn nun muss die Behörde nachweisen, inwieweit sie tätig geworden ist, das obligatorische "Dazu dürfen wir keine Auskunft geben" entfällt damit weitesgehend.

Wir möchten euch bitten, von der Möglichkeit, bei Behörden nachzufragen, Gebrauch zu machen. Wer schriftlich etwas angezeigt hat, kann innerhalb von 4 Wochen eine Antwort erwarten, darauf sollte man auch schon im Schreiben direkt hinweisen. Wer telefonisch mit der Behörde Kontakt hatte, kann ebenfalls nach dem Stand der Dinge nachfragen und muss eine Antwort erhalten. Behörden, die bei relevanten Sachverhalten untätig bleiben, machen sich eines Dienstvergehens schuldig. So etwas sollte man nicht auf sich beruhen lassen! Gerade im Tierschutz zählt oft jeder Tag und es ist nicht nachzuvollziehen, wieso z.B. bei verletzten Tieren nicht umgehend agiert wird. So etwas könnte man ggf. schon als Mittäterschaft sehen, wir gehen mal davon aus, dass keine Behörde sich so etwas nachsagen lassen will oder aber es ggf. vor dem Landrat oder gar dem zuständigen Minister rechtfertigen möchte.

 

05.09.2022

Irgendwie haben wir es gewusst, trotzdem ist es für uns schlimm gewesen, als der Anruf der Tierarztpraxis kam und uns darüber in Kenntnis setzte, dass der kleine Kongo-Papagei es nicht geschafft hat. Er ist am Sonntag trotz aller Versuche, ihn am Leben zu halten, gestorben. Das ist das traurige Ende eines kurzen Papageienlebens. Kongo-Papageien können älter als 60 Jahre werden und wenn man das weiß, ist es noch schlimmer, dass hier ein Leben so sinnlos zerstört wurde. Schuldige zu suchen, ist nicht unbedingt zielführend, denn jetzt ist sowieso alles zu spät.

Wir würden uns wirklich wünschen, dass Exoten nicht so einfach zu erwerben wären. Sie sind sehr speziell und nicht besonders robust, oft können schon kleinste Fehler großes Tierleid heraufbeschwören. Dem kleinen Papagei konnte niemand mehr helfen, seine Leber war auf dem Röntgenbild gar nicht mehr sichtbar. Wir hoffen, dass wir den beiden Ziegensittichen, die sich mittlerweile in unserem Besitz befinden, ein schönes Leben geben können. Zur Zeit geht es ihnen nicht besonders gut und wir bemühen uns wirklich nach Kräften, dass es ihnen bald besser geht.

Da wir immer mal wieder Vögel gebracht bekommen, würden wir uns darüber freuen, wenn jemand noch eine Voliere oder einen großen Papageienkäfig abzugeben hätte. Wir haben ja bekanntermaßen einen großen Bus und können so etwas auch problemlos abholen.

Die beiden Paletten mit Futter, die letzte Woche auf die Reise in die Protectora gegangen sind, sind mittlerweile in Villena angekommen. Leider hat die Spedition das Futter nicht, wie abgesprochen, vorher telefonisch angekündigt, sondern ist einfach zum Tierheim gefahren. Der Fahrer hat dort ein Schild gesehen, das darauf hinweist, dass in Villena die Festwoche beginnt und das Tierheim deshalb vier Tage für Besucher geschlossen ist. Er ist einfach wieder weggefahren. Heute bekomme ich dann die Nachricht, dass das Futter nicht zugestellt werden kann. Für uns heißt das doppelte Zustellgebühren.

Natürlich sind wir damit nicht einverstanden und haben die Spedition angeschrieben. Wir wissen jetzt, dass das Futter in Villena in einem Lager untergebracht wurde, ob und wann es ausgeliefert wird, wissen wir noch nicht. So etwas ist mehr als ärgerlich und um solche Dinge zu vermeiden, geben wir natürlich immer die Telefonnummern von Ansprechpartnern an. Wie gut das klappt, habe ich letzte Woche selbst erlebt. Der Fahrer sollte uns mindestens eine Stunde vor Ankunft in Armsheim anrufen. Er rief an und informierte mich, dass er jetzt vor meiner Tür stehe... Andere Fahrer haben aber auch schon gar nicht angerufen und es darauf ankommen lassen, ob jemand daheim ist. Dass Paletten umfallen und unsere Futtersäcke kaputt auf der Straße liegen, scheint ebenfalls normal zu sein auch dass man sich dann sagen lassen muss, dass Paletten zu schwer seien, die nicht einmal 300 kg wiegen usw. Es wird wirklich immer schlimmer und beschweren können wir uns nicht. Wir sind unendlich glücklich, dass wir überhaupt jemanden haben, der uns die Sachen transportiert. Tatsächlich sind wir mehr als dankbar, denn ohne diese Transporte würden unsere Tiere verhungern, da nimmt man auch mal in Kauf, die Paletten neu aufzusetzen und die Säcke eben wieder zuzukleben - Was soll's! Die Zeiten haben sich eben geändert und Jammern bringt hier nichts.

 

03.09.2022

Nun haben wir von der Familie die uns den Kongo-Papagei überlassen hat, auch noch zwei Ziegen-Sittiche bekommen. Die Henne ist auf einer Seite lahm, sie hat Schmerzen. Das Beinchen ist nicht in Ordnung und der Flügel hängt. Bei beiden Tieren waren die Nägel extrem lang und mussten sofort gekürzt werden. Die Tiere bleiben damit überall hängen und können sich natürlich verletzen... Nun, das ist das wenigste. Die Einstreu war falsch, der Käfig zu klein und das Futter nicht ok, zudem traktierte der Hahn die Henne, sie konnte in dem kleinen Käfig nicht ausweichen und ist komplett erschöpft. Die Halter sind Raucher, tatsächlich riecht man das an den Vögeln. Eigentlich haben die Vogelbesitzer alles so gemacht, wie es ihnen im Geschäft gesagt wurde und ich weiß wirklich nicht, ob man die Schuld für so etwas deshalb nur bei den Besitzern der Vögel suchen kann. Die Geschäfte, die solche Tiere abgeben, sind am Verkauf interessiert, doch ob es sich tatsächlich um Fachpersonal handelt, bezweifle ich stark. Für mich ist es unfassbar, dass die beiden Sittiche mit solch dürftigen Informationen abgegeben wurden. Wie sehr die Tiere unter falschen Haltungsbedingungen leiden, können wir nur erahnen.

Jetzt dürfen sie erstmal noch nicht zu den anderen Vögelchen, sie sitzen im Quarantänebereich und das für 4 - 6 Wochen. Danach werden sie Bekanntschaft mit anderen Sittichen machen und ein neues Leben beginnen. Wir sind mehr als glücklich darüber, dass die ehemaligen Halter die Tiere abgegeben haben. Nicht jeder ist so vernünftig und sieht ein, dass es manchmal einfach nicht passt. Tatsächlich ist es bei diesen Menschen kein böser Wille, sondern einfach nur zu wenig Erfahrung und der Wunsch, einen Exoten sein Eigen zu nennen. Wir können nur Hilfestellung anbieten, mehr können wir nicht tun. Es ist wirklich nicht einfach für uns...

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01.09.2022

Nun sind sie wieder dort wo sie hingehören, in Freiheit. Beide Sittiche waren lange bei uns und sind gründlich auf die Freiheit vorbereitet worden, es war ein wirklich schöner Moment, sie aus der Box fliegen zu sehen. Einer blieb in der Nähe auf einem Baum sitzen und beäugte uns von oben, der andere suchte sofort das Weite. Sie sind nun bei Artgenossen und werden sich dem Schwarm anschließen. Bis zum Winter ist noch genügend Zeit, sich zu akklimatisieren und so machen wir uns keine Sorgen um die kleinen Vögelchen.

Hier wie versprochen ein Bild und ein Video!

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30.08.2022

Der kleine Papagei lebt noch. Tatsächlich ist es uns und auch den Ärzten ein Rätsel, wie ein Vogel, dessen Leber auf dem Röntgenbild gar nicht mehr zu sehen ist, noch soviel Lebensenergie hat, dass er nach der Sauerstoffdusche beißt. Wir konnten uns nicht dazu durchringen, ihn einschläfern zu lassen und haben uns noch 3 Tage Bedenkzeit erbeten. Die Leber ist ein sehr regenerationsfreudiges Organ und irgendwie hoffen wir alle, dass das Vögelchen doch noch eine kleine Chance hat. Er futtert leider nicht mehr alleine und muss mit einer Knopfkanüle gefüttert werden. Das ist nicht schmerzhaft, nur unangenehm. Wir bewegen uns auf Messers Schneide und würden so gerne berichten, dass er es schafft - leider sind die Prognosen mehr als ungünstig. Quälen werden wir den Piepmatz allerdings nicht und so wird am Montag die endgültige Entscheidung fallen.

Heute gab es aber auch schöne Nachrichten! Unsere Halsbandsittiche sind zum Auswildern bereit und morgen werden wir sie an einem wunderschönen Platz bei anderen Sittichen freilassen. Wir werden das filmen und natürlich online stellen.

Hier schon einmal die Bilder von unseren beiden Futterpaletten. Wolfsblut hat uns wieder einmal großartig unterstützt und dafür gesorgt, dass wir auch in Deutschland da aushelfen konnten, wo Not herrschte. Natürlich war auch wieder etwas für Spanien dabei - 2 Paletten hochwertigstes Futter, das ist ein echter Glücksfall für unsere spanischen Fellnasen und natürlich auch für unsere Tierschutz-Kollegen. Die haben nun einige ruhige Nächte, in denen sie sich nicht um die Futterversorgung kümmern müssen. Trotzdem hält auch diese große Futterspende nicht ewig und spätestens in 2 - 3 Wochen ist alles verputzt und wir sind wieder auf der Suche nach Futterspenden...

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28.08.2022

Heute haben wir einen kleinen Papagei im Zustand der Agonie übergeben bekommen. Die Besitzer wussten nicht mehr weiter und haben eindeutig viel zu lange gewartet, um sich Hilfe zu holen. Wir haben das arme Tier also eingepackt, die untere Naturschutzbehörde informiert und sind sofort zum Tierarzt gefahren. Dort konnte man ihn leider nur notdürftig erstversorgen und so fuhren wir direkt nach Bad Dürkheim zu einem Vogel-Spezialisten. Auch dort war man vom Anblick des Vogels entsetzt. Man traute sich zuerst gar nicht, ihn aus der Box zu nehmen, um ihn nicht schon durch den Stress zu töten. Er bekam erstmal eine Sauerstoffdusche, dämmerte aber auch dabei immer wieder weg. Dass das Tierchen stationär aufgenommen werden musste, ist klar, trotzdem hat er wohl kaum eine Überlebenschance. Wir wollen gerne alles tun, um sein Leben zu retten, immerhin war er doch nur 1 Jahr bei seinen Besitzern und könnte noch viele glückliche Jahre vor sich haben. Ob er es geschafft hat, werden wir erst morgen erfahren und selbst wenn, wäre er noch lange nicht über den Berg. Viel Hoffnung hat man uns nicht gemacht...

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In jedem Zoogeschäft und natürlich auch bei Dehner und Co. werden die Tiere an zum Teil absolute Laien abgegeben. Niemand prüft nach, was aus den Vögeln wird und ob die Käufer auch nur das geringste Fachwissen haben. Der Wellensittich ist fast immer der 'Einstiegs-Vogel' für spätere Großpapageien-Halter. Mit 8 - 15 € ist sein Geldwert gering. Man hält ihn in winzigen Käfigen und macht sich keine Gedanken darüber, dass er eigentlich ein Schwarmvogel ist, der in großen Gruppen weite Strecken zurücklegt. Für ihn ist der Käfig wohl so, als wenn wir unser Leben in der Gästetoilette verbringen müssten. Wer ein Tier liebt, der sollte ihm so eine Haltung einfach nicht antun. Vögel gehören in die Natur, Käfige sind immer nur ganz schlechte Alternativen. Vögel, die nicht in unserer Natur überleben können, haben meiner Meinung nach hier nichts verloren. Einem Papagei das Sprechen beizubringen, ist nicht lustig, sondern extrem traurig. So ein Tier hätte sicherlich viel lieber einen Partner. Und die Freiheit, die ist doch sowieso mit gar nichts zu ersetzen, oder?

Auch wenn viele Exoten mittlerweile nicht mehr ohne Papiere angeboten werden dürfen und auch wenn die Tiere teurer geworden sind, sie sind noch immer in den Händen von unfähigen Personen zu finden. Ich kann nicht mehr zählen, wie oft ich schon die abenteuerlichsten Geschichten über die illegale Anschaffung dieser Tiere gehört habe. Lustig fand ich keine davon. Angefangen von "Ich habe den Vogel in einer Tupperdose aus Holland mitgebracht" bis zu "Mein Arbeitskollege hat ihn mir zum Schichtbeginn in die Tasche gesteckt" war alles dabei. Illegal ist nicht weit entfernt von scheißegal und so tauchen die Tiere in keinem Register auf und verschwinden irgendwann entweder in Müllcontainern oder werden einfach an die "frische Luft" gesetzt.

Ich habe heute mal die üblichen Plattformen nach Papageien durchsucht. Es ist unfassbar, wieviele dieser Vögel verramscht werden, sie scheinen oft eher Deko-Objekte als Lebewesen zu sein. Ich könnte heulen, wenn ich solche Anzeigen sehe: "Klein Papagei - Ist alles mit auch die 4 Eier" oder "1 Jungen Violetten Halsbandsittich von 2022 abzugeben, Tausch oder Verkauf möglich. Da ich mich nicht so auskenne bitte nur per Telefon an XXX Mails werden nicht beantwortet!" In anderen Anzeigen gibt es selbstverständlich auch Windeln für Vögel und natürlich Geschirre... Mir scheint beim Lesen solcher Anzeigen die Menschheit völlig verrückt geworden zu sein, mich graust es vor solchen Menschen und ich hoffe, dass ihnen keine Tiere in die Hände fallen. Ein frommer Wunsch, wenn doch jeder, der 50 € in der Tasche hat, sich solche Tiere anschaffen kann.

 

25.08.2022

Wer denkt, dass unsere Tierschutzarbeit sich nur auf Vierbeiner beschränkt, liegt absolut falsch. Auch wenn es ungewöhnlich ist, aber manchmal haben wir mit Baugenehmigungen, dem Abriss von Gebäuden und der Stellung von Gerüsten zu tun. In unserem aktuellen Fall geht es um drei kleine Steinkäuze, die sich in Wallertheim niedergelassen haben. Sie haben dort genistet und ein Junges großgezogen. Steinkäuze sind streng geschützt und natürlich darf man sie nicht einfach vertreiben oder in irgendeiner Weise verletzen. Manchmal gibt es dann zwischen den Interessen des Tier-, Natur- und Artenschutzes und den Bauherren Diskrepanzen, die nicht so einfach zu lösen sind. Dass uns die Vögelchen am Herzen liegen, ist nachvollziehbar, dass ein Bauherr sieht, wie sein Zeitplan wegen 3 Piepmätzen zunichte gemacht wird und deshalb ausgesprochen unwirsch reagiert, ist ebenfalls verständlich.

Es müssen also Lösungen her, die für alle Seiten akzeptabel sind und den Tieren die Chance geben, auch weiterhin einen funktionalen Lebensraum zu finden. Dafür gibt es Gesetze und Verordnungen, man muss sich einlesen und auch die aktuellen Gerichtsentscheidungen zur Hand haben, um mit Behörden sinnvolle und zielführende Gespräche führen zu können. Problematisch wird es, wenn die unterschiedlichen Behörden nicht alle auf dem gleichen Wissensstand sind und zu allem Übel ein Teil der Mitarbeiter krank, im Urlaub oder sonstwo ist. Geduld ist in so einem Fall einfach nicht zu erwarten, für die Tiere läuft die Uhr, die der Bauherr allerdings oft auch selbst von der finanzierenden Bank gestellt bekommen hat. Die Kunst ist es, sich dazwischen zu bewegen und für die Tiere das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Der Steinkauz gilt in Deutschland als vom Aussterben bedroht. Der kleine Vogel ist leider unmittelbar von Naturschutzmaßnahmen abhängig, denn sein Lebensraum hat sich massiv verändert. Das Fehlen von Streuobstwiesen und beweidetem Grünland, das Verschließen der Scheunen und fehlende Nistplätze haben die Bestände zusammenbrechen lassen. Durch intensive Naturschutzarbeit vieler Ehrenamtlicher kann der Bestand einigermaßen erhalten werden, aber ohne das Stellen von Brutröhren usw. werden wir diesen kleinen Vogel über kurz oder lang ganz sicher verlieren.

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Die europäische Vogelschutzrichtlinie vom 02.04.1979 verlangt von den Mitgliedstaaten "die Erhaltung sämtlicher wildlebender Vogelarten, die im europäischen Gebiet der Mitgliedstaaten (...) heimisch sind" (Artikel 1). Die Mitgliedstaaten müssen - wie es die Richtlinie 92/43/EWG des Rates zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen vom 21.05.1992 (kurz FFH-RL) formuliert - den günstigen Erhaltungszustand der Arten gewährleisten. Dafür sind alle erforderlichen Maßnahmen durchzuführen, insbesondere seiner Brutplätze und der Schutz, Erhalt und Verbesserung seiner Lebensräume. Das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) hat zumindest einen Teil der gemeinschaftsrechtlichen Anforderungen der VSR/Vogelschutzrichtlinie an den Mitgliedstaat in sich aufgenommen und damit den Rechtsrahmen geschaffen, der von den Ländernaturschutzgesetzen auszufüllen ist.

Einen strengen Schutz gewährt der 4. Abschnitt des Bundesnaturschutzgesetzes den geschützten Teilen von Natur und Landschaft (u.a. Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete, gesetzlich geschützte Biotope). Solche Schutzgebiete sind idealtypisch besonders schutzwürdige und besonders schutzbedürftige Gebiete. In diesen Schutzgebieten ist der Schutz vor Beeinträchtigungen oberstes Gebot.

Außerhalb dieser Schutzgebiete sind Natur und Landschaft aber keineswegs schutzlos. Der 3. Abschnitt des Bundesnaturschutzgesetzes regelt die sogenannte Eingriffsregelung. Das heißt, Eingriffe dürfen Natur und Landschaft nicht mehr als nach den Umständen erforderlich beeinträchtigen. Die unvermeidbaren erheblichen Beeinträchtigungen müssen - soweit der Eingriff überhaupt zugelassen werden kann - immer bestmöglich ausgeglichen werden. Eingriffe, welche unersetzbare Lebensräume streng geschützter Arten zerstören, dürfen nach dem Bundesnaturschutzgesetz vom 04.04.2002, an das die Landesnaturschutzgesetze bis April 2005 anzupassen waren, nur zugelassen werden, wenn zwingende Gründe des überwiegenden öffentlichen Interesses diese Eingriffe rechtfertigen (§ 19 Abs. 3 Satz 2 BNatSchG). - Der Steinkauz zählt zu den streng geschützten Arten und genau hier haben wir nun versucht, zwischen Behörde, Bauherr und Tierschutz zu vermitteln.

Drei Steinkäuze nutzen eine kleine Scheune, die abgerissen werden und einem Neubau Platz machen soll. Hier geht ein Lebensraum verloren und dieser muss substituierbar sein. Es kommt also darauf an, dass für die Steinkäuze neue Lebensräume geschaffen werden, die in erreichbarer Entfernung sind und von ihnen genutzt werden können. Eine Kompensation kann deshalb an die Bedingung geknüpft sein, dass die Maßnahmen dem Eingriff zeitlich vorausgehen. In unserem Fall ging es nicht um Monate oder Jahre, trotzdem muss den Tieren die Möglichkeit gegeben werden, z. B. neue Nisthöhlen zu beziehen oder diese überhaupt einmal wahrzunehmen, bevor man die Scheune abreißt. Man kann nicht den Lebensraum der Vögel zerstören/abreißen und dann zeitgleich oder sogar später die 'Kompensation' betreiben/neue Nisthöhlen zur Verfügung stellen. Hier ist der Behörde in den letzten Tagen nochmal ganz deutlich geworden, wie ernst es uns mit dem Schutz des Steinkauzes ist. Es ist verboten, seinen Lebensraum zu zerstören oder zu verschlechtern. Bei Baumaßnahmen ist ein entsprechender Ausgleich zu schaffen!

Nun konnten wir erreichen, dass Nisthöhlen in einem angrenzenden Haus/Dachboden verbaut werden und der Abriss des noch von den Vögelchen genutzten Gebäudes zeitlich nach hinten verschoben wird. Wir hoffen, dass die Tiere die Bruthöhlen annehmen werden und uns erhalten bleiben. Ganz besonders toll wäre es, wenn wir auch im nächsten Jahr wieder Jungtiere hätten und der geplante Neubau die Tiere nicht vergrämen würde.

Wir finden es schade, dass wir bei unserer Arbeit immer wieder feststellen müssen, dass Behörden oft unzureichend informiert sind. Es geht nicht darum, dass sie die erforderliche Arbeit nicht machen wollen, sondern manchmal wissen sie einfach nicht, wie die Gesetze und Verordnungen auszulegen sind. Fehler passieren, man kann sie korrigieren und solange die Tiere nicht zu schaden kommen, ist alles nur Papierkram. Wir freuen uns jedenfalls sehr, dass wir nun eine für alle Beteiligten tragfähige Lösung gefunden haben und wünschen uns, dass die kleinen Steinkäuze uns noch lange erhalten bleiben.

 

23.08.2022

Heute morgen kamen ganz früh mehrere Paletten mit Hundefutter von der Firma Wolfsblut bei uns an. Wir waren wahnsinnig glücklich darüber und haben uns natürlich gleich draufgestürzt und angefangen alles zu sortieren. Für Sylvia kamen so fast 400 kg zusammen, sie wird das wirklich hochwertige Futter an unterschiedliche bedürftige Tierschutzvereine verteilen. Wir bekommen davon Fotos zugeschickt. Für unsere Protectora sind zwei Paletten reine Sackware übrig geblieben. Wir werden versuchen, diese so schnell wie möglich nach Spanien zu verschicken.

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Wir können uns gar nicht oft genug bei dem netten Spender bedanken. Bekämen wir nicht immer mal wieder einige Paletten Futter 'zugesteckt', könnten wir die Tiere in der Protectora nicht am Leben erhalten. Jeder Sack Futter bringt uns unserem Ziel näher und im Augenblick bedeutet das, bis zum Winter noch einen LKW voll mit Futter zu ergattern. Damit man sich mal die Größenordnung  vorstellen kann - ein LKW hat 33 Stellplätze. 2 haben wir jetzt voll, den riesigen Rest müssen wir noch irgendwie zusammenbekommen. Nur dann werden unsere Tiere im Shelter sicher über den Winter zu kommen. Es liegt noch wahnsinnig viel Arbeit vor uns und so sammeln wir weiter und hoffen, dass trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage die Tiere nicht die Leidtragenden sein werden.

 

20.08.2022

Nachdem ich mich ausgeschlafen habe und wieder etwas zur Ruhe gekommen bin, sitze ich wieder am Computer und kann euch erzählen, was wir heute nacht erlebt haben. Gegen 2 Uhr rief eine aufgeregte Dame bei uns an und berichtete, dass ihre Hündin in der Geburt sei und man sich nicht zu helfen wüsste. Schon vor einigen Tagen hatte sie uns informiert, dass ihre Hündin während eines Aufenthalts in einer Hundepension offensichtlich gedeckt worden sei. Dass das nicht geplant war, kann man sich denken, dass es trotzdem passierte, war ein Schock für die Halter. Die Hundedame wurde immer dicker und deshalb ging man zum Tierarzt. Dort wurde dann bestätigt, dass das Tier trächtig war und in den nächsten Tagen mit einer Geburt zu rechnen sei. Die Hundehalter waren komplett überfordert und baten bei uns um Hilfe, die wir natürlich zusagten.

Nach dem aufgeregten Anruf saß ich 15 Minuten später schon bei der Hündin, die vollkommen durchgedreht und außer sich vor Schmerzen war. Das Tier hatte vorher noch keine Welpen gehabt und die Besitzer schienen alles, was ich ihnen ein paar Tage zuvor erklärt hatte, vergessen zu haben. Es war nicht einmal Jod im Haus, geschweige denn eine Wärmflasche, Zeitungen zum Unterlegen oder eine weich ausgepolsterte Wurfkiste. Die Kiste, die ich vorfand, war mit Packpaier ausgelegt und sah wenig einladend aus, eine auf dem Boden befindliche Decke war von der Geburt des ersten (leider missgebildeten) Welpens verdreckt. Das Besitzer-Ehepaar war aufgeregt und laut, also eher ungünstige Bedingungen für eine unerfahrene Hündin. Da mir der Hund auch fremd war, versuchte ich also erst einmal, das Tier zu beruhigen und auch im Allgemeinen für Ruhe zu sorgen.

Die Temperatur der Hündin war gut und schon 30 Minuten später setzte sich die Geburt des zweiten Welpens in Gang. Unerfahrene Hündinnen sind manchmal einfach komplett durcheinander, sie scheinen nicht zu verstehen, was passiert und beißen in einer Übersprungshandlung einen Welpen auch schon mal tot. Auch muss man darauf achten, dass weder die Nabelschnur in der Bauchdecke abgebissen, noch der Welpe daran herumgezerrt wird. Bauchnabelbrüche müssen später oft operiert werden und eine aufgerissene Bauchdecke ist ein Todesurteil.

Die zwei Welpchen, die in meinem Beisein geboren wurden, waren ok, aber leider konnte nur eines zum Trinken andocken. Das zweite war nicht kräftig genug und brauchte Hilfe, die Mutter allerdings drehte und wendete sich in der Geburt des nächsten Welpen und ließ es nicht zu, dass das arme kleine Ding endlich mal einen kräftigen Schluck nehmen konnte. Schnell merkte ich, dass die Geburt keinen normalen Fortgang mehr nahm und entschied, die Mutterhündin samt den Kleinen umgehend in die Klinik zu fahren. Leider konnten sich die Halter nicht dazu entschließen, selbst zu fahren und so lud ich den schlaftrunkenen Uwe daheim mit ins Auto, packte die gebärende Hündin neben mir auf den Sitz und raste nach Bretzenheim in die Tierklinik. Dort auf dem Parkplatz wurde dann das letzte Welpchen geboren. Bei seinem Anblick wussten wir alle, wieso die Geburt ins Stocken geraten war. Das Kerlchen war mehr als doppelt so groß wie die anderen. Es war wohl deshalb steckengeblieben. Ich nehme mal an, dass die unruhige Fahrt dem Kleinen den Weg bereitet hatte und er glücklicherweise dann doch noch ohne medizinische Hilfe auf die Welt kam.

In der Klinik kam die Mutterhündin dann endlich zur Ruhe und säugte ihre 3 kleinen Babies. Am frühen morgen konnte die kleine Familie dann von den Besitzern abgeholt und nach Hause gebracht werden. Alles ist nochmal gut gegangen und wir sind sicher, dass die beiden Kleinen und der Riese ohne weitere Probleme groß werden.

Mich würde allerdings mal interessieren, wie eine Hundepension das handhabt, wenn aus dem sicherlich nicht billigen Urlaubs-Aufenthalt dort, plötzlich noch Kosten durch eine Geburt und die Versorgung von Jungen entstehen. Die Halter der Mutterhündin baten während der Geburt der Welpen um finanzielle Mithilfe, immerhin weiß jeder Hundehalter, was ein Klinikaufenthalt und ggf. auch ein Kaiserschnitt kosten kann. Die Dame der Hundepension wusste zwar um das Problem, schien sich aber nicht verantwortlich zu fühlen. Ich konnte hören, dass sich ein aufgeregtes Gespräch entspann und auch dass die Hundepension wegen der Läufigkeit der Hündin zusätzlich Geld verlangt hatte. Ihre Antwort war jedenfalls eindeutig - sie hängte einfach ein... Ich gehe mal davon aus, dass sich jetzt die Amtsveterinäre in Bad Kreuznach darum kümmern werden, denn auch eine Hundepension muss natürlich beim Veterinäramt angemeldet sein und eine Sachkunde vorweisen können.

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18.08.2022

Tomas war nicht einmal einen Tag inseriert, da war er schon für eine ganz liebe Familie reserviert. Mittlerweile haben sich die Leute Tomas/Felix angesehen und die Vorkontrolle und der Vertrag ist auch schon gemacht. Felix wird ins Saarland gehen und dort bei einer Familie wohnen, die ein 3000 qm eingezäuntes Grundstück für ihn hat. Es gibt ein neues Haus in Besitz zu nehmen und die Pferde müssen kennengelernt werden, der kleine Sohn der Familie wird sicher sein bester Freund werden. Damit wird aus dem kleinen Straßenhund endlich ein Prinzchen werden. Wir freuen uns riesig für Tomas, dessen neuer Name Felix wohl 'der vom Glück Begünstigte' bedeutet. Wie passend!

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16.08.2022

Heute sind wieder 2 große Paletten voll mit Hundefuttersäcken von Wolfsblut nach Spanien gereist. Wir hoffen, dass sie trotz der schrecklichen Waldbrände in Alicante ihr Ziel schnell und sicher erreichen.

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Futter ist das dringlichste und heißbegehrteste Gut in der Protectora, denn ohne Futter können unsere Tiere nicht überleben und deshalb hoffen wir, dass wir auch in diesem Jahr nochmal die dringend benötigte Unterstützung all unserer Mitglieder bekommen.

Spätestens im Herbst müssen wir unsere Futterlager aufgefüllt haben, sonst schaffen es die vielen Tiere nicht über den Winter und das ist etwas, an das ich nicht einmal denken will. Die Zeiten werden härter und sicherlich gibt es in jedem Jahr Probleme, die gelöst werden wollen. Für dieses Jahr scheint es die Energiekrise zu sein und natürlich der Krieg in der Ukraine. Solidarität ist ein Wort, das plötzlich in aller Munde ist. Wir bitten schon viele Jahrzehnte darum, sich mit den armen Tieren solidarisch zu zeigen und stellen fest, dass die große Probleme der Welt nun auf die Spendenbereitschaft der Menschen abfärben. Jeder guckt erstmal nach sich selbst und sieht den anderen gar nicht mehr. Die Tiere bleiben dabei fast immer auf der Strecke.

Natürlich geben wir trotzdem nicht auf und machen weiter wie gehabt. Wenn alles gut geht, bekommen wir in einigen Tagen nochmal eine größere Futterspende und hoffen, dann auch wieder Futtersäcke an befreundete Tierschutzvereine abgeben zu können. Die Not ist nicht nur in Spanien groß und wir möchten natürlich auch den Kollegen unter die Arme greifen, die bei uns nachfragen, weil ihre Tiere in Ungarn, Italien usw. hungern. Wenn wir Futter haben, geben wir gerne etwas ab und versorgen selbstverständlich auch in Deutschland Hundebesitzer, die dringend Futter benötigen!

 

15.08.2022

Was die Natur so zustande bringt, ist wirklich großartig. Ihr erinnert euch doch sicher noch an unseren winzigen, drei Tage alten Spatz. Heute ist er bereit zum Ausfliegen! Ein fertiges, perfektes Vögelchen. Wir wünschen ihm, dass er immer genug Luft unter den Flügeln hat und so viele Körnchen, dass er satt wird. Mach es gut, kleiner Piepmatz!

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14.08.2022

Ich bin wieder zurück und habe mich gut erholt. In den wenigen Tagen ist einiges passiert und wir sind mit Emails geradezu überhäuft worden. Ich werde alles jetzt abarbeiten und fange wohl gleich mit einer Stellungnahme an.

Wir wurden darüber informiert, dass ein Herr aus Gundersheim in seinem Status die Amtsveterinäre und den Tierarzt, der seinen Eber kastrierte, über den grünen Klee gelobt haben soll. Wir freuen uns natürlich, wenn ein Keiler die Kastration gut übersteht, müssen allerdings hier einiges richtigstellen.

Uns geht es keinesfalls darum, eine Tierhaltung schlecht zu reden, als Tierschutzverein wehren wir uns allerdings gegen Menschen, die sich als Fachleute ausgeben und gar keine sind. Natürlich möchten wir auch nicht, dass Tiere durch falsche Haltung gequält werden oder sogar zu Tode kommen. In solchen Fällen erstatten wir Anzeigen und das zu Recht!

Auch wer eine Wildsau/einen Keiler hält, hat gewisse Auflagen zu beachten. Dazu gehört, ein ausreichend großes Gehege zu haben. Das Landwirtschaftsministerium hat dazu einige Vorgaben gemacht. Es wird hier von 2000 qm pro Tier gesprochen, sicherlich nicht von 4 qm, auf denen sich die Wildsau viele Monate befand. Der jetzt kastrierte Keiler hat knapp unter 90 qm zur Verfügung und sollte die Sau irgendwann in sein Gehege kommen, so stehen den Tieren jeweils nur ca. 45 qm zur Verfügung. Das ist ganz sicher nicht ausreichend. Dazu wird im 'Merkblatt Nr. 140' der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V. 'Artgemäße Haltung von Gehegewild' von einem Untergrabungsschutz von 50 cm gesprochen, es ist sogar von einem Stromzaun usw. die Rede... Alle diese meiner Meinung nach wichtigen Voraussetzungen werden bei diesem Herrn offenbar nicht erfüllt. Trotzdem jubiliert er und schreibt dazu "taraaa... Gesamtkontrolle des Veterinäramtes... keine Beanstandung, alle meine Tiere und Gehege befinden sich in tadellosem Zustand...". Als Nachweis wird die Kopfzeile eines Kontrollberichtes beigefügt, die zwar Auskunft über das geprüfte Gelände und den zu prüfenden Herrn gibt, aber keinesfalls offenlegt, was die Veterinäre vorgefunden haben.

Nur zur Erklärung, ein solcher Kontrollbericht gibt den Ist-Zustand bei der Kontrolle an, das heißt, er dürfte die Größe des Wildschweingeheges beziffern und über die Anzahl der vorhandenen Tiere Auskunft erteilen. Wahrscheinlich ist darin auch noch erwähnt, dass der Keiler kastriert und die seit vielen Monaten fehlende Ohrmarke eines Schafs endlich gesetzt wurde. Dass sich alle Tiere oder Gehege in tadellosem Zustand befinden, ist eine Bemerkung, die sicherlich von dem diensthabenden Veterinär so nicht schriftlich festgehalten wurde. Leider hat Herr K. aber nur die Kopfzeile des Kontrollberichts veröffentlicht und so allen die Möglichkeit genommen, seine Behauptungen zu überprüfen. Dass er sich dann auf seiner Facebook-Seite dazu hinreißen ließ, uns als "lächerlichen Drecksverein" zu betiteln, ist schon erschreckend. Die weiteren Ausführungen, bei denen er von "zwei Drecksmenschen und lächerlichen Handlangern" spricht, die "wie Ratten in den Krümeln wühlen", sind stillos und zeigen, mit wem man es eigentlich hier zu tun hat.

Wir haben leider auch privat mit Beleidigungen und Bedrohungen des Herrn zu tun. Meiner Meinung nach kann man sich streiten und durchaus auch geteilter Meinung sein, persönliche Angriffe hingegen werden wir so nicht ungestraft lassen und natürlich anzeigen. Unserer Meinung nach gehen solche absolut verletzenden Äußerungen zu weit und natürlich wird dieses Verhalten Konsequenzen für den Schreiber nach sich ziehen.

Ich finde es schade, dass manche Menschen die fachliche Ebene verlassen und sich aufs Denunzieren und Beleidigen verlegen. So etwas hat keinen Nutzen und zeigt eigentlich nur wes Geistes Kind sie sind. Im Übrigen sind nicht wir es, die solche Herrschaften zerlegen, das erledigen sie nach unserer Erfahrung grundsätzlich selbst. Mitleid haben wir in diesen Fällen aber tatsächlich nur mit den Tieren.

 

11.08.2022

Edith ist in Holland und lässt es sich gut gehen. Ich muss hier die Stellung halten. Zusammen können wir nicht in den Urlaub fahren, dafür haben wir zu viele Tiere, die versorgt werden müssen. Tatsächlich sind vier Tage als Strohwitwer durchaus auszuhalten. Ich werde nicht verhungern, dafür hat meine Frau gesorgt und Arbeit habe ich genug, es wird mir also nicht langweilig werden. Edith ist heute losgefahren und wird am Wochenende schon wieder da sein, also nehme ich es, wie es ist und werde es locker angehen. Sobald ich Bilder von ihr bekomme, zeige ich sie euch. Sie ist diesmal in einem Hotel und wird wohl nicht viel unternehmen - einfach Ausruhen ist angesagt. Mal sehen, ob ihr das gelingt...

 

09.08.2022

Ich habe in den letzten Monaten wirklich viel um die Ohren gehabt und werde deshalb mal 4 Tage verschwinden. Etwas Ruhe wird mir gut tun und das Handy werde ich auf Uwe umstellen. So bleibt die Tierhilfe Phönix erreichbar und ich kann mich trotzdem aus dem Staub machen...

In der nächsten Woche bin ich wieder da und werde euch Bilder zeigen. Die Hunde bleiben wegen der Hitze daheim, für sie ist eine lange Autofahrt sicherlich nicht so toll, wie auf dem Sofa rumzulümmeln und im Garten Spaß zu haben.

Nachts haben wir in unserem Garten immer mal die Wildkamera in Benutzung, um kontrollieren zu können, wer alles so bei uns vorbeischaut. Dass Nachbar's Katze am Futter der Igel mitfrisst, ist uns schon lange bewusst (die Nachbarn wissen auch Bescheid und haben nichts dagegen), dass wir allerdings nicht 2, sondern wohl eher 4 Igel haben, das wussten wir nicht. Zudem haben natürlich auch die Gartenschläfer ihren Spaß an unserer Futter- und Wasserschüssel. Hier haben wir den Beweis!

Katze + Igel_preview  Gartenschläfer + Igel_preview

 

08.08.2022

Unser winziges Vögelchen entwickelt sich prima und hat auch schön zugenommen. Trotzdem ist es natürlich noch lange nicht über den Berg. Wir tun alles, damit es irgendwann ein überlebensfähiger Vogel wird, aber noch wissen wir nicht einmal genau, was es einmal werden will. Es könnte ein Sperling sein, sicher bin ich mir da allerdings auch nicht. Die nächsten Tage werden es zeigen!

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Die Auffangstationen stöhnen alle unter der Flut von Tieren, die in den letzten Wochen eingegangen sind. Die meisten haben mittlerweile einen Aufnahmestopp und die Anrufe, die uns erreichen, klingen immer verzweifelter. Leider haben auch wir bei weitem nicht so viele Päppelstellen, wie wir im Augenblick brauchen könnten und so hoffen wir, dass sich noch Tierfreunde bei uns melden, die Erfahrung in der Aufzucht von Vögelchen, Igeln oder Eichhörnchen haben. Selbst für junge Kätzchen findet sich kaum noch eine freie Stelle und die Tierheime sind in der Urlaubszeit sowieso überfüllt.

Durch Corona gibt es jetzt so viele Hunde wie noch nie und die Menschen, die in Urlaub fahren möchten und keinen Pflegeplatz für ihren Vierbeiner gefunden haben, sollten nun eigentlich daheim bleiben. Leider ist dem nicht so. Wir bekommen tatsächlich Anrufe, dass Hunde in der Wohnung bellen, die Anwohner sich gestört fühlen und sich dann herausstellt, dass die Hundehalter jemanden beauftragt haben, der das Hundchen mal rauslassen soll, selbst aber schon Tage im Urlaub sind. So geht es natürlich nicht und dass wir in solchen Fällen Anzeigen erstatten, ist klar. Wir haben ein Tierschutzgesetz und auch eine Hundehaltungsverordnung, die ganz klar regelt, wieviel Zeit man täglich mit einem Tier zu verbringen hat. Dass man dann einfach in Urlaub fährt und das Hundchen in einer abgedunkelten Wohnung zurückbleibt, geht natürlich gar nicht. Jemandem den Schlüssel zu geben, der den Hund mal ausführen soll, ist absolut nicht ausreichend. Hunde brauchen Sozialkontakte zu anderen Hunden und natürlich auch zu uns Menschen. Sie brauchen Licht und müssen auch nach draußen sehen können, sie müssen täglich mindestens zweimal für jeweils eine Stunde ausgeführt werden. Der Gesetzgeber steht ihnen ca. 4 Stunden Sozialkontakt mit dem Menschen zu. Wer meint, dass er am Strand chillen kann und seinen Hund daheim alleine zurücklässt, muss mit einer saftigen Strafe rechnen und natürlich auch damit, dass ihm sein Hund entzogen wird.

Heute waren wir wegen eines solchen Falls in Saulheim unterwegs, die Polizei war ebenfalls anwesend und natürlich wurde von uns sofort eine Anzeige erstattet. Die Englische Bulldogge ist laut der Aussage der Nachbarn noch nie richtig ausgeführt worden. Der Hund löst sich direkt vor der Haustür und muss dann wieder zurück in die abgedunkelte Wohnung. Dort bellt das Tier seit Tagen Tag und Nacht. Dass die Nachbarn und die Mitmieter des Hauses das so lange ertragen haben, ist mir unverständlich. Die mazedonischen Hundehalter sind im Urlaub. Wir haben den Vermieter informiert, die Polizei und das Ordnungsamt werden nun alle notwendigen Schritte einleiten. Wir hoffen, dass man dem Tier nun endlich helfen wird.

 

06.08.2022

Tomas ist endlich angekommen! Manchmal ist wirklich der Wurm drin und nachdem zuerst der Impfpass nicht richtig ausgestellt worden war, mussten wir einen zweiten Ausreisetermin für Tomas buchen. Kurz bevor der Bub ankam, erreichte uns ein Anruf von Pinsels Halterin. Der Wicht war im Feld von einer Biene in den Fuß gestochen worden und atmete nicht mehr richtig, sein Kreislauf war zusammengebrochen und er konnte nicht mehr stehen. Wir haben also alles fallen gelassen und sind Richtung Albig gedüst, dort haben wir Pinsel mit seinem Frauchen und der kleinen Nichte im Schlepptau eingeladen. Da natürlich wieder nicht herauszufinden war, welcher Tierarzt Notdienst hatte, sind wir in die Klinik nach Bretzenheim gefahren. Zum Glück kamen wir noch rechtzeitig an und Pinsel hat überlebt. Um Tomas abzuholen, war es allerdings zu spät. Es war zeitlich nicht mehr möglich, noch rechtzeitig an der Abholstelle anzukommen und so telefonierte Uwe alles ab um jemanden zu finden, der den kleinen Kerl für uns aufnehmen würde. Etwas Glück gehört auch dazu und so bedanken wir uns ganz herzlich bei Bea, die Tomas ein Viertelstündchen für uns betreute. Mittlerweile ist der kleine Junge schon bei seiner Pflegestelle in Polch und hat natürlich von dem ganzen Stress gar nichts mitbekommen.

Tomas ist ein ausgesprochen sanfter und freundlicher Junge, er mochte alle unsere Hunde auf Anhieb und wollte mit Sira direkt spielen. Wir sind immer sehr froh, wenn die Hundchen so relaxed aus Spanien zu uns kommen. Die von uns gebuchten Transporte sind wirklich die Luxusklasse und wir haben noch nie erlebt, dass ein Hundchen gestresst gewesen wäre.

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Wir haben ganz vergessen, euch die Bilder der letzten Futterlieferung nach Villena zu zeigen. Wir haben so viel zu tun und so ist das irgendwie in Vergessenheit geraten. Das Futter ist gut angekommen und wie immer haben sich die Mitarbeiter der Protectora riesig darüber gefreut. Wir sollen ein ganz liebes DANKESCHÖN an alle Spender ausrichten!

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04.08.2022

Seit heute haben wir eine kleine Bodeguero-Hundedame in der Vermittlung, die viele Jahre glücklich in ihrer Familie leben durfte und nun mit 11 Jahren ihr Zuhause verloren hat. Sira ist absolut freundlich und verträglich, sie ist mit einem Kind aufgewachsen, ist leinenführig und hört ausgezeichnet. Leider findet sie Katzen doof und möchte wohl auch nicht in einem Haushalt mit Samtpfoten leben.

Sira ist kein überagiler Hund, der gerne kläfft, sie ist als Bodeguero Andaluz eher anschmiegsam, freundlich und der Familie sehr zugetan. Ich habe schon mehrfach betont, wie sehr ich diese Hunderasse liebe. Bodis sind einfach die idealen Begleiter, sie lassen sich leicht erziehen, haben wenig Jagdtrieb, der auch durchaus lenkbar ist, werden sehr alt und sind bis ins hohe Alter gesund. Nur um Verwechslungen vorzubeugen, Sira ist natürlich kein Jack-Russell-Terrier und natürlich ist sie wie alle unsere Hunde geimpft, gechipt und kastriert und auch bei der Einreise negativ auf Mittelmeerkrankheiten gestetet worden. Mit 11 Jahren ist sie jetzt gerade im besten Alter. Sira hat bisher noch nichts Schlimmes erlebt, wir möchten, dass das so bleibt und wünschen uns eine wirklich liebevolle Familie mit vielleicht schon etwas größeren Kindern für die kleine Bodi-Dame.

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02.08.2022

Leider erreichen uns bei der Hitze immer sehr viele Anrufe von Tierfreunden, die kleine Eichhörnchen, Vögelchen und Bilche gefunden haben. Die hohen Temperaturen treiben die kleinen Tierchen aus den Nestern und sind sie erstmal rausgefallen, kriegt man sie oft genug auch nicht mehr rein, weil das Nest unerreichbar ist. Heute bekamen wir ein Eichhörnchen, einen winzigen Vogel - es könnte ein Schwalbe werden - und es wurde ein Igel angekündigt, der es leider nicht mal mehr zu uns schaffte. Wieviel Tiere alleine durch die Hitze umkommen, können wir nicht beurteilen, wir können nur immer wieder darum bitten, Wasserschalen draußen aufzustellen, um es so den unter der schlimmen Dürre leidenden Tieren etwas einfacher zu machen.

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Wir hoffen, dass wir für unser Futter, welches eigentlich auch für die Protectora Villena gedacht war, bald einen Transport nach Spanien finden können. Unsere Garage ist bei dieser Hitze eine denkbar schlechte Unterkunft. Ich befürchte, dass das Futter langsam so warm ist, dass es bald ranzig wird. Das wäre mehr als schade und deshalb bemühen wir uns wirklich, schnellstmöglich alles auf einen Truck verladen und in die Protectora schicken zu dürfen.

Sylvia hat uns vorab schon geholfen, einen Teil des Futters an bedürftige Vereine in unserer Nähe zu geben, auch die 'Fellkinder in Not' haben sich sehr über die Futterpende gefreut.

 

31.07.2022

Die kleine Benny gehört ab sofort zu den Glückspilzen, die aus Spanien zu uns ausreisen dürfen. Wir hoffen, dass wir schnell eine Pflegestelle für sie finden werden. Zur Zeit sind viele unserer Pflegefamilien im Urlaub oder sie haben ihn in den nächsten Wochen geplant, ich denke aber, dass Benny erst in ca. 4 Wochen reisefertig sein wird und die Urlaubszeit dann auch schon wieder fast vorbei ist.

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Ich hatte eigentlich auch geplant, einmal ein Wochenende auszuspannen, leider konnten wir so kurzfristig regulär nichts mehr buchen. Nun hoffen wir mal, dass es noch ein Lastminute-Angebot gibt oder irgendjemand absagt und ich so ein Angebot erwischen kann. Wenn nicht, dann bleibt ja noch die Hoffnung auf 2023. Ich möchte noch immer nach Schottland, auch wenn der Austritt Großbritanniens aus der EU die Sache sicherlich nicht einfacher gemacht hat.

 

29.07.2022

Wir möchten uns ganz herzlich für die große Futterspende bedanken, die uns heute erreicht hat. Wolfsblut hat uns schon mehrfach mit hochwertigem Futter unterstützt und auch an unseren Festen gehörte Wolfsblut immer immer zu den Sponsoren. Wir sind sehr, sehr glücklich darüber, dass wir jetzt wieder bedürftige Tierschutz-Kollegen in Deutschland, unsere Pflegestellen und natürlich unsere Hunde in Spanien versorgen können. Die erste Futterspende ging heute direkt an TINO (Tiere in Not Odenwald) und natürlich haben wir auch für die Protectora Villena Paletten gepackt. Ein großes Dankeschön geht natürlich auch an Sylvia, die die Futterspende bei TINO ablieferte. Ich glaube, wir haben ihr Auto an seine Grenzen gebracht... :)

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Für unseren Markt in Siefersheim ist Alexandra schon fleißig am Nähen. Sie hat mir heute die 'Prototypen' eines tollen Beutels mitgebracht, den sie noch einige Male nähen wird. Er ist innen abwaschbar und wird durch Falten des oberen Bereichs sowie durch einen kleinen Karabiner verschlossen. Ich finde die Kreation wirklich sehr schön und werde ihr im Oktober einen Beutel abkaufen. Falls jemand schon jetzt Interesse hat, kann er sich gerne bei mir melden.

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27.07.2022

Heute hatten wir einen ganz besonderen Termin. Unser kleiner Pheusy hat leider nicht so tolle Zähne und eigentlich hätten wir schon längst eine Zahnreinigung beim Tierarzt machen lassen müssen. Leider hat der Kleine aber ein Narkoseproblem und nachdem wir schon zweimal Atemstillstände während der Narkose hatten und Pheusy uns beinahe gestorben wäre, haben wir lieber darauf verzichtet. Nun haben wir von Tatjana Schneeweiß erfahren und natürlich gleich einen Termin gebucht. Tatjana macht ohne Narkose die Zähnchen sauber und die Ergebnisse, die wir uns vorab ansehen konnten, waren beachtlich. Also haben wir den kleinen Pinsel und auch Pheusy vorgestellt. Tatjana hat eine wirklich gutes Händchen für die Hunde und mit ihrem 'Hundi-Bus' fährt sie zu ihren Kunden vor Ort. Die Hunde können im Bus gewaschen und schick gemacht werden, es ist ein richtiger Rundumservice. Pheusy war lieb und auch Pinsel hat sich ganz brav die Zähne behandeln lassen, das Ergebnis kann sich sehen lassen und hat den Nasen nun eine Narkose erspart.

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Pheusy und Pinsel genauso wie die anderen 'Kandidaten' duften nun wie die Blümchen aus dem Mäulchen und man muss nicht den Kopf abwenden, wenn man angehechelt wird. Wir sagen ganz herzlichen Dank und empfehlen Tatjana ohne Bedenken weiter!

Kontakt: 0179-5448161 / t.schneeweiss22@gmx.de

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Der kleine Chiccolino hatte heute in Flonheim sein Frauchen aus den Augen verloren und wurde von einer netten Dame (die vor einigen Jahren auch schon einen Hund von uns übernommen hat) aufgelesen und bei uns abgegeben. Der kleine Bub hatte in unserem Rudel viel Spaß und wäre sicher gerne länger geblieben. Facebook macht es möglich und so klingelte, schon kurz nachdem wir ihn inseriert hatten, unser Telefon. Hätte der kleine süße Yorki einen registrierten Chip gehabt, wäre er noch schneller daheim gewesen. Darum wird die Halterin sich aber sicherlich jetzt schnellstens kümmern. Wir freuen uns, dass der kleine Ausreißer so flott wieder daheim war und dass ihm bei seinem Ausflug über die Flonheimer Straßen nichts passiert ist!

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Wir möchten euch nochmal auf unsere Wunschliste bei VETO aufmerksam machen. Seit Anfang des Jahres haben gerade mal 6 Tierfreunde dort Futter gespendet. Wir haben die Wunschliste nun aktualisiert und hoffen, dass sie nicht in Vergessenheit gerät. Ohne eure Unterstützung und die so dringend benötigten Futterspenden bekommen wir unser Tiere in Spanien nicht über den nächsten Winter. Ihr wisst ja, dass man im Tierschutz immer vorausplanen muss und so sind wir gedanklich schon wieder im Herbst/Winter angelangt. Da wir unser Lager verloren haben und sich bis jetzt noch kein anderes Türchen aufgetan hat, gehen wir davon aus, dass wir keine Märkte mehr machen können und damit auch kein Geld mehr für die Transporte reinkommen wird. Die Tiere in den Sheltern werden also ganz alleine auf VETO angewiesen sein. Wenn das nicht funktioniert, können wir kein Futter mehr nach Spanien liefern. Das wäre fatal und würde viele Leben kosten. Wir hoffen deshalb wirklich, dass sich noch jemand meldet, der uns am besten kostenfrei oder für kleines Geld einen trockenen und mausfreien Raum zur Verfügung stellen kann. Es ist wirklich unglaublich wichtig, dass wir innerhalb der nächsten 4 Wochen wieder ein neues Lager zur Verfügung haben. Ist das Futter in der Protectora erstmal verbraucht, hungern die Tiere und ohne Geld haben wir keine Möglichkeit mehr, die Futterpaletten nach Spanien zu schicken! Um Geld zu verdienen, brauchen wir unseren Shop und Märkte, die wir besuchen können. Ohne Lager wissen wir nicht wohin mit unseren Sachen...

 

26.07.2022

Die beiden kleinen Papageien, die wir vor einigen Wochen aufgenommen haben, sind nun in eine große Voliere umgezogen. Sie müssen ihre Flugmuskulatur stärken, um ausgewildert werden zu können. Wir hoffen, dass sie draußen gut klar kommen, sie sind überhaupt nicht zahm und beißen, sobald man ihnen zu nahe kommt, heftig zu. So muss das sein! :)

Alexandersittiche

Die Elster hingegen macht uns große Sorgen, die Flügelverletzung scheint nur eine Prellung gewesen zu sein und ist abgeheilt. Viel schlimmer ist, dass sie zwar außerhalb des Käfigs die Gegend erkundet, dann aber den Kontakt zur Pflegemutter sucht und um Wasser bettelt. Sie scheint noch nicht alleine klar zu kommen. Das kann an der außergewöhnlichen Trockenheit liegen oder aber auch daran, dass sie anfängt, sich auf Menschen zu verlassen. So ein Verhalten wäre fatal und ist absolut nicht gewünscht. Im Augenblick hoffen wir, dass sie vielleicht einfach nur kein Wasser gefunden hat und völlig verzweifelt war. Sollte sich dieses Verhalten allerdings manifestieren, hätten wir ein Problem.

Die Elster ist wieder da

 

24.07.2022

Seit heute haben wir eine junge Taube mehr. Sie stammt tatsächlich aus Hessen und wurde von einem Mann vom Flughafen Frankfurt mitgenommen. Tja, manchmal machen die Vögelchen schon Reisen, bevor sie überhaupt fliegen können. :) Das Tierchen ist noch so klein, dass es nicht mit Körnchen ernährt werden kann. Die Kropffütterung der Eltern muss imitiert werden, das ist nicht einfach und wir können nur hoffen, dass das Kerlchen überleben wird.

Leider haben wir auch diesesmal, wie fast immer, nur das Tier gebracht bekommen. Es scheint als Selbstverständlichkeit betrachtet zu werden, dass wir die uns gebrachten Tiere verpflegen, zum Tierarzt bringen und auch alle anfallenden Kosten von uns abgedeckt werden. Nein, Tierschutzvereine haben keinen Goldesel im Keller und auch nicht im Lotto gewonnen. Die anfallenden Kosten zahlen die Tierschützer oft genug aus der eigenen Tasche, nicht immer ist Geld auf dem Konto der Tierschutzvereine und manchmal sind es auch die Pflegestellen die die Kosten vorstrecken und dann nicht ersetzt haben wollen. Dass der Finder der Tiere mal Unterstützung für ein von ihm abgegebenes Tier anbietet, ist mehr als selten und weil wir nicht möchten, dass die Finder die Tiere, aus Angst etwas zahlen zu müssen, lieber liegen lassen, haben wir auch noch nie Geld für die Aufnahme und tierärztliche Behandlung von Fundtieren verlangt.

Es ist allerdings durchaus möglich, dass wir unser Verhalten in Zukunft den Realitäten anpassen müssen. Einen Igel zu versorgen, von Parasiten zu befreien und ggf. medizinisch behandeln zu lassen und dann schlussendlich auszuwildern, kostet mindestens 60 - 80 €. In der Hochsaison werden oft 2 - 3 mal wöchentlich Igel gebracht. Wir benötigen zwei komplette Jahres-Mitgliedsbeiträge, um einen Igel zu versorgen. Bei 30 Igeln sind das schon ca. 60 Mitglieder, die ihren Beitag nur für die Versorgung der Stachelritter bezahlen. Man kann sich leicht vorstellen, dass unsere Einnahmen nicht ausreichend sind, um alle Fundtiere gesundpflegen zu können. Mittlerweile sind auch die Futterkosten in die Höhe geschnellt und selbst ein Sack Vogelfutter kostet heute schon fast 30 €. Wir haben unsere Einnahmen immer durch Feste und Märkte aufgestockt, durch Corona ging das nicht und natürlich haben uns die fehlenden Einnahmen massiv geschmerzt.

In diesem Jahr lecken wir noch unsere Wunden und werden kein Fest ausrichten, wir haben einfach zu wenig Helfer und keine Aussteller, weil die sich bei einem Coronarisiko natürlich keine Waren aufs Lager legen wollen. Es fehlen auch die Preise für die Tombola, weil die Firmen, die uns normalerweise sponsern, jetzt an allen Ecken und Enden sparen. Unsere Haupteinnahmequelle ist damit auch ausgefallen. Eigentlich haben wir einen Markt im Oktober geplant. Es muss einfach wieder Geld in die Kasse und neue Mitglieder wären auch wunderbar! Leider hat uns Corona auch jetzt wieder einen fetten Strich durch die Rechnung gemacht. Unser Lager soll nun gewinnbringend vermietet werden und steht uns ab September nicht mehr zur Verfügung. Sollten wir keinen Raum, der mindestens 15 - 20 qm groß ist finden, der am besten keine Miete kostet (vielleicht ein leerstehendes Zimmer in einem Haus - damit maus- und frostfrei), müssen wir wohl aufgeben. Ohne Lager können wir keine Feste mehr ausrichten, keine Märkte mehr bestücken und natürlich auch keinen Shop mehr betreiben. Manchmal hängt es an solchen Dingen und so hoffen wir mal, dass jemand jemanden kennt und wir vielleicht doch noch rechtzeitig umziehen können. Klappt es nicht, werden wir alles, was wir eingelagert haben, nach Spanien schicken und in Rente gehen. Wir fänden es schade, aber manchmal bekommt man so eine Entscheidung auch einfach abgenommen...

 

22.07.2022

Wir sind ganz traurig, denn unser kleiner Tomas darf nun doch nicht ausreisen. Beim Ausfüllen der Impfdokumente ist dem spanischen Tierarzt ein Fehler unterlaufen. Das Tollwut-Impfdatum muss grundsätzlich nach dem Chipdatum eingetragen werden - auch wenn beides zusammen gemacht wird, so muss der Chip immer zuerst gesetzt werden, damit ist der Hund identifizierbar und kann geimpft werden. Wer mal in den Pass seines Hundchens gesehen hat, wird vermutlich Uhrzeiten darin finden - z. B. Chip 10:00 Uhr, TW-Impfe 10:10 Uhr. So ist es richtig. Leider hat sich der Tierarzt bei uns verschrieben und nun darf Tomas nicht ausreisen.

Die Kontrollen sind streng und deshalb muss der Wicht nun bis Anfang August in Spanien bleiben. Was sollen wir tun, wir müssen es so hinnehmen, wie es ist, solche Dinge dürften einfach nicht passieren. Wir sind aber alle nur Menschen und nun ist es wie es ist.

Unsere Elster hatten wir erfolgreich ausgewildert und tatsächlich hatte sie sich zwei anderen Elstern aus dem letzten Jahr angeschlossen. Mit diesen beiden kam sie noch zum Fressen, wollte aber nicht mehr in den Käfig. Heute nun kam sie verletzt zurück, ihr Flügel ist angeschlagen. Sie sitzt jetzt wieder im Käfig und muss sich erst auskurieren, bevor sie nochmal neu ausgewildert wird. So etwas ist noch nie passiert, die junge Elster hatte wahrscheinlich noch Glück im Unglück, denn ihr Verletzung kann durchaus von einem Falken stammen...
 

 

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Die beiden Paletten voll mit ganz tollen Futterspenden und anderen wichtigen Hilfsgütern sind heute abgeholt worden und nun auf dem Weg in die Protectora Villena. Die nächste große Futterspende mit 5 Paletten wird wohl in der nächsten Woche schon bei uns ankommen. Wir sind mehr als glücklich darüber, müssen allerdings schon jetzt wieder einen Transport suchen, um alles so schnell wie möglich nach Spanien zu bringen.

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Ruhe kehrt irgendwie nie ein, zu den normalen Tierschutzdingen kommen immer noch Sachen dazu, die uns großes Kopfzerbrechen bereiten. So häufen sich im Augenblick die Anrufe, die uns zu dem Zeitungsartikel erreichen, der über die Zustände bei der sogenannten 'Wildtierhilfe' in Gundersheim berichtete. Wir sind immer wieder erstaunt, was da noch so zutage kommt und natürlich wird alles von uns aufgelistet und an die passenden Behörden, die Kripo und die Staatsanwaltschaft weitergegeben.

Viele der Anrufer beschwerten sich allerdings auch über den Zeitungsartikel selbst, sie meinten, er sei tendeziös und hätte viel zu lange auf sich warten lassen. Für solche Beschwerden ist eigentlich die Allgemeine Zeitung zuständig, bei uns rennt man da offene Türen ein, ändern können wir daran aber leider nichts. Tatsächlich hatten wir einen Online-Kommentar zu dem Artikel geschrieben, der, obwohl höflich formuliert und keinesfalls irgendwie anstößig, nicht abgedruckt wurde. Der von mir als Nachfrage formulierte Satz "Ich habe Ihnen meinen Kommentar zugeschickt, wieso veröffentlichen Sie ihn nicht? MfG Lied" wurde hingegen direkt unter dem Online-Artikel veröffentlicht. Da versteht man die Welt nicht mehr und ist geneigt, eine solche Zeitung abzubestellen. Ich habe nun nochmals versucht, einen Kommentar zu dem Artikel loszuwerden und bin gespannt, ob er auch diesesmal wieder der offensichtlichen Zensur zum Opfer fallen wird.

 

18.07.2022

Dann geht es doch viel schneller, als man denkt... Ja, die kleine Mimi hatte gestern im Abstand von fünf Minuten zwei tolle Interessenten. Beiden hätten wir Mimi sofort und ohne nachzudenken anvertraut. Ragi hätte zu Cruz/Leonie noch gerne einen Zweithund gehabt, damit wären Mutter und Tochter wieder vereint gewesen. Kurz davor hatte allerdings Simone angerufen, sie wollte mit ihrem Mann sofort losfahren und Mimi ansehen. Tja, was macht man da? Simone und Peter haben nicht eine Minute überlegt, Mimi kam, sah und siegte! Nun werden wir für Ragi ein anderes Hündchen suchen und hoffen, dass es auch bei ihr ein solcher Volltreffer wird wie bei Simone und Peter. Mimi hat nun den kleinen Louis, der vor vielen Jahren ebenfalls von uns vermittelt wurde, als Spielkameraden und natürlich wird die Kleine dort bis zum Anschlag verwöhnt. Ich hoffe, sie kann den beiden etwas über den schlimmen Verlust ihrer geliebten Lilly hinweghelfen.

Für unsere beiden hoch mit Futter und Hilfsgütern beladenen Paletten haben wir ebenfalls eine Lösung gefunden, sie werden schon morgen die Reise nach Spanien antreten. Wir haben uns riesig gefreut, nun doch so schnell eine Frachtmöglichkeit bekommen zu haben. Gleichzeitig wurden uns 5 weitere Paletten mit Futter von einer großen Firma angeboten. So viel Glück an einem Tag ist kaum zu fassen, trotzdem geht nicht alles so reibungslos, wie es sich gerade anhört. Um das Futter bei uns abladen zu können, brauchen wir einen Stapler und den haben wir leider nicht. Wenn wir da keine Lösung finden, müssen wir uns ein Auto mit großem Hänger leihen und das Futter hinter Stuttgart selbst abholen. Das wäre nicht so toll und würde uns mindestens einen ganzen Tag und viel Geld kosten...

 

17.05.2022

Wer Hunden ein neues Zuhause sucht, der muss natürlich auch damit rechnen, dass diese vor vielen Jahren vermittelten Lieblinge irgendwann sterben. Wir bekommen also nicht nur schöne Urlaubsbilder, sondern ebenfalls schlimme und ganz traurige Nachrichten. Zwei an einem Tag sind allerdings wirklich ungewöhnlich und schwer zu verkraften.

Die kleine Lilly ist aus dem Haus in den Garten geflitzt und weil sie den Postboten erwartete, der auch früher schon ein Leckerchen für sie parat hatte, auf die Straße gerannt, wo sie von einem Auto erfasst wurde. Sie war sofort tot und musste nicht mehr leiden. Das ist der einzige Trost, der nach einem solchen Unglück bleibt. Der Schmerz ist riesig und die Vorwürfe, die man sich macht, zermartern einem das Gehirn. Trotzdem wird nichts in der Welt die kleine Maus zurückbringen. Solche Unglücke passieren, Schuld hat niemand daran. Wir wissen nur allzu gut, wie sehr der Verlust eines vierbeinigen Familienmitgliedes schmerzt und wir können der Familie nur wünschen, dass die Zeit die Wunden heilt. Im Augenblick gibt es nichts, was man tun kann, um den Schmerz zu lindern.

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Auch für Lenchen ist die irdische Zeit vorbei. Sie dürfte ca. 13 - 14 Jahre alt geworden sein und hatte zum Schluss einige schlimme Gebrechen, die ihr Herrchen dazu bewogen, eine endgültige Entscheidung zu fällen. Manchmal ist es das Einzige und gleichzeitig Beste, was man für seine Freunde noch tun kann. Man muss glücklich darüber sein, dass wir sie zum Schluss erlösen können und sie sich nicht bis zum natürlichen Lebensende quälen müssen. Lena hatte auf den Azoren ein grauenhaftes Dasein, Leben konnte man das sicher nicht nennen. Dass sie und ihre Babies den Flug nach Deutschland überlebt haben, war ein Wunder. Wir haben die Tiere noch am Flughafen beschlagnahmen lassen und sie wurden in München aufgepäppelt und auch vermittelt. Zu dem Besitzer von Lena hatten wir glücklicherweise Kontakt und durften Lenas Lebensweg begleiten. Ihr Herrchen hat in all den Jahren versucht, Lena das schönste denkbare Leben zu ermöglichen. Sie wurde umsorgt und geliebt, sie war ein glücklicher Hund, der, so hoffen wir, all die schrecklichen Dinge, die sie auf den Azoren erleben musste, vergessen konnte.

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Wir konnten diese schreckliche Transporte von den Azoren stoppen und natürlich hat sich seit dieser Zeit auch auf den Azoren viel verändert. Trotzdem erleben wir auch heute noch schreckliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz, dafür müssen wir nicht einmal an die Grenzen der EU fliegen. Leider müssen wir auch heute noch Tiere aus Menschenhand retten, die Opfer von Geldgier, Tierquälerei, Verwahrlosung, Massenzucht und anderen schlimmen Dingen geworden sind, manchmal sogar direkt vor unserer Haustür. Es wäre schön, wenn unsere Arbeit einfach nicht mehr notwendig wäre - leider scheint das illusorisch zu sein.

Corona hat uns gelehrt, dass wenn es etwas gibt, mit dem man Geld verdienen kann, und sei es kriminell, unethisch oder sonstwie völlig daneben, sich immer Menschen finden, die das zu ihrer Geschäftsidee machen. Skrupel kennen die wenigsten. Hunde und Katzen zu vermehren und damit richtig Kohle zu verdienen, das war es, was während Corona-Zeiten vielen ein fettes Zusatzgehalt gebracht hat. Es wurden illusorische Preise aufgerufen und auch bezahlt, das Land wurde mit Hunden und Katzen überschwemmt, die jetzt während der Urlaubszeit oftmals einfach ausgesetzt werden. Die Tierheime sind überfüllt und auch wir bekommen täglich Anfragen. Wir sehen uns nicht in der Lage, Hunde aufzunehmen, die oftmals keinerlei Erziehung bekommen haben, nicht alleine bleiben können, schnappen und auch mal fester hinlangen, andere Hunde anfallen und nun innerhalb von Stunden weg müssen, weil man einen Flug nach Malle gebucht hat... Sorry, aber Wunder können auch wir nicht vollbringen und unseren Pflegestellen werde ich keine bissigen Hunde zumuten. Ich weiß, dass die Hunde nichts dafür können, aber wir sind an dieser Situation auch unschuldig. Die einzigen, die etwas dafür können, sind die Halter und die meinen sich jetzt locker aus der Affäre ziehen zu können.

Es sind immer die gleichen Fragen und immer die selben Antworten. "Ist der Hund geimpft?" "Nein, das müsste noch gemacht werden." "Ist der Hund (er ist übergriffig und aggressiv) kastriert?" "Nein, das wollten wir ihm nicht antun." "Was haben sie sich gedacht, wer die Kosten dafür jetzt übernehmen wird?" "Sie sind doch der Tierschutz, oder? Wir haben kein Geld dafür..." "Aber nach Malle fliegen, das geht?" "Na das war ja schon lange geplant!" usw. Diese Gespräche führen wir viel zu oft und natürlich haben wir nicht für jeden Hund Platz oder die geeignete Pflegestelle. Es kann durchaus sein, dass solche Hunde irgendwo angebunden und ausgesetzt werden, oft werden sie auch auf irgendwelchen Plattformen weitervertickt. Es ist schrecklich, aber auch wir können die Welt nicht retten.

Wie sollen wir solchen Tieren helfen, wenn wir im Augenblick nicht einmal ein neues Zuhause für unsere zuckersüße Mimi finden können? Mimi ist ein Traum-Hündchen und wir müssen wirklich aufpassen, dass wir ihrem Charme nicht erliegen. Zur Zeit gibt es tatsächlich zu viele Hunde in Deutschland und wir hoffen, dass wir auch für Tomas, der in den nächsten Woche aus Villena zu uns kommt, noch ein tolles Zuhause finden.

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Unsere Tierschutzarbeit zielt nicht darauf, Hunde nach Deutschland zu bringen und hier zu vermitteln. Wir leisten hauptsächlich Aufbauhilfe im Land direkt und versuchen mit Hilfsgütern und Futterlieferungen das Leid der Tiere zu lindern. Trotzdem holen wir zur Zeit jährlich etwa 10-15 Hunde zu uns, die aus den unterschiedlichsten Gründen in Spanien keine Chance mehr haben.

 

15.07.2022

Am nächsten Wochenende erwarten wir den kleinen Tomas aus Villena bei uns. Wir freuen uns sehr, dass bisher alles so reibungslos geklappt hat und der Wicht so schnell ein Ticket bekommen konnte. Im Augenblick ist es in Spanien unerträglich heiß und an vielen Stellen brennt es sogar. Die von uns betreuten Tierheime liegen im Augenblick zwar nicht in der Gefahrenzone, aber sicher kann man sich natürlich nie sein. Wenn der Sommer vorbei ist und der erste Regen gefallen sein wird, ist die Gefahr gebannt. Tomas wird dann wohl schon bei einer neuen Familie leben und nicht mehr an Spanien denken.

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Für uns bedeutet die heiße Zeit in Spanien natürlich immer große Probleme, die Futtervorräte sind wie immer aufgebraucht und wir versuchen wirklich alles, um wenigstens einige Paletten mit Hilfsgütern und Futter aufzutreiben. Wie wir allerdings in den letzten Monaten feststellen mussten, bedeutet Futter zu ergattern noch lange nicht, es auch nach Spanien schaffen zu können. Der Transport dort hin ist zu einem riesigen Problem geworden, das wir nicht mehr so einfach lösen können. Uns fehlt die Lagerkapazität, um mehrere Paletten kühl und mausfrei unterbringen zu können. Wenn die Abholung des Futters durch eine Spedition zeitlich nicht mehr zu garantieren ist, können wir auch keine kurzfristigen Angebote annehmen. Professionelle Lager, die Lebensmittel fachgerecht aufbewahren, sind richtig teuer und zudem würde der Transport dort hin nochmal Geld kosten. Es ist eine verzwickte Lage. Auf der einen Seite benötigen wir ganz dringend Futter und auf der anderen Seite wissen wir nicht wohin damit. Sollten wir also jetzt mal eine heiß ersehnte größere Spende bekommen, wissen wir nicht, wo wir das Futter bis zur Abholung unterbringen sollen. Es dann ablehnen zu müssen, hieße wahrscheinlich, die Quelle für immer zu verschließen und gleichzeitig die Tiere in Spanien dem Verhungern auszusetzen.

Der Krieg in der Ukraine hat mittlerweile einiges bei uns verändert, die massiv gestiegenen Energiekosten schlagen sich natürlich auch auf die Transporte der Tiere nieder, eigentlich müssten wir die Abgabegebühr massiv erhöhen. Mancher Züchter verlangt mittlerweile ganz lässig auch mal zwischen 2500 und 4000 € für seine Hunde. So etwas ist übelste Abzocke. Bei uns geht es nicht darum, an Tieren Geld zu verdienen, wir wollen eigentlich nur unsere tatsächlichen Kosten decken. Die schnellen aber seit Monaten massiv in die Höhe und so haben viele Vereine ihre Abgabegebühren schon auf 600 € erhöht. Wir hoffen, dass wir uns über Spenden noch etwas über Wasser halten können, denn selbst eine Erhöhung der Abgabegebühr würde bei uns nicht unbedingt die große Verbesserung bringen. Dafür vermitteln wir einfach viel zu wenig Hunde. Trotzdem sollte es auch nicht so sein, dass wir bei jedem Hund 100 € drauflegen müssen. Es ist eine wirklich schwierige Situation und der Krieg in der Ukraine wird uns wohl auch noch länger begleiten. Unsere Probleme werden sich also nicht so schnell lösen lassen, wahrscheinlich werden sie eher schlimmer werden. Einen Tierschutzverein durch diese turbulenten Zeiten zu bringen, ist gar nicht so einfach und ob wir das auf die Dauer wirklich schaffen, steht noch in den Sternen.

Auf jeden Fall haben wir in der letzten Woche nochmal 2 Paletten Futter ergattern können. Das steht allerdings nun bei uns in der Garage und wir sehen uns wieder dem gleichen Problem gegenüber wie schon bei den letzten Futterspenden auch. Wie bekommen wir das Futter schnellstmöglich nach Villena? Zwischen unserer Garage und den hungernden Tieren liegen immerhin fast 1800 km.

 

13.07.2022

Die Allgemeine Zeitung Worms veröffentlichte am 12.07.2022 einen Artikel, den wir leider nicht veröffentlichen dürfen und zu dem die Zeitung von uns auch keinen Kommentar zuließ.

Portz, Peter-Pascal, 12.07.2022: "Wegen eingeschläfertem Falken: Skandal um Wildtierhilfe?" in: Allgemeine Zeitung, Ausgabe Worms, Lokales (Gundersheim), URL zum Artikel: https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/alzey/vg-wonnegau/gundersheim/wegen-eingeschlafertem-falken-skandal-um-wildtierhilfe_25616959

Trotzdem möchten wir dazu Stellung beziehen:

Alleine schon die Überschrift des von einem Volontär (Peter-Pascal Portz) verfassten Artikels geht meiner Meinung nach weit an den Tatsachen vorbei. Es geht in keinster Weise nur um einen eingeschläferten Falken und natürlich auch nicht um einen "Skandal", es geht nicht einmal um eine Wildtierhilfe, denn selbst die gab es in Gundersheim nie. Die als Bildunterschrift gestellte Frage, ob Wildtiere auf einem Gundersheimer Grundstück nicht fach- und sachgerecht gehalten wurden, lässt sich eindeutig beantworten. Sie wurden es nicht und es sind einige Tiere deshalb zu Tode gekommen. Es liegen der Staatsanwaltschaft viele Anzeigen vor und sie handeln auch von schweren Verstößen gegen das Tierschutzgesetz.

Es geht um besonders geschützte Arten, um Tiere, die durch eine nicht fach- und sachgerechte Haltung massiv verletzt wurden, die durch Unkenntnis falsch gefüttert und gehalten wurden. Es geht um Tiere, die in einer fach- und sachkundigen Umgebung wohl überlebt hätten. An einem Ort, an dem aufgepäppelt und gesundgepflegt wird, hätten sie überleben können und wären wohl auch wieder ausgewildert worden. Solche Wildtierstationen werden von Fachleuten geleitet, hier reicht es nicht, zu behaupten, dass man ein Falkner ist oder alle Genehmigungen hat, hier müssen Prüfungen abgelegt und Fachkenntnisse vorgewiesen werden. Herr Klingsporn hingegen hat, wohl wissend, dass er weder die Erlaubnis zur Aufnahme solcher Tiere hat noch nachweislich über das erforderliche Fachwissen verfügt, einfach mal behauptet, dass er Falkner sei, einen Jagdschein habe, alle Genehmigungen vorlägen usw.

Es ist also ganz sicher nicht Unwissenheit, die einen Mann in eine solche Situation hat schlittern lassen, sondern der Vorsatz, sich mit fremden Federn zu schmücken und etwas vorzugeben, was man einfach nicht ist.

Beim Lesen des in der AZ erschienen Artikel stellte sich bei mir das Gefühl ein, dass der Verfasser des Zeitungsartikels wohl einige schwülstige Romane gelesen haben muss. Er zeichnet das Bild eines Renegade, der zwar alles weiß und kann, aber von den kleinkarierten Behörden einfach keine Genehmigung bekommen hat. Ich zitiere hier den Artikel auszugsweise, der natürlich keine Stimmungsmache sein darf und einfach nur die Fakten wiedergeben sollte.

"Am 14. Juni, einem Dienstag, versinkt ein kleines Waldstück nahe Gundersheim in nervöser Aufregung. Es ist 6 Uhr in der Früh, ein frischer Sommermorgen, das Gelände nordwestlich von Worms umhüllt trügerische Ruhe. Dann rücken die Polizisten an – und klopfen an der Tür der hölzernen Hütte. Als Thomas Klingsporn schlaftrunken öffnet, kramen sie einen Durchsuchungsbeschluss aus der Tasche. Für alles, was er hier so hat. Häuschen, Auto, Grundstück..."

Weiter wird geschrieben:

"Klingsporn, kurze Hosen, Camouflage-Shirt, führt durch seinen Wald. In einem Käfig gurrt eine Taube, am Bauzaun trottet ein Pferd vorbei. Dann erzählt der Rheinhesse, wie er die Tiere hier gerettet habe. Vor der Schlachtbank, verschmiert mit Schweröl, Anglerhaken in der Brust. Immer fachgerecht und nach bestem Gewissen habe er gepflegt, versichert der Westhofener – abgesehen von einem Fall vielleicht. Und der endete tödlich, das ist gar nicht lange her."

Wer das liest, bekommt unweigerlich den Eindruck, dass der Artikel von jemandem geschrieben wurde, der Herrn Klingsporn sehr zugetan ist. Die Fakten sehen leider ganz anders aus.

Die Behauptung, dass alle Tiere bei Herrn Klingsporn frei leben, ist lächerlich, die beschlagnahmten Tiere waren in viel zu kleinen Käfigen eingesperrt und bis heute lebt eine arme Wildsau auf, wie die Zeitung selbst schreibt, 4 qm! Die Vögel konnten eben leider nicht jederzeit losfliegen, sie hatten bei ihm nie ein schönes Leben. Davon konnte sich nicht nur das Veterinäramt und die untere Naturschutzbehörde überzeugen. Nein, hier wurden keine Lügen von Tierschützern verbreitet, hier gibt es seit vielen Monaten Missstände, die weder Tierschützer länger ertragen konnten, noch Behörden bereit waren zu dulden. Tatsächlich gab es nicht eine, sondern zwei Beschlagnahmungen bei Herrn Klingsporn und es gab auch nicht nur einen Falken, sondern eine Vielzahl von Tieren, die notgetötet werden mussten. Alle Tiere waren zudem entweder in zu kleinen und/oder völlig ungeeigneten Käfigen untergebracht.

Herr Klingsporn hätte im Übrigen nicht den eingeschläferten Falken melden müssen, richtig muss es heißen: Herr Klingsporn hätte keinen Falken aufnehmen dürfen, er hatte keine Genehmigung, kein Fachwissen, keine Wildtierstation. Der Vogel wurde wegen der schrecklichen Haltungsbedingungen von Amts wegen eingeschläfert, er befand sich seit vielen Wochen in desolatem Zustand, vegetierte in einer kleinen Box dahin und wurde keinem Tierarzt vorgestellt. Irgendwie klingt das für meine Ohren realistischer!

Ich bin immer noch am rätseln, was Herr Klingsporn meint, wenn er sagt: "Wenn mir jemand einen verletzen Falken bringt, dann kann ich ihn doch nicht einfach sterben lassen!" Sollen wir glauben, dass Tierärzte nur Staffage sind? Glaubt dieser Mann wirklich, dass er Kenntnisse hat, die einen Besuch beim TA überflüssig machen? Nicht er ist der Retter der Tiere, nein, leider ist es anders. Durch seine "Behandlung" auf Basis angeblicher "jahrzehntelanger Erfahrung" sind Tiere verendet und mussten notgetötet werden.

Schlimmste Selbstüberschätzung zieht sich durch das gesamte Handeln dieses Herrn. So behauptete er sogar, dass selbst Ölscheichs bei ihm anklopfen, um von seinem Fachwissen zu profitieren, er sei Mitglied des Falknerordens und habe sogar schon den Ärzten von 'Tierärzte ohne Grenzen' zur Seite gestanden. Wann das genau war, konnte er nicht mehr sagen, aber es war sicher nach seinem Aufenthalt bei der Fremdenlegion... Die Geschichten, die ganz locker und flockig aus ihm heraussprudeln, sind unglaublich.

Ganz leicht konnte auch nachgeprüft werden, dass das Grundstück, welches er für 500.000 € erworben haben will, ihm gar nicht gehört. Auch hier hat der Volontär der AZ nicht ausreichend recherchiert, schreibt er doch davon, dass Herr K. ihn durch SEINEN Wald geführt hat. Vielleicht war er zu sehr mit den gurrenden Tauben beschäftigt um zu sehen, dass hier ein obdachloser Mann ein illegal errichtetes Gartenhaus bewohnt. Unseres Wissens gibt es auf dem Grundstück weder eine Toilette noch einen Frischwasseranschluss. Wer nach eigenen Angaben über 80 Tiere versorgen will, darunter ein Pferd und 2 Wildschweine muss täglich mindestens 400 Liter Wasser zur Verfügung haben. In einem gut recherchierten Artikel, für den Herr der AZ monatelang Zeit hatte, würde ich die korrekte Antwort auch auf solche Fragen erwarten.

Nein, es handelt sich nicht um einen "privaten Feldzug" oder eine "Intrige" gegen Herrn Klingsporn, es will ihm auch keiner eins auswischen. Wir wollen, dass er endlich aufhört mit seinen "guten Taten", wir möchten, dass Menschen mit Sachkunde und den behördlichen Genehmigungen sich um in Not geratene Tiere kümmern. Nur so haben diese Tiere eine Überlebenschance. Wir möchten, dass Organisationen Spenden bekommen, die sie nachweislich für die Tiere verwenden und wir möchten nicht, dass jemand, der ein klares Verbot zur Haltung und Aufnahme von Wildtieren hat, im Internet um Spenden für eine Wildtierstation, die es nie gab, bettelt.

Wir fänden es schön, wenn Herr Klingsporn für den Winter eine warme Unterkunft hätte. Bei allem Tierschutz, der bei uns natürlich Priorität hat, sollte man natürlich nicht vergessen, dass es auch Menschen gibt, die Hilfe brauchen.

Wir finden es schade, dass wir viele Wochen lang vergeblich bei der Zeitung um einen die Bevölkerung aufklärenden Artikel gebeten haben. Viel Tierleid hätte verhindert werden können, hätten die Menschen die Wahrheit gekannt. Der jetzt erschienene Artikel liest sich für mich wie der Versuch einer Rehabilitation des Herrn Klingsporn. Behörden und Ämter stehen jedoch da wie reine Paragraphenreiter, die den guten Willen von Klingsporn nicht zu würdigen wissen.

 

11.07.2022

Manchmal muss man einfach mal etwas anderes sehen und so waren Uwe und ich gestern auf dem Markt in Veitsrodt. Ich bin zum erstenmal in meinem Leben Riesenrad gefahren und hatte wirklich ganz viel Spaß. Der Markt ist wirklich riesig und die unglaublich vielen Stände haben alles mögliche anzubieten. Wie wahrscheinlich alle, sind auch wir mit einer großen Tüte Süßigkeiten und tollen Erinnerungen nach Hause gegangen. Wir machen so etwas viel zu selten und haben uns vorgenommen, in Zukunft doch mal öfter einige Stunden Freizeit einzuschieben.

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Die kleine Leonie (Cruz) hat sich prima eingelebt, wir bekommen regelmäßig Bilder von ihr und den Katzen. Ich hätte ehrlich gesagt nicht erwartet, dass das so schnell und problemlos klappt, aber die Samtpfoten sind Hunde gewöhnt und haben sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Leonie war anfänglich etwas verunsichert, hat jetzt aber Gefallen an der Situation gefunden. Wir freuen uns sehr, dass alles so problemlos geklappt hat und die kleine Leonie nun ein behütetes und sorgenfreies Leben führen kann. Ganz lieben Dank an ihre neue Familie Ragi und Axel!

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09.07.2022

Wir möchten uns ganz herzlich bei den Kunden und Mitarbeitern des Fressnapf in Rüsselsheim bedanken! Seit langer Zeit schon wird dort für die Tierhilfe Phönix e.V. gesammelt und wir freuen uns nach jedem Anruf, eine große Menge nützlicher Dinge abholen zu dürfen. Futter, Kratzbäume, Leinen und Halsbänder, Brustgeschirre, Ergänzungsfuttermittel usw. sind natürlich Sachen, die unsere Schützlinge immer gebrauchen können. Wir möchte uns wie immer ganz herzlich bei den Kunden und Mitarbeitern bedanken!

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Für unseren kleinen Tomas steht nun endlich ein Transporttermin fest. Der liebe Junge wird noch vor Ende des Monats bei uns sein und dann sofort zu seiner Pflegestelle in Polch gehen. Renate und Gabi freuen sich schon auf ihn.

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Mimi ist noch immer bei uns und so wie es aussieht, wird sich daran auch erstmal nichts ändern. Es ist fast unglaublich, aber wir haben keine Anfrage für den kleinen Schatz. Aus diesem Grund werden wir nun öfter mal kleine Videos mit ihren Daten einstellen und hoffen, dass ihr sie in den sozialen Medien teilen werdet. In den letzten Monaten ist uns aufgefallen, dass nur noch wenige unserer Berichte geteilt wurden. Woran das liegt, wissen wir nicht. Vielleicht kann man diesen blöden Facebook-Algorithmus irgendwie durchbrechen?!

Für den am 16. Oktober in Siefersheim stattfindenden Herbstmarkt suchen wir noch fleißige Helfer. Wer den Tag mit uns zusammen in unserem Stand erleben will, der kann sich gerne jetzt schon bei uns anmelden. Es ist nicht nötig, den ganzen Tag anwesend zu sein, einige Stunden helfen uns schon weiter. Wir machen dann eine Helferliste und teilen die fleißigen Bienchen in Gruppen ein. Es wäre toll, wenn sich auch 'Neulinge' melden würden. Jede Hilfe ist willkommen! Aus der Erfahrung der letzen Jahre ist so ein Markttag wirklich schön und immer sehr lustig!

 

07.07.2022

Die beiden Alexandersittiche, die wir nun seit einiger Zeit aufpäppeln, machen große Fortschritte, mittlerweile sind sie vergesellschaftet und lernen voneinander. Das zuletzt bei uns eingegangene Tierchen hatte einen sogenannten Kollisionsschaden, es war mit einer Autofrontscheibe kollidiert und anfänglich sehr lädiert. Der Schnabelbruch verheit natürlich nur langsam, aber tatsächlich behindert er den kleinen Vogel nun nicht mehr bei der Aufnahme von Obst und Körnern. Wir hoffen, dass wir die beiden Schreihälse bald wieder auswildern können. Sie sind weder gut auf uns zu sprechen noch besonders leise. Natürlich ist das alles normal und wir sind froh darüber, dass beide Sittiche wild geblieben sind. Trotzdem kann man sich manchmal wirklich die Ohren zuhalten und sollte auch beim Füttern nicht in die Reichweite der Schnäbel kommen.

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Die ebenfalls zur Zeit in der Aufzucht lebende Elster entwickelt sich prima. Sie wird allerdings noch etwas länger brauchen, um wieder zu ihren Artgenossen können. Elstern sind wunderschöne und sehr schlaue Vögel. Wer die Aufzucht beherrscht, hat letztendlich fast immer das Problem, die Tiere wild und menschenscheu zu halten. Genau das ist allerdings die wichtigste Voraussetzung zur Auswilderung.

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Tiere, die gezähmt sind, können oft nicht mehr ausgewildert werden oder benötigen extrem lange, um sich wieder in die Natur einzugliedern. Es ist also sehr wichtig, den Kontakt mit den Vögeln auf das Nötigste zu beschränken, sie sollen nicht später Menschen anfliegen, um nach Futter zu betteln oder irgendjemanden auf der Schulter oder dem Kopf sitzen. Wildtiere gehören nicht in Käfige, sondern in die Natur und wenn wir ein Tier aufnehmen, dann muss es immer das Ziel sein, es so schnell wie möglich wieder gesund in die Natur zu entlassen.

Wir möchten an dieser Stelle nochmal ganz deutlich sagen, dass es natürlich verboten ist, junge Wildvögel wie z. B. Krähen, Eichelhäher oder auch Elstern der Natur zu entnehmen, um sie zu zähmen und als Haustiere zu halten. In der letzten Woche hatten wir leider einen solchen Fall und hätte uns nicht ein aufmerksamer Bürger angerufen, wäre die arme junge Krähe jetzt wohl tot. Jungtiere, die manchmal, aus welchen Gründen auch immer, aus dem Nest fallen und tatsächlich hilfsbedürftig sind, sollten umgehend bei Wildvogelstationen abgegeben werden.

Grundsätzlich muss die Aufzucht solcher Findelkinder unbedingt Fachleuten zu überlassen werden. Um eine artgerechte Aufzucht zu gewährleisten, sollten solche Jungvögel nach Möglichkeit in eine anerkannte Auffangstation oder Vogelpflegestation gebracht werden. Diese könnten beim NABU, den Naturschutzbehörden der Landkreise und kreisfreien Städte, Zoologischen Gärten oder auch bei Tierärzten oder Tierschutzvereinen erfragt werden.

Wichtig zu wissen! Vogelkinder, die mit nach Hause genommen werden – das Bundesnaturschutzgesetz erlaubt dies vorübergehend, sofern die Tiere tatsächlich hilfsbedürftig sind – haben selbst bei fachgerechter Pflege deutlich schlechtere Überlebenschancen als in der Natur. Niemand kann die elterliche Pflege und Fürsorge der Naturaufzucht ersetzt. Handaufzucht ist immer nur eine Notlösung!

+++ WICHTIG! WICHTIG! WICHTIG! +++

Wärmezufuhr ist am Anfang immer die wichtigste Hilfsmaßnahme. Erst wenn der Vogel normale Körpertemperatur hat, kann er wieder Nahrung aufnehmen.

Da sich die Atemöffnung direkt hinter der Zunge befindet, ist es sehr problematisch, einem Jungvogel Flüssigkeit einzugeben. Dies sollte auf jeden Fall unterbleiben!

Kommt Wasser in die Lunge, führt dies zu einer Lungenentzündung und somit zum Tod. Ein geschwächter Jungvogel, der zu wenig Flüssigkeit im Körper hat, also dehydriert ist, bekommt im Idealfall eine Infusion durch einen Tierarzt. Man kann im absoluten Notfall Wassertropfen am geschlossenen Schnabel einsickern lassen. Das eventuell so aufgenommene Wasser bringt den Vogel nicht um. Mehr bitte nicht!

 

05.07.2022

Wer sich noch nie für Bienen, Wespen, Hummeln & Co. interessiert hat und immer nur davon ausgegangen ist, dass die 'Biester' stechen und man sich ihnen beser nicht nähern sollte, der wird wahrscheinlich jetzt erstaunt auf die Bilder sehen, die Uwe von unserem kleinen Feldwespen-Volk gemacht hat.

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Unsere im Halter des Gartenschlauchs beheimateten Haus-Feldwespen sind friedliebende Papierhersteller, sie bauen ihr Nest aus verwittertem Holz und Pflanzenfasern. Die Jungköniginnen errichten zusammen ein Nest, eine setzt sich dann durch und wird zur Königin. Sie zählen zur Familie der Faltenwespen (Vespidae), das heißt, wenn sie ruht, faltet sie ihre Vorderflügel zweimal in Längsrichtung. Man erkennt sie gut an den im Flug lang herunterhängenden Beinchen und sie ist deutlich schlanker als viele anderen Wespenarten. Die Arbeiterinnen sind 11 - 15 mm lang, die Königin kann 18 mm erreichen.

Wir haben das erste Nest der kleinen Feldwespen schon im letzten Jahr entdeckt, dieses Jahr haben sie dann direkt daneben ein neues gebaut. Obwohl Pheusy hochgradig allergisch auf Wespenstiche reagiert, haben wir keine Bedenken bei den Feldwespen. Sie sind nicht besonders agressiv und sind hervorragende Insektenjäger, sie ernähren sich von kleinen Spinnen und fangen für ihre Brut große Mengen an Raupen und Fliegen. Natürlich steht auch Nektar auf ihrem Speiseplan aber besonders wählerisch sind sie nicht. Sie überleben auch auf Trockenrasen und im Siedlungsbereich.

Also bitte auf gar keinen Fall auf die kleinen fleißigen und nützlichen Wespen draufschlagen, sie tun niemanden etwas und sind wirklich friedliebende Brummer!

 

03.07.2022

Wir haben uns entschieden, in diesem Jahr kein Sommer- oder Herbstfest auszurichten. Leider haben sich nicht genug Helfer gefunden und ohne die geht es einfach nicht. Wir werden allerdings am 17. Siefersheimer Herbstmarkt teilnehmen. Das bedeutet, dass wir am Sonntag, den 16. Oktober 'Rund um das Dorfgemeinschaftshaus' mit unserem Stand vertreten sein werden. Schon jetzt bitten wir darun, dass sich die Tierfreunde bei uns melden, die gerne zum Gelingen dieses Tages beitragen und mithelfen möchten. Der Markt in Siefersheim ist wunderschön und wir waren schon mehrfach dort zu Gast. Natürlich erhoffen wir uns einen tollen Verkaufstag, wollen aber auch die Tierhilfe Phönix vorstellen und Infos über unsere Arbeit geben.

Der Finder unserer beiden Katzenbabies hat nochmal nachgefragt, ob diese denn überlebt hätten. Dabei fiel mir auf, dass ich vergessen hatte, darüber zu berichten. Hier also Bilder der kleinen Kätzchen, deren Mutter wohl nicht mehr zu ihnen zurück fand.

Vielleicht wurde sie überfahren. Die Gründe sind uns nicht bekannt, allerdings das Ergebnis. Ein Kitten war beim Auffinden schon tot und zwei nicht weit davon entfernt. Wir bedenken uns ganz herzlich bei dem engagierten Herrn, der die Kitten sofort erstversorgte und dann an uns übergab. Sie haben es beide geschafft und werden dank seinem Einsatz große und starke Katzen! Dankeschön an alle Beteiligten, speziell die Päppelstelle!

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01.07.2022

Es ist wie verhext, Mimi hat wenig Interessenten und obwohl sie ein ganz liebes Hündchen ist, völlig unproblematisch und lieb, haben wir bis heute nicht die Richtigen für sie gefunden. Ich hatte gedacht, dass sie sofort weg sein würde und alle sich um so ein Engelchen reißen - weit gefehlt. Also haben wir uns gedacht, werden wir ein Video drehen und vielleicht so jemanden finden, der sie beachtet und Interesse an ihr hat. Mimi ist nämlich ein ganz süßes Engelchen, sie ist verspielt und neugierig, sie erkundet die Welt und probiert alles aus.

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Seit einigen Tagen sind Spielzeuge ihr Ding, sie schleppt alles aus dem Garten an, dessen sie habhaft werden kann und die Spielkiste im Wohnzimmer wird ständig neu untersucht. Langsam fängt sie an Dinge zu apportieren, die wir dann werfen müssen, nicht so weit, sonst müssen wir sie selbst holen, aber schon einige Meter, die sie dann mit dem Objekt der Begierde zurückflitzt und es präsentiert, jedoch nicht unbedingt wieder hergeben will.

Angelo ist natürlich immer gerade an dem Teil interessiert, das Mimi hat und Ronnie beteiligt sich ebenfalls, er versucht ihr alles wegzuschnappen und es selbst geworfen zu bekommen. Ihm kann es gar nicht weit genug sein und er ist so schnell, dass ich aufpassen muss, ihn nicht zu treffen, weil er schon losrennt, während ich noch aushole.

Bei den im Augenblick herrschenden Temperaturen sind solche Spielchen allerdings nur früh morgens und in den Abendstunden möglich. Die Hitze hat uns alle total im Griff. Pheusy sitzt mehrmals am Tag in der Wassermuschel, eine richtige Abkühlung ist das allerdings auch nicht, denn sie wärmt sich wahnsinnig schnell auf und man muss das Wasser öfters erneuern oder Frischwasser nachlaufen lassen. Die Hunde lieben diese Wassermuschel, selbst Lupine liegt manchmal ganz entspannt darin. Sie legt den Kopf auf den Rand und chillt wie ein Mensch im Whirlpool. Trotzdem, man muss ein Auge drauf haben, denn Wespen trinken ebenfalls an dem Wasser und manchmal sind die Hunde auch an diesen Besuchern interessiert. Angelo hatte in diesem Jahr schon eine dicke Lefze, für Pheusy kann so etwas tödlich sein, denn er ist allergisch und wegen eines Stichs schon einmal fast gestorben. So hat auch der herrlichste Sommer seine Tücken und ohne alles im Auge zu behalten, geht es einfach nicht.

Bei den Pferden ist das nicht möglich, sie sind auf den Koppeln und oft genug auch außerhalb des Sichtbereichs der Kameras. Ob unser Stutchen während unserer Abwesenheit epileptische Anfälle hat, können wir also nicht feststellen. Sie bekommt jetzt ein Medikament, von dem wir uns eine Besserung erhoffen. Wenn es nicht funktioniert, müssen wir die schlimmste Entscheidung überhaupt treffen. Wir versuchen das irgendwie auszublenden und nicht ständig daran zu denken. Es gelingt uns nicht besonders gut.

 

29.06.2022

Nachdem nun Leonie (Cruz) ein tolles neues Zuhause gefunden hat, haben wir einen weiteren Schatz ausgesucht. Tomas darf bald schon Spanien verlassen und wird bei Renate und Gabi - wenn ich mich nicht sehr irre, Pflegi Nummer 27 werden. Unsere Pflegestelle in Polch ist wirklich der absolute Spitzenreiter und die beiden Pflegefrauchen sind die erfahrensten Hundemütter, die wir haben. Auch die neuen Halter von Leonie haben die beiden ganz doll gelobt. Beratung, Pflege des Hundchens auf der Pflegestelle und natürlich die Einweisung der neuen Halter sind top. So etwas ist nicht selbstverständlich und deshalb sind wir auch sehr stolz auf unsere Pflegestellen, die das alle ganz großartig machen. Ganz herzlichen Dank an euch alle! Ihr seid es, die die Hunde auf ihr Leben in Deutschland vorbereiten und ihr seid die wichtige Schnittstelle zwischen Spanien und Deutschland. Mit eurem Tun repräsentiert ihr die Tierhilfe Phönix und das macht ihr wirklich toll! Die neuen Halter, wir und natürlich die ganzen Hundchen, die ihr in ein neues, tolles Leben entlassen habt, sind euch sehr, sehr dankbar!

Wir freuen uns jetzt schon auf Tomas, er soll ein absoluter Schatz sein und wir sind sicher, dass wir auch für ihn ein wunderschönes Zuhause finden!

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Mimi ist auch noch bei uns, wahrscheinlich findet sie ihr neues Zuhause erst nach den Sommerferien... Auf jeden Fall haben wir sie schon einmal mit zum Frisör genommen, sie soll ja ganz besonders hübsch aussehen und so hat unsere liebe Sigrun Hunschok aus Seibersbach Mimi und Mickey einen tollen Sommerschnitt gemacht. Wir lieben Sigrun dafür, dass sie unglaubliche Geduld mit den Hunden hat. Wir haben noch nie ein lautes Wort bei ihr gehört oder gesehen, dass sie mal etwas fester zugefasst hätte. Mimi war wirklich unruhig und wollte erstmal gar keine neue Frisur haben, doch Sigrun hat sie wunderbar ausgetrickst und dann sogar eine tolle Frisur hingezaubert.

Ihre Geduld ist unfassbar und sie ist grundsätzlich wahnsinnig liebevoll mit den Hunden. Mickey freut sich immer schon auf seinen Termin, er weiß, dass er die ganze Zeit verwöhnt wird und Sigrun auch mal ein Leckerchen springen lässt. Ich habe mal ein paar Bilder während des Frisörbesuchs gemacht, die Hunde sehen echt relaxt aus.

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Mickey ist jetzt wieder so kurzhaarig wie ein Veloursteppich und Mimi hat einen hübschen Sommerschnitt. Jetzt sieht man endlich mal ihr niedliches Frätzchen und Mickey ist ganz stolz, dass man jetzt seine dicken Muskeln an den Hinterbeinen wieder sieht!!! :) Er ist schon ein stattlicher Rüde geworden und hat keine Ähnlichkeit mehr mit dem Häufchen Elend, das wir damals aus der Tötung geholt haben.

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27.06.2022

Cruz ist vermittelt! Wir sind ganz begeistert von dem neuen Zuhause und würden dort gerne mal Urlaub machen. Cruz heißt jetzt Leonie und wohnt auf einem Berg. Die Straße schlängelt sich nach oben und in jeder Kurve geht eine kleine Sackgasse ab, in der ein Haus steht. Der Blick über Weiden und Wälder ist herrlich. Keine Hochspannungsmasten und Windräder, kein Fluglärm und eine Ruhe, von der wir hier nur träumen können. Die Hessen haben zwar den Flughafen, aber wir haben den Krach abbekommen, irgendwie ungerecht... Leonie ist auf jeden Fall super vermittelt und wir können ganz sicher sein, dass sie ein wunderbares Leben führen wird. Hoffen wir mal, dass sich auch noch jemand für ihr Töchterchen findet!

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25.06.2022

Wir haben nette Interessenten für die kleine Cruz und wir hoffen, dass sich auch bald jemand für ihr Töchterchen Mimi melden wird. Es ist kaum zu glauben, aber Mimi hatte in den letzten Wochen nur 2 Interessenten, beide kamen leider nicht in Frage.

Eigentlich sind wir davon ausgegangen, dass die beiden kleinen Hundchen blitzschnell vermittelt sein werden. Vielleicht liegt es an der Urlaubszeit, aber bisher konnten wir die Anfragen für beide an einer Hand abzählen. Es sind perfekte kleine Hündchen, keine Problemtiere. Trotzdem war noch nicht das passende Zuhause dabei. Warten wir mal das Vorgespräch für Cruz ab, wir fahren dafür in die Aschaffenburger Ecke und sind wirklich mal gespannt.

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Jetzt haben wir einen zweiten Alexandersittich gebracht bekommen, der arme Kerl ist mit einem Auto kollidiert und hat einen Riss im Schnabel. Das wird wieder herauswachsen, braucht allerdings Zeit. Auch diesen Vogel wollte keiner aufnehmen. Man sei voll belegt, man solle ihn einfach sitzen lassen, man könne da sowieso nichts machen usw... Irgendwie schade! Es ist ein Wildvogel und auch die Klinik hat direkt darauf hingewiesen, dass die Behandlung Geld koste und man bei den Behörden bescheid sagen solle, sonst bliebe man selbst auf den Kosten sitzen. Wenn bei der Kreisverwaltung allerdings niemand mehr da ist und sich auch die Polizei nicht für einen Vogel interessiert, das Tierheim überfüllt ist und man überall nur abgewiesen wird, was ist dann der nächste Schritt? Richtig - die Leute lassen das Tier sitzen und fahren einfach weg. Man darf es den netten Findern nicht so schwer oder gar unmöglich machen, sonst werden immer mehr Wildtiere sinnlos verenden, die man mit wenig Aufwand wahrscheinlich hätte retten können. Immer nur aufs Geld zu sehen, hat wenig mit Tierschutz zu tun und gerade eine Tierklinik sollte eine kleine Reserve für Wildtiere übrig haben. Unser Finder war jedenfalls sehr nett und motiviert, er hat den Sittich zu uns gebracht und hier wird er so lange versorgt, bis er wieder alleine zurecht kommt und dann natürlich ausgewildert wird. Im Augenblick findet er seine Pflegerin echt doof und macht ein riesen Tamtam, wenn sie sich dem Käfig nahert. So muss es bleiben, denn nur ein Vogel, der wild geblieben ist, kann in der freien Natur wieder seinen Platz einnehmen.

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23.06.2022

Die letzten Tage waren wirklich stessig, der ganze Schreibkram und das ständig klingelnde Telefon machen uns langsam mürbe. Ich wünsche mir einige Tage Urlaub ohne Katastrophen. Irgendwie gibt es täglich Notfälle, die oft genug überall abgewiesen wurden und dann bei uns hängengeblieben sind. Ich versuche wirklich, jedem Tier zu helfen, und sei es nur mit dem Herausfinden der Telefonnummer einer Greifvogelstation oder einer dienstbereiten Klinik. Manchmal sind es aber auch Igel, die in einem Elektrozaun hängengeblieben und verendet sind, dann muss man hinfahren und nachsehen, ob der Schäfer den richtigen Zaun verwendet hat und die unterste Litze wirklich nicht stromführend ist, überhaupt eine Genehmigung vorliegt und, und, und. Viele Fahrten stellen sich im Nachhinein als unnötig heraus, trotzdem darf man es sich hier nicht zu leicht machen und immer nur abwiegeln. Viele Tierschutzvereine machen sich nicht einmal die Mühe rauszufahren und nachzusehen. Manchmal stellen wir solchen Kontrollen Dinge fest, die wirklich tierschutzrelevant sind und sofort abgestellt werden müssen. Ziegen, die in praller Sonne ausharren, kein Wasser haben und wo auch kein Unterstand vorhanden ist, gehören genauso dazu wie Pferde, bei denen nicht einmal ein Baum auf der Weide wächst und die ebenfalls der brennenden Sonne schutzlos ausgeliefert sind. Da sind wir dankbar, dass so mancher Bürger wirklich ein waches Auge hat und uns informiert. Andererseits werden natürlich auch blöde Nachbarschaftsstreitigkeiten oft auf unserem Buckel ausgetragen. So etwas ist lästig, unschön und natürlich unnötig!

Die Hitze hat in den letzten Tagen viele Jungvögel aus dem Nest getrieben. Im Augenblick haben wir täglich Anrufe wegen Ästlingen und auch wirklich hilfsbedürftigen Küken. Am Telefon ist das schwer zu unterscheiden. Die Leute differenzieren bei den Vögeln oft nicht und sprechen bei einem herumhüpfenden Ästling, der seine ersten Flugversuche macht, oft von einem angefahrenen oder vermeintlich verletzten Vogel. Manchmal sind auch die Beschreibungen der Tiere merkwürdig, zum Beispiel sprach letztens jemand von einem offensichtlichen Exoten, einem bunten Vogel mit blauen Federn, ganz sicher kein einheimischer Vogel. Beim genauen Hinsehen war es ein Eichelhäher.

Auch wenn es für manche Menschen eine Neuigkeit ist, in Deutschland leben wilde Papageien. Zur Zeit haben wir sogar einen in Pflege. Es sind Alexandersittiche (auch: Halsbandsittiche), die vor vielen Jahren entflogen sind und sich hier wunderbar vermehren konnten. Wer schon einmal in Mainz am Rhein spazieren war oder auch am Schiersteiner Hafen, könnte Schwärme von ihnen gesehen haben. Es sind wunderschöne grüne Sittiche, die wir mittlerweile sogar recht oft gebracht bekommen. Trotzdem gibt es natürlich auch Papageien, die entfliegen und eine Beringung tragen. Das macht es dann ganz leicht, sie dem Besitzer wieder zuzuordnen.

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21.06.2022

Wir wundern uns immer wieder, dass manche Menschen offenbar einfach nichts dazulernen. Eine Beschlagnahmung von Wildtieren und ein Verbot der Aufnahme und des Haltens solcher Tiere sollte doch ausreichend sein, um zu verstehen, was die untere Naturschutzbehörde und das Veterinäramt damit vermitteln möchten. Die sogenannte 'Wildtierhilfe Löwenherz' in Gundersheim scheint aber etwas länger als andere zu brauchen und so gab es jetzt tatsächlich eine zweite Beschlagnahmung von Wildtieren, diesesmal war dann auch noch das Sondereinsatzkommando mit dabei. Mir ist so etwas wirklich unverständlich, aber wir haben uns ja an diesem Herren auch schon zur Genüge abgearbeitet. Ganz offensichtlich hat es ja ebenfalls nichts genutzt.

Da natürlich auch weiterhin um Spenden gebettelt wurde, die für die 'Wildtierhilfe Löwenherz' sein sollten - diese aber gar nicht existent ist, dürfte es sich auch noch um einen Spendenbetrug handeln. Das Finanzamt wird sich so etwas auch nicht ewig gefallen lassen und, ehrlich gesagt, empfinden auch wir so etwas schlichtweg als Betrug und haben deshalb Schritte eingeleitet.

Dass es Herr T. K. mit der Wahrheit nicht so genau nimmt, durften wir schon einige Male miterleben, da wurde uns erzählt, dass sein Haus durch einen Brand im Nachbarhaus schwer beschädigt wurde und er deshalb alles verloren habe, dann erfuhren wir, dass es sich weder um sein Haus handelte, noch dass er etwas verloren hatte. Die von ihm widerrechtlich gehaltenen Füchse wurden auch nicht wieder ausgewildert, sondern müssen nun in einem geschützten Bereich leben, da sie von ihm gezähmt wurden und auch deshalb nicht ausgewildert werden konnten. Er hatte, vielleicht fand er es ja lustig, Bilder von sich auf der Toilette sitzend, mit der Unterhose in den Knieen hängend und einem Füchschen darin sitzend, bei Facebook veröffentlicht. Wir finden, lustig geht anders. Füchse dürfen in Menschenhand nicht gezähmt werden, sonst können sie nicht mehr ausgewildert werden. So etwas hat nichts mit Tierschutz oder gar mit Fachwissen zu tun. So etwas ist schlichtweg dumm. Ein Großteil der von ihm gehaltenen Wildtiere musste nach der Beschlagnahmung eingeschläfert werden, denn sie waren in erbärmlichen Zustand. Natürlich ist jeder, der geglaubt hatte, das es sich bei Herrn T. K. um einen Falkner handelt, ebenfalls angeschmiert gewesen. Wir wundern uns bis jetzt, wieso Herrn K. in einem Gartenhaus ohne Wasser, Strom und Toilette hausen darf. Dass er das gesamte Areal vor einigen Jahren für 500.000 € gekauft hat, halte ich ebenfalls für ein Hirngespinst.

Das Wasser des auf dem Gelände befindlichen Brunnens stinkt erbärmlich und genau mit diesem Wasser werden die noch dort verbliebenen Haustiere versorgt. Hunde, ein Pferd, Schafe, Enten und Hühner, Gänse, Bilche (geschütztes Wildtier, verboten) und leider auch zwei Wildschweine, die, mit Auflagen versehen, dort noch immer gehalten werden, müssen mit dieser stinkenden Brühe vorlieb nehmen. Das Veterinäramt ist natürlich im Bilde und sicher wird es auch irgendwann noch aktiv werden, zur Zeit allerdings hat sich Herr K. nun wohl auf Haustiere verlegt und die müssen jetzt in diesem Elend erstmal weiter ausharren. Das eine Schwein wurde in einem 100 Quadratmeter großen Gehege untergebracht, die zweite Sau vegetiert in einem kleinen Käfig dahin und ist mittlerweile völlig gestört. Die beiden Tiere können nicht vergesellschaftet werden, sie sind nicht kastriert.

Man wundert sich wirklich, wieso die Presse nicht schon längst darüber berichtet hat und die Bevölkerung endlich Kenntnis von diesen schockierenden Zuständen bekommt. Die originäre Aufgabe einer Zeitung sollte es doch wohl sein, die Bürger zu unterrichten und ggf. auch zu warnen. In diesem Fall blieb das aus und so bringen die Menschen, die nicht wissen, dass es weder eine Wildtierhilfe noch eine Tierhilfe an dieser Stelle gibt, munter weiter die Tiere zu diesem Herrn. Er verfügt weder über Fachwissen noch über die erforderlichen Genehmigungen, dass hält ihn ganz offensichtlich nicht davon ab, auch weiterhin Tiere anzunehmen und natürlich gleich die Spenden mit dazu. Wir möchten an dieser Stelle nochmal darauf aufmerksam machen, dass mittlerweile einige Strafanzeigen von uns bei der der Staatsanwaltschaft liegen. Wir hoffen, dass diese jetzt endlich tätig wird!

 

19.06.2022

Aus gegebenem Anlass möchten wir nochmal daraufhinweisen, dass es keine Wildtierstation in Gundersheim gibt. Die 'Wildtierhilfe Löwenherz' hat keine Genehmigung und darf kein Wildtier aufnehmen! Um den Tieren viel Leid zu ersparen, bitten wir darum, Fundtiere nur dort abzugeben, wo die Sach- und Fachkunde vorhanden ist! Es geht nicht darum, ein Wildtier einfach an irgendjemanden loszuwerden, sondern es in fachkundige Hände zu geben, damit es eine Überlebenschance hat. Bitte lasst euch ggf. die Genehmigungen der betreffenden Personen vorlegen! Bitte überlegt auch genau, wem ihr euer schwer verdientes Geld anvertraut. Grundsätzlich kann natürlich jeder um eine Spende bitten, aber denkt immer daran, dass nicht überall, wo Tierschutz draufsteht, auch Tierschutz drin ist! Gemeinnützige Tierschutzorganisationen, die gesetzeskonform arbeiten, dürfen eine Spendenquittung ausstellen. Das Finanzamt stellt hierzu einen Freistellungsbescheid aus. Dieser beruht auf der Prüfung der Steuerunterlagen, wobei darauf geachtet wird, dass die Vereinstätigkeit mit den Zielen der Satzung übereinstimmt. Wer nicht den privaten Lebensunterhalt von irgendwelchen Betrügern bezahlen will, sollte sich diesen Freistellungsbescheid einfach zeigen lassen.

Jemand, der also z. B. keine Genehmigung zur Haltung/Aufnahme von Wildtieren hat, kann sich kaum Wildtierhilfe nennen. Spenden unter diesem Namen einzusammeln, ist also ganz sicher nicht ok. Wie gesagt, privat kann man gerne um Spenden bitten, dann sollte man aber auch so fair sein und dazusagen, dass das Geld sicher nicht für Wildtiere verbraucht wird und man für diese Spendensammlung auch keine Genehmigung hat.

Wer sich nicht sicher ist, ob jemand tatsächlich alle Genehmigungen hat, kann das gerne bei den Behörden erfragen. Für Alzey/Worms sind das Veterinäramt in Alzey und für die Wildtiere das Amt für Naturschutz und Landespflege/Umweltschutz, ebenfalls in Alzey, zuständig. Ein Anruf genügt!

 

17.06.2022

Unsere schon vor Wochen aufgenommenen Entenküken sind nun endlich wieder in freier Natur. Wir hatten anfänglich etwas Sorge, dass sie zu zahm würden und wir Probleme beim Auswildern bekommen könnten. Zum Glück hat sich das als völlig unbegründet erwiesen, die Tierchen hatten nur menschlichen Kontakt, um sie zu füttern und das Schlafhaus zu schließen. Auch wenn die kleinen Federbälle noch so süß sind, man darf sie nicht auf den Menschen prägen. Ein zahmes Tier kann man nicht einfach wieder auswildern. Jetzt sind die beiden ausgewachsene Enten und wie es sich für Enten gehört, leben sie in einem Wasserlauf. Wir hoffen, dass sie sich im nächsten Jahr vermehren und die Population wächst.

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15.06.2022

Die 8 Paletten, die wir nach Spanien auf die Reise geschickt haben, sind endlich angekommen. Das Tierheim-Team von der Protectora Villena bedankt sich ganz herzlich bei allen Spendern und ist natürlich absolut glücklich über die vielen tollen Sachen.

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Gerade jetzt, während der Urlaubszeit ist es ganz besonders wichtig, dass wir ausreichend Futter im Lager haben. Die Monate Mai bis August sind die Zeit, in der die wenigsten Spenden eingehen. Die Menschen sind im Urlaub und kümmern sich eher um sich als um andere. In jedem Jahr müssen wir für diese Zeit ganz besonders vorsorgen. Leider sind auch in 2022 unsere Lager eher leer als voll und es ist wie immer schwierig, über die Sommermonate zu kommen.

Wir haben es nie so gemacht, dass wir euch schockierende Bilder gezeigt haben. Wir wissen, dass so etwas im Gedächtnis haften bleibt und für viele Menschen so belastend ist, dass wir das nicht verantworten wollten. Natürlich wären solche Bilder auf der anderen Seite aber auch sehr einprägsam und würden die Dringlichkeit unserer Bitten um Futter unterstreichen. Andere Vereine schockieren mit wilden Fotos und Videos und haben durchaus Erfolg damit, denn der Mensch ist ein 'Augentier'. Trotzdem denken wir, dass es für die Tierhilfe Phönix ausreichend sein muss, die Situation in Spanien zu schildern, um die Menschen dazu zu bewegen, sich vielleicht doch einmal einzubringen. Selbst kleine Spenden sind hilfreich und da wir keine Administration zu bezahlen haben und alle ehrenamtlich arbeiten, kommt auch jeder Cent dort an, wo er dringend gebraucht wird.

Für die Tiere im Tierheim ist die sommerliche Hitze genauso unerträglich wie für uns alle. Unsere Kollegen versuchen den Hunden mit kleinen Bademöglichkeiten zu helfen und natürlich werden die Beschattungen, die wir schon vor einiger Zeit nach Spanien geschickt haben, genutzt. In dieser heißen Zeit haben wir große Probleme mit kranken Hunden und Katzen, bei 45 °C im Schatten hat ein Tier mit einer Verletzung kaum noch eine Chance. Wenn es nicht sofort an einen schattigen Ort gebracht und mit Wasser versorgt wird, ist sein Schicksal besiegelt.

Dazu sind natürlich die allgegenwärtigen Parasiten im Sommer besonders aktiv. Zecken hängen in Trauben an den Ohren der Hunde, sie saugen sie regelrecht aus. So etwas gibt es in Deutschland zum Glück nicht. Die gefürchtete Sandfliege ist natürlich auch unterwegs und Tiere, die mit Leishmaniose infiziert wurden, haben leider kaum noch eine Chance auf Vermittlung. Viren, Bakterien, Blutparasiten, Verletzungen, Futtermangel und natürlich die allgegenwärtige Ignoranz sind gefährliche Feinde unserer Tiere.

Wir möchten euch nochmal auf unsere Wunschliste bei VETO aufmerksam machen und hoffen inständig, dass wir auch in diesem Jahr wieder zu den Glücklichen gehören, die an einer der tollen Aktionen von VETO teilnehmen dürfen. Ein ganzer LKW voll mit Futter würde uns alle ruhiger schlafen lassen und den Tieren das Überleben sichern.

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13.06.2022

Immer wieder müssen wir uns mit einem Thema auseinandersetzen, das uns allen viel Kopfzerbrechen und Herzschmerz bereitet. Tierquälerei ist etwas, das sich nicht immer auf den ersten Blick nachweisen lässt und natürlich ist die Bandbreite enorm groß. Angefangen von den Qualzuchten, bei denen die Tiere zum Teil nicht mal mehr richtig atmen können über die Herrschaften, die ihre Lieblinge so übergewichtig werden lassen, dass sie kaum noch gehen können bis hin zu dem sogenannten Münchhausen-Stellvertretersyndrom, bei dem Herrchen und Frauchen den Tieren absichtlich Gewalt antun, um sich dann als besorgte Retter zu inszenieren. In England und Amerika gibt es inzwischen Organisationen (National Link Coalition/USA, Links Group/Vereinigtes Königreich), die für interdisziplinäre Zusammenarbeit werben und die Verbindung zwischen Gewalt gegen Tiere und gegen Menschen in Zusammenhang bringen. Hier geht es darum, dass eine Analyse des britischen Sozialarbeiters James Stuart Hutton ergab, dass bei ca. 83 % der Familien, in denen Tierquälerei aktenkundig wurde, die Sozialbehörden die 'Herrschaften' schon kannten. Alleine in Deutschland werden in jedem Jahr mehr als 200.000 Fälle von häuslicher Gewalt erfasst, die Dunkelziffer wird weitaus höher sein, da viele Betroffene sich aus Scham gar nicht erst an die Behörden wenden.

Wer Tiere quält, ist fast immer auch eine Gefahr für Menschen. Im Umkehrschluss könnte die Tierarztpraxis vielleicht der erste Ort sein, an dem Gewalt in der Familie auffällt. Mysteriöse Verletzungen bei Tieren sollten die Ärzte sowie das tierärztliche Personal hellhörig werden lassen. Es sollte zur Ausbildung dazu gehören, solche Verletzungen erkennen zu können. Leider ist es bei uns noch völlig unbekannt, was in anderen Ländern schon Standard ist. Ein Netzwerk von ansprechbaren Hilfsorganisationen gibt es sicherlich beim Humanmediziner, nicht aber beim Tierarzt. Es müssen Schulungen angeboten werden, die Verbindungen zwischen Gewalt gegen Tiere und Menschen müssen bekannt sein und interdisziplinäre Zusammenarbeit darf kein Fremdwort mehr sein.

Tatsächlich erschien im März in einem Fachblatt für niedergelassene Ärzte ein Artikel, in dem es zum Thema hieß: Solche Fälle "kommen auch im tierärztlichen Alltag eines Kleintierpraktikers leider immer wieder vor und können den Tierarzt überfordern".

Es ist uns eine schreckliche Vorstellung, dass Menschen und Tiere in Familien Opfer von Gewalttaten werden und wir finden, es ist an der Zeit, schon während des Studiums die zukünftigen Veterinäre so zu schulen, dass sie in der Lage sind, solche Verletzungen beim Tier zu erkennen. Natürlich sollten alle Tierärzte schnellstmöglich ein Netzwerk an die Hand bekommen, das ihnen bei Verdachtsfällen behilflich ist.

Wie weit die Wut einzelner Menschen gehen kann, konnte man zuletzt an einem Landwirt erleben, der aus Zorn darüber, dass seine Ehefrau aus der gewalttätigen Beziehung flüchtete, 600 Schweine tötete!

Wer Verletzungen bei einem Tier bemerkt, die womöglich nicht durch Unfälle entstanden sind,sollte hellhörig werden. Womöglich sind nicht nur Hund oder Katz, Meerschweinchen oder Pferd in akuter Lebensgefahr!

 

11.06.2022

Für unsere beiden Pferde war es mal wieder so weit. Die Huforthopädin war da und hat sich um die Füße der beiden gekümmert. Unser Stutchen kann nicht mehr so gut auf drei Beinen stehen und braucht manchmal eine kleine Pause. Wir sind froh für jeden Tag, an dem es ihr gut geht. Dieses Jahr beobachten wir zum erstenmal, dass sie trotz Weidegang nicht zunimmt. Es ist das Alter und wir müssen einsehen, dass beide keine jungen Hüpfer mehr sind, sondern sehr alte Pferde. Der Bub hat seit seinem Sturz einen Beckenbruch, er ist sehr eingeschränkt und kann selbst nach 6 Monaten noch nicht richtig laufen. Schmerzen hat er nicht und so lassen wir ihn mit seiner Mutter auf der Koppel. Er ist ein altes Pferd und natürlich wissen wir, dass das nicht ewig so weitergehen wird. Dass die beiden Pferde trotzdem ihr Leben genießen, könnt ihr euch mal in einem Video ansehen. Als es so heiß war, haben die beiden eine Dusche bekommen, sie lieben das und genießen die Abkühlung sehr. Ich finde, man sieht ihnen das Alter nicht an.

 

09.06.2022

In den letzten Tagen überschlagen sich bei uns die Themen, wir haben wahnsinnig viel zu tun und werden ständig durch Notfälle abgerufen. Immer wieder sind es nette und sehr tierfreundliche Menschen, die uns wegen Ästlingen anrufen und nicht verstehen wollen, dass wir diese Vögelchen nicht mitnehmen. Ich kann nicht zählen, wie oft ich dieses Thema nun schon genauestens erklärt habe, trotzdem glaubt man uns oft nicht und meint, wir seien keine Tierschützer, wenn wir den fast schon flüggen Vogel nun den Katzen überlassen würden... Natürlich gibt es auch Anrufe für andere Wildtiere, manchmal sind es Greifvögel, für die der NABU zuständig ist und ab und zu sind es auch Entchen, die von der Mutter zurückgelassen wurden, Schildkröten, die wir bei den Behörden anmelden müssen oder Papageien, die nicht entflogen, sondern mittlerweile bei uns heimisch sind. Igel haben Unfälle mit Mährobotern, sind von Fliegeneiern besiedelt oder müssen aus Lichtschächten gerettet werden. Jedes Tier zählt und natürlich sollen alle eine perfekte Pflege bekommen. Es gibt immer wieder Dinge, die man dazulernen kann und manchmal gehört auch dazu, ein Buch über die Aufzucht bei uns seltener Tierarten zu lesen. Natürlich hänge ich auch oft am Telefon, um mich über die rechtlichen Hintergründe schlau zu machen. Dass wir nicht jedem Tier gerecht werden können, ist klar, allerdings dürfen wir auch nicht alle Tiere unterbringen oder über einen längeren Zeitraum beherbergen. Für alles gibt es Bestimmungen und Gesetze und natürlich versuchen wir, alles richtig und gesetzeskonform zu machen. Manchmal ist das gar nicht so einfach, da es durchaus ganz unterschiedliche Auslegungen der Gesetze gibt oder unterschiedliche Auffassungen Grund zur Nachfrage oder gar zur Diskussion geben. Mit manchen Ämtern kommt man gut klar, mit anderen weniger gut... Trotzdem muss immer eine Lösung her und im besten Fall ist sie auch für das betreffende Tier perfekt.

Zu dem normalen Wahnsinn kommt natürlich auch noch unsere eigene Bande. Mimi hat sich mittlerweile supergut integriert und mischt das Rudel auf. Sie hat sich toll entwickelt und aus dem doch eher ruhigen Hundchen ist ein vorwitziger Junghund geworden. Mimi fegt durch unseren Garten und Angelo und Lupine erziehen sie - wir natürlich auch :). Mickey ist total verliebt in das kleine schwarze Mädchen und sie legt ihm tatsächlich die kleinen Pfötchen um den Hals. Sie ist ein Engelchen. Schade nur, dass sie bisher keinen Interessenten hatte, der auch nur annähernd gepasst hätte. Menschen, die uns anschreiben und nur Forderungen an den Hund stellen, sind sicher nicht die Richtigen für die kleine Mimi. Sie sollte stubenrein sein, keine Haare verlieren, alleine bleiben können, mit Kindern perfekt sein, nichts kaputt machen, gut im Auto mitfahren können und natürlich leinenführig sein und keinen Jagdtrieb haben... hallo? Das Hundchen ist 6 Monate alt!!! Manche Dinge muss man tatsächlich mit dem Hund noch selbst erarbeiten und wer das nicht versteht, der bekommt die passende Antwort von uns.

Wir hoffen sehr, dass sich bald eine liebevolle Familie für die Kleine findet. Wier wissen, dass es in der Urlaubszeit nicht einfach ist, einen schwarzen Hund zu vermitteln. Wir wissen aber auch, dass Mimi ein Goldstück ist und dass der, der sie bekommt, einen Hauptgewinn machen wird.

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07.06.2022

Die Paletten sind endlich abgeholt worden. Ich kann euch gar nicht sagen, wie groß der Stein ist, der mir gerade vom Herzen gefallen ist! Ich bedanke mich ganz ganz herzlich bei den netten Mitarbeitern der Spedition, die das für uns und die Tiere möglich gemacht haben! DANKE, DANKE, DANKE!!!

Ein ganz herzliches Dankeschön geht natürlich auch an alle unsere Spender. Ohne eure Hilfe würden die Tiere in Spanien oft genug vor einem leeren Napf sitzen! Ihr seid einfach toll und überrascht uns immer wieder mit großartigen und ganz unverhofften Spenden. Diesesmal haben wir nicht nur viel Futter auf die Paletten packen können sondern hatten Transportboxen, Kratzbäume, Spielzeuge, Leinen und Halsbänder sowie eine halbe Palette Leckerchen und auch noch einige tolle Sachen für die Krankenstation mit dabei. Ganz oben drauf haben wir dann sogar noch einen Infusionsständer gepackt!

Ich bin ganz sicher, unsere Kollegen in Spanien machen Luftsprünge vor Glück.

Danke an alle, die mitgeholfen haben, diese große Spende möglich zu machen!

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05.06.2022

Natürlich passieren immer genau dann, wenn man es nicht gebrauchen kann, Dinge, die nicht vorhersehbar sind und uns wirklich ein Bein stellen. Diesesmal ist es die Waschmaschine, die kaputt und offenbar nicht mehr zu reparieren ist. In meinem Leben habe ich mich noch nicht mit Einspülkästen und Waschtrommelstoßdämpfern beschäftigt, jetzt muss ich es wohl tun. Unsere Msachine ist sehr alt, aber eben auch sehr groß und eine Waschmaschine mit 11 kg Fassungsvermögen und einer riesigen Öffnung findet sich nicht so leicht. Zudem sind wir Verfechter von alten Maschinen und wollen nicht immer alles sofort wegwerfen. Unserer Erfahrung nach halten die alten Dinger oft erheblich länger als die neuen. Das Problem ist nur, irgendwann gibt es keine Ersatzteile mehr und genau da sind wir jetzt angekommen. Dieser verflixte Einspülkasten wird einfach nicht mehr hergestellt und ohne ihn geht es eben nicht. Bisher ist mir noch keine Lösung eingefallen und so lange ich das Problem nicht im Griff habe, muss unsere Ersatzmaschine ran.

Jeder, der viele Tiere hat, der weiß, dass eine kaputte Waschmaschine der Super-GAU ist, doch natürlich hat die kluge Hausfrau deshalb noch ein Ersatzmaschinchen in petto.... :) Trotzdem: Weiß jemand, wie man einen abgerissenen Plastikstutzen wieder absolut dich an einen Einspülkasten dran kriegt. Das muss dicht sein, sonst tropft es auf die Stoßdämpfer und die sind dann die nächsten die kaputt gehen... Ich weiß nicht, ob es möglich ist, Plastik zu verschweißen, mit Silikon kleben geht jedenfalls mal nicht. Kann man einen Einspülkasten in einem 3D-Drucker anfertigen? Was kostet das? Kann mir da bitte mal jemand helfen!!!??? :( (Die Ersatzmaschine ist natürlich eine Notlösung und kann unserer tollen, fast 15 Jahre alten Bauknecht Big nicht das Wasser reichen!)

 

03.06.2022

Ich bin wirklich viele Tage damit beschäftigt gewesen, eine Spedition zu finden, die unsere mittlerweile 8 Paletten nach Villena bringt. Man hört es ja tatsächlich überall - es ist problematisch, etwas per LKW liefern zu lassen. Wenn selbst die Regale in den Supermärkten leer bleiben, dann scheint es ein großes Problem zu geben. Nun leidet die Branche nicht nur an mangelnden Rohstoffen, sondern auch an Fahrern, die die Sachen - wenn dann verfügbar - durch die Lande schippern.

Dass wir so schnell nicht aufgeben, wenn es um hungernde Tiere geht, das weiß jeder, der uns kennt und so habe ich es tatsächlich doch noch geschafft, einen Transport zu ergattern. Wenn alles gut geht, werden die Paletten am Dienstag abgeholt und könnten schon Ende der Woche in der Protectora sein.

Uwe hat direkt begonnen zu packen und die ausgelagerten Sachen wieder nach Armsheim zu holen. Bis alles aufgestapelt und anständig verpackt und foliert ist, wird einige Zeit vergehen. Hoffen wir mal, dass es nicht regnet! Leider haben wir keine Halle und unsere Garage ist auch schon voll...

 

01.06.2022

Leider waren die ersten Interessenten für unsere Hundchen nicht die Richtigen. Wir hoffen, dass sich in den nächsten Tagen noch weitere Hundfreunde melden werden. Auch wenn es vielleicht bei einigen Menschen Unverständnis hervorruft - wir vermitteln die Hunde nicht an voll berufstätige Menschen. Wir möchten, dass unsere Tiere nicht den ganzen Tag alleine sind, sondern als Familienmitglied leben und so oft wie möglich mit dabei sein dürfen. Da wir Vorkontrollen machen, haben wir den Vermittlungsradius auf max. 100 km beschränkt, weiter können wir einfach nicht fahren. Wir beauftragen auch keine uns fremden Menschen mit Vorkontrollen, das heißt, wenn jemand aus Bayern sich für unsere Hunde interessiert, dann klappt das mit der Vermittlung nicht. Wir bitten dafür um Verständnis!

 

 

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aktualisiert am 28.09.2022

 

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