Phönix-Tagebuch

Hallo an alle Freunde, Mitglieder und Gönner der Tierhilfe Phönix e.V. sowie an alle, die an unserer Tierschutzarbeit interessiert sind.

Wir haben jeden Tag so viele unterschiedliche Dinge für den Verein zu tun und es passiert so viel, dass wir euch hier alle etwas an unserer Arbeit teilhaben lassen.

Hier könnt ihr mitverfolgen, was bei uns so los ist.

Jeden Monat versenken wir die alten Tagesberichte im Archiv. Dort könnt ihr, wenn ihr wollt, nochmal nachlesen, was so passiert ist.
 


 

26.02.2024

Lana (Chaparra) macht ihren neuen Haltern nur Freude. Sie versteht sich mit den Katzen und mag die alte Hundedame sehr gerne leiden. Diese wiederum blüht in Gesellschaft der jungen Galga regelrecht auf. Wir sind alle sehr, sehr glücklich über diese gelunge Vermittlung.

In Spanien ist nun wieder ein Platz frei geworden, der sicher schon wieder von einem armen Galgo besetzt wurde. Gestern haben wir Bilder eines Galgos bekommen, der schlimmste Schürfwunden am Kopf hat. "Khan" hat (mittlerweile) sein rechtes Auge verloren und seine gesamte Kopfseite ist in Mitleidenschaft gezogen worden. Alles ist dick angeschwollen. Das rechte Jochbein ist gebrochen, die rechte Kieferhälfte hat einen Trümmerbruch und ein Ellenbogen war ausgekugelt. Zu allem Unglück wurde vor kurzem auch noch mit Schrot auf ihn geschossen. Wir wissen nicht, was dem armen Hund widerfahren ist und können nur hoffen, dass sich auch für ihn jemand findet, der ihn adoptiert und liebt.

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Die Kosten für die zum Teil schwer verletzten Hunde können die Tierschutzvereine nicht alleine stemmen, wenn dann noch die Futterrechnungen dazukommen ist die Entscheidung Futter oder Operation gar nicht möglich. Viele Vereine bekommen vom Großhändler schon lange nichts mehr geliefert, weil noch alte Rechnungen offen stehen, andere wechseln so oft wie möglich die Tierärzte, damit die Rechnungen nicht allzu hoch ausfallen. Wenn sich Tierärzte weigern, Tiere zu behandeln, weil noch viel Geld zu bezahlen ist, dann ist das mit das Schlimmste, was passieren kann.

Die VETO-Aktion hat bisher knapp 13 LKW voll mit Futter eingespielt, das ist ein großartiger Erfolg! Für uns bedeutet das, dass wir wahrscheinlich einen ganzen LKW voll mit dem für die Tiere lebenswichtigen Futter bekommen können. Damit können die Protectora Villena sowie viele befreundete Vereine in Spanien einige Wochen sorgenfrei überleben. Da VETO zusätzlich zu dem gespendeten Futter auch noch eine Geldspende überweist, können wir vielleicht sogar die eine oder andere liegengebliebene Rechnungen begleichen.

Wir sind mehr als dankbar für eure Spenden, ohne dieses Futter hätten wir keine Chance, die Wintermonate zu überstehen und die Galgos, Podencos und Jagdhunde könnten nicht überleben. Leider gibt es in spanischen Protetoras eigentlich keine Zeit, in der man nicht von Sorgen geplagt wird. Wenn genug Futter da ist (was eigentlich so gut wie nie der Fall ist), dann müssen Rechnungen für die Kliniken bezahlt werden. Die meisten Protectoras haben keinen angestellten Tierarzt und müssen die Tiere grundsätzlich auswärts behandeln lassen. Wir brauchen auch immer wieder die Unterstützung einer Klinik, weil unsere Tierärztin nicht die Ausstattung hat, um große OPs durchführen zu können. Eine Tierklinik zu unterhalten ist etwas anderes als Impfungen, Kastrationen und kleinere Verletzungen zu behandeln. Die Kosten für die Klinikaufenthalte schlagen mit vielen tausend Euro im Monat zu Buche. Sie müssen aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden bezahlt werden. Auf städtische Unterstützung hofft man in Spanien vergebens. Rechnungen nicht bezahlen zu können, bedeutet keine Tiere mehr behandelt zu bekommen, das ist in Spanien nicht anders als bei uns in Deutschland.

Niemand kann ohne Bezahlung eine große Klinik unterhalten. Wir versuchen immer mal wieder, größere Operationen zu bezahlen. Darüber berichten wir natürlich grundsätzlich und freuen uns wie verrückt, wenn ihr uns dabei unterstützt. So konnte in den letzten Jahren vielen Hunden und Katzen das Leben gerettet werden und die Kasse der Protectora wurde damit nicht zusätzlich belastet. Natürlich sind auch wir nicht in der Lage, immer für OPs aufzukommen, aber es gibt außer uns glücklicherweise auch noch andere Vereine, die die Protectoras unterstützen.

Grundsätzlich gilt aber leider, ohne die Hilfe aus Deutschland können die spanischen Tierschützer noch nicht überleben. Hätte Corona uns nicht so riesige Pobleme hinterlassen, wären wir sicher schon ein gutes Stück weiter, so machen wir zwei Schritte nach vorne und oftmals direkt wieder zwei zurück. Es ist schrecklich mitanzusehen, wie Tiere leiden und deshalb werden wir so schnell nicht aufgeben. Ich muss allerdings erwähnen, dass auch ich nicht unsterblich bin und wenn es nicht gut läuft, weiß ich nicht, wer unsere Arbeit weiterführen soll. Ihr wisst ja, dass wir große Mengen Futter nach Spanien schicken und wenn das wegfällt, werden viele Protectoras komplett ohne Futter dastehen. Da Futter der größte Posten ist und das meiste Geld verschlingt, werden einige aufgeben müssen. Alleine die Vorstellung, dass so etwas durchaus passieren kann, macht mir unglaubliche Angst.

Ich hoffe, dass wir Zeit genug haben werden, die meisten unserer 'Schützlinge' auf stabile eigene Beine zu stellen. Wir bitten euch deshalb immer wieder mal um Hilfe. Im Augenblick sind es die Galgos und im Sommer sind es andere Probleme, mit denen wir uns herumschlagen. Deshalb ist es unglaublich wichtig, dass die Spendenbereitschaft nicht nachlässt, wir tun alles, was möglich ist, um Futter für die Tiere zu ergattern. Ohne Futter geht gar nichts mehr und die Tiere sterben. Bitte unterstützt uns auch weiterhin und spendet Futter:

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Eure Spenden haben es uns möglich gemacht, auch Lana zu retten und ihr ein gutes Leben in Deutschland zu ermöglichen. Bestimmt freut ihr euch genauso wie wir an den tollen Bildern, die wir von den neuen Haltern geschickt bekommen haben!

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Wir möchten euch auch nochmal an unseren tollen Harry erinnern, er ist schon in Deutschland und sucht noch seine Familie. Harry ist ein Basenji-Mix-Rüde, der gerade mal ein Jahr alt und ein wirklich toller Kumpel ist. Wer Harry bekommt, hat einen Lottogewinn gemacht, eine treuere Seele wird er kaum finden. Harry ist ein Goldstück und uns ist, ehrlich gesagt, nicht klar, wieso er noch nicht vermittelt ist. Sein Bruder ist direkt zu einem Tierarzt gegangen und Harry wartet jetzt schon viel zu lange auf seine eigene Familie. Wer sich für den Buben interessiert, kann ihn in Polch/Mayen besuchen. Bitte denkt daran, dass wir gundsätzlich Vorgespräche führen und uns ansehen, wohin unsere Hunde gehen. Wir vermitteln deshalb nur im Umkreis von 100 km.

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Wir bedanken uns ganz herzlich für die Hilfe von Christiane Priester, die auf unserer Wunschliste von VETO Futter gespendet hat. Vielen Dank auch an Dagmar, die uns Jäckchen und andere nützliche Dinge für die Tiere der Protectora persönlich in Armsheim vorbeigebracht hat. Danke auch an Frau M. aus W. (sie möchte anonym spenden), die einen riesigen 25-kg-Sack Hundefutter abgegeben hat!

 

24.02.2024

Lana ist heute vormittag angekommen, sie hatte eine gute Fahrt mit einem Profi-Transport- Unternehmen, das wir extra für Lana gebucht hatten. Wir haben schon mehrfach Hunde mit Laura transportiert und waren immer sehr glücklich über den Zustand, in dem wir die Tiere übergeben bekommen haben. So ein Erste-Klasse-Transport ist zwar nicht gerade billig, garantiert aber einen legalen und absolut reibungslosen Ablauf. Die Hunde steigen genauso frisch aus, wie sie eingestiegen sind, sie haben nach einem solchen Transport keine Angst vor dem Autofahren und sind auch nicht mit Kot und Urin besudelt.

Leider gibt es auch einige Transporteure, die sicher günstiger fahren, aber dafür weder auf die Hunde achten noch eine Überwachung haben oder gar eine funktionierende Klimaanlage oder Heizung. Wir haben schon Transporte gesehen, bei denen Hunde und Katzen zusammen transportiert wurden und die Katzen direkt unter dem Kühlpilz standen. Vielleicht könnt ihr euch auch noch daran erinnern, dass wir Transporte angezeigt hatten, bei denen statt einer Lüftung/Klima/Heizung nur flexible Staubsaugerrohre in die Lüftung der Fahrerkabine gesteckt wurden und so die Luft nach hinten leiten sollten. So erlischt tatsächlich die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs und es dürfte gar keine Frage sein, dass so ein Tiertransport niemals erlaubt sein dürfte. Trotzdem mussten wir lange darum kämpfen, dass ein deutscher Verein diese Transporte nicht mehr fahren durfte.

Lana ist ist mit Laura auf jeden Fall sehr komfortabel gefahren und hat relaxt Deutschland erreicht. Nach einer kurzen Autobahnfahrt haben wir sie mit unseren Hunden zusammengebracht, sie durfte erstmal im Garten rennen und auch etwas futtern. Lana war müde und hat es sich dann irgendwann auf dem Sofa bequem gemacht. Bis ihre neuen Halter kamen, war sie schon akklimatisiert und auch interessiert. Mittlerweile ist die hübsche Maus in ihrem neuen Zuhause angekommen. Sie hat gegessen und getrunken und sich mit den Katzen und der noch im Haushalt lebenden Hündin angefreundet. Lana ruht sich jetzt aus und wird in den nächsten Wochen einiges lernen, dazu gehört auch, dass sie jetzt ein ruhiges Leben ohne Qual und Leid führen darf. Wir freuen uns riesig für sie!

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22.02.2024

Morgen wird Chaparra den Weg nach Deutschland antreten. Sie ist geimpft, kastriert, gechipt und natürlich hat sie einen ausführlichen Bluttest im Gepäck. Wir haben von der lieben Hundedame ein Röntgenbild der Hüfte und des Rückens gemacht. Auch wenn das die neuen Halter nicht wichtig fanden, bot es sich bei der Kastrtionsnarkose einfach an und wurde mitgemacht. Alles ist in bester Ordnung und so wird Chaparra ihre Reise am Freitag beginnen. Wir wissen, dass das liebe Hundemädchen mit Katzen kein Problem hat und so dürfte es auch keine Schwierigkeiten in ihrem neuen Zuhause geben. Dort wird sie von einer schon recht alten Galgo-Mix-Dame und einigen lieben Katzen empfangen werden. Sie wird für ihr neues Zuhause und den Neuanfang in ihrem jetzt sehr behüteten und von Liebe und Herzlichkeit geprägten Leben natürlich auch einen neuen Namen bekommen. Annette und Peter haben sich für Lana entschieden.

Wir freuen uns sehr auf die Ankunft der wunderschönen Galga. Die Zeit beim Jäger und im Tierheim ist vorbei und ihr neues Leben kann beginnen. Wir möchten trotzdem nochmal darauf hinweisen, dass diese Vermittlung eine der wenigen ist, bei der wir keine Pflegestelle zwischenschalten. Wir kennen die neuen Besitzer seit ca. 15 Jahren, sie hatten schon zwei Galgo-Mixe von uns und kennen sich mit der Rasse bestens aus. Annette und Peter waren die ganze Zeit mit einbezogen, kennen jedes Blutergebnis und sind über alles immer sofort informiert worden. Es ist also keine Abgabe eines Hundes wie aus dem Katalog, sondern eine wohlüberlegte und länger geplante Vermittlung, die am Samstag endlich zu einem glücklichen Ende kommen wird. Wir werden Lana und ihre neuen Halter, natürlich genauso wie bei jeder anderen Vermittlung, auch die erste Zeit intensiv begleiten und werden uns freuen, wenn alles gut klappt und die ganze Familie auch für die nächsten 15 Jahre den Kontakt nicht abreißen lassen wird.

 

20.02.2024

Endlich bin ich wieder daheim. Nach zwei Wochen durfte ich das Krankenhaus in Fulda verlassen und soll mich jetzt in Ruhe auskurieren. Natürlich kann ich noch nicht viel machen und selbst die kleinste Anstrengung bringt mich zum Keuchen, aber es wird werden. In etwa drei Monaten werde ich drei Wochen lang in Schottland sein und bis dahin will ich wieder soweit gesund sein, dass ich die wunderschöne Natur der Highlands nicht nur aus dem Auto bewundern kann. Jetzt sind erstmal drei Wochen Nichtstun angesagt und wie ich feststelle, ist das gar nicht so einfach! Uwe hat hier natürlich die Stellung gehalten, aber es sind auch Sachen liegengeblieben, die jetzt erledigt werden müssen.

Mickey hat es geschafft, sich einen Eckzahn abzubrechen, am Montag hat Uwe schon den Termin beim Tierarzt/Zahnarzt in Alzey. So etwas ist sicher schmerzhaft und Mickey bekommt deshalb natürlich jetzt schon Schmerzmittel. Er ist wirklich ein Unglückswurm und ich hoffe, dass sein Eckzahn irgendwie erhalten werden kann, vielleicht kann man den Zahn füllen und Überkronen. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, was heute auf diesem Gebiet so alles möglich ist. Früher hat man den Zahn einfach nicht weiter beachtet, niemand hat sich Gedanken darüber gemacht, ob so etwas schmerzt oder nicht. Heute sieht man das glücklicherweise anders und so gibt es Tierärzte, die sich auf Zahnheilkunde spezialisiert haben. Am Monatg werden wir wissen, ob er den Zahn verliert oder vielleicht in Zukunft mit einem 'Goldzahn' rumläuft.

Uwe hatte euch schon berichtet, dass die drei Paletten mit Spenden auf dem Weg nach Spanien sind. Bei dem ganzen Stress hatte er keine Bilder gemacht, was ja nicht schlimm ist, weil die Spanier die Paletten bei der Ankunft immer auch nochmal fotografieren und wir so den Nachweis des erfolgreichen Transportes haben. Hier ist also das Bild der drei Paletten.

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Wir freuen uns riesig, dass wir schon Futter mitschicken konnten und natürlich Mäntelchen für die Galgos. Ich hoffe, dass wir bald 'Tragefotos' bekommen, damit die fleißigen Näherinnen auch sehen, dass die Mäntelchen tatsächlich genutzt werden.

Die Spendenaktion für Galgos/Podencos/Jagdhunde von VETO, bei der wir glücklicherweise mitmachen durften, ist gut angelaufen. Wir bekommen immer mal wieder eine Spende auf unsere Wunschliste, zuletzt von Corinna Walter. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich! Das Futter, das direkt auf unserer Wunschliste gespendet wird, ist nur für die Tierhilfe Phönix. Futter, das über die VETO-Plattform gespendet wird, wird auf die an der Aktion teilnehmenden Vereine aufgeteilt. Mittlerweile sind schon fast 10 LKW so zusammengekommen und da die Aktion noch etwas läuft, hoffen auch wir auf einen kompletten Zug mit 33 Paletten voll mit tollem Futter für die armen und ausgezehrten Tiere.

Wir möchten euch nochmal bitten, diese Spendenaktion zu unterstützen. Ohne eure Hilfe schaffen das die teilnehmenden Vereine nicht. Auch bei uns ist das Futterlager immer viel zu schnell wieder leer. Da wir viele andere Tierheime unterstützen und sich alle, die dringend Futter brauchen, bei uns versorgen dürfen, ist es eine Katastrophe, wenn unser Lager leer ist. Andere Vereine abweisen zu müssen, heißt, die Tiere verhungern zu lassen. Uns allen ist das ein schrecklicher Gedanke, der uns den Schlaf raubt. Wir sind grundsätzlich auf die Hilfe von tierlieben Spendern angewiesen, bleiben die Spenden aus, sterben die Tiere in Spanien. Es ist eine grausame Wahrheit, die keiner gerne ausspricht, aber es ist eine Tatsache. Die meisten Vereine sind noch lange nicht in der Lage, sich alleine ohne Futterspenden über Wasser zu halten. Es liegt noch viel Arbeit vor uns und die können wir nur mit eurer Hilfe bewältigen. Bitte lasst uns und die Hunde der Protectoras nicht allein. Helft mit, die Tiere am Leben zu halten und gebt ihnen so die Chance auf ein schönes neues Leben bei Tierfreunden.

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Ganz besonders freuen wir uns darüber, dass das erste Galgo-Mädchen am Samstag schon zu uns nach Deutschland kommt. Die Kleine ist völlig gesund aber leider hat sie schlimme Dinge erlebt und kam am ganzen Körper zitternd in die Proectora.

Annette und Peter die jahrelange Erfahrung mit Galgos haben, werden die kleine Langnase pflegen. Ich bin ganz sicher, dass sie blitzschnell merken wird, dass sie jetzt nichts mehr Schlimmes zu erwarten hat. Ihre Seele wird heilen, so wie es bei all den Windhunden war, die wir bisher aus Spanien geholt haben. Das braucht natürlich immer Zeit, aber die bekommen alle Hunde von uns. Es ist manchmal unglaublich, wie schnell sich die Hunde neu orientieren, kaum sehen sie unseren Garten und die anderen Hunde, sind sie zum Spielen aufgelegt und drehen fröhlich ihre Kreise. Wir hoffen, dass auch Lana (Chaparra) schnell merkt, dass ihr grauenhaftes Leben nun vorbei ist und für sie ab jetzt nur noch die Sonne scheint!

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17.02.2024

Hallo ihr Lieben,

ich liege immer noch im Krankenhaus und obwohl ich wirklich ganz brav alle Anweisungen befolge, gibt es immer mal wieder wieder einen Rückschlag. Ich bekomme seit Tagen abends immer Fieber und habe einen sogenannten Pleura-Erguss. Es gibt schöneres, aber sicher auch schlimmeres. Man muss es nehmen, wie es ist und ich kann nur hoffen, dass es bald besser wird. Die Opioide werden jetzt abgesetzt und bis zur Entlassung soll ich ohne sie zurecht kommen. Ich kriege Tabletten gegen das Fieber und muss Atemübungen machen. Noch ist das sehr, sehr anstrengend und tut auch manchmal weh, es wird aber wohl besser werden, jedenfalls hat man mir das versprochen. Alles in allem ist es eine sehr anstrengende Sache.

Ich fühle mich im Klinikum Fulda aber wirklich gut aufgehoben und bereue die Entscheidung nicht. Mit etwas Glück bin ich in der nächsten Woche wieder daheim und habe das Schlimmste überstanden. Ich danke euch allen für eure lieben Worte und die Genesungswünsche. Wenn man so weit von daheim weg ist und keinen Besuch bekommen kann, freut man sich umso mehr, so etwas zu lesen. Mir hat es Kraft gegeben und die Zuversicht, nicht alleine zu sein. Dafür danke ich euch ganz herzlich. Auf jeden Fall befinde ich mich jetzt schon auf der Ziellinie und sicher ist das Schlimmste überstanden. Den Rest schaffe ich auch noch, ganz sicher! Danke an alle, die an mich gedacht haben.

Eure Edith

 

16.02.2024

Wir haben heute den Siefersheimer Herbstmarkt zugesagt. Seit einigen Jahren sind wir dort regelmäßig zu Gast und hatten immer eine tolle Resonanz. Auch wenn der Herbst noch weit vor uns liegt, würden wir uns sehr freuen, wenn jemand jetzt schon als Helfer zusagen kann. Um einen solchen Markt zu organisieren, brauchen wir so viele fleißige Hände wie irgendwie möglich. Ob noch weitere Märkte dazukommen werden, wird letztlich davon abhängig sein, ob sich genügend Helfer melden.

Wir sind immer froh, wenn wir an den Markttagen die Gelegenheit, unsere Arbeit vorzustellen, nutzen können. Durch den Verkauf der von unseren ehrenamtlichen Helfern gefertigten Sachen können wir unsere Vereinskasse etwas aufbessern.

Seit die neue Gebührenordnung für Tierärzte in Kraft getreten ist, haben sich unsere Kosten massiv erhöht. Wir sind also dankbar für jeden Euro, der bei uns für die Tiere eingeht.

Als nächstes steht jetzt erstmal der Transport von unserer bildschönen, aber noch sehr schüchternen Lana (Chaparra) an. Uwe konnte  Sie für übernächstes Wochenende einbuchen. Uns freut das unglaublich - gerade dieses arme, zitternde Bündel hat jetzt das große Los bei Annette und Peter gezogen. Drücken wir mal die Daumen, dass alles gut klappt und das arme Schätzchen bald sein zweites Leben beginnen kann.

 

15.02.2024

Wir möchten uns ganz herzlich für eure Spenden auf der VETO-Plattform bedanken. Für lebenswichtiges Futter haben wir von Renate Brück, einem anonymen Spender und Silvia Reinhard Spenden erhalten. Dieses Futter wird uns helfen, die völlig ausgelaugten und oft fast verhungerten Galgos, Podencos und Jagdhunde am Leben zum Halten und sie wieder zu Kräften kommen zu lassen.

Wir freuen uns riesig, dass Chaparra schon bald ausreisen darf und wir damit eine der ersten Erfolgsgeschichten der Galgo-Aktion schreiben können. Wir kennen die neuen Halter schon viele Jahre und werden garantiert immer mal wieder Bilder von der hübschen Langnase bekommen und euch über ihre Entwicklung auf dem laufenden halten.

Leider ist Chaparra nur eine von vielen tausend Hunden, die jetzt einen Lebensplatz in einer neuen Familie gefunden hat. Deshalb ist es so wichtig, dass ihr weiterhin spendet und die Aktion von VETO unterstützt. Wir können sicher nicht für alle Tiere ein tolles Zuhause finden, aber wir können Futter spenden und damit Zeit gewinnen. Eine Protectora ohne Geld für Futter kann keine Tiere mehr aufnehmen. Dank eurer Futterspenden können die Protectoras Hunde aufnehmen, die sonst in denn Perreras gelandet wären.

Wir müssen sie tierärztlich versorgen können und natürlich muss ausreichend Futter im Lager stehen, um Zeit für die Vermittlung zu haben. Es geht nicht darum, alle Hunde kopflos aufzunehmen, sondern sie auch anständig zu versorgen und an die passenden Menschen zu vermitteln. Darum bitten wir nochmal ganz herzlich um eine Futterspende über unsere Wunschliste:

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Ich möchte euch Harry nochmal ans Herz legen. Der Bub hat sich zu einem echten Glückstreffer entwickelt und ich weiß, dass derjenige, der ihn bekommt, einen Freund fürs Leben hat. Harry ist natürlich schon stubenrein und hört wirklich sehr gut. Er ist mit anderen Hunden problemlos verträglich und ich könnte mir gut vorstellen, dass auch Katzen kein Problem sind. Harry ist geimpft und gechipt, er hat einen unauffälligen Mittelmeertest und auch die Kastration wurde schon in Spanien gemacht. Er ist ein Goldstück und wer sich für den Bub interessiert, kann sich gerne bei uns melden!

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14.02.2024

Hallo ihr Lieben, wir wünschen euch allen einen wunderschönen Valentinstag. Wir hoffen, dass Annette und Peter sich ganz besonders über ihr 'Geschenk' gefreut haben, heute bekamen wir das Go für die süße Galgo-Dame Chaparra. Ihr erinnert euch sicher an das zitternde Bündel, das seine Hoffnung schon aufgegeben hatte (hier das herzzerreißende Video). Jetzt sind ihre Impfung, die Bluttests, Röntgenbefunde und die Kastration gemacht und die Maus wird nach Deutschland umziehen. Wir freuen uns über den gelungenen Valentinstag und drücken die Daumen für einen schnellen Transport ins neue Zuhause!

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13.02.2024

Edith macht große Fortschritte. Ich habe eine Weile nichts mehr darüber geschrieben, weil es täglich auf und ab ging. Nun ist das Schlimmste überstanden und mit viel Glück kann Sie vielleicht am Wochenende zu Hause sein. Hier seht ihr sie bei ihrer Lieblingsatemübung.

Heute sind endlich die drei Paletten mit euren Sach- und Futterspenden abgeholt worden. Wir haben zwei Wochen gewartet und dann ging es sehr schnell. Ich war gerade dabei, die letzte Palette nochmal umzupacken, um die in der Zwischenzeit eingetroffenen Spenden noch mit drauf zu kriegen, da war der LKW auch schon da. Ich musste mich dann so beeilen, dass ich glatt vergessen habe, ein Foto zu machen. Egal, bestimmt bekommen wir wieder Fotos von der Ankunft in Spanien...

 

11.02.2024

Die VETO-Kampagne "Hilfe für Galgos in Not" läuft auf vollen Touren. Bitte helft mit Futterspenden, damit unsere spanischen Kollegen die Galgo-Flut, die nach dem Ende der Jagdsaison auf die Tierheime zurollt, meistern können, ohne dass Hunde hungern müssen.

Warum die Galgos zur Zeit in aller Munde sind, liegt nicht zuletzt auch an dem neuen spanischen Tierschutzgesetz, das Ende September 2023 in Kraft getreten ist. Die Vorgeschichte dazu ist gekennzeichnet durch das übliche Geschacher der Parteien und die erfolgreiche Arbeit der Jäger-Lobby. Heraus kam dabei, dass Jagdhunde (was die Galgos in Spanien sind) von dem sehr fortschrittlichen Schutz, den das neue Gesetz für Haustiere bietet, ausgenommen sind. Ein Hund in der Familie gilt als fühlendes Wesen, der Jagdhund nicht.

Argumentiert wurde mit den bei solchen Auseinandersetzugen üblichen Scheinargumenten. Die Jagd sei doch ein kulturelles Erbe, die Jagd sei gut für die Natur wegen des ökologischen Gleichgewichts, produktiv sei die Jagd auch, denn sie erwirtschafte mit fast 200.000 Arbeitsplätzen 6,5 Millionen Euro im Jahr. Außerdem sei sie ein weitverbreiteter, toller Sport. Wenn man weiß, welchen unerträglichen Preis die Galgos für all diese schönen Errungenschaften zahlen, liest sich diese Aufzählung ganz anders. Diese Leute verhöhnen die spanische Kultur, sie verhöhnen erst Recht die Natur und sie verhöhnen die Leute, die ihren Sport über ihre eigene Leistungsfähigkeit definieren und nicht darüber, das diese folgsamen, leicht zu führenden Hunde gnadenlos aussortiert werden, und das auf die grausamste Art und Weise.

Diesen Leuten passt es nicht, dass sie ihre Hunde nicht mehr am Auto abrichten könnten, dass sie nicht mehr hemmungslos züchten dürften und dass sie die Aussortierten, an Bäumen aufgehängt, nicht mehr "Klavier spielen" lassen dürften. Oder den Hund irgendwo auf dem Land aussetzen und die Beine brechen, damit er nicht mehr zurück kann.

Wir wissen alle nicht, warum Menschen so sind, es ist aber auch egal. Jeder, der zu Mitleid fähig ist, sollte seinen kleinen Beitrag dazu leisten, dass diese Zustände beseitigt werden, oder wenigstens, dass den geretteten Hunden besser geht. Wir tun dies hier mit Trommeln für Futterspenden, damit die Protectoras in Spanien von Ihrem größten Problem, das sie haben, und das ist der Futtermangel, befreit sind. Futter ist das wichtigste. Bitte spendet hier über unsere VETO-Wunschliste:

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09.02.2024

Ich glaub es ja nicht, aber die Edith läuft seit heute morgen munter in ihrem Zimmer umher. Sogar auf dem Flur ist sie schon gesehen worden. Schwestern und Ärzte wundern sich offen. Diese Schmerzpumpe ist überaus effektiv, was ihr allerdings letzte Nacht unangenehm bewusst wurde, als die Pumpe für kurze Zeit ausgefallen war. Nun denn, alles in allem läuft das sehr gut und viel, viel besser, als das Internet es uns vorhergesagt hatte. Ich hoffe, das setzt sich so fort, dann kann sie vielleicht Anfang nächster Woche wieder nach Hause kommen.

Herzlichen Dank an Andreas Hofmann sowie an zwei weitere anonyme Spender, die auf unserer VETO-Wunschliste Futter für die Hunde der Protectora Villena gespendet haben! Bitte spendet weiter, es ist so wichtig. Hier geht's zu unserer Wunschliste:

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08.02.2024

Heute morgen war Edith's Lungenoperation und sie ist gut gelaufen. Es ist sehr ungewöhnlich, dass das vorher nicht bemerkt wurde, aber statt einem Tumor hat der Chirurg noch einen zweiten gefunden! Er ist ähnlich groß wie der erste und wurde im CT nicht bemerkt, weil sich beide überlagert haben. Das ist schlecht, weil Edith nun mehr von Ihrer Lunge einbußen musste, als geplant war, aber Gott sei Dank sind beide Tumoren gutartig. Mutmaßlich, denn wir müssen die histologische Auswertung noch abwarten. Der Chirurg hat keine Metastasen gefunden (auch gutartige Tumoren machen welche) und der Schnitt im Brustkorb ist nur etwa sechs Zentimeter lang. Und die Edith ist unerwartet agil, sie kann sogar schon wieder ein paar Schritte laufen und die Schmerzen halten sich in Grenzen. Hoffentlich bleibt das so. Ich kann es kaum glauben. Ab morgen macht sie dann Atemübungen, in Röhrchen blasen und so.

Es ist so schön, dass sich so viele von euch gemeldet haben, um zu erfahren, wie es mit Edith läuft. Und zum Daumendrücken. Dafür vielen lieben Dank!

 

06.02.2024

Hallo ihr Lieben. Morgen ist es so weit, ich werde nach Fulda ins Klinikum fahren, um am Donnerstag einen Teil meiner Lunge dort zu lassen. Es geht mir bei dem Gedanken an diese große OP nicht besonders gut, aber ich muss da wohl durch.

Falls jemand Blumen schicken möchte - bitte spendet lieber etwas auf unserer Wunschliste von VETO :). Das Futter kommt den Tieren in Spanien zugute und ihr wisst ja, dass es uns im Moment nicht nur um unsere normale Tierschutzarbeit, sondern auch um die Galgos, Podencos und Jagdhunde geht. Seit Anfang Februar ist die Jagdsaison beendet und tausende von Hunden sind ihrem Schicksal überlassen worden. Wir wollen so viele wie möglich retten und das funktioniert nur mit eurer Hilfe! Wir brauchen Futter, um die armen, völlig erschöpften und oft klapperdürren Hunde durchzubekommen. VETO hilft uns dabei, aber natürlich haben wir auch eine eigene Wunschliste, die wir selbst zusammengestellt haben. Das Futter, das dort gespendet wird, kommt nur in die Protectora Villena und wird nicht zwischen den Vereinen aufgeteilt!

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Bei allen Anliegen könnt ihr euch natürlich wie gewohnt an Uwe wenden, er vertritt mich so, als ob ich noch hier wäre. Drückt mir mal ganz feste die Daumen! In zwei bis drei Wochen bin ich wieder wie gewohnt für alle zu erreichen. Das hoffe ich jedenfalls!

 

05.02.2024

Hilfe für Galgos in Not – Wir sammeln Futter, damit unsere geretteten Schützlinge eine Chance bekommen. Mach mit:

>>> hilf.ly/hilfefuergalgosinnottierhilfephoenix

Auch in diesem Jahr sind wir wieder Teil der Futterspendenaktion Hilfe für Galgos in Not. Und das ist extrem wichtig für uns, denn die Jagdhunde werden in Spanien weiterhin nicht vom Tierschutzgesetzt geschützt! Das Leid der Galgos hat in den letzten Jahren schon viel mehr Aufmerksamkeit – in Spanien selbst und international - bekommen. Immer mehr Jäger geben ihre Hunde mittlerweile im Tierheim ab, anstatt sie zu töten. Unsere Aufklärungsarbeit zeigt Wirkung. Wir bleiben dran, denn leider dauert es seine Zeit, bis tief verankerte Traditionen durch ein Umdenken oder gesetzliche Regelungen enden. Darum kämpfen wir weiter und machen auf das Leid der Galgos aufmerksam! Sei dabei und unterstütze uns, denn gemeinsam können wir viel bewirken emoji__plus1.

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03.02.2024

Wir versuchen euch, was die Galgo-Aktion von VETO betrifft, natürlich immer auf dem Laufenden zu halten. Es ist unfassbar, wieviele Tierfreunde sich hier engagieren und sich für die gequälten Hunde stark machen. Mittlerweile haben über 6000 tierliebe Menschen bei VETO Futter gespendet und damit schon fast 5 LKW gefüllt. Ich hätte niemals mit einer solchen Resonanz gerechnet und bin völlig überwältigt.

Auf unserer Wunschliste ist natürlich nicht so viel los, wir haben einfach nicht annähernd die Reichweite, die VETO hat. Deshalb möchte ich euch alle bitten, unsere Posts mit all euren Freunden und Bekannten zu teilen. Das Leid der Tiere muss ein Thema werden, an dem keiner mehr vorbei kommt. Es ist wirklich so, dass wir jedes Kilo Futter dringend brauchen, um die Hunde ernähren zu können. Dass der normale Tierheimbetrieb weiter läuft, ist natürlich selbstverständlich. Auch dafür brauchen wir Unterstützung, wir haben die Windhunde ja jetzt zusätzlich zu dem normalen Wahnsinn, der Alltag in der Protectora ist.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Birgit Wiegand, die, genauso wie zwei anonyme Spender, auf unserer Wunschliste bei VETO Futter gespendet hat. Dieses Futter wird später dann nicht zwischen all den teilnehmenden Vereinen aufgeteilt, sondern nur für unsere Tiere in der Protectora Villena (sowie den angeschlossenen Tierheimen) sein.

Gleichzeitig möchte ich mich auch noch bei Alexandra bedanken, die nochmal ganz tolle Mäntelchen für die Hunde genäht hat. Wir staunen immer wieder, wenn Privatleute so toll nähen können, dass die Jäckchen wirklich wie gekauft aussehen. Hier nochmal ein Foto von den tollen Hundemänteln, die in Spanien so dringend gebraucht werden.

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Übrigens hat uns jemand ganz nettes total tolle Schokoladenkugeln vor die Tür gestellt. Leider war kein Briefchen oder Hinweis dabei, von wem das Präsent war. Wir bedanken uns also mal an dieser Stelle für die liebe Überraschung!

Einige wissen ja bereits, daß ich wieder unters Messer muss und da die letzte OP vom Ende Dezember nun einigermaßen verheilt ist, bereiten wir uns nun auf meine nächste große OP am 08. Februar vor. Diesesmal muss ich nach Fulda und so werden die Voruntersuchungen natürlich auch dort gemacht. Es ist eine elende Fahrerei, die viel Zeit in Anspruch nimmt und mich immer total schlaucht. Wir hoffen, dass alles gut gehen wird und die Ärzte recht behalten und ich nach drei bis sechs Monaten wieder einsatzbereit sein werde. Uwe wird wie immer die Stellung halten und sich um alles kümmern.

Hier noch das Foto von dem von Annette und Peter gespendeten Futter:

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01.02.2024

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Annette und Peter, die in unserer Abwesenheit unseren in der Hofeinfahrt stehenden Anhänger mit ganz viel Futter für die armen spanischen Galgos beladen haben. Wir haben Annette vor vielen Jahren ein Geschwisterpärchen 'Galgoletten' (Galgo-Mixe) vermittelt. Diego lebte schon seit Jahren bei ihr und ihren Kätzchen, nun kamen gleich noch zwei sehr aktive Jungtiere dazu, die alle gut auf Trab hielten. Pan und Tara haben Annette und Peter viel Freude bereitet und auch Diego gut getan, leider haben die beiden Jungs diese Welt mittlerweile hinter sich gelassen und Tara ist alleine zurückgeblieben.

So soll das natürlich nicht bleiben und deshalb hoffen wir, dass wir bald einen passenden Partner/Partnerin für Tara finden werden. Wir haben schon ein Hündchen ins Auge gefasst, allerdings stehen die lezten Untersuchungen und Tests noch aus. Dass es wieder ein Galgo werden wird, steht allerdings außer Frage. Hoffen wir mal, dass das Mädchen Katzen mag, denn das ist bei Annette und Peter die Voraussetzung für eine Adoption. Bisher hatten unsere Galgos nie Probleme mit Katzen, die im Haus leben. Draußen kann das anders aussehen, aber alles, was drinnen lebt, gehört zur Familie und wird akzeptiert.

Wir hatten vor Jahren mal einen Gartenschläfer im Haus, natürlich gehörte er nicht zu unseren 'Haustieren' und ich war ganz sicher, dass unsere Windhunde das auch so sehen würden. Weit gefehlt! Während wir hier das Wohnzimmer auf links gedreht haben, die Schränke von Wänden abgerückt wurden und das Sofa hochkant stand, beobachteten unsere Windigen das Treiben ganz interessiert, aber völlig emotionslos. Mittlerweile waren wir mit Fangnetzen und Käschern bewaffnet und jagtem dem Eindringling hinterher. Für sie gehörte der Gartenschläfer wohl irgendwie dazu und wurde akzeptiert und nicht bejagt! Deshalb mache ich mir bei dem jetzt noch anstehenden 'Katzentest' mit dem Galgo-Mädchen wenig Gedanken, ich kann mir nicht vorstellen, dass die Süße Katzen als Beute sieht. Warten wir es ab, Überraschungen gehören zum Leben dazu!

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Auf unserer Wunschliste von VETO haben wir heute einen anonymen Spender gefunden. Wir bedanken uns ganz herzlich für die Futterspende. Jede Spende hilft uns, die ganzen ausgemergelten Galgos, Podencos und Jagdhunde, die jetzt am Ende der Jagdsaison unser Tierheim in Spanien regelrecht überfluten werden, durchzufüttern.

Heute ist übrigens der Dia del Galgo, der Welt-Galgo-Tag! Es ist ein wirklich trauriger Tag, denn er markiert das Ende der spanischen Jagdsaison und der Beginn der Massentötungen von Galgos, Podencos und Jagdhunden. Wer überlebt, ist oft schwerst misshandelt, bekam die Beine gebrochen und wurde im Nirgendwo ausgesetzt. Ein kurzes und entbehrungsreiches Leben voller Hunger, Angst und Schmerzen ist damit für die meisten vorbei. Das Leben dieser armen Hunde ist für die Galgueros wertlos und selbst eine Kugel ist ihnen für die Tiere zu schade.

Wir wollen, dass diese Art der Jagd mit Hunden verboten wird. Damit würden nicht in jedem Jahr über 500.000 Windhunde von ca. 330.000 Galgueros gezüchtet. Aber wie überall geht es natürlich auch hier nicht nur um die Jagd, sondern auch um Geld. Tatsächlich werden pro Jahr durch die Zucht, Jagd und allem, was damit zusammenhängt, ca. 3 Mrd. Euro bewegt. Das 'Vergnügen' der Jagd kostet jährlich 50.000 bis 100.000 Hunde das Leben...

Tatsächlich sterben in Spanien auch mehrere zehntausend Stiere pro Jahr, nicht nur in den Arenen, sondern auch in den Übungsanstalten für Toreros. Auch dieses grausame Töten zur Belustigung des Volkes mag zwar Tradition sein, ist aber eines Landes im 21. Jahrhundert unwürdig.

Bitte unterstützt uns im Kampf gegen dieses sinnlose Töten. Helft uns, die spanische Regierung davon zu überzeugen, dass Traditionen, die das Töten und Misshandeln von Tieren beinhalten, keinesfalls mehr fortgeführt werden dürfen.

Spendet Futter für die Tiere, die das massenhafte Töten überlebt haben und gebt uns damit die Chance, ihnen zu helfen, ein Leben in Würde und bei Menschen, die sie lieben, führen zu dürfen.

Bitte spendet, eure Spende rettet Leben!

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30.01.2024

Die VETO-Aktion 'Hilfe für Galgos in Not' gewinnt immer weiter an Fahrt und so sind von über 4000 Menschen mittlerweile schon mehr als 2 LKW mit lebenswichtigem und nahrhaftem Futter für die ausgemergelten, oft schwer verletzten und traumatisierten Hunde gefüllt worden. Ich finde es großartig, dass auf den Galgo-Märschen so viele Tierfreunde zusammen gegen die Jagd mit den armen Hunden protestieren und sich mit den Vereinen, die diesen liebenwerten Geschöpfen helfen, solidarisieren.

Es ist ein Armutszeugnis, dass im 21. Jahrhundert Tieren so wenig Emphathie entgegengebracht wird. Offensichtlich sieht man in Spanien einfach über die Qual der Tiere hinweg. Egal ob Hund oder Stier, dieses sinnlose Quälen und Töten von empfindungsfähigen Tieren kann niemals, wie von den spanischn Politikern gesagt, mit dem Verlust von Arbeitsplätzen oder überkommenen Traditionen gerechtfertigt werden. Tatsächlich teilt sich Spanien da in zwei Lager. Einerseits ist die jüngere in den Städten lebende Generation überwiegend nicht mehr bereit, solches Leid zu akzeptieren und andererseits gibt es die Landbevölkerung, die tatsächlich ein ganz anderes Leben als die Städter führt und die für Tradition, Jagd und natürlich auch den Stierkampf steht. Spanien ist anders besiedelt als Deutschland und so hat manch ein Stadtmensch noch nie etwas von Jagden mit Galgos gesehen oder gehört. Es ist deshalb auch nicht möglich abzuschätzen, wieviele dieser armen Hunde tatsächlich in jedem Jahr getötet werden. Die meisten Galgueros leben auf dem Land und dort werden die Hunde auch zum Verhungern ausgesetzt, erschlagen oder auf andere brutale Art und Weise getötet. Es ist somit auch erklärlich, wieso die Zahlen der jährlich getöteten Hunde so stark zwischen 50.000 und 100.000 Tieren schwanken.

Ich hoffe sehr, dass auch weiterhin Spenden auf unserer Wunschliste eingehen. Das für die Tierhilfe Phönix gespendete Futter bleibt für die Hunde und Katzen der Protectora Villena und wird nicht unter allen an der Aktion teilnehmenden Vereine aufgeteilt. So hat jeder Verein die Möglichkeit, noch ein 'Sahnehäubchen' oben drauf zu bekommen. Tatsächlich sind gestern und heute nochmal Spenden von Renate Brück und einem anonymen Spender eingegangen. Dafür bedanken wir uns auch im Namen unserer spanischen Kollegen ganz herzlich!

Außerdem kam nochmals ein Paket von Andrea S. aus Wald-Michelbach an. Sie hat wieder ganz tolle Mäntelchen für Galgo-Babies genäht. Damit können wir auch die Winzlinge endlich mal in passende Mäntelchen einpacken und vor der Kälte schützen. Windhunde haben völlig andere Figuren als andere Hunde und selbst Galgos und Podencos unterscheiden sich immens. Ein Galgo-Mäntelchen wird einem in der Brust breiteren Podenco nicht richtig passen und ein Windhund-Mantel passt keinem Jagdhund. Deshalb haben wir heute nochmal Maß an unserer Bodeguera 'Sira' genommen und die Maße an Andrea weitergeleitet. Vielleicht schafft sie es auch für diese Hundchen, die ja ebenfalls kein Unterfell entwicken, einige Mäntelchen zu schneidern. Liebe Andrea, ganz herzlichen Dank für deinen Einsatz und die großartigen Mäntelchen!

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Natürlich darf ich es nicht versäumen, euch hier nochmal den Link für die VETO-Aktion anzuzeigen:

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Ihr wisst es ja, jedes Kilogramm Futter rettet Leben! Bitte helft auch ihr mit, die armen Tiere in Spanien mit Futter zu unterstützen. Macht ihre Näpfe voll! Es ist für sie schon schlimm genug, ohne menschliche Zuwendung alleine in einem kalten Zwinger zu sitzen, dabei auch noch einen knurrenden Magen zu haben, ist etwas, über das ich gar nicht erst nachdenken will.

 

28.01.2024

Die VETO-Spendenaktion für die armen Wind-und Jagdhunde in Spanien läuft und natürlich sind wir sehr aufgeregt und wüssten am liebsten schon jetzt, wieviel Futter zusammen kommen wird. So weit ich weiß, nehmen mehrere Vereine, die in Spanien aktiv sind, daran teil und natürlich wird das gespendete Futter zwischen allen gerecht aufgeteilt. Was allerdings über die Wunschlisten der einzelnen Vereine gespendet wird, kommt dann für den jeweiligen Verein noch als Sahnhäubchen oben drauf. Wir möchten uns ganz herzlich für die Spenden auf unserer Wunschliste bedanken, gestern haben Valerie Heidenreich, Andrea Sträßer, Nicole Selzer und Christiane Bonifer Futter auf unserer Wunschliste ausgesucht und damit dafür gesorgt, dass die Näpfe unserer Sorgenkinder voll werden. Ganz lieben Dank dafür!

Der gestrige Tag war ein ganz wichtiger Meilenstein für die Galgos in Spanien. Der Kölner Galgo-Marsch startete zum 9. Mal und natürlich waren auch von uns Mitglieder mit dabei. Knuth und Petra haben kräftig fotografiert und mit vielen anderen den dreistündigen Marsch durch Köln mitgemacht. Die kälteempfindlichen Galgos und Podencos waren natürlich alle ganz warm eingepackt und gaben ein buntes Bild in den Straßen ab. Die Schaulustigen waren sehr interessiert und es entwickelten sich viele gute Gespräche. Natürlich ist es etwas ganz besonderes, wenn plötzlich die in Deutschland doch leider noch recht seltenen Windhunde in so großer Menge zu sehen sind. Alle Teilnehmer marschierten, zum Teil mit Bannern und Infomaterial versehen, gute drei Stunden durch Köln.

Ein Marsch, der nicht zu übersehen war und der auch in jedem Jahr größer wird. 2022 waren es noch ca. 700 Teilnehmer mit etwa 2000 Hunden. In 2023 hatte sich die Anzahl der Teilnehmer schon mehr als verdoppelt und es waren 1500 Menschen mit ca. 3000 Hunden unterwegs. In diesem Jahr rechnete man mit mehr als 3500 Teilnehmern und mindestens 4500 Hunden.

Der Galgo-Marsch wächst stetig und natürlich finden auch Märsche in anderen Städten statt. Seit 2023 gehen auch in Berlin, Bremen, Hamburg, München, Saarbücken usw. Menschen mit ihren Hunden auf die Straßen, um auf das Elend der spanischen Wind-und Jagdhunde aufmerksam zu machen. Ende September laufen dann die Jagdhundfreunde durch Leipzig. Auch im europäischen Ausland finden vermehrt Märsche statt. Zusammen sind wir Tierfreunde stark und man sollte unsere Lobby nicht unterschätzen. Die Tiere brauchen unsere Unterstützung und Hilfe.

Nachdem nun auch VETO schon seit längerem die Galgos und Podencos in Spanien mit eigenen Aktionen unterstützt, rückt das Leiden der Tiere immer mehr in den Fokus. Alle sollten wissen, was im Lieblingsland der Deutschen, oft weit weg von den Touristengebieten, passiert. Wir möchten den Hunden, die das neue spanische Tierschutzgesetz einfach ausgespart hat, eine Stimme geben. Galgos und Podencos sowie die Jagdhunde auch sind oftmals nur reine Werkzeuge, die die Jäger benutzen. Ist die Jagd vorbei, werden sie entsorgt und das oft auf übelste Art und Weise. In Spanien gibt es etwa 170.000 Galgueros/Jäger, sie halten ca. 500.000 Galgos und Podencos. Diese Hunde sind keine Haustiere, wie wir das bei uns kennen, sondern reines 'Nutzvieh'. Was nach der Jagd nicht mehr benötigt wird, wird erhängt, erschlagen, angezündet, in alte Brunnenschächte geworfen oder einfach zum Verhungern weit außerhalb ausgesetzt. Damit die Tiere nicht zurücklaufen können, werden ihnen oft die Beine zerschlagen. Für uns ist eine solche Grausamkeit nicht nachvollziehbar und viele denken wahrscheinlich, dass es Einzelfälle sind oder dass viel übertrieben wird. Die Bilder, die allen Tierschutzorganisationen vorliegen, beweisen das Gegenteil. Zwischen 50.000 und 100.000 Hunde werden jährlich entsorgt!

Bitte helft diesen Tieren und unterstützt die Vereine, die sich für sie stark machen! VETO hat auch in diesem Jahr wieder eine Anzahl von Vereinen ausgewählt, für die gespendet werden kann, wir gehören diesesmal mit dazu und sind mehr als dankbar für diese großartige Hilfe. Bitte spendet auf unserer Wunschliste für die Ärmsten der Armen:

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VETO teilt das für alle Vereine gespendete Futter übrigens ganz gerecht auf und fährt es kostenlos zu den jeweiligen Protectoras. Damit haben wir nicht nur Futter für die ausgemergelten Tiere, sondern sparen uns auch noch die Frachtkosten!

Bitte unterstützt uns mit eurer Spende, helft den geschundenen Tieren und gebt ihnen damit eine Chance auf ein lebenswertes Leben bei Menschen, für die sie Mitgeschöpfe sind und nicht nur Mittel zum Zweck!

Knuth und Petra, die Donna (Podenca) und Eliza (Rauhaar-Galga) sowie Charlie (gelungener Mix) von uns haben, haben uns einige tolle Bilder des Galgo-Marschs zur Verfügung gestellt, die wir euch natürlich zeigen wollen. Übrigens, ihr braucht keinen Wind- oder Jagdhund, um an den Märschen teilzunehmen. Jeder, der Tiere mag, sollte die Märsche nutzen, um so zu zeigen, dass wir die grausame Tötung dieser armen, unschuldigen Geschöpfe nicht akzeptieren und dagegen protestieren.

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27.01.2024

Edith zur VETO-Kampagne 'Hilfe für Galgos in Not'

 

Zu unserer Wunschliste geht's hier lang:

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26.01.2023

Die gestern angelaufene Veto-Aktion Hilfe für Galgos in Not ist schon überall bekannt gemacht worden und auch bei Facebook schreiben sich die Tierfreunde die Finger wund. Die Meinungen über das spanische Tierschutzgesetz, das Jagdhunde und Stiere ausgrenzt, gehen von heller Wut bis zur völligen Verzweiflung. Wir können das durchaus verstehen und würden selbst gerne lieber heute als morgen die Gesetze ändern, aber leider geht das nicht so schnell, wie mancher sich das vorstellt. Es hat auch keinen Sinn, auf alle Spanier zu schimpfen, denn es gibt genausowenig DEN Spanier wie DEN Deutschen, der in der Phantasie vieler eben Dirndl und/oder Krachlederne trägt und sich von Bier und Sauerkraut ernährt. Wir haben in den letzten Jahrzehnten viele Spanier kennengelernt, die tolle Arbeit im Tierschutz leisten und die es ganz schlimm fänden, wenn sie wüssten, dass sie in manchen Kommentaren über einen Kamm geschoren werden mit Menschen, die sich einfach nichts aus Tieren machen oder sogar bereit sind, diese zu misshandeln.

Wir kämpfen mit unseren Kollegen in Spanien dafür, dass das spanische Tierschutzgesetz, das an sich  eines der besten überhaupt ist, endlich auch die Wind- und Jagdhunde sowie die Stiere unter seinen schützenden Mantel nimmt. Die Lobby der Jäger muss einfach gebrochen werden und auch die Stierkämpfe gehören verboten. Solche 'Traditionen' sind aus der Zeit gefallen und auch die meisten Spanier finden, daß es allerhöchste Zeit ist, das zu ändern und den Tieren ihre Würde zurückzugeben.

Nur um einmal zu verdeutlichen, was das spanische Tierschutzgesetz alles verbietet, hier einige Beispiele. Zirkusse, wie wir sie in in Deutschland noch sehen, gibt es dort schon lange nicht mehr. Es ist verboten, exotische Tiere zu halten, man darf auch Tiere ohne Begleitung ihres Besitzers nicht an öffentlichen Plätzen oder vor Geschäften anbinden und alleine lassen, die Identifizierung per Chip ist Pflicht. Hunde dürfen nur von Besitzern gezüchtet werden, die als Züchter zugelassen sind und eine Genehmigung haben. Besitzer, die nicht als Züchter zugelassen sind, müssen Maßnahmen ergreifen, um eine unkrontrollierte Vermehrung von Haustieren zu verhindern. Der Verkauf von Haustieren über digitale Medien (sprich, über das Internet) ist verboten. Manche Tiere dürfen nicht mehr als Haustiere gehalten werden, z. B. gefährliche oder giftige Tiere, wilde Säugetiere mit mehr als 5 kg Gewicht, Reptilien (außer Schildkröten) über zwei Kilo, wie Leguane und Schlangen, sind genauso verboten wie die seit ewigen Zeiten beliebten Meerschweinchen, Hamster usw.

Es gilt als schwere Straftat, einem Tier einen irreparablen Schaden zuzufügen, z. B. durch unsachgemäße Euthanasie oder mutwillige Tötung von Katzen, Hunden usw. Die Geldstrafen liegen hier zwischen 50.000 und 200.000 €. Natürlich können auch Gefängnisstrafen verhängt werden, die zwischen 3 und 18 Monaten liegen. Es gibt in Spanien eine extra dafür ausgebildete Tierschutz-Polizei, auch das habe ich mir in Deutschland schon oft gewünscht...

Das sind nur kleine Auszüge aus einem wirklich gelungenen Tierschutzgesetz. Dass das Gesetz nicht perfekt ist, wissen wir alle und deshalb ist es wichtig, die Politiker dazu zu bewegen nachzubessern. Die Tiere werden nicht mehr als Objekte, sondern als fühlende Wesen gesehen, das neue Tierschutzgesetz trägt dem Rechnung und trotzdem bleibt der Stierkampf und die Jagd mit Hunden als kulturelles Erbe außen vor.

Dagegen protestieren nicht nur die vielen tierlieben Spanier, sondern auch wir. Wir möchten, dass das Leid der Galgos, Podencos und auch der anderen Jagdhunde bekannt wird und dass die Politiker durch den massiven Druck der Öffentlichkeit dazu gezwungen werden, das Tierschutzgesetz nachzubessern. Galgo-Märsche und auch die große VETO-Kampagne tragen dazu bei, Verständnis für die Lage der gequälten Tiere zu wecken. Petitionen zeigen, wie viele Menschen von der Regierung eine Änderung des Tierschutzgesetzes verlangen. Die Masse der Menschen, die hier protestieren, kann die Lobby der Jäger außer Kraft setzen. Davon sind wir jedenfalls alle ganz fest überzeugt und deshalb bitten wir die Galgo-Märsche zu unterstützen und auch über VETO für die Hunde zu spenden. Nur so können wir diesen armen Kreaturen das Leben retten. Sie haben es verdient. Wir stehen hier ganz fest an der Seite unserer spanischen Tierschutzkollegen und hoffen, dass sich die so wichtigen Änderungen schnell herbeiführen lassen.

Nur mal ganz am Rande angemerkt, unser deutsches Tierschutzgesetz ist ebenfalls dringend verbesserungswürdig, denn in vielen Punkten sind uns die meisten europäischen Ländern hier schon meilenweit voraus. Wir sind das Schlusslicht bei vielen wichtigen Neuerungen und wenn wir so weiter machen, werden vielleicht bald andere Länder Demos gegen unseren Umgang mit Tieren im Zirkus ausrufen... Das nur mal zum Nachdenken über den Umgang mit fühlenden Wesen hierzulande... Toll ist das auch nicht.

Unser jetziges Thema sind allerdings erstmal die Galgos in Spanien! Wir kommen immer nur langsam voran und können leider nicht alle Missstände auf einmal verbessern oder abschaffen. Bitte helft uns und unterstützt die Aktion von VETO. Spendet Futter für die armen geschundenen Tiere und unterstützt damit die Arbeit der Tierschützer in Deutschland und in Spanien! Ganz herzlich bedanken möchten wir uns für die auf unserer Wunschliste eingegangenen Spenden von: Lieselotte Enzinger, Jessica Rössel, Sandra Maus, Gerd Roth, Heike Gembris, Petra Bloy und Jennifer Ludwig. Jede Spende rettet Leben! Danke an alle, die mitmachen, ihr seid großartig! Für alle, die mithelfen und uns unterstützen wollen, geht es hier zu unserer Wunschliste:

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Natürlich geht unsere ganz normale Tierschutzarbeit wie gewohnt weiter und so hat uns gestern die Polizei zu einem Unfall gerufen, bei dem ein Greifvogel involviert war. Der arme Bussard schien wohl mit einem Auto zusammengeprallt zu sein und konnte nicht mehr fliegen. Uwe hat ihn eingefangen. Das wunderschöne Tier wurde in der Tierarztpraxis Thissen/Weber in Alzey untersucht und ein Bruch in einem Flügel oder Bein konnte nicht festgestellt werden. Wir haben den Bussard dann nach Bad Dürkheim gefahren, wo wir uns mit Maik von der Greifvogelstation Haßloch getroffen haben. Er stellte dann fest, dass der offenbar männliche Vogel völlig unterernährt war. Der lange Frost hat den Greifvögeln zugesetzt und unter dem Schnee konnten sie keine Mäuse ausmachen. Der Terzel war fast verhungert und wird jetzt erstmal aufgepäppelt und dann wieder ausgewildert.

Wir haben uns wirklich sehr darüber gefreut, dass die Polizei uns angerufen und die Not des Vogels erkannt hat. Wir haben uns heute nochmal ganz herzlich auf der Wache in Wörrstadt für die Unterstützung bedankt! Hier die Fotos vom Auffindeort und von der Übergabe des Vogels an den Falkner der Greifvogelstation Haßloch Maik Heublein. Wie immer, lieber Maik, danke für deine Hilfe!

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Ganz herzlich möchten wir uns auch für die Pakete mit Hundemäntelchen bedanken, eines kam von Andrea S. aus Wald-Michelbach, das andere von Lilli B. aus Bad Fischau/Österreich. Die Mäntelchen sind großartig - mollig warm und/oder regenfest und ich kann nur sagen, dass ich alle bewundere, die so etwas nähen können. Ich bin da völlig unbegabt und habe es tatsächlich mal geschafft, dass ein Nähmaschine bei meinen Versuchen Feuer gefangen hat und von Uwe im Hof gelöscht werden musste. Zum Glück sind andere weitaus geschickter als ich. Danke für die tolle Spende! Sobald wir 'Tragefotos' haben, werden wir sie veröffentlichen!

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25.01.2024

Heute ist Start der VETO-Aktion 'Hilfe für Galgos in Not'. Wir sind mit dabei!

 

Zu unserer Wunschliste geht's hier lang >>> http://www.veto-tierschutz.de/?wid=631032

 

23.01.2023

Fast jeden Tag treffen bei uns kleine Päckchen aber auch große Pakete ein. Viele Tierfreunde wollen das Leid der Hunde in Spanien lindern und senden uns Mäntelchen, Decken, Halsbänder, Leinen und Brustgeschirre. Ich kann mich gar nicht genug bei euch allen für die große Hilfsbereitschaft bedanken. Heute bekamen wir von Angelika J. aus Nierstein die Jäckchen ihrer verstorbenen Hundchen. Sie schrieb dazu eine ganz liebe Karte und meinte, dass sie im letzten Jahr drei ihrer Lieblinge im Alter von 12, 15 und 16 Jahren gehen lassen musste. Sie hofft, dass ihre Lieblinge nach ihrem Tod anderen mit dieser Spende helfen können. Liebe Angelika, du kannst ganz sicher sein, dass die Mäntelchen, Brustgeschirre usw. in Spanien super willkommen sind und dort anderen Hundchen zugute kommen. Ich weiß, dass es dir nicht leicht gefallen ist, dich von den Erinnerungsstücken zu trennen, umso wichtiger ist es mir, mich bei dir ganz herzlich zu bedanken und dir zu versichern, dass deine Spende den frierenden Hunden in Spanien helfen wird.

Doris und Harald haben uns heute einen großen Sack Trockenfutter und eine Kiste mit Decken usw. vor die Tür gestellt, auch dafür ganz herzlichen Dank. Gestern kam ein Paket von Katrin K. aus Lossatal mit superschönen Mäntelchen an und tatsächlich hatte Katrin noch ein Paar ganz tolle selbstgestrickte Socken dazu gelegt. Wir haben uns sehr gefreut und natürlich werden wir die Socken zum nächsten Markt mitnehmen, die Mäntelchen sind schon auf der Palette, die jetzt, so hoffen wir, bald abgeholt wird.

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Unsere Hundchen haben den Schnee genossen, bis auf Gulliver, der ohne Haare am Bauch natürlich nicht besonders begeistert war. Wenn man so klein ist und der Schnee so hoch, dass man unweigerlich bis zu den Ohren drinsteckt, dann ist man froh, wenn alles wieder weggetaut ist. Heute sieht es mit 12 °C draußen wieder normal aus und Gulliver ist damit sehr glücklich.

Wir können uns kaum vorstellen, dass in Spanien bei kalten Temperaturen jetzt die völlig abgemagerten und zum Teil schwer verletzten Wind- und Jagdhunde auf der Straße landen. Die Jagdsaison endet in den nächsten Tagen und kein Jäger will die Hunde, die jetzt nicht mehr gebraucht werden, noch durchfüttern. Die Tiere werden oft einfach ausgesetzt oder brutal getötet.

Die Galgo-Märsche dürften mittlerweile jedem ein Begriff sein und da jetzt zum Ende der Jagdsaison in Spanien wieder das große Drama mit den armen Wind- und Jagdhunden beginnt, versucht man überall tierliebe Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren. Niemand weiß so genau, wieviele dieser unschuldigen Hunde in jedem Jahr ums Leben kommen. Die Schätzungen liegen zwischen 50.000 und 100.000 Hunden! Das ist eine unvorstellbare Zahl und für uns, die wir Tiere lieben, niemals akzeptabel. Wir möchten euch bitten, die Galgo-Märsche zu unterstützen und einfach mit euren Hunden mitzulaufen. Man braucht keinen Windhund zu haben, um auf die Not der Tiere aufmerksam zu machen. Natürlich helfen uns Spenden, egal, ob Sach- oder Geldspenden. Alles, was jetzt bei uns eingeht, wird in den nächsten Wochen diesen armen Wind- und Jagdhunden zugute kommen. Bitte denkt dabei an unsere Wunschliste bei VETO, das hier gespendete Futter wird kostenlos nach Spanien in die Protectora Villena gefahren!

Wir bedanken uns ganz herzlich für die Spende von Familie Rohden, die gestern über die VETO-Wunschliste bei uns eingegangen ist!

 

21.01.2024

Ich wollte euch heute nochmal von der Katze berichten, die wir monatelang nicht einfangen konnten. Sie war schlimm verletzt und wir haben sie angefüttert, kamen aber erstmal nicht an sie ran. Dann endlich konnte Uwe sie schnappen und noch vor der ersten Nacht mit dem strengen Frost zum Tierarzt bringen. Das Kätzchen war ein Kater, der nach den Angaben von TASSO seit 2018 vermisst gemeldet war.

Mittlerweile haben wir neue Informationen bekommen, der Bub stammt aus Rommersheim und seine Familie konnte gar nicht glauben, dass er tatsächlich wieder aufgetaucht und noch am Leben ist. Mittlerweile hatte man eine andere Katze angeschafft. Trotzdem sollte das Katerchen nicht im Tierheim bleiben, die Besitzer sind für die Kosten der tierärztlichen Behandlung aufgekommen und haben ihren Kater wieder zu sich genommen. Nun hoffen wir natürlich alle, dass sich der alte und der neue Kater gut verstehen werden - wenn nicht, finden wir eine Lösung! Auf jeden Fall hat das Leiden der armen Katze endlich ein Ende, sie hat wieder ein Dach überm Kopf und sie wurde im Tierheim Grolsheim so gut versorgt, dass die schlimmen Wunden endlich abgeheilt sind. So macht Tierschutz richtig Spaß! Wir sind glücklich über jedes Happy End!

Leider hat es für unseren tollen Harry bisher noch sehr wenige Interessenten gegeben. Wir wissen ehrlich gesagt nicht warum. Harry ist ein außergewöhnlich freundlicher Hund, er hat keine Problem mit anderen Hunden, egal ob Hündin oder Rüde. Er scheint auch Katzen zu akzeptieren, auf jeden Fall reagiert er nicht auf die Samtpfoten der Nachbarschaft und Umgebung. Die Pflegestelle selbst hat allerdings keine Katzen und so können wir es nicht wirklich ausprobieren, sehen aber an seiner gelassenen Art, dass ihn nichts wirklich aus der Ruhe bringen kann. Harry ist ein Basenji-Mix, also ein ganz seltener Vertreter einer bei uns fast unbekannten Rasse. Diese Hunde sind ihrem Besitzer absolut treu ergeben und sind echte Kumpel für ein ganzes Hundeleben. Harry hat auf seiner Pflegstelle schon wahnsinnig viel gelernt, er geht wunderbar an der Leine und hört supergut. Auch das Abrufen klappt ohne Probleme. Im Augenblick wird das Alleinesein geübt. Harry lernt blitzschnell und bei einem Menschen, der Spaß an einem Hund hat, den er auch problemlos überall mit hinnehmen kann, wäre er sicher gut aufgehoben. Da Harry erst ein Jahr alt ist, hätten wir gerne eine Familie mit Haus und Garten für ihn. Er bewegt sich gerne und ist kein Sofa-Hund. Außerdem glaube ich, dass Harry sich in einer Stadt nicht besonders wohl fühlen würde, Wiesen, Wald, Weiden, Garten und eine grüne Umgebung, die zum Spazieren einlädt, machen ihm bestimmt mehr Freude als Auspuffgase und der Lärm der Großstadt. Harry kann gerne als Zeithund vermittelt werden und natürlich darf er auch zu vernünftigen Kindern. Harry mag Kinder und ist sehr lieb und vorsichtig mit ihnen. Wie alle unsere Hunde ist Harry natürlich auf Mittelmeerkrankheiten getestet, er ist gesund! Außerdem ist er geimpft, gechipt und kastriert. Wer diesen tollen Hund bekommt, hat einen Hauptgewinn! Ansehen kann man sich Harry bei seiner Pflegefamilie in Polch bei Koblenz.

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19.01.2024

Bestimmt erinnert ihr euch noch an das Kätzchen, das vor einiger Zeit einem Jäger in die Fuchsfalle gegangen ist. Nachdem das Ordnungsamt das Tier abgeholt hatte, machte man sich dort nicht viel Arbeit und setzte das Tierchen einfach wieder aus. Ich hatte darüber berichtet und natürlich liegt die ganze Sache jetzt bei einer Rechtsanwältin, die sich darum kümmern wird, ob ein Ordnungsamt Tiere aussetzen darf, um dem Tierheim Kosten zu sparen - so wurde es mir nämlich gesagt und ob es sich nicht vielleicht um eine Fundunterschlagung und eine Straftat handelt. Immerhin hat hier eine Behörde ein ihr anvertrautes Fundtier einfach ausgesetzt!

Da eine weitere Katze in der Falle war und das Ordnungsamt diese erst gar nicht mehr annehmen wollte, haben wir die Katzenhilfe gebeten, hier tätig zu werden. Das Tierchen wurde geimpft, gechipt und kastriert. Mit etwas Glück wird sie in den nächsten Tagen ein Zuhause finden.

Ganz herzlich bedanken möchte ich mich bei Martina S. aus Wesseling, sie hat uns ganz tolle Hundemäntelchen zugeschickt, die wir dringend für Spanien brauchen. Die Jagdaison ist Ende des Monats vorbei und natürlich werden wir wieder jede Menge armer Geschöpfe aufnehmen, die wahrscheinlich mehr tot als lebendig von den Jägern ausgesetzt werden. Sie sind immer völlig abgemagert und benötigen die Mäntelchen ganz dringend. Danke für die Hilfe!

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In diesem Zusammenhang möchte ich auch nochmal auf unsere Wunschliste bei VETO hinweisen. Wir haben eigentlich immer zu wenig Futter und rennen jedem Sack Trockenfutter hinterher. Das Ende der Jagdsaison macht die Situation, die sowieso schon prekär ist, nicht besser. Die dann aufgefundenen/abgegebenen Hunde sind oft nicht nur abgemagert bis auf die Knochen, sondern schwer verletzt dazu und benötigen hochwertiges Futter, um überhaupt eine Chance zu haben. Wir wollen euch wirklich krasse Bilder ersparen und können nur bitten, Futter zu spenden. Eine wirklich gute Methode ist, das Futter über VETO auf unserer Wunschliste auszuwählen. VETO versendet es kostenlos nach Spanien. Für uns ist das ein wirkliches Glück, denn LKW-Transporte sind alles, nur nicht günstig. Hier nochmal der Link zu unserer Wunschliste:

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Bitte helft uns, alleine schaffen wir das nicht mehr... Ich mache das nun schon über 40 Jahre und ich kenne wirklich jeden, der Futter herstellt, es ist einfach nicht mehr genug auf dem Markt. Früher war es kein so großes Problem, Futter zu bekommen. Es gab immer mal Rückläufer, Futter am MHD oder auch falsch gelabelte Säcke usw. Heute gibt es fast nichts mehr, dafür aber bei weitem mehr Tierschutzvereine...

 

17.01.2024

Wir bedanken uns ganz herzlich für die Zusendung von ganz tollen Hundemäntelchen für die Protectora Villena. Ich habe für euch mal Fotos gemacht, allerdings ist die Qualität der Mäntelchen darauf nicht so gut erkennbar.

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Diesesmal hat uns wohl ein echter Profi an der Nähmaschine etwas zugeschickt. Frau Katja Koch aus W. hat so tolle Jäckchen gezaubert, dass ich wirklich gestaunt habe. Sie hat sie alle ganz liebevoll mit dem Hinweis auf die Tierschutzspende mit 'Tierschutz- Hundemäntel' gekennzeichnet. Eigentlich ist es schade, dass offenbar manche Mäntel in privaten Besitz gelangt sind, statt in den Protecoras die Hunde zu wärmen, die es wirklich dringend nötig haben. Wir finden den Vermerk auf den Tierschutz sinnvoll und gut. Ganz herzlichen Dank nochmal an Katja für die schönen Mäntelchen!

Wir bemühen uns, einen Transport nach Spanien zu organisieren. Bei den jetzigen Wetterverhältnissen ist das gar nicht so leicht. Trotzdem hoffen wir, dass die Spenden in den nächsten Tagen abgeholt werden und dann so schnell wie möglich in der Proectora ankommen. Wir haben einige Hundemäntelchen gepackt, die dort dringend gebraucht werden, außerdem ist eine Palette voll mit Futter aus der Weihnachtsspendenaktion vom Fressnapf mit dabei. Wir freuen uns riesig, dass ihr uns auch auf VETO nicht vergessen habt, die Wunschliste steht dort immer offen und man kann jederzeit dort Futter für die Tiere der Protectora Villena spenden.

Zur Zeit bereiten wir uns auf das Ende der Jagdsaison vor. In Spanien heißt das, dass tausende von Jagd- und Windhunden 'aussortiert' werden und oft schwer verletzt in der Protectora landen. Viele haben Strangulationsverletzungen, Brandwunden und Brüche. Wir versuchen so vielen Hunden wie möglich eine Chance zu geben und nehmen alles auf, was nur irgendwie möglich ist. Natürlich brauchen wir für diese Hunde dringend hochwertiges Futter, Mäntelchen, Decken, Liegeschalen usw. Ich möchte euch den Anblick von schrecklichen Bildern ersparen und werde hier nur ein Foto veröffentlichen, was das Leid der Tiere nur ansatzweise zeigt. Bitte glaubt mir einfach, dass ich schon Dinge gesehen habe, über die ich nicht einmal sprechen kann. Das was diese Tiere zum Teil erleiden müssen, ist unvorstellbar. Trotzdem muss einfach auch mal gesagt werden, dass diese Zustände sicher nicht die Regel sind. Jagdhunde und Windhunde werden von vielen Jägern einfach als wertlos angesehen und als Verbrauchsmaterial behandelt.

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Wir vermitteln aber auch in Spanien Hunde an liebevolle Menschen, die eine ganz andere Einstellung zum Tier haben und auch in Spanien den Tierschutz fördern und unterstützen. Man darf keinesfalls "die Spanier" über einen Kamm scheren. Was in der Protectora von den Mitarbeitern geleistet wird, ist großartig und natürlich wissen wir, dass die Hunde, die im Land bleiben und dort ein tolles Zuhause gefunden haben, eigentlich so vermittelt wurden, wie wir uns das wünschen. Es muss unser Ziel bleiben, so viel Aufklärungsarbeit in Deutschland zu machen, dass wir genügend Spenden bekommen, um die spanischen Tierheime in die Lage zu versetzen, irgendwann ohne unsere Hilfe auszukommen. Um jeden Preis Hunde nach Deutschland zu holen ist sicher nicht die Lösung des Problems.

In Spanien arbeiten unsere Kollegen ebenfalls daran, den Menschen die Tiere näher zu bringen. Es gibt gemeinschaftliche 'Tierheim-Spaziergänge', bei denen der Bevölkerung die Möglichkeit gegeben wird, bei einem Spaziergang aller Hunde der Protectora 'ihr' Tier auszuführen und kennenzulernen. Das baut Ängste und Vorurteile ab und hat schon manchem Hund zu einem neuen Zuhause verholfen. In der Stadt gibt es immer wieder Aktionen, die auf die Arbeit des Tierheims hinweisen, Info-Veranstaltungen sind an der Tagesordnung. Vielleicht ist es euch auch aufgefallen, dass sich der Internetauftritt der Protectora Villena verändert hat. Es wurde ein neues Konzept erstellt und die Internetseite angepasst. Dadurch hat man jetzt besseren Einblick in die Arbeit der Kollegen und lernt auch die einzelnen Hunde besser kennen. Dadurch konnten in den letzten Monaten viele sogenannte Listenhunde vermittelt werden, die zum Teil schon 8 Jahre im Tierheim festsaßen!

Bei den Windhunden ist es allerdigs eine wirklich schwere, wenn nicht sogar fast unlösbare Aufgabe. Wer weiß, dass pro Jahr zehntausende dieser Hunde ums Leben kommen und zum Teil grausam getötet werden, der wird verstehen, dass wahrscheinlich erst ein Verbot der Jagd mit Hunden hier eine Verbesserung bringen wird. Wind- und Jagdhunde sind im jüngsten Tierschutzgesetz Spaniens tatsächlich ausdrücklich ausgespart worden (die Kampfstiere natürlich auch). Die Jagd und auch der Stierkampf zählen zu den Traditionen, an denen die Älteren wohl noch festhalten wollen. Es wird sicher noch lange dauern, bis sich für diese armen Hunde/Stiere bessere Zeiten ergeben...

So lange möchten wir immer wieder auf die Situation aufmerksam machen und da diese vielen Hunde nicht alle in Spanien vermittelt werden können, wollen wir hier eine Lanze für sie brechen. Windhunde sind hochspezialisierte Tiere, deren Leidenschaft das Rennen ist, dafür sind sie geboren und so sehen sie auch aus. Sie sind schmal gebaut, haben eine tiefe Brust, ein großes Herz und einen extrem langen Schwanz, um die schnellen Richtungswechsel auszusteuern. Es sind alleine von der Optik her schon sehr außergewöhnliche Tiere, doch ihr Wesen ist so bezaubernd, dass jeder, der einmal einen Windhund hatte, ganz sicher nicht mehr auf dessen Gesellschaft verzichten will. Mittlerweile gibt es fast überall große eingezäunte Freiläufe, auf denen diese Hunde ihren Bewegungsdrang ausleben können und so kann man Windhunde auch mal frei laufen lassen und sich an ihrer Schnelligkeit, Eleganz und Schönheit erfreuen.

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Wir hatten selbst seit 1978 immer mehrere Windhunde bei uns daheim, es waren Irish Wolfhound, Deerhound, Sloughi, Barsoi, Whippet, Galgo, Podenco und auch Italienische Windspiele dabei. Alle diese Rassen eint eine unglaublich Gelassenheit und Ruhe. Windhunde rennen nicht zu jedem hin und auch wenn es klingelt, bellen sie meistens nicht. Besuch wird vom Sofa aus mit einem Blick begrüßt und manchmal steht vielleicht irgendwann einer auf, um sich das näher anzusehen, aber das war es auch schon. Das, was wir hier mit unserer leider jetzt windhundfreien Bande erleben, ist eine ganz andere Nummer. Hier ist Erziehung gefragt und Angelo scheint sogar völlig erziehungsresistent zu sein. Wer bei uns klingelt, erlebt ein Konzert. Das mag zwar Einbrecher abschrecken, ist aber auch ganz schön anstrengend im Zaum zu halten. Windhunde interessieren sich für so etwas nicht, ich habe noch nie so coole und gechillte Hunde erlebt wie es all unsere 'Windigen' waren. Ich hätte schrecklich gerne wieder 2 oder 3 Windhunde an meiner Seite, leider geht das jetzt nicht mehr. Ich trauere der Zeit nach, in der wir zum Teil 6 oder 7 Windhunde hatten und unser Besuch überhaupt nicht merkte, dass Hunde im Haus waren. Wer uns heute besucht, hört oft schon vor der Tür, was hier so los ist. Unsere jetzigen Hund sind andere Charaktere, werden aber genauso geliebt... :)

 

15.01.2024

Heute habe ich mich sehr gefreut, gleich mehrere Mitglieder und Pflegestellen der Tierhilfe Phönix auf einmal zu sehen. Leider war der Anlass nicht so erfreulich, denn sie alle waren als Zeuge in einem Prozess geladen, in dem die Tierhilfe gegen eine Frau klagte, die vom Verein an sie übergebene Dinge nicht wieder zurückgeben wollte. Wir hatten es mehrfach im Guten versucht, leider dachte die Frau wohl, dass wir sie sicher nicht vor den Kadi stellen würden. Ein großer Irrtum, das musste sie leider dann gestern feststellen. Nun muss das Geld (die Waren gibt es wohl nicht mehr) in Raten zu 100 € an uns zurückgezahlt werden.

Als Privatmann kann man jederzeit auf einen solchen Ärger verzichten und gerne auch solche Verluste abschreiben, aber ein Verein, der von Mitgliedsbeiträgen, Spenden, seiner Transparenz und seinem guten Ruf lebt, kann und darf das nicht. Jeder Euro, der an uns übergeben wird, sei es in Form von Waren, Futter oder Geld, muss für die Tiere verwendet werden und kann nicht einfach irgendwo versickern. Das sollte jeder wissen, der meint, dass man solche Spielchen mit uns machen kann. Wir alle finden es schlimm, dass es offenbar Menschen gibt, die sich am Tierschutz bereichern wollen. Es mag sein, dass andere Vereine solchen Typen nicht nachgehen, aber wer uns kennt, weiß, dass wir hier eine ganz klare Linie fahren.

Wir wissen, dass die deutschen Gerichte oft etwas länger brauchen, aber bisher gab es immer eine Entscheidung. Diese Sache hier hat nun fast anderthalb Jahre in Anspruch genommen. Da ich, wenn möglich, den Verein selbst vertrete und wir nicht für alles einen Anwalt brauchen, entstehen auch keine weiteren Kosten. Ansonsten hat der Verein natürlich auch eine Rechtsschutzversicherung.

Bevor ich es vergesse, ich weiß gar nicht, ob ich es überhaupt schon erwähnt hatte. Der Herr aus Gundersheim, der sich als Wildtierhilfe ausgegeben hatte und natürlich kein Falkner war und auch sonst keine Titel trug, ist zu einem Jahr und 6 Monaten Haft verurteilt worden. Seine Revision kam vor das Landgericht in Mainz, doch das Urteil wurde dort nochmal bestätigt. Er muss für 18 Monate ins Gefängnis. Ich denke, er wird seine Haft bald antreten. Da noch weitere Anzeigen von uns vorliegen und bisher nur ein Teil zur Verhandlung kam, sehen wir mal den weiteren Gerichtsverfahren entgegen und hoffen, dass auch sein Umgang mit Tieren nicht ungestraft bleibt.

Ihr seht, es ist uns bitterernst. Ich hoffe tatsächlich, dass sich im Tierschutz bald nicht mehr so viele schwarze Schafe tummeln. Allerdings darf man einfach nicht davon ausgehen, dass jeder, der sich Tierschützer nennt, auch einer ist. Etwas Eigenverantwortung muss man ebenfalls jedem zutrauen können. Ich habe wirklich wenig Verständnis für Menschen, die mir erzählen, dass sie als Pflegestelle arbeiten wollten und den Tierarzt selbst bezahlen mussten, im Vorfeld die Vermittlungsgebühr für das Pflegetier vorgelegt haben und dann noch die Vermittlung selbst übernehmen mussten. Irgendwann muss man doch mal nachdenken. Das Internet wird für so viele Dinge genutzt, da kann man bestimmt auch mal eine Frage nach solchen Praktiken in den Äther werfen, oder?

Man darf einfach nicht denken, dass jeder Tierschützer einen Heiligenschein trägt. Es sind alles nur Menschen und zwar ein Querschnitt durch die Gesellschaft, nicht mehr und nicht weniger. Vorsicht hat noch niemandem geschadet und bevor man sich von schlimmen Bildern und vielleicht erfundenen Geschichten mitreißen läßt, schlaft mal drüber und erkundigt euch über den betreffenden Verein oder die Person. Die wenigsten Leute haben so viel Geld, dass sie es jemandem hinterherwerfen wollen, der sich selbst daran bereichert!

 

13.01.2024

Wir hatten in der letzten Woche in unterschiedlichsten Facebook-Gruppen um dringend benötigte Hundemäntel gebeten. In Spanien haben wir viele Galgos und Podencos, die bei kaltem Wetter total bibbern und dringend Mäntelchen brauchen. Allerdings sind auch andere Hunde nicht immer so gut geschützt wie vielleicht ein Husky. Manche Rassen entwickeln kein und ein nicht ausreichendes Winterfell und manche Hunde sind alt oder krank und können sich nicht mehr genügend vor der Kälte schützen. Wir bekamen drei Zuschriften und die Ankündigung, für uns Mäntelchen zu schneidern oder zu besorgen. Heute kam das erste Paket an und wir bedanken uns ganz herzlich bei Frau Eva Aschenbrenner aus M.! Sie hat ein großes Paket mit tollen Mäntelchen geschickt. Wir bedanken uns ganz herzlich dafür und werden sobald wie möglich 'Tragebilder' zeigen.

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Ich möchte euch mal zeigen, in welchem Zustand die Hunde oft im Tierheim ankommen und warum diese Mäntelchen so wichtig sind. Die schlimmen Bilder erspare ich euch.

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11.01.2024

So ihr Lieben, ich bin wieder etwas fitter und kann auch schon wieder 2 - 3 Stunden rumlaufen. Leider muss ich bald schon wieder unters Messer. Sobald ich wieder ganz auf den Beinen bin, folgt die nächste, leider noch größere Operation. Das Jahr 2024 fängt für uns schwierig an, aber im Prinzip bedeutet das, dass es nur besser werden kann. Also stürzen wir uns ins Leben und warten mal ab, was es mit uns so vor hat.

Einige von euch haben mitbekommen, dass ich mich im Imnternet mit einem Jäger an den Kopf gekriegt hatte, es ging um eine Fuchsfalle, die nicht ordnungsgemäß aufgestellt worden war. So etwas auf einer Social-Media-Plattform öffentlich zu klären, ist immer eine dumme Idee und so habe ich mit dem Jäger telefoniert und festgestellt, dass er bestimmt nicht alles so sieht wie wir, aber durchaus zugänglich war und tatsächlich sogar ganz freundlich reagierte. Wir haben die Sache geklärt und die Falle wird nachgebessert, damit ist alles rechtens und auch für uns gibt es nichts mehr zu beanstanden. Wir halten uns an die Gesetze und ob wir Jagd richtig oder falsch finden, hat damit nichts zu tun. Ist die Falle richtig aufgestellt und gibt es die Genehmigung zum Fallenstellen, enden genau dort unsere Möglichkeiten.

Was mich wirklich freute war, dass der Jäger mich kurz danach anrief und mitteilte, dass er eine Katze gefangen hätte. Wir rieten ihm, das dem zuständigen Ordnungsamt zu melden. Das Tier wurde abgeholt und, so dachten wir, in ein Tierheim verbracht. Am nächsten Tag war die Katze wieder in der Falle des Jägers. Nachfragen ergaben dann, dass der Herr vom Ordnungsamt Anweisung bekommen hatte, das Tier einfach wieder auszusetzen. Die Tierheime wären voll und keiner hätte Geld, die Kosten wären zu hoch und so habe man sich entschieden, das Tier wieder frei zu lassen. Für mich ist das ein Aussetzen eines Tieres und damit eine Straftat, dazu kommt noch, dass die Katze zum Fundrecht gehört und natürlich in einem Tierheim untergebracht werden muss. Wenn von Behörden so entschieden wird, weil man kein Geld ausgeben möchte oder vorschiebt, dass das doch eine gute Idee gewesen sei, immerhin hätte man dem Tier so die Möglichkeit gegeben, wieder heimzufinden, so halte ich das für strafrechtlich bedenklich. Deshalb haben wir die ganze Sache dem Anwalt übergeben und lassen es nun rechtlich prüfen.

Nur um keine Unklarheiten aufkommen zu lassen, verwilderte Katzen sind keine Wildkatzen und die Katze, die das Ordnungsamt nicht mehr aufnehmen wollte, ist von uns im Katzenschutz untergebracht worden. Die Kosten dafür werden wir tragen und hoffentlich von der zuständigen VG wieder einklagen können. Auf jeden Fall wird es einen Prozess geben, bei dem Grundsätzliches geklärt wird. Ein Ordnungsamt, das Tiere zur Kosteneinsparung selbsttätig aussetzt, dürfte es meiner Meinung nach nicht geben. Und auch wenn das die Chefin vom Ordnungsamt für eine gute Idee hält, meiner Meinung nach ist es rechtlich eine Straftat und für das Tier und den Tierschutz eine Katastrophe.

 

09.01.2024

Seit mehr als fünf Monaten versuchen wir, eine streunende Katze einzufangen. Es ist eine hübsche Europäisch Kurzhaar in der Farbe brindle/Schildpatt. Ihre hell leuchenden Augen tauchten anfänglich nur nachts auf unserer Wildkamera auf, die wir zur Kontrolle der Igelfütterung im Baum hängen haben. Irgendwann kam das Tierchen auch tagsüber in unseren Vorgarten und forderte sein Futter ein. Leider konnten wir sie nie anfassen, allerdings durften wir im Laufe der Monate immer dichter an sie heran und konnten sie vor ca. 5 Wochen sogar kurz streicheln. Sie fasste langsam Vertrauen, als aber ein beherzter Einfangversuch leider scheiterte, standen wir wieder ganz am Anfang.

Das arme Tier hatte seit vielen Wochen eine böse Verletzung im Schulterbereich, vielleicht war sie von einem Hund gebissen worden. Es bildeten sich zwei große Abszesse, die zu richtigen Löchern im Gewebe führten, durch die man die Muskeln sehen konnte. Wir versuchten alles, um die Katze zu fangen und hatten keinen Erfolg. Katzenfallen kann man aber während der kalten Jahreszeit dann nicht mehr bedenkenlos aufstellen, da das Tier in so einer Falle blitzschnell unterkühlt. Also haben wir weiter gefüttert, die Katze inseriert und Plakate mit ihrem Foto ausgehängt. Es meldete sich kein Besitzer, niemand kannte das Tier. Irgendwann konnten wir dann tatsächlich sogar mit unserem Chip-Leser in die Nähe der Katze, aber auch diese Hoffnung zerschlug sich schnell. Das Kätzchen war nicht gechipt.

Gestern war eine wirklich kalte Nacht und heute morgen saß die arme Katze wieder in unserem Vorgarten und wartete sehnsüchtig auf ihre Futterration. Wir können es noch immer nicht so recht begreifen, aber heute konnte Uwe sie streicheln, hochnehmen und einfach in eine große Hundebox setzen. Sie schien völlig erledigt zu sein und tatsächlich Hilfe gesucht zu haben. Natürlich hatten wir im Vorfeld schon Kontakt zum Tierheim in Grolsheim aufgenommen und man sagte uns zu, dass die Katze, sollten wir ihrer habhaft werden, gerne gebracht werden könnte. Zuerst sollten wir sie aber in der Tierarztpraxis Kerstin Strunk in Wörrstadt vorstellen. Uwe hat die Katze also direkt zum Arzt gefahren und dort wurde das arme Tier erstmal medizinisch versorgt. Seine Wunden wurden behandelt und es wurde festgestellt, dass es sich um einen Kater handelt, der sogar in den Ohren tätowiert ist. Über TASSO wurden die Eigentümer ermittelt und nun wissen wir, dass das Tier seit 2018 vermisst wird! Ob die Besitzer überhaupt noch im Nachbardorf wohnen und ob sie ihren Kater wiederhaben wollen, das wissen wir nicht. Noch konnte TASSO die Besitzer telefonisch nicht erreichen.

Das Elend dieses armen Katers dürfte allerdings trotzdem endlich beendet sein, denn entweder freut sich seine Familie über sein Auftauchen oder er wird über das Tierheim an andere nette Menschen vermittelt. Wir sind so glücklich darüber, das arme Kerlchen endlich im Warmen zu wissen und freuen uns unglaublich, dass dieses Tier jetzt wieder ein behütetes Leben führen darf. Die Wunden werden heilen und wer auch immer ihn bei sich aufnehmen wird, nochmal wird so eine Katastrophe sicher nicht passieren. Wir wünschen dem Katerchen nur das Beste und dass 2024 sein Glücksjahr wird. Wir arbeiten wie gewohnt weiter für die, die keine Stimme haben, aber auf Rettung hoffen.

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07.01.2024

Ihr erinnert euch sicher, dass ich euch noch Fotos von den 6 Paletten VETO-Futter zeigen wollte. Das Futter war ein echtes Weihnachtsgeschenk, die Bilder kamen aber leider erst jetzt!

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05.01.2024

Liebe Tierfreunde, wir sind völlig von den Socken und wissen gar nicht so recht, wie uns geschieht. Weihnachten liegt schon einige Tage hinter uns und dementsprechend ist auch die vom Fressnapf in Alzey organisierte Weihnachts-Spendenaktion vorbei. Wie wir schon berichtet hatten, wurde in der Filiale in der Karl-Heinz-Kipp-Str. 32a ein festlich geschmückter Weihnachtsbaum aufgestellt und das TH Kirchheimbolanden und die Tierhilfe Phönix durften Wunschkarten mit den Bildern der bedürftigen Hunde und Katzen abgeben. Das nette Team hat die Karten am Baum verteilt, so entstand ein einzigartiger Weihnachtsbaum der Hoffnung mit der Bitte um Hilfe für unsere tierischen Freunde. Wir finden, dass das eine tolle und phantasievolle Initiative war, die unsere pelzigen Mitgeschöpfe in den Mittelpunkt gerückt und gezeigt hat, dass jede unserer Bitten um Hilfe auch mit einem Gesichtchen verbunden ist. Die Bilder der Hunde und Katzen sprechen Bände, es sind Tiere, die bereit sind Liebe zu geben und in der Hoffnung leben, irgendwann wieder in ein warmes und liebevolles Zuhause zu Menschen, denen sie etwas bedeuten, zurückkehren zu dürfen.

In den vergangenen Wochen wurde diese besondere Aktion von wahnsinnig vielen Tierfreunden mit Freunde aufgenommen und der Weihnachtsbaum ist zu einem Ort geworden, an dem die Menschen diesen liebenswerten Tieren dirkt in die Augen sehen konnten. Als wir gestern die gespendeten Sachen abholen durften, konnten wir kaum fassen, mit welcher Großzügigkeit und Zuneigung den bedürftigen Tieren geholfen wurde.

Mit jedem Geschenk, das wir in unseren Bus einladen konnten, wuchs unsere Zuversicht, dass unsere Bemühungen, die Tiere zu retten und für sie ein liebevolles Zuhause zu finden, nicht vergebens sind. Jedes Geschenk, sei es in Form von Futter, Spielzeug oder anderer notwendiger Utensilien ist ein Schritt näher zu einer besseren Zukunft für unsere vierbeinigen Freunde.

Wir möchten allen Unterstützern, Spendern und Freiwilligen von Herzen danken. Eure Goßzügigkeit und Liebe zu den Tieren hat Futter, Hoffnung und Zuversicht in das Leben der Beschenkten gebracht! Das ist es, was alle so dringend brauchen.

Wir können uns gar nicht genug bei euch bedanken und wollen versuchen anhand von Fotos unser Glück mit euch zu teilen. Auf vielen Paketen/Bildern standen nette Wünsche und mancher Spender hat sogar ein tolles Päckchen für die Tiere gepackt. Wir sind unglaublich dankbar und tief berührt von eurer Hilfe und werden alles daran setzen, die Spenden so schnell wie irgendwie möglich an die bedürftigen Tiere weiterzuleiten.

Da ja auch unsere VETO-Aktion noch weiterhin aktiv ist und wir natürlich auch weiterhin Futter für die Tiere der Protectora Villena benötigen, möchten wir uns ebenfalls für die Spenden, die dort eingegangen sind, bedanken. Eine Futterspende blieb leider anonym, sodass wir uns hier nicht öffentlich beim Spender bedanken können. Die andere, wirklich großzügige Spende ging von Frau K. Jörger ein. Auch dafür ein ganz herzliches Dankeschön. Wir hoffen sehr, dass wir bald wieder Futterpaletten von VETO nach Spanien geschickt bekommen. Dafür müssen immer 2 - 3 Paletten voll werden. Diese werden dann für uns kostenfrei an die Protectora Villena gesendet.

Bitte denkt daran, dass jede Spende Leben rettet und wir eigentlich immer viel zu wenig Futter für die vielen hungrigen Tiere haben... leider.

Hier die ersten Bilder vom Abholen der Spenden beim Fressnapf in Alzey:

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03.01.2024

Das neue Jahr ist nicht mehr ganz so frisch und der Dreck von den Böllern liegt noch vielerorts auf den Gehwegen und Straßen herum. Das Geknalle hat aber zum Glück aufgehört und die meisten Tiere haben sich wieder beruhigt. Wie in jedem Jahr, in dem geböllert wird, sind viele unschuldige Tiere gestorben und ganz sicher wird sich das erst ändern, wenn diese merkwürdige und völlig sinnfreie 'Belustigung' verboten wird. Jetzt haben wir erstmal wieder über 360 Tage Ruhe und mit etwas Glück entscheidet eine vernünftige Regierung auch irgendwann mal für die Tiere.

Für zwei unserer Hunde fing das neue Jahr gleich mit einem Zahnarztbesuch an. Sira hatte einen regulären Termin und der kleine Henne hatte über Nacht ganz 'passend' eine dicke Backe bekommen. Wir sind mehr als dankbar, dass beide Hunde sofort behandelt wurden und wir nicht mit Sira wieder nachhause fahren mussten. Tja, nun liegen die OPs schon mehrere Stunden zurück und beide sind wieder hellwach. Natürlich haben sie Schmerzmittel usw. bekommen und man hat sich sehr um die beiden Kranken bemüht. Danke für die tolle Warmluftbehandlung und die nette Betreuung!:) Sie haben jetzt eine kleine Portion Hühnerherzen gegessen, die rutschen schön runter auch ohne, dass man sie kaut... :) und natürlich werden die Hundchen ganz besonders betüttelt.

Wir hatten vor einigen Tagen schon mal darum gebeten, unseren Kollegen in Spanien mit all ihren im Shelter wartenden Hunden mit Futter unter die Arme zu greifen. Über VETO funktioniert das ja ganz einfach und so bedanken wir uns für die eingegangenen Futterspenden von C. Walter, M. Bochtler, L. Enzinger und O. Schneider. Wir sind über jede Spende glücklich und freuen uns von Herzen, dass ihr die armen Tiere unterstützt. Auch weiterhin wird es möglich sein, auf unserer Wunschliste für die Tiere der Protectora Villena zu spenden. Sobald ein Volumen von 2 - 3 Paletten erreicht ist, wird das Futter für uns kostenfrei nach Spanien geliefert. Einfacher geht es nicht!

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Bevor ich es vergesse: Passend zum Weihnachtsfest sind nochmal 6 Paletten Futter von VETO in der Protectora angekommen. Leider haben wir noch keine Bilder davon, die werden aber selbstverständlich nachgereicht!

 

01.01.2024

Wir wünschen euch allen ein wunderschönes neues Jahr mit viel Zufriedenheit, Glück und Gesundheit. Bleibt uns gewogen und lasst uns 2024 zusammen zu einem tollen Jahr für den Tierschutz machen!

Ganz liebe Grüße von Uwe und Edith mit dem gesamten Team

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31.12.2023

Wir wünschen euch allen einen guten Rutsch! Wie jedes Jahr gilt bei uns wieder das Motto "Futter statt Böller!". Ein Klick auf das Bild führt euch zu unserer VETO-Wunschliste.

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30.12.2023

Heute durften wir wieder einmal Spenden beim Fressnapf abholen. Zwei überhoch gefüllte Einkaufswagen konnten wir ins Auto laden. Vielen Dank an das tolle Team vom Fressnapf!

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29.12.2023

Hallo ihr Lieben,

viele von euch haben es schon gelesen. Edith ist krank und auch wieder in der Klinik. Die erste große OP war heute morgen und sobald sie sich davon erholt hat, kommt die nächste dran. Wir haben im Augenblick sehr viel um die Ohren. Da Edith natürlich versucht, auch die Protectora weiterhin zu unterstützen und gerade in den kalten Monaten die Hilfe so wichtig ist, weiß keiner von uns mehr so recht, wo ihm der Kopf steht.

Natürlich sind unsere spanischen Kollegen darüber informiert, dass es Edith nicht gut geht und sie haben ihr deshalb ein ganz tolles Video geschickt. Es soll ihr Mut machen und zeigen, was wir schon alles geschafft haben und natürlich auch, wie sehr unser aller Hilfe gebraucht wird. Aufgeben kommt also gar nicht in Frage!

Da ihr alle ein Teil des Vereins seid und all die Hilfe natürlich nicht alleine von uns kommt, sondern vielmehr der Verein durch seine Mitglieder lebt, habe ich mich dazu entschieden, euch das Video zu zeigen. Es ist natürlich auch ein Dankeschön an euch alle, die ihr seit so vielen Jahren mit uns die Protectora Villena und alle dazugehörenden Tiere unterstützt.

>>> For Edith from Villena

Drückt uns alle ganz fest die Daumen!

 

24.12.2023

Liebe Mitglieder, Tierfreunde, Freunde, Bekannte, Gönner und natürlich an alle, die uns wohlgesonnen sind, wir möchten euch in dieser schwierigen Zeit von Herzen frohe Weihnachten und ein glückliches neues Jahr wünschen. Euer Mitgefühl und Engagement sind das schönste Geschenk, das wir alle erhalten haben, denn eure Präsenz bedeutet die Welt für unsere vierbeinigen Schützlinge. Wir wünschen euch allen für das kommende Jahr viel Glück, Gesundheit und natürlich jede Menge herzerwärmender Momente und hoffen, dass wir auch in 2024 auf euch alle zählen dürfen.

Frohe Weihnachten und ein wundervolles neues Jahr! Danke für alles!

Edith und Uwe mit dem ganzen Team der Tierhilfe Phönix e.V.

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23.12.2023

Alles hat auf die Minute geklappt und auch unsere Vereinsssitzung liegt jetzt hinter uns. Trotz aller Steine, die uns im Weg liegen, scheint immer wieder ein Weg daran vorbei zu führen und wir haben Glück. Jetzt hoffen wir mal, dass auch in den nächsten Wochen alles glatt geht und wir im neuen Jahr nicht wieder gleich mit einem solch vollen Programm starten müssen. Wir werden uns jetzt über Weihnachten und Neujahr eine Auszeit nehmen und wünschen euch allen ein frohes Fest, viel Gesundheit und natürlich, dass alle eure Wünsche in Erfüllung gehen. Lasst es euch gut gehen, verwöhnt eure Liebsten und vergesst mir die armen Tiere nicht, die leider noch kein wohlig warmes Zuhause gefunden haben. Noch gibt es die Möglichkeit, für unsere spanischen Hunde und Katzen beim Fressnapf in Alzey Geschenke von den Weihnachtswunschzetteln, die dort an einem wunderschön geschmückten Baum hängen, zu erfüllen. Soweit wir wissen, steht der Baum bis zum 06.01.24.

Natürlich kann man auch zeitlich unbegrenzt über VETO Futter spenden, bisher haben davon einige unserer Tierfreunde ebenfalls Gebrauch gemacht und wir bedanken uns auch dafür ganz herzlich bei M. Meissner, R. Schiebel und N. Selzer.

Sobald die Aktion vom Fressnapf beendet ist, werden wir die gesamten Sach- und Futterspenden umgehend verpacken und nach Spanien schicken. Alles, was über VETO eingeht, wird gesammelt, bis 2 der 3 Paletten voll sind und geht dann für uns frachtfrei an die Protectora Villena.

Wir bedanken uns bei euch allen für eure Unterstützung und wünschen euch eine wunderschöne und friedvolle Weihnachtszeit!

Uwe und Edith mit dem ganzen Team der Tierhilfe Phönix e.V.

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21.12.2023

Toll, wenn man spät abends erfährt, dass am nächsten Tag ab 6 Uhr morgens die Auffahrten der Autobahnen durch Traktoren versperrt sein werden. Wir haben morgen um 7:30 Uhr einen Termin in der Klinik in Mainz. Kommen wir nicht rechtzeitig hin, kann ich meine OP am 28.12. vergessen, kommen wir nicht rechtzeitig zurück, platzt unser jährliches Vereinstreffen. Manchmal könnte man wirklich am Rad drehen und dann merke ich, dass wir am Ende unserer Kräfte sind. Wir werden also morgen früh um 5 Uhr losfahren und hoffen, dass die Ärzte und Schwestern ebenfalls da sein werden. Warten wir mal ab, was passiert, ändern kann man es jetzt nicht mehr.

 

19.12.2023

Die letzten Wochen haben uns arg gebeutelt und wir sind privat gehörig ins Schlingern geraten. Im Prinzip hatten wir keine freie Minute mehr und waren oft so müde und geschafft, dass wir abends einfach auf dem Sofa eingeschlafen sind. Zu allem Übel ist dann auch noch unser Bus kaputt gegangen und ich stand in Alzey auf dem Parkplatz, ohne zu wissen, wie ich dieses Auto wieder zum Fahren bringen sollte. Nachdem ich mir die ganze Sache mal näher angesehen hatte, war klar, dass mein Kupplungspedal keinen Druck mehr hatte und einfach nicht mehr zu bedienen war. Fahren war also gar nicht möglich! Vor Weihnachten eine Werkstatt zu finden ist offenbar genauso unmöglich und nachdem ich jeden angerufen hatte, der auch nur annähernd mit Autos zu tun hat, habe ich aufgegeben. Bei unserem Programm plötzlich ohne Auto dazustehen ist der Supergau, wir haben täglich Termine, müssen in Kliniken und haben wichtige Besprechungen, Untersuchungen usw. Der alte Tierschutzbus hat aber nur eine gelbe Plakette und eigentlich darf man damit weder nach Wiesbaden noch nach Mainz oder gar Heidelberg fahren. Ich habe also den ADAC geholt und den Wagen abschleppen lassen. Mein Wunsch ans Universum war ganz einfach - bitte, ich brauche jemanden, der mir sofort die Kupplung an meinem betagten Bus repariert! Ich kann es immer noch kaum glauben, aber in Gau-Bickelheim gibt es eine tolle Werkstatt, die meinen Wunsch wohl umgehend weitergeleitet bekommen und meinen Wagen innerhalb von 2 Tagen wieder flott gemacht hat. Der nette Mann hat sogar noch einige Mängel mehr entdeckt und gleich mit behoben. Jetzt fährt mein altes Auto wieder und ich bin überglücklich. Mein Dank geht nicht nur ans Universum :) sondern auch an Herrn Barlak aus Gau-Bickelheim! So konnten wir zum Glück alle unsere Termine wahrnehmen und die Auto-Katastrophe ist erstmal abgewendet.

Trotzdem hatten wir ein wirklich strammes Programm und dazu kommt am 22.12. auch noch unsere jährliche Vereinssitzung. Damit ist dann das offizielle Vereinsjahr für uns fast rum und wir hoffen, dass wir dann einige Tage Pause einlegen können.

Da wir in den letzten Tagen oft nicht daheim waren, konnte ich mich nicht immer bei allen Spendern bedanken, die uns Futter und Sachspenden für die spanischen Tiere abgegeben haben. Viele haben einfach alles in den Hänger in unserer Einfahrt gelegt. Ich möchte mich ganz herzlich bei allen Spendern bedanken und bitte um Verständnis, dass wir im Augenblick einfach nicht immer daheim sein können, um alles persönlich entgegen zu nehmen. Wir bedanken uns trotzdem von Herzen und leiten natürlich alles nach Spanien weiter! Ich bin seit meinem Krankenhausaufenthalt noch nicht wieder ganz so fit und hoffe, ihr seht es uns nach, dass wir im Augenblick nicht alles zu 100 % erledigen können. Also bitte nehmt es nicht persönlich, wenn ich etwas vergessen habe oder mich nicht melden konnte. Es kommen sicher auch wieder bessere Zeiten.

 

17.12.2023

Leider hat unser Aufruf, doch bitte über VETO einen kleinen Weihnachtsgruß in Form von etwas Futter in die Protectora Villena zu verschicken, niemanden erreicht. Ich gehe mal davon aus, dass die meisten schon beim Fressnapf in Alzey ihre Spende unter den Wunschbaum gelegt haben. Andere haben sogar Futter für die Tiere direkt zu uns nach Hause gebracht. Wir sind schon wieder dabei, eine Palette für Spanien zu packen und hoffen, dass bis zum Versand Anfang des neuen Jahres noch etwas dazukommen wird. Ich hatte ja angekündigt, dass wir wahrscheinlich noch einen halben LKW mit Futter ergattern können, ob das klappen würde, stand allerdings in der letzten Wochen noch nicht fest. Jetzt haben wir, dank der Hilfe eines wirklich supernetten Tierfreunds, einen ganzen LKW voll mit Futter in die Protectora schicken können.

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Ihr könnt euch denken, dass ich mehr als glücklich darüber bin, denn das Futter hilft uns über die nächsten Wochen. Trotzdem wissen wir, dass wir jetzt die Verantwortung für weit mehr Tiere haben als noch vor einem oder gar zwei Jahren. Wir wollen niemanden hängenlassen und schon gar nicht davon hören, dass Tiere nicht überlebt haben oder in einer Tötung gelandet sind.

Ich bin mir durchaus bewusst, dass es für mich alleine nicht mehr zu schaffen sein wird, gleich 10 oder noch mehr Tierheime zu versorgen, trotzdem will ich es versuchen, und zwar so lange es geht. Von VETO haben wir nochmal 6 Paletten mit einem ganz neuen Trockenfutter versprochen bekommen. Es gab dort wohl einen Futterwechsel und so hat VETO nun eine Eigenmarke. Wir sind mal gespannt, was unsere Hundchen davon halten werden. Bisher waren wir mit dem Futter von VETO mehr als zufrieden und freuen uns sehr darüber, dass wir jetzt zu den ersten gehören, die die Eigenmarke ausprobieren dürfen. Man hat uns garantiert, dass das Futter sogar noch einen Tick besser sein soll als das, was wir bisher bekommen haben - wir sind mal gespannt. Mit etwas Glück wird dieses Futter noch vor Weihnachten in der Protectora ankommen. Unsere armen Tiere, die zu Weihnachten noch kein warmes Zuhause gefunden haben und in den Zwingern das neue Jahr erwarten, sollen wenigstens keinen Hunger leiden müssen. Wir haben auf der Palette, die jetzt halbvoll noch in unserer Garage auf weitere Spenden wartet, Trocken- und Dosenfutter, eine ganze Menge warmer Hundejäckchen in großen Kartons verpackt, Spielzeug ist mit dabei und Decken, die in den nächsten Wochen dringend gebraucht werden. Wir hoffen, dass wir mit den Spenden von der Fressnapf-Weihnachtsbaum-Aktion die Palette schnell voll bekommen und direkt nach Villena senden können.

Wie ihr ja wisst, machen wir uns immer ganz besonders große Sorgen um die vielen Wind- und Jagdhunde, die meistens in einem erbarmungswürdigen Zustand in der Protectora ankommen. Die Hunde sind von Natur aus schon dünn, doch wenn sie über Monate zu wenig gefüttert bekommen, sehen sie aus wie lebende Skelette. Zudem werden sie von den Jägern oft noch 'unbrauchbar' gemacht. Das heißt, man bricht ihnen die Beine oder klemmt Stöcke in ihre Kiefer, die ihnen das Fressen unmöglich machen. So ausgesetzt, sterben sie einen grausamen Tod. Wer einmal so etwas gesehen hat, kann es nie wieder vergessen. Diese Hunde sind sanfte Wesen, sie sind keine Beißer oder Hunde, die sich in den Vordergrund drängen, sie wollen nur laufen, das ist ihr Lebenselixier. Bewegung, ein kuscheliges Plätzchen, Futter und vielleicht sogar einen Menschen, der sie liebt. Das ist alles, was sie von ihrem Leben erwarten. Was sie in Spanien bekommen, ist unvorstellbares Leid, Hunger, Qual und einen grausamen Tod. Wieviele dieser herrlichen Hunde in jedem Jahr auf entsetzliche Art und Weise getötet werden, kann niemand genau sagen, es dürften weit über 50.000 Galgos alleine in Spanien sein.

Die Jagdsaison geht von Anfang Oktober bis Ende Januar, dann werden sich die Tierheime wieder mit körperlich und seelisch schwer verletzten Wind- und Jagdhunden füllen. Wer nicht erhängt wurde, totgeschlagen oder mit Benzin übergossen und angezündet den Tod gefunden hat, landet vielleicht in einer Perrera und hat dort noch einige wenige Tage Zeit, von Tierschützern gerettet zu werden. Wer in einer Protectora Aufnahme findet, hat bessere Chancen, allerdings sind die Protecoras grundsätzlich überfüllt und können nicht alle Hunde aufnehmen. Wir versuchen deshalb im Vorfeld schon genügend Futter für diese armen Tiere aufzutreiben und bemühen uns um private Pflegstellen in Spanien und natürlich auch in Deutschland. Der jährlich in vielen größeren Städten durchgeführte Galgomarsch versucht auf das Leid dieser armen Geschöpfe hinzuweisen und die Tierfreunde auch für diese Rassen zu sensibilisieren.

Wir alle hatten uns wahnsinnig gefreut, dass Spanien ein neues Tierschutzgesetz bekommen hat, viele wichtige Verbesserungen sind auf den Weg gebracht worden. Leider hat der Kongress am 22.12.22 beschlossen, dass Gebrauchshunde wie Galgos aus dem neuen Tierschutzgesetz ausgeschlossen werden. Ausgenommen von dem "Schutz, der Rechte und dem Wohl der Tiere" sind außerdem die Kampfstiere. Nach Angaben der Affinity Foundation aus Barcelona wurden 2021 in Spanien ca. 167.000 Hunde ausgesetzt. Wer ein Tierfreund ist, wird es weder akzeptieren, dass Hunde getötet werden, noch, dass Stiere zur Belustigung der Bvölkerung in der Arena einen schrecklichen Tod erleiden müssen.

Letztendlich haben die Wähler die Macht, so sollte man eigentlich denken. Tatsächlich brachten die Sozialisten im Dezember 2022 in letzter Minute einen Änderungsantrag zum Gesetzesentwurf ein. Dieser schloss Jagdhunde und andere Tiere aus, die bei "traditionell ländlichen Aktivitäten" eingesetzt werden. Damit stellte man sich gegen den eigenen Koalitionspartner (die linke Partei Podemos), hatte aber die Wähler auf dem Land auf seiner Seite. "Uns liegt die ländliche Umwelt am Herzen, wir kennen die Realität der Jagd", das sagte die sozialistische Abgeordnete Begona Nasarre und damit war die Wahl entschieden. In den nächsten Jahren wird es natürlich keine weiteren Gesetzesänderungen in diesem Gebiet mehr geben. Spanien verbietet jetzt das Halten von Meerschweinchen, Chinchillas, Kaninchen, Landschildkröten, Sittichen, Papageien und Mäusen. Nun fragt man sich, welcher Schaden denn von einem Hamster ausgehen kann und bekommt die Frage natürlich auch prompt beantwortet. Nagetiere können laut Expertenmeinung eine ernste Gefahr für die Erhaltung der biologischen Vielfalt darstellen, falls sie entwischen oder nicht kontrolliert werden... Schildkröten können Krankheiten übertragen und Sittiche werden verboten, weil sie in Spanien nicht natürlich vorkommen und damit eine invasive Art sind.

Tja, und das zu Tode quälen von Stieren in einer Arena gehört offenbar zu den Hobbies der spanischen Landbevölkerung und ist natürlich erlaubt - gleiches gilt dann selbstverständlich auch für die grausame Entsorgung der Jagd- und Windhunde...

Es gibt so viele tierliebe Menschen in Spanien, die mit dieser ganz knapp entschiedenen Wahl mehr als unglücklich sind und auf deren Seite wir natürlich stehen. Wir werden diese Tierfreunde auch weiterhin nach Kräften unterstützen und wissen, dass wir alle zusammen diesen Kampf in absehbarer Zeit gewinnen werden. Bis dahin tun wir alles, was möglich ist, um den armen Kreaturen, die durch dumme Freaks zu Tode kommen und schreckliches Leid erdulden müssen, so gut zu helfen wie nur irgendwie möglich.

Beginnen wir wie in jedem Jahr auch jetzt wieder damit, für die Flut der verletzen und unterernährten Tiere, die uns spätestens Ende Januar/Anfang Februar erreicht, zu sammeln. Benötigt werden außer Unmengen an Futter, Verbandsmaterial, Unterlagen, Decken und natürlich alles, was im OP gebraucht wird. OP-Wagen, Bestecke, Autoklaven, OP-Tische, Untersuchungstische, OP-Lampen, Boxen, Wärmelampen usw. Ich weiß, dass es sehr unwahrscheinlich ist, solche sehr teuren Dinge gespendet zu bekommen, trotzdem versuchen wir es. Vielleicht haben wir ja Glück und eine Tierarztpraxis gibt etwas gegen Spendenquittung ab. Wir sind ein gemeinnütziger Verein und natürlich dürfen wir Spendenquittungen ausstellen.

Wir wünschen euch allen einen schönen 3. Advent!

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16.12.2023

Heute gibt es mal eine ganz tolle Nachricht! Unser kleiner - oder eigentlich gar nicht mehr so kleiner Floyd hat ein Zuhause gefunden. Wir so glücklich darüber, dass der Wicht (der jetzt Clyde heißt) gar nicht weit von uns weg ist und wir ihn nach angemessener Wartezeit bestimmt öfter sehen werden. Clyde ist zu Tanja gewechselt und Tanja ist eine wunderbare Hundetrainerin, die in Schimsheim tolle Kurse gibt und zudem noch den Gassi-Service 'The Walking Dog' in Wörrstadt leitet. Clyde wird also sicherlich ausreichend Bewegung bekommen und dazu noch ein gut erzogener Junge sein. Besser hätte es der kleine Racker nicht treffen können und natürlich sind auch wir überglücklich! Wir wünschen Clyde und seiner neuen Familie alles Gute und sind sicher, dass Clyde mit unserer Entscheidung sehr, sehr zufrieden ist.

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14.12.2023

Weihnachten steht vor der Tür und wir hoffen, dass wir noch einige Spenden für unsere Schützlinge bekommen werden. Der Spendenbaum im Fressnapf Alzey hat noch einige Karten mit unerfüllten Wünschen an den Zweigen hängen und bei VETO ist tatsächlich noch gar nichts eingegangen. Wir haben wie immer auch dort unsere Wunschliste und haben gehofft, dass manch ein Tierfreund vielleicht einen Sack Futter oder eine Dose Welpenmilch spendet. Mag sein, dass ich dafür mehr Werbung hätte machen müssen, ich bin so ganz selbstverständlich davon ausgegangen, dass ja jeder eigentlich weiß, dass VETO für uns eine feste Größe ist und wir seit einigen Jahren von euch gespendetes Futter über VETO kostenfrei in die Protetora geliefert bekommen. Für uns ist das eine tolle Sache, denn wir müssen den doch sehr teuren Transport nach Spanien nicht mehr bezahlen und können uns darauf verlassen, dass das Futter eine wirklich gute Qualität hat und von den Tieren prima vertragen wird. Noch sind es einige Tage bis zum Jahreswechsel und wir hoffen sehr, dass noch etwas Futter für unsere Schützlinge zusammenkommen wird.

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In unserer Garage hat sich mittlerweile tatsächlich auch wieder etwas angesammelt und wir hoffen, dass wir, sobald die von euch beim Fressnapf gespendeten Sachen bei uns ankommen, auch nochmal eine oder vielleicht auch 2 Paletten auf die Reise nach Villena schicken können.

Auf jeden Fall möchte ich mich ganz herzlich bei euch allen bedanken, ihr habt den Verein gut über das für uns doch sehr schwierige Jahr 2023 gebracht, habt uns unterstützt und seid uns wohlgesonnen gewesen. Ganz herzlichen Dank an alle unsere Mitglieder, großzügigen Gönner und treuen Freunde. Eure Unterstützung hat maßgeblich zum Erfolg unserer Pojekte beigetragen. Wir schätzen eurer Engagment und hoffen, dass wir auch weiterhin auf euch zählen können.

Edith und Uwe mit dem ganzen Team

 

12.12.2023

Von Hundehaufen und fehlenden Mülleimern: Ein denkwürdiger Spaziergang durch das Hundekack-Chaos!

In einer Welt, in der viele Hunde einfach überall ihr Geschäft erledigen und ihre Besitzer das Konzept der 'Geschäftsordnung' wohl noch immer nicht verstanden haben, versuchen einfache Spaziergänger oder die Herrchen und Frauchen von Vierbeinern, denen die Bedeutung einer Kacktüte nicht fremd ist, ihre ganz eigene Choreographie zwischen unappetitlichen Kackhaufen und fehlenden Entsorgungsmöglichkeiten der lustig bunten Tütchen zu meistern. Fehlende Mülleimer und/oder nicht genutzte Tüten werden zu unbarmherzigen Gegenspielern harmloser Hundebesitzer und unbedarfter Spaziergänger, die oft genug schon nach wenigen Metern im Feld trotz herrlicher Natur und der doch so gesunden Luft oft nur noch schwer den Brechreiz unterdrücken können ob der überall in der Gemarkung herumliegenden Fäkalien und angesichts der aus der Stadt angereisten Verwandschaft krampfhaft versuchen, ihre Würde zu wahren.

Man stelle sich vor: Idyllische Felder, glückliche Hunde, singende Vögel, lächelnde Spazier- gänger - bis zu dem Moment, in dem man mit einem Fuß im unerwünschten Hundekunstwerk landet. Der Tanz der Verzweiflung beginnt. Abstreifen, in der Pfütze abwaschen, im Gras ablaufen - die Balance zwischen Ekel und Wut zu halten und den Brechreiz zu unterdrücken gelingt nicht jedem.

Ein Hoch auf die Gemeinden, die den großzügigen Schritt getan haben, Tüten für das tierische Geschäft bereitzustellen. Aber halt! Wo sind die Mülleimer? Sie direkt unter den Tüten zu plazieren, bedeutet für den Hundehalter, die Hinterlassenschaft gegebenenfalls 2 Kilometer lustig schwenkend mitzuführen. Das Handy, ein Kleinkind oder vielleicht sogar die Stulle in der einen Hand und die Hundeleine in der anderen, fragt man sich zu recht: Wohin mit der Kacke? Kein Eimer weit und breit... Das Resultat? Tüten auf dem Acker, Tüten in den Bäumen, Tüten auf den Gehwegen, Tüten im Bach und Tüten überall, außer im heiß ersehnten Mülleimer. Ein Hundekack-Tütenspender wird so zum modernen Äquivalent der geheimnisvollen Socken, die in der Waschmaschine verschwinden - nur weniger lustig!

Natürlich gibt es auch Helden unter den Hundebesitzern, tapfere Seelen, die bereit sind, die zwei oder drei Kilometer des Feldes zu durchqueren und dabei die eindeutig duftenden Hinterlassenschaften ihrer felligen Begleiter ordnungsgemäß mit sich zu führen. Einen Applaus für diese engagierten Umweltbewahrer, die sich nicht scheuen, ihre Mitmenschen mit lustig schwingender Kacktüte freundlich zu grüßen und sogar vielleicht ein Stück des Weges mit ihnen zu teilen. Aber wehe dem, der mit zwei oder mehr Hunden spazieren geht und, voll bepackt mit gut genutzten Tüten, in die Hinterlassenschaft eines 40-kg-Hundes latscht. Wer diese Situation schon einmal selbst erleben durfte oder Zeuge einer ungewollt absurden Choreographie eines Mehrhundebesitzers wurde, der mit drei Hunden an der Leine Kacke am Schuh abstreifen will und dabei bemerkt, dass er auch schon die in der Hand gehaltene Schleppleine 'fäkalisiert' hat, der wird verstehen, dass es sich um ein unvergessliches und denkwürdiges Ereignis handelt, bei dem der Betroffene die Verantwortlichen, die das Aufstellen von Mülleimern in der Gemarkung offensichtlich vergessen oder gar untersagt haben, auf Jahre verwünscht. Scheiße! So klingt das gebrüllte Statement dann im wahrhaftig doppelten Sinn und es ist natürlich bitterernst gemeint!

Glücklich ist, der es in Armsheim schafft, auch nur 50 Meter im Feld zu gehen, ohne Slalom laufen zu müssen...

Und DANKE für das Aufstellen der wirklich tollen Kacktüten-Spender inklusive integriertem Mülleimer am Eingang zu den Feldwegen! Leider löst das Ziehen einer Tüte nicht umgehend den Wunsch zur Darmentleerung beim Hund aus. Sinnvoller wäre es also, mehrere Mülleimer an den bekannten Wanderwegen zur Verfügung zu stellen. Hier ist es meiner Meinung nach einfach sinnvoller, die Eimer im Feld zu leeren als die Gemarkung zum Leidwesen der Bürger zum Löseplatz verkommen zu lassen. Mein Weihnachtswunsch für 2023 wäre also (theoretisch) ganz leicht zu erfüllen - Mülleimer zum Entsorgen der Tüten! Und Hundebesitzer, die nicht nur dann die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner mitnehmen, wenn jemand beim 'Ablegen des Geschäfts' zugesehen hat.

Wer hier denkt 'Scheiß drauf', dem wünsche ich mal, mit beiden Füßen drin zu stehen und zwar mit offenen Sandalen!

Schon nicht mehr ganz neu, aber brandaktuell, gibt es zum Thema auch dieses Erklärvideo für Hundebesitzer!

 

10.12.2023

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Wir wünschen euch einen schönen zweiten Advent!

 

09.12.2023

Leider geht bei uns zur Zeit einiges nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Ich musste wieder einmal ins Krankenhaus und kaum war ich aus der Narkose erwacht, stand der nächste OP-Termin schon fest. Wir hatten uns so gefreut, endlich mal einen Silvester zusammen verbringen zu können. Uwe war die letzten 25 Jahre immer bei den Pferden und ich habe die Stellung bei den Hunden gehalten. Auch in diesem Jahr werden wir nun Silvester getrennt sein, Uwe bei uns daheim mit allen Hunden und ich im Krankenhaus mit den Schwestern und Ärzten. Es lässt sich nicht ändern und eigentlich können wir sogar dankbar sein, denn der nächste OP-Termin wäre erst Ende Januar möglich gewesen. Uwe wird wie immer die Stellung halten und da wir über Weihnachten und Neujahr sowieso nicht vermitteln, gehe ich mal davon aus, dass vielleicht gar nicht so viel los sein wird.

Ich möchte euch allerdings Harry nochmal ans Herz legen. Der Bub hat bisher nur recht ungeeignete Anfragen bekommen. Bitte teilt Harry auf Facebook so oft ihr könnt. Er ist ein großartiger Hund, der eine tolle Familie verdient hat!

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07.12.2023

Wir scheinen alle unsere kleinen Igelchen eingefangen zu haben, denn auf unserer Wildkamera erscheint nur noch die Katze, die wir seit Wochen gerne einfangen würden. Da ein Versuch kläglich gescheitert ist, traut sie uns nicht mehr über den Weg und da wir bei diesem Wetter die Falle nachts nicht aufstellen können, bleibt uns nur, das arme Kerlchen wieder mühsam davon zu überzeugen, dass wir ihr nichts tun wollen. Sie ist schlau und scheint genau zu wissen, was wir vorhaben und da sie zudem auch noch recht angriffslustig ist, glaube ich, dass es der Zufall sein wird, der sie uns in die Box setzen wird. Warten wir es mal ab.

Wir bekommen fast jeden Tag Schreiben von ganz lieben Tierfreunden, die den Weihnachtsbaum mit den Wünschen unserer Tiere beim Fressnapf in Alzey gesehen haben. Die Menschen spenden und schicken uns Fotos von Dosenfutter, Spielzeug und auch großen Futtersäcken. Wir sind so glücklich über diese wahnsinnige Resonanz, mit der wir ganz sicher nicht gerechnet hatten. Mit etwas Glück schaffen wir es, direkt nach Weihnachten nochmal eine oder vielleicht auch 2 Paletten mit Futter nach Spanien schicken zu können. Das wäre ein herrliches Weihnachtsgeschenk, über das sich die armen Tiere sicher wahnsinnig freuen. Falls ihr beim Fressnapf in Alzey seid, bitte schickt mal ein aktuelles Foto des Baums. Wir wissen tatsächlich gar nicht, wieviele unserer Wunschkarten noch dranhängen.

 

05.12.2023

Seit mindestens drei Wochen versuchen wir einen Igel einzufangen, der eindeutig zu wenig Gewicht zum Überwintern hat. Jede Nacht haben wir die Kamera aufgestellt und ihn zwar ab und zu am Futterschälchen gefilmt, das war aber immer mitten in der Nacht und schnappen konnten wir ihn leider nicht. Nachdem uns dann vor 2 Tagen unser Nachbar von einem Igelchen erzählte, das er sogar tagsüber im Garten beobachtet hatte, haben wir gehofft, dass wir ihn vielleicht doch noch erwischen würden.

Uwe hat also die Kamera im Vorgarten wieder aufgestellt und nachdem es dunkel war, bellten die Hunde plötzlich wie verrückt - allerdigs im Garten hinter dem Haus. Treffer! Ein kleiner Igel mit gerade mal 300 Gramm konnte in eine warme Box umziehen, wurde gefüttert und durfte die Nacht im geheizten Flur verbringen. Heidrun März erklärte sich bereit, den stacheligen Gesellen aufzunehmen und wir waren glücklich, unseren kleinen Igel endlich eingefangen und untergebracht zu haben.

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Eine Stunde später meldete sich dann die Kamera aus dem Vorgarten. Wir konnten es kaum glauben, aber ein zweiter Igel mit fast dem gleichen Gewicht futterte munter am Katzenschälchen und wurde daraufhin ebenfalls in eine Box verfrachtet und im Flur untergebracht. Heidrun erklärte sich bereit, auch diesen Burschen aufzunehmen.

Uwe und ich wollten uns gerade ins Bett begeben, als die Kamera tatsächlich nochmal auslöste. Igel Nr. 3 machte sich über das restliche  Trockenfutter her und wurde ebenfalls 'eingetütet'!

Ein ganz herzliches Dankeschön geht an Heidrun, deren Kapazität nun sicherlich erschöpft ist. Alle drei Igelchen hatten nicht das Mindestgewicht, mit dem sie Chancen auf ein Überleben des Winterschlafs gehabt hätten.

Im Winter begeben sich die Stachelritter dick, rund und wohlgenährt in den wohlverdienten Winterschlaf. Sie sparen so Energie, um die frostigen Temperaturen zu überstehen. Dieser ruhende Zustand dauert in der Regel von November bis April an. Damit Igel gesund durch diese lange Phase kommen, ist es entscheidend, dass die Umgebungstemperatur nicht zu sehr schwankt. Warmphasen im Winter lassen Igel erwachen und sie verbrauchen dann die Energiereserven, die sie eigentlich noch benötigen, um bis zum April oder Mai durchzuhalten. Für ein erfolgreiches Erwachen im Frühling sind konstante Temperaturen zwischen 5°C und 10°C ideal. Dies ermöglicht den Igeln, nach und nach aus dem Winterschlaf zu erwachen und sich langsam aufzuwärmen. Ein zu schnelles oder auch zu frühes Erwachen verringert ihre Überlebenschancen. Der Winterschlaf dient dazu, dass der Igel in der nahrungsarmen Zeit sein Gewicht hält und überlebt. Bevor Igel einschlafen, müssen sie ein Gewicht von etwa 600 bis 1000 Gramm haben. Während des Schlafs verlieren sie natürlich an Gewicht, daher ist ein ausreichendes Startgewicht tatsächlich entscheidend, um die kalte Jahreszeit gesund zu übestehen.

Ein liebevoller Umgang mit den stacheligen Gesellen und die Schaffung geeigneter Schlafplätze tragen dazu bei, dass Igel den Winter gut überstehen. Eure Unterstützung macht da oft den Unteschied. Wer seinen Garten zum Igelquartier machen will, der belässt Totholz, Reisig und einen Haufen aus Laub als wichtigen Lebensraum für den kleinen Stachler in einer geschützten Ecke liegen. Natürlich kann man auch ein Igelhäuschen aufstellen oder einen Reisighaufen mit einer Basis aus Feldsteinen versehen. Igel nehmen solche Überwinterungshilfen dankbar an.

Wer Igel füttert, sollte immer bedenken, dass nur frisches Feucht- oder Trockenfutter für Katzen, keinesfalls Speisereste oder Hundefutter angeboten werden darf. Eine Schale mit sauberem Wasser muss immer bereitgestellt werden. Igel brauchen viel Eiweiß und Fett, Hundefutter ist absolut nicht geeignet. Igelgärten sind naturnah gestaltet, es gibt dort Hecken, Teiche, Obstgehölz, Steinmauern und Wiesen. Auf Mineraldünger und chemische Bekämpfungsmittel wird verzichtet, es wird nicht ständig gemäht - schon gar nicht mit einem Mähroboter - und auch Kräuter werden nicht sofort ausgerissen. Kellertreppen, Lichtschächte und Regensammelgefäße sind oft gefährliche Fallen, die man igelsicher machen sollte.

Bitte denkt daran, dass Igel keine Milch bekommen dürfen, auch sind Küchenabfälle, Obst und Nüsse völlig ungeeignet. Selbst das oft im Handel speziell für Igel angebotene Futter könnt ihr stehen lassen, alle sind aufgrund ihrer Zusammensetzung für Igel NICHT geeignet. Igel lieben gegartes Rinderhackfleisch und gestocktes Rührei, Kazenfutter mit Soße und Gelee sollte vermieden werden.

Ganz wichtig: Igel sind Wildtiere, sie gehören weder in Wohn- noch in Kinderzimmer. Wer einen mutterlosen Igel oder ein unselbständiges Jungtier, einen verletzten oder kranken Igel aufnimmt oder ein Tier tagsüber, vielleicht sogar bei Frost und Schnee antrifft und rettet, der muss dafür sorgen, dass das Tier umgehend in fach- und tiergerechte Betreuung kommt. Die Pflege von Igeln ist zeitaufwändig und bedarf einiges an Fachwissen, zudem ist sie noch teuer. Im Übrigen widerspricht die Haltung von Igeln in Privathaushalten dem Bundesnaturschutgesetz (BNatSchG). Heimische Igel gelten als besonders geschützte Tiere. Die einzige Ausnahme ist der afrikanische Weißbauchigel (Atelerix Albiventris), allerdings ist auch er als Haustier gänzlich ungeeignet. Er ist dämmerungs- und nachtaktiv und es ist natürlich gar nicht möglich, einem eigentlich wildlebenden Tier, das manchmal kilometerweite Strecken zurücklegt, in einem Käfig ein tiergerechtes Leben zu bieten! Tierfreunde kommen erst gar nicht auf solche verrückten Ideen.

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03.12.2023

Heute ist der erste Advent und viele von euch zünden die erste Kerze auf dem Adventsgesteck an. Das Wort Advent leitet sich von dem lateinischen 'adventus' ab und kann mit 'Ankunft' übersetzt werden. Es ist also traditionell die Zeit, in der die Christen die Geburt von Jesus erwarten und dann am 25.12. - eben am Weihnachtstag - feiern. Früher wurde in der Vorweihnachtszeit gefastet, heute backt man Plätzchen und feiert mit Glühwein. In der orthodoxen Kirche feiert man Weihnachten übrigens am sechsten Januar, dem Tag der Epiphanie (Erscheinen oder Selbstoffenbarung einer Gottheit). Woran man auch immer glaubt oder ob man die Feiertage einfach mal zur Erholung nutzt, es ist eine eher stille und besinnliche Zeit. Es ist großartig zu sehen, dass Menschen auch jetzt bereit sind, sich für den Tierschutz zu engagieren. Diese Unterstützung hilft den Tieren ungemein. Für uns ist es eine riesige Herausforderung, die Situation der Tiere zu verbessern und denen, die bisher kein Glück im Leben hatten, eine zweite Chance zu geben.

Mit euren Spenden können wir Wintermäntelchen besorgen, um sie vor den eisigen Temperaturen zu schützen, Decken und Hütten bereitstellen, damit die Tiere in den Zwingern Wärme und Sicherheit erfahren, wir können hochwertiges Futter zur Verfügung stellen, um ihre ihre Mägelchen zu füllen und ihr Überleben zu sichern.

Mit eurer Spende können wir vielen Tieren eine glücklichere Zukunft schenken und Liebe und Wärme in ihr Leben bringen. Bitte spendet auch jetzt in der Weihnachtszeit und werdet Teil dieser so wichtigen Entwicklung.

Danke für eure Liebe zu den Tieren und für eure Unterstützung!

Wir alle wünschen euch einen wunderschönen ersten Advent!

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02.12.2023

Der tolle Weihnachtsbaum beim Alzeyer Fressnapf beschert uns jeden Tag Geschenke für die Hunde und Katzen der Protectora Villena in Spanien. Wir hatten ganz viele Karten mit Fotos der Tiere gemacht und die Karten mit den Wünschen der Hunde und Katzen beschriftet. Die Tierfreunde schreiben uns an und berichten davon, was sie gespendet haben, es ist einfach großartig. Mit einer solchen Resonanz hätten wir nie gerechnet. Wir teilen uns den 'Wünschebaum' mit dem Tierheim in Kibo und bedanken uns bei allen Tierfreunden, die, trotz der im Augenblick auch für die Menschen sehr angespannten finanziellen Lage, das Leid der Tiere nicht vergessen. Jede Spende kommt zu 100 % bei den Tieren an, das können wir euch garantieren. Wer Fragen zu der Spendenaktion des Fressnapf Alzey hat, kann uns jederzeit anrufen!

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30.11.2023

Ich habe mich, was Corona anbelangt, tatsächlich verschätzt. Die Sache ist langwieriger als ich dachte und wenn man sich zu früh wieder ins Leben stürzt, wird man massiv zurückgeworfen. Ich bin von allen Seiten gewarnt worden und dachte, dass es sicher schon wieder gehen würde, immerhin war ich negativ getestet und damit doch eigentlich wieder gesund. Jetzt gehöre ich zu denen, die die Anderen warnen und habe etwas dazugelernt. Uwe hängt leider auch noch in den Seilen und viel kriegen wir im Augenblick noch nicht hin. Es wird allerdings täglich besser und auch die Müdigkeit verschwindet langsam. Im Augenblick kann ich auf jeden Fall nicht über Schlafmangel klagen, ich ratze sogar beim Fernsehen ein und das meistens schon nach 5 Minuten.

Unsere Hunde genießen den jetzt ständig bollernden Kachelofen. Niemals könnte ich so dicht davor sitzen wie unsere Hunde. Sie lassen sich richtig durchbraten und machen nur ungern Platz, wenn auch ich mich mal aufwärmen will.

Es ist kalt geworden und alle Menschen scheinen jetzt in Weihnachtsstimmung zu sein, es wird gekauft und es werden Menüs geplant, Einladungen müssen verschickt und Orte gesucht werden, an denen man ein böllerfreies Silvester verbringen kann. Alle sind geschäftig und wir merken, wie schnell die Zeit verrinnt - keine vier Wochen mehr bis Weihnachten.

Wer uns kennt, weiß, dass wir Weihnachten nicht feiern. Bisher haben wir die Zeit immer genutzt, um zu renovieren oder das zu machen, zu was wir im normalen Betrieb keine Zeit hatten. In diesem Jahr werden wir zum erstenmal seit vielen Jahren Silvester zusammen verbringen. Unsere Pferde leben nicht mehr und nun sind wir beide daheim bei unseren Hunden. Vielleicht sollten wir auch an Weihnachten mal etwas zur Ruhe kommen, renovieren müssen wir eigentlich nichts und so können wir die Zeit vielleicht einmal ganz für uns nutzen. Mal sehen, was noch kommt...

 

28.11.2023

Mit einigem Erstaunen haben wir heute eine Verhandlung in Mainz verfolgt. Das Gericht in Worms hatte den bei der Justiz einschlägig bekannten Herrn schon einmal zu 1 Jahr und 6 Monaten Haft verurteilt, heute stand das tatsächlich nochmal zur Debatte. Ein anderes Ergebnis war nicht zu erwarten und so ist die Angelegenheit jetzt wohl endgültig entschieden. Der Herr muss seine Gefängnisstrafe absitzen. Noch sind viele weitere Anzeigen gegen ihn gar nicht in das Urteil mit eingeflossen. Es wird also weitere Verhandlungen geben, die das Strafmaß sicher nicht verringern werden.

Um es ganz deutlich zu sagen, die Mühlen der Justiz mahlen sehr langsam und was wir vor 2 Jahren angezeigt haben, ist noch nicht einmal terminiert. Wir wussten bis heute gar nicht, dass der Herr nie einen Führerschein besessen hat, er ist jetzt weit über 50 Jahre alt und fährt schon immer ohne Fahrerlaubnis. Sich Autos anzuschaffen ist leicht, aber natürlich sind die Kennzeichen und die dazugehörigen Stempel dann ein Problem. Der Polizei ist er immer wieder ins Netz gegangen und Verurteilungen gab es zur Genüge. Wer keiner regelmäßigen Arbeit nachgeht und Verurteilungen wegen Handels mit Drogen, Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Betrug, Computerbetrug, Urkundenfälschung, Hehlerei, Besitz von Schußwaffen, Unterschlagung, Entziehung von elektrischer Energie, Körperverletzung, Diebstahl, illegale Entsorgung von gefährlichen Abfällen, unerlaubter Waffenbesitz und unerlaubter Munitionsbesitz, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Fahren ohne Versicherungsnachweis usw. auf seiner Liste hat, der wird nicht besonders verwundert sein, dass ein Gericht irgendwann mal den Sack zu macht. Heute war es dann so weit.

Wir waren genauso wie der Richter sehr verwundert, dass er versuchte, uns den schwarzen Peter zuzuschieben. Wir hätten ihn mit Anzeigen überzogen und das alles nur wegen eines Impfstreits. Der Richter wies daraufhin, dass das ja wohl alles nichts mit mit uns zu tun hat und von einem Impfstreit weiß ich wirklich nichts. Mir ist es doch egal, ob der Herr sich impfen lässt oder nicht. Deshalb ist er sicher nicht ohne Fahrerlaubnis unterwegs gewesen und hat Urkundenfälschungen begangen, oder?

Was mich zum Schmunzeln brachte, war dann die Aufzählung seiner Tiere. Ca. 100 Tiere will er haben, wir wissen allerdings nur von einer Wildsau und einem Pferd, die restlichen Tiere sind Geflügel, dass er selbst zum Verkauf gezüchtet hat. Die Tiere bietet er im Internet an. Hühner und Enten zu züchten und dann zu hoffen, dass wegen der schieren Geflügelmenge eine Gefängnisstrafe ausgesetzt wird, ist schlichtweg völlig daneben und konnte auch den Richter nicht beeindrucken. So etwas ist ein Hobby und mehr nicht.

Auch wenn der Herr immer wieder versuchte darauf abzuheben, dass er ein absoluter Tierfreund und nichts Wahres an den Anschuldigungen der Tierschützer sei, so sei ganz klar gesagt, dass es in diesem Verfahren darum noch gar nicht ging. Hier zu erwähnen, dass er einen kranken Falken bekommen habe, den man später beschlagnahmte und den schlimmen Zustand ihm zugeschlagen hätte, fanden wir sehr merkwürdig. Dass es eine Hausdurchsuchung gab und natürlich auch jede Menge Wildvögel beschlagnahmt wurden, fehlte in seiner Erinnerung. Die Gutachten über diese Tiere liegen vor und sind Thema in einer anderen Verhandlung. Dass der Mann, auch wenn er es immer wieder behauptete, natürlich auch kein Falkner oder Jäger ist, hat mittlerweile jeder begriffen. Wieso er allerdings unter Zeugen einem Vogel ohne Betäubung einen Flügel abgeschnitten hat und das noch filmen ließ, ist uns nicht ganz klar. Machen Tierfreunde so etwas? Sicher nicht. Aber all das wird Gegenstand weiterer Verhandlungen sein.

 

25.11.2023

Der Weihnachtsbaum vom Fressnapf ist eine Wucht! Die netten Mitarbeiter haben den Baum so toll geschmückt und natürlich auch die Wunschkarten der Tiere daran verteilt. Ich bin ganz sicher, dass diese Aktion ein Erfolg wird. Bestimmt können wir im neuen Jahr gleich eine Palette mit Spenden nach Spanien verschicken, daran arbeiten wir natürlich schon jetzt. Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Spendern bedanken, die uns Futter und Sachspenden vorbei gebracht haben.

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Wir bekommen auch immer mal ein Paket oder Päckchen mit tollen Sachen für die Tiere oder aber für den Verein. Nachdem uns Christiane ein supertolles Paket mit Körbchen, Decken, Leinchen usw. aus Köln geschickt hatte, kam jetzt noch ein Päckchen von Familie Bochtler an. Frau Bochtler ist eine sehr begabte Stricklisel und sorgt immer für wunderschöne selbstgestrickte Socken in den unterschiedlichsten Größen und Farben. Die Socken dürfen wir auf Märkten verkaufen und der gesamte Erlös kommt dann den Tieren zugute. Vielen Dank für diese tolle Spende an das Frauchen von Bruno!

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Wer für Weihnachten noch ein Geschenk sucht, der kann gerne bei uns nachfragen. Die Socken haben wir euch mal fotografiert, man muss ja nicht unbedingt auf den nächsten Markt warten... :)

 

23.11.2023

Nachdem es gefühlt jeder schon einmal hatte, hat es auch mich jetzt erwischt. Ich habe Covid-19 und liege fest. Ich hatte mir schon gedacht, dass es eine böse Grippe geben würde. Abends war ich klitschnass geschwitzt und der Hals kratzte wie ein Reibeisen, nachts habe ich gehustet und mich wirklich elend gefühlt. Dann haben wir einen Schnelltest gemacht und festgestellt, dass das Kit wohl nicht funktionstüchtig war, es zeigte sich gar kein Streifen. Uwe hat einen neuen Test aus der Apotheke geholt und der war nach 3 Minuten dann positiv. Nun denn, jetzt kann ich mitreden, das sagt man dann doch wohl... Da wahrscheinlich alle wissen, wie man sich mit Corona fühlt, braucht es keine weiteren Erklärungen. Ich nehme ein starkes Medikament und meine Ärztin ist sicher, dass ich bald wieder auf den Beinen sein werde.

Natürlich kann man auch während Corona telefonieren und so habe ich Futter für Villena ergattern können. Ich weiß leider noch nicht, wieviel Hundefutter dabei sein wird, manchmal bekommt man auch nur jede Menge Katzenfutter. Im Prinzip ist es egal, bevor ein Hund verhungert, frisst er auch Katzenfutter. Wir haben zur Zeit bei weitem mehr Hunde als Katzen im Tierheim und deshalb wäre Hundefutter toll. Mal abwarten, vielleicht kommt ja auch vom Fressnapf noch etwas dazu. Uwe wird morgen mal in Alzey vorbeifahren und sich den Weihnachtsbaum, der im Laden aufgestellt wurde, ansehen. Die Wunschkarten unserer Hunde hängen dran und jeder kann sich die passende Spende aussuchen. Wir hoffen, dass es ein Erfolg wird und noch viel Hundefutter für unsere Schützlinge zusammenkommt.

 

21.11.2023

Wir möchten uns ganz herzlich für die tollen Spenden bedanken, die in den letzten Tagen bei uns persönlich abgegeben oder auch in unserem Hänger hinterlegt wurden. Es erreichten uns auch Pakete, die toll gepackt waren, super Sachen enthielten und alles war frisch gewaschen oder sogar zum Teil neu. Das macht wirklich Freude, wir können die Sachen manchmal einfach in den Kartons lassen und müssen sie nur beschriften. Dann werden sie auf die Palette gepackt und gehen direkt nach Spanien.

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Ich hoffe, dass wir vor Weihnachten noch etwas Futter versenden können. Wie immer ist Futter das größte Problem für uns. Wir haben immer zu wenig und der Markt scheint wie leergefegt zu sein. Ich könnte vielleicht etwas Katzenfutter bekommen, das würde ich aber ungern den Hunden geben. Ich versuche seit Tagen jemaden zu finden, der Katzenfutter gegen Hundefutter tauschen will. Es ist, wie gesagt, nicht einfach...

Wir freuen uns sehr, dass wir an der Weihnachtsaktion des Fressnapf in Alzey teilnehmen dürfen. Wir hatten die Zusage schon im Sommer und haben jetzt die Karten mit den Bildern der Hunde und Katzen sowie ihren Wünschen abgegeben. Diese Karten werden dann an einen Weihnachtsbaum gehängt und jeder, der will, kann den Tieren einen Wunsch erfüllen. Ich hoffe, dass wir so ganz gezielt das Futter bekommen, was wir für die betreffenden Tiere benötigen. Manchmal brauchen wir spezielles Futter für nierenkranke Tiere oder auch für Leishmaniose-Hunde oder herzkranke Vierbeiner. Das sind nicht die großen Mengen, da hilft uns ein Sack Spezialfutter schon mal 3 oder 4 Wochen weiter. Trotzdem bleibt es eine riesige Menge an Futter für die 'Normalos', die einfach fehlt.

In den letzen Jahren haben die Futterhersteller, auch wegen des Kriegs in der Ukraine und den massiv gestiegenen Rohstoffpreisen, viel knapper kalkuliert. Es fallen eigentlich keine Überproduktionen an und selbst Futter am MHD, das früher immer kostenlos an die Tierschutzvereine abgegeben wurde, wird heute noch verkauft. Hätten wir Geld übrig, würden wir Futter kaufen, leider bekommen wir fast nur Sachspenden, Geld müssen wir erwirtschaften oder es kommt über die Mitgliedsbeiträge in die Kasse des Vereins. Da viele Menschen den Gürtel enger schnallen mussten, haben sie zu allererst mal die Mitgliedschaften in Vereinen gekündigt. Auch wir haben das zu spüren bekommen. Leider können wir den Gürtel nicht enger schnallen, bei uns bedeutet das, dass wir noch mehr Hunde und Katzen zu versorgen haben, denn wenn bei anderen das Geld knapp wird, dann geben sie oft einfach ihre Tiere ab. Es gibt also immer mehr Tiere zu ernähren, wenn es der Bevölkerung wirtschaftlich schlechter geht. Dass wir natürlich dann auch weniger Geld haben, das sieht keiner. So spitzt sich die Situation immer mehr zu und wir versuchen, mit mehr Arbeit und Einsatz an allen 'Fronten' zu kompensieren.

Das klappt leider nur eine gewisse Zeit, dann geht selbst bei den Fleißigsten das Licht aus und sie geben auf. Seit die Protectora IBI in Spanien Konkurs angemeldet hat, geht die Angst um. Dass es zu mehr Tötungen kommen wird, ist jetzt schon klar und hier reden wir nicht alleine über Spanien. Die Tierschutzvereine, die in Italien, Portugal oder Frankreich arbeiten, erzählen uns das gleiche. Ein Blick ins Internet reicht, um auch das ganze Elend in nicht EU-Ländern zu sehen, von Bulgarien und Rumänien, die ja seit 2007 in der EU sind, ganz zu Schweigen. Überall haben sich Menschen zusammengefunden, die den Tieren irgendwie helfen möchten, leider sind oft auch schwarze Schafe darunter, die das Geld in den privaten Säckel stecken und mit schlimmen Bildern leidender Tiere ihr eigenes Budget aufbessern. Ich rate hier immer zur Vorsicht, trotzdem sind manche Betrüger wirklich geschickt und wickeln selbst die cleversten Spender um den Finger. Dazu kommen dann noch die Leute, die es wirklich gut meinen, aber über die deutschen Gesetze nicht informiert sind. Da werden auf Privatkonten Gelder gesammelt, die nicht versteuert ins Ausland überwiesen werden. So etwas ist auch Privatpersonen nicht erlaubt und unser Staat reagiert da sehr empfindlich.

Wer vor Betrügern warnt, wird oft selbst bedroht, jedenfalls ergeht es uns regelmäßig so. Tatsächlich verstehen wir bei solchen Dingen keinen Spaß und erstatten grundsätzlich Anzeige. Es dauert leider oft recht lang, bis man den Betrügern das Handwerk gelegt hat, aber mittlerweile hat es sich herumgespochen, dass in diesem Punkt mit uns nicht zu spaßen ist. Am Ende des Monats sind wir wieder bei einer Verhandlung, die, so denken wir, nochmal einen Betrüger aus dem Verkehr ziehen dürfte.

Schade ist nur, dass die Menschen, die einmal betrogen wurden, für alle Zeiten als Spender verloren sind. Das heißt, trotz aller Anstrengungen der Tierschützer dezimieren die schwarzen Schafe die Gesamtspendensumme enorm. Dazu kommt noch, dass die Kraft, die man beim Kampf gegen diese Typen investiert, hinterher auch dem Tierschutz fehlt.

 

19.11.2023

Irgendwie stellt sich kein richtiges Wintergefühl ein. Noch immer sind nicht alle Blätter gefallen und Temperaturen von 15 °C sind keine Seltenheit. Meine Blumen sind etwas durcheinander und so haben meine letzten Tomaten, die im Kalthaus überwintern, tatsächlich nochmal Blüten angesetzt. Auch das Haaren unserer Hunde ist irgendwie zum Stillstand gekommen, obwohl das ja eigentlich auch von der Menge des Tageslichts/der Tageslänge abhängig ist. Es ist eine ungemütliche Zeit mit viel Regen und wenig Zeit für trockene Spaziergänge. Mein Rad und den Hundeanhänger werde ich vorerst mal einmotten, bei diesem Matschwetter macht das Fahrradfahren keinen Spaß. Unsere Hunde haben sich mittlerweile daran gewöhnt, dass nach jedem Spaziergang der 'Unterbau' geduscht wird. Mickey findet es sogar großartig, gefönt zu werden. Floyd traut dem Fön überhaupt nicht und flitzt wie ein Verrückter durch das Haus, wenn er das Teil nur sieht.

Floyd ist ein echter 'Quatschmacher', es gibt nicht eine Stunde, wo ich nicht wenigstens einmal laut NEIN rufe. Unsere Plastiktischdecke scheint im Augenblick das Objekt der Begierde zu sein, er hat sie mit seinen blitzschnellen Attacken komplett neu gestaltet. Ich weiß noch, wie ich die Decke, die von einer Rolle stammte, mit dem Lineal und einem Stift markiert habe, um sie genau passend zuzuschneiden. Oh mein Gott, jetzt komme ich mir echt blöd vor...

Floyd hat schon einige neue Zähnchen bekommen und der restliche Kiefer ist leicht blau verfärbt. Die neuen Beißerchen sind auf dem Weg und natürlich juckt das ganz fürchterlich, wahrscheinlich tut es manchmal sogar etwas weh. Der Kopf wird länger und sein Gesicht verändert sich täglich. Aus dem kleinen 6-kg-Hundchen ist ein mehr als doppelt so schwerer Brocken geworden. Der Tierarzt meinte schon, dass Floyd ruhig etwas schlanker sein könnte, das Gewicht drückt natürlich auf die Gelenke. Es ist allerdings nicht möglich, Floyd vom Essen abzuhalten, dreimal am Tag will er futtern und wenn er dann nach dem Essen geschlafen hat, ist er etwas gewachsen und sieht dünn aus. Also alles im grünen Bereich :)!

Es ist herrlich, so einem kleinen Wesen beim Wachsen, Spielen und Lernen zuzusehen. Floyd ist natürlich auch anstrengend und fordert viel Aufmerksamkeit, aber das ist ja auch normal. Ich bin mir nicht sicher, ob alle unsere Hunde so begeistert von dem Wicht sind. Pheusy hat beim wilden Spiel leider einen blutigen Kratzer abbekommen und er findet Floyd jetzt sehr doof. Auch der winzige Gulliver ist mit den Spielaufforderungen des wilden Gesellen völlig überfordert. Er knurrt ihn schon auf die Entfernung an und macht ihm klar, dass er kein Spielzeug werden will. Floyd scheint das zu akzeptieren, jedenfalls fast immer. Wenn es mit ihm durchgeht, sind wir ja da und ermahnen den kleinen Kerl. NEIN versteht er schon gut und normal lässt er dann von seinen Vorhaben auch recht schnell ab - nicht allerdings, wenn er aus der Küche kommen soll. Er weiß, dass da gefüttert wird und immer, wenn er aus der Küche raus soll, versucht er sich unter dem Tisch zu verstecken. Es ist sinnlos, ihn zu jagen, also wird er gelockt und belohnt, wenn er freiwillig kommt. Uwe musste heute morgen allerdings leider etwas nachhelfen. Floyd findet es schrecklich, wenn er gepackt und hinaus befördert wird, er schreit wie ein Wilder und wehrt sich mit allem, was er so drauf hat. Wenn das in Zukunft nicht besser funktioniert, bekommt er eine Hausleine um.

Kleine Hunde sind oft wie kleine Kinder, sie müssen ihre Grenzen ausloten und wir müssen Grenzen setzen. Anders funktioniert es leider nicht und so wird auch Floyd noch einige für ihn sicherlich doofe Sachen erleben. Wir sind aber ganz sicher, dass ein toller Hund aus ihm wird.

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17.11.2023

Habt ihr in den letzten Tagen mal die Kraniche gesehen, die in den Süden fliegen? Es sind wahnsinnig viele und wir liegen genau auf ihrer Zugroute. Über 400.000 Kraniche werden letztendlich mit 50 - 70 km/h in V-Formation über uns hinwegfliegen und in warmen Gefilden überwintern, nachdem sie in Norddeutschland, Skandinavien und im Baltikum gebrütet und ihre Jungen großgezogen haben. Sie rufen während des Flugs, denn sie begleiten ihre Jungen, die zum erstenmal auf dieser Reise sind. Das Rufen fördert den Zusammenhalt der Gruppe und gehört bei Gänsen und Kranichen einfach dazu (Stare fliegen übrigens ganz still - jeder wie er's braucht!).

Kraniche sind sehr ausdauernde Flieger, sie können bis zu 2000 km nonstop zurücklegen, tatsächlich sind aber kürzere Distanzen von 50 bis 100 km eher die Regel. Kraniche fliegen übrigens auch nachts, das heißt, dass sie im Gegensatz zu den Störchen aktiv fliegen und nicht den Energiesparmodus, nämlich den Thermikflug nutzen. Diese Vögel haben eigentlich nur den Menschen als Feind und können gut und gerne 20 - 30 Jahre alt werden. In Gefangenschaft gibt es sogar Tiere, die über 40 Jahre alt geworden sind. Wir freuen uns schon jetzt wieder auf das Frühjahr, wenn die vielen Vögel aus ihren Überwinterungsgebieten in Spanien, Portugal, Frankreich und Nordafrika zurückkommen und hier die warme Jahreszeit einläuten. Der Kranich war schon immer der 'Vogel des Glücks', vielleicht deshalb, weil mit seiner Rückkehr die fruchtbare Jahreszeit beginnt. Schon bei den Römern war er das Symbol für Weisheit, Glück und Treue.

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13.11.2023

Heute ist der Tag des Fuchses. Man macht sich wenig Gedanken um dieses Wildtier und es hat eigentlich keine nennenswerte Lobby. Füchse werden bejagt und in Unmengen erlegt. Über 400.000 Tiere waren es im letzten Jahr, Jungtiere, tragende Weibchen, Babies... Es ist eine sinnfreie Jagd und ein unnötiges Töten, denn weder das Fell noch das Fleisch des Tieres wird benötigt. Es gibt nicht einmal einen Hinweis darauf, dass durch die Jagd einer Überpopulation der Fuchspopulation entgegengewirkt wird. In Luxemburg wurde die Fuchsjagd schon 2015 verboten und es kam, anders als von den Jägern vorhergesagt, zu keinem Ungleichgewicht in den Wäldern. Der Fuchs ist ein wichtiger Bewohner unserer Landschaft, er ernährt sich vor allem von Nagern und wird deshalb als Gesundheitspolizei des Waldes angesehen. Mit der Jagd ist es nicht möglich, die Fuchspopulation zu regulieren, diese reguliert sich tatsächlich selbst. Wird ein Fuchsgebiet stark von Waidmännern bejagt, wandern Füchse aus angrenzenden Gebieten ein und die Geburtenrate steigt. Deshalb ist es in unserer mitteleuropäischen Kulturlandschaft weder sinnvoll noch notwendig, Füchse zu bejagen. Die Fuchsjagd hat keinerlei positiven Effekt auf die biologische Vielfalt.

Die Jäger hingegen argumentieren durchaus anders. Sie stellen einen Zusammenhang zwischen dem sich stark verringernden Bestand seltener Arten wie Uferschnepfe, Großer Brachvogel und Kiebitz und der Fuchspopulation her. Tatsächlich ist die Schuld aber wohl nicht beim Fuchs zu suchen, sondern wohl eher in der ständig fortscheitenden Zerstörung des Lebensraums der Tiere. Gerade hochspezialisierte Arten wie der Kiebitz usw. leiden besonders darunter. Jäger sehen die Jagd auf Raubsäuger wie Waschbär, Marderhund und Fuchs als absolut notwendige Stellschraube, um bedrohten Arten zu helfen. Tierschützer sehen das anders und argumentieren, dass

  • klimatische Veränderungen
  • die intensive landwirtschaftliche Nutzung
  • der Einsatz von Pestiziden sowie das Insektensterben (schwindendes Nahrungsangebot)
  • die illegale Jagd auf Zug- und Singvögel durch Jäger, Vogelfänger und Wilderer im In- und Ausland
  • einseitige Renaturierungs- und Hegemaßnahmen

die Situation der heute bedrohten Arten verschärft haben. Den Raubsäugern die Schuld zuzuweisen, täuscht darüber hinweg, dass die Probleme tatsächlich an anderer Stelle zu suchen sind. Artenvielfalt und ein natürliches Gleichgewicht der Arten können sich am besten entwickeln, wenn der Mensch die Natur nicht nach seinen Vorstellungen manipuliert und ein unnatürliches 'Gleichgewicht' herstellt. Sinnvoller wäre es, großflächige Renaturierungsgebiete und Naturflächen zu schaffen sowie Lebensräume wieder zu vernetzen, in denen sich der Tierbestand wieder ohne Jagd selbst regulieren kann.

Ich habe große Probleme damit zu verstehen, wieso Jäger immer mit dem Schutz bedrohter Arten argumentieren, dann aber bedrohte und stark gefährdete Arten getötet werden. Am Beispiel von Hessen kann man gut belegen, dass selbst Tiere wie der unter Kategorie 3 und damit als gefährdet deklarierte Hase von Jägern getötet wurden. 2014/15 waren das in Hessen alleine ca. 3300 Feldhasen, fast 12.000 Kaninchen und 29 Rebhühner (Kategorie 2 = 'stark gefährdet'). Zudem wurden 34.661 Füchse getötet! Man könnte fast den Eindruck bekommen, dass hier ein unbeliebter Beutekonkurrent des Jägers den Kopf hinhalten musste. Ich kann bei solchen Zahlen einfach den Artenschutz nicht erkennen. Wer Artenschützer ist, der tötet doch keine stark gefährdeten Arten, oder?

Sieht man sich jetzt die offiziellen Statistiken des Jagdverbandes für Deutschland an, so stellt man fest, dass noch immer jährlich ca. 220.000 Hasen und ca. 1600 Rebhühner durch Jäger den Tod finden. Über 400.000 Füchse kommen noch dazu und dafür nutzt man dann die Argumentation, das die Füchse steben müssen, um Hasen und Rebhühner zu schützen. Komisch, oder?

Wer meint, dass das Anlegen von schmalen Grünstreifen den Bodenbrütern hilft, der macht sich lächerlich. Hier überlagern sich dann schlichtweg die Streifgebiete von Beutegreifern mit den Nistgebieten von Bodenbrütern. So etwas kann nicht gut gehen und das ist sicherlich nicht die Schuld des Fuchses.

Hier nochmal etwas Statistik. Im Jagdjahr 2021/22 wurde die offizielle Jagdstrecke in Deutschland für Feldhase mit 217.459 angegeben, es wurden 71.428 Wildkaninchen erlegt, 1598 Rebhühner, 10.034 Waldschnepfen, 421.381 Füchse, 84523 Dachse, 201.975 Waschbären, 94.251 Nutrias, 300.002 Wildtauben, 264.357 Wildenten usw...

Rebhühner stehen gemäß BNatschG §7 und §44 zu den besonders geschützten Arten, das Rebhuhn war auch schon 2021 akut vom Aussterben bedroht gewesen und dennoch darf es bejagt werden. Nutrias sind nicht im Bundesjagdgesetz aufgeführt, sie dürfen nur mit Ausnahmegenehmigung der unteren Landschaftsbehörde bejagt werden. Der Feldhase gehört in Deutschland zu den gefährdeten Arten, er ist in der Roten Liste der Säugetiere in der Kategorie 'gefährdet' aufgelistet. Der Dachs unterliegt dem Schutzstatus des Anhang III der Berner Konvention von 1979. Sie soll den Schutz empfindlicher und gefährdeter Arten und ihrer Lebensräume gewährleisten.

Noch ein letztes Mal zurück zum Rebhuhn. Der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz macht auf seiner Website folgende Aussage (schön durchgegendert), die ich mal unkommentiert stehen lasse:

"Wenn wir Jäger:innen vom Rebhuhn sprechen, dann mit großer Sorge!
Die Besätze haben sich drastisch verringert, sie sind seit den 1980er Jahren um 94% gesunken. Und sie drohen weiter zu sinken, wenn Jäger:innen, Landwirt:innen und Naturschützer:innen nichts dagegen tun."

(Quelle: https://ljv-rlp.de/fachbereiche/natur-und-artenschutz/rebhuhnmonitoring/)

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11.11.2023

Heute ist unser Basenji-Mix 'Harry' angekommen! Er ist der Bruder von Tomy, der schon vermittelt ist. Harry ist ein aufgewecktes Kerlchen und absolut lieb und freundlich mit jedem Menschen und jedem Vierbeiner. Er hat sich so gefreut, als er unsere Hunde sah und hat direkt mit ihnen gespielt. Harry ist ein wunderbarer Junghund, er ist genauso toll wie seine Geschwister. Leider konnten wir bisher erst 2 dieser großartigen Hunde aus Spanien übernehmen. Wir haben aber einen weiteren Rüden reserviert und hoffen, dass auch er in Deutschland gut vermittelt werden kann. Zur Zeit ist es nicht einfach, Hunde zu vermitteln, denn die Tierheime sind voll und die Menschen schaffen sich im Winter deutlich weniger Hunde an als im Sommer. Dazu kommt noch, dass wir um Weihnachten herum keine Hunde vermitteln. Harry wird natürlich trotzdem ein tolles Zuhause bekommen und bis dahin ist er auf seiner Pflegestelle in Polch bestens aufgehoben. Morgen wird es erstmal seit Wochen ein Wiedersehen zwischen den Brüdern Harry und Tomy geben, die beiden werden zusammen spazierengehen und Tomy wird Harry in Deutschland willkommen heißen. Wir sind sehr glücklich darüber, diesen herrlichen Hunden ein neues Leben geben zu dürfen. In Spanien hatten sie keine Chance auf Vermittlung. Wahrscheinlich liegt es daran, dass Basenji eine fast unbekannte Rasse ist. Wir hoffen, dass das auch noch lange so bleibt und diese tollen Hunde nicht irgendwann verantwortungslosen Züchtern in die Hände fallen.

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Floyd ist mittlerweile komplett geimpft und in einem Alter, in dem man sich schon mal nach einem neuen Zuhause für ihn umsehen kann. Aus dem 6 kg schweren Welpen ist jetzt 12 kg Hundchen geworden, das alles mit seinem Mäulchen erkundet. So wie alle Welpchen muss auch Floyd alles ins Maul nehmen und im Augenblick ist nichts so richtig sicher vor ihm. Ein Welpe macht viel Arbeit und braucht von Anfang an Erziehung, sonst hat man spätestens nach der Pubertät große Probleme. Wir werden also jedem empfehlen, mit einem so jungen Tier eine Hundeschule zu besuchen und auf jeden Fall viele Sozialkontakte zu knüpfen. Floyd hat bei uns schon einiges gelernt. Er weiß jetzt, wo draußen und drinnen ist und so gehen seine Hinterlassenschaften nicht mehr ständig ins Haus. Auch nachts schläft er schon oft komplett durch und wenn wir erst um 12 Uhr ins Bett gehen, dann schafft er es eigentlich immer, bis zum nächsten Morgen sauber zu bleiben. Das Melden an der Tür ist noch nicht perfekt, dafür ist Floyd aber auch noch zu klein. Man muss aufpassen, seinen Rhythmus kennen und die Fütterungszeiten einhalten, dann klappt es wunderbar. An der Leine geht er wirklich gut, allerdings ist er noch nicht souverän genug, um nicht in für ihn befremdlichen Situationen unsicher zu werden und sich einfach hinzusetzen. Wir sind dran und gehen mit ihm in die Stadt, er muss alles kennenlernen und darf sich nicht verunsichern lassen.

Bisher ist er ein echter Überflieger, er scheint schlau zu sein und lernt alles ganz schnell, dass er allerdings nicht alles ins Mäulchen nehmen soll, das klappt noch gar nicht. Sein Kiefer juckt und die ersten beiden Schneidezähne sind weg, die neuen Beißerchen gucken schon durch und so knabbert er an seinem Beißholz und allen möglichen Spielsachen den ganzen Tag herum. Wir haben viel Spaß und natürlich auch viel Arbeit mit Floyd - darüber muss man sich im Klaren sein, wenn man sich einen Welpen anschafft. Wir schätzen, dass Floyd ca. 25 - 30 kg schwer werden wird, er wird vielleicht die Größe eines Labradors erreichen.

Wer sich für den kleinen Burschen interessiert, kann sich jerderzeit gerne bei uns melden. Wir fänden es schön, wenn Floyd kein Einzelhund würde, denn er ist gerne mit unseren Hunden zusammen und fühlt sich alleine sicher nicht so wohl wie mit einem Hundekumpel. Nächste Woche bekommt er seine zweite Impfung, dann wäre er eigentlich für eine neue Familie bereit. Wir vermitteln den Bub nicht an Menschen, die voll berufstätig sind und auch nicht in eine reine Wohnungshaltung, sondern hoffen, dass jemand ein Haus mit Garten für ihn bereithält. Da Floyd noch sehr spitze Zähne hat, sind Kinder wahrscheinlich davon auch nicht sehr begeistert. Wenn sich jetzt noch niemand für den Bub finden sollte, ist es auch nicht schlimm, wir passen gerne noch etwas auf ihn auf :). Floyd würde sich unserer Meinung nach sehr gut als Mantrailer eignen, denn er hat von allen unseren Hunden den besten Geruchssinn. Angelo war bisher tatsächlich unser bester 'Schnüffler', doch Floyd schlägt ihn um Längen. Vielleicht hat ja jemand Lust, den Wicht auszubilden, mit seiner Nase könnte er durchaus für einige Ausbildungen in Frage kommen. Solche Hunde eignen sich nicht nur zur Suche nach verschütteten Menschen, sie erschnüffeln auch Diabetes und Krebs, Drogen und Sprengstoffe usw. Mantrailing wäre für Floyd sicher eine leichte Übung.

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07.11.2023

Es ist oft schwierig, durch den Dschungel von Vorschriften, Verordnungen und Gesetzen zu manövrieren. Fehler zu machen bedeutet zwar etwas gelernt zu haben, aber gleichzeitig auch einmal mehr Zeit oder vielleicht auch die ganze Angelegenheit verloren zu haben. Im Tierschutz kann so etwas Leben kosten und das will man natürlich verhindern. Deshalb macht man sich im Vorfeld schlau. Falsche Informationen herauszugeben, ist entweder der Uninformiertheit zuzuschreiben oder es ist Absicht. Bei einem Tierheim sollte man davon ausgehen können, dass die Menschen, die das Bild einer Institution nach außen prägen, ganz selbstverständlich geschult, erfahren und seriös auftreten. Niemand wird einen Praktikanten ans Telefon setzen. Umso mehr erstaunt es dann, dass selbst bei ganz einfachen Vorgängen unglaublicher Blödsinn erzählt wird.

Wir bekamen heute einen verletzten Reiher in Eimsheim gemeldet. Eimsheim gehört nicht zu unserem Gebiet und nachdem man sich schrecklich darüber aufgeregt hatte, dass wir einen Hund aus Alzey aufgenommen hatten, wollten wir den Kollegen nicht auf die Füße treten und informierten sie über den Reiher. Normalerweise wären wir einfach hingefahren und hätten das Tier eingefangen und zum Tierarzt gebracht, ein ganz alltäglicher Einsatz, nichts Ungewöhnliches. Jetzt aber wollten wir es mal genauso machen, wie es der betreffende Tierschutzverein bei dem Welpen verlangt hatte.

Nachdem die Finder des Vogels mehrfach versucht hatten, jemanden ans Telefon zu bekommen, baten sie uns, es doch mal zu versuchen. Einige Zeit später gelang es uns tatsächlich, den Kontakt herzustellen. Wir schilderten die Situation und bekamen gesagt, dass man nicht zuständig sei. Das sei Sache des Ordnungsamtes, welches Ordnungsamt zuständig sein sollte, wusste man allerdings nicht. Wir telefonierten uns also durch, um festzustellen, dass das Ordnungsamt nicht besetzt war.

Ein weiterer Anruf bei den Kollegen wurde dann schon recht barsch abgetan, wir sollten doch dann die Polizei oder die Feuerwehr informieren. Ich weiß natürlich, dass die Polizei ganz sicher keine Vögel einfängt und auch keine Tiere in den normalen Dienstwagen transportiert und versuchte deshalb ganz höflich und freundlich darauf hinzuweisen, dass das sicher kein erfolgversprechender Versuch wäre und dem Vogel so keine Hilfe zukommen würde. Ich wurde unfreundlich und schnippisch angewiesen, die Polizei anzurufen, die Polizisten müssten das Tier einfangen und ins Tierheim bringen.

Nun denn, an diesem Punkt war mir klar, dass der Vogel wohl auf der Strecke bleiben würde, wenn wir uns auf das verlassen würden, was uns da gesagt wurde. Trotzdem habe ich die Polizei angerufen und erzählt, was sich zugetragen hatte. Die Polizei fand das gar nicht lustig und konnte nicht nachvollziehen, warum man solche absolut falschen Informationen in die Welt setzte. Der Polizist wollte aber gerne mal bei der Feuerwehr nachfragen, ob dort Hilfe zu erwarten wäre. Leider fühlte sich auch die Feuerwehr nicht zuständig.

Ein weiterer Anruf bei unseren Kollegen führte dann dazu, dass die Dame am Telefon mehr als unfreundlich wurde. Sie wies mich darauf hin, dass man nicht dazu da wäre, draußen Tiere einzusammeln, man habe mit den Tieren im Tierheim schon genug zu tun. Als ich anfragte, wer das Tier denn dann holen sollte, es sei ja wohl verletzt und benötige Hilfe, sagte man mir, dass  das nicht ihr Problem sei. Wenn das Ordnungsamt das Tier nicht bringen könnte und die Polizei sich weigern würde, dann wäre das eben Pech. Ich sollte jetzt den Jagdpächter anrufen, denn es handele sich um jagdbares Wild und deshalb sei er zuständig. Ein Reiher ist sicher kein jagdbares Wild und ich fragte deshalb nochmal ganz vorsichtig an, ob das Tierheim denn kein Auto habe, mit dem man Hilfe leisten könnte und wurde extrem unfreundlich, frech und laut angepflaumt, dass ich ja wohl auch ein Auto hätte, jeder habe ein Auto, das würde aber nicht bedeuten, dass sie Tiere abholen würden, ich solle doch mein Auto nehmen und den Vogel selbst einfangen.

Es wurde immer unfreundlicher, die Dame war laut und richtig aufgebracht. Sie behandelte mich wie eine lästige und dumme Person und meinte dann, ich könne ja noch die Tierrettung anrufen, die kämen dann das Vieh abholen. Ich war völlig ruhig und Uwe, der neben mir saß, hörte die Dame am Telefon schreien. Irgendwann sagte ich ihr dann, mit wem sie telefonierte und dass ich ein solches Benehmen unglaublich fände. Ich sagte, dass ich das gerne öffentlich machen würde und sie forderte mich dazu auf. "Machen sie das, das ist mir doch egal"! Nun denn, ich werde keine Namen nennen, aber ich finde es wichtig und richtig, publik zu machen, dass es offenbar einen großen Unterschied macht, wenn ein Hundchen gefunden wird, für das Kosten bei der Verwaltung in Rechnung gestellt werden können oder ob es sich um einen armen Reiher handelt, den man wahrscheinlich nur noch euthanasieren lassen kann. Ich habe natürlich die Behörden über diesen Vorfall informiert und tatsächlich wurde ich darauf hingewiesen, dass es eigentlich nur eine Erklärung für dieses Verhalten geben kann: Man habe wahrscheinlich nur Interesse an Tieren, die man abrechnen kann. So etwas wäre schlimm und hätte mit ernsthaftem Tierschutz nichts zu tun. Natürlich sind wir sofort nach Eimsheim gefahren, um den Reiher einzufangen.

Wir sind schwer enttäuscht und können nicht verstehen, wieso jemand bei einer solchen Anlaufstelle am Telefon sitzen darf, der offenbar weder weiß, wie in solchen Fällen verfahren wird oder der ganz bewusst die Menschen abwimmeln soll. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Privatperson nach dem ersten unfreundlichen Gespräch nochmal angerufen hätte.

Ist das Ziel der Übung? Gibt es Tiere erster und zweiter Klasse? Ein Hund, der Geld bringt, wird bevorzugt, da bedroht man die Kollegen sogar und verlangt die sofortige Herausgabe (was natürlich völliger Blödsinn ist und sich auch von der Polizei und den Behörden nicht durchsetzen lässt) und ein Reiher, der genauso Hilfe braucht und zudem noch verletzt ist, wird zum Sterben verurteilt?

Tierschutz ist für mich keine Frage des Geldes, sondern der Ethik. Tatsächlich arbeiten wir ehrenamtlich, das heißt, wir arbeiten ohne Lohn und zwar für alle Tiere. Wir haben Sachkundenachweise und Ausbildungen, die uns befähigen, mit Tieren zu arbeiten. Wir sind keine Laien, die nicht wissen, was sie tun und wir möchten nicht, dass Menschen, die Geld für ihre Arbeit im Tierschutz bekommen, hier Standards setzen, für die wir uns schämen.

Bevor ich es vergesse, ich habe natürlich auch bei der Tierrettung angerufen und gleich den Chef an der Leitung gehabt. Er sagte mir, dass er für Eimsheim nicht zuständig sei und nur aktiv werde, wenn das auch bezahlt werde. Er habe ein Unternehmen, das wirtschaftlich arbeiten würde usw. Ich habe dann gefragt, ob das bedeuten soll, dass der arme Vogel dann verrecken kann. Seine Antwort war: "Das ist mir doch egal" - ich habe dann keine Lust mehr gehabt, noch weiter mit ihm zu sprechen.

 

04.11.2023

Wir bekommen regelmäßig Sachspenden vom Fressnapf, die wir dann immer umgehend nach Spanien schicken. Auch in der letzten Woche durften wir wieder eine große Ladung an wirklich nützlichen Dingen plus Futter abholen. Wir sind den Mitarbeitern und natürlich auch den privaten Spendern, die oft Sachen extra für uns im Laden abgeben sehr dankbar für die tolle Hilfe. Wir versuchen stets transparent zu sein und zeigen euch immer Fotos der Spenden beim Erhalt und beim Verschicken nach Spanien. Hier also das aktuelle Foto der Abholung beim Fressnapf Rüsselsheim.

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Leider haben wir in den letzten Monaten auch die Erfahrungen machen müssen, dass bei uns vor der Haustür und in unserem Anhänger, der für Spenden in unserer Einfahrt platziert ist, auch Sachen entsorgt werden, die ganz sicher niemand mehr haben will. Wir sind nicht scharf darauf, Handtücher, in denen Erbrochenes ist, in die Hand zu nehmen, wir wollen auch keine alte Damenkleidung oder völlig versiffte, barbarisch stinkende Hundekörbchen. Das weiß eigentlich jeder und umso mehr finde ich es eine Unverschämtheit, solche Dinge bei uns zu entsorgen. Nein, so etwas will niemand, auch kein Tierheim in Spanien! Wir müssen fast immer alle gespendeten Dinge durchsehen, neu verpacken, ggf. waschen und die Kartons beschriften. Es ist unverschämt, uns Dinge vor die Haustüre zu stellen, die jeder normale Mensch nicht einmal mit spitzen Fingern anfassen würde. Wir werden deshalb zukünftig nur noch absolut saubere und gewaschene Sachen annehmen. Körbchen, die ich mir nicht in die Wohnung stellen wollte, werde ich auch nicht mehr waschen, sondern entsorgen. Das hat nichts mit Undankbarkeit zu tun, sondern einfach mit Ekel. Ich will so etwas nicht mehr anfassen, in meiner Waschmaschine haben oder auf die Mülldeponie fahren und ich schicke solche Dinge natürlich auch nicht nach Spanien. Kein Tier soll sich in ein stinkendes Körbchen legen müssen. Ich kann nicht verstehen, wieso es in Deutschland noch Menschen gibt, die ihrem Hund so etwas zumuten und sich auch selbst nicht davor ekeln, so ein stinkendes Teil in der Wohnung zu haben.

Zum Glück ist das nicht die Regel und natürlich sind die meisten Sachen, die gespendet werden, in ordentlichem Zustand, sauber und gewaschen, manchmal sogar ganz neu. Trotzdem muss ich aus gegebenem Anlass diesen Artikel verfassen und ich hoffe, dass der betreffende 'Spender' es liest und sich in Grund und Boden schämt! Für alle anderen gilt: Wir nehmen zur Zeit überwiegend Futter an, bei anderen Sachen bitte nachfragen! Futter wird ganz dringend gebraucht, aber auch da nehmen wir keine angebrochenen Dosen, kein Trockenfutter, welches 2 Jahre abgelaufen ist, wir wollen auch bei uns im Lager keine Futtermotten haben, deshalb ist es nicht nett, uns das zu bringen, was man selbst besser vernichten sollte. Spenden heißt nicht über uns seinen Abfall zu entsorgen, sondern einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz zu leisten. Wir freuen uns über Spenden, die unseren Schützlingen das Überleben leichter machen, die unseren spanischen Kollegen helfen können, die Tiere zu versorgen und natürlich über Dinge, bei denen der Aufwand, sie zu verpacken und für viel Geld nach Spanien zu schicken, gerechtfertigt ist.

Ich finde es traurig, dass ich das hier explizit erwähnen muss und natürlich wissen die Spender, die sauber und ordentlich arbeiten, dass sie ganz sicher nicht gemeint sind. Ich hoffe, dass nun niemand denkt, dass wir arrogant sind und keine Spenden mehr benötigen, ich will nur einfach etwas klarstellen und dazu gehört auch, dass Uwe und ich viel Zeit investieren, um die Spenden zu sortieren zu verpacken, zu beschriften und leider auch manches zu waschen, zu reparieren, zu nähen und letztendlich ordentlich in Kartons verpackt auf Paletten zu setzen und nach Spanien zu versenden. Wir wären froh und dankbar, wenn die Sachen ordentlich und sauber bei uns ankämen und das hat nichts damit zu tun, dass wir sie für uns behalten wollen!!! Leider habe ich das auch schon an den Kopf geworfen bekommen - nein, wir benutzen die gespendete alte Bettwäsche und die Handtücher nicht selbst. Unsere Hunde haben eigene Kudden und Körbchen, wir lassen unsere Leinen und Brustgeschirre bei Marco Webers (StakeOut) anfertigen und mit den Namen unserer Hunde sowie unserer Telefonnummer besticken. Wir füttern auch fast ausschließlich mit Insektenfutter und sind nicht auf die Futterspenden, die für Spanien gedacht sind, angewiesen.

Und für all die netten Zeitgenossen, die es noch nicht wussten: Uwe und ich verdienen tatsächlich unser Geld außerhalb des Tierschutzes, so wie die Menschen, denen wir Hunde vermitteln, auch. Das Geld aus den Spendendosen wird bei der Bank automatisch gezählt und geht direkt auf das Konto der Tierhilfe Phönix e.V., Erlöse aus Markttagen oder Festen werden versteuert und finden sich auch auf unserem Tierschutzkonto wieder. Wir bezahlen mit dem Geld Transporte nach Spanien und natürlich auch unsere Hunde, die aus Spanien kommen, wir finanzieren Kastrationen, Impfungen, OPs, helfen beim Aus- und Umbau der Protectora. Wir unterstützen mit Spenden aber auch andere Vereine - z. B. die Großtiere von Rüsselheim e.V. usw. Das heißt, wir geben auch Hilfestellung im eigenen Land, denn auch hier gibt es Menschen und Tiere, die Unterstützung brauchen. Der kleine Floyd ist das beste Beispiel dafür, für ihn tragen wir alle Kosten, die anfallen und natürlich greifen wir auch Vereinen unter die Arme, die sich zum Beispiel für die Kastration von Katzen einsetzen, die Aufzucht von Igeln und Vögeln unterstützen und auch die Storchenhilfe hat schon Gelder von uns bekommen usw. Ihr seht, eure Spenden sind wichtig und werden sinnvoll eingesetzt!

 

02.11.2023

Jetzt ist er da, der November, es ist windig und ungemütlich. Kalt wird es vielleicht auch noch werden und deshalb sind alle unsere Blumen im Haus verteilt oder auch schon im Gewächshaus verschwunden. Es gibt Lebkuchen und Printen zu kaufen, winterliche Stimmung kommt aber noch gar keine auf. Wir haben trotzdem mal die Kerzen angezündet, das Puzzle von letztem Jahr ausgepackt und versucht es mit Pinsel's Hilfe fertig zu legen. :)

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Mit Klein-Floyd auf dem Sofa ist das gar nicht einfach und so ist auch tatsächlich ein Teil zu wenig in der Packung gewesen, vielleicht ist es auch in unserem kleinen Racker gelandet - wer weiß das schon...

Irgendwann ist aber auch Floyd mal müde und wenn er schläft, sieht er wirklich so zuckersüß aus, dass man die Teufeleien, die er sich tagsüber ausdenkt, natürlich wieder vergisst.

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Weil wir in den letzten Wochen mehrfach darauf aungesprochen wurden, möchten wir heute nochmal über ein ganz trauriges Thema berichten. Giftköder, die als Schädlingsbekämpfungsmittel verkauft werden, stellen eine große Gefahr für unsere Tiere dar. Natürlich ist bei richtiger Anwendung (Köderboxen) eigentlich keine Katze und auch kein Hund in direkter Gefahr, allerdings wird das eigentlich für Nagetiere gedachte Gift von kranken Menschen auch benutzt, um gezielt unsere Haustiere zu vergiften. Bisher hatten wir es fast immer mit Cumarinderivaten (Blutgerinnungshemmer) zu tun, zunehmend kommt aber auch leider wieder ein sehr altes Mittel in Mode. Der Stoff heißt Alpha-Chloralose, er wirkt narkotisierend und ist leider kaum gesetzlich reguliert. Er ist in Baumärkten frei verkäuflich und es gibt KEIN direktes Gegenmittel! Bei diesem Gift kann es nicht nur durch die Aufnahme des Stoffes an sich, sondern auch durch die Aufnahme verendeter Nagetiere zu Vergiftungen kommen. Das Gegengift Vitamin K funktioniert nur bei Cumarinderivaten, nicht jedoch bei Alpha-Chloralose. Die vergifteten Tiere sterben einen grausamen Tod durch Unterkühlung, Koma oder Ersticken. Alpha-Chloralose greift das Nervensystem an und ist zur Vergrämung von Nagern nicht geeignet! Es führt nur zu einem schrecklichen Tod und gefährdet Haus- und Wildtiere!

Wer also den Verdacht hegt, dass sein Tier vielleicht ein Gift aufgenommen haben könnte, für den gibt es nur eine Chance und das ist blitzschell einen Tierarzt aufzusuchen. Vielleicht hat man noch etwas von der aufgenommenen Substanz, kann Erbrochenes oder Urin sichern. So kann ggf. schneller ermittelt werden, um welches Gift es sich handelt. Es gibt natürlich auch eine Giftnotrufzentrale, hier können auch die Tierarztpraxen für konkrete Gifte Gegenmaßnahmen erfragen.

Ist der Patient beim Tierarzt, wird dieser sofort damit beginnen, die Herz-Kreislauf-Funktionen zu stabilisieren. Es muss umgehend verhindert werden, dass Toxine aus dem Magen-Darm-Trakt in den Organismus übertreten. Je nach Zustand des Patienten und aufgenommenem Gift wird man ggf. versuchen, den Patienten erbrechen zu lassen. Der Tierarzt weiß, was zu tun ist und Selbstmedikationen sind nicht zu empfehlen. Bei fast allen Giften werden die Leber und/oder die Nieren in Mitleidenschaft gezogen. Es muss therapeutisch einiges aufgewendet werden, um die Ausscheidung der Gifte zu ermöglichen oder wenigstens zu unterstützen.

Wir alle wünschen uns, dass wir nie in ein solche Situation kommen. Wir denken aber, dass bei Vergiftungen die Prävention durch Aufklärung das beste Mittel ist, um Hunde und Katzen zu schützen. Deshalb versuchen wir, mit solchen Hinweisen zu sensibilisieren.

Natürlich wissen wir alle, dass es wahnsinnig viel Gefahren für unsere Haustiere gibt und auch oft in direkter Umgebung tödliche Gefahren lauern. Deshalb bitten wir euch, keine Avocados an Hunde und Katzen zu verfüttern, auf gar keinen Fall Birkenzucker in der Reichweite von Hunden aufzubewahren. Auch Kakao und Weintrauben können zu massiven Vergiftungen und zum Tod führen. Algen in Gewässern bergen ebenfalls Toxine, die töten können. Oleander gehören zu den sogenannten Hundsgiftgewächsen, sie sind genauso wie Giftpilze im Garten oder auch humanmedizinische Arzneimittel oft unterschätzte Gefahren für unsere Lieblinge. Eine halbe Tablette Paracetamol kann bei einer Katze schon zum Tod führen und auch Ibuprofen ist für Hunde und Katzen hochgradig toxisch. Eine 800-mg-Tablette Ibuprofen kann für einen kleinen Hund den Tod bedeuten! Wer hier nicht schnell handelt, hat blitzschnell einen Hund oder eine Katze mit flacher Atmung, Bewusstlosigkeit und Atem-/Herzstillstand.

Bitte wartet nicht, bis es zu spät ist! Alleine der Verdacht der Aufnahme von Giften rechtfertigt einen sofortigen Tierarztbesuch - auch in der Nacht! Wer bis zum morgen wartet, braucht wahrscheinlich keinen Tierarzt mehr...

 

 

 

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aktualisiert am 26.02.2024

 

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