Phönix-Tagebuch

Hallo an alle Freunde, Mitglieder und Gönner der Tierhilfe Phönix e.V. sowie an alle, die an unserer Tierschutzarbeit interessiert sind.

Wir haben jeden Tag so viele unterschiedliche Dinge für den Verein zu tun und es passiert so viel, dass wir euch hier alle etwas an unserer Arbeit teilhaben lassen.

Hier könnt ihr mitverfolgen, was bei uns so los ist.

Jeden Monat versenken wir die alten Tagesberichte im Archiv. Dort könnt ihr, wenn ihr wollt, nochmal nachlesen, was so passiert ist.
 


 

25.06.2019

Jetzt hat uns die Hitze voll im Griff und wir bekommen eine Ahnung davon, was die Hunde (die im Übrigen nicht schwitzen können) in den Zwingeranlagen durchmachen müssen. Vor einigen Wochen hatten wir schon Planen zum Beschatten nach Villena geschickt, trotzdem sind die Temperaturen auch im Schatten unerträglich. Der Sommer ist eine sehr spezielle Zeit, hier freut man sich auf den wohlverdienten Urlaub und lässt die Seele baumeln und oft zeichnet sich im gleichen Urlaubsland eine Katastrophe ab. Wir sehen es nicht, denn wir liegen am Strand oder sitzen im klimatisierten Hotel beim Cocktail und leckeren Häppchen. Jedem sollte bewusst sein, dass unsere Urlaubszeit für die Tiere in den Protectoras/Perreras die schlimmsten Wochen im Jahr sind. Zu der schrecklichen Hitze, dem Alleinesein und der massiven Gefahr von Infektionskrankheiten kommt nun auch noch ein Futternotstand hinzu. Wer im Urlaub ist, spendet nicht und für die Ärmsten der Armen ist das lebensbedrohlich. Die Tierschutz-Shop-Aktion 'Tödliches Sommerloch' hat das Problem publik gemacht und wir hoffen, dass noch einige Spenden auf unserer Wunschliste eingehen werden. Bitte vergesst die armen Nasen nicht, nicht jeder Hund und jede Samtpfote hatte so viel Glück wie eure Süßen! Helft den Tieren und rettet Leben! >>> http://hilf.ly/tierhilfephoenix10

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Leider konnten wir bisher noch keine Pflegestellen für unsere Azoren-Hunde finden. Auch diese Kerlchen würden gerne aus den Zwingern herausgeholt werden. In Faial werden die Hunde in der Anlage nicht getötet, allerdings ist die medizinische Versorgung extrem schlecht - wie ich gestern schon geschrieben hatte, gibt es nicht einmal ein Röntgengerät - und die Hunde bleiben zum Teil über Jahre in den Zwingern. Wer nicht adoptiert wird, wartet bis zum St. Nimmerleinstag. Hoffnung ist das einzige, was den Tieren bleibt, erfüllt wird sie nur ganz selten. Wir haben wegen der Flugverbindungen nur ein ganz kleines Zeitfenster, in dem wir die Tiere nach Deutschland holen können. Sobald die Haupturlaubszeit rum ist, gibt es keine Direktflüge mehr und die Tiere müssen auf das nächste Jahr hoffen. Da in der Urlaubszeit allerdings auch Pflegestellen sehr dünn gesät sind, ist es wirklich schwer, die Nasen aus ihrem Unglück zu retten. Wir würden so gerne wenigstens zwei Hunden ein neues Leben schenken - aber wir brauchen dafür Pflegestellen im Umkreis von ca. 50 km um Alzey/Mainz. Bitte helft uns, die beiden Nasen aus dem Zwinger zu befreien, sie sind lieb und unkompliziert und einfach nur im falschen Land geboren worden!

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Arca geht es tatsächlich jeden Tag etwas besser, mittlerweile haben wir wieder Hoffnung geschöpft. Trotzdem machen wir ganz viele Kreuze im Kalender, wenn die Hitzewelle rum ist und es ihr immer noch gut geht. Sie futtert wieder, allerdings nur Leckereien und eigentlich auch zu wenig, aber dafür, dass sie nur auf dem Sofa rumliegt, reicht das. Mickey scheint seine neue Frise zu gefallen, auf jeden Fall ist es ohne das Wuschelfell erheblich kühler für ihn. Wir haben im Hof eine Wassermuschel stehen, Lupine wirft sich da regelmäßig rein, aber Mickey traut dem Teil nicht so richtig. Wir werden in den nächsten Tagen etwas mit ihm üben. Gestern hatte ich ihn auf dem Arm und wollte ihm nur die Füße mal ins kühle Nass setzen, da hat er geknurrt.... ok... was bei Pheusy sofort in absolutes Vergnügen umschlägt, macht ihm Angst. Nicht jeder ist eine Wasserratte und manche brauchen vielleicht auch etwas länger. Sobald er begriffen hat, dass Wasser toll ist, zeigen wir euch die Bilder. Bis dahin hoffe ich auf Bilder von euren Hunden im Wasser!

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24.06.2019

Wir sind heute morgen gleich in der Tierarztpraxis Dr.Thissen/Weber gewesen und haben ein Röntgenbild von Arcas Lunge gemacht und natürlich auch den angekündigten Herz-Ultraschall. Ihre Lunge hat keine Tumore und auch das Herz scheint erstmal sehr gut eingestellt zu sein. Wir werden bei der alten Omi während der warmen Jahreszeit wohl ab jetzt immer eine Entwässerung dazugeben müssen und hoffen, dass wir ihr so etwas Erleichterung verschaffen können.

Mickey war beim Frisör und Frau Hunschok aus Seibersbach hat einen neuen Hund aus ihm gemacht. Der Bub findet das Haareschneiden nicht so prickelnd, ist aber absolut brav und lässt sich alles machen. Jetzt ist von seinem durch die Bandscheiben-OP entstandenen 'Placken' endlich nichts mehr zu sehen, er sieht geschniegelt und gelackt aus und fühlt sich sichtlich wohler. Zum Abschied und natürlich zur Belohnung bekam Mickey noch einige Leckerchen von Frau Hunschok. Er wird sie in guter Erinnerung behalten, sie hat sich so liebevoll um ihn gekümmert, ihn während der ganzen Haarschneideprozedur ständig gelobt und ihm dann noch Häppchen gegeben. Für Mickey, der jetzt endlich wieder richtig aus den Augen gucken kann, war das ein toller Einsatz. Er freut sich sicher schon auf den nächsten Termin!

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Von unseren Azoren-Hunde haben wir neue Bilder und endlich auch genauere Angaben bekommen. Leider fehlen uns noch immer zwei Pflegestellen für die hübschen Nasen! Wir geben die Hoffnung nicht auf und wollen euch auch deshalb nochmal die neuesten Bilder zeigen. Beide Hunde sind klein und total lieb, sie leben in einer Zwingeranlage auf Faial/Azoren. Diese dürfen sie nur wieder verlassen wenn sie vermittelt werden oder zu uns ausreisen dürfen. Auf den Azoren haben sie keine Chance, wir würden ihnen gerne helfen, brauchen dafür aber zwei liebevolle Pflegestellen. Ich lege euch die Wichte nochmal ans Herz!

Charly ist ca. 1 Jahr alt und 37 cm hoch, er wiegt 12 kg und ist ein fröhlicher, verspielter, gesunder Junghund.

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Cookie ist eine ca. 11 Monate alte Hundedame mit knapp 40 cm Schulterhöhe, sie ist ausgewachsen und wiegt 13 kg.

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Cookie ist gesund, lieb und unkompliziert, sie hat sich seit einiger Zeit einer anderen Hündin angeschlossen, die aber leider ein noch nicht klärbares Problem mit der Hüfte hat. Zur Zeit steht kein Röntgengerät zur Verfügung und so können wir keine Aussage über ihre Erkrankung machen. Wir würden auch Pati gerne nach Deutschland holen aber ohne Diagnose ist das für uns zur Zeit leider nicht möglich. Noch sind uns die gewaltigen Rechnungen von Mickey und Popi in bester Erinnerung und solange die nicht vollständig bezahlt sind, können wir uns auf keine finanziellen Abenteuer mehr einlassen... trotzdem behalten wir Pati natürlich im Auge. Sobald eine Diagnose vorliegt und wir die anfallenden Kosten abschätzen können, werden wir versuchen, auch Pati nach Deutschland zu holen.

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23.06.2019

Arca hat sich zum Glück wieder etwas gefangen, den Durchfall haben wir im Griff und können so die Entwässerung etwas besser steuern. Morgen machen wir den Herz-Ultraschall und dann werden wir sehen, ob sich ihr Herz im Gegensatz zur letzten Untersuchung verschlechtert hat. Die angesagten hohen Temperaturen machen uns wirklich Angst, auch für einen alten, kranken Hund ist das eine gefährliche Zeit. Wir können nur hoffen, dass wir das alle unbeschadet überstehen werden.

Beim Tierschutz-Shop haben mittlerweile über 5000 Menschen für die Tiere gespendet, die während des Sommers mangels Spenden hungern. Dass die Urlaubszeit schon begonnen hat, haben auch wir schon bemerkt, unsere eigene Wunschliste füllt sich nur ganz langsam. Ich denke, dass ich denen, die schon gespendet haben, damit wahrscheinlich arg auf den Wecker gehe, aber die Tierschutz-Shop-Aktion ist eine unglaubliche Chance für die Tiere der Protectora Villena und deshalb hoffen wir auf so viele Spenden wie möglich. Alles, was bis zum 11.07.19 eingeht, wird vom Tierschutz-Shop umgehend nach Spanien geschickt. Für die Tiere der Protectora und auch die der umliegenden Vereine ist das wie Weihnachten und Ostern zusammen! Alle unsere spanischen Kollegen sind jetzt schon wahnsinnig aufgeregt und verfolgen die Aktion ganz genau! Das gespendete Futter wird viele Leben retten und deshalb bitten wir immer wieder um eure Mithilfe - so eine Chance bekommen wir so schnell nicht wieder! Spendet hier: http://hilf.ly/tierhilfephoenix10

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22.06.2019

Das Wetter war heute zum Glück nicht ganz so heiß, trotzdem hat Arca gehustet. Sie hat Wasser in der Lunge und ganz sicher wird das bei steigenden Temperaturen nicht besser werden. Ich hoffe, dass wir das Wochenende einigermaßen überstehen und am Monatg gleich einen Herz-Ultraschall machen können. Um die beste Medikation zu finden und die Entwässerung idealer dosieren zu können, müssen wir den Zustand ihres Herzens genau kennen. Außerdem müssen wir auch einen Blick auf ihre Lunge werfen, um eine Tumorerkrankung auszuschließen. Im Augenblick ist alles darauf ausgerichtet, erstmal ihren Durchfall in den Griff zu bekommen. Da Arca schon lange Herzprobleme hat, werden wir bis zur Ultraschall- Untersuchung an der Dosierung der Herzmedikamente nichts verändern. Sie bekommt im Augenblick sowieso schon recht viele Pillen, die Entwässerung und das zusätzliche Antibiotikum setzen ihr schon genug zu, einen Fehler können wir uns jetzt einfach nicht leisten. Es ist immer dumm, wenn so etwas an einem Wochenende passiert, aber jeder der Tiere hat weiß, dass es manchmal wie verhext ist und gerade die Wochenenden und Feiertage Krankheiten regelrecht anzuziehen scheinen...:(

Morgen werden wir Mickey seinen Sommerschnitt verpassen lassen, wir freuen uns schon auf seinen neuen Look. Auf jeden Fall wird er ganz sicher die Farbe wechseln, denn dort, wo das Fell an der rasierten OP-Stelle nachgewachsen ist, ist es ganz dunkel. Der restliche Hund ist hellbeige. Mal sehen ob wir ihn noch erkennen, wenn der Pelz erstmal ab ist. :)

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So, wie wir das schon vermutet hatten, ist die Tierschutz-Aktion 'Tödliches Sommerloch' bei uns jetzt massiv ins Stocken geraten. In der letzen Woche haben uns nur 3 Spender unterstützt und nun bewahrheitet sich leider genau das, wovor wir die ganze Zeit gewarnt haben. Das tödliche Sommerloch ist da und es gehen keine Spenden mehr ein. Die Aktion läuft noch 14 Tage und tatsächlich sind von den 9 geplanten LKW erst 4 voll geworden. Es haben bis jetzt fast 5000 Menschen für die Tiere gespendet und das ist ohne Zweifel ein wahnsinniger Erfolg, aber ob in den letzten beiden Wochen nochmal 5 LKW mit Futter dazukommen werden, kann ich mir kaum vorstellen. Wir haben seit Beginn der Spendenaktion immer wieder darauf hingewiesen, dass die Hunde und Katzen ganz dringend Unterstützung brauchen und dass die Spenden, die für die Protectora Villena eingehen, der ganzen Region zugute kommen werden. Bei uns wird das Futter auf viele bedürftige Vereine und Organisationen aufgeteilt und wird so weit effektiver sein, als wenn es nur für ein einzelnes Tierheim bestimmt ist und in dessen Lager gebunkert wird. Wir hoffen sehr, dass noch einige Futterspenden zusammenkommen werden - jede Futterspende rettet Leben!

Zum Spenden einfach auf das Bild klicken!

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21.06.2019

Arca geht es leider immer schlechter, sie hat Wasser in der Lunge und kann deshalb nur schwer atmen und erst recht kein Wasser schlabbern. Um durch die Dickdarmentzündung und den daraus resultierenden massiven Durchfall nicht massiv zu dehydrieren, muss sie aber viel trinken. Das bedeutet, dass wir ihr Entwässerungsmedikamente geben müssen, damit sie besser Luft bekommt, gleichzeitig müssten wir sie wegen des Durchfalls aber eigentlich an den Tropf hängen. Wir wissen nicht so recht wie wir zwischen diesen beiden Extremen ein Gleichgewicht finden sollen. Durch die Entwässerung wird die Lunge freier und sie kann besser atmen, aber durch die zusätzliche Darmentzündung mit massivem Durchfall dehydriert sie unkontrolliert. Wir hoffen, dass wir die Durchfälle in den Griff kriegen und sie sich nochmal fängt. Sie bekommt jetzt Herz- und Entwässerungsmedikamente und zusätzlich ein Antibiotikum gegen die Darmentzündung. Arca ist eine sehr alte Podenca und wir wissen, dass wir sie irgendwann werden gehen lassen müssen, wir hoffen allerdings, dass ihre Zeit noch nicht gekommen ist. Wir tun natürlich alles, um ihr zu helfen und die angekündigte Hitzewelle zu überstehen. Bei uns sind zur Zeit tagsüber alle Rollläden geschlossen, wir hoffen, dass es möglichst lange angenehm kühl bleibt. Wenn es Arca nächste Woche nicht besser geht, suchen wir uns im Keller ein kühles Plätzchen!

Christian Lemberger hat uns heute besucht und wahnsinnig viele Kisten mit Decken, Hundemäntelchen, Leinen und Halsbändern usw. mitgebracht. Zudem liegen jetzt noch mehrere Ballen Stoff in unserem Flur! Wir können uns gar nicht genug bei ihm bedanken, er hat nicht nur den weiten Weg zu uns (immerhin über 3 Stunden Fahrt) auf sich genommen, sondern die ganzen tollen Sachen auch noch gespendet! Wir freuen uns riesig über diese unverhoffte Hilfe eines ganz besonderen Menschens! Christian hat sein Herz auf dem rechten Fleck und wir haben uns sehr gefreut, ihn heute endlich einmal privat kennenzulernen! Christian, fühl dich gedrückt und nochmal ganz lieben Dank!

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20.06.2019

Bei uns sieht man fast keine Igel mehr. Sie finden nicht mehr genug zu fressen, verhungern oder futtern mit Spritzmittel vergiftete Insekten. Wenn man in so einer Situation einen kleinen Igel gebracht bekommt, hat man Angst, dass er nicht überleben wird. Das kleine Kerlchen, das wir heute abgegeben bekamen, hatte wohl seine Mutter verloren und irrte hilflos in einem Hof herum. Jetzt hat es gute Chancen zu überleben, denn es ist auf einer privaten Igelstation in Wendelsheim untergekommen. Es wird aufgepäppelt, tierärztlich versorgt und bekommt so eine zweite Chance. Trotzdem sind wir uns alle darüber im Klaren, dass sein späteres Leben außerhalb der Station hochgefährlich sein wird.

Die in den nächsten Tagen angekündigte Hitze bedeutet für Igel, dass es noch weniger Insekten gibt. Die Trockenheit macht vielen Tieren zu schaffen. Kleine Wildtiere finden kaum noch Wasser und keine Nahrung. Igel drohen zu verhungern. Ihr könnt Schmetterlinge, Vögel oder Kleinsäugetiere allerdings ganz simpel unterstützen. Richtet einfach eine Trinkwasserstelle in eurem Garten ein. Eine flache Schale oder ein Blumentopfuntersetzer eignen sich hervorragend, legt einige Steine hinein, sodass Igel, Vögel und Insekten gut an das kostbare Nass herankommen. Achtet darauf, das Wasser täglich zu wechseln, damit sich Parasiten, Bakterien und Keime nicht ausbreiten und die Tiere infizieren können.

Wer einen geschwächten Igel findet, kann ihn bei jeder Igelstation abgeben. Ganz wichtig: Bitte keine Milch füttern! Igel können durch die enthaltene Laktose sogar sterben!

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Die Hitze macht uns allen Probleme und auch unsere alten Hunde leiden ganz extrem. Arca musste heute sogar in die Tierklinik. Sie bekam schlecht Luft, war wackelig auf den Beinen und konnte durch den ständigen Luftmangel nicht einmal mehr Wasser trinken. In der Tierklinik stellte man fest, dass sie Wasser in der Lunge hatte und spritzte eine Entwässerung. Das half ihr zwar, wieder einigermaßen normal atmen zu können, bedeutet aber auch, dass sie plötzlich Hautfalten hatte, die stehen blieben. Ein untrügliches Zeichen für eine beginnende Austrocknung. Leider ist unser Tierarzt nicht da und so hatten wir heute ein riesiges Problem, überhaupt jemanden zu finden, der sich um Arca kümmerte. Bei einer Tierärztin wurden wir am Telefon gefragt, ob wir denn Patienten der Praxis seien, wenn nicht, könne man sich nicht um unseren Hund kümmern. So eine Aussage ist schon heftig, wenn man um das Leben seines Hundes kämpft! Wir wissen nicht, wie Arca die nächsten Tage überstehen wird, denn es soll Temperaturen um die 40 °C geben. Im Augenblick geht es ihr nicht gut.

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19.06.2019

Es war gar nicht so einfach, jemanden für die kleinen Entchen zu finden. Wir haben lange telefoniert und viele Absagen bekommen. Alle Auffangstellen sind überfüllt und die Mitarbeiter sind zum Teil im Urlaub, was die Situation natürlich noch verschärft. Deshalb waren wir sehr froh, dass wir die Federbällchen zu Nadine Müller's Natur- und Wildtierhilfe nach Waldalgesheim bringen durften. Dort leben viele Enten unterschiedlichsten Alters und sogar einen Schwan und Schwanenbabies konnten wir bewundern. Unsere 12 Winzlinge werden dort wunderbar betreut und später wieder ausgewildert. Wir bedanken uns ganz herzlich für die Übernahme der Tierchen und für den Rundgang mit Erklärungen!

Heute haben wir erfahren, dass Miji leider doch noch nicht sein endgültiges Zuhause gefunden hat. Der Bub ist ein sehr braver und ruhiger Vertreter und leider ist er mit Heike's Hündin überfordert. Er mag das wilde Spiel der Aussi-Dame nicht und zieht sich immer mehr zurück. Manchmal ist so etwas nicht auf den ersten Blick ersichtlich, aber letztendlich würden wir ihm mit einer Vermittlung zu Luna keinen Gefallen tun. Heike hat sich deshalb entschlossen, ihn gehen zu lassen. Sie bleibt natürlich seine Pflegestelle, aber es wird keine Übernahme für immer werden. Für Miji suchen wir ein nettes Plätzchen, vielleicht auch als Einzelhund. Wenn ein Hundekumpel dabei sein soll, dann muss es ebenfalls eine ruhige und verschmuste Nase sein. Mit wilden Damen und Draufgängern ist Miji überfordert.

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18.06.2019

Heute bekamen wir recht ungewöhnlichen Zuwachs. In einem Garten wurden 12 verwaiste Entenküken gefunden, deren Mutter sich trotz einsetzender Dunkelheit nicht mehr einfand. Um die Federbällchen nicht als saftigen Happen eines Fuchses oder einer Katze enden zu lassen, wurden sie eingefangen und uns um Mitternacht übergeben. Unsere Tierschutz-Freundin Sandra erklärte sich bereit, die kleinen Küken über Nacht bei sich aufzunehmen und professionell zu versorgen. Dafür und auch für die schnelle Hilfe von Frauke bedanken wir uns ganz herzlich. Morgen werden wir versuchen, die Winzlinge an eine Aufzuchtstation zu übergeben. Wir wollen natürlich auf jeden Fall vermeiden, dass die Kleinen sich auf Menschen prägen, denn letztendlich sind es Wildvögel, die wieder ausgewildert werden müssen!

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17.06.2019

Beim Tierschutz-Shop haben mittlerweile über 4000 Menschen gespendet, um das tödliche Sommerloch - nämlich die Zeit, in der alle im Urlaub sind und fast keine Spenden mehr eingehen - zu überbrücken. Ich denke, dass wir heute oder morgen den vierten LKW mit Futter voll haben dürften. Vier volle LKW, verteilt auf 6 Vereine, heißt, dass bis heute schon 22 Paletten Futter für die Protectora Villena eingegangen sind. Wir finden das großartig und können uns gar nicht genug bei allen Spendern bedanken! Zusätzlich haben tierliebe Menschen auch unsere private Wunschliste beim Tierschutz-Shop bespendet. Bis jetzt sind auch hier schon ca. 600 kg zusammengekommen. Unsere Vereins-Wunschliste ist etwas spezieller als die des Tierschutz-Shops und wer sich darauf umgesehen hat, findet Hundehütten, OP-Bodys, Inkontinenzunterlagen usw. Das sind Sachen, die die Protectora dringend benötigt.

Nachdem wir vor ca. 2 Jahren so viele von euch gespendete Hundehütten nach Villena bringen konnten, stellen wir jetzt fest, dass diese zum Teil ganz schön gelitten haben. :) Plastik ist auch nicht ewig haltbar und so haben die Hunde einige der Hütten angefressen und zu zerlegen versucht. Nichts hält ewig, deshalb wäre es super, wenn wir noch einige Hundehütten bekommen könnten.

Die Inkontinenzunterlagen sind Verbrauchsmaterial, das grundsätzlich im OP- und Quarantänebereich gebraucht wird. Wir haben noch OP-Bodies in drei Größen auf die Wunschliste gesetzt. Diese werden dringend für frisch operierte Hunde gebraucht, die nicht an ihre Wunden gehen dürfen.

Trotzdem bleibt natürlich Futter (Trocken- und Nassfutter, Spezialfutter, z. B. für nierenkranke Hunde, Welpenmilch und Welpenbrei) das wichtigste Gut. Nachdem nun die Halbzeit der Aktion erreicht ist, sind wir sehr gespannt, wieviel noch für die Tiere gespendet wird. Schon jetzt ist die Aktion ein Wahnsinnserfolg und wir sind allen Spendern so dankbar, dass wir das kaum in Worte fassen können!

Wer nicht spenden möchte oder vielleicht auch schon gespendet hat, den bitten wir ganz lieb, unsere Posts zu teilen. Wir sind für einen Teil der Werbung selbst verantwortlich und möchten natürlich die Aktion überall bekannt machen!

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Von unseren beiden Azoren-Hunden haben wir jetzt endlich weitere Daten bekommen. Charlie ist ein Jahr alt und Cookie gerade mal 10 Monate. Für beide suchen wir noch liebevolle Pflegestellen. Bis jetzt hat sich noch niemand für die süßen Nasen gemeldet. Charlie und Cookie warten zur Zeit in einer Zwingeranlage auf Faial/Azoren. Erst wenn wir Pflegestellen gefunden haben, dürfen die beiden ausreisen. Wer vielleicht schon einmal mit dem Gedanken, als Pflegestelle zu fungieren, gespielt hat, kann uns jederzeit gerne anrufen. Wir beantworten gerne alle Fragen. 0160-95576278

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16.06.2019

Heute feiert die Protectora Villena ihr 20-jähriges Bestehen. Wir hätten gerne persönlich gratuliert, sparen das Geld aber lieber und spenden es für die Tierschutz-Shop-Aktion 'Tödliches Sommerloch'. Leider sind in den letzten Tagen keine Spenden mehr auf unserer Wunschliste eingegangen... Woran das liegt, wissen wir nicht. Wir sind zum Teil selbst für unsere Werbung verantwortlich und so versuchen wir natürlich überall von der in den Sommermonaten mangelnden Spendenbereitschaft zu berichten. Für die Protectora Villena ist die Aktion des Tierschutz-Shops ein wahnsinniges Geschenk - vielleicht einen ganzen LKW voll mit Futter zu bekommen, ist wie ein Traum, der endlich wahr wird. Wir wollen diese Chance natürlich nutzen und versuchen jeden möglichen Spender von der Aktion 'Tödliches Sommerloch' zu unterrichten. Vielleicht gehen wir manchen Leuten damit fürchterlich auf den Wecker, aber es zählt wirklich jedes Kilo Futter und deshalb ist es mir auch nicht peinlich, immer wieder daran zu erinnern, dass in Spanien in jedem Jahr Hunde und Katzen verhungern, weil zu wenig Futter da ist.

Angie McCready hat in den letzten Tagen immer wieder von den fünf Welpchen berichtet, die sie zum Glück noch aufnehmen konnte. Sie waren mit Reis und Brot ernährt worden und trotz aller Anstrengungen konnte Angie eines nicht mehr retten. So etwas ist keine Seltenheit. Wer auch nur einige Tage in einer spanischen Auffangstation mitgearbeitet hat, der weiß, dass täglich Welpen ausgesetzt werden. Sie sind oft klapperdürr und haben so die schlechtesten Chancen überhaupt. Die kleinste Infektion bläst ihr Lebenslichtchen aus und selbst wenn sie die ersten Tage überleben, sind sie zu schwach, um geimpft zu werden. In einem Tierheim ohne Quarantänestation haben sie dann kaum eine Überlebenschance, denn inmitten so vieler Hunde erkranken sie schnell an all den Krankheiten, gegen die die erwachsenen Tiere schon geimpft wurden. Manchmal bekommt man auch die Hündinnen ans Tor gebunden. Sie sehen nicht besser aus als die Welpen. Völlig entkräftet haben sie versucht, ihren Babies noch etwas mit auf den Weg zu geben und sind dabei selbst auf der Strecke geblieben.

Für diese Hunde bitten wir euch um Hilfe. Wir brauchen Welpenmilch und -brei, Welpenfutter und hochwertiges Nass- und Trockenfutter, um die Tiere wieder aufpäppeln zu können. Wir brauchen Inkontinenzunterlagen für die Quarantäne-Boxen, Bodys für die frisch kastrieren Hunde und natürlich Hundehütten, in denen die Tiere während ihres Aufenthalts in der Protectora vor Wind und Wetter geschützt sind.

Bitte helft alle mit, dass die Tiere rund um die Protectora Villena den Sommer überstehen. Das von euch gespendete Futter geht an die Protectora und wird von dort an viele andere bedürftige Tierheime verteilt. Wir versuchen so, ein wirklich großes Gebiet mit dem so dringend gebrauchten und für die Tiere lebenswichtigen Futter abzudecken. Schenkt den Hunden und Katzen die Chance, ein glückliches und behütetes Leben zu führen. Vielleicht ist ja euer nächster Hund oder eure nächste Samtpfote mit dabei. Lasst sie nicht verhungern - spendet über unsere Wunschliste für die Tiere der Region um Alicante/Villena! Gibt es ein schöneres Geburtstagsgeschenk für die Protectora Villena?

Zum Spenden hier klicken:

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15.06.2019

Nachdem mich heute eines unserer Mitglieder über einen deprimierenden Vorfall auf einer vielbefahrenen Landstraße informierte, möchte ich Grundsätzliches dazu erklären. Die StVo regelt im § 28, dass es prinzipiell untersagt ist, Tiere aus Kraftfahrzeugen heraus an der Leine zu führen, auch ein unangeleintes Mitlaufen neben dem Fanhrzeug ist verboten! Bei Fahrrädern sieht die Sache natürlich anders aus, hier darf der Hund vom Fahrrad aus geführt werden, allerdings muss dabei das Tierschutzgesetz beachtet werden. Es ist immer wieder erschreckend, wieviele Menschen das Radfahren mit dem Hund dazu benutzen, das Tier einfach nur müde zu bekommen. Es werden dem Tier ohne vorheriges Training gewaltige Strecken abverlangt, um dann hinterher stolz zu berichten, dass er danach endlich mal fix und fertig war. Jedem Tierfreund dürfte in solchen Augenblicken die Hutschnur platzen und ich kann nur hoffen, dass sich jeder, der Tiere mag, in solchen Augenblicken äußert und erklärt, dass so etwas nicht nur gefährlich für das Tier ist, sondern ggf. auch eine Anzeige wegen Tierquälerei nach sich zieht.

Wer, so wie gestern geschehen, auf einer vielbefahrenen Bundesstraße einen völlig erschöpften Kleinhund, kaum größer als ein Zwerg-Pinscher, bei 26 °C an einer Leine vom Fahrrad aus hinter sich herzieht, macht sich also ganz sicher strafbar und tut dem Hund nichts Gutes. In solchen Situationen sollte jeder Tierfreund dem Hund zur Hilfe eilen und die Halter auf den Zustand des Tieres aufmerksam machen. Wenn die Leute uneinsichtig sind, kann man die Polizei dazu bitten und sollte gegebenenfalls nicht davor zurückschrecken, eine Anzeige zu erstatten. Am einfachsten ist es, das Handy zu zücken und die Situation zu filmen, so kann jedem Staatsanwalt/Richter später der Zustand des Hundes dokumentiert werden. Natürlich erfordert ein solcher Schritt immer Zivilcourage, doch wer Tiere mag und sich als Tierschützer sieht, darf bei solchen Situationen die Augen nicht verschließen. Denkt immer daran, dass diese armen Tiere so etwas immer wieder, manchmal sogar täglich, erleiden müssen. Man darf so ein Verhalten nicht unkommentiert lassen!

Natürlich kann einem Hund ein Ausflug mit dem Rad auch Spaß machen. Dazu müssen allerdings einige Dinge beachtet werden. Zuerst einmal sollte man ein sicherer Fahrradfahrer sein, denn es darf von einem selbst und natürlich auch von dem Tier keine Gefahr für außenstehende Dritte ausgehen. Beim Radfahren mit Hund an der Leine darf niemand gefährdet werden. Es sind also einige Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, dazu zählt ein verkehrssicheres Fahrrad, ein Helm für den Mensch und ein Brustgeschirr für den Hund. Prinzipiell ist es zwar möglich, den Hund während der Fahrt mit dem Rad nur an der Leine zu halten, doch gewährleistet das keine maximale Sicherheit. Daher sollte der Hund möglichst nur mit einem Brustgeschirr bzw. Hundegeschirr geführt werden. Die Kraft kann sich so ausreichend auf den Brustbereich des Hundes verteilen. Eine bloßes Halsband würde dem Hund bei gespannter Leine immer wieder den Hals zuschnüren.

Zusätzlich gibt es sogenannte 'Springer'. Diese werden am Fahrradrahmen befestigt. Sie bestehen aus einem Chromstahlrohr mit einer Zugfeder, die die Bewegungen des Hundes ausgleicht. Eine weitere akzeptable Lösung ist eine flexible Leine, die man an einem umgeschnallten Gurt befestigt. Leinen mit Rückdämpfer sind überall erhältlich.

Wer plant, in der Dämmerung oder sogar während der Dunkelheit mit dem Hund Fahrrad zu fahren, muss eine reflektierende Weste bzw. Reflektoren für Mensch und Hund anschaffen. Ohne Reflektoren sind Mensch und Hund in der Dunkelheit nur schwer zu erkennen. Um anderen Verkehrsteilnehmern deutlich zu zeigen, dass man im Gespann unterwegs ist, sollte man zudem eine reflektierende Hundeleine nutzen. Durch die Reflektion wird schnell deutlich, dass der Hund zum Fahrrad gehört und man nicht zwischen Hund und Radfahrer hindurchfahren kann.

Wer seinen Hund an das Laufen neben dem Rad gewöhnen will, muss grundsätzlich zuerst einen Tierarztbesuch absolvieren. Nur absolut gesunde, erwachsene und angstfreie Hunde dürfen am Rad mitlaufen. Ein Hund mit einem Herzfehler, ein noch nicht ausgewachsenes Jungtier oder einen Chihuahua zu einer Radtour mitzunehmen, ist keine gute Idee! Fahrradfahren mit Hund ist nur dann ratsam, wenn der Hund gut erzogen ist und auch in besonderen Situationen auf sein Herrchen hört. Hunde, die an der Leine machen, was sie wollen, sind am Fahrrad eine Gefahr für sich und andere!

Wer seinen Hund langsam an das Mitlaufen am Rad gewöhnt hat, kann ihn für kürzere Strecken problemlos nebenher laufen lassen. Jeder verantwortungsbewusste Hundehalter wird solche Ausfahrten niemals in die Mittagshitze legen und auch sonst immer auf die Fitness des Hundes, die Luft- und ggf. auch Asphalttemperatur achten. Es muss immer Wasser für den Hund mitgeführt werden und natürlich müssen Pausen eingelegt werden, in denen sich der Hund im Schatten regenerieren, schnüffeln und lösen kann. Wer einen stark hechelnden Hund am Fahrrad hinter sich herzieht, schadet dem Tier und muss mit einer Anzeige rechnen!

Für kleine Hunde gibt es Fahrradkörbe und wer einem kranken oder alten Hund eine Fahrradtour spendieren will, für den gibt es wunderbare Lasten-Fahrräder oder sogar Hundeanhänger, in denen der Kleinhund, Veteran oder auch ein behindertes oder operiertes Tier die Natur genießen kann. Einen Hund in der Hitze des Tages auf heißem Asphalt hinter dem Rad herzuziehen ist für das Tier kein Vergnügen! Wer so etwas tut, ist kein Tierfreund und sollte mir besser nicht begegnen!

 

14.06.2019

Die Urlaubszeit hat für manche schon angefangen und deshalb häufen sich bei uns die Nachfragen nach den Impfbestimmungen der Urlaubsländer. Ich für meinen Teil hätte mich schon beim Planen oder Buchen des Urlaubs danach erkundigt, andere tun das offensichtlich erst, wenn die schönste Zeit des Jahres direkt vor der Tür steht. Wer jetzt feststellt, dass der Impfstatus seines Lieblings den Impfbestimmungen des Reiselands nicht genügt, der kann entweder seinen Urlaub daheim verbringen oder muss sich eine Unterbringungsmöglichkeit für seinen Vierbeiner suchen.

Unter

https://www.hunde-urlaub.net/einreisebestimmungen/

oder

http://www.petsontour.de/de/eu-einzellaender.aspx

findet ihr die aktuellen Einreisebestimmungen für Hunde innerhalb der EU.

Sollte die Reise in weiter entfernte Länder gehen, raten wir grundsätzlich dazu, das für den Wohnort zuständige Veterinäramt zu fragen. Ganz wichtig ist es sich über die im Reiseland vorkommenden Erkrankungen zu informieren. In einem anderen Klima kommen andere Insekten vor, die ggf. gefährliche Krankheiten übertragen können. Krankheiten, die bei uns zum Teil schon ausgerottet sind, könnten eurem Liebling dort zum Verhängnis werden. Deshalb informiert euch auf jeden Fall vor dem Urlaub, welche Risiken in den jeweiligen Ländern bestehen, um auch das Tier optimal zu schützen. Es stehen für viele Erkrankungen Impfstoffe, Mückenschutz (Spot-ons oder Halsbänder), Zeckenschutz (Spot-ons, Halsbänder oder Tabletten) und andere Medikamente zur Verfügung.

Bitte denkt daran, dass in vielen Urlaubsländern das gewohnte Futter eures Vierbeiners nicht zu kaufen sein wird und eine abrupte Futterumstellung bringt für viele Tiere Magen- und Darmprobleme mit sich. Im Urlaub ist so etwas noch schlimmer als daheim und deshalb sollte man bei empfindlichen Tieren grundsätzlich gewohntes und bewährtes Futter mit einpacken. Auch hier muss man sich vorher erkundigen, ob die Einfuhr von Futter ins Urlaubsland gestattet ist.

Es hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass gewisse Hunderassen (z. T. auch deren Mischlinge) nicht in alle Länder einreisen dürfen. Dass so etwas durchaus ernstzunehmen ist, möchte ich hier nochmal eindrücklich erwähnen. Es gibt Länder, die bestimmte Hunderassen nicht dulden und die betreffenden Tiere - auch wenn sie völlig harmlos sind - sofort töten. Diese Maßnahmen können auch Tiere treffen, die den 'unerwünschten' Rassen gar nicht angehören aber optisch ähneln!

Ganz wichtig ist es auch für die meisten Hunde, einen Maulkorb, einen Anschnallgurt mit Brustgeschirr und/oder eine Transportbox mitzuführen. Selbst in Deutschland gibt es Regionen, in denen Hunde ab einer bestimmten Größe oder einem bestimmten Gewicht nicht ohne Maulkorb spazierengeführt werden dürfen...

Wer sich vorher schlaugemacht hat, wird einen schönen Urlaub mit seinem vierbeinigen Familienangehörigen verbringen. Wir wünschen euch und euren Vierbeinern einen entspannten Urlaub und freuen uns wie immer über eure Fotos, die wir hier gerne veröffentlichen!

!!Bitte denkt daran, auch für euren Liebling eine Erste-Hilfe-Box mitzunehmen!!

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13.06.2019

Unsere Hunde genießen das tolle Wetter und sind fast den ganzen Tag im Garten unterwegs. Die alten Podencas wollen nicht mehr spazierengehen und lümmeln auf dem Sofa herum oder legen sich faul ins Gras, Angelo bewacht den Zaun und Ronnie versucht den unverschämten Tauben, die es tatsächlich gewagt haben, auf einem unserer Bäume ein Nest zu bauen, klar zu machen, dass er damit absolut nicht einverstanden ist. Gulliver übt seit Jahren, sich gezielt in toten Regenwürmern zu wälzen, neuerdings trifft er sogar recht oft...:) und Mickey flitzt überall herum, als ob er nie krank gewesen wäre.

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Es ist so schön mit anzusehen, dass unsere Hunde Spaß am Leben haben. Ich denke, es geht euch genauso, wenn ihr eure Nasen beobachtet. Sie haben die tollsten Körbchen, die weichsten Decken, das beste Futter, gleich mehrere tolle Leinen und Brustgeschirre, Näpfe mit Namen drauf oder sogar eine Futter-Bar. Sie werden ausgeführt, liebevoll gepflegt, zum Hundefrisör gebracht und natürlich wacht der Tierarzt über ihre Gesundheit. So sieht das Leben fast aller unserer vermittelten Hunde aus. Sie sind Familienmitglieder und gehören zu 100 % dazu.

Bevor sie zu euch kamen, waren sie arme, bemitleidenswerte Geschöpfe. Manche saßen in überfüllten Zwingern, andere in Tötungen, alle hatten Hunger, keiner hatte ein Körbchen oder jemanden, der sich um ihn bemühte. Wer Schmerzen hatte, musste damit leben, Wunden wurden oft nicht versorgt. Zecken, Flöhe und Würmer waren auf der Straße ihre täglichen Begleiter. Wer eingefangen oder in einem Tierheim abgegeben wurde, gehörte zu denen, die wenigstens eine Chance bekamen. Auch wenn der Aufenthalt dort sicherlich nicht schön ist und viele Tiere furchtbar lang auf ihre Rettung warten müssen, am Ende steht oft eine Reise ins Glück. Genauso sind eure Hunde zu euch gekommen. Wir haben sie ausgesucht, sie wurden untersucht, geimpft, gechipt und letztendlich auf die Reise geschickt. Bei uns haben sich liebevolle Pflegestellen um sie gekümmert und ihr habt euch für einen der Glückspilze entschieden.

Es gibt wirklich viele Hunde in Deutschland und natürlich können wir nicht alle Hunde retten. Für all die Tiere, die nicht das Glück hatten, von uns ausgesucht und gerettet zu werden, setzen sich in den spanischen Protectoras unsere Tierschutzkollegen ein. Wir helfen dort seit vielen Jahren und mittlerweile haben einige Tierheime riesige Fortschritte gemacht. Wir sind wirklich froh über diese Entwicklung und tun alles, dass es auch so bleibt. Natürlich ist die wirtschaftliche Lage Spaniens das größte Problem, die Protectoras sollten von den Städten mitfinanziert werden. Leider klappt das nicht besonders gut und so fehlen versprochene Gelder, die für Futter, Reparaturen, das dringend benötigte Fahrzeug und notwendige Anschaffungen aufgewendet werden müssen. Die Tierheime müssen sich oft genug alleine durchschlagen und das bedeutet neben vielen anderen kostenintensiven Dingen eben auch, Futter für all die Tiere zu besorgen. Futterhändler müssen bezahlt werden und wenn Rechnungen länger liegen bleiben, dann wird kein Futter mehr geliefert und die Tiere müssen hungern. Da wir solche Zeiten schon erlebt haben, haben wir uns schon vor Jahren fest vorgenommen, an dieser Stelle zu helfen. Wir schicken Futter und Hilfsgüter nach Spanien, am Anfang nur in die Protectora Villena und später dann in die ganze Region. Was diese Unterstützung in den letzten Jahren bewirkt hat, sehen wir heute. Die Protectora Villena ist jetzt eine feste Größe, viele Projekte wurden erst möglich, nachdem der größte Kostenfaktor - das Futter - zum großen Teil von uns zur Verfügung gestellt wurde. Eine mittlerweile fest angestellte, sehr engagierte Tierärztin betreut die Hunde und Katzen, es gibt eine Quarantänestation, Mitarbeiter, die sich regelmäßig um die Tiere kümmern und sogar Gassigänger, die die Hunde manchmal ausführen.

Auf unsere Arbeit sind wir stolz und freuen uns für jedes Tier, dass so gerettet werden konnte und auch weiterhin gerettet wird. Trotzdem wissen wir auch, dass wir noch weit davon entfernt sind, uns aus der Hilfe zur Selbsthilfe zurückzuziehen. Ohne unsere Unterstützung könnte sich die Protectora noch nicht alleine über Wasser halten und deshalb gilt unser Versprechen, das wir unseren Tierschutzkollegen vor vielen Jahren gegeben haben, auch heute noch. Wir sorgen dafür, dass kein Hund und keine Katze in der Protectora Hunger leiden muss. Seit Jahren schon haben wir unsere Hilfe über die Tore der Protectora hinaus ausgeweitet und versorgen kleinere Vereine und auch private Tierschützer, die z.B. wildlebende Katzenkolonien betreuen und auch Pflegestellen, die für andere Organisationen arbeiten, mit dem dringend benötigten Futter. Die unterstützten Organisationen können frei werdende Gelder so in die tierärztliche Versorgung investieren, ihre Refugien weiter ausbauen und später wiederum Hilfe für andere leisten. Dass unser Projekt funktioniert, bekommen wir täglich bestätigt und so lindern wir mit unseren regelmäßigen Futterlieferungen nicht nur die ärgste Not, sondern arbeiten nachhaltig.

Trotzdem steht und fällt unser Projekt mit der Regelmäßigkeit unserer Futterspenden. Haben wir kein Futter, müssen die spanischen Kollegen natürlich trotzdem die Hunde und Katzen versorgen. Damit kein Tier verhungert, werden Gelder aus anderen Projekten abgezogen und die Kette, die die kleineren Organisationen mit unterstützt, ist unterbrochen. Der Satz "den letzten beißen die Hunde" heißt dann in diesem Fall "die letzten beißen ins Gras". Wir versuchen wirklich alles, um das zu verhindern. Im Lauf der Jahre haben wir unsere Hilfe deshalb massiv ausgeweitet und im letzten Jahr konnten wir ca. 160 t (!!!) Futter an die bedürftigen Tierheime und Organisationen in der Region verteilen. Ob wir diese Futtermenge beibehalten können, wage ich zu bezweifeln, trotzdem ist natürlich jedes Kilo, das nach Spanien kommt, enorm wichtig - es rettet Leben und genau das ist es, war wir uns seit Jahren auf die Fahne geschrieben haben. Wir möchten die Hunde und Katzen mit Futter versorgen, um ihnen eine reelle Überlebenschance zu geben. Sie sollen ein neues liebevolles Zuhause in Spanien, Deutschland, Frankreich, Holland oder sonst wo finden. Ihr eigenes Körbchen haben und eine liebevolle Familie, die sich um sie kümmert.

Der Tierschutz-Shop hilft uns dabei und unterstützt unsere Arbeit mit weiteren Futterspenden, es soll kein Tier mehr hungern oder gar am Hunger sterben. Bitte unterstützt die Aktion 'Tödliches Sommerloch' und helft uns, das Leben der unschuldigen Tiere zu retten - es könnte euer nächstes Familienmitglied sein!

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12.06.2019

Um Missverständnissen vorzubeugen und die Leser zu beruhigen: Mickey ist tatsächlich vermittelt worden. So, wie wir geschrieben haben, ist er in einem Hunde-Rudel und wird von Herrchen und Frauchen heiß geliebt! Was die meisten Leser allerdings schon an dem Zwinker-Smilie gemerkt haben: Mickey musste für seine Vermittlung nicht umziehen, denn Uwe und ich sind zu Pflegestellenversagern geworden. Um nichts in der Welt hätten wir den Bub nochmal hergegeben! Wir wissen, dass sein Rücken garantiert nochmal Probleme machen wird und denken, dass er auch deshalb bei uns am besten aufgehoben ist.

Wir haben mit Mickey schon bei seiner Ankunft eine wirklich nervenaufreibende Zeit durchgemacht. Er war wochenlang schwer krank und bestimmt erinnern sich noch manche an die Fotos von dem armen, völlig abgemagerten Kerlchen. Nachdem er das überstanden hatte, brauchte er viele Wochen, um wieder fit zu werden. Dann hatte er immer wieder Probleme mit seinen juckenden Fußballen. Wir haben das wochenlang nicht in den Griff bekommen und waren völlig verzweifelt, wenn er wieder einmal versuchte, sich die Ballen abzubeißen. Kaum war das überstanden, juckte er sich am ganzen Körper. Ohne eine geringe Dosis an Kortison kann er leider auch heute noch nicht leben. Er kommt gut damit klar und heute wissen wir, was er essen kann und was nicht. Trotzdem war er in den Monaten, in denen wir ihn zur Pflege bei uns hatten, nie in einem Zustand, in dem wir ihn hätten zur Vermittlung freigeben können. Letztendlich bekam er dann auch noch massive Verdauungsprobleme und eine Dickdarmentzündung. Während der Behandlung, die über 2 Wochen ging, kam dann der erste Bandscheibenvorfall. Nach der OP erfuhren wir, dass unter dem akuten Vorfall noch ein weiterer älterer Bandscheibenvorfall entfernt werden musste. Bei einem so jungen Hund sind 2 Vorfälle mehr als selten und niemand hätte damit gerechnet, dass Mickey einige Tage später wieder unters Messer musste. Der dritte Bandscheibenvorfall war dann selbst für die operierenden Ärzte eine fast schon unglaubliche Geschichte.

Mickey hat in seinem Leben schon einiges erlebt. Er stammte aus einer Perrera und ist auch dort schon dem Tod von der Schippe gesprungen. Hätten wir ihn nicht genommen, wäre er schon lange auf der anderen Seite. Er ist ein kleiner Pechvogel und scheint, als die Krankheiten verteilt wurden, mehrfach "Hier!" gerufen zu haben. So etwas hatten wir in all den vielen Jahren, in denen wir Tierschutzarbeit machen, noch nie und deshalb bleibt der Bub jetzt bei uns. Ich bin jetzt fast 60 Jahre alt und eigentlich wollten wir keinen jungen Hund mehr aufnehmen. Ärgerlich ist auch, dass er natürlich eine Krankenversicherung gehabt hätte, wenn wir uns schon früher so entschieden hätten. Nun ist es, wie es ist... auf jeden Fall wird er dem Verein ab jetzt nicht mehr auf der Tasche liegen... :)

Wir haben so viele Tage und Nächte an Mickeys Körbchen um sein Leben gezittert, er ist ein Familienmitglied und hört jetzt auf den Namen Mickey Lied!

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11.06.2019

Immer, wenn ein langes Wochenende oder ein Feiertag ansteht, mache ich mich schon darauf gefasst, dass wir mit einem unserer Hunde zur Notdienstpraxis oder in die Klinik müssen - jeder Tierbesitzer kennt das, es passiert immer dann etwas, wenn keine regulären Sprechstunden sind. Diesesmal hatten wir Glück und sind billig davon gekommen - wir hatten nur einen Wasserrohrbruch. Das Hauptzuleitungsrohr war direkt nach der Hausübergabestelle (also dort, wo es für uns anfängt Geld zu kosten) leck.  Mittlerweile ist ein provisorisches Schlauchstück eingesetzt worden und in den nächsten Tagen erfolgt dann die endgültige Reparatur. Wir sind froh, dass es nicht wieder einen unserer Hunde getroffen hat und natürlich auch, dass so eine Reparatur nicht so teuer wie ein Klinikaufenthalt eines Hundes ist. :) Trotzdem klopfe ich, während ich das schreibe, dreimal auf Holz, ich bin zwar nicht abergläubisch, aber schaden wird es auch nichts...:) Die letzten Klinikrechnungen sitzen uns immer noch im Genick und nochmal will ich so etwas nicht erleben.

Mickey und Popi machen uns allerdings viel Freude, beide scheinen ihr neugewonnenes Leben zu genießen. Mickey hat allerdings gute Chancen, auch weiterhin Probleme mit der Wirbelsäule zu bekommen. Seine Röntgenaufnahmen sehen aus wie die eines alten Hundes, er hat überall Spondylosen und ein weiterer Bandscheibenvorfall ist nicht unwahrscheinlich. Wir haben Mickey deshalb an ein erfahrenes und sehr tierliebes Ehepaar vermittelt, er lebt mit anderen Hunden zusammen und wird dort heiß geliebt. So ist es für alle die beste Lösung und wir müssen uns keine Sorgen mehr um ihn machen. stuck_out_tongue_winking_eye

Popi hat wunderbar zugenommen und sieht überhaupt nicht mehr aus wie eine Fischgräte. Der kleine Mann hat heute nochmal eine abschließende Untersuchung beim Tierarzt und dürfte dann eigentlich wieder als gesund gelten.

In der Urlaubszeit ist es immer schwierig, Pflegestellen zu finden. Wir würden allerdings gerne noch zwei Hunde von den Azoren zu uns holen, es sind zwei ca. 40 - 45 cm hohe Mischlinge. Dania kennt die Hundchen, war mit ihnen spazieren und sagt, dass sie, so wie alle Hunde, die wir bisher von den Azoren vermittelt haben, sehr lieb und sozial sind. Cookie und Charlie sind reisefertig, kastriert, gechipt und geimpft, leider fehlen uns noch zwei Pflegestellen. Wer Hundeerfahrung hat, liebevoll und geduldig ist, zudem noch genügend Zeit und Platz hat, kann sich gerne bei uns melden. Wir suchen Pflegestellen im Umkreis von ca. 30 km um Alzey. Wer sich dafür interessiert, kann sich hier schon mal in das Thema einlesen.

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Was die Aktion 'Tödliches Sommerloch' des Tierschutz-Shops anbelangt - wir alle sind ganz aufgeregt und verfolgen den LKW auf dem Zeitstrahl ganz genau. Vielleicht wird heute oder morgen der dritte LKW voll. Das wäre mehr als wunderbar, denn es bedeutet, dass die 6 teilnehmenden Vereine dann schon jeweils einen halben LKW voll Futter bekämen. Wir können gar nicht sagen, wie dankbar wir für jede Spende sind und wie sehr wir hoffen, dass es am Ende der Aktion tatsächlich 9 LKW voll mit Futter werden. Bitte denkt daran, dass sich die Wunschliste der Tierhilfe Phönix e.V. etwas von der gemeinsamen Wunschliste aller 6 Vereine unterscheidet. Alle Vereine durften selbst nochmal eine eigene Liste erstellen und da wir dringend Hundehäuser, Bandagen, Inkontinenzunterlagen, OP-Bodies und Welpenmilch/-brei benötigen, kann man auch direkt über unsere eigene Wunschliste spenden.

Wie auch immer ihr euch entscheidet, die Hauptsache ist, ihr seht nicht weg!

Zum Spenden einfach auf das Bild klicken!

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10.06.2019

Der süße, kleine Cooper hatte Besuch und es war nicht zu übersehen, dass er die netten Leute um seine kleinen Pfötchen gewickelt hat. Der heutige Termin zum Vorgespräch verlief so gut, dass Cooper nun ein neues Zuhause hat und in den nächsten Tagen umziehen wird. Wir wünschen dem Glückspilz alles Gute und seinen neuen Haltern viel Spaß mit dem neuen Familienmitglied!

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Die Spendenaktion vom Tierschutz-Shop läuft für uns sehr schleppend, weder gestern noch heute sind Futterspenden für die Tierhilfe Phönix e.V. eingegangen. Allerdings macht die Aktion 'Tödliches Sommerloch' durchaus Fortschritte, in den letzten 2 Wochen haben über 3000 Menschen für die armen Tiere gespendet und das ist wirklich großartig! Ziel ist es, 9 LKW zu befüllen und das gependete Futter unter den 6 teilnehmenden Vereinen aufzuteilen. Mittlerweile ist Futter für 2 LKW eingegangen und die Aktion läuft seit knapp 2 Wochen. Wir sind genauso wie unsere spanischen Kollegen natürlich schon ganz aufgeregt und mehrfach am Tag im Internet, um die Fortschritte zu beobachten. Jedes Kilo Futter wird so dringend gebraucht und jede Spende bringt uns unserem Ziel ein Stückchen näher.

Solltet ihr vielleicht vorhaben, ganz gezielt unseren Verein zu bespenden (das Futter geht in die Protectora nach Villena), dann könnt ihr aus unserer Wunschliste aussuchen, was dringend gebraucht wird. Wenn ihr euch die Liste genau anseht, dann werdet ihr merken, dass an erster Stelle immer Futter benötigt wird, allerdings auch Hundehäuser und Inkontinenzunterlagen, Verbandsmittel und  OP-Bodies zu finden sind. Darin unterscheidet sich die Wunschliste der Tierhilfe Phönix von der gemeinschaftlichen Wunschliste aller Vereine, die an der Aktion des Tierschutz-Shops teilnehmen dürfen. Wir wären sehr glücklich darüber, wenn sich auch für die speziellen Bedürfnisse der Protectora Villena (denn für sie nehmen wir an der Aktion teil) Spender finden würden. Bitte seht nicht weg - die Tiere brauchen eure Hilfe!

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09.06.2019

Vor einigen Tagen habe ich unseren Bürgermeister gebeten, Insektenhotels in Armsheim aufzustellen. Ich hoffe, dass meine Idee nicht auf Ablehnung stößt und/oder sich niemand finden wird, der sich am Bau beteiligen möchte. Tierschutz bedeutet für uns nicht nur, uns um Hunde, Katzen, Pferde und Vögel zu kümmern, die Insekten brauchen ebenfalls eine Lobby und so fänden wir es schön, wenn auch die Ortsgemeinden sich hier in der Pflicht sehen würden. Der Klimawandel, Pestizide und Herbizide gefährden unseren Artenreichtum, die Biodiversität ist in Gefahr und die kleinen Nützlinge können wirklich jede Hilfe gebrauchen. In der Natur nutzen die Tiere normalerweise Totholz, Blatthaufen, Gräser usw., was in besiedelten Räumen und modernen Gärten so gut wie nicht mehr existiert. Die meisten Gärten sind so aufgeräumt, dass es keine sicheren Unterschlupfe mehr für sie gibt. Gäbe es noch so viele Insekten wie vor 20 Jahren, wäre der ganze Aufwand wohl nicht nötig und man könnte ein wenig Schwund verkraften. Heute allerdings findet man kaum noch Insekten, ohne sie werden keine Blumen und auch kein Obst mehr bestäubt, den Igeln und Vögeln fehlt die Nahrung und auch die kleinen Reptilien werden immer weniger, weil sie nichts mehr zu fressen finden.

Tatsächlich habe ich heute gesehen, dass unsere Nachbargemeinde Flonheim ein ganz tolles Insektenhotel aufgestellt hat. Ich hoffe, dass sich noch ganz viele andere Gemeinden dazu entschließen können!

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08.06.2019

Bevor wir überhaupt wussten, dass wir an der Aktion 'Tödliches Sommerloch' des Tierschutz-Shops teilnehmen würden, hatten wir, wohl wissend, dass wir im Sommer kaum noch Spenden für die Protectora bekommen können, um Hilfe für die vielen in den Zwingern auf ihre Chance wartenden Hunde und Katzen gebeten. Von euch wurden innerhalb von kurzer Zeit ca. 1800 kg Futter gespendet! Das war natürlich eine großartige Hilfe für die Tiere in der Protectora und unsere Tierschutz-Kollegen hatten sich mit einem tollen Video bei all den tierlieben Spendern bedankt. Jetzt ist das Futter im Lager der Portectora untergebracht und Katja, die in der Nähe lebt, hat begonnen, die kleinen Tierhilfen im Umkreis von Villena zu versorgen. Sie hat Fotos geschickt und einen Brief, den ich euch nicht vorenthalten möchte.

"Dank Eurer unermüdlichen Bemühungen, der vielen Arbeit, Kraft und Zeit und natürlich der vielen lieben Spender durfte ich gestern sozusagen wieder als "Weihnachtsmann"  im Hochsommer unterwegs sein. Zwar fehlte mir der weisse Rauschebart und der dicke Bauch, aber dafür hatte ich bald ganz viel Futter im Auto.

Als erstes machte ich mich, ausgerüstet mit einem starken Mann zum sicheren Verladen der wertvollen Fracht an meiner Seite, auf den Weg nach Villena, um das von vielen Tieren und  Menschen schon mit viel Freude erwartete Futter abzuholen. Mit 2 vollbeladenen Autos und einem breiten Dauergrinsen im Gesicht ging es zurück, um alles zu sortieren und vorsortiert für die jeweiligen kleineren Vereine wieder einzupacken. Als erstes habe ich einiges des Katzenfutters an die Menschen weitergegeben, die täglich die vielen Katzenkolonien im Umkreis mit Futter versorgen. Die Spenden aus Deutschland sind immer eine riesige Hilfe, denn es gibt viel zu viele Katzen und nur so wenige Menschen, die sich um diese Katzen sorgen und ihr Möglichstes tun, um ihnen zu helfen. Gerade in den ländlichen Gegenden steckt der Tierschutz in den Kinderschuhen und manchmal noch nicht mal in denen ...

Weiter ging es zu Angie McCready, einem kleinen, rein privat betriebenen Rescuecenter, in dem schon viele Welpen eine sichere Zuflucht gefunden haben und von dort aus auch eine eigene Familie. Jeden Tag von früh bis zum späten Abend kümmert Angie sich liebevoll um die vielen Hunde. Die kleinen Welpen, die leider auch manchmal keine Mutter mehr haben, brauchen natürlich besonders viel Fürsorge, aber auch all die anderen Hunde, die teilweise alt, krank oder traumatisiert sind, werden liebevoll versorgt. Aber zu der vielen Arbeit kommt eben auch die Sorge, wie all die Rechnungen bezahlt werden sollen und wo man etwas abzweigen kann, um das so wichtige Futter zu kaufen. Gerade Welpenfutter, Spezialfutter für die Kranken oder Nassfutter für die älteren Hunde ist eben auch besonders teuer. Dank Eurer Spenden ist diese Sorge jetzt erstmal geringer, denn ich konnte Angie Welpenfutter, Welpenbrei, Nassfutter und Trockenfutter bringen.

Das Futter kam auch genau richtig, denn schon am Montag kommen die nächsten Notfälle zu ihr. Es sind 5 Welpen, die in einem körperlich sehr schlechten Zustand sind, denn die letzten Wochen verbrachten sie in einem kleinen Zwinger mit Reis und Brot als einzige Nahrung. Sie haben dadurch zwar überlebt, aber gerade Welpen können sich mit dieser Ernährung nicht wirklich entwickeln. Ich habe schon Fotos der Kleinen gesehen und dünn ist noch eine Untertreibung.

Von Angie aus bin ich noch etwas weiter ins Hinterland gefahren, um das Futter beim nächsten Rescuecenter abzuliefern. Diesmal bei DRAC for Paws, einem kleinen Center, in dem ca. 50 Hunde und 50 Katzen einen sicheren Platz gefunden haben. 100 Tiere, kleine wie große, junge und alte, kranke wie gesunde fressen eine Menge und natürlich sind die Kosten enorm und die Futterspenden waren eine tolle Überraschung und eine grosse Erleichterung. Auch dort konnte ich Welpenfutter, Nassfutter und Trockenfutter für die Hunde abliefern, dazu noch die so wichtige Welpenmilch und Welpenbrei für Hunde und auch die Katzen bekamen leckeres Nassfutter und sogar für die Babykatzen ohne Mutter gab es Dank der Spenden die so überlebenswichtige Katzenmilch.

Welpenfutter und Welpenmilch, hinter den 3 Paketen liegen auch noch 3 große Säcke mit Welpenfutter und im Kofferraum viele große Säcke mit Hundefutter und 3 liegen zusätzlich noch vorne im Fußraum:

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Zum Sortieren und Umladen haben wir die vielen Dosen Hunde- und Katzenfutter kurz im Garten, natürlich unter vierbeiniger Bewachung, abgestellt:

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Das ist Toffee, die im Rescuecenter DRAC4Paws einen sicheren Platz gefunden hat, nachdem sie vorher leider für Hundekämpfe missbraucht wurde. Trotzdem sie vorher so schlecht behandelt wurde, liebt sie die Menschen und ist eine ganz süße Maus:

Toffee

Auch die beiden unzertrennlichen Geschwister Ali und Oli werden im Center liebevoll betreut, nachdem sie ausgesetzt wurden...

Ali+Oli

...genauso wie Rosa, die nur ca. 4 Jahre junge Hündin, die in einem Körper aufgefunden wurde, der viel gelitten hat. Sie hat schwere Leishmaniosis, die Nieren sind angegriffen, dazu hat sie auch noch Filarien (Herzwűrmer). Die arme Rosa hatte sicherlich nie zuvor einen Tierarzt gesehen, bis sie bei DRAC4PAWS endlich eine sichere Zuflucht gefunden hat und tierärztlich versorgt wurde und wird, denn es liegt noch ein weiter Weg vor der kleinen Rosa, bis sie hoffentlich bald eine gesunde und glückliche Fellnase ist und das gute und leckere gespendete Futter hilft ihr dabei!

Rosa

Wir sind Katja sehr dankbar, dass sie das von euch gespendete Futter auch in das Umland von Villena bringt. Die dortigen Tierschützer haben keine Hilfe und sind oft ganz auf sich alleine gestellt. Wenn sie nicht mehr weiter wissen und aufgeben, dann müssten auch ihre Tiere von den großen Protectoras aufgenommen werden. Das wäre niemals zu schaffen und die Tiere würden in Tötungen landen. Auch deshalb ist Katjas Arbeit so unglaublich wichtig. Wir dürfen die kleinen Organisationen und auch die privaten Projekte nicht ohne Hilfe lassen, sie leisten einen wirklich wichtigen Beitrag zum Tierschutz. Ohne sie gäbe es bei weitem mehr Perreras und es würden noch viel mehr Hunde und Katzen dort sinnlos und oft genug unter grausamsten Umständen zu Tode kommen.

Dass wir jetzt an der Spenden-Aktion 'Tödliches Sommerloch' teilnehmen dürfen, ist für uns und unsere spanischen Kollegen ein unbeschreibliches Glück. Wir hoffen nun darauf, nicht drei, sondern vielleicht sogar 30 (!) Paletten Futter verteilen zu können. Was diese Hilfe für die ganze Region im Süden Spaniens bedeutet, kann sich niemand vorstellen, der nicht schon komplett abgemagerte, hungernde und auch verhungerte Tiere gesehen hat. Alle fiebern jetzt schon mit und verfolgen die Spendenaktion im Internet. Bisher sind 2 LKW mit Futter gespendet worden. Die Aktion läuft noch bis zum 11. Juli und wir hoffen wirklich, dass für jeden der 6 teilnehmenden Vereine ein LKW voll Futter zusammen kommt. Jeder Verein hat natürlich auch eine private Wunschliste. Alles, was dort gespendet wird, wird nur diesem Verein zugute kommen und bei uns auf jeden Fall ebenfalls die Protectora Villena erreichen. Leider gingen gestern und auch heute keine Spenden bei uns ein, die Aktion endet aber erst in vier Wochen und so hoffen wir, dass sich vielleicht auch auf unserer eigenen Wunschliste noch etwas tut. Auf jeden Fall bedanken wir uns schon jetzt ganz herzlich bei allen, die uns bisher unterstützt haben und tatkräftig dabei helfen, den Tieren in Spanien das Leben etwas leichter zu machen. Danke, dass ihr euch an unseren Spendenaktionen beteiligt und die Ärmsten der Armen nicht ihrem Schicksal überlasst. Danke für alle eure Hilfe und dafür, dass ihr nicht einfach wegseht!

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07.06.2019

Wie in jedem Jahr haben wir auch jetzt schon seit einigen Wochen wieder die Anrufe von besorgten oder auch erbosten Bürgern, die sich über die unkontrollierte Vermehrung von Katzen ärgern. Es ist ein schwer lösbares Problem, mit dem wir als Verein, der auf Hunde ausgerichtet ist, eigentlich nichts zu tun haben sollten. Als Tierfreunde trifft es uns aber trotzdem und natürlich bemühen wir uns auch, für die Kätzchen eine Lösung zu finden. Trotzdem muss klar sein, dass wir keine Genehmigung haben, Katzen aufzunehmen, wir haben keine Quarantäne-Station und keine Räumlichkeiten, in denen sich Katzen aufhalten können. Nachdem wir im letzten Jahr die Katzen in Alzey am Damm im Tierheim Kirchheimbolanden unterbringen konnten, sollen sich jetzt schon wieder junge Katzen in den dortigen Gärten befinden. Die Kleinen halten sich leider abends auch gerne auf der aufgewärmten Straße auf und so wurde ein Kätzchen wohl schon überfahren. Ganz offensichtlich scheint sich außer den Anwohnern niemand zuständig zu fühlen und so klingelt unser Telefon ständig. Wir haben allerdings die gleichen Schwierigkeiten, Katzen unterzubringen wie Privatleute auch und unsere Erfahrungen decken sich leider mit denen anderer Bürger, die schon vorher mit dem Satz "Wir sind voll" abgespeist wurden.

Wir wären mehr als glücklich, wenn katzenerfahrene Privatleute vielleicht mal kurzfristig einspringen und wenigstens als Pflegestellen für Katzen aushelfen könnten. So wie es aussieht, sind die für Katzen zuständigen Tierschutzvereine tatsächlich komplett überfordert. Bevor die kleinen Kerlchen überfahren werden oder sich davonmachen, um sich weiterzuvermehren, sollte man sie einfangen, entwurmen, impfen und wenn möglich vermitteln und altersgerecht dann auf jeden Fall auch kastrieren.

Wir halten es aus gegebenem Anlass für sehr sinnvoll, das jeweils zuständige Veterinäramt über verwilderte Hauskatzen zu informieren. Die unkontrollierte Vermehrung dieser Tiere macht bei weitem mehr Probleme, als die Jungtiere rechtzeitig einzufangen und zu kastrieren. Da wir die Auffassung vertreten, dass eine Katzenschutzverordnung das Problem lösen könnte, müssen die Veterinärämter über die Anzahl der verwilderten Katzen informiert werden. Private Initiativen helfen hier wenig. Wenn die zuständigen Ämter nichts von den Katzen wissen, wird auch die Notwendigkeit einer Katzenschutzverordnung nicht gesehen und dann wird von Behördenseite argumentiert, dass wir doch eigentlich gar keinen Bedarf haben!

 

06.06.2019

Endlich konnte dem Tierschutz-Bus seine Scheibe wieder eingebaut werden. Jetzt hat alles geklappt und wir sind zufrieden. Für unseren privaten Bus liegt nun auch der Kostenvoranschlag vor und wir hoffen, dass er bald repariert werden kann. Vielleicht kann mir ja jemand eine (Opel)-Werkstatt im Alzeyer Umkreis empfehlen, die mal nach der Motorkontrollleuchte sehen kann, ohne an unserem Auto mehrere tausend Euro Schaden zu hinterlassen!

Für Cooper haben sich in den letzten Tagen gleich mehrere Interessenten gemeldet. Nachdem wochenlang komplette Funkstille herrschte, scheint Cooper den Leuten jetzt aufgefallen zu sein. Der Wicht ist auch echt nett und wir haben es die ganze Zeit nicht verstanden, wieso er keine Anfragen hatte.

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Ich bin immer dankbar, wenn die Interessenten nicht direkt fragen, was der Hund denn alles schon so kann. Wir geben keine Hunde ab, die die Kinder morgens zur Schule fahren oder die Zeitung zum Frühstück gebügelt vorlegen. Unsere Hunde sind Tierschutz-Tiere, das bedeutet, dass sie ein Vorleben hatten und manchmal auch noch daran knabbern. Einen Hund aus dem Tierschutz zu übernehmen bedeutet aktiven Tierschutz zu betreiben. Unsere Hunde stammen aus Tötungen oder Tierheimen, manche haben ihr altes Leben wunderbar verkraftet, andere träumen schlecht, jaulen im Schlaf, haben Ängste, sind verunsichert, haben Brandwunden, sind taub, manchen fehlt ein Beinchen usw. Ein Tierschutzverein ist kein Züchter und unsere Hunde sind auch nicht 10 Wochen alt, wenn wir sie in die neuen Familien geben. Da wir überwiegend Mischlinge in der Vermittlung haben, können wir auch keine 'Bestellungen' entgegen nehmen. Wer einen dreifarbigen Welpen mit halblangem Haar sucht, am besten noch mit blauen Augen, der ist bei uns falsch. Unsere Hunde suchen verständnisvolle Menschen, die einem Tier helfen wollen und die sich auch an kleinen Erfolgen freuen. Wir haben keine aufziehbaren Plastikhunde, sondern lebendige Individuen, die mit Respekt und Liebe behandelt werden müssen.

Wir geben uns bei der Vermittlung viel Mühe, Mensch und Hund sollen zusammenpassen, für uns zählt nicht die Anzahl der vermittelten Hunde, sondern die Qualität der Vermittlung. Grundsätzlich können sich die Interessenten das Hundchen immer in der Pflegefamilie ansehen. Bei einem solchen Besuch werden sie den Hund in seiner gewohnten Umgebung erleben, sie können den Pflegefamilien alle möglichen Fragen stellen und natürlich auch gerne mehrfach zu Besuch kommen. Bei uns werden keine Hunde ins Blaue vermittelt, kein Interessent holt seinen per Foto ausgesuchten Hund am Flughafen ab oder bekommt einen Hund ohne Vorkontrolle und Vermittlungsgespräch aufs Auge gedrückt. Vielleicht sind wir wirklich strenger als andere Vereine, aber letztendlich hat sich unsere Art der Vermittlung bewährt. Man muss immer bedenken, dass jeder Hund, der aus einer Vermittlung zurückkommt, eine weitere Narbe auf seiner Seele hat. Das gilt es zu verhindern. Wir möchten den Tieren helfen und ihren Zustand nicht noch verschlechtern.

Wer an unserem Frühlingsfest bei uns war, hat die unterschiedlichsten Hunde gesehen. Allen war gemein, dass sie tolle Familie bekommen haben, die sie lieben und ihnen helfen, ein hundgerechtes Leben zu führen. Die Tiere fühlen sich geborgen und sicher, sie haben Spaß am Leben und geben dieses Gefühl an ihre Halter weiter. So entstehen Bindungen, die ein Leben lang halten. Liebe und Vertrauen sind Dinge, die erarbeitet werden müssen, man kann sie nicht zusammen mit dem Hund erwerben, sie wachsen langsam und müssen gepflegt werden. Wir suchen für unsere Hunde Menschen, die das Wesen der Tiere erkennen und sich nicht davon abschrecken lassen, dass ein Hund vielleicht an der Leine zieht, nicht stubenrein ist oder noch nicht in einem Auto fahren möchte. Jedes Problem, dass wir mit unseren Goldstücken zusammen lösen, bindet uns stärker aneinander und so haben wir für uns festgestellt, dass die Hunde, die uns am meisten abverlangt haben, am längsten in unserem Gedächtnis geblieben sind.

Wir würden uns wahnsinnig darüber freuen, wenn öfter mal Interessenten anrufen würden, die nicht danach fragten, was die Hunde schon alles können, sondern sich dafür interessierten, wie man noch nicht gelernte Dinge zusammen erarbeiten kann. Unsere Hunde sind nicht perfekt, trotzdem haben sie ein tolles Leben verdient. Die schlimmen Sachen, die ihnen widerfahren sind, waren menschgemacht und deshalb sind wir Menschen hier auch in der Pflicht. Eine zweite Chance ist das mindeste, was wir ihnen geben müssen, sie in Tötungen zu bringen oder in Zwingern zu vergessen ist indiskutabel!

Bitte helft alle mit, dass die Tiere, die bisher noch nicht so viel Glück hatten wie eure Goldstücke, nicht weiterhin der Ignoranz zum Opfer fallen. Spendet Futter und helft den Tieren beim Überleben, das ist der erste Schritt in die richtige Richtung.

Es war ein herrliches Gefühl, all die tollen Hunde an unserem Frühlingsfest zu sehen. Jeder, der uns in den letzten Jahren unterstützt hat, hat einen Anteil daran - ist das nicht großartig!?

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05.06.2019

Der Tierschutz-Bus sollte eigentlich schon längst eine neue Scheibe haben, aber leider scheint die Werbung mancher Firmen der Wahrheit massiv hinterher zu hinken. Am Freitag habe ich schriftlich versucht, die Scheibe zu bestellen und um einen Termin gebeten. Ich bekam keine Antwort. Also habe ich am Samstag angerufen und mit einem Mitarbeiter gesprochen, der mir nicht besonders versiert schien und absolut nicht begreifen wollte, dass es sich um die Scheibe der linken Hecktür handelt und nicht um eine Seitenscheibe. Ich habe mir den Mund fusselig geredet und gehofft, dass ich am Dienstag dann tatsächlich die richtige Scheibe eingebaut bekomme. Es kam wie es kommen musste, er hatte eine Scheibe für einen Bus mit Hochdach incl. Scheibenheizung bestellt. Nun warten wir auf den nächsten Termin, diesesmal allerdings in Bad Kreuznach- in Alzey wäre vor dem Feiertag kein Termin mehr zu bekommen gewesen. Ich wundere mich wirklich darüber, dass eine Firma, die sich nur mit Scheiben beschäftigt, nicht in der Lage scheint, mein kleines, unspektakuläres Scheibchen zu ersetzen oder sich an ihre Werbeversprechen hält. Als ich danach fragte, dass doch sicher auch ein Mitarbeiter zu mir nach Hause kommen könnte und die Scheibe dort einbauen würde, wurde nur abgewunken und gesagt, dass ich da wohl mehrere Wochen Wartezeit in Kauf nehmen müsste. "...das klappt gar nicht!"

Mittlerweile ärgere ich mich, dass ich nicht in einer Auto-Werkstatt nachgefragt habe. Obwohl, was dort alles so passieren kann, haben wir ja vor ca. einer Woche erlebt, als wir unseren privaten Bus wegen einer leuchtenden Kontrolllampe abgegeben hatten. Die Lampe ist noch immer an, dafür haben wir jetzt eine kaputte Tür, einen verdellerten Kotflügel, Türbänder, die ausgewechselt werden müssen und ob die A-Säule beschädigt ist, das wird wohl ein Gutachter herausfinden... Irgendwie ist das alles sehr ernüchternd. Jetzt getraue mich kaum, meinen Wagen wieder in einer Werkstatt abzugeben, wer weiß, ob dann nicht noch mehr kaputt geht und ich mir nicht vielleicht gleich einen neuen Bus kaufen sollte....? Im Augenblick haben wir jedenfalls zwei beschädigte Autos und sind arg verunsichert. :(

Natürlich gibt es auch schöne Dinge zu berichten. Die Spendenaktion vom Tierschutz-Shop ist sehr gut angelaufen und bisher ist wohl schon einer der neun geplanten LKWs mit Spenden gefüllt! Auch auf unserer Vereins-Wunschliste hat sich einiges getan und wenn es so weitergeht, haben wir am Ende der Aktion bestimmt auch nochmal 1 - 2 Paletten mit Futter und Hilfsgütern zusätzlich gesammelt. Das freut uns natürlich und auch unsere Tierschutz-Kollegen in Spanien sind schon ganz aufgeregt.

Auch wenn manche die Werbung des Tierschutz-Shops als unrealistisches Produkt eines Werbefachmanns sehen, die dort gezeigten Bilder und Videos sind real. Sie stammen von den 6 Vereinen, die an der Aktion teilnehmen (auch von uns). Die Tiere brauchen wirklich Hilfe und ein LKW voller Futter ist eine unglaubliche Unterstützung. Endlich nicht mehr Angst haben zu müssen, dass das Futter zur Neige geht, genügend Verbandsmaterial zu haben, vielleicht sogar neue Hundehütten zu bekommen, Bodys für die frisch operierten Hunde und Welpenmilch für die kleinsten Opfer menschlicher Unvernunft und Herzlosigkeit, das ist für unsere spanischen Kollegen ein Traum. All diese Dinge haben wir auf unserer Wunschliste zusammengestellt und wir werden alles dafür tun, dass so viele Spenden wie möglich zusammenkommen. Für uns ist das eine einmalige Chance und die werden wir nicht vergeben.

Was die wenigsten Spender wissen, ist, dass die teilnehmenden Vereine einen gewissen Prozentsatz des Warenwerts der Futterspenden zusätzlich als Geldprämie ausgezahlt bekommen. Damit können z. B. Kastrationsprojekte unterstützt, Tierarztrechnungen bezahlt und Quarantäne-Stationen gebaut werden. Wir sind mehr als glücklich, dass wir einer der 6 teilnehmenden Vereine sind und bitten alle, die bis ca. Mitte Juni laufende Aktion 'Tödliches Sommerloch' zu unterstützen und die Posts zu teilen.

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Immer wieder hören wir, dass Hunde, die mit einem weiteren Hund vergesellschaftet waren, extrem leiden, wenn dieser verstirbt. Es geht ihnen da nicht anders wie uns Menschen - sie trauern. Manche werden regelrecht depressiv, verweigern das Futter und haben keinen Spaß mehr am Leben. Ein neuer Hundefreund kann eine solch schwierige Situation oft wieder geraderücken und dem einsamen Hundchen seine Lebensfreude wiedergeben. Nachdem Marla plötzlich alleine war, ging es auch ihr nicht gut und so haben die beiden Frauchen beschlossen, dass sie ganz schnell wieder eine Freundin bekommen sollte. Die Wahl fiel auf Afrodite von den Azoren. Mittlerweile heißt sie Elena und fühlt sich in Flonheim sehr wohl. Nachdem sie ca. 3 Jahre in einem Zwinger auf Faial gelebt hatte, hat sie jetzt zum erstenmal ein Zuhause. Für Marla ist sie eine Freundin geworden und nun liegen die beiden Hundedamen zum Mittagsschläfchen schon zusammen auf dem Sofa. Wir sind sehr glücklich darüber, dass diese Zusammenführung so problemlos geklappt hat. Zwei tolle Hunde, die sich gut verstehen, alle sind happy - was will man mehr!

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04.06.2019

Es gibt schrecklich viele Fachbegriffe, die manche Tierärzte auch recht sorglos verwenden, ohne darauf zu achten, ob der Tierhalter überhaupt versteht, von was da die Rede ist. Es gibt aber auch einige Tierhalter, die zu allem nicken und eigentlich doch nicht verstanden haben, um was es tatsächlich geht :). Kurz gesagt, wenn bei der Diagnose vom 'Processus anconaeus' oder vom 'Processus coronoideus' die Rede ist, dann handelt es sich um das Ellenbogengelenk.

Dieses Gelenk ist ein Scharniergelenk, das aus drei Teilen besteht. Dem Oberarmknochen (der formt die Gelenkwalze), dem Gegenstück dazu, der Speiche (Radius) und natürlich der Elle (Ulna). Von hinten wird die Gelenkwalze von einer halbmondförmigen Aussparung der Elle unfasst. Die inneren und äußeren Höcker am oberen Ende des Halbmondes nennt man 'Processus anconaeus', die beiden Höcker am unteren Ende des Halbmondes nennt man 'Processus coronoideus'. Die 'Höcker' werden auch Kronfortsatz genannt.

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Viele Hunde leiden unter einer Ellenbogendysplasie. Bei dieser Diagnose werden drei Erscheinungsformen unterschieden:

1. OCD (Osteochondrosis dissecans):

Dabei handelt es sich um eine Störung im Knorpelwachstum, diese tritt an mechanisch stark beanspruchten Körperteilen auf, z. B. dem Knie-, Sprung-, oder Schultergelenk. Während des Wachstums der Röhrenknochen wandeln sich Knorpelzellen an den Gelenkflächen und Wachstumsfugen durch Verkalkung (Metaplasie) in Knochenzellen um.
Das Wachstum des Knochens findet besonders in den knorpeligen Wachstumsfugen, den Epiphysenfugen statt und im Bereich der Übergänge von Knochen zu Knorpel. An den Gelenkflächen ist der Knochen mit Knorpel bedeckt. Das Gelenk wird von einer Gelenkkapsel umschlossen, welche die für den reibungslosen Bewegungsablauf erforderliche Gelenkflüssigkeit (Synovia) bildet.
Wächst der Knochen zu schnell, wird die Knorpelschicht zu dick und ist nicht in der Lage, schnell genug zu verknöchern. Der Knorpel kann absterben, es können aber auch Risse im Knorpel entstehen, durch die Gelenkflüssigkeit mit dem Knochen in Kontakt kommt, wodurch Entzündungen entstehen. Durch Ansammlungen von Flüssigkeit im Gelenk wird die Kapsel gedehnt und der daraus resultierende Schmerz lässt unsere Tiere lahmen. Manchmal lösen sich auch ganze Knorpelteile ab, die dann als freie Gelenkkörper im Gelenk gefunden werden. All diese Veränderungen sind schmerzhaft.

2. FPC (fragmentierter Processus coronoideus medialis der Elle)

Der außen gelegene kleinere Kronenfortsatz wird als 'Processus coronoideus lateralis' bezeichnet und der innen liegende, größere Kronenfortsatz als 'Processus coronoideus medialis'.
Beim FPC ist der Prozessus Coronoideus medialis betroffen. Er verknöchert ca. im Alter von 4 - 5 Monaten.  Durch unterschiedliches Längenwachstum der Elle und Speiche kann es zu einer Stufenbildung im Ellebogengelenk kommen und der Höcker einfach abbrechen. Hier liegt das Problem im Wachstum der Speiche. Die Gelenkflüssigkeit tritt durch den Bruch aus und es gibt eine schmerzhafte Entzündung. Das Tier lahmt.

3. IPA (Isolierter Processus anconeus; Ellenbogenlahmheit)

Jetzt betrifft es den oberen Höcker (Kronfortsatz) der Elle. Auch dessen Wachstumsfuge wird normalerweise im Alter von 4-6 Monaten geschlossen. Ein verzögertes Wachstum der Elle verhindert, dass sie sich über den Gelenkfortsatz (Höcker) mit der Speiche verbinden kann. Somit liegt er frei im Gelenk. Tritt dieser Fall noch im jugendlichen Alter eines Hundes auf, so wird der Prozessus anconeus oft mit einer Schraube fixiert.

Da alle drei beschriebenen Erkrankungen mit Schmerzen verbunden sind, wollen sich die Hunde immer weniger bewegen. Wer schon einmal ein entzündetes Gelenk hatte, weiß, dass das keine Bagatelle ist. Gelenkschäden können nicht rückgängig gemacht werden und Arthrosen (bleibende Gelenksveränderungen) sind leider nicht zu vermeiden. Spaziergänge an der Leine, Schwimmübungen, Aquatherapie und Physiotherapie verhindern den Muskelabbau. Diese Therapien werden die Beschwerden lindern und Folgeschäden minimieren, doch leider ist oft eine Operation unumgänglich.

All diesen Erkrankungen entstehen während des Wachstums. Neben Fütterungsfehlern, traumatischen Einflüssen und rapidem Wachstum ist bei manchen Rassen eine genetische Disposition vorhanden. Ganz wichtig ist es, gerade bei mittelgroßen und großen Rassen, darauf zu achten, dass die Hunde sich in der massivsten Wachstumsphase nicht überlasten.

Ich drücke jedem Hundehalter die Daumen, dass ihm diese Ellenbogenerkrankungen bei seinem Liebling erspart bleiben. Die fast immer noch ganz jungen Hunde nach einer OP still zu halten ist eine Kunst und die verlangte 'Boxenruhe' verhindert die gerade in dieser Entwicklungsphase so dringend notwendigen Sozialkontakte.

 

03.06.2019

Kaum haben wir die ersten warmen Temperaturen, hört man wieder von Hunden, die im Auto einen Hitzschlag erlitten haben. Nachdem ich im letzten Jahr in Schottland an vielen Geschäften ein Plakat gefunden hatte, das auf die Gefahren für unsere im Auto wartenden Hunde hinwies, haben wir ein ähnliches Plakat für den deutschen Hundehalter entworfen und kostenlos verteilt. Leider war die Resonanz nicht besonders groß. Tatsächlich verweigerten viele Geschäfte das Anbringen des Hinweises mit der Argumentation, dass man sich sein Schaufenster nicht verschandeln wolle. Wir bekamen auch gesagt, dass der Hinweis negative Gefühle erzeugen würde, und die Käufer das dann mit der Auslage in Verbindung bringen könnten. Andere verwiesen auf interne Bestimmungen und die Entscheidung von Marktleitern, die natürlich nie greifbar waren. Für uns war diese Ablehnung nicht begreifbar, geht es doch darum aufzuklären und Leben zu retten. Wir werden deshalb nicht aufgeben und auch in diesem Jahr wieder versuchen unsere Plakate zu verteilen. Wir hoffen, dass unsere Leser das Plakat ebenfalls herunterladen und an Frisöre, Bäckereien, Metzgereien, Supermärkte, Tankstellen, Boutiken, Schuhgeschäfte, Tierarztpraxen, Autohäuser, Restaurants usw. weitergeben. Vielleicht können wir so alle dazu beitragen, dass kein Tier mehr einen so schrecklichen Hitzetod sterben muss.

Plakat

Wie ich schon berichtet habe, nehmen wir an der Tierschutz-Shop-Aktion 'tödliches Sommerloch' teil. Es geht darum, in den Sommermonaten genügend Futter für die Tiere zusammen zu bekommen. Tatsächlich wird in der Urlaubszeit am wenigsten gespendet, aber genau dann sind die Tierheime besonders voll. Der Futternotstand soll keine Leben mehr kosten und deshalb hat der Tierschutz-Shop diese tolle Aktion ins Leben gerufen. Die Gesamtmenge der Spenden wird zwischen den sechs teilnehmenden Vereinen aufgeteilt. Natürlich kann aber auch jeder Verein zusätzlich eigene Futterspenden sammeln. Dafür wurde für die Vereine eine eigene Wunschliste angelegt, wer also speziell den Tieren der Protectora Villena sowie den umliegenden kleineren Organisationen eine Spende zukommen lassen möchte, der kann das hier tun:

Für Tierhilfe Phönix e.V. spenden!

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Wer seine Spende zwischen den sechs teilnehmenden Vereinen aufgeteilt sehen will, der spendet hier:

Für alle teilnehmenden Vereine spenden!

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Jede Spende rettet Leben!

Herzlichen Dank für eure Unterstützung!

 

02.06.2019

In den letzten Jahren fragten uns Hundehalter immer mal wieder nach der Behandlung von Kreuzbandrissen. Die Hunde fingen plötzlich an zu hinken, streckten ihr Hinterbeim beim Sitzen unnatürlich seitlich ab oder zeigten eine Zehenspitzenfußung. Grundsätzlich haben wir die Betroffenen immer zu einer genauen Abklärung in eine Praxis oder Klinik, die orthopädische Untersuchungen anbietet, geschickt. Ein vorderer Kreuzbandriss ist beim Hund meist eine chronisch-degenerative Erkrankung und nicht die Folge eines akuten Traumas. Es kann jeder Hund betroffen sein, egal welcher Rasse, Alters- oder Gewichtsklasse er angehört. Es gibt allerdings Hunderassen, die häufiger davon betroffen sind, dazu zählen Retriever, Sennenhunde, Boxer, Staffordshire Terrier und Rottweiler.

Um zu verstehen, was bei einem Kreuzbandriss passiert, muss man erstmal wissen, für was diese Bänder überhaupt gebraucht werden. Die Kreuzbänder liegen mittig im Kniegelenk und verbinden Ober- und Unterschenkel miteinander. Es gibt ein vorderes und hinteres Kreuzband. Beide Sehnen verbinden den Unterschenkel mit dem Oberschenkel und sorgen neben anderen Teilen des Bewegungsapparates (Muskeln und Bindegewebe) für eine gesunde Beweglichkeit des Knies. Die Kreuzbänder begrenzen die Streckbewegung des Schienbeins, führen das Gelenk während der Bewegung und erhalten die Stabilität.

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Gray's Anatomy of the Human Body, originally published in 1918. This image is in the public domain because its copyright has expired. This applies worldwide.

Bei einem Kreuzbandriss wird die Stützende und stabilisierende Wirkung des Bandes aufgehoben. Das Knie wird instabil und das Gelenk wird plötzlich starker Reibung ausgesetzt, die im weiteren Verlauf zu irreparablen Arthrosen sowie zu Knorpel- und Meniskusschäden führen kann. Das betroffene, schmerzhafte Bein wird nun entlastet und verliert Muskulatur, das andere Bein wird überlastet und im schlimmsten Fall führt das dann zu einer weiteren Kreuzbandschädigung... Eine umgehende Behandlung ist essentiell und darf nicht aufgeschoben werden.

Die Diagnose wird dann meistens bei der klinisch orthopädischen Untersuchung gestellt. Bei der Kreuzbandruptur sind die Fasern des Bandes entweder teilweise beschädigt oder vollständig durchtrennt. Sind nur einzelne Fasern betroffen, kann eine mehrwöchige Ruhigstellung und medikamentöse Versorgung (Schmerzmittel und Endzündungshemmer) des Tieres eine Besserung bringen.

Da das vordere Kreuzband im Vergleich zum hinteren stärker beansprucht wird, hat man die meisten Verletzungen dort. Man geht heute davon aus, dass fehlerhafte Veränderungen im Skelett, vor allem in den Gliedmaßen und in den Gelenken, aber auch Störungen in der Durchblutung die Auslöser sind. Natürlich kann aber auch eine genetische Veranlagung der Grund für einen Kreuzbandriss sein.

Im Prinzip gibt es zwei unterschiedliche Auslöser für einen Kreuzbandriss, es wird zwischen der degenerativen und der traumatischen Ruptur unterschieden. Bei der degenerativen Form wird das vordere Kreuzband zum Beispiel durch einen sehr schweren und sehr großen Körperbau des Tieres dauerhaft so stark belastet, dass die Fasern überansprucht sind und schließlich reißen.

Bei einem traumatischen Kreuzbandriss, entsteht die Beschädigung zum Beispiel aufgrund eines Unfalls oder einer plötzlichen sehr starken Beanspruchung der Sehnen. Hohe, weite Sprünge und das Aufkommen auf harten Untergründen, können einen Kreuzbandriss auslösen. Allerdings ist ein kompletter Abriss (Ruptur) sehr selten, bei einer solchen Verletzung kann man eigentlich davon ausgehen, dass schon eine Vorschädigung vorlag. Bei einer unbehandelten Vorschädigung und bei einer kompletten Bandruptur finden sich häufig ebenfalls Meniskusschäden. Durch die anhaltende Instabilität des Knies wurde dann dieser organische 'Stoßdämpfer' zu stark oder falsch beansprucht und mit geschädigt.

Bei der Diagnose wendet der Tierarzt unterschiedliche Testmethoden an.

1. Der 'Schubladen-Test':

Hier wird die veränderte Beweglichkeit des Kniegelenks festgestellt. Der Oberschenkel wird festgehalten und es wird versucht, den Unterschenkel nach vorne zu schieben. Hat das Tier einen Riss an vorderen Kreuzband, gelingt diese Verschiebung nach vorne. Kann die Bewegung stark nach hinten ausgeführt werden, weist das auf einen Riss des hinteren Kreuzbandes hin.

2. Der 'Tibia Kompressionstest':

Dabei hält der Tierarzt das Kniegelenk in Strecklage sowie den Oberschenkel fest und beugt das Sprunggelenk. Ist im vorderen Kreuzband ein Riss vorhanden, weicht der Schienbeinkopf nach vorn aus und es kommt zu einer Translationsbewegung.

3. Der 'Lachman-Test':

Hier wird das Knie auf ca. 20 - 30 ° gebeugt. Der Unterschenkel wird mit beiden Händen umfasst, der Zeigefinger drückt in die Kniekehle und dann zieht man den Unterschenkel in Richtung Bauch. Ein vorhandener Kreuzbandriss lässt sich an der Verschiebbarkeit des Unterschenkels feststellen.

Alle diese Untersuchungen können mit einer Narkose durchgeführt werden - je nach Schwere der Verletzung und der Schmerzempfindlichkeit des Patienten. Manchmal geht kein Weg an einer Operation vorbei und dann muss man sich zwischen ganz unterschiedlichen OP-Methoden entscheiden.

TPLO („Tibial Plateau Leveling Osteotomy“ nach Slocum)

Hierbei wird am Schienbeinkopf ein Knochenteil abgetrennt und mittels einer Platte in einer anderen Position fixiert (Plattenosteosynthese). Die Stabilität des Kniegelenks wird dabei durch eine andere Winkelung des Schienbeinkopfes erreicht. Diese invasiven Methoden sind zwar erfolgreich, aber es ist bekannt, dass bei diesen Operationsverfahren ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht, und ein Plattenbruch in der Regel fatale Folgen hat.

TTA („Tuberositas Tibiae Advancement“ nach Kyon; ähnliche Methode wie TPLO)

Extrakapsuläre Techniken:

- Lateraler Fadenzügel (nach Floh, De Angelis): mittels eines nicht-resorbierbaren, stabilen Fadens wird die Wirkung des Kreuzbandes außerhalb des Kniegelenks simuliert.

- Kapsel- und Faszienraffung: Swivelock (Arthrex): ein extrakapsulärer Kreuzbandersatz wird mit Hilfe eines Knochenankers montiert.

- Tight Rope (Arthrex): Die Tight Rope CCL-Technik wurde als minimal-invasive Methode zur extrakapsulären Stabilisierung des vorderen Kreuzbandes bei Bandinstabilität im Hundeknie entwickelt.

Methode nach Meutstege:

Hier wird eine Kombination aus einer intrakapsulären und extrakapsulären Stabilisationstechnik angewendet. Das Kniegelenk wird seitlich eröffnet, die entzündeten Reste des Kreuzbandes werden entfernt, und die Menisken werden auf eventuellen Schäden untersucht. Es werden spezielle Fäden aus synthetischem Nahtmaterial so vernäht, dass sie den Verlauf des gerissenen Kreuzbandes simulieren (intrakapsuläre Naht). Die Gelenkkapsel wird verschlossen, und es folgen entsprechende extrakapsuläre Nähte. Dann wird die Wunde verschlossen.

Grundsätzlich empfehlen wir, sich im Vorfeld einer Operation über die hier kurz beschriebenen Methoden gründlich zu informieren. Wir würden immer mehrere Meinungen einholen und natürlich auch genau nach den veranschlagten Preisen fragen. Es ist immer besser, schon selbst verstanden zu haben, was bei den unterschiedlichen Methoden gemacht wird, als mit Fachbegriffen überfordert zu sein, von schrecklich vielen Informationen erschlagen zu werden und letztlich einfach alles abzunicken.

Übrigens - wer vor einem Kreuzbandriss eine OP-Versicherung für seinen Liebling abgeschlossen hat, kann je nach angewendeter OP-Methode zwischen 1000 und 2500 € sparen! Die an die OP anschließende Physiotherapie nicht mitgerechnet...

 

01.06.2019

Manche Tage könnte ich ersatzlos aus meinem Gedächtnis streichen. Zuerst hat unser privater Bus, genau rechtzeitig zum Frühlingsfest, die rote Motorlampe angemacht, dann fahre ich ihn in die Werkstatt und bekomme dort nicht den Fehler behoben, sondern die Tür und den Kotflügel kaputt gefahren. Nicht, dass mir jemand gesagt hätte, dass der Bus kaputt ist, nein, ich bemerke das mit Entsetzen beim Abholen. Jetzt ist der Ärger groß und der Wagen erstmal kaputt, die Motorleuchte ist übrigens immer noch an. Heute springt mir dann die Heckscheibe vom Tierschutzbus - warum auch immer - in 1000 kleine Stückchen. Morgen ist Samstag und wir werden wohl niemanden finden, der so eine Scheibe vorrätig hat und auch noch einbaut. Also hat Uwe jetzt Plastikfolie über den Schaden geklebt, hoffen wir mal, dass nicht noch etwas kaputt geht. Was Autos angeht, scheinen wir im Augenblick kein Glück zu haben.

Dafür geht es unserem kleinen Popi richtig gut, der Wicht fühlt sich wohl und freut sich seines Lebens. Eigentlich müssten wir das kleine Kerlchen umtaufen, denn nach den Rechnungen, die wir für ihn zu bezahlen haben, sollte er eher 'Nugget' oder 'Diamond' heißen.:) Aber egal, was seine Behandlung auch gekostet hat, wir sind rundum glücklich, dass er lebt und dem Teufel nochmal von der Schippe gesprungen ist. Dass wir so viele Spenden für die Bezahlung der Tierarztrechnungen bekommen haben, hat uns auch gezeigt, dass wir alles richtig gemacht haben. Nicht einer war dabei, der uns geraten hätte, den Wicht wegen der Kosten einzuschläfern. Alle haben mit uns gefiebert und ganz feste die Daumen gedrückt. Es hat geholfen!

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Ich hoffe, dass wir jetzt erstmal wieder in ruhigere Gewässer kommen und in absehbarer Zeit keine Katastrophen mehr passieren. Um die restlichen Rechnungen von Popi zu bezahlen, würden wir gerne noch einige Märkte buchen. Für den 20. Oktober haben wir den Herbstmarkt in Siefersheim zugesagt, vielleicht bekommen wir auch noch eine Zusage in Gau-Odernheim. Wer noch einen schönen Markt kennt, der noch Aussteller annimmt - wir wären für jeden Tipp dankbar. Es sind noch einige Rechnungen offen und die müssen so schnell wie möglich beglichen werden.

Beim Tierschutz-Shop spenden seit Beginn der Aktion täglich 3 - 4 Tierfreunde etwas aus unserer Wunschliste für die Protectora Villena. Wir freuen uns sehr darüber und hoffen, dass bis zum Ende der Aktion vielleicht nochmal 2 - 3 Paletten mit Spenden verschickt werden können. Daneben gibt es natürlich noch viele Spender, die nicht einen Verein direkt begünstigen, sondern alle sechs Vereine unterstützen. Diese Spenden werden zum Ende aufgeteilt und wir hoffen sehr, dass vielleicht sogar ein ganzer LKW mit Hilfsgütern für die Protectora Villena dabei herauskommt.

Wir wünschen uns nichts mehr, als dass kein Tier mehr hungern muss und allen genug Zeit bleibt eine liebevolle Familie zu finden!

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aktualisiert am 25.06.2019

 

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