Phönix-Tagebuch

Hallo an alle Freunde, Mitglieder und Gönner der Tierhilfe Phönix e.V. sowie an alle, die an unserer Tierschutzarbeit interessiert sind.

Wir haben jeden Tag so viele unterschiedliche Dinge für den Verein zu tun und es passiert so viel, dass wir euch hier alle etwas an unserer Arbeit teilhaben lassen.

Hier könnt ihr mitverfolgen, was bei uns so los ist.

Jeden Monat versenken wir die alten Tagesberichte im Archiv. Dort könnt ihr, wenn ihr wollt, nochmal nachlesen, was so passiert ist.
 


 

05.06.2020

Ich möchte euch nochmal an den Phönix-Shop erinnern! In den letzten Tagen sind wieder neue, wunderschöne und witzige Mund-Nasenbedeckungen gespendet worden, sie sind jetzt im Shop zu erwerben. Die Erlöse des Shops gehen zu 100 % in den Tierschutz! Dort zu kaufen ist also eine einfache Art für die Tiere zu spenden! Außer den Mund-Nasebedeckungen sind natürlich noch ganz viele andere Dinge im Angebot, vielleicht sucht ihr ja mal ein Geschenk für einen Tierfreund oder wollt euch und eurem Vierbeiner etwas Gutes tun, dann stöbert doch mal durch die vielen schönen Sachen, die Tierfeunde in Handarbeit hergestellt haben und die zugunsten der Tiere verkauft werden.

Von unseren Hunden, die in Spanien noch auf den Transport nach Deutschland warten, haben wir gestern ein tolles Video bekommen. Koral ist mit ihren Welpen Mozart, Mozzarella und Peludito darauf zu sehen, die Hunde haben sichtlich Spaß und sind auf der privaten Pflegestelle wunderbar untergebracht. Wenn alles klappt, werden Koral und Rose in ca. einer Woche bei uns sein. Die Welpchen sollten dann kurz danach auf die Reise gehen. Leider haben wir bis jetzt noch keine einzige Pflegestelle für die Wichte. Wir können nur hoffen, dass sich das noch ändert, sonst müssten die Kleinen weitere Wochen in Spanien verbringen.

Außer den Hunden haben wir seit einigen Wochen auch noch ein Kätzchen in der Vermittlung. Schnecke ist getestet, geimpft, entwurmt, kastriert und gechipt. Sie ist ein wirklich hübsches Mädchen, das ein reines Hauskätzchen bleiben soll. Sie ist verspielt und lieb, ca. 1 Jahr alt und wartet auf ihrer Pflegestelle in der Nähe von Kirchheimbolanden auf ein endgültiges Zuhause.

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Seit gestern haben wir auch noch ein ganz junges Katerchen, das ein neues Zuhause sucht. Der kleine Bub heißt Chicco und ist im November 2019 geboren, er ist geimpft, gechipt und wird am 16. Juni kastriert.

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Wer sich für die süßen Kätzchen interessiert, kann sich gerne bei uns melden!

 

04.06.2020

Nachdem wir uns bei dem Discounter schriftlich darüber beschwert hatten, dass wir die Waschmaschine aus dem Angebot nicht bekommen konnten, wurden wir von einer Mitarbeiterin angerufen, der wir unser Problem nochmal ausführlich schildern sollten. Kurz darauf rief dann der Regionalleiter bei uns an. Ganz offensichtlich hatte man verstanden, dass wir nicht eher Ruhe geben werden, bis wir die im Angebotsblatt angepriesene Maschine bekommen haben. Es ist kaum zu fassen, aber heute hat sich der Regionalleiter persönlich ins Auto gesetzt und die Maschine aus Fulda geholt und nach Alzey gebracht. Jetzt steht das gute Stück in unserer Garage und es fehlt uns nur noch die Bedienungsanleitung, die wir übers Internet in spanisch/englisch angefordert haben. Wir sind überglücklich und werden die tolle Waschmaschine mit der nächsten Spendenpalette nach Spanien schicken. Maria von der Protectora Villena freut sich schon wie verrückt darauf. In spätestens zwei Wochen würden wir die Waschmaschine gerne nach Spanien schicken, solltet ihr noch etwas mitgeben wollen, noch ist viel Platz auf der Palette!

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Beim Tierschutz-Shop läuft die Aktion 'Tödliches Sommerloch! Futter für die Vergessenen' nun seit ca. einer Woche und es sind schon einige Spenden zusammengekommen. Für die Wunschliste der Tierhilfe Phönix haben bisher 40 Tierfreunde gespendet und an der gesamten Aktion haben sich schon über 3300 Spender beteiligt. Das ist einfach großartig und natürlich möchten wir uns dafür ganz herzlich bedanken! Wir möchten natürlich so viele Menschen wir möglich erreichen und über die Aktion des Tierschutz-Shops informieren, deshalb denkt bitte daran, unsere Posts bei Facebook immer zu teilen!

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03.06.2020

Wir waren pünktlich um 9 Uhr bei dem Discounter und wollten die im Angebotsblättchen angepriesene Waschmaschine haben, leider gab es nur eine einzige und die war verkauft. Man fragt sich wirklich, was sich die Leute dabei denken... da wird eine große Werbeaktion gestartet und letztendlich ist nur ein Gerät verfügbar. Meiner Meinung nach ist so etwas nicht erlaubt, Angebote müssen in ausreichender Menge vorhanden sein. Hierzu gibt es sogar ein Urteil vom BGH, Lockvogelangebote sind verboten und werden mit anständigen Strafen geahndet.

Wir haben uns lange mit dem stellvertretenden Filialleiter herumgeschlagen, aber nichts erreicht. Als wir vorschlugen, dass man doch bitte mal in Bad Kreuznach nachfragen könnte, immerhin sei da ja auch noch ein Markt, sagte man uns, dass die dortigen Maschinen für die Kreuznacher Kundschaft gedacht seien. So etwas ist eigentlich unfassbar, hauptsächlich weil sich dann später herausstellte, dass in Bad Kreuznach nicht eine einzige Waschmaschine angeliefert worden war. Zuhause haben wir dann versucht, uns telefonisch an den Hauptsitz des Discounters zu wenden und unsere Beschwerde loszuwerden. Leider war auch das nicht möglich. Letztendlich haben wir eine Email geschrieben und hoffen nun auf Antwort.

Gerade wenn man die ganze Aktion für einen Tierschutzverein startet, ist so etwas doppelt ärgerlich. Wir haben viel Zeit und Nerven investiert, um unseren Kollegen in Spanien etwas unter die Arme greifen zu können und dann stellt sich alles als Fake dar. Wir denken, dass so etwas nicht in Ordnung ist und hoffen, dass wir mit unserem Anschreiben Erfolg haben.

Natürlich gibt es aber auch etwas Positives zu berichten. Eure Spenden, die über die Wintermonate beim Tierschutz-Shop eingegangen sind, sind jetzt auf dem Weg nach Spanien. Es sind stattliche 6 Tonnen Hilfsgüter zusammengekommen und das wird die Tiere der Protectora erstmal über Wasser halten. Ob es ausreichend sein wird, dass die kleinen und wirklich hilfsbedürftigen Organisationen, die in der Umgebung angesiedelt sind, ebenfalls alle Mäulchen satt bekommen, bezweifle ich stark. Trotzdem werden wir natürlich alles so sinnvoll aufteilen wie irgendwie möglich. Nochmals ganz herzlichen Dank an alle Spender!

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Die neue Aktion des Tierschutz-Shops läuft jetzt seit 28. Mai. Sie ist mit 'Hilfe für die Vergessenen' untertitelt und trifft damit das Problem ganz genau. Gerade im Sommer haben wir die größten Probleme in Spanien, die Hitze wird unerträglich, die Parasiten vermehren sich extrem und für die Streuner gibt es zu wenig Futter und Wasser. Dazu kommt, dass in keiner Jahreszeit so wenig gespendet wird wie im Sommer. In diesem Jahr fallen wahrscheinlich sogar die Touristen aus und damit drohen unzählige Hunde und Katzen zu verhungern. Touristen haben immer mal Tiere gefüttert, haben Tierheime besucht und unterstützt, noch wichtiger ist allerdings, dass sie Geld ins Land gebracht haben und dieses Geld den Landkreisen und Städten zugute gekommen ist. Aus dieser Hand werden die Tierschutzvereine unterstützt und nun ist von dort garantiert nichts mehr zu erwarten. Die Tiere, die jetzt auch durch die Corona-Krise in Tierheimen festsitzen, die nicht einmal das Land verlassen können, sind die Vergessenen. Ihnen versuchen wir durch diese schlimme Zeit zu helfen und hoffen, dass ihr uns mit einer Futterspende beim Tierschutz-Shop unterstützt.

Wir möchten nochmal darauf hinweisen, dass selbst das Teilen unser Facebook-Posts den Tieren helfen kann. Wir müssen unser Anliegen publik machen und möglichst viele Tierfreunde erreichen und über die Situation der Hunde und Katzen informieren. Nur so haben wir eine Chance, genug Hilfe für die Vergessenen zu bekommen. Also bitte teilt unsere Posts, wann immer ihr sie seht! Ganz lieben Dank!

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01.06.2020

Wir bedanken uns ganz herzlich bei unserer lieben Doris, die gestern wieder einmal Spenden für die Protectora bei uns abgegeben hat. Sie verpackt immer alles sauber und ordentlich, uns erspart das viel Arbeit, wir brauchen die Kartons nur noch auf eine Palette zu setzen, zu folieren und abholen zu lassen. Tatsächlich freuen wir uns schon, wenn die Spenden wenigstens mit Kartons ankommen und wir nicht alles nochmal aus Säcken herausholen, neu zusammenlegen und in eigene Kartons packen müssen. Trotzdem, wir können uns nicht beschweren, in den letzten Monaten waren alle Spenden, die uns gebracht wurden einwandfrei. Futtersäcke werden grundsätzlich unverpackt angeliefert und Dosen verpacken wir auch gerne selbst. Geärgert haben wir uns früher immer mal wieder über schmutzige Wäsche, Toilettenumrandungen und kaputte Gegenstände. Es ist einfach Zeit und Energieverschwendung, nicht funktionstüchtige Waschmaschinen oder Trockner nach Spanien zu schicken und ein Entsorgungsunternehmen sind wir eben auch nicht. Mittlerweile hat sich das aber wirklich geändert, wenn wir Spenden bekommen, dann sind sie noch gut in Schuss und wir müssen uns beim Sortieren nicht ekeln.

Morgen früh werden wir direkt zu einem Discounter nach Alzey fahren, um dort eine oder vielleicht auch zwei Waschmaschinen für die Protectoras in Spanien zu ergattern. 166 € sind für eine Maschine mit 6 kg Ladevolumen, 1400 Umdrehungen und einer A+++ Energieklasse wirklich ein tolles Angebot. Hoffen wir mal, dass wir Glück haben und überhaupt genügend Maschinen vorrätig sind. Um eine weitere Palette mit Hilfsgütern nach Spanien schicken zu können, fehlen uns noch einige Kartons an Spenden, Futter ist bisher noch gar keines abgegeben worden und gerade das wird zur Zeit am dringensten benötigt. Wer also noch etwas nach Spanien mitgeben möchte, jetzt wäre der richtige Zeitpunkt dafür!

Wie ich schon berichtet habe, dürfen wir zur Zeit an der Tierschutz-Shop-Aktion 'Tödliches Sommerloch' teilnehmen. Wir möchten alle unsere Leser ganz herzlich bitten, unsere Posts so oft wie möglich zu teilen. Wir brauchen einfach eine große Leserschaft, um genügend Tierfreunde zu erreichen. Leider sind unsere Posts auf Facebook bisher nicht geteilt worden. Im Gegensatz zu den anderen Vereinen, die an der Aktion teilnehmen, haben wir mit das geringste Feedback - das sollte so nicht sein! Es geht darum, viele Leser zu erreichen und sie über die tolle Aktion zu informieren. Ohne Leser bekommen wir keine Spenden und ohne Spenden ist die Aktion für die hungernden Tiere sinnlos. Bitte teilt unsere Posts und sorgt so dafür, dass ganz viele Tierfreunde von dem Leid der armen Nasen erfahren. Nur so können wir auf Unterstützung hoffen und bekommen die Chance, den Tieren zu helfen!

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31.05.2020

Ein ruhiger Start in das Pfingstwochenende ist uns nicht so recht gelungen. Zuerst hat unsere Spülmaschine, die seit Monaten 'kränkelt', endgültig den Geist aufgegeben. Gleichzeitig hat sich die Armatur der Küchenspüle verabschiedet, dann wollte Uwe im Keller das Wasser abstellen und plötzlich hatten wir auch noch einen defekten Absperrhahn. Glück im Unglück nennt man es wohl, wenn dann ein Klempner erreichbar ist, der den Schaden wieder richten kann. Also freuen wir uns jetzt über die neue Armatur eines Discounters, eine meiner Meinung nach unverschämt teure und schätzungsweise zu 80 % aus Plastik bestehende neue Spülmaschine einer renommierten Firma und über einen freundlichen Mitarbeiter unseres ortsansässigen Sanitärbetriebs, der mit viel Ruhe und Sachverstand einen schlimmen Schaden von unserem Keller abwenden konnte. Pfingsten bedeutet eigentlich das Fest der "Ausgießung des Heiligen Geistes" über den Menschen, bei uns kam gleich noch eine fette Rechnung dazu :). Die drei freien Tage brauchen wir jetzt dringend, um uns von dem Schreck zu erholen. Es bleibt nicht mehr als zu hoffen, dass es jetzt erstmal gut ist und in den nächsten Tagen nicht noch der Staubsauger oder die Waschmaschine das zeitliche segnen... auch wenn ihr es nicht hören konntet, ich habe eben dreimal ganz feste auf Holz geklopft!

Leider haben wir in den letzten Tagen immer wieder Anrufe wegen kranker, verletzter oder verlassener Vögel gehabt. Ganz offensichtlich ist es vielen Menschen nicht klar, dass manche Vögel nicht nur im Nest von den Alttieren gefüttert, sondern nach dem Ausfliegen auch am Boden noch versorgt werden. Nicht jeder Piepmatz muss eingefangen und 'gerettet' werden. Oft nimmt man den Altvögeln ihre Jungtiere weg und viele dieser Tierchen überleben dann die oft unprofessionelle 'Hilfe' von sehr bemühten, aber unkundigen Tierfreunden nicht. Natürlich sollte ein verletztes Tier immer eingefangen und zum Tierarzt gebracht werden. Ich kann auch verstehen, dass Tierfreunde Angst haben, dass Katzen, Füchse oder Marder den gesunden Jungvögeln etwas zu Leide tun und man deshalb so ein Kerlchen 'retten' möchte. Trotzdem muss man wirklich genau hinschauen und es ist nicht sinnvoll, eine junge, gesunde Dohle einzusammeln, wenn die ganze Vogelkolonie in wildes Gekreische ausbricht, sobald man sich dem Vogel nähert. Dieses Tierchen wird sicherlich noch versorgt und sollte an seinem Platz belassen werden. Heute bekamen wir allerdings eine tatsächlich kranke junge Dohle gebracht. Sie hat wohl eine Schädelverletzung, dürfte aber trotzdem eine recht gute Überlebenschance haben. Die nächsten Tage werden darüber entscheiden, wie es mit dem armen Kerlchen weitergeht. Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Tierfreundin, die den kleinen Kobold im Augenblick mit viel Sachverstand und Motivation aufpäppelt.

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Traurig waren wir über den Verlust gleich mehrerer Tauben. Wir wissen, dass die armen Tiere dem Unverstand und oft genug auch dem Hass mancher Menschen ausgesetzt sind. 'Ratten der Lüfte' werden die unschuldigen Täubchen genannt und manchmal geht die Dummheit der Menschen so weit, dass selbst Nester mit Jungvögeln heruntergeschlagen und die Tiere getötet werden. Wir scheuen uns nicht, solche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz umgehend zur Anzeige zu bringen. In diesem Fall haben wir allerdings einfach viel zu spät davon erfahren und konnten auch den Täter nicht mehr ausmachen. Ich persönlich finde es erschreckend, dass jemand ein junges Täubchen tötet, nur weil das Nest gerade mal stört oder man aus unerfindlichen Gründen Tauben nicht mag. Wir freuen uns an jedem Vogel und werden garantiert keine Unterschiede machen. Was wären wir für Menschen, wenn wir einen Specht toll fänden, aber einer Taube das Leben absprechen würden? So will doch niemand sein, oder?

Unsere Teilnahme bei der am 28. Mai angelaufenen Tierschutz-Shop-Aktion 'Tödliches Sommerloch' hat auf unserer Vereins-Wunschliste schon einige 'Spuren' hinterlassen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei 14 Spendern, die gezielt die Projekte der Tierhilfe Phönix e.V. unterstützen wollten. Auf der Seite des Tierschutz-Shops kann man sehen, dass die Aktion bisher von knapp 2000 Tierfreunden getragen wurde und so schon fast 2 LKW an dringend benötigtem Futter zusammen kamen. Dieses Futter wird nach Beendigung der Aktion auf die teilnehmenden Vereine verteilt. Das Futter, das gezielt über die Wunschlisten der einzelnen Vereine gespendet wurde, ist nur für diese gedacht und kommt in unserem Fall der Protectora Villena und den umliegenden kleineren Organisationen zugute.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die bei der Aktion mitmachen und damit helfen, die größte Not der hungernden Tiere zu lindern!

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30.05.2020

Die Aktion Tödliches Sommerloch! Futter für die Vergessenen ist angelaufen und es gab sogar schon einige Tierfreunde, die speziell für die Tierhilfe Phönix gespendet haben. Einerseits kann man an der Aktion des Tierschutz-Shops teilnehmen und für alle teilnehmenden Vereine spenden - die Spenden werden nach Beendigung der Aktion auf alle Teilnehmer aufgeteilt - oder aber man spendet ganz gezielt für 'seinen' Verein. Wir freuen uns natürlich sehr, wenn man speziell uns auswählt und damit zeigt, dass unsere Arbeit wahrgenommen und wertgeschätzt wird.

Vor einigen Tagen haben wir wieder einmal 2 Paletten mit Futter und anderen Hilfsgütern per Spedition nach Spanien geschickt. Mittlerweile ist alles heil angekommen und ich soll euch ausrichten, dass die ganze Crew der Protectora Villena sich ganz herzlich HerzHerzHerz bei allen Spendern bedankt!

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Gerade jetzt, in Zeiten von Corona, ist jede Spende hochwillkommen. Die Tierheime haben keine Futtervorräte mehr und sind bis unters Dach mit Hunden und Katzen belegt. Viele Tiere wurden, um sie nicht in Perreras unterbringen zu müssen, zu privaten Pflegestellen gegeben. Auch hier fehlt es an Futter, Decken, Körbchen usw. Wir hoffen, dass in den nächsten Tagen die ersten Transporte mit Hunden und Katzen die überfüllten Tierheime, Pensionen und auch die privaten Unterkünfte verlassen können. Einige Tiere haben in Deutschland einen Pflegeplatz oder sogar ein endgültiges Zuhause gefunden und werden dort ein neues Leben beginnen. Wir hoffen, dass unsere beiden reservierten Hundedamen am 13. Juni mit dabei sein werden.

Ob diese Transporte die Tierheime allerdings tatsächlich schon entlasten werden, wage ich zu bezweifeln. Zur Zeit gibt es wahnsinnig viele Welpen und Jungtiere, die von der Seprona (spanische Tierschutz-Polizei) natürlich lieber in Tierheime gebracht werden, statt sie in der Tötung/Pererra abzugeben. Vermittlungen in Spanien sind im Augenblick aber ein echter Glücksfall, was man wahrscheinlich leicht nachvollziehen kann, wenn man in den letzten Wochen auch nur ab und zu die Nachrichten verfolgt hat. Spanien hat es schlimm gebeutelt und tatsächlich wurden wahnsinnig viele Hunde und Katzen ausgesetzt. Kaum jemanden steht im Augenblick der Sinn nach einem neuen tierischen Mitbewohner, der natürlich auch noch Kosten verursachen würde.

Ob die Haupterwerbsquelle der Spanier, der Tourismus, in diesem Jahr wenigstens teilweise zu retten sein wird, steht noch immer in den Sternen und ob Reisende das Risiko eines Spanienurlaubs überhaupt eingehen wollen, finde ich mehr als fraglich. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich ganz bestimmt nicht mit 200 anderen Menschen in einen Ferienflieger quetschen wollte und das Gedrängel an den Flughäfen stelle ich mir im Augenblick auch als nicht machbar vor. Ohne das Geld der vielen Touristen, die seit Jahrzehnten regelmäßig im Süden ihren Urlaub verbringen, werden weder Italien, Griechenland noch Spanien so schnell wieder auf die Füße kommen. Leidtragend sind natürlich nicht nur die Menschen, sondern wie immer auch die Tiere. Wo sowieso schon traditionell viel zu wenig Geld für den Tierschutz ausgegeben wurde, wird jetzt alles gestrichen. In der Protectora wurden seit über 6 Monaten keine Löhne mehr bezahlt, was bedeutet, dass die Situation vor Corona schon eine Katastrophe war! Jetzt ist es ungleich schlimmer.

Um die Protectora und die ganzen kleinen Organisationen, die über das Tierheim mitversorgt werden, zu retten, müssen wir nun alle Kräfte mobilisieren. Die Mitarbeiter des Tierschutz-Shops haben die Problematik schon vor vielen Wochen erkannt und deshalb ganz gezielt Vereine ausgesucht, die dringend unterstützt werden müssen, um auch zukünftig sinnvoll weiterarbeiten zu können. Der Wegfall der Protectora Villena wäre für den spanischen Tierschutz der Region um Alicante nicht zu verschmerzen. Es würde den Tod tausender Tiere bedeuten, weil eben auch so viele kleine Organisationen über die Protectora mitversorgt werden. Für uns bedeutet Corona, genau dort wieder anzusetzen, wo wir vor vielen Jahren schon einmal waren. Damals hatten wir zwar die in den letzten Jahren gewachsenen Strukturen noch nicht und sicher war die Tierheimdichte bei weitem geringer, allerdings hatten wir im September 2019 eine schreckliche Flut, die viele Tierheime und Auffangstationen komplett zerstörte. Bis heute konnte nur ein kleiner Teil durch Eigenleistung bzw. Spenden wiederhergestellt werden und in manchen Regionen sprechen wir noch lange nicht von Tierheimen, sondern eher von Provisorien. Trotzdem werden wir natürlich nicht aufgeben - genausowenig wie unsere spanischen Kollegen.

Wir sind mehr als dankbar, dass uns der Tierschutz-Shop die Gelegenheit gegeben hat, an der Aktion 'Tödliches Sommerloch! Futter für die Vergessenen' teilzunehmen und wir hoffen, dass vielleicht der Eine oder Andere für den Urlaub eingesparte Euro bei den Tieren landen wird. Bitte denkt an unsere Schützlinge und helft mit, dass sie diese schlimme Zeit überstehen und so eine Chance auf ein schönes Zuhause und ein anständiges Leben bekommen.

Wir wünschen euch allen frohe Pfingsten!

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28.05.2020

In jedem Jahr gibt es über den Tierschutz-Shop einige große Spendenaktionen, bei der diesjährigen Sommeraktion 'tödliches Sommerloch' darf die Tierhilfe Phönix mitmachen. Wir freuen uns riesig und hoffen, dass ganz viele Sach- und Futterspenden für unsere Schützlinge zusammenkommen werden. Heute ist der Startschuss und damit könnt ihr euch unsere neue Wunschliste ansehen... und natürlich auch schon spenden! Wie ihr ja schon aus den vorhergegangenen Aktionen wisst, unterstützen wir die Protectora Villena stellvertretend für viele andere kleine und kleinste Organisationen, die ihren Bedarf über das 'spanische Herz' unserer Tierhilfe Phönix decken können. Es ist eine riesige Aufgabe, so viele Tiere mit Futter zu versorgen - immerhin sind es einige tausend Hunde und Katzen - wir haben uns aber schon vor vielen Jahren dieser Aufgabe gestellt und versuchen auch weiterhin sie zu meistern. Die Lage in Spanien ist schon seit längerer Zeit gelinde gesagt katastrophal, die schreckliche Flut im Herbst 2019 und jetzt Corona haben ihr Übriges dazu getan. Alleine könnten wir eine solche Situation nicht mehr meistern und so sind wir wirklich froh und dankbar, dass der Tierschutz-Shop uns und 8 weitere Tierschutz-Organisationen tatkräftig unterstützt. Wir brauchen jeden Krümel Futter und dazu natürlich auch noch Bandagen, Unterlagen, Desinfektionsmittel, Hundehütten und Körbchen usw. Unsere Wunschliste ist recht umfangreich. Natürlich wissen wir auch, dass viele Tierfreunde selbst einige Tiere zu versorgen haben und deshalb bitten wir auch um Kleinspenden. Unsere Wunschliste beinhaltet Futter, das schon für unter einem Euro erworben werden kann. Der Tierschutz-Shop ist neuerdings gemeinnützig, dadurch hat sich eine tolle Partnerschaft ergeben und so fallen nun keine Frachtanteile für das von euch gespendete Futter mehr an. Bitte seht euch unsere Wunschliste mal an und überlegt, ob ihr den Tieren, die es nicht so gut getroffen haben wie eure, etwas Gutes tun wollt.

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Wir bedanken uns auf jeden Fall schon jetzt für eure Aufmerksamkeit, Hilfe und Tierliebe!

Edith und Uwe
für das ganze Team der
Tierhilfe Phönix e.V.

 

26.05.2020

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Ich bin eine ca. 1 Jahr alte und wunderschön getigerte Katzendame. Mein Name ist 'Schnecke' und ich suche ein endgültiges Zuhause! Die Tierhilfe Phönix hat mich aufgenommen und nun lebe ich bei einer Pflegestelle in der Nähe von Kirchheimbolanden, dort kann ich jederzeit nach Voranmeldung besucht werden.

Natürlich besitze ich mittlerweile einen Impfpass, bin getestet und kastriert. Damit ich nicht nochmal verloren gehe, habe ich auch einen Chip bekommen. Ich bin ein Hauskätzchen, mag andere Katzen und bin unkompliziert.

Ich freue mich auf mein neues Zuhause!

Bitte unter 0160-95576278 für mich anrufen!

Tierhilfe Phönix e.V.
kontakt@tierhilfe-phoenix.de

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25.05.2020

Die kleine Rose hat einen Pflegeplatz gefunden, sie wird bei Renate und Gabi unterkommen. Koral darf zu Sandra und hat dort genauso wie Rose Spielgefährten, die ihr das neue Leben in Deutschland erklären werden. Wir freuen uns sehr, dass wir die beiden Nasen so schnell unterbringen konnten und hoffen nun, dass auch Korals Babies, die wahrscheinlich 2 - 3 Wochen nach der Mama ausreisen werden, ebenfalls Pflegefamilien finden.

Ich möchte euch, auch wegen der Nasen- und Mundbedeckungen, die wir ins Sortiment aufgenommen haben, nochmal auf den Phönix-Shop hinweisen. Im Shop werden fast ausschließlich Dinge verkauft, die von unseren Mitgliedern in Handarbeit hergestellt wurden. Der gesamte Erlös geht zu 100 % in den Tierschutz, das bedeutet, dass ihr beim Kauf schon für den Tierschutz gespendet habt! Das ist doch eine tolle Idee, die, so meine ich jedenfalls, Unterstützung verdient hat.

Wir haben im Shop wunderschöne Liegekissen für unsere Lieblinge, Spielzeug, Körbchen, gesiedete und besonders hautverträgliche Seifen, Outdoor-Decken und natürlich ist auch für uns Hundehalter etwas dabei. Unsere Mitglieder nadeln auch für den Tierschutz und so haben wir tolle selbstgestrickte Socken für lange Spaziergänge in den kälteren Monaten des Jahres und seit einigen Tagen sogar kleine Babysöckchen für den menschlichen Nachwuchs unserer Hundehalter. :) Bitte nehmt euch mal die Zeit und stöbert im neugestalteten Phönix-Shop herum. Jeder Kauf ist ein Spende, die zu 100 % bei den Tieren ankommt!

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24.05.2020

Wir haben uns entschlossen, eine weitere Hundedame aufzunehmen. Es ist Rose, sie dürfte ein Pinscher-Mix-Mädchen sein, ist reisefertig und wohl knapp ein Jahr alt. Es gibt in Spanien einfach keine Kapazitäten mehr und so wurde Maria gebeten sie aufzunehmen. Was soll man tun, wenn kein Platz mehr frei ist und so werden wir Rose natürlich übernehmen.

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Gestern haben wir uns schon um einen Transportplatz bemüht und so, wie es aussieht, sogar zwei freie Plätze ergattert. Das würde bedeuten, dass wir nun auch die kleine Yorki-Mama Koral aus Spanien holen können. Das Problem dabei ist, dass wir bisher nur einen Pflegeplatz haben. Für Koral fehlt uns ab ca. 12. Juni eine liebevolle Pflegestelle.

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Es ist sehr dringend und deshalb möchte ich alle unsere Pflegestellen ansprechen, bitte meldet euch bei uns, wenn ihr die Kleine aufnehmen könnt. Wir werden im Juni dann auch noch die Welpen von Koral nach Deutschland holen, sie sind dann ca. 5 - 6 Monate alt und reisefertig. Auch für diese drei Nasen brauchen wir noch Pflegeplätze.

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23.05.2020

Seit einigen Jahren gibt es sie bei uns zu kaufen: Mähroboter. Sie erleichtern den Gartenbesitzern das tägliche Leben, für die Gartentiere stellen sie allerdings eine große Gefahr dar. Schwerstverletzte Igel, denen die Nasen, der Kiefer oder die Augen weggemäht wurden, gehören mittlerweile zu den üblichen Patienten von Tierarztpraxen. In freier Wildbahn würden die armen Tierchen ihren Verletzungen durch Fliegen- und Madenbefall innerhalb kürzester Zeit erliegen, werden sie beim Tierarzt abgegeben, haben sie manchmal eine Chance, schwerverstümmelt zu überleben. Die wenigsten können mit solchen Verletzungen wieder ausgewildert werden. Wieviele Stachelritter das Zusammentreffen mit Mährobotern gar nicht überleben, wieviele ganz überrollt und zerhäckselt werden, ist nicht bekannt.

Wer unbedingt einen solchen Mähroboter einsetzen will, darf in, so steht es in der Bedienungsanleitung, nicht unbeaufsichtigt oder im Beisein von Kindern arbeiten lassen. Deshalb lassen die meisten Gartenbesitzer den Mähroboter nachts aus der Station. Dieses Ding richtet dann im Schlafzimmer der nachtaktiven Igel unter den Insekten, Amphibien, Spinnentieren und kleinen Säuger großes Unheil an. Der Preis für den perfekten Rasen ist ein Verlust an Artenvielfalt.

Tatsächlich entziehen Mähroboter dem Igel seine Nahrungsgrundlagen. Ist auf dem Rasen nichts mehr zu erbeuten, ist er gezwungen, längere Wege auf der Suche nach Nahrung zurücklegen, vielleicht gefährliche Straßen zu überqueren und kann sich letztendlich oft nicht genügend Fettreserven für seinen Winterschlaf anfressen. Anstatt sich einen Mähroboter zu kaufen, sollte jeder Gartenbesitzer auf Artenreichtum setzen und auf diese todbringenden elektrischen Helfer verzichten.

Ganz aufschlussreich fand ich, dass Rasenroboter 2014 von der Stiftung Warentest begutachtet wurden und man hierbei feststellte, dass manche über Wäschestücke häckselten, Äpfel überrollten und auch vor Schuhen kein Halt machten. Dass ein kleiner Igel, der sich aus lauter Angst auch noch zusammenrollt, da keine Chance hat, ist nachvollziehbar.

Bei den 8 geprüften Geräten zeigte sich, dass bei der Sicherheit nach wie vor große Mängel bestehen. 2 Mäher sind wegen Sicherheitsmängeln komplett durch den Test gefallen und die anderen wurden in dieser Kategorie nur mit ausreichend bewertet. Die Mähroboter konnten keine Prüfkörperteile erkennen, die unter den Geräterand passen, somit werden natürlich auch keine Igel, Kröten, Eidechsen oder Insekten umfahren, sie werden vielmehr gehäckselt.

Ganz wichtig finde ich in diesem Zusammenhang noch zu erwähnen, dass für unsere kleinen Gartenbewohnen außer Mährobotern natürlich auch Freischneider und Fadenmäher eine enorme Gefahr darstellen. Mit motorisierten Sensen werden Rasenkanten und das Grün unter Büschen und Hecken geschnitten, man überfällt Igel und Co praktisch mitten im Schlafzimmer/Bett. Unglaublich ist, dass die Hersteller es oft nicht einmal für nötig erachten, auf die Gefahren die von ihren Geräte ausgehen, hinzuweisen.

Unser aller Gärten sind zusammengenommen eine riesige, unversiegelte Fläche in unseren Siedlungsgebieten und sie sind oft der einzige Rückzugsort für Tiere wie den Igel. In jedem Jahr sterben tausende von Igeln durch motorisierte Gartengeräte. Die Auswirkungen des Klimawandels und die in der Landwirtschaft üblichen Herbizide und Pestizide tun ihren Teil dazu. Natürlich werden den kleinen Stachlern auch unsere Straßen zum Verhängnis, etwa 500.000 von ihnen werden in jedem Jahr überfahren! Es ist an uns, die netten Tierchen auch für die nächsten Generationen zu erhalten. Igel gehören zu den ältesten Säugetieren der Erde, seine Vorfahren lebten schon, bevor die Dinosaurier ausstarben! Gebt ihnen auch in eurem Garten eine Chance! Als ich noch ein Kind war, lebten sie in reich gegliederten Landschaften mit Hecken, Waldrändern, Auen und Teichen. Heute sind sie Kulturfolger und man findet sie häufig in Grünanlagen und Gärten. Sie ernähren sich von bodenlebenden Wirbellosen, sie essen Regenwürmer, Insekten wie Ohrwürmer, Käfer und Kellerasseln. Selbst Fallobst wird auf der Suche nach Maden und Würmern angefuttert.

In Deutschland gibt es zwei Arten von Igeln. Am weitesten verbreitet ist der Braunbrustigel (Erinaceus europaeus). Der seltene Nördliche Weißbrustigel (Erinaceus roumanicus) kommt nur in wenigen Randgebieten Ostdeutschlands vor. Ich habe ihn noch nie gesehen.

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Ich habe überlegt, ob ich euch ein Bild eines verletzten Igels zeigen soll, bin aber zu der Überzeugung gelangt, dass sich jeder die oben beschriebenen schrecklichen Verstümmelungen, die Mähroboter und Co. unseren kleinen Stachelrittern zufügen, vorstellen kann. Deshalb gibt es heute ein Foto von einem gesunden, properen Igel. Ich hoffe, dass die armen Kerlchen unsere Zivilisation überleben... bei den Sauriern haben sie es geschafft!

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21.05.2020

Da wir in den letzten Wochen daheim bleiben mussten, hat sich (hauptsächlich) Uwe's Energie in den Garten verlagert. Ich habe heute mal Fotos gemacht, es ist wirklich ein kleines Paradies geworden. Noch ist nicht alles fertig, aber ich finde es schon wunderschön. Die Idee mit den Hanging Baskets habe ich aus Schottland mitgebracht, dort sieht man diese immer herrlich bunt bepflanzten Schalen an jedem Haus und in jedem Garten. Einen englischen Rasen werden wir natürlich nie haben, aber darum geht es uns auch gar nicht. Unsere Hunde fühlen sich auf dem Grün sehr wohl und ab und zu buddeln sie auch mal ein Loch. Ronnie hat sich schon mal fast bis zum Mittelpunkt der Erde vorgegraben und den Einstieg über mein Lilienbeet genommen. Nun denn, der Schaden ist beseitigt und die Mäuse, die ihm unterwegs begegnet sind, auch.

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Wie ihr auf den Fotos sehen könnt, haben wir Hochbeete. Für Rüdenbesitzer, die gerne Salat, Erdbeeren und Kräuter ernten wollen, ist das eine wirklich großartige Sache. Uwe hat die Beete ganz professionell aufgeschichtet und natürlich auch Pferdemist eingebracht. Die Erde war dadurch anfänglich ganz warm und wir ernten nun seit ca. drei Wochen gigantische Salate, unser Schnittlauch ist so dick wie Schalotten und auch die Tomatenpflanzen lassen auf eine fette Ernte hoffen.

Da mein geplanter Urlaub ausfällt (ich wollte eigentlich in zwei Tagen nach Schottland fliegen), werden wir unsere Zeit nun weiterhin im Garten verbringen. Urlaub auf Balkonien - wahrscheinlich geht es fast allen jetzt so wie uns. Machen wir das Beste draus und freuen wir uns über das eingesparte CO2.

Ich hatte vor einigen Tagen schon darüber berichtet, dass wir ein ca. 1 Jahr altes Katzen-Mädchen zu vermitteln haben. Die Kleine heißt 'Schnecke' und ist getigert, die Pflegemutter hat sie im Haus gehalten und so ist sie eine zufriedene Hauskatze geworden. Schnecke ist jetzt kastriert, geimpft, getestet und natürlich gechipt. Es ist Zeit für ein endgültiges Zuhause und so hoffen wir, dass die Kleine bald umziehen darf. Wer ein liebes Katzenmädchen sucht, kann sich gerne bei uns melden!

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18.05.2020

Die Spenden, die wir in den Wintermonaten von euch gebracht bekommen und bei uns gesammelt haben, sind heute auf 2 großen Paletten nach Spanien gereist. Wir möchten uns nochmal ganz herzlich bei allen Spendern bedanken!

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In einigen Tagen beginnt die neue Spendenaktion des Tierschutz-Shops. Wir sind mit dabei und natürlich sind wir schon ganz aufgeregt. Mit etwas Glück schaffen wir es, mit der Hilfe vieler tierlieber Spender das Futter für die Sommermonate zusammen zu bekommen. Corona hat allen Tierschutzvereinen massiv zugesetzt. In Spanien war der Lockdown um einiges heftiger als bei uns und so konnten die freiwilligen, ehrenamtlichen Helfer nicht mehr zu den Tieren. Ein großes Tierheim mit über 300 Hunden und vielen Katzen mit einer oder zwei Halbtagskräften zu betreiben, ist schlichtweg nicht möglich. Ich hatte euch ja schon davon berichtet und gehofft, dass die Stadt wenigstens die schon so lange überfälligen Löhne bezahlen würde. Es ist ein frommer Wunsch geblieben und so arbeiten die Tierschützer weiterhin ohne Gehalt. Das Tierheim wartet jetzt seit fast 17 Monaten auf die Erfüllung des mit der Stadt geschlossenen Vertrages. Auch hier gab es bisher trotz ständiger Zusagen keine finanzielle Unterstützung. Wären eure Spenden nicht gewesen, hätte die Protectora schon längst die Flügel gestreckt. Ohne dieses Tierheim und das komplette Netzwerk, welches die anderen kleinen Organisationen und auch die privaten Tierschützer trägt, gäbe es dort eine mittlere Katastrophe.

Über viele Jahre haben wir versucht, die Tierschutzvereine auf ein gesundes Fundament zu stellen und wir haben zusammen viel erreicht. Tatsächlich aber kann niemand etwas für eine Flut, wie wir sie im letzten September erleben mussten und auch Corona war nicht vorhersehbar. Hier in Deutschland springt unser Staat mit Hilfsprogrammen ein, in Spanien gibt es so etwas nicht. Hier leiden die Menschen und wer selbst nicht mehr weiter weiß, den interessieren die Tiere schon gar nicht mehr.

So schlimm es klingt, hätten wir die Flut in 2019 nicht gehabt, wären die Tiere in der Protectora schon längst tot. Das restliche eingelagerte Futter wurde gestreckt und musste nun über die Corona-Krise reichen. Die Lager sind nun absolut leer und wir hoffen, dass wir mit den Spenden, die wir heute verschicken konnten sowie dem Futter, das noch auf unserer Wunschliste des Tierschutz-Shops stand, die schlimmste Not lindern können.

Es ist schlimm mitanzusehen, wie die Arbeit von vielen Jahren durch den Klimawandel und ein Virus zunichte gemacht wird. Noch viel schlimmer ist es allerdings, mitanzusehen wie Tiere sterben. Wir versuchen also nun erstmal, die Tiere in dem Gebiet am Leben zu erhalten und kümmern uns dann wieder um die Gebäude, Zwinger, Quarantänestationen, Reparaturen usw...

 

08.05.2020

Nun ist es geschafft und der Phönix-Shop ist endlich wieder online. Ab jetzt könnt ihr coole Mund-Nasen-Bedeckungen und wieder alles Mögliche rund um Hund und Herrchen + Frauchen bestellen. Schaut einfach mal rein und denkt daran, dass alle Einnahmen zu 100 % dem Tierschutz zugute kommen! Euer Einkauf ist also gleichzeitig eine Spende für die Tiere, die es nicht so gut getroffen haben wie eure Goldstücke!

Für Lolon hat nun eine neue Zeitrechnung angefangen. Er hat endlich eine eigene Familie und bisher läuft alles ganz super. Wir denken, dass er im letzten Jahr genug gelernt hat und nun erwachsen genug für eine Vermittlung war. Bisher läuft alles super und wir denken, dass er sich schon recht gut eingelebt hat. Wir freuen uns sehr für ihn und natürlich auch für seine neue Familie!

Vor einigen Wochen haben wir eine kleine herrenlose Katzendame gebracht bekommen. Sie ist ca. 1 Jahr alt und mittlerweile gechipt, geimpft und kastriert. Die Pflegemutter hat sie 'Schnecke' getauft und jetzt steht sie zur Vermittlung.

Wer sich für das hübsche und absolut pflegeleichte Hauskätzchen interessiert, kann sich jederzeit gerne bei uns melden.

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08.05.2020

Nachdem wir nun angekündigt hatten, dass unsere Wunschliste beim Tierschutz-Shop abgeschlossen wird, hat sie nun den Status 'in Arbeit' bekommen. Natürlich kann man weiterhin ganz normal spenden, die Sachen werden dann auf die Wunschliste übernommen, mit der wir an der neuen Spendenaktion teilnehmen. Wir werden unserer Wunschliste noch einige andere Sachen, wie zum Beispiel Wundsprays, Bandagen usw. hinzufügen und hoffen dann auf rege Beteilignung an der für die Tierheime so wichtigen Aktion.

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Für Lolon hat sich heute eine Interessentin gemeldet, sie hat den Burschen auch schon besucht und heute abend wird Uwe den Besuch erwidern. Wir würden uns riesig freuen, wenn Lolli ein tolles Zuhause bekäme, der Bub hat es so sehr verdient. Lolon wäre so gerne ein Einzelhund, bei uns muss er grundsätzlich teilen und alleine schon deshalb wäre es super, wenn er die 'Prinzenstelle' antreten dürfte. Wir drücken auf jeden Fall schon mal ganz feste die Daumen!

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Mickey geht es von Tag zu Tag besser, er bekommt jetzt keine Schmerzmittel mehr und bleibt trotzdem gut gelaunt und fröhlich. Wir gehen im Augenblick davon aus, dass er nicht nochmal operiert werden muss. Täglich bekommt er seine Magnetfeld-Therapie und die scheint ihm tatsächlich gut zu tun.

 

04.05.2020

Wir haben eine wirklich ganz großartige Überraschung für euch! Seit heute steht es fest, dass wir an der nächsten Spendenaktion des Tierschutz-Shops teilnehmen dürfen. Die von uns betreuten spanischen Protectoras können damit wieder auf Futter hoffen und haben eine Chance, die durch Corona entstandenen Probleme in den Griff zu bekommen. Wir freuen uns wie verrückt und sagen wieder einmal DANKE an den Tierschutz-Shop für diese großartige Möglichkeit und natürlich auch jetzt schon an alle Spender, die uns über unsere Wunschliste unterstützen werden. Die Aktion geht vom 28. Mai bis 09. Juli 2020. Das Ziel der Aktion des Tierschutz-Shops ist es, einen ganzen LKW voll mit Futter an jede teilnehmende Tierschutz-Organisation weitergeben zu können. Tierfreund*innen können während der Spendenaktion über die Wunschlisten aller an der Aktion beteiligten Vereine Futter spenden. Jede Organisation bekommt so viel Kilogramm Futter, wie aus ihrer Wunschliste gespendet wird. Zusätzlich wird Futter über die Gemeinschaftswunschliste gesammelt. Die Futterspenden aus dieser Gemeinschaftswunschliste werden unter allen teilnehmenden Tierschutz-Organisationen gleichmäßig aufgeteilt.

Die Wunschliste mit dem Futter, das in den letzten Monaten für die Tierhilfe Phönix gespendet wurde, wird in den nächsten Tagen geschlossen. Die Futter-Paletten werden dann umgehend nach Spanien verschickt. Dort wartet man schon sehnsüchtig darauf! Ab 28. Mai beginnt dann die neue Aktion mit einer genau auf die jetztige Corona-Situation zugeschnittenen Wunschliste. Wir bitten euch ganz herzlich, uns und damit die Protectoras mit ihren vielen hungrigen Nasen auch weiterhin zu unterstützen. Euer gespendetes Futter, die Hundehütten, Verbandstoffe usw. kommen zu 100 % bei den bedürftigen Tieren an.

Da der Corona-Virus die ganze Welt in Atem hält und die Tiere natürlich ganz furchtbar darunter leiden, sind wir für jede Spende dankbar. In den letzten Tagen sind Geld- und Futterspenden eingegangen, für die wir uns ganz herzlich bedanken möchten bei: Tina K., Robert und Angelika J., Verena G., Volker und Andrea K., Tatjana Sch., Sabine M., Gabriele D., Lieselotte E., Nicole A.-O. Danke für eure Hilfe!

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Vor einigen Tagen bekamen wir von Moni und Martina einen ganz tollen Bericht über die Vermittlung ihrer 'Afrodite'. Die Nase haben wir von den Azoren geholt und wenn man weiß, wo die Azoren liegen, dann kann man sich denken, dass das alles nicht so einfach war... :)

"Im April 2019 mussten wir unsere ältere Hündin Ophelia wegen eines Lungentumors einschläfern lassen. Unsere jüngere Hündin Marla, die sich sehr rührend um ihr krankes Rudelmitglied gekümmert hat, trauerte sehr, bishin zur Verweigerung des Fressens. Schnell war uns klar, dass wir wieder einen zweiten Hund möchten, auch um unsere eigene Trauer zu bewältigen.

Doch es sollte auch nicht ein schneller Ersatz für unsere Ophelia sein. Das Herz musste schon mitsprechen. Wir haben immer wieder mal im Internet auf der Seite von unserer Tierhilfe Phönix geschaut, von der wir auch unsere Marla vermittelt bekommen hatten. Dann fiel uns Afrodite auf, die wir ganz süß fanden.

Da wir nicht wussten, ob unsere Marla eine andere Hündin akzeptieren würde, boten wir uns zunächst als Pflegestelle, mit der Option der Übernahme, an. Mit der Ausreise gab es dann einige Probleme und der Termin wurde mehrmals verschoben, wir hatten fast schon ein bisschen den Mut verloren. (Anmerkung: Es gab massive Probleme mit den Ausreisepapieren, die portugiesischen Amtsveterinäre, die vorher problemlos alle vorgelegten Dokumente anerkannten, hatten nun plötzlich "neue Bestimmungen", mit denen sie sich wohl selbst noch nicht so recht auskannten. Leider ist es uns deshalb bis heute nicht möglich, Hunde von Dania nach Deutschland einzuführen.)

Auf einer kleinen Urlaubsreise erreichte uns dann die gute Nachricht, Afrodite könnte am 15. Mai 2019 ausfliegen. Wir waren ganz aufgeregt. Die Ankunft am Flughafen in Frankfurt sollte sehr spät, gegen Mitternacht, sein. Zudem hatte Edith und Uwe privat einen sehr kranken Hund und konnten Afrodite nicht mit zu sich nach Hause nehmen. Also haben wir uns gegen 0 Uhr (nachts) im Feld getroffen. Ein kleiner wilder Wicht, der zusammen mit Afrodite ausgeflogen war, war auch noch dabei, seinen Namen weiß ich nicht mehr. Wir waren ganz erstaunt, wie klein Afrodite war, wir hatten sie uns größer vorgestellt. Afrodite war zuerst sehr ängstlich und wollte trotz längerm Spaziergang kein Pipi machen. Das sorgte uns schon, denn sie hatte ja einen langen Flug hinter sich und konnte ihr Geschäft lange Zeit nicht machen.

Wir sind dann alle zu uns nach Hause gelaufen und haben die Hunde im Hof ohne Leinen zusammengeführt. Mitten in der Nacht ist so etwas für die Nachbarn nicht gerade eine Freude, zumal die Hunde nicht gerade leise waren. Afrodite hat sich dann irgendwann in die hinterste Ecke unseres Badeszimmers zurückgezogen und ist dort auf dem Teppich eingeschlafen. Sie war sehr erschöpft von ihrer Zeit auf den Azoren, der anschließenden langen Flugreise und sie wollte (eingehüllt in warme Wolldecken) erstmal nur schlafen. Marla und sie haben sich dann am nächsten Morgen nochmal ganz deutlich gesagt, dass sie wenig von unserer Idee eines Zweithundes hielten und so begann Afrodites Leben in Deutschland ganz schön holprig.

Afrodite, die jetzt Elena heißt, war natürlich nicht stubenrein. Bis zu 3 Häufchen am Tag gingen in die Wohnung, den Wohnzimmerteppich benutzte sie regelmäßig zum Pipi machen. Wir haben uns dann Rat geholt bei unserer Tierhilfe Phönix. Nachts schlief ich daraufhin in der Nähe des Körbchens und sobald Elena unruhig wurde, ging es in den Hof. Nach ungefähr 10 Tagen hat es endlich funktioniert. Man darf nicht vergessen, dass Hunde, die noch nie in einer Familie gelebt haben, auch das erstmal erlernen müssen. Für uns alle waren die ersten Tage eine anstrengende Zeit. Aber Elena ist so eine liebe und anhängliche Hündin und es macht Freude ihre Entwicklung zu beobachten. Anfänglich zeigte sie kaum größere Emotionen, reagierte sogar verstört auf Spielaufforderungen von Marla. Oft schnappte sie aus Eifersucht nach Marla, wenn diese Streicheleinheiten erhielt. Das hat sich alles gegeben. Elena wackelt jetzt ganz heftig mit dem Schwänzchen, wenn sie merkt, dass wir spazieren gehen, oder sich die Schublade mit den Leckerlis öffnet! :) Das Verhältnis zu Marla wurde immer besser, sie leben zusammen, sausen durch das Haus und schauen sich gegenseitig Verhaltensweisen ab, leider nicht nur die guten. Als "best friends" würde ich sie noch nicht bezeichnen, aber ein kleines Team sind sie schon.

Ich glaube, was Elena wirklich vermisst, ist die Wärme. Sie friert schnell und möchte bei Kälte nicht nach draußen. Sie hat in Deutschland ihren ersten Schnee erlebt und fand das ganz interessant. Ich habe ihr für die kalten Tage einen Wollpullover genäht, den sie gerne trägt. Am Abend wird sie im Körbchen zugedeckt und grunzt dabei zufrieden, wie ein kleines Ferkelchen. Marla hat sich das abgeschaut und möchte jetzt nachts auch unter der Wolldecke liegen. Wir freuen uns alle auf den Frühling und wärmere Tage. Dann können die Hundedamen wieder im Hof, in der Sonne, liegen.

Das ist der aktuelle Stand in der Geschichte von Afrodite-Elena. Natürlich haben wir sie schon längst adoptiert und sind keine Pflegestelle mehr. Vielen Dank auch an Corinna und Ihren Mann, die viel Vorarbeit geleistet haben, indem sie sich um die Hunde im Tierheim auf den Azoren gekümmert haben und ihre Sozialisation gefördert haben. Danke auch für die Informationen zu Elenas Vorgeschichte, bis hin zu Familienfotos von den Geschwistern. Das alles hilft, um so ein Tier besser zu verstehen."

Wir haben uns über den Brief der neuen Familie von Elena sehr gefreut, er beschreibt auch, dass nicht alles immer reibungslos funktioniert. So etwas kann an den ausländischen Behörden, an Fluggesellschaften, den Flugzeiten oder auch an den Hunden selbst liegen, wir haben immer gedacht, dass wir schon alles erlebt haben und trotzdem kamen immer wieder Dinge auf uns zu, mit denen wir nicht gerechnet hatten. Gerade wenn die Hunde von weit her kommen, die Azoren liegen mitten im Atlantik etwa 1700 km vom portugiesischen Festland entfernt, sind Probleme vorprogrammiert. So wie wir das bisher erlebt haben, scheint man Gesetze dort oft anders auszulegen, als es im restlichen Europa der Fall ist.

Diskutieren hat uns da nicht weitergebracht, tatsächlich muss man oft warten, bis jemand anderes auf dem Stuhl sitzt und dann nochmal von vorne anfangen. Wir hatten allerdings auch in Deutschland schon ganz unerwartete Probleme. Nachdem zum Beispiel die Fluggesellschaft plötzlich die Impfpässe, mit denen die Hunde auf den Azoren eingecheckt hatten, nicht mehr finden konnte. Die Hunde dürfen dann aus der Animal Lounge des Ankunft-Flughafens erst gar nicht mehr abgeholt werden. Wir mussten stundenlang warten, bis die türkischen Flight Agents, die den Flug betreuten, endlich bestätigten, dass unsere Hunde ordnungsgemäß gecheckt und nach Deutschland eingereist waren. Die Pässe blieben allerdings verschwunden und bei telefonischen Nachfragen der Animal Lounge erkannte man wohl die Nummer der unbequemen Kollegen und nahm einfach den Höhrer nicht mehr ab. Wir haben unsere Hunde letztendlich bekommen, allerdings tauchten die Pässe erst ca. 2 Wochen später wieder auf. Natürlich schickte man sie uns nicht zu, nein, wir mussten nochmal an den Frankfurter Flughafen fahren und sie persönlich abholen - Gebühren sind natürlich trotzdem zu bezahlen!

Als Elena in Deutschland ankam, hatten wir selbst einen schwerkranken Hund daheim und mussten die Maus mitten in der Nacht direkt zu ihrer Pflegestelle bringen, so etwas war uns vorher auch noch nie passiert, denn normalerweise werden die Hunde natürlich nicht zu nachtschlafender Zeit übergeben. Für Elena war das alles sehr stressig, sie war müde und wollte ihre Ruhe haben und wir brachten sie zu einer Familie, die sie nicht kannte, zu einem Hund, an dem sie kein Interesse hatte und der keinesfalls von ihr begeistert war. Ein Leben im Haus kannte sie nicht und die für uns normalen Geräusche haben sie sicherlich zusätzlich erschreckt. Sie hat Zeit gebraucht, um richtig anzukommen und Vertrauen zu fassen. Wir wussten allerdings auch, wem wir sie gegeben hatten und da schon einmal einer unserer Hunde in dieser Familie glücklich geworden ist, hatten wir große Hoffnung, dass es auch mit Elena klappen würde.

Es ist immer eine aufregende und auch anstrengende Geschichte, ein neues Familienmitglied aufzunehmen. Manchmal kennen die Hunde die Abläufe im Haus schon, viele sind sogar stubenrein, andere haben Angst, sind verunsichert und brauchen Zeit, um sich an das neue Umfeld zu gewöhnen. Wer Tiere liebt, versucht sie zu verstehen und gibt ihnen natürlich auch genügend Zeit und Raum, um sich einzuleben. Für Elena und ihre neue Familie gab es ein Happy End. Besonders schön finden wir, dass wir den Kontakt zwischen der Familie, die Elena auf den Azoren betreute und ihrer neuen Familie herstellen konnten. Man tauscht sich bis heute aus und so sehen auch die Azorianer, was aus ihren Schützlingen geworden ist und die deutsche Familie hat so erfahren wie Elena früher gelebt hat. Heute sind alle glücklich - auch Elena - und so soll es ja auch sein!

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01.05.2020

Wir möchten uns ganz herzlich bei Monika W., Peggy S. und Corinna W. für die Futterspenden beim Tierschutz-Shop bedanken! Jedes Kilogramm Futter zählt und rettet Leben! Ohne eure Hilfe schaffen wir es nicht, bitte seht euch unsere Wunschliste mal ganz in Ruhe an, es ist für jeden Geldbeutel etwas dabei und da nun auch kein Versandanteil mehr anfällt, sind selbst Spenden unter einem Euro möglich.

Uwe arbeitet seit Tagen an der Web-Site des Phönix-Shops. Da unser Vertrag erneuert wurde, konnte die alte Ansicht des Shops nicht mehr erhalten bleiben. Alles wieder so hinzubekommen wie es ursprünglich gedacht war, ist gar nicht so einfach. Wir hoffen, dass der Shop in den nächsten Tagen wieder erreichbar sein wird und ihr euch vielleicht auch dort einmal umsehen wollt. Alles, was über den Shop erwirtschaftet wird, geht zu 100 % in denTierschutz. Ab nächster Woche werden über den Phönix-Shop auch wunderschöne Mund- und Nasenbedeckungen angeboten. Wir werden euch dann über das Tagebuch der Tierhilfe Phönix einige Beispiele zeigen. Lasst euch überraschen!

Mickey bekommt nun seit einiger Zeit Medikamente, die ihm mit seinem Bandscheibenvorfall schmerzfrei halten sollen. Gleichzeitig nutzen wir ein Magnetfeldgerät und stellen fest, dass er die Behandlungen sehr genießt. Die positive Wirkung der pulsierenden Magnetfelder bei Schmerzzuständen ist seit vielen Jahren bekannt, Magnetfeldgeräte gibt es mittlerweile seit weit über 40 Jahren. Tatsächlich ist es ganz erstaunlich mit anzusehen, wie Mickey, sobald das Gerät angeschaltet ist, relaxt und sich ganz entspannt hinlegt. Ich bin absolut sicher, dass er die Behandlung toll findet. Wer sich für dieses Thema interessiert, findet hier weitere Infos dazu.

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29.04.2020

Gestern erreichte uns die traurige Nachricht, dass Michi's Valentino sie ganz unerwartet verlassen hat. Die beiden waren über viele Jahre ein Dream Team und es schmerzt auch uns sehr, Michi nun alleine zu wissen. Valentino war ein toller Begleiter, der vom ersten Tag an Frauchens Herz in Besitz genommen hatte. Wir hatten ihn ihr vermittelt und genau gewusst, dass es keinen anderen Menschen für Valentino geben würde. So war es bis zu seinem letzten Atemzug.

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Es ist immer schrecklich, eine Nase gehen lassen zu müssen und selbst, wenn es nicht der erste Hund ist, von dem man sich verabschiedet, es wird niemals leichter. Jeder, der einen Platz in unserem Herzen hatte, hinterlässt eine schmerzende Lücke, wenn er uns verlässt und es dauert furchtbar lang, bis diese vernarbt. Viele Narben auf unsere Seele haben Namen und manche treiben uns noch nach Jahrzehnten die Tränen in die Augen.

Wenn ich in Spanien oder Portugal durch die Tierheime und Tötungen gegangen bin und unsere Glückspilze ausgesucht habe, wusste ich immer, dass ich nicht alle retten kann. Ich musste Hunde zurücklassen, deren flehende Gesichter ich nie vergessen habe. Umso älter ich geworden bin, desto mehr Narben hat meine Seele bekommen und heute habe ich Angst vor der Entscheidung, die ich an jedem Zwinger fällen muss. Wir konnten und können niemals alle Hunde retten und deshalb haben wir uns entschieden, nur noch in Ausnahmefällen Hunde nach Deutschland zu holen, dafür aber die Grundvoraussetzungen ihres Überlebens in Spanien und Portugal zu verbessern. Wir versorgen deshalb Tierheime mit Futter, medizinischen Produkten, Hundehütten und natürlich auch mit finanziellen Hilfen, die zur Renovierung, Erweiterung von Anlagen und auch zu Neuanschaffungen von Geräten genutzt werden.

In den letzten Monaten sind unglaubliche 150 Tonnen an Hilfsgütern alleine nach Spanien gegangen, es wurden tausende Euros für Aufbauhilfen nach der großen Flut verwendet und es blieb sogar noch etwas Platz im Budget für eine Spende, die in ein ungarisches Tierheim ging. Wir haben euch viele Bilder gezeigt, denn es ist uns unglaublich wichtig, dass ihr sehen könnt, was mit euren Spenden passiert. Zusammen mit dem Tierschutz-Shop konnten wir so viel Futter in die von den schrecklichen Fluten geplagte Region bringen, dass die Tierschutz-Kollegen bis jetzt noch davon profitieren.

Durch Corona ist die Situation nun leider noch katastrophaler geworden, als sie im September 2019 war. Damals hatte das Wasser alle sowieso schon spärlichen Futtervorräte weggeschwemmt, ungezählte Tiere ertranken in den Fluten und die, die überlebten, hatten alles verloren. Es gab keine Hütten mehr, kein Futter, keine medizinische Versorgung, z. T. waren ganze Tierheime Opfer der Fluten geworden und einfach unterspült oder unter dem Druck des Wassers zusammengebrochen. Durch eure Spenden, von denen ein Großteil als Futter über den Tierschutz-Shop einging, waren wir in der Lage, die Tiere einer ganzen Region zu ernähren und auch den Wiederaufbau der Tierheime massiv zu unterstützen. Natürlich wird es noch lange dauern, den ehemaligen Status wieder zu erreichen, aber innerhalb weniger Monate ist so wahnsinnig viel erreicht worden, dass wir heute tatsächlich wieder ein funktionierendes System haben - wäre da nicht Corona. Dieses Virus hat nun noch einmal alles auf den Kopf gestellt. In Spanien gibt es eine Ausgangssperre und nur wer einen Arbeitsvertrag vorweisen kann, darf sich auf der Straße zu seinem Arbeitsplatz bewegen. Ansonsten sind nur einmal in der Woche Einkäufe erlaubt und wer ohne Einkaufszettel erwischt wird, zahlt 600 € Strafe. Es gibt kein Arbeitslosengeld, wie wir es hier kennen und es gibt keine Wiederaufbaukredite, die Menschen sind völlig verzweifelt und entledigen sich oft genug jeder nicht unbedingt notwendigen Verpflichtung. Haustiere werden ausgesetzt und landen mittlerweile auch nicht mehr in den seit Wochen komplett überfüllten Tierheimen, nein, sie sterben in der Tötung.

Natürlich würden wir jetzt gerne wieder Hunde aufnehmen, allerdings bekommen wir sie nicht nach Deutschland. Transporte sind bei den Ausgangssperren leider nicht möglich. Trotzdem haben wir eine kleine Hündin und ihre drei Babies zugesagt. Sie kann zwar jetzt noch nicht kastriert werden, aber sobald die Ausgangssperre gelockert wird, hat sie einen Termin beim Tierarzt. Sie befindet sich mit ihrem Nachwuchs zur Zeit auf einer privaten Pflegestelle und dafür sind wir sehr dankbar.

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Um den Tieren in den Protectoras, in den privaten Auffanglagern, den Pflegestellen und natürlich auch den Katzen an den Futterstellen usw. zu helfen, brauchen wir jede Menge Futter. Unsere spanischen Tierschutz-Kollegen sind zur Zeit nicht in der Lage, sich selbst zu helfen. Die Tierheime, die oft genug fast nur mit freiwilligen und unbezahlten Helfern funktionieren, haben jetzt nur noch Notbesetzungen - eben die Mitarbeiter, die einen Arbeitsvertrag haben, andere dürfen das Haus ja nicht verlassen. Mit einer oder zwei Halbtagskräften ist es nicht möglich, 350 Hunde und ungezählte Katzen zu versorgen. Dass die Mitarbeiter seit 6 Monaten keinen Lohn bekommen haben, macht die Sache nicht besser. Wir hoffen, dass wir die Chance bekommen, über den Tierschutz-Shop an einer Aktion teilnehmen zu dürfen und so vielleicht Futter für die Region zu bekommen. Im Gegensatz zu anderen Tierschutzorganisationen versorgen wir ja nicht nur ein Tierheim, sondern nutzen die Protectora Villena auch als Lager und zur Verteilung von Spenden für alle anderen notleidenden Tierheime in der weiteren Umgebung. Jede Organisation, die dringend Hilfe braucht, kann sich an uns wenden und wenn wir Hilfsgüter haben, werde diese auch verteilt. Ich kann nur hoffen, dass wir mit eurer Hilfe auch weiterhin in der Lage sein werden, notleidende Tiere zu unterstützen oder ihnen vielleicht sogar das Leben retten können.

Da wir auch selbst durch das Corona-Virus massiv eingeschränkt sind, keine Feste veranstalten können und auch keine Märkte mehr buchen konnten, kommt kein Geld mehr in die Kasse. Um etwas Sinnvolles für die Allgemeinheit zu produzieren, was vielleicht auch gleichzeitig etwas Geld in unsere Tierschutzkasse spülen könnte, dachten wir daran, 'Corona-Masken' herzustellen. Leider kann ich selbst nicht nähen und so hoffe ich, dass einige unserer Leser unsere Idee vielleicht aufgreifen und uns mit selbstgenähten Masken unterstützen. Wer Interesse hat, kann mich jederzeit anrufen/anschreiben, wir freuen uns über jede helfende Hand. Die Kosten für das Material werden wir natürlich erstatten!

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28.04.2020

Wie ich schon vor einigen Tagen geschrieben habe, spitzt sich die Situation in Villena immer mehr zu. Nachdem ich als Vorsitzende der Tierhilfe Phönix einen Brief an den Bürgermeister von Villena geschrieben habe, möchte ich euch nun bitten, der ganzen Sache etwas mehr Druck zu verleihen. Ich habe deshalb nochmal ein Schreiben aufgesetzt, dass ihr um den Namen eures Hundes sowie eure Unterschrift ergänzen könnt. Bitte schickt es als Email an die Protectora Villena: info@protectoravillena.com, sie werden es an den Bürgermeister weiterleiten. Ihr könnt es diesem natürlich auch selbst an folgende Email schicken: alcaldia@villena.es

Natürlich sammeln wir in dieser Notsituation wieder Futterspenden über unsere Wunschliste beim Tierschutz-Shop:

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Wir bedanken uns ganz herzlich für Geld- und Futterspenden bei Renate B., Beate L., Stefan K., Natalie F. und Gisela S.-H. und hoffen, dass Corona nicht das Ende vieler Tierheime und damit den Tod der Tiere in Spanien bedeuten wird.

Bitte schickt den Brief an den Bürgermeister von Villena und zeigt damit, dass wir nicht gewillt sind mitanzusehen, wie Tiere, die unter seinem Schutz stehen sollten, langsam verhungern und Mitarbeiter, die von der Stadt eingestellt wurden, seit 6 Monaten kein Geld gesehen haben. Wenn viele Briefe bei ihm eingehen, wird er sicherlich reagieren. Ich danke euch für eure Hilfe!

Dear Mr. Fulgencio José Certán Barceló, Alcalde of Villena,

I am the owner of a spanish dog, we got it from Tierhilfe Phönix e.V. and now it is a beloved member of our family. Tierhilfe Phönix is a german non-profit organisation helping other animal rights groups in Spain and Portugal/Azores. Our dog came from the shelter in Villena. ***Name eures Hundes*** was desexed, two times vaccinated, chiped, tested and is really incredible. Tierhilfe Phönix e.V. is always informing us about everything they do, their work is transparent and they keep us up to date. So we heard that the shelter in Villena is looking for help, the workers would not be paid since months and there would not be any financial help from the town hall. We know that Corona is making big problems to every country and we can understand that you must be on a budget, but for us it is not imaginable that animals which are under your protection will be financially unsupported. We hope that the shelter in Villena will survive, all the assistants were always motivated and did a great and cordial job. We are sure that you will be able to grant support to the assistants and the animals. We think that society can be judged by the way it treats its animals. As holidaymakers, we like to be guests in Spain, but we cannot bear that animals starve.

Please help the animal shelter in Villena!

Best regards

***Dein Name***

 

24.04.2020

Leider mussten wir heute mit unserem Mickey wieder einmal in die Klinik. Unser Vedacht hat sich bestätigt, der Bub hat einen akuten Bandscheibenvorfall, bei dem einiges an Bandscheibenmaterial ausgetreten ist. Cauda-Equina-Syndrom oder Hansen-Typ-I-Diskusprolaps ist die medizinische Bezeichnung dafür, dass das Geschehen zwischen dem letzten Lendenwirbel und dem Kreuzbein auftritt. Diese Bereiche sind einer stärkeren Bewegung der Zwischenwirbelgelenke ausgesetzt. Mickey hat die Discushernie, die wohl recht häufig auftritt und bei der es zu einer Zerreissung des Annulus fibrosus (Ring aus Faserknorpel) und zu einem Austritt des Nucleus pulposus (gallertartiger Kern) in den Wirbelkanal kommt. Nach dem CT haben wir zusammen mit dem Chirurgen der Kleintierklinik Weiterstadt entschieden, dass wir erstmal nicht operieren werden. Mickey hat auf die von uns vor drei Tagen begonnene medikamentöse Therapie bisher wunderbar reagiert und mit etwas Glück bekommen wir die Sache auch ohne OP wieder in den Griff. Der Bub braucht jetzt viel Ruhe und ganz viele fest gedrückte Daumen. Wollen wir mal hoffen, dass er seinen 4. Bandscheibenvorfall auch ohne große Operation übersteht.

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In Spanien seht es zur Zeit auch nicht besonders rosig aus. Maria hat uns geschrieben, dass sie nicht mehr weiter wissen. Zuerst die Flut, dann Corona und zu allem Elend hat die Stadt, mit der die Protectora Verträge hat, weder in 2019 noch in diesem Jahr ihre finanzielle Unterstützung gezahlt. So etwas wäre bei uns nicht vorstellbar, scheint aber in Spanien usus zu sein. Diejenigen die sich 'nur' um die Tiere und die Begrünung der öffentlichen Flächen kümmern (in Spanien gehört das zusammen in einen Etat) werden immer vergessen, wenn der Stadtsäckel wieder mal leer ist. Es ist in Spanien nicht möglich, ein Tierheim ohne die finanzielle Unterstützung der Stadt oder der Provinz zu führen und wäre im letzten Jahr nicht die Flut gewesen, dann hätten die Tiere der Protectora den Winter gar nicht überlebt. Die von euch über den Tierschutz-Shop gespendeten Futterrationen haben die Nasen am Leben gehalten!

Es ist schon eine recht paradoxe Situation festzustellen, dass ohne die Flutkatastrophe im Sommer 2019 und die deshalb nach Spanien transportierten Futtermengen die Hunde und Katzen im Frühjahr 2020 gar nicht mehr am Leben wären. Corona hat jetzt der ganzen Sache nämlich noch die Krone aufgesetzt. Zu der sowieso schon unerträglich schwierigen Situation der von uns unterstützten Tierheime kam nun dazu, dass keine Tiere mehr ausreisen können. Die Tierheime platzen aus allen Nähten und die Tiere haben Hunger. Das letzte noch vorhandene Futter wird mit Brot, Nudeln und Reis gestreckt, natürlich geht so etwas nicht lange gut und das Unvermeidliche wird nur ein paar Wochen herausgezögert. Durch die jetzt schon 40 Tage andauernde Ausgangssperre gibt es im Tierheim keine freiwilligen Helfer mehr, niemand kann noch gespendetes Futter vorbeibringen, ohne eine Strafe von 600 € zu riskieren. Bei fast 25.000 Toten sind die strengen Maßnahmen verständlich und so wie es aussieht, wird die Ausgangssperre nochmal um 14 Tage verlängert werden. Die 46 Millionen Einwohner Spaniens dürfen ihr Zuhause nur verlassen, um zur Arbeit zu gelangen, Einkäufe zu erledigen, Medikamente zu besorgen oder mit dem Hund Gassi zu gehen.

Die Protectora ist am Ende, seit 6 Monaten konnten keine Löhne mehr gezahlt werden. Seit 16 Monaten werden Hunde und Katzen aufgenommen und versorgt, obwohl es keine finanzielle Unterstützung der Stadt mehr gibt. Diese Situation kann nicht länger akzeptiert werden. Die Angestellten Pfleger, die das Tierheim am Laufen halten, müssen bezahlt werden, bleiben sie zuhause, wird es keine Hoffnung mehr für die vielen Tiere des Shelters geben.

Wir haben uns deshalb entschlossen, einen offiziellen Brief an die Stadt zu schreiben und hoffen, dass die anderen Tierschutzvereine, die in den letzten Jahren mit Villena zusammengearbeitet haben, das Gleiche tun werden. Vielleicht können wir den Bürgermeister dazu bewegen, wenigstens die Löhne der Mitarbeiter des Tierheims zu bezahlen. Sollten wir damit keinen Erfolg haben, wären die Folgen nicht mehr absehbar. Um die ärgste Not zu lindern, werden wir heute 1000 € an unsere Tierschutzkollegen schicken und hoffen, dass unsere Mitglieder und Leser vielleicht auch noch ein paar Euros übrig haben, um die bisher kostenlos geleistete Arbeit der fleißigen Kollegen etwas zu unterstützen!

Wir veröffentlichen deshalb hier die Kontonummer der Protectora Villena:

Kontoinhaber: Sociedad Protectora de Animales y Plantas de Villena
IBAN: ES 42 3082 2525 4227 2000 5491
BIC: CCRIES2A

Es ist natürlich aber auch genauso möglich, über die Tierhilfe Phönix e.V. und PayPal zu spenden, das Geld wird dann umgehend nach Spanien überwiesen. Bitte den Betreff 'Villena' anbringen! Für PayPal benutzt bitte den Button links auf dieser Seite.

Kontoinhaber: Tierhilfe Phönix e.V.
Volksbank Alzey-Worms eG
IBAN: DE82550912000022275100
BIC: GENODE61AZY

Da sich die Futtersituation aller Tierheime in der Region um Villena massiv verschlimmert, werden wir um Hilfe beim Tierschutz-Shop bitten. Auf unserer Wunschliste ist zwar in den letzten Monaten nicht mehr viel Futter eingegangen, trotzdem dürften aus der letzten Aktion noch einige Paletten übrig sein. Wir werden versuchen, sie zu einer anständigen Hilfsladung aufzustocken und dann umgehend nach Spanien schicken. Da der Tierschutz-Shop nun eine gemeinnützige Organisation ist, konnte man einen Partner gewinnen, der den Sharing Versand übernimmt. Ihr bezahlt nur das, was an Futter und Zubehör für die Fellnasen in eurem Spendenkorb liegt. Wie gehabt werden alle Futterspenden gesammelt zu den Tierheimen gebracht und kommen sicher bei den Vierbeinern an.

In der Vergangenheit haben sich alle Spender*innen die Kosten für den Versand des Futters geteilt – das war der sogenannte Sharing Versand. Dieser betrug einen Euro für die Lieferung innerhalb Deutschlands bzw. zwei Euro ins Ausland. Diese Kosten sind nun weggefallen, wir denken, dass so zukünftig noch mehr notleidenden Straßen- und Tierheimtieren geholfen werden kann!

Wir bitten euch alle, mal einen Blick auf unsere Wunschliste zu werfen, auch Kleinspenden helfen uns weiter. Alleine werden wir es nicht schaffen, aber mit eurer Hilfe können wir den Tieren das Leben retten!

Tierschutz-Shop-Spendenplattform-Banner-Hund

 

20.04.2020

Vielleicht erinnern sich unsere Leser noch daran, dass wir vor einiger Zeit an der Rettung von drei Hängebauchschweinen beteiligt waren. Den Tieren ein artgerechtes Leben zu ermöglichen und sie an Menschen zu vermitteln, die sie nicht aufessen wollen, schien uns fast unmöglich. Wir retten und vermitteln Hunde und sind, was Schweinchen angeht, recht unerfahren. Zum Glück gibt es in Einselthum den Tierschutzverein Schweinefreunde e.V. (interessante Seite, lesenswert!) und so konnten wir die 3 Hängebauchschweinchen in fachkundige Hände abgeben.

Nun erreichte uns heute ein Notruf von dort. Es geht um 4 weiße 'Damen', die vor ca. einem Jahr aus einem Versuchslabor gerettet werden konnten. Sie fanden einen schönen Platz und eigentlich hätte es ein Happy End sein können. Leider konnten die "lieben Nachbarn" sich trotz vieler Versuche nicht mit den Schweinemädels abfinden. Ein Jahr lang gaben sich die Ämter dort die Klinke in die Hand. Letztlich fand sich das Haar in der Suppe und die 4 müssen nun bis Mitte Mai dort ausziehen, da sonst die Tötung droht. Um sie wenigstens übergangsweise im Tierheim aufzunehmen, braucht man allerdings dringend noch eine anständige Hütte und einen stabilen Zaun.

Gleichzeitig sollen zwei schwarz-weiße Schweine-Damen, eine alte von 13 Jahren und eine junge von 3 Jahren, aufgenommen werden. Wie es leider nur zu oft so ist, trennen sich die Menschen und die Tiere bleiben auf der Strecke. Für so große Tiere ist es extrem schwierig, einen Pflegeplatz zu finden und fast immer müssen Futter, Hütte, Zaun und Pflege vom Verein finanziert werden. Die Schweinefreunde tun ihr Bestes, stehen aber finanziell mit den Rücken an der Wand.

Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass plötzlich anfallende hohe Kosten für einen relativ kleinen Verein nur sehr schwer zu stemmen sind. Da aber jedes Leben zählt, haben wir heute beschlossen, den Tierschutzverein Schweinefreunde e.V. mit 1000 € zu unterstützen.

Wir wissen, dass wir viele Mitglieder und Leser haben, die vegan oder vegetarisch leben und unsere Entscheidung auf jeden Fall mittragen werden. Alle anderen sind Tierfreunde und machen keinen Unterschied zwischen den Arten. Wir denken, dass die Schweinchen ein tolles Leben verdient haben und bedanken uns bei Silke Arnold nochmal für die schnelle Hilfe mit unseren 3 Hängebauch-Schweinen. Jedes Leben zählt!

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Schweinefreunde

Vielleicht möchten auch einige von euch die Schweinefreunde e.V. gerne unterstützen, deshalb veröffentlichen wir hier die Kontoverbindung des Vereins. Auch Kleinspenden und Patenschaften werden gerne und dankbar angenommen!

Schweinefreunde e.V.
Hauptstraße 21
67308 Einselthum
Tel: 06355-965761
www.schweinefreunde.de

Sparkasse Aurich-Norden
IBAN: DE 44 2835 0000 0145 0522 96
BIC :  BRLADE21ANO

 

18.04.2020

Ab nächsten Montag werden die Einschränkungen, die wir durch den Corona-Virus haben, ganz langsam gelockert werden. Ob es dann wieder zu einem Anstieg der Erkrankungs- und Todesrate kommt, bleibt abzuwarten. Bisher ist Deutschland ganz gut durch diese Krise gekommen. Es gibt Tote, aber prozentual sind es nicht so viele, wie sie andere Länder zu beklagen haben. Ich hatte für Ende Mai meinen Urlaub in Schottland gebucht, aber der wird nun ganz sicher ausfallen. Um den Urlaub einfach zu verschieben, fehlen uns die Informationen, wie es zukünftig weitergehen wird. Niemand wird sich dem Risiko aussetzen wollen, mit 200 anderen Leuten stundenlang auf dichtestem Raum im Flieger zu sitzen, das Gleiche gilt für Fähren, Bus und Bahn. Deshalb gehen wir mal davon aus, dass es in 2020 für die meisten keinen Urlaub im Ausland geben wird. Ganz schnell haben wir alle gemerkt, dass auch Europa plötzlich wieder Grenzen hat, dass sich unsere Komfortzone blitzschnell verändern kann und selbst Treffen mit Freunden nicht mehr möglich sind. Wir haben auf die Vernunft von allen gebaut und stellen fest, dass die Angst uns diszipliniert hat. Ob die Welt allerdings langfristig aus dieser Krise lernen wird, bleibt abzuwarten. Ich würde mir wünschen, dass der Fleischkonsum endlich zurückgeht und die Zusammenhänge zwischen gefährlichen Viruserkrankungen und Massentierhaltung klar werden. Dass Regierungen aktiv etwas zum Schutz der Tiere tun und die Lebensbedingungen unserer Mitgeschöpfe verbessern. Wer über zwei Wochen Isolierung im eigenen Heim geschimpft und vom Lagerkoller gesprochen hat, der sollte vielleicht jetzt ansatzweise nachvollziehen können, wie sich ein Schwein in einer Mastanlage fühlt.

Vielleicht haben wir ja in den letzten Wochen etwas gelernt. Vielleicht brauchen wir dafür auch mehrere Anläufe, auf jeden Fall haben wir alle etwas erlebt, was in unserem kollektiven Gedächtnis hängen bleiben wird. Was wir daraus machen, wird jeder einzelne für sich entscheiden und diese Entscheidung wird zukünftig unser aller Leben mitbestimmen. Unsere Erde kommt mit dem Verlust von allen Menschen bestens klar, umgekehrt dürften wir Menschen damit einige Probleme haben!

Unser kleiner Gulliver war mittlerweile wieder beim Hautarzt in Wiesbaden. Die Untersuchungen finden jetzt nicht mehr in der Praxis statt, sondern im Freien. Es ist schwer, sich dabei an die Abstandsregelungen zu halten, aber die frische Luft und die grundsätzlich zu tragenden Masken verhindern, so hoffen alle, eine Ansteckung. Gulliver fand die Untersuchung nicht so prickelnd, er hat es aber wie immer ganz lieb über sich ergehen lassen. Sein Fellchen ist auf den ersten Blick nicht besser geworden und auch die entzündlichen Stellen hat er vereinzelt noch. Der Allergologe meinte allerdings, dass es eine Verbesserung gäbe und wir mindestens 8 - 9 Monate warten müssten, bis eine Heilung vonstatten gegangen sei. Wahrscheinlich sind wir einfach etwas zu ungeduldig gewesen. Es ist schwer mitanzusehen, wie Gulliver sich die Beinchen leckt und keine Nacht ruhig schlafen kann, weil es ihn juckt. Trotzdem sind wir jetzt wieder beruhigter und warten dann mal die nächste Untersuchung in ca. vier Wochen ab.

Für Mickey war es nun Zeit, sich von seinem Winterfell zu verabschieden. In den letzten Monaten ist ihm wieder ein dünnes Flauschfell gewachsen, was im Winter nicht wärmt und, sobald es eine gewisse Länge hat, über seinen Augen hängt und täglich entfilzt werden muss. Das ist nun weg und darunter kam ein ganz neuer Hund zum Vorschein. Wie immer haben wir unseren Mickey ganz vertrauensvoll in die liebevollen Hände von Sigrun Hunschok aus Seibersbach gegeben. Wegen Corona mussten wir während des Haarschnitts draußen warten und konnten Mickey aber am Fenster Mut zusprechen. Auch wenn Frau Hunschok die liebevollste Hundefrisöse ist, die wir je kennengelernt haben - unser Bub hat die ersten Minuten ganz schön gebibbert. Leckerchen und jede Menge Streicheleinheiten haben ihn dann überzeugt und letztendlich lag er brav auf dem Tisch und hat sie sogar das Frätzchen frisieren lassen. Wir sind ganz stolz auf den lieben Jungen und immer wieder dankbar, dass wir Frau Hunschok gefunden haben. Wie man jetzt sehen kann, hat Mickey eigentlich einen ganz dunklen Rücken, mit den langen Haaren sieht er vollständig anders aus. Uns gefällt er so sehr gut und auch er genießt es, endlich wieder richtig aus den Augen sehen zu können.

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10.04.2020

Das herrliche Wetter scheint uns ein tolles Osterwochenende zu bescheren, leider werden wir nicht mit Freunden und Verwandten feiern können. Es wird auch den allgemein bekannten Oster-Stau auf den Autobahnen nicht geben und vielleicht werden auch weniger Schoko-Osterhasen als sonst üblich verkauft. Alles ist in Corona-Zeiten anders geworden und wir müssen uns an viele ungewohnte Dinge gewöhnen. Ich bin sicher, dass wir in einigen Jahren darüber lachen werden, dass manche Leute Toilettenpapier, Mehl und Seife gehamstert haben. Nicht lachen werden wir über die Veränderungen, die dieser Virus unserer Weltwirtschaft zugefügt haben wird. Corona bedeutet nicht nur eine drohende Rezession, sondern auch einen veränderten Umgang der Völker untereinander. In Brasilien tituliert Präsident Bolsonaro den Virus als "Grippchen", sein eigenes Volk interessiert ihn nicht und die Indigenen werden wahrscheinlich seinem Macht- und Landhunger zum Opfer fallen. In China gibt es mittlerweile rassistische Ausgrenzungen und in Amerika wird so viel gebetet wie noch nie. Als Erklärungsmuster für das Auftreten von Epidemien wird die Strafe Gottes für ein sündiges Leben angeführt. Ganz offensichtlich ist es immer hilfreich, mit dem Finger auf andere zu zeigen oder eine Seuche gleich ganz zu leugnen. Seuchen, Epidemien und Pandemien gab es schon immer und der Umgang damit zeigt, wie zivilisiert wir mittlerweise sind - oder eben auch, wie wenig die Menschheit aus solchen Katastrophen gelernt hat.

Ende des 19. Jahrhunderts grassierte die so genannte Russische Grippe, sie breitete sich entlang der transsibirischen Eisenbahn aus, 250.000 Menschen fielen ihr in Europa zum Opfer. 1918/19 folgte die Spanische Grippe, ihre Folgen waren verheerend, da sie nach dem ersten Weltkrieg auf eine immungeschwächte Bevölkerung traf. Weltweit soll sie bis zu 50 Millionen Todesopfer gefordert haben. 1957 kam die Asiatische Grippe aus China, es starben weltweit zwei Millionen Menschen. Schon 1968 folgte die sogenannte Hongkong-Grippe. Hier gab es schätzungsweise ein bis zwei Millionen Tote weltweit, alleine in Deutschland starben circa 30.000 Personen. SARS und die Vogelgrippe waren in der deutschen Wahrnehmung nicht so präsent, auch weil sie nicht solche Folgen hatten wie jetzt die Corona-Pandemie.

Schon während der Pest 1374 schottete sich z. B. die Bevölkerung von Venedig von Handelsreisenden ab (dies war damals allerdings keine medizinische Maßnahme, sondern eine politische). Schiffe mussten 4 Wochen auf einer kleinen Insel vor Venedig anlegen und erst, wenn man sicher war, dass keine Erkrankungen vorlagen, erlaubte man das Anlegen im Hafen von Venedig.

Robert Koch hat im 19. Jahrhundert unser heutiges Verständnis über Seuchen und Epidemien/Pandemien geprägt. Er war Bakteriologe und warnte anlässlich einer Cholera-Epidemie, Handelsbeziehungen und Kontakte aufrecht zu erhalten. Er war eher für eine Separierung oder Quarantäne. Max von Pettenkofer, ein berühmter Hygieniker, vertrat hingegen die Bodentheorie in Kombination mit der Miasmenlehre. Uns erscheint dieses Konzept heute sehr befremdlich und niemand mehr würde glauben, dass epidemisch auftretende Erkrankungen durch schlechte Dämpfe, die aus dem Erdreich aufsteigen, ausgelöst werden. Pettenkofer war ein strikter Gegner der Begrenzung von Handelsbeziehungen, trotzdem hatten beide auf ihre Weise recht. Koch hat vorgeschlagen, nur noch abgekochtes Wasser zu sich zu nehmen und Gemeinschaftstoiletten zu meiden. Schichtspezifisch konnte das zum Teil nur sehr schwer umgesetzt werden. Pettenkofer riet zu sanitären Maßnahmen. Es sollte der ganze Müll von den Straßen entfernt und kein Abwasser mehr in die Kanäle geleitet werden. Beide Empfehlungen waren durchaus zielführend. Noch heute hört unsere Regierung auf die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts.

Am 11.03.2020 wurde wegen der weltweiten Ausbreitung von COVID-19 diese von der WHO zu einer Pandemie erklärt. Das Robert Koch-Institut erfasst ständig die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen und schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein. Es handelt sich weltweit um eine sehr ernst zu nehmende Situation. Es gibt leichte, schwere und tödliche Krankheitsverläufe und leider steigt die Zahl der Infizierten immer noch an.

Die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung wird derzeit als hoch eingeschätzt, für Risikogruppen als sehr hoch. Die Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe nimmt mit zunehmendem Alter und bestehenden Vorerkrankungen zu. Man hofft, dass man mit den eingeleiteten Gegenmaßnahmen (Isolierung, Quarantäne, soziale Distanzierung) genügend Kapazitäten in den Krankenhäusern schaffen kann. Ob diese Einschätzung stimmt, weiß man natürlich noch nicht und so kann sich die Lage jeden Tag durch neue Erkenntnisse ändern.

Ganz im Gegensatz zum 19. Jahrhundert haben wir heute die Möglichkeit, virtuell in Kontakt bleiben zu können. Eine Kommunikation ist also noch möglich. Sehen wir es positiv. Übrigens - Verschwörungstheorien waren natürlich zu erwarten, ich halte sie allesamt für Blödsinn und werde deshalb nicht darauf eingehen.

Wir wünschen euch trotz der Corona-Krise ein schönes und sonniges Osterfest! Passt gut auf euch auf und nehmt Rücksicht auf andere. Es kommen ganz sicher auch wieder bessere Zeiten!

Frohe Ostern für euch und eure tierischen Hausbewohner!

 

05.04.2020

Die ersten warmen Sonnenstrahlen haben normalerweise alle Menschen vor die Tür gelockt, doch in Corona-Zeiten ist alles anders. Wir haben zum Glück nicht mit dem 'Lagerkoller' zu kämpfen, denn unser Garten ist recht groß und dort ist immer einiges zu tun. Zudem sorgen die Hunde dafür, dass man regelmäßig vor die Tür kommt. Für uns alle ist das Corona-Virus eine bittere Pille. Wir müssen uns umstellen, neue Dinge lernen und auf vieles verzichten. Niemand weiß, wie lange es noch dauern wird, bis wieder 'Normalität' einkehrt und wieviele Menschen letztendlich durch das Virus versterben. Unsere Gesellschaft hat sich schon jetzt verändert und ich befürchte, dass wir nicht nur durch Corona viele Tote zu beklagen haben, sondern auch durch Angst, Gewalt und Wegsehen noch einige dazukommen werden. Unser aller Leben wird nach Corona nicht mehr so sein, wie wir es vorher kannten, ich kann nur hoffen, dass wir uns alle spätestens im Herbst wiedersehen werden. Es wäre zu schön, wenigstens ein Herbstfest feiern zu können. Jetzt allerdings schon Pläne zu machen und Daten festzulegen, erscheint mir verfrüht und so sammeln wir im Augenblick zwar fleißig für unsere Tombola, können allerdings nicht wissen, ob das Versammlungsverbot uns einen Strich durch die Rechnung machen wird.

Familie Bochtler gehört zu den positiv denkenden Menschen, sie haben uns einen ganzen Karton voll mit Tombolapreisen zukommen lassen. Frau Bochtler hat außerdem wieder ganz tolle Socken gestrickt, die wir, sobald wir wieder Märkte buchen können, dort anbieten werden.

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In vielen Bereichen haben wir zur Zeit einen absoluten Stillstand, im aktiven Tierschutz gibt es natürlich noch genauso viel zu tun wie immer. Da nun wieder viele Pferde aus den Ställen geholt und auf die Weiden gebracht werden, häufen sich die Anrufe von besorgten Bürgern. Zum Glück bedeutet nicht jeder Anruf eine schlimme Tierhaltung, manchmal ist es schlicht und einfach Unkenntnis über tierrechtliche Gegebenheiten oder eine Nachbarschaftsstreitigkeit, die uns über die Dörfer schickt. Leider finden wir aber auch Tierhaltungen, die nicht hinnehmbar sind und Besitzer, bei denen wir auf Granit beißen. In solchen Fällen informieren wir grundsätzlich das zuständige Veterinäramt und hoffen darauf, dass mit einem Besuch des Amtsveterinärs und daraus folgenden Auflagen die vorgefundene Situation zu verbessern ist. Gestern waren wir bei Pferden, deren Hufpflege vernachlässigt wurde. Corona-Virus hin oder her, die Hufe wachsen und müssen regelmäßig gekürzt werden. Wer das nicht selbst machen kann, der braucht einfach einen Fachmann. Hufpfleger, Huforthopäden und auch Hufschmiede bieten dafür ihre Dienste an und sie kommen auch während der Corona-Krise. Dass die Pferde, die wir uns gestern angesehen haben, allerdings schon Monate lang keine Hufpflege mehr hatten, dürfte außer Frage stehen. Wir haben in diesem Fall den zuständigen Amtsveterinär eingeschaltet und bemühen uns um einen guten Hufschmied. Sollte einer unserer Leser einen versierten Fachmann für solche Hufe kennen, wären wir für einen Tipp dankbar!

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Dass gerade zum Monatsende immer wieder zahme Kaninchen ausgesetzt werden, liegt wohl daran, dass sie bei einem Umzug im Weg gewesen sind. Nur um das nochmal ganz deutlich zu sagen: Das Aussetzen eines Tieres ist strafbar und gerade Hauskaninchen überleben in freier Natur nicht! Dass im Augenblick kein Tierheim in unserer Umgebung Tiere aufnimmt, verschlimmert die Situation immens und auch wir wissen im Augenblick nicht, wie wir mit der Situation umgehen sollen.

Wer Erfahrung mit Kaninchen hat und in der Lage ist, ein oder zwei Tiere aufzunehmen, der kann sich jederzeit bei uns melden. Das Gleiche gilt für Kätzchen, Eichhörnchen, Igel, Tauben usw.... Unsere Auffangstation für Igel, Krähen und Tauben ist seit Wochen überfüllt und sieht sich nicht mehr in der Lage noch weitere Tiere aufzunehmen.

Die Situation in Spanien brauchen wir wahrscheinlich niemandem mehr zu beschreiben, im Fernsehen sieht man täglich schreckliche Bilder und erfährt die neuesten Zahlen der durch das Corona-Virus erkrankten und verstorbenen Menschen. Die wirklich unbegründete Angst, sich an seinem Haustier anzustecken, hat für viele Hunde und Katzen das Aussetzen zur Folge gehabt. Die Tierheime sind brechend voll, es gibt keine Transporte mehr ins Ausland und so können auch die spanischen Tierheime keine Tiere mehr aufnehmen. Wieviele Tiere nun in Tötungen landen, können wir nicht abschätzen und wieviele Tierheime schließen müssen, weil einfach niemand mehr bereit ist sich um die Tiere zu kümmern, wissen wir auch nicht. Wir haben in Villena Hunde zugesagt und wir hoffen, dass wir die Kleinen bald nach Deutschland bringen können. Für die Mutterhündin haben wir eine Pflegestelle zugesagt bekommen, wohin die Junghundchen gehen, wissen wir noch nicht. Auch hier sind wir auf Pflegestellen angewiesen und hoffen, dass sich noch jemand bei uns melden wird. Wann die Tiere allerdings einreisen dürfen, können wir wegen der Corona-Pandemie noch nicht sagen. Bis dahin werden sie aber auf jeden Fall kastriert, geimpft und gechipt sein.

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26.03.2020

Ein kleines Virus hat unser aller Leben verändert und so stellen wir fest, dass wir Deutschen offensichtlich das Land der Klopapier-Horter sind, die Franzosen haben sich einen Vorrat an Rotwein und Kondomen zusammengehamstert und die Amerikaner - wie sollte es auch sein - kaufen Waffen und Munition. Dass das alles völlig IRRational ist, wissen wir und obwohl wir den Nachbarn belächeln, der glücklich seine bei Amazon bestellte Palette Klopapier ablädt, schlummert der Jäger und Sammler bei jedem von uns ganz dicht unter dem alltäglichen angepassten Sein. Oft genug ist sich jeder im Augenblick selbst der Nächste und auch diejenigen, die sich im Internet in Dankesarien an Pflegepersonal, LKW-Fahrer, KassiererInnen, Polizei und Feuerwehr ergehen, sind, wenn es darauf ankommt, alles andere als altruistisch veranlagt. So ist der Mensch. Die wenigen Ausnahmen kann man oft genug an einer Hand abzählen und auch wenn jeder sich lieber als Gutmensch sieht und das gerade bei Facebook mehr als deutlich schriftlich zu manifestieren versucht, die Realität sieht tatsächlich anders aus. Ob so eine Krise wirklich das Beste aus jedem herausholt, das wage ich zu bezweifeln. Wahrscheinlich sind der Egoismus und die vermeintliche eigene Wichtigkeit, die sich viele von uns selbst auf die Fahne geschrieben haben, unser schlimmster Feind. Das Corona-Virus bringt nur an die Oberfläche, was schon immer da war. Die Ausnahmen, eben die Menschen, die bereit sind, für die Allgemeinheit zu arbeiten, die nicht Horten, Sammeln oder die Jagd nach Toilettenpapier, Desinfektionsmittel und Mehl eröffnet haben, sind die Dummen. Sie werden in den Himmel gelobt, letztendlich sind sie allerdings oftmals die Opfer und die Verlierer einer jeglichen Krise.

Moral zählt in unserer Gesellschaft nicht unbedingt zu dem, was allen im Überfluss zur Verfügung steht und so stelle ich wieder einmal fest, dass, sofern ein moralisch einwandfreies Verhalten unser aller Kompass wäre, es keine leidenden Tiere oder Menschen gäbe, für alle genug zu essen bereitstünde und auch eine Krise wie der Ausbruch des Corona-Virus uns nicht in Angst und Schrecken versetzen müsste. Gesetze können sich ändern, die Moral bleibt immer gleich. Ein jeder von uns entscheidet selbst, was er mit seinem Leben machen möchte und es wäre schön, wenn man sich dabei selbst nicht so wichtig nehmen würde und den Sinn und Zweck unseres Daseins eher in der Gemeinschaft aller Lebewesen sehen könnte. Dann hätte die Erde mit all ihren Bewohnern eine gute Chance, unverletzt weiterzubestehen - egal ob mit oder ohne Corona.

 

17.03.2020

Mittlerweile bin ich wieder zuhause und es geht mir verhältnismäßig gut. Tatsächlich blieb die befürchtete Krankenhaus-Katastrophe aus und nach meinen Erfahrungen der letzten Jahre konnte ich kaum fassen, dass in Kirchheimbolanden offensichtlich alles ganz anders läuft. Das Essen war lecker, das Bad extrem sauber, und die medizinische Versorgung war ebenfalls top! Es gab keinen Grund, sich nicht gut aufgehoben zu fühlen, die Ärzte und Schwestern haben sich liebevoll um die Patienten gekümmert und ich habe mich zeitweilig wie in einem Hotel gefühlt. Da wird man schnell wieder gesund und so bin ich jetzt daheim schon wieder recht gut zu Fuß und liege endlich nicht mehr den ganzen Tag auf dem Sofa rum. Die nächste große OP folgt dann in ca. 6 Monaten. Bis dahin sollte ich wieder fit sein und ich denke, das ist zu schaffen.

Natürlich würde ich jetzt gerne auch mal wieder nach draußen gehen, wegen dem Corona-Virus geht das bei mir nun leider nicht. Uwe hat mir allerdings gestern einen Gartenstuhl auf unsere Wiese gestellt und so war ich das erstemal seit vielen Monaten wieder an der frischen Luft. Die Hunde sind um mich herum gesprungen, ich war schön warm zugedeckt und die Vögel haben gesungen - es war herrlich!

Die Entwicklungen um den Corona-Virus trüben allerdings auch den schönsten Frühlingstag und so merken wir jetzt alle, was unsere persönliche Freiheit wert ist. Geschlossene Schulen und Kindergärten, kein Theaterbesuch und kein Kino mehr, auch keine Urlaube oder Feste, selbst die normalen Einkäufe scheinen plötzlich der Vergangenheit anzugehören. Vom Nudel-,Toilettenpapier- und Mehl-Notstand habe ich im Internet gelesen. Da wir uns nicht an Hamsterkäufen beteiligt haben, gehören wir nun wohl bald zu denen, die ihr Toilettenpapier übers Internet bestellen müssen.

Irgendwie erscheint mir das alles grotesk und surreal. Ich habe wenig Verständnis für Menschen, die in einer solchen Krise nur die eigene Bereicherung im Blick haben und sich asozial hervortun, sei es mit dem tonnenweisen Einkaufen von Klopapier oder mit dem maßlos überteuerten Verkaufen von Desinfektionsmittel. Unser Augenmerk galt schon von jeher den Schwachen und natürlich machen wir in einer solchen Situation keinen Unterschied zwischen Tieren und Menschen. Leider scheint es allerdings in Ausnahmesituationen vermehrt dazu zu kommen, dass sich jeder selbst der Nächste ist und man sich einfach nicht mehr um die Not der anderen kümmert. Wir verurteilen ein solches Verhalten aufs Schärfste und hoffen, dass wenigstens die Tierschützer hier mit gutem Beispiel voran gehen. Alle, die aus dem Tierschutz ein Tier übernommen oder gepflegt haben, wissen, was es bedeutet, ein Lebewesen aus einer schwierigen oder gar einer Notsituation zu retten. Ich gehe einfach mal davon aus, dass diese Menschen empathisch genug sind, sich auch für ihre schwächeren, älteren und kranken Mitmenschen einzusetzen und dass es selbstverständlich sein wird, für diese vielleicht mal einem Einkauf oder eine Fahrt zu erledigen. Jede Krise ist immer auch eine Chance. Vielleicht bewirkt ein solches Vorleben bei manch einem einen Sinneswandel - es bleibt auf jeden Fall zu hoffen.

Was für uns Menschen eine schwierige Krise darstellt, ist für die Tiere, die durch die Schließung der Grenzen nun in den Tierheimen festsitzen, eine mittlere Katastrophe. Nicht nur, dass das Tierheim sich so immer weiter anfüllt, nein, sobald die Kapazität erschöpft ist, werden die überzähligen Tiere wieder in die Tötungen gebracht. Genau das versuchen wir seit Jahren zu verhindern und nun sind wir wegen eines Virus nicht mehr in der Lage, den Tieren zu helfen. Wir werden in den nächsten Tagen eine größere Geldspende nach Villena überweisen. Die Protectora hat schon immer mit einer chronischen Überbelegung zu kämpfen und in der jetzigen Situation ist es extrem wichtig, alle Kapazitäten auszuschöpfen. Es sollen weiterhin Tiere aufgenommen oder in Pensionen/Pflegestellen untergebracht werden können. All diese Tiere müssen natürlich auch medizinisch versorgt und gepflegt werden. Wir werden diese Arbeit nun auch finanziell unterstützen, denn Futter ist im Augenblick tatsächlich nicht das Problem (ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sagen würde), vielmehr wird im Moment jede helfende Hand gebraucht. In Zeiten der Abriegelung ganzer Bezirke stellt sich das als fast unlösbares Problem dar. Wir haben im Augenblick Pflegestellen, die einen Hund aufnehmen könnten. Wir möchten unsere Pflegefamilien darum bitten, so lange zu warten, bis die Grenzen wieder offen sind. Wir werden dann so schnell wie möglich versuchen, die Tierheime in Spanien zu entlasten und werden jede freie Stelle dringend benötigen.

Natürlich geht der Tierschutz bei uns im Land wie gewohnt weiter. Gestern haben wir eine kleine verwaiste Katze unterbringen können und vor zwei Tagen bekamen wir einen richtig kranken Igel gebracht. Der arme Kerl hat ein Lungenproblem, das sich hoffentlich heilen lässt. Wir haben ihn gegen eine Spende von 50 € bei einem Igelfachmann gelassen und wissen ihn dort gut aufgehoben. Leider gibt es in unserer Nähe fast keine Igelstationen mehr und deshalb ist es umso wichtiger, dass wir die Menschen, die sich noch liebevoll und mit viel Fachwissen und Zeitaufwand um die kleinen Stacheltiere kümmern, auch finanziell unterstützen. Ich hoffe, dass die 50 € die anfallenden Kosten decken werden, wenn nicht, werden wir natürlich noch etwas nachschießen.

Für uns ist es ganz selbstverständlich, dass wir nicht davon ausgehen, dass die Abgabe eines Wildtieres immer kostenfrei sein kann. Der nette 'Igelmann' hatte schon vor dem Winter mehr als 30 Igel zu versorgen. So etwas geht alleine wegen der Tierarztkosten massiv ins Geld. Man sollte bei der Abgabe eines Wildtieres immer bedenken, dass z. B. Igel-, Bilch- oder Taubenstationen, genauso wie die meisten anderen Tierschutzvereine, immer von Spenden abhängig sind. Wer dazu in der Lage ist, sollte sich also nicht lumpen lassen und das gefundene Wildtier auch finanziell unterstützen. Auch hier zählt jeder Euro!

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11.03.2020

So, ihr Lieben - heute ist es so weit und obwohl ich gestern schon Tabletten genommen habe, die mich haben ruhig durchschlafen lassen, ich bin ganz schön aufgeregt. Mein Köfferchen ist gepackt, ein Buch über Schottland habe ich mitgenommen und sobald ich die letzten Tabletten gefuttert und eingepackt habe, geht es los.

Gestern waren wir mit Gulliver noch in Wiesbaden-Nordenstadt bei einem Hautspezialisten und - obwohl ich kaum noch daran geglaubt habe - wir haben endlich eine Diagnose. Unser Kleiner hatte über viele Jahre immer wieder schlimme blutige Durchfälle, die wir nur mit massiven Medikamenten und Infusionen in den Griff bekommen konnten. Der Verdacht, dass er an Morbus Addison leiden könnte, bestätigte sich leider, nachdem wir ihm regelmäßig Cortison gaben und er seit dieser Zeit keine Durchfälle mehr hatte. Die Dosis ist bei einem Hund, der 3,6 kg wiegt, wirklich sehr gering und eine Tablette wird so gut es geht in mindestens 6 Teile gebröselt. Ganz offensichtlich war das trotzdem noch zuviel. Gullivers Haut veränderte sich und wurde pergamentartig, sein Fell fiel aus und neuerdings beleckte er seine Vorderbeinchen.

Bei der Untersuchung konnte eine bakterielle Besiedlung der Haut festgestellt werden, die einfach nicht normal ist und mit einem Shampoo behandelt werden kann. Aber viel erschreckender ist, dass er immungeschwächt ist und sich dadurch die bei jedem Hund in der Haut lebenden Demodex-Milben überproportional vermehrt haben. Bei einem Geschabsel konnte der Hautarzt so ein Biest zwischen seinen klitzekleinen Zehchen herauskratzen. Jetzt haben wir also doch eine Diagnose und wissen, wo wir ansetzen können. Zukünftig bekommt Gulliver sein Cortison nur alle 2 Tage, vielleicht funktioniert das besser. Seine Haut sollte sich damit wieder stabilisieren und der Haarausfall aufhören, das Shampoo wird die Bakterien auf der Haut reduzieren und Tabletten werden die Demodikose zurückdrängen. Zum Glück ist nichts von dem, was er hat, ansteckend, aber alles ist eine Folge seiner Addison-Erkrankung.

Nachdem wir fast ein Jahr nicht herausbekommen konnten, was ihm fehlt, sind wir der Praxis Wildermuth mehr als dankbar für diese Diagnose. In vier Wochen ist sein Nachkontrolltermin, bis dahin müsste es ihm erheblich besser gehen. Wir sind sehr froh, dass wir noch so knapp vor meiner OP den Termin bekommen konnten und dass man sich so lange Zeit für unseren kleinen Schatz genommen hat. Alles wird gut!

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10.03.2020

Erstmal möchte ich mich für die vielen lieben Genesungswünsche bedanken! Morgen geht es in den OP und dann sehen wir weiter. Wir arbeiten uns in ganz kleinen Schritten vorwärts und hoffen, dass ich in absehbarer Zeit wieder fit werde. Natürlich wird Uwe euch berichten, ob die OP problemlos verlaufen ist. Ich denke, die Ärzte machen das täglich und so brauchen wir uns keine Sorgen zu machen. Trotzdem wäre es schön, wenn ihr mir für morgen ganz feste die Daumen drückt!

In der letzten Woche haben wir Patxi und Dabi vermittelt, wir freuen uns sehr für die Wichte und hoffen, wie bei allen durch uns vermittelten Hunden, dass auch diese beiden ein tolles neues Leben haben werden und bis zum letztem Atemzug bei ihrer Familie bleiben dürfen. Für unseren Opi Toots/Carlo hat sich auch noch etwas ergeben, er wird nämlich, nach zwei Jahren als Pflegi bei Kerstin und ihrem Mann, nun fest bei seiner Pflegefamilie bleiben. Seit gestern heißt er Carlo Tross, wir freuen uns sehr darüber!

Heute haben wir mit unserem kleinsten Wichtelmann einen Termin in Wiesbaden. Gulliver hat irgendein Problem mit seiner Haut und seinem Fellchen. Leider konnte uns bisher keiner sagen, was es ist und so haben wir heute einen Termin beim Spezialisten. Wir sind sehr gespannt, ob man uns dort mehr sagen und Gulli vielleicht sogar helfen kann. Der Kleine leidet nicht und er hat auch keinen Juckreiz, aber sein Fell am Hals geht immer mehr aus und zum Teil hat er sogar schon kahle Stellen, dazu beleckt er seine Vorderbeine wie verrückt. Sie sind schon ganz braun von seinem Speichel und bevor das Lecken eine Manie wird, hoffen wir das endlich abstellen zu können.

Von Zika und ihrer Familie haben wir ein supertolles Foto bekommen, das wir euch nicht vorenthalten wollen. Zika stammt von den Azoren und hat bei Thomas und seiner Tochter Amelie als Zweithund ein wunderbares Zuhause gefunden. Die Azoren sind als Urlaubsland einfach herrlich, für Hunde und Katzen sind sie oftmals die Hölle. Zika durfte das alles hinter sich lassen, nachdem sich Amelie im Urlaub in sie verliebt hatte. Wir haben nur noch das Vorgespräch geführt und Zika nach Deutschland geholt. Innerhalb eines Tages hatte sich das Leben von Zika komplett verändert. Sie ist ein glücklicher Familienhund geworden und wir sind sicher, dass sie nicht mehr an das denkt, was sie vor ihrer Adoption erleben musste.

Auf dem Bild seht ihr Zika und ihre Freundin Ella auf Urlaub im Dachsteingebirge/Österreich.

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05.03.2020

Lange habt ihr nichts mehr von mir gehört und das hatte natürlich auch seinen Grund. In den letzten Wochen ging es mir gesundheitlich wirklich schlecht und leider ist es auch noch nicht ausgestanden. Nur zur Beruhigung aller, ich habe keinen Corona-Virus und war auch nicht mit Hamsterkäufen beschäftigt. Trotzdem hat es mich anständig hingerafft und leider werde ich auch in den nächsten Wochen Zeit im Krankenhaus verbringen müssen. In Anbetracht dessen sehen wir uns außerstande, ein Frühlingsfest zu organisieren und haben deshalb beschlossen, zu meinem 60sten Geburtstag 2020 ein Herbstfest mit Tombola und allem, was ihr eigentlich vom Frühlingsfest her kennt, auszurichten. Ich denke, ihr habt dafür Verständnis. Zur Zeit springt Uwe zu 100 % für mich ein und kümmert sich auch um die Vermittlung der Hunde. Die kleine Saria hat mittlerweile ein tolles neues Zuhause gefunden und auch Patxi ist unter der Haube! Für Dabi hatten wir tatsächlich eine Dame, die wahnsinnig interessiert war, auch immer wieder anrief, Termine vereinbarte und dann plötzlich verstummte... Wir laufen niemandem hinterher und wissen, dass Dabi ein Goldstück ist. Wer sich so merkwürdig verhält, hat ihn nicht verdient und ganz sicher findet sich noch ein Traumzuhause für den kleinen Kerl. Manchmal braucht es eben etwas länger.

Auch für Lolón suchen wir wieder ein Zuhause. Seine Interessenten sind unverhofft mit einer neuen beruflichen Situation konfrontiert worden und so wird Lolón so lange bei uns bleiben, bis wir ein anderes Zuhause für ihn gefunden haben. Der Bub ist nun schon sehr lange bei uns, er hat viel gelernt, trotzdem geht er noch immer nicht anständig an der Leine. Ich hoffe, dass wir Menschen für ihn finden, die mit ihm die Hundeschule besuchen und ihm die Leinenführigkeit noch beibringen. An der Schleppe geht es schon ganz gut, trotzdem ist es an der kurzen Leine echt anstrengend mit ihm. Wäre er ein Husky, würde ich es verstehen, aber er ist ein Bodeguero... Ich habe noch nie einen Hund gehabt, der Menschen so sehr liebt wie Loli, er ist ein wirklich außergewöhnliches Kerlchen, aber er braucht auch einen ganz speziellen Platz. Er will immer bei seinen Menschen sein und am liebsten in sie hineinkriechen. Er bleibt zwar mit unseren Hunden auch mal alleine, aber glücklich ist er dabei sicher nicht. Irgendwann finden wir hoffentlich auch jemanden für ihn, bis dahin lebt er bei uns im Rudel, obwohl er ganz bestimmt lieber ein Einzelhund wäre.

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aktualisiert am 05.06.2020

 

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