Phönix-Tagebuch

Hallo an alle Freunde, Mitglieder und Gönner der Tierhilfe Phönix e.V. sowie an alle, die an unserer Tierschutzarbeit interessiert sind.

Wir haben jeden Tag so viele unterschiedliche Dinge für den Verein zu tun und es passiert so viel, dass wir euch hier alle etwas an unserer Arbeit teilhaben lassen.

Hier könnt ihr mitverfolgen, was bei uns so los ist.

Jeden Monat versenken wir die alten Tagesberichte im Archiv. Dort könnt ihr, wenn ihr wollt, nochmal nachlesen, was so passiert ist.
 


 

22.06.2018

Uwes Handgelenk geht es wieder besser, er musste heute nochmal zum Arzt und nimmt ein Antibiotikum, aber ansonsten gibt es Entwarnung. Wir haben einen schönen Verband gekauft und bevor ich morgen fliege, verbinde ich die Stelle noch ganz ordentlich, dann wird die ganze Sache bis Montag verheilt sein. Meine Koffer stehen gepackt im Flur und morgen Mittag geht es los. Jetzt ist es doch ein komisches Gefühl, die Vorfreude ist weg und ich habe ständig das Gefühl, etwas vergessen zu haben...

Bleibt alle gesund und passt auf euch auf, ich mache jetzt Schottland unsicher!!!

 

21.06.2018

Wir haben heute das Untersuchungsergebnis des winzigen, gut versteckt in der Ohrfalte von Pheusys riesigem Segelohr liegenden Tumors bekommen. Es ist ein Mastzellentumor und damit ist klar, dass Pheusy sein komplettes Ohr verlieren wird. Den 3 - 4 cm Sicherheitsabstand, den man unbedingt einhalten sollte, wird man bei dem kleinen Kerl wahrscheinlich kaum hinkriegen. Wir sind absolut schockiert und hoffen, dass unser kleiner Schatz nicht noch Metastasen hat, die wir nicht sehen. Mastzellentumore sind  bösartig, dabei sind Mastzellen absolut wichtig für uns, sie dienen in erster Linie dazu, Entzündungen und Allergien zu bekämpfen. Sie werden durch Reizung stimuliert und aktivieren verschiedene biologische Substanzen (z. B. Histamin, Serotonin, Prostaglandin und proteolytische Enzyme). Mastzellen sind in ihrer Funktion also eigentlich überlebenswichtig. Bei einer Überproduktion werden sie lebensbedrohlich.

Wahrscheinlich ist hier die Ursache für Pheusys allergische Reaktionen der letzten Wochen zu finden. Wir können nichts anderes machen, als schnell einen Operationstermin zu vereinbaren, dann werden wir den Mastzellentumor untersuchen lassen und bestimmen, in welchem Stadium er sich befindet. Erst danach kann eine Aussage über die Überlebenschancen von Pheusy getroffen werden.

Als ob das noch nicht schlimm genug gewesen wäre, hat Uwe sich auch noch mit der stumpfen Gartenschere eine Arterie verletzt. Es hat so sehr geblutet, dass ich ihm einen Druckverband anlegen musste und wir umgehend zu einer Ärztin in der Nachbarschaft gedüst sind. Ganz offensichtlich ist er an einer Sehne vorbeigeschrammt und hat wohl auch noch den Knochen getroffen. Jetzt wäre es mir lieber, ich hätte den Urlaub nicht gebucht...

 

20.06.2018

Auf unseren gestrigen Post bekamen wir viele Zuschriften. Ganz besonders schlimm fand ich, dass das Wegstück, auf dem das schreckliche Unglück passiert ist, wohl schon vielen Hundebesitzern als 'Rennstrecke' bekannt war. Eine Frau berichtet sogar, dass auch sie schon mehrfach zur Seite springen musste und sogar einmal am Arm von einem Fahrzeug gestreift wurde. Ich kann nur hoffen, dass die Polizei dort zukünftig häufiger als bisher kontrollieren wird und die Spaziergänger mit Kindern und Hunden bald wieder sicher sind. Für Maria kommt das jetzt leider zu spät. Vor unserem geistigen Auge sehen wir sie noch fröhlich in unserem Garten herumspringen und genau diese Erinnerung möchten wir uns auch erhalten. Der junge Mann, der ihr das Leben genommen hat, wird eine Strafe dafür bekommen, aber egal, wie sie auch ausfällt, sie wird Maria nicht zurückbringen. Wir wünschen Marias Familie ganz viel Kraft, über den Verlust hinwegzukommen. Wir alle sind in Gedanken bei ihnen.

Auch wenn ich in drei Tagen erstmal für einige Zeit in Schottland sein werde, ich habe jetzt schon angefangen, mich um das Hundehütten-Projekt für die Azoren zu kümmern. So wie es im Augenblick aussieht, könnte es tatsächlich möglich sein, die Hütten in Spanien zu bestellen und von dort aus nach Portugal zu schicken. Von Lissabon aus muss sich dann Dania etwas einfallen lassen, um die Pakete nach Pico zu bringen. Ganz wichtig für uns wären auch noch Hunde-Transportboxen/Flugboxen. Falls ihr so etwas ungenutzt im Keller oder auf dem Dachboden stehen habt, würden wir uns über die Boxen wirklich sehr freuen. Wir sind dankbar für jede einzelne, denn leider sind die Boxen oft viele Wochen von Deutschland nach Pico unterwegs. In der Zeit können keine Hunde nach Deutschland fliegen, weil Flugboxen auf Pico Mangelware sind.

Ab 01. Juli sind wir beim Tierschutz-Shop erstmalig das Tierheim des Monats. Unser Verein wird vorgestellt und es wird überall für die Hunde der Protectora Villena Werbung gemacht. Wir hoffen, dass wir so einige Paletten Futter für unsere spanischen Schützlinge gespendet bekommen und dass nicht alle Spender im Urlaub sind und die Aktion ins Leere läuft.

Tierschutz-Shop-Prämien-Banner2-gif

Natürlich werden wir danach nochmal versuchen, einen Spendentruck für Weihnachten zusammenzustellen, aber bis dahin liegt noch einiges an Arbeit vor uns.

Sobald ich aus Schottland zurück bin, werden wir erstmal den Termin für unsere  Mitgliederversammlung festlegen und danach besprechen, wann unser Herbstfest stattfinden wird.

 

19.06.2018

Ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll. Es fällt mir so schwer, euch von der kleinen süßen Maria zu berichten. Das hübsche Mädchen kam am 03. Juni letzten Jahres zu uns. Sie war damals ein halbes Jahr alt und einfach nur goldig. Natürlich war sie gleich vermittelt und kam zu einer ganz netten Familie nach Alzey. Maria hatte ein absolut glückliches Leben, sie wurde geliebt und sie hing an ihren Menschen. Gestern abend wurde sie von der Halterin und einer Freundin nochmal zu einem schönen Spaziergang durch die Felder ausgeführt, als ein merkwürdiges Geräusch die beiden Frauen aufschreckte. Da sich in der Nähe die Bahnlienie befanden, glaubten sie, dass sich wohl ein Zug nähern würde. Als sie sich umdrehten, sahen sie, dass sich auf dem Feldweg ein Auto auf sie zuraste. Sie konnten nur noch zur Seite springen, um nicht überfahren zu werden. Maria jedoch wurde mit der Leine erfasst und war sofort tot.

Seit ich die Nachricht erhielt, wechseln sich unglaubliche Wut und Trauer miteinander ab. Ich wünsche mir, dass der 21-jährige Mann seinen Führerschein verliert und für viele Jahre kein Auto mehr fahren darf. Allerdings bringt das Maria auch nicht wieder zurück. Wir sind erschüttert und können nicht fassen, dass jemand einen Feldweg als Rennstrecke missbraucht, nicht einmal abbremst, als er Spaziergänger sieht und weiter mit voller Geschwindigkeit auf die Gruppe zuhält, billigend in Kauf nimmt, dass ein Mensch oder ein Tier verletzt werden und dann tatsächlich die Dreistigkeit hat, zu seiner Entschuldigung vorzubringen, dass er seinen Freunden nur zeigen wollte, wie schnell sein Auto ist. So jemandem fehlt die geistige Reife ein Fahrzeug zu führen. Er hat Marias Leben auf dem Gewissen und er kann von Glück sagen, dass die beiden Frauen noch in den Graben springen konnten. Der einzige Trost, der uns bleibt, ist, dass Maria sofort tot war und wahrscheinlich nicht einmal erfasst hat, was passiert.

Uns allen hat dieser ungeheuerliche Vorfall das Herz zugeschnürt und wir hoffen, dass die Familie von Maria irgendwann über den Schock und den Verlust hinwegkommen wird. Wir alle können im Augenblick an nichts anderes mehr denken und sind furchtbar traurig.

Maria_DSC06841-2_mN

http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/alzey/alzey/unfall-in-alzey-hund-verstirbt-noch-vor-ort_18861024.htm#cxrecs_s

 

18.06.2018

Seit vielen Jahren haben wir zwei Spiegelreflexkameras, um unsere Events und natürlich auch unsere Hunde zu fotografieren. Ohne Kameras könnten wir weder Bilder auf Plattformen noch Fotos auf unserer Homepage oder im Tagebuch einstellen. Seit einigen Monaten hatten beide Kameras immer mal wieder Probleme, was nicht unbedingt schlimm war, weil es ja immer noch eine Ersatzkamera gab. Dass nun beide gleichzeitig kaputt sind, ist wirklich Pech und da sie mit ungewissem Ausgang nun erstmal für viele Wochen in der Reparatur landeten, mussten wir uns eine neue Kamera anschaffen. Noch haben wir Schwierigkeiten mit der Handhabung, was vorher ohne viel nachzudenken fast schon automatisch funktioniert hat, macht plötzlich Probleme. Das Teil ist sehr klein und man sich kaum vorstellen, dass es Bilder machen kann, von denen einen Spiegelreflexkamera nur träumt. Eigentlich müsste ich mich riesig über das 'Wunder der Technik' freuen, tatsächlich trauere ich meiner alten Kamera hinterher. Mal sehen, wie lange es dauern wird, sich an das neue Teil zu gewöhnen...

Von Bruno haben wir wieder einmal ein tolles Foto bekommen, der Bub ist ständig unterwegs und lernt die Welt kennen. Diesesmal war er an Nordsee und in der Holsteinischen Schweiz, jetzt ist sein Urlaub erstmal beendet und er kann sich daheim von seinen Abenteuern ausruhen.

Bruno_IMG_8129

Für mich fängt in wenigen Tagen der Urlaub an. Ich habe schon eine Liste mit den wichtigsten Sachen, die ich nicht vergessen darf, erstellt. Natürlich werde ich garantiert etwas vermissen, aber auch in Schottland gibt es Geschäfte und ich werde sicher alles nachkaufen können und weder verhungern noch erfrieren. Die Temperaturabfrage für Inverness lag bei 15 - 21°C und die Regenwahrscheinlichkeit bei 40 % - also alles im grünen Bereich für jemanden, der Hitze schrecklich findet und einem kleinen Schauer nicht abgeneigt ist. :)

Uwe hat mir streng verboten, mich in die Nähe von Hunderennbahnen, Auffangstationen oder von Tierschützern zu begeben - er möchte nicht, dass ich mit Greyhounds oder Border-Collies nach Hause komme, er hat sogar Klaus, mit dem ich nach Schottland fliegen werde, schon instruiert.... Ich muss allerdings ehrlich sagen, dass ich froh bin, wenn ich keine hilfsbedürftigen Tiere sehe und meinen ersten Urlaub mal so richtig genießen kann.

Für die Azoren benötigen wir in den nächsten Wochen noch einige Plastik-Hundehäuser. Ich denke, dass die, die wir für Spanien gekauft haben auch auf Pico gute Dienste leisten würden. Ich werde also bei Maria von der Protectora nachfragen, ob der spanische Lieferant auch nach Lissabon liefern kann. Von dort wäre es bei weitem einfacher, die Hütten nach Pico zu befördern als von Deutschland aus. Mal sehen, ob das klappt!

 

17.06.2018

Jetzt ist die kleine Susi ein Hessin geworden und wird in den nächsten Tagen nach Offenbach umziehen. Wir wünschen der kleinen Maus nur das Beste und hoffen, dass sie ein glückliches Leben führen wird.

Mein Aufruf von gestern hat uns tatsächlich einen Pflegeplatz beschert, Cindy wird noch einen kleinen Azorianer aufnehmen und so können wir Dania jetzt mitteilen, dass sie zwei weitere Glückspilze nach Deutschland schicken kann!

 

16.06.2018

Dass sich in den letzten Wochen niemand für unsere kleine Susi interessierte, konnten wir gar nicht nachvollziehen. Susi ist völlig unproblematisch, absolut lieb und verschmust und zudem auch noch bildhübsch. Jetzt hat sich das Blatt gewendet und Susi hat Interessenten gefunden, die sie auch sofort besuchten. Die Kleine schien zu wissen, um was es geht und wickelte das nette Ehepaar aus Offenbach blitzschnell um die Pfote. Morgen werden wir das Vorgespräch machen und so kann es sein, dass Susi in der nächsten Woche schon eine Hessin wird. Wir drücken ganz feste die Daumen!

Ansonsten ist es zur Zeit mit den Vermittlungen sehr ruhig geworden, man merkt, dass sich viele Menschen auf die Urlaubszeit eingestellt haben oder sogar schon unterwegs sind.

Es hat sich bisher auch leider keine neue Pflegestelle bei uns gemeldet und so wissen wir nicht, wie wir unsere Azoren-Hunde nach Deutschland bringen sollen. Nina wird auf jeden Fall kommen, sie hat zum Glück schon ein Zuhause gefunden. Die kleinen Hundchen Toffy, Molly und Sacha, die alle nur ca. 5 - 6 kg wiegen, sollten eigentlich überall unterschlüpfen können. Leider hat sich noch niemand bei uns gemeldet, der bereit wäre, so eine kleine Nase aufzunehmen. Ich kann es nicht verstehen, dass viele selbst einen Hund aus dem Tierschutz haben und wissen, unter welchen schrecklichen Bedingungen diese armen Tiere leben mussten und trotzdem einfach nicht bereit sind, einem anderen Hundchen eine Chance zu geben. Es geht nur um eine kurze Pflegezeit und darum, einem Hund den Weg zu bahnen - mehr nicht. Es ist doch toll ein Leben zu retten, es ist doch keine schlimme Bürde, ein armes Seelchen eine zeitlang an sein Herz zu drücken und ihm Sicherheit und Liebe zu geben. Wir haben in den letzten Jahren so viele Hunde vermittelt, ist denn wirklich bei niemandem noch ein Plätzchen frei?

Toffy-1_mN  Molly03_mN

Sacha_mN

 

15.06.2018

Im Internet entdeckt man immer wieder Posts, die zu denken geben. Heute konnte ich von einer jungen Frau lesen, die offensichtlich über ein ganzes Arsenal an verschreibungspflichtigen Medikamenten verfügt und diese an einem schwer kranken Igel einsetzt. Da wird ganz locker in die Runde gefragt, was man denn noch alles geben sollte, vielleicht ein Corticoid mehr oder ein Antibiotikum usw. In einem anderen Post stellt sie die Frage, ob Igel, denen es augenscheinlich nicht gut geht, auch depressiv sein können.

Uns schreckt so etwas natürlich auf, immerhin gehören hochwirksame Medikamente in die Hand eines Tierarztes und haben bei Laien nichts verloren. Dass jemand, der eine Depression eines Igels in Betracht zieht, kein Fachmann sein kann, bedarf keiner Erklärung. Medikationen mit hochpotenten Medikamenten führen durch Personen ohne nötige Ausbildung fast immer zum Tod des 'behandelten' Tieres und haben nichts mit Tierschutz zu tun. Wir haben versucht, der Dame zu erklären, dass ihr Handeln illegal ist und für das Tier unter Umständen eine Katastrophe sein kann. Sie wusste es jedoch besser und wollte uns dann noch erzählen, dass sie eine Genehmigung für ihr Tun habe. Zu allem Übel 'päppelt' sie auch noch Wildvögel, in diesem Fall drei Eichelhäher. Diese Vögel prägen sich auf den Menschen und können (sollten sie überleben) hinterher kaum mehr ausgewildert werden. Deshalb gibt es Wildvogelstationen. Gemäß § 7 Absatz 2 Nr. 13 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatschG) gehört der Eichelhäher zu den besonders geschützten Arten und ganz bestimmt nicht in die Hände von Laien. Wer sich in solchen Situationen uneinsichtig zeigt und ohne Fachkenntnisse und das Wissen um bestehende Gesetze einfach wild drauf los agiert, muss damit rechnen, dass ein Tierschutzverein aktiv wird. Da nutzen Beleidigungen, Drohungen und auch Häme nichts. Wir wussten nach nur einem Anruf, was mit der Dame los war und da sie einen Job in einer Tierklinik hatte, muss sie sich jetzt eine neue Arbeitsstelle suchen.

Falsch verstandene Tierliebe und Unkenntnis führt oft genug zum Tod eines Tieres, so etwas hat nichts mit Tierschutz zu tun. Wildtiere gehören genauso wie unsere Haustiere in fach- und sachkundige Hände. Es gibt Tierärzte, die jahrelang studiert haben, um praktizieren zu können, ein Laie sollte sich ehrlicherweise und zum Wohl des Tieres eingestehen, dass er eben kein Fachmann ist und ein krankes Tier immer einem Fachmann in die Hand geben. Für Wildtiere gibt es spezielle Auffangstationen, die man leicht bei Tierärzten erfragen kann oder auch im Internet findet. Zudem sind Wildtiere bei uns durch diverse Gesetze geschützt. In Deutschland gibt es die „Verordnung zum Schutz wild lebender Tier- und Pflanzenarten“ (Bundesartenschutzverordnung), die den Schutz der Wildtiere regelt.

Wir hoffen, dass niemand an einem kranken Tier vorbei geht. Es geht nicht darum, die Augen vor dem Leid der Tiere zu verschließen, aber wir bitten darum, dass kranke und hilfsbedürftige Tiere an die Menschen übergeben werden, die qualifiziert und in der Lage sind, diesen Tieren zu helfen. Wildtiere gehören niemals in die Hände von Laien, auch wenn es noch so gut gemeint ist!

Hochwirksame Medikamente gehören in die Hände von sach-und fachkundigen, dafür extra ausgebildeten Personen, 'Herumdoktern' geht gar nicht und zieht wie im oben geschilderten Fall oft genug massive Konsequenzen nach sich. Auch wenn dies für viele Internetnutzer und 'Freunde' der Dame nicht nachvollziehbar war und sie uns beleidigten und aufs Übelste beschimpften, wir handeln zum Schutz der Tiere - wir sind ein Tierschutzverein und wir werden auch bei einem Igel oder Wildvögeln nicht wegsehen! Die junge Frau hatte mehrfach die Gelegenheit, sich mit uns auseinanderzusetzen, sie hat sich als Betreiber einer Igelstation ausgegeben, hat mit Genehmigungen angegeben, die sie nie hatte und war mehr als uneinsichtig. Nun wird sie mit den Konsequenzen leben müssen.

 

14.06.2018

Vielleicht erinnert ihr euch noch an den kleinen Opi Lucky. Er stammte aus Wallertheim und hat jetzt ein schönes Zuhause in Sinsheim. Das alte Männlein hat einen Herzfehler und wurde in den letzten Wochen auf ein Medikament eingestellt. Da seine Zähnchen superschlecht waren und er deshalb schon Probleme beim Fressen hatte, mussten sie saniert werden. So etwas ist immer eine Gratwanderung und wir haben Lucky ganz fest die Daumen gedrückt, dass er die Narkose gut übersteht. Eli, die neue Halterin von Lucky, hat heute Bilder von ihm geschickt. Er ist ein kleiner fröhlicher Opi! Die Narkose hat er gut weggesteckt und es musste nur ein Zahn gezogen werden. Wir sind wirklich froh darüber, dass der kleine Wicht bei Eli leben darf. Sie kümmert sich rührend um ihn und wir sind sicher, dass er dort einen glücklichen Lebensabend haben wird.

IMG-20180613-WA0044_mN

IMG-20180613-WA0005

Lucky_IMG-20180507-WA0014

Mit Pheusy waren wir in der Tierarztpraxis und ein Blick in sein Ohr zeigte uns, dass keine Operation mehr notwendig ist. Sein Trommelfell ist noch vorgewölbt, aber die Entzündung ist verschwunden. Nun bleibt nur noch die Zubildung am Ohrrand. Frau Dr. Weber entnahm eine Probe und in der kommenden Woche werden wir ein Ergebnis haben. Sollte es sich um eine gutartige Zubildung handeln, wird man sie später noch gefahrlos entfernen können, wenn es bösartig ist, werden wir nächste Woche entscheiden, was gemacht werden muss. Für heute ist Pheusy erstmal davon, wir haben ihn schnell wieder mit nach Hause genommen und ihm sofort etwas zu futtern hingestellt. Nüchtern bleiben zu müssen, ist für den Wicht schlimmer als alle Untersuchungen zusammen.

Für Samstag, den 11. August haben wir geplant, mit dem Stand der Tierhilfe Phönix bei einem Turnier der Hundesportfreunden in Gensingen aufzuschlagen. Es wird auf der wunderschönen Anlage des Fußballvereins Gensingen ausgerichtet und bestimmt viel Zulauf haben. Bisher haben sich nur Connie und Beate als Helfer gemeldet, es sollten sich jedoch mindestens vier Leute im Stand abwechseln können. Wir suchen also noch 2 weitere Unterstützer! Wer Spaß daran hat, einige Stunden mit vielen Hundenfreunden zu verbringen - bitte melden!

Von Peters neuen Haltern haben wir ein tolles Video bekommen, der hübsche Bodeguero ist ganz offensichtlich sehr glücklich mit seinen Menschen und ganz besonders toll findet er seinen neuen Hundefreund. Die beiden haben sichtlich Spaß aneinander!

 

13.06.2018

Für unseren kleinen Pheusy haben wir morgen einen Termin beim Tierarzt abgemacht. Der Wicht hat eine kleine Umfangsvermehrung am Ohrrand, die wir gerne abgeklärt hätten, gleichzeitig hatte er Probleme mit einer Ohrentzündung, die unter Umständen von einem Polypen ausgelöst sein könnte. Wir hoffen, dass jetzt alles gut abgeheilt ist und wir ihn nicht operieren lassen müssen.

Von Kaja haben wir mittlerweile eine Rückmeldung bekommen. Sie legt sich zum Schlafen neben Bonnie aufs Kissen und hat sich der älteren Hündin wunderbar angeschlossen. Für Bonnie ist das ein Segen. Nachdem ihre Partnerin gestorben war, wurde sie sehr still und depressiv, jetzt spielt Kaja mit ihr und macht ihr Leben wieder fröhlich. Wir sind sehr glücklich, dass die beiden Hunde so gut zusammen passen und Kaja so nett von Bonnie aufgenommen wurde.

Immer noch fehlen uns Pflegestellen für die Hunde, die als nächste die Azoren verlassen sollen. Jacky ist noch nicht alt genug, um kastriert zu werden und so haben wir erstmal Nina eingeplant. Diese beiden Hunde haben schon ein neues Zuhause gefunden und brauchen keine Pflegeplätze mehr. Badger, Toffy, Molly und Sacha suchen allerdings ganz verzweifelt eine Pflegestelle. Ich weiß, dass es während der Urlaubszeit nicht einfach ist, jemanden für die Hunde zu finden, trotzdem müssen die Nasen die Azoren so schnell wie nur irgendwie möglich verlassen. Die kleine Auffangstation auf Pico ist keine Lebensversicherung für die Tiere und wir möchten vermeiden, dass die Hunde, die schon geimpft und kastriert und damit reisefertig sind, noch zu Schaden kommen. Ab nächster Woche werde ich mich wieder darum bemühen, Hundehütten aus Kunststoff zu ergattern. Wir hatten die gleiche Aktion ja schon kurz vor Weihnachten für die Protectota in Viellena/Spanien ins Leben gerufen. Jetzt brauchen wir 15-20 Hundehütten für die Hunde von Pico, vielleicht überleben sie so die Wintermonate auf den Azoren. Auf Pico wird es nicht kälter als 10 °C, allerdings regnet es ständig. Wenn die Hunde erstmal nass sind, kühlen sie schnell aus und bekommen alle möglichen Infektionskrankheiten. Noch weiß ich nicht, woher wir das Geld für die Hütten nehmen sollen. Ich weiß auch nicht, wie wir sie auf die Azoren bringen können, aber ich weiß, dass es eine Lösung für alles gibt und so werden wir uns ab jetzt dafür stark machen, dass die Hunde in der Auffangstation endlich ein Dach über dem Kopf haben!

 

12.06.2018

Wir freuen uns sehr, dass Kaja ein neues Zuhause gefunden hat und nun mit ihrem neuen Frauchen, einer netten Katze und einer ganz lieben Hundefreundin in Becherbach in einem schönen Haus mit Garten leben kann. Die hübsche Maus hat bisher nicht viel Gutes erlebt und kann ihr neues Glück kaum fassen. Noch bewegt sie sich drinnen mehr als vorsichtig, ein eigenes Körbchen hatte sie noch nie und regelmäßiges Essen kennt die arme Maus ebenfalls nicht. Jetzt ist für alles gesorgt und sie wird geliebt und betüttelt. Wir sind wirklich glücklich, dass Kaja es geschafft hat, besser hätte sie es nicht treffen können!

Mickey hatte heute seinen ersten Frisörtermin. So richtig begeistert war er nicht, aber natürlich hat er sich ganz brav benommen und die merkwürdige Prozedur über sich ergehen lassen. Ohne den alten Pelz geht es ihm jetzt besser. Wir können kaum die Finger von ihm lassen, denn er fühlt sich so kuschelig weich wie ein Plüschtier an. Er findet es toll, ständig gestreichelt zu werden und wir sind froh, dass er wieder aus den Augen sehen kann! :)

Mickey_DSC02636  Mickey_IMAG0848

 

11.06.2018

Nach der großen Hitze scheint es sich jetzt wirklich mal abzukühlen. Wir werden morgen die Gelegenheit nutzen und Mickey zum Hundefrisör bringen. Der Bub sieht zur Zeit wie eine geplatzte Matratze aus und außerdem hechelt er nachts so schlimm, dass auch ich nicht schlafen kann. Ich hoffe, er nimmt es uns nicht krumm, aber die alte Wolle muss einfach ab.

Wir haben Dania heute am Flughafen abgeholt und um kurz vor Mitternacht in ihrem Hotelzimmer abgesetzt. Morgen Nachmittag werden wie sie wieder zum Flughafen bringen. Es ist absolut notwendig, die weitere Vorgehensweise auf den Azoren zu besprechen und abzuklären, wie wir den Hunden dort zukünftig helfen können. Die Zustände sind so schlimm, dass wir dringend Abhilfe schaffen müssen. Es kann nicht sein, dass wir keine Hunde mehr aus Spanien holen, um Pflegestellen für die Azorianer freizuhalten, dann aber die Hunde von Pico nicht ausreisen können, weil die Fluggesellschaft ab Lissabon keine Cargomaschinen mehr zur Verfügung stellt. Wir müssen zukünftig die Flüge viel weiter im Voraus planen, das bedeutet aber auch, dass Dania einen anderen Tierarzt beauftragen muss. Ohne konkrete Impfdaten und Kastrationstermine können wir nämlich keine Ausreisen planen und schon gar keine Flüge buchen.

Die ganze Sache ist verzwickt und wirklich teuer. Wären die Hunde dort nicht massiv vom Tod bedroht, könnte man erstmal in aller Ruhe die Station weiter ausbauen und Ausläufe einzäunen. So müssen die Hunde dringend aus der Station gebracht werden und es fehlt an Geld, um gleichzeitig Aufbauarbeit zu leisten.

In Spanien hatten wir vor 40 Jahren ähnliche Verhältnisse, wie sie jetzt auf Pico herrschen, vorgefunden. Damals haben wir noch gehofft, dass die Spanier sich mit unserer Unterstützung innerhalb kürzester Zeit selbst helfen könnten. Leider stimmte das nicht. Die Mentalität der Menschen war ein von uns völlig unterschätztes Problem. Auf Pico ist es wohl ähnlich - Hunde dürfen grundsätzlich nicht ins Haus, sie leben an Ketten, in Zwingern und Verschlägen unter erbärmlichsten Bedingungen und fast niemand stört sich an ihrem Leid. Es sind nur ganz wenige Menschen, die diese Situation schrecklich finden und gerne etwas daran ändern würden. Die Insel ist ein kleines, armes Eiland mitten im Atlantik und außer mit Touristen gibt es dort kaum Möglichkeiten Geld zu verdienen, oft ist die Schulbildung mangelhaft. Aus Frustration und der mangelnden Bildung resultieren massive familiäre Übergriffe, Prügel sind nicht verpönt, sondern allgegenwärtige Erziehungsmaßnahmen, die auch durchaus unter Ehepartnern Anwendung finden... Ich halte es für sehr problematisch, einer Generation, die so erzogen wurde, dass Gewalt gegen Schwächere durchaus legitim ist, Tierliebe zu vermitteln. Das bedeutet, dass wir auf der Insel wahrscheinlich kaum Unterstützer finden werden und darauf hoffen müssen, mit Zuwanderern, das heißt zukünftig auch mit einer zum Teil deutschen und englischen Community, arbeiten werden.

Auf jeden Fall fehlt erstmal richtig viel Geld, denn wir müssen die Station in die Lage versetzen, die Tiere artgerecht unterzubringen. Sie nur zu kasernieren hat nichts mit Tierschutz zu tun und setzt auch für die Bevölkerung absolut falsche Signale. Dania wird sich jetzt direkt um einen anderen Tierarzt kümmern, die Hunde in der Station müssen umgehend komplett geimpft und entwurmt werden, es müssen Zwinger mit Ausläufen ausgebaut und regendichte Schlafhäuser für die Hunde angeschafft werden. Es muss zukünftig die Möglichkeit bestehen, Neuzugänge in einer Quarantänestation von den anderen Hunden zu trennen. Wenn das alles geschafft ist, müssen wir Aufklärungsarbeit leisten. Dann können wir vorzeigen, wie es richtig gemacht wird und müssen uns nicht für Flickwerk entschuldigen.

Morgen werden wir besprechen, wie hoch die Kosten für die dringend anstehenden Neuerungen sein werden und wie wir das Geld dafür beschaffen können. Mit den Erfahrungen, die wir in Spanien gemacht haben, können wir hier wohl einige Fehler vermeiden. Dass Pico eine Insel ist, macht die ganze Sache überschaubar. Dass die Insel allerdimgs mitten im Atlantik liegt, macht es unmöglich, dringend benötigte Hilfsgüter günstig anliefern zu lassen oder preiswert anzuschaffen. Mal sehen, wie wir mit diesen auch für uns ganz neuen Umständen klar kommen werden. Die Hunde brauchen auf jeden fall ganz dringend Hilfe und daran werden wir nun verstärkt arbeiten.

 

10.06.2018

Am Wochenende hatten wir endlich mal wieder Zeit für den üblichen Papierkram. Das Telefon klingelte nicht allzu oft und wenn, dann hatte es nicht unbedingt mit der Vermittlung von Hunden zu tun. Ein junger Mann fand auf seinem Balkon ein einzelnes Taubenei ohne Nest, er fragte nach, was er damit machen solle und eine nette Dame erzählte mir, dass ihr Hund verstorben sei und sie nicht wüsste, ob sie sich nun einen Hund oder eine Katze anschaffen sollte. Das sind alles etwas merkwürdige, aber normale Anrufe, die Katastrophen blieben zum Glück aus. Allerdings meldete sich auch niemand, der einen Pflegehund aufnehmen wollte und das kommt einer Katastrophe schon sehr nahe.

Von unserem Frühlingsfest habe ich wieder einmal ein paar Schüsseln übrig. Ich denke schon, dass sie vermisst werden und hoffe, dass sich die Besitzer noch melden.

Schüsseln2

Leider sind in den letzten Jahren immer wieder Schüsseln und Tortenbehälter bei uns liegen geblieben. Trotz meiner Aufrufe hatte sich kein Eigentümer mehr gemeldet. Ich weiß nicht, was ich damit machen soll und werde die Sachen jetzt verschenken. Das ist also jetzt die letzte Gelegenheit, seine schon so lange vermissten Sachen wieder zu bekommen. Ansonsten freue ich mich, wenn sie ein neues Zuhause finden.

Schüsseln1

 

09.06.2018

Bestimmt erinnert ihr euch noch an die Hängebauchschweinchen, für die wir vor einigen Wochen dringend einen Platz bei tierlieben Menschen gesucht haben. Die Tierschützerin Silke Arnold aus Einselthum hat sich der 'Schweinerei' angenommen und jetzt sind die Tiere in Sicherheit. Wir bedanken uns ganz herzlich für die nette Zusammenarbeit!

Haengebauchschweine_34830153_1956773014353430_4918548370731040768_n  Haengebauchschweine_34841089_1956773634353368_8580945805270056960_n  Haengebauchschweine_34962785_1956773454353386_7730996967374848000_n

Von Peter haben wir die erste Rückmeldung bekommen, es klappt alles prima und auch die Katze scheint mit dem neuen Rudelmitglied zufrieden zu sein.

Peter_IMG-20180609-WA0014_mN  Peter_IMG-20180609-WA0008

Jeder, der einen Hund hat, kennt die Momente, in denen man hilflos vor einem Problem steht und einfach nicht mehr weiß, was man noch alles tun soll, um dem Hund begreiflich zu machen, dass sein Tun unerwünscht ist. Ganz schlimm sind Hunde, die besonders clever sind und unsere Absichten blitzschnell durchschauen, aber andererseits nicht gewillt sind zu akzeptieren, dass manche Sachen einfach verboten sind. Man steht stundenlang mit der Wasserspritze, der mit Steinchen gefüllten Dose oder den Wurfscheibchen bewaffnet - mit völlig unbeteiligtem Gesicht - in der Ecke und erwartet, dass der Hund nun endlich zu seiner Schandtat schreitet. Der hat die Sache schon längst gecheckt und denkt gar nicht daran, sich zum Objekt unserer Begierde zu machen, er legt sich ruhig hin, dreht sich entspannt auf den Buckel und wartet in aller Seelenruhe ab, bis wir unachtsam und abgelenkt werden - dann ist seine Zeit gekommen. Ohne Rücksicht auf unsere Wünsche wird in der Wohnung markiert, das Brot vom Tisch geklaut und es werden auch mal gerne die Lieblingsschuhe angekaut. Ich kenne diese Situationen zur Genüge, denn auch wir waren schon in der Nähe eines Nervenzusammenbruchs - trotzdem, es hilft nur Konsequenz und manchmal ein wenig Cleverness.

Charly ist ein superschlauer Hund. Wäre er nicht ständig damit beschäftigt, irgendwelchen Blödsinn zu machen, wäre er ein absoluter Traumhund. Leider ist er ein notorischer Dieb und da er schon oft genug Erfolg mit seinen Methoden hatte, scheint er sie auch erstmal nicht aufgeben zu wollen. Was sich seine Halter haben einfallen lassen, um ihn davon abzuhalten, z. B. nicht mehr auf die Küchenarbeitsfläche zu springen, seht ihr hier.

IMG-20180609-WA0003

Bei Charly wird wohl auch irgendwann der Groschen fallen, bis dahin ist Durchhaltevermögen und Ideenreichtum gefragt. Manchmal hilft schon eine rutschige Decke, die das Springen auf eine Arbeitsfläche erschwert, oft helfen auch am Rand drapierte Dosen mit klapperndem Inhalt oder leere offene PET-Flaschen mit Klebepunkten am Rand der Arbeitsfläche angebracht. Ich habe auch schon gehört, dass langhaarige Hunde von doppelseitigem Klebeband abgehalten wurden. Bei den Vierbeinern, die gerne mal auf den Tisch springen, während wir nicht zuhause sind, hilft es oft, den Tisch auf 3 wackelige Klötzchen zu stellen...

Ganz wichtig ist es immer, uns ständig klarzumachen, dass wir keinen dummen, sondern einen ganz besonders intelligenten Hund haben, der einfach nur versucht uns auszutricksen. Dass wir schlauer sind, dürfte feststehen - also ist es immer nur eine Frage der Zeit, die Sache in den Griff zu kriegen! :)

 

08.06.2018

So wie wir es erwartet haben, hat der süße kleine Peter keine Probleme mit Katzen und findet den schon in der neuen Familie vorhandenen Hundekumpel klasse! Nun werden also zwei dieser wunderbaren Hunde zusammen in der Familie leben, wir freuen uns darüber mindestens genauso wie Peter und seine ehemalige Pflegestelle. (Video 1, Video 2)

Bodegueros sind einfach toll. Jeder, der bisher so einen Hund von uns bekommen hat, ist damit überglücklich. Leider werden die Bodis immer noch mit Jack-Russell-Terriern verwechselt, allerdings haben sie mit dieser Rasse wenig gemein. Bodegueros sind absolut verträglich mit anderen Hunden, sie sind sehr verspielt und lassen sich wirklich leicht erziehen. Raufer und angriffslustige Hunde haben wir noch nicht erlebt. In Andalusien sind Bodegueros häufig in kleinen Rudeln und als Familienhunde anzutreffen, sie spielen gerne mit den Kindern und jagen nachts die Nager. Da die Rasse nur in Andalusien gezüchtet wird, sind sie bei uns noch recht selten und ich hoffe wirklich, dass das noch lange so bleibt und sich kein Züchter der Rasse 'annimmt'.

Leider haben sich bisher keine neuen Pflegestellen bei uns gemeldet. Durch die Urlaubszeit stehen uns nun noch weniger Pflegefamilien für unsere Hunde zur Verfügung als sowie schon. Langsam wird es eng und so bleibt nur die Hoffnung, dass sich vielleicht doch noch jemand für Badger, Toffy, Molly oder Sacha findet und die Nasen nicht auf Pico zurückbleiben müssen.

Badger02-1_mN  Toffy-1_mN

Molly03_mN  Sacha_mN

Für Nina und Jacky gibt es Interessenten, die die Hundchen direkt auf Pico ausgesucht haben. Sobald die beiden Fellnasen reisefertig sind, können sie ausfliegen und von ihren neuen Familien abgeholt werden.

Wer sich für eine Pflegestelle interessiert, kann sich gerne schon einmal auf unserer Homepage schlau machen oder uns einfach anrufen. Die Pflegestellen sollten sich im Umkreis von ca. 50 km um Alzey befinden, denn wir möchten unseren Pflegefamilien mit Rat und Tat zur Seite stehen können und das klappt nicht, wenn die Pflegefamilien in Berlin, Hamburg oder München wohnen. :) Deshalb bitten wir um Verständnis, dass wir Pflegestellen, die weiter entfernt sind, nicht aufnehmen können.

 

07.06.2018

Dass Edith die Füße still halten, würde während wir keine Lösung für die Hunde auf Pico haben, konnte keiner erwarten. Sie gibt nicht eher Ruhe, bis die Hunde in Sicherheit sind. Es ist besser, sie jetzt wurschteln zu lassen, als sie davon abzubringen. Mal abwarten, was dabei rauskommt. Ihr seit Monaten geplanter Schottland-Urlaub kommt mit jedem Tag näher und spätestens dann muss sie Pause machen. Außerdem merkt sie ständig, dass es im Augenblick nicht so geht, wie sie es gerne hätte. Sie hat Schmerzen, ist kraftlos und hat störende Arzttermine. Dass sie nachts nicht schlafen kann, macht die Sache nicht besser. Ich bin mir aber sicher, dass sie weiß, was sie tut und wir in den nächsten Tagen eine Lösung für die Azoren-Hunde finden werden.

Für Peter haben wir Interessenten. Sie haben schon einen Bodeguero und eine Katze. Ob Peter ein Katzenversteher ist, können wir nicht beurteilen. Deshalb wird die Pflegefamilie nun einen echt weiten Weg auf sich nehmen und mit Peter zu seiner vielleicht neuen Familie mit Katze fahren und es ausprobieren. So ein Einsatz ist nicht selbstverständlich und zeigt, wie sehr die Pflegestellen bemüht sind, uns unter die Arme zu greifen und mitzuhelfen, ein gutes neues Zuhause für die Wauzis zu finden. Wir freuen uns sehr, dass wir von Beate und Peter so viel Hilfe bekommen, denn im Augenblick fällt es uns wirklich schwer, alle anfallenden Arbeiten alleine zu bewerkstelligen.

Da wir bei den Vermittlungen grundsätzlich nachfragen, ob der Vermieter mit der Hundehaltung einverstanden ist und uns auch immer eine schriftliche Bestätigung des Hausbesitzers vorlegen lassen, finden wir ein neues Urteil des Amtsgerichts Nürnberg sehr interessant. Viele Vermieter haben ein Tierhaltungsverbot als Standardklausel in ihren Mietverträgen. Diese ist aber so nicht ausreichend. Ob das Halten von Tieren zulässig ist oder nicht, muss im Rahmen einer umfassenden Abwägung der beiderseitigen Interessen im Einzelfall geklärt werden. Dabei sind beispielsweise Art, Anzahl und Größe der Tiere ebenso zu berücksichtigen wie die Verhältnisse vor Ort. Ein solches Abwägen ist mit einer Standardklausel gar nicht möglich. Der wegen eines Mopses klagende Vermieter verlor den Prozess und die Knutschkugel durfte bleiben.

 

06.06.2018

Irgendwie scheint es bei uns mittlerweile normal zu sein, dass sich unser Internet und damit unser Telefon verabschiedet. Heute war es zur Abwechslung mal eine sogenannte Netzstörung, die wohl unser gesamtes Gebiet betraf - man ist ja schon froh, dass andere ebenfalls betroffen sind und man nicht wieder mit einem unbekannten Fehler alleine hilflos vor dem Computer sitzt...

Wir hatten heute ein langes Gespräch mit Dania von den Azoren. Die ganze Situation auf Pico ist sehr, sehr schwierig. Noch problematischer ist es allerdings mit zwei unterschiedlichen Fluggesellschaften Cargo-Flüge zu organisieren. Die eine Gesellschaft fliegt bis Lissabon und den Anschlussflug muss man über eine andere Fluggesellschaft buchen, die aber tatsächlich nicht permanent über Flugzeuge verfügt, die Tiere im Cargobereich transportieren kann. Es wäre tatsächlich einfacher, auf die Azoren zu fliegen und dort die Hunde abzuholen. Wenn sie im normalen Transitbetrieb reisen, fliegen die Hunde in der Maschine mit, in der man auch selbst sitzt. So ein Flug kostet ca. 700 - 900 € extra und ist damit für uns natürlich nicht mehr finanzierbar. Zudem könnten wir nicht einfach morgens auf die Azoren fliegen und abends wieder zurück, dafür gibt es einfach zu wenige Flüge dorthin. Das heißt, wir haben im Augenblick ein Problem. So gerne wir den Hunden dort helfen möchten, wir schaffen es nicht, die Flüge rechtzeitig zu planen. Im Sommer sind viele Urlauber zu den Azoren unterwegs und preiswerte Flüge gibt es dann nicht, im Winter können wir keine Cargo-Flüge buchen, denn solche gibt es schlicht und ergreifend nicht. Für unsere Pflegestellen müssen die Ankünfte der Hunde planbar sein und auch wir sind auf eine gewisse Regelmäßigkeit angewiesen. Zur Zeit ist nicht einmal der dortige Tierarzt eine feste Größe, dieser macht, was er will und wann er es will. Es ist nicht möglich, Kastrationen und Impfungen einzuplanen und deshalb kann man auch keine Flüge buchen. Die Azoren gehören eindeutig noch zu Europa, wir haben allerdings das Gefühl, dass das dort keinen interessiert. Die Uhren ticken anders und so lange man sich im Urlaub befindet, mag das ja ganz schön sein, wenn es aber darum geht, den dortigen Hunden das Leben zu retten, dann wird es schwierig. Es geht wohl kein Weg daran vorbei, wir werden nach Pico fliegen und dort zusammen mit allen Helfern unseres kleinen Projekts eine Lösung finden müssen. Die Hunde aufzugeben kommt für uns nicht in Frage.

 

05.06.2018

Es hat etwas gedauert, aber nun wissen wir was Edith plagt. Sie hat einen Lungenerguss auf der rechten Lungenseite und wird deshalb nun erstmal ausfallen. Wir müssen leider alle Aktivitäten jetzt erstmal herunterfahren und uns darum kümmern, dass sie wieder gesund wird. Wir bedanken uns bei allen, die liebe Genesungswünsche geschickt haben und bitten um Verständnis, dass wir uns jetzt in einer Ausnahmesituation befinden. Natürlich stehe ich für Vermittlungen weiterhin zur Verfügung. Sorry, aber Edith's Gesundheit ist schon seit längerem angeschlagen und jetzt ziehe ich sie mal eine Zeitlang aus dem Verkehr!

 

04.06.2018

Das Ergebnis von Edith's Untersuchungen lässt auf sich warten und Edith geht es verständlicherweise nicht gut. Dazu kommt, dass es im Krankenhaus viele Dinge gibt, die sehr irritierend sind. Ihr kennt sie ja, sie ist kein Mensch, der wegschaut. Nachdem sie über viele Stunden in der Notaufnahme gelegen hatte, niemand ihr sagte, was als nächstes angedacht sei und keiner nach ihr sah, fragte sie nach etwas Essbarem. Die Antwort war: "Wir sind hier die Notaufnahme und kein Hotel!" Edith versuchte zu erklären, dass sie mit dem Rettungswagen gekommen sei und seit vielen Stunden in der Notaufnahme liegen würde und man sie doch bitte jetzt endlich auf die Station bringen sollte, sie sei Diabetiker und habe auch ihre Tabletten bisher nicht nehmen können. Die Antwort war: "Lassen sie sich doch von ihrem Mann etwas zu essen bringen, wo ist der überhaupt? Wäre das mein Mann, so würde er jetzt an meiner Seite sitzen!" Solche Unverschämtheiten lässt sich meine Frau natürlich nicht gefallen und reagierte dementsprechend. Antwort: "Draußen sitzen noch andere Patienten, die hier gerne behandelt werden wollen, die sind dankbar, wenn sie hier behandelt werden!" Tja, wofür Edith hätte dankbar sein sollen, blieb ihr verschlossen. Sie bekam dann eine Infusion angehängt. Die Schwester verschwand allerdings, ohne die Frage zu beantworten, um was es sich handeln würde. Edith konnte die Beschriftung nicht erkennen und fragte bei nächster Gelegenheit wieder, was denn in der Flasche sei. Antwort: "Eine Infusion!" Frage: "Was für eine Infusion?" Antwort: "Eine aus Glas!" Frage: "Ich sehe selbst, dass es eine Glasflasche ist, bitte, was ist drin?" Antwort: "Eine Infusion!" Es dauerte etwas, bis Edith gesagt bekam, dass es Vomex sei. Edith hatte Hunger und sie hatte Bauchschmerzen, ihr war aber nicht übel und Vomex gibt man gegen Übelkeit. Natürlich fand sie es nicht schön, eine völlig sinnlose Infusion bekommen zu haben, schon gar, da die Bauchschmerzen immer übler wurden. Letztendlich hat sie sich ein Telefon geben lassen und bei mir angerufen. Ich habe ihr etwas zu Essen gebracht. Die Klinik hatte es bei mittlerweile fünf Essensausgaben nicht ein einziges Mal geschafft, ihr das bestellte vegetarische Essen zu bringen. Man sagte ihr immer, dass nichts anderes da sei und sie das bekommen hätte, was sie bestellt habe. Die Bettnachbarin bekam allerdings auch nicht das bestellte Essen und so handelt es sich garantiert nicht um einen Einzelfall. Dass man sich im Krankenhaus auch noch selbst verpflegen soll, war uns neu. Am schlimmsten waren die frechen und abwertenden Bemerkungen des Personals. Offensichtlich soll dem Patienten vermittelt werden, dass er selbst an allem Schuld ist und er dankbar sein muss, überhaupt im Krankenhaus liegen zu dürfen. Wir finden so ein Verhalten unglaublich.

Edith hat sich darüber beschwert, dass man einer Mitpatientin im Beisein der Zimmernachbarn privateste Fragen stellt, dabei auch wissen wollte, ob die Dame dement sei, ob sie abgelaufene Schuhe habe oder gar schon eine Pflegestufe für sie beantragt sei. Die befragte Frau war sichtlich entsetzt. Edith's Hinweis, dass bitte die Privatsphäre der Dame geschützt werden solle, wurde übergangen.

Dass offensichtlich allen Patienten, egal, ob sie mobil waren oder nicht, Heparin in Form einer Spritze verabreicht wird, konnte Edith auch nicht verstehen. Sie ist nicht operiert worden und es besteht keine Thrombosegefahr, also verweigerte sie die Spritze. Auch das wurde nicht gut aufgenommen, da ALLE Patienten diese Spritze bekommen! So etwas geht gar nicht und natürlich lässt sie sich das nicht gefallen.  Man kann einiges entschuldigen, dass aber nachts 25 Minuten eine Klingel läutet und keiner nach dem Patienten sieht, geht zu weit. Auf Nachfrage bei der Schwester wurde meine Frau angeraunzt, sie sei heute schon mehrfach 'auffällig' gewesen und solle doch selbst nach dem Patienten sehen, wenn sie das Klingeln stören würde. Letztendlich gingen die Provokationen so weit, dass Edith das Krankenhaus verlassen wollte und mich anrief, damit ich sie abholte.

Wir werden morgen versuchen, den Leiter des Qualitätsmangements zu erreichen und die vielen unglaublichen Vorfälle nochmal schildern, Edith hat Fotos gemacht und hat auch die Namen von Zeugen notiert, die ihre Vorwürfe bestätigen können. Eine Dame hatte ihr sogar den Haltegriff am Bett gesäubert, nachdem Edith fast daran kleben blieb und wird bestimmt auch gerne bestätigen, dass der Boden im Bad/Toilette so schmutzig war, dass die Damen lieber Toiletten in anderen Stockwerken aufsuchten. Die Mutter dieser Patientin hatte sich bereit erklärt, das Zimmer mal anständig zu putzen. Sie konnte nicht fassen, dass die Putzfrauen für alles den gleichen Lappen nehmen. Ob Heizkörper, Wandverkleidung, Fenster oder Tisch und Schrank alles wurde mit einem Lappen abgewischt. Meine Bettnachbarin wischte mit einem Tuch den Griff ihres Schranks aus und zeigte mir danach den Lappen. Dieser war so dreckig, dass ich mich danach weigerte, meinen Schrank überhaupt zu benutzen und meine Kleidung und Toilettenartikel lieber in meinem Koffer ließ.

Solche Vorfälle machen es den Patienten nicht leicht, gesund zu werden, sie bedürfen der Aufklärung und der Abhilfe. Wir werden sehen, wie die Klinik sich dazu stellt.

 

03.06.2018

Edith hat's mal wieder erwischt. Sie ist heute mit Blutdruckproblemen ins Krankenhaus gekommen. Auf der Landstraße nach Gau-Bickelheim musste sie anhalten und ein zwei nette Armsheimer haben sie gefunden und sich um alles gekümmert, den Notarzt gerufen und sogar das Auto wieder nach Armsheim gefahren. Liebe Familie Selig, falls ihr das jetzt lest, hier nochmal VIELEN DANK für eure Hilfe! Wenn ihr nicht gewesen wärt, wer weiß...

Jetzt sitzt die Edith erstmal für ein paar Tage im Krankenhaus fest. Da sie kaum noch schläft, ist für morgen auch ein Schlaflabor angesetzt. Und wie es der verdammte Teufel will, wurde auch noch bei der routinemäßigen Röntgenuntersuchung ein Schatten auf der Lunge festgestellt. Ich habe gelesen, dass das nicht unbedingt was Schlimmes sein muss, denn es gibt mehrere mögliche Ursachen dafür. Ein MRT wird morgen Klarheit bringen. Hoffen wir das Beste...

 

02.06.2018

Groucho, der jetzt Flip heißt, hat ein neues Zuhause in Frankenthal gefunden. Wir freuen uns sehr und sind sicher, dass der Bub dort gut aufgehoben ist.

Ich habe heute mit einer netten Dame telefoniert, deren Schwester auf Pico wohnt und die winzige Station kennt, in der unsere Hunde aufbewahrt werden. Ganz offensichtlich braucht man dort dringend Hilfe. So, wie mir gesagt wurde, gibt man sich zwar Mühe, weiß aber einfach zu wenig über ansteckende Krankheiten, Quarantäne, Impfungen, Parasiten usw. Die Boxen, in denen die Hunde leben, sind ca. 3 qm groß und mit 3 - 4 Hunden belegt, es gibt keine Hundehäuser, Decken oder Körbchen. Einen Tierarzt zu bekommen, grenzt an ein kleines Wunder und kastrieren kann eigentlich keiner. Viele Hunde sterben an ansteckenden Krankheiten, weil die frisch ankommenden Tiere, zu den noch ungeimpften in die Boxen gesetzt werden.

Die Schilderungen der Dame waren sehr genau und da sie selbst seit vielen Jahren im Tierschutz arbeitet, weiß ich, dass sie die Situation sehr gut einschätzen konnte. Natürlich bin ich jetzt sehr erschrocken und schockiert, aber ehrlich gesagt weiß ich nicht, was ich jetzt auf die Schnelle ändern kann. Pico ist über 6 Flugstunden entfernt, man kann nicht mal schnell Hilfsgüter dort hin schicken, weil die Azoren mitten im Atlantik liegen und alles mit Containerschiffen angeliefert werden muss. Selbst ein Flug muss gut geplant sein, denn der Aufenthalt ist mangels Rückfluggelegenheit immer mindestens eine Woche lang. Wir haben uns in den letzten Wochen gefragt, wieso es fast unmöglich ist, einen genauen Flugtermin zu bekommen, wieso die TRACES nicht gemacht wurden und wieso man immer wieder nach Impfdaten fragt und sich versichert, dass alles richtig ist. Jetzt wissen wir es - niemand scheint sich auszukennen und Dania hat große Probleme, überhaupt einen Tierarzt zu finden, der Hunde behandeln will. Die Hunde, die es schaffen, zu uns nach Deutschland zu kommen, sind diejenigen, die auf Pico überlebt haben - nicht die Tötung, denn sie sind in einer Auffangstation - nein, sie haben die Station, die ihr Weiterleben garantieren soll, überlebt. So, wie mir gesagt wurde, überleben die meisten Hunde dort nicht. Es muss nicht getötet werden, die Hunde sterben von selbst...

Ich bin am Boden zerstört und werde im August versuchen, nach Pico zu fliegen. Die Deutschen, die auf Pico leben, sind im Augenblick meine einzige Hoffnung. Vielleicht ist es möglich, dort Unterstützung zu bekommen und Menschen zu finden, die mithelfen, die kleine Station so auszubauen, dass Hunde dort überleben können, reisefertig gemacht werden und dann schnellstmöglich nach Deutschland ausreisen. Ich muss versuchen, einen Tierarzt zu finden, der in der Lage ist, Hunde zu behandeln und gewillt ist, diese auch zu impfen. Außerdem muss ein Auslauf für die Tiere eingezäunt werden. Ich kann kaum glauben, dass die Hunde die winzigen Zwinger nicht verlassen können, weil einfach kein Zaun vorhanden ist. Vielleicht wird es auch nötig sein, einen deutschen Tierarzt mitzunehmen, um den ansässigen Veterinären zu zeigen, wie man Kastrationen bei Hunden durchführt. Leider lernen die Tierärzte das dort offensichtlich nicht, da niemand auf die Idee kommt, für Hunde oder Katzen auch nur einen Cent auszugeben.

Ich glaube, dass auf Pico noch schrecklich viel Arbeit vor uns liegt und ich weiß, dass es nicht so einfach sein wird wie in Spanien, das ja praktisch vor unserer Haustür liegt und auch gut mit dem Auto zu erreichen ist. Etwas auf die Azoren zu transportieren, ist ausgesprochen problematisch, eigentlich braucht man einen Schiffscontainer dafür... die Kosten sind für uns unerschwinglich. Alle benötigten Dinge auf den Azoren zu kaufen, bedeutet, rein mit Spendengeldern zu arbeiten und ganz ohne Sachspenden von großen Firmen auszukommen. Das dürfte mehr als schwierig sein. Trotzdem muss ganz schnell etwas passieren, denn so kann es nicht weitergehen. Wir wollen den Hunden helfen und nicht mit daran schuld sein, dass Hunde sterben. Unsere dringlichste Aufgabe wird es jetzt sein, die in der Station befindlichen Hunde umgehend reisefertig zu machen und schnellstens nach Deutschland zu holen. Die Vorstellung, dass noch mehr Hunde in der Station sterben, ist unerträglich. Wir brauchen jetzt also nicht nur schnellstens eine Pflegestelle für Fred, sondern so schnell wie nur irgendwie möglich Pflegestellen für mindestens 20 Hunde! Sollte unter unseren Lesern ein Tierarzt sein, der gewillt ist, eine Woche lang seinen azorianischen Kollegen zu zeigen, wie man Hunde und Katzen kastriert, wären wir bereit, ihm den Flug und die Unterkunft zu stellen.

 

01.06.2018

Wir hatten es ja schon vermutet, als wir Cindy am Frühlingsfest mit Canela sahen und wir konnten uns nicht vorstellen, dass Canela tatsächlich nochmal vermittelt werden würde. Jetzt ist es amtlich, Canela heißt jetzt Fine und wir begrüßen eine Pflegestellenversagerin mehr in unserer Mitte! Cindy, du bist in guter Gesellschaft und wir freuen uns sehr für Fine und natürlich auch für Valen, der jetzt noch eine kleine Freundin mehr hat.

Auch für Groucho, der jetzt Flip heißt, gibt es Interessenten. Der hübsche Junge hat in Elisas Reitstall wohl einen wirklich guten Eindruck hinterlassen und jetzt kann es sein, dass er vielleicht auch zukünftig bei Reitern leben wird. Das Vorgespräch wurde schon vereinbart und morgen wissen wir mehr.

Unser Frühlingsfest liegt nun seit einer Woche hinter uns und endlich ist alles wieder an seinem Platz. Heute haben Patty und Thomas noch die letzten Bänke abgeholt und Uwe wird morgen die alten Verpackungen auf den Wertstoffhof fahren, damit ist alles fertig und wir begeben uns in die Planung für den nächsten Event. Geplant ist ein kleiner Stand am 11. August auf dem Turnier der Hundesportfreunde Gensingen. Das Turnier wird auf der wunderschönen Anlage des Fußballvereins Gensingen stattfinden und bestimmt viele Besucher anziehen. Einige Mitglieder der Hundesportgruppe haben wir mit ihren Hunden am Frühlingsfest ja schon kennengelernt. Die Rally Obedience Vorführung, geleitet von Anna Lossa, war wirklich toll und ich denke, dass manch einer unserer Hundehalter das mit seinem Liebling jetzt auch mal selbst versuchen will. Für den 11. August suchen wir nun ehrenamtliche Helfer. Wer Spaß daran hat, sich mal 2 - 3 Stunden mit einem netten Team in unser Verkaufszelt zu stellen, der sollte sich bitte jetzt bei uns melden. Wie immer geht der Erlös aus diesem Verkaufstag wieder zu 100 % in den Tierschutz.

 

31.05.2018

Es ist kaum zu glauben, aber während wir hier Feiertag hatten, hat sich ein Techniker aus dem Osten Deutschlands telefonisch bei uns gemeldet und den Fehler behoben. Wir sind wieder erreichbar, unser Internet geht wieder und das fast drei Wochen andauernde Drama hat endlich ein Ende!

Unsere Vermittlungen gehen zur Zeit nur sehr schleppend voran. Wir haben zwar Interessenten, aber leider sind unsere Hunde für sie nicht passend. Manche Menschen haben sehr merkwürdige Vorstellungen und erwarten z. B. dass die Hunde von uns ausgebildet werden, sie sollen alles können, stubenrein sein, alleine bleiben (wenn möglich auch noch 8 - 10 Stunden lang) und natürlich dürfen sie keine Haare verlieren und müssen bedingungslos hören. Ich werde gefragt, ob man den Hund mal zur Probe 1-2 Wochen mitnehmen kann, immerhin müsste man ja wissen, was so mit ihm los wäre usw. Bei einem Herrn, der dazu noch absoluter Hundeanfänger ist, musste ich über seine unglaubliche Dreistigkeit tatsächlich staunen und versuchte ihm zu erklären, dass wir fühlende Wesen vermitteln und dass es keine Kühlschränke sind. Man kann sie nicht nach Belieben hin und her schieben. Er sagte mir daraufhin, dass Pflegekinder vom Jugendamt ja auch hin und her geschoben werden. Das schade denen ja auch nichts. Unser Gespräch verärgerte ihn so sehr, dass er mehrfach anrief und sich über mich beschweren wollte. Er sagte mir, dass ich in seiner Firma von ihm entlassen würde und ich teilte ihm mit, dass er in meiner Firma erst gar nicht eingestellt worden wäre. Solche Gespräche sind sehr unbefriedigend und absolute Zeitverschwendung. Wer sich seinen 'Freund fürs Leben' nach Kriterien aussucht, die ich nicht einmal ansatzweise nachvollziehen kann, der sollte sich kein Tier anschaffen. Die Hunde müssen sich entwickeln können, sie passen in kein starres Korsett und man kann sie nicht wegpacken, wenn man mal gerade keine Lust hat. Menschen, die Hunde wie eine Ware abschätzen, werden von uns kein Tier bekommen.

Nächste Woche haben wir das Vorgespräch für Kaja in Becherbach, sie wird wohl am 09. Juni mit Picasso und Fred die Azoren verlassen. Auch Nina und Jackie haben Interessenten. Leider müssen wir dafür fast schon nach Karlsruhe fahren. Ich hasse diese Strecke, sie besteht nur aus Baustellen und Staus! Unsere Zeit ist im Augenblick recht knapp, trotzdem möchten wir natürlich, dass die beiden Hunde ein tolles Zuhause finden und ebenfalls so schnell wie möglich von den Azoren ausgeflogen werden können. Irgendwie kriegen wir auch das noch hin. Dass Fred bisher noch keine Pflegestelle hat, ist schlimm und ich hoffe immer noch, dass ihn jemand aufnehmen kann. Der Wicht ist winzig und sollte eigentlich überall ein Plätzchen finden können.

Fred_mN

Von Maria aus Villena haben wir heute ein Video bekommen. Alle Mitarbeiter bedanken sich ganz herzlich für unsere Hilfe und sie möchten euch zeigen, für wen sie das gespendete Futter verwenden. Es ist ein Video, dass mir die Tränen in die Augen treibt. So viele Hunde und Katzen verbringen ihr ganzes Leben im Tierheim, so viele sind alt und niemand will sie haben, so viele haben Verletzungen oder Behinderungen, die eine Vermittlung fast unmöglich machen und so viele gehören Rassen an, die bei uns nicht gefragt sind.... DANKE, dass ihr den armen Seelen helft! Ohne euch hätten all diese Hunde keine Chance!

 

30.05.2018

Die Hitze macht uns allen schwer zu schaffen, die Hunde spielen in den Wassermuscheln oder bleiben einfach unter einem schattigen Baum im Gras liegen - ich bewege mich nur noch im Umkreis unserer Ventilatoren, nur Uwe kämpft sich mit Rasenmähen und Gartenarbeiten klitschnass geschwitzt weiter durch die Hitze. Vielleicht sollte man es einfach so hinnehmen, wie es ist und sich auf Siesta einstellen. Sich mit Gewalt kaputt zu machen bringt ja letztendlich auch nichts. Deshalb haben wir uns für den morgigen Feiertag vorgenommen, im Haus zu bleiben und einfach mal nur Papierkram zu erledigen.

Unser Problem mit dem Internet hat sich noch immer nicht beheben lassen und wir können jetzt nur noch hoffen, dass sich wirklich mal ein 'Spezialist' bei uns meldet. Langsam nervt es tatsächlich!

Dania konnte uns leider noch immer keinen Termin für unsere Azoren-Hunde mitteilen. Sie wollte die Flüge buchen und meinte, dass es wohl der 08.06. werden würde - leider haben wir noch immer keine Bestätigung. Ganz sicher ist allerdings, dass Fred reisen wird und er noch keine Pflegestelle hat. Wir können den Wicht einfach nicht noch länger zurücklassen und so hoffen wir mal, dass sich eine unserer Pflegemütter bereit erklärt, den kleinen Bub aufzunehmen. Ansonsten haben wir ein Problem!

Da wir wegen der Urlaubszeit im Sommer immer viel zu wenige Pflegestellen haben, möchte ich an dieser Stelle nochmal bei euch für unsere Hunde bitten. Im Augenblick haben wir noch einige Hunde von den Azoren im Vorlauf. Diese Hunde können nur bis Ende September, maximal bis Oktober von den Azoren ausreisen. Die Station ist nur bis zum Herbst besetzt. Danach ist Dania wieder auf dem Festland und für die Hunde ist die Chance zu Überleben vertan. Es geht also darum, jetzt so viel Tiere wie möglich nach Deutschland reisen zu lassen. Alle, die noch rechtzeitig die Insel verlassen können, werden leben - die anderen bezahlen mit ihrem Leben. Für mich ist das eine ganz schlimme Wahrheit und tatsächlich liegt es an uns. Es ist so, wie ich es immer sage - jede Pflegestelle rettet Leben! Wir haben im Augenblick keine spanischen Hunde mehr im Vorlauf, wir haben ganz absichtlich den Azoren-Hunden den Vortritt gelassen. Für sie sind wir die einzige Chance auf ein Überleben!
Wenn ihr euch für eine Pflegestelle interessiert, lest euch bitte unsere Informationen dazu durch oder ruft uns an: 0160 - 955 762 78

Eure Hilfe rettet Leben!

 

29.05.2018

Die Sache mit dem fehlenden Internetzugang fängt an, mir auf die Nerven zu gehen. Intelligenterweise hat man uns für am Donnerstag einen weiteren Technikerbesuch versprochen, dass das natürlich nichts wird ist klar. Meine Reklamationen werden alle abgetan und es wird gesagt, dass man uns zurückruft - natürlich warten wir wieder einmal vergebens. Wir können nicht verstehen, was so schwierig daran sein soll, unsere Leitung zu prüfen und den Fehler zu lokalisieren. Jedesmal wenn ein Techniker kommt, vermutet er den Fehler an anderer Stelle und immer stellen wir hinterher fest, dass es genauso wenig funktioniert wie vorher. Ich kann manchmal nicht mehr telefonieren, dann geht das Internet nicht, Online-Banking geht ebenfalls nicht und die Anzeigen für unsere Hunde kann ich nur aufgeben, wenn ich über mein Handy arbeite und dafür ständig 4,99 € an Datenvolumen nachkaufe. Die Sache hat angefangen teuer zu werden und davon ganz abgesehen ist nicht geklärt, wer diese Kosten tragen muss.

Zu allem Unglück ist seit Montag die Verbindungsstraße nach Flonheim gesperrt - und zwar für ca. 2,5 - 3 Monate. Das heißt, ich muss einen enormen Umweg von ca. 20 km fahren, um ins Nachbardorf zu kommen. Normal sind das 3 km, jetzt bin ich 25 Minuten unterwegs. Mir ist es bis jetzt nicht klar geworden, wieso man beide Fahrbahnen gesperrt hat und den Bürgern so etwas zumutet.

Im Augenblick ist alles etwas verzwickt und schwierig, natürlich werden sich die Probleme irgendwann lösen, aber ohne Internet und schnellen Autobahnzugang fühle ich mich um viele Jahre in der Zeit zurückversetzt.

Die Vermittlung unserer Hunde läuft im Augenblick sehr schleppend. Das mag am heißen Wetter liegen oder daran, dass die Leute erstmal in den Urlaub fahren möchten und sich dann nach einem neuen Hausgenossen umsehen werden. Auf jeden Fall bedeutet es, dass wir die Hunde, die nachrücken sollten, jetzt wohl nicht kommen lassen können. Bis auf Kaja, die wahrscheinlich schon ein neues Zuhause gefunden hat und Picasso, für den wir eine Pflegestelle haben, werden wohl erstmal keine Hunde ausreisen. Für Fred, der jetzt schon so lange wartet, ist das besonders schlimm, aber auch die anderen Hunde von den Azoren sollten jetzt langsam nach Deutschland kommen.

Für Nina und Jackie haben sich schon Interessenten gemeldet, die die beiden Hunde während des Urlaubs auf den Azoren gesehen haben. Hier steht noch das Vorgespräch aus.

Nina_mN  Jackie-2_mN 

Für Toffy, Molly, Sacha und Badger haben wir noch keine Pflegestellen oder gar Interessenten.

Toffy-1_mN

Molly und Sacha sind mit ca. 5 kg wohl Chihuahua-Mixe, sie werden nicht mehr wachsen, sind extrem lieb und suchen ganz dringend ein Plätzchen zum Überleben. Toffy hat ein blaues und ein braunes Auge, sie ist kleinbleibend und im Augenblick ca. 6 Monate alt.

Molly03_mN  Sacha_mN

Badger dürfte ca. 10 - 12 kg haben und ist ebenfalls noch ganz jung, allerdings schon ausgewachsen.

Badger02-1_mN  Badger01-1_mN

Alle diese Hunde haben ein einwandfreies Wesen, sie sind freundlich und lieb. Sie möchten einfach nur leben und suchen deshalb eine Pflegestelle bei einer tierlieben Familie im Umkreis von ca. 40 km um Alzey. Vermittlungen sind im Umkreis von 100 km möglich.

 

28.05.2018

Ganz offensichtlich sind unsere Probleme ins Internet zu kommen, trotz mehrfacher Reparatur und letztendlich dem Auswechseln des Kabelmodems, doch noch nicht ganz behoben. Bis jetzt konnten wir nicht herausfinden, woher der Fehler kommt und/oder ob es überhaupt noch der gleiche Fehler ist. Auf jeden Fall klappt alles nicht so, wie es sollte. Wundert euch also nicht, dass ich das Tagebuch im Augenblick nicht pünktlich veröffentlichen kann, die e-Mails kann ich ebenfalls nicht permanent einsehen und beantworten und auch unser Festnetz funktioniert nicht immer. Wir können nur hoffen, dass der Fehler bald gefunden wird. Selbst können wir leider nichts zur Reparatur beitragen.

Trosky hat heute ein neues Zuhause gefunden! Wir wünschen ihm ein glückliches Leben bei seiner neuen Familie in Enkenbach-Alsenborn!

Für Irie haben wir vielleicht eine neue Pflegestelle gefunden, die arme Maus hatte es in den letzten Wochen mit den Chihuhuas der jetztigen Pflegemutter nicht leicht. Man kann es sich kaum vorstellen, aber die kleinen Kerlchen führen ein strenges Regiment und Irie hat Angst vor ihnen. Wie immer müssen wir unsere neuen Pflegestellen aber zuerst dem Amtsveterinär melden und dann auf dessen ok warten. Ich hoffe, dass es diesesmal ganz besonders schnell gehen wird.

Mit dem Aufräumen nach unserem Frühlingsfest sind wir noch immer nicht ganz fertig. Zwar sind alle Sachen wieder in Gabi's Lager und auch die geliehenen Biertischgarnituren haben wir wieder zurückgebracht, trotzdem war bisher noch keine Zeit, die übriggebliebenen Getränke wieder abzugeben. Der Kühlwagen steht auch noch bei uns rum und der Müll muss noch auf die Deponie gebracht werden. Bis wir ganz fertig sind, wird es noch einige Tage dauern. Ich möchte mich nochmal ganz herzlich bei unseren fleißigen Helfern bedanken, die auch nach dem Fest noch mit angepackt haben. Ohne Andy, Karlfried, Thomas und Radi hätten wir keine Chance gehabt. Die meisten Helfer waren nach dem Fest völlig erschöpft und konnten beim Aufräumen schon gar nicht mehr mithelfen. Die Mädels sind sowieso nicht in der Lage, die schweren Bänke, Kühlschränke und Zelte zu schleppen und so können wir von Glück sagen, dass unsere Männer die Arbeit erledigt haben. Nochmal ein ganz herzliches Dankeschön an euch!

Ich habe am Frühlingsfest erzählt bekommen, dass man Kanu-Touren mit dem Hund machen kann. Eine Familie aus Alzey hat das schon mal ausprobiert und uns erlaubt, ein Bild davon zu veröffentlichen. Ich kann mir vorstellen, dass einige unserer Leser Spaß daran haben könnten und ich bin sicher, dass wir viele Hunde vermittelt haben, die sich gerne im und auf dem Wasser aufhalten. Bestimmt ist so eine Kanufahrt mit Hund, vielleicht zusammen mit anderen Hundefreunden, eine lustige Sache. Bei den jetzigen Temperaturen macht das garantiert viel Spaß!

Hundekanu-IMG_9824-Druck

 

27.05.2018

Heute war Aufräumen angesagt, die Zelte mussten verpackt werden und all die Dinge, die wir nur zweimal im Jahr brauchen, wurden fein säuberlich in Kartons verstaut. Die Bierzeltgarnituren hatten wir uns geliehen und auch sie haben heute ihren Weg zurück nach Schafhausen gefunden. Wir sind jetzt alle sehr erschöpft, aber glücklich, dass alles so gut geklappt hat. Morgen bringen wir noch die restlichen Getränke zurück, dann wird der Kühlwagen abgeholt und wir können uns mal ein wenig ausruhen.

Während wir hier noch am Arbeiten waren, kam in Spanien unser Spenden-Truck an. Mittlerweile haben wir Bilder aus Villena und Ibi bekommen. Alles war gut organisiert und schon kurz nach der Ankunft des Futters waren die ersten Transporter da, um das Futter abzuholen.

Mai2018_Ankunft_IMG-20180527-WA0000  Mai2018_Ankunft_IMG_20180527_145810

Mai2018_Ankunft_IMG-20180527-WA0008  Mai2018_Ankunft_IMG_20180527_152620915

Bärbel lebt in Spanien und kümmert sich seit einigen Jahren um die Logistik, sie kennt die Tierschützer und die Tierheime, die von uns Futter erhalten, sie kontrolliert und organisiert die Verteilung und Abholung. Ganz herzlichen Dank dafür!

Unsere liebe Freundin und Pflegestelle Katja, die in Spanien lebt, hat schon eine e-Mail geschrieben, die ich euch nicht vorenthalten will:

"Liebe Edith,

eigentlich kann ich gar nichts schreiben, weil ich immer noch sprachlos bin  ....  es war soooo viel was heute aus dem LKW auftauchte, dass ich und bestimmt auch alle anderen, die vor Ort waren, absolut überwältigt und mit einem Dauerlächeln im Gesicht staunten! Geschafft vom Verladen der vielen tollen Spenden, aber extremst glücklich und immer noch Dauerlächelnd konnten schon 2 Stunden nach Eintreffen des Spendentransports die ersten Fahrzeuge ihren Heimweg antreten. Ich bin mir sicher, dass mittlerweile schon viele Hunde und Katzen mit vollen Bäuchlein schlafen und die Helfer glücklich diesen tollen Tag beenden.

Mir zumindest geht es so und die ersten Dosen Katzenfutter habe ich gleich auf der Rückfahrt an 3 Futterstellen verteilt. Wie ihr das neben den ganzen vielen anderen Sachen, die ihr täglich auf die Beine stellt, erledigt, organisiert u.v.a.m. schafft, wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben.

Die richtigen Worte finde ich irgendwie auch nicht um auszudrücken, was ich fühle und muss mich deswegen auf heart Vielen lieben Dank heart beschränken.

LG Katja, Moni und die Fellnasen"

Wir freuen uns sehr, dass wir helfen können, den armen hungernden Tieren die Bäuchlein zu füllen und wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die die Tierhilfe Phönix e.V. unterstützen. Das jetzt in Spanien angekommene Futter war eine Großspende eines Futterherstellers und ohne eure Unterstützung hätten wir die Fracht nicht bezahlen können. Unsere Feste, Märkte und sonstigen Events tragen dazu bei, diese Kosten aufzubringen. Es wird Futter zugekauft, transportiert, es werden Kastrationen bezahlt und die Tierheime sowie auch kleine Tierschutz-Organisationen werden da unterstützt, wo es am dringensten ist. Seit vielen Jahren sponsern wir auch ehrenamtliche Helfer, sie werden genauso mit Tierfutter bedacht wie die großen Tierheime. Ihr Engagement entlastet die sowieso schon übervollen Protectoras enorm. Ihre Arbeit ist pures Herzblut und verhindert viele Tötungen.

In den letzten beiden Jahren ist die Spendenbereitschaft der Futterhersteller massiv zurückgegangen. Noch vor 3 - 4 Jahren konnten wir mindestens drei 40-Tonner pro Jahr nach Spanien fahren lassen. Im Augenblick sind wir froh und dankbar, wenn es ein komplett voller Zug ist. Mit dem Tierschutz-Shop haben wir zwar eine Alternative gefunden, aber wir können bei weitem nicht mehr die Hilfe leisten, die in den letzten Jahren die Tiere am Leben gehalten hat und so dringend benötigt wird. Unsere Spendenaufrufe sind häufiger geworden und das, was früher die Industrie gespendet hat, müssten jetzt private Spender aufbringen. Dass das nicht klappen kann, ist nachvollziehbar. Trotzdem geben wir nicht auf und versuchen alles, um genügend Futter für unsere Schützlinge zu bekommen. Wer einmal ein Tierheim voll mit verhungenden Tieren gesehen hat, vergisst das nie wieder. Deshalb werden wir auch weiterhin darum bitten, Futter über den Tierschutz-Shop zu spenden und natürlich werden wir auch zukünftig mit unseren Festen versuchen, das Geld für Kastrationen und Futtertransporte nach Spanien zusammen zu bekommen.

Tierschutz-Shop-Spendenplattform-Banner-Hund

Jeder, der uns dabei hilft, rettet Leben! Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass uns an unserem Frühlingsfest so viele nette Menschen besucht haben. Ihr alle habt dafür gesorgt, dass unsere Arbeit weitergehen kann, dass Tiere weniger leiden müssen, satt werden, dass Tötungen geschlossen werden und sich etwas in den Köpfen der Menschen verändert. Ohne eure Unterstützung können auch wir nichts verändern. Wir danken euch allen für eure Hilfe! Bleibt uns gewogen und helft uns bitte auch weiterhin, die Ärmsten der Armen zu unterstützen. Auf unserem Frühlingsfest habt ihr so viel glückliche Hunde gesehen - die meisten wären ohne eure Hilfe längst tot. DANKE, dass ihr ihnen ein neues Leben geschenkt habt!

 

26.05.2018

Unser Frühlingsfest war einfach herrlich, wir hatten tolles Wetter und ganz viele Besucher, die mit ihren Vierbeinern einen wunderbaren Tag bei uns verbrachten. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt und in unserem Kühlwagen standen die unterschiedlichsten eiskalten Getränke bereit. Alle Sorgen, dass unser Fest buchstäblich ins Wasser fallen könnte, waren vergessen, der Himmel war strahlend blau und so blieb es auch den ganzen Tag. Wir hatten Zelte und Sonnenschirme aufgebaut, die Hunde hatten Wassermuscheln, um sich abzukühlen und den ganzen Tag über ging ein laues Lüftchen. Es war einfach perfekt!

Wir möchten uns ganz herzlich bei unseren fleißigen Helfern bedanken, die schon Tage zuvor mitgeholfen haben alles vorzubereiten, zu verpacken und letztendlich auch heute mit unglaublichem Einsatz dabei waren. Ohne sie wäre ein Fest in dieser Größenordnung nicht mehr zu stemmen. Wir sind sehr glücklich und dankbar, dass wir im Laufe der Jahre ein so tolles Team geworden sind und die Zusammenarbeit ohne viele Worte einwandfrei klappt. Das ist nicht selbstverständlich und deshalb an dieser Stelle nochmal ein ganz herzliches Dankeschön an alle Helfer, Salat- und Kuchenspender, Unterstützer und Gönner!

In jedem Jahr sind die Feste der Tierhilfe Phönix die größten Events, die wir veranstalten. Es ist wunderbar, die ganzen glücklich vermittelten Hunde wiederzusehen und von den Haltern zu hören, wie sie sich ihre Goldstücke entwickelt haben. Die Pflegestellen freuen sich über ihre 'Ehemaligen' und nutzen die Chance, um auch ihre jetzigen Pflegehunde vorzustellen.  Uns alle eint die Tierliebe und so sind sich unsere Besucher, auch wenn sie sich noch gar nicht kennen, doch nicht fremd. Es wurde erzählt, gelacht, gut gegessen und getrunken - alle hatte ihren Spaß und haben viele neue Eindrucke mit nach Hause nehmen können! Wer schon öfter auf unseren Festen war, weiß, dass alle Hunde frei laufen dürfen. Besucher, die das noch nicht gesehen haben, sind immer wieder erstaunt, wie gut sich alle unsere Hunde benehmen und dass man sie völlig problemlos von der Leine machen kann. Wir hatten gestern erstmalig einen Vertreter unserer Ortsgemeinde zu Gast. Ich denke, dass unsere Hunde auch bei ihm einen sehr guten Eindruck hinterlassen haben und vielleicht macht man sich ja doch noch einmal Gedanken über einen Hundeplatz in Armsheim.

Wieviel Spaß die Arbeit mit den Hunden machen kann, zeigten uns die Hundesportfreunde aus Gensingen, ihre Vorführung war einfach toll und hat uns alle motiviert. Ganz herzlichen Dank dafür!

Ich denke, dass unser Frühlingsfest all unseren Gästen genausoviel Spaß gemacht hat wie uns, dass alle einen glücklichen Tag hatten, die Hunde abends müde und zufrieden in ihren Körbchen lagen und Herrchen und Frauchen sich gerne an diesen schönen Tag erinnern werden. Viele lachende und gut gelaunte Gesichter haben uns das Gefühl gegeben, dass ihr Freude an den vielen schönen Ständen hattet, vielleicht konntet ihr euch mit neuen Brustgeschirren und Leinen für die Lieblinge eindecken, Kunsthandwerk bestaunen oder ihr habt am Tombolastand etwas gewonnen. Bestimmt war für jeden etwas dabei. Danke, dass ihr unsere Tierschutzarbeit unterstützt, bleibt uns treu, wir freuen uns, euch und eure Vierbeiner zu unserem nächsten Fest wieder begrüßen zu dürfen!

Für das ganze Team der Tierhilfe Phönix e.V.

Edith und Uwe

Fruehlingsfest_DSC03076

Fruehlingsfest_DSC03059

Fruehlingsfest_DSC03019

Fruehlingsfest_DSC03010

Fruehlingsfest_DSC03012  Fruehlingsfest_DSC03028

Fruehlingsfest_DSC03104

Fruehlingsfest_DSC03088

Fruehlingsfest_DSC03131  Fruehlingsfest_DSC03026

Fruehlingsfest_DSC03098

Fruehlingsfest_DSC03239

Fruehlingsfest_DSC03149  Fruehlingsfest_DSC03191

Fruehlingsfest_DSC03113

Fruehlingsfest_DSC03223

Fruehlingsfest_DSC03233  Fruehlingsfest_DSC03263

Fruehlingsfest_DSC03276

Fruehlingsfest_DSC03270

Fruehlingsfest_DSC03281

Fruehlingsfest_DSC03308

Fruehlingsfest_DSC03285

Fruehlingsfest_DSC03331  Fruehlingsfest_DSC03011

 

25.05.2018

Jetzt ist es endlich so weit, wir haben alle Vorbereitungen getroffen, alles eingepackt und auf die Festwiese gefahren, die Zelte aufgebaut und bombiges Wetter bestellt. Wir freuen uns riesig auf euch und die Vierbeiner! Wir sehen uns morgen in Armsheim zu unserem Frühlingsfest! Alle Tierfreunde sind ganz herzlich eingeladen, es gibt viele unterschiedliche Stände, für euer leibliches Wohl ist bestens gesorgt und die Hunde werden ihren Spaß haben. Parkplätze sind direkt am Gelände vorhanden und gut beschildert!

Plakat2_web

 

24.05.2018

Wir haben unseren Tierschutz-Bus wieder! Unsere KFZ-Werksatt kann nicht nur Auswechseln, sondern auch Reparieren! Wir sind sehr dankbar dafür und hoffen, dass das angefertigte Teil diesen komischen Plastik-Kugelkopf in Zukunft an Ort und Stelle hält. Auf jeden Fall fährt der Bus wieder und man kann ihn auch ganz normal schalten. Da wir nicht wussten, ob der Bus noch rechtzeitig fertig werden würde, hat Gabi uns einen anderen Bus von netten Tierfreunden geliehen. Wir bedanken uns ganz herzlich dafür, denn das erleichtert uns vieles. Jetzt fahren wir mit drei Bussen, das ist erheblich stressfreier und bestimmt sind wir auch schneller. Morgen werde ich in Wiesbaden den Kühlanhänger holen und direkt an den Strom hängen. Wir haben für Samstag einen Super-Wetterbericht bekommen, es wird wolkenlos und warm - das heißt, die Getränke müssen vorgekühlt sein!

Uwe hat heute bis in die Nacht noch an der Datenschutzverordnung gebastelt, jetzt ist alles fertig und wir sind - so hoffen wir jedenfalls - auf der sicheren Seite.

Ganz herzlich begrüßen wir Cindy aus Mannheim im Kreis der Pflegestellen! Es ist toll, eine weitere Kollegin zu haben. Ganz besonders schön finde ich, dass wir Cindy schon lange kennen und sie vor vielen Jahren den lieben Valen von uns adoptiert hat. Cindy, wir und die andern Pflegestellen freuen uns darauf, mit dir zusammenzuarbeiten, du bist herzlich willkommen!

Im Augenblick geht bei uns alles ein wenig drunter und drüber, es ist noch schrecklich viel zu tun und es sind nur noch wenige Stunden bis zu unserem Frühlingsfest. Wir hoffen, dass ihr alle Zeit haben werdet und uns besucht - wir freuen uns riesig auf euch und eure Vierbeiner!

Plakat2_web

 

23.05.2018

Der heutige Tag hat es nicht besonders nett mit uns gemeint, wir sind vollauf mit den Vorbereitungen für unser Frühlingsfest beschäftigt und deshalb ist es wirklich sehr ärgerlich gewesen, dass unser Tierschutz-Bus auf der Autobahn seinen Geist aufgegeben hat. Wieder einmal steht er in der Werkstatt, diesesmal ist ein Kugelgelenk, das irgendwie mit der Schaltung zu tun hat defekt. Die voraussichtlichen Kosten für das Ersatzteil belaufen sich auf ca. 600 €. So etwas hat uns gerade jetzt noch gefehlt. Wir brauchen beide Busse im Augenblick wirklich dringend. Jetzt blieb nichts anderes übrig, als später mit unserem Privatwagen und dem Hänger loszuziehen, um die Kühlschränke und die restlichen Getränke zu besorgen. Patty und Thomas haben uns dann netterweise abends die versprochenen 4 Bierzeltgarnituren gebracht, zum Abholen hat die Zeit nicht mehr gereicht. Was jetzt mit unserem Bus geschehen wird, werden wir morgen erfahren, langsam entwickelt er sich zum Problem.

Bestimmt erinnert ihr euch noch an meinen Post mit Vanessas Schwein, das Tier ist total freundlich und Uwe durfte es knuddeln und ihm den Bauch reiben. Auf dem von uns veröffentlichten Bild sieht man, dass eine kleine Ziege auf dem Bauch des Schweins steht.

Ziege_IMAG0660

Um dieses 9 Wochen alte Ziegenbaby geht es jetzt. Vanessa hat uns gestern Bilder von dem verletzten Zicklein geschickt. Es besteht der Vedacht, dass das Ziegen-Baby einem Sodomisten zum Opfer gefallen ist. Vanessa hatte schon einmal einen Mann von ihrem Grundstück verscheucht und jetzt hatten die Nachbarn sogar bemerkt, dass jemand in der letzten Zeit das Grundstück auskundschaftete. Als ein Nachbar die Schreie des Zickleins hörte, war es dann schon passiert. Das Baby hat Verletzungen am Darmausgang und war dort blutverschmiert.

Ziege2  Ziege1

Dass man in einer solchen Situation Probleme haben kann, einen Tierarzt zu finden, ist kaum nachvollziehbar, aber leider wahr. Vanessa musste das Baby tatsächlich ins Auto einladen und viele Kilometer weit zum Tierarzt fahren, weil die angerufenen Praxen keine Zeit hatten, sich nicht mit Ziegen auskannten oder sich Vanessa ganz knapp außerhalb ihres Einzugsgebietes befand. Nachdem sie endlich einen Tierarzt hatte, wollte man dort aber auch keinen tragfähigen Befund abgeben, sondern referierte über Sodomie, die es ja in allen Gesellschaften schon ewig geben würde... Man könne nicht ausschließen, dass das Tierchen missbraucht worden wäre, hätte aber keine Beweise. Zum Glück wurde das Baby wenigstens behandelt und bekam Medikamente.

Ich muss sagen, dass ich selten so wenig Zivilcourage erlebt habe. Alleine der Verdacht einer solchen Tat rechtfertigt eine Anzeige. Ein Tierarzt, der sich nicht sicher ist, ob es sich wirklich um eine Penetration oder vielleicht eine urplötzlich aufgetretene "Dickdarmentzündung ohne Durchfall" handelt, macht es der Halterin schon fast unmöglich, eine Anzeige zu erstatten. Der normale Weg wäre die Polizei, dann die Kripo und die wird natürlich beim behandelnden Tierarzt ein Gutachten einfordern. Wenn der Tierarzt sich nicht sicher ist, wird in den meisten Fällen nichts passieren. Dass dann ein Amtsveterinär verlauten lässt, dass vielleicht der Ziegenbock das Tierchen penetriert haben könnte, erscheint mir wie ein schlechter Witz. Da fragt man sich jetzt doch wirklich, was da vor sich geht. Ist das Baby nun penetriert worden oder nicht? Einen Ziegenbock würde man für die Verletzungen herhalten lassen, aber wenn es um einem menschlichen Verursacher geht, dann ist man sich nicht sicher,, ob es nicht vielleicht doch eine Darmentzündung sein könnte - allerdings eine ohne Durchfall.... Da kommen sogar Theorien zur Sprache, die mir voll und ganz die Sprache verschlagen - vielleicht hat sich das Zicklein an einem Stock verletzt??? Soll das heißen, dass es wahrscheinlicher ist, dass sich ein Zicklein einen Stock in den Hintern rammt als dass es eine sodomistische Tat ist?? Die hinzugezogene Polizei spricht allerdings nach Aussage der Halterin von einer Serie! Das bedeutet, in der Umgebung der Tierhalterin wurden schon mehrere solcher Taten verzeichnet.

Wir werden Vanessa auf jeden Fall helfen und ihr eine Überwachungskamera finanzieren. Wer sich daran beteiligen möchte, kann sich gerne bei uns melden. Spenden für schon angefallene und noch anfallende Tierarztkosten und den Kaufpreis für eine Überwachungskamera können auf unser Tierschutzkonto überwiesen werden. Wir leiten sie an Vanessa weiter.

 

22.05.2018

Bestimmt habt ihr schon von der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gehört, die Neufassung des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG-neu) tritt am 25.05.18 in Kraft. Damit gehen umfangreiche Novellierungen des nationalen Datenschutzes auf Bundes- und Landesebene einher. Diese sollen die Rechte der Betroffenen stärken und gelten natürlich nicht nur für Unternehmen, sondern sind auch für Vereine unabhängig von der Mitarbeiter- und Mitgliederanzahl oder den zur Verfügung stehenden Mitteln bindend. Da bei Nichteinhaltung hohe Geldbußen drohen, müssen wir euch jetzt fragen, ob ihr in Zukunft noch Mails oder Newsletter von uns bekommen möchtet und Ihr müsst uns das schriftlich bestätigen. Wer keine Bestätigung zurückschickt, wird auch in Zukunft keine Mails mehr von uns erhalten. Das bedeutet, dass wir ab 25.05.18 einen komplett neuen Verteiler aufbauen und nur noch die Tierfreunde von uns Infopost erhalten, die uns die Genehmigung gegeben haben. Natürlich gilt das nicht für die Einladungen zur Mitgliederversammlung. Hier erhalten unsere Mitglieder in jedem Fall die entsprechende Einladungen zugestellt.

Die ganze Sache ist logistisch etwas schwierig, denn es muss so ziemlich alles, was wir an Formularen nutzen, abgeändert werden. Was bei einem Herrn Zuckerberg ganz einfach mit einem SORRY abgegolten wurde, wird nach der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung bei uns teuer bestraft. Wir geben uns also alle Mühe, alles richtig zu machen.

Da wir im Augenblick sowieso schon rotieren und überlegt haben uns clonen zu lassen, kommt diese Geschichte zu unserer ganzen Arbeit noch obendrauf. Manchmal ist es wirklich einfach zu viel und so habe ich heute morgen auch noch massiv verschlafen. Trotzdem habe ich noch alles eingekauft, was wir für unsere veganen und vegetarisch lebenden Tierfreunde am Frühlingsfest brauchen werden.

Canela ist wieder aus der Vermittlung genommen geworden, es ist mir einfach im Augenblick nicht möglich, die ganzen Anfragen für die hübsche Maus zu beantworten. Wir haben einige ernstzunehmende Interessenten und werden uns nach dem Frühlingsfest darum kümmern. Auch für Groucho/Flip haben die Interessenten zugesagt, wir werden das Vorgespräch in der nächsten Woche in Sinsheim führen.

Im Augenblick müssen einige Dinge gleichzeitig passieren und so ist unser Spenden-Truck in den nächsten Tagen dann nach Spanien unterwegs. Er wird  Futter und andere wichtige Hilfsgüter nach Ibi und Villena bringen. Natürlich haben wir auch wieder Futter für die kleinen Organisationen und die privaten Tierfreunde dabei, die sonst ihr letztes Hemd für die Tiere teilen würden. Wir hoffen, dass wir vielen Tieren ihr Leben damit etwas erleichtern werden.

 

21.05.2018

Wir waren heute ganz erschrocken, als wir die Wettervorhersage für die nächsten Tage im Fernsehen sahen. Wenn das stimmen würde, dann wäre der Samstag komplett verregnet, die anderen Wetterdienste sagen allerdings genau das Gegenteil voraus und so werden wir wohl abwarten müssen, was passiert. Im letzten Jahr hatten wir die gleiche Situation, es war sogar ein Sturm mit einer Regenfront vorhergesagt, tatsächlich haben wir die schwarzen Wolken sogar genau gesehen, sie endeten aber über dem Nachbardorf und Sturm gab es wohl auch nur dort. Wir haben die Feuerwehren gehört, die losfuhren, um Keller leerzupumpen und haben selbst nichts abgekriegt.

Für Groucho haben wir Interessenten, die sich den Bub auch schon angesehen haben. Dass sie begeistert sind, war vorhersehbar, denn Flip - so nennt ihn seine Pflegemutter - ist ein außergewöhnlich toller Hund. Leider können wir das Vorgespräch erst nach unserem Frühlingsfest machen, im Augenblick ist die Zeit einfach zu knapp. Für die anderen Hunde hat sich leider keiner gemeldet, so hatten wir Zeit, uns um die Vorbereitungen für das Frühlingsfest zu kümmern.

 

20.05.2018

So wie es im Augenblick aussieht, haben wir eine Pflegestelle für Picasso gefunden. Natürlich steht die Vorkontrolle unseres Amtsveterinärs noch aus, aber da Cindy schon einen Hund von uns hat, dürfte das bestimmt kein Problem sein. Beate hatte sich mit ihrer Familie bereit erklärt, den kleinen Fred aufzunehmen. Da sich jetzt sein Flugtermin massiv nach hinten verschoben hat, käme Fred schon fast zur geplanten Urlaubszeit der Familie an. Das ist mehr als ungünstig, denn Fred wäre dann nur kurze Zeit bei Beate und müsste dann für zwei Wochen wechseln, um wieder zurück auf die ursprüngliche Pflegestelle zu gehen. Das wollen wir dem kleinen Wicht nicht antun und suchen deshalb nun auch für Fred wieder eine neue Pflegestelle. Wir wissen, dass so etwas während der Urlaubszeit nicht einfach ist, hoffen aber, dass der winzige Bub trotzdem Glück haben wird.

Heute haben wir nochmal Hundeleckerchen gebacken. Schon jetzt ist absehbar, dass wir nicht so viele Sorten machen können wie sonst. Die Zeit ist einfach zu knapp und so haben wir uns dazu entschlossen, es mit fünf Sorten gut sein zu lassen. In den letzten Jahren haben wir über 20 verschiedene Leckerchen gebacken, in jedem Jahr kam etwas Neues dazu, jetzt schaffen wir das zeitlich einfach nicht mehr und deshalb wird es bei unserem Frühlingsfest nur die beliebtesten Sorten geben. Die Leberwurst-Kekse und die getreidefreien Leckerchen sind natürlich mit dabei!

Wir hoffen, dass am Dienstag das Wetter mitspielt und Uwe nochmal die Wiese mulchen kann, außerdem sollte der Eingangsbereich der gegenüberliegenden Pferdekoppel als Parkplatz nutzbar sein. Das heißt, dass auch hier wohl nochmal gemulcht werden muss. Unsere Pferde haben in der letzten Woche dort schon kräftig gegrast, so dass wir ihr Futter nicht komplett abmähen müssen. Wir hoffen, dass wir gegen Abend nochmal etwas Hilfe bekommen, um den gesamten Weidezaun von einwachsenden Büschen und wilden Rosen zu befreien, dann dürfte an dieser Stelle erstmal alles fertig sein.

Überall blühen die Blumen und auch in unserem Garten zeigt sich langsam die ganze Pracht. Der Mai ist für mich einfach der tollste Monat. Uwe hat vor ganz vielen Jahren mal eine Rose gewonnen, die er in einen gemauerten Kübel an unserer Terrasse gesetzt hat. Sie ist riesig geworden und steht jetzt schon fast in voller Blüte. Auch wenn uns der Garten im Augenblick viel Arbeit macht, diese Rose entschädigt dafür!

Rosen_IMAG0709

So wie die Wettervorhersagen im Augenblick aussehen, werden wir passend zu unserem Frühlingsfest am Samstag Kaiserwetter haben. Wir freuen uns schon sehr auf euch, lasst die Gartenarbeit einfach mal liegen und macht euch einen schönen Tag mit uns!

 

19.05.2018

Wir haben uns leider zu früh gefreut... obwohl der Techniker den Computer erstmal wieder mit dem Internet verbinden konnte, tritt der Fehler nun doch mehrfach am Tag wieder auf. So kann man nicht vernünftig arbeiten. Dass sich die Reparatur jetzt natürlich wieder durch einen Feiertag nach hinten verschiebt, ist wohl Murphy's Gesetz. Wahrscheinlich dauert es dann wieder bis zum Wochenende - oder auch darüber hinaus - bis endlich wieder jemand Zeit hat, sich die Sache nochmal anzusehen. Vor unserem Frühlingsfest ist das etwas, was wir überhaupt nicht gebrauchen können.

Im Augenblick ist unser Tag angefüllt mit unserer normalen Arbeit, natürlich interessieren sich auch jetzt noch Menschen für unsere Hunde und das Handy klingelt wie eh und je, zusätzlich haben wir aber jetzt auch noch die Vorbereitungen für unser Frühlingsfest zu erledigen. Die Tische und Bänke, der Kühlwagen, die restlichen Getränke, Kühlschränke, das Strom-Aggregat, Schirme usw. müssen beigekarrt werden und ab Dienstag ist alles genau durchgeplant. Alle Helfer haben eine Liste und jeder weiß was zu tun ist. Normalerweise sind wir ein eingespieltes Team, trotzdem bin ich immer etwas nervös und hoffe, dass wir nichts vergessen haben.

Noch immer sind wir auf der Suche nach Pflegestellen für Fred und Picasso, Fred ist ein winziges Hündchen und ich kann einfach nicht verstehen, dass keiner diesen Wicht aufnehmen will. Eigentlich hatten wir schon eine Pflegestelle für ihn, aber durch die Urlaubszeit und den nun zeitlich verschobenen Flug von Kaja ist nun alles durcheinander gekommen. Auch für Picasso suchen wir noch ganz verzweifelt einen Platz, der Bub ist so lieb und freundlich, er wurde gerade wegen seines Charakters von Dania ausgesucht und jetzt sieht es so aus, als ob ihn niemand haben will. Manchmal verstehe ich die Welt nicht. Die Dame, die sich für Kaja interessiert, hat mir in der letzten Woche erzählt, dass sie schon so lange nach einem Hund gesucht hat und tatsächlich höre ich das öfter. Jetzt haben wir wirklich so tolle Hunde und die Interessenten finden einfach nicht zu uns. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, was ich noch tun kann, um unsere Hunde vorzustellen. Wir inserieren unsere Hunde und wir hängen Plakate auf, wir veröffentlichen alles über Facebook und nutzen wirklich jede vorhandene Plattform. Ich finde es jedenfalls schrecklich, dass ganz offensichtlich viele Menschen verzweifelt einen Hund suchen und wir nicht einmal eine Pflegestelle finden können.

Fred_mN

Picasso_mN

 

18.05.2018

Mit Schrecken haben wir heute festgestellt, dass offensichtlich einige unserer Mitglieder ihre Einladung zum Frühlingsfest nicht erhalten haben. Da wir die Einladungen per Mail übermittelt haben, hätten wir eigentlich eine Nachricht erhalten müssen, dass manche Mails nicht zustellbar waren. So etwas haben wir nicht bekommen und sind also davon ausgegangen, dass alles seine Ordnung hat. Sollten wirklich zu wenige Einladungen rausgegangen sein, tut uns das natürlich unendlich leid. Wir werden morgen alles nochmal verschicken und hoffen, dass dann jeder seine Einladung bekommt. Dass der Computer so seine Tücken hat, haben wir schon öfter festgestellt, in den letzten Tagen hatten wir kein Internet und mussten uns ständig übers Handy verbinden - eine sehr teure Aktion, wenn man nur eine begrenztes Datenvolumen gebucht hat. Heute war dann endlich ein Techniker bei uns und hat alles wieder repariert, wo genau der Fehler lag, weiß ich nicht. Als Uwe sich mit dem Techniker darüber unterhielt, hörte sich das für mich komplett unverständlich an. Ich habe leider keinen blassen Schimmer von dieser Technik und so bleibt mir nur ein Lächeln aufzusetzen, dass über mein absolutes Unverständnis hinwegtäuschen muss. :) Gut, dass Uwe genau weiß, um was es geht.

Nachdem Manchas jetzt schon einige Wochen tot ist, kam heute das Urteil seine Goldakupunktur betreffend. Wir hatten den Bub nach seinem kompletten Sehnenabriss in der Vorderhand in Berlin operieren lassen. Sein Gelenk sollte so wiederhergestellt werden, dass eine Versteifung des Beins verhindert würde und der Vorderlauf wieder normal benutzt werden könnte. Wieso Manchas nach der OP (die im Übrigen nach einer Woche in Bad Kreuznach komplett neu gemacht werden musste) überall Goldimplantate im Körper hatte, wussten wir nicht. Dass wir das auch noch bezahlen sollten, erschien uns widersinnig. Nun hat das Gericht entschieden, dass wir diese Behandlung nicht bezahlen müssen. Da es dabei auch um sehr viel Geld ging, sind wir froh, dass uns das Gericht in diesem Punkt recht gegeben hat. Wir vermissen Manchas sehr, der Bub war einzigartig und wir haben viel mit ihm erlebt. Dass ihm der Sehnenapparat im Vorderlauf abgerissen war, ist das Schlimmste, was passieren konnte. Es hatte ihm große Schmerzen und viel Leid verursacht. Bis zu seinem letzten Tag musste er Schmerzmittel bekommen und leider wurde sein Bein nie mehr so wie es war. Noch heute quäle ich mich mit dem Gedanken, dass wir vielleicht falsch entschieden haben. Dann sehe ich ihn allerdings wieder hopsend und bellend vor mir und sage mir dass er noch 2 schöne Jahre hatte. Niemand weiß, ob das Medikament ihm alle Schmerzen genommen hat, dass allerdings die vielen Medikamente, die er über lange Monate nehmen musste, seinen Leberkrebs begünstigt haben, steht außer Frage. Manchas war ein Pechvogel und seine geistige Behinderung hat bestimmt dazu beigetragen, dass er immer mal wieder gestürzt ist oder auch manchmal einen Baum rammte. Trotzdem würden wir jederzeit wieder einen Hund mit Handycap aufnehmen, mit viel Liebe und Verständnis hatte Manchas bei uns alle Möglichkeiten. Dass er nicht einmal 10 Jahre alt wurde, ist traurig und wir vermissen ihn sehr.

Dania hat uns vor einigen Tagen mitgeteilt, dass Kaja jetzt erst ihre Tollwut-Impfung bekommen hat. Das bedeutet, dass sie noch 21 Tage Wartezeit hat. Darüber sind wir natürlich nicht glücklich, denn immerhin haben wir eine Interessentin für die hübsche Maus. Die Koordination der Impftermine, Kastrationen und Flugbuchungen scheint auf Pico noch nicht so richtig zu funktionieren - leider geht das immer zu Lasten der Hunde. Wir hoffen, dass wir für Picasso noch eine Pflegestelle finden, bis jetzt hat sich wirklich niemand gemeldet. Auch Fred wird nicht ausreisen können, durch die Verschiebung der Flugtermine käme Fred nun genau zu dem Zeitpunkt in Deutschland an, an dem die Pflegestelle im Urlaub ist.... Wir suchen also auch für Fred wieder eine neue Pflegestelle.

 

17.05.2018

Unser Computer ist noch immer nicht repariert, ganz offensichtlich ist das Modem kaputt. Für uns heißt das nur noch, über das Handy ins Internet zu kommen. Da ich auf das Internet angewiesen bin, kostet das zur Zeit am Tag zwischen 10 und 15 €. Ich hoffe, dass wird das Geld erstattet bekommen werden.

Die Aktion des Tierschutz-Shops scheint für uns leider gelaufen zu sein. Es geht darum, für seinen Verein zu voten, die 5 Vereine mit den meisten eingegangenen Stimmen werden 1000 € bekommen. Schon am ersten Tag hatten manche Vereine über 500 Stimmen und nun sind nur noch wenige Tag Zeit, um abzustimmen und wir dümpeln bei ca. 200 Stimmen herum, während andere schon weit über 700 haben. Ich denke, dass es an der Größe des Vereins liegt, wie schnell man Stimmen generieren kann. Hat man 2000 Mitglieder, wird man gegenüber Vereinen die nur 20 Mitglieder haben, klar im Vorteil sein. Deshalb hatte die ING-Diba-Aktion, bei der wir im letzten Jahr die ausgeschriebenen 1000 € gewonnen haben, auch die Unterteilung in unterschiedliche Vereinsgrößen nach Anzahl der Mitglieder. Die Tierschutz-Shop-Aktion läuft noch einige Tage, eine Chance haben wir wohl nicht mehr. Ich bedanke mich bei allen, die in den letzten 3 Tagen für uns abgestimmt haben, immerhin waren es über 200 Menschen, die unsere Arbeit toll finden - für die kurze Zeit, die zur Verfügung stand, ist das für uns ein tolles Ergebnis- wir sagen ganz herzlich DANKE dafür!

Bei uns läuft zur Zeit alles auf Hochtouren, denn bis zu unserem Frühlingsfest sind es nur noch 9 Tage und es ist noch schrecklich viel zu erledigen. Mittlerweile liegen die ersten Vorhersagen für das Wetter vor und ich denke, darüber brauchen wir uns keine Gedanken mehr zu machen. Es soll sonnig und warm werden, bisher ist kein Regen vorhergesagt, sondern 13 Stunden Sonnenschein. Wir werden einen wunderbaren Tag mit euch und den Hunden verbringen - wir freuen uns schon riesig darauf!

 

16.05.2018

Unseren kleinen Pheusy hat es jetzt schon wieder erwischt. Er ist gegen irgendetwas hochgradig allergisch und wir wissen einfach nicht, was es ist. Ich war unterwegs und als ich nach Hause kam, erzählte mir Uwe, dass Pheusy schon wieder alle Symptome seiner Allergie zeigte. Diesesmal ist Uwe zum Tierarzt gedüst und der Wicht hat wieder seine obligatorische Kortison-Injektion bekommen. Es geht ihm wieder gut, aber der Schreck sitzt uns noch in den Knochen.

Seit Tagen haben wir Probleme mit unserer Internetverbindung, es ist etwas kaputt und keiner weiß, was es ist. Bis endlich mal ein Techniker kommt, vergehen Tage und so lange müssen wir die Internetverbindung des Handys nutzen. Leider müssen wir immer wieder Datenvolumen nachkaufen... Eine wirklich teure Aktion. Leider sind wir deshalb nicht mehr permanent erreichbar, unser Festnetz funktioniert übrigens auch nicht immer. Wie sehr wir von der Technik abhängig sind, merkt man erst, wenn sie kaputt ist.

Aus der Protectora Villena haben wir heute großartige Nachrichten bekommen. Die Stadtverwaltung hat dem Tierheim 50.000 € bewilligt, um die gesamten Gebäude zu sanieren. Da die Gebäude der Stadt gehören, ist man natürlich auch daran interessiert sie zu erhalten. Dass mittlerweile wieder Geld für das Tierheim freigegeben wird, ist ein sehr gutes Zeichen und wir sind alle mehr als glücklich darüber. Natürlich bleibt die Beschaffung der Gelder für Futter und auch die medizinische Versorgung der Tiere noch immer alleine die Sache des Tierheims. Trotzdem ist es schon eine große Erleichterung, wenn man weiß, dass die mittlerweile schon über 20 Jahre alte Gebäude endlich saniert werden und man die Kosten dafür nicht auch noch an der Backe hat.

Um genügend Futter für die hungrigen Mäulchen nach Spanien zu schaffen, haben Andy und wir uns entschlossen, wieder einen Spenden-Truck nach Spanien zu schicken. Wir hoffen, dass er in der nächsten Woche schon auf die Reise gehen kann. Wir werden dann auch wieder die ganzen kleinen Organisationen mit Futter versorgen, die über den Tierschutz-Shop nichts abgekriegt haben.

Für unser Frühlingsfest habe ich heute nochmal Lose nachbestellt, denn in diesem Jahr haben wir den Rekord gebrochen - es wird 1100 Tombolapreise geben! Hoffen wir mal, dass wir schönes Wetter bekommen! Wir freuen uns schon riesig auf euch - bringt gute Laune, eure Freunde und natürlich die Hunde mit! Es sind nur noch 10 Tage bis dahin...

 

15.05.2018

Die süße Canela hat heute ihr neues Zuhause gefunden! Von Lampertheim wird sie in zwei Tagen nach Spabrücken umziehen und damit ein Pfälzer Mädchen werden.

Leider haben wir für Picasso noch immer keine Pflegestelle finden können. Langsam befürchte ich, dass der arme Bub auf Pico zurückbleiben muss. Wir haben Dania heute geschrieben, dass sie für Kaja und Fred nun bitte die Flüge buchen soll. Ich hoffe, es wird nicht mehr allzu lange dauern, denn Kaja hat eine Interessentin, die schon ganz sehnsüchtig auf sie wartet. Morgen werde ich die Flugboxen von Mateus und Charlie wieder nach Lissabon zurückschicken, von dort aus kann Dania sie irgendwann nach Pico mitnehmen. Wir verschicken jedesmal eine Box mehr, denn Boxen sind auf den Azoren unglaublich teuer und eine echte Mangelware. Wenn ein Flug daran scheitern würde, dass eine Box zu wenig zur Verfügung stünde, wäre das eine Katasteophe. Noch haben wir einige Boxen auf dem Dachboden stehen!

Bei der 1000 €-Aktion vom Tierschutz-Shop haben bis heute abend ca. 130 Tierfreunde für uns gevotet. Für den führenden Verein wurden über 700 Stimmen abgegeben. Das bedeutet, dass es uns nicht leicht gemacht wird und wir uns wirklich ganz besonders anstrengen müssen. Die Aktion läuft noch einige Tage und ich hoffe, dass wir noch an die großen Vereine herankommen werden. Bis jetzt liegen wir ca. auf Platz 14. Nur nicht aufgeben heißt die Devise, jetzt geht es um die Wurst - oder besser gesagt um 1000 € für Hundefutter und andere wichtige Dinge! Bitte stimmt für uns ab, jede Stimmte zählt!

Tierschutz-Shop_5x1000EUR

Mit großen Schritten nähern wir uns unserem Frühlingsfest am 26. Mai! Heute haben wir unseren Hauptpreis abgeholt, ich könnte jetzt ein großes Geheimnis darum machen... werde ich aber nicht. Wir haben von der Firma La Siesta aus Jugenheim eine wunderschöne, nagelneue, kunterbunte Hängematte gesponsert bekommen. Sie ist so toll, dass ich den ganzen Tag das Grinsen nicht aus dem Gesicht bekommen habe, wir haben bisher in keinem Jahr so tolle Preise gehabt wie jetzt. Ich kann euch nur raten, ganz viele Lose zu kaufen und eure Autos dicht an der Wiese zu parken - es gibt keine Nieten und ihr werdet an euren Preisen anständig zu schleppen haben! Nochmal ein ganz herzliches Dankeschön an La Siesta, ich hoffe, die ganze Belegschaft hat am 26.05. Zeit und kommt ebenfalls zu unserem Frühlingsfest! Ganz herzlichen Dank für eure Unterstützung!

 

14.05.2018

Nun liegt die Gerichtsverhandlung am Verwaltungsgericht in Düsseldorf endlich hinter mir und tatsächlich können wir einen kleinen Sieg verbuchen. Ich hatte mich an den meiner Meinung nach zu hoch angesetzten Kosten für eine meiner Anfragen nach dem IFG gestört und deshalb geklagt. Heute wurden die Kosten dann um 40 % reduziert. Ein schöner Erfolg für unseren Verein. Allerdings war die Fahrt nach Düsseldorf eine mittlere Katastrophe. Die fünf Wasserbüffel, die sich auf der Autobahn niedergelassen hatten, verursachten gleich auf mehreren Strecken ein Verkehrschaos und so war ich ganze drei Stunden im Stau. Jetzt liegt die Fahrt hinter mir, ich freue mich über die Entscheidung des Gerichts und morgen tut auch der Rücken nicht mehr weh!

Ich habe heute die absolut tolle Nachricht bekommen, dass wir beim Tierschutz-Shop im Juli das "Tierheim des Monats" sein werden! Das bedeutet, dass wir sehr viel Aufmerksamkeit von Tierfreunden aus ganz Deutschland bekommen. Ich hoffe, dass wir so gut aufgestellt sind, dass wir die Situation unserer Tierheimhunde deutlich machen können. Wir möchten natürlich auch unsere bisher geleistete Arbeit vorstellen und hoffen, dass uns ganz viele Tierfreunden unterstützen werden. Damit käme vielleicht endlich mal so viel Futter für die Protectora Villena zusammen, dass die Versorgung der Hunde und katzen für mehrere Wochen gesichert wäre. Noch hört es sich wie ein Traum an - aber er könnte bald wahr werden!

Zudem läuft beim Tierschutz-Shop im Augenblick noch eine Aktion, bei der 5 Vereine 1000 € für die Tierschutzarbeit bekommen können. Der Gewinner wird über eine Abstimmung ermittelt. Es zählt also jede Stimme und deshalb bitte ich euch ganz herzlich, für uns zu voten. Jeder hat nur eine Stimme! Bitte fragt eure Freunde, Verwandten, Bekannten, Schulkameraden, Arbeitskollegen...  Die 1000 € könnten wir mehr als gut gebrauchen. Bisher haben wir nur 7 Stimmen, da ich aber weiß, zu was ihr in der Lage seid (ich denke dabei an die ING-Diba-Abstimmung) setze ich fest auf euch. Auch wenn andere jetzt schon mehr Stimmen haben - wir können das schaffen. Die Aktion läuft ab heute und endet am 23.05.18. Es nehmen nur 50 Vereine daran teil und wir haben eine wirklich gute Chance! Bitte stimmt alle für uns ab!

Tierschutz-Shop_Sonderprämie

 

13.05.2018

Osito hat sein neues Zuhause gefunden, er ist jetzt ein Hesse geworden und sogar heute schon umgezogen. Die neuen Halter haben ein Wohnmobil und so gehen wir mal davon aus, dass Osito bald einiges von der Welt kennenlernen wird. Wir wünschen ihm viel Spaß dabei!

Auch für Canela haben sich mehrere Interessenten gemeldet, am Dienstag haben wir das erste Vorgespräch.

Für Kaja hat sich heute eine nette Dame gemeldet. Wir haben uns lange unterhalten und ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass sie die neue Halterin von Kaja wird. Ich hoffe, dass wir spätestens morgen wissen werden, wann Kaja ausreisen darf.

Noch immer haben wir keine Pflegestelle für Picasso gefunden, der Bub ist so lieb und freundlich und würde so gerne endlich eine Familie haben, die sich um ihn kümmert. Wir wissen wirklich nicht, woran es liegt, dass er immer übersehen wird. Er ist viel kleiner, als man auf den ersten Blick denkt - und eigentlich sollte überall ein Plätzchen für einen so tollen Jungen zu kriegen sein...

Video 1: youtubelogo2_40x40  Video 2: youtubelogo2_40x40

 

12.05.2018

Heute haben wir uns auf der Wiese getroffen, das Unkraut und die unerwünschten Sträucher beseitigt, Löcher aufgefüllt und alles so vorbereitet, dass es perfekt für unser Frühlingsfest ist. Zeitweise waren 25 Hunde mit dabei! Natürlich haben sie die ganze Zeit gespielt, während wir fleißig gearbeitet haben. Vanessa hat uns allerdings mit leckerem Kuchen versorgt und so hat das Arbeiten natürlich auch Spaß gemacht. Abends haben wir dann noch bei uns gegrillt und den Tag gemütlich ausklingen lassen.

IMAG0699

IMG-20180512-WA0029

IMAG0693

Die Interessenten für Osito haben sich den Bub mittlerweile angesehen und morgen wird Uwe das Vorgespräch führen. Vielleicht hat Osito dann schon bald ein neues Zuhause. Canela und Charlie haben ebenfalls Interessenten und ich könnte mir vorstellen, dass auch daraus vielleicht eine Vermittlung entsteht.

 

11.05.2018

Uwe hat heute die Wiese mit einem riesigen Traktor gemulcht, alles sieht jetzt sauber und ordentlich aus. Morgen werden wir noch das Unkraut am Zaun beseitigen, die Schößlinge, die überall herauslugen, abschneiden, das neue Tor ausrichten und natürlich die Schleuse mähen, dann ist alles erstmal fertig. Ende der nächsten Woche muss dann nochmal gemulcht und der untere Teil unserer Pferdekoppel hergerichtet werden, dann haben wir wieder einen Parkplatz für eure Autos. Wie wir gestern mitbekommen haben, wird die Verbindungsstraße zwischen Flonheim und Armsheim dann ab 28.05. saniert und gesperrt - das heißt, wir haben gerade nochmal Glück gehabt und es dürfte für den 26.05. keine Umleitungen geben. Wir werden aber sowieso alles gut ausschildern, unsere Wiese ist ganz leicht zu finden.

Für Canela und Osito haben sich heute Interessenten gemeldet. Es wäre schön, wenn Canela aus ihrem alten Zuhause direkt ohne den Umweg über eine Pflegestelle ins neue Heim umziehen könnte. Wir hoffen, dass sie den Verlust ihrer vertrauten Umgebung, ihres Frauchens und auch ihres Hundefreunds gut verkraften wird. Es ist immer schrecklich, wenn so etwas passiert. Leider können wir nur versuchen, die Folgen abzumildern, auf die Ursachen haben wir keinen Einfluss. Osito drücken wir heute ebenfalls mal ganz feste die Daumen. Die Interessenten haben schon einen Hund und sind oft mit dem Wohnmobil unterwegs - das könnte Osito gut gefallen. :)

Unsere nächsten Azorianer stehen in den Startlöchern. Ich werde Dania jetzt bitten, die Flüge für sie zu buchen. Wir hoffen, dass wir auch noch jemanden für Picasso finden werden. Irgendwie scheint es wie verhext zu sein, er ist so ein lieber, freundlicher Hund und hat trotzdem bisher noch niemanden von sich überzeugen können. (>> Video)

Picasso_mN

Heute abend waren wir noch kurz vor Ladenschluss unterwegs, um einen Teil der für das Frühlingsfest benötigten Getränke einzukaufen. Unser Bus war anständig vollgepackt, aber jetzt ist alles wohlbehalten in unserer Garage angekommen und wartet auf einer Palette auf den 26. Mai. Ab jetzt ist jeder Tag mit irgendwelchen Vorbereitungen für das Fest belegt, es ist wirklich unglaublich, an was man alles denken muss. Im letzten Jahr hatten wir akribisch Listen abgehakt und waren ganz sicher, dass nichts fehlen würde. Dann hatten wir den Flaschenöffner für die Getränke vergessen :) Zum Glück wohnen wir ja nur ca. 200 m entfernt...

 

10.05.2018

Am Samstag werden wir uns um 12 Uhr auf der Festwiese in Armsheim treffen und den Platz für das Frühlingsfest vorbereiten. Wer Lust hat mitzuhelfen, kann gerne einen Spaten mitbringen und seine Vierbeiner einpacken, wir freuen uns über jede helfende Hand und haben Spaß daran, wenn die Hunde sich mal so richtig austoben können...

Wir bewegen uns mit großen Schritten auf unser Frühlingsfest zu, letzte Woche haben wir wieder angefangen Hundekekse zu backen, die Einladungen für unser Fest sind alle verschickt, die Plakate aufgehängt und die Flyer verteilt. Die Genehmigungen haben wir mittlerweile auch alle bekommen und natürlich sind die ganzen Tombolapreise von Gabi liebevoll verpackt worden. 1000 tolle Preise warten auf euch, außerdem werden wir 12 Aussteller begrüßen können, die die unterschiedlichsten Dinge anbieten. Es wird sogar noch eine Vorführung einer Hundesportgruppe geben und natürlich ist für euer leibliches Wohl wie immer bestens gesorgt. Ich hoffe ihr habt euch den Termin im Kalender markiert und kommt am Samstag, den 26. Mai zu unserem Frühlingsfest nach Armsheim. Alle Tierfreunde sind herzlich willkommen und können ihre braven Vierbeiner gerne mitbringen!

Leider hatten wir in den letzten Wochen sehr wenige Anfragen für unsere Hunde. Zwar sagen alle, dass unsere Vierbeiner total toll sind, aber was nutzt das, wenn daraus keine Vermittlungen resultieren. Leider können so auch keine neuen Hunde nachrücken und das macht mir die meisten Sorgen. Am Frühlingsfest werden fast alle unsere Pflegehunde da sein, vielleicht überzeugen unsere Hunde ja live besser. Bis jetzt war es in jedem Jahr so, dass eine Freundin von uns mit einem Hund mehr nach Hause fuhr. Mal sehen, ob das auch in diesem jahr so sein wird... :) Bitte drückt alle ganz feste die Daumen, dass wir tolles Wetter bekommen - für alles andere sorgen wir!

 

09.05.2018

Nicht immer läuft es im Leben so, wie man sich das vorgestellt hat und manchmal treffen  solche Veränderungen dann auch unsere Hunde. Die kleine Canela wurde vor nicht einmal ganz einem Jahr nach Lampertheim vermittelt. Dort lebte noch ein zweites Hündchen und beide hatten ein wunderschönes und unbeschwertes Leben. Wir haben fest damit gerechnet, dass das auch für immer so bleiben würde, nun ist der Traum vorbei und beide Hunde müssen wegen einer Erkrankung des Frauchens das Feld räumen. Canela sucht also ab sofort wieder ein neues Zuhause. Das Mädchen ist jetzt 2 Jahre alt, extrem brav und verträglich. Da sie einen Hundekumpel gewöhnt ist, wäre es schön, wenn sie wieder einen tierischen Freund bekäme - natürlich kann sie aber auch als Einzelhund vermittelt werden. Wir wären foh, wenn wir auf diesem Weg direkt ein neues Zuhause für die kleine Maus finden könnten, wir sind aber auch dankbar für eine Pflegestelle bis zur endgültigen Vermittlung von Canela.

Canela_DSC07766_mN

Canela_DSC07775

Von unseren Azorianern haben wir die ersten Rückmeldungen bekommen. Charlie ist wohl geschlagen worden, denn er duckt sich, wenn man die Hand hebt. So etwas ist für uns und die Pflegestellen immer schlimm. Man kann nicht nachvollziehen, wie jemand auf die Idee kommt, ein so hilfloses Wesen zu schlagen. Man sieht das angstvoll nach unten gedrückte Köpfchen in Erwartung der Prügel und könnte vor Verzweiflung, Trauer und Wut heulen. Zum Glück lernen die Hunde aber meistens ganz schnell, dass sie hier nichts Schlimmes zu erwarten haben. Charlie spielt schon mit dem Hund der Familie und hat sich innerhalb eines Tages komplett akklimatisiert. Heute bekam er dann sein erstes und absolut notwendiges Bad. Man erzählte uns, dass er mit der Dreckbrühe, die von ihm ablief, offensichtlich begriff, dass jetzt sein neues Leben beginnt. Er hat sich schrubben, föhnen und kämmen lassen und benimmt sich jetzt, als ob mit dem ganzen alten Dreck auch seine Ängste und Sorgen verschwunden wären. Aus der alten dreckigen Pelle ist ein hübscher und sauberer kleiner Hund geschlüpft, der jetzt in vollen Zügen sein Leben genießt. Charlie ist angekommen und wir freuen uns sehr für ihn!

Mateus lebt in einer Pflegefamilie, die schon drei eigene Hunde hat, er durfte gleich einen Kurzurlaub antreten und hat sofort gemerkt, dass es hier richtig gut ist. Die Hunde verstehen sich und haben viel Spaß miteinander. Charlie und Mateus sollten beide in den nächsten Tagen zum Frisör, sie haben langes und dickes Fell, dass man regelmäßig pflegen und schneiden sollte. Bei Mateus ist wahrscheinlich ein Vorfahr ein Pudel gewesen, sein Pelz fühlt sich an wie der eines Schäfchens. Ich bin mal gespannt, wie die beiden mit einem Kurzhaar-Sommerschnitt aussehen werden.

Auch von Lucky haben wir gute Nachrichten bekommen. Er lebt sich bei Eli gut ein und war gestern schon zum Check beim Tierarzt. Leider ist der kleine Wicht offensichtlich taub, aber ehrlich gesagt - man muss auch nicht alles hören, vielleicht genießt er die Ruhe in seinem Alter sogar. Ansonsten ist alles im grünen Bereich, Eli findet ihn toll und er kringelt sich an ihren Füßen zusammen und schläft selig ein. Wir haben dem kleinen Opi einen schönen Lebensabend gewünscht und unser Wunsch scheint sich erfüllt zu haben. Danke, Eli!

Lucky_IMG-20180510-WA0002_mN

Ich möchte euch nochmal an den Tierschutz-Shop erinnern. Wir sammeln über diese Plattform Futter für das spanische Tierheim in Villena. In den letzten sieben Wochen haben tatsächlich nur fünf Spender dort Futter bestellt und so wollte ich vorschlagen, statt morgen das Geld in Alkohol für den Vatertag umzusetzen, es vielleicht lieber den armen Hunden im Tierheim in Spanien zu spenden. Es ist nur so eine Idee, aber es würde so manch einem einen dicken Kopf ersparen und dafür vielen den hungrigen Bauch füllen... :)

Tierschutz-Shop-Wunschliste-Banner3-gif

 

08.05.2018

Endlich sind unsere Glückspilze bei uns. Es war noch dunkel, als wir schon ganz früh am Morgen losfuhren, um Mateus und Charlie in der Animal Lounge des Frankfurter Flughafens abzuholen. Die beiden durften nach ihrer Ankunft die Nacht in einem geräumigen Zwinger schlafen und wurde uns dann gut erholt und relaxed übergeben. Wir haben sie gleich nach Hause gebracht und unseren Hunden vorgestellt. Noch bevor die Pflegestellen kamen, konnten sie in unserem Garten herumtoben und schon einmal in die neue Freiheit schnuppern. Beide Hundchen sind super sozial und wirklich extrem goldig. Charlie sieht etwas mehr nach Yorki aus und Mateus hat das Fell eines Pudels. Ich denke, beiden wird ein Frisörbesuch gut tun!

Mateus_DSC02897

Mateus_DSC02890_mN

Charlie_DSC02990_mN

Leider hat Gulliver immer wieder Probleme mit seinem Magen und Darm. In regelmäßigen Abständen müssen wir mit ihm in die Praxis fahren und dort bekommt er dann Spritzen und Tabletten. Mittlerweile zittert er schon, wenn ich die Autotür nur aufmache. Auf dem Rückweg leckt er sich dann seine Wunden.... Trotzdem können wir uns bei Frau Kleemann von der Tierarztpraxis Dr. Weber + Thissen nur bedanken, sie trifft seine wirklich winzigen Venen sofort und Gulliver ist immer ganz schnell fertig. Nachdem der kleine Mann heute nun nichts mehr zu Essen bekommen hat, hoffen wir, dass es ihm morgen deutlich besser gehen wird.

Der kleine schwarze Hund, dessen Krallen so schrecklich lang gewachsen waren und von dem ich euch am Freitag erzählt habe, wurde laut Aussage des Besitzers mittlerweile eingeschläfert. Ich hatte, wie mit dem Besitzer des Hundes vereinbart, sofort einen Termin zum Röntgen der Vorderläufe gemacht, die Übernahme der Kosten war schon geklärt. Leider hatte das Veterinäramt Alzey den Hund schon am Montagmorgen weggenommen. Der Besitzer rief mich nach 20 Uhr an und reklamierte, dass sich der Amtsveterinär einfach nicht mehr gemeldet hätte. Er habe ihm versprochen, sein Hundchen nachmittags wieder vorbeizubringen. Jetzt sei niemand mehr in der Behörde und er wäre vor Sorge ganz krank. Auf unsere heutige Nachfrage beim Besitzer erfuhren wir dann, dass der Amtsveterinär heute morgen vorbeikam und dem Besitzer des Hundes mitteilte, dass der Hund euthanasiert wurde. Der Mann war komplett geschockt und verzweifelt. Es fällt mir sehr schwer, ein solches Verhalten nachzuvollziehen. Selbst wenn die Euthanasie absolut notwendig gewesen sein sollte, hätte ich es doch vorgezogen, dem Mann zuerst das Röntgenbild der Vorderläufe zu zeigen und ihm die Möglichkeit gegeben, sich von seinem Hund zu verabschieden.

 

07.05.2018

Morgen um 4 Uhr ist für uns die Nacht zu Ende und wir werden nach Frankfurt in die Animal Lounge fahren, um Mateus und Charlie vom Flughafen abzuholen. Die beiden sind die ersten Glückspilze von den Azoren für 2018. Danach erwarten wir Fred und Kaja und bestimmt findet sich auch noch jemand für den hübschen Picasso. Die Pflegefamilien stehen genauso wie wir in den Startlöchern, um endlich die Hunde in Empfang zu nehmen und ihnen eine Chance auf ein gutes Leben in Deutschland zu geben. Da wir uns entschieden haben, nun erstmal nur noch Hunde von Pico aufzunehmen, hoffen wir, dass wir in diesem Jahr die doppelte Anzahl der Hunde retten können, auf jeden Fall sollten es mehr sein als im letzten Jahr. Wir möchten, dass sich die kleine Auffangstation auf Pico etabliert und irgendwann auch Hunde in der Zeit, in der Dania nicht auf der Insel ist, dort gepflegt werden können. Das Töten muss einfach aufhören und wir möchten alles dafür tun, dass man endlich bemerkt, dass wir es wirklich ernst meinen. Ich hatte im letzten Jahr wieder die Botschafter auf den Azoren sowie in Lissabon über unsere Arbeit informiert und um Unterstützung gebeten. Leider hat man für mein Schreiben nicht einmal den Eingang bestätigt - geschweige denn darauf geantwortet. Dieses Spiel machen wir nun schon seit fünf Jahren und ich denke, es wird auch noch einige Zeit ins Land gehen, bevor sich jemand von der Inselregierung der armen Hunde und Katzen annimmt. Wir werden immer dran bleiben und nicht aufgeben. Was wir bis jetzt erreicht haben, ist großartig und jeder gerettete Hund spornt uns aufs Neue an. Wenn wir in die Gesichter der geretteten Hunde sehen, wissen wir, dass wir das Richtige tun!

Dania hat heute die Bilder vom Abflug der Hunde von Pico geschickt - morgen fängt für Mateus und Charlie ihr neues Leben an!

Cahrlie+Mateus_Abflug_IMG-20180507-WA0032

 

06.05.2018

Lucky ist heute nach Sinsheim umgezogen. Wir hoffen sehr, dass er nun dort endlich sein Zuhause gefunden hat. Uns hat es jedenfalls sehr gut gefallen. Eli hat schon viele hilfsbedürftige Tiere aufgenommen, sie hat Katzen, Hunde, Vögel und sogar Farbmäuse. Alle Tiere sind artgerecht untergebracht und man merkt, dass sie sich viele Gedanken um ihr Wohlbefinden gemacht hat. Ich habe noch nie ein so tolles Mäuse-Haus gesehen und auch die Papageien haben riesige Volieren, alle Vögel haben so viel Platz, dass sie problemlos fliegen können, überall ist Spielzeug, es gibt unterschiedliche Bademöglichkeiten und natürlich nur bestes Futter. Alles ist gepflegt und sauber. Der Garten ist ein Paradies, überall blüht und grünt es, mittendrin ist ein großer Teich, in dem gigantische Kois leben. Wir waren wirklich begeistert und können nur hoffen, dass Lucky noch ganz viel Zeit bleibt, sein neues Leben in vollen Zügen zu genießen.

Morgen werden unsere beiden Azoren-Hunde auf die Reise gehen. Ich hoffe sehr, dass alles gut geht und sie den langen Flug gut überstehen. Damit Picasso in 2-3 Wochen ausreisen darf, fehlt ihm leider noch eine Pflegestelle. Der Bub ist absolut klasse und auch nur ca. 40 cm groß. Bitte gebt eurem Herzen einen Schubs, es muss sich doch eine Familie finden lassen, die ihn bis zur endgültigen Vermittlung bei sich aufnehmen kann. Auch wenn jetzt bald die Urlaubszeit kommt, es bleibt doch bestimmt auch manch einer daheim. Ganz dringend suchen wir auch noch Urlaubsvertretungen für 1-2 Wochen, bisher haben wir leider nur ein Angebot für einen Hund im Juli oder August bekommen. Das ist eindeutig viel zu wenig...

Mit Andy habe ich besprochen, dass unser Spenden-Truck vielleicht doch schneller in Spanien sein muss, als wir das zeitlich hinbekommen. Deshalb holen wir jetzt Preisangebote von den unterschiedlichsten Firmen ein. Vielleicht kennt ihr ja auch jemanden, der uns da unter die Arme greifen oder ein günstiges Angebot machen kann. Andy und wir haben zusammen 33 Paletten Hunde- und Katzenfutter sowie viele Kisten mit unterschiedlichen Hilfsgütern gesammelt. In Spanien werden die Sachen - speziell das Futter - in den Protectoras Villena und Ibi sowie von den vielen kleinen Hilfsorganisationen und privaten Tierschützern dringend gebraucht.

 

05.05.2018

Pheusy hat uns heute einen fürchterlichen Schrecken eingejagt. Plötzlich bekam er am ganzen Körper Pusteln und sein Gesichtchen schwoll an, die Augen waren rot gerändert und die Lefzen stark geschwollen. Ich habe den Wicht sofort ins Auto gepackt und bin in die Tierarztpraxis gefahren. Kortison hilft bei allergischen Reaktionen und so war ich sicher, dass der Spuk schnell vorbei sein würde. Weit gefehlt, Pheusy musste die doppelte Dosis bekommen und selbst danach stellten wir kaum eine Verbesserung fest. Er röchelte, erbrach mehrfach und wurde immer roter. Letztendlich empfahl die Tierärztin, in lieber zu intubieren, das Risiko, dass er ersticken würde war ihr zu groß. Ich habe Pheusy also wieder ins Auto gepackt und bin Richtung Klinik gedüst. Unterwegs hatte ich dann den Eindruck, dass er besser atmen könnte und habe mich dazu entschlossen, ihn lieber nach Hause zu bringen, ihn mit kalten Tüchern abzudecken und ihm absolute Ruhe zu gönnen. Offensichtlich war das die richtige Entscheidung, er hat sich schon wieder ganz gut erholt, ist zwar noch etwas unsicher auf den Füßen, aber der Ausschlag ist fast weg und damit auch die Gefahr des Erstickens.

Bei solchen Aktionen ist man selbst in höchstem Maß angespannt und wenn der Stress endlich nachlässt, sitzt man völlig erschöpft da und dankt allen guten Geistern, dass man diesesmal davongekommen ist. So schnell verkrafte ich so etwas nicht nochmal! Pheusy hatte solche allergischen Reaktionen schon mehrfach, jedesmal wurden sie schlimmer und nie wussten wir, wodurch sie ausgelöst worden waren.

Um ganz sicher zu sein, hat Uwe jetzt unser Pfaffenhütchen gefällt, in jedem Jahr hatten wir Gespinstmotten darin und in diesem Jahr sahen sie pötzlich wie Prozessionsspinner-Raupen aus. So etwas kann für Mensch und Tier gefährlich werden und so hat Uwe kurzen Prozess gemacht. Vor Prozessionsspinner-Raupen wird in jedem Jahr großflächig gewarnt, die Prozessionsspinner-Allergie ist eine allergische Immunreaktion auf einen Giftstoff, mit dem sich der Eichenprozessionsspinner im Raupenstadium vor feindlichen Angriffen schützt. Das Gift befindet sich in den sogenannten Brennhaaren, die den Körper der Raupen während der späteren Larvenstadien bedecken. Wer in Kontakt mit den giftigen Härchen der Raupe kommt, dem drohen Hautausschläge, die oft mit starkem Juckreiz oft über mehrere Tagen einhergehen. Kommt das Gift in die Augen, droht eine Bindehautentzündung. Allergische Schockreaktion sind nicht selten, ebenso kommt es zu Atemnot und Asthmaanfällen. Ob es sich bei uns um harmlose Gespinstmotten oder um gefährliche Prozessionsspinner-Raupen gehandelt hat, ist mir nun egal, sie sind weg und das beruhigt mich jetzt sehr, denn beim Nachlesen ist mir auch noch aufgefallen, dass das Pfaffenhütchen komplett giftig ist - besonders seine Samen. Kreislaufstörungen, Fieber, Darmentzündungen, Koliken und Schädigung der Leber und Nieren sind die Folge, sollten die Samen von Mensch oder Tier gegessen werden... Wir haben beim Pflanzen unserer Gehölze wirklich immer darauf geachtet, dass nichts für die Hunde potenziell giftiges dabei ist, das Pfaffenhütchen hat sich selbst angesiedelt und so haben wir gar nicht bemerkt, dass es den Hunden gefährlich werden könnte.

Morgen werden wir den kleinen Lucky wieder abholen. Sein neues Zuhause passt nicht zu ihm und er entspricht nicht dem, was seine neuen Menschen sich so vorgestellt hatten. Wir sind traurig darüber, können aber den Leuten nur vor den Kopf sehen und müssen deshalb hinnehmen, dass wir uns in der Beurteilung der neuen Halter auch irren können. Wenn so etwas bei einem 15-jährigen Opilein passiert, ist das schon besonders traurig, allerdings lernt man in solchen Situationen auch die wahren Tierfreunde kennen. Menschen, die ohne zu zögern helfen und einspringen, wenn Not am Mann ist, die aktiv mithelfen und sich nicht hinter Ausreden verstecken. Nachdem wir in den letzten Monaten einige solcher tollen Tierfreunde kennengelernt haben, hoffen wir, dass wir auch jetzt wieder Glück haben werden. Morgen bringen wir Lucky in sein neues Zuhause, hoffen wir mal, dass wir jetzt den richtigen Menschen für den kleinen Wicht gefunden haben!

 

04.05.2018

Manchmal versteht man die Welt nicht mehr und ist nahe daran zu verzweifeln. Heute waren wir aufgrund einer Anzeige bei einem Herrn, der unter katastrophalen Bedingungen haust. Bei ihm lebt ein ca. 6 Jahre altes kleines Hunde-Mädchen, dessen Krallen so lang sind wie ich es noch nie gesehen habe. Das Hundchen kann nicht mehr laufen, die Vorderbeine sind durchtrittig und die Gelenke knirschen. Gesehen habe ich so etwas noch nie. Da steht man in einem 'Unterschlupf' der den Namen Wohnung nicht verdient und sieht einen Menschen, der sein Leben schon lange nicht mehr im Griff hat und einen kleinen Hund, der nie eine Chance hatte, dieser Situation zu entkommen. Ich habe mit den Tränen und der Wut gleichzeitig gekämpft und hoffe, dass ich diese Bilder irgendwann wieder vergessen kann. Wir werden natürlich sofort den Amtsveterinär informieren und hoffen darauf, dass uns eine Röntgenaufnahme Aufschluss über die Art und Ursache der Deformation geben wird. Ich befürchte, dass man der Hündin nicht mehr helfen kann, schon jetzt kann sie keinen Schritt mehr gehen und muss in den Hof getragen werden. Da der Halter des Hundes völlig mittellos ist, kann er keine Behandlung bezahlen. Uwe und ich haben wirklich schon einiges gesehen. Dass man arm ist, ist eine Sache, dass man aber völlig verwahrlost, hat nichts mit Armut zu tun. Wir werden also am Montag umgehend den sozial-psychiatrischen Dienst verständigen, denn dem Mann muss genauso dringend geholfen werden wie dem Hundchen.

Zu all diesem Elend kam dann noch ein Anruf, der uns ganz aus der Bahn geworfen hat. Der kleine Lucky darf nicht bei seiner neuen Familie bleiben. Mit 15 Jahren hat er schon einiges erleben müssen. Er verlor mit 12 Jahren sein Frauchen und lebte danach mit einem Menschen zusammen, der sich von der Welt abgeschottet hatte. Lucky ging es nicht gut, er verwahrloste und als sein Herrchen starb, war niemand mehr da, der sich um ihn kümmern wollte. Wir haben ihn übernommen und unsere Pflegestelle hat ihn wieder schick gemacht. Seine geringelten Krallen wurden geschnitten, sein verklebtes Fellchen in Form gebracht und shampooniert, natürlich wurde er vom Tierarzt untersucht und er bekommt jetzt regelmäßig Herztablettchen. Wir dachten, Lucky hätte Glück gehabt, denn vor wenigen Tagen begann sein neues Leben bei einer Familie, die sogar schon einen Hund von uns übernommen hatte. Jetzt soll er dort wieder weg, denn man hatte sich das alles etwas anders vorgestellt... Lucky war seit mindestens 2 Jahren nicht mehr alleine, er folgt seinem neuen Menschen auf Schritt und Tritt - er hat Angst, wieder alleinegelassen zu werden. Ich denke, dass man mit etwas Hundeerfahrung wissen sollte, dass man erst wieder langsam anfangen muss, das Hundchen an einen normalen Tagesablauf zu gewöhnen. Tja, zu allem Unglück hat er dann auch noch in der Wohnung markiert... Es ist für ihn eine fremde Umgebung gewesen, er hat viele Jahre keinen Spaziergang mehr gemacht... Wir sind sehr traurig darüber, dass Lucky nun schon wieder Pech gehabt hat und die neue Familie sich ganz offensichtlich trotz ausführlicher Beratung nicht im Stande sieht, ihn zu behalten. Wir können nur hoffen, dass er sein Glück noch findet- ab sofort ist Lucky wieder zur Vermittlung frei. Wir werden für den Bub die Zahnreinigung übernehmen und auch die erste Impfung bezahlen. Es wäre schön, wenn wir jemanden finden könnten, der etwas Geduld mit dem Opi hat und vielleicht auch bereit wäre, die monatlichen Kosten von ca. 35 € für die Herztabletten zu bezahlen. Lucky ist eine ganz arme Socke, er hat vielleicht noch ein oder zwei schöne Jahre vor sich. Wir drücken ihm ganz feste die Daumen, dass er jemanden findet, der ihn in dieser Zeit begleitet und von Herzen liebt. Wir möchten Lucky gerne bei uns im Umkreis vermitteln, d. h. max. 100 km rund um Alzey.

Bei all den Hiobsbotschaften hatten wir heute allerdings auch mal Glück. Die Werkstatt hat unseren Tierschutz-Bus auseinandergenommen und festgestellt, dass nicht das Lenkgetriebe defekt ist, sondern nur die Lenkstange. Das macht mal gerade einen Unterschied von schlappen 1000 €. Wir haben uns unglaublich gefreut und konnten den Bus sogar schon wieder abholen. Er lenkt sich wieder butterweich und fährt wunderbar, was für ein Glück!

Für morgen ist die kleine Susi aus der Protectora Villena angekündigt. Sie ist der letzte Hund, den wir noch in Spanien auf der Warteliste hatten. Diesesmal kommt Bernd4Dogz nicht direkt bei uns vorbei und wir werden Susi ein ganzes Stück hinter Wiesbaden abholen. Wir hoffen, dass alles gut klappt und die Kleine die meiste Zeit der langen Fahrt verschlafen hat.

Unsere Planung für die Azoren-Hunde hat sich etwas verschoben. Sie werden nicht, wie ursprünglich gedacht, am Sonntag ankommen, sondern erst am Montag in Frankfurt landen, am Dienstag holen wir sie ab und hoffen, dass Fred dann in drei Wochen mit den nächsten Nasen von Pico ausfliegen darf. Wir wissen bisher nicht, was die Ausreise von Fred verhindert hat und wieso nur Mateus und Charlie fliegen dürfen, allerdings muss man bedenken, dass die Azoren eben nicht Spanien sind und dort Frachtpapiere zu beantragen wirklich nicht einfach ist. So weit wir wissen, geht es Fred gut, was darauf schließen lässt, dass es sich um ein Problem beim Pass oder den TRACES-Papieren handelt. Ich hoffe, dass wir bald mehr wissen werden.

 

03.05.2018

Wir haben endlich noch eine neue Kollegin gefunden, die in ca. 3 Wochen eine Hündin von den Azoren aufnehmen wird. Vanessa hat einen kleinen Zoo zuhause. Als Uwe sie besuchte, konnte er sich nicht nur kleine Ziegen ansehen, sondern auch ein ausgewachsenes superliebes Schwein, dass sich beim Kraulen auf den Buckel legte und genüßlich grunzte. So etwas ist schon außergewöhnlich und ein echtes Erlebnis. Wir freuen uns sehr, dass Vanessa zukünftig unser Team verstärken wird und begrüßen sie ganz herzlich im Kreis unserer Pflegefamilien!

Vanessas_Schwein_IMAG0662

Für Picasso suchen wir ebenfalls noch einen Pflegeplatz. Er könnte in drei Wochen zusammen mit Kaja und Fred die Azoren verlassen. Reisefertig ist er, es fehlt ihm nur eine nette Familie, die ihm bis zur endgültigen Vermittlung ein Körbchen geben will. Wir wissen, dass die Urlaubszeit langsam in greifbare Nähe rückt und auch unsere Pflegestellen zum Teil Urlaub geplant haben. Nicht immer ist es möglich, den Pflegi mitzunehmen und so brauchen wir für manche Hunde zusätzlich noch Urlaubsvertretungen für 8-14 Tage. Wir haben in den letzten Jahren so viele Hunde vermittelt, dass es eigentlich möglich sein sollte, sich gegenseitig auszuhelfen - ich hoffe jedenfalls, dass sich noch Menschen bei uns melden, die in einer solchen Situation gerne mal einspringen.

Für Charlie hat sich heute seine Welt verändert. Der liebe Junge war vor etwas mehr als einer Woche nach Ingelheim vermittelt worden, jetzt gab es in der Familie einen Pflegefall und man gab Charly an die ehemalige Pflegestelle zurück. Patty und Thomas haben nicht lange überlegt und den Bub abgeholt und übernommen. Nun ist er wieder dort angekommen, wo er von seinen Hundekumpels sowieso schon schmerzlich vermisst wurde und wo die Vorsehung ihn haben wollte. Wir freuen uns sehr über unsere neuesten 'Pflegestellenversager' - obwohl das bei den beiden eigentlich nicht so ganz stimmt. Denn trotz des unverhofften Familienzuwachses haben sich Patty und Thomas nämlich entschieden, Mateus auch weiterhin eine Pflegestelle anzubieten - das ist wirklich extrem nett und gerechnet hatten wir damit nicht. Ganz herzlichen Dank nochmal von uns allen an Patty und Thomas! Wenn alles klappt, dürften unsere Azoren-Hundchen dann am 06. Mai von Pico aus starten und wir holen sie am nächsten Tag um 5 Uhr in der Animal Lounge des Frankfurter Flughafens ab. Wir freuen uns schon riesig auf die Nasen!

 

02.05.2018

Noch immer suchen wir ganz verzweifelt Pflegestellen für unsere Hunde von den Azoren. Für die Tiere geht es wirklich um Leben oder Tod, auf den Azoren gibt es kein Tierheim und es wird wöchentlich getötet. Wir haben es geschafft, auf Pico eine kleine Station zu etablieren, allerdings können dort nur ganz wenige Tiere untergebracht werden und die Station ist auch nur über die Sommermonate besetzt. Wer in Deutschland keine Pflegestelle bekommt, wird am Ende der Saison dann doch um sein Leben gebracht. Wir können euch nur ganz dringend bitten, diesen Hunden zu helfen. Sie haben sonst keine Chance auf ein Überleben. Wir sorgen dafür, dass sie reisefertig gemacht werden, lassen sie kastrieren und impfen, wir bezahlen ihr Ticket und hoffen, dass ihnen hier tierliebe Menschen bis zur Vermittlung ein Zuhause auf Zeit geben. Bitte helft uns wenigstens, einigen dieser Hunde das Leben zu retten. Ohne Pflegestellen sterben sie.

Ich habe mich heute nochmal in die Sache mit den Kostenübernahmen für verletzte Wildtiere gekniet. Es ist wirklich fast unmöglich, eine befriedigende Antwort auf meine Fragen zu bekommen. Die Fragestellung ist ganz einfach: Wer bezahlt die beim Tierarzt anfallenden Kosten für ein verletztes Wildtier?

Ich habe beim Veterinäramt in Bad Kreuznach angerufen und keine Antwort bekommen, man hat mich innerhalb der Verwaltung hin und her verbunden, aber keiner konnte mir sagen wie das gehandhabt wird. Die interessanteste Antwort bekam ich von einem Herrn, der meinte, dass es wohl so sei wie beim Müll - der, der ihn verursacht, kommt auch für die Kosten auf! Nun denn, dazu werde ich mich nicht mehr äußern. Ich habe beim Bundesverband für Tierschutz nachgefragt und auch beim Träger der Kleintierklinik Bretzenheim GmbH - also bei AniCura in München. Auch dort wusste man keine Antwort auf meine Frage. Manchmal rief man mich nicht einmal zurück. Bei der Landestierärztekammer sagte man mir, dass man so einen Fall noch nie gehabt und man deshalb schon einmal im Internet (!) recherchiert habe, letztendlich aber die Sache vom Präsidenten entschieden werden müsse und dieser würde mich zurückrufen. Irgendwie kann ich kaum glauben, dass ich der erste gewesen bin, der ein Wildtier in Rheinland Pflanz zum Tierarzt gebracht haben soll und sich weigerte, die Rechnung zu bezahlen. Auch meine Nachfrage beim Landwirtschaftsministerium blieb erfolglos. Man wusste nicht einmal, wer für so etwas zuständig sein könnte und erzählte etwas von einer Gesetzeslücke. Bei der Bezirkstierärztekammer Pfalz ging nicht einmal jemand ans Telefon.

Nachdem ich mir schon Stunden mit der Fragerei bei Behöden, Ämtern, Kammern, Vereinen usw. um die Ohren geschlagen hatte, versuchte ich es dann beim Tierschutzbeirat des Landes Rheinland-Pfalz. Frau Dr. Christiane Baumgartl-Simons erfasste mein Problem direkt und versprach mir, sich der Sache anzunehmen. Tatsächlich scheint sich bisher niemand die Mühe gemacht zu haben, hier Rechtssicherheit zu schaffen. Ganz offensichtlich wissen weder die Tierärzte noch die Städte und Gemeinden, wie sie mit diesem Problem umzugehen haben. Es fehlt eine genaue Richtline über die von den Ämtern zu übernehmenden Zahlungen und auch die Tierärzte müssten etwas an die Hand bekommen, was ihnen ermöglicht festzustellen, wer wann welche Kosten zu tragen hat. Es kann nicht angehen, dass Kosten für Wildtiere auf die mitleidigen Bürger abgewälzt werden und es kann auch nicht sein, dass niemand weiß, wie man sich richtig zu verhalten hat, wenn man ein verletztes Wildtier gefunden hat. Ich bin immer noch erstaunt darüber, dass das die ganzen Jahre so funktioniert hat und offensichtlich wirklich niemand genauer nachfragte. So wie es aussieht, ist jetzt Bewegung in die Sache gekommen und vielleicht können wir bald mit einer eindeutigen Regelung rechnen.

 

01.05.2018

Unsere Mitglieder sind gerade während der Urlaubszeit mit ihren Vierbeinern überall unterwegs. Es erreichen uns die tollsten Urlaubsbilder aus den Bergen und vom Meer. Dass manche unserer Hunde Engelchen sind, hat Familie Bochtler auf einem schönen Bild mit Bruno verewigt. So wie Bruno guckt, scheint er es allerdings wohl mehr als Mahnung verstanden zu haben :) ..... Das Foto wurde in Schloss Moritzburg in Zeitz aufgenommen.

Bruno_IMG_7954 Kopie

Für uns waren die zurückliegenden Tage leider keine Freizeit. Die Umsatzsteuererklärung für den Verein war fällig und so hat der ungeliebte Papierkram mal wieder kein Ende genommen. Morgen gehen die letzten Papiere zur Steuerberaterin und dann warten wir mal ab, ob wir alles richtig gemacht haben.

Was die Rechnungsstellung der Tierklinik Bretzenheim für den Mäusebussard anbelangt, konnten wir bisher keine Lösung für das Problem finden. Die Antwort des Trägers AniCura aus München steht noch aus und der Anruf beim Landwirtschaftsministerium in Mainz hat mich auch nicht weiter gebracht. Eine Mitarbeiterin sprach dort von einer Gesetzeslücke und von netten Tierärzten, die aus Kulanz auf die Berechnung bei Wildtieren verzichten würden. Gleiches wurde mir auch beim Bundesverband Tierschutz e.V. gesagt. Solche Aussagen halte ich für falsch und deshalb werde ich weiter dranbleiben. Zur Not muss das Problem eben im Landtag geklärt werden und ich werde mich nicht scheuen, eine Eingabe beim Landwirtschaftsministerium zu machen und die mir im Landttag zustehende Redezeit einzufordern.

 

Hier geht’s zum Tagebuch-Archiv!

 

 

 

 

 

 

 

Banner_2_1160x180_150dpi_02
DSC00379_180x180

aktualisiert am 22.06.2018

logo_Shop_farbig_jetzt_online_180x180

 

 

Tierhilfe Phönix e.V. auf Facebook!
Tierhilfe Phönix e.V. auf YouTube!

Beim Einkauf über den folgenden Link erhalten wir eine kleine Provision:

zooplus.de
Praemie Tierschutz-Shop
wolfsblut_2016_02_banner_120x600