Phönix-Tagebuch

Hallo an alle Freunde, Mitglieder und Gönner der Tierhilfe Phönix e.V. sowie an alle, die an unserer Tierschutzarbeit interessiert sind.

Wir haben jeden Tag so viele unterschiedliche Dinge für den Verein zu tun und es passiert so viel, dass wir euch hier alle etwas an unserer Arbeit teilhaben lassen.

Hier könnt ihr mitverfolgen, was bei uns so los ist.

Jeden Monat versenken wir die alten Tagesberichte im Archiv. Dort könnt ihr, wenn ihr wollt, nochmal nachlesen, was so passiert ist.
 


 

28.11.2022

Hier wieder mal etwas für unsere medizinisch interessierten Tierfreunde. Wahrscheinlich habt ihr noch nie von einem Erreger gehört, der Brucella canis heißt. Es handelt sich um den erstmals 1966 in den USA nachgewiesenen Erreger der Hundebrucellose, der für Reproduktionsstörungen und Aborte verantwortlich ist. Leider steigt in Ländern mit einer großen Population an streunenden Hunden, die sich unkontrolliert vermehren, das Risiko einer Infektion an und da es keine Überwachungsprogramme zum Vorkommen des Erregers gibt, sind die vorhandenen Daten sehr lückenhaft. Da viele Tierärzte oft nur die klassischen Symptome am Geschlechtsapparat der Tiere kennen, ist es wichtig zu wissen, dass es bei Hündinnen zu Aborten in der Spätträchtigkeit kommen kann, zu Totgeburten oder zur Geburt lebensschwacher Welpen. Beim Rüden hingegen zeigt sich die Krankheit zum Beispiel als Hodenentzündung, Nebenhodenentzündung oder Dermatitis des Hodensacks. Oft kommen Lethargie, Gewichtsverlust und Leistungsschwäche hinzu. Das Tier muss übrigens während des gesamten Infektionszeitraumes nicht unbedingt Fieber entwickeln.

Was kaum jemand vermuten würde ist, dass die Brucellose beim Hund auch ganz andere, nicht auf den Genitaltrakt ausgerichtete Symptome haben kann. Bei Hunden, die aus Süd- und Osteuropa stammen und Lahmheiten und Schmerzhaftigkeiten im Bereich der Wirbelsäule haben, kann die Brucellose ebenfalls der Verursacher sein. Die Diskospondylitis beim Hund ist eine infektiös bedingte entzündliche Veränderung des Zwischenwirbelraumes unter Beteiligung der Gelenkflächen der benachbarten Wirbel. Bei Hunden mit solchen Schmerzen sollte grundsätzlich die Differentialdiagnose Brucellose in Betracht gezogen werden. Andere Symptome sind noch Hautentzündungen, Augenentzündungen und Knochenmarksentzündungen.

Die Krankheit wird einerseits durch den Deckakt mit dem Sperma oder der Vaginalflüssigkeit übertragen. Welpen sind oft schon im Uterus infiziert worden. Auch der Urin der Tiere kann infektiös sein und so zur Ansteckung bei anderen Tieren führen. Brucellose-Erreger werden nach der Infektion noch bis zu 2 Monaten ausgeschieden und selbst 2 Jahre nach der Infektion konnten noch Erreger gefunden werden, die wiederkehrend, das heißt mit Unterbrechungen wiederauftretend, nachgewiesen wurden. Tatsächlich waren experimentell infizierte Hunde noch über 5 Jahre in der Blutkultur positiv!

Vielleicht haben die Großtierhalter unter euch schon einmal von der Brucellose gehört. Sie ist wirtsspezifisch, hat aber zoonotisches Potential. Das heißt, sie ist vom Tier auch auf den Menschen übertragbar (sehr selten, aber möglich, der Verlauf bei der Brucella canis ist allerdings weitaus milder als beim Tier). Bei Pferden, Schweinen, Rindern, Schafen und Ziegen gilt sie als Tierseuche und ist anzeigepflichtig. Beim Hund ist das nicht so.

Beim Rüden ist es nicht möglich, alle Erreger durch eine Antibiotikatherapie zu vernichten, deshalb muss zusätzlich kastriert werden. Einen Impfstoff gibt es nicht. Um den Erreger wirksam einzudämmen, hilft nur eine gute Diagnostik und das Kastrieren von streunenden Hunden!

Wir hatten in all den Jahren noch keinen mit Brucellose infizierten Hund, allerdings informieren die Labore für klinische Diagnostik im Augenblick die Tierärzte über diese Krankheit und natürlich wollen wir euch das nicht vorenthalten!

 

27.11.2022

Die Polizei hat uns heute für eine kleine Katze angefordert. sie lag mit einer offensichtlich verletzten Pfote in Gundersheim, Nähe Autobahnauffahrt im Straßengraben. Natürlich haben wir den kleinen Kater sofort geholt und in die Tierklinik nach Bretzenheim gebracht. Leider konnte man ihm dort nicht mehr helfen, er ist nach wenigen Stunden verstorben. Wir hoffen, dass der Besitzer des nicht gechipten, unkastrierten Katers das Tier erkennt. Er hat noch die Chance, die Katze heimzuholen und selbst zu beerdigen, deshalb veröffentlichen wir hier ein Foto der Katze. Es tut und sehr leid, dass wir zu spät gerufen wurden.

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25.11.2022

Edith hat Bilder von ihrem Kurztrip geschickt und es scheint, als hätten die beiden Damen trotz bescheidenem Wetter viel Spaß. Das Mobile Home hat eine Elektro-Heizung, die innerhalb kürzester Zeit mollig warm machen sollte, leider war das Häuschen bei Ankunft total ausgekühlt und so eine mit Strom betriebene Heizung ist nicht gerade günstig. Es gibt eine Küche und ein kleines Bad. Die Betten sind für 4 Personen ausgelegt und im Wohnzimmer haben die Hunde schnell ihre Plätze gefunden. Ich gehe mal davon aus, dass die Vierbeiner und die Frauchen sich gut erholen und mit neuer Kraft und Elan in drei Tagen wieder daheim aufschlagen werden. Heute abend haben sie nach der Ankunft schon mal gekocht und die Koffer ausgepackt. Morgen wollen sie die Gegend erkunden, die Vermieterin hat einen Ordner mit wichtigen Infos angelegt in dem man sich über die Sehenswürdigkeiten und die Einkaufsmöglichkeiten schlau machen kann. Die Gegend scheint für das Handy ein Problem darzustellen, der Empfang ist grottenschlecht und manchmal geht gar nichts. Die Serpentinen sind für unseren armen Mickey zum Kotzen, leider im wahren Sinne des Wortes... Viel fahren werden die beiden deshalb wohl nicht.

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Edith würde so gerne im Mai wieder nach Schottland reisen. Das Land und die Leute haben es ihr dermaßen angetan, vielleicht gibt es ja unter unseren Lesern noch mehr Schottland-Fans. Mir wäre es lieber, sie würde mit jemandem zusammen Urlaub machen. Gibt es unter euch noch mehr Schottland-Begeisterte? Ist jemand dabei, der seinen Urlaub ebenfalls auf den Inseln verbringen möchte?

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24.11.2022

Heute morgen sind wieder 2 Paletten mit allen möglichen Spenden für die Tiere der Protectora Villena auf die Reise nach Spanien gegangen. Wie immer war viel dringend benötigtes Futter dabei, aber auch Spielzeug, Leckerchen, Decken, Halsbänder und Leinen, Mäntelchen und natürlich jede Menge Handtücher, Verbandsmaterial und Desinfektionsmittel. Wir bedanken uns bei allen Spendern und hoffen, dass wir im zeitigen Früjahr wieder einige Paletten schicken können. Über den Winter werden jetzt unsere Gartengeräte, Bänke und Sonnensegel die Lagerfläche einnehmen.

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Ab morgen werde ich mich mit meiner Freundin mal für 3 Tage an die Mosel davon machen. Unser Mickey darf mit und natürlich hat meine Begleitung auch ihre kleinen Nasen mit dabei. Wir wollen vielleicht einen Teil des Moselsteigs laufen und einfach mal die Seele baumeln lassen. Sollte es regnen, können die Hundchen zur Not auch auf dem 1000 qm großen und eingezäunten Grundstück ohne Leine herumflitzen und wir werden uns mal ganz entspannt zurücklehnen. In den letzten Wochen ist es bei uns wirklich turbulent zugegangen und der Verlust unseres Pferdes hat uns zusätzlich arg mitgenommen. Man merkt tatsächlich, dass man keine 20 mehr ist und solche großen Einschnitte im Leben nicht mehr so schnell wegstecken kann.

Wir waren noch nie in einem Mobile Home und sind gespannt, wie es sein wird, Verpflegung haben wir mitgenommen und natürlich haben auch unsere Vierbeiner ihre Körbchen, Decken, Näpfe usw. im Gepäck. Wenn es dort schön ist und wir es empfehlen können, machen wir Bilder und natürlich können wir auch jederzeit den Kontakt zu der wirklich sehr hundefreundlichen Vermieterin herstellen. Uwe hat meine Nummer umgeleitet und vertritt mich für die nächsten 3 Tage.

Unsere kleine Motti ist übrigens immer noch in der Vermittlung. Mir ist schleierhaft, wieso sich niemand für dieses Traumhündchen meldet. Motti ist absolut lieb und freundlich, sie mag Kinder und andere Hunde, kann überall mit hingenommen werden und fährt schon toll im Auto mit. Sie ist agil und lebenslustig. Es wäre schön, wenn sie jetzt endlich ihre Chance auf ein großartiges Leben bei einer eigenen Familie wahrnehmen könnte! Motti sieht auf den Bildern größer aus, als sie tatsächlich ist, sie wiegt gerade mal 6 kg und ist ca. 30 cm hoch! Sie ist geimpft, gechipt, kastriert und negativ auf Mittelmeerkrankheiten getestet!

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Wie ich eben erfahren habe, wurde Marilyn heute schon operiert. Bis jetzt sieht alles gut aus. Wir drücken ihr ganz feste die Daumen und natürlich halte ich euch auf dem Laufenden!

 

22.11.2022

Da unser Pflegeplatz nun erstmal frei ist, werden wir einem anderen Hundchen eine Chance geben. Wir haben noch Gus, einen kleinen Yorki-Mix-Buben von ca. 6 Monaten im Vorlauf. Er kann nun nachrücken und wir hoffen, dass er noch vor Weihnachten bei uns sein kann. Schade ist, dass wir nur eine freie Pflegestelle haben, der Kleine hat nämlich einen Bruder, der genauso aussieht wie er und natürlich wäre es wunderbar, wenn beide Geschwisterchen ausreisen könnten. Wer schon in unserer Pflegestellenliste eingetragen ist, kann sich gerne bei uns melden. Wir würden uns freuen, wenn beide Brüder die Chance auf ein tolles Leben in Deutschland bekämen. Wer Pflegestelle werden will, kann sich gerne bei uns über den Ablauf informieren oder sich vorab schon mal hier auf unserer Homepage schlau machen.

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20.11.2022

Leider haben wir schlimme Nachrichten aus Spanien bekommen. Marilyn ist todsterbenskrank und muss so schnell wie möglich operiert werden. Die Kleine wurde mit einem Herzfehler geboren, der ohne OP ihr Todesurteil sein wird. Wir hatten Glück im Unglück, denn wäre sie nicht sofort auf eine Pflegestelle gekommen, hätte man sie wohl irgendwann einfach tot im Zwinger gefunden. So ist der Pflegemutter aufgefallen, dass etwas nicht stimmt und man konnte Marilyn umgehend untersuchen. Der Herzfehler muss sofort operiert werden und da das in einer Klinik von einem Spezialisten gemacht werden muss, müssen wir nun um Spenden für die Kleine Maus bitten, denn die OP wird teuer werden. Jeder Euro hilft uns weiter. Wir werden Marilyn nicht sterben lassen, sondern alles versuchen, um ihr Leben zu retten. Dass die Kleine nach der OP zu uns kommt, ist allerdings ausgeschlossen. Sie wird lange brauchen, um sich zu erholen und nach einer überstandenen Herz-OP kann sie ganz sicher weder mit einem Flieger im Frachtraum noch mit einem stundenlang dauernden Transport nach Deutschland reisen. Wenn ihr mithelfen möchtet, Marilyns Leben zu retten, dann könnt ihr eine Spende an die Tierhilfe Phönix machen. Wir können euch eine Spendenquittung ausstellen und überweisen das Geld dann umgehend nach Spanien weiter. Bitte gebt dafür einfach im Verwendungszweck 'Marilyn' an. Hier unsere Bankverbindung.

Die andere Möglichkeit ist, eine Spende direkt an die Protectora Villena zu überweisen. Dafür können wir natürlich dann keine Spendenquittung ausstellen. Auch hier bitte im Verwendungszweck einfach 'Marilyn' angeben. Hier die Bankverbindung nach Spanien.

Marilyn ist ein 4 - 5 Monate altes Hundemädchen, sie möchte leben und hat eine Chance verdient. Vielleicht ist sie der kleine Weihnachtsengel, der in diesem Jahr um sein Leben bittet und dafür bei euch anklopft...?! Helft uns bitte, ihr Leben zu retten!

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18.11.2022

Marilyn hat wirklich Glück gehabt, wir haben eine tolle und sehr erfahrene Pflegestelle für sie gefunden. Wann sie reisefertig sein wird, wissen wir noch nicht. Wir hoffen aber, dass sie noch vor Weihnachten zu uns kommen wird. Sie sollte noch kastriert werden und da wir das genaue Alter von ihr nicht kennen, muss die Kleine auch deshalb nochmal dem Tierarzt vorgestellt werden.

Sie befindet sich jetzt schon nicht mehr im Tierheim, sondern ist auf einer spanischen Pflegestelle untergebracht. Dort wird sie alles lernen, was für einen so kleinen Hund wichtig ist. Wir sind sehr dankbar dafür, dass in Villena die Möglichkeit besteht, die Hunde auch mal privat unterzubringen. Gerade wenn es kalt und kälter wird, geht es mir besser, wenn ich die Kleinen, Alten und Kranken in liebevollen Pflegestellen weiß.

Wir möchten euch nochmal auf unseren Shop aufmerksam machen. Gerade in der Vorweihnachtszeit lässt sich bestimmt ein kleines Geschenk für einen netten Tierfreund im Phönix-Shop finden. Wir haben selbstgestrickte Socken für das eine Ende der Leine, die andere Seite würde sich sicher über ein neues Körbchen, eine schicke Outdoor-Decke (im Lauf der Woche) oder ein neues Halsband freuen. Natürlich haben wir auch selbstgemachte Zergel im Angebot und vieles andere mehr. Die Einnahmen des Phönix-Shops gehen zu 100 % an notleidende Tiere. Wir würden uns freuen, wenn ihr uns mit einem Kauf unterstützten könntet. Fast alle Artikel sind von unseren Mitgliedern handgefertigt und kostenlos zur Verfügung gestellt worden.

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17.11.2022

Wir würden gerne ein weiteres Hundchen aus Spanien holen. Sie heißt Marilyn und wird morgen vom Tierheim aus zu einer privaten Pflegestelle gebracht. Hier kann sie in Ruhe geimpft, getestet und reisefertig gemacht werden. Leider haben wir bis jetzt noch keine Pflegestelle für sie finden können. Wir hoffen, dass es nicht letztendlich daran scheitern wird. Die kleine Marilyn ist erst 4 - 5 Monate alt und könnte bei einer netten Familie in Deutschland ein wunderbares Leben führen. Wer vom Amtsveterinär schon geprüft wurde und eingetragene Pflegestelle ist, kann sich direkt bei uns melden. Wer Pflegestelle werden möchte und die Voraussetzungen noch nicht hat, sollte schnell bei uns anrufen und vorab in einem Telefonat klären, welche Voraussetzungen er mitbringen muss, um bei uns als Pflegestelle mithelfen zu können. Natürlich kann man das auch hier nachlesen.

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15.11.2022

Noch immer suchen wir für die kleine Motti ein neues passendes Zuhause. Es ist wie verhext, aber obwohl ich deutlich geschrieben habe, dass die kleine 10 Monate alte, lebhafte und verspielte Hündin in eine Familie soll, in der sie vielleicht sogar bei allen Aktivitäten dabei sein kann, melden sich fast nur ältere oder wirklich alte Menschen. Ich glaube gerne, dass die Interessenten auch mit über 80 Jahren noch fit sind und ich wünsche es ihnen auch, aber wir haben uns schon etwas dabei gedacht, wenn wir ganz konkrete Angaben machen. Motti ist nicht einmal ein Jahr alt, sie wird vielleicht noch 17 Jahre bei einer Familie leben. Sie ist jung und lebhaft und wieso sollte ich sie einem über 80 Jahre alten Ehepaar geben? Ich finde es nicht richtig, darauf zu spekulieren, dass die Leutchen 100 Jahre alt werden und dem Hundchen das alles geben können, was es verdient. Ich will niemandem ein langes Leben absprechen oder vorhalten, dass er einfach ungeeignet ist, den verlangten Hund zu bekommen, aber wir haben ganz bestimmte Vorstellungen für unsere Hunde und die sind nicht unbegründet, sondern resultieren aus den Erfahrungen, die wir/die Pflegestellen mit den Tieren gemacht haben. Mich am Telefon deshalb zu beschimpfen, finde ich nicht angebracht. Eine Absage ist nicht schön, aber man kann so etwas doch bestimmt verschmerzen, oder? Ich kann es auch nicht verstehen, dass Interessenten mich anrufen und mir versichern, dass sie sich anhand eines Bildes in einen Hund "verliebt" haben. Bitte, wie soll den so etwas gehen? Verliebtheit, ohne jemals Kontakt zu dem Tier gehabt zu haben, ohne es angefasst oder mit ihm gespielt zu haben... So etwas halte ich für unrealistisch. Wenn der Hund, in den man sich "verliebt" hat, dann plötzlich nicht so ist, wie man sich das in seinen Träumen ausgemalt hat, dann ist die Liebe schnell dahin...

Ich warte noch immer auf einen Interessenten, bei dem ich das Gefühl habe, dass es passen könnte. Bisher hatten ich mit einer Ausnahme nur Anrufe, bei denen ich mir sicher war, dass es nicht klappen wird. Im Übrigen hasse ICH Anrufer, die mir sagen, dass ein weißer, grauer oder blonder Hund ganz sicher nicht aufgenommen werden wird weil: "Die Farbe geht ja gar nicht, die hasse ich!" Wir haben noch nie nach der Farbe eines Tieres geschaut, sondern immer reagiert, wenn ein Tier in Not war. Was soll ich davon halten, wenn mir jemand so etwas sagt? Was erwarten solche Menschen? "Ja, das kann ich verstehen, ich habe letztens auch einen Hund in seinem Elend zurückgelassen, weil er die falsche Farbe hatte!" So etwa? Ich werde bei solchen Telefonaten ausgesprochen kurz angebunden, denn ich habe nicht vor, meine knappe Zeit mit solchen Leuten zu verplempern und ich hoffe, dass wir für unsere kleine Motti bald die RICHTIGEN Menschen finden werden. Da wir nicht vom Vermitteln von Hunden leben, ist es uns egal, wenn wir etwas länger suchen müssen. Abgeben werden wir Motti auf jedenfall nur an richtige Hundemenschen, die dem kleinen Mädchen ein wunderbares Leben bieten können. Es gibt sie, wir müssen sie nur finden!

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13.11.2022

Die süße Käthe, die so plötzlich ihr Frauchen verloren hatte, hat nun ein neues Zuhause gefunden. Wir freuen uns sehr für die Kleine und hoffen, dass sie den Rest ihres Lebens nun dort verbringen kann. Es ist für die Hunde schlimm, wenn sie ihren Menschen verlieren, sie trauern genau wie wir. Man kann ihnen ja leider nicht erklären, was passiert ist und so müssen sie sich, ohne zu wissen was los ist, mit einer völlig neuen Situation arrangieren. Hier ist es wichtig, ganz behutsam mit einem solchen Tier umzugehen und zu akzeptieren, dass es vielleicht erstmal genauso neben der Spur ist, wie man es auch selbst wäre. Trauer bei Tieren wird grundsätzlich unterschätzt, wir haben bei unserem Pferd gesehen, was es bedeutet, wenn eine Stute um ihr Kind trauert. Die Tierärztin hatte uns wenig Hoffnung gemacht, dass Cuma diesen Verlust überleben würde. Wolke war für uns alle ein Glücksfall, er hat Cuma aus ihrer Trauer geholt und zum Glück mag sie ihn und futtert jetzt wieder. Hunde reagieren oft genauso und verweigern Essen und Wasser, sie lassen den Kopf hängen und geben sich auf. Diese Tiere müssen aufgefangen werden und brauchen ganz besondere Zuwendung. Wer denkt, das ist ja nur ein Tier, das kriegt sich schon wieder ein, der sollte gar kein Tier halten.

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11.11.2022

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Ich weiß gar nicht, wie ich jetzt anfangen soll, ich lache die ganze Zeit und bin wahnsinnig happy. So etwas ist uns noch nie passiert und ihr werdet es nicht glauben können... Bei Durchsicht des Spendenkontos bei VETO ist mir die letzte Spende aufgefallen. Ich hatte mich schon gewundert, wieso wir die letzten noch ausstehenden Paletten so schnell füllen konnten und dann habe ich DAS bemerkt: Eine Tierfreundin hat 8340 € für die Tiere gespendet. Mir ist die Dame namentlich nicht bekannt und ich weiß jetzt gar nicht, wie ich mich bedanken soll. Wir alle sind völlig geplättet und können das nicht fassen. Tatsächlich ist der Betrag sogar schon verbucht - also ganz sicher kein Fake! Liebe Frau M. Sch., uns ist so etwas noch nie passiert und ich würde mich so gerne persönlich bei Ihnen bedanken. Ich kann nur hoffen, dass Sie meinen Tagebucheintrag lesen und wissen, wie dankbar wir ihnen sind. Ich habe unsere Kollegen in Spanien schon darüber informiert und auch da ist man fassungslos. Die Spendensumme ist mit Abstand die höchste, die wir je hatten. Sie haben dazu beigetragen, dass so viele Tiere heil über den Winter kommen und anständig versorgt werden können. Sie haben so viel Glück, Lebensfreude und Liebe geschenkt, dass wir uns alle noch Jahre daran erinnern werden. Wir sind völlig von den Socken und können uns nicht einmal persönlich bedanken! Ich hoffe, sie lesen das jetzt und fühlen sich von uns allen umarmt! Danke, danke, danke!

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10.11.2022

Es ist geschafft! Gestern mittag haben wir die Nachricht bekommen, dass der Spenden-Truck gefüllt ist! 33 Paletten Futter sind zusammengekommen, das ist eine wirklich riesige Menge! Dieses absolut hochwertige Futter von VETO wird den Tieren in der Protectora und natürlich auch den Nasen im Umkreis helfen, über die kalten Wintermonate zu kommen. Wir sind unglaublich dankbar für eure Spenden und wir freuen uns wie Bolle für die Tiere, die jetzt eine reelle Chance auf ein gutes Leben haben! Wir werden euch natürlich auf dem Laufenden halten und Fotos schicken, sobald der Truck in Spanien angekommen ist.

Ganz wichtig ist, dass unsere Wunschliste bei VETO natürlich nicht geschlossen ist! Ihr könnt weiterhin Futter spenden und sobald drei weitere Paletten zusammengekommen sind, können wir das Futter wieder abrufen und VETO liefert es in Villena beim Tierheim aus. Ihr wisst ja, wir brauchen das ganze Jahr über Futter, nicht nur im Winter und natürlich sind wir über jede Spende glücklich.

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Da wir immer mal wieder gefragt werden, was denn unser spezieller Freund aus Gundersheim so macht, können wir euch nur sagen, dass wir ab und zu Informationen bekommen, die wir entweder an die Polizei weitergeben, ggf. der unteren Naturschutzbehörde weiterleiten oder einfach nur darüber lachen. Dieser Typ saugt sich die albernsten Dinge aus den Fingern, unbescholtenen Leuten dichtet er völlig kranke Geschichten an. Mittlerweile hat sich seine Anhängerschar allerdings extrem verkleinert, denn selbst dem Gutmütigsten wird irgendwann klar, dass das, was er erzählt, einfach nicht stimmen kann. Die "Ich habe ein Boot"-Ära scheint jetzt abgehakt zu sein, nachdem wir herausgefunden haben, woher er die veröffentlichten Bilder geklaut hatte. Der Besitzer des Bootes war not amused... Die "Ich bin Falkner"-Geschichte ist ebenfalls Vergangenheit. Ein Anruf bei der richtigen Stelle und man wusste Bescheid. Dass auch sein Auto kein AMG ist, konnten wir selbst in den Papieren der alten Kiste nachlesen (wäre aber auch egal gewesen, denn ohne Führerschein darf man auch keinen Rolls Royce fahren :)).

So reihen sich viele Stories aneinander und irgendwann ist die Glaubwürdigkeit verspielt. Niemand will ständig belogen werden. Um sich wieder irgendwie in Szene zu setzen, scheint er jetzt dazu übergegangen zu sein, andere wegen irgendwelcher erfundenen Dinge zu beschuldigen. Bei genauem Darübernachdenken hat er es leider so dämlich angefangen, dass sie weder Interesse wecken noch geglaubt werden können. Damit ihn niemand zur Verantwortung ziehen kann, nennt er die Namen der Beschuldigten natürlich nicht und ergeht sich in dümmlichen und pubertären Beschimpfungen. Zuletzt wurde behauptet, dass eine Frau, die er zum Beispiel als "die kranke Alte", "billige Denunziantin" oder auch "Wiedergeburt einer misshandelten Bergziege" betitelt und auf deren Grab es ihm "eine Ehre sein würde zu tanzen", bei Entsorgungsbetrieben und Mülldeponien angerufen und nachgefragt habe, ob dort eine Mülltonne geklaut worden sei (ehrlich - wen interessiert so etwas?). Ziel sei gewesen, ihn deswegen anzuzeigen.

Wenn man sich mal überlegt, wie krude die ganze Geschichte ist, merkt man schnell, dass es eine erfundene Story ist. Selbst wenn bei einem Entsorger eine Mülltonne abhanden gekommen wäre, wie sollte man beweisen, dass Herr K. sie gestohlen hätte? Mülltonnen sehen alle gleich aus und haben keinen Chip! Dann fragt man sich, wie soll der Herr aus Gundersheim eigentlich an so eine Information gelangt sein? Wenn die Frau nachgefragt hätte, ob eine Tonne gestohlen worden wäre, würde sie dann fragen, ob es der Herr aus Gundersheim gewesen ist? Das wäre ja geradezu lachhaft, denn dann wüssten die Entsorger den Namen, dann hätten sie garantiert schon selbst Anzeige erstattet. Als letztes fragt man sich dann, woher die Info stammt, dass diese Frau gleich bei vielen Entsorgern/Mülldeponien angerufen haben soll. Dann müssten die Mülldeponien/Entsorger sich ja bei dem Herrn in Gundersheim rückgemeldet und ihm mitgeteilt haben, dass eine Frau angerufen habe die wissen wollte, ob jemandem eine Mülltonne fehlt??? Wieso sollten die Entsorger dann gerade bei Herrn K. anrufen und ihm das erzählen, woher sollten sie ihn kennen? Das gibt einfach keinen Schuh. Also, einmal darüber nachgedacht und schon wieder ist der ganze Blödsinn als Lüge entlarvt.

Wir lachen mittlerweile darüber und gehen davon aus, dass andere Menschen genauso schlau sind wie wir und natürlich auch selbst merken, wie dumm dieses Geschwätz ist. Der Herr gefällt sich in seinem Verfolgungswahn und beschuldigt grundsätzlich andere mit irgendwelchen Phantastereien und seinem ordinären Geplapper. So etwas ist kindisch und albern. Vielleicht gibt es Jungendliche, die gerne Schimpfworte lesen und sich auch auf diesem Niveau bewegen, wir und auch unsere Leser tun das sicher nicht. Von unseren Lesern hat noch nie jemand mit "Scheiß die Wand an" auf einen meiner Posts reagiert... so etwas ist wohl seiner angeblich handverlesenen und treuen Leserschaft vorbehalten.

Was von diesem ganzen Kinderkram bleibt, ist letztendlich die Frage, ob dieser Herr, der ja obdachlos ist, keinen festen Wohnsitz hat und illegal auf einem Gartengrundstück haust, die ihm, wie er sagt "von einem Altenheim geschenkte Mülltonne" :) nutzt, um seinen Müll kostenlos entsorgen zu lassen. Denn eigentlich bekommt nur der eine Mülltonne, der auch Müllgebühren zahlt. Tja, vielleicht hat er über die Konsequenzen seines Geschwätzes gar nicht richtig nachgedacht und nun manch einen auf einen Gedanken gebracht? Aber ehrlich gesagt interessiert uns so etwas nicht besonders. Diesem Menschen muss man nicht mehr Aufmerksamkeit entgegenbringen als absolut notwendig, seinen Geltungsdrang werden wir ganz sicher nicht fördern. Also lassen wir ihn plappern. Umso mehr Geschwätz er produziert, desto weniger Menschen werden das ernst nehmen.

 

08.11.2022

Manchmal passieren Dinge, mit denen man überhaupt nicht gerechnet hat. Mit Cuma und Wolke haben wir nun so etwas erlebt. Zuerst hatten wir in Betracht gezogen, dass es vielleicht besser wäre, Cuma zusammen mit Shantar auf die Reise zu schicken. Als es dann soweit war, wussten wir, dass es nicht die richtige Entscheidung gewesen wäre. Dann hofften wir darauf, für Cuma einen Partner zu finden, der die riesige Lücke, die Shantars Tod gerissen hatte, wenigstens halbwegs füllen könnte. Dass wir auf ein so großartiges Pferd wie Wolke stoßen würden, war wohl Fügung. Seine Besitzerin sucht eine andere Unterbringung, wir hatten den passenden Stall und dazu noch eine alte Stute als Gesellschafterin. Ob etwas, was Menschen für Tiere planen, dann aber auch in der Praxis funktioniert, steht immer auf einem anderen Blatt. Wolke ist ein so nettes Pferd und er hat sich von Cumas Rumgezicke überhaupt nicht beeindrucken lassen. Gestern standen sie schon ganz dicht nebeneinander auf der Weide und steckten die Köpfe zusammen. Ihr werdet es nicht glauben, aber mittlerweile ist aus unserer Stute, die ihr Leben lang nur Mutter war, eine Dame geworden, die einem Tête-à-Tête nicht abgeneigt ist. Sie baggert Wolke an und benimmt sich wie ein verknallter Teenager. Wolke lässt sich das natürlich nicht zweimal sagen und so haben die beiden alten Pferde jetzt unglaublich viel Spaß. Wenn man bedenkt, dass wir dicht davor waren, Cuma einzuschläfern, sind wir umso glücklicher, dass wir auf unser Gefühl gehört haben und nicht auf die Diagnosen der Tierärzte.

Leider finden wir im Augenblick weder für Motte noch für die kleine Käte ein schönes neues Zuhause. Es rufen Interessenten an und natürlich bekommen wir auch viele Zuschriften, aber leider ist nicht der Richtige dabei. Während Corona sind die Hunde den Vereinen aus den Händen gerissen worden, manch ein Verein konnte gar nicht genug Hunde aus dem Ausland holen, wie er hätte vermitteln können. Wir haben uns daran nicht beteiligt, sondern immer nur gewarnt, dass es auch andere Zeiten geben wird und dass viele Hunde, die zu Coronazeiten unüberlegt angeschafft wurden, über kurz oder lang auch wieder abgegeben werden. Nun ist es genauso gekommen. Wir bekommen täglich Anfragen, ob wir nicht bitte Hunde, Katzen oder auch Reptilien, deren Terrarien jetzt richtig teure Stromfresser geworden sind, aufnehmen können. Natürlich versuchen wir zu helfen, wo wir können, aber mittlerweile ist es schwer geworden, noch jemanden zu finden, der nicht schon von anderen Menschen einen Hund angeboten bekommen hat. Viele Hunde werden verschenkt oder bei Ebay für 50 € angeboten - Hauptsache weg damit. Wir wussten, dass das passieren würde und obwohl wir uns an dem tierischen Ausverkauf nicht beteiligt haben, sind auch unsere Hunde nun die Leidtragenden. Der Markt ist voll mit Tieren und wir sind nur ein Verein von vielen. Da wir auch noch ganz besonders darauf achten, dass unsere Tiere nur in allerbeste Hände kommen, haben wir große Schwierigkeiten, überhaupt jemanden für unsere Goldstücke zu finden. Wie wir gehört haben, gibt es 'Tierschutzvereine', die nicht einmal mehr Vorkontrollen machen, sondern sich einfach ein Bild des Gartens und der Wohnung zusenden lassen. Danach können die Interessenten den Hund gegen Bares am Flughafen oder an einem Transporter abholen. Für uns ist das unfassbar und natürlich vermitteln wir unsere Hunde völlig anders. Da es aber so leicht zu sein scheint, an einen Hund zu kommen, schrecken wir die Interessenten mit unseren Vorkontrollen wohl schon gehörig ab. Wir werden an unseren Vermittlungen nichts ändern, eher werden wir keine Hunde mehr vermitteln, als sie unüberlegt irgendjemandem zu geben. Motti und Käthe können so lange auf ihren Pflegestellen bleiben, bis wir ein nettes neues Zuhause für sie gefunden haben. Wir verdienen kein Geld an den Vermittlungen und müssen keine Hunde vermitteln. Wenn der Bedarf nicht mehr da ist, dann freuen wir uns. Die Futterversorgung unserer Hunde in Spanien läuft natürlich wie gehabt weiter.

In den letzten Wochen haben wir fleißig Spenden gesammelt und jetzt sind wieder 2 Paletten mit Futter und Hilfsgütern zusammengekommen. Uwe muss die letzte Palette noch stapeln und folieren, dann kann alles nach Spanien geschickt werden. Für 2022 werden das wohl die letzten beiden Paletten gewesen sein. Im Winter stehen unsere Gartenbänke, Pflanzen und Mäher in der Garage. Wir haben dann echten Platzmangel und können deshalb keine Spenden mehr annehmen. Sobald der Frühling wieder ins Land zieht, kommen die Pflanzen wieder ins Freie und dann haben wir wieder Platz für die Spendenpaletten.

Die VETO-Spendenaktion neigt sich dem Ende zu! Wir haben 91 % des zu erreichenden Volumens gestemmt. Die restlichen 9 % schaffen wir sicher auch noch. Es sind noch etwa 3 Paletten, die uns fehlen, dann ist der Truck voll und kann nach Spanien losfahren. Bitte legt nochmal alles in die Waagschaale und lasst uns den Truck randvoll machen! Danke für eure Mithilfe! Ohne euch könnten wir nichts erreichen, mit euch schaffen wir alles!

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06.11.2022

Die Nacht war ruhig und heute morgen standen die beiden Pferde einträchtig auf der Koppel und grasten dicht beieinander. Sie gehen jetzt auch zusammen in den Stall und fressen auch ganz ruhig aus den Trögen. Die Wogen sind geglättet und wir sind unendlich froh, dass wir uns so entschieden haben. Wolke hatte offenbar so viel Spaß auf den Koppeln, dass er sich komplett eingesaut hat, unsere Stute würde sich niemals dermaßen zukleckern. Da sieht man, wie unterschiedlich die beiden sind. Wolke ist ein lustiger Junge, der absolut verschmust und liebenswürdig ist, Cuma ist eine Dame, die im Augenblick sehr auf die Etikette achtet und sich vor Wolke niemals hemmungslos in den Dreck werfen würde... :) Bei beiden hoffen wir, dass sie noch einiges an Lebenszeit auf ihrer Uhr haben, sie sehen absolut fit und munter aus.

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Wir freuen uns sehr und hoffen, dass nun keine Katastrophen mehr passieren und auch Silvester in diesem Jahr ruhiger wird. Das, was wir im letzten Jahr erleben mussten, war ein sich über 10 Monate hinstreckender Albtraum. Dass Shantar nun nicht mehr bei uns ist, das haben wir ganz alleine den Menschen zu verdanken, die es sich nicht verkneifen konnten, das neue Jahr mit unglaublich lauten Krachern zu begrüßen. Vielleicht nehmen sich die Nachbarn, die es im letzten Jahr haben mal so richtig krachen lassen (immerhin sind in Deutschland keine Böller verkauft worden!) den Tod unseres Pferdes zu Herzen. Das neue Jahr mit einem so schrecklichen Vorfall zu beginnen, das kann doch nicht bewusst in Kauf genommen werden, oder? Wir vermissen unseren Shantar schmerzlich und hoffen, dass weder Wolke noch Cuma oder irgendein anderes Tier an Silvester panische Angst haben müssen.

Unsere VETO-Aktion neigt sich nun dem Ende zu. Der Füllstand des LKW liegt bei unglaublichen 90 %. Das bedeutet, dass uns noch etwas mehr als 3 Paletten fehlen, um ihn ganz voll zu bekommen. Ich bin sicher, dass das zu schaffen ist und drücke mal ganz feste die Daumen, dass wir das innerhalb der nächsten Woche schaffen. Mit etwas Glück könnte der Truck dann noch vor Weihnachten in Villena ankommen. Ein wunderbares Weihnachtsgeschenk wärde das!!!

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05.11.2022

Das Wochenende war wirklich sehr turbulent für uns. 'Wolke' hatte sich angemeldet und natürlich waren wir wahnsinnig gespannt auf den Wallach, der jetzt immerhin sein Leben mit unserer Cuma teilen sollte. Das Ausladen ging problemlos, Wolke kann gut im Hänger fahren und war kein bisschen gestresst. Der Anblick der Koppeln allerdings schien ihn mächtig zu beeindrucken. Cuma sah er erstmal gar nicht an, für ihn zählten Platz und Futter. Wir hatten Mühe, ihm die Decke und das Halfter abzumachen, so eilig hatte er es und dann flitzte er die Koppeln hoch und runter. Cuma wurde natürlich auch beschnuppert allerdings war sie wohl bei weitem nicht so lecker wie das Grünzeug :)! Wie es sich für eine Vollblutstute gehört, musste unser Mädchen erstmal feststellen, wer auf der Weide das Sagen hat. Es wurde gequietscht und auch mal nach vorne getreten, Wolke war davon zwar etwas beeindruckt, wollte aber sicher keinen Streit. Er ging der angezickten Dame erstmal geschickt aus dem Weg. Wir kennen unser Stutchen sehr gut und haben uns das Spielchen eine Stunde angesehen, dann sind wir - glücklich, dass alles so gut geklappt hatte - nachhause gefahren. Gegen Abend haben die beiden schon grasend nebeneinander gestanden. Wir hatten uns so große Sorgen gemacht und nun haben sie sich in Wohlgefallen aufgelöst.

 

02.11.2022

Alexandra, Frauke und Uwe haben heute einen Marathon-Arbeitseinsatz in unserem neuen Lager hingelegt. Die 3 haben einen ganzen Tag lang eine Bestandsaufnahme aller vorhandenen Sachen gemacht, alles benummert und sortiert, aufgeräumt und katalogisiert. Für unseren Shop und natürlich auch für alle Dinge, die mit auf Märkte genommen werden, ist das absolut wichtig. Wir bedanken uns ganz herzlich für die vielen Stunden freier Zeit, die unsere Mitglieder immer wieder für die Tierhilfe Phönix einsetzen. Ohne diese Mitglieder und ohne deren Enthusiasmus gäbe es unseren Tierschutzverein sicher nicht. Wir können uns nur immer wieder bei allen guten Seelen, die uns auf unterschiedlichste Art und Weise helfen, bedanken.

 

01.11.2022

Cuma hatte heute Besuch und wenn alles klappt, wird sie am Samstag einen netten älteren Wallach als Gesellschaft bekommen. In der Zwischenzeit bemühen wir uns, das alte Mädchen zu beschäftigen, wir gehen mit ihr ins Feld spazieren und halten uns lange bei ihr auf den Koppeln auf. Sie soll sich nicht alleine fühlen, sondern immer mit irgendetwas beschäftigt sein/werden. Immer wenn wir vom Spaziergang zurückkommen, spitzt sie kurz vor den Koppeln die Ohren, ihr Kopf geht hoch und sie will den ersten Blick auf die Weide erhaschen. Es ist ganz klar, dass sie ihren Sohn sucht. Dann hängt der Kopf wieder und sie trottet traurig in den Stall. Es ist fürchterlich, so etwas mitanzusehen und wir hoffen, dass ihr neuer Kumpel sie auf andere Gedanken bringen wird. Mehr können wir leider nicht für sie tun. Wie lange so ein Trauerprozess bei einem Pferd dauert, wird wohl unterschiedlich sein, manche haben uns gesagt, dass auch ein Beistellpferd nichts daran ändern wird und Cuma sich davon wohl nicht mehr erholt. An so etwas möchten wir gar nicht denken und deshalb freuen wir uns aufs Wochenende und darauf, dass der Bub bei uns einziehen wird.

Für ihn wird es auch eine große Umstellung sein, er kommt aus einer Stallanlage und hat jetzt den ganzen Tag Weidegang, dazu gibt es noch Heu zur freien Verfügung und ein Stutchen, die sich sicher über ihn freut. Mit etwas Glück wird alles gut. Denkt mal an uns und drückt uns ganz feste die Daumen.

Im Übrigen möchten wir uns dafür bedanken, dass unser Gesuch so oft geteilt wurde. So hatte Cuma eine gute Chance, einen neuen Partner zu finden. Das war sehr lieb von euch! Dankeschön!

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30.10.2022

Um unsere Stute etwas abzulenken, gehen wir jeden Tag mit ihr und den Hunden spazieren. Es macht ihr Spaß und während des Spaziergangs rupft sie jede Menge Gras am Wegesrand ab. Wir freuen uns, wenn sie futtert, auch wenn es nur etwas Gras ist, Hauptsache ist ja, dass sie überhaupt etwas frisst und nicht den Lebensmut verliert. Es ist für uns nicht auszudenken, sie auch noch zu verlieren. Wir hoffen sehr, dass wir schnell einen lieben Wallach finden, der sie mag und mit dem auch sie gerne ihren Lebensabend verbringen will. Ob so eine Zusammenführung bei alten Pferden überhaupt klappt, konnte uns bisher niemand sagen, wir denken aber, dass es bei Pferden auch nicht anders sein wird als bei Menschen. Wer will schon gerne alleine sein?

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Für unsere kleine Hündin Benny, die jetzt Motte gerufen wird, haben wir noch kein passendes Zuhause gefunden. Motti ist fast 10 Monate alt und damit agil und lebensfroh. Wir würden sie zum Beispiel gerne in eine Familie mit vernünftigen Kindern vermitteln. Es wäre toll für sie, wenn sie überall dabei sein könnte und mit ihrer Familie viele Abenteuer erleben dürfte. Motti ist kerngesund, absolut freundlich und liebevoll. Es ist unmöglich, sich nicht in sie zu verlieben. Wer sich für unsere kleine Motti interessiert, kann sich jederzeit telefonisch oder per Email bei uns melden. Das gilt natürlich auch für die kleine Käthe!

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Die 7 Jahre alte süße Käthe hatte ein schlimme Jugend und daher sehr, sehr viel Angst vor Menschen. Mittlerweile hat sie es im Griff und ist eher vorsichtig als ängstlich. Die hübsche Kleine lebte bei einer sehr netten älteren Dame, bei der sie die Hauptperson sein dufte. Leider ist diese Dame nun verstorben und wir suchen im Auftrag einer unserer Pflegestellen für Käthe einen ruhigen Haushalt ohne kleine Kinder. Andere Hunde müssen auch nicht unbedingt sein. Die Kleine liebt es, als einzige Prinzessin im Haus zu residieren und möchte ihre Streicheleinheiten nicht unbedingt mit anderen Hunden teilen. Ihre beiden Knie wurden erfolgreich operiert, die Patellaluxation war etwas, was sie mit vielen kleinen Hunden gemein hatte, zum Glück ist das ausgestanden. Wie bei uns Menschen macht sich allerdings auch bei Hunden irgendwann die Arthrose bemerkbar, bei ihr ist es vorne rechts. Das behindert sie im täglichen Leben überhaupt nicht, allerdings ist sie kein Hund für stundenlange Spaziergänge. Derjenige, der Käthe bekommt, hat eine Seele von einem Hund als Kameraden. Die Kleine ist nicht nur bildschön, sondern auch sehr lieb und anhänglich. Käthe fährt übrigens gerne im Auto mit - allerdings nur im Fußraum auf der Beifahrerseite - Prinzessin eben! :)

Wir haben versprochen, euch bei der Spendenaktion von VETO immer auf dem Laufenden zu halten. Heute haben wir die 85 % geknackt. Damit fehlen noch knapp 4 Paletten, um den Truck ganz voll zu bekommen! Das schaffen wir doch, oder?

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29.10.2022

Wir werden unser Stutchen nun mit den Hunden zum Spazierengehen mitnehmen. Vielleicht hilft es ihr etwas, auf andere Gedanken zu kommen. So wie es im Augenblick ist, darf es nicht weitergehen. Sie frisst viel zu wenig und steht nur mit gesenktem Kopf in der Gegend herum. Ich habe auf mehreren Plattformen inseriert und einen Einsteller mit einem älteren Beistellpferd gesucht. In den letzten Jahren sind wir so oft angesprochen worden, ob wir nicht noch ein Pferd aufnehmen könnten und jetzt ist absolute Funkstille. Ich hoffe, dass sich das noch ändern wird und wir einen Kumpel für Cuma finden können. Ein weiteres Pferd zu adoptieren, kommt für uns allerdings nicht in Frage, denn wir würden über kurz oder lang wieder vor dem gleichen Problem stehen. Cuma abzugeben können wir uns auch nicht vorstellen, wir glauben nicht, dass sie sich, nach so vielen Jahren bei uns, jetzt im hohen Alter noch umgewöhnen würde. Der Verlust ihres Sohnes alleine bringt sie schon fast um, ein Ortswechsel würde die ganze Sache wohl noch verschlimmern. Hoffen wir mal, dass sich noch ein netter älterer Wallach für sie findet und sie ihn mag. Pferde, die sich nicht leiden können, sollte man nicht versuchen zu vergesellschaften, so etwas bringt keinem etwas, außer bösen Verletzungen. Leider hat sich bis jetzt noch gar niemand gemeldet...

 

28.10.2022

Wir sind immer noch nicht wieder fit, unser Shantar wurde heute abgeholt und wir haben Cuma diesen Anblick erspart. Es ist fürchterlich, so etwas mitansehen zu müssen, ein geliebtes Tier ist plötzlich nur noch zu entsorgendes Fleisch und die Herren, die bei der Tierkörperbeseitigung arbeiten, gehen nicht gerade feinfühlig damit um. Man kann so einen Anblick wohl nie mehr vergessen und auch das Geräusch des im Container aufschlagenden Körpers bleibt ganz sicher für alle Zeiten in unserem Kopf. Uwe und ich sind wie paralysiert und kommen mit dem Verlust unseres Pferdes überhaupt nicht zurecht.

Wir haben gehofft, dass Cuma sich wieder berappelt, leider steht sie nur mit hängendem Kopf im Stall. Sie bewegt sich kaum noch und was wirklich problematisch ist, sie frisst nicht mehr richtig. Wenn ein Pferd 3 Tage keine Nahrung mehr zu sich nimmt, wird es gefährlich. Wir möchten Cuma nicht auch noch verlieren und hoffen nun, dass jemand einen Offenstallplatz in Armsheim sucht. Unsere Koppeln sind über 1 ha groß und einen tollen Unterstand haben wir auch. Heu gibt es natürlich rund um die Uhr. Ein älteres Pferd als Kumpel für unsere arme Cuma, das wäre toll. Vielleicht kennt ihr ja jemanden, der einen Platz für sein Pferdchen sucht und auch gerne ein wenig mithelfen will?

Bei all dem Leid, an dem wir im Augenblick zu knabbern haben, wollen wir unsere kleine Motti natürlich nicht vergessen. Wir hatten bisher eine Handvoll Interessenten, die allerdings bei genauem Hinsehen nicht in Frage kamen. Motti ist ein lustiges und aktives Hündchen, sie könnte gut in eine Familie mit schon älteren Kindern passen. Die Kleine ist neugierig und an allem interessiert, sie kann man ohne Probleme überall hin mitnehmen. Wir vermitteln allerdings nur im Umkreis von 100 km um Alzey und wir machen grundsätzlich Vorkontrollen. Für diejenigen, die darin ein Problem sehen, ist es sinnvoll, erst gar nicht bei uns anzurufen.

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Unsere Teilnahme bei der Futterspendenaktion von VETO hat bisher schon einige Tonnen Futter für die Protectora Villena zusammengebracht. Ihr habt den Spenden-Truck zu immerhin 83 % gefüllt! Dafür bedanken wir uns ganz herzlich bei allen Spendern und hoffen, dass wir in einem Endspurt die noch fehlenden 17 % auffüllen können. Dann wären 33 Paletten auf dem Truck und er wäre rappelvoll! Ein tolleres Weihnachtsgeschenk können sich die Tiere und unsere Kollegen in Spanien nicht wünschen. In der kalten Jahreszeit volle Näpfe für die frierenden Hunde und Katzen zu haben, ist überlebenswichtig und es lässt unsere spanischen Tierschützer nachts ruhiger schlafen. Bitte helft alle mit, den Truck bis unters Dach voll zu bekommen! Jedes Kilo Futter zählt und jeder gefüllte Napf hilft den Tieren beim Überleben!

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27.10.2022

Jetzt hat uns Shantar die Entscheidung abgenommen. Nach Christas Behandlung ging es ihm tatsächlich erheblich besser, wahrscheinlich hat er sich deshalb überschätzt und ist gestürzt. Als wir ihn heute morgen fanden, lag er wohl schon einige Stunden fest. Wir konnten ihn nicht mehr zum Aufstehen bewegen und haben die Tierärztin geholt, die ihn dann eingeschläfert hat. Seine Mutter, mit der er ein Leben lang zusammen war, hat sich von ihm verabschiedet und ist dann wieder auf die Koppel getrottet. Wir alle sind unglaublich traurig und hoffen, dass Cuma jetzt nicht wieder einen epileptischen Anfall bekommt und letztendlich doch mit ihrem Sohn gehen wird. Wir wissen nicht, wie Pferde einen solchen Verlust verkraften und wir wissen auch nicht, ob Cuma alleine leben möchte. Wir hoffen einfach nur, dass wir alles richtig gemacht haben und sie noch ein wenig bei uns bleiben will.

Wir vermissen Shantar, er war vom ersten Tag an eine Bereicherung für unser Leben. Wir haben dieses Pferd geliebt und wären gerne noch länger mit ihm zusammen gewesen.

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26.10.2022

Wir können die Entscheidung, beide Pferde einschläfern zu lassen, einfach noch nicht treffen. Auch wenn wir die durchaus nachvollziehbaren Argumente der Tierärzte hören, bleibt immer noch das Gefühl, vielleicht etwas übersehen oder nicht alle Chancen wahrgenommen zu haben. Wir haben deshalb nochmal eine Osteophatin gebeten, sich unseren Bub anzusehen. Chista war nun heute da und so wie es aussieht, konnte sie ihm tatsächlich etwas helfen.

 Wir sind uns völlig im Klaren, dass es für dieses Pferd keine Heilung mehr geben wird, aber viele Tiere leben mit einem Handycap und kommen damit sogar gut zurecht. Dass Pferde einiges kompensieren können, das haben wir schon oft erlebt und wie ihr ja wisst, hat unsere Shantar seit mehr als 2 Jahrzehnten nur ein Auge. Für ihn war das nie ein Problem, schon damals wurde uns gesagt, dass so ein Pferd nicht gut reitbar wäre und wir uns überlegen sollten, ob wir uns nicht ein besser reitbares Pferd anschaffen wollten. Das, was man uns damals durch die Blume sagen wollte, bekamen wir im Laufe beider Pferdeleben mehrfach zu hören. Einmal wollte ein Tierarzt den Bub direkt auf seinem Hof vom Leben zum Tod befördern, weil er eine Verletzung am Vorderbein hatte, die eine Turnierteilnahme zukünftig ausschließen würde. Die Stute hatte vor Jahren einen Nageltritt und auch hier rechnete man uns vor, wie lange sie ausfallen würde und dass so etwas eigentlich nicht mehr rentabel sei... Für uns waren die Pferde nie Sportgeräte und natürlich haben sie vom ersten Tag an einen Lebensplatz bei uns gehabt. Dass sie nicht ewig leben werden, wissen wir, aber unserer Meinung nach ist der richtige Zeitpunkt, um sich zu verabschieden, noch nicht gekommen.

Christa hat uns gezeigt, wie wir unserem großen Jungen mit einfachen Handgriffen etwas Gutes tun können. Ihre Behandlung hingegen hat eine sofortige Verbesserung seines Zustandes hervorgerufen. Seit Monaten haben wir ihn nicht mehr mit so großen Schritten gehen gesehen und ganz sicher werden wir diese Behandlung in einigen Wochen nochmal widerholen. Wir sind wirklich sehr glücklich über Christas Hilfe und freuen uns auch über kleine Verbesserungen, die sein Leben erleichtern.

Wie wir allerdings Silvester überstehen sollen, das wissen wir noch nicht. Wenn es wieder ein so irres Geböllere geben wird wie im letzten Jahr, dann werden wohl alle unsere Bemühungen umsonst gewesen sein. Ich hoffe, dass wir mit den direkten Anliegern an unserer Koppel sprechen können und sie vielleicht zugunsten des Tierschutzes und unserer alten, kranken Pferde wenigstens einmal auf Böller verzichten...

 

25.10.2022

Unser Spenden-Truck bei VETO hat die 80%-Marke geknackt. Es fehlen also noch 6,5 Paletten, um den LKW komplett voll zu machen. Ich bin ganz sicher, dass wir das zusammen auch noch schaffen werden und all unsere spanischen Schützlinge mit dem von euch gespendeten Futter den Winter überstehen werden.

Wenn wir jetzt all unsere Kraft nochmal zusammennehmen, dann werden wir der Protectora Villena ein absolut großartiges Weihnachtsgeschenk vor die Eingangstür fahren können. Bitte helft mit, dass dieses Weihnachtsmärchen für die armen Tiere in Villena wahr wird! Die Zeit geht schnell vorbei und schon jetzt sind es nicht einmal mehr 8 Wochen bis Weihnachten!

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24.10.2022

Die beiden Ziegensittiche, die wir aus Alzey übernommen haben, machen uns große Sorgen. Dass die Tiere in schlechtem Zustand waren, darüber hatte ich schon mehrfach berichtet, was ihnen allerdings genau fehlte, darüber konnten uns die Tierärzte erstmal keine Angaben machen. Nun haben wir endlich eine aussagekräftige bakteriologische Untersuchung vorliegen und leider müssen wir jetzt auch eine traurige Entscheidung treffen. Bei der kleinen Henne werden wir wohl keine Besserung des Zustandes mehr erreichen und haben uns deshalb entschieden, das arme Vögelchen einschläfern zu lassen. Der Hahn sieht zum Glück besser aus und die Behandlungen haben bei ihm auch endlich angeschlagen. Wir denken, dass er eine gute Chance hat und drücken ihm die Daumen, dass wenigstens er überlebt.

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Es ist eine düstere Bilanz, die wir nun ziehen müssen. Alle Vögel des ursprünglichen Halters sind innerhalb kurzer Zeit nacheinander verstorben. Der Kongo-Papagei war der letzte einer Reihe von Vögeln, die einfach keine Chance hatten. Als wir ihn, schon auf der Seite liegend, endlich übereignet bekamen, ließen die Aussagen, dass auch die anderen Papageien alle schon verendet waren, nichts Gutes für die dort zu diesem Zeitpunkt noch verbliebenen Ziegensittiche erahnen. Jetzt bestätigt sich unser Verdacht. Alle Tiere waren wohl so schwer erkrankt, dass man ihnen nicht mehr helfen konnte. Wir werden die ehemaligen Halter informieren und darum bitten, erstmal keine Vögel mehr anzuschaffen. Die Volieren müssen peinlichst gesäubert und desinfiziert werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass auch die nächsten Tiere wieder einen langsamen, schrecklichen Tod sterben.

Vögel zu halten ist nichts für Anfänger und Papageien sollten sicherlich nicht von völlig unbedarften Personen angeschafft werden. Trotz aller Warnungen von Tierschützern werden diese Exoten zwischen all den schönen Blumen in vielen Gartenzentren angeboten. Es ist nicht schwer, sich diese exotischen Tiere ins Haus zu holen und es ist ganz leicht, sie innerhalb kürzester Zeit dem Tode zu weihen. Wir würden uns wünschen, dass diese Tiere nicht so einfach abgegeben werden und dass sie alle bei der unteren Naturschutzbehörde registriert werden müssen. Vielleicht würde so eher auffallen, wenn mehrere Tiere nacheinander bei demselben Halter verenden und vielleicht könnte man mit Kontrollen und ausführlichen Beratungen vielen dieser kleinen und völlig hilflosen Tieren das Leben retten.

 

23.10.2022

Martina Eckhardt rufen wir immer an, wenn unsere Hunde eine Ostepathin/Physiotherapeutin brauchen. Martina werden viele von euch schon kennen, sie war immer mal wieder auf unseren Festen zu Gast und hat schon viele unserer Vereins-Hunde behandelt. Wir vertrauen ihr blind und geben ihr deshalb auch unseren kleinen Gulliver in die heilenden Hände. Gulliver ist jetzt 12 Jahre alt und leider hat er viele kleine und große Zipperlein. Wenn das Wetter umschlägt, hat er, so wie wir es auch bei uns selbst kennen, immer Schmerzen in den Knochen. Eine Röntgenaufnahme hatte uns schon vor Jahren das ganze Ausmaß seiner Wirbelprobleme gezeigt und so ist Martina gerade während der kühleren Jahreszeit recht oft bei uns zu Gast. Bis jetzt konnte sie Gulliver und natürlich auch unseren anderen Hunde immer gut helfen und so hoffen wir auch diesesmal darauf, dass Gulliver bald wieder schmerzfrei laufen kann und auch die Treppen wieder alleine bewältigt. Zur Zeit ist er ein kleines Häufchen Elend und mag nicht einmal mehr richtig essen. Obwohl es tagsüber draußen noch schön warm ist, haben wir den Kachelofen angemacht, er braucht die Wärme von allen Seiten und das tut ihm gut.

Da wir wissen, dass Martina's Laser erstaunliche Dinge vollbringen kann, haben wir euch heute mal die Backe von Sira vor und 2 Stunden nach der Behandlung fotografiert. Wer so etwas noch nie gesehen hat, der glaubt an Wunder. Für Sira ist es eine ganz erhebliche Schmerzreduktion, der Druck einer geschwollenen Backe ist nicht zu unterschätzen. Seht euch mal an, wie schön alles abgeschwollen ist. Zwischen den Bildern liegen etwa 2 Stunden und eine Laserbehandlung von Martina. Ist das nicht großartig? Sira hat die Behandlung jedenfalls genossen! Und wir sagen wie immer ganz lieben Dank an an Martina!

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22.10.2022

Man hat wirklich Mitleid, wenn man Sira ansieht, ihre Backe ist dick und sie fühlt sich nicht wohl. Natürlich kümmern wir uns ganz besonders liebevoll um die arme Maus, aber der Druckschmerz bleibt ihr trotzdem erhalten. Wir haben unsere Physiotherapeutin Martina Eckhardt gebeten, mal nach Sira zu sehen, sie hat einen Laser, der tatsächlich in solchen Fällen Wunder bewirken kann und da sie morgen sowieso nach Gulliver sehen wird, hoffen wir, dass sie auch Sira helfen kann.

Unser Spenden-Truck bei VETO ist mittlerweile schon fast zu 80 % gefüllt. Das heißt, von 33 Paletten, die auf den LKW verladen werden können, haben wir schon 26 plus einer halben geschafft. Das ist großartig und natürlich bedanken wir uns bei jedem Tierfreund, der bisher für die Tiere der Protectora Villena und Umgebung gespendet hat.

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Für all die Menschen, die gerne auch weiterhin der Protectora Villena und all den dort untergebrachten Tieren verbunden bleiben möchten hat VETO die Möglichkeit einer Patenschaft für Hunde und Katzen eingerichtet. So etwas ist wirklich sinnvoll und es ist eine Sicherheit, die wir uns für all unsere Tiere in Spanien wünschen würden. Für 30 € im Monat kann man man 6 Hunde eine Woche lang füttern, für 15 € wird eine Katze einen Monat lang satt.

Veto hat 5 gute Gründe für eine Futterpatenschaft zusammengefasst und wir können dem nur zustimmen:

1. Du sicherst heimatlosen Hunden und Katzen dauerhaft die tägliche Grundversorgung und trägst so verlässlich zur Rettung von Straßen- und    Tierheimtieren in Europa bei.   

2. Schon ab 1 Euro pro Tag machst du einen Hund oder eine Katze einen Tag satt.

3. Deine Hilfe kommt genau den Tierschutzvereinen zugute, die zum aktuellen Zeitpunkt dringend auf Unterstützung angewiesen sind.

4. Spendenbetrag und -rhythmus sind flexibel wählbar. Du kannst deine Patenschaft jederzeit anpassen oder kündigen.

5. Du förderst langfristig die Entwicklung des Tierschutzes vor Ort. Deine Futterpatenschaft ermöglicht gleichzeitig finanzielle Hilfe für Aufklärung    und Kastrationen.

Wer sich für eine Futterpatenschaft interessiert, kann sich jederzeit hier registrieren:

https://bit.ly/VETO_Futterpatenschaft

 

21.10.2022

Sira hatte nun endlich ihren Zahnarzttermin. Wir hatten im Vorfeld alles versucht, um ihr die Vollnarkose zu ersparen, aber trotz intensiver manueller Reinigung der Zähne, blieb ein fauliger Maulgeruch, der einfach nicht ok war. Unser Verdacht bestätigte sich und und es mussten tatsächlich 3 Zähne gezogen werden. Es ist besser, die Beißerchen zu reduzieren, als ständig Bakterien im Maul zu haben, die letztendlich dann doch in die Blutbahn übergehen und dem Herz schaden können. Ein Backenzahn musste zum Ziehen erstmal geteilt werden und die entstandene Lücke wurde dann sogar genäht. Wir wissen, dass unsere Hunde bei solchen Zahnoperationen in der Tierarztpraxis Thissen/Weber in Alzey mehr als gut aufgehoben sind und so verlief auch alles wie am Schnürchen. Sira kam wunderbar aus der Narkose hoch und hat jetzt eine wirklich dicke Backe. Es ist bei den Hunden auch nicht anders als bei uns, der Eine geht nach dem Ziehen der Weisheitszähne wieder zur Arbeit und der Andere bekommt ein Schwellung, dass man denkt, er sei gegen eine Wand gelaufen. Sira gehört ganz eindeutig zu letztern... Sie hat Schmerzmittel und eine Antibiose, warten wir mal ab, wie es morgen aussieht!

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20.10.2022

Im Tierschutz begegnen uns manchmal die skurrilsten Typen. Manche haben Probleme, ihr Leben auf die Kette zu bekommen und meinen, dass man sich dann viele Tiere anschaffen muss, um bei anderen Menschen wenigstens so etwas wie Bewunderung zu ernten, andere machen ein Geschäft aus dem, was sie unter Tierschutz verstehen und hoffen, dass sie nicht auffliegen, wieder andere lügen sich eine Vita zusammen, um sich ganz besonders wichtig zu machen. Und dann gibt es auch noch die, die alles in einer Person vereinen und so richtig auf den Putz hauen, weil sowieso nichts mehr zu verlieren ist. Im Augenblick haben wir es mal wieder mit einem Herrn dieser Spezies zu tun. Ihm ist es völlig egal, ob er sich strafbar macht oder nicht, er weiß, dass bei ihm nichts zu holen ist und da sein Ruf bei den klar denkenden Menschen sowieso schon völlig ruiniert ist, lebt er sich ganz ungeniert aus. Auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht er immer mal wieder Boote, von denen er behauptet, dass sie ihm gehören, dass er sie gerade für über 100.000 € verkauft/reserviert hat oder aus dem Ausland endlich nach Deutschland holen konnte. Natürlich sind es geklaute Bilder aus dem Internet und keines der Boote war je ihm oder wird jemals ihm gehören. Da werden englische Rennboote gezeigt und mit "Welcome home, baby" soll impliziert werden, dass das Boot nun wieder in seinem Garten steht. Seine Fans, die er mittlerweile an einer Hand abzählen kann, mögen diesen Blödsinn glauben, wir anderen lachen uns jedesmal schlapp.

Ein Mann, der nicht einmal eine Wohnanschrift hat, weil er illegal in einem Garten haust, spielt sich als Großgrundbesitzer mit Vermögen im Ausland auf. Im gleichen Atemzug bettelt er per Facebook um Haferflocken für seine zwei Sauen. Ganz besonders krude wird es, wenn er sich, wie schon des öfteren geschehen, an uns versucht. Da wird behauptet, dass wir gar keinen Lagerraum hätten, in dem wir unsere Vereinssachen unterstellen. Davon abgesehen, dass so etwas wohl niemanden interessieren dürfte, fragen wir uns, wieso wir so etwas behaupten sollten, wenn dem nicht so wäre. Da wird vom Betrug der Mitglieder geschwafelt und davon, dass wir versucht hätten, mit Spenden einen neuen Bus zu erschleichen, aber unser alter, mittlerweile 18 Jahre alter Wagen dann wenige Tage später "plötzlich" TÜV bekommen hätte. Wow, wir haben also versucht, innerhalb einer Woche zig tausend Euro für einen neuen Tierschutz-Bus per Spende zu erschleichen? Wie soll das denn gehen? Übrigens, diesen Bus haben Uwe und ich vor fast 2 Jahrzehnten neu von unserem privaten Geld gekauft und der Tierhilfe Phönix vor vielen Jahren kostenlos zur Verfügung gestellt. Die 1400 €, die alleine die Werkstatt für die Überholung und den TÜV jetzt verlangt hat, haben wir ebenfalls aus unserer privaten Tasche bezahlt. Seit der Bus von uns angeschafft wurde, werden Steuern und Versicherungen, Reparaturen, Inspektionen usw. natürlich auch von uns privat getragen. Die Tierhilfe Phönix hat solche Kosten noch nie in Rechnung gestellt bekommen, immerhin ist der Verein so etwas wie unser Baby und wird dementsprechend auch von uns gesponsert. Wenn man das weiß, dann fällt es wirklich schwer, die Gedankengänge dieses Typen zu verstehen.

Leider geht das Gestammel dieses Freaks noch weiter, er unterstellt uns, einen Vermieter erpresst zu haben, mit was, weiß auch er wohl nicht so recht. Es scheint ihm um den seiner Meinung nach nicht vorhandenen Lagerraum unseres Vereins zu gehen. Wir wissen tatsächlich nicht, was er sich in seinem kranken Kopf so alles zurecht reimt, finden es aber langsam lästig. Uns der Erpressung und des Betrugs zu beschuldigen, ist natürlich strafrechtlich verfolgbar, aber, ehrlich gesagt, hat er schon genug Ärger am Bein und eine weitere Anzeige würde sein Strafmaß wohl kaum noch erheblich verändern. Also darf er weiter dummes und völlig verworrenes Zeug plappern. Wer uns kennt, der weiß, wie albern das ist.

Für die, die uns nicht kennen, sei kurz erklärt, dass der Herr selbst keine Fahrerlaubnis hat, aber damit prahlt, mehrere Porsche und diverse Motorräder sein Eigen zu nennen. Tatsächlich hat er einen uralten, abgewrackten Benz, mit dem er mit gefälschten Kennzeichen durch die Gegend gefahren ist. Ach so, jetzt hätte ich fast die Boote vergessen. Natürlich hat er kein Boot, auch kein englisches Rennboot. Wer mir nicht glaubt, kann sich gerne mal die Anzeige bei Ebay Kleinanzeigen ansehen, denn da hat er das Bild geklaut, und den tatsächlichen Besitzer anrufen. Der Mann ist aus Dieburg und hat sein Boot noch vor der Tür stehen. Gleiches gilt natürlich auch für die anderen Boote, die der arme Kerl so rumzeigt. Wie kann man es nur so nötig haben? Hier scheint sich eine TV-Werbung festgesetzt zu haben: Mein Haus, mein Auto, mein Boot! Leider hat er nichts von alledem (gut, Auto). Wie groß muss so ein Ego und wie klein ein Selbstwertgefühl sein, dass man sich ein AMG-Schildchen auf eine Schrottkarre klebt und uns dann sagt, dass wir uns nicht einmal den Aschenbecher seines großartigen Autos leisten könnten? Das ist unterste Schublade.

Damit nicht genug, der Herr behauptet tatsächlich, dass wir Tierärzte angerufen hätten, um zu verhindern, dass seine Tiere behandelt würden. Wir würden "lachend den Tod von Tieren in Kauf nehmen". Bei solchen Behauptungen ist es gut, vorab zu wissen, dass dieser Mensch vom Veterinäramt Tiere abgenommen bekommen hat, dass die Tierrettung Tiere dort rausholen musste und dass vielen einfach nicht mehr zu helfen war und sie notgetötet wurden (diverse Anzeigen diesbezüglich liegen der Staatsanwaltschaft Mainz vor). Der Herr hat nämlich keine und zwar überhaupt keine offizielle Befähigung, Tiere zu halten. Er hat keinen Tierschutzverein, keine Tierhilfe, er ist kein Falkner, er ist kein Jäger und natürlich ist er kein Fachmann für Wildtiere usw... Der Wunsch, etwas zu sein, was man man leider nicht ist, scheint unermesslich groß und das Talent zu lügen steht dem kaum nach.

Es ist eine Frage der Zeit, wann die Justiz sich diesen Kameraden vornehmen wird, lang wird es nicht mehr dauern. Die vielen der Staatsanwaltschaft vorliegenden Anzeigen malen das Bild einer gescheiterten Existenz, eines Hochstaplers und Lügenbarons, der sich krampfhaft an einer von ihm selbst geschaffenen Legende festklammert. Es ist traurig zu sehen, wie er Menschen, die dieses Konstrukt nicht durchschauen, mitreißt. Allerdings muss ich ehrlich gestehen, dass sich nach all den Attacken auf uns (immerhin mussten wir bei Gericht eine Einstweilige Anordung gegen ihn erwirken) mein Mitleid in Grenzen hält.

Wir sind mehr als froh, wenn dieses Thema endlich vom Tisch sein wird und wir nicht laufend von seinem ach so handverlesenen und absolut loyalen 'Inner Circle' Informationen und Screenshots zugesteckt bekommen. Auch wenn er es ständig wiederholt, unsere Mitglieder glauben seinen Quatsch nicht und die Leute, die uns kennen, lachen darüber, wir verlieren durch so einen Quatsch keine Mitglieder. Alle wissen, dass er sich zum Affen macht, wenn er behauptet, dass ich machthungrig bin, sie wissen auch, dass ich nicht zum Erpresser mutiere und schon gar nicht glaube, dass es möglich ist, binnen einer Woche einen neuen Bus für den Tierschutz gependet zu bekommen. Obwohl, das wäre wirklich toll, denn der alte hat wirklich seine beste Zeit lange hinter sich gelassen. Denkt man das jetzt weiter, dann wäre es allerdings immer noch der Bus der Tierhilfe Phönix e.V. und nicht unserer. Würde er mir wirklich vorwerfen wollen, Spenden für einen legalen, eingetragenen und vom Finanzamt mit Freistellungsbescheid versehenen Tierschutzverein zu sammeln?

Auch hier scheint er seine Methoden als Maß der Dinge zu sehen, denn er ist so dreist gewesen, sich einfach mal 'Wildtierhilfe' zu nennen und auf seinem Privatkonto Spenden für Tiere, die er gar nicht halten durfte, zu sammeln. Beim Finanzamt hat er diese Spendensammlung nicht angemeldet und den Spendern hat er vergessen zu sagen, dass es sich bei ihm weder um einen Tierschutzverein handelt noch dass eine Gemeinnützigkeit vom Finanzamt festgestellt wurde.

Nun denn, bleiben wir noch etwas bei unseren Autos. Nur für die, die es nicht wissen, wir haben für uns privat einen weiteren Vivaro-Bus gekauft, manchmal nutzen wir diesen ebenfalls für die Tierhilfe, z. B. wenn wir Märkte haben oder Feste ausrichten, dann holen wir unsere Sachen nämlich mit beiden Bussen aus unserem Lager - so wie am 16.10.22. Da war der tolle Herbstmarkt in Siefersheim, bei dem auch wir einen Stand hatten. Alle Sachen, die wir dort nicht verkauft haben, haben wir unter Mithilfe unserer Mitglieder wieder in unserem Lager verstaut und dort warten sie auf den nächsten Einsatz! Das zum Thema, wir hätten gar kein Lager und würden unsere Mitglieder belügen. Mein Gott, so etwas ist wirklich Kinderkacke!

So, nun zu ernsteren Themen. Unser Spenden-Truck ist mittlerweile zu 76 % gefüllt, es geht ganz langsam in die richtige Richtung. Trotzdem ist es wohl noch ein weiter Weg, den Truck rappelvoll zu bekommen. Ich hatte gehofft, dass wir das bis zum Ende des Monats schaffen werden, nun denke ich, dass das Ziel vielleicht doch etwas zu hoch gesteckt war. Alleine mit unseren Mitgliedern ist so ein riesiges Projekt natürlich nicht zu stemmen. VETO hilft uns dabei und unterstützt, wo es nur geht. Trotzdem wollen auch wir selbstverständlich alles tun, um so viele Menschen wie möglich zu erreichen. Wir möchten erzählen, wie es den Tieren in Spanien ergeht und was wir in den letzten Jahren schon alles erreicht haben. Deshalb hatten wir am Herbstmarkt in Siefersheim einen Info-Stand, an dem interessierte Tierfreunde sich anhand von Broschüren und unseren selbst gemachten Fotos über unsere Arbeit schlau machen konnten. Alle Fragen werden und wurden von uns und unseren Mitgliedern gerne und ausführlich beantwortet. Transparenz ist etwas, das im Tierschutz extrem wichtig ist, immerhin bekommen wir Spenden für die Tiere und wollen den Spendern natürlich auch zeigen, was wir damit machen oder bisher gemacht haben. So etwas ist wichtig und schafft Vertrauen, das ist die Basis für all unsere Arbeit. Ein Verein, der nicht gesetzeskonform arbeitet, wird schnell von seinen Mitgliedern und ggf. auch dem Veterinäramt/Finanzamt auseinandergenommen. Wir selbst arbeiten mit Vereinen, die unsere Kriterien nicht erfüllen grundsätzlich nicht zusammen. Das gilt für deutsche Vereine genauso wie für spanische. Wer uns kennt weiß, dass wir schon immer ein Verfechter von Kastrationen in spanischen Tierheimen waren, das heißt, dass alle von uns nach Deutschland geholten Tiere vorher in Spanien kastriert wurden. Uns ging es immer darum, die Nachzucht in Deutschland zu verhindern und das Problem des spanischen 'Hundeüberschusses' nicht nach Deutschland zu verlagern.

Mittlerweile haben wir auch durch Corona in Deutschland so viele Hunde, dass es wirklich nicht mehr nötig ist, noch weitere aus dem Ausland zu holen. Natürlich haben wir schon vor 2 Jahren auf diese Entwicklung reagiert und die Einfuhr spanischer Hunde drastisch reduziert. Tatsächlich nehmen wir aber immer noch ab und zu ein Not-Hundchen auf, es sind im Jahr wahrscheinlich nicht mehr als max. 10 - 20 Tiere. Nach den 40 Jahren, die ich im Tierschutz nun auf dem Buckel habe, ist es heute wichtiger geworden, die Erfolge, die wir in den Jahren vor Corona erarbeiten konnten, zu erhalten, als uns an im Augenblick nicht lösbaren Problemen abzuarbeiten. Wir haben unser Tierheim durch die steten Futterlieferungen sehr gut darauf vorbereitet, auch irgendwann autark zu arbeiten. Futter ist immer der größte und teuerste Posten in einem Tierheim, das einige tausend Tiere pro Jahr versorgen muss. Entstehen diese Kosten nicht oder nur in weitaus geringerem Maß, können Gelder freigesetzt werden, die in Renovierungen und Neuanschaffungen, Erweiterungen und Modernisierungen, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit gesteckt werden. Der krönende Abschluss ist dann natürlich der Neubau einer kleinen Klinik mit eigenem Tierarzt. Damit ist ein Shelter dann in der Lage, die Tiere in Eigenleistung zu kastrieren und auch Behandlungen für andere Tierheime durchzuführen. Die so eingesparten Kosten sind immens, wenn dann auch noch Geld über andere Vereine erwirtschaftet wird, dann ist ein Tierheim schon bald in der Lage, auf eigenen Füßen sicher zu stehen. So ganz haben wir unser Ziel noch nicht erreicht, allerdings sind wir nicht mehr allzu weit davon entfernt. Ich hatte mir persönlich vorgenommen, dass ich mir keine Sorgen um den Bestand der Protectora Villena mehr machen muss, wenn ich in Rente gehe.

Natürlich kommen immer irgendwelche Dinge dazwischen, die man einfach nicht planen kann und so ist es in den letzten Jahren dann ja auch gleich mehrfach passiert. Wir hatten die verheerende und für viele Menschen und Tiere tödliche Flut gleich zweimal hintereinander, wir hatten eine Gesetzesänderung, die uns beinahe den Verlust des ganzen Tierheims beschert hätte, die drohende Umwandlung in eine Perrera wäre mit das Schlimmste gewesen, was wir uns hätten vorstellen können und natürlich kam dann noch Corona dazu. All diese Dinge sind nicht kalkulierbar gewesen und hätten ohne eure Hilfe das Ende all unserer Anstrengungen bedeutet. Immer wenn wir dachten, dass jetzt unser Stündlein geschlagen hat, sind Menschen über sich hinausgewachsen und haben alles, was ging, mobilisiert. Es war immer knapp und manchmal haben auch wir hier und unsere Kollegen in Spanien heiße Tränen vergossen, trotzdem ging es immer irgendwie weiter.

Das haben wir all den Tierfreunden zu verdanken, die immer an uns geglaubt haben und ein Teil des Weges mit uns gegangen sind. Manchmal waren es gute Ideen, dann wieder große Arbeitseinsätze, Hilfe bei Bauarbeiten, Geldspenden, Sachspenden und natürlich ungezählte Stunden ehrenamtlicher Arbeit, die uns über den Berg geholfen haben. Unser Ziel, kein Tier, das in unserer Obhut ist, zu verlieren, haben wir nie aus den Augen verloren. Jetzt steht wieder ein Winter vor der Tür und es ist wichtiger als je zuvor, das zu erhalten, was schon erreicht wurde. Das Ziel ist schon fast erreicht und trotzdem steht es wie immer auf Messers Schneide. Wenn das Futter nicht reicht und uns Tiere verhungern, was nutzen uns dann all die neuen Zwinger und die wunderschöne neue Quarantäne? Dann haben wir das, was wir uns als Tierschutzverein auf die Fahne geschrieben haben, nicht geschafft. Tote Tiere im Shelter oder angefragte Unterstützung, die wir nicht geben können, das Wissen, dass jede Absage unter Umständen weiteres schreckliches Leid nach sich zieht, ist etwas, was wir nicht mehr ertragen wollen und können.

Die schrecklichen Bilder, die wir in all den vielen Jahren im Tierschutz gesehen haben, haben gerade bei uns Älteren Spuren hinterlassen. Man sagt, der Tierschutz frisst seine Kinder. Es ist wirklich so, irgendwann kann man das Leid einfach nicht mehr ertragen, dann ist das Fass voll und der letzte Tropfen bringt es zum Überlaufen. Es sind nur ganz wenige Tierschützer schon so lange mit dabei wie ich, die meisten haben schon vor Jahren Pausen eingelegt oder sind ganz verschwunden. Hätten wir nicht auch viele schöne Erlebnisse gehabt, wer weiß, ob Uwe und ich heute noch hier wären. Letztendlich haben wir es, so wie viele andere auch, aber einfach nicht geschafft, Nachfolger zu finden. Ich befürchte, wir müssen wohl jetzt dabeibleiben, bis der Deckel über uns zu geht.:) Wollen wir mal hoffen, dass wir unser Ziel vielleicht doch noch vorher erreichen.

Bitte begleitet uns auch noch den Rest des Weges und helft uns, auch diesen Spenden-Truck wieder voll zu bekommen. Es ist auch diesesmal so, wie es immer war. Futter rettet Leben und jedes Leben zählt!

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18.10.2022

Mit eurer Hilfe ist unser Spenden-Truck bei VETO schon zu 74 % gefüllt! Es fehlt noch etwas, um ihn ganz voll zu bekommen, aber wir sind alle überzeugt davon, dass wir das zusammen schaffen werden. Unsere Tiere in Spanien haben es in den Wintermonaten nicht leicht, die Kälte setzt ihnen zu und es ist niemand da, der ihnen jeden Tag ein kuscheliges Deckchen hinlegt oder dafür garantiert, dass der Napf voll sein wird. Wir, das heißt alle Tierfreunde, die sich an dieser großartigen VETO-Aktion beteiligen, sind diejenigen, die diesen Tieren helfen und wollen, dass sie überleben. Mit eurer Spende unterstützt ihr die Arbeit von uns und unseren spanischen Kollegen. Mit dem von euch gespendeten Futter werden wir versuchen, so viele Tiere wie nur irgendwie möglich über den Winter zu bringen. Niemand von uns kann ermessen, was es für unsere Schützlinge bedeutet, den ganzen Tag hungrig und frierend an einem Gitter zu stehen, darauf wartend, dass gerade er ausgesucht wird und vielleicht die Chance auf ein neues Leben bekommt. Alle Hunde, die bisher bei uns angekommen sind, sind Überlebende und jeder, der einen Hund aus Spanien adoptiert hat, weiß, was ich damit meine. Unsere Hunde haben schreckliche Dinge erlebt, sie sind verstoßen worden und oft genug schwer verletzt in die Protectora gekommen, viele waren mehr tot als lebendig, als man sie fand oder sollten in einer Perrera getötet werden.

Eure Futterspenden haben es möglich gemacht, dass diese Tiere gerettet werden konnten. Das durch eure Futterspenden eingesparte Geld konnte für eine vernünftige tierärztliche Versorgung genutzt oder auch zum Ausbau der Zwinger eingesetzt werden. Wir haben in Villena jetzt sogar eine Quarantäne-Station und sind in der Lage, eine Tierärztin zu beschäftigen. Wir haben schon so viel erreicht und können bei weitem effektiver arbeiten als noch vor 20 Jahren. Das haben wir nicht zuletzt auch euch zu verdanken. Dank eurer Futterspenden konnten wir Gelder für andere wichtige Dinge verwenden und jetzt kommen wir langsam an den Punkt, an dem wir uns selbst finanzieren können. Corona hat uns natürlich massiv zurückgeworfen, aber wir sind auf einem guten Weg. Jetzt Tiere verhungern zu sehen, ist etwas, was wir nicht ertragen können und wir werden alles daransetzen, dass die Tiere in Villena, Elche, Ibi, Murcia usw. diesen Winter genug Futter haben werden und überleben. Bitte helft uns dabei und spendet Futter, damit unser LKW ganz voll wird! Euer gespendetes Futter rettet Leben und jedes schlagende Herzchen zählt!!!

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17.10.2022

Ich bin von meinem Kurztrip ins Elsass wieder zurück. Es war mal schön, etwas anderes zu sehen und zwei Tage ohne Verpflichtungen zu sein. Ich war in Colmar und in Riquwihr, beide Städtchen haben wunderschöne alte Fachwerkhäuser, die zum Teil sogar noch aus dem Mittelalter stammen. Colmar nennt man auch das kleine Venedig und tatsächlich erinnern Kähne, die die Menschen über ein Flüsschen schippern, wirklich etwas an die große Schwester im Nordosten Italiens.

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Das Wetter war durchwachsen und manchmal zogen schwarze Wolken auf, die dann aber erst Regen brachten, als wir schon wieder in unserem Ferienappartment waren. Colmar hat einige sehr berühmte Einwohner hervorgebracht, darunter ist Frédéric-Auguste Bartholdi, der die Freiheitsstatue auf Liberty Island/New York geschaffen hat und natürlich auch das Straßburger-Denkmal in Basel. Die Freiheitsstatue ist im Original über 46 Meter groß, die Gesamtgröße vom Sockel bis zur Fackel sind knappe 93 Meter. Colmar hat eine kleinere, immerhin 12 Meter hohe Nachbildung aus Kunstharz auf einem Kreisel im Industriegebiet platziert. Sie sieht auch schon recht imposant aus und erinnert an den berühmten Sohn der Stadt.

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Von Colmar ist es ein Katzensprung nach Riquwihr, die kleine Stadt an der Grenze zu Deutschland ist wirklich spektakulär, man fühlt sich ins 16. Jahrhundert versetzt. Am Fuße der Vogesen liegt der Ort, der in den Kriegen verschont geblieben ist und heute noch so aussehen dürfte wie vor immerhin 7 Jahrhunderten! Man fühlt sich ins Mittelalter und die Renaissance versetzt und meint, durch eine Kulisse zu laufen. Ich habe so etwas noch nie gesehen und würde gerne an Weihnachten noch einmal wiederkommen.

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16.10.2022

Unser Markt in Siefersheim war wunderschön. Das Wetter war durchwachsen, was allerdings der Besucherschar keinen Abbruch getan hat. Wir haben so viele bekannte Gesichter gesehen und natürlich auch wieder viele neue Begegnungen gehabt. Manche Menschen haben sich für die von uns angebotenen Waren interessiert, andere wollten mit uns über den Tierschutz spechen und über unsere Arbeit informiert werden. Alle unsere fleißigen Geister hatten einen erfolgreichen und ich hoffe auch schönen Tag, wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren Helfern, auf die wir immer zählen können! Ohne euch wären solche Einsätze gar nicht machbar!

Hier für alle, die die nicht in Siefersheim dabei sein konnten, hier ein Foto von unserem tollen Stand!

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Wir bedanken uns auch bei allen, die unseren Stand besucht haben, für das rege Interesse und natürlich hoffen wir, dass wir euch alle beim nächsten Markt gesund wiedersehen!

 

14.10.2022

In den letzten Wochen ist viel passiert und bevor das Wetter noch schlechter wird, werde ich einfach mal 3 Tage wegfahren. Natürlich kümmert sich Uwe in der Zeit um alles und selbstverständlich ist auch unser Telefon besetzt. Unser Urlaub ist wie seit Jahren ausgefallen und eigentlich ist das auch normalerweise gar nicht schlimm, trotzdem freue ich mich natürlich, dass meine Freundin diese tolle Idee hatte und gleich mit einem Geburtstagsgeschenk Nägel mit Köpfen gemacht hat. Wir beide fahren also heute in das Elsass und werden dort etwas ausspannen.

Bitte denkt morgen an den Herbstmarkt in Siefersheim. Die Wettervorhersage ist eine Katastrophe und ich hoffe wirklich, dass es nicht den ganzen Tag regnen wird. Sollte das so sein, können wir nicht aufbauen, denn wenn alle unsere Sachen nass werden, ist der Schaden viel zu groß. Das wäre jetzt der Super-GAU.

Ich weiß nicht, ob ihr die Füllmenge des LKW von der VETO-Spendenaktion mitverfolgt. Wir haben jetzt fast 70 % geschafft. Das ist natürlich eine riesige Menge an Futter, für die wir uns schon mal ganz herzlich bei euch bedanken. Trotzdem wäre es natürlich klasse, wenn wir die letzten 30 % auch noch dazu bekommen könnten. Wir hoffen, dass sich alle nochmal ganz doll anstrengen und letztendlich wirklich ein ganzer LKW Futter für unsere Tiere zusammenkommt. Bitte denkt daran, dass jedes Kilo Futter hier wirklich massiv hilft. Euer gespendetes Futter rettet die Leben der Tiere in der Protectora Villena und Umgebung! Wie in jedem Jahr kommt der Winter auch in Spanien und wie immer kämpfen alle Tierschützer um jedes Leben. Mit ausreichend Futter im Lager haben wir alle eine große Sorge weniger und wissen, dass unsere Tiere wenigstens nicht verhungern werden. Bitte helft uns, ohne euch schaffen wir es nicht!

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13.10.2022

Jetzt haben wir die ganzen Vorbereitungen für den Herbstmarkt abgeschlossen. Die Hunde-Leckerchen sind gebacken, der Gelee ist in Gläser abgefüllt und Alexandra und Uwe haben im neuen Lager alles so vorbereitet, dass es nur noch ins Auto gepackt werden muss. Bleibt nur noch, auf gutes Wetter zu hoffen.

Ich habe heute meine fünfte Impfung bekommen und hoffe, dass ich damit vor der aktuellen Corona-Variante geschützt bin. Trotzdem tragen wir natürlich Masken, sobald wir mit fremden Menschen in Kontakt kommen. 100 % Sicherheit gibt es auch mit den Impfungen nicht und krank wollen wir doch alle nicht werden.

Gulliver geht es leider immer noch nicht wieder gut, er ist ganz steif und bewegt sich so wenig wie irgendwie möglich. Wir haben, obwohl wir uns ganz fest vorgenommen hatten, sparsam mit unseren Holzvorräten umzugehen, den Grundofen für die Hundchen angeheizt. Gulliver mag keine Wärmflaschen und so steht sein Körbchen wieder auf der Ofenbank und wird von hinten und von unten durchgewärmt. Seinem armen Rücken bringt das sicherlich etwas Erleichterung. Natürlich bekommt er regelmäßige osteopathische Behandlungen, aber zwischen den Behandlungen liegen immer einige Tage, an denen man sich erstmal ansehen muss, ob und wie die Behandlungen anschlagen. Ich würde sagen, dass es ganz langsam besser wird, aber ganz sicher bin ich mir noch nicht... Drücken wir dem kleinen Wicht einfach alle mal die Daumen.

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Unsere Pferde genießen jeden sonnigen Tag auf den Koppeln, sie wissen nicht, dass wir daran denken, sie über die Regenbogenbrücke zu schicken und wir sind noch immer nicht bereit und in der Lage, eine endgültige Entscheidung zu treffen. Die Hoffnung, dass vielleicht doch irgendjemand noch helfen kann, hat sich in meinem Kopf breit gemacht und lässt sich einfach nicht wegdrücken. Es ist schwer, den richtigen Augenblick zu finden, wenn es den Tieren doch augenscheinlich gut geht. Der Bub hat keine Schmerzen und sie auch nicht, sie stehen beide in der Sonne und genießen die Wärme, futtern das frisch aufgewachsene Gras, stehen abends am Stall und legen sich ins warme Stroh. Die andere Seite ist der Tierarzt, der von Epilepsie erzählt, von Cushing-Syndrom, Rückenmarksverletzungen, Brüchen und verletzten Wirbeln. Wenn ich das alles gehört habe, weiß ich, dass die Tage der Pferde gezählt sind und dann sehen wir sie friedlich auf der Weide stehen und sind wieder wie gelähmt. Ich musste vor vielen Jahren schon einmal eine solche Entscheidung für mein Pferd treffen, allerdings war es damals in der Klinik und hatte eine Kolik, bei der der Darm einfach nicht mehr anspringen wollte. Die Entscheidung war klar und es gab keine Diskussion. Schwer war es trotzdem. Jetzt aber hoffen wir alle noch auf eine Verbesserung, es fehlt nur leider jemand, der sie herbeiführen kann. Es ist einfach schrecklich... Falls jemand von euch einen tollen Tipp hat, einfach anrufen!

 

11.10.2022

Wir möchten nochmal an den Herbstmarkt am kommenden Sonntag in Siefersheim erinnern. Wir werden dort mit einem Stand der Tierhilfe Phönix e.V. zu Gast sein und viele tolle Sachen anbieten, deren Erlös zu 100 % dem Tierschutz zugute kommt. Ich weiß nicht so genau, wie das Wetter werden wird, aber Hundemenschen hält doch eigentlich auch kein Regen von einem Besuch auf einem so tollen Herbstmarkt ab, oder?

Wir wissen noch nicht, ob sich dieses Jahr die Möglichkeit eines Weihnachtsmarkts ergeben wird, die Coronazahlen steigen unaufhörlich an und wir machen uns alle große Sorgen. Die Winter-Corona-Variante zeichnet sich offensichtlich durch massiven Husten mit Atemnot und schlimmen Halsschmerzen aus. Ganz offensichtlich zeigen die Schnelltests nichts mehr an, dafür ist der PCR-Test dann irgendwann positiv. Wir sind deshalb alle sehr besorgt und bitten euch, gut auf euch und eure Lieben aufzupassen. Vielleicht ist es sicherer, ab jetzt wieder überall eine Maske zu tragen. Vielleicht zieht ihr das auch für euren Marktbesuch in Betracht. Wenn viele Menschen unterwegs sind, muss man einfach aufpassen!

Unser VETO-Truck ist heute schon zu 67 % gefüllt, das ist einfach nur großartig und wir können uns gar nicht genug bei allen Spendern bedanken. Jedes gefüllte Schüsselchen und jeder Bauch, der nicht mehr von Hunger knurrt, ist für uns eine große Beruhigung. Es gibt kaum schlimmeres, als Tiere verhungern zu sehen. Wir setzen alles daran, dass wir unsere vielen Tiere in der Protectora Villena und Umgebung über den Winter bringen. Sie haben damit die Chance, in ein liebevolles Zuhause vermittelt zu werden. Was kann es schöneres für sie geben? Bitte helft alle mit, in Spanien Leben zu retten. Viele von euch haben Hunde aus Alicante, Elche, Villena, Ibi, Murcia usw. Überall dort kennt man die Protectora Villena und jeder weiß, dass man sich dort mit Futter für die hungernden Tiere versorgen kann. Das funktioniert aber nur, wenn unser Lager auch gut gefüllt ist. Bitte helft uns und spendet Futter für unsere Wunschliste! Hier rettet Futter Leben!

 

10.10.2022

Wie ich schon berichtet habe, ist zur Zeit das Tierheim Villena bei der VETO-Futterhilfe das 'Tierheim im Fokus'. Für uns ist diese Aktion extrem wichtig, denn sie sichert uns das Futter für den Winter und damit das Überleben von unzähligen Tieren. Wir sind dankbar für jede Spende, die über unsere Wunschliste eingeht und hoffen, dass wir wirklich einen ganzen LKW mit Futter voll bekommen. Bis jetzt ist eine Füllmenge von fast 60 % erreicht. Das ist wunderbar und bedeutet, dass ihr schon fast 20 Paletten mit lebenswichtigen Dingen für unsere spanischen Schützlinge gespendet habt. Bitte denkt daran, dass VETO für uns eine große Chance ist, wir könnten alleine niemals so viele Menschen erreichen, wie das mit VETO möglich ist. Bitte helft alle mit, dass der LKW noch voll wird!

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08.10.2022

Nun ist die kleine Benny schon einige Tage bei uns und hat sich akklimatisiert. Die Pflegestelle kann sie jetzt gut beurteilen und ihr Verhalten für Interessenten beschreiben. Benny ist also ab heute in der Vermittlung und sucht nette Menschen und ein schönes Zuhause, einen Ort, wo sie geliebt wird und bis zu ihrem letzten Atemzug bleiben kann. Die kleine Hundedame wird wegen ihrer ungewöhnlichen Fellfarbe "Motte" gerufen. Sie ist schon fast stubenrein und fährt auch schon supergut im Auto mit. An der Leine gehen ist auch kein Problem und bei Hundebegegnungen ist sie grundsätzlich freundlich. Sie ist neugierig, kein bisschen ängstlich und greift sogar ganz mutig den Staubsauger an! :)

Fressen ist kein Problem und auch das Alleinebleiben (zusammen mit den Hunden der Pflegefamilie) klappt schon ganz gut. Die Pflegemütter sind der Meinung, dass sich Motti schnell bindet und auch, dass vernünftige Kinder kein Problem sind. Die Kleine ist sehr verspielt, aber das ist mit 9 Monaten ja auch völlig normal. Motti ist ein kleiner Traumhund mit einer außergewöhnlichen Fellfarbe. Sie dürfte mit ihren 30 cm Schulterhöhe ausgewachsen sein.

Wenn sich jemand für Motti interessiert, kann er uns jederzeit telefonisch oder per Email erreichen. Wir vermitteln im 100-km-Umkreis um Alzey. Vorkontrollen sind selbstverständlich!

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06.10.2022

Seit Jahren nehmen wir im Herbst immer an großen Märkten teil. Auch in diesem Jahr sind wir für die Tierhilfe Phönix natürlich wieder unterwegs, diesesmal ist es wieder der Herbstmarkt in Siefersheim, bei dem wir ja schon öfter zu Gast sein durften. Wir freuen uns schon riesig und haben auch schon die wichtigsten Vorbereitungen getroffen. Auch in diesem Jahr wird es wieder unterschiedlichste Hunde-Kekse geben und natürlich haben wir wieder wunderschöne Körbchen, kuschelige Liegeplätze, Hundeseifen, Halstücher, Leinen und Halsbänder für unsere vierbeinigen Freunde sowie selbstgestrickte Socken und leckere Gelees für Herrchen und Frauchen. Wir denken, dass für jeden etwas dabei sein wird und hoffen auf gute Gespräche und reges Interesse an unserer Arbeit und unseren handgemachten Dingen! Hier findet ihr den Marktflyer.

Bei VETO läuft unsere Spendenaktion für die Protectora Villena in Spanien. Wir haben dank eurer Hilfe schon einen halben LKW voll mit Futter gesammelt und denken, dass wir mit etwas Glück vielleicht nochmal einige Paletten mit Futter dazubekommen werden. Bitte denkt daran, dass auch der Winter in Spanien kalt wird und die Hunde ohne Futter nicht überleben können. Wir möchten nochmal darauf aufmerksam machen, dass die bei VETO gezeigten Bilder von den Vereinen selbst stammen, auch wir haben Bilder eingesendet. Es sind keine fiktiven Hunde von irgendwo, sondern tatsächlich alles Tiere, die von uns oder unseren Kollegen aufgenommen wurden. Hinter jedem Bild steht ein Schicksal und ein ganz reales Bedürfnis nach Liebe, medizinischer Versorgung, Futter und Geborgenheit!

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05.10.2022

Ich hatte bisher die Bilder von Uwes Geburtagsgeschenk noch nicht gepostet, möchte das aber hier nachholen. Uwe war mal wieder tauchen und hat sich über dieses Geschenk ganz riesig gefreut. Wir sind an einen kleinen See gefahren und dort ist er mit einem Bekannten dann abgetaucht. In 18 m Tiefe ist es nur 14 Grad warm/kalt gewesen und so war der Tauchgang nach 45 min beendet. Die beiden glücklichen und etwas schnatternden Männer haben wir Frauen dann nach Hause an den warmen Ofen gefahren und uns gewundert, dass man in einem kalten See mit ein paar Fischen so viel Spaß haben kann. Jeder hat andere Hobbies, Uwe und viele andere tauchen supergerne, mir reichen die Dusche und ein Kasten Sprudel völlig aus, mein Bedürfnis an Wasser ist damit ausreichend gedeckt! :)

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Wir werden immer wieder nach unseren Pferden gefragt. Da beide krank sind, haben die Tierärzte uns dazu geraten, sie einzuschläfern. Mutter und Sohn waren noch nie getrennt und da beide schon sehr alt sind, sollten wir sie auch diesen Gang zusammen machen lassen. Bis heute konnten wir uns mit dem Gedanken aber nicht anfreunden und versuchen alles, um eine andere Lösung zu finden. Unser Bub ist vor einigen Monaten schwer gestürzt und kann seit dem nicht mehr gut laufen. Er ist schmerzfrei, sein Gangbild ist allerdings schrecklich. Seine Mutter leidet an Epilepsie und hatte einige schlimme Anfälle, bei denen sie sich auch verletzte. Jetzt haben wir ein Medikament gefunden, mit dem sie sich sehr wohl fühlt und offensichtlich keinen Anfall mehr hatte. Trotzdem bleibt die Angst, dass etwas passiert, wenn wir es nicht mitbekommen und sie im schlimmsten Fall stundenlang leidet, bis es jemand bemerkt. Es ist eine schlimme Situation und uns fällt es schwer, eine Entscheidung zu fällen. Letztendlich sind sie schnell eingeschläfert und tot, dann gibt es kein Zurück, dann ist es für immer...

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Ich möchte euch nochmal bitten, die Spendenaktion von VETO zu beachten. Das begünstigte Tierheim ist die von uns unterstützte Protectora Villena in Spanien. Wer einen Hund von uns hat, hat ihn mit großer Wahrscheinlichkeit von dort. Wir wären sehr froh, wenn wir einen mit Futter gefüllten LKW in unser Shelter schicken dürften. Damit hätten wir das Überleben von so vielen Hunden gesichert. Es wäre ein herrliches Weihnachtsgeschenk! Bitte unterstützt unsere Arbeit in Villena mit einer Futterspende über VETO. Hier geht es zu unserer Wunschliste:

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04.10.2022

Heute ist Welttierschutztag und wie in jedem Jahr ist es kein Grund zum Feiern. Wir Tierschützer sehen alle schon jetzt mit großer Besorgnis, was wohl in den nächsten Monaten auf uns zukommen wird. Die Gebührenordnung für Tierärzte wurde kräftig angehoben und auf allen Kanälen machen nun Versicherungen ihre Angebote. Wir sind sicher, dass einige Tierhalter spätestens nach der nächsten Konsultation beim Tierarzt ihr Haustier abgeben werden. Die schwächsten in unserer Gesellschaft können sich schon die immensen Preiserhöhungen für Energie und natürlich auch für die Lebenshaltungskosten allgemein nicht mehr leisten und fragen sich, wie man dann noch die massiv angehobenen Gebühren für die Behandlung unserer Lieblinge finanzieren soll? Auch eine Versicherung arbeitet nicht für umsonst, monatlich über 100 € extra zu bezahlen und dann nicht einmal alles erstattet zu bekommen, kann sich auch kaum noch jemand leisten.

Wir alle sehen, was auf uns zukommen wird und vermuten, dass die Tiere, die oft auch während der Corona-Krise angeschafft wurden, jetzt wieder abgegeben, ausgesetzt, verschenkt, auf Ebay angeboten werden. Uns alle erschreckt das sehr und tatsächlich haben wir keine Lösung parat. Als Tierschutzverein finanzieren wir uns selbst, es gibt auch Vereine, die Hilfen bekommen, wir zählen nicht dazu. Für uns bedeutet das, das Geld, mit dem wir die Tiere unterstützen, selbst zu erwirtschaften. Geeignete Mittel sind Feste, Märkte, aber auch Mitgliedsbeiträge, Spenden usw.

Wie ihr sicherlich bemerkt habt, haben wir die Vermittlung von Hunden fast auf Null zurückgefahren. Das hat natürlich einen Grund und der ist einfach nachzuvollziehen. Es gibt seit der Pandemie ca. 600.000 Hunde mehr in Deutschland als vorher! Niemand kann mir erklären, dass wir noch zusätzlich Hunde nach Deutschland holen müssen, vielmehr sind wir in der Pflicht, die Tiere, die zurückgegeben werden, aufzunehmen. Leider ist das ein oft kostspieliges Unterfangen, die Hunde sind fast immer ungeimpft, sie müssen ggf. noch kastriert werden, die Zähne brauchen eine Sanierung usw... Nun fragen wir uns, woher das Geld dafür kommen soll. Wegen Corona sind alle Märkte und die meisten Feste ausgefallen, Geld kam also nicht mehr rein und die Mitglieder, die gerne neue kleine Hundchen im Internet sehen wollten, sind abgewandert. Manch einer hat sich vielleicht auch gewundert, wieso kein Herbstfest mehr stattgefunden hat und gedacht, dass wir weniger aktiv sind als zuvor. Dem ist natürlich nicht so, aber eine Mitgliedschaft ist schnell gekündigt und natürlich verstehen wir auch, dass in schwierigen wirtschaftlichen Situationen überall gespart wird. Der Tierschutz ist dann einfach nicht mehr so wichtig und fällt oft genug hinten runter. In einer solchen Situation ist es fast nicht mehr möglich, einen Verein aktiv zu halten und die Vereinsziele nicht aus den Augen zu verlieren. Tatsächlich aber helfen wir noch immer im ganz großen Stil in Spanien und natürlich kümmern wir uns auch noch um die Tiere, die uns hier gebracht werden. Die Luft wird aber erheblich dünner und wenn wir uns nicht ständig etwas einfallen lassen würden, wären wir schon lange vom Fenster weg. So sieht es am Welttierschutztag bei uns und vielen anderen Tierschutzvereinen eher düster aus.

Wenn wir dann noch sehen, was zur Zeit in Spanien passiert, dann ist klar, dass wir, egal, wie schwierig es im Augenblick sein mag, trotzdem nicht einfach aufgeben dürfen. Die Situation der Wind- und Jagdhunde ist etwas, das seit Jahren schon mit den "Galgo-Märschen" in vielen Großstädten Europas angeprangert wird. Jetzt beginnt wieder die Jagdsaison und das bedeutet nicht nur für Hasen, Füchse usw. den Tod, sondern auch für mindestens 50.000 Windhunde, und das jedes Jahr!

Die hochsensiblen Galgos sind eigentlich weithin aggressionsfreie Tiere, sie sind blitzschnell und können mit z.T. über 70 km/h im Rudel leicht Beute machen. Genau dieser Umstand wird von den Menschen genutzt und so werden diese Hunde auf Schnelligkeit und Ausdauer trainiert. Nicht selten werden sie in Gruppen hinter Autos oder Motorräder gebunden, um ihre Kondition zu trainieren. Wer stürzt oder das Tempo nicht mithalten kann, wird gnadenlos zu Tode geschleift. Die Hunde, die dieses "Training" überlebt haben, vegetieren oft in dunklen Ställen an kurzen Ketten vor sich hin. Die mageren Tiere liegen auf hartem, kalten Boden und bekommen nur so viel zu fressen, dass sie die Jagdsaison überstehen. Die wenigsten dürfen noch für die Vermehrung der Rasse sorgen, denn wer extrem schnell ist, hat vielleicht so die Chance, 3 - 4 Jahre lang unter schlimmen Bedingungen zu überleben und dann etwas später einen unwürdigen Tod zu sterben.

Das Töten dieser sensiblen und absolut freundlichen Tiere ist so unwürdig, dass er keine bessere Bezeichnung als "Entsorgung" verdient. Die Galgos werden ausgesetzt, verbrannt, ertränkt oder mit Säure übergossen, die Beine werden ihnen gebrochen, sie werden in Brunnen geworfen oder in Höhlen angekettet und einfach vergessen. Andere sterben durch Giftspritzen in Perreras. Die Tiere dort überleben meistens keine 20 Tage, in dieser Zeit werden sie oft nicht mehr richtig gefüttert. Die traditionellste und sicherlich eine der grausamsten Tötungsmethoden ist das sogenannte Klavierspielen. Der Hund hängt mit einem Strick um den Hals an einem Baum, mit den Hinterpfoten berührt er den Boden und nun kämpft er auf den Hinterbeinen tänzelnd so lange um sein Leben, bis er die Kraft verliert und sich selbst erwürgt. Dieser Kampf endet immer mit dem Tod und beschert dem armen Tier größtmögliche Panik, Angst und Schmerz.

Seit dem 5. Januar 2022 haben wir nun eine Gesetzesänderung in Spanien. Bisher galten die Tiere in Spanien als Sachen. Aufgrund einer dreifachen Gesetzesreform sind sie nun keine Objekte mehr, sondern juristisch als vollwertige Familienmitglieder zu behandeln. Die Änderung des Zivilrechts, des Hypothekengesetzes sowie des Bürgerlichen Gesetzbuches wurde von Unidas Podemos (dem linksalternativen Koalitionspartner der aktuellen sozialistischen Regierung) angestoßen und regelt unter anderem, dass Tiere nicht ausgesetzt, misshandelt, verpfändet, vererbt oder von ihrem Besitzer getrennt werden dürfen. Für uns alle war das ein langersehnter Schritt in die richtige Richtung und es war für uns klar, dass bald das Leid der spanischen Jagd- und Windhunde endlich ein Ende haben würde. Der Dämpfer kam prompt, denn leider gilt dieses Gesetz nur für Haustiere, nicht aber für Gebrauchstiere und darunter fallen alle Hunde, die zur Jagd genutzt werden.

Es darf einfach nicht passieren, dass Jäger und deren Anhänger mit einer plumpen Strategie wichtige Veränderungen zur Verbesserung der Lebensumstände der Jagdhunde verhindern. Nichts rechtfertigt eine "Sonderbehandlung" der Jagdhunde, die Argumentation, dass die Jagd ein kulturelles Erbe sei, Jäger die Schützer des ökologischen Gleichgewichts seien und die Jagd 190.000 Arbeitsplätze schaffe und damit 6,5 Millionen Euro erwirtschafte, sind lächerlich. Der Landwirtschaftsminister betonte tatsächlich, dass die Jagd nicht nur eine produktive Aktivität ist, sondern auch der Sport mit den meisten Verbänden, nach Fußball und Basketball. Für uns klingt so etwas völlig absurd und ist nicht nachvollziehbar. Wir wissen, dass sich in Spanien in den letzten Jahrzehnten einiges verändert hat. Auf der jungen Generation liegt unsere Hoffnung. Sollte das Gesetz allerdings so wie bisher geplant verabschiedet werden, lässt es noch mehr Raum für Tierquälerei, es begünstigt sogar die Straffreiheit für das Handeln der Jäger.

Wir wissen, dass unsere Stimmen zählen und dass wenn wir nur laut genug sind, wir auch gehört werden. Jetzt an dieser Stelle aufzugeben, kommt nicht in Frage. Unsere Hilfe wird in Spanien so dringend gebraucht wie selten zuvor.

Unser Wunsch an diesem Welttierschutztag ist also klar. Bitte beteiligt euch an Unterschriftenaktionen, lauft mit beim Galgo-Marsch und spendet für die Tiere in den spanischen Tierheimen. Wir können in dieser Situation jede Hilfe gebrauchen. Jeder Euro, den die Tierheime nicht für Futter aufwenden, verwenden sie für Tierarztrechnungen und die Versorgung/Unterbringung der Tiere. Eine Futterspende ist also sinnvoll und kommt zu 100 % bei den Tieren an. Bitte helft uns, den Ärmsten der Armen zu helfen, ohne euch schaffen wir es nicht!

Falls du die Petition unterstützen möchtest:

https://www.change.org/p/proteger-a-los-animales-ahora-o-nunca-firma-por-una-verdadera-ley-estatal-de-protecci%C3%B3n-animal

Bitte denkt daran, dass wir zur Zeit über VETO Futter für die Protectora Villena sammeln. Bitte unterstützt unsere Arbeit mit eurer Futterspende!

 

02.10.2022

Gestern ist unsere süße Benny angekommen. Sie ist etwas müde gewesen, aber absolut sauber und in sehr gutem Zustand. Wir möchten uns ganz herzlich bei 'Trips for dogs' bedanken. In den letzten Monaten waren sie bei Transporten unsere Ansprechpartner. Ihr Auto ist immer blitzblank sauber, alles ist aufgeräumt und prima sortiert. Die Tiere sind in einwandfreiem Zustand und werden wunderbar überwacht und versorgt. Noch nie gab es auch nur eine kleinste Beanstandung. So müssen Transporte aussehen! Wenn die Tiere so nach Deutschland kommen, sind sie relaxed und keinesfalls gestresst oder gar traumatisiert. So ein Transport ist zwar etwas teurer, aber dafür geht es den Tieren auch wirklich gut. Benny ist mit uns ganz fröhlich und an allem interessiert nach Hause gefahren, hat unsere Hunde begrüßt, Bekanntschaft mit dem Roboter-Staubsauger gemacht, etwas gegessen + getrunken und ist dann eingeschlafen. Renate und Gabi haben die kleine Maus später abgeholt und nun ist sie schon in Polch. Von dort haben wir schon Videos bekommen, Benny heißt jetzt Motti und geht bereits wunderbar an der Leine spazieren. Was will man mehr - sie ist nicht nur extrem hübsch, sondern auch noch sehr schlau. Wieder einmal ein rundum tolles Hundchen aus der Protectora Villena.

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aktualisiert am 28.11.2022

 

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